Baume , Jona-F ede ik
A icle — Published Ve sion
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und
pa lamen a ische Rep äsen anz bei Land agswahlen: Eine
Reg essions-Diskon inui ä s-Analyse
Poli ische Vie eljah essch i
P o ided in Coope a ion wi h:
Sp inge Na u e
Sugges ed Ci a ion: Baume , Jona-F ede ik (2024) : Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung
und pa lamen a ische Rep äsen anz bei Land agswahlen: Eine Reg essions-Diskon inui ä s-
Analyse, Poli ische Vie eljah essch i , ISSN 1862-2860, Sp inge Fachmedien Wiesbaden GmbH,
Wiesbaden, Vol. 66, Iss. 2, pp. 275-302,
h ps://doi.o g/10.1007/s11615-024-00553-y
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/323500
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h ps://doi.o g/10.1007/s11615-024-00553-y
Poli ische Vie eljah essch i (2025) 66:275–302
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und
pa lamen a ische Rep äsen anz bei Land agswahlen:
Eine Reg essions-Diskon inui ä s-Analyse
Jona-F ede ik Baume
Eingegangen: 9. Ap il 2024 / Übe a bei e : 5. Juni 2024 / Angenommen: 12. Juni 2024 / Online publizie :
19. Augus 2024
© The Au ho (s) 2024
Zusammen assung In diesem Bei ag we den die Auswi kungen de s aa lichen
Pa eien inanzie ung und pa lamen a ischen Rep äsen anz au den poli ischen We -
bewe b bei deu schen Land agswahlen un e such . Hie ü wi d eine Reg essions-
Diskon inui ä s-Analyse au bayesianische G undlage du chge üh . Übe sch ei e
eine Pa ei die Schwelle on einem P ozen de gül igen S immen, ab welche sie
Ansp uch au s aa liche Gelde ha , s eig die Wah scheinlichkei eines e neu en An-
e ens bei de nächs en Wahl on 60% au 82%. Pa eien, welche die Fün -P ozen -
Hü de knapp übe winden und dadu ch pa lamen a ische Rep äsen anz e langen, ha-
ben gegenübe knapp an de Hü de geschei e en Pa eien eine um 14 P ozen punk e
e höh e Chance, bei de nächs en Wahl (e neu ) im Pa lamen e e en zu sein. Bei
Du ch üh ung on Robus hei s es s eduzie sich diese E ek au ca. 6 P ozen -
punk e. Zwa sind die beiden E ek e nich unmi elba mi einande e gleichba , da
sie nu in de Nähe de jeweiligen Schwelle Gül igkei besi zen und un e schiedliche
abhängige Va iablen be ach e we den. Dennoch deu en die E gebnisse da au hin,
dass de Ein luss de s aa lichen Pa eien inanzie ung bei Land agswahlen bedeu en-
de is als de jenige de Fün -P ozen -Hü de. Im Gegensa z zu de Wiede an i s-
und Wiede einzugswah scheinlichkei läss sich wede an de Ein-P ozen -Schwelle
noch de Fün -P ozen -Schwelle ein signi ikan e E ek au den S immenan eil bei
de nächs en Wahl es s ellen.
Schlüsselwö e Fün -P ozen -Hü de · Bundeslände · Kleine Pa eien ·
Übe leben on Pa eien · Wiede wahl
Jona-F ede ik Baume
Ins i u ü Poli ikwissenscha , Leibniz Uni e si ä Hanno e , Schneide be g 50, 30167 Hanno e ,
Deu schland
E-Mail: j.baume @ipw.uni-hanno e .de
K
276 J.-F. Baume
E ec s o Public Pa y Funding and Pa liamen a y Rep esen a ion in
Ge man S a e Elec ions: A Reg ession Discon inui y Analysis
Abs ac This pape examines he e ec s o public pa y inancing and pa lia-
men a y ep esen a ion on poli ical compe i ion in Ge man s a e elec ions. Fo his
pu pose, a eg ession discon inui y analysis was conduc ed on a Bayesian basis. I
a pa y exceeds he h eshold o 1% o alid o es, abo e which i is en i led o pub-
lic unds, he p obabili y o unning again in he nex elec ion inc eases om 60% o
82%. Pa ies ha na owly o e come he 5% h eshold and hus gain pa liamen a y
ep esen a ion ha e a 14-pe cen age-poin highe chance o being ( e) ep esen ed in
pa liamen a he nex elec ion compa ed o pa ies ha na owly ail o each he
h eshold. When obus ness es s a e ca ied ou , his e ec is educed o a ound
six pe cen age poin s. The wo e ec s a e no di ec ly compa able, as hey a e only
alid in he icini y o he espec i e h eshold, and di e en dependen a iables a e
conside ed. Ne e heless, he esul s indica e ha he in luence o public pa y und-
ing in s a e elec ions is mo e signi ican han ha o he 5% h eshold. In con as o
he p obabili y o ecandidacy and een y, he e is no signi ican e ec on he sha e
o he o e in he nex elec ion a ei he he 1% h eshold o he 5% h eshold.
Keywo ds Elec o al h eshold · Ge man Lände · Small pa ies · Pa y su i al ·
Re-elec ion
1 Einlei ung
Bei deu schen Land agswahlen gib es zwei ele an e Schwellenwe e: Ab einem
P ozen de gül igen S immen sind Pa eien be ech ig , am Sys em de s aa lichen
Pa eien inanzie ung eilzunehmen. Ab ün P ozen de gül igen S immen dü en sie
Abgeo dne e ins Pa lamen en senden. Die Kon inui ä sb üche, welche an den beiden
Schwellenwe en e olgen, lassen sich zu Un e suchung de E ek e de s aa lichen
Pa eien inanzie ung und pa lamen a ischen Rep äsen anz au den poli ischen We -
bewe b nu zen. Hie ü wi d in diesem Bei ag eine Reg essions-Diskon inui ä s-
Analyse du chge üh , welche es e möglich , den lokalen E ek am Schwellenwe
zu schä zen (Sko on und Ti iunik 2015). Zum einen wi d de E ek de s aa lichen
Pa eien inanzie ung au die Wiede an i swah scheinlichkei de Pa eien sowie ih
Wahle gebnis bei de olgenden Wahl e mi el . Zum ande en wi d un e such , ob
pa lamen a ische Rep äsen anz (wie sie in olge des Übe windens de Fün -P ozen -
Hü de en s eh ) die Chancen eine Pa ei s eige , bei de nächs en Wahl die Fün -
P ozen -Hü de e neu zu übe winden und einen höhe en S immenan eil zu e zielen.
Wahlschwellen besi zen eine hohe no ma i e Rele anz, da sie die Chancengleich-
hei zwischen Pa eien und dami ein wesen liches Quali ä sme kmal on Demok a-
ien be e en. En s ehen eine Pa ei du ch Übe sch ei ung eines (le z lich will-
kü lich gese z en) Schwellenwe es bedeu ende We bewe bs o eile, wi dies die
F age nach de Legi imi ä eines solchen Vo eils au . Zudem s ell sich aus sys e-
mische Pe spek i e die F age, inwiewei die bes ehenden Regelungen den Au s ieg
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Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 277
neue Pa eien e leich e n ode e schwe en und dami zu eine Dynamisie ung bzw.
S abilisie ung des Pa eiensys ems bei agen.
Diese A ikel e olg jedoch ausd ücklich nich das Ziel, im Sinne eines y-zen-
ie en Fo schungsdesigns die E ablie ung neue Pa eien um assend zu e klä en.
Vielmeh okussie e sich im Sinne eines x-zen ie en Designs au die Auswi -
kungen de s aa lichen Pa eien inanzie ung und pa lamen a ischen Rep äsen anz.
Die E gebnisse diese S udie e lauben es somi nich , Aussagen da übe zu e -
en, wann es Pa eien geling , sich daue ha im Pa eiensys em zu e ablie en ( gl.
hie zu Naßmache 2009); alle dings können anhand on ihnen Rückschlüsse au
die ku z is igen Folgen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Re-
p äsen anz gezogen we den. Hie du ch wi d zugleich ein Bei ag zu Deba e übe
s aa liche Pa eien inanzie ung als auch übe gese zliche Spe klauseln geleis e .
Die Vo gehensweise is wie olg : Zunächs wi d die bes ehende Li e a u zu
den Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und gese zliche Spe klausen
au gea bei e . Au diese G undlage we den insgesam ie Hypo hesen au ges ell .
Anschließend we den die Reg essions-Diskon inui ä s-Me hode sowie die Spezi i-
ka de e wende en Da en e läu e . Im nächs en Abschni olg die Da s ellung
de E gebnisse und Du ch üh ung e schiedene Robus hei s- und Spezi ika ions-
es s. Zule z we den die no ma i en Implika ionen de E gebnisse disku ie und
Po enziale ü kün ige Fo schung au gezeig .
2 Fo schungss and und Hypo hesen
Diese Abschni geh zunächs au die bes ehende Li e a u zu den E ek en s aa li-
che Pa eien inanzie ung ein und wende sich anschließend de Fo schung übe die
Auswi kungen gese zliche Spe klauseln zu. Am Ende de beiden Teilabschni e
we den jeweils zwei Hypo hesen au ges ell .
2.1 S aa liche Pa eien inanzie ung
Das Ausmaß, in welchem Pa eien inanzielle Zuwendungen du ch den S aa e -
hal en, a iie im in e na ionalen Ve gleich s a k (Alexande und Shi a o i 2018;
Sca ow 2007; Naßmache 1997;Koß2008). Deu schland zeichne sich adi ionell
du ch hohe ö en liche Zuwendungen aus ( an Biezen und Kopecký 2007; Pin o-
Duschinsky 2002). De genaue Be ag de s aa lichen Un e s ü zung e gib sich un e
ande em du ch den S immenan eil bei de jeweils le z en Bundes ags-, Eu opa- ode
Land agswahl, die Mi gliedsbei äge sowie die Gesam summe an Spenden. Hinzu
kommen indi ek Fo men s aa liche Finanzie ung wie Manda s äge bei äge, Zah-
lungen an pa einahe S i ungen und kos enlose Sendezei ü Wahlwe bespo s ( on
Alemann e al. 2018). Vo ausse zung ü die Teilnahme am Sys em de s aa lichen
Pa eien inanzie ung is , dass eine Pa ei bzw. ein Landes e band einen bes imm en
An eil an gül igen (Zwei -)S immen e häl . Bei Bundes ags- und Eu opawahlen be-
äg diese 0,5%, bei Land agswahlen 1% de gül igen S immen (Pa G 1994, § 18,
Abs. 4).
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278 J.-F. Baume
In Deu schland wu de e s mals 1959 eine Fo m de s aa lichen Pa eien inanzie-
ung einge üh (Koß 2021). Dies geschah im Rahmen eine Auseinande se zung
übe die Finanzie ungsp ak iken bü ge liche Pa eien, welche in den 1950e - und
1960e -Jah en au g und eine nu ge ingen Mi gliede basis au Spenden aus de
Wi scha angewiesen wa en. Zus ändig ü die Akqui ie ung de Spenden wa de
sogenann e S aa sbü ge liche Ve ein. Jene Finanzie ungsp axis beweg sich on An-
ang an im halblegalen Be eich und ging mi Ko up ions o wü en einhe (Koß
2008). Nachdem das Bundes e assungsge ich in einem U eil on 1958 die s eu-
e liche Abse zba kei on Spenden negie ha e, einig en sich die Pa eien 1966
schließlich im Konsens au die Ein üh ung de Wahlkamp kos ene s a ung (Koß
2008). Es olg en meh e e Jah zehn e mi einem „Ka z-und-Maus-Spiel zwischen
Pa eien und [Bundes e assungs-]Ge ich [...], in dem e s e e bes ändig auslo e en,
wie wei sie gehen konn en“ (Koß 2008, S. 161). Dieses „Spiel“ münde e 1992
schließlich in einem U eil des Ve assungsge ich s, in welchem de sogenann e So-
ckelbe ag, de kleine e Pa eien im Ve häl nis zu ih e S immenzahl be o eil e,
als e assungswid ig e klä wu de. Da au hin wu de das Pa eiengese z um assend
e o mie . So wu den alle bes ehenden Fo men de Pa eien inanzie ung zusam-
menge ass und auch e s mals o iziell als solche bezeichne . Hie bei umgingen die
Pa eien das U eil des Ve assungsge ich s ak isch, da die S immen kleine e Pa -
eien nach wie o s ä ke e gü e wu den als die S immen g öße e Pa eien (Koß
2008).
De E hal zusä zliche inanzielle Mi el du ch die s aa liche Pa eien inanzie-
ung kann sich au iel äl ige Weise o eilha ü eine Pa ei auswi ken. So lassen
sich inanzielle Ressou cen in zahl eiche ande e Ressou cen ans e ie en ( gl. Naß-
mache 2009, S. 335 .). Beispielsweise sind Pa eien ehe in de Lage, sich einen
es en Mi a bei e s ab zu leis en, kos enin ensi e Wahlkampagnen zu ah en ode
sich p o essionelle Be a ung einzukau en. Zusä zlich e ö nen sich die Möglichkei-
en, e s ä k in mediale P äsenz zu in es ie en, bei ö en lichen E eignissen du ch
In os ände Sich ba kei zu gene ie en ode kos enin ensi e In o ma ions- und Re-
che che ä igkei en du chzu üh en. Zudem sind Pa eien wenige on G oßspende n
abhängig, was ihnen g öße e p og amma ische Spiel äume e scha und somi ehe
e laub , ih e Wahlp og amme au S immenmaximie ung auszu ich en.
Die Li e a u is sich uneins, welche Pa eien besonde s on s aa liche Un e -
s ü zung p o i ie en. Einige Fo schende gehen da on aus, dass s aa liche Mi el o
allem die We bewe bschancen kleine e Pa eien e höhen (Iks ens e al. 2002; Gun-
licks 2018). Fü diese s ell en s aa liche Zahlungen o mals die Haup einnahme-
quelle da , weil sie im Gegensa z zu den g öße en Pa eien kaum Aussich en au
bedeu ende Spenden on P i a pe sonen ode Un e nehmen haben (Mo lok 2002).
Demgegenübe e e en ande e im Anschluss an Ka z und Mai s (1995) Ka ell-
pa eienhypo hese die Au assung, dass die s aa liche Pa eien inanzie ung den e a-
blie en Pa eien dazu diene, den Au s ieg neue Pa eien zu e hinde n (Gillespie
1998; Pal iel 1981). So e hiel en zumeis nu Pa eien, die be ei s eine nennenswe e
Wähle scha besi zen, s aa liche Un e s ü zung. Diese e scha e ihnen gegenübe
neuen Pa eien einen kaum zu kompensie enden We bewe bs o eil, was le z lich
zu einem Ein ie en des bes ehenden Pa eiensys ems üh e.
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Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 279
Die empi ischen Be unde diesbezüglich sind nich eindeu ig. Sca ow (2006) in-
de keine E idenz ü das Zu e en de Ka ellpa eienhypo hese. S a dessen sp ich
ih e Analyse, die sowohl wes - als auch os eu opäische S aa en um ass , ehe da ü ,
dass eine s aa liche Pa eien inanzie ung zu eine zunehmenden F agmen ie ung de
Pa eienlandscha bei äg . So seien iele Pa eien ohne s aa liche Zuwendungen
nich in de Lage, sich die Au ech e hal ung eines kos spieligen O ganisa ionsap-
pa a es zu leis en. Zu ähnlichen E gebnissen gelangen an Biezen und Rashko a
(2014), die ehe dem Ausmaß s aa liche Regulie ung einen Ein luss au das Pa -
eiensys em zusch eiben ( gl. auch an Biezen 2004). Pie e e al. (2000) sehen
eben alls keine Belege da ü , dass s aa liche Pa eien inanzie ung eine Ve s eine-
ung de Pa eienlandscha bewi k . S a dessen en wickle sich das Pa eiensys em
in jedem de be ach e en, wes lichen S aa en au un e schiedliche Weise. Diesem
Be und p lich e auch Naßmache (2009) bei. In seine quali a i - e gleichenden Un-
e suchung e ablie e Demok a ien zeig sich kein sys ema ische Zusammenhang
zwischen de Ein üh ung on Pa eien inanzie ung und eine Ve ände ung des Pa -
eiensys ems. Die wesen liche De e minan e da ü , ob sich neue Pa eien daue ha
du chse zen können, sei ielmeh in den du ch das Wahlsys em ges ell en Zugangs-
hü den zu suchen. So e n Pa eien be ei s mi einem ela i ge ingen S immenan eil
Ansp uch au Pa eien inanzie ung e we ben können, wü de eine s aa liche Finan-
zie ung zudem den Au s ieg neue Pa eien begüns igen. So is lau Naßmache
(2020;2023) die e olg eiche E ablie ung de Pa eien Die G ünen und Al e na i e
ü Deu schland zu e heblichen Teilen au den E hal s aa liche Gelde zu ückzu-
üh en.
Boo h und Robbins (2010) gelangen zu ande en E gebnissen. Ih e Reg essions-
analyse zu olge eduzie in pos kommunis ischen S aa en die Ve ügba kei s aa li-
che Mi el das Ausmaß, in dem Pa eien du ch ande e e se z we den, und die Vola-
ili ä im Pa eiensys em. Dies gil o allem ü S aa en, in denen ande e po enzielle
Einnahmequellen eine s ik en gese zlichen Regulie ung un e liegen. Ähnliche Re-
sul a e we den on Casal Bé oa und Spi o a (2017) e ziel , die eben alls den pos -
kommunis ischen Raum un e suchen. Ih Haup a gumen bes eh da in, dass iele
o he ige S udien keine E ek e de s aa lichen Pa eien inanzie ung inden konn en,
weil sie alle Pa eien im Agg ega be ach e haben. S aa liche Pa eien inanzie ung
sei jedoch o allem ü Pa eien zwischen den Hü den ele an . Dies sind Pa ei-
en, die zwa die gese zliche Spe klausel nich übe wunden haben und somi nich
im Pa lamen e e en sind, jedoch aus eichend iele S immen e hal en haben, um
am Sys em de s aa lichen Pa eien inanzie ung eilzunehmen. Jene Pa eien wiesen
signi ikan höhe e Übe lebens a en au , als Pa eien ohne s aa liche Finanzie ung.
Als E klä ung hie ü kommen meh e e Mechanismen in Be ach . Zum einen bie-
en s aa liche Zahlungen einen An eiz ü Pa eien, sich nich au g und in e ne
S ei igkei en au zulösen. Ebenso können sie ih en O ganisa ionsappa a und ih e
Ö en lichkei sa bei wei e hin inanzie en und sind in de Lage, die Kos en eines
Wahlkamp s au zub ingen.
Casal Bé oas und Spi o as S udie komm dem in diesem Pape e olg en Vo ha-
ben am nächs en. Zudem pass ih A gumen gu zum Fall de deu schen Land ags-
wahlen, da bei diesen die Finanzie ungsschwelle mi einem P ozen de S immen
e gleichsweise nied ig angese z is und somi e häl nismäßig iele Pa eien „zwi-
K
280 J.-F. Baume
schen die Hü den“ allen. Au g und dieses Ums ands ela i ie en sich auch die
Disk epanzen zwischen de Ka ellpa eienhypo hese und dem Li e a u s ang, wel-
che haup sächlich kleine Pa eien als P o i eu e eine s aa lichen Pa eien inanzie-
ung sieh : Wenn die Finanzie ungsschwelle seh nied ig angese z wi d, kann dies
sowohl einen e heblichen We bewe bs o eil ü Pa eien obe halb de Schwelle
bedeu en als auch ü kleine Pa eien on besonde e Rele anz sein. Dahe wi d im
Anschluss an Casal Bé oa und Spi o a (2017) olgende Hypo hese au ges ell :
H1: Pa eien, welche s aa liche Finanzie ung e hal en, haben ce e is pa ibus eine
höhe e Wiede an i swah scheinlichkei bei de nächs en Wahl als Pa eien ohne
s aa liche Un e s ü zung.
Die zwei e Hypo hese geh noch einen Sch i wei e . Hie wi d angenommen, dass
Pa eien mi s aa liche Un e s ü zung nich nu eine höhe e Übe lebenswah schein-
lichkei haben, sonde n auch inne halb de G uppe de „Übe lebenden“ Vo eile
gegenübe nich ö en lich inanzie en Pa eien haben. Jene Vo eile soll en sich an
einem höhe en S immenan eil bei de nächs en Wahl niede schlagen. Folglich wi d
pos ulie :
H2: Pa eien, welche s aa liche Finanzie ung e hal en, können ce e is pa ibus ih-
en S immenan eil bei de nächs en Wahl s ä ke s eige n bzw. ehe bewah en als
Pa eien ohne s aa liche Un e s ü zung.
2.2 Gese zliche Spe klauseln
Gese zliche Spe klauseln sollen in S aa en mi einem Ve häl niswahlsys em e hin-
de n, dass kleine Pa eien ins Pa lamen einziehen und do die Meh hei sbildung
du ch zu s a ke F agmen ie ung behinde n ( gl. Linha e al. 2019; Linha und
Eichho n 2022). Sie we den in de Regel do einge üh , wo nich be ei s eine hohe
„na ü liche Hü de“ in olge de Ve wendung on kleinen Wahlk eisen exis ie (Lij-
pha 1999, S. 140). Übliche weise wi d die Hü de au Ebenen des gesam en Wahl-
gebie s angewand , in einigen Fällen auch au Ebene de Wahlk eise (Nohlen 2014,
S. 121). Häu ig bes eh ü kleine Pa eien mi egional s a k ausgep äg en Hoch-
bu gen die Möglichkei , du ch zusä zliche Regelungen die Spe klausel zu umgehen
(Dinas e al. 2015). Vo allem in os eu opäischen S aa en wi d zudem zwischen ei-
ne Spe klausel ü einzelne Pa eien und eine ü Lis en e bindungen di e enzie
(Nohlen 2014, S. 120). Die empi ische Spannwei e gese zliche Spe klauseln eich
gegenwä ig on 0,67% (= 1/150) in den Niede landen bis 8% in Liech ens ein (bis
1962 gal ein We on 18%; Waschkuhn 2004; Nohlen 2014, S. 121). Wel wei
am häu igs en e en Spe klauseln in de Höhe on 5% au (Nohlen 2014, S. 120).
Auch bei deu schen Land agswahlen we den in allen Bundeslände n on Pa eien
mindes ens ün P ozen de S immen e lang , um in das Landespa lamen einzie-
hen zu können. Mi de Ausnahme on B emen, wo sie sepa a in de S ad B emen
und B eme ha en gil , inde die Fün -P ozen -Hü de jeweils au Landesebene An-
wendung (P obs 2022). Vie Bundeslände e lauben Pa eien, die einen ode zwei
K
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 281
Wahlk eise di ek gewonnen haben, mi eine sogenann en G undmanda sklausel die
Umgehung de Spe klausel1.
En sp echend ih e angedach en Funk ion konzen ie sich ein G oß eil de Fo -
schung zu Spe klauseln da au , ob sie die F agmen ie ung on Pa lamen en e hin-
de n (z.B. Reuchamps e al. 2014; Gó ecki und Kukołowicz 2018). Demgegenübe
exis ie en e gleichsweise wenige S udien, die in den Blick nehmen, inwiewei pa -
lamen a ische Rep äsen anz du ch Übe winden de Spe klausel Vo eile ü eine
Pa ei mi sich b ing . Als eine de e s en be ass e sich Pede sen (1982)insei-
nem Pa ei-En wicklungs-Modell heo e isch mi diese F age. Ihm zu olge häng
die Lebense wa ung kleine und neue Pa eien da on ab, ob es ihnen geling , ie
Hü den zu übe winden. Bei eine diese Hü den handel es sich um den Einzug
in das Pa lamen . Pa lamen a ische Rep äsen anz e scha eine Pa ei Zugang zu
eine Vielzahl an Ressou cen. Neben zusä zlichen inanziellen Mi eln wie de Fi-
nanzie ung on Mi a bei e n sind die Möglichkei en zu nennen, pa lamen a ische
An agen zu s ellen und pa lamen a ische Reche ches ellen, wie z.B. den wissen-
scha lichen Diens , in Ansp uch zu nehmen. Wei e e wesen liche Fak o en s ellen
die e höh e mediale Au me ksamkei und Einladungen zu e schiedene Diskussions-
und Talkshow o ma en da .
In Übe eins immung mi diesen E wa ungen inde Zu (2019) einen nega i en
Zusammenhang zwischen de Höhe de Zugangshü de und de pa lamen a ischen
Übe lebensdaue on neuen Pa eien. Seine Un e suchung um ass 37 Demok a ien
und basie au einem E en -His o y-Modell. Zu ähnlichen E gebnissen gelangen
Bolleye und By zek (2013). Im Rahmen eine Meh ebenenanalyse, die 17 o ge-
sch i ene demok a ische S aa en be ücksich ig , s ellen sie es , dass ein pe missi es
Wahlsys em die Wiede ein i swah scheinlichkei eine Pa ei nach einem o he i-
gen „Du chb uch“ e höh . K i ikwü dig is hie bei jedoch die Ope a ionalisie ung
de Pe missi i ä , welche am G ad de pa lamen a ischen F agmen ie ung es ge-
mach wi d. Dami wi d s eng genommen ein on de Pe missi i ä wesen lich
beein luss e Ou come gemessen und nich die Pe missi i ä selbs . Obe und Mül-
le (2017) un e suchen die Übe lebenswah scheinlichkei neue Pa eien bei sche-
chischen Regional- und Kommunalwahlen. Bei diesen müssen Pa eien eben alls
ün P ozen de gül igen S immen e langen, um Abgeo dne e in die jeweilige Ve -
e ungskö pe scha en senden zu dü en. Obe und Mülle s Un e suchungsdesign
weis s ellenweise ähnliche Elemen e au wie eine Reg essions-Diskon inui ä s-Ana-
lyse. Sie gelangen zu dem Fazi , dass keine ein ache linea e Beziehung zwischen
dem S immenan eil und de Wiede wahlwah scheinlichkei bes eh . Vielmeh s eige
die Übe lebenswah scheinlichkei mi Übe windung de Fün -P ozen -Hü de s a k
an. Die bishe einzige S udie, welche die Auswi kungen on Wahlhü den mi eine
Reg essions-Diskon inui ä s-Analyse un e such , s amm on Dinas e al. (2015).
Den Au o en s ellen die Da en alle na ionalen Wahle gebnisse in demok a ischen
S aa en sei dem Zwei en Wel k ieg zu Ve ügung, in denen eine gese zliche Spe -
klausel zu Anwendung gelang e. Ih Haup e gebnis bes eh da in, dass Pa eien, die
die Spe klausel knapp übe wunden haben, gegenübe Pa eien, die knapp an de
Spe klausel geschei e sind, bei de nächs en Wahl ih e S immenzahl um du ch-
1Dies sind Be lin, B andenbu g, Sachsen und Schleswig-Hols ein (Zich 1999).
K
282 J.-F. Baume
schni lich zwei D i el s eige n konn en. Besonde s s a k p o i ie en dabei Pa eien
in neu e ablie en Demok a ien.
Die Li e a u is sich also wei gehend einig da in, dass sich pa lamen a ische
Rep äsen anz o eilha ü Pa eien auswi k . En sp echend we den olgende zwei
Hypo hesen au ges ell :
H3: Pa eien, welche im Pa lamen e e en sind, haben ce e is pa ibus eine höhe-
e Wah scheinlichkei bei de nächs en Wahl die Fün -P ozen -Hü de zu übe winden
als nich im Pa lamen e e ene Pa eien.
H4: Pa eien, welche im Pa lamen e e en sind, können ce e is pa ibus bei de
nächs en Wahl ih en S immenan eil s ä ke s eige n bzw. ehe bewah en als nich im
Pa lamen e e ene Pa eien.
Ande s als im Fall de Finanzie ungsschwelle is es wede sinn oll noch möglich,
s a de Wiede einzugswah scheinlichkei die Wiede an i swah scheinlichkei zu
be ach en. So sind im Un e suchungszei aum on allen Pa eien, die bei eine
Land agswahl die Fün -P ozen -Hü de übe wunden haben, lediglich zwei bei de
nach olgenden Wahl nich meh ange e en2. Dies en sp ich eine Wiede an i s-
wah scheinlichkei on 99,5% in de G uppe de pa lamen a isch ep äsen ie en
Pa eien.
3 Me hode und Da en
Bei eine Reg essions-Diskon inui ä s-Analyse (RDA) handel es sich um Ve ah-
en zu Auswe ung eines bes imm en Typus on na ü lichen Expe imen en (Ti iunik
2021). Diese Typus zeichne sich dadu ch aus, dass das Übe sch ei en eines Schwel-
lenwe es da übe bes imm , ob eine Un e suchungseinhei de Behandlungs- ode
Kon ollg uppe zugeo dne wi d. Die RDA basie au de Annahme, dass de genaue
We eine Einhei au de Schwellenwe -Va iable on zu älligen Fak o en beein-
luss wi d und es dahe ü Einhei en nahe de Schwelle om Zu all abhäng , ob
sie das T ea men e hal en. Man sp ich in diesem Zusammenhang auch on lokale
Randomisie ung (Sko on und Ti iunik 2015). Im hiesigen Fall kann da on ausge-
gangen we den, dass lokale Randomisie ung o lieg . So en scheide häu ig nu eine
e schwindend ge inge Anzahl an S immen da übe , ob eine Pa ei in den Land ag
einzieh ode nich . Beispielsweise ehl en Bündnis90/Die G ünen 2022 im Saa land
lediglich 24 S immen, um die Fün -P ozen -Hü de zu übe winden. Demgegenübe
wä e die FDP 2019 nich in den Thü inge Land ag eingezogen (und ih Spi zen-
kandida da au hin nich ku zzei ig zum Minis e p äsiden en gewähl wo den), wenn
2Dies be i die Deu sche Volksunion bei de Land agswahl in Sachsen-Anhal 2002, die 1998 noch
12,9% de S immen e hal en ha e, und die Al e na i e ü Deu schland (A D) bei de B eme Bü ge -
scha swahl 2023, welche 2019 insgesam 6,1% de S immen e ungen ha e. Die G ünde wa en in beiden
Fällen in e ne Que elen, wobei die B eme A D nich zugelassen wu de, da sie zwei Lis en zu Land ags-
wahl einge eich ha e und kein legi imie e A D-Landes o s and exis ie e (Radio B emen 2023).
K
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 289
Tab. 2 Logi -Modell mi Wiede an i swah scheinlichkei als AV und KV (1%-Schwelle)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e –0,83 0,12 –1,06 –0,60 0,000
S immenan eil 0,41 0,33 –0,23 1,06 0,894
Übe -1%-Schwelle 1,79 0,47 0,88 2,71 1,000
S immenan eil * Übe -1%-Schwelle –0,58 0,38 –1,32 0,15 0,062
S aa sgelde in ande em Land/Bund 0,71 0,17 0,37 1,04 1,000
Rep äsen anz in ande em Land ag 0,62 0,26 0,11 1,15 0,991
Bundes ags ep äsen anz 37,08 36,86 3,99 132,06 1,000
N986
Pseudo-R20,216 0,015 0,186 0,246
E ek an 1%-Schwelle (Alles= 0)a0,291
E ek an 1%-Schwelle (SLB= 1) 0,246
E ek an 1%-Schwelle (RAL= 1) 0,180
E ek an 1%-Schwelle (BTR= 1) 0,000
aS aa sgelde in ande em Land/Bund (SLB), Rep äsen anz in ande em Land ag (RAL), Bundes ags ep ä-
sen anz (BTR); wenn RAL= 1, dann auch SLB= 1; wenn BTR= 1, dann auch RAL= 1 und SLB= 1; die
Wiede an i swah scheinlichkei ü BTR= 1 be äg übe und un e de 1%-Schwelle annähe nd 100%,
sodass die Di e enz Null is
Abb. 2 Kumulie e Pa eienanzahl in Abhängigkei om S immenan eil
K
290 J.-F. Baume
Tab. 3 Linea es Modell mi S immenan eil bei nächs e Wahl als AV (1%-Schwelle)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e 0,08 0,17 –0,24 0,40 0,679
S immenan eil 1,34 0,38 0,60 2,08 1,000
Übe -1%-Schwelle 0,13 0,35 –0,55 0,82 0,650
S immenan eil * Übe -1%-Schwelle –0,21 0,40 –0,99 0,56 0,301
N505
R20,386 0,026 0,332 0,435
E ek an 1%-Schwelle –0,070
Tab. 4 Linea es Modell mi S immenan eil bei nächs e Wahl als AV und KV (1%-Schwelle)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e 0,09 0,16 –0,21 0,40 0,726
S immenan eil 1,32 0,39 0,56 2,07 0,999
Übe -1%-Hü de 0,69 0,35 –0,00 1,39 0,974
S immenan eil * Übe -1%-Hü de –0,72 0,40 –1,51 0,06 0,036
S aa sgelde in ande em Land/Bund –0,02 0,21 –0,43 0,38 0,455
Rep äsen anz in ande em Land ag –0,32 0,23 –0,78 0,13 0,081
Bundes ags ep äsen anz 2,81 0,29 2,24 3,37 1,000
N505
R20,489 0,023 0,442 0,531
E ek an 1%-Schwelle –0,03
e abschwäch . Dies is nich wei e übe aschend, da e ah ungsgemäß ein G oß eil
de Pa eien bei eine Wahl nu seh ge inge S immenan eile e häl . Wede bei de
Ein-P ozen -Finanzie ungsschwelle noch de Fün -P ozen -Hü de lassen sich be-
deu ende Abweichungen om T end e lau in Fo m on Sp üngen ode Knicken
beobach en, wie sie ü eine Selbs selek ion de Pa eien in die Behandlungsg uppe
sp echen wü den. Hypo hese 1 kann olglich angenommen we den.
Ande s e häl es sich im Fall on Hypo hese 2. Abgesehen om S immenan-
eil bei de o he igen Wahl e weis sich keine de Koe izien en als s a is isch
signi ikan . De E ek de Schwelle is mi –0,07 P ozen punk en zu e nachlässi-
gen (Tab. 3). Bei Einbeziehung on Kon oll a iablen (Tab. 4) wi d die In e ak i-
on zwischen S immenan eil und Übe windung de Schwelle zwa signi ikan ; de
Gesam e ek de Schwelle bleib mi –0,03 P ozen punk en jedoch ma ginal. Den
s ä ks en Ein luss de Kon oll a iablen ha die Bundes ags ep äsen anz, welche den
S immenan eil um 2,81 P ozen punk e e höh . Die Teilnahme eines Landes e bands
de gleichen Pa ei ode de Bundespa ei ha keinen Ein luss au den S immen-
an eil. Pa eien mi Land ags ep äsen anz in einem ande en Bundesland e hal en
du chschni lich 0,32 P ozen punk e wenige S immen. In Abb. 3gehen die Reg es-
sionsge aden o und nach de Schwelle nahezu pe ek ineinande übe , wobei die
K edibili ä sin e alle olls ändig einande übe lappen. Somi läss sich inne halb
de G uppe on Pa eien, die bei de nächs en Wahl e neu an e en, kein E ek
de s aa lichen Pa eien inanzie ung au den S immenan eil bei de nächs en Wahl
es s ellen.
K
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 291
Abb. 3 E ek de s aa lichen Pa eien inanzie ung au den p ozen ualen S immenan eil bei de nächs en
Wahl
Das Modell, mi welchem die E ek e des Übe windens de Fün -P ozen -Hü de
au die Wiede einzugswah scheinlichkei geschä z we den (Tab. 5), lie e wiede-
um subs anzielle und signi ikan e E ek e. Fü eine Pa ei, die ün P ozen de
S immen e hal en ha und im Pa lamen e e en is , wi d eine Wiede einzugswah -
scheinlichkei on 68% o he gesag . Ohne pa lamen a ische Rep äsen anz be äg
diese We ce e is pa ibus nu 53%. Alle dings übe lappen sich, wie in Abb. 4zu
sehen is , die K edibili ä sin e alle de Reg essionsku en so, dass die Reg essi-
onsku en jeweils den gleichen We au weisen, wie eine de G enzen de K edibi-
li ä sin e alle de ande en Reg essionsku e. Au g und de Ta sache, dass es sich
um eine Volle hebung handel , muss de E ek deshalb nich zwangsläu ig e wo -
en we den. Jedoch deu e die Übe lappung da au hin, dass de Ein luss de Fün -
P ozen -Hü de schwäche ausgep äg is als de jenige de Ein-P ozen -Schwelle.
Hie ü sp ich auch, dass die Ausdünnung de nich wiede eingezogenen Pa ei-
en nach de Fün -P ozen -Hü de wenige ab up is als im Fall de Ein-P ozen -
Schwelle ( ü die nich wiede ange e enen Pa eien). Aus diese Beobach ung läss
sich da übe hinaus schluss olge n, dass die ge inge e Deu lichkei des E ek s nich
K
292 J.-F. Baume
Tab. 5 Logi -Modell mi Wiede einzugswah scheinlichkei als AV (5%-Hü de)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e –4,01 0,54 –5,10 –2,99 0,000
S immenan eil 0,83 0,17 0,50 1,16 1,000
Übe -5%-Hü de 4,10 1,15 1,85 6,39 1,000
S immenan eil * Übe -5%-Hü de –0,70 0,22 –1,13 –0,27 0,001
N374
Pseudo-R20,372 0,031 0,304 0,428
E ek an 5%-Hü de 0,142
Abb. 4 E ek pa lamen a ische Rep äsen anz au die Wah scheinlichkei , die 5%-Hü de bei de nächs-
en Wahl zu übe winden
allein au die kleine e Fallzahl des d i en Modells (n= 374 gegenübe n= 986 im
e s en Modell) zu ückzu üh en is .
Pa eien un e halb de Fün -P ozen -Hü de e en in 85,3%, Pa eien obe halb
de Hü de in 99,5% de Fälle e neu an. Um auszuschließen, dass die höhe e Mo -
ali ä s a e de Pa eien un e halb on ün P ozen zu eine Ve ze ung de E geb-
nisse üh , wu de das Modell ohne die ausgeschiedenen Pa eien e neu be echne
K
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 293
Tab. 6 Logi -Modell mi Wiede einzugswah scheinlichkei als AV und KV (5%-Hü de)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e –4,32 0,67 –5,71 –3,07 0,000
S immenan eil 0,57 0,20 0,19 0,96 0,998
Übe -5%-Hü de 1,59 1,34 –1,02 4,19 0,885
S immenan eil * Übe -5%-Hü de –0,26 0,26 –0,76 0,24 0,154
Rep äsen anz in ande em Land ag 0,07 0,55 –0,99 1,16 0,548
Be eiligung an Landes egie ung 0,31 0,61 –0,84 1,56 0,687
Bundes ags ep äsen anz 2,21 0,44 1,38 3,09 1,000
Be eiligung an Bundes egie ung –1,31 0,42 –2,13 –0,49 0,001
N374
Pseudo-R20,459 0,025 0,405 0,503
E ek an 5%-Hü de (Alles= 0)10,048
E ek an 5%-Hü de (RAL= 1) 0,050
E ek an 5%-Hü de (BLR= 1) 0,057
E ek an 5%-Hü de (BTR= 1) 0,058
E ek an 5%-Hü de (BBR= 1) 0,070
aRep äsen anz in ande em Land ag (RAL), Be eiligung an Landes egie ung (BLR), Bundes ags ep äsen-
anz (BTR), Be eiligung an Bundes egie ung (BBR); wenn BTR= 1, dann auch RAL= 1; wenn BBR= 1,
dann auch BTR= 1 und RAL= 1. Sowohl die Placebo-Tes s mi eine ingie en 3%-Hü de (Tab. 12) und
7%-Hü de (Tab. 13) als auch ein Bandb ei en-Tes mi dem In e all [2;8) (Tab. 14) s ü zen die Resul a-
e des u sp ünglichen Modells. Bei Einbeziehung de Kon oll a iablen (Rep äsen anz in einem ande en
Land ag, Be eiligung an de Landes egie ung, Bundes ags ep äsen anz, Be eiligung an de Bundes egie-
ung) sink die Wah scheinlichkei eines posi i en E ek s du ch Übe sch ei en de Fün -P ozen -Hü de
au 88,5% (Tab. 6). Pa eien, die an de Bundes egie ung be eilig sind, weisen mi 7 P ozen punk en den
g öß en E ek au . Den ge ings en E ek haben Pa eien zu e zeichnen, die bei allen Kon oll a iablen
die Ausp ägung Null au weisen. Hie be äg de E ek knapp 5 P ozen punk e. Pa eien mi Bundes-
ags ep äsen anz (einschließlich Rep äsen anz in einem ande en Land ag) weisen insgesam eine deu lich
höhe e (Wiede -)Einzugswah scheinlichkei au als alle ande en Subg uppen. Diese be äg ü Pa eien,
die bei de o he igen Wahl knapp un e halb de Fün -P ozen -Hü de geblieben sind, 69%, und ü Pa -
eien, die die Fün -P ozen -Hü de knapp übe wunden haben, 75%. Fü Pa eien, die in keinem ande en
Pa lamen au Landes- ode Bundesebene e e en sind, lau en die en sp echenden Wah scheinlichkei en
19% und 24%. Die Rep äsen anz in einem ande en Land ag e ände diese We e nu unwesen lich. Dies
sp ich da ü , dass as keine Spillo e -E ek e o handen sind. Wäh end die Be eiligung an de Bundes e-
gie ung die (Wiede -)Einzugswah scheinlichkei wie e wa e senk , ha eine Be eiligung an de jeweiligen
Landes egie ung einen nich signi ikan en posi i en E ek
(Tab. 15). Dies üh im Wesen lichen zu den gleichen E gebnissen wie im u sp üng-
lichen Modell. Ein -Tes e gib , dass Pa eien zwischen 4% und 5% de S immen
eine um 18 P ozen punk e nied ige e Einzugswah scheinlichkei besi zen als Pa ei-
en zwischen 5% und 6% de S immen. Die I umswah scheinlichkei be äg 7,8%.
Fü eine Volle hebung is dies ein aus eichend hohe We . Somi lieg – o sich ig
o mulie – insgesam genügend E idenz o , um Hypo hese 3 nich zu e we en.
Hypo hese 4 muss hingegen eindeu ig abgelehn we den. Wie schon im Fall
on Hypo hese 2 lassen sich keine signi ikan en E ek e es s ellen (Tab. 7). Bei
de g a ischen Analyse (Abb. 5) zeig sich zudem, dass die Reg essionsge aden
nahezu pe ek ineinande übe gehen und die zugehö igen K edibili ä sin e alle
olls ändig übe lappen. Auch bei Einbeziehung de Kon oll a iablen (Tab. 8)deu e
nich s au einen S immenzuwachs du ch Pa lamen s ep äsen anz hin; ielmeh gib
K
294 J.-F. Baume
Tab. 7 Linea es Modell mi S immenan eil bei nächs e Wahl als AV (5%-Hü de)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e 0,21 0,53 –0,82 1,24 0,658
S immenan eil 1,13 0,20 0,73 1,52 1,000
Übe -5%-Hü de 1,29 1,52 –1,67 4,29 0,800
S immenan eil * Übe -5%-Hü de –0,33 0,28 –0,88 0,22 0,120
N336
R20,364 0,033 0,296 0,425
E ek an 5%-Hü de –0,360
Abb. 5 E ek pa lamen a ische Rep äsen anz au den p ozen ualen S immenan eil bei de nächs en
Wahl
es Anzeichen ü einen leich nega i en E ek in Höhe on –0,45 P ozen punk en.
Wäh end eine Bundes ags ep äsen anz den S immenan eil um 3,47 P ozen punk e
s eige , müssen an de Bundes egie ung be eilig en Pa eien du chschni lich mi
–1,62 P ozen punk en wenige echnen. Eine Be eiligung an de Landes egie ung
ha einen E ek on –1,11 P ozen punk en, Rep äsen anz in einem ande en Land ag
on –0,84 P ozen punk en.
K
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 295
Tab. 8 Linea es Modell mi S immenan eil bei nächs e Wahl als AV und KV (5%-Hü de)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e 0,92 0,52 –0,10 1,94 0,962
S immenan eil 0,62 0,20 0,22 1,02 0,999
Übe -5%-Hü de –2,25 1,52 –5,24 0,73 0,068
S immenan eil * Übe -5%-Hü de 0,36 0,28 –0,18 0,91 0,903
Rep äsen anz in ande em Land ag –0,84 0,46 –1,73 0,05 0,033
Be eiligung an Landes egie ung –1,11 0,68 –2,46 0,24 0,052
Bundes ags ep äsen anz 3,47 0,46 2,57 4,37 1,000
Be eiligung an Bundes egie ung –1,62 0,52 –2,64 –0,60 0,001
N336
R20,463 0,029 0,402 0,516
E ek an 5%-Hü de –0,450
5 Diskussion und Fo schungsausblick
In diesem Bei ag wu den mi els eine Reg essions-Diskon inui ä s-Analyse die
Auswi kungen de s aa lichen Pa eien inanzie ung und pa lamen a ischen Rep ä-
sen anz bei deu schen Land agswahlen un e such . Es zeig e sich, dass Pa eien,
welche die Ein-P ozen -Finanzie ungsschwelle übe winden, eine signi ikan höhe e
Wah scheinlichkei haben, bei de nächs en Wahl e neu anzu e en. Zudem konn e
E idenz da ü ge unden we den, dass pa lamen a ische Rep äsen anz die Chancen
eine Pa ei e höhen, bei de nächs en Wahl e neu im Pa lamen e e en zu sein.
Bedeu ende E ek e au den S immenan eil bei de nächs en Wahl konn en jedoch
wede ü die s aa liche Pa eien inanzie ung noch die pa lamen a ische Rep äsen-
anz ge unden we den.
Im Fall de Ein-P ozen -Schwelle läss sich die Disk epanz zwischen dem logis i-
schen und linea en Modell gu anhand on Selek ionse ek en e klä en. So is da on
auszugehen, dass wenn alle Pa eien mi wenige als einem P ozen de S immen bei
de nächs en Wahl e neu kandidie hä en, die a sächlich wiede ange e enen Pa -
eien im Mi el meh S immen als die nich wiede kandidie enden Pa eien e hal en
hä en. Allein die Ta sache, dass es Pa eien ohne s aa liche Un e s ü zung scha en,
wiede anzu e en, zeug on eine gewissen o ganisa ionalen S abili ä und eine
Mi gliede scha , die einen e neu en Ve such nich im Vo hinein als zum Schei e n
e u eil e ach en.
Deu lich schwie ige is es, die Disk epanz zwischen logis ischem und linea-
em Modell ü die Fün -P ozen -Hü de zu e klä en. Hie können Selek ionse ek e
lediglich ü einen Teil des E ek es e an wo lich gemach we den. Am nahe-
liegends en wä e es, die U sache in den un e schiedlichen Eigenscha en de e -
wende en Modelle zu suchen. Alle dings e scheinen die Un e schiede be ei s in
den Da en angeleg zu sein. So is die Va ianz bezüglich de F age, ob eine Pa ei
(e neu ) ins Pa lamen einzieh ode nich , im Ve häl nis zu Spannwei e deu lich
g öße als in Hinblick au den S immenan eil bei de nächs en Wahl. Dies könn e
da au hindeu en, dass die binä e E assung on „Einzug“ ode „kein Einzug“ ein
„schä e es Schwe “ da s ell als die Be ach ung on (kon inuie lichen) S immen-
K
296 J.-F. Baume
an eilen. Gleichwohl wä e zu olls ändigen Au klä ung des Wide sp uchs zwischen
den Modellen wei e e Fo schung wünschenswe . Beispielsweise ließe sich un e -
suchen, ob sich bei Kommunalwahlen, die wei g öße e Fallzahlen als Land ags-
wahlen e möglichen, ein e gleichba e Be und e gib . In Deu schland exis ie en
in olge de Rech sp echung e schiedene Ve assungsge ich e mi le weile in kei-
nem (Flächen-)Bundesland meh Spe klauseln au lokale Ebene. Jedoch könn e
man genauso die E ek e de na ü lichen Hü den, also den S immenan eil, den es
im Mi el b auch , um mindes ens ein Manda zu e hal en, analysie en ode sich mi
Kommunalwahlen in ande en S aa en be assen.
Zwa sind die E ek e an de Ein-P ozen -Schwelle und Fün -P ozen -Hü de nich
di ek mi einande e gleichba , da jeweils un e schiedliche abhängige Va iablen be-
ach e we den. Dennoch implizie en die E gebnisse, dass es ü Pa eien au Lan-
desebene wich ige is , s aa liche Finanzie ung zu e hal en, als im Land ag e e en
zu sein. Diese Be und is inso e n une wa e , als dass sich ein G oß eil de Li e-
a u mi den Auswi kungen on Spe klauseln und nu ein ge inge Teil mi den
E ek en s aa liche Pa eien inanzie ung be ass . Eine mögliche E klä ung ü den
une wa e schwachen E ek an de Fün -P ozen -Hü de is , dass sich pa lamen a i-
sche Rep äsen anz au Landesebene wei wenige auszahl als au Bundesebene. So
is gemäß dem „second o de elec ions“-Theo em anzunehmen, dass sich die Au -
me ksamkei de Ö en lichkei haup sächlich au die na ionale Ebene besch änk .
Wäh end beispielsweise die Äuße ungen on Bundespoli ike n g oßen Wide hall in
nahezu allen medialen Ve b ei ungskanälen inden, besch änk sich die Besp echung
des landespoli ischen Geschehens im Regel all au wei wenige s a k konsumie e
Medien wie egionale Tageszei ungen, Fe nsehsende ode Radios a ionen. Folg-
lich können im Land ag e e ene Pa eien im Ve gleich zu auße pa lamen a ischen
Pa eien wenige s a k du ch zusä zliche Au me ksamkei p o i ie en. Eine wei e e
mögliche E klä ung is , dass Pa eien knapp obe halb de Fün -P ozen -Ma ke nu
wenige ih e poli ischen Fo de ungen du chse zen bzw. ihnen Gehö e scha en
können und dahe on den Wähle innen und Wähle bei de nächs en Wahl „abge-
s a “ we den. Eine undie e e An wo au die F age, weshalb pa lamen a ische
Rep äsen anz au Landesebene nu einen e gleichsweise schwachen E ek ausüb ,
bleib jedoch wei e e Fo schung o behal en.
Die no ma i en Implika ionen de E gebnisse sind nich eindeu ig. Fo male Chan-
cengleichhei zwischen den Pa eien bes eh wei es gehend, da übe den E hal on
Gelde n ode den Einzug ins Pa lamen allein de S immenan eil und keine ande e
Eigenscha eine Pa ei en scheide (einmal abgesehen om Ausschluss ex emis-
ische Pa eien on de Pa eien inanzie ung). Allein de Ausschluss on Wähle -
g uppen e schein agwü dig, wenngleich es ü die be o enen G uppie ungen
e mu lich keine Schwie igkei da s ellen dü e, den Pa eis a us zu e langen. So
dü e das Beibehal en des S a us eine Wähle g uppe ehe als Ausd uck de ideo-
logisch-beg ünde en Ablehnung on Pa eiendemok a ie zu e s ehen sein, womi
e mu lich zumeis auch die Ablehnung on Pa eien inanzie ung einhe geh .
Se z man ein um assende es Ve s ändnis on Chancengleichhei o aus, könn e
man a gumen ie en, dass Pa eien du ch die Wahlhü den, die in ih e Höhe le z -
lich willkü lich gese z sind, in Hinblick au ih e Wiede an i s- und Wiede ein-
zugschancen unge ech e ig be o - und benach eilig we den. In de Ta e schein
K
Auswi kungen s aa liche Pa eien inanzie ung und pa lamen a ische Rep äsen anz 297
es schwie ig zu ech e igen, weshalb z.B. eine Pa ei mi 1,03% de S immen
Ansp uch, abe eine Pa ei mi 0,95% de S immen keinen Ansp uch au s aa liche
Finanzie ung ha . Diesem Vo wu ließe sich en gegen e en, indem man s a eine
scha en Hü de einen kon inuie lichen Übe gangsbe eich es leg . Beispielsweise
könn e eine Pa ei mi 0,51% de S immen 1% de egulä en Summe e hal en, mi
0,52% de S immen 2% de egulä en Summe e c., sodass eine Pa ei mi 1% de
S immen Ansp uch au den halben und eine Pa ei mi 1,5% de S immen Ansp uch
au den ollen Be ag hä e. In Analogie hie zu wä e es bei de Si z e gabe denkba ,
einen Teil de Si ze ohne Hü de zu e eilen ode – ähnlich wie in Es land (G o -
man e al. 1999) – ein Si z e eilungs e ah en zu nu zen, dass g oße Pa eien zwa
deu lich be o eil , abe auch kleine en einige wenige Si ze zuges eh . Viele Lände
e eichen einen e gleichba en E ek du ch Kombina ion kleine e Wahlk eise und
de D’Hond -Me hode, ohne dass die No wendigkei eine Spe klausel bes eh (z.B.
Po ugal, Finnland ode die Schweiz; Nohlen 2014, S. 239 ., S. 403 .).
Na ü lich ha aus no ma i e Sich auch eine solche Vo gehensweise ih e Nach ei-
le. Zudem ließe sich zuguns en des S a us quo einwenden, dass die S immenan eile
nich du ch die Wahlschwellen beein luss we den. Dies gil insbesonde e ü die
Fün -P ozen -Hü de, bei welche das Nich o handensein eines E ek s nich du ch
Selek ionse ek e e klä we den kann. Auch e schein de E ek de Fün -P ozen -
Hü de au die (Wiede -)Einzugswah scheinlichkei mi 14 P ozen punk en als e -
gleichsweise ge ing. An diese S elle is jedoch e neu da au hinzuweisen, dass es
sich um einen lokalen E ek handel , de nu ü Pa eien in de Nähe de Hü -
de gil . So kann keineswegs ausgeschlossen we den, dass die Fün -P ozen -Hü de
du ch „psychologische E ek e“ (Du e ge 1959) Wähle on de Wahl kleine Pa -
eien abhäl und dadu ch e hinde , dass diese je in die Nähe on ün P ozen de
S immen gelangen.
Zukün ige Fo schung könn e sich eingehende dami be assen, ob Un e schiede
zwischen e schiedenen Pa eien und Pa ei amilien bes ehen. Ebenso lohnenswe
e schein eine Un e suchung de F age, inwiewei sich auch nach meh e en Wahlen
noch E ek e des Übe sch ei ens eine Wahlschwelle es s ellen lassen. Zudem wä e
es wünschenswe zu e o schen, ob und inwiewei s aa liche Pa eien inanzie ung
und pa lamen a ische Rep äsen anz mi ande en Fak o en, die zu daue ha en E a-
blie ung eine Pa ei bei agen, in e agie en. Hie is o allem die e olg eiche Be-
se zung eines bes imm en Themas als Alleins ellungsme kmal, die Exis enz eines
poli ischen Un e nehme s sowie de Wandel on Wähle milieus zu nennen (Naßma-
che 2023). Alles in allem bes eh noch iel Po enzial zu wei e en E o schung de
Auswi kungen on Wahlschwellen.
K
298 J.-F. Baume
6 Anhang
Tab. 9 Placebo-Tes mi 0,5%-Finanzie ungsschwelle im In e all (0; 1)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e –0,62 0,14 –0,89 –0,35 0,000
S immenan eil 0,20 0,64 –1,05 1,44 0,626
Übe -0,5%-Schwelle 0,06 0,93 –1,80 1,88 0,526
S immenan eil * Übe -0,5%-Schwelle 0,87 1,40 –1,84 3,66 0,733
N734
Pseudo-R20,030 0,012 0,010 0,055
E ek an 0,5%-Schwelle 0,121
Tab. 10 Placebo-Tes mi 3%-Finanzie ungsschwelle im In e all [1; 5)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e 1,41 0,66 0,13 2,74 0,984
S immenan eil 0,14 0,36 –0,55 0,85 0,653
Übe -1%-Schwelle –0,97 2,90 –6,71 4,68 0,367
S immenan eil * Übe -3%-Schwelle 0,34 0,82 –1,24 2,00 0,655
N252
Pseudo-R20,017 0,012 0,002 0,045
E ek an 3%-Schwelle 0,005
Tab. 11 Bandb ei en-Tes mi 1%-Finanzie ungsschwelle im In e all [0,3; 3)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e –1,28 0,41 –2,09 –0,50 0,001
S immenan eil 1,97 0,66 0,69 3,31 0,998
Übe -1%-Schwelle 2,68 0,78 1,15 4,23 1,000
S immenan eil * Übe -1%-Schwelle –1,82 0,75 –3,32 –0,34 0,008
N440
Pseudo-R20,167 0,028 0,112 0,222
E ek an 1%-Schwelle 0,169
Tab. 12 Placebo-Tes mi 3%-Hü de im In e all [1; 5)
Ko a ia en Schä ze Fehle 95% KI P (b> 0)
Kons an e –4,09 0,99 –6,13 –2,23 0,000
S immenan eil 0,84 0,47 –0,07 1,76 0,966
Übe -3%-Hü de 0,95 2,11 –3,22 5,08 0,680
S immenan eil * Übe -3%-Hü de –0,23 0,66 –1,53 1,07 0,362
N252
Pseudo-R20,124 0,043 0,049 0,214
E ek an 3%-Hü de 0,040
K