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Jüdische Textilunternehmer in Baden-Württemberg 1683-1938

Author: Toury, Jacob
Publisher: Tübingen: Mohr Siebeck GmbH & Co. KG
Year: 2024
DOI: 10.1628/978-3-16-163609-7
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/312700/1/Mohr-Siebeck_9783161636097.pdf
Tou y, Jacob
Book
Jüdische Tex ilun e nehme in Baden-Wü embe g
1683-1938
Sch i en eihe wissenscha liche Abhandlungen des Leo Baeck Ins i u s, No. 56
P o ided in Coope a ion wi h:
Moh Siebeck, Tübingen
Sugges ed Ci a ion: Tou y, Jacob (2024) : Jüdische Tex ilun e nehme in Baden-Wü embe g
1683-1938, Sch i en eihe wissenscha liche Abhandlungen des Leo Baeck Ins i u s, No. 56, ISBN
978-3-16-163609-7, Moh Siebeck GmbH & Co. KG, Tübingen,
h ps://doi.o g/10.1628/978-3-16-163609-7
This Ve sion is a ailable a :
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SCHRIFTENREIHE
WISSENSCHAFTLICHER
ABHANDLUNGEN
DES
LEO
BAECK
INSTITUTS
42
Jacob Tou y
Jüdische Tex ilun e nehme
.
1n
Baden-Wü embe g
1683-1938
Un e
Mi wi kung on
E a
Ch
.
Tou y
und Pe e
Zimme mann
J.
C. B.
Moh
(Paul Siebeck) Tübingen 1984

CJP-Ku z i elau aahme de Deu schen Biblio hek Tou y,Jacob: Jüdische Tex ilun e nehme in Baden-Wü embe g 1683-1938 / Jacob Tou y. Un e Mi w. on E a Ch. Tou y u. Pe e Zimme mann. -Tübingen: Moh , 1984. (Sch i en eihe wissenscha liche Abhandlungen des Leo-Baeck-lns i u s; 42)ISBN 3-16-744824-5 / eISBN 978-3-16-163609-7 un e
ä
nde e eBook-Ausgabe 2024ISSN 0459-097 X NE: Leo Baeck Ins i u e o Jews om Ge many (New No k, NY): Sch i en eihe wissenscha liche Abhandlungen ... © J. C. B. Moh (Paul Siebeck) Tübingen 1984. Alle Rech e o behal en.Dieses We k is sei 04/2024 lizenzie un e de Lizenz
‚
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Dieses Open Access eBook wi d du ch eine Fö de ung des Leo Baeck Ins i u e Londonund des Bundesminis e iums des Inne n und ü Heima e möglich .
Vo wo
Diese,
om
Leo Baeck Ins i u
New
Yo k und seinem Di ek o , D . F ed
G ube!, ange eg e,
om
Land Baden-Wü embe g g oßzügig ge ö de e
und auch on de Robe Bosch
G.m.b.H.
un e s ü z e Fo schungsa bei
muß ü sich selbs sp echen, wenn sie einen meh
als
sen imen alen E inne-
ungswe beansp uchen und das Gewich jüdische Tex ilun e nehmungen
in de Wi scha sen wicklung on Baden-Wü embe g auch
nu
in allge-
meinen Um issen zeichnen soll.
De zei liche und ö liche Rahmen e gib sich wie on selbs . Die e s en
Anzeichen eines g oßen jüdischen Tex ilhandels in den heu e zum Lande
Baden-Wü embe g gehö igen Gebie en lassen sich noch o Ausgang des
siebzehn en Jah hunde s es s ellen und aus ihnen en wickeln sich -insbe-
sonde e sei de bü ge lichen Gleichs ellung de Juden und de Reichsg ün-
dung -blühende Un e nehmungen des G oßhandels und de Indus ie.
Meh
als
zwei D i el on ihnen bes anden noch bis 1929, bzw. 1932,
und
selbs bis zu Zei de Zwangs»en judung« sei No embe 1938 hiel en noch
beinahe 400 G oß i men -und zwa meis ge ade die wi scha swich igs en
-allen D angsalen zum
T o z
ih en Be ieb au ech .
Die jüdischen Tex ilun e nehmungen wa en eng mi de En wicklung
einzelne
O e
und Landes eile e loch en, dehn en abe ih e We ksniede -
lassungen auch nach sons kaum on de Indus ialisie ung be üh en ländli-
chen Siedlungsgebie en aus. So be anden sich jüdische Tex ilun e nehmen
an meh
als
120 Plä zen in Baden, Hohenzolle n und Wü embe g,
und
insgesam mag
es
wohl, im Lau e de hie behandel en Jah hunde e, übe
ausend jüdische G oß ex il i men gegeben haben. Diese konn en na ü lich
im
Rahmen diese A bei nich säm lichs namen lich au ge üh we den
(obwohl sie s a is isch e aß sind), und alle Fi mennennungen sind also
nich als Bewe ung ih e Leis ung zu e s ehen, sonde n agen lediglich
exempla ischen Cha ak e .
Da
die G enzen zwischen Handel und ühem En ep eneu um, sowie
auch zwischen spä e em G oßhandel und Ini iie ung de He s ellung gewis-
se P oduk e,
ja
soga -wie sich he auss ellen wi d -selbs zwischen
G oßhandel und Wa enhäuse n und Ke enläden nich
imme
ganz eindeu-
ig zu ziehen sind, is im
Tex
gelegen lich
om
»G oßen Handel« die Rede.
Dami
is jede übe den Einzelhandel mi Elle und Maß hinausgehende
Tex ilhandels ä igkei gemein , doch sind solche G enz e schiebungen so
VI
Vo wo
sel en wie möglich in die S a is iken übe nommen,
um
das Bild des
G oßhandels nich zu e zeichnen.
Auch hinsich lich de Indus ieun e nehmungen sind die G enzen zwi-
schen dem Ve lags- und dem Fab iksys em selbs im ganzen
19.
Jah hunde
-bis zu ölligen Mechanisie ung und de Konzen a ion alle P oduk ions-
phasen in G oß ab ikanlagen -noch einige maßen ließend.
So
sind also
als
»Fab ikan en« zunächs diejenigen einges u , die
au
ih eigenes Risiko die
Tex ilp oduk ion o ganisie en. Spä e wu de
ja
dann die O ganisa ion de
im Fab ikgebäude konzen ie en maschinellen Bea bei ung on Roh- ode
Halb e igp oduk en zum Kennzeichen de Fab ikun e nehme .
Wenn in de A bei on »Tex il« die Rede is , so sind dami alle p lanzli-
chen und ie ischen, spä e auch die küns lich he ges ell en ode eklamie -
en, Fase s o e (also auch ede n!) und Kuns ase s o e in ih en e schiede-
nen Ve a bei ungss adien gemein . Spinnen, Weben, Wi ken, S icken,
S icken, abe
im
le z en Jah hunde auch chemische P ozesse und insbeson-
de e die Kuns ase bea bei ung gehö en zum Thema, ebenso wie die Ve -
we ung ex ile Ab älle und ih e Rezyklie ung- obwohl Ka onagen- und
Papie we ke nich be ücksich ig sind, sowei sie nich neben ode aus
»wi klichen« Tex ilbe ieben en s anden.
Gelegen lich is im Tex die B anchenbezeichnung »G ob ex il« benu z ,
welche eine sei s
au
die eigen lichen G ob ase n na ü liche und chemische
P o enienz und die aus ihnen he ges ell en G obga ne und G obgewebe,
Ju e, Filze, Teppichböden und -beläge, gemünz is , ande e sei s sind abe
auch ih e Ab alle, also G obbade n und ih e Reklama ion mi inbeg i en,
und on dahe wi d »G ob ex il« zuweilen auch
au
Lumpenso ie - und
Reißwoll- bzw. Reißbaumwollbe iebe ausgedehn . Wenn eine solche Ka e-
go isie ung ielleich nich ganz zün ig is , so ha
sie
sich doch -wie wi
ho en -bei de mühe ollen
O dnung
des übe aus um ang eichen S o es
nich übel bewäh .
An Mühewal ung on sei en de Mi a bei e bei de Bewäl igung de
Ma e ial ülle ha
es
jeden alls nich ge ehl , und He Diplom-Volkswi
Pe e Zimme mann, sowie meine Ga in, haben Mengen on A chi alien,
sowie on Ad eß- und Nachschlagewe ken bewäl ig ,
um
insbesonde e im
zwei en Abschni de A bei das Engagemen de beinahe ausend jüdischen
G oß ex il i men in de Wi scha des heu igen Baden-Wü embe g zu
dokumen ie en. Daß Auslassungen dabei o gekommen sein können, is
du chaus möglich; ielleich ha auch de eine ode ande e nich jüdische
Un e nehme , de Namensähnlichkei halbe , Au nahme in die Lis en ge-
unden. Beide G uppen seien on o nhe ein
um
Absolu ion gebe en. Ih e
E wähnung, bzw. Nich e wähnung, is allein dem e an wo lichen Ve -
asse
als
Lapsus anzulas en.
Vo wo
VII
Alle Mi a bei e danken den He en A chi di ek o en, den A chi a in-
nen und A chi a en, den Biblio heka innen und Biblio heka en on Je usa-
lem und Tel-A i bis Be lin und Washing on, on Bonn und Koblenz bis
New
Yo k, und insbesonde e
sei
den S ad -, S aa s- und Landesa chi en in
Baden-Wü embe g ü ih e imme eundliche Hil sbe ei scha und ih en
A bei sau wand gedank . Besonde e Dank gebüh He n D . Paul Saue ,
dem Lei enden A chi di ek o des Haup s aa sa chi s S u ga , dessen
sachkundige Ein üh ung in die Quellenlage und selbs lose Mi eilung seines
eichen Wissens und de F üch e seine dezidie en S udien den Fo sche n
iele Mühen e spa en und ih e A bei injede Hinsich e leich e en.
Ebenso sei nich e ehl , He n
D
. Al ed Ma x, S u ga , einem de
le z en übe lebenden jüdischen Tex il ab ikan en (Gu en- und Bandwebe-
ei Gu mann & Ma x, Canns a ) ü seinen Beis and bei de Iden i izie ung
jüdische Un e nehmungen und ü sons ige ins Fach schlagende In o ma-
ionen zu danken.
Auch He n D . A aham Ba kai und He n D . Ab aham Ma galio ,
den Kollegen und F eunden, die Teile des En wu s lasen und wich ige
Anme kungen zu Tex ges al ung lie e en, sei
au
diesem Wege he zlichs
gedank .
Mögen alle, die mi gehol en haben, ein nich unbedeu endes A bei s-
quan um zu bewäl igen und d uck ei zu machen, in dem o geleg en Buch
einen kleinen Teil de Dankesschuld abge agen sehen, in de die Ve asse
bei ihnen s ehen.
Uni e si ä Tel-A i , Dezembe
1983
J.
T.
XIV
Vgl.
VSWG
WK
WL
Ws
YLBI
Abkü zungs e zeichnis
Ve gleiche
Vie eljah ssch i ü Sozial- und Wi scha sgeschich e
Wel k ieg
Wiene Lib a y, Tel-A i Uni e si y
Webs ühle
Y ea book, Leo Baeck Ins i u e, London

1.
Abschni
Die An änge
1.
E s e Spu en
F ühe Ansä ze jüdische Be eiligung
an
de Tex ilwi scha in den Gebie-
en des heu igen Landes Baden-Wü embe g lassen sich wohl noch o
Anb uch des
18.
Jah hunde s, wenn auch nu in as e weh en Spu en,
nachweisen. Die ühes en namen lichen Angaben liegen aus Mannheim
o ,
wo
ein gewisse Moses Jacob
als
Lie e an on Män eln und Man el-
s o en zu Einkleidung on S ad bediens e en wiede hol in den Ra sp o o-
kollen (1681,
1684)
e wähn is . Nach Ze s ö ung und Wiede au bau de
S ad se z e dann Löw Hayum Bensheim, wohl sei 1717, die Belie e ung
de S ad e wal ung mi Uni o m üche n in e häl nismäßig g oßem
Maß-
s ab o , und Juden scheinen auch noch wäh end des ganzen
18.
Jah hun-
de s Tuche an die S ad gelie e zu haben1.
Eine ande e Spa e des Tex ilun e nehme ums is ü die Residenzs ad
Du lach beleg .
Do
e hiel de Schu zjude Lämlin Löwe, ode Lämlein
Löwy, im Jah e
1711
om Ma kg a en ein P i ileg zu G ündung eine
Leinwandbleiche, ohne daß genaue e Nach ich en übe ih en Geschä sgang
und die Daue ih es Bes ehens o liegen. Löwy wa dem Anschein nach eine
A Ho ak o , und neben de Bleiche woll e e sich auch mi de E ich ung
eines Tabakmonopols in Baden-Du lach be assen, ha e abe wohl dabei
keinen E olg.
Obwohl
auch die Bleiche mi einem Monopol ausges a e
wu de, wonach die Einwohne »allde o dann und wann zu bleichen habende
Tüche , so e n sie solche nich selbs en bleichen woll en, bey bemeld em
Lämlin zu bleichen agen« muß en, schein sie nich allzu lange bes anden
zu haben. Wi scha lich wich ig wa sie jeden alls kaum2•
Eine dem Lämlin ähnliche und ielleich inanziell um ang eiche e S el-
lung mag Maye Le i am Ku p älzischen Ho e in Mannheim eingenommen
haben3, und auch
ihm
wu de de Tabakhandel, sowie die Anlage eine
1
BERTHOLD
RosENTHAL,juden
als
S äd . Lie e an en in Al -Mannheim,
Is aeli isches
Gemein-
debla ,
Mannheim (Red.
Max
G ünewald),Jg. XI, 1933,
S.
~.
2
GLAK
136/543. Vgl. dazu
Ono
K.
ROLLER,
Die
Einwohne scha i
de
S ad
Du /ach
(Ka ls-
uhe 1907),
S.
329,
Anm
.
2.
J Im Chu -P olzischen
S aa s-
und
S andes-Calende
1734 is
nu
ein Samuel Le i au ge üh .
Maye Le i dü e ielleich de
jünge e
B ude des Samuel gewesen sein.
2
Die
An ange
Bleiche,
als
Monopol e liehen -alle dings nich in Mannheim, und da übe
wi d spä e noch aus üh liche die Rede sein.
Deu liche lassen sich imme hin die Spu en eines g oßen Tex ilhandels
de Juden on P o zheim und B e en absiche n. Diese S äd e gehö en
damals noch zu un e schiedlichen poli ischen He scha sgebie en -B e en
zu Ku p alz, P o zheim zu Ma kg a scha Baden-Du lach-und die weni-
gen do igen Juden amilien -im
18.
Jah hunde wohl kaum meh
als
jeweils zwischen ün und d eizehn4 -leb en demnach auch un e e schie-
dena igen P i ilegien: Hinsich lich de Tex ilwi scha , und insbesonde e
beim Tuchhandel, wa en ge ade die P o zheime Juden gewissen Besch än-
kungen un e wo en, wäh end die on B e en, lau dem P älze Schu zb ie
des Ku ü s en Johann-Wilhelm
(1698)
»alle
eh liche Handlung ohne Hin-
de nisse« eiben du en. Wenn also on den sieben wohlhabenden B e e-
ne »Judenk äme n<c ums Jah 1738 be ich e wi d, daß sie
»capables<c
seien,
d ei Landscha en mi wohl eilem Tuch zu e sehen5, so bedeu e das wohl,
daß ih Tuchhandel wenige dem »ge ingen« Einzelhandel,
als
ielmeh
dem spä e en sogenann en G oßhandel ähnel e. Das wi d du ch eine P o z-
heime Bi sch i aus demJah e 1739 e hä e , wonach die B e ene Juden
auch
als
Impo eu e ausländische Tüche au a en.
Sie
und die »Ch is en-
Haup leu he<c aus B e en üh en
»das
schöns e Meißne
Tuch<c
ein und
e kau en
es
um
ieles billige
als
die P o zheime Tuchmache ih e Lokal-
e zeugnisse abgeben konn en6.
Wenig e schieden da on wa im
18.
Jah hunde wohl auch de
Tuch-
handel, den die P o zheime Juden selbs be ieben. Alle dings wa ihnen
schon d eiJah e o de Ve wüs ung de S ad du ch die F anzosen
(1689)
om
Ma kg a en die Besch änkung au e leg wo den, sie soll en Tüche
nich billige
als
um
einen Gulden die Elle e kau en,
d.
h.
nu besse e Wa en
anbie en, dami die e wa
40
o sansässigen Tuchmache geschü z wü den,
sowei sie »gemeines« Tuch web en und e kau en7. Auch de Handel mi
Rohwolle -dazu wa en z.B. Moses und Wol Reu linge sei 1677 p i ile-
gie gewesen8 -soll ihnen bei diese Gelegenhei im Jah e 1686 e bo en
wo den sein.
4
Fü
P o zheim
sind
beim
Regie ungsan i
des
Ma kg a en
Ka l Wilhelm (1709-38)
ün
Juden amilien
beleg : B.
ROSENTHAL
,
Heima geschich e
de
badischen
Juden
(Bühl 1927,
Neud uck
S u ga
1981), S. 200--212.
Die
Zahl
s ieg
wohl
langsam
bis
zum
Ende
des
Jah hunde s
au 13
ode
meh
Familien an
(FRANZ
HUNDSNURSCHER
&
GERHARD
T
ADDEY,
Die
jüdischen
Gemeinden
in
Baden
,
S u ga
1968, S. 234). In
B e en
sind
um
1740 mindes ens sieben Familien
beleg
(HUNDSNURSCHER-TADDEY
, S. 53).
5
L
.
Eingabe
de
Judenscha
on
P o zheim
, 9. Sep . 1739:
GLAK
171/1252.
Un e sch ie-
ben
: S. Schlesinge ,
Ab .
Samb e
.
6
Wie
Anm
. 5,
und
ROSENTHAL,
Heima geschich e,
S. 211
.
7 A.a.O .
8
ROSENTHAL,
Heima geschich e,
s. 198.
E s e
Spu en
3
Nach de Ze s ö ung und Wiede besiedlung P o zheims ha e sich abe
die Lage geände . Die Tuch ab ika ion kam nich wiede in Schwung, und
um
1738 gab
es
nu noch ün ä mliche Tuchmache am
O ,
die ü ih e
ge inge P oduk ion genügend Absa z ha en und nich einmal die lokale
Nach age zu iedens ellend decken konn en. Doch da an gaben sie ge ade
den Juden die Schuld.
Als nämlich de Ma kg a Ka l Wilhelm on Baden-Du lach
im
Jah e
1738 das Zei liche segne e und ein Vo mundscha s a ü den damals zehn-
jäh igen Th on olge Ka l-F ied ich die Regie ungsgeschä e üh e, eich-
en zwei Zun meis e bei de Regie ung Beschwe de übe die ihnen schäd-
lich e scheinenden Geschä sp ak iken de Juden ein und e lang en die
Ve minde ung ih e Zahl und die Besch änkung ih es Handels. So glaub en
sie, die da niede liegenden Gewe be de S ad wiede au ich en
zu
können.
Bei eine da au olgenden Um age klag en insbesonde e die Tuchmache
übe den Ve ieb billige , auswä ige Tüche du ch die Juden.
Gegen die Anschuldigungen de Zün e üh en die Juden aus, daß sie sei
ih e Neuniede lassung
im
wiede au gebau en P o zheim (e wa 1709/10)
die S ad »wegen dene gemeine Tüche , ohne mi Ruhm zu gedenken, in
einen Renomme« geb ach , de allen Einwohne n zugu e komme. Denn
on 9 und
10
S unden wei kämen die Baue sleu e aus dem Wü embe gi-
schen und den eichs i e scha lichen Dö e n,
um
ih en Beda an Tüche n
zu
decken. Soll en e wa die Käu e zu den B e ene Händle n abwande n?
Ode
woll e man nu die Baue n des on den jüdischen Händle n gewäh en
K edi s be auben?
So
ode so, die Klagen de Zün e seien unbeg ünde .
Ta sächlich hob das Ho a skollegium im Jah e 1740 die Besch änkungen
on 1686 olls ändig au , da de g oße jüdische Tuchhandel iel Geld nach
P o zheim ließen ließ.
Un e
den Höchs s eue zahle n de S ad wa en
nämlich auch zwei de Tex ilhändle : He z Moses, gen. Bodenheime (Sei-
den und Wollen, nebs Ku zen Wa en) und
Jose
Le y (Seide, Wolle).
Ge ade zugezogen wa Da id
Jose
Bodenheime , de auch mi Tex ilien
handel e, abe noch nich zu S eue e anlag wa 9.
Ein wei e e
O ,
aus dem eine e häl nismäßig ühe Nach ich übe
G oßhandel mi Tuchen und Schneide beda o lieg , is die S ad Buchen,
damals die Heima eine bedeu enden Tuchp oduk ion. Ein Geschä sbuch
de jüdischen Tex il-Fi ma Maye aus den Jah en 1754-56, meis in heb äi-
schen Le e n und in e meng e deu sche , jiddische und heb äische
Sp ache ge üh , ha sich bis heu e e hal en
10
. Es wa ge aume Zei in einem
9
GLAK
171/1252,
11.
12
.
1738
(Zeugmache ) und
9.
9. 1739 (Juden); S eue - und Be u sli-
s en: GLAK171/1251,
17112055
.
1°
Fü s /.
Leiningensches
A chi , Amo bach. Mik o ilm: CAH]P
HM
2/5050.
Ich
bin dem
Di ek o des A chi s, He n D . Daniel]. Cohen,
zu
Dank ü eundliche Be ei s ellung on
Ablich ungen e p lich e . Ebenso danke ich He n
D
. Raine
T unk
om
GLA
Ka ls uhe ü
4
Die
An ange
Wein aß in Amo bach e s eck , wie ein deu sche Ein ag
au
dem Innen-
einband ausweis :
»He n Samuel Maye n Büchlein, de malen anzud e en in Amo bach in
die Wein Fässe .«
Sons sind noch -wohl
als
Sch eibübungen eines seine Söhne - olgende
Namen deu sch einge agen: Monsieu Maye Moyses, o nehme Han-
delsjud, Monsieu F ank, Buchen (wohl ein F eund des jungen Maye ).
Dazu in heb äischen Le e n:
»Lieb
und Lus zu meine Geig' «. De
junge
Moyses zeig e wohl wenig Neigung, das Geschä seines Va e s zu übe -
nehmen.
Und
doch wa
es
ein ech e hebliches Un e nehmen. Aus den Ein agun-
gen im Büchlein läß sich en nehmen, daß Maye o nehme Kunden ha e,
wie Rich e und G a en, abe auch Schneide zu seinen Abnehme n zähl e.
Sein Handel e s eck e sich
u.
a.
au
olgende wei auseinande liegende O e:
Mil enbe g, Walldü n,
ja
soga in Heddesheim bei Mannheim ha e e
Kundscha . Jüdische Wiede e käu e schein e nu in ge ingem Um ang
belie e
zu
haben, auch de au ge üh e Schneide Michel b auch nich
ge ade jüdisch gewesen zu sein. Von den on ihm ge üh en Wa en keh en
imme
wiede : Wolle, Fu e s o , Ba chen , Kamelhaa ga ne, Kane as,
Hosens o , sowie auch Seide und Bände .
Es läß sich abe aus den Ein agungen im Buchene Büchlein on Samuel
und Moyses Maye , wie auch hinsich lich des Handels de B e ene und
P o zheime Juden, die F age nich lösen, ob denn hie nun wi klich ein
mode ne G oßhandel, o zugsweise an Wiede e käu e ode Ve a bei e ,
s a and, ode ob nu ein ela i g oße und schnelle Umsa z
au
o enem
Ma k e bei Belie e ung des Endkonsumen en om S ück und nach Ellen-
maß den Eind uck on G oßhandelsgeschä en e weck e, obwohl in Wi k-
lichkei nu Selbs e b auche e so g wu den. Was ielleich a sächlich
diesem damaligen Tuchgeschä , sei
es
in B e en, in P o zheim ode in
Buchen, den Cha ak e des G oßhandels au p äg e, lieg in de handels ech-
nischen Ta sache, daß die Tüche , eils aus dem »Ausland« (Sachsen)
im-
po ie und be ö de , eils auch ins »Ausland« (Wü embe g und »Edel-
leu ische« Gebie e) wei e e kau wu den. Also: zumindes Expo - und
Impo handel is beleg , selbs wenn man zum Teil auch End e b auche
di ek belie e e.
Die Klä ung de F age, ob nich
au
diese Weise die De ini ion des
»G oßhandels« ungebüh lich e wei e we de, wi d dann spä e , und jeden-
alls
im
zwanzigs en Jah hunde , noch schwie ige we den, wenn Ke enlä-
seinen eundlichen Hinweis
au
die Quelle.
E
nimm
in seine Da s ellung
700
Jah e
S ad
Buchen
(Hg. R.
TRUNK
e al.) an, daß de Jude Moyses Maye geheißen habe, da de
Name
in
la einischen Buchs aben einge agen is . Doch siehe oben im Tex .
E s e
Spu en
5
den, Wa enhäuse
und
g oße
Ve sandgeschä e
zwa
nominell Kleinhandel
eiben, in Wi klichkei abe G oßhandelspoli ik bei
Ein-
und
Ve kau
e -
olgen
und
eilweise soga auch Zwischenhändle belie e n. Jeden alls soll e
man
wohl
auch
im
olgenden die Beg i e »G oßhandel«
und
»G oße
Handel« als
mi
eine gewissen Elas izi ä ausgeleg be ach en.
Diese
E klä ung
schließ jeden alls
im
18.
Jah hunde
auch die genann en
jüdischen
Tuchhändle
on
Buchen, P o zheim
ode
B e en
11
in
den
»G oßhandel« ein.
Denn
es
i
au
sie meh
ode
wenige deu lich zu, daß
die kleinen ambulan en Hausie e
und
Landhändle ,
und
siche lich die
jüdi-
schen, ih en
Wa enbeda
so p eiswe
und
k edi güns ig wie möglich bei
dem
jeweilig nächs en (und billigs en) g öße en jüdischen Händle gedeck
haben
und
ih e Rechnung e s nach e olg em Ve ieb beglichen.
Indem
nun
die genann en jüdischen Tuchhändle die he umziehenden Hausie e
on
Woche zu Woche belie e en
und
eilweise auch inanzie en,
muß en
sie
siche ein um ang eiches Lage un e hal en
und
wa en
also auch in diesem
Sinne G oßhändle .
Da
be ei s ku z die F age des Rohwollhandels
be üh
wu de, soll dazu
angeme k
sein, daß die P o zheime Wollmanu ak u -sei de zwei en
Häl e des 18. Jah hunde s ein
Haup gewe be
de S ad
12
-ih e
Rohwolle
zunächs haup sächlich aus
dem
Wü embe gischen beziehen
muß e
13
,
und
daß dabei mögliche weise jüdische Landhändle als Wollau käu e eine
ge-
wisse Rolle spiel en.
Doch
ehlen hie ü exak e Belege. E hal en is
nu
ein
Lie e ungs e ag ü »Landwolle«, den die P o zheime Waisenhaus e -
wal ung
imJah e
1748
mi
»Ho jud undJudenschul heiss RaphaelJacob zu
Ras ad « abschloß. Wohe Jacob seine Rohwolle bezog, bleib dabei
un-
kla 14.
Die
G ündung
de P o zheime Waisenhaus-Manu ak u in de e s en
Häl e des 18. Jah hunde s
und
ih e Wiede belebung in de zwei en
Jah -
hunde häl e15, alle dings
mi
Hil e p i a e Ini ia i e,
wa
eilweise
mi
den neuen Wi scha sanschauungen übe die »P oduk i ie ung« de
Be öl-
ke ung
e bunden. Aus solchem Gesich swinkel he aus glaub e
man
näm-
lich, die Insassen
on
A bei s-,
Waisen-und
Zuch häuse n
zu nü zliche
und
gewinnb ingende Beschä igung e ziehen zu sollen, jeden alls abe die
Ausgaben ü ih en
Un e hal
du ch
die eigene A bei sleis ung de
»Züch -
11
In B e en scheinen
Juden
zu An ang des 19.
Jh.
da au hin auch das
Tuchmache handwe k
gele n zu haben. Jeden alls is
ums
Jah
1844
do
ein
Tuchmache meis e
beleg :
Maye
E linge ,
de
sich übe En ziehung
de
Bü ge nu zungen beklag :
GLAK233/15558
.
12
Vgl. z. B.
GLAK206/1864,
Beschwe de
om
19.
3. 1809; auch 237/4471.
13
WOLFRAM
FISCHER,
De
S aa
u.
d.
An ange d.
Indus ialisie ung
in
Baden,
S.
26.
14
GLAK
171/2508.
15 Aus üh liche quellenmäßige Behandlung in de Heidelbe ge Disse a ion
on
HORST
ZUBER,
Die
P i ilegie e
Wollen-
und
Zeughandlungs-Manu ak u zu P o zheim,
Augsbu g
1969.

6 Die An iinge
linge« decken
zu
lassen. Selbs
als
die P o zheime Wollmanu ak u sich
1752
zu
eine selbs ändigen Un e nehmung en wickel e
16
, wu de sie auch
wei e hin »zum Bes en des Waisenhauses be ieben«, alle dings nich meh
in s äd ische ode s aa liche Regie, sonde n du ch p i a e Päch e . Imme -
hin ha e abe auch dieses Un e nehmen on An ang an, und bis zu Ende des
18
. Jah hunde s, seine »jüdische Sei e«:
Um
dem Waisenhaus und seine Manu ak u Einkün e
zu
e scha en,
zog man die Fo de ungen ausländische Juden an Inlände , die nich aus dem
einzig e laub enJah ma k handel e lossen, zuguns en de Waisenhauskasse
ein
17
• Meh noch, neu in den Schu z genommene Juden ha en
um
200
Gulden Wollwa en zu beziehen, die spä e hin nu im Ausland abgese z
we den du en. Wann man diese Au lage einge üh ha , und
ob
sie iel-
leich an angs » eiwillig« wa , is nich e sich lich
18
.
Sie
wu de jeden alls
bei E neue ung de Ve äge mi den p i a en Manu ak u un e nehme n
als
selbs e s ändliche Zwangsau lage e wähn
19
. Diese zusä zliche Belas ung,
die an Hä e e wa de be üch ig en Zwangsen nahme aus de p eußischen
Po zellanmanu ak u en sp ich und wah scheinlich äl e is
als
jene, blieb
bis 1799 in K a 20 .
Doch genossen einige Juden auch gewisse Vo eile on de P o zheime
Manu ak u . Da diese
an
Absa zschwie igkei en li , äum e man eine
Schu zgeldbe eiung » ü einige mi de Fab ik handelnde Juden« ein,
alls
dabei »nich excedi wi d«
21
• Alle dings wa diese Vo eil schwe e kau ,
denn die E zeugnisse de Manu ak u zeichne en sich wede du ch Ge allig-
kei , noch du ch Quali ä , aus.
Meh noch,
es
schein , daß we de Manu ak u du ch E lassung des
Schu zgeldes e p lich e wa , eben alls ih e Wa en abnehmen muß e, ob e
sie nun abse zen konn e ode nich
22
.
So
is zumindes im Falle des jüdischen
G oßhändle s Moises Gydeon aus Emmendingen beleg , daß e -nach
Abnahme on meh e en Lie e ungen ü insgesam e wa 1500 Gulden -
16
HANS
GEORG
ZIER,
Gesch
.
d.
S ad
P o zheim, S u ga 1982, S.
135--144
; ich danke He n
L d. A chi di ek o Zie -Ka ls uhe ü seine we ollen bibliog aphischen Hinweise.
17
ROSENTHAL,
Heima geschich e,
s.
215.
18
A.
a.O
., S. 219.
Do
wi d die Zwangsabnahme
nu
ü dieJah e 1768-1799 behaup e ,
wäh end sie ühe eiwillig gewesen sein soll. Doch gl. nächs e Anm.
19
GLAK
171/2513, Geh. Ra sp o okoll om
2.
II
. 1778, sp ich on eine
»bishe
bei
Judenannahme gemessenen Andingung«
als
e was längs Gewohn es.
20
Rosen hal, wie in Anm.
18
.
21
Zube
(wie in Anm. 15), S. 226;
GLAK
171/2513.
22 So ha e
z.B.
die Manu ak u
1728
Fo de ungen an Juden in Ka ls uhe, O enheim und
Sinzheim
(ZUBER,
a.a.O ., S. 132 .), wäh end zehn Jah e spä e meh e e Kis en Somme -
s ümp e ein ach in die He scha Rö eln (also nach Lö ach) und in die Ma kg a scha
Hochbe g »ohne Ho nung
au
einen schnellen Absa z« geschick und an die Juden »nach
p opo ionem« zum Ve schleiß e eil wu den
(GLAK
171/2507).
]osua
U enheime ,
K.
K.
Fab ik-En ep eneu
7
schließlich die Fluch ins Ausland e wähl e,
um
sich seinen Schulden und
dem un e käu lichen Wa enlage (haup sächlich S ümp e) zu en ziehen23•
Es sp ich gegen die Me hoden de Waisenhausmanu ak u , daß sich
alsbald iele Juden weige en, P o zheime Manu ak u e zeugnisse
zum
Ve ieb zu übe nehmen. Vielleich üh e das dann zu Ein üh ung de
Zwangsabnahme ü neu in den Schu z au genommene Juden.
Üb igens wa wohl Wü embe g bei de »P oduk i ie ung« de »Züch -
linge« dem He zog um Baden zu o gekommen. Denn schon
imJah e
1710
ha e Ebe ha d Ludwig on Wü embe g ein kombinie es
Zuch -
, A -
bei s- und Waisenhaus in S u ga ins Leben ge u en, und
im
Jah e 1736
e üg e He zog Ka l Alexande die E ich ung eines ähnlichen Tuch ab i-
ka ions-Be iebs
im
Zuch haus on Ludwigsbu g. Alle dings wu de do
die eigen liche Weba bei on gele n en Tuchmache n, alle ande en A bei-
en abe on Ge angenen und Kinde n beso g
24
. Da Ka l Alexande die as
gleichzei ig e ich e e Tabak ab ik einigen ku p älzischen Schu zjuden
als
Monopol ü
12
Jah e e lieh
25
, läß sich ielleich e mu en, daß Ka ls
Finanzbe a e , de bekann e und spä e be üch ig eJud Süss Oppenheime ,
bei den lndus ialisie ungsplänen Pa e ges anden und auch die Woll ab ika-
ion in Ludwigsbu g ini iie haben moch e. Die Kombina ion on
Zuch -
und A bei shaus jedoch bes and, wie e wähn , be ei s o seine Zei , und
wede in Wü embe g, noch
im
badischen P o zheim, noch auch in de
g oßen Spinne ei des »Zuch - und Waisenhauses« on Mannheim
26
, läß
sich bei O ganisie ung de P oduk ion eine o ene jüdische Be eiligung
nachweisen
27
•
2. Josua U enheime ,
K. K.
Fab ik-En ep eneu
Eine jüdische Ini ia i e i e s malig am Zuch -und A bei shaus
im
damals o de ös e eichischen Al -B eisach zu age und is an den
Namen
Josua U enheime geknüp . Josua üh e in Kippenheim (zunächs zu
Ma kg a scha Baden-Baden, sei
1771
zu Du lach gehö ig) einen g öße en
23
GLAK
171
/2507, 2508.
24
Heima
und
A bei -
De
K eis
Ludwigsbu g
(1960),
S.
156
.
25
Besch eibung
d.
0 .
A.
Ludwigsbu g,
1859, S.
134
.
26
GLAK
213/3795: Tabellen Ȇbe das aus dahiesigem Zuch - und Waisenhaus
an
die
Chu ü s liche Zeug ab ique
zu
F anken hal... gelie e e Saye -Ga n« (1772-74). Saye :
S ick-, S ick-, S ump wi ke ga ne aus eine Kammwolle, mi ode ohne Seidenzuschuß.
27
Auch sons scheinen die Mannheime Juden ehe auswä s
als
in Mannheim selbs
Un e -
nehmungen ins Leben ge u en zu haben, wie die e wähn e Tabak ab ik in Ludwigsbu g, abe
auch noch einige ande e spä e
zu
e wähnende Be iebe on Maye Le i
(s
. Anm.
3)
beweisen.
Vgl. je z auch
J.
TOURY
, »Jüdische Tex ilg ossis en o E ich ung des G oßhe zog ums
Baden
«,
Juden
in
Baden
1809-1984, Hg. Obe a de Is aeli en Badens, Ka ls uhe 1984,
S.
131
.
8 Die
An ange
Handel und be ieb wohl auch Inkassogeschä e1.
Ob
e be ei s in den
ün zige Jah en mi dem Am mann on Neus ad
im
Schwa zwald übe
Ein üh ung de Baumwollspinne ei
als
Hausindus ie ü die O sbewohne
e handel ha e2, bleibe dahinges ell , zumal die Ve handlungen anschei-
nend im Sande e lie en. Seine Be eiligung am Hall-Insb ucke Salz e -
schleiß, zusammen mi seinem B ude Gab iel und seinem Ve e Gö z
(GidionJakob) wa nu empo ä 3.
Von wi scha liche Wich igkei is alleinJosua U enheime s Übe nah-
me des Fab ikbe iebes in dem ge ade geg ünde en Al -B eisache Zuch -
und A bei shaus. E wa sei 1764, also noch
o
Vollendung des Zuch haus-
neubaus, wa die A bei de »Flo e seide-Fab iques« on zwei schweize i-
schen Päch e n -Caje an B en ano und Johann Bap is Fo na o, die auch
ku ze Zei (bis zum
Tode
B en anos,
1768)
in Teilhabe scha wi k en -
gelei e wo den; dies e wies sich abe , o z Un e weisung du ch Ins uk o-
en und Mi beschä igung on eien A bei sk ä en,
als
nich ech en abel;
auch die b eisgauischen S ände kamen mi den nich allzu un e wü igen
Schweize n schlech
zu ech -
was alle dings meh an den S änden
als
an den
Päch e n liegen konn e4.
Die Übe nahme des Fab ikbe iebes du ch Josua U enheime and s u-
enweise zwischen 1768 und 1769 s a 5. Da
es
sich nun hie
um
das e s e on
1 So ich ig B.
ROSENTHAL,
Heima geschich e,
S. 196. Doch übe nimm e S. 187 den I um
aus
EBERHARD
GOTHEJNS
Wi scha sgeschich e
des
Schwa zwaldes
(S aßbu g 1892),
S.
756, 761,
de die Manu ak u un e nehmungen dem GidionJakob
(=
Gö z) U enheime zusch eib . So
auch
HuNDSNURSCHER-TADDEY
, S.
50
. Gö z saß a sächlich in Al -B eisach und wa in die
Salzmonopol-Geschä e seines Ve e s Gab iel U. aus Innsb uck e wickel , die sei 1775 zu
länge en P ozessen üh en
(GLAK
196/412 passim).
GLAK
196/703 e wähn auchJosua
als
Pa ne und beleg dies ü 1773/75, mögliche weise abe auch ü die o he gehenden Jah e.
Spä e schiedjedochJosua aus. Im Büschel 196/412 e schein dann die e wi ende Namens-
e sch eibung ü 1784 -Josua s a Gab iel.
Do
abe auch die Be ich igung, da ie
21
. 2.
1785. Josua und Gab iel wa en B üde . Nebenbei sei beme k , daß nach Abwicklung des
Gab iel & Gö z U enheime schen Salzmonopols -wohl noch im Jah e 1785 -ein Salzmangel
ein a
(GLAK
196/413). Nich Gö z U. is dann um 1785, wie Go hein und seine Aussch eibe
behaup en, auch
als
Tex ilen ep eneu im Schwa zwald und am Kaise s uhl beleg , sonde n
die
Geb üde
U enheime ,
d.
h.
Josua und Gab iel:
GLAK
196/709 ( o le z es S ück). Vgl.
auch im Tex .
Ob
Gö z spä e
als
Mi gesellscha e in diese Fi ma ein a -was imme hin
möglich is -wu de nich ak enkundig.
2
ROSENTHAL,
Heima geschich e,
S.
187
, wohl wiede um
au
Go hein ges ü z , e wähn das
Jah 1756.
3 Vgl. die Quellen in Anm.
1,
und insbes.
GLAK
196/703.
4 Seh iele Un e lagen ü die Geschä s üh ung sei den sechzige Jah en, und auch zu Zei
U enheime s:
GLAK
196/196-200, 701-709.
5 Un e lagen wie in o ige Anm. Spezi izie ung in den olgenden Anme kungen. Vgl. zu
allem: G.
HASELIER,
Gesch.
d.
S ad
B eisach
a.
Rh.
II,
(B eisach 1971), S. 88-94. Wo die
Da s ellung hie on H. 's Angaben abweich , is de Ta bes and a chi alisch übe p ü
wo den.
]osua
U. enheime ,
K. K.
Fab ik-En ep eneu
9
Juden gelei e e Tex ilun e nehmen in Baden-Wü embe g handel 6, so mag
es
ges a e sein,
au
einige Einzelhei en de Übe nahme und de Be iebs-
üh ung e was nähe einzugehen. Die e schiedenen ühe en Un e neh-
mungen des Josua U enheime ha en wohl das Augenme k de o de -
ös e eichischen Regie ung au ihn gelenk .
Un e
ande em ha e e
Mon u-
en ü s Mili ä gelie e 7, so daß e im Tex il ach nich ganz une ah en wa .
Dahe e schein
es
glaubha , daß de o de ös e eichische »Comme zien-
Consess«
als
zus ändige Behö de imJah e 1768 an ihn mi dem Vo schlag
he an a , die A bei im »lands ändisch-b eisgauischen Zuch - und Waisen-
haus« in seine Regie zu übe nehmen. Den Plan, so behaup e e U enheime ,
un e b ei e e ihm de Konsess-Vo si zende pe sönlich, »F eihe on Wi -
enbach, de wah e U hebe und Be ö de e de in den Kaise lich-Königli-
chen Vo landen
...
exis ie enden Manu ak u en«
8. So a also U
enheime
mi den Schweize n und noch einigen zusä zlichen Gesellscha e n in ein
Teilhabe e häl nis,
um
einem du chaus un en ablen Be ieb
au
die Beine
zu hel en.
Was ihn dazu bewog, mag d eie lei gewesen sein:
E
wohn e
als
Schu z-
jude
im
badischen Kippenheim, kann also, auch wegen seine ande en
Geschä e, das Schu z- und Wohn ech im Vo de ös e eichischen zu e we -
ben ge ach e haben; e wa , wie iele En ep eneu s, an de Di e si ika ion
seine Un e nehmungen in e essie ,
um
möglichs k isen es de wechseln-
den Konjunk u und den wandelba en poli ischen Ve häl nissen gegenübe
dazus ehen; und schließlich ha e e wohl den Eh geiz (ode die Vo aus-
sich ), seine und seine Familie Rech s ellung du ch einen Ho agen en i el zu
un e bauen. Ta sächlich schein ihm das nich gelungen zu sein; zwa lag
im
Jah e 1778 sein Gesuch
um
Ve leihung des Ti els eines »Vo ländischen
Komme zien Fak o s« bei Ho e o und wu de on de F eibu ge Regie-
ung aus be ü wo e 9, doch ehl jede Bes ä igung des Ti els.
Was imme die G ünde sein moch en, die ihn bewogen das We k im
Zuch haus zu übe nehmen, jeden alls mach e e sich zunächs da an, die
un e Fo na os Lei ung -B en ano wa wohl ge ade ges o ben -
im
Zuch -
6 ImJuden epe o ium des
Gene al-Landesa chi s
Ka ls uhe
is auch die Ak e 212/201 au ge-
üh , die das Rub um äg :
»Isaac
Lich enhan's und Sohn Vo habende Anlegung eine
Seydenzeug-Fab ique
zu
Lö ach be e end,
1770«
. Die genann e Fi ma ha e ih en Si z
in
Basel,
wo
keine Juden ansässig sein du en, abe auch aus ande en G ünden kann
sie
unmöglich
jüdisch gewesen sein. De Vo name Isaak wa übe dies
in
Basel, und auch sons , un e
Nich juden noch ech belieb
(z
. B. Isaak Jselin, de Redak eu de »Epheme iden de Mensch-
hei «).
7
GLAK
196/709, Sch eiben aus Wien,
22.
1.
1782.
Ein Da um de Lie e ungen is nich
angegeben.
8
GLAK
196/708,
BI.
115 R., U enheime
an
Kaise l. Kanzlei,
23
.
12.
1777
.
9
GLAK
196/709:
Zum
P o okoll om
6.
und
7.
Ho nung
1778
u.ä.
16
Die An änge
al e -bis
1781
(ode
1784)
35
lau en soll e und U enheime nochmals
E -
leich e ungen bei den Gehal szahlungen ü die Züch linge gewäh e
36
.
Jeden alls üh e Josua U enheime seine Un e nehmungen wei e o
(nu die Salzgeschä e ha e e be ei s
1775
au gegeben) und begann, ihnen
den Cha ak e eines Familienbe iebes
zu
e leihen. Sein B ude Gab iel a
sei 1784
als
Mi inhabe
au
und Josuas Sohn Ab aham e hiel die S elle des
Buchhal e s We heime . Vielleich be eilig e sich auch de Ve e Gö z
Jacob U enheime an de Fi ma, so wie e o he am Salz e schleiß im
Inn al be eilig gewesen wa
37
. Die Gewinnbe eiligung de Lands ände-
Mi gliede jedoch wu de
als
unziemlich un e sag . Ein neue Ve ag be in-
de sich nich bei den Ak en.
übe haup
b ich die Dokumen a ion de Fab iksangelegenhei en in
B eisach Ende 1784 ab. Abe aus ande en Anzeichen läß sich olge n, daß
U enheime sein Familienun e nehmen, und insbesonde e die Zuch haus-
we ks ä en, mi ode ohne V e ag, bis zum F anzosen ein all o ge üh
ha . Die Ge angenen wu den ech zei ig e akuie und en gingen so dem
Bomba demen und de E obe ung de S ad du ch die F anzosen (Sep .-
Ok .
1793)
38
.
Zusammen assend soll e manJosua U enheime nich nu
als
En ep e-
neu eine
om
S aa e gepach e en Manu ak u , nich nu
als
Ve mi le on
In es i ionskapi al und
als
Ve lege
39
ü handwe kliche Heimindus ie in
den Schwa zwaldo en Hausen am Thann, Schu e n und ih e Umgebung,
sonde n auch
als
ech en G oßhändle ,
d.
h.
als
Belie e e de kleinen und
kleins en Wiede e käu e ansehen. Daß e , de En ep eneu eine »Fab i-
que«, kaum ein
»Fab ikan <<
im mode nen Sinne wa , e s eh sich dabei on
selbs , soga wenn die De ini ion eine »Fab ik« nich ohne wei e es ganz
eindeu ig es s eh . Jedoch läß sich au ihn du chaus die »im wei e en Sinne«
ge aß e De ini ion Wol am Fische s anwenden, de zu äl e en » Tex ilindu-
s ie« ebenso die » e lege isch o ganisie e Heima bei , wie die zen ale
P oduk ionss ä e ohne ode mi
Maschinen<c
echne
40
. Daß sich U enhei-
35
So Haselie ,
a.a.O.
,
S.
104.
36
GLAK
196/703, Wien, zu Si zung
om
14. 6. 1783.
37
A.a.O ., 196/709 Juli/
Augus
1782; 196/200,
4.
Ok
. 1784.
38
Haselie (wie in
Anm
. 5), S.
141
.
39
Fü
eine ku ze
und
du chaus genügende De ini ion
de
Beg i e
Manu ak u
und
Ve lag,
gl.
FRIEDR
.
LüTGE
:
Deu sche
Soz.
u.
Wi sch.
Gesch.
, Be lin-Heidelbe g3 1966, S. 365-367.
Aus üh liche es übe die P oblema ik
de
De ini ion
und
ih Ve häl nis
zum
mode nen
Indu-
s ie-
und
Fab ikwesen:
HERMANN
FREUDENBERGER
: »Die
S uk u
de ühindus iellen Fab ik
e c.
«,
in:
Wi scha s-
und
Sozialgesch.
P obleme
de
. ühen
Indus ialisie ung
(Hg. Wol am Fi-
sche ), Be lin 1968, S. 413--433.
40 Vgl. die De ini ion
on
F eudenbe ge , wie in o ige
Anm
. Kü ze :
WOLFRAM
FISCHER
:
De S aa
und
die
An änge
de
Indus ialisie ung
in
Baden
1801>-1850,
Bd. 1, Be lin 1962,
S.
28,
31
.
Das
Zi a
oben
im
Tex
-a.a.O ., S. 29.
Und
ganz ku z
und
p ägnan -
de selbe, >Ansä ze
zu

Ho ak o en
und
Adelsbü ge
17
me mi seinem un e nehme ischen Fleiß einen Namen mach e, läß sich
ielleich aus dem Gu ach en des Ki chen a s Si el anläßlich de badischen
Enque e im Jah e 1782 ablesen, de o schläg , die Juden einzuladen, »ein
ode ande e Fab ik im Badischen zu e ich en«, wobei de Gu ach e Abga-
bene laß ü die Be eilig en und noch dazu soga Beschä igungse laubnis
ü solche Juden, die bishe ohne Schu z wa en, be ü wo e , sowie endlich
» e dien e bü ge liche Vo züge« dem Un e nehme selbs
als
An eiz in
Aussich s ell
41
.
Na ü lich is de Vo schlag des badischen Ki chen a s om Tole anzpa-
en Josephs
II
beein luß , und hinsich lich de G ündung ode Übe nahme
on königlichen Manu ak u en ha enja insbesonde e die p eußischen Juden
in und
um
Be lin be ei s einiges geleis e . Doch lieg hie das Vo bild
U enheime s nähe .
Sei
dem wie
es
wolle, jeden alls wa U enheime eine de e s en
-wenn
nich ga de e s e -un e den jüdischen Indus iellen. im heu igen Baden-
Wü embe g und genoß demen sp echend eine be ech ig e We schä zung,
selbs bis hin zum Wiene
Ho
-wenn ihm auch ein wohlklingende Ti el
o en hal en blieb.
3. Ho ak o en und Adelsbü ge
Den Ansp uch U enheime s, de e s e jüdische Tex ilun e nehme ge-
wesen zu sein, hä e ihm ielleich eine de Ti el äge , e wa de Hechinge
Ho ak o Maie Le i ode de beinahe gleichnamige, jedoch in Mannheim
ansässige »Übe -Münz ak o und Camme -Agen « Maye Le i s ei ig ma-
chen können. De Hechinge Ho ak o Maie Le i übe nahm die Füh ung
de 1760 on de o de ös e eichischen Regie ung in Nusplingen (bei
Albs ad -Ehingen) einge ich e en Baumwollspinne ei, konn e sie abe nich
sogleich en abel ges al en, obwohl auch e , ähnlich wie U enheime in
B eisach, nu Hunge löhne zahl e. Schon im Jah e 1767 lös e die o de -
ös e eichische Ve wal ung den Ve ag mi Maie Le i au ,
um
den Be ieb
in eigene Regie bei besse en Bedingungen wei e zu üh en. Bald abe
muß e sie ihn ganz schließen, da auch
sie
nu Ve lus e e wi scha e e1. Es
schein demnach, daß Maie Le i aus Hechingen
jus
an denjenigen
Hü den
ges auchel wa , die Josua U enheime
in
Al -B eisach mi g oßem Ge-
schick übe wunden ha e.
De
ande e Maye Le i wa Ho agen des P älzischen Ku ü s en Ka l
Indus ialisie ung in Baden 1779-1870<, in:
VSWG
1960
,
S.
187
:
»>Fab ik<
un e scheide sich
on de Manu ak u du ch das Vo wiegen de echnischen Appa a u , on de Handwe ks-
und Hauswe ks ä e du ch ih e G öße und meis eben alls du ch die echnische Auss a ung«.
41
GLAK74/3689.
1
S.
KuLLEN
in: Heima
und
A bei - De
Zolle nalbk eis
, S u ga -Aalen 1979, S. 134.
18
Die
An ange
Philipp (1716-1742), de sei 1720 in Mannheim esidie e. E e hiel on
seinem Schi mhe n im Jah 1737 ech g oßhe zige Wi scha skonzessio-
nen2, alle dings e s nach He gabe on Da lehen und Vo schüssen in Höhe
on beinahe 200000 l. 3. Die P i ilegien um aß en eine Tabak ab ik nebs
Ve kau smonopol4, sowie ein Monopol zu Fab ika ion on Spielka en5
und - ü unse en Zusammenhang am wich igs en -eine am 11.
Ok obe
1737 ausge e ig e Konzession zu Anlegung eine
Wachsbleiche
und eines
Be iebes zu
Seiden ab ika ion
6• Jedoch schweigen die Ak en, auße eine
P o es sch i de Bü ge scha 7, übe den Vollzug de Konzession. Da um
bleib
es
unkla , ob und wie Maye Le i zum Tex ilen ep eneu wu de.
Meh noch, den Vo ang on U enheime kann Le i schon deshalb nich in
F age s ellen, da seine P i ilegien zwa in Mannheim ausges ell , abe zum
Vollzug nu
au
Düsseldo und Umgebung, nich abe
au
die P alz ode
Le is Wohno Mannheim lau e en.
Es bleib üb igens au allend, daß die zahl eichen und wohlhabenden
Juden de Gemeinde Mannheim sich übe haup im 18. Jah hunde an ih em
Wohno nich zu Manu ak u - ode Indus ieg ündungen anschick en,
sonde n P i ilegien in de Feme such en. Auße in Düsseldo wu den sie
ja
be ei s oben auch
als
Tabak ab ikan en im wü embe gischen Ludwigs-
bu g e wähn . Soll e die ch is liche Konku enz zu s a k gewesen sein?
Ode
moch en sie
als
Juden nich mi den Zün en in Kon lik ge a en? Vielleich
abe wa ihnen Mannheim in den un uhigen Zei en nich siche genug ü
lang is ige In es i ionen?
Au
alle Fälle nahmen an de beginnenden Tex il-
wi scha Mannheims bis zum An ang des
19
. Jah hunde s keine Juden
i gendwelchen An eil,
es
sei denn
als
Händle , wie schon e wähn .
übe haup
begann sei Ve legung des Mannheime Ho es nach München
(1777) ein langsames »Abs e ben und Ein ocknen« des O es.
Und
als
Mannheim dann
im
Jah e 1802/03 an Baden
iel
, wa
es
»eine he un e ge-
kommene S ad «. Die wiede hol en schwe en Kämp e wäh end de Re o-
lu ionsk iege ha en sie » on de s olzen Höhe
als
Residenz de p älzischen
Wi elsbache « in eine T ümme s ä e ohne »eigen lichen Handel ode Ma-
nu ak u en
<c
e wandel .
Und
doch äuße e sich bei den Einwohne n ge ade
damals ein »neue
Lebenswille<c
, und ielleich begann dami auch eine
2 HS A
Düsseldo ,
Bes . Jülich-Be g
III,
N
. 286, No a ia sak e aus Ams e dam om
11. 11.
1746. Vgl. auch die Ak en
in
Anm. 5 un en. Maye Le i is wede bei H.
SCHNEE
,
Ho inanz, noch im S aa s- und S andes-Kalende ü s Jah
1734
au gezähl . Doch gl. oben,
Kap.
1,
Anm.
3.
3 HS A
Düsseldo ,
a.a.O.,
es
olg e spä e noch ein Da lehen on 125000 l.
4 A.
a.O
.
5 HS A
Düsseldo ,
Bes . Jülich-Be g II,
N
. 3919, S ück 4.
6 A.
a.O.,
S ück
5.
7 A.a.O., S ück
11.
Ho ak o en
und
Adelsbü ge
19
e neu e soziale Au nahmebe ei scha 8, die sich
u.
a.
auch den Juden gegen-
übe zu e weisen begann.
Nachdem zwei in Leimen, bzw. in Mannheim, wohnha en begü e en
Juden amilien9 be ei s 1798/99 on de Ku p älzischen Regie ung das
S aa s-
bü ge ech e liehen wo den wa , wand en sich sei
1801
einige Juden an
die Behö den on Mannheim und Umgebung mi de Bi e
um
Ve leihung
de S ad bü ge ech e
10
-mögliche weise weil die Schwächung de S aa s-
gewal wäh end de poli ischen Wi en das S ad bü ge ech
als
on eale-
em We e scheinen ließ. Daß bei diesen An ägen das Vo bild de on
F ank eich annek ie en ech s heinischen P alz zug unde lieg , in welche
die Juden plö zlich
als
Vollbü ge angesehen wu den, s eh auße F age.
F agliche schon is ,
wa um
de Mannheime Magis a imJah e
1801
die
Einbü ge ungsbi e des K eis ak o s Wol Jakob Wü zweile abschlägig
begu ach e e, wäh end e das wiede hol e Gesuch ein Jah spä e posi i
beschied,
wo au
das badische Gene al-Landeskommissa ia die Ve leihung
des S ad bü ge ech s genehmig e-alle dings un e de Au lage, daß Wü z-
weile in Mannheim »i gend ein dem Gewe bs leiß und Indus ie de hiesi-
gen Bewohne angemessenes (
...
] E ablissemen anlegen« solle
11
. Dieses
Ve sp echen dü e wohl, bei de geschilde en p ekä en wi scha lichen
.Si ua ion Mannheims, zusammen mi dem Kapi al ans e des K eis ak o s
in die S ad , ausschlaggebend ü die Meinungsände ung des Magis a s
gewesen sem.
Jeden alls bezeug e Wü zweile alsbald, daß e mi den Vo be ei ungen
zu E ich ung eine Tex ilmanu ak u begonnen habe, und zwa be on e e ,
daß e Baumwollwa en he zus ellen beabsich ig e. Das wa in Hinsich
au
die Zün e ech geschick , denn bekann lich lag die Ve a bei ung de
Baumwolle auße halb des Zun monopols. Wü zweile be on e auße dem,
e habe seine Toch e einen B äu igam (Ab aham Weißenbu ge ) eigens
im
Hinblick
au
das neue Un e nehmen ausgesuch . De zukün ige Schwiege -
sohn habe e sp ochen mi Kapi al und A bei sk a zu hel en, dami die
Manu ak u sich e olg eich en wickle.
So
wolle man eine »ansehnlichen
8
Die
ausd ucks eichen Zi a e nach
FRIEDRICH
FA
C
IUS
, »Badische Hä en
am
Obe hein
e c.«
und
WOLFGANG
LEISER
, »Mannheim
und
e wand e S ad g ündungen e c.«, beide in:
Fes sch i
a
E ich
Maschke
:
Au
s S ad -
u.
Wi s
c
hajisge
s
ch.
Südwes deu schlands.
(Hg. F. Facius,
J.
Sydow),
S u ga 1975, S. 173, 185,
bzw
. 209.
9
De
Mannheime
Jude
wa
de
neuzugezogene
Jose
Lallemen , die Leimene wa en die
bekann en Seeligmanns, gl.
J.
ToURY,
De Ein ill d.Juden
ins
d .
Bü ge um-Eine Dokumen a-
ion,
Tel-A i 1972,
S.
71
.
Übe
die F age de jüdischen S ad bü ge ech e
o
de s aa sbü -
ge lichen Emanzipa ion,
DERSELBE
: »
Typ
es
o jewish
Municipial Righ s, e c.«, in: Leo Baeck
Ins i u e,
Yea book
XXII, 1977.
10
GLAK
7717266, BI. 8, 13, 17 ., 23 ., 147 ., 153, 157-165. Teilweise abged uck in:
ToURY,
Dokumen a ion, (wie
Anm.
9), Kap.
III
b/c
.
11 A.a.O ., Ma ginalie des Minis e s Lamezan
au
BI.
23, 24.
20 Die An änge
Menschenzahl ausdaue nde Nah ung e scha en«.
Nu
soll e da ü Wei-
ßenbu ge auch zum S ad bü ge mi allen Rech en e hoben we den. Au -
g und des Ve sp echens de »wü klichen Aus üh ung des angezeig en E a-
blissemen « e lieh die Regie ung mi Ein e s ändnis des Magis a s auch
dem Weißenbu ge die S ad bü ge ech e in Mannheim12.
Übe
eine g oße Manu ak u de beiden is alle dings nich s bekann
gewo den, jedoch e schein im Ve zeichnis de Handels i men ü 1875 die
Fi ma S. Weißenbu ge
als
Leinenhandlung und Sack ab ik
13
. Ein Isido
Wü zweile wa alle dings nu noch Kommissionshändle
14
.
Abe dami is nich unbeding bewiesen, daß Wü zweile und Weißen-
bu ge nich doch schon o 1815 ein Manu ak u un e nehmen - ielleich
soga ü Ju e und G ob ex ilien15 -e ö ne en, welches dann spä e e -
kümme e. Das schein nämlich de Weg de meis en Manu ak u en gewe-
sen zu sein: »Von den äl e en [
...
] in de ehemaligen Ku p alz gelegenen
Tex ilbe ieben [
...
] ha sich spä e keine zu behaup en e moch «. Es is
dami auch das Ende on U enheime s im » o de ös e eichischen Raum«
gelegenen Manu ak u mi e klä , da sich auch do nu
»em1ge
wemge
hal en« und wei e en wickeln konn en
16
.
4.
Die e s en Indus iebankie s
So üh e on den e s en jüdischen Tex ilun e nehme n, ähnlich wie on
den nich jüdischen, nu ein seh schmale Weg zu mode nen Indus ieen -
wicklung Baden-Wü embe gs. Diesen Weg besch i nun
jus
die e s e in
de Ku p alz eingebü ge e jüdische Familie Seligmann. Eine ih e Söhne,
Da id Seligmann, ha e sich e wa sei dem Jah e 1797 in Ka ls uhe niede ge-
lassen und eine g oße Bank au gebau . Spä e wu de e zum F eihe n .
Eich hal e nann und ließ sich schließlich au en
1.
Ha en also die e s en jüdischen En ep eneu s meh ih O ganisa ions a-
len und ih e Ma k beziehungen eingese z ,
um
die Manu ak u en au zu-
12
A.a.
O.,
BI.
160-165, endend mi Ho a sp o okoll .
25
.
5.
1803.
13 Selbs noch im Ad eßbuch on
1931
/32 und in den Nazi-Ak en (z.B. S dA Mannheim,
Zug.
16
/67, Pake 6, Mappe 13/2,
BI.
93)
is
Fa
. Weißenbu ge &
Co
.
als
G oßhandel und
Fab ik ge üh . Vgl. auch Anm.
14
und
15
.
14
Mannheime
Ad eß-Kalende .
d.
Jah
1875
. Beide Fi men au S. 215.
15
D.
h.
Fab ika ion on Säcken, Planen, Decken
u.ä
. Diese Zweig ha e sich sei dem
19
.
Jh
.
zu
eine Mannheime Spezialb anche en wickel . Vielleich ha Weißenbu ge dabei mi ge-
wi k .
16
Zi ie nach
KARL
STIEFEL,
Baden
II,
S.
1588.
1 Vgl. oben, Kap.
3,
Anm.
9.
Ein S ammbaum de Seligmanns (so die spä e e o izielle
Sch eibweise) bei H.
SCHNEE
, Ho inanz,
Bd
.
IV
, S. 238 . Do , S. 213, auch Abd uck des
Einbü ge ungspa en es des A on S. om Jah e 1799.
Die
e s en
Indus iebankie s
21
bauen und
zu
e hal en, so i mi Da id Seligmannje z de Finanzmann
und Bankie
als
Ini ia o ode Fö de e de Indus ieg ündung
au
den Plan.
Ihm is das Fachgebie de Un e nehmung wenige wich ig,
als
e wa inanz-
echnische ode auch poli ische Übe legungen. Dahe inden wi das e s e
jüdische Un e nehmen in Al baden, das zu Tex ilindus ie in Ve bindung
s eh , ge ade in de landwi scha lich undie en Fa bs o -Fab ika ion, de
K app-Indus ie in G ö zingen bei Ka ls uhe.
Aus den Quellen läß sich das Engagemen des Bankhauses Seligmann &
Co
in de K app a ben-Indus ie wie olg e klä en: Die e s e badische
K app ab ik en s and
1753
in Du lach,
um
die do ige Baumwoll- und
Ka unmanu ak u (geg .
1751)
mi ü kisch o en Fa bs o en zu e so gen.
Obwohl
eigen lich dadu ch de Absa z de K app a ben gesiche schien,
en wickel e sich de kleine Be ieb nich so ech und lag bald ganz b ach. Da
kau en die Ma kg a en F ied ich (ges .
1819)
und Ludwig (ges . 1830) die
Fab ik
(1778)
und ich e en die K appmühle in dem S allgebäude des Schlos-
ses
Augus enbu g in G ö zingen ein. Die Du lache Räume dien en wei e -
hin
als
Magazin, und bald muß en zusä zliche Speiche äume in G ö zingen
gepach e we den. Schließlich en schlossen sich die Ma kg a en, wohl auch
aus wasse echnischen G ünden, zum Neubau eine g oßen Fab ikanlage an
de P inz, zu de auch neue Speiche äume2 gehö en
(1783)
.
Das Bau o haben muß die Ma kg a en inanziell schwe belas e haben,
denn be ei s ü s Jah 1792 wi d de Ho ak o Hayum Le i aus Ka ls uhe an
eine S elle
als
Besi ze de Fab ik genann . Alle dings s amm die Angabe
aus dem Jah e 1816, muß also nich genau s immen3. Denn alle ande en
Quellen geben 1798
als
das Jah des Fab ik e kau s an, und
als
E we be is
die Bank- und Handels i ma Seligmann &
Co
genann . Diese Fi ma wu de
abe sei 1797 on dem be ei s e wähn en Da id Seligmann in Kompanie
mi
Hayum
Le i, seinem Schwiege a e 4, ge üh . Es mag sein, daß Le i
be ei s 1792 eine g öße e Hypo hek
au
den Fab ikkomplex o geschossen
ha e, welche die öllige Übe nahme zum spä e en Te min o be ei e e.
Ob
diese bank echnische T ansak ion den Teilhabe n zum Nu zen ge eich e,
bleib aglich. Es is ehe einleuch end, daß man den beiden Hohei en
ge ällig wa .
Jeden alls beschä ig e die Fab ik im Du chschni 30 A bei e , de en Zahl
abe saisonbeding zwischen
20
und
60
schwank e5. Auch be ei e en die
poli isch beding en Konjunk u schwankungen dem ak i en Pa ne Da id
2 W.
MössINGER,
Das
badische
Male doi G ö zingen (1965), S. 324-326.
3
GLAK236
/953, BI.
21
(S ad am Ka ls uhe, 1816).
4
GLAK
206/2206.
5
GLAK236/849
, 850. Dazu aus üh lich: WOLFRAM FISCHER, De
S aa
und
d. An ange e c.
1,
S. 277, 279.

22
Die
An ange
Seligmann Kop ze b echen, so daß de Be ieb »schon sei Jah en die In e -
essen de Capi alien nich meh e äg , dennoch mi eine ungeheue n
Gewe bs eue beleg wo den is «6. Da Seligmann un e diesen Ums änden
die Wei e beschä igung alle A bei e de K app ab ik nich ga an ie en
woll e, schlug e im Jah e
1808
dem G oßhe zoglichen Finanzkollegium
o , die G ö zinge Anlagen zu Ve a bei ung inländischen Ma mo s
um-
zu unk ionie en, was auch om G oßhe zog be ü wo e wo den
sei'
. Al-
lein das Finanzkollegium mein e, daß K app
au
»dem auswä igen Ma k
meh gesuch sein soll e«
als
Ma mo (obwohl die Magazine Seligmanns in
Du lach und G ö zingen a sächlich übe oll wa en!) und ie dahe dem
Seligmann zu, »seine Fonds« wei e hin in K app
zu
belassen, denn -so
ag e
es-
»mi welche Handelsp lanze will de Landmann in de Ma kg a -
scha sogleich wiede den Ve lus de K appkul u
e se zen?<<
Nach länge-
en Ve handlungen gab Seligmann o e s nach und eil e dem Kollegium
mi , daß e »un e diesen Ums änden on seinem Vo haben abs ahie e«8.
Die So ge ü die Landwi scha ha e demnach übe ein inanzielle E wä-
gungen den Sieg da onge agen.
Also such e de sei 1814 zum F eihe n
.
Eich hal e nann e (und o e s
noch nich ge au e) Ho agen und Bankie nach eine An wo , die auch den
Baue n zugu e käme. Ta sächlich ging e -e wa sei
1815
-zu Fab ika ion
on Rübenzucke übe . Spä es ens imJah e
1817
schein die Fa benp oduk-
ion dann ganz einges ell wo den zu sein9.
Die Zei on Seligmanns Engagemen in de K app ab ika ion,
d.
h.
die
Jah e 1798 bis 1817, wa en gleichzei ig auch die En s ehungsjah e jene
jüdischen Bankhäuse , die -wie Seligmann &
Co
-im Indus ialisie ungs-
p ozeß on Baden und Wü embe g eine nich zu un e schä zende Rolle
spielen soll en. In Ka ls uhe o ganisie en neben Hayum Le i (dem Schwie-
ge a e und Kompagnon Seligmanns), die Bankie s Salomon Habe und
Elkan Reu linge den Geld- und Anleihema k ü den ü s lichen Ho , abe
auch ü un e nehmende Bü ge . In S u ga en s and 1799 das Bankhaus
Geb üde Benedik , das spä e in de »Wü embe gischen Ve einsbank«
au ging, sowie insbesonde e das Bankhaus de aus Hechingen s ammenden
Familie Kaulla, de en Mi gliede o
als
pe sönliche Finanzbe a e de
wü -
embe gischen Könige ungie en und de en Bankg ündung bald, du ch die
Guns König F ied ichs
1.,
den Cha ak e eine »Ho bank« e hiel
10
. Wi
we den noch on den Bankhäuse n hö en.
6
GLAK
237 /471. Eingabe Seligmanns
om
1.
12. 1808.
7 A.
a.O.
8
A.a
.O ., Gu ach en o. D.
und
Seh uß e me k . 12. 2. 1810.
9 Wol am Fische (wie in
Anm
.
5)
.
10
Dazu ku z (basie
au H
.
SCHNEE
, Ho inanz IV):
HERM
.
KELLENBENZ:
>
Un e nehme um
in Südwes deu schland<, in:
T adi ion,
Zs.
.
Fi mengeschich e X4,
S.
180 .
Übe
die »
Ho -
Die
e s en
Indus iebankie s
23
De e s e on
all
denen jedoch, de sich pe sönlich ak i an de Lei ung
on Indus ieun e nehmungen, und insbesonde e an Tex ilwe ken be eilig-
e, wa wiede um Da id Seligmann. Die K app ab ik bilde e keineswegs
Seligmanns einzigen Be üh ungspunk mi de Bea bei ung on Tex ilien.
Sein zwei es und e heblich belang olle es Tex ilun e nehmen kam
au
me kwü digen Umwegen, jedoch im E ek mi g oßen E olgen und un e
wich ige Ein lußnahme
au
die Wi scha sen wicklung Badens, zus ande.
Es handel e sich
um
die on dem Schweize Mechanike und E inde Geo g
Bodme beg ünde e Maschinen ab ik in den Gebäuden des ehemaligen
Klos e s S . Blasien im Schwa zwald. Bodme ha e einige mechanische
Ve besse ungen, insbesonde e an Spinnmaschinen, pa en ie en und in Ba-
den und F ank eich e ma k en lassen, wa abe mi seinem We k in S .
Blasien, das haup sächlich Maschinen bau e, in inanzielle Schwie igkei en
ge a en. Hie ie man Seligmann zu Hil e. De Ka ls uhe En ep eneu
und Bankie liie e sich, auße mi Bodme , auch mi dem Pa ise Mechani-
ke Albe (welche de anzösische Be ollmäch ig e und Ve e e
Bod-
me s wa und inanzielle Fo de ungen
an
ihn ha e), sowie mi dem
Obe -
o s meis e Ca l Ge e in S . Blasien. Diese ie g ünde en, l . Gesell-
scha s e ag
om
6.
No embe 1810, die Ak iengesellscha »Socie e de
S . Blasien ode S . Blasische Gesellscha «.
Das Nominalkapi al on 100000 Gulden soll e aus 20 Ak ien,
je
zu 5000
Gulden, bes ehen und wie olg zusammengeb ach we den: Seligmann
übe nahm sogleich ün , Ge e abe zwei An eile -wah scheinlich gegen
ba es Geld -wäh end Albe de Gesellscha on seinen Fo de ungen an
Bodme eine Summe zedie e, die dem Gegenwe on zwei Ak ien en -
sp ach. Bodme e hiel ü sein Ve bleiben in S . Blasien und seine Lei ung
des Be iebs in »a is ische «,
d.
i.
echnische , Hinsich zunächs nu ein
Mona sgehal on 150 Gulden ü sich und seine Familie, sowie ein Vie el
des e en uellen Reingewinns, de -alle dings e s nach Ab agung alle
seine Schulden -zu E we bung on ün Ak ien
au
seinen Namen einbe-
hal en we den soll e. Die es lichen sechs Ak ien woll e man
om
Publikum
»in den nächs en Mona en« zeichnen lassen
11
. Es geh abe aus einigen
wei e en Un e lagen he o , daß die sechs An eile alsbald ode spä e on
Seligmanns Familienmi gliede n e wo ben wu den
12
.
bank«, gl. auch:
ERNST
KLEIN,
»Die kgl. wü . Ho bank e c.«, in:
Jah büche
a Na ionalöko-
nomie
u.
S a is ik, Bd. 179, 1966,
S.
324-343.
11
GLAK
65/494. »Absch i aus Ak en de Spinne ei S . Blasien«. De Faszikel en häl
Vo a bei en zu eine aus üh lichen Geschich e de Fab ik
und
is eich an so g äl igen Absch i -
en aus e lo enen ode e s eu en Dokumen en. Leide ehl eine lau ende Paginie ung. Vgl.
dazu
WOLFRAM
FISCHER
(wie in
Anm
.
5),
S.
209 ., de auße diese Ak e noch iele ande e
Quellenangaben b ing .
12
GLAK
65/494: »Absch i en aus den Am sak en, die Da ms äd e Ve handlungen be .«
(13. Augus 1821).
24
DieAn onge
Es mag ielleich au Seligmanns Ein luß zu ückzu üh en sein, daß schon
im
Gesellscha s e ag on 1810 ein besonde es Gewich
au
die E zeugung
on Spinnmaschinen und die Baumwollspinne ei geleg wu de, wäh end
die ande en me allu gischen Zweige des Un e nehmens,
z.B
. die Geweh -
ab ik, ein Eisenhamme - und Schmelzwe k, nu nebenhe bedach sind
13
.
Dabei wa
es
mi de Spinne ei beim Ein i Seligmanns in die Fi ma nich
seh wei he , o z de Bodme schen Maschinen. Aus diesem G unde wohl
muß e sich Albe im Gesellscha s e ag an e s e S elle e p lich en,
»gu e und üch ige A bei e , sowie auch
in
de Folge einen gu en und
ausgele n en Spinne « he beizuscha en.
So ing man also bescheiden an. Bei de Gewe bezählung on 1815
(=
1817) egis ie e man in S . Blasien e s malig 105 A bei e in de Baum-
wollspinne ei14, wo on alle dings siche ein Gu eil Kinde wa en. An de
e häl nismäßig langsamen En wicklung mögen die K iege und die poli i-
schen Umwälzungen nich unschuldig gewesen sein,
es
wi d abe auch
e wähn , daß Bodme uns e wu de und o
au
»S udien eisen« ging.
T o zdem gelang
es
wohl dem Obe o s meis e Ge e , de sich
als
Mann
am Pla z im Ve ag
(§
8)
e p lich e ha e, »au die Haup -Cassa des
E ablissemen s sowie
au
dessen Be ieb im Ganzen, so iel
es
seine Am sge-
schä e e lauben, zu wachen«, den Be ieb in gu em Zus and zu e hal en und
soga zu e wei e n.
So
wu de -ans elle de Na u bleiehe-eine zweis öckige
Kuns bleiehe angeleg und noch o 1821 e g öße
15
. Eich hal and
indem
geschick en Mechanike Felix Spi z einen Spinne eilei e nach seinem He -
zen, und Spi z und Ge e hiel en das Un e nehmen auch bei Abwesenhei
Bodme s in bes e O dnung.
Als Ge e abe im Jah e 1820 s a b und Albe -wohl nach Ende de
enge en Beziehungen zwischen Baden und F ank eich - on de Bild läche
e schwand, wu de Eich hal o die En scheidung ges ell , ob e die Ak-
iengesellscha au ech e hal en ode au lösen wolle.
E
en schied sich ü
die Fo se zung de Un e nehmung, zumal e ge ade im Jah e 1821 die
ehemaligen Klos e gebäude, die bis dahin nu gepach e wa en, käu lich
e we ben konn e. Bald kau e e noch wei e e Nebengebäude und Ho gü e
dazu.
E
and auswä ige ln es i o en, die ihm Geld zum Kau und zu
Reo ganisa ion o schossen (die Ansp üche de Wi we Ge e und Bod-
13
A.a.O .
14 Fische (wie in Anm. 5),
S.
279
.
15
Anscheinend wu de die Ve g öße ung de Bleichanlage dadu ch no wendig gemach ,
daß eine g oße
zu
S
. Blasien gehö ige Bleichwiese, die in eine badischen Enkla e im Aa gau
gelegen wa ,
um
diese Zei im Zuge on Flu be einigungen, zusammen mi de gesam en
Enkla e, on einem Konso ium aus Lengnau übe nommen wu de. Die P oku a des Konso -
iums wa in den Händen zweie Lengnaue Juden: Moses Joseph und Moses Hönnely Guggen-
heim: GLAK233/
1117
.
Die
e s en
Indus iebankie s
25
me s
16
- ielleich auch noch Albe s Ak ien -muß en abgelös we den),
und so wu de de Ba on zum Alleininhabe alle Fab ikanlagen
17
•
Die We ke beschä ig en damals an die 800 A bei e , da un e 200 Kinde ,
alles Badense Landesbewohne , und meis Schwa zwälde . Eich hal wa
also in diese a men Gegend ein A bei gebe on be äch lichem Gewich .
E ühm e sich auch o en de g oßen E olge seines Tex ilun e nehmens,
welches damals
»Zu
den ausgedehn es en des Con inen s« gehö e. Die
Quali ä de in de Spinne ei e zeug en »Wasse -, Mule- und gezwi n en
Ga ne« wa so gu , daß sie »den englischen o gezogen« wu den. Dazu
impo ie e man alle dings om Ausland e hebliche Quan i ä en on Roh-
ma e ialien. Die Spinne ei bezog zwischen 3000 und 4000 Zen ne ame ika-
nische Rohbaum wolle p o Jah , di ek on holländischen ode anzösischen
Hä en. Ge inge e Quali ä en gab das We k, eilweise nach Halb e igung,
zu seh he abgese z en P eisen an die Handspinne eien ab, die da on eben-
alls p o i ie en. Di ek zahl e Eich hal, wie e selbs angab, »den nah ungs-
losen Schwa zwälde n einen jäh lichen Be ag on 120000 l. ein an
A -
bei slöhnen [
...
], die indi ek en Vo eile nich ge echne , die denselben
du ch eine bei 1100000 l. be agende Ci cula ion zu ließen«
18
•
Leg man die di ek en A bei slöhne
au
die 800 im We k Beschä ig en
um, so e gib sich ein wöchen liche Du chschni slohn on e wa 29-30
Gulden (e wa
17
Tale ) p o A bei e , Kinde mi ge echne . Da abe die 200
Kinde , un e
14
ode
15
Jah en, wesen lich un e diese
No m
en lohn
wu den, müß e Eich hal seine Spinne königlich bezahl haben. In de
sächsischen Spinnindus ie e hiel
z.
B. ein e häl nismäßig gu do ie e
K empel meis e 7 Tale
(11
1 /2 l.) Wochenlohn, wäh end Spinne nu mi
2-2
1/2 Tale , Kinde soga nu mi einem halben Tale en lohn
wu den-
alle dings o bei eie S a ion
19
.
Es is also unmöglich, daß die on Eich hal angegebene Summe, die
jedem A bei e e wa den Salä e sp ich , de im Ve ag on 1810 dem
E inde und ühe en Besi ze Bodme zugesag wo den wa , sich
nu
au
die Fab ika bei e bezieh .
Sie
muß die En lohnung de ielen Heima bei e
mi en hal en. Diese abe en zieh sich de Be echnung,
da
wede die Zahl
de Beschä ig en, noch auch annähe nde Lohnangaben bekann sind. Im
Ganzen en sp achen also die angegebenen Zahlen nu de Di ek i e, die
16
Bodme
keh
e dann 1822 in die Schweiz zu ück.
FRANZ
JOSEF
GEMMERT
,
>Die
Schicksale
de
Tex il ab iken e c.
<,
in:
Schau-ins-Land,
77. Jah eshe , F eibu g/
B
. 1959, S. 69 .
Do
ku z
die
En wicklung
de We ke bis
1821
, de en Da s ellung den in
Anm
. 18 genann en
Ak en
olg .
17
GEMMERT,
a.
a.O
.
18
GLAK
65/494, »Absch i aus den Am sac en: Die
Da ms äd e
Ve handlungen
be
.«,
13. 8. 1821.
9
Lohnangaben nach
WOLFRAM
FISCHER
: »lnnenbe iebliche
und
soziale S a us
de
ühen
Fab ika bei e scha «, in:
[Hg
. W. Fische /G. Bajo ), Die soziale
F age,
S u ga
1967, S. 237.
De
Tale
wi d
zwischen 1837
und
1852 zu
e wa
1,
75 Gulden angese z .
32
Die An ange
jüdischen Be ä igung, wie
injede
Indus ie, so auch
im
Tex ilwesen ange-
sp ochen we den können, so bleiben doch auch die mode nen kau männi-
schen Aspek e de Ma k o schung
und
Ma k bedienung1 (die schon bei
U enheime e sich lich wu den), sowie die achlich- echnische Ausbildung
(wie schon bei Louis .
Habe
ges ei ), als Fak o en de Indus ieg ündung
wich ig
und
sollen
nun
aus üh liche behandel we den.
Doch
ge ade die achlichen Zugänge zu Indus ie wa en den
Juden
bis
zum
Ende des
18.
Jh.,
ode
ga noch länge , in Baden-Wü embe g, ein-
schließlich Hohenzolle n, ollkommen e bau . Die Gilden wa en ch is li-
che O ganisa ionen.
Und
ganz abgesehen da on, welche eh ba e Kau -
mann
woll e schon einen jüdischen Volon ä annehmen,
und
welche
Zun meis e einen jüdischen Leh ling?
Eine Ve ände ung diese Lage begann in Baden heo e isch mi
dem
I.
Kons i u ionsedik
om
14. Mä z 1807, dessen e s e Pa ag aph das S aa s-
bü ge ech auch den
Juden
zugänglich mach
2•
P ak isch
jedoch
ha e das
VI. Kons i u ionsedik
(§
19)
om
14.
Juni
1808, bei alle heo e ischen
Ane kennung de
Juden
als
»e b eie S aa sbü ge «, ih e ealen
O sbü ge -
ech e3
on
»eine mi den Ch is en gleich ö migen Nah ungsa « abhängig
e klä .
Dem
en sp achen dann die eingehenden »E ziehungs«-Reglemen s
im
aus üh lichen »Kons i u ionsedik de
Juden
«
om
13. Janau 1809.
Do
wi d
übe »Be u swahl«
(§
17)
olgendes bes imm :
Diejenigen, welche sich nich zu höhe n S udien
widmen
und
eignen, müssen gleich den Ch is enkinde n nach ollende en
Schuljah en zu i gend eine o den lichen Lebens-
und
Be u sa
im
S aa ,
im
Landbau ode in Gewe ben alle
A
nach den da ü
allgemein bes ehenden Regeln angezogen
und
gebilde we den,
wo
Zün e ode Meis e sich un e s ehen wü den, hie in Hinde nisse
in den Weg zu legen, da is die Polizei-Ob igkei e an wo lich,
du ch s engen Vollzug des Sa zes 23. Li . o.
und
Sa z 24 Li . k.
im
VI. Kons i u ionsedik e jene o dnungswid ige Anmaßungen zu
e ledigen.
1
Wenn H. A.
WINKLER:
»
Die
d
. Gesellscha de Weima e Republik
und
de An isemi is-
mus« in: (Hg. B. Ma in
und
E ns
Schulin),
Di
e Juden
als
Minde
h
ei
in
de
G
esc
hich
e,
München
1981, S. 276 sch eib , daß das s a ke jüd
is
che
Eng
agemen in de
Te
x ilindus ie
»s
ich aus de
T adi ion des Al kleide hande
ls
ablei en« ließe, so i das ie
ll
eich
au
An a
nge
des
Kon
e
k-
ionswesens zu
(s
.
un
en,
Anm
. 51), sons e gib sich auch nic
h
e
in
e Ta sache, die dieses in
Bad
en-
Wü
e
mbe
g belegen könn e.
2
Zu
F age de
jüd.
Rech e in Baden, gl. R
eg
ie
un
g
sbla
1807,
N .
6. Aus üh liche Da s el-
lung: A.
LEWIN,
Bad
en,
S.
76-111,
und
ku z
und
p ägnan bei Rü up (wie
oben
, Kap. 4,
Anm.
31),
S.
46 .
3
Üb
e die P oblema ik des
O sbü
ge ec
h
s,
g
l.
To
U
RY,
»Types
o
Municipal Righ s in
Ge
man
Townships«, e c., in:
YLBIXXII,
1977, S. 55 .

»E ziehungspoli ik«
und
Tex ilwi scha
in
Baden
33
Zu
den Be u szweigen, die neben dem Handwe k
om
Gese z gebillig
we den, sind Kau mannshandel mi o den liche Buch üh ung [ = insbes.
G oßhandel), »Fab ikenbe eibung«, sowie auch Handel in o enen Läden
mi einem »hinlänglichen« Vo a e on Wa en, und ins besonde e on Ellen-
wa en, also Tex ilien, ausd ücklich he o gehoben4•
In ebendemselbenJah e e lau ba e in Wü embe g, ohne ausd ückliche
und um assende Regelung de Judengese zgebung (die
ja
bekann lich bis
1828
au
sich wa en ließ), eine ähnlich ausge ich e e königliche »No mal-
e o dnung« anläßlich eines jüdischen Gesuchs
um
Au nahme in eine
Hand-
we kszun . König F ied ich be ahl un e dem
18
. 9. 1809, daß »jede
..
.
Jude, de sich quali izie ein bü ge liches Gewe b zu eiben, dazu au ge-
nommen
we den soll«5.
In Hohenzolle n-Hechingen beabsich ig e man be ei s sei 1806,
denJu-
den die E le nung on Handwe ksbe u en zu ges a en, jedoch kam
es
niemals zu eine landeseigenen Emanzipa ionsgese zgebung, wäh end
im-
me hin in Sigma ingen ein »Gese z übe die s aa sbü ge lichen Ve häl nisse
de is aeli ischen Glaubensgenossen<< e lassen wu de, das sich eng an die
»E ziehungs«-Tendenzen des wü embe gischen Judengese zes
on
1828
anlehn e,
und
wie dieses Handwe ke, eie P o essionen und o den lichen
Handel ö de n woll e6.
Nach dem Gesag en soll e man ein jüdisches Eingehen
au
die »E zie-
hungs«poli ik de Regie ungen und ih e P oduk i ie ungswünsche in Ba-
den ehe
als
in Wü embe g, und do ehe als im Hohenzolle schen e wa -
en. Das
s imm
unbeding ü die beiden g oßen Lände ; übe aschende -
weise jedoch scheinen die Juden on Hohenzolle n so seh on den Absich-
en des wü embe gischen Judengese zes on 1828 beein luß wo den zu
sein, daß sie insbesonde e im Tex ilgewe be Auße o den liches leis e en
und
zu
den Haup ak o en de Indus ialisie ungsbes ebungen in den klei-
nen Fü s en üme n ge echne we den müssen.
Beginnen wi mi Baden. Die au einande olgenden Kons i u ionsedik e,
die sei 1807 auch
au
die Juden e was
om
allgemeinen Bü ge s olz aus-
s ahl en, konn en ge ade
au
dem Gebie e de Tex ilwi scha e häl nis-
mäßig eind ucks olle An angse olge e zeichnen. Das mag ielleich in
4 Zi ie bei Lewin (wie Anm. 2), S. 95.
5
HS A
S g. E 143 Bü 3226.
6
Ve o dnungs-
und
Anzeige-Bla d.
F m.
Hohenzolle n-Sigma ingen,
N
. 34, Sonn ag d.
20.
Aug. 1837. Übe die Juden in den hohenzolle nschen Gebie en, gl.
MAREN
KuHN
-
REFUS
, „Das
Ve häl nis on Meh hei und Minde hei « e c.,
in:
Z sch . Hohenzolle ische
Geschich e
XIV,
1978,
S.
lO . ; hie insbes. S. 52-54. Das on de Ve asse in behaup e e lnk a -Bleiben de
Emanzipa ion in olge d.
d
. G undgese zes on 1848/49 is meh
als
aglich. Mögliche weise
inde sich kein Wide u bei den Ak en, jedoch is die p eußische Ve wal ungsp axis, meh
noch
als
in P eußen selbs , du chaus emazipa ions eindlich gewesen, selbs nach 1871, was
Kuhn-Re us au g und lokale Ak enbes ände imme hin zuges eh .
34
Die An ange
gewissem Maße die Folge eine seman ischen Umo ien ie ung gewesen
sein, die damals ge ade im Tex ilhandel me kba wu de: Be u sbezeichnun-
gen wie »Kapi alis «, »Manu ak u en en g os«, »Neue Kleide «, »o ene
Ladenhandel«
u.ä
. muß en den Eind uck he o u en, daß hie »O den li-
che« Gewe bezweige
im
En s ehen wa en; doch ehl e selbs diesem nai en
Manö e nich die eale Basis. Wenn also be ei s
imJah e
1801
im damals
noch p älzischen Mosbach zwei Juden ( on insgesam
15
E näh e n) o ene
Tuchläden üh en
7,
so
is das wohl
als
Fo se zung jene Tendenz anzuse-
hen, die schon im e s en Kapi el hinsich lich des Tuchhandels on B e en
e wähn wu de, und
es
is anzunehmen, daß die seßha en Tuchhändle auch
als
G ossis en ih en hausie enden B üde n Wa en
au
K edi o schossen.
Nu
daß sei 1808 de Besi ze eines o enen Ladens ode de G ossis eben
»bü ge lich« is , ode wenigs ens du ch seine Be u sbezeichnung so einge-
schä z we den will, wäh end e bis dahin
jus
einen Handel mi allem zu
Hand Kommendem üh e, wobei alle dings Tex ilien o und sei langem
ein be o zug e A ikel wa en. So zähl e z.B. die Juden abelle de P o inz
Obe hein
om
Jah e 1809 un e
181
E näh e n 28-29 Tex ilhändle au ,
on denen abe mindes ens ün auch ande en Handel ieben, und d ei soga
ehe zum sogenann en »No handel«
als
zum bü ge lichen Kau mannss and
ge echne we den müssen8. Eine on diesen handel e mi Säcken, zwei abe
mi Lumpen. Ih e E wähnung hie e olg nun eigens deshalb, weil diese
an angs e ach e en Spa en des Tex ilwesens in Zukun un e s a ke
jüdische Be eiligung zu wich igen Zweigen de badischen Wi scha we -
den soll en.
Von einem be on bü ge lichen Bewuß sein ge o m gaben sich be ei s
im Jah e 1809 die Juden on Ka ls uhe. Von
98
Be u sangaben (einschl.
a bei ende Wi wen) wa en nu noch
16
nich ganz eindeu ig de inie , und
die
im
Tex il ach Tä igen bo en im »Regis e de Judengemeinde«9 die
olgende, ü die Zukun de jüdischen Gewe be
in
de Landeshaup s ad
wegweisende, Zusammense zung: Von den
81
be u s ä igen Männe n be-
zeichne en sich
14
(=
17,3%)
als
Tex ilkau leu e, Tex ilun e nehme ode
Tex ilhandwe ke .
De
Un e nehme wa de uns be ei s bekann e
Hayum
Le i, Schwiege a e und s ille Teilhabe on Da id Seligmann bei de
K app ab ik in G ö zingen (Seligmann selbs gehö e de Gemeinde nich
meh
an)
.
De
Handwe ke wa de »Ho -Golds icke « Emanuel Wol . Ein
gewisse M.
L.
S ein gab an, »Manu ak u wa en und neue Kleide « zu
e kau en, wobei sich zum e s en Male die spä e noch zu behandelnde
7
GLAK77
/
3034,
BI.
325
.
8
GLAK
236/952.
Übe
»No handel«, seine De ini ion und P oblema ik, gl.
ToURY,
Soz.
u.
poli
.
Gesch„
S. 75-83.
9
GLAK
206/2210, das Regis e is am
1.
VII
.
1809
un e sch ieben om Vo s ehe Elkan
Reu linge , de sich selbs in de Lis e als »Kapi alis « (d.
i.
Bankie ) bezeichne .
»E ziehungspoli ik« und Tex ilwi scha
in
Baden
35
F age eg , we
ihm
denn die neuen Kleide e e ig e, und
au
welche
Weise sie den Käu e n angepaß wu den. Von den üb igen Kau leu en gaben
zwei
als
ih en Handelszweig »Manu ak u en en g os und en de ail « an. Eine
on ihnen
wa
Jacob Kusel, de , wie schon e wähn , spä e zum Indus ie i-
nanzie we den soll e; de ande e gehö e zu Familie E linge , die nich
wenige als d ei Tex ilhändle s ell e, on denen alle dings zwei sich nich
ausd ücklich
als
G ossis en bezeichnen.
Dabei e heb sich wiede um die F age, die ge ade ü Ka ls uhe bis ins
zwanzigs e Jah hunde hinein on Wich igkei wa : Was bedeu e eigen -
lich die
Nomenkla u
»G oßhandel«? T i sie
nu
au
diejenigen Fi men zu,
die ih e Wa en ausschließlich ü den Wiede e kau ode zwecks Wei e -
e a bei ung lie e en? Wä e dem so, dann hä e
es
um
1809 keinen jüdischen
Tex il-G oßhandel in Ka ls uhe gegeben, und ielleich wä e diese
Zweig
auch spä e
nu
wenig bese z gewesen. Füg man abe hinzu, daß auch die
Belie e ung gewisse G oß e b auche , wie Ho s aa , A mee, ode sons i-
ge Kö pe scha en, zum A bei sbe eich des G oßhändle s gehö e, so sieh
die Lage schon ande s aus, und Kusel und E linge
wu den
as siche on
Munizipal- und Regie ungss ellen mi Lie e au ägen diese ode
jene
A
bedach .
Und
schließlich belie e en wohl auch die Tex ilg oßhändle de
Haup s ad eine Reihe on Hausie e n, ebenso wie sie und iele ande e
Fi men spä e Mus e eisende und Ve e e ins Land hinausschick en,
um
ih en Absa z zu siche n
10
.
Doch
zu ück zu de Tex ils a is ik on Ka ls uhe. Wäh end 1809
nu
ein
einzige Tex ilhandwe ke , ein Ho -S icke , den ganzen Wi scha szweig
e i , hö en wi be ei s imJah e 1811, daß auße
ihm
d ei
junge
Bu schen
dem
Ru
zu P oduk i ie ung und Ve bü ge lichung ge olg sind, und daß
in Ka ls uhe
nunmeh
d ei zün ige Gesellen
im
Tex il ach a bei e en, ein
Hu mache , ein Schneide und ein S ump wi ke , die beiden le z e en
alle dings, wie de B auch
es
heisch e,
au
Wande scha . Sie müssen
dem-
nach schon ums
Jah
1807 ih e Leh e begonnen haben
11
, gaben also
au
diese
Weise ih e und ih e El e n spon ane
Zus immung
zum e s en Kons i u-
ionsedik kund, das ihnen die Bü ge ech e zugänglich mach e.
Im Jah e 1816 ha en dann in Ka ls uhe on 36 Jünglingen, die einen
Handwe ksbe u le n en, nich wenige
als
ach (=
23%) einen
Tex ilbe u
e g i en, und einige on ihnen wa en be ei s als Meis e niede gelassen.
Zu
den bishe Genann en ha en sich noch ein Schneide , ein Bo enwi ke
und
zwei Golds icke gesell
12
. Le z e e wa en wah scheinlich bei dem jüdischen
Meis e in die Leh e gegangen, denn die Aussich , als Jude in eine Leh s elle
10
So auch ech ins uk i übe den spä e en jüdischen Tex ilhandel in Kons anz,
ERICH
BLOCH,
Geschich e d.Juden on Kons anz
im
19. und
20.Jh„
1971,
S.
43.
11 Sulami h
111
2,
S.
72.
12 GLAK236/953.
36 Die An ange
beim ch is lichen Meis e au genommen
zu
we den, wa nich allzu osig
und jeden alls mi e heblichen Ausgaben e bunden
13
. Ta sächlich exis ie e
ein g oßhe zogliche Fond zu Deckung diese Ausbildungskos en, und sei
1809 schal e e sich de »Obe a de Is aeli en« in die Fö de ung de Be u s-
umschich ung ein. So e hiel en
in
denJah en 1817-20 42 Leh linge
Un e -
s ü zung wäh end ih e Ausbildung
14
. Schon die Be u szählung on 1816
ha e ü Baden 39 jüdische Schneide , 7 Tuchmache , 2 Leinewebe , und
je
einen S icke und S ump wi ke au gezähl .
In
diese Zähllis e is eine
Angabe aus Lö ach besonde s in e essan , da aus ih he o geh , daß Salo-
mon
Bloch damals be ei s
als
Modells eche in eine do igen Zi z ab ik
anges ell wa , also einen ganz spezialisie en
Be u
e g i en ha e
15
.
Ob
Juden nun ge ade eine besonde e Vo liebe ü Tex ilbe u e an den Tag
leg en, da sie einlich und kö pe lich nich allzu ans engend wa en, ode ob
die ch is lichen Meis e aus Wi scha sno ü einen gewissen Zuschuß zum
Leh geld geneig e wa en, Juden au zunehmen und sich mi ih e Absonde-
ung
om
gemeinsamen Essen und on de Sams agsa bei abzu inden,
bleibe dahinges ell . Jeden alls sp echen die Badene Zahlen on 1816 ü
sich selbs , und
es
kann es ges ell we den, daß bei de
in
Schwung
kom-
menden Be u sumschich ung iele jüdische Jünglinge ge ade zu E le nung
des Tex il aches neig en. Ein manchmal behaup e e Ein luß de güns igen
Gelegenhei zum Handel, die mi diesem Zweig e bunden sei,
au
die
Be u swahl, konn e an angs nich ausd ücklich es ges ell we den.
Zu
den genann en Zahlen is noch die ielleich gewich igs e Ta sache
hinzuzu ügen, daß nämlich die S a is ik on 1816 nich nu das eine jüdische
Tex ilun e nehmen on Da id Seligmann in S . Blasien (und die G ö zinge
K app ab ik) au zähl , sonde n noch eine jüdische Woll uch ab ik e wähn ,
nämlich die on Zacha ias Oppenheime in Michel eld.
Michel eld wa eine de zum K aichgau gehö igen i e scha lichen
O e, dessen Schi mhe en eine be äch lichen Anzahl on Juden Au en -
hal s ech gewäh en, meis wohl des Schu zgeldes und ande e Leis ungen
wegen, die ihnen abge o de wu den. Als Michel eld 1806
zu
Baden kam,
mach en die 125 Juden des O es nich wenige
als
20% de Gesam be ölke-
ung aus
16
. Zwei on ihnen, Zacha i
as
Oppenheime und Michael He z-
13
Und
gl. auch einen Ka ls uhe Be ich
omJah e
1811
in de Sulami h (wie Anm.
11)
:
»Du ch die Bemühung einige hiesige Einwohne wu den nämlich
junge
Leu e zu e schiede-
nen Handwe ke n in die Leh e gegeben; den ä me en de selben wu de das Leh geld beso g ,
Kleidung, Handwe kszeug usw. angescha , und auch je z noch we denjedem Gesellen ode
Leh bu schen alle Sonnabende 36 K euze ausgezahl , weil e an diesem Tag nich a bei e [und
nich beim Meis e
iß ,J
. T.).
14
RüRUP,
Baden,
Anm.
114
.
15
GLAK
236/953. Zi z - eine o ge ä b e Ka un.
16
B.
ROSENTHAL,
Heima geschich e
,
S.
149, Anm. Wei e es übe Oppenheime , ebda, S.
243
., 324. und gl. die nächs e Anm.
»E ziehungspoli ik«
und
Tex ilwi scha
in
Baden
37
He zog, ha en be ei s
imJah e
1803 begonnen,
Tuche
ü den
Manu ak u -
wa enhandel des
Hayum
Oppenheime
he s ellen zu lassen
17
. Alsbald nach
Ve ö en lichung des e s en Kons i u ionsedik s in Baden en s and aus sol-
chen An ängen
und
mi
»Höchs e Bewilligung«, eine Woll uch ab ik, die
o zugsweise Mili ä uche he s ell e. Das K iegsminis e ium siche e
Ab-
nahme
»eines D i els ü den Mili ä -Beda « zu
18
. Eine solche,
dem
P o-
duk i ie ungss eben
de
Regie ung genau en sp echende, Wi scha sin-
i ia i e zog auch
so o
eine ane kennende Auszeichnung nach sich:
Oppen-
heime
wu de,
l .
de
g oßhe zoglichen P ä oga i e
zu
Ve leihung des
O sbü ge ech s
an
Juden
(VI. Kons i u ionsedik ),
noch
imJah e
1809 als
Bü ge
on
Michel eld
imma ikulie
19
.
E
wa
a sächlich
on
An ang an wi klich »nü zlich«, auch inso e n, als
e
au
seinen
Handwebs ühlen
die in den
Zuch -
und
A bei shäuse n des
S aa es gesponnenen Ga ne e a bei e e. E s 1814 ich e e
e
in Michel eld
eine mechanische Spinne ei
und
Walke ei ein, de en
Aus üs ung
du ch
ein ache Wasse äde (spä e Tu binen) ange ieben
wu de
20
. An angs
a -
bei e en in
de
Fab ik
e wa
30 A bei e , de en Zahl 1815/17 bis
au
40,
zei weise
soga
80, ans ieg. D eißig bis ie zig P ozen
on
ihnen
wa en
damals
im
Fab ikgebäude konzen ie , de Res
wu de
als
Heima bei e
beschä ig
21
.
Nach
Oppenheime s
eigenen Aussagen gab
e
meh
als
zwei-
hunde
A bei e n
B o
und
e ziel e einen Jah esumsa z
on
25-27000
Gul-
den22.
T o zdem
klag e
e
s ändig übe Schwie igkei en
beim
Absa z seine
U ni o m uche.
Die
e s e
g öße e
K ise schein be ei s
um
1816, also
beim
Rückgang
des
Mili ä beda s, ielleich auch
mi
dem
Ausscheiden
on
Michael
He zog
aus
de
Fi ma, die Fab ik heimgesuch zu haben. Jeden alls ich e e
Z.
Oppenheime
gegen Ende des Jah es ein d ingendes Gesuch ans S aa smini-
s e ium
um
Bewilligung
on
Be iebskapi al,
und
sei es auch
nu
in
Fo m
eines
mi
5 %
jäh lich
e zins ba en Vo schusses ü sechs
Jah e
au
kün ige
Mili ä lie e ungen.
Zu
Beg ündung
wies
e
da au
hin, daß
e
»zwei bis
d eihunde
Menschen .
..
sei eine ganzen Reihe
on
Jah en
B od« gegeben
17
He z-He zog
beleg in:
GLAK
236/953.
Nach
1816
wi d
e nich
meh
genann
.
Die
Michel elde A chi alien
GLAK
229/67439.
Pho okopien
in LBI,
NY-AR
Ludwig
Ma um
(Nachlaß).
Eine
aus üh liche Geschich e de Fa.
Oppenheime ,
die auch
on
de
G ündung
be ich e , be inde sich eben alls
im
LBI
NY-AR
7044, Kas en III,
Mappe
3,
Schwa ze
Umschlag,
S.
1-25
.
Wo
nich ande s
e me k ,
is diese Fi mengeschich e auch wei e hin
im
Tex
benu z .
lS
GLAK
233/18856. Eingabe
Oppenheime s
om
28.
Janua
1818.
19
LBI
NY
,
AR-
7044 (wie in
Anm.
17), S. 6. 21. XII. 1809. Alle dings
muß e
Zacha ias
0.
noch
bis 1813 Schu zgeld zahlen.
20
HUNDSNURSCHER
&
TADDEY,
S. 202.
21
WOLFRAM
FISCHER,
De
S aa
u.
d.
An änge e c., S. 276 (Tabelle) u. S. 279.
22
Wie in
Anm
. 18
und
in
Anm
.
19
.

38
Die
An ange
und
so die » ie s e A mu « de
Umgebung
gelinde habe, was die »p lich -
mäßigen Be ich e« de Lokalbehö den
ja
auch bes ä ig en. Aus diesem
Gesuch geh he o , daß Oppenheime damals anscheinend auch die Woll-
spinne ei in Waisen-,
Zuch -
und A bei shäuse n in eigene Regie ha e,
denn e sp ich on seine »wohl ä igen Ans al «, die Un e s ü zung e die-
ne und schilde
als
einen de G ünde seine Schwie igkei en auch »das
Ve de ben iele Wolle. . . welche du ch das E le nen de An änge zu
G unde ge ich e wi d«
23
. Na ü lich klag e auch übe die Ve minde ung
de Bes ellungen sei ens des K iegsminis e iums.
Die Ta sache, daß solche be ed en An äge zweimal hin e einande
om
G oßhe zog abgelehn wu den, soll hie nich du ch die g oßen Züge de
Wi scha spoli ik e klä we den. Es geh nämlich aus den e hal enen Ak en
he o , daß das Haus Oppenheime ein egelmäßige An ags elle bei den
Regie ungsäm e n wa , ielleich , weil die Familie glaub e, daß ih e Pio-
nie ä _igkei auch ma e ielle Zuwendungen gebüh en. Die Minis e ien
scheinen ande e Meinung gewesen zu sein.
Zu
Ende de zwanzige Jah e übe gab Zacha ias Oppenheime seinen
Söhnen die Lei ung de Fab ik, und dem neuen
Namen
nach
muß
e auch
bald
da au
das Zei liche gesegne haben. Jeden alls i mie das We k
je z
»Zacha ias Oppenheime Söhne« -und dies wiede um in Eingaben
um
wi scha liche Fö de ung, z. B. du ch Be o zugung bei Mili ä lie e un-
gen24, und du ch Be eiung on Ein uh zöllen ü Rohwolle
25
.
In den ie zige Jah en wei e e sich de
Ma k
e was aus, da auch »Bahn-
wä e , Conduc eu s, Pos illone, Am s- und Canzley-Diene «
je z
uni o -
mie wu den, und wiede inden wi die Fi ma Z. Oppenheime Söhne mi
eine Vo s ellung e e en, in de sie
um
Be ücksich igung ih e Fab ika e
bei Anscha ung de Uni o m üche bi e
26
. Im Gegensa z zu ie en K ise,
in welche Eich hals g oße We kkomplex in S . Blasien ge ade damals
ge ie , schein die wesen lich kleine e Michel elde Fab ik, in de wohl
imme hin 60-70 Pe sonen beschä ig wa en, die schwe en Jah e 1846-50
einige maßen übe s anden zu haben. Jeden alls be eilig e sie sich
im
Jah e
1861
an de
ün en
Landesindus ieauss ellung in Ka ls uhe und e hiel eine
Silbe medaille ü ih e Tuche, die sich du ch eine Wolle und schöne App e-
u
auszeichne en. Jedoch muß e die Fi ma, bald nach de E ich ung des
Deu schen Reiches und noch o de K ise
im
Ge olge de G ünde jah e,
23
GLAK
233/18856.
24
A.a.O., Vo s ellung om 4. Juli
1821.
Ähnlich die Bi e de Tuch ab ikan en Zach.
Oppenheime Söhne
.
12
. Juli
1830
ans M.d.
I.
um Gleichs ellung mi de Finckens einschen
Tuch ab ik
in
P o zheim bei Mili ä lie e ungen.
25 A.a.O., Bi e .
25
.
11.
1833, om S aa smin.
an
Finanzmin. wei e gegeben am 4.
12
.
1833
.
26
A.a.O .,
15
.
-19
. Feb .
1846.
»E ziehungspoli ik«
und
Tex ilwi scha
in
Baden
39
ih e P oduk ion in Michel eld eins ellen.
Sie
wa nach beinahe 70jäh ige
Tä igkei de Konku enz de no ddeu schen, und insbesonde e de p eußi-
schen, Mili ä uch ab iken nich gewachsen. Als G oßhandels i ma bes and
das Un e nehmen abe in B uchsal noch iele Jah e wei e
27
, und
wi
we den noch
om
Hause Oppenheime in spä e en Kapi eln einiges hö en.
In zwei ache Hinsich e dien die Michel elde Fab ik e höh e Au -
me ksamkei : Sie en s and
als
e s e Ausd uck mode nen Un e nehme -
ums badische Juden und wu de wohl du ch die gese zliche Besse s ellung
de Juden sei 1807 /08 en scheidend ge ö de . Dies ie dann gewisse s aa s-
und o s bü ge liche V e bundenhei s- und V e p lich ungsge ühle he o ,
die auch e ne hin in de So ge ü Beschä igung de A bei nehme ih e
enge en Heima Ausd uck anden, selbs nachdem das Ve lagssys em du ch
o ganisie e Fab ika bei abgelös wo den wa . Meh noch, die Familie
Oppenheime hiel mi de echnischen En wicklung Sch i und
muß
auch
noch in den sechzige Jah en einige Mode nisie ungen o genommen ha-
ben. Va e und Söhne wi k en also wede nu
als
Ve lege , wie U enheime
in B eisach, noch
als
Finanzie s, wie die jüdischen Bankie s, sonde n in e es-
sie en sich
an
de Ve ma k ung ih e E zeugnisse und speziell- was zusä z-
liche Fo schungen ausweisen mögen -am Sch i hal en mi den echnischen
Fo sch i en. Le z e es mag dann das mi elg oße Familienun e nehmen
inanziell allzus a k belas e haben, so daß in de s ändigen, be ei s sei Ende
des ame ikanischen Sezessionsk ieges
28
in ganz Süddeu schland ühlba en
Tex ilk ise
29
, die Schließung
de
Michel elde Fab ik unabwendba wu de.
Doch wiede zu ück zu den An ängen de »E ziehungspoli ik« und ih en
Ein lüssen
au
die En wicklung jüdische Tex il i men in Baden. Nach de
Be u szählung on 1809
und
noch o de Zählung on 1815/17, de en
E gebnisse be ei s ku z ges ei wu den, inde sich
imJah e
1814 die e s e
wei e e Nach ich übe jüdische Ak i i ä im Ve lagswesen on »Ellenwa-
21
LBI
NY
-
AR-
7044, Kas en
III,
Mappe
3,
Schwa ze Umschlag,
S.
56
,
57
.
2a
Vgl. die Lebense inne ungen on Jose Ra (abged . : TouRY, Dokumen a ion,
S.
269):
»Mi dem F ieden
...
a ein ho ende P eiss u z
ein«
e c. Eine olls ändige Absch i be inde
sich auch im A chi
d.
Leo
Baeck
Ins i u e, NY,
N
. C
316.
Es wü de
zu
wei üh en, hie
au
die
K iseng ünde nähe einzugehen. Doch gl. auch die nächs e Anm.
29
So
sch ieb z.B. Die
Schwäbische
K onik
des
Schwäbischen
Me ku s
am 9. 3. 1869,
N
. 57,
2.
Ab lg.,
2.
Bla : We unse e a e ländische Indus ie bei einigem Ve s ändnis mi In e esse
e olg , dem kann
es
nich en gangen sein, daß speziell unse e Tuch ab ika ion in dem le z en
Dezennium nich unbedeu end
an
ih em Um ange eingebüß ha , und zusehends geh ih
imme meh Te ain ü den Absa z e lo en( . . . ) Längs hä en sie wah nehmen sollen, daß
de g öß e Theil de Nach age nich meh , wie ehedem, da au sieh , S o e on seh lange
Daue , welche einen höhe en P eis bedingen,
zu
suchen, sonde n meh da au Bedach
nimm
,
daß dieselben mi neues em Geschmacke ausge üs e einen möglichs billigen P eis e binden,
und du ch ich ige Lösung dieses angedeu e en P oblems haben die sächsischen und p eußi-
schen Tuch ab ikan en den uns igen den Rang abgelau en(
...
)
40
Die An ange
en«.
Und
dies ge ade in Gailingen,
wo
die e häl nismäßig seh zahl eiche
Judengemeinde (1820: e wa 600 Seelen) de O sbe ölke ung höchs e -
haß wa . Wäh end bei de Be u szählung on 1809 die ie in F age
kom-
menden Pe sonen -Daniel Le i (spä e Le inge ), Emanuel Biede mann,
wie auch sein B ude Elias, und Salomon
Oe inge -
noch
als
Hausie e und
Ma k gänge mi Ellenwa en au ge üh sind, e scheinen sie sei 1814
als
G oßhändle und Ve lege , welche einen »selbs ab ici en lassenden Waa-
enhandel en g os mi Buch« be eiben
30
. Sie sind also P oduk ionso ganisa-
o en, die
au
»eigene Rechnung« wohl haup sächlich Ka un ab izie en
ließen
31
und somi bü ge liche Be u e e g i en ha en.
Eine on ihnen, de Rabbine sohn Daniel (Le i) Le inge , s ell e
am
2.
8.
1818 den An ag
au
Ve leihung de O sbü ge ech e in Gailingen, da e ja,
wie e sich ühm e, den »Fab ik-Handel« und »niemals No handel« meh
iebe
32
. Die Gemeinde Gailingen p o es ie e da au in nich mißzu e s e-
hende Weise, indem sie nämlich mi kollek i e Auswande ung d oh e
33
,
alls man sie zwingen woll e, auch
nu
einen einzigen Juden
als
O sbü ge
au zunehmen.
Spä e ha sich diese Juden eindscha de Ta sache beugen müssen, daß
die Be ölke ung des O es zei weilig meh Juden
als
Ch is en zähl e. Dahe
e klä e sich auch die me kwü dige Ta sache, daß die Gemeinde
im
Jah e
1870 soga den e s en jüdischen Bü ge meis e in Baden e wähl e
34
.
Ob
dazu wi klich die Ka un- und Ellenwa en e lege mi hal en,
als
sie dem
O e
A bei und
B o
e scha en, läß sich nich beweisen. Eine eigen liche
Tex ilindus ie is in Gailingen auch nie heimisch gewo den, da ü abe
scheinen nich wenige Juden, ge ö de du ch die G enzlage des O es, ih
Auskommen
als Ve e e deu sche Fi men in de Schweiz und schweize i-
sche Fi men in Deu schland ge unden zu haben. Einige de le z e en
Un e -
nehmungen mögen wohl auch du ch ausgewande e Ve wand e de Gailin-
ge
Juden
geg ünde ode ge üh wo den sein
35
. Die Zahl de jüdischen
Tex il e e e wa dann schließlich e wa sei Ende des
19.
Jah hunde s
nich ganz une heblich
36
.
30
GLAK
236/952,
BI.
27 . ; 236/953. Das Zi a besch eib Elias Biede mann; die ande en,
mögliche weise Kompagnons, sind ähnlich de inie .
31
So Daniel Le i-Le inge ;
s.
auch nächs e
Anm
.
32
GLAK231
/1423, da ie Ka ls uhe, d. 2. Aug. 1818, abged uck :
ToURY,
Dokumen a ion,
S.
9~95
.
In
de Einlei ung
(a
.a.O „ S. 89) is die
Ve mu ung
ausgesp ochen, daß das Gesuch
mögliche weise posi i beschieden wo den sei. Jedoch gl. je z oben im Tex .
33
GLAK
231
/1423. L . B.
ROSENTHAL
,
Heima geschich e,
S.
252, eich en die Gailinge dem
Land ag
imJah e
1819 eine ganz ähnliche an ijüdische Pe i ion ein.
34
Be ölke ungs e häl nis ü 1858: 996:982, l . Hundsnu sche & Taddey, S. 99.
De
jüdische Bü ge meis e is beleg bei
K.
STIEFEL,
Baden
1, S. 515.
35 So
HuNDSNURSCHER
&
TADDEY,
S.
101, ü einen nich genau spezi izie en Zei aum, abe
wohl
e s nach 1870.
36
Vgl. die Angaben übe
Fa
. Jacob Bloch's Söhne, Gailingen und Feue halen, bei
ERICH
»E ziehungspoli ik« und Tex ilwi scha
in
Baden 41
Eigen liche Fab ikg ündungen o
1848
lassen sich ü Baden, auße in
den bishe genann en We ken (S . Blasien, E lingen, Michel eld), nu noch
in Bühl und S ebbach belegen.
Obwohl
die G ündungsjah e de be e en-
den Fi men bekann
sind-1820
bzw.
1826-is
doch nich genau es s ellba ,
wie und wann genau
sie
zu Indus iebe ieben wu den.
In Bühl muß
es
i gendwann zwischen 1820 und 1846 geschehen sein, und
wah scheinlich noch in den zwanzige Jah en. Denn gegen den Willen de
bü ge lichen Gemeinde e hiel
G.
Massenbach (gleichzei ig mi einem ge-
wissen
Ma um
Wol )
au
Ve anlassung
des
Kinzigk eisdi ek o iums das
Niede lassungs ech in de S ad , und bald e ö ne e die Familie, zusammen
mi einem Zweig de Familie Kusel, eine Spinne ei und Webe ei37, die sich
gu en wickel e. Schon 1846 wu de de »Fab ikan Massenbach« in den
Obe a de Is aeli en Badens gewähl
38
, ha e sich also zu eine subs an iel-
len Pe sönlichkei en wickel .
In de Lei ung de Fi ma a en mi de Zei pe sonelle Ve ände ungen
ein, die wohl du ch den Gene a ionenwechsel beding wa en.
In
de S a is ik
on 1869 e schein die Fi ma
als
H. Massenbach & Cie und is
als
Baumwoll-
spinne ei, Zwi ne ei und Fä be ei bezeichne . Im Jah e 1875 hieß sie dann
W. Massenbach (ohne Kompagnon), Baumwoll ä be ei und Bleiche ei. Die
Spinne ei schein also einges ell wo den
zu
sein. Damals beschä ig e das
We k noch 119 A bei e , und zwa 74 Männe gegenübe nu
45
F auen,
säm lichs
au
dem
Fab ikg unds ück. Hie wa also de Ve lags- und
Ma-
nu ak u be ieb gänzlich
om
mode nen Fab ikwesen abgelös wo den
39
.
Auße
dem
Massenbachsehen Un e nehmen, das ü diese S ad
on
nich ge inge wi scha liche Wich igkei wa , gab
es
damals in Bühl noch
eine kleine e T iko webe ei on Michael Edelsheime , die nu
20
A bei s-
k ä e in de Fab ik, abe d eißig zusä zliche in Heima bei beschä ig e. Im
Ganzen ha also die S ad Bühl zu Zei de Reichsg ündung on den
jüdischen Fab iken einen Gu eil de Einnahmen und de Beschä igungs-
möglichkei en ü ih e Einwohne bezogen. Das schließliche Eingehen de
beiden Fab iken gegen Ende des Jah hunde s, wi d
au
die Rechnung de
Konku enz aus dem Elsaß gese z
40
• Jeden alls bes and Edelsheime s
T i-
ko webe ei e wa zwei Gene a ionen lang, wäh end die Fi ma Massenbach
on d ei Gene a ionen de Familie ge üh wu de. Doch dann ehl en den
amilienbe ieben anscheinend eine o sch i lich o ien ie e Lei ung,
BLOCH,
Gesch. d.
J.
in
Kons anz,
S.
24. Auch Angaben de Be u e
o
1933 in
HS A
S g.,J
355,
Kas en 34, 35. Vgl. ü 1938:
GLAK
237 / 40492.
3?
HUNDSNURSCHER
&
TADDEY,
S.
64
.
38 ROSENTHAL, Heima gesch ., s. 354.
39
Alle Angaben übe die Fab iken wicklung:
GLAK237
/29110.
40
Wie Anm. 37.
48
Die An iinge
in ih en Tä igkei en als Tex il-Ve lege kaum on einande zu ennen.
Insgesam be ä ig en sich also in Wü embe g ums Jah 1845 und 470 ode
e wa 12% de 3928 be u s ä igen Juden im Tex il ach -abgesehen da on,
daß auch die sogenann en
No -
und Schache händle , also die Do gänge
und Hausie e , on denen
es
damals noch e wa 870 gab, häu ig ge ade den
Absa z on Bände n, Ellenwa en, Tüche n und den An- und Ve kau on
Säcken und Hade lumpen be ieben. Le z e es soll e sich,
obwohl
gesell-
scha lich e ach e und gese zlich e pön , bald
als
ein wi scha lich höchs
wich iges Fachgebie e weisen.
Es is ielleich e wunde lich, bleib abe wah , daß man im benachba -
en Hohenzolle n die wü embe gische Judengese zgebung
als
o sch i -
lich emp and3 und eiwillig de en »E ziehungs«-Maximen olg e. Eine
S a is ik aus Haige loch läß dies e kennen. Lau einem Be ich des Rabbi-
ne s Hilb übe die Be u e de 44 Jünglinge, die im Jah e 1836 noch un e
zwanzig Jah e al gewesen wa en4, e scheinen
23
on ihnen ü p oduk i e
Be u e o gebilde . Da un e ha en sechs das Tex il ach e le n : ie We-
be , ein Tuchmache und ein Schneide . Alle dings muß e de Rabbine
anme ken, daß on diesen nu noch ie in ih em e le n en Be u e ä ig
wa en. Ein ähnliches Absp ingen läß sich auch in ande en Handwe ksbe u-
en
-in Hohenzolle n wie in
Wü embe g-
es s ellen.
Und
ielleich muß man da aus olge n, daß das P inzip de »P oduk i-
ie ung«, wie
es
sich in de E ziehungsgese zgebung ausd ück e, den ealen
Zus änden und den wi scha lichen Gegebenhei en nich unbeding en -
sp ach5. Dies monie e auch de Geschich ssch eibe de wü embe gi-
schenJuden in einem ü unse e Un e suchung p ägnan en Zusammenhang:
»Wohl wa dem Gese zgebe [
...
] ein olle E olg da nich
beschieden,
wo
e du ch s enge Maßnahmen eine be u liche
Um-
schich ung de Juden jene Tage e zwingen woll e. Wenn auch die
Beg ünde on bedeu enden, heu e noch bes ehenden
Indus ie i -
men
eben jene Is aeli en wa en, die damals ein Handwe k
o d-
nungsgemäß e le n und
als
Meis e ausgeüb ha en«6.
3
KUHN-REFUS,
"Das Ve häl nis on Meh hei zu Minde hei e c
.«
in: Z sch . Hohenzolle i-
sche
Gesch. 1978, S.
48
, 52 .
4
S ASi,
Ho
86/11
6338, om
23.
1.
1846.
5
J.
Tou y,
wie in
Anm
.
2.
Und
gl. dazu den Passus aus de Denksch i de is .
OK-
Behö de (wie
Anm
.
1):
[„
.] indem die Handwe ke [„ .] im Allgemeinen, aus Mangel an
Nach age nach ih en Fab ika en nich das ganze
Jah
sich
au
ih em Gewe be zu beschä igen
e mögen [
...
] Du ch die s e s s eigende Fab ik hä igkei is eine g oße Zahl on Handwe ks-
gewe ben in ih e Exis enz bed oh , nahezu auße S and, die E zeugnisse ih es Fleisses in
Konku enz mi den wohl eilem Fab ika bei e n
au
den Ma k , selbs nu
au
den
engem
Ma k
des eigenen kleinen Wohno s
zu
b ingen(
.
..
]
6
A.
TÄNZER,
Gesch .
d.J.
in]ebenhausen und Göppingen, Vo wo , S.
V.

»E ziehungspoli ik«
und
Tex il
in
Wü embe g
und
Hohenzolle n 49
Be o abe noch die gele n en Handwe ke in Jebenhausen, Göppingen
ode Ludwigsbu g und Canns a -ode im Hohenzolle ischen -zu Fab ik-
he en wu den,
wo übe
spä e die Rede sein wi d, ließen sich imme hin die
G oßkau leu e, en sp echend den Absich en de Gese zgebung, zu
O gani-
sie ung de Tex ilp oduk ion in Ve lags- ode Manu ak u un e nehmungen
an egen. Einige de Be iebe en wickel en sich spä e zu ich igen Fab iken,
die selbs den Übe gang
om
Wasse ad zu Wasse u bine und on diese
zu Damp maschine übe s anden.
Den e s en Sch i a , anscheinend noch o dem Jah e 1828 und ge ade in
Hechingen
7 -dessen Juden damals noch ein Vie el de S ad be ölke ung
ausmach en8 -de Einzelkau mann Benedik Ba uch, de wohl zunächs als
Ve lege in Plieningen, also im »Ausland«, a bei en ließ, bis e
imJah e
1845
in Hechingen den G unds ein zu de 1848 e ö ne en Fab ik B. Ba uch &
Söhne leg e9. Hie b ach e dann die zwei e, mode ne Gene a ion (Leopold
und Salomon B.) buchs äblich
Damp
in den Be ieb. Denn sobald Hechin-
gen un e p eußische Ve wal ung kam, wand en sich die Besi ze an die Kgl.
Regie ung mi de Bi e
um
Un e s ü zung zwecks Ve ollkommnung
und
E wei e ung ih e Fab ikanlagen, in denen baumwollene
und
halbwollene
S o e geweb
wu den
. Im Jah e 1854 bewillig e de p eußische Minis e ü
Handel und Gewe be, on de Heyd , de Fab ik nich nu einen zinslosen
Vo schuß on 6000
l.
»Zu
Anscha ung eine zehnp e digen
Damp ma-
schine und zu Ve meh ung de o handenen Webs ühle«, sonde n auch
ün
Bea bei ungsmaschinen »neue e Cons uc ion«, u.
a.
eine
Zwi nma-
schine, einen Kalande und eine hyd aulische P esse
10
. Da ü
muß en
sich
die Ba uchs e p lich en, binnen d eie Jah e 300 zusä zliche Webs ühle in
Be ieb zu nehmen. Ta sächlich gaben sie
imJah e
1858 zu P o okoll, daß
nunmeh
416 Webs ühle, gegenübe
137
imJah e
1854, be ieben wü den,
wozu das
Obe am
en schuldigend beme k e, daß sich keine gele n en
Webe inden ließen, sons könn en sie soga noch 200 zusä zliche Webs üh-
le
be eiben.
Damals wa Ab aham Löwenga d
als
Sozius in die Fi ma au genommen
wo den,
und
bald a en auch Mi gliede de Familie Eins ein aus Buchau
7 A.a.O „ S. 434. Tänze s eh mi diese ühen Jah eszahl allein da, und
es
läß sich
annehmen, daß zunächs nu Ve lege ä igkei o lag. Vgl. auch die nächs e Anm.
8 P.
SAUER,
Wü embe g-Hohenzolle n, S.
93.
Doch
iel
die jüdische Be ölke ung nach 1842
schnell ab.
9 Das Da um 1845 beleg in: Heima
u.
A bei ,
De
K eis
Hechin
g
en,
S. 139-141, wo auch on
den G ünde n
als
»Handelsmänne n« gesp ochen wi d.
Sie
haben also bis dahin, wenn übe -
haup (und wenn die Angaben zu e lässig sind), nu
als
Ve lege p oduzie . Das Jah 1848 aus
den Ak en
S ASi
Ho
235
/1
8341
.
10
S ASi
Ho
235
, 1-Vl/P
905
, Be lin
28.
IX. 1854. Dies is wohl
nu
eine neue e Signa u ü
den in o ige Anm. zi ie en Faszikel (18341) .
50 Die An ange
und
Ulm
in ein Teilhabe scha s e häl nis zu Fi ma11 • Das neue Blu
mach e sich schnell in de Fi ma Ba uch beme kba : man bilde e
au
den
Dö e n Webe aus
(»
Webe schulen«) und g ünde e in einem zu S ad
Hechingen gehö enden Weile (F ied ichs aße) eine Filial ab ik mi 80 me-
chanischen Webs ühlen und zehn Hil smaschinen, die 1865 ih en Be ieb
au nahm, und neben den Webe n noch 150 ungele n e A bei e beschä ig e.
Un e
Hinweis
au
ih e S ellung
als
wich ige A bei gebe in No s andsge-
bie en ba en die Fab ikbesi ze nunmeh
um
Übe agung de Maschinen
aus Regie ungs- in ih en P i a besi z.
Obwohl
im We k Hechingen
imme
noch nich meh
als
416 S ühle a bei e en, wu de die Bi e, wohl hinsich lich
de wi scha lichen Lage in Hohenzolle n,
om
Minis e ium in posi i em
Sinne beschieden
12
. Ta sächlich ha e die Fab ik B. Ba uch & Söhne eine
lange Lebensdaue , wenn
sie
sich auch kaum noch ausdehn e. Sie bes and
p ak isch bis zu » A isie ung «, alle dings wechsel e sie im Jah e 1905 den
Besi ze ,
als
sie on eine Göppinge jüdischen Tex il i ma angekau
wu de.
Die G ündung de Fab ik on B. Ba uch Söhne, die jeden alls noch un e
hohenzolle ische He scha e olg wa , eg e e s bei Beginn de p eußi-
schen Ve wal ung zu Nachahmung an. Als e s e wand en sich im Jah e
1853 zwei Tex ilg oßhändle , Sigmund Be nheim und Simon Heilb onne ,
die zusammen mi ih em B ude , bzw. Schwage , Hein ich Heilb onne aus
Plieningen bei S u ga , sei e wa 1843 do die Fi ma
J.
Heilb onne und
Söhne ge üh ha en, an die p eußischen Regie ungss ellen mi de Bi e,
die Übe üh ung ih es Fab ikbe iebs nach Hechingen zu genehmigen.
Mögliche weise olg en sie dabei dem Beispiel de ihnen wohlbekann en
Ba uchs. Sie schilde en ih en Ve lagshandel, den sie nun zu Fab ika ion
ausges al en woll en,
als
ein »Fab ikgeschä in Leinen-, Baumwollen- und
Wollen wa en [
...
] eng os und en de ail
«,
ü welches sie auch »beinahe das
ganze
Jah
au
Bes ellungen eisen« ließen. »Die Wa e wu de bis je z in
Plicningen ab izie « . De ganze Be ieb solle abe nunmeh in Hechingen
konzen ie we den, wozu be ei s zwei Häuse und zwei Ga eng unds ük-
ke angekau wo den seien. Die S ad e wal ung be ü wo e e das Gesuch
noch am Tage des E hal s, und
es
daue e keinen Mona bis auch die
Regie ung den Teilhabe n ih e Konzession bes ä ig e13. Diese zwei e
jüdi-
sche Webe ei ha e soga noch länge Bes and,
als
die langlebige Fab ik on
B. Ba uch, alle dings in e ände e Fo m und un e neuen, eilweise ch is -
lichen, Inhabe n bis sie schließlich
als
T iko wa en ab ik on de Familie
11
De
K
ei
s
Hechingen
(wie Anm.
9)
, S.
151.
12
S ASi
Ho, 1-VI, P
905
, Hechingen,
27
. X. und Bewilligung, Be lin, 4. XII.
1865
.
13
A.a.
O.
, Ho 235, !-VI,
N
.
893
. Die Zi a e aus dem An ag, da ie Hechingen
10
.
V.
1853,
gez. Sigmund Be nheim, Simon Heilb onne .
»E ziehungspoli ik«
und
Tex il in
Wü embe g
und
Hohenzolle n
51
Coblenze
(=
Koblenze ) e wo ben und neu o ganisie wu de
14
. Vgl.
un en, Teil
II
und
III
.
Die An änge de jüdischen T iko wa en-Indus ie in de S ad Hechingen
selbs eichen ohne Zwei el bis in die d eißige und ie zige Jah e des
o igen Jah hunde s zu ück. Jüdische Tex ilkau leu e a en gegenübe den
T iko wi ke n in Tail ingen und Ons me ingen
als
Ve lege au , lie e en
ihnen die Rohma e ialien und übe nahmen ih e E zeugnisse zum Ve ieb.
In
den siebzige Jah en gingen sie dann zum Fab ikbe ieb im Weichbild de
S ad Hechingen übe
15
. Doch das gehö
in
ein spä e es Kapi el.
Die S ad ä e on Hechingen ha en schnell gehandel ,
um
die Fab ik
on Heilb onne in die S ad
zu
ziehen, weil -wie
es
in ih e Be ü wo ung
des en sp echenden Gesuchs hieß -»du ch die E ich ung aglichen Ge-
schä es Ve keh und Ve diens in hiesige S ad gehoben we den«. Das
hinde e sie abe nich , den jüdischen Käu e n on Häuse n und G unds ük-
ken eine » Ve schöne ungss eue «
als
Sonde abgabe ü Juden abzu e lan-
gen. Selbs den p eußischen Ve assungspa ag aphen(§
12
, 30.
1.
1850), de
den Juden gleiche Rech e e lieh, sahen
sie
nich au oma isch
als
Abscha -
ung de jüdischen Sonde s ellung in Hechingen an, »denn eine Regelung
de ö en lichen Ve häl nisse de Is aeli en habe noch nich s a ge unden«.
In
dem hie zi ie en Fall hob die p eußische Regie ung Sigma ingen »das
Resolu des K. Obe am s zu Hechingen« ein ach au , abe in ande en Fällen
zahl en die Juden
16
. Ta sächlich blieb die S ellung de Juden in Hechingen
bis
1901
gleich de on Hin e sassen
17
, und noch zu Beginn des
20.
Jah hun-
de s wa en in den jüdischen Zei ungen Klagen aus Hohenzolle n übe
bü ge liche Hin anse zung zu lesen.
Es is beme kenswe , daß o z de gesellscha lichen und bü ge lich-
ech lichen Beein äch igung de Juden das gewe bliche Klima Hechingens
dem jüdischen Un e nehme um ziemlich güns ig gewesen sein muß; denn
imJah e 1864 en schloß sich ein zusä zliches Tex il ab ikan en-Paa , ge ade
Hechingen zum S ando eine neuen Fab ik zu wählen. De eine Teilhabe ,
Julius Le i, wa in Hechingen, de ande e abe ,
Adol
Weil, in Nonnenweie
(Baden) beheima e . Le z e e genoß also im Jah e 1864 be ei s die olle
Emanzipa ion. Was ihn nun injenemJah e zu Neug ündung eine »Fä be-
ei on S ick- und Webga nen« un e de
Fa.
»Julius Le i und
Comp
. [
...
]
14
Übe
die F
a.
Koblenze und die T iko webe ei:
De
K eis
Hechingen
(wie Anm. 9),
S.
150.
Aus üh liche Ma e ialien: S dA
Hechingen,
Nachlaß Sau e .
15
A.
a.O
.
16
S äd . Be ü wo ung
als
Ma ginalie
au
dem e s en Bla des in Anm.
13
zi ie en An ags.
Die »Ve schöne ungs«-S eue : S ASi,
Ho
235, 1-III
402
b, aus dem Jah e 1855. Abe gl.
Ho
13
,
N
. 452.
17
CAHJP,
D-GA
Hechingen/
1,
En wu
eine Klagesch i
om
5.
11.
1868. Abged .: J.
ToURY,
Dokumen a ion, S. 419 .
52
Die An ange
e bunden mi Wa engeschä « in Hechingen bewog, is nich e sich lich.
Es mag alle dings sein, daß die jungen Un e nehme
18
damals schon eine
Zwi ne ei am
O
be ieben, denn sie i ulie en sich be ei s
als
Fab ikan en.
Jeden alls wu de ih neues P ojek »ci issime« genehmig . Jede de Teilha-
be in es ie e 5000 l. ba en Geldes in
dem
Un e nehmen. Spä e a en
noch Mi gliede de Familie Weil in die Fi ma ein, die schließlich Näh-,
S ick-
und
Webga ne he s ell e, bleich e und ä b e. Die Fi ma hiel bis zu
ih e A isie ung im Jah e 1938 s and und blieb ein wich ige Be ieb in de
Hechinge Wi scha .
Wie gesag :
es
läß sich nich leich e klä en,
wa um
ge ade die benach ei-
lig en Juden de S ad Hechingen wäh end de
20
Jah e zwischen 1845 und
1864 d ei wich ige Indus iebe iebe g ünde en, die eigen lich e s den An-
s oß zu Mode nisie ung des ganzen S ad lebens und de s äd ischen Wi -
scha gaben. Selbs wenn sie o 1848 ein Vie el de S ad bewohne
ausmach en, ha en sie
ja
um
1887 mindes ens die Häl e alle Fab ikbe iebe
in Besi z und beschä ig en wei meh
als
die Häl e de s äd ischen Fab ika -
bei e scha 19. Kann
es
sein, daß
es
»das siche e Gespü « de »jüdischen
Handelshäuse « ü die »Chancen de Neuen Zei « wa , welches dieses
Phänomen
on
Hechingen ins Leben
ie 2°?
Ande swo leg en die Juden ein
solches Gespü nu seh spo adisch an den Tag. Ve gleichba wä en e wa die
Konzen a ionspunk e jüdische Indus ie im wü embe gischenJebenhau-
sen und Göppingen.
Do
gab
es
Wasse k a und billige A bei e , ebenso
wie in Hechingen. Abe mi dem Sieg de Damp maschine wu den die
Wasse e häl nisse sekundä , und
jus
übe den A bei e mangel klag e z. B.
die Hechinge Fi ma Ba uch unun e b ochen. Vielleich ha das neue p eu-
ßische Regime also ge ade in Hechingen du ch Wi scha s ö de ung
we -
gemach , was
es
an poli ische Gleichbe ech igung eindeu ig du chzuse zen
e weige e? Ande s is Hechingen
als
jüdisches Wi scha szen um, dessen
Un e nehme eilweise soga
om
»Ausland« he übe kamen, schwe e -
klä ba .
Zu
eine solchen Annahme wü de die Ta sache passen, daß sich auch in
Hohenzolle n-Sigma ingen, dessen Juden bis
au
wenige hunde auswan-
de en, ein jüdisches Fab ikun e nehmen e ablie e, das übe hunde Jah e
bes anden ha . Es handel sich
um
die käu liche Übe nahme de
om
Fü s en
An on on Hohenzolle n
um
1836 ode 1839
als
Sozialun e nehmen ü
e we bslose Un e anen geg ünde en Makospinne ei in Ka ls al bei Haige -
loch, du ch die Fi ma Kobe & Meye (im Jah e 1863 ode 1866).
Theodo
18
Sie wa en beide noch ech
jung.
Le i
wa
1833, de ande e Teilhabe ga e s 1838
gebo en. Zi a e und sons ige Einzelhei en aus S ASi
Ho
2351 5984 (wohl al e
N .)
= 1-VI, P.
912.
19 Ch onik d.
S ad
Hechingen,
S.
310,
und
siehe auch das in de nächs en
Anm
. zi ie e We k.
20
Heima
und
A bei ,
De
K eis
Hechingen,
S. 139-141.
»E ziehungspoli ik"
und
Tex il
in
Wü embe g
und
Hohenzolle n
53
Kobe
und
Hein ich Meye ha en bis dahin einen Ga ng oßhandel mi
Zwi ne ei, Fä be ei und Bleiche in S u ga -Be g, sowie eine Webe ei in
Mühlen
am
Necka be ieben.
Ohne
diese Be iebe au zugeben, widme en
sie sich
je z
de En wicklung de Ka ls ale Spinne ei und konn en ih zu
einem g oßen Au schwung e hel en.
Ums
Jah 1880 enn en sich die
Teilhabe und ih e Fab iken. Kobe blieb in Mühlen, wäh end Hein ich
Meye Alleininhabe on Ka ls al wu de. Die G ünde amilie üh e das
We k bis zu Nazizei o . Nach dem zwei en Wel k ieg keh e es, ähnlich
wie die Hechinge T iko ab ik on Koblenze , in die Hände de d i en
Gene a ion de Familie Meye zu ück
21
.
Gegenübe de posi i en Indus ieen wicklung in Hechingen haben die
Familien de Haige loche Be u sumschich e , die aus de hohenzolle i-
schen E ziehungspoli ik he o gegangenen Webe , Tuchmache und
Schneide , höchs ens eine ode zwei de g öße en Manu ak u handlungen
mi Ve sandgeschä en geg ünde . Besonde s schein sich die Familie Le i
da au
spezialisie zu haben
22
.
Bishe wa
nu
on Tex il ab ikan en die Rede, die ih e
Un e nehmen
on Baden, ode insbesonde e on Wü embe g, nach Hohenzolle n übe -
üh en.
Nun
muß abe auch on den wü embe gischen Juden die Rede
sein, die ih e Fab iken in ih e Heima , also
im
König eich selbs , au zubau-
en e such en. Die An änge wu den wohl, wie gesag , on den »E zie-
hungsgese zen« de Judeno dnung des Jah es 1828 ange eg .
Zwa
läß sich
eine e s e »Fab ik« be ei s 1830 es s ellen, doch
kam
das s ä ke e Engage-
men de Juden in de Tex il ab ika ion eigen lich e s zehn Jah e spä e in
Schwung.
Den
E s ansp uch s ell e de Son heime Tuchmache Isido Vei , de sich
1830
im
benachba en und bis dahinjudenlee en Heilb onn niede ließ,
um
mi einem Kapi al on 9000 Gulden eine Fab ik ü wollene
Tüche
, Papie -
ilze und Filzun e lagen, haup sächlich zwecks Aus uh in die deu schen
und
anzösischen Nachba gebie e, zu g ünden. Da au hin
wu de
ihm
auch ein
Jah spä e das s äd ische Bü ge ech e eil . Bald danach abe e hob sich
gegen ihn eine P o es welle in Heilb onn: e habe seinen Mie s e ag
e le z , ode ihn ga übe haup zu be üge ischen Zwecken abgeschlossen,
da in
ihm
on eine Fi ma »Geb üde Vei « die Rede wa , die gese zlich nich
21
Die abweichenden G ündungsda en e klä en sich
aus
de Di e genz de beiden benü z en
Heima büche :
FRANZ
XAVER
HoDLER,
Gesch
. d.
0.
A.
Haige lo
ch
(1928)
, S. 864 ha die
ühe en, Heima
und
A bei , De
K eis
Hechingen
(1962), S.
175
die spä e en Da en. Ich konn e
mich abe nich da on übe zeugen, daß das spä e e Buch no wendige weise zu e lässige
als
das ühe e sein müsse. Dahe sind im Tex beide Da en angegeben.
22
HS A
S g. J 355, K 241, S aa sanwal scha Hechingen,
KS
1253 c/
47
und 1262/
49
. Die
Le is sind
als
Inhabe on zwei Ve sandgeschä en au ge üh .

54
Die
An ange
ane kann sei. T o zdem ha e Isido s B ude Ca l, eben alls Tuchmache
aus Son heim, sich da au ges ü z und in de S ad
als
Mi a bei e de
»Fab ik« Wohnung genommen. De S ad a woll e ihm das Niede las-
sungs ech o en hal en, d oh e wohl auch mi Aus eibung de B üde .
Zu
Beg ündung dien e die Ta sache, daß
ja
noch ga keine Fab ik en s an-
den sei und die B üde nu Handel ieben, so daß man die Gilden-Kau leu e,
Tuchmache und Tuchsche e o ih e Konku enz bewah en müsse. Das
Obe am
jedoch schü z e die B üde Vei , und sie blieben in Heilb onn. Im
Jah e 1832 ha en sie endlich eine Maschine angescha .
Es
läß sich e mu-
en, daß
es
eine Walkmaschine wa , denn einige Zei spä e a en sie in ein
Teilhabe e häl nis mi dem Päch e de Walkmühle, Ch is ian Ha mann,
ein. Als Ha mann s a b, die Walkmühle abe
imJah e
1838 on de S ad
e g öße und e besse wu de, e schienen
als
Päch e die B üde Vei (zu
denen sich noch ein d i e -Kon ad -gesell e) und die Wi we Ha mann.
Doch konn e das kleine Un e nehmen so iele Teilhabe nich agen und
ge ie bald in d ückende Schulden. Die wei e e En wicklung bleib
dunkel23.
Da
im
Jah e 1857 in de S ad ein jüdische Tuch ab ikan und dazu im
Jah e 1860 zwei jüdische Tuchsche e e wähn sind, imJah e
1865
ausd ück-
lich Ca l Vei wiede
als
Fab ikan on Öl üche n und Papie ilzen e -
schein , läß sich annehmen, daß zumindes eine de B üde die Öl uch-
und Filz ab ika ion o lau end be ieb. Als dann in den sechzige Jah en
noch eine Leinenwa en ab ik un e de Fi ma M. Oppenheime Söhne
en s and, ha e die S ad Heilb onn zu Zei de wü embe gischen Juden-
emanzipa ion imme hin zwei kleine e jüdische Tex il ab iken, zusä zlich
zum Tuchhandel de Geb üde Vei 24. Das wa , gemessen
an
dem damals
noch ech ge ingen Be ölke ungsan eil de Juden
(1862
:
137
Seelen) ein
e häl nismäßig be äch liche P ozen sa z am Tex ilwesen de S ad , wel-
che sich soga spä e noch e heblich s eige n soll e.
Wenn die B üde Vei aus Son heim wi klich gele n e Tuchmache gewe-
sen sind, so is ih Heilb onne Un e nehmen de e s e Ve such on
jüdi-
schen Handwe ke n, eine indus iemäßige P oduk ion
zu
o ganisie en -
selbs wenn die on Vei angewand en P ak iken e was zwielich ig anmu-
en. Jeden alls gelang e ih Un e nehmen nich zu Kenn nis de Finanzbe-
hö den, die imJah e 1832 eine» Übe sich de im König eich Wü embe g
23 Die Einzelhei en übe das Vei sche Un e nehmen sind unkla . Es is hie de Ve such
gemach wo den, die Wide sp üche
in
den d ei o liegenden Be ich en
zu
besei igen und eine
logische En wicklungske e au zuzeigen, die jeden alls den bekann en Ta sachen nich wide -
sp ich . Die Be ich e bei
(a)
P. SAUER,
Wü embe g,
S.
97;
(b)
G.
KRUSEMARCK,
Die
Juden
in
Heilb onn,
S.
43
.;
(c)
H.
FRANKE,
Gesch.
und
Sc
hi
c
ksal
d.J.
in
Heilb onn,
S. 53-55.
24
Wie in Anm.
23,
(a)
:
S.
97
,
99;
(b)
: S.
45;
(c)
: S.
55,
283
.
»E ziehungspoli ik«
und
Tex il
in
Wü embe g
und
Hohenzolle n 55
be indlichen Fab iken und Manu ak u en« e s ell en25•
Do
is
on
jüdi-
schen Be ieben
nu
die Bijou e iewa en ab ik on Jacob Le i in Esslingen
e aß -
alle An änge des Tex ilwesens wu den abe - ielleich weil noch zu
klein -igno ie .
Und
doch müssen solche An änge exis ie haben,
wo ü
ja
die be ei s
e wähn en Un e nehmen de B üde Vei in
Heilb onn
und de spä e nach
Hechingen übe gesiedel en Ve lege gemeinscha on Be nheim und Heil-
b onne in
Plieningen
Zeugnis ablegen.
Nu
is leide de e hal ene a chi ali-
sche Niede schlag ge ing, und manchmal soga nich eindeu ig ixie ba . So
is z.B. ni gends beleg ,
ob
jene Da id Wunde lich, de in
C ailsheim
im
Jah e 1838 die
om
Kau mann Mos beg ünde e Ka und ucke ei nach
zwanzigjäh ige S illegung käu lich e wa b und wiede in Be ieb se z e
26
,
übe haup
als
Jude
angesehen we den kann; de
Name
schließ
es
nich aus,
und a sächlich ha
es
un e den jüdischen Be u sumschich e n einige Ka -
und ucke gegeben. Wa Wunde lich abe Nich jude, so gebüh die E s -
e wähnung
im
C ailsheime Tex il ach de e wa ach zig Jah e
im
Familien-
besi z gebliebenen G oßhandels i ma in Scha wolle:
Theodo
Rosen eld
27
.
Hie äll ein neue G und ü Be iebsg ündungen bald nach Ein üh ung
de E ziehungsgese zgebung ins Auge: Die bishe genann en
O e
(Heil-
b onn, Plieningen, C ailsheim) wa en bis
1828
judenlee gewesen. Neunie-
de lassungen on Juden an solchen Plä zen kamen lau Gese z übe haup
nu
dann in F age, wenn die Juden sich
als
»p oduk i «, ode besse noch,
als
dem
Pla ze nü zlich e weisen konn en. Schon in den nächs en Sei en we den
noch zwei ode d ei solche Niede lassungen e wähn we den. Alle dings
müssen o he noch einige de äl e en Judensiedlungen E wähnung inden,
in denen eben alls ein me kliche Au schwung de Tex ilun e nehmungen
zu e zeichnen is .
Wenn aus
Buchau
am
Fede see
(heu e: Bad Buchau) be ich e wi d, daß
es
do
imJah e
1841
be ei s el jüdische Läden gab, und daß de G oßhandel
»mi Tuch, Ellenwa en [
..
. ] Seidenwa en« den Hausie handel meh und
meh e d äng e, so
nimm
es
nich wunde , daß mindes ens zwei Tex ilbe-
iebe, die noch im Jah e 1938 in jüdischen Händen wa en, ih e G ündung
hunde
und
meh Jah e zu ückda ie en konn en.
Es
wa en dies die Tex il-
wa eng oßhandlung Hi sch Weil und die T iko wa en ab ik A.G.
He -
mann Moos, die sich spä e
zu
einem bedeu enden Un e nehmen en wickel-
e und auch heu e noch bes eh
28
• Doch äll au , daß noch ande e kleine e
Tex ilun e nehmen in Buchau ih e G ündung bis beinahe zu Mi e des
19.
2s
HS A
S g
. E 221/4191.
26 HS A
S g.
E 146/6064, U- asc.
5,
BI.
31.
27
A.a.
0.,
J
355
K
265
. Pho okopie e Dokumen e on Th. Rosen eld, Lakewood.
2s
HS A S g„J 355, K
17.
56
Die
An ange
Jah hunde s zu ückda ie en, wie e wa die Fi ma Jakob Dannhause
29
. Das
Angebo an A bei sk ä en muß eben ech g oß gewesen sein,
um
die Juden
ins Ve lagsgeschä zu ziehen und spä e zu Eigen ab ika ion zu e anlas-
sen. Ta sächlich zähl e man in Buchau und dem benachba en Kappel soga
un e den
72
jugendlichen Juden, die sei 1836 das ie zehn e Lebensjah
zu ückgeleg ha en, nich wenige
als
d eißig gele n e Webe .
Ansä ze in de selben Rich ung ha
es
wohl auch in
Bu enhausen
gegeben.
Do
ha e Simon Be nheime , de Sohn des Leib (Leopold) B. die Bandwe-
be ei e le n . E bezeichne e sich deshalb s e s
als
He enhu e bände webe ,
g ünde e abe dann mi seinen e wo benen Kenn nissen eine Webe ei- und
S icke ei ab ika ion. Mögliche weise hal e dadu ch auch seinem zunächs
als
Hausie e bezeichne en B ude , de 1846 ein kleine es Tex ilgeschä
(auch Lede wa en) am
O e
e ö ne e
30
. Die Bu enhause Fab ika ion wi d
schon 1845 in eine Denksch i des Obe a s de Is aeli en ge ühm ,
es
ehlen jedoch Einzelhei en
31
.
Aus üh liche e wähn jene Be ich des Obe a s auch einen Be ieb im
nahe bei C ailsheim gelegenen
O e
Deu s e en, de ach zig, auch »ausländi-
sche«,
d.
h.
baye ische, A bei sk ä e beschä ig e
32
. Ähnliche Fälle, in de-
nen wü embe gische Juden baye ische Un e anen beschä ig en, sind
auch on ande en
O en
beleg : Beispielsweise sei die Fi ma H. Neubu ge
und Söhne in Die enheim (bei Laupheim) genann , welche die »
Webemeis e
des baie ischen Ge ich sbezi ks
Weissenho n<<
ih en wä ms en Dank da ü
aussp echen, »daß sie dieselben
...
sei
meh e en
Jah en
mi A bei beschä ig-
e und dadu ch
ca.
300 Pe sonen o
No
bewah « hä e
33
. Das bedeu e ,
daß die Fi ma H. Neubu ge be ei s in den ie zige Jah en in Die enheim
en s and und den Ve lag on S icke eien und weißen Webwa en be ieb.
Sei
1851
begann sie abe auch on S u ga aus
zu
p oduzie en und ließ in
de
Umgebung
die selben Weiß- und S ickwa en he s ellen
34
,
wo au
spä e
zu ückzukommen sein wi d.
Zunächs muß nochmals ein Blick zu ück nach Bu enhausen gewo en
we den, da die do ige Familie Be nheime noch den einen ode ande en
Sch i a , de ü die En wicklung des Tex ilwesens on Bedeu ung wa :
29
Die
Buchaue
Fi men l .:
Besch eibung
des
0.
A .
Riedlingen
2, S. 703. Vgl.
SAUER,
Wü em-
be g,
S.
34
.
Auch
HS A S g., wie in o ige
Anm
.
30
ALFRED
FRITZ,
D .
Gesch
. u. En wicklung d.J.
in
Bu enhausen,
Diss.
Hohenheim,
1938, S.
41 .
31
HS A
S g
., E 146/1194, BI.
lOR.
32
A.a.O .,
Un e -
und
Obe -Deu s e en
gehö en
ühe
zum
K eis C ailsheim, heu e
Gema kung
Fich enau, L. K . Schwäbisch-Hall,
Das
Land
Baden-Wü embe g,
Bd.
II
(1975),
S.
659.
33 Allg. Z g. d.Juden ums 1852, S. 306, zi ie aus:
Ausgbu ge
Abendz g.
Spe ungen
on
mi ,
J. T.
34
Besch eibung
d. S ad di ec ion- Bez. S u ga (1856), S.
231
.
jebenhausen
57
Ein Ve e des Fab ikan en Simon Be nheime , namens Mei Be nheime ,
e hiel im Jah e 1853 die E laubnis, on Bu enhausen aus
im
p eußischen
Hohei sgebie Hade lumpen
zu
sammeln
35
. Das heiß , e
muß-
ganz en ge-
gen de Bezeichnung seines Be u es -ein wich ige Mann in diesem, ühe
als
»No handel« bezeichne en, je z abe langsam
als
Rohs o quelle ane -
kann en,
ja
monopolisie en
36
, Felde gewesen sein. Einen on Simons Ne -
en
jedoch li
es
nich in de Enge Bu enhausens.
E
e zog zue s nach
Ulm,
dann nach München,
wo
e eines de e s en Wa enhäuse g ünde e.
Beide diese Be nheime s können also
als
Pionie e zweie , spä e on Juden
seh ge ö de e , Tex ilwi scha szweige, des Wa enhausbe iebs und des
de Wiede e we ung dienenden Rohp oduk enhandels, angesehen
we den.
7. Jebenhausen
Doch
muß
man zunächs nochmals
zu
den jüdischen Handwe ke n und
G oßhändle n zu ückkeh en,
um
ih en Lebensweg
zum
V e lege um
und
wei e zu Fab ikg ündung und zu maschinellen P oduk ion in eind ing-
liche e Fo m
als
bishe mi Beispielen zu belegen.
Die Tä igkei on einigen de e s en gele n en Webe , die Fab ikbe iebe
e ö ne en, is in biog aphischen bzw. au obiog aphischen Au zeichnungen
ziemlich aus üh lich geschilde . Gemein sind
Jose
Ra aus Jebenhausen1
und Benedik und Louis Elsas2 aus Aldingen bei Ludwigsbu g. Ra , de in
Al ens ad gebo en wa , kam e wa 1832 nachJebenhausen zu seinem Onkel
Da id, de mi seinen Söhnen un e de
Fa.
Ra & Söhne einen Tex ilhandel
be ieb und de den Ne en Jose , wie auch einen ande en
jungen
Ve wand-
en namens Simon Ra , zu einem Webe meis e in die Leh e gab. Nach de
Leh zei a bei e e Simon dann eine Zei lang in de Fi ma Ra & Söhne,
wäh end Jose , de e wa 1834 Geselle gewo den wa ,
au
die Wande scha
ging.
E
wande e du ch Mi eldeu schland bis nach B andenbu g
und
Sachsen.
35 Wie Anm. 30.
36
Vgl. HS A
S g„
E
222
11
/1655,
wo
u. a. An äge zu Besei igung »de Monopole, Exclusi -
und Bann ech e bezüglich des Ve keh s mi Lumpen, sowei de gleichen im Zoll e eine noch
bes ehen, wiede in An egung geb ach we den« (Aus den An ägen P eußens zu
15.
Gene al-
Zoll-Con e enz
1863«
-ged uck , § VIII).
1
Übe
Jebenhausen aus üh lich
in:
ARON
TÄNZER,
Die
Gesch.
d.
Juden
in
jebenhausen
u.
Göppingen.
Do
auch übe die Familie Ra
(S.
445 .}, und insbesonde e übe
Jose
Ra
(S
.
145
„
438
.). Dazu die aus üh liche Au obiog aphie on
Jose
Ra , de en Handsch i ich
du ch die F eundlichkei on F au Dina Schloss, s.
A„
K a Schma jahu, einsehen du e. Eine
Absch i be inde sich im A chi des
LBI
NY,
N . C 316. Ein Teil da aus abged uck : TouRY,
Dokumen a ion
.
2
Übe
Familie Elsas im A chi des
LBI
NY,
C
89,
C 90.
Zum
Teil abged uck bei
MONIKA
RICHARZ,jüd
.
Leben
in
Deu schland
1780-1871, S. 302 .
64
Die
An ange
ha e, spä e
au
den Übe gang zum ollmechanisie en Damp be ieb.
E
liquidie e s a dessen sein Un e nehmen und e ö ne e 1870 in S u ga ein
Bankgeschä
20
.
In de Fi ma A. Gu mann dagegen lie en die Dinge in posi i e en Gelei-
sen: eine de Söhne des G ünde s, Leopold A. Gu mann, s udie e am
Poly echnikum in S u ga und b ach e on do in die Göppinge Fab ik
neues echnisches Wissen und neue Ini ia i en in de Geschä s üh ung
mi
21
, welche dem eben alls nach Göppingen übe gesiedel en G oßbe ieb
einen e heblichen Au ieb e mi el en ( gl. un en, Kap. 8,
u.
auch Teil
II
und III).
8. Göppingen, Ludwigsbu g, S u ga ,
Ulm
Den Übe gang de meis en Jebenhäuse Tex ilwe ke nach Göppingen
und ih e alsbaldige Mechanisie ung ö de en d ei Ta sachen: die Wasse -
k a des S ad baches; die 1847 ollende e Eisenbahnlinie, de en Be ö de-
ungskapazi ä ü Tex il ohs o e, ü den Ve sand de Fe igwa e und
le z lich auch ü die He an üh ung on Kohlen
als
neue An iebsk a ü
Damp maschinen, die jüdischen Tex ilun e nehme ziemlich üh e kann-
en;
und
schließlich iel auch de plö zliche Wechsel in de Eins ellung de
Göppinge S ad ä e gegenübe den Juden ech en scheidend ins Gewich .
Noch
1828 ha e de Handelss and de S ad gegen die Juden pe i ionie ,
obwohl sie noch ga nich am
O
zu
wohnen e lang en1. Doch be ei s
im
Jah e
1841
nahm die Kau mannszun einige Juden au , wohl weil sie ih e
Funk ion als A bei gebe in de S ad schä zen gele n ha e. Vollends sei
dem Eisenbahnbau
(1847)
und
dem
ins Auge allenden E olg de on
Jebenhäuse Juden geg ünde en Tex ilwe ke wa en
sie
ihnen gegenübe iel
eundliche gesinn . Vielleich beein luß e auch die Re olu ion on 1848/49
ih e
Eins ellung-
jeden alls en schlossen sie sich e s mals imJah e 1849, die
Un e nehmends en de Jebenhäuse Juden als S ad bü ge au zunehmen.
Dadu ch beschleunig en
sie
die Übe siedlung iele jüdische Einwohne
Jebenhausens und manche ih e Fab iken nach Göppingen. Bis 1867,
dem
G ündungsda um de Göppinge jüdischen Gemeinde, ha en sich
do
33
Familien
mi
174 Seelen niede gelassen.
Abe de Wille zu Ra ionalisie ung des T anspo wesens üh e dann
meh e e Fi men, nach Übe gang on de Wasse u bine zu Damp k a ,
sei e wa 1870 in die Haup s ad S u ga , den Haup e ma k ungspla z ü
20
Wie
Anm
. 1.
21 A.
TÄNZER,jebenhausen
u.
Göppingen
,
S.
435.
1 A.
TÄNZER,jebenhausen
u.
Göppingen
, S. 119 .

Göppingen,
Ludwigsbu g,
S u ga ,
Ulm
65
ih e Wa en -ode
zu
billige en Baug ünden und billige en A bei sk ä en,
das heiß : zu ück
au
die Dö e (z.B. nach Süssen).
Wäh end de Übe üh ung jüdische Be iebe nach Göppingen e uh
zumindes eine de Un e nehme , Daniel Rosen hal
(s.
oben, Kap.
7,
Jebenhäuse Lis e,
N
.
13)
eine wohlwollende Fö de ung du ch die on de
Regie ung gescha ene »Zen als elle ü Gewe be und Handel« 2, und ins be-
sonde e du ch de en Technischen Ra
D
. Fe dinand S einbeis3. Schon
als
die Fi ma noch Rosen hal, S einha d &
Co
hieß, e hiel sie eine gewisse
Un e s ü zung du ch die Behö den und wohl auch Hil e bei Ans ellung on
Fachk ä en4• (Sons abe sind in den Ak en höchs ens noch Beihil en zu
E we bung on Webs ühlen ü jüdische Webe 5 nachweisba ). Doch
schein ge ade Daniel Rosen hals Pionie a bei
au
dem Gebie de Ko se -
webe ei zwecks Expo ins Ausland und nach Übe see, de en Blü ezei wohl
zwischen 1856 und
1869
iel
6, ane kann und demen sp echend un e s ü z
wo den zu sein. Wohl ha e Ca l d'Ambly sei 1848 die Technik de Web-
ko se -He s ellung nach F ank eichs Vo bild
zu
e b ei en e such 7, abe
e s in Göppingen schein
es
gelungen
zu
sein, E zeugung und Ve ma k ung
zu a ionalisie en8. Doch gab
es
be ei s in den ün zige Jah en auch ande s-
wo
Ko se ab iken,
z.B
. die Ko se ab ik
Veis
& Cie, in Winnenden,
0.
A.
Waiblingen, die mögliche weise Juden gehö e9.
Was damals die G ündung eine Fab ik
an
Kapi alien und dami an Ve -
handlungen mi p ospek i en Pa ne n ode Geldgebe n e o de e, da
Bank inanzie ung on Familien i men an kleine en O en as unmöglich
2 Übe die e schiedenen Gesellscha en und »Zen als ellen« Wü embe gs sei 1819, gl. :
FRIEDR.
FRANZ
WAuSCHKUHN:
»S aa liche Gewe bepoli ik« in: (Hg. E. Maschke,J. Sydow) Zu
Gesch.
d.
Indus ialisie ung
i. d.
südwes d .
S äd en,
Sigma ingen 1977, passim.
3 TÄNZER,jebenhausen
u.
Göppingen, S.
454.
4 S ALu E 170/422 Ak en be . Webe meis e Jacob Sonnen hal aus Jessni z Uüdisch?),
wo
auch eine G a islie e ung on Maschinen eilen pe Eisenbahn aus Be lin an die Ad esse de
Fi ma in Göppingen e wähn is ,
22.
Sep .
1855.
5 S ALu E 170/953: Z.
B.
Ab aham Kohn, Me klingen (1854, 1862); Michael Os e ag,
Laichingen (1855); Ma in Kau mann, Son heim
(1853)
.
Ob
alle d ei jüdisch wa en, bleibe
dahinges ell .
6 Übe Blü ezei , gl.
z.B
.:
Besch eibung
d. 0 . A. Reu lingen 1893,
S.
283.
Übe
den
Rückgang, gl.
z.B
. Wü .]ah büche 1873, Teil
1,
S.
218
.
7
HS A
S g
. E 146/5952, N . 248,
408
(Pa en e ü D'Ambly).
s
Besch eibung
d.
0 .
A.
Reu lingen, wie Anm. 6.
Do
sind auch ü s Jah 1875,
als
die
genäh en Ko se s die geweb en be ei s übe lügel en, olgende Zahlen angegeben: Von 487
Be ieben in Deu schland wa en 272 = 66,2% in Wü embe g konzen ie . E wa 4% da on
ha en noch Göppingen
als
Zen um.
9
HS A
S g. E 146/6739. De Name Veis wu de
in
manchen Gegenden auch on Juden
ge agen. Die Fab ik ha e
1857
be ei s eine ged uck e Fab iko dnung, aus de sich
au
eine
gewisse Bes ehensdaue des We kes schließen läß .
Im
selben Büschel be inde sich auch die
Fab iko dnung de Fi ma S einha d , Gu mann & Cie., Baumwollwa en und Ko se ab ik,
Göppingen. Übe dieses. die olgende Tabelle im Tex .
66
Die An ange
wa , mag aus de Au s ellung des Göppinge nich jüdischen Bü ge s Joh.
He mann
Maye
om
Jah e
1831
e sehen we den, de beim Finanzminis e-
ium
um
Un e s ü zung bei
G ündung
eine Seiden ab ik o sp ach
10
.
E
selbs woll e die kau männische Sei e des Un e nehmens lei en, ha e einen
Schweize We kmeis e
als
Pa ne an de
Hand-
es
ehl en
ihm
nu
40000
Gulden Kapi al, de en Ve wendung e olgende maßen spezi izie e:
ü ein Gebäude nebs Ein ich ung ü
ca.
18-20 A bei e
ü Rohs o e
im
e s en Jah
ü A bei slohn
im
e s en Jah
ü
Bü o-und
Reisespesen
im
e s en Jah
l.
10000,-
l.
21500,-
l.
6000,-
l.
2500,-
l.
40000,-
Diese Schä zung is ü ih e Zei du chaus
als
übe ieben anzusehen,
wenigs ens kann sie
au
ein jüdisches Un e nehmen nich zu e en, denn
eine solche Kapi alakkumula ion wä e soga bei ie ode
meh
Pa ne n,
und
selbs in
denJah en
nach 1848, noch une eichba geblieben (und siehe
die Angaben übe S eue kapi al11 in de olgenden Tabelle).
Man
behal sich
also
au
ande e Weise, und de Beginn de Göppinge Ko se indus ie mag
als
Beweis ange üh we den.
Ahnlich wie sich zu e s enJebenhäuse Tex il i ma
A.
Rosenheim & Cie
ie Pa ne e einig ha en
(s.
oben, Namenslis e Jebenhausen, N . 1-4),
be eilig en sich auch an de e s en Göppinge Ko se e zeugungs-A bei sge-
meinscha
om
Jah e
1851
sieben Pa ne , da un e zwei Nich juden, F o-
benius und S umpp. Die
Juden
wa en: Maie A nold
Q.
15), Hi sch
Gu -
mann
Q.
18), Daniel Rosen hal
Q.
13), Sigmund S einha d
Q.
14)
und Isak
O enheime , de wenige Jah e spä e nach S u ga übe siedel e. An angs
ließen sie
nu
au
einem S uhl a bei en,
um
E ah ung zu gewinnen.
Nach-
dem die Pa ne ih e A bei sgemeinscha imJah e 1855 iedlich-schiedlich
au lös en
12
, bedien en sich die meis en on ihnen de gewonnenen Kenn -
nisse, und einige gingen bald
da au
ganz zu Ko se ab ika ion übe .
Als
Jose
Ra und Salomon Eins ein imJah e 1849 onJebenhausen nach
Göppingen übe siedel en, olg en ihnen schnell meh e e ande e Jebenhäuse
Fab ikan en, und
im
Ganzen saßen bis zu Reichsg ündung e wa
31
Tex il-
i men in Göppingen, die alle dings eilweise du ch Abspli e ung
und
Neu e bindung on Teilhabe n be ei s bes ehende
Un e nehmen
en s an-
10
HS A
S g
. E
221
(1),
Bü 4202/04/, S . 123, »Plan zu E ich ung eine Seiden ab ik«, 23.
XII. 1831.
11 Welches wohl imme nied ige angese z is ,
als
de Kapi alwe des Un e nehmens, de
jedoch hinwiede um du chaus höhe sein kann
als
das In es i ionskapi al.
12
TÄNZER,jebenhausen
u.
Göppingen,
S.
453
. Die Zahlen in Klamme n
(J.
15
e c.) bezeichnen
die Posi ion in de Lis e des o igen Kap.
Göppingen,
Ludwigsbu g,
S u ga ,
Ulm
67
den. Als Neue ungen sind die o sch ei ende Mechanisie ung du ch die
Nu zung de Wasse k a , und in de en Ge olge die s ä ke konzen ie e
Fab ike zeugung bei abnehmende Heima bei , zu nennen. Damp k a a
e s ums Jah
1871
in den Vo de g und, und so is dieses Jah
als
Endpunk
de olgenden Tabelle
13
gewähl :
Tabelle
4:
Göppinge Tex il ab iken 1849-1871
(Vgl.
S.
68-74)
Abkü zungse klä ung zu Tabelle
4:
1,
II,
lla e c: Haup i men, aus denen ande e sich abzweig en.
1,
2,
3,
Di e enzie e Fi mennamen.
D = Damp k a .
J 1, 2 e c.
=Ve weis
au
dieJebenhäuse Un e nehme lis e in Kapi el 7.
K = Ko se ab ik.
Q
=Quelle
.
T = Tänze ,Jebenhausen
u.
Göppingen.
W
=Webe ei.
Wh
= Handwebe eibe ieb.
W
m = Maschinenwebe ei.
Im Ganzen sind in de Tabelle
31
Fi men au ge üh , die sich aus
16
(1-XVI)
S ammun e nehmen en wickel en. In de G ünde gene a ion wa en an ih-
nen
24
Inhabe bzw. Pa ne be eilig , die onJebenhausen nach Göppingen
übe gesiedel wa en. Von ihnen ha en
22
schon in ih em Heima so e
als
Ve lege bzw. Fab ikan en ode G oßhändle gewi k .
Zu
diesen gesell en
sich dann 2 Göppinge Nich juden. Als zwei e Gene a ion, die das ä e liche
Un e nehmen o se z en, lassen sich mindes ens
12
Söhne de Jebenhäuse
G ünde nachweisen. Auße dem be eilig en sich an den Göppinge Fab iken
auch noch
13
nich ausJebenhausen s ammende, sonde n aus ande en
wü -
embe gischen und hohenzolle ischen O en zugezogene Juden. Alles in
Allem um aß die Tabelle also
51
Teilhabe , die sich zusammenschlossen,
enn en, wiede e einig en und schließlich in den Ruhes and a en -o in
de Haup s ad S u ga .
D ei de ums Jah 1870 geg ünde en Fi men scheinen sich bald, zunächs
eilweise, dann abe auch gänzlich, dem G oßhandel zugewand zu haben
13 Alle Angaben nach
TÄNZER,
a.a.O.,
S.
432-461. S eue angaben nach: S dA Göppingen,
Gewe bes eue kapi al und -Ka as e , 1877/
81.
Die Tabellen o m habe ich de leißigen und
übe sich lichen Diplomkau manns-A bei on U sula Liebe, die un e
P o
.
D
.
He mann
Kellenbenz an de Uni . E langen-Nü nbe g
1971
ge e ig wu de, en nommen: U.
LIEBE,
Ein lüsse
de
]ebenhäuse
Juden
au
d.
wi sch.
En wicklung d.
Raumes
Göppingen
. Na ü lich is hie
die Fo m e wei e und e olls ändig . Die Einsich nahme in genann e A bei e danke ich
de F eundlichkei des He n
D
. Kaus, Di ek o des S ad a chi s Göppingen. - Die Quellen-
angaben de Tabelle beziehen sich
au
die Sei enzahlen bei
TÄNZER,
a.a.O. (T) und
au
die
Ku zbiog aphien aus Jebenhausen, s. oben Kap. 7 im Tex 0).
Tabelle
4:
Göppinge
Tex il ab iken, 1849-1871
N .
G ün- Name de Fi ma Gesellscha e E zeugnisse Gewe bes eue
dungs- (s äd . in
l
. und)
jah
Q:
S dA Gö
ppingen
Ia
= 1 1849 Ra , Jose Ra Q.
12)
u. Baumwoll- 1850: 94 l.
Eins ein & Co. bis
(gele n e
Webe )
wa en-Hand-
1852:
141
l.
Ib = 2 (1852)
Fa.
Jose
Ra 1852:
Sa!.
&Jose webe ei
Eins ein
O.
10,
11)
Ila = 3
1851
Kau mann & Geh . Elias B. Gu mann Webe ei-Fab i-
1851
: 182 l.
Gu mann Jakob B. Gu mann
kenu
. Manu-
1852:
278 l.
Leop. B. Gu mann ak u 1857: 449 l.
a.
3,
4,
5)
(gele n e
Webe )
Jose
Kau mann
a.
2)
III (-IV)
1851
A bei sgemein- A nold, Maie
=4(K)
scha ü Ko se s Gu mann, Hi sch
O enheime ,
Is
. Geweb e Ko -
Rosen hal, D. se s
S einha d ,
S.
und 2 Nich juden
IVa = 5
1851
Rosen hal, S ein- Zu: Daniel, R. Fab ik . halb-
1851:
94 l.
(Wh+K)
ha d &
Co.
a.
13)
u. ganzleinenen 1852: 124 l.
und Sigmund, S . S o en, auch 1853: 277 l.
a.
14)
Ko se
s (mi Geschä )
i : Ma hias Gu -
mann
Q.
17)
New
Yo k
Beme kungen
Höchs daue ü
Fa.
Jose
Ra :
1868: 48.24 l.
Fo s. d.
Fa
. s.
VI, VII
Jakob keh
nachJebenh. zu-
ück
(bis~
Fo se zung
s.
~
i
Ve suchi.J.
1853: He en-
kon ek ion zu
e zeugen-
schei e .
Fo se zung
~
i
Ende
de
Fa.
(1852)
1870
1859
1860)
1855/6
1855/6
Quelle
T437
T440
T453
T
436 .
T
454 .
T451
°'
00
0
;;;·
:::...
~
.„
~
"'
Tabelle
4:
Göppinge
Tex il ab iken, 1849-1871 (Fo se zung)
N .
G ün-
Name
de
Fi ma Gesellscha e E zeugnisse Gewe bes eue
dungs- (s äd . in l. und)
jah
Q:
S dA
Göpping
en
1Vb=6
1855/56 D. Rosen hal&Cie. Spä e Ne e
Louis
Geweb e (spä e 1856: 62 l.
(K)
Schiele
zum
Ve kau genäh e)
Ko -
1859:
151
l.
nach
U.S
.A.
se s
500000 1867: 234 l.
S ück
p o
Jah ! 1877: S eue kapi al:
378
l„
dann allend!
!Vc = 7 1856 S einha d , Gu - Sigmund S einha d Handwebe ei
.
1856: 62 l.
(WiJ
mann&Cie
.
o.
17)
halbleinenen
Hi sch Gu mann Wa en
J.
8)
{gel.
Webe )
1Vd=8
1858 S einha d , He z & Albe He z (neu)
Ko se indus ie
1858: 134 l.
(K)
Co
. u. d. o., ohne H. 1861: 303 l.
Gu il.ann 1873: 232 l.
!Ve = 9 1858 Hi sch Gu mann & Pa ne : B ude Geweb e Ko - 1858: 42 l.
(K)
Co. Ma hias
G„
New
se s 1859: 57 l.
Yo k
(ges .
1862)
1861: 90 l.
V=
10 1857 S. Neumaie Salomo N. allein Leinen-,
Baum-
1858: 30 l.
(K)
(aus Laupheim) wollwebe ei, 1865: 39 l.
genäh e
Ko se s 1872: 62 l.
Beme kungen Ende
de
Fa.
30 Außens ellen 1887
z. Weben, S ik-
ken, Nähen,
u.
a.
Wäschen-
beu en, Rech-
be ghausen. D.
Rosen hal selbs
se z sich in
F m zu Ruhe (1871)
Nach Aus i
V.
1858
H.
Gu mann
s. u. wei e ge- 1873
üh
als
ca.
lOOOBe-
schä ig e, Filia-
Je
i.
Sindel ing.
Zweiggeschä 1862
Weilheim (Ma-
nu .), e leg n.
Canns a (q. .)
1877: S eue ka- 1902
pi al: 8279 l.
( allend)!
Quelle
T
453 .
T437
T456
S dA.
Göpp.
T456
T
456
.
()
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:
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"
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Tabelle
4:
Göppinge Tex il ab iken, 1849-1871 (Fo se zung)
N .
G ün-
Name
de Fi ma Gesellscha e E zeugnisse Gewe bes eue
dungs- (s äd . in l. und)
jah
Q:
S dA Göppingen
Via=
1859 Geh .
Gu mann
Elias B. Gu mann Leinen-, ?
(llb) =
11
(J
. 3) Baumwoll-
(Wm)
Leop. B. Gu mann webe ei
(J
.
5)
(gele n e
Webe )
Vlb=
1868 selbs ändig:].
B.
Jakob B. Gu mann Leinen-, 1869: 29 l.
(llc) = 12
Gu mann
(J.
4)
komm
1860 Baumwoll- 1874: 116 l.
(Wm)
ausJebenh., is an webe ei
ob.
Fa.
bis
1868
be-
eilig
(?).
Dann
selbs ändig bis
1877. Dann wiede :
Vlc=
(1877) Geh .
Gu mann
(2
. Gene a ion) »Mech. Wehe- 1877: 704 l.
(lld) = 13 ei
am
S ad - alle s äd . S .
(Wm)
bach«
Vlla = 1850 Kau mann
&
Söhne
VonHandwe-
?
(lle) = 14 be ei zu
mech.
-
(Wm)
Bun webe ei (sei
1862). Auch
Ko se
s (186
6)
gl. VII
,=
23
Vllb = 1873 Mech. D illwebe ei Jose K.
(J
. 2)
u.
(Il ) = 15 A.G., Göppingen Söhne
Max
u. Julius
(Wm)
Kau mann
Beme kungen Ende
de
Fa
.
Leop. u. Elias (1872)
siedeln nach
S u ga übe
Jakob G. i (1877)
1877 aus
Fa
. bes eh bis 1908
Jose
zieh nach
1861
S g . Wi d 1873
mi
ca. 1000
A b.
zu
AG.
Bes eh bis 1912
1912. E s e
mech. Webe ei
am S ad bach.
Quelle
T440
T
447
.
T440
T
447 .
T440
T
447
.
T
440 .
T
440 .
......
0
i
::.
·
::...
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~
"
Tabelle
4:
Göppinge
Tex il ab iken, 1849-1871
(Fo se zung)
N
.
G ün-
Name
de Fi ma Gesellscha e E zeugnisse Gewe bes eue
dungs- (s äd . in l. und)
jah
Q : S dA
Göppingen
VIiia =
1861
A. Gu mann &
Co
. Ab . Gu mann
Webe ei
on lei-
1861
: 306 l.
16(Wm) geg . 1840inJeben- (Webe ,].
9)
nenen u.
Baum-
1863: 278 l.
hausen Isaak Ra O.
6)
wollwa en 1866: 90 l.
Simon Ra
(Webe ,
1867: 119 l.
J.
8)
1872:
185
l.
Aus i d. le z e en 1875:
201
l.
1861
( gl. VIIIb) 1877: S eue kapi al:
Ein i d. Söhne d. 32143 ( allend!)
Ab
.:
(1865)
Jakob A. Gu mann,
(1872) Leop. A. G.
(Absol en d. Poly-
echn. S g .)
VIIlb=
1861
Ra &
SöhneinJe-
Isaak D. Ra O.
6)
Webe ei
?
IX=
17
benhausen ab 1830 Simon M. Ra (We-
(Wm)
he
,
J.
8)
Dazu: Albe Ra
(Webe )
S. d. Simon
R. o.
8)
Beme kungen Ende
de
Fa
.
Aus i 1938
Ab .
1881
und
bis
heu e
Au lni ia i e .
Albe R.
Haup haus n.
München 1873
Filiale
nu
bis-+ 1875
Quelle
T432
T446
C)
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Tabelle
4:
Göppinge
Tex il ab iken
, 1849-1871
(Fo se zung)
N
.
G ün-
Name
de Fi ma Gesellscha e E zeugnisse Gewe bes eue
dungs- (s äd . in
l
und)
jah
Q : S dA
Göppingen
Xa
=
18
1862 E. De elbach & Emanuel D. aus
Je-
Webe ei .
1873: 62
l.
(Wm)
Co
. benhausen e kau
Baumwoll-u
. 1874: 83
l
.
an: Leinen wa en, 1877: S eue kapi al:
und
Handlung 4835
l
.
Xb
=
19
1873 B üde Le y &
eng os
Aug. & Sigmund
Xc=20
Ro hschild Le y
dazu: 1875 Mo i z R.
1876: Aus i Aug.
Le y
Xd=21
(1876) Augus Le y &
Co
. Augus Le y
Webe ei .
1877: S eue kapi al
(Wo) Baumwolle&
e anlag
:
nu
2315
l
.
Halbleinen
XI=
22 1865 Geb üde
O en-
Salomon,Joseph 0 .
Webe ei
. 1865: 94
l
.
(Wmo}
heime
Q.
21.
22)
An änge
Baumwolleu
. 1869: 110
l.
1854/62Jebenhaus. Leinen 1872:
185
l
.
1877: S eue kapi al
ca
. 27000 l.
Vllc =
23
1866 Kau mann &
Co
.
Max
& J ulius
K.
Ko se ab ik
?
(K)
on
Fa.
Kau mann (nah los)
Vlld = 24 1869
Fa
. Walke &
Co
. & Söhne
(q
. .)
Dazu bis 1869: Ab .
Ko se ab ik
(K)
Löwenga , Ad. (nah los)
Vlle = 24
1871
Fa.
Walke &
Co
. Ba uch (beide
He-
chingen), Raphael
Eins ein, Buchau,
dann bis 1889: Louis
Walke , dann:Jos.
Eins ein, Buchau
Beme kungen
Ende
de
Fa
.
gelösch
1875
E. De elbach (1873)
n. S g .
Sigm. Le y (1876)
n. S g . 1892
1920
1905-Haup -
(1905)
we k in
Süßen
1922
(1869)
Aus i Geh .
1871
Kau mann. Ein-
i onJos.
Eins ein, 1889/97
Alleininhabe
Quelle
T446
T448
T442
T457
T453
......
N
0
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;:i,.
~
"·
~
"'
Tabelle
4:
Göppinge
Tex il ab iken, 1849-1871 (Fo se zung)
N .
G ün-
Name
de
Fi ma Gesellscha e E zeugnisse Gewe bes eue
dungs- (s äd . in l. und)
jah
Q:
S dA
Göppingen
XII=
25 1867 Julius Reinganum Julius
Reinganum
Ko se d ill- 1867: 16 l.
(K=W)
webe ei 1868: 23
l
.
1873: 33 l.
1877: S eue kapi al:
3421 l.
VIb
(=
Ilc) 1868
J.
B.
Gu mann
J.
B.
Gu mann
Webe ei
s.
oben
= 12(Wm) s. oben, un e
Fa.
Geb . G.
XIII=
26 1869
Heumann
&
Sohn Kau mann H. und Webe ei . 1870:
41
l.
(Wm+
Geg
. 1862, Jebenh. SohnJulius H. Baumwoll-u. 1876: 132 l.
G oßh.) Leinen wa en.
Auch
Handlung
XIV=
27 1870 Ho mann
&
Ne e
Jose H
. u. Na han
Ko se -u
. 1870: 12 l.
(Wm)
N.
aus Schmieheim Schuhd ill-
XIVb
=
2E
1873
N.
Ne e
Ho mann i aus wa en 1873: 44 l.
XIVc=
29 1885
Ne e
&
Eisig
Kaliko-u
. 1877: S eue kapi al:
(Kaliko) Lede imi a- 3890 l.
ionss o e
Beme kungen
Ende
de Fa.
1870: 100
Hand-
webe
au Dö -
e n.
1885: eigene
Mech.
Webe ei
nach S g . e -
kau ~
1912
1877
Nach
d. Elsaß
e leg 1902
1938
Quelle
T460
T
447
.
T447
T
450
.
(J
~:
.,.
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s;
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-..J
V>
80
Die An ange
Doppelangabe ü einen G ossis en und gleichzei igen Fab ikan en o , so
daß die Gesam zahl de Tex ilun e nehme jeden alls, wie angegeben, 30
be äg . Sie wa en an
23
Fi men im Raume S u ga be eilig .
Bei diesen zusammen assenden Zahlen ehl alle dings die Kon ek ion,
übe de en En wicklung in de Landeshaup s ad ü den Zei aum bis 1864
keine spezi izie en Angaben o liegen. Die A chi quellen
32
sp echen on
18
Modewa enhändle n denen
13
Fi men gehö en.
Ob
und wie iele on
ihnen abe be ei s
als
Kon ek ionä e selbs p oduzie en (ode p oduzie en
ließen), en zieh sich de Kenn nis. Man
da
jedoch
als
siche annehmen
(insbesonde e im Hinblick
au
die e ne e En wicklung dieses Zweiges), daß
mindes ens d ei ode ga ün Fi men be ei s mi kon ek ionsmäßige He -
s ellung on He en- und Damenbekleidung begonnen ha en und nach
S anda dg ößen und S anda dmodellen
au
Lage p oduzie en.
Die Gesam zahl de Tex il i men, die ü unse en Themenk eis in F age
kommen, wa damals also mindes ens
25,
wah scheinlich abe nähe an
d eißig, und ih e Besi ze bzw. Teilhabe
dü en-knapp
ge echne -35
bis
ie zig an de Zahl gewesen sein.
Von
all
den Fab ikan en kamen zwei de Canns ä e B üde Elsas, sowie
de S icke Neubu ge , om
Handwe k
he . H. Ro hschild is wohl du ch
das
Bankgeschä
zum Fab ikdi ek o au ges iegen. Die ande en kamen eils
om Rohs o - und Fe igwa en-G oßhandel he , wie die Baumwollspinne-
ei de Familie A nold (de en En s ehungsda um nich ganz geklä is und
die also in obige Au s ellung nu
als
G oßhandlung e schein ). Auch die
Hemden ab ik on Kahn & Söhne ha sich mi dem Ku zwa enhandel (z.B.
Knöp e, Gummibände , Monog amme) be aß . Das schein nich unge-
wöhnlich gewesen zu sein.
übe haup
e ieb eine übe aschend g oße
Zahl de S u ga e G oßhändle ge ade ku ze Wa en, woll en also u. a.
als
Einkau squelle ü Schneide und Kon ek ionä e dienen, abe auch Hausie-
e belie e n. Vielleich wegen de Übe bese zung des Ku zwa enhandels
mag sich die Hemden- und Schü zennähe ei, spä e auch de Be ieb des
Miede nähens,
als
zusä zliche ode selbs ändige Exis enzg undlage angebo-
en haben, da die
Nähe ei
kaum spezi ische Vo kenn nisse e o de e.
Jeden alls wu den spä e solche Klein ab ikbe iebe in S u ga eine
Do-
mäne jüdische Un e nehme , die o soga in ih en eigenen Wohnungen
a bei e en ode a bei en ließen. Die Canns ä e Fab iken hingegen, die sich
zu G oßbe ieben en wickel en, sind wohl be ei s
au
den E ah ungen de
Ludwigsbu ge und Jebenhausen-Göppinge Manu ak u en e ich e
wo den.
Dami is ü S u ga eine b ei ges eu e Pale e on Impulsen zu Indu-
s ieg ündung au gezeig .
Es
schein , daß diese Impulse auch ü die Folge
32 S dA
S g
„ wie in Anm.
29.

Göppingen,
Ludwigsbu g
,
S u ga
,
Ulm
81
ge ade in S u ga wi ksam gewesen sind, denn bis 1933 wa de An eil de
Juden an de Tex ilwi scha de wü embe gischen Haup s ad ech be-
äch lich
(s.
II
u.
III.
Teil).
Es sp ich üb igens ü die Solidi ä de jüdischen G ündungen und ü
ih en Cha ak e
als
Familienbe iebe, daß on den o 1864 en s andenen
G oßhandels- und Fab ikun e nehmungen S u ga s zumindes zehn Fi -
men noch bis in die Hi le zei hinein exis ie en und einen gedeihlichen
Bes and ha en.
Was
die Juden be ei s bis zu ih e gese zlichen Emanzipa ion imJah e 1864
an wi scha lichen Leis ungen he o geb ach ha en, e gib sich ohne wei-
e es aus
dem
Ve gleich onjüdischen Tex il i men in S u ga , Canns a
und den ande en Vo s äd en de wü embe gischen Haup s ad mi den
nich jüdischen Be ieben
im
selben Raum. Wenn
205
Familien (e wa 2% de
Gesam be ölke ung) ün undzwanzig bis d eißig g öße e Be iebe g ünde-
en und e hiel en, hä en die Bü ge on G oß-S u ga
als
Ini ia o en ü
e was meh
als
1200 ode ga 1500 g öße e Fi men des Tex il aches au e en
sollen. Das wa abe , lau Ad essbuch, keineswegs de Fall.
Vielleich läß sich, auße den bishe behandel en Zen en de jüdischen
Regsamkei im Tex ilwesen -Jebenhausen, Göppingen, Ludwigsbu g und
S u ga -auch
au
die Donaus ad
Ulm
hinweisen, de en Ad eßbuch ü s
Jah 1860 ie Tex il ab iken, und zwa haup sächlich ü Weiß- und S ik-
ke eiwa en, sowie zwei Be ede n ab iken und noch zwei wei e e ohne
Spezi ika ion au zähl
33
. Dazu gab
es
ie G oßhandlungen, d ei ü Band-
wa en, wohl zu Belie e ung on Kleins händle n, und eine ü Roßhaa , die
wah scheinlich ih e sei s on Kleins händle n mi Wa en e so g wu de.
Dem
Namen nach he sch en im Fab ikwesen die Familien S aus, Le i
und Neubu ge o . Le z e e üh en auch einen G oßhandel mi Bandwa-
en, und insgesam lie en
um
1860 ie Un e nehmen an d ei e schiedenen
Ad essen un e dem Namen Neubu ge .
Von dem Be ede n- und Baumwollwa enun e nehmen de Familie
S aus is schon gesp ochen wo den. Ein ande e S auss in Fi ma S auss &
Co
be ieb eine Zunde -Fab ik,
d.
h.
e e a bei e e Feue schwamm zu
Zünds o
. Das wa siche lich kein g oßes Un e nehmen, und wu de wohl
bald on de Zei übe hol .
Die Familie Le i be ieb eine sei s eine Be ede n ab ik in Konku enz
zu
Fa.
S.
S aus & Co, ande e sei s gehö e auch de Roßhaa -G oßhändle
diese Familie an.
Ob
es
sich bei den bishe genann en Fi men
um
g öße e ode kleine e
Be iebe handel , is bis
au
die bekann e und gewich ige Baumwollwa en-
33
S dA
Ulm
, Ad eßbüche und insbes.:
HEINZ
KEIL,
Dokumen a ion
übe
die
Ve olgung
de
jüd.
Bü ge
on
Ulm
(1961), Anlage
N
. 4, S.
343
.
82
Die An ange
und Be ede n i ma S. S aus & Co, nich genau es zus ellen und dü e
ehe im nega i en
als
im posi i en Sinne
zu
bean wo en sein. Siche lich
wa en die Un e nehmen de ande en, hie nich besonde s behandel en,
Tex il i men in
Ulm
on wenig Gewich . Nach Fach und Besi ze wa en
diese:
L.
Le inge , Weißwa en ab ik; S eine & F iedmann, Baumwolle;
Geb . E lange , Bandwa en;]. D. Essinge , Bandwa en.
Jeden alls hiel en wede die g öße en, noch die kleine en Fi men, auch nu
eine Gene a ion lang s and
34
, abe ande e en s anden an ih e S a in
Ulm
und Umgebung, und die Müns e s ad an de Donau blieb auch wei e hin
ein
Zen um
jüdische Ak i i ä im Tex ilwesen.
Insgesam gab
es
also in de jüdischen Gemeinde Ulm, die
um
1860 e wa
150
Familien ä e zähl e,
11
bis
12
Tex il ab iken und G oßhandelsgeschä -
e. Diese
Quo e
is nich so au allend wie die onJebenhausen, Göppingen
ode S u ga , lieg abe jeden alls höhe
als
die Quo e on Ludwigsbu g.
Dagegen wa en die Ludwigsbu ge jüdischen Fab iken siche un e den
wich igs en A bei gebe n de S ad , was
ja
ü
Ulm
wohl nu in be-
sch änk e em Maße zu e end is .
Die G ünde ü die wi scha liche Regsamkei de Juden -in S u ga ,
Ulm, Jebenhausen und Göppingen, wie auch ande wä s in Baden-Wü -
embe g-
sind zwa im Ve lau diese Schilde ung be ei s nebenhe e wähn
wo den, dü en abe wohl zum Beschluß dieses e s en Abschni s de
En wicklung nochmals ku z summie we den.
Die Zun eihei de Juden und ih e wi scha liche Mobili ä , sowie ih e
Außensei e s ellung
als
Neuankömmlinge, ließ einige on ihnen schon
ziemlich zei ig den Weg des Manu ak u -En ep eneu s einschlagen.
Die Zun eihei ha e abe auch zu Folge, daß die Un e nehmungen de
jüdischen En ep eneu s nich
au
dem P inzip de ba en Zahlung und des
jus um
p e ium basie en, sonde n on o nhe ein
au
maximale K edi ge-
wäh ung zwecks Umsa zs eige ung und
au
Kalkula ion on Kleins gewin-
nen bei Maximalumsa z p og ammie wa en.
Zum
Teil konn e ein solches P og amm ge ade wegen de g oßen Zahl
de jüdischen Hausie e e wi klich we den, die om He s elle bzw.
om
G oßhändle solange im Debi ge agen wu den, bis sie ih e Wa en abge-
se z ha en.
Sie
dien en also
als
e läßliche Absa z ö de e ü die Manu ak-
u e zeugnisse ode ü die Wa enlage de G ossis en.
Bei
all
dem d äng e die den Juden gegenübe einge üh e »E ziehungspo-
li ik« in Baden und Wü embe g die jüdische Jugend o zugsweise zu
E le nung on Tex ilhandwe ken, und die Ve mu ung de Juden einde läß
sich nich ein ach on de Hand weisen, daß ein Teil diese Handwe ke den
34
Ad eßbu
ch
de
S ad
Ulm
&
Neu
Ulm,
1894.
Göppingen, Ludwigsbu g, S u ga , Ulm 83
Be u
wähl e, weil e
als
e häl nismäßig saube und kö pe lich nich allzu
ans engend angesehen wu de. Dabei spiel e auch die Möglichkei des Han-
dels
mi den on ihnen selbs , abe auch on ande en, ge e ig en Tex ilien
eine gewisse Rolle
35
. Demnach schein
es
auch, daß die Juden sich meh de
o ganisa o isch-kau männischen und insbesonde e de inanziellen Sei e des
Tex ilwesens,
als
de ein echnischen Be iebs üh ung zuwand en.
Alle dings is schon oben da au hingewiesen wo den, daß
es
be ei s in
de zwei en Gene a ion de Un e nehme auch ausgebilde e Technike gab,
die ih en Tex ilbe u
au
Fachschulen ode du ch Besuche
im
Ausland
(England) e le n ha en, und dann Neue ungen in den ä e lichen Be ieb
ein üh en. So e hiel
z.
B. die nach S u ga übe siedel e und be ei s e -
wähn e Ko se ab ik].
W.
O enheime & Söhne zwischen Juni
1861
und
Feb ua 1862 gleich d ei Pa en e (au
je
zehn Jah e) ü Ve besse ungen an
Ko se webs ühlen
36
.
übe haup
begannen sei e wa 1840 manche Juden
um
Pa en e ü E in-
dungen und Ve besse ungen nachzusuchen, doch wa en sie zunächs wenig
e olg eich. Eigen lich is
als
e s e »E inde « de Fab ikan Da id Wunde -
lich aus C ailsheim zu nennen, de sei
1841
meh e e Pa en e zu Ve besse-
ung de Fä be e ah en anmelde e
37
. Abe
es
lieg , wie oben be ei s be-
me k , auße dem Namen kein Anhal spunk ü seine jüdische Abs am-
mung
o . Auch ande e »jüdische« E inde , die in den S u ga e Pa en li-
s en o kommen, sind en wede nich siche
als
Juden belegba , ode wa en
nich in Baden-Wü embe g beheima e . Also bleiben sie hie une wähn .
Dagegen muß angeme k we den, daß die Bankie s Max Kaulla und de
F h.
.
Eich hal schon 1840 ein Pa en zu Wasse dich machung on Web-
s o en angemelde ha en, welches sie wohl
als
Finanzie s ö de en, das
abe nich on ihnen e unden wa . Jeden alls wu de ih Gesuch in
Wü -
embe g abgelehn
38
.
Ob
man
es
in Baden bes ä ig e ode nich , läß sich aus
den Ak en nich e sehen. Ta sächlich is ü unse e Pe iode in Ka ls uhe
nu
ein »jüdisches« Pa en belegba , nämlich eine Be ede n einigungsmaschi-
ne
(1869)
de on S ebbach be ei s nach Mannheim übe siedel en Fi ma M.
Kahn Söhne
39
•
Mi diesem Gleichziehen de Juden in den echnischen Vo ausse zungen
eine mechanisie en und on K a maschinen be iebenen Indus ie sei die
Vo geschich e und die e s e Phase des jüdischen Ein i s in die Tex ilwi -
scha on Baden-Wü embe g beschlossen. Im Zeichen de gleichzei ig
35
HS A
S g. E 146/1194, z.
B.
Be ich
d.
0.
A. Ludwigsbu g, 24. IX. 1845.
36
HS A
S g. E 146/5952.
37 A.a.O ., auch Bü 5953.
38
A.a.O ., auch E 146 (11)/1361, 1382.
39
GLAK
Abs.
III,
Pa en sch i en,
OZ
168,
BI.
1-2
. E was spä e (1873) ließ sich ein
gewisse L. Gompe z eine Näh- und S ickmaschine pa en ie en; a.a.O .,
OZ
97,
BI.
1-4.
84
Die
An ange
ollende en Emanzipa ion konn en sie dann zwei bis d ei Gene a ionen
hindu ch, ohne jede gese zliche Behinde ung, als heo e isch gleichges ell e
und
gleichbe ech ig e Bü ge , zusammen mi ih en deu schen Mi bü ge n
am
Wi scha sleben ih e Heima s aa en eilnehmen.
II.
Abschni
Die Blü ezei -1867 bis 1932
1.
Die Konjunk u en wicklung des Tex ilsek o s in Südwes deu schland
on 1867 bis 1932
Ein neue Abschni de jüdischen Teilnahme an de En wicklung des
Tex ilwesens in Baden, Wü embe g und Hohenzolle n beginn
mi
de
ollen bü ge lichen und poli ischen Gleichs ellung de
Juden
diese Gebie-
e1.
In wi scha liche Hinsich
da
wohl
au
ein gewisses Vo wegnehmen
de gese zlichen Emanzipa ion hingewiesen we den, welches du ch die
allgemeine Annahme eine gesam deu schen
Wechselo dnung
(sei
e wa
1847)
und de
Gewe beo dnung
(1861) e olg e. Le z e e e hiel spä es ens 1865 in
allen deu schen S aa en Gel ung und wu de gegenübe allen Pe sonen ohne
Religionsun e schied e wi klich . Seh wei gehende Gewe be eihei und
öllige F eizügigkei wa en dami , zugleich mi de gese zlichen Emanzipa-
ion in Südwes deu schland, zu eine Ta sache gewo den, die jüdische Wi -
scha sak i i ä en e mu igen muß e. Diese Teilemanzipa ion e hiel dann
im
geein en Deu schland eine allgemeingül ige, on Kaise , Kanzle
und
Bun-
dess aa en in de Reich e assung bek ä ig e, K önung.
Von
nun
an soll e sich eigen lich die Eingliede ung de Juden in den
di e sen Wi scha sspa en so schnell und so eibungslos ollzogen haben,
daß
on
eine jüdischen Sonde en wicklung nich meh die Rede zu sein
b auch e.
Da
jedoch,
kaum
siebzigJah e spä e , die
Juden
binnen ün Jah en
ollkommen aus dem deu schen Wi scha skö pe eliminie we den
konn-
en,
muß
man doch, zumindes pos e en um, die Möglichkei eines spezi-
isch gea e en jüdischen Wi scha san eils imme hin
im
Auge behal en.
Auch muß in Rechnung ges ell we den, daß die En wicklungs endenzen
1 De Abschluß de Emanzipa ionsgese zgebung e olg e in Baden 1862, in Wü embe g
1864. Dabei muß alle dings au die P oblema ik de Emanzipa ion in Hohenzolle n, das
ja
nun
p eußisch wa , hingewiesen we den. Es is ganz siche , daß die jüdischen Einwohne Hechin-
gens zum
ollen
O sbü ge ech
e s nach
1901
zugelassen wu den. Das is üb igens ein Beweis
meh ü die Ansich des Ve . , daß die Regie ung
des
Königs eichs P eußen ih e ese a io
men alis gegenübe de Emanzipa ion o z gegen eilige Gese ze im No ddeu schen Bund
bzw. im Reich, bis zum Ende bewah e, und daß
es
o 1918 (abgesehen on den Re olu ions-
jah en 1848/49) keine Vollemanzipa ion de Juden
in
P eußen, und a o io i nich in de
P o inz Hohenzolle n, gegeben ha . Vgl. TouRY, Soz.
u.
Poli .
Gesch
. d.J., S. 351-358.

86
Die Blü ezei -1867
bis
1932
des deu schen Tex ilwesens nich ganz eindeu ig de gene ellen Konjunk-
u lage en sp achen, sonde n du ch gewisse Sonde ak o en auch noch
b anchenspezi ische Beein lussungen e uh en. Wenn das ü die gesam e
deu sche Tex ilb anche zu i , e s eh
es
sich on selbs , daß auch in
Baden und Wü embe g diese ode jene lokalen Gegebenhei en die allge-
meine Wi scha sku e a iie end bes imm en. In welchem Maße sich
dann die Juden de südwes deu schen S aa en jenen Schwankungen anpaß-
en, soll im wei e en un e such we den.
Zunächs einmal ganz ku z ein Ab iß übe allgemeine Konjunk u bewe-
gungen und übe de en Va ia ionen im Tex ilwesen:
Nach gewissen k isenha en E scheinungen
um
1856/57 bahn sich in de
deu schen Wi scha sei e wa
1861
eine neue s e ige Au wä sbewegung
an, die zwa
im
K iege on 1866/67 geb ems , abe keineswegs abgewü g
wu de. Im Gegen eil, sei 1868, und insbesonde e in den Jah en 1871-73,
beschleunig e sich die En wicklung in schwindelha em Tempo, bis
es
zu
sogenann en G ünde k ise on 1873/74 kam, die alle dings in ih en Auswi -
kungen in Südwes deu schland eigen lich e s
um
1874/75 ühlba wu de.
In de dann ü e wa zwei Jah zehn e ziemlich s agnan bleibenden Si ua-
ion is zwa zwischen 1880 und 1882 ein leich e Au schwung,
als
An wo
de Wi scha
au
die Ein üh ung de Schu zzollpoli ik, zu e zeichnen;
jedoch kam
es
auch damals imme wiede zu S ockungen und P oduk ions-
ückgängen mi A bei slosigkei und Ve minde ung de In es i ionsbe ei -
scha , so daß e s nach dem Jah e
1891
eine e neu e, und dann meh ode
minde s e ig o sch ei ende, Wi scha sbelebung ein a , die ku z o
dem Ausb uch des e s en Wel k iegs einen Höhepunk e eich e2. Auch
hie , wie schon bei de G ünde k ise, muß ü Südwes deu schland eine
gewisse Ve spä ung gegenübe de allgemeinen Konjunk u e zeichne
we den: Wü embe g und Hohenzolle n a en in die Au schwungsphase
e was spä e ein
als
ande e Regionen (e wa sei 1895)3, wozu dann noch ein
ku ze Konjuk u einb uch
um
1906 me kba wu de, de sich abe in Wü -
embe g und Hohenzolle n e häl nismäßig schnell ausglich. Dagegen blieb
in Baden ge ade die Baumwollindus ie die ganzen Jah e »au de Scha en-
sei e de Konjuk u « und muß e am Vo abend des Wel k iegs wegen Bes el-
lungsmangel soga zu Ku za bei übe gehen4.
2 Diese Schilde ung olg in de Haup sache:
FRIEDRICH
LüTGE
,
Deu sche
Sozial-
und
Wi
-
scha sg
e
schi
c
h e
, Be lin, Heidelbg.,
New
Yo k 19663, S.
479
.,
503
.,
510
.
3 Das spä e e
Da um
ü Wü embe g bei
HANS
LORETH,
Das
Wachs um
de
Wü embe gi-
schen
Wi scha
1818-1918, (Diss. Heidelbe g). Wiede abged . in:
Jah büche
S a is ik
und
Landeskunde
on
B.-W. (Hg.: S a . Landesam B.
-W
.) XIX, 1974, S. 35.
4
HERM
.
SCHÄFER,
Konjunk u di e enzie ung[
...
),
das Beispiel Baden
190~1914/18,
in:
(Hg.
R.
H.
TILLY
e al.)
Indus ialis
i
e ung
u.
Raum.
His . Soz.-wiss.
Fo schungen
,
N .
7, S. 144-
149.
Die Konjunk u en wicklung
in
Südwes deu schland
87
Die K iegswi scha mi de ih inhä en en Abschließung on den Aus-
landsmä k en, de s a ken D osselung des zi ilen Konsums bei s e e Ve -
knappung de Rohma e ialien und de nich mili ä ischen Fe igp oduk e,
üh e zu Ausbildung eines bü ok a ischen Wi scha szen alismus, de
auch nach K iegsende in de blockie en Republik zunächs noch wei e -
wi k e. Dazu kam die in la ionä e Finanzie ung de s aa lichen K iegs- und
Nachk iegshaushal e, de Ve lus on Absa zmä k en in den abge e enen
Randgebie en, sowie de anhal ende Aus all de meis en Expo möglichkei-
en ü deu sche E zeugnisse. Das inanzielle Tohuwabohu des sogenann en
Ruh kamp es und des In la ions aumels on Janua bis No embe 1923 sei
hie wegen seines episodischen, jedoch einschneidenden, Ein lusses e -
zeichne , de injede Hinsich zu abno men Wi scha se scheinungen üh -
e. Ein Abweichen de En wicklung Südwes deu schlands on dem allge-
meinen T end is hie bei kaum es s ellba 5.
Mi de Wiede he s ellung des Ve auens zu neuen deu schen Ren en-
wäh ung im In- und Auslande beginnen die ün gu en Jah e in de Wi -
scha de Weima e Republik -eine allzu ku ze Zei ,
um
ih e Auswi kun-
gen ge ade
au
den e häl nismäßig kleinen, abe di usen, jüdischen Be öl-
ke ungssek o oll e assen zu können.
Und
doch wi d
es
ielleich möglich
sein, aus den ü das Tex ilwesen on Baden-Wü embe g o liegenden
Zahlen gewisse Schlüsse
au
wi scha liche Vo gänge
im
jüdischen Sek o
zumindes andeu end au zuzeigen6.
Übe
die g oße K ise sei 1929, de en des uk i e wi scha liche Tenden-
zen in die Ka as ophenpoli ik des Hi le ismus einmünde en, e üb igen sich
hie iele Wo e. Daß auch Baden, Wü embe g und Hohenzolle n on de
aku en wi scha lichen K isensi ua ion ebenso wie on de b aunen Flu
übe schwemm wu den, e s eh sich. Übe Einzelhei en dieses P ozesses
wi d dann im d i en Teil de o liegenden Abhandlung die Rede sein
müssen.
Fü die Zei o 1932 bleib hie nu noch die F age nach de Sonde en -
wicklung de Tex ilb anche, und insbesonde e ih es jüdischen Sek o s, in
Südwes deu schland zu bean wo en.
Was Baden und Wü embe g angeh , so ha sich de en Tex ilwi scha
nich ganz in pa allelen Bahnen en wickel , denn Baden hink e
um
e liches
dem Nachba s aa nach. Obzwa eine ehe zöge nde En wicklung des
Zweiges, soga in de Hochblü ezei o
1874,
ü Baden und Wü embe g
gleiche maßen cha ak e is isch blieb, li le z e e S aa
au
die Daue un e
den Folgen wenige
als
Baden.
Als
G ünde de S agna ion im Tex ilwesen
5 Lü ge, wie Anm.
2,
S.
536, 541-45.
6 De Ve such, den Jakob Les schinsky in seinen Sch i en, und insbes. im Au sa z,
Das
wi scha il.
Schicksal
des
Deu schen
Juden ums (Be lin
1932)
un e nahm, is in e essan ; doch lie e
das Tex ilwesen kaum übe zeugendes Belegma e ial da ü .
88
Die Blü ezei -1867
bis
1932
seien s ichwo a ig ange üh : Die Rohs o k ise im Ve ein mi dem ame i-
kanischen Sezessionsk ieg (1862/65), welche besonde s die bis dahin o an-
s ebende Baumwollindus ie du ch ex eme Schwankungen in den P eis-
und Lie e bedingungen des Rohma e ials e unsiche e7; dazu kam die im
deu schen Zoll e ein e s ä k ühlba e Konku enz de p eußischen und
sächsischen Tex ilwe ke, die sich nach de Einigung Deu schlands noch
aku e beme kba mach e.
Obwohl
die Mechanisie ung de Tex ilp oduk-
ion und de Übe gang zum Damp an ieb in den sechzige Jah en, insbe-
sonde e in Wü embe g, in echnisch zu iedens ellende Weise o sich
ging, gab
es
dabei allen halben Absa zschwie igkei en ü die E zeugnisse.
Die »Schwäbische K onik« zähl
als
G ünde au : Das P oblem des Ve häl -
nisses on Quali ä und P eis de Wa e sei in Wü embe g, nich wie in
Sachsen ode P eußen, du ch einen Komp omiß gelös wo den. Man p o-
duzie e eben zu gu e und zu eu e S o e. Dabei geschehe es, daß man de
Modeen wicklung
nich genügend Beach ung schenke, also de Nach age
nich en gegenkomme. übe dies, und das sei wohl das Ka dinalübel de
e s eu en kleine en Un e nehmen in Wü embe g wie auch in Baden,
ab izie e man »Alles du cheinande [
..
. ] was unbeding de Leis ungs ähig-
kei <<
de einzelnen Be iebe schädlich sei, so daß »die sächsischen und
p eußischen[
...
] den uns igen den Rang abgelau en« haben8.
Insbesonde e ü Baden e gab sich sei
1871
aus de Annexion de g enz-
nahen elsaß-lo h ingischen Gebie e mi ih en leis ungs ähigen Tex ilbe ie-
ben ein
onJah
zu
Jah s ä ke ühlba we dende Konku enz ak o , de
sich auch in de S a is ik eindeu ig ausd ück . So muß das o iziöse Hand-
buch Badens im Jah e 1885 den ge ingen G ad de En wicklung in de
Wollindus ie zugeben, doch ühm
es
dagegen das »he o agende Wachs-
um« de Baumwoll ab ika ion. Die Wachs umszahlen, e glichen mi de-
nen ande e Indus iezweige, weisen jedoch keine lei besonde e Blü e ü
die gesam e badische Tex ilindus ie au : Selbs die
als
blühend besch iebene
Baumwollindus ie beschä ig e in Be ieben mi meh
als
zwanzig A bei-
e n9
imJah e
1869: 9900 A bei e ;
imJah e
1875: 12884 A bei e , und im
Jah e 1882: 10621 A bei e .
Sie
ha e also am G ünde boom nu ge ingen
An eil und wu de bald wiede ückläu ig. Wäh end nun imJah e 1882 in de
gesam en Tex ilindus ie on Wü embe g e wa 33500 Pe sonen beschä -
7 Vgl. dazu die
Memoi en
on
JOSEF
RAFF,
ALB!
, N . Y., eilw. abged .
ToURY
, Dokumen a-
ion,
S.
268
.
8
Schwäb
. K onik d.
Schwäb.
Me ku s
: »Eingesand (E.E.) - Die
Wü embe gische
Tuch a-
b ika ion«, 9. 3. 1869,
N .
57,
II.
Ab lg
.,
II.
Bla .
9
Zi a e
und
einige
de
olgenden Zahlen aus:
Das
G oßhe zog um
Baden.
Ka ls uhe 1885,
Kap.
IX
.
E gänzende
Zahlen,
WOLFRAM
FISCHER
,
De
S aa
und
die
An ange
de
Indus ialisie ung
in
Baden
, 1800-1850, Bd.
I,
Be lin 1962, Tabellen
S.
320 .
Die Konjunk u en wicklung
in
Südwes deu schland
89
ig wa en (alle dings eben alls 16% wenige als 1875!), beschä ig en die
badischen Un e nehmen damals kaum meh
als
20000 A bei e 1o.
Daß S agna ion und Rückgang in Baden nich nu
au
den »G ünde -
k ach« zu ückzu üh en wa en, sonde n ie e e U sachen ha en, geh aus
dem
wei e en langsamen Wachs um de badischen, gegenübe de
wü -
embe gischen, Tex ilindus ie he o :
Tabelle
6: Gesam zahl
de
A bei e , Spindeln
und
Webs ühle
(Baumwolle)
11
:
(P ozen s and nach de Basis on 1924/
5)
Wü embe g
Baden
1893
A bei e
ca
. 38 000 (46%)
ca.
25
000 (65%)
Spindeln 499 492 (53%) 402 088
(72
%)
Webs ühle
11
865 (45%)
11
996 (62%)
1901
Spindeln 673
441
(72%)
475
044 (85%)
Webs ühle
18
838 (72%)
15
119 (77%)
1913
Spindeln 882 998 (95%) 550
436
(95%)
Webs ühle
25
238 (96%)
18
503 (96%)
1924
/5 A bei e
ca
. 80 000 (100%)
ca
.
38
500 (100%)
Webs ühle
26
289 (100%)
19
260 (100%)
Spindeln
935
057 (100%) 557 916 (100%)
Auch die En wicklung de Zahl de Be iebe in Baden ede eine deu liche
Sp ache: Von 1869 bis 1925 s ieg sie (ohne die Kon ek ionsb anche)
nu
on
95
(=
50%)
au
192
(=
100%), wäh end gleichzei ig die Bekleidungswe ke
in au allendem Maße on 12
(=
11%) bis
au
105
(=
100%) zunahmen.
Insgesam e meh en sich jedoch säm liche Tex ilun e nehmen in Baden
zwischen 1869 und 1925, selbs un e Einschluß de Kon ek ion,
nu
on 107
(=
36%)
au
297
(=
100%) Be iebe, so daß diese an änglich in de Indu-
s ialisie ung Badens üh ende Gewe bezweig bald on de Nah ungs-
und
Genußmi el ab ika ion
(691
Be iebe mi
ca
. 48000 A bei e n)
und
schließ-
lich auch on de Eisenindus ie (364 Be iebe mi e wa 68000 Beschä ig-
en) wei übe lügel wu de
12
.
10
LORETH,
wie Anm.
3,
S.
53.
Huco
RIEDE
, Die En wicklung
de
Wü .
Tex ilindus ie,
Heidelbe g
193
7, Anhang,
Tab
. 4.
11
Die Zahlen nach
WILH
.
RIEGER,
Ve zeichnis
de
im
D .
Reiche
au
Baumwolle
lau enden
Spindeln
und
Webs ühle,
S u ga 1893, 1895, 1898, 1901, 1905, 1908, 1913, 1925. Die Tabelle in
ih e o liegenden Fo m is bea bei e nach den on Dipl. Volkswi Pe e
Zimme mann
ge e ig en Manusk ip -No izen ü diesen Teil des Buches, die im A chi des LBI
New
Yo k
deponie sind ( e ne hin zi ie : Zimme mann,
Ma e ialien)
. Die A bei e zahlen l . Wol am
Fische , wie Anm. 9, dazu
HERM
.
SCHÄFER,
Bad
.
Geschich e,
Hg
.: Landeszen ale
.
poli .
Bildung, S g. 1979,
S.
175.
12
Zusammenges ell nach den in
Anm
.
9--11
genann en A bei en.
96
Die Blü ezei -1867
bis
1932
ode ohne Angehö igen, in ih em Weichbild au nahmen. Dagegen en wik-
kel e sich nach 1862 im bis dahin judenlee en O enbu g eine g öße e
Gemeinde. Ähnliches geschah damals auch in F eibu g und in Kons anz,
wo übe im nächs en Pa ag aphen die Rede sein wi d.
Es is beme kenswe , daß ge ade in meh e en de bishe judenlee en
kleinen
O e
Be iebe de P imä - und Sekundä p oduk ion, also Spinne ei-
en und Webe eien, geg ünde wu den, de en Ren abili ä an g öße en Plä -
zen den jüdischen -wie auch den nich jüdischen -Besi ze n in zunehmen-
dem Maße zwei elha wu de. Die Zahlen eden eine ganz eindeu ige Sp a-
che: Zwischen 1862 und
1932
bes anden in ganz Baden übe haup nu
15
Seiden-, Woll- bzw. Baumwollspinne eien und -webe eien in jüdischem
Besi z ode Teilbesi z -wobei alle dings die Roßhaa spinne eienS, sowie
Be iebe zu P oduk ion on G ob ex ilien und Kuns ase n nich be ück-
sich ig sind, da le z e e
ja
zunächs
als
Neuen wicklung mi scheelen Blik-
ken angesehen wu den. Von den Spinne eien und Webe eien be anden sich
nu zwei in den g öße en Zen en de Tex ilindus ie (Kons anz, F eibu g),
wäh end zehn Baumwollwebe eien in Mee sbu g
(3)
, Bühl
(2),
Schielbe g,
F auenalb, Lah , Säckingen, Tod nau
Ge
1)
angesiedel wa en. Dann gab
es
um
1900 eine Seidenwebe ei in Waldshu (Geilinge & Gugelmann), eine
Wollwebe ei in Denzlingen
(S
. Ma x
u.
Sohn bis e wa 1911), und sei dem
e s en Wel k ieg eine Baumwollspinne ei in Waldki ch (M. Ro hschild u.
Söhne, bis zu Nazizei ), die mi 10290 Spindeln damals eine de g öß en
jüdischen Fab iken Badens wa 6.
Alle dings bes anden die We ke nich alle zu gleichen Zei . Die beiden
Bühle Webe eien, da un e eine de äl es en jüdischen Tex il ab iken in
Baden übe haup ,
(Fa.
Massenbach & Kusel), sowie eine T iko webe ei
(Edelsheime ) schlossen ih e
To e
noch o Anlegung de allgemeinen
»Spindel- und Webs uhl e zeichnisse« 7, welche die Kapazi ä de g öße en
Baumwolle e a bei enden Be iebe zwischen 1893 und
1924
ge eu egi-
s ie en. Die Bühle T iko webe ei
iel
e wa
1875
de G ünde k ise zum
Op e , wäh end die Spinne ei und Webe ei Massenbach & Kusel
um
1890
s ell
we den
.
Übe
die judenlee en
O e
, gl.
HuNDSNUR
S
CHER-T
ADDEY
, Die jüd.
Gemeinden
in
Bad
en, passim,
l
. Regis e
und
Inhal s e zeichnis.
5
Von
denen eine
ode
ga zwei
jüd
.
Un e nehmen
in
Eb
e bach ums
Jah
1925 beleg sind
(Hein . Maye ; Meie & Sigmund), gl. Die
Indus ie
in
Baden
(wie
Anm
. 2).
6
Waldshu
beleg :
GLA
F eibu
g 317/346; Denzlingen: a.a.O .,
Am sge
i
ch
Emmendingen,
Handels egis e B 1,
S.
89 .;
Waldki ch
: HS A S g . J 355, K. 172; Spindelzahl:
GLAK
237
1
27109.
7
WILHELM
RIEGER,
Ve zeichnis
de
im
D . Reicheau Baumwol/e
lau enden
Spindeln
und
Webs üh-
le
,
S u ga
1893, 1895, 1898, 1901, 1905, 1908, 1913, 1924.

Die
jüdischen
G oß ex il. i men
in
Baden,
1862-1932
97
de Konku enz elsässische Fab iken e lag. In
dem
ehemaligen Fab ikge-
bäude be and sich dann jah zehn elang das Bühle Gymnasium8.
Übe
die ande en, meis kleinen, Baumwollwebe eien gib das genann e
Ve zeichnis olgende abella isch zusammen aßba e Auskun :
Tabelle
7a:
Jüdische
Baumwollwebe eien
an
d ei
badischen
O en -En wicklung 1893-1924
O /Jah Schielbe g/F auenalb Mee sbu g
Tod nau
1893 Raphael D ey as u. Söhne;
J.
Koblenze ,
Osca
Wo/ ,
144 S ühle 134 S ühle 150 S ühle
1895 D ey us ex, da ü
Eyme
&
J.
Kobl
en
ze
,
Osca Wo/ ,
Löb, 244 S . 134 S ühle 150 S ühle
1905 ex
J.
Koblenze , ex
100 S ühle
1913 ex A.
&J.
E lange ,
ex
122 (bis 414!) S .
1924 ex ex.
übe nommen
ex
du ch Ra & Sohn,
Augsbu g, bis 1937
Um
die Au zählungen de Webe eibe iebe abzu unden, seien noch eine
Lohnwebe ei in Säckingen, die bis 1939/40 eine Zü che jüdischen Gesell-
scha gehö e, sowie die Ak iengesellscha
Zimme mann
&
Co
in Lah
e wähn , die einen jüdischen Gesellscha e namens S.
S.
Habe e ha e, an
dessen S elle
dann
seine nich jüdische F au
im
Jah e 1939 in die Fi ma
ein a
9.
Im
ganzen können die obigen Angaben ehe die Schwie igkei en de
kleinen
und
e s eu en Be iebe,
als
eine Blü e jüdische Wi scha sini ia i-
e in Baden
un e
Beweis s ellen. In den Be ieben un e jüdische Lei ung
ode
Be eiligung lie en 1893/95 maximal 400--450 Webs ühle, bei eine
Gesam zahl
on
e wa
12-13000 S ühlen in Baden. Das sind
3,4%.
Welch ein
Rückgang des jüdischen An eils an de P oduk ion sei
dem
An ang de
ie zige Jah e des 19. Jah hunde s,
als
e wa die Häl e alle Spindeln
und
Webs ühle Badens in den beiden
on
jüdischen Bankie s bewi scha e en
We ken in S . Blasien
und
E lingen lie en
10
!
An
eine so umwälzenden
Ände ung de Ve häl nisse kann nich
nu
de allgemeinen Wi scha sk ise
die Schuld gegeben we den. Schließlich wa en
ja
auch Nich juden
on
de
s
Übe
die Bühle Webe eien gl. oben, Teil
1,
Kap. 5, sowie Hundsnu sche -Taddey (wie
Anm
.
4)
,
S.
65
.
9
HS A
S g ., J
355 K 166.
10
Vgl. oben, Teil
1,
Kap. 4.
98
Die
Blü ezei -1867
bis
1932
K ise zumindes in gleichem Maße be o en, und doch lie en agaus agein
ausende on Spindeln und Webs ühlen in Baden. Man muß also in Be ach
ziehen, daß jüdische Un e nehme in den meis en Fällen dem kleinen ode
mi le en Familienbe ieb den Vo zug o eine anonymen G oßgesellscha
gaben, daß abe de Familienbe ieb nich nu
au
eine ge egel en »E b ol-
ge«
basie e, sonde n auch o du ch Expansions- ode echnischen Neue-
ungszwang in Kapi alnö e ge ie , dahe auch den Konjunk u schwankun-
gen höchs ens eine (nich imme angeb ach e) s enge Spa samkei en ge-
genzuse zen ha e.
Die Geschicke de be ei s in de o he gehenden Tabelle genann en Kon-
s anz-Mee sbu ge Fi ma Koblenze soll diese Folge ung belegen hel en.
Die G ündungsini ia i e ging on dem Kons anze Kau mann Jacob
Ko-
blenze 11 und seinem B ude Adol
K.
in
Ulm
aus, de mi seinem Sozius
Isaak Be nheim un e de Fi ma »Mechanische Baumwollwebe ei« be ei s
um
1874
als
E zeuge on » ohen und ge ä b en Baumwolls o en« in
Mee sbu g beleg is
12
. Das Ve kau sbü o be and sich zunächs in Ulm,
wu de abe -wohl im Ve olg de sei
1875
s ä ke spü ba en K ise -noch
o 1880 geschlossen.
Nun
konzen ie e sich die Lei ung in Kons anz und
Mee sbu g. Noch o de Jah hunde wende übe nahmen die Ne en de
Geb üde Koblenze , Adol und Jacob E lange , die Lei ung de Fab ik und
e leg en ih en Wohnsi z nach Mee sbu g. Sie s eue en das Un e nehmen
du ch die schwe en Jah e bis 1906, und dann e eich e die Fab ik ih e höchs e
Blü e: Nach einem B and
im
al en Fab ikgebäude en s and 1910 eine mode -
ne Neuanlage am S ad and
13
.
Do
a bei e en o Ausb uch des e s en
Wel k iegs e wa 300 Männe und 200 F auen an 414 S ühlen
14
, und in dem
allgemeinen Au schwung moch e
es
scheinen,
als
hä e sich Mee sbu g
au
de Ka e de Tex ilindus ie endgül ig e ablie .
Doch de e s e Wel k ieg ände e dies.
De
einzige männliche Sp oss de
E lange -Familie
iel
an de F on , die Töch e ha en auswä ige Akademi-
ke gehei a e , und die nunmeh äl lichen Senio en, Adol und Jacob E lan-
ge , ühl en sich de Nachk iegs-K ise und dem Neuan ang nach de S abili-
sie ung de Ma k nich meh gewachsen. Sie ha en alles ge an, das We k
o de Schließung zu bewah en, o zdem »die Au äge e schöp « wa en
und »Außens ände nich eingehen«. Mi
70
A bei e n und
12
Anges ell en
sahen sie sich genö ig , im
Ok obe
1923 Ku za bei an zwei Wochen agen
11 So
ERICH
BLOCH,
Geschich e
de
Juden on Kons anz, 1971, S. 70. Ko ek u en dazu
s.
nächs e
Anm.
12
L . Fab ikzählung
om
1.
Dez. 1875, s. auch Ad eßbuch
Ulm
un e »lsak Bemheim(e )«
und
»Geb .
(A
. u.
J.)
Koblenze «, 1876, 1878.
lJ
BLOCH
, wie
Anm
. 11.
14
GLAK
237 /29110,
wodu ch
die in de Webs uhllis e angegebene Zahl on 122 S ühlen
( gl.
Anm
.
7)
e heblich modi izie is .
Die
jüdischen
G oß ex il. i men
in
Bad n
, 1862-1932
99
einzulegen,
um
»die A bei e scha beibehal en zu können ((
15
. Sobald sich
dann die Wi scha slage s abilisie e, such en und anden sie einen Käu e
ü die Fab ik: Die Fi ma Ra
u.
Sohn, die, onJebenhausen/Göppingen
kommend, sei 1874 zunächs in München und schließlich in Augsbu g
ih en S ando ge unden ha e und je z die Mee sbu ge Webe ei
als
Filiale
en wickeln woll e.
Bis 1929 ging alles nach Wunsch. Doch dann sch ump en die Au äge,
meh en sich die En lassungen, und die Kündigung de le z en 37 A bei e
und 6 Anges ell en muß e on den Behö den am
26.
Ok obe
1932
als
un e meidba genehmig we den
16
, so daß die Fab ik nach ach und ün zig-
jäh igem Exis enzkamp und nu ku zen und o un e b ochenen Blü ejah-
en, ih e
To e
endgül ig schloß.
Die d ei Besi ze i men ha en sich jeweils on de güns igen Konjunk u
(1874, 1910, 1924/25) und on dem Angebo an billigen A bei sk ä en, zu
G ündung bzw. Übe nahme und E wei e ung des Be iebes mo i ie en
lassen, ohne die e häl nismäßige Unguns des on Haup e keh swegen
abgelegenen S ando es zu be ücksich igen - alls sie nich allzu seh
au
einen Expo ih e E zeugnisse nach de Schweiz echne en. Die Familien
Koblenze und E lange ha en zwa beim e s en Gene a ionenwechsel o
de Jah hunde wende das Glück,
in
den beiden Ne en seh ähige Ge-
schä slei e ge unden
zu
haben. Dann abe übe hol e sie das Mißgeschick.
Ans elle eine d i en Gene a ion e wa b sich eine baye ische Fi ma nun in
Baden eine Filiale, die dann ohne Sen imen e dem Ro s i zum Op e allen
muß e,
als
es
die Konjunk u e o de e. Daß auch die baye ische Fi ma
jüdisch wa , u dabei nich s zu Sache. Die Spinne ei und Webe ei in Baden
wa eben nich ech k isen es und wu de da um
um
so ehe abgesch ieben,
als
dami keine Familienbelange meh be o en wa en.
Wenn demnach in den kleine en badischen O en die P imä p oduk ion
ielen Juden aus diesen ode jenen G ünden nich meh a ak i e schien,
welche Fab ika ionszweige zogen sie also
an?
Die S a is ik
weis -
auße den
Spinne eien und Webe eien -noch
29
Fab ikbe iebe aus, die b anchenmä-
ßig in d ei ode ie g oße Spa en eingeo dne we den können:
10
We ke ü
Obe -und
Un e kleidung (Kleide ab iken, A bei skleidung,
Schü zen-, Hemden-, Ko se -, Wäsche ab iken). Dazu:
3 We ke ü Filzhausschuhe, geweb e od. ges ick e Handschuhe
17
e c.
15
GLA
F eibu g
,
317
/
474,
Lis e de Be iebss illegungen, Ein ag
N
.
56
om
23
.
Ok
.
1923
.
16
A.a.O., Ein ag
N
.
47
om Jah e
1932.
17
Bei den Hausschuh ab iken handel
es
sich es ges ell e maßen um S o e und Filze
e a bei ende We ke. Dagegen is nich kla , ob
es
sich bei den Handschuh ab iken ielleich
100 Die
Blü ezei -
1867
bis
1932
5 We ke ü G ob ex ilien (Roßhaa -, Seeg asspinne eien, Gu e-, Pla-
nen-, Decken-, Sack ab iken
11
We ke ü Lumpen e we ung (Reißwoll-, Pu zwoll-, Kuns woll-,
Kuns baumwoll ab iken, Pu z-, Polie wolle, Zells o , Ka ona-
gen
u.ä
.).
Zu
diesen Angaben soll gleich angeme k sein, daß die g öß en Un e neh-
men in de Lumpen e we ung und die kleins en Ein- und Zwei amilien i -
men in de Hemden- und Wäschehe s ellung
zu
inden wa en. Le z e e
blieben bis 1932 o du chaus im Rahmen des Wohnungsbe iebs mi
Näh-
maschinen in
2-3
Räumen, ode abe im Rahmen des u sp ünglichen Ve -
lagssys ems mi Ausgabe on Ma e ialien an Heima bei e (innen) und End-
e igung (Kon ek ionie ung) du ch die Familie des En ep eneu s. Teilwei-
se
bes and auch eine meh ode wenige locke e Ve bindung beide Sys e-
me. Die Benennung »Fab ik« is also ielleich e was g oßspu ig, da die
Zahl de es anges ell en Fab ik- und Bü ok ä e, gegenübe den Heima -
bei e n, seh ge ing wa . So ha e z.B. die Wäschenähe ei de Geschw.
Maye in Emmendingen nu zwei es anges ell e A bei e (innen).
Auch die Be iebe de Lumpen e we ung und die G ob ex ilwe ke ka-
men o mi 10-15 A bei e n
18
aus, und nu einige g öße e We ke beschä -
ig en bis zu 50 A bei sk ä en
19
, so daß sie zumindes dami de De ini ion
eine »Fab ik« en sp achen. Jedoch beschä ig en iele Be iebe diese A in
de Regel nich meh
als
5 Mi a bei e .
Demgegenübe ha en einige Kon ek ionsbe iebe on
10
bis an die
40
Anges ell e
20
, jedoch a bei e en diese zum gu en Teil
als
Ve käu e und
Ve käu e innen,
da
es
sich
ja
um
g oße Ladengeschä e handel e. Die Fe i-
um
Lede e a bei ende Un e nehmen handel . Jeden alls sind zwei Heidelbe ge Handschuh-
ab iken hie au genommen,
da
sie zu Einzelhandels i men de Tex ilb anche gehö en. Vgl.
AB
1931, un e Geb . Ro hschild, Silbe mann.
18
So
. die Emmendinge Lumpenso ie ans al de Geb . Kahn, die
15
A bei e beschä ig e-
und das noch 1937/38! Vielleich lagen die Zahlen de Beschä ig en also o de Nazizei um
einiges höhe . GLAK237/40492, 40501.
Do
auch die Anges ell enzahl de Nähe ei Geschw.
Maye .
19
30
Mi a bei e ha e die
Fa.
R.
Beh (Bae ?) in Ras a , 40 die Lumpensonie ans al
J.
Ohlhausen in Schwe zingen und
50
Leo Maye
in
seine Kuns woll ab ik
in
Ruchsen.
HS A
S g .J
355
K 62, 313; GLAK237/40501.
20
So
beschä ig e z. B. das Damenkon ek ionshaus (mi Eigen e igung) L. Maye
in
Ba-
den-Baden
39
und die Kon ek ions i ma Hause
u.
Le y in O enbu g mindes ens
10
Mi a bei-
e . Diese Zahlen, die ü die Zei nach
1933
gel en, können ühe soga noch höhe gelegen
haben
HS A
S g . K 313;
GLAK
237/40470. Obe haup leg e das Gese z ge ade bei Kon ek-
ionsbe ieben die Mindes zahl on
10
A bei e n
als
un e s e G enze eines de Fab ikinspek ion
und ih en Ve o dnungen un e s ehenden Be iebes es (1909), nachdem schon o he eine
kleine We ks a , die ü einen Zwischenmeis e ode Un e nehme a bei e e, welche » Wa en
in Massen he s ellen läß «,
als
»He s ellung im G oßen« behandel wu de.
GLA
F eibu g
317/
336, Min.
d.
1.,
Ka ls uhe,
25
.
6.
1903
und
31.
12.
1909.
Die
jüdischen
G oß ex il. i men
in
Baden,
1862-1932
101
gung
mag
zum
Teil auch als Heima bei auße Haus s a ge unden haben.
Jeden alls liegen selbs ü die sogenann en »Kleide ab iken« keine höhe en
Zahlen o , doch könn en z. B. die» Ve einig en Heidelbe ge Kleide ab i-
ken« in Zei en de
Konjunk u
du chaus eine e was zahl eiche e Belegscha
gehab haben.
Sowohl bei de ku zen
E wähnung
de Bekleidungsindus ie
und
de
Fab ik-
und
Maßkon ek ion, wie auch -die Gegensä ze be üh en sich -
hinsich lich de S apelung
und
Ve a bei ung
on
Hade lumpen
und
Tex il-
ab ällen, sind
sowohl
im
bishe Gesag en die G enzen zwischen Einzel-
und
G oßhandel, bzw. indus ielle Fab ika ion
und
handwe kliche
ode
son-
s ige manuelle Bea bei ung de Ma e ialien, einige maßen e wisch
wo -
den. Es is also du chaus möglich, daß dieses ode jenes
Un e nehmen
übe gangen, ein ande es abe au genommen wu de. Die en scheidende
Übe legung
wa
jeden alls, daß die Zwei els älle sich
imme hin
in de
S a is ik ausbalancie en soll en.
Ahnliche Abg enzungsschwie igkei en exis ie en
au
dem
Gebie e des
G oßhandels, insbesonde e in den kleine en
und
kleins en
O en.
Wie is es
beispielsweise zu e klä en, daß in G oßeicholzheim (K . Buchen) zwei
jüdische Tex ilwa engeschä e, in Kleineicholzheim
und
in Kuppenheim
(K . Ras a ), sowie in F eudenbe g (K . Taube bischo sheim)
je
d ei
Tex-
ilgeschä e
und
in Kippenheim (K . Lah ),
dem
O
on Josua U enhei-
me 21, soga mindes ens sechs jüdische Tex ilwa enhändle
22
exis ie en? Es
soll e kla sein, daß die Beda sdeckung de O sbe ölke ung so iele Ge-
schä e nich jah zehn elang
am
Leben e hal en konn e.
Mi
ande en
Wo -
en, sie
muß en
in diese
ode
jene
Fo m eine Belie e ung de wei e en
Umgebung
ans eben.
Ta sächlich scheinen iele diese Fi men sogenann en Reisegeschä e ge-
wesen zu sein. Das heiß : Wäh end ein ode zwei Familienmi gliede den
Laden hü e en, be eis en ande e die
O e
in de
Umgebung,
um
Bes ellun-
gen au zunehmen, sei
es
au
a sächlich
im
Geschä shaus gelage e Wa en,
sei
es
-wie bei den eigen lichen Reise e e e n üblich -
au
G und
on
Fab ik-
und
G oßhändle mus e n. So e wisch sich wiede um die G enze
zwischen
dem
Reisegeschä
und
den Ve e e n, ebenso wie die G enze
zwischen
dem
dö lichen Einzelhandel und
dem
G oßhandel luk uie .
Ode
wie
wä e
es sons zu e klä en, daß on einem de Tex ilhändle aus
G oßeicholzheim be ich e
wi d
,
e
habe »ein
gu
gehendes« Geschä ge-
üh
nnd
eben alls g oße Kundscha
im
benachba en
Odenwald
« ge-
hab 23? Das mag du chaus bedeu en, daß e den Ve misch wa enhandlun-
21
Vgl. Teil
1,
Kap. 2.
22
HuNDSNURSCHER-TADDEY
(wie
Anm
. 4),
S.
115, 154,
15
7, 173.
23
HS A S g .J 355 K 40.

102 Die Blü ezei -1867
bis
1932
gen de kleine en Nachba o e diejenigen Tex ilien, die sich ü sie zu üh en
lohn en,
au
Kommission ode
au
K edi lie e e, also ihnen gegenübe als
G oßhändle unk ionie e.
T o zdem
is
on
den e wähn en Do geschä en
nu
ein Tex illage
und
Bü o
in Kippenheim
mi
unbezwei elba g oßhändle ischem Cha ak e in
die hie e s ell e S a is ik au genommen wo den. Wei e e Reisegeschä e,
de en A ini ä
zum
G oßhandel es s eh
und
die deshalb s a is isch be ück-
sich ig sind, gab
es
in Baden-Baden, B uchsal, E enheim, F eis e , F ie-
senheim, Ih ingen, Hü enha d
und
O enbu g. In e essan is die Ih inge
Fi ma
24
, da sie mi
dem
Reisegeschä auch einen
Tex il-Ve sandkombi-
nie e.
Die
Ve sandgeschä e sind
nun
wiede um
ein G enz all
und
gehö en
eigen lich nich in unse e Au s ellung, denn sie wenden sich in ih en Inse a-
en
und
mi sons ige Reklame di ek an den End e b auche , den sie
dannja
auch belie e n.
Doch
lieg ein achmännische
Kommen a
aus
dem
Jah e
1930 o , de das Ve sandwesen du chaus
dem
G oßhandel zu echne . Die
Beg ündung
is , daß die Ve sandhäuse angesich s de » e häl nismäßig
schnelle wechselnden
Moden
[
...
] ein Lage un e hal en, dessen Anscha -
ung
und
Füh ung
im
allgemeinen Kapi alien e o de , übe welche de
Kleinhändle «, besonde s in P o inzo en, ein ach »nich
meh
e üg «
25
.
In den kleine en Zen en Badens konn en
on
solchen, an den G enzen
des G oßhandels üh enden, Tex ilbe ieben die olgenden es ges ell
we den:
Ve sandhäuse
Reisegeschä e
Ve e ungsagen u en
4
9
3
16
In e essan is , daß einige de g öße en Ve e e , wie auch de Ve sand-
i men, ge ade in Gailingen ih Zuhause ha en. Das läß sich wohl
dami
e klä en, daß manche » Gailinge
Juden
[
...
]
als
Ve e e deu sche Fi men
in
de
Schweiz
und
schweize ische Fi men in Deu schland ä ig wa en«
26
.
Die jüdische Ak i i ä bei
Impo
und
Expo
on Tex ilien läß sich
alle dings ak enmäßig
nu
schwe belegen. Dahe müssen dann die wenigen
ü jüdische G oßhandels i men au ge undenen Da en als beispielha ü
sons ehlende Angaben gewe e we den.
Doch
zu o is
wohl
eine allge-
24
A.a.
O.,
K 61.
25
ALFRED
MARCUS,
Die
Wi sch.
K ise
des
deu schen
Juden,
Be lin
1931
, S.
80
. Hie ge ade
au
die
He enmode
angewand ,
doch
auch »in ande en
Zweigen
de
d
. Tex ilwi scha es zu-
s ellen«. A.a.
O„
S. 81.
26
HUNDSNURSCHER-TADDEY,
S.
101.
Ein
ähnliche
Hinweis
de
Ve
.
au
das
Vo kommen
manche
Auslands e e e
un e
den
Juden
on
Lö ach
(a
.
a.O
.,
S.
182), läß sich
nu
in
einem
Fall aus
den
Ak en
siche belegen.
GLAK
237 /40492.
Die
jüdischen
G oß ex il i men
in
Baden
, 1862-1932
103
meine Übe sich de jüdischen Tex ilg ossis en an den bishe be ach e en
O en
als
Hin e g und ü die Außenhandels ä igkei zu e s ellen.
Auße
18
S o ab all- und Hade n-So ie ans al en und -G oßhandlun-
gen, die eilweise das Ausland belie e en
27
, sowie den ie -eben alls be ei s
e wähn en -Ve sandhäuse n, die ehe Wa en ein-
als
aus üh en, sind
als
eigen liche G oßhandlungen au zuzählen:
1 Kon ek ionsg oßhandlung
2 Möbel-, Pols e - u. Ma a zens o g oßhandlungen
3 Fu e -
u.
Schneide beda s i men
4 Weiß-, Wi k-, Baumwoll-, S ump -
u.
T iko agen i men
4 Ku zwa eng oßhandlungen
17
G oßhandels i men ü Tuche u. Manu ak u wa en
31
G öße e Konzen a ionen diese
(31
+
18
+ 4
=)
53 Geschä e, zu denen
dann noch die
12
Reisegeschä e und Agen u en zu Gesam summe on
65
Fi men hinzu e en können, be inden sich, auße den be ei s e wähn en
ün
Agen u en in Gailingen, ie in O enbu g, und
je
7 in B uchsal, Heidelbe g
und Lö ach, so daß an ün O en beinahe 50% alle G ossis en angesiedel
wa en.
Um
einen Eind uck on Um ang und Zusammense zung des G oßhan-
dels zu e hal en, sei
als
Beispiel eine aus üh liche Schilde ung de Ve häl nis-
se
in
B uchsal
gelie e , eine sei s, weil meh e e Quellen da übe o liegen,
ande e sei s abe auch, weil sich do e was übe das be ei s angesp ochene
Volumen des Außenhandels jüdische Fi men ablesen läß :
Ein Beispiel:Jüdische
G oßhandels i men
in
B uchsal
1.
Basinge Ka oline: Mus e lage ( Weißwa en. Mi inh. Jos. Basinge ,
Ve e ungen (geg . o 1927, bis
1938)
2.
D ey uß-Schmid (dann: Nach . : Da id Rindsbe g): Fu e -
u.
Schnei-
de beda s-G hdlg. (geg . o 1927, bis 1930/32).
3.
G oss & Cie (Leop. u. Jul. G oss): Ko se ab ik u. -G oßhandel (beleg
1871-77, mögliche weise länge ).
4.
He zog Be hold: He ens o -G oßhandlg. (geg . 1902, bis 1938).
27
Übe Lumpenexpo nu ein allgemeine Sa z
aus
den »Mi eilungen de Handels-Kam-
me Ka ls uhe« in:
Bad
. Wi scha s-Zei ung 1928, S.
92
:
..
. Besonde s uhig e lie das Aus uh geschä mi den wes lichen Lände n, die
in
ühe en Jah en das Haup absa zgebie bilde en. De Os en a
als
Käu e s ä ke
au , is abe in olge seine langsamen Zahlungsweise kein begeh enswe es Gebie
( ... )
Bei dem s a ken An eil g oße jüdische Fi men
an
diesem B anchenzweig is
es
selbs e -
s ändlich, daß
sie
in en sp echendem Maße auch am Expo geschä be eilig wa en. Einzelbei-
spiele olgen, sowei o handen.
104 Die Blü ezei -1867
bis
19
32
5.
Loeb & Ro hschild: Pols e ma e ialien-G hdlg. (geg . o WK
I,
bis
1938).
6. Oppenheime Louis: Uni o m uch-G hdlg. (Mi inh.: Jakob 0 .,
O o
0.),
(geg . 1803, bis 1938).
7.
Sulzbe ge Sigmund: Pu zlappen-, Polie scheiben-
u.
Schlei üche -
G hdlg., (geg . o 1911, bis nach WK
I).
Vie de sieben Fi men
28
wa en wohl noch im 19. Jah hunde en s anden,
und un e ihnen be inde sich die äl es e und langlebigs e Tex il i ma Ba-
dens, Louis Oppenheime (1803-1938). Es is üb igens möglich, daß auch
die Fi ma He zog beinahe gleichal ig wa . Denn die Michel elde Uni o m-
uch ab ik de Familie Oppenheime , übe die be ei s aus üh lich oben im
e s en Teil die Rede wa , ha e ku z nach ih e G ündung einen Teilhabe
namens He zog, dessen Spu en sich alle dings dann bald e lo en. Es mag
sein, daß He zog nach B uchsal übe siedel e, wie
es
ja
um
1862 dann auch
die Fi ma Oppenheime a .
Beide Fi men e zich e en alle dings bald nach de Reichsg ündung
au
Eigenp oduk ion, da sie sich de p eußischen und sächsischen Konku enz
nich gewachsen ühl en.
Zwa
e such e die
Fa.
Oppenheime auch in B uchsal, mi Weben on
Öl-Sack üche n zumindes ü
einen
ih e Speziala ikel die P oduk ion in
Heima bei o zuse zen, doch dami konn e sie sich bei s eigende Mecha-
nisie ung nich übe Wasse hal en.
So
blieb sie im Uni o m uchgeschä ,
ließ abe , nach Schließung de Michel elde Webe ei (1872), bei ande en
Fi men auße halb Badens nach eigenen Spezi ika ionen, und nach 1918 auch
un e eigenen Ma kenzeichen (Ello, Lob), weben. Von 1908 bis 1916 ha e
die Fi ma eine Zweigniede lassung in Be lin, die dann de K iegswi scha
zum Op e iel. Am Ende des e s en Wel k iegs kau e die Fi ma Oppenhei-
me on de badischen Bekleidungss elle, die au gelös we den muß e, in
Waggonladungen ausende on Me e n des nich meh benö ig en eldg au-
en Tuches. Daß eine solche In es i ion -zunächs ielleich on pa io i-
schen E wägungen beein luß -wäh end de In la ionsk ise und de Fluch
in die Sachwe e posi i zu Buch schlug, kann nich geleugne we den.
Jeden alls abe ging die Fi ma nach de In la ion auch zum Ve ieb zi ile
und gemus e e S o e übe und impo ie e soga englische Tuche, insbe-
sonde e den sogen. Ha ison-Tweed. Als ausländische Mä k e ü deu sche
Wa en e schloß das B uchsale G oßhandelshaus insbesonde e die Schweiz,
abe auch Belgien, Luxembu g, Finnland, Jugoslawien und Le land
29
.
S ell e e end muß diese Be ich auch ü die zwei e Tuchg oßhand-
28
N .
3,
4,
6,
und ielleich auch N . 5 und/ode
7.
Quellen: HUNDSNURSCHER-TADDEY,
s.
58 „
HS A
S g ., S. 355,
K.
15;
AB;
und gl. auch Q . in den olgenden Anm.
29
LBI
NY,
AR-7044, schwa ze Einband
in
Mappe
3,
passim.
Die
jüdischen
G oß ex il. i men
in
Baden,
1862-1932 105
lung, die e wähn e Fi ma He zog, gel en, on de keine lei Einzelhei en
übe lie e sind.
Demgegenübe ha die B uchsale Ko se i ma G oss & Cie in den Ak en
des Handelsminis e iums
om
Jah e 1877 lobende E wähnung ge unden, da
sie »den Anschluß an Wü embe g« dadu ch he s ell e, daß sie »diesen
Indus iezweig im Lande ein üh e, in g oßem Um ange mi e sp ießlichem
E olg be eib und den an sie e gehenden Au o de ungen zu Be eiligung
an Auss ellungen,
au
welchen sie -so in Pa is, Wien .und Philadelphia -
bishe auch s e s mi hohen P eisen bedach wu de«, ge n en sp ach und
dazu noch nich einmal s aa liche Beihil e
in
Ansp uch nahm
30
! Das
Un e -
nehmen muß also wohl bis in die Ve einig en S aa en expo ie haben, mag
abe nach 1890 du ch Ve lus dieses Ma k es die P oduk ion einges ell
haben. Jeden alls is die
Fa
. G oss & Cie spä e nich meh beleg .
Dagegen blüh e ge ade o dem e s en Wel k ieg die
au
Pu zlappen,
Schlei üche und Polie scheiben spezialisie e Fi ma Sigmund Sulzbe ge ,
welche in B uchsal den neuau s eigenden Zweig de Tex ilab all-Ve we -
ung e a
31
, da
ja
die on ih e iebenen E zeugnisse aus den bei de
Hade n- und Ab allbea bei ung ückgewonnenen Ma e ialien he ges ell
sind. Es is zwei elha , ob diese Be ieb den e s en Wel k ieg und die
In la ionszei übe leb ha .
Die B uchsale Un e nehmen, die diese K isen übe s anden, wa en dann
alle dings ech subs an ielle Be iebe. S eue ollen konn en zwa nich
eingesehen we den, abe on zwei Fi men sind Angaben übe den Reinge-
winn e hal en. Die kleine e will o 1932 e wa 10000
RM
jäh lich e dien
haben, die g öße e ha abe bilanzmäßig meh
als
das D ei ache diese
Summe
als
Ne ogewinn ausgewiesen
32
• Ku z -die Anzahl de
im
G oßen
in de Tex ilb anche ä igen Juden in B uchsal wa -un e den e wa 600
Mi gliede n de Gemeinde -nich ge ade he o s echend; abe ih e
wi -
scha liche Bedeu ung übe s ieg bei wei em ih e besch änk e Zahl.
Das mag nich nu ü B uchsal so gewesen sein.
Es
liegen
z.
B. S eue li-
s en aus Lö ach und Lah o , welche ges a en, die En wicklung on
Fi men on e wa 1870 bis 1932, wenn auch mi gewissen Un e b echungen,
zu e olgen. Vie Fi men, de en Bes ehen du ch as
60
Jah e beleg is ,
seien hie , in e gleichba en Jah en, mi ih em s eue p lich igen Gewe be-
kapi al o ges ell
33
:
30
GLAK
236/9709, die Landesgewe beauss ellung
in
Ka ls uhe be e end, 20. Sep .
1877
.
31
Die Fi ma inse ie e g oß
in
de Mannheime Z sch .
Süddeu sche
Indus ie,
z.B. Jg.
III,
1911, N . 1, Inneneinband, und olgende
Nm
. Ein ande e Lumpen e we ungsbe ieb, die
Papie ab ik Weil, is
als
nich meh zu B anche zugehö ig, hie unbe ücksich ig geblieben.
32
Um
den Da enschu z o sch i en
zu
en sp echen, sind übe all bei solch de aillie en
Angaben nach
1914
/
18
Namen und/ode Quellen nich genann .
33 S A
Lö ach:
Ak en V und Handels egis e . S A
Lah
: A chi alien, Umlage egis e und
Handels egis e . Be e s de Fi mennamen gl. die o ige Anm.
112 Die Blü ezei -1867
bis
1932
Tabelle
9b
:
Fab ikbe iebe
in
Kons anz
und
F eibu g
Kons anz
Webe eien
Kon ek ions ab iken
s. Mee sbu g
(1)
5
A bei skleide ab iken
Wäsche-, Hemden-, Schü zen ab iken
Planen, Decken
Reißwoll-, Kuns woll-, Ka onagen-
(Lum pen e we ungs-) Indus ie
S ickwa en
Taschen üche , S icke eien
K awa en, Seidenwa en
Ga dinen ab ik
Hu ab ik
Ko se ab ik
Hosen äge -, Gü el ab iken
1
7
3
5
26
(+
1)
F eibu g
4
(+
1
G oß-
schneide ei
2
4
2
1
2
18
(+
1)
Das absolu e
übe wiegen
de Be iebe des Nadelgewe bes is ganz he -
o s echend. In F eibu g gehö en die Häl e de Fab iken dazu, wäh end in
Kons anz
mi
diese Bezeichnung alle bis
au
zwei ode d ei Be iebe
um-
sch ieben sind. Jeden alls en wickel e sich bald
au
diesem Gebie die g öß e
Kons anze Indus ieun e nehmung übe haup , die Fi ma L. S omeye &
Co,
Zel ab ik und Tex ilwe ke.
Sie
hieß u sp ünglich (sei 1872)
Landaue
und
S omeye und en s and au lni ia i e onJulius Landaue , de mi
dem
damals noch nich olljäh igen Ludwig S omeye eine Filiale Fü he Fab i-
kan en in Romansho n übe nommen ha e, sich dann
do
e selbs ändig e
und die P oduk ion Ende des Jah es 1873 nach Kons anz übe üh e. Land-
aue schied nach e wa
ün
Jah en aus de Fi ma aus, die bis Ende des e s en
Wel k iegs ohne jüdische Be eiligung a bei e e. Nach dem K ieg abe a en
sich die zwei B üde E ns
und
Oska
Kau mann, die ih e Fab ik
im
Elsaß
au gegeben ha en und nach Kons anz gezogen wa en, mi dem Inhabe de
Fa
. S omeye zusammen und e ich e en in Kons anz und K euzlingen die
A bei skleide ab ik S omeye
und
Kau mann, an de sie bis zu ih e Aus-
wande ung
um
1933 mi a bei e en
41
.
Üb igens gab
es
in Kons anz
im
Lau e de Jah e noch zwei ande e Pa ne -
scha en zwischen Nich juden und Juden
im
Tex il ach, und auch in F ei-
bu g exis ie en zwei solche Fi men, de en Inhabe nich wenige
ha mo-
nisch zusammena bei e en
als
jüdische Pa ne .
Es
mag manchmal, wenn
man die häu igen Spal ungen und
Umg ündungen
einjüdische Pa ne -
41
ERICH
BLO
CH (wie Anm. 35),
S.
66--69
.

Die
jüdischen
G oß ex il. i men
in
Baden,
1862-1932 113
scha en be ach e , soga de Eind uck en s ehen, daß
es
un e
den
jüdi-
schen Glaubensgenossen, die o genug noch mi einande
e wand
wa en,
e heblich hek ische zuging als in »gemisch en« Fi men.
Zwa
p leg e
man
die Pie ä auch
im
Geschä sleben. So
zum
Beispiel
i mie e Daniel
Ma x
mi
seinem F eibu ge
Manu ak u enwa en(g oß)-
handel42 S . Ma x & Sohn
(1)
,
wohl
um
seinen Va e zu eh en. E s als de
Va e s a b (anscheindend
um
1877), lau e e de Fi menname S . Ma x Sohn
(2).
E wa
zehn Jah e spä e
nahm
Daniel seinen
jünge en
B ude
Emanuel in
die
zu
OHG
umgewandel e
Fi ma
au
(3)
,
jedoch
hiel diese Idylle
nu
d ei
Jah e
s and,
und
Emanuel schied be ei s 1889 wiede aus
dem
Geschä aus.
Das wei e e is
nu
deshalb geschilde ,
um
dem
Eind uck eines Familien-
idylls die auhe e Wi klichkei en gegenzuse zen:
Nach
den S eue ak en
ha e Daniel zwei Söhne, Leo undJulius, die beim Ausscheiden
on
Emanu-
el die Fi ma
übe nahmen
und
- eil en: Leo Ma x
(4)
be ieb
nu
den
G oßhandel,
ohne
sich ins Handels egis e einzu agen,
wäh end
die Fi ma
Julius Ma x
(5)
als
G oß-
und
Einzelhandels i ma einge agen wa . Sie
wu de
dann
1921
on
]ulius Ma x
mi
seinem Sohn
E win
und
einem
ande en Pa ne als
OHG
(6) egis ie . Schon ein
Jah
da au
schied de
Sohn
E win
aus
und
ein neue Teilhabe
wu de
au genommen
. 1932 a
Julius aus de Fi ma aus,
und
gleichzei ig
wu de
ein Ve gleichs e ah en zu
Abwendung
des Konku ses e ö ne . Es ende e
mi
de Au lösung
de
OHG.
Noch
wenige glücklich alsJulius, de
imme hin
übe ie zigJah e seine
Fi ma lei e e,
wa
sein
B ude
Leo Ma x (4), de zunächs
nu
d eiJah e lang
allein seine Fi ma üh e, abe schon
1892- e mu lich
wegen geschä liche
Schwie igkei en -das Fi menschild in Leo Ma x
Nach
(4a)
ände n
muß e
.
De
Nach olge
und
Geschä s üh e
wa
niemand ande e als
de
sei 1889
zu Sei e ged äng e Va e Daniel, de
nun
ach
Jah e
lang die Fi ma lei e e,
bis
e
bei seinem Rückzug ins P i a leben (1900) die Fi ma löschen ließ.
De
om
Va e ausgeboo e e Sohn Leo
Ma x
e ö ne e 1896 eine neue Fi ma -
Wa enagen u Leo Ma x (4b), die schließlich
om
G oß-
und
Agen u handel
zum
Kleinhandel
mi
Auss a ungen
und
zu Hemden ab ika ion
übe ging
(1911), dabei soga auch einige E olge e ziel e. Diese Fi ma
wu de
1925 an
einen Nich juden e kau
43
.
Die
dü en
Fak en eine solchen Fi menen wicklung en hal en -neben
den in
de
Ch onik
nich lau we denden Familien eibe eien - iel Miße ol-
ge
und
K isen, welche das Bild ko igie en hel en, als
ob
alle
jüdischen
42
E s mals
1871
im F eibu ge Ad eßbuch. Die
Numme n
hin e den Pe sonen- bzw.
Fi mennamen sollen die O ien ie ung zwischen den Familienmi gliede n und ih en Fi mie un-
gen e leich e n.
43 Zusammenges ell . P.
ZIMMERMANN,
Ma e ialien
(wie
Anm
. 34), l . Ad eßbüche
und
Handels egis e , S dA
F eibu g.
114 Die Blü ezei -
1867
bis
19
32
Un e nehmen on o nhe ein un e einem glücklichen S e n geg ünde und
zum
E olg p ädes inie gewesen seien.
T o zdem
bleib die Ta sache augen ällig, daß de jüdische An eil am
lokalen S eue e ag ech e heblich wa . Fü Kons anz liegen leide nu
B uchs ücke aus den Lis en de S eue we e o , nach denen e echne
wu de, daß in den Jah en 1925-32, bei einem allenden Be ölke ungsan eil
on e wa
1,9%-1,6%
de Gesam einwohne scha , die 112 s eue p lich i-
gen jüdischen Fi men mi e wa 22% de S eue we e des gewe blichen
Ve mögens zu Buch s anden. Wenn
es
damals in de S ad und 30 Tex il-
g oßhändle und Fab ikan en gab, is
es
jeden alls siche , daß sie mi e heb-
lich meh als einem Vie el an diesen S eue we en und am S eue au kom-
men be eilig wa en
44
•
Meh
läß sich leide übe die G öße und Wich igkei de Kons anze
Un e nehmen
nu
insowei aussagen,
als
eine de Besi ze de
Damenkon-
ek ions ab ik Hoz
und
Kempe , Samuel Scha z, dessen Familie dann auch
das Kau haus Scha z mi eine g oßen Tex ilab eilung e ö ne e, on 1903
bis 1919 on seinen Mi bü ge n zue s in den Bü ge ausschuß und schließ-
lich dann in den S ad a gewähl wu de.
Was
nich hinde e, daß e in olge
de Wi scha sk ise,
als
al e Mann, wiede beginnen muß e, Tex il e e-
ungen zu übe nehmen.
Fü F eibu g liegen zwa Angaben des Gewe bes eue kapi als de
Un e -
nehmen o , abe sie decken ge ade nu eine Spanne on
25
Jah en. Sie
beweisen imme hin, daß die Fi men, die so lange (und länge ) exis ie en,
Tabelle
10
:
Das
S eue kapi al
d eie
Fi men
zu
F eibu ge
Gewe bes eue
wa
45
:
1899 (mi Wachs-
In
Ma k be echne 1872/73
1878
1886/7
1893
u n sei
1872)
30000
Ku zwa en- 19000 70000 + 30000 54000 (+352%)
G oßhandels i ma 30000
(1
Teilh.)
(2Teilh.)
Manu ak u wa en-
(1875)
16000 21000 27000 27000 (+315%)
G oßhandels i ma 8500
Gesam -
Gob ex ilien-
we m
. 30000
16000 G und- + 60000 74000 (+216%)
ab ik s ück
46
4500
86128
44
BLOCH,
a.
a.O.,
S.
71
.
Do
auch die olgenden Einzelhei en übe
S.
Scha z.
45
Wie Anm.
43.
46
S dA
F eibu g
H, N . 12860. Ve mögensau nahme wegen Todes alles.
Die
jüdischen
G oß ex il. i men
in
Baden,
1862-1932 115
meis auch wi scha lich undie wa en. Als Beispiele dienen zwei
G oßhandels i men und eine g öße e Fab ik.
Bei de G ob ex ilien ab ik handel
es
sich
um
die
imJah e
1863 geg ün-
de e »Decken ab ik« S.
Weinheim
und
A.
Pollack,
wohl eine de g öß en
jüdischen Indus iebe iebe in G oß-F eibu g. Das We k wa in Haslach
gelegen.
Do
e a bei e e man Wolle und G ob ex ilien e schiedens e
A Ou e e c.), wie auch insbesonde e Ab allma e ialien (»Kuns wolle«).
He ges ell wu den: Wa e in e schiedenen A en, »Fliesen«,
(d
. h. Vliese,
ode b ei e Fase schich en) aus Wolle, Baumwolle, Seide, Ju e. Diese Vliese
dien en auch zu Pols e - und Ma a zen ab ika ion, welche in eine beson-
de en We ksab eilung be ieben wu de
47
• Daneben gehö en auch Decken,
Planen, sowie Säcke, zu den S anda dp oduk en des We kes.
Im
Jah e 1900 schied de E be des G ünde s Samuel Weinheim aus de
Fi ma aus, so daß sie zum Familienbesi z de Pollacks wu de. Im Jah e 1910
nahm dann de nunmeh
om
Alleininhabe Na han Pollack gelei e e Be-
ieb den
Namen
Badische
Tex il-
und
Pols e we ke
an. Im Wel k ieg e kau e
Pollack die Fi ma an die »Deu sche Wollindus ie AG« (1917).
E
selbs
be aß e sich dann mi Ve ieb on Pols e - und Sa le a ikeln. Zwei Nach-
kommen
de G ünde amilie Weinheim, Jakob und Richa d W., e ö ne en
imJah e
1909 eine Hade nso ie ans al , die alle dings
nu
bis 1913 bes and.
Nach
dem
K iege e neue e Richa d Weinheim den G oßhandel mi Tex il-
ohs o en und Ga nen, abe die Blü e de u sp ünglichen Fi ma S.
Wein-
heim
und
Pollack
wa dahin und keh e nich wiede .
Eine ande e g öße e Fab ik, in de S ad selbs gelegen, gehö e dem sei
1900 in F eibu g ansässigen, ühe en Auslands e e e Albe B aun.
E
üh e zunächs , zusammen mi seinem B ude Ma in, eine Seidenwa en-
und
Besa zg oßhandlung,
Geh .
B aun,
doch e ließ e die Fi ma
im
Jah e
1905,
um
eine Gü el- und Hosen äge ab ik,
A.
B aun
& Cie, zu beg ün-
den. Das We k s ell e auch Sockenhal e und ähnliche A ikel aus elas ischen
Geweben he , und beschä ig e in seine Blü ezei
40--50
A bei e
48
,
obwohl
in den zwanzige Jah en ein gewisse Ka l B aun, mögliche weise ein Ve -
wand e on Albe , ein Konku enzun e nehmen un e de Fi ma
Süddeu -
sche
Hosen äge ab ik
g ünde e. Abe Ka l B aun schein sich e kalkulie
zu haben, denn seine Un e nehmung konn e die K ise on 1931/32 nich
übe s ehen
49
und e schwand on de Bild läche, wäh end die Fi ma
A.
B aun & Cie bis 1938 o bes and.
Noch
wei e e ie F eibu ge Fi men ielen de Wel wi scha sk ise sei
1929 zum Op e , und insgesam schlossen zwischen 1920
und
1932 neun
47
HANS-CARL
SCHERRER,
Haslach
. F eibu g 1980, S. 206.
4s
HS A
S g . J 355, K 29.
49
Ad eßbüche .
116 Die
Blü ezei -1867
bis
1932
Fi men ih e Be iebe, wäh end in Kons anz soga beinahe doppel so iele
be o en wu den.
Es is ielleich ganz leh eich zu übe p ü en, welche Fi men besonde s
on de Nachk iegs- und In la ionsk ise bis 1923, sowie on de Wel wi -
scha sk ise 1929, be o en wu den:
Tabelle
11:
Be iebsschließungen
in
F eibu g und Kons anz,
1919-1932
in
F eibu g
In
Kons anz
bis
1929-
bis
1929-
Es wu den geschlossen:
1923
1932
Sa
1923 1932
Sa
g oße Fab iken 1 -1 -1 1
kleine Fab iken (Näh-, S ick-
e c. Be iebe) 1 1 2 1 5 6
Kon ek ion, Hü e, Moden 3 1 4 4 -4
Tex ilen g os -1 1 1 3 4
G ob ex il, Lumpen -1 1 -1 1
5 4 9 6
10
16
In beiden S äd en e wiesen sich bis 1923 die Moden- und Kon ek ionsbe-
iebe
als
am
wenigs en k isen es . Spä e kam die Reihe, besonde s in
Kons anz, an die kleine en Fab ikbe iebe, wie Wäsche-,
Hemden-
und
Schü zennähe eien. In Kons anz li auch de G oßhandel, wäh end in bei-
den S äd en, selbs
im
sons blühenden Handel mi G ob ex ilien,
im
Jah e
1931/32 einige schwache Fi men das Rennen au geben muß en.
T o z
diese K isene scheinungen zu Beginn und zu Ende de zwanzige
Jah e
wu den
zwischen 1920
und
1932 so iele neue Fi men geg ünde , wie
nie zu o in eine e gleichba ku zen Zei spanne. In Kons anz wa en
es
11,
in F eibu g soga
13!
Au
diese Weise e eich en, o z de ielen Geschä s-
schließungen, die jüdischen G oß-Tex ilun e nehmen
um
1932 in F eibu g
die s a liche Zahl on 28, in Kons anz soga on 30 Fi men, die dann de
na ionalsozialis ischen En eignungspoli ik zum Op e allen muß en.
Un e
den Ini ia o en de soeben e wähn en Neug ündungen be and sich
kaum
meh
als eine de Besi ze ode Mi inhabe on den o he in Schwie-
igkei en ge a enen Fi men, auch
kaum
eine de ehemaligen lei enden
Anges ell en jene Un e nehmen. Die b o los gewo denen Tex ilkau leu e
und -indus iellen e such en nämlich meis , ih en Lebensun e hal
als
Ve -
e e ode Reisende zu inden.
O
wa die Ums ellung auch mi dem
Umzug
de Familie in eine ande e S ad , meis ge ade nach Ka ls uhe, spä e
auch nach Mannheim, e bunden. Diese G oßs äd e wa en imme hin die
Zen en des badischen Tex ilwesens, und
au
ih e jüdischen
Un e nehmen
soll
je z
die Au me ksamkei ge ich e we den.
Jüdische
G oß ex ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim
3.
Jüdische G oß ex ilbe iebe in Ka ls uhe und Mannheim
a) S a is ische
Ve gleich
117
Als
in den Jah en 1870/75 die jüdische Be ölke ung Badens mi e wa
26-
26500 Seelen,
d.
i.
5,02% alle deu schen Juden, ih en ela i en Höhepunk
e eich ha e, mach e sie doch nich meh
als
1,
79% de Gesam einwohne -
scha des G oßhe zog ums Baden aus. Wenn also bishe on e hebliche
Ak i i ä de jüdischen Tex ilun e nehme die Rede wa , so wi d diese inein
noch helle es Lich ge ück du ch die Ta sache, daß selbs die F eibu ge und
Kons anze Juden nie den An eil on
1,
79% de Einwohne scha übe -
sch i en, sonde n,
im
Gegen eil, bald einen iel ge inge en P ozen sa z de
Gesam be ölke ung ausmach en.
Pa allel dazu zeichne e sich auch im Gesam s aa , be ei s sei 1875, ein
s e ige Rückgang des ela i en jüdischen Be ölke ungsan eils ab (1900:
1,4%; 1925:
1,
1 %
),
wenngleich die absolu e Zahl de jüdischen Einwohne
ge ade in den beiden G oßs äd en Ka l uhe und Mannheim bis
1925
in so
augen älligem Maße s ieg, daß man dabei öllig ih en s e igen p ozen ualen
Rückgang gegenübe de Gesam be ölke ung e gaß:
Tabelle
12:
Zahl
de
Juden
in
Baden
und
ih
An eil
an
de
Gesam be ölke ung
da on in
Jah Ka ls uhe Mannheim Baden ingesam Ka ls uhe
u. Mannheim
1875 1488 = 2,8% 3943 = 6,6% 26492 = 1,79% 20,5%
1900 2577 = 2,4% 5550 = 3,9% 26132 = 1,4% 31,2%
1925 3386 = 2,3% 6972 = 2,8% 24064 = 1,1% 43,0%
1933
3119=2,0%
6402 = 2,3% 20617 = 0,9% 46,2%
Ouni)
Nach den P ozen zahlen de Tabelle müß en die Juden in Mannheim -
und in ge inge em Maße auch in Ka ls uhe -in besonde s he o s echende
Weise schon im Jah e 1875
an
de Tex ilwi scha be eilig gewesen sein,
wohingegen dann spä e ein Absinken hä e e zeichne we den sollen.
Doch is schon im e s en Teil da au hingewiesen wo den, daß die Juden
Mannheims e häl nismäßig wenig In e esse am Tex ilwesen zeig en, daß
auch in Ka ls uhe haup sächlich einige G oßhändle Ak i i ä en wickel en,
wäh end die eigen liche Be eiligung on Juden besonde s im Einzelhandel
me kba wu de. Selbs die En wicklung de Tex ilindus ie wa as aus-
schließlich Sache de Bankie s -Eich hal, Habe und Kusel in Ka ls uhe und
Ladenbu g in Mannheim
1 -gewesen. Fü den hie behandel en Zei ab-
1
BERNH.
KIRCHGÄSSNER,
»Mannheim
als
Bank- und Ve siche ungspla z«,
in:
(Hg. Masch-
ke/Sydow) Zu
Geschich e
de
Indus ialisie ung
e c.,
S ad
u.
Geschich e
I,
S.
75.

118
Die
Blü ezei -1867
bis
1932
schni soll e dazu noch ein »mode ne « Bankie , nämlich Felix Hech , de
e s e
Di ek o
de »Rheinischen Hypo hekenbank«, die in Mannheim 1871
geg ünde wu de, o ges ell we den, da seine Tä igkei auch de
En wick-
lung de Tex ilwi scha in No dbaden zugu e
kam
2.
Abe
die jüdischen Geschä sleu e -Mannheime
und
Ka ls uhe als
Gesam hei -zeig en zunächs wenig mode nen Un e nehmungsgeis . Die
olgende Tabelle de G ündungsjah e badische Tex ilun e nehmen (sowei
genaue Angaben o liegen) soll dies beweisen. Alle dings sind ge ade die
Da en ü die Mannheime Un e nehmen nich
imme
eindeu ig es -
s ellba 3.
Tabelle 13: G ündungsjah e
de
G oß ex ilun e nehmen in Baden
Baden insgesam Ka ls uhe Mannheim
ungewiß 3,5% 4,0%
s.
Anm. 3
o 1870 7,5% 8,0% 8,8%
1871/80 11,0% 8,0% 15,7%
1881/90 3,0% 2,5% 3,2%
1891/1900 10,5% 7,0% 5,7%
1901/1910 17,0% 17,0% 22,2%
1911/1920 9,0% 12,5% 7,6%
1921/1932 35,0% 37,0% 35,0%
1933/36 3,5%(!) 4,0%(!) 2,0%(!)
n=
404 = 100% 129 = 100% 159 = 100%
Aus den Gesam angaben ü Baden läß sich eine e höh e Tä igkei in den
Boompe ioden
o
1875
und
nach 1893, sowie
im
Jah zehn
o
Ausb uch
des e s en Wel k iegs, eindeu ig ablesen. Das
s imm
namen lich
mi
de
Tendenz
un e
den
Juden
Mannheims übe ein und is -ebenso wie
au
die
allgemeine Hausses immung - ielleich besonde s
au
die s a ke
Zunahme
de jüdischen Be ölke ung in de S ad zu ückzu üh en. In Ka ls uhe
wa
man
bis
e wa
1900 o sich ige bei G ündungen, und e s
im
Jah zehn
o
dem
Wel k ieg e s a k e die Ak i i ä in de Landeshaup s ad in ähnlichem
Maße
wie
an den ande en
O en
Badens.
Wenn
nun
abe aus den le z e wähn en Da en obige Tabelle de Schein
e weck we den könn e,
als
hä e sich de eigen liche Au schwung des
2
A.a.O.,
S.
67 .
3
Da
Mannheime A chi alien, ähnlich wie in Kons anz, im K ieg e lo en gegangen sind
und
nu
Ad eßbüche sowie die Käs en
im
HS A
S g .
J 355, N . 84-134, benu z we den
konn en, is die Möglichkei genaue Angaben in Mannheim lediglich
au
e was übe die Häl e
de Fi men besch änk . Alle dings handel
es
sich
um
die enommie e en, so daß den Da en
eine nich zu un e schä zende Aussagek a zukomm .
Jüdische
G oß ex ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim
119
jüdischen Tex ilwesens in den beiden G oßs äd en (und demen sp echend
auch ela i in ganz Baden) e s nach dem E s en Wel k ieg ollzogen, so
sind einige E wägungen zu Ko ek u dieses Eind ucks anzub ingen:
E s ens e eich e, wie schon e wähn , die Zahl de Juden in Ka ls uhe
und
Mannheim
jus
im Jah e 1925 ih absolu es Maximum,
und
es
soll e schon
allein on dahe e s ändlich sein, daß die jüdische Wi scha sak i i ä in
beiden S äd en einem de Seelenzahl angepaß en
Maximum
zus eb e. Dazu
da
wohl in Rechnung ges ell we den, daß G oßs äd e ge ade die ak i s en
Elemen e, sei
es
aus de dö lichen ode kleins äd ischen Pe iphe ie, sei
es
aus wei e e En e nung, anzogen; und da übe wi d noch im Folgenden
aus üh liche die Rede sein.
Eine zwei e E wägung be i die G öße
und
die ökonomische Bedeu-
ung de damals geg ünde en Fi men. Die Anzahl allein is noch kein Indika-
o ü ih wi scha liches Gewich .
Und
a sächlich schein es, daß
nu
wenige Un e nehmen, die in den zwanzige Jah en en s anden, schnell eine
gewisse Wich igkei im Geschä sleben e lang en. Alle dings wu de ihnenja
wäh end de He scha de Na ionalsozialis en jede Zukun smöglichkei
abgeschni en, so daß schon allein aus diesem G unde alle Neug ündungen
de zwanzige Jah e übe haup nich länge
als
10 bis höchs ens 17 Jah e ih e
Lebens ähigkei un e Beweis s ellen konn en.
Und
schließlich gab
es
in den zwanzige Jah en nich
nu
eine Hoch lu
on Neug ündungen
im
Tex il ach, sonde n auch einige Jah e schwe e
K isen, in denen ech iele -und nich nu ku z o he geg ünde e -
Un e nehmen s auchel en und ze schell en: die K ise on 1918/19, als
Tex il als absolu e Mangelwa e un e d ückende Zwangsbewi scha ung
s and -dann die In la ionsk ise on 1922/23,
als
Geld nich schnell genug
ged uck und Wa e nich ei ig genug geho e we den konn e. Manche
Fi men abe , die übe diese Hü den hinweggekommen wa en, e moch en
schließlich de Wel wi scha sk ise sei 1929 nich meh s andzuhal en.
Die Zahlen de zwischen 1919 und 1932 geschei e en Tex ilun e nehmen
be ug in Mannheim übe d eißig, und in Ka ls uhe an die ün undzwanzig.
Alle dings wu de diese Einb uch, wie gesag , du ch die 56 Mannheime ,
bzw.
48
Ka ls uhe , Neug ündungen wiede we gemach . Doch e leg en
sich die G ünde kaum
au
Indus iebe iebe, sonde n konzen ie en sich,
besonde s in Ka ls uhe, eindeu ig
au
den G oßhandel. Die Au äche ung
alle Tex ilun e nehmen zwischen 1875 und 1932 nach G oßhandelszweigen
s ell sich in Ka ls uhe und Mannheim wie olg da :
(Siehe Tabelle
14
S.
120)
Die jüdische Be ölke ung on Mannheim, die 1875-1933 unge äh
dop-
pel so s a k wa wie die on Ka ls uhe, g ünde e
und
üh e, sowei de
Ausweis obige Tabellen als ep äsen a i gel en kann, p ozen ual wenige
G oßhandelsbe iebe
als
die de badischen Haup s ad . Dazu
wa
de
120
Die
Blü ezei -1867
bis
1932
Tabelle
14:
De
jüdische
G oßhandel
in
Ka ls uhe
und
Mannheim4,
187511932
Ka ls uhe Mannheim
En-g os-Ab eilungen
in
Kau häuse n 3 -
Rohs o handel: Han , Flachs, Wolle, Roßhaa , Fede n 2 5
Kon ek ion 7 9
Pu z-, Mode-, Sam -, Seidenwa en, Hü e 5 8
Weiß-, Wi k-, Baumwoll-T iko agen 3
13
Leinenwa en, Auss a ungen 2 2
Manu ak u wa en, Tuche
28
33
Ku z-, Posamen ie wa en 4 5
Möbel-, Pols e s o e, Teppiche, Ga dinen 6
12
Ga ne -4
Schneide beda , Fu e -6
Seile eie zeugnisse -1
Säcke, Decken, Planen 6
14
Tex ilab älle, Hade n, en g os 6
12
G oß e sand, G oßagen u en
4+4
3+17
Sa
80
144
G oßhandelsbe ieb on Ka ls uhe auch noch in eine quali a i en Hinsich
beme kenswe : Einige de De ailgeschä e, die sich ehe
als
in Mannheim
zu
Kau häuse n, bzw. Ke enläden, en wickel en, e ich e en gleichwohl,
aus diesem ode jenem G unde, auch eine G oßhandelsab eilung ode e was
ih en besonde en Zwecken En sp echendes. Die G ünde da ü , und das
Maß diese E scheinung in Mannheim, we den
in
den nächs en Kapi eln
un e such we den.
Wenn eine gewisse Ballung des G oßhandels ielleich ypisch ü Ka ls-
uhe wa , so gab
es
jeden alls auch einige besonde e Mannheime Zweige
des Eng osgeschä s, die in de Landeshaup s ad gänzlich ehl en, ode do
iel schwäche e e en wa en
als
in Mannheim
(s.
Tabelle): Au allend is
das öllige ehlen on Ga n- und Schneide beda sg oßhandlungen in
Ka ls uhe und de bei wei em übe wiegende An eil Mannheims am Handel
mi ex ilen Rohma e ialien (einschließlich Be ede n) und mi G ob ex i-
lien5.
Diese Tendenz ha e schon lange o dem e s en Wel k ieg begonnen,
schein abe e s in den zwanzige Jah en
zu
besonde s augen älligen P opo -
4 Quellen:
Ad eßbüche
und HS A
S g .
J
355
61-69, 84-134, auch S dA
Mannheim,
Juden-
ka ei.
5 Da übe wi d aus üh liche im olgenden Kapi el die Rede sein.
Jüdische
G oß ex ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim
121
ionen gediehen
zu
sein. Ähnliches läß sich wohl auch übe die Häu ung de
Gene al e e ungen und G oßagen u en (
4:17)
aussagen, die in den zwanzi-
ge Jah en o wiegend in Mannheim, und nich in Ka ls uhe, beheima e
wa en.
Das gil abe nich ü G oß e sandhäuse (4:3), Kon ek ionsg oßhand-
lungen und den »eigen lichen« Tex ilhandel,
d.
h.
den Handel mi »langen«
und »ku zen« Wa en. Angesich s de Ta sache, daß die jüdische wie auch die
allgemeine Be ölke ung de Haup s ad wenige
als
die Häl e de Mannhei-
me ausmach e, bedeu en die
55
Ka ls uhe jüdischen Fi men in den genann-
en B anchen wohl p opo ional
um
einiges meh
als
die 82 Mannheime
Be iebe
(s.
nächs es Kapi el).
Dagegen wa en die Mannheime Juden, insbesonde e
im
20.
Jah hunde ,
e heblich ak i e im Fab ikwesen
als
die Ka ls uhe . Die S a is ik de
jüdi-
schen Tex ilp oduk ionss ä en sei
1875
e gib ,
daß-
wie im
G oßhandel-
auch
au
indus iellem Gebie eine Reihe on Zweigen in beiden S äd en
ela i ähnlich bese z wa en, wäh end ande e insbesonde e ü Mannheim
als
ypisch gel en können.
Nu
in Mannheim e s eck e sich die jüdische Ini ia i e
au
Fab ika ion
on Seile wa en,
au
Roßhaa -, Seeg as- und Ju espinne ei, au Be ede n-
zu ich ung, sowie auch
au
jene Tex ilzweige, die eng mi chemischen
P ozessen e bunden wa en. Le z e es wa wohl in Mannheim-Ludwigsha-
en kein Zu all, und da übe soll wei e un en
im
Tex
einiges ausgesag
we den. Dagegen en sp ang
es
wohl wi klich einem Zu all, wenn zu den
zwei Mannheime Hu ab iken, eine Tex il ilzschuh-Fab ik, eine S icke-
ei, eine Seidenwa en- und K awa en ab ik, sowie zwei Tuch ab iken,
keine pa allelen Un e nehmungen in Ka ls uhe exis ie en. Mögliche weise
deck e die Hausschuh ab ik den no d- und mi elbadischen Beda 6,
wäh-
end die» Tuch ab iken«, schon ih e Bes ehenszei nach
(19.
Jh.), wohl
als
Handwebe eien und Ein amilienbe iebe einges u we den können.
Den ie undzwanzig Fab iken, die in Ka ls uhe keine Nachahmung an-
den, s ehen nu zwei Be iebe in de Haup s ad
gegenübe -
eine Flaggen a-
b ik und ein Pols e möbelwe k -die ih esgleichen in Mannheim e missen
lassen. Sons abe wa en die P oduk ionszweige in beiden S äd en ech
ähnlich.
Es bes anden die olgenden pa allelen Fab ikbe iebe7:
(Siehe Tabelle
15
S. 122)
Wiede , wie schon beim G oßhandel, schneide de »eigen liche« Tex il-
sek o in Ka ls uhe im Ve gleich
zu
Mannheim ga nich schlech ,
ja
im
Kon ek ionsbe ieb soga ech eind ucks oll ab. In de Tex ilab all- und
6 Es gab auch eine Tex ilschuh ab ik in Emmendingen un e
jüd.
Lei ung.
7 Wie Anm. 4, dazu S dA Mannheim, Zug. 16/1967.
128
Die Blü ezei -1867
bis
1932
lieh ausdehnen müß e, die abe on Wich igkei
als
Au s iegs- ode
Abs iegs-
o men des G oß ex ilwesens sind und dahe einen ku zen
Kommen a
e dienen.
Denn
we
wa en diese Ve e e bzw. Ve sandhausinhabe ? Wie soeben
am Beispiel F iedmann gezeig
27
, sind sie das Sch ump ungsp oduk eines
ehemals g oßen Be iebs, on dem noch Wa enbes ände und Ve bindungen
zu Lie e an en und Kunden bes ehen, die eine Geschä s üh ung des pe sön-
lichen Ve e e besuchs, bzw. pe Inse a und Pos , un e Ums änden soga
on de Wohnung des Besi ze s aus, ohne g oße Spesen e möglichen.
Ein ande e Aspek des Ve e ungs- bzw. Ve sandhandels en hüll sich in
seine Funk ion
als
e s e Au s iegss u e ü isch on kleine en
O en
zuge-
zogene Un e nehme mi e was Kapi al, das zu Hal ung eines Wa enlage s
aus eich . Dazu kamen dann o Menschen, die s a mi Kapi al
nu
mi iel
Fleiß, Kon ak eudigkei und Ini ia i e ausges a e wa en. Diese wu den
dann Ve e e . Es is du chaus e s ändlich, daß die nach dem e s en
Wel k ieg in Deu schland ges ande en, ode o Re olu ionen ge lüch e-
en, Juden aus Ös e eich, Rußland, Unga n, Rumänien und Polen,
nun-
meh
zum
Teil s aa enlos, un e den Un e nehme n on Ve sand- und
Ve e ungsgeschä en einen au allend hohen P ozen sa z ausmach en: Bei-
nahe die Häl e de 38 im Ve sand- und Agen u handel Tä igen besaßen
nich die deu sche S aa sangehö igkei . Ein Teil on ihnen be ieb seine
Geschä e
au
Abzahlung
28
, insbesonde e im Bekleidungs- und Wäsche e -
sand29. Das wa ielleich ü ih en Leumund nich imme zu äglich,
da
säumige Schuldne sie in
Ve u
b ach en, doch e üll e wohl ih Handel,
insbesonde e in den K isenjah en 1930/32, die wi scha lich nich unwich i-
ge Funk ion de K edi gewäh ung in eine Si ua ion aku e Geldknapphei .
Die zwei e wich ige En wicklung
au
dem Gebie e des G oßhandels, die
e wähn we den muß, wi d in de Lis e de G oßhändle (oben,
S.
127)
du ch die Fi men A . Mahle Söhne und Vogel
u.
Schnu mann e e en.
Zwa
glichen sich diese Fi men nich ganz in ih em Au bau -das Mahle -
sche Un e nehmen blieb eine G oßhandlung und So ie ans al , wäh end
Vogel u. Schnu mann sei 1908 dazu noch eine g oße Kuns woll ab ik
be ieben; auch wa en sie nich die einzigen ih e A , und mindes ens die
Lumpenso ie ans al on S. Nachmann in Du lach, muß noch als g öße es
Un e nehmen aus de Gesam zahl de sechs Hade ng oßhandlungen und
ie Ab all e we ungs ab iken namen lich he o gehoben we den. Dann
27
Auch Jakob Löwe, ein Teilhabe des in Anm.
20
genann en Schneide a elie s, gehö
hie he .
26
Vgl. das Zi a oben im Tex (und
Anm
.
22)
übe das Umsichg ei en des Ra enzahlungssy-
s ems.
29 Eine zwei e Domäne wa de Rohma e ialien-, Lumpen- und Sackhandel. Da übe wei e
un en im Tex .

Jüdische
G oß ex ilbe iebe
in
Ka l
s
uhe
und
Mannheim
129
wä e auch noch die on Vogel
u.
Schnu mann in Maxau geg ünde e Zell-
s o - und Papie ab ik
Vogel
und
Be nheime
als
wich ige Rezyklie ungsbe-
ieb den gesonde ge üh en g oßen Fab ikun e nehmungen zuzu echnen.
Be o Nähe es übe die bishe genann en Fi men ausgesag wi d, soll zu
Ve olls ändigung des B anchenbildes hinzuge üg we den, daß zusä zlich
zu den in de Tabelle
14
gezähl en 6 G oßhandels-
und
4 Fab ikbe ieben (zu
Lumpen- und Tex ilab allso ie ung, zu de en Lage ung bis
zum
Ve sand,
bzw. zu ih e Ve a bei ung) noch sechs kleine e Lumpenhandlungen in
Ka ls uhe exis ie en. Dazu
komm ,
daß das Geschä mi al en Säcken
(Ankau , Ve leih, Ve kau ) diesem Tex ilzweig ech nahe s and,
und
so
da
man ielleich hie auch noch -zusä zlich zu den ie in Tabelle 14
gezähl en g öße en Sack-, Planen- und P e dedecken ab iken -soga die
sechs g öße en (und zehn [!] kleine en) Sackhandlungen e wähnen. In
Mannheim we den noch iel meh o ge unden we den, abe hie wie
do
is de P ozen sa z nich deu sche S aa sbü ge in de Lumpen- und Sack-
b anche ech au allend.
Auch das e wähn e Du lache G oßun e nehmen on (Samuel, dann
Be hold) Nachmann, das eine Niede lage
in
F eibu g un e hiel
30
, gehö e
s aa enlosen Besi ze n. Dadu ch wa en sie on den Vogels, Schnu manns,
Be nheime s und Mahle s e schieden, die -hunde und meh Jah e in
Baden
beheima e -
meis aus kleinen
O en
s amm en und sich e s spä e in
Ka ls uhe selbs e ablie en. Auch
S.
N achmann g ünde e seine Lumpenso -
ie ans al noch ehe Du lach de Residenzs ad eingemeinde wa . Die
mi -
le e G öße seines Be iebs, ebenso wie dessen Wi scha swich igkei
im
e s en Wel k ieg, läß sich aus den Zahlen de bei
ihm
beschä ig en A bei e-
innen ablesen
31
:
1916/17:
3246
Beschä ig e
1918:
5~22
Beschä ig e
1919/20: 28-30--22 Beschä ig e
1921/22: 22-31-22 Beschä ig e
Es
wa
also ein Geschä , das ge ade in K isenzei en Hochkonjunk u
ha e.
Vielleich wa dies auch de G und, daß mi en
im
K iege
(1916)
in
Ka ls uhe die
Deu schen
Tex ilwe ke,
GmbH
, geg ünde wu den, die de
»He s ellung on Tex ilien und Zellulosegespins en, Geweben, Säcken,
Bind aden u.s. w. « dienen soll en. Das S ammkapi al be ug 20000 Ma k.
Als Geschä s üh e wu de Al ed Blumens ein genann
32
• Eigen lich
wa
es
30
In P o zheim
und
Ras a be ä ig e sich
au
demselben Gebie die Fi ma Ludwig
Nachmann
.
Eine Familien-ode Geschä s e bindung wa , o z de Namensgleichhei , nich es zus ellen,
is abe du chaus möglich.
31
S dA
Ka ls uhe
, Bes . Du lach A-1324, l d.
N
.
10.
32
Wo
c
henbe i
c
h e
de
Leipzige
Mona s
s
ch i
ii Tex ilindus ie,
XXXI
(1916),
N .
16
, S. 188.
130 Die
Blü ezei -1867
bis
1932
wohl meh ein Hade n e we ungs-
als
ein egulä es Tex ilun e nehmen;
denn Ju e
als
Sack ohs o und
Han
wa en im K iege Mangelwa e; deshalb,
und wegen des Lei e s Al ed Blumens ein,
sei
die Fi ma hie besonde s
genann , obwohl ih in Ka ls uhe keine blühende Zukun beschieden wa .
Wich ige und g öße wu de im Lau e de Jah e die Fi ma Mahle , die
wohl 1886
zum
e s en Mal in Du lach als Hade nso ie ans al
A.
Mahle
Söhne, i mie e
33
. Vo he ha e de Va e , A on (auch Ab aham) Mahle ,
einen Rohp oduk enhandel ge üh , in dem sich wohl die Lumpen als be-
sonde s luk a i e wiesen. Nach den S eue lis en un e hiel die Fi ma de
Söhne Fe dinand und Max (s .
1915)
einen Be ieb in Ka ls uhe und einen in
Du lach. Le z e e wu de dann spä es ens
imJah e
1908 einges ell und
mi
dem in Ka ls uhe e einig . Es is ielleich in e essan
zu
e wähnen, daß ein
Enkel on A on Mahle , Hein ich, zusammen mi seine Mu e , F ieda
M.,
sich imJah e'1919 on Fe dinand enn e,
um
on neuem eine Rohp oduk-
enhandlung, wie seine zei de G oß a e ,
zu
beginnen. Als de Onkel
Fe dinand sich im Jah e 1923 on seinem Geschä zu ückzog, usionie en
die beiden Fi men, Hein ich Mahle und
A.
Mahle Söhne, un e
dem
Namen
Hein ich
Mahle
u.
Co,
wobei de An eil eines neuen Kompagnons,
Sigmund Löwen hal, 20% be ug, wäh end Hein ich und F ieda Mahle
je
zu 40% an einem Jah eseinkommen be eilig wa en, das sich hoch in den
ün s elligen Zahlen beweg e.
Die g öß e Fi ma
au
dem Gebie de Al ex il e we ung wa abe
Vogel
und
Schnu mann.
1833 in Muggens u m bei Ras a on Juda Le y Vogel
geg ünde , expandie e sie zum e s en Male beim Ein i des Schwiege soh-
nes Samuel Schnu mann ins Geschä . Die nunmeh ige Fi ma
Vogel
u.
Schnu mann
beschä ig e 1866 e wa d eißig Mi a bei e (innen) beim So ie-
en de Lumpen und bei de He s ellung on Reißwolle, die haup sächlich
nach England expo ie wu de. Mi Ein i des Sohnes on Juda Le y -
Samuel Vogel -in die Fi ma begann ü ihn und seinen Schwage Schnu -
mann die Zei de eigen lichen Expansion.
Un e
Beibehal ung des So ie -
und Reißwollbe iebes in Muggens u m e leg en sie den Schwe punk und
den Si z des Un e nehmens nach Ka ls uhe (1878/79). Gleichzei ig nahmen
sie einen neuen Teilhabe , Simon Be nheime , au , und zusammen g ünde-
en
Vogel
und
Be nheime
im
Jah e 1884 die Zells o -Fab ik in Maxau,
nachdem sie be ei s o he eine Papie ab ik in E lingen au gekau ha en.
Es ging ihnen also wohl da um, die nunmeh wi scha lich wich ige
we denden eklamie en Tex il ase n selbe zu Papie -, Ka onagen- und
Al ed
BI.
gehö e, l dl. Auskun des
S dA
Mannheim, zu Mannheime Un e nehme -
amilie Blumens ein, de en Konze nau bau im nächs en Pa ag aphen e wähn is . Vgl. do .
33
lnh. Fe dinand und Max Mahle , Du lach, Söhne des A on Mahle , auch Ab aham
genann , ehe n. Me zge gehil e, sei 1870 in Ka ls uhe
als
Lumpenhändle bes eue .
ZIMMER-
MANN,
Ma e ialien, gl. S dA Ka ls uhe, Bes . Du lach A-1304.
Jüdische
G oß ex ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim
131
Zells o he s ellung zu nü zen,
um
dann schließlich auch zu Eigen ab ika-
ion on Kuns wolle und Kuns baumwolle
in
g oßem Maßs ab
zu
sch ei en
(sei 1908). Im Jah e 1914 beschä ig en sie e wa 500 A bei e (innen), und
Mi e de zwanzige Jah e s anden in ih en di e sen Be ieben 700 und meh
Mi a bei e in Lohn und B o . Damals wa en sie wohl das g öß e deu sche
Un e nehmen ih e A
34
.
Auch
in
diesem Un e nehmen, wie bei de Fi ma Mahle , gab
es
Um-
g ündungen und Scha ung on Spezial i men, die spä e wiede mi dem
Haup un e nehmen usionie en; on den Schnu manns wa en in den
K iegs- und Nachk iegsjah en einige F auen
als
Geschä s üh e innen bzw.
Kommandi is innen ak i . Jedoch in de Füh ung de sei 1936 wiede
e ein en
Fa.
Vogel
u.
Schnu mann
he sch en -nach
Tod
ode Ausscheiden
de männlichen Schnu manns -die Mi gliede de Familie Vogel
als
maß-
gebliche Lei e de Fi ma und Eigen üme alle Geschä san eile bis zu
»A isie ung« des ganzen Komplexes
35
.
Die E wähnung de weiblichen Geschä s äge bei den Fi men Mahle
und Vogel & Schnu mann is hie kein Zu all. Ge ade im Tex ilwesen ha en
F auen, noch
om
S icken, S icken und Nähe he , »B anchen e s and«
en wickel . Im ühen Ve lagswesen a bei e en sie bei de End e a bei ung
und Endab echnung on gelie e en Heima bei swa en mi , und wenn
-wie
oben geschilde -Männe das Reisegeschä be ieben und un e wegs
wa-
en, lei e en ih e F auen und Töch e Laden, Bü o, Lage und Ve sand.
O
üh en Wi wen jah elang die Fi men ih e e s o benen Ehega en o . Es
lassen sich ge ade aus Ka ls uhe (und Mannheim) iele Beispiele ü ak i e
und üh ende F auena bei
in
Tex ilun e nehmungen beib ingen. Von den
bishe genann en Fi men wi k e in
Fa.
D ey aß
und
Siegel
die Wi we des 1925
e s o benen Geschä s üh e s Gus a Rosen hal, Hedwig geb.
Obe do -
e , an seine S elle. Ähnlich ungie e F au
Emma
Hi sch, geb. Fabel, sei
dem Jah e 1924 an S elle ih es e s o benen Mannes
als
Geschä s üh e in
de
Deu schen
Signal-Flaggen ab ik. Die Möbels o g oßhandlung Mo i z
Vei h
Nach KG ha e be ei s
1903
als
Kommandis in die F au des pe sönlich
ha enden Gesellscha e s Sigmund Beh , Dina geb. Maye . Die schon
e wähn e Kleide ab ik Billig wu de eine zei lang on de Wi we Rosa B.
ge üh .
Die Lis e ließe sich beliebig o se zen, doch wü de sie den Rahmen des
Themas sp engen.
Da um
soll nu noch ein Beispiel e wähn sein, weil
es
auch einen zusä zlichen G enz all des G oßhandels, nämlich den »g oßen
Handel« beleuch e : Gemein is die Fi ma
Paul
Bu cha d ,
Spezialhaus ü
34
Ka ls uhe,
Wi scha szen um
am
Obe hein
, Ka ls uhe
1953,
S.
78;
Das
Buch
d.
S ad
Ka ls uhe
(wie
Anm
. 8),
S.
241.
35
ZIMMERMANN,
Ma e ialien
.
132
Die
Blü ezei -1867
bis
1932
Damen-
und He en-Modea ikel, Be en
und
Ga dinen, Kaise s . 143.
Dieses
Un e nehmen
ha e sieben Filialen:
am
We de pla z, in Du lach,
Mühlbu g, Knielingen, Rüppu , Daxlanden, und auch in B uchsal. Nach
dem
Tode
des Ehemannes üh e die Wi we, Rosa Bu cha d , geb. Me zge ,
das
Un e nehmen
e olg eich bis zu seine »A isie ung«
imJah e
1937 o .
Wie schon bei den Wa enhäuse n und Ve sandgeschä en
muß
auch hie
e klä we den, daß die Lage hal ung ü ein S ammhaus und sieben Filialen
du chaus dem Volumen eine mi le en G oßhandlung en sp ich , wenn sie
nich ga , insbesonde e du ch die Viel al de Handelsa ikel, wei da übe
hinaus ag .
Dies schein auch a sächlich de Fall gewesen zu sein bei eine ande en
on F auen beg ünde en
und
gelei e en Un e nehmung, dem Wa enhaus-
konze n
Geschwis e Knop ,
mi Filialen in B uchsal, F eibu g, Lö ach,
P o zheim und Ras a . Die Fi ma un e hiel in Ka ls uhe ih »Eng osla-
ge <<,
sowie ih e Zen al e sandab eilung, e dien also jeden alls eine spe-
zielle
E wähnung
im
Zusammenhang mi dem G oßen Handel de S ad
Ka ls uhe
36
.
Wie e lie
nun
die allgemeine En wicklung de jüdischen G oßhandels-
be iebe in Ka ls uhe (denn die Fab iken wa en, bis
au
Vogel
u.
Schnu -
mann, meis klein,
und
le z e e Fi ma gehö ja, mindes ens eilweise, zum
G oßhandel)? Gewe bes eue e anlagungen liegen ü e wa 40 Jah e o ,
und
das Wachs um de g öße en jüdischen Be iebe läß sich
on
de
En -
wicklung ih es Gewe bes eue kapi als ech eind ucks oll ablesen.
Zwi-
schen 1862 und 1874, ü welche Zei sechs jüdische G oßhandlungen in den
S eue lis en unun e b ochen e scheinen, be ug ih An eil
am
Gewe bes eu-
e kapi al alle Un e nehmen de Residenzs ad maximal e wa 13% (1862),
minimal 9,5% (im Jah e 1874). Das mag de beginnenden G ünde k ise, den
An angsschwie igkei en zusä zliche jüdische Be iebe, ode abe de
En -
wicklung des nich jüdischen Gewe besek o s zuzusch eiben sein. Le z e es
is wohl die wah scheinlichs e E klä ung.
Denn
auch in den Angaben ü die
Jah e 1878-1907, in denen
el
jüdische G oßhandels i men in ih e S eue ka-
pi alen wicklung e olg we den können, sink ih An eil s e ig ab: 1878
besaßen die
el
Fi men noch
2,
7% des Gesam s eue kapi als, 1900 wa en
es
nu
noch
1,
7%.
Und
wäh end das Gesam s eue kapi al in de S ad on
1878 bis 1907
um
412% gewachsen wa , wuchs das Kapi al de
11
g öße en
jüdischen Fi men
im
Du chschni
nu
um
360%. Alle dings s ieg de An eil
de jüdischen Fi men
im
Jah e 1907 wiede bis
au
2,4% an, abe wohl
haup sächlich dank de Wachs ums a en eine einzigen Fi ma. Das bedeu e
un e ande em, daß die meis en jüdischen Tex il i men ech konse a i
blieben, daß abe auch das Tex ilwesen in Ka ls uhe on ande en Indus ie-
36
Fa.
Bu cha d :
HS A
S g „J 355, K
62;
Geschw. Knop : GLAK237/40492.
Jüdisc
he
G oß ex ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim
133
zweigen übe unde wo den wa . Denn die ausgewähl en Fi men selbs
weisen zum g oßen Teil eine s e ige E höhung ih es Gewe bes eue kapi als
au , wenn auch nich im Maßs ab des Gesam wachs ums. olgendes Schau-
bild soll dies e deu lichen
37
:
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+ + + + •
En wicklung
des
Gewe bes eue kapi als
on
11
Tex il. i men
in
Ka ls uhe,
1878-1907
------
37
S dA
Ka ls uhe,
S eue ka as e und Gemeindes eue umlage egis e , Auswe ung . P.
Zimme mann.

134 Die
Blü ezei -1867
bis
1932
Die el da ges ell en Fi men sind nach Gesich spunk en ausgewähl , die
es
schon
au
den e s en Blick e möglichen, sie in ün G uppen au zugliede n.
Die e s e G uppe
(I-11)
bes eh aus G oßhandlungen
ohne
o enes Ladenge-
schä . Die zwei e G uppe (Illa, Illb) wi d on zwei a iliie en Fi men
gebilde , de en eine den G oßhandel, die ande e haup sächlich den Einzel-
handel be ieb.
De
Ve gleich zwischen diesen beiden G uppen läß
es
kla
we den, daß de G oßhandel keine leich en Ve diens e abwa , und daß die
Kapi alwachs ums a e bescheidene wa
als
beim Einzelhandel übe den
Laden isch ( gl. die Laden-Fi ma Illb gegenübe de Eng os i ma Illa). Es
liegen üb igens Un e lagen o , nach denen z.B. die G oßhandelsab eilung
eines Wa enhauses sich im Jah e 1904 mi einem Ne ogewinn on 4, 9%
begnüg e und eine Eng os-Tex il i ma in den zwanzige Jah en maximal
7% Reingewinn einb ach e
38
. Un e ex emen Bedingungen, wie bei Ve -
gabe g oße ö en liche Au äge
au
dem Aussch eibungswege, kalkulie e
man manchmal mi eine Ve diens spanne on nu 2%.
Es
is also wohl kein
Zu all, daß die d i e G uppe (Fi men IV-V) im Schaubild nich ge ade eine
posi i e En wicklung demons ie . Eine Fehlkalkula ion, ode unein eib-
ba e Außens ände, abe auch Familiens ei , Teilhabe wechsel, Al e ,
To-
des alle, sons iges Mißgeschick, Wi scha sk isen -
all
diese Fak o en a en
jüdische wie nich jüdische Fi men und üh en
zu
Schließung ode Konku s.
Doch blieb die Zahl de geschei e en Un e nehmen im G oß ex ilwesen
du chaus in G enzen, selbs in K isenjah en.
Gegenübe dem seh mäßigen Wachs um de einen Tex ilg oßhandlun-
gen demons ie die ie e G uppe (Fi men VI, VII, VIII) eine g öße e
S eige ung des Gewe bes eue kapi als. Alle dings handel
es
sich, wie auch
schon bei Fi ma Illb,
um
Un e nehmen, bei denen Einzelhandels ä igkei ,
ode Eigen e igung im Kon ek ionsbe ieb, mi dem G oßhandel gekop-
pel is . Vielleich is
es
kein Zu all, daß die Kon ek ions i ma VIII in
kü ze e Zei
als
die ande en bishe e wähn en Fi men -sie wu de
1885
zum
e s en Male
bes eue -
eine g öße e Gewe bes eue kapi alse höhung
als
die
ande en bishe au ge üh en Be iebe
zu
e zeichnen ha e. Jeden alls schein
die Kon ek ion iele jüdische Un e nehme , die e was on Schneide ei,
Moden, wohlo ganisie e A bei s eilung und gekonn em Ve kau -sei
es
an Einzelbes elle ,
sei
es
an
Wiede e käu e - e s anden, zu In es i ion
e anlaß zu haben. Doch zeichne en sich o allen ande en kombinie en
Einzel- und G oßhandelsbe ieben die Ho lie e an en i ma, de en Tä igkei
auch Impo und Expo on Teppichen um aß e, die
Fa
. D ey uß
und
Siegel,
besonde s aus. Mi eine S eige ung on 900%
in
ih em Gewe bes eue ka-
pi al übe a sie
um
meh
als
das Doppel e die Kapi al-Wachs ums a e de
38
S ALu
F 102,
Bü
44,
HS A
S g „J 355, K 174.
Jüdische
G oß e
x ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim 135
meis en jüdischen,
und
übe haup den Gesam du chschni alle
Un e neh-
men
de S ad Ka ls uhe.
Doch
wu de
sie selbs
wei
zu ückgelassen
on
den Fi men de le z en
G uppe
im
Schaubild (IX, X), den Lumpenso ie -
und
Reißwoll i men
Mahle
und
de Kuns woll ab ik Vogel und Schnu mann.
Zwa
blieb das
Kapi al de Fi ma Mahle bescheiden
und
mach e noch 1907 wenige als ein
Zehn el des Kapi als
on
Vogel
und
Schnu mann aus,
wu de
auch
noch
on
ande en
Un e nehmen
übe scha e , abe ela i
wa
es sei 1878
um
meh
als 3000% gewachsen. Vogel u. Schnu mann dagegen lagen ela i
und
absolu
mi
de
Höhe
ih es Gewe bes eue kapi als an de Spi ze
de
gesam-
en
G uppe
. Alle dings in es ie en sie a sächlich
imme
wiede
on
ih en
Gewinnen in den Ausbau de Fi ma,
und
doch bilden die ü 1908 ausgewie-
senen Jah eseinkün e
on
übe 425000 Ma k, e eil
au
sieben Teilha-
be 39, einen ü damalige Zei en
eno men
und
nu
on
wenig
ande en
Be ieben e eich en
ode
übe o enen Spi zenwe . Diese Be ieb
wa
abe nich de einzige de Kuns wollb anche, de sich de Million nähe e. In
S u ga
gab
es
damals be ei s ich ige Kuns wollmillionä e.
Die
Kuns woll i men wa en abe nich ypisch ü den Ka ls uhe -
ode
auch den ande wä s ge üh en -allgemeinen G oßhandel
mi
Tex ilien.
Da um
soll die Schilde ung de Ka ls uhe
En wicklung
abgeschlossen
we den
mi
eine Übe sich übe den An eil de maß oll gedeihenden
jüdischen G oßhandels i men an einigen
Zweigen
des Gesam handels in de
badischen Landeshaup s ad , au g und des Ka ls uhe Ad eßbuchs ü die
Jah e 1931/32. Dabei is alle dings zu beach en, daß
im
Ad eßbuch nich
zwischen
G oß-
und
Kleinhandelsein agungen un e schieden is . Es schein
soga , als hä en die jüdischen Fi men
meh
We
au
den Zusa z »en g os«
geleg als die nich jüdischen. Es mag also sein, daß die olgenden P ozen sä -
ze zuguns en de jüdischen Fi men
um
einiges
übe höh
sind.
De
jüdische An eil
am
Tex ilhandel in Ka ls uhe
be ug
also
im
Jah e
1931
in
de
Spa e Sack-
und
Deckeng oßhandel -e wa
75%
. De selbe
An eil
kam
auch den jüdischen Hade nso ie ans al en
im
Gebie
on
G oß-
Ka ls uhe zu.
Die
Kon ek ionsgeschä e ü
Damen,
He en
und
Kinde , bei
denen alle dings iele De ailläden mi gezähl sind,
wa en
zu 50% in
jüdi-
schem Besi z. Die jüdischen Ku z-, Weiß-, Woll-
und
S ickwa enhandlun-
gen, sowei sie G oßhandel be ieben, mach en
e wa
45% alle Fi men
diese Spa e aus.
Am
Tuch-
und
Manu ak u wa en achhandel (einschließ-
lich De ailgeschä en) wa en jüdische Fi men zu einem
gu en
D i el be ei-
lig .
39 Wie Anm.
37
. Daß hie Fi mennamen genann sind, ha seinen G und da in, daß die
Da en
75
und meh Jah e zu ückliegen.
136 Die
Blü ezei -186
7
bis
1932
Die Zahlen sp echen -selbs wenn sie allzu d as isch he ausgehoben
sind-
ü sich.
Jeden alls is
es
schwe o s ellba , daß de Ka ls uhe P ozen sa z de
jüdischen Be eiligung am Tex ilwesen du ch die Mannheime Juden übe -
o en we den könn e. Denn »Mannheim wa keine Tex ils ad ((, wie so
manche om Ve asse be ag e ehemalige Mannheime behaup e e.
Ode
wa diese Meinung ielleich doch nu eine op ische Täuschung?
c)
Mannheim
als
Tex ils ad
Um
es
gleich o wegzunehmen: die Mannheime S a is ik jüdische Be-
eiligung am Tex ilwesen, wie sie im Kap. 3a gebo en wu de, kann sich -
besonde s
im
Fab ikwesen -du chaus mi de on Ka ls uhe messen, wenn
auch die G oßhandelszweige ielleich noch e was exzen ische ( om » e-
gulä en«
Tuch-
, Weiß- und Ku zwa enhandel he gesehen) aus allen
als
in
de Landeshaup s ad . Das häng auch mi den jüdischen Fab ikg ündungen
in Mannheim zusammen, die jeden alls, wie be ei s ku z e wähn , zu
E zeugung on G ob ex ilwa en und zu chemischen Fab ika ionsp ozessen
hin endie en. Dami glichen sich die jüdischen Be iebe in de S ad den
En wicklungen im nich jüdischen Sek o einige maßen an, wenn auch
au
diesem ode jenem Gebie eine besonde s au allende Konzen a ion
jüdi-
sche Tex ilun e nehmen ins Auge äll . Siche lich häng das auch mi de
Niede lassung on jüdischen Be ede n ab iken in Mannheim zusammen,
die noch aus üh liche da ges ell we den soll.
Da das allgemeine B anchenbild be ei s oben skizzie is , soll hie ge ade
nu die in ande en S äd en sel en zu indende o sspezi ische Au gliede ung
jüdische Un e nehmungen gebo en we den:
Von den 144 g oßen Mannheime Handelsbe ieben wa en, wie schon
(Tab.
14)
e wähn , ün Fi men
au
den Rohs o handel mi Han , Flachs,
Roßhaa und ede n spezialisie . Dabei is zu beme ken, daß die Be e-
de n i men zule z den sons igen Handel mi Roh ex ilien, auße ielleich
den mi Ju e, ollends
in
den Scha en s ell en.
Nu
ein Un e nehmen spezialisie e sich
au
den Eng os-Ve ieb on
Seile e zeugnissen, abe ie handel en mi Ga nen im G oßen. Alle dings
a en diese
im
19
. Jah hunde be o zug en Spezialgü e schließlich o de
Eng os-Belie e ung de ielen Kon ek ions- und Nähwe ks ä en mi Fu -
e s o en und sons igem Schneide beda eindeu ig zu ück. Die sechs Fi -
men, die nach dem e s en Wel k ieg
au
diesem Gebie ä ig wa en, bilde en
wohl die e s e au allende Ballung im jüdischen Tex ilg oßhandel.
Doch zu ück zu den Ju ewa en und ande en G ob ex ilien. Hie a im
zwanzigs en Jah hunde eine besonde s ins Gewich allende Konzen a ion
Jüdis
che
G oß ex ilbe iebe
in
Ka ls uhe
und
Mannheim
137
jüdische Fi men in E scheinung. Decken, Zel s o e, Planen und insbeson-
de e Säcke -neu und geb auch -wu den zu eine Domäne des jüdischen
G oßhandels, wie auch de Fab ika ion: Vie zehn jüdische Fi men wi k en
in diesem Sek o , und
um
sie he um noch mindes ens ün kleine e und
kleins e Sackhändle
als
Au käu e und Einzelbelie e e , die abe in unse e
S a is ik nich mi gezähl sind.
Übe
die Fab ikbe iebe
au
diesem Gebie
wi d bald die Rede sein.
Schließlich, obwohl ielleich die zahlenmäßige Ballung, meh noch
als
das Volumen des Faches, ü Mannheim cha ak e is isch is , seien die
zwöl
G oßhändle mi Tex ilab ällen und Hade n -manche mi eigenen So ie -
und Kuns wollp oduk ionsanlagen -e wähn , de en Be iebe sich zwa
nich mi dem on Vogel und Schnu mann in Ka ls uhe messen konn en,
die abe doch ü die Tex ilwi scha Mannheims on Wich igkei wa en.
Un e
ande em e so g en die Lumpen i men auch die zahl eichen Papie -,
Zellulose- und Ka onagen ab iken mi Rohs o en. Eine de g oßen, meis
Lumpen e a bei enden, Papie ab iken wa die
Fa
. K ebs u. Co.
Sie
gehö e
Hein ich Rosen eld und H. Waldeck bis
zumjah e
1938,
als
sie
»a isie <<
we den muß e
40
. Auch im Umk eis de g oßen Un e nehmen gab
es
dann
noch mindes ens
zwöl
kleine Hade n- und Lumpen i men, die abe nich in
unse e S a is ik gehö en. Doch muß wohl, wie schon hinsich lich Ka ls u-
he, die Ta sache he o gehoben we den, daß besonde s un e den kleine en
Sackhändle n und bei den Lumpen i men eine ech e hebliche Zahl on
ge ade eben aus Kleins äd en Zugezogenen, sowie on nich deu schen
S aa sangehö igen,
au
diesem Gebie die e s en Sp ossen de Au s iegslei e
zu e klimmen such en, wie
es
ja
iele in Deu schland gebo ene Juden
im
19.
Jah hunde auch ande swo ge an ha en
41
.
Ähnliches läß sich übe die Mannheime Handels e e e aussagen, die
nich in Tabelle
14
(S
.
120)
au ge üh sind.
Do
e scheinen zwa , gegen-
übe nu d ei G oß e sandhäuse n
42
, imme hin
17
g öße e Agen u en und
Gene al e e ungen,
an
de en Pe iphe ie jedoch -auße halb unse e S a i-
s ik -noch einige wei e e (Abzahlungs-) Ve sandbü os und nich wenige
als
65
kleine e und kleins e Ve e e , Reisende und Agen en des Tex il aches
ih Auskommen anden. Viele kleine Ve sandhausinhabe und ein gewisse
Teil de Ve e e wa en eben alls nich deu sche S aa sangehö igkei
43
.
40 Vgl.
z.B
. GLAK237/40501,
BI.
519.
41
Vgl.
ToURY,
Soz. u. poli .
Gesch
., Kap. Ila, passim und insbes. S.
79
.
42
Eines de G oß e sandgeschä e gehö e Max F ank, dem B ude des
1914
an
de F on
ge allenen sozialdemok a ischen Reichs agsabgeo dne en Ludwig F ank. Vgl.
ToURY
,
Poli
.
O ien ie ungen,
Index.
43 Hinsich lich de Auslände kann man gene ell sagen, daß iele on ihnen be ei s sei
1912
ode ga noch ühe ,
in
Baden ansässig wa en, wie
aus
den G ündungsda en ih e Un e neh-
men he o geh . Abe ,
da
sei
1913
ein Reichsgese z exis ie e, nach welchem Na u alisie-
240
Das
le z e
Kapi el
und Lie e an en, sowie auch de en A bei nehme , in Mi leidenscha gezo-
gen wü den, was im In e esse de A bei sbescha ung und des Wi scha s-
au s iegs une wünsch
sei«
36
.
So gab
es
also wohl bei den meis en Fi men, eine Rezession, abe keinen
Zusammenb uch. Im Gegen eil, die Anku belung de deu schen Wi -
scha 37 du ch die neuen Mach habe g i auch
au
den jüdischen Tex ilsek-
o übe : Ein Tex ilwe k, das o 1929 e wa 30000
RM
ne o e dien e, gab
ü 1932/33
ü 1933/34
ü 1934/35
ü 1936
ü 1937
nu
abe
5796 RM
22659
RM
42711
RM
23587 RM
45405 RM
als
Ve diens an
38
. Es ha e jeden alls gegen Ende seines Bes ehens meh und
ein ägliche ab izie
als
zu Blü ezei des Jah es
1928!
Na ü lich muß angenommen we den, daß dieses We k i gendwie an
Lie e ungen ü den wachsenden Uni o mbeda de Weh mach und ande-
e Ve bände be eilig wa . Das mag wohl nich bei allen Be ieben de Fall
gewesen sein.
Und
doch sp echen die
im
zwei en Teil ü
Ulm
e wähn en
Gewe bes eue sä ze des Jah es 1933/34 eine ähnliche Sp ache, besonde s
wenn man die gleichzei ig zu B and e siche ung e anlag en G und-
s ücks- und Sachwe e de ach
Ulme
Fi men mi in Be ach zieh , de en
Schä zungswe on 23600
RM
bis zu einem Maximum on e wa 200000
RM eich e, so daß die Fi men
imJah e
1934 zusammen ein Real e mögen
on übe
3/4
Millionen Ma k ep äsen ie en. Das e leich e das Ve s änd-
nis,
wo on
Juden
nach
ih e Ausschal ung aus dem Wi scha sleben ih
Dasein is e en, die Willkü au lagen des Ty annensys ems zu zahlen
im-
s ande wa en und dabei noch um ang eiche Sozialhil e
an
die ielen, allzu-
ielen, öllig a bei s- und einkommenslosen B üde abgeben konn en.
Abe zu ück zum Tex ilwesen: eine G oßhandels i ma in Baden ühm e
sich
im
nachhinein, daß sie zwischen dem
1.
Ap il 1933 und dem
1.
Feb ua
1936 beinahe 1800 neue Kunden gewo ben habe, un e ande em auch deu -
sche Spielbanken, de en Tischbezüge bishe aus F ank eich impo ie
wo -
den wa en. Dieselbe Fi ma, die also P oduk ionsini ia i e en wickel e,
wenn sie auch selbs nich p oduzie e, gib olgende Reingewinne an:
pe 1.
6.
1934 e wa 44000
RM
pe
1.
6.
1935 e wa 81500
RM
36 SAUER,
Dokumen e,
N .
138, 139,
aus dem Jah 1933, S . 162 .
37
Einzelhei en bei
A RAHAM
BARKAI,
Das
Wi scha ssys em
d.
Na ionalsozialismus,
Köln
1977,
S.
12>-175.
38
Namen und Quellen o en hal en. De
O
: S u ga .

De
jüdische
Tex ilsek o
bis
19
37
pe 1. 6. 1936 e wa
38
500 RM
pe
1.
6. 1937 e wa 43000 RM
pe 1. 6. 1938 e wa
55
291
RM
241
Le z e e Angabe en sp ang de Buchp ü ung o de be ei s schwebenden
»A isie ung« des Be iebs
39
.
Ku z, die jüdischen G oßhandels- und Fab ika ions i men
im
Tex ilsek-
o , sowei sie 1932
au
s abilen G undlagen uh en -und das um aß die
alle meis en -scheinen nich in demselben Maße on de S agna ion ode
dem Kundenschwund be o en wo den
zu
sein wie de Einzelhandel. In
gewissem Maße e e ie en ih e Besi ze zu den o emanzipa o ischen
Geschä sgeba ungen: Ausgeschlossen on allgemeinen bü ge lichen und
kul u ellen Ak i i ä en, eh los gemach und s e s on den Mach äge n in
S aa und Pa ei bed oh , bewiesen sie wiede um ih e Be ähigung zum
Au spü en de Ma k lücke, de e bo genen Chance, die de Gese zgebe
noch nich e s op ha e. Wie wei dabei nich jüdische Reisende, S oh-
männe , Ta nungs i men, ode ähnliche be ei s im
18
. und
19
. Jah hunde
geb äuchliche Finessen, benu z wu den, läß sich quan i a i nich meh
es s ellen. Daß
es
abe geschah, leh die on Gö ing
als
Beau ag em zu
Du ch üh ung des Vie jah esplans gezeichne e» Ve o dnung gegen die
Un-
e s ü zung de Ta nungjüdische Gewe bebe iebe«
om
22.
Ap il 1938
40
.
Das wa siche lich in de g oßen S ad leich e
als
au
dem Land. We also
au
dem
Do
ode in de Kleins ad nich wei e kam, zog in die G oßs ad
und e such e do , im Wi scha sleben Fuß zu assen. Einige jüdische
Un e nehme , insbesonde e aus Julius S eiche s F anken, kau en soga
noch nach 1933 meh e e Be iebe in Baden-Wü embe g
au -
beleg sind
z.
B. eine Tuchg oßhandlung und eine S ickwa en ab ik -
um
du ch g ö-
ße e Ra ionalisie ung billig lie e n und ih en Pla z in de Ma k wi scha
behaup en zu können
41
.
Es wu de schon ku z e wähn , muß abe hie wiede hol we den, daß
zwischen 1933 und 1936 in Ka ls uhe und Kons anz
je
5, in Mannheim 3,
und
in
F eibu g/B . eine, also insgesam
14
Neug ündungen on Tex il i -
men in Baden s a anden. Fü Wü embe g sind nu 4 Neug ündungen,
alle in S u ga , beleg . Alle dings handel e
es
sich dabei eils
um
weibliche
39 Quelle in
ALB!
NY
, Name o en hal en.
40
BK
R 7 /4740 (Absch i
aus RGBI. 1,
N
. 60). Selbs noch d ei Mona e danach sah sich die
S apolei s elle München genö ig , die »Judenknech e« zu e wa nen, welche »sich nich
scheu en
«,
ü jüdische Fi men »Ve e ungen zu übe nehmen«. A. a. 0 ., Slg. Schumache ,
N
.
240
II
,
om
19
. 2. 38.
41
So wu de z. B. die S u ga e Tuchg oßhandlung Geb . G. on eine Nü nbe ge
jüd
.
Fi ma noch im Jah e 1934 au gekau . Bei
SAUER,
Dokumen e,
Bd
. 1, S.
167
„ is ein Sch eiben
om
31.
1.
34 abged uck , das auch on dem E we b eine (nich jüd.
?)
S ickwa en ab ik in
Wa enbe g (K . Übe lingen?) du ch einen Nü nbe ge jüd. Tex ilkau mann sp ich .
242
Das
le z e
Kapi el
Kleingewe be eibende, die ih e Familien mi ih e Hände A bei e näh en
muß en, eils
um
ausländische Juden, und in einigen Fällen
um
Fusionen
bes ehende Fi men, die
nu
echnisch
als
Neug ündungen anzusp echen
sind.
Dies zu Be onung de Ta sache, daß man den jüdischen Wi scha sop i-
mismus, selbs o 1937, nich übe schä zen soll e. Man muß abe jeden alls
die ha näckige Ve eidigung de jüdischen Posi ion im G oß ex ilwesen
ane kennen. Denn on den insgesam e wa 700 in Teil
II
beleg en jüdischen
Fi men dieses Wi scha szweiges, die zum Zei punk de »Mach e g ei-
ung« in Baden, Wü embe g und Hohenzolle n bes anden
- on
denen bei
e wa 60% die »A isie ungs«- bzw. Schließungs e mine meh ode wenige
genau bekann sind -wu den e wa 40% bis Ende 1937
au
diesem ode
jenem
Wege »en jude «, und zwa 107 = 17% wäh end de Jah e 1933/35,
gegenübe
158
= 24% in de e was kü ze en Pe iode 1936/37. Das
Tempo
de Ve d ängung aus dem G oß ex ilsek o zog also s e ig, wenn auch bis
1937 in gemäßig em Tempo, an. Alle dings e gaben sich ö liche
Un e -
schiede, die nich ganz bedeu ungslos wa en. Die olgenden Tabellen sollen
dies beleuch en: (Siehe Tabelle 24, gegenübe )
Beim Ve gleich de s a is ischen Gegebenhei en all die Ta sache ins Auge,
daß das
Tempo
de »En judung« in de Tex ilwi scha keineswegs einhei -
lich wa . Die E klä ung da ü is nich
imme
leich e sich lich. Will man
behaup en, daß die jüdischen Indus iewe ke -
je
g öße , des o leich e -
du chhiel en, wäh end die G oßhandelsbe iebe schnelle e schwanden
und
als
Beweis e wa Hechingen, Kons anz und die kleinen
O e
Badens,
ode auch Mannheim, an üh en, in denen 67%-87% alle Be iebe bis 1938
s andhiel en-so
wi d diese E klä ung du ch die hohe »A isie ungs«quo ein
den kleinen
O en
Wü embe gs mi ih en Indus iewe ken, sowie auch
du ch die gegen eilige
Quo e
de Kleinindus ie und des Handels on Heil-
b onn (70% Übe lebens a e) eindeu ig wide leg . Gegenübe Heilb onn
e eich die G oß- und Kleinindus ie on S u ga ge ade die
Du ch-
schni ssä ze ü Wü embe g, wäh end das jüdische Indus iezen um
Göppingen, zusammen mi
Ulm,
noch o 1938 an die Spi ze de »En ju-
dungsbewegung« a en (50% de Fi men).
Im
Ganzen schein aus de S a is ik he o zugehen, daß in Baden die
Juden ein g öße es Du chhal e e mögen an den Tag leg en
als
in
Wü em-
be g, o z des s a ken D uckes de Pa eio gane an ielen
O en
und o z
des o wiegend g oßhändle ischen Engagemen s de badischen Fi men.
Zwei Fak o en scheinen dieses E gebnis zu Unguns en Wü embe gs be-
ein luß zu haben: Das s a is ische Gewich on mindes ens 30 Fi men
nich deu sche S aa sangehö ige in Ka ls uhe und on
44
ebensolche Be-
iebe in Mannheim. Das sind 11,5% alle in obigen Tabellen e aß en
Tabelle
24:
»En judungen«
im
G oß ex ilsek o
on
Wü embe g
und
Hohenzolle n
Hechingen Wü embe g Heilb onn Göppingen
Ulm
S u ga
Sa
Wü ./
kleine
O e
Hohenzolle n
1933/35
1=11%
14
= 30%
O=
0%
3=20%
8=25%
38=19%
64
= 20%
1936/37
2=
22%
10
= 20%
3=30%
5=30%
8=25%
59
= 29%
87
= 28%
Res 0
"'
1938/39
24
= 50%
7=70%
8=
50%
15
= 50%
106
= 52%
166
= 52%
...
6=67%
'-
·
:::
...
:::·
~
"'
::.i
)l
~
"'
,....
~
<:>-
:::·
Tabelle
24a
:
»En judungen«
de
G oß ex il i men
on
Baden
-
~
Kleine
O e
Kons anz F eibu g Mannheim Ka ls uhe
Sa
Baden o al
--.1
Baden
BWH
1933/35
4=
5%
6=20%
4=
14%
17
= 13%
12
= 16%
43
= 14% 107 = 17%
1936/37
6=
8%
O=
0%
8=28%
34
= 27%
23
= 32%
71=21%
158 = 24%
Res
1938/39 66 = 87%
24
= 80%
16
= 58%
72
= 60%
38
= 52%
216
= 65% 382 = 59%
N
~
(.,>
244
Das
le z e
Kapi el
Fi men, de en Inhabe zunächs
au
den Schu z de polnischen,
umam-
schen, ös e eichischen ode schechischen Regie ungen e au en.
Als zwei e Fak o , nich ganz ohne Beziehung zum o igen, wi k e die
be ei s he o gehobene Konzen a ion de Juden Mannheims in de Fab i-
ka ion und dem Ve ieb on Säcken und ande en G ob ex ilien de Reiß-
woll-, Reißbaumwoll- und sons igen Hade n e we ung. Ähnliches gil
auch noch on manchen zusä zlichen
O en
Badens.
Im Jah e 1937 gab
es
nämlich
im
badischen G ob ex ilsek o
42
:
17
»a ische« Fi men mi du chschni lich
15
Mi a bei e n
33 »nich a ische« Fi men mi du chschni lich
21
Mi a bei e n.
In Wü embe g dagegen wa das Ve häl nis de Be iebe
umge-
keh :
32 »a ische« Fi men mi du chschni lich
12
Mi a bei e n
11
»nich a ische« Fi men mi du chschni lichje31 Mi a bei e n.
In Wü embe g wa en also die jüdischen Hade n e a bei ungsbe iebe
noch ech g oß, abe zahlenmäßig blieben die Juden Badens in diese
B anche üh end.
Ganz besonde s he o zuheben is in diesem Zusammenhang das Ge-
wich de
Juden
Mannheims, die beinahe unen beh lich zu sein schienen.
Noch
im
Janua 1939 (!)sah sich die »Deu sche A bei s on « genö ig , eine
Lis e »a ische « Sack ab iken und Sackhändle zu »besonde en Beach ung«
ih e Mi gliede zu e ö en lichen, die alle dings nu die
Namen
on
ie
He s elle n
und
d ei Handlungs i men en hiel
43
. In diesem Sek o
muß
also
be ei s sei Ende 1938 in olge de Ok obe -Aus eibung polnische S aa san-
gehö ige , eine spü ba e Ve knappung des Angebo s einge e en sein.
Zwa
bahn en die
Pog ome
de
»K is allnach <<
den Weg zu zügigen Zwangsa i-
sie ung as alle jüdischen Be iebe, doch schein eins weilen eine gewisse
Ra losigkei in Käu e k eisen gehe sch zu haben, so daß anscheinend
jüdische Be iebe selbs wäh end des Zwangsa isie ungsp ozesses
imme
6och Wa en p oduzie en und abse zen konn en. Das mag de Bewegg und
zu Ve ö en lichung de »A ie lis e« du ch die »A bei s on « gewesen
sem.
Zum
Ve s ändnis de o he gehenden Tabellen übe die »En judung«
42
HS A
S g .,J 355, K 259, 313; GLAK237/40501,
BI.
273,
577-581. Rechne man dazu (l .
a.
a.O
., 40470) die Ka onagen ab ik D ey as &
Roos
als
Ve we e in on Tex ilab ällen, die
beinahe
120
Mi a bei e beschä ig e. so
komm
den Juden Badens ein noch g öße es Gewich
in de S a is ik zu.
Zu
De ini ion de Spa e
>G ob ex il<
gl. Teil
II,
S.
220, Anm.
58.
43
S dA Mannheim,
Zug
. 16/67, Pake
6,
Mappe 13/5.
De
jüdische
Tex ilsek o
bis
19
37
245
muß nun wohl auch danach ge ag we den, ob de Fi menbesi ze seinen
Be ieb ein ach abwickel e und die Fi ma im Handels egis e lösch e, ode
ob e sie du ch Ve kau ode
au
ande en Wegen in a ische Hände übe üh -
e. »Au ande en Wegen« bedeu e u.
a.
Übe sch eibung
au
die »a ische«
Ehe au ode Schwiege och e , ode den »a ischen« Schwiege sohn, die
zuweilen on den Behö den genehmig , zuweilen abe on Pa ei
und/ode
S aa -
meis
e olg eich-
ange och en wu de, besonde s wenn ein Pa eige-
nosse
an
de E we bung des Be iebes in e essie wa .
O
übe nahm ein
nich jüdische lei ende Anges ell e die »Füh ung« de Fi ma,
wobei-
wie
nachs ehende Passus leh -de ühe e Inhabe zunächs noch an de
Lei ung mi wi k e. Ein solche Vo gang de Fi menübe agung schein
alsbald nach de Be line Olympiade begonnen zu haben.
Denn
am 26.
Augus 1936 e ließ das RWM eine e auliche Di ek i e,
u.
a.
an säm liche
Wi scha skamme n und an die Wi scha sminis e de Lände , in de
es
hieß
44
:
Jüdische Gewe be eibende gehen o enba in zunehmendem Maße
dazu übe , ih e gewe blichen Un e nehmen an deu schs ämmige
E we be
zu
e äuße n [ .
..
] Es beda keine He o hebung, daß
jede Ausübung on
Zwang
[
...
] du ch die Kamme n zu un e blei-
ben ha . Lieg abe eine eiwillige und e ns gemein e -nich e wa
zu Ta nungszwecken o genommene -Ve äuße ung eines
jüdi-
schen Geschä s an einen deu schs ämmigen E we be o , so is
[ .
..
] dieses Geschä [
...
] nunmeh
als
nich jüdisches
Un e neh-
men zu behandeln.
De
nich jüdische Cha ak e kann nich da-
du ch au gehoben we den, daß de E we be dem jüdischen Ve -
äuße e noch einen Teil des Kau p eises schulde ode diese in
gewissem Rahmen noch mi a bei e -e wa
um
den neuen Inhabe
mi den geschä lichen Ve häl nissen des
ihm
bishe emden
Un-
e nehmens e au zu machen ode
um
dem
Geschä seine Aus-
landsbeziehungen zugu e kommen zu lassen [
..
. ] .
Sowei G oßhandlungen und Fab iken dami gemein wa en, ha e man
manche o s mi kleinlichen Schikanen o gea bei e
45
. So z.B. exmi ie e
de Obe bü ge meis e on
Ulm
jüdische Fi men, die in s äd ischen
G und-
s ücken eingemie e wa en. Ebenso misch e sich die Pa ei so o wie
mög-
lich ein,
um
die P oduk ion au zuhal en. Ein Beispiel aus Baden mag genü-
gen: Im Dezembe 1935 ließ die Reichszeugmeis e ei München eine Pa ie
on khaki a benem T iko bei eine Fi ma in Baden beschlagnahmen, da
»die Fa be pa eiam lich ähnlich anzusp echen«
sei
.
Um
Wei e ungen aus
44
GLAK233
/26162.
45
Ulm: KEIL, Dokumen a ion, S.
39
.; Baden:
ALBINY
, AR-7044, Box3, schwa ze Mappe,
s.
103
.

246
Das
le z e
Kapi el
dem Wege zu gehen, un e sch ieb de Fi menche eine Ve zich e klä ung
au
die Wa e im Rechnungswe on beinahe 600 RM.
Das kam unge äh zu gleiche Zei , wie die gese zlichen Besch änkungen
de eien Wi scha sbe ä igung ü den
gesam en
Tex ilsek o : das Spinn-
s o gese z
om
6. Dezembe 1935 (RGBI.
I,
S.
1411
), nebs Du ch üh-
ungs e o dnungen om 6.
1.
1936, om
4.
VII. 1936 und om 29. IX. 1936
e knapp e die Rohs o e und s a e die Übe wachung. Noch wich ige
wa das Ve bo on P eise höhungen om
30.
IX. 1936, das sogenann e
P eiss oppgese z
46
. Gegen Ende 1937, gleichzei ig mi dem E scheinen on
Wal e Funk im RWM, wu de die De isen- und Rohs o kon ingen e
»nich a ische Fi men g undsä zlich mindes ens
um
10%, un e Ums änden
noch meh , gekü z «. Ausnahmen wa en nu zulässig, »wenn nachweislich
de Expo « dadu ch Schaden e leiden soll e. Dabei be on e ein Re e en
ausd ücklich, daß im
Fall
de » A isie ung [
..
. ] die Kon ingen e im al en
Um ang wiede au leben wü den«
47
. Dami is abe be ei s de geziel e
D uck
au
die Ve d ängung de Juden aus allen wi scha lichen Posi ionen
zu Regie ungsmaxime e klä , de noch ün Mona e o he , zu Am szei
Schach s
im
RWM, gezügel wo den wa
48
•
Zwei elha bleib also, ob de Be ehl am liche S ellen in Baden, g oße
Besch i ungen mi jüdischen Fi mennamen on Hauswänden zu en e nen,
um
die Fi men
au
diese Weise zu e unsiche n (wohl Ende 1937),
au
eine
lokale ode zen ale Ins anz zu ückging. Jeden alls muß e e den Geschä s-
inhabe n die Lus
an
ih e A bei nehmen.
T o zdem bemüh en sich jüdische Fi men imme noch
um
S eige ung
ih es Expo s und -im Ge olge de Baumwollknapphei eine sei s und de
De isen e knappung ande e sei s -soga
um
Tauschgeschä e mi den
Ve einig en S aa en, mi dem Ziel, Rohbaumwolle gegen Fe igwa enex-
po zu impo ie en
49
.
Ob
dami ielleich auch eine Auswande ung einge-
lei e .bzw. e leich e we den soll e, bleibe dahinges ell .
Und
all
dies geschah zu eine Zei ,
da
de deu sche Tex ilsek o aus seine
jah elangen K ise he auszukommen begann. De ame ikanische Gene al-
konsul in S u ga , Samuel W. Honake , be ich e e
im
Juli 1937, daß im
46
ALB!
(wie o ige Anm.),
S.
106.
47
GLAK237/40501,
BI.
565 (Absch i }.
48
In den »Rich linien« zu Judenpoli ik, RSDH
11
/112, Ve . Wisliceni und Hagen,
om
22.
4.
37.
BK
R 58/544, heiß
es
noch: »Das Schwe gewich des Ein lusses des Juden ums in
Deu schland lieg heu e
au
dem Gebie de Wi scha . Du ch Ve bo on Einzelak ionen [ . . . )
s ehen die Juden dabei un e einem gewissen Schu z des RWM «.
49
Quellen:
ALB!
NY
(wie Anm. 45), S.
107
und
NARS
(Sui land B anch = WNRC) RG 59,
Box 1118, Sep .
16
, 1935, sowie a.a.O., Box
1198
.
Zu
Tex il ase knapphei , gl.
NARS
RG
59/862.655, N .
55
,56.
De
jüdische
Tex ilsek o
bis
19
37 247
o he gehenden Jah e die Zahl de Tex ilwe ke sich wiede de on 1930
annähe e und die Zahl de Beschä ig en meh
als
10% übe 1930 liege.
Insbesonde e hob e den Ans ieg in de P oduk ion on syn he ischen
Ga nen und Kuns wolle he o
50
. An de P oduk ion on le z e en wa en
abe Juden in nich ge ingem Maße, und mi höchs p o i ablen Un e neh-
mungen, di ek ode indi ek be eilig .
T o zdem gab
es
eichlich G ünde, die be ei s 1936/37 zu Ve äuße ung
jüdische Be iebe d äng en, wenn man übe den engen Geschä sbe eich
hinaus den wei e en En wicklungen na ionalsozialis ische Poli ik Au -
me ksamkei schenk e. Ande e sei s gab
es
abe bis Ende 1937
imme
wiede Anhal spunk e ü die -heu zu age schie un e s ändliche -Annah-
me, daß man
als
wi scha swich ig in einem meh ode wenige siche en,
wenn auch besch änk en, Tex ilsank ua ium exis ie en können we de, bis
die Zei en sich zum Besse en wende en.
Wie die S a is ik leh , wa en diese »Op imis en« den ü Au gabe de
Fi ma und ü die Auswande ung Op ie enden (und die Geschä sau gabe
wa leide nich gleichbedeu end mi Auswande ung!),
um
ein leich es
übe legen. Wie die »En judungs«-Tabellen (oben,
N
. 24,
24a)
ausweisen,
wa en bis Ende
1937
in Baden nu 41%, in Wü embe g imme hin 48%
alle jüdischen G oßbe iebe be ei s a isie ode liquidie wo den. Es is
ielleich nich unwich ig, das Ve häl nis de Schließungen zu den A isie-
ungen anhand on s ichp obena igen Da en ü
215
diese Fi men
51
zu
übe p ü en:
Tabelle
24b
:
Ve häl nis
on
Schließungen
zu »
A isie ungen"
de
G oßbe iebe
1933137
Baden Wü embe g
Jah e Schließung/ A isie ung Schließung/ A isie ung
1933/35 57,5% : 42,5%
60%:
40%
1936/37 60,5% : 39,5%
40%:
60%
n=
63
:
43
52
: 57
Insgesam % 59,4% : 40,6% 48% : 52%
De Ve gleich zwischen beiden Lände n in den zwei Zählpe ioden lie e
ech in e essan e Be unde: Wäh end zwischen de »Mach e g ei ung« und
50
NARS
(=
WNRC) RG
59,
Box 1273,
S.
6,
7. Eine de Quellen des Gene alkonsuls
wa
sein pe sönliche Kon ak mi einem jüdischen Tex ilindus iellen (Name o en hal en).
51 Zahlenmäßig sind die
215
e eichba en Da en meh
als
eine zu ällige S ichp obe. Inso e n
Wü embe g meh
jüd
. Fi men
als
Baden zähl e, is auch das Ve häl nis zwischen den Lände n
gewah . Hohenzolle n is wegen de ge ingen Be iebszahlen nich eigens be ücksich ig . Das
Ve häl nis de Schließungen zu den »A isie ungen« wa
do
193~1937,
bei den d ei in F age
kommenden Fi men, wie 2:1.
248
Das
le z e
Kapi el
den Rassegese zen on 1935 sich das Ve häl nis on Geschä sschließungen
zum Fi men e kau an »A ie « in Baden wie auch in Wü embe g e wa wie
6:4 abzeichne , kla en in de da au olgenden Pe iode (1936/37) die Ve -
häl niszahlen e heblich auseinande .
In
Baden wu den wiede
nu
knapp
40% de Fi men e kau und übe 60% liquidie ; dagegen keh e sich in
Wü embe g das Ve häl nis in posi i e Rich ung um, und 60% de Be ie-
be konn en -ohne iel Regie ungszwang - e kau we den. Das bedeu e e
abe leide nich , daß die Ve käu e und ih e Familien so o auswande en.
Höchs ens Angehö ige de jünge en Gene a ion e ließen schon damals ih
Gebu sland.
Wie de Un e schied in de »En judung« zus ande kam, läß sich ielleich
du ch die B anchenau eilung ü S u ga e klä en:
Tabelle
25:
B anchenau eilung
on
62
»en jude en"
Be ieben
in
S u ga
1933137
Geschä sau gabe »A isie ungen« Ve häl nis
A de Be iebe 1933/35 1936/37 1933/35 1936/37 1933-1937
Sa
Au lös. : Ve k.
Fab iken 3 7 4
10
10:14
24
Kon ek ion mi
Eigen ab ika ion -1 1 3
1:
4 5
G oßhandel 7 7 3
10
14:13
27
Hade n e we ung 1 -1 2
1:
3 4
Ve e ungs-,
Ve sandgeschä e 2 - - -
2:
0 2
Sa
13 15
9
25
28:34
62
1933/35 wu den Fi men on poli isch Ge äh de en, sowie
Un e nehmun-
gen on Menschen, die sich zu aschen Auswande ung en schlossen ha en,
liquidie ode e kau , wäh end die wi scha lich
schwachen-ode
du ch
die g oße K ise sei 1929 geschwäch en -Un e nehmungen den Weg de
Liquida ion gingen, den sie ielleich auch ohne den Na ionalsozialismus
hä en wählen müssen. Dagegen schein man 1935-1937 umsich ige nach
einem passenden
»A isa o <c
bei e häl nismäßig güns igen P eisen gesuch
-und selbs hinsich lich de kleine en Fab iken auch o ge unden -zu
haben. Demgegenübe wa en G oßhandlungen wenige ge ag .
Es wu den also wäh end de Jah e
1933--37
in S u ga iel meh Fab iken
und Kon ek ionsbe iebe an
»A ie <c
e kau , als on ih en Besi ze n au ge-
lös wu den. Daß
es
sich bei Au lösungen o
um
die kleine en und kleins en
S ick- und Nähbe iebe in Wohnungen und Hin e häuse n handel e, wi d
auch aus de Ta sache kla , daß die im Jah e 1938/39
onJuden
au gegebe-
nen We ke zu meh
als
90% an Nich juden e kau und nu zu 9% liquidie
we den muß en
(s.
un en, in den olgenden Pa ag aphen).
Vom
Maßnahmens aa
zum
Te o -Regime
249
Da
im
zwei en Teil iel da on die Rede wa , daß die meis en badischen
Fab ikun e nehmungen -sowei sie nich G ob ex ilien und Kuns wolle
he s ell en -kleine e Modewa en- und Kon ek ionsbe iebe, sowie
Nähe-
eien wa en, e klä sich die Ta sache, daß in Baden in
denJah en
1936/37
60% de Fi men liquidie und nu 40% e kau wu den.
Doch
auch
do
e schwanden die wi scha lich schwäche en
Un e nehmungen
zue s , so
daß
es
sich
im
allgemeinen sagen läß , daß in den le z en zwei Jah en de
»En judung« on 1938 bis zum zwei en Wel k ieg, sowohl in Baden wie
auch in Wü embe g und Hohenzolle n de P ozen sa z de A isie ungen
hoch übe dem de Geschä sschließungen
zu
liegen kam.
3.
Vom
»Maßnahmens aa « zum Te o -Regime
Vielleich is die Pe iodisie ung ein allzu küns liches Mi el de Da s el-
lung, denn langsam begann -auch bei bishe op imis ischen jüdischen
Geschä sleu en -die Einsich an Übe zeugungsk a zu gewinnen, daß die
bishe ige Du chhal e ak ik gegenübe dem zunehmenden Pa ei- und Re-
gie ungsd uck
nu
noch eine beg enz e F is o gese z we den könne. Das
Tempo
de »En judung« begann sich sei dem He bs 1937 zu beschleuni-
gen, und
es
is ziemlich siche , daß iele de bis zum F ühsomme 1938
du chge üh en Ve käu e be ei s spä es ens
im
Win e 1937 einge ädel und
mi Käu e n
und
Behö den abgesp ochen wo den wa en.
Es is nich zu e kennen, daß Schach s Wi scha spoli ik de Gegensei-
igkei in den Beziehungen mi den Rohs o lände n (Bila e alismus),
wo-
du ch de Außenhandel on den wes eu opäischen und angelsächsischen
Lände n nach Südos eu opa, Vo de asien und La einame ika e lage
wu -
de, e heblich dazu bei ug, Gö ings Au a kiepoli ik o zube ei en
und
e -
olg eich du ch üh ba zu machen -wodu ch dann übe haup die Rücksich
au
die Belange des Außenhandels in de gesam en Wi scha s üh ung
Deu schlands ih e zen ale Posi ion einbüß en
52
• Demgemäß
wu de
abe
auch die No wendigkei de Rücksich nahme
au
die ö en liche Meinung
de wes lichen Wel und die Be ü ch ung o einem an ideu schen
Boyko
e heblich e inge . Als dann Wal e Funk ans elle des »beu laub en«
Schach ins
RWM
einzog, und Gö ing »die Füh ung de Am sgeschä e«
übe nahm
(3
. Dezembe 1937), konn e man in de Judenpoli ik die Reak io-
nen de wes lichen Wel bald ganz auße Be ach lassen
53
.
Ta sächlich ha en schon sei Feb ua 1937 zwischen den Minis e ien
Diskussionen
um
die Kennzeichnung »deu sche « Gewe bebe iebe und die
52 A. BARKAI,
Das
Wi scha issys em
des
Na ionalsozialismu
s, S. 141-143.
53
HELMUT
GENS
C
HEL,
Die
Ve d ängung
d.J.
aus
d.
Wi scha i
im
D i en
Reich,
Gö ingen 1966,
S.
140
„ nebs Anm. 3, 15, 16, u. S.
143
.; gl. auch die nächs e Anm.
256 Das le z e Kapi el
es
wu de
den
Behö den
au gegeben, »demJuden«, welche e such e, seine
S ellung als Ve e e [ . . . ] »gegen eine hohe En schädigung an einen
deu schblü igen
Bewe be
abzugeben, [
..
. ] eine besonde e
En schädigung
[
..
. ] g undsä zlich nich zuzulassen«, da sein »Be ieb [
...
] we los
gewo -
den« sei
81
. Dazu
kam
die Schikane de En ziehung des
e mäßig en
Bahnge-
päck a i s ü Mus e ko e ;
um
»mißb äuchliche
Benu zung
du ch
Juden«
on
solchen Bescheinigungen zu e hü en,
muß e
die zus ändige Indus ie-
und
Handelskamme
einen besonde en S empel »nach
dem
30. 9. 1938
gül ig« ü diejenigen
jüdischen
Reisenden
au
die »Mus e ko e bescheini-
gung« au d ücken, die ausnahmsweise noch
dem
Reisebe u nachgehen
du en
82
( gl. wei e
un en
im
Tex ).
Wie einschneidend das
au
die
Juden
im
Tex ilsek o
wi k e
,
kann
aus den
bishe gebo enen S a is iken leich abgelesen we den.
Doch
mag
ein zusä z-
liches Beispiel e laub sein, das die Ve b ei ung des Ve e e be u s auch an
kleinen
O en
(die in unse em
Zusammenhang
as gänzlich beisei egelassen
sind) da s ellen hil :
Ein
Ve zeichnis
de
on
den Bezi ksäm e n
Taube bi-
scho sheim
und
We heim
(le z e es inzwischen au gelös )
im
Jah e
1938
ausges ell en
(I)
Wande gewe bescheine
bzw
.
(II)
Gewe belegi ima ions-
ka en en häl 83:
Im
Bezi ksam Taube bischo sheim,
un e
I:
3 Tex il eisende
und
un e
II
: 2 Tex ilkau leu e
Im
Bezi ksam We heim
un e
und
un e
I: 3 Tex il eisende
II:
2 Tex ilkau kleu e
. 4 ausgeg. Scheinen
. 2 ausgeg. Ka en
. 6 ausgeg. Scheinen
. 4 ausgeg. Ka en
insgesam also: 10 Tex ilbe u e
on
16
Be ä igungen
Diese Menschen e lo en also
pe
30.
9.
1938
Be u
und
Nah ung
.
Doch
ging
es
nich allen Reisenden so. Es gab eine p i ilegie e Klasse, zu
welche auch ein Teil
de
Tex il eisenden
gehö e
. Einige
Tex il e e e
mach en
es nämlich
dem
Händle
»wegen
de
Knapphei des Wa enange-
be ich e , daß eine Ve o dnung zum Ausschluß jüdische Reisende in A bei wa ; daß man den
E laß abe wegen de ka as ophalen Folgen ü den Außenhandel zunächs au geschoben habe
(NARS,
RG 59/862.4016,
No
. 1604). Ta sächlich schein man damals ge ade bei Toch e i -
men deu sche Häuse in
New
Yo k jüdische Ve käu e und Reisende einges ell zu haben, um
den Ve kau au ech e hal en zu können. Be ich
d.
d
. Gene alkonsuls
New
Yo k . 1. 7. 36,
PAAA
Bonn, Inland
II
A/B, 83-75 B.
81
Schnellb ie RWM Be lin, d.
25.
Aug. 1938,
GLAK233
/26162.
82
BK
, R
11
/142,
BI.
34-35 (D . Indus ie- u. Handels ag), da ie Be lin,
20
. 9. 38.
83
LRA
Taube bischo sheim, Gene alia VII, Gese z . 6.
7.
38
. Kopie in
HS A
S g ., J 355,
K237
.

Vom
Maßnahmens aa
zum
Te o -Regime
257
bo s« unmöglich, sie zu umgehen
84
.
Und
selbs
wenn
man nach
dem
30.
Sep embe 1938 igo os gegen sie o gehen woll e,
muß e
man, zwecks
Ve meidung
on
»Absa zschwie igkei en«
und
on
»eine Ge äh dung de
A bei splä ze« bei den
on
ihnen e e enen Fi men, zumindes einige
Reisende ausnahmsweise zunächs »bis zum 31. Dezembe 1938 « in ih e
S ellung belassen. Fü die Ve e e
im
Ausland
wu de
in einem e auli-
chen Schnellb ie des
RWM
am
28. Sep embe eine Sonde egelung einge-
üh , wonach die Legi ima ionska en de
im
Diens e bleibenden
jüdi-
schen Reisenden als »nich ü Deu schland« gül ig gekennzeichne we den
soll en
85
.
Das bedeu e e ü einige in de Schweiz und
im
Elsaß ä ige
jüdische Tex il e e e , haup sächlich aus Baden, einen Au schub ih es
Be u s e lus s, nich abe ü einen
Ulme
Tex il e e e in I alien, de
du ch die i alienischen Rassegese ze (Augus 1938) gezwungen wu de, nach
England hinübe zu wechseln
86
.
Genossen so die Auslands e e e einen Au schub de En lassung, so
kam
man
einen kleinen Sch i auch »nich a ischen« Auslandsin es i ionen
bei deu schen Tex ilwe ken en gegen
und
d äng e e s sei
Juli/
Augus
1939
au
de en öllige Ausschal ung
87
. Soga jüdischen Expo i men
im
Reich,
de en Aus uh
im
Jah e 1937 den Gegenwe
on
100000
RM
übe s iegen
ha e, äum e
man
eine kleine A empause ein: alle En judungs o schläge
und
- o gänge solche Be iebe soll en dem Reichswi scha sminis e
pe -
sönlich »zu Billigung o geleg we den«
88
.
Solches geschah
am
Tage
nach
E laß de Abschiebungs e o dnung gegen
Juden
polnische S aa sangehö-
igkei . Das o ali ä -ana chische
Neben-
und Gegeneinande de
Bü ok a-
ie und de Pa ei
im
Maßnahmens aa kann
kaum
noch g elle beleuch e
we den. Üb igens leb e die Anomalie de jüdischen Auslands e e e auch
nach de »K is allnach «
89
,
ja
soga bis wei in den Zwei en Wel k ieg
hinein, o
90
.
84
FLIEDNER,
Mannheim l, S. 138, l . S immungsbe ich . Feb ua 1938.
85
RWM, am
28
. 9. 1938 an die Landes egie ungen e c.
GLAK233
/26162.
86
Vgl.
FLIEDNER,
Mannheim II,
N .
120
c,
S.
199;
Sch eiben d. Bad. Finanz- u. Wi scha s-
minis e iums
.
21. 7. 38, übe die Ve lech ung de Tex ilindus ie mi de Schweiz.
Hunds-
nu sche /Taddey e wähnen diese Ve lech ung de Auslands e e ung, insbes. ü Lö ach
und Gailingen,
ohne
Namensnennung,
S.
101
, 182.
Oben
im
Tex
(Teil
II)
is ähnliches übe
Kons anz-K euzlingen be ich e .
De
Ulme
Tex il e e e is beleg :
HS A
S g ., K 170.
Name
o en hal en.
87
!HK
Schop heim,
om
1. VIII. 1939 an FWM Ka ls uhe, GLAK237/40502, S. 137.
88
GLAK
233/26162. ehl bei
WALK
(wie Anm.
60)
.
89
PAAA
Bonn, Rep. Inland!, Pa ei P 0041, Pake 3/4, en häl be ich lich einen Lei a ikel
aus dem umänischen Bla
Po unca
V emii
om
12.
Juli 1939, de Klage üh , daß die Juden
bishe noch nich aus den Bü os de deu schen Handels e e e en e n wu den. Alle dings
wa
en hie wohl einheimische Juden gemein .
90
NARSIRG
59/862.4016,
No
. 2169 (deu sche Anlage de Außenhandelss elle Be lin), .
258
Das
le z e
Kapi el
Doch
zunächs lös e die Abschiebung
de
Juden
polnische S aa sbü ge -
scha (26.
-29.
10. 1938) -die spä e E laubnis e hiel en, ih e bis dahin
bes ehenden Geschä e (o Tex il!) »abzuwickeln« -eine Ke en eak ion
aus, die in
de
»Reichsk is allnach <c
und
ih en G eueln kulminie e.
De
»legale<c
Niede schlag ü das Wi scha sleben konzen ie e sich zunächs
in
de
»E s en
Ve o dnung
zu
Ausschal ung de
Juden
aus
dem
deu schen
Wi scha sleben<c
om
12.
No embe ,
sowie in de gleichzei igen»
Ve o d-
nung
übe
eine Sühneleis ung
de
Juden<c
in
Höhe
on
1 Millia de
RM
91
.
Das
wu de
on
de
US-Bo scha
in Be lin als »mindes ens ein Vie el des
ealisie ba en
jüdischen
Besi zes
<c
eingeschä z
92
.
Du ch
diese
»Ve o dnungen
<c
ha e
Gö ing
die sich
ihm
bie ende Gele-
genhei
wah genommen
,
um
die s aa lich beau sich ig e »Zwangsa isie-
ung<c
einzulei en. Alle dings
wu den
zunächs ge ade
G oßhandels-
und
Fab ikbe iebe in den
Aus üh ungsbes immungen
zu Ausschal ungs-Ve -
o dnung
nich
mi
einbezogen
(RWM,
12.
No .)
,
und
ein E laß des
Wü -
embe gischen Wi scha sminis e s
om
5.
Dezembe
e klä e
ausd ück-
lich: »Fü
Indus ie-
und
G oßhandelsbe iebe
bleib es bei
dem
sei he igen
Ve -
ah en
<c
. Alle dings
konn en
die
jüdischen
lei enden Anges ell en -
sowei
es
solche
noch
gab
93
-
mi
sechswöchige F is
und
ohne
alle Sozial e p lich-
ungen
gekündig
we den.
Den
jüdischen
Besi ze n
on
G oß ex ilbe ieben hingegen schien sich
hie eine Galgen is
zu
schnellen, noch quasi » eiwilligen«,
Ums ellung
zu e ö nen.
Doch
e schloß ihnen be ei s
am
14.
Dezembe
eine neue
Du ch üh ungs e o dnung
zu Ausschal ung de
Juden
aus
dem
Wi -
scha sleben (RGBI.
1,
S.
1902) den Pos en eines »Be iebs üh e s<c,
ode
soga
des »s ell e e enden Be iebs üh e s«, selbs
im
eigenen Be ieb -
wobei
Ausnahmen
om
Reichs euhände
de
A bei zu genehmigen
wa-
en. Eine Woche spä e wies
de
»S ell e e e des
Füh e s<c
94
die Pa eis el-
len an, schon bei Einlei ung
de
»En judung<c so o die Auslandskunden-
Ka ei
bzw.
die
Zolldokumen e
des Be iebs siche zus ellen.
Die
Besi ze
ha en also, soga noch
o
de ölligen En eignung,
on
nun
ab selbs
im
eigenen We ke nich s
meh
zu sagen.
Ende Juni 1940. Inhal ähnlich de o igen Anm., mi dem Zusa z, daß »deu sche Fi men bei
Lösung de Ve e e e äge unnö ig hohe Ab indungssummen e anschlag und angebo en
haben«. Hie können auch jüdische Flüch linge in den USA u.ä. gemein sein.
91
RGBI. 1938
1,
S.
1579, 1580. Bei de Sühneleis ungs-Ve o dnung ehl bei
WALK
(III,
N
.
13)
eine Null!
92
NARS
(wie Anm. 65).
93
Beide E lasse abged . bei
SAUER
, Dokumen e!, N . 174,
177.
He o hebung im O iginal.
Die Be onung des Kündigungs echs bei
HANS
WAGNER,
Die
Obe . iih ung
jüd.
Be iebe
in
d
.
Besi z,
un e
Be ück
s
ich igung
de
Ve häl nisse
in
Baden,
Diss. Heidelbe g
1941
, S. 130. Sons bie e
W's A bei en äuschend wenig S o .
94
BK
, Slg. Schumache
N
. 240
II,
S ell . d. Füh e s, München
21.
XII.
38.
Vom
Maßnahmens aa zum
Te o -Regime
259
Dazu
kam
ü die jüdischen G oß ex il i men, de en spezi ische Lage
nun
zu un e suchen is , eine zusä zliche Schwie igkei , die
au
den e zielba en
Ve kau sp eis d ück e
und
un e Ums änden zu Be iebss illegung, ans a
zum
Ve kau , üh en konn e.
De
Reichswi scha sminis e in seinem
Schnellb ie
om
12. Dezembe mag dazu selbs zu Wo e
kommen
95
:
Be .: En judung de Tex ilwi scha
Die al eichsdeu sche Tex ilindus ie e äh du ch das
Hinzukom-
men de ös e eichischen
und
sude endeu schen Indus ie eine be-
äch liche Kapazi ä sauswei ung. Die gegenwä ige Ve so gungs-
lage
mach
es
au
e schiedenen Gebie en de Spinns o wi scha
schwie ig, die Indus ie aus eichend mi Rohs o en zu e so gen.
Dahe
schein es gebo en, jüdische Be iebe g undsä zlich s illzule-
gen [
...
] . Die deu schen Be iebe können die Ge olgscha smi glie-
de bei
dem
gegenwä igen Mangel an Facha bei e n in den mei-
s en Fällen übe nehmen [
..
. ] .
Demzu olge behiel sich de Minis e ein pe sönliches Bes ä igungs ech
bei säm lichen en scheidungs ei en »A isie ungs«an ägen
on
Tex ilbe ie-
ben o
und
o de e die Angabe besonde e G ünde ü ih e Genehmigung.
Es ha nich den Anschein,
als
ob
be ei s eingelei e e »A isie ungs« e ah-
en au g und diese
Ano dnung
ückgängig gemach
wo den
wä en.
Im
Gegen eil,
es
soll angeme k we den, daß ge ade bei ech g oßen We ken
die endgül igen Ve agsabschlüsse wei ins
Jah
1939 hinein eich en. Bei-
spielsweise zogen sich die Übe agungsp ozedu en bei wich igen Be ie-
ben, wie
z.B.
Lenel
&
Be
nsinge
in Mannheim,
de
T iko webe ei Ludwig
Maie
&
Co
in Böblingen, de
Mech
. Zwi ne ei Canns a , ode auch bei einem
Hechinge G oßbe ieb, noch mona elang nach
de
»K is allnach «,
ja
bis
nach K iegsausb uch, hin,
und
die »A isie ung« einige wenige We ke, wie
z.
B. de kleinen S eppdecken ab ik
Ideal
in Canns a ,
wu de
ga e s
1941
abgeschlossen.
Dagegen schlug seh ielen G oßhandlungen, sowei sie
im
No
embe
1938 noch nich e kau wa en, die Schicksalss unde bei den
Pog omen
de
»Reichsk is allnach «, die an meh e en
O en
auch zu eine »Reichs ex il-
nach « ausa e en. Manche Besi ze wu den nach Dachau e schlepp ,
um
die »Abwicklung« de Fi ma (wie die Liquida ion
je z
hieß) möglichs zu
beschleunigen,
und
manche Geschä e und Lage äume
wu den
zwischen
dem
9.
und
11.
No embe
ein ach ausge aub ,
ih
Inhal
und
Ein ich ung
sinnlos
au
die S aße gewo en,
womi
ih e le z en Ve mögenswe e ze -
s ö wa en. Als ge ich sno o ische Fälle seien solche Vo gänge aus Heidel-
be g und Donaueschingen e wähn , und die Fo üh ung
de
»Ak ion«
am
11.
No embe
is ü Mannheim bezeug ,
wo
noch
imme
»Wa en o ä e
9s
GLAK
233/26162.
260
Das le z e Kapi el
du ch Beau ag e de Pa ei ab anspo ie « wu den. Dabei handel e
es
sich häu ig
um
ex ile Lage bes ände96•
Von de Pog omnach zu schnellen Liquidie ung üh e auch de Weg
manche kleinen Familienbe iebe de S icke ei und Nähe ei, die noch nich
e äuße wa en und je z as un e käu lich das anden. Schließlich liqui-
die e man bis zum Somme 1939 auch as alle G oßhandelsgeschä e polni-
sche und umänische S aa sbü ge , nachdem man ihnen bis dahin eine
Gnaden is zu »Abwicklung« einge äum ha e.
Es
wu de gegenübe dem
Besi z on Auslände n ge ade in Baden be on , daß »die Liquidie ung[
...
]
möglichs
au
eiwillige Basis« du chge üh we den solle
97
• Diese e -
häl nismäßig o sich ige Hal ung
wa
ja, wie schon angedeu e , mi beding
du ch die s a ke Auslands-Ve lech ung de »Tex ilindus ie Obe badens«,
wo
e wa
20
Uüdische und nich jüdische) »g oße Be iebe mi meh ode
wenige s a ke Be eiligung de Schweiz ge üh « wu den, de en Übe üh-
ung in deu sche Hände man zunächs als nahezu »aussich slos« be ach e-
e98,
die abe spä e -sowei sie jüdische Besi ze be üh en -doch e zwun-
gen wu de.
Schließlich e ging zu Beginn des Jah es 1939 auch de lange hinausgezö-
ge e o izielle Be ehl zu ölligen »En judung« on G oßhandel und Fab i-
ken. Wann und wie die Be ehlsausgabe e olg e, is nich kla . Es lieg die
Inhal sangabe eines Geheimsch eibens on Gö ing übe die Ausschal ung
de Juden aus
dem
deu schen Wi scha sleben o (du ch die Obe s e SA-
Füh ung,
om
14. Janua 1939), in dem eindeu ig on de
Ȇbe nahme
jüdische
Be iebe
und
sons ige
Ve mögenswe e
au
s eng gese zliche
G undlage« die Rede is . Jedoch ein A ikel im Ka ls uhe
Füh e
(»Aus
Be lin«) melde e e s am 16. Feb ua 1939 in seine Übe sch i : »G oßhan-
del und Indus ie we den en jude «. De Übe mi le de Nach ich bezieh
sich eigen lich meh
au
den »Du ch üh ungse laß -Einsa z des jüdischen
Ve mögens«
om
6. Feb ua , obwohl sein Be ich wohl du ch die Ve ö -
en lichung eines spä e en E lasses,
om
14. Feb ua 1939, e anlaß is , de
haup sächlich
on
G unds ücks e äuße ungen handel
99
. Jeden alls be on
de A ikel die Neue ung, daß nunmeh En judungen ( on Be ieben des
G oßhandels
und
de
Indus ie,
nebs den dazugehö igen G unds ücken) auch
96
Als ein Beispiel sei ein ge ich sno o ische Fall eines Heidelbe ge Tex ilkau mann e -
wähn , dessen Wa enballen
au
die S aße gewo en wu den. Fü Heidelbe g gl. :
HS A
S g „
J 355, K 241. Fü Donaueschingen: a.a.
0.,
K 242.
Übe
Mannheim gl.
FLIEDNER,
Mannheim
l,
S. 200, Anm.
29.
97
GLAK237/40502,
BI.
31, om 4.
1.
39.
98
Bad. F.
u.
W. Min. an Außens elle d. Bad. S aa skanzlei in Be lin, . 21. 7. 1938. Zi ie
bei
FLIEDNER,
II,
N
. 120c, S. 199.
99
Das Sch eiben de obe s en SA-Füh ung: BK, Slg. Schumache ,
N
. 240
II,
(Bd.
1)
. Die
Du ch üh ungse lässe bei:
WALK
(wie Anm.
60)
III,
N
. 132,
139
.
Die
End-„En judung«
261
zwangsweise du chge üh we den könn en. Von eine zwangsweisen En ju-
dung bei Be eiligungen, sowie bei jüdischem S eubesi z an Ak ien
und
sons igen We papie en
sei
o läu ig abzusehen. Dagegen soll en »wich ige
Pa en -
und
sons ige gewe bliche Schu z ech e« nich
»in
jüdische Hand«
belassen we den.
So ode so wa en nun im Feb ua 1939 die quasilegalen Ano dnungen des
»Maßnahmens aa es« zu o alen »En judung« jüdischen Eigen ums un e
Dach und Fach geb ach -bis
au
die le z e
om
23.
7.
1940, daß nämlich die
»A isie ungen« bis
zum
Jah esende abzuschließen seien
100
. Wie ha en
nun
die jüdischen Tex ilg oßbe iebe in den d eizehn Mona en on Janua 1938
bis
zu
den Feb ua e o dnungen on
1939
den ge o de en »A isie ungs«-
p ozeß du chli en?
4. Die End-»En judung«
Nach den Be echnungen in diesem Abschni , Tabellen 24a, 24b, bes an-
den am
1.
Janua 1938 in Baden noch
216,
in Wü embe g 160
und
in
Hohenzolle n 6 Fi men, zusammen also 382 Tex ilbe iebe, de en »En ju-
dung« e s nach diesem
Da um
du chge üh wu de. Alle dings gab
es
wah scheinlich noch einen gewissen P ozen sa z on jüdischen G oßun e -
nehmen, die in diese Zahl nich en hal en sind, da keine genauen Angaben
übe ih Ende o liegen.
übe dies
läß sich selbs ü die soeben summie en
382 Tex il i men nich in allen Fällen das genaue
Da um
de Übe agung,
bzw. »Abwicklung«, es s ellen, so daß
es
auch aus diesem G unde as
unmöglich wi d, zwischen den o bzw. nach de »K is allnach « begonne-
nen »En judungen« zu un e scheiden.
Das is auch de Fall hinsich lich de Angaben in eine Ka ls uhe Polizeili-
s e, welche die
im
Augus 1938 noch in Baden gezähl en 1244 Be iebe
am
12.
Ap il 1939 on neuem übe p ü e und wie olg klassi izie e
101
:
als
»en jude «
als
»abgewickel « ode »eingegangen«
als
noch
nich
»en jude <(:
G oßhandlungen und Fab iken
Einzelhandel on Auslände n
100
Vgl. dazu GENSCHEL (wie
Anm
. 53),
S.
251
.
495
685
59
5
1244
101
GLAK237
/40502, S.
101.
Da un e sind im Augus 1938 noch
33
ausländische,
im
Ap il
1939 nu noch 5 ausländische Fi men au ge üh . Meine Auszählung nach wa en on le z e en
mindes ens d ei dem Tex ilsek o zugehö ig.

262
Das le z e Kapi el
Da die
59
G oßhandlungen und Fab iken im Ap il 1939 allen Anzeichen
nach be ei s mi en in »En judungs« e handlungen s anden und wah -
scheinlich as alle in »a ische« Hände übe gingen, da sie
ja
p oduzie en und
expo ie en, jeden alls abe A bei splä ze siche en, e gib sich hie
als
Fazi , daß sei Augus
1938
e wa 45%
(=
554)
de G oßbe iebe a isie
wu den, jedoch 55% (
=
690)
liquidie we den muß en.
Gensehei ha in seine g undlegenden Un e suchung die Be ich e de
jüdischen
Rundschau
zu A isie ung ü die Mona e
Mä z-Ok obe
1938
ausgezähl . E
komm
zu
olgendem E gebnis
102
: Von den e was übe 740
wäh end diese Zei a isie en Be ieben in ganz Deu schland wa en
260
Tex il ab iken und 190 Tex ileinzel- und -g oßhandlungen, also zusammen
e wa 450 Tex il i men. In de Gesam summe wa Baden-Wü embe g
»e was übe du chschni lich [
...
] un e Be ücksich igung de Ve eilung
de jüdischen Fi men« mi
75
Be ieben
alle
B anchen,
d.
h.
e was übe 10%
e e en.
Das abe wa en »A isie ungen«, de en Endzahlen alle B anchen, sowie
auch Einzelhandelsgeschä e, mi einschließen. Fü unse en Be eich läß sich
also kein kla e Schluß aus den obigen Zahlen ziehen -auße dem, daß
damals wesen lich
wenige
als
75
Tex ilbe iebe in Baden-Wü embe g
»a isie « wu den. Die einzig mögliche Folge ung aus dem bishe Gesag en
is also, daß die g oße »A isie ungs«welle im Tex ilwesen e s nach
Ok obe
1938 ih en Höhepunk e eich e.
Bei eine solchen Fes s ellung kann man sich auch
au
O ss a is iken ü
Hechingen und Baden-Baden s ü zen, aus welchen sich imme hin gewisse
Schlüsse
au
das Ve häl nis
im
Tex ilwesen ziehen lassen: Von den in He-
chingen am
1.
Janua 1938 noch bes ehenden 6 Un e nehmungen
103
wu de
nu eine G oßhandlung »liquidie «, wäh end 5 Fab iken
als
»a isie <<
beleg
sind -alle dings wa en in d ei de Be iebe die Fo mali ä en be ei s o de
»K is allnach « beendig . Dazu wal e en in einem Falle noch besonde e
Bedingungen o ,
daja
die (Mi )Besi ze in de Fab ik C. M. Koblenze , wie
schon e wähn , a sächlich ein »a ische « Abs ammung wa . Hinzu
komm ,
das die Hechinge jüdischen Fab iken,
als
Haup a bei gebe ü
S ad und Umgebung, ein ach nich zu liquidie en wa en.
Da übe hinaus läß sich wohl aus diesem »A isie ungs«be ich nu able-
sen, daß Fab iken besse behandel wu den
als
G oßhandlungen, und daß
die A bei spla ze hal ung
an
kleine en O en einen wich igen Fak o de
E wägungen zu »A isie ung« bilde e.
Gewisse Schlüsse lassen auch die Angaben ü Baden-Baden zu
104
,
wo
102 GENSCHEL (wie
Anm
.
53)
S.
174, nebs Anm. 157.
103
S ASi
Ho
235
!-VI
2101a; !-VIII 339a; 1-VIII 345.
104 Diese Au s ellung, l . Angaben
in:
HS A
S g ., J 355, Box 2-4, Box 313;
GLAK
2371
40470,40483,40492,40502.
De
jüdische
Tex ils
ek o
bis
1937
263
on den
ün
im
Jah e 1932 bes ehenden Tex ilbe ieben nu ein einzige
seine P o en schon im Jah e
1935
schloß,
um
nach Ka ls uhe zu übe siedeln,
wäh end:
1 G oß e sandhaus
1 Reisegeschä
1 Damen-Pelz- und Modehaus
(Fa
. L.
Maye
OHG)
mi
G oßa elie und 39 Mi a bei e n
1 G oßkau baus (R. Lipsky) mi Filialen m Weinheim und
Singen
---
Sa
4 G oß ex il i men,
sowie zwei Einzelhandelsgeschä e ü Damenkon ek ion, also insgesam
sechs Fi men, im Somme
1938
noch geö ne wa en. Vo de »K is all-
nach « schloß das Reisegeschä und ging das Wa enhaus nebs Filialen in
»a ische« Hände übe . In de Lis e des Polizeidi ek o s on jenem
Da um
105
sind nämlich nu noch die es lichen 4 Fi men
au
ge üh , welche -wie
zwei els ei beleg
106
-alle (einschließlich de Einzelhandels i men) bis zum
1.
Mä z 1939 »a isie « wu den.
Von ie zum G oß ex ilsek o gezähl en Fi men wu de also
nu
eine
liquidie .
Und
das, obwohl sich eine Ve sand i ma un e den »a isie en«
Be ieben be and. De me kwü dige Fall, daß ein jüdisches G oß e sand-
haus, o z alle
im
o igen Pa ag aphen geschilde en D angsalie ungen,
wei e bes ehen du e, läß sich
au
die »a ische« F au des Besi ze s (und/
ode eine a ische Schwäge in) zu ück üh en,
au
de en Namen das Geschä
schließlich (Mä z
1939!)
einge agen wu de.
Nun
lassen sich ge ade au g und obige Ausnahmen ü Baden-Baden
noch einige Schlüsse hinsich lich des »A isie ungs«- bzw. Liquidie ungs-
p ozesses ziehen. Es lieg nämlich noch eine Polizeilis e
om
13
. Mä z 1939
o , die Auskun übe das Schicksal de zum Te min des Reichsk is all-
Pog oms noch in Baden-Baden exis ie enden jüdischen Fi men
alle
B an-
chen gib
107
• Das e möglich den olgenden Ve gleich ande e B anchen mi
dem Tex ilsek o :
(S.
Tabelle
26
,
au
de nächs en Sei e)
Die G oß- und Einzelhandels i men de Spa e Tex il blieben also alle
bes ehen und mach en in Baden mindes ens 80% alle »A isie ungen« in de
le z en »En judungs«phase aus. Na ü lich
komm
dem Wel badcha ak e
on Baden-Baden ein gewisse Ein luß
au
diese übe aschende »A isie-
ungs«quo e on g oßen Handelsbe ieben
zu
.
os
GLAK237
/40492, Polizeidi ek o B-B, 30. 9.
38
.
106
Wie in Anm. 104.
107 GLAK237/40489, Polizeidi ek o B-B,
13
. 3.
39.
264
Das le z e Kapi el
Tabelle 26: »En judungen «
in
Baden-Baden,
Ok .
1938-Mä z
1939
Sa
.: au gelös da on a isie da on
8.
11.
38
zum
1.
3. 39 Tex il zum
1.
3. 39 Tex il
Gewe bebe iebe 5 4 -1 noch -
schwebend
(Ho el)
Einzelhandlungen ein-
schließlich Kon ek ion 6 3 -3 3 (100%)
Ve sandgeschä e 1 7 -1 1 (100%)
12 7 -
4+1
4(80-100%)
Auch eine wü embe gische S ad lie e anhand aus üh liche Au s el-
lungen die Möglichkei zu ähnlichen, wenn auch nich ganz so ungewöhnli-
chen, Schlüssen. Gemein sind die Angaben ü Ludwigsbu g
108
•
Do
bes anden im Jah e 1938 noch sieben jüdische, den Tex ilsek o be üh ende,
Be iebe, die alle dings zwei Einzelhandlungen und eine Papie zen ale
(als
Lumpen e we ungsbe ieb) mi einschließen. Von diesen wu den:
Vo de K is allnach
a isie : 1 Kon ek ionshaus, 1 Kleide ab ik
eingelei e : 1 Webe ei (a isie bis 30. 11.)
eingelei e : 2 Tex ilgeschä e
(1
a is. bis 30. 11.)
(1
abgewickel bis d o.)
Nach de K is allnach
(zwangs)a isie : 1 Papie zen ale (F ühjah
1939)
(zwangs)abgewickel : 1 Lumpeng oßhandlung (Mai
1939)
=2
= 1
}=2
= 1
= 1
Sa
. 7
Insgesam wu den also zwei Tex il ab iken, ein Kon ek ionshaus und
eine G oßpapie zen ale, sowie eine Tex ileinzelhandlung - d. h. 5 on 7 -
a isie , die Papie zen ale wohl un e deu lichem Zwang.
Nu
zwei Tex il-
i men muß en gänzlich schließen, da un e die Lumpeng oßhandlung.
Diese ha e alle dings ein besonde es Schicksal: Ih Inhabe wa
als
polni-
sche S aa sangehö ige Ende Ok obe übe die Reichsg enze abgeschoben
wo den, du e abe on Mä z bis Mai 1939 zu ückkeh en,
um
seine Ge-
schä e abzuwickeln.
Übe
die A de »Abwicklung« und sein wei e es
Schicksal is nich s Genaues bekann .
Hinsich lich de K is allnach
als
S ich ag e geben sich in Ludwigsbu g: 3
spä e »a isie e» gegenübe 2 spä e »abgewickel en« Fi men. Alle dings is
108
HS A
S g .
,J
355, K 81, 82;
S dA
Ludwigsbu g, Dokumen enanhang zu B. M.
Sc üSSLER,
MS eine Zulassungsa bei (Die O iginaldokumen e
z.
Z .
im Magazin nich au indba ).
Die
End-»En judung«
265
kla angegeben, daß bei zwei »A isie ungs« o gängen die Ve handlungen
be ei s o de K is allnach begonnen ha en. Jeden alls wi d deu lich, daß
in denJah en 1938/39 nu zwei on sieben Tex il i men
(d.h
. un e 30%)
liquidie wu den, und diese auch e s
nach
de »K is allnach «.
Alle bishe aus Hechingen, Baden-Baden und Ludwigsbu g ange üh en
Zahlen bilden die G undlage ü die Ve mu ung, daß nämlich
im
G oß ex-
ilsek o selbs noch 1938/39 ein güns ige es Ve häl nis on »A isie ungen«
zu Schließungen
als
in ande en Wi scha sspa en bes and.
Um
diese Ve mu ung Gewich
zu
geben, und
um
das Ve häl nis in ganz
Baden-Wü embe g zum Ve gleich he anzuziehen, sollen nunmeh dieje-
nigen de 382 im Jah e 1938 noch bes ehenden G oßbe iebe un e such
we den, bei denen kla is , ob sie liquidie ode a isie wu den. Das sind
imme hin 196 on den 216 Fi men aus Baden (90%) und 156 on den 160
jüdischen Un e nehmen in Wü embe g (97,5%). Das E gebnis ü insge-
sam e wa 95% de noch bes ehenden g oßen Fi men is nun wie olg :
Tabelle
27:
Schicksal
de
jüdischen
G oß ex il i men
109
nach
dem
1.
1.
1938
O
liquidie a isie Ve häl nis
Baden, kleine
O e
19
37
1:2
Baden, Kons anz 2
18
1:9(!)
Max.
Baden, F eibu g 3
12
1:4
Baden, Ka ls uhe
18
20
1:
1,1
Baden, Mannheim
26
41
1:1,6
Baden, insgesam
68
128 1:1,9
Hohenzolle n 5 1:5
Wü embe g, kleine
O e
6
24
1:4
Wü embe g, Göppingen 2 6
1:3
Wü embe g,
Ulm
8 7 1:0,9(!) Min.
Wü embe g, S u ga
28
75
1:2,6
Wü embe g, insgesam
44
112
1:2,5
To al
113
245
1:2,2
Die E gebnisse de Tabelle weisen eindeu ig in olgende Rich ungen:
1.
Je kleine die O e, des o ehe wu de »a isie « (und nich liquidie ).
2.
Je indus ialisie e die Be iebe, des o meh »a isie e« man sie.
3. Die »A isie ungs«-No men de
als
Indus ieo e he o gehobenen Plä -
ze,
wie Hechingen, Göppingen, Kons anz, liegen hoch übe dem Lan-
desdu chschni .
4.
Da in F eibu g eben alls übe du chschni lich »a isie « wu de, mag
109
Eigene Auszählung, l . alle
in
Teil
II
und
III
benu z en Quellen.
272
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Kons anz
im
18
.
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Kons anz
1971
BLUM
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Ch onik
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DREHER
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FRANKE,
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Geschich e
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Heilb onn,
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ALFRED,
Die
Geschich e
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En wicklung
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Manusk ip
und
No izen
zum
zwei en
Teil dieses Buches, deponie :
ALB!
NY
(zi ie : MS,
Ma e ialien)
ZUBER
HORST
, Die
P i ilegie e
Wollen-
und
Zeughandlungs-Manu ak u
zu
P o zheim
(Disse a-
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Heidelbe g),
Augsbu g
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O s egis e *
Zusammenges ell on Pe e
Zimme mann
Aalen 192
Aldingen 57, 58, 76
Aldiswil
201
Al do (bei Lah ) 90, 95,
143
Al do (K
. Nü ingen)
189
Al ens ad
57
Amo bach4
Ams e dam
18
Augsbu g 27, 97, 99
Auschwi z 269
Baden-Baden 94, 95,
100
, 102, 262, 263, 264,
265
Balingen 192
Basel 9
Bemp lingen
201
Be g (S u ga -Be g)
53
, 77, 79, 198
Be lin44,
65,
104, 142, 143,
143,
145, 148,
159, 197,202,203,211,217,233,235,
245,
250,251,252,252,254,255,256,257,258,
260,260,26
7
Bibe ach/Riß 175, 182, 192
Bie igheim 192, 193, 208
Binswangen
61
Bisingen
161
Böblingen 192, 199, 201, 204, 259
Bombay
201
Bos on
201
B aunsbach 233,
233
(Al -) B eisach ( ühe B eysach) 7, 8, 8,
10
,
11,
12
, 13,
14
,
14,
15, 16,
17, 39, 95
B eslau 143,
143
B e en 2, 2, 3,
4,
5,
5, 34, 95
B onnweile 156, 158,
162,
164
,
189
,
191
, 196
B uchsal39, 95, 102, 103-106, 132
Buchau (heu e Bad Buchau)
49
,
55
, 56,
56,
72,92
,92,154, 175, 183-185,
184,
188
,
191, 192,
192,
193,
193
Buchen 3,
4,
5, 95
Bühl41, 95, 96,
97,97
Bu enhausen 56, 57, 154, 192
(Bad) Canns a (S u ga -Bad Canns a )
31,42,49,58,69,
76, 77, 78,
79,80
,
91
,
160, 166, 167, 168, 176, 183,
189,
191, 192,
193,
196, 197,201,202,203,203,204,205,
206,208,216,223,259,267
Cha kow
203
C ailsheim 55, 83, 192
Dachau 259, 269
Danzig 179
Da ms ad 23, 25
Daxlanden 132
Deggingen 190,
190
Denzlingen 95, 96, 96
Deu s e en
(Un e -
und
Obe d
., bei C ails-
heim) 56,
56
Die enheim 56, 192, 194
Don
aueschingen 259, 260
Düsseldo
18
Du lach
1,
21
, 22, 95, 128, 129,
129,
130,
130
,
132
Ebe bach 95, 96
Ebe sbach 190, 195, 196,
196
Ehingen 192
Eislingen 74, 169, 173, 190, 190
Emmendingen
6,
95
, 100,
100
,
121
Enningen 191,
191
Esslingen
55
, 189
E enheim 95, 102
E lingen28,
28
, 29, 30,
30
,
41
, 95,
97
,
124,
130
Feue bach (S u ga -Feue bach) 199, 267
Feue halen 40
Fich enau
56
* Ku si ged uck e Zahlen e weisen
au
die Anme kungen
·
O s egis e
279
F anken hal 7
F ank u 26, 69, 144
F auenalb 95, 96, 97
F eibe g 28
F eibu g9,
10,
11,
94, 96, 106, 106-116,
107,
111, 113,
117,
129,
132, 150, 151, 152,241,
243,265
F eis e 95, 102
F eudenbe g
101
F ied ichs eld 95,
141
F iesenheim 95, 102
Fü h 112
Gaggenau
95
Gailingen 40,
40,
95, 102, 103,
257
Gelsenki chen 145
Gengenbach (bei Heidenheim/B enz)
189
Gengenbach (K . O enbu g)
95
Ge s e en 154,
189,
196
Glauchau44
Göppingen49, 50, 52, 60, 61, 62, 63,
63,
64-
76,
65,
78,80,81,82,91,99,
160,
160,
161,
166-174,
166,
174,
174,175,
180, 182, 183,
185, 189, 190,
190,
192, 193, 196,
198,201,
203,
204,242,243,265
Goma ingen
191
G oßeicholzheim
101
G oß-Eislingen gl. Eislingen
G ö zingen 21, 22, 34, 36,
123
Gu s 269
Haige loch 48, 53, 154, 164 ( gl. auch Ka ls-
al)
Hall gl. Schwäbisch Hall
Hambu g
44, 142
Haslach (bei F eibu g) 90, 115
Haslach (K . O enbu g)
95
Hausen am
Thann
12,
16
Hechingen 17, 22, 30, 33, 46, 49, 50,
50,
51,
52,53,55,59,
72,
79,85,92,92,
152-165,
166, 168, 169, 173, 174, 183, 185,
189,
191,
196,204,229,242,243,259,262,265
Heddesheim 4
Heidelbe g45, 90, 94, 95,
100,
103, 151, 259,
260
Heidenheim/B enz 77, 189,
189
Heilb onn
53,
54, 55, 167, 173, 183, 185
+
186, 188, 191, 192, 193, 193,242,243
Heslach (S u ga -Heslach) 197, 198,
198
Hi lingen 161,
189
Hochbe g 6
Hoheneck
58
Holzge lingen 192, 199
Ho b
189
Hü enha d 95, 102
Ih ingen 95, 102
Ille eichen 11,
13
Innsb uck 8,
8
Jebenhausen49, 52, 57-{;4,
57,
65, 66, 67,
67,
68,70, 71, 72, 73, 74,
76,80,81,82,91,99,
166, 167, 168,
170,
172, 173, 190,204
Jessni z
65
Kappel56, 175, 183, 184
Ka ls uhe
6,
20, 21, 22, 23, 27, 28, 30, 31, 34,
35,36,38,40,43
,
43,44,44,45,90,92,94,
100,105,
116, 117-136,
124, 130,
136, 137,
138,
140, 141, 143, 144, 145, 146, 147, 148,
150,
151,219,233,237,238,241,242,243,
254,254,255,260,261,263,265,
266,266
Ka ls al (Haige loch) 52, 53, 78, 154, 156,
162,
164,
164
,
196, 198
Kehl90, 95
Kippenheim
7,
9, 12, 95, 101, 102
Ki chheim
u.
Teck 192
Kleineicholzheim
101
Klein-Eislingen gl. Eislingen
Knielingen 132
Köln
43,
145
Kons anz
35,
90, 94, 96, 98, 106-116,
107,
108,
111,
117,
118,144, 150,233,233,237,
241,242,243,257,265,266
Ko nwes heim 192
K euzlingen 108, 109, 112, 160, 161,
257
Kuppenheim
101
Ladenbu g 90, 95, 143,
143
Lah 95, 96, 97, 105, 106
Laichingen
65,
176, 192, 194,
194,
195,
195
Lakewood
55
Laupheim69, 192, 194,
194,233,233,235,
235
Leimen 19,
19
Lein elden 192, 197
Leinzell 192
Lengnau24
Bad Liebenzell 192
Lies al 202
Lö ach
6,
9,
36, 95,
102,
103, 105, 106, 132,
257
London 168
Ludwigsbu g?,
7,
18, 49, 58, 76 ., 78, 80, 81,
82, 183, 186-188, 188, 191, 193,
193,
196,
203,264, 265
Ludwigsha en 121, 138
Maly T os inec 269
280
O s egis e
Mannheim
1,
1,
2,
7,
7,
18,
19,
19,
20, 42,
42,
59,83,90,94,
105,
116, 117-122,
118,
125,
126, 129,
130,
131, 136, 136-152,
142,
176,
203,216,219,220,221,224,226,233,233,
234,234,235,236,238,241,242,243,244,
259,260,265,266
Maxau 129, 130
Mee sbu g95, 96, 97, 98, 99, 107, 112,
176
Memmingen 169
Me chingen
141
Me klingen 65
Me zingen
191
Michel eld 36, 37,
37,
38, 39, 41, 104,
106
Mil enbe g 4
Möh ingen (S u ga -Möh ingen) 197
Mössingen
189,
196, 215
Monza201
Mosbach34
Moskau203
Mühlbu g
132
Mühlen
53,
77, 156, 190
Mühlhausen (S u ga -Mühlhausen) 79,
189,
196, 198,201
Müh ingen 190,
213
München18,44,57, 71,99, 159,
166
, 176,
238,241,245,258
Muggens u m 95, 130
Mu ha d 192,
196
Neu en 189, 204
Neus ad s
NewYo k61,
62, 68, 69, 168, 202, 204, 256
Nonnenweie
51,
153
No dhausen
74
N o ds e en
189
Nü nbe g
241
Nü ingen
201
Nusplingen
17
Obe do
a.
Ip 192
Odessa203
Öh ingen
192
O enbu g 94, 95, 96,
100,
102,
103
Ons me ingen 51, 156
O enheim 6
Pa is 44, 45, 105, 203,
204
Pe e sbu g 203
P o zheim
2,
2,
3, 4,
5,
6,
7,
38,
94, 95,
129,
132, 144,233
Philadelphia
105
Pi sbu gh 233
Plauen
215
Plieningen 49,
50,
55,
153
Rangendingen 155,
161
Ras a 94, 95,
100
,
129,
132
Ra ensbu g 192, 233, 233
Rechbe ghausen
69
Reu lingen 145, 159, 173, 191,
193,
196,
201
Rexingen 190,
204
Rheinbischo sheim
95
Riedlingen 182, 192
Riga
269
Romansho n 112
Ro enbu g 189,
189
Ro weil 189,
189,
193
Rouen201
Ruchsen 95,
100
Rüppu 132
Saa b ücken
144
Säckingen 95, 96, 97
Salach 179, 190, 196
Schielbe g 95, 96,
97
Schmieheim
73
Scho ndo 192
Schussen ied 183, 192
Klos e Schu e n 12, 14,
14,
16
Schwäbisch
Gmünd
192, 212
Schwäbisch Hall ( ühe Hall) 8, 192, 200
Schwe zingen 95,
100
Shanghai
201
Sigma ingen 33, 46,
51, 52,
153
Sindel ingen 69,
192
Singen263
Sinsheim 95,
151
Sinzheim6
Sö lingen 183
Son heim 53, 54, 65
S . Blasien23, 23, 24, 24, 26, 27, 28, 29, 30,
36,38,41,
97
S . Gallen
108
S ebbach 41, 42,
59,
83,
139
S ockach 95,
192
S aßbu g
43
S u ga 7,22,30,56,61,62,64,66,67,
70,
72, 73, 76, 77-81, 79,82,91, 125, 135, 145,
153, 154, 155, 156, 158, 160, 166,
166,
167,
168, 170, 173, 175, 178, 182, 183, 184, 187,
189,
190,
190,
191,
191,
192,
192,
193,
195,
197, 197-228,204,208,216,220,232,233,
233,235,235,238,240,241,241,242,243,
246,248,255,265,266,267
Süssen62, 65, 72, 173, 190,
190,
196,
201
Tail ingen 51, 156
Taube bischo sheim 256
The esiens ad 269
O s egis e
281
Tod nau
95
, 96,
97
Übe lingen
95
Uhingen 190,
190
, 196,
215
Ulm
42,
42
,
50,
57
, 58, 61,
81
+82
, 98,
98
,
139,
173
, 174-182,
174,
178,180,
183
, 184,
184,
185
, 190,
192
, 193, 194,203,216,240,
242,
243,245,252,257
,257,265,266
Un e ü kheim (S u ga -Un e ü kheim)
197,
199,201,202,203,267
U ach
31
Wäschenbeu en69, 172, 192
Waghäusel
28,
29
Waldho 138
Waldki ch 95, 96,
96,
190
Waldshu 95,
96
,
96
Walldü n4
Wangen (S u ga -Wangen) 198, 199,
201
Wannweil
191
Wa enbe g
241
Weilheim69
Weinga en
183
, 192
Weinheim 263
We heim 95, 256
Wien
9,
16,
28,
105
Wiesloch
95
Winnenden
65
Wo ms
145
Wu mlingen 192
Zü ich 97, 202
Zu enhausen (S u ga -Zu enhausen) 78,
183
, 191,
196
, 197, 199,200,201
288
Namen-
und
Fi men egis e
Kuhn
, Jakob 217
Kuhn,Jos.
146
Kuhn, Vei 176
Kuhn-Re us, Ma en
33
Kuns baumwollwe ke Zu enhausen AG 200
Ku z &
Co,
Hein ich
187
Kusel 27, 29, 41. 96, 117
Kusel, Jacob 27,
35
Kusel, Ka l 27
Laak, an
211
Ladenbu g 117,
138
Laichinge Wäsche ab ik (Hugo
u.
Paul
Mann) 195
Lallemen ,
Jose
19
Lamey, Augus 234,
234
Lamezan
19
Landaue , A. & M.
192
Landaue , B üde (Ulm) 180, 182
Landaue , Geb . (auch B üde Landaue )
(Mannheim, S u ga
u.
a.) 145, 219
Landaue ,
Hugo
182
Landaue , Julius 112
Landaue , Ka l 182
Landaue ,
Theod
.
138
Landaue
und
S omeye 112
Lang & Bumille 197
Lede e , Edua d
191
Lehmann gl. D ei us & Lehmann
Leipheime 124
Leipheime , Geo g 43, 44, 124
Leipheime , Max 44, 124
Leipheime & Mende43,
43,
44, 124,
124
, 127
Lei e ,
S.
179
Lenel 139
Lenel, Claus
138
Lenel, Vic o
138
Lenel u. Bensinge 138, 139, 259
Les schinsky, Jakob
87
Le i (Haige loch) 53,
53
Le i (Hechingen) 158
Le i (Mannheim) gl. Blum & Le i
Le i (S u ga ) gl. Spiegel hal & Le i
Le i (Ulm) 81, 178
Le i, Be nha d 198,
198
Le i, Ca l 213
Le i, Daniel (spä e Le inge )
40
,
40
Le i,
Hayum
21,
22,
34
Le i,Jacob (Esslingen)
55
Le i,Jakob (Hechingen) 156, 157, 158,
158
Le i, (Isaak) Julius 51,
52
,
153
, 159
Le i, Maie
17
Le i,
Max
201
Le i, Maye 1,
1,
7,
17
,
18,
18
Le i, Paul 157
Le i, Rudol 159
Le i, Samuel 1
Le i & Cie,
A.
213
Le i& Co,J(ulius) 51, 153, 156, 158,
158,
159, 162,
162
Le inge 176, 179
Le inge , Be nh. 182
Le inge , Daniel gl. Daniel Le i
Le inge , L.
82
Le y (Göppingen)
166
Le y (Hechingen) 157
Le y (O enbu g) gl. Hause & Le y
Le y (S u ga ) gl. Mendel & Le y
Le y, Alice, geb. Goldschmid
161
Le y, Augus 72
Le y, Da id 156, 157, 158,
158,
162,
162
Le y, He mann (auch Mech. T iko webe ei
He mann Le y) 155, 161, 162, 162( gl.
auch Löwenga d & Le y)
Le y,
Jose 3
Le y, Leopold 155, ( gl. auch Löwenga d &
Le y)
Le y, Ludwig 157
Le y,
Max
156
Le y, Michael 156
Le y, Sigmund 72
Le y & Co, Augus 72
Le y & Ro hschild, B üde 72
Lewy, Louisj . 219
Lich enhan, Isaak 9
Liebe, U sula
67,
170
Liebmann, Hein ich 200
Liebmann, Leopold 156, 157
Liebmann & B oda 170, 173, 200
Liebmann & Le i 156, 157, 158,
158
Lindaue , Julius 204
Lindaue , Salomon 204,
204
Lindaue , Siegmund 204
Lindaue &
Co
, (S.) 160, 168, 204,
204
Lindne & Fu chheime 217
Lion,
Jose
110,
111
Lipsky, R. 263
Liwe an
211
Löb, gl. Eyme & Löb
Löb,
Emma
und
O o
145
Löb, Geb . (F eibu g)
151
Loeb
GmbH,
Geb . (S u ga ) 213,
213
Loeb & Ro hschild 104
Löhlein-P e e
192
Löwe, Jakob
125,
128
Löwe,Julius
125
Löwe, Lämlin (Lämlein Löwy) 1
Löwenga d 156,
156
, 158, 162

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