Schempp, Ul ich
A icle
Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden
De isenma k spal ung
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schempp, Ul ich (1991) : Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden
De isenma k spal ung, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 24, Iss.
3, pp. 345-360,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345
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Ges al ungsme kmale eine
e olg e sp echenden De isenma k spal ung*
Von Ul ich Schempp, S u ga
I. Die G undidee
Die Wechselku sdynamik de le z en zwei Jah zehn e läß die F age nich
uhen, ob es Ve besse ungen ode Al e na i en zu wei eichend p ak izie -
en Wechselku s lexibili ä gib . Do nbusch und F ankel1 behandeln in
ih em diesbezüglichen Übe blicksa ikel un e ande em auch duale Wech-
selku se und eine Toöm-S eue , zwei Vo schläge, die einem spekula i en
Szena io en s ammen. Dem E s genann en widme sich diese Abhandlung,
wäh end die De isens eue ä la Tobin ande no s beleuch e wi d2.
Gespal ene De isenmä k e mi de logischen Konsequenz de Exis enz
mindes ens zweie Wechselku se wu den e s ä k in de Zusammenb uch-
phase des B e on Woods-Sys ems zu An ang de siebzige Jah e disku ie .
Wäh end ü en wicklungspoli ische Absich en in de D i en Wel meis
meh als zwei, o allem au e schiedene Wa enka ego ien zugeschni ene,
es e Wechselku se kennzeichnend sind, wu de ü Indus iena ionen en -
sp echend de P obleme im Zusammenhang mi hochdynamischen Finanz-
disposi ionen die Ma k spal ung in Finanz- und Realgü e sphä e o ge-
schlagen.
Da aus esul ie das Nebeneinande eines es en, on de No enbank
ga an ie en Handels- beziehungsweise Leis ungsku ses, de p inzipiell den
T ansak ionen de Leis ungsbilanz o behal en is , und eines meh ode
wenige da on abweichenden lexiblen Finanz(ma k -)ku ses zu Abwick-
* Fü k i ische Hinweise danke ich einem unbekann en Gu ach e .
1 Vgl. Rudige Do nbusch; Je ey F ankel, The Flexible Exchange Ra e Sys em,
Expe ience and Al e na i es. In: Sil io Bo ne (H sg.), In e na ional Finance and
T ade in a Polycen ic Wo ld. London u.a. 1988, S.
151
.
2 Vgl. Ul ich Schempp, Implika ionen eine Tobinschen De isens eue . Diskus-
sionsbei äge aus dem Ins i u ü Volkswi scha sleh e, Uni e si ä Hohenheim, No.
54/1990. Eine übe a bei e e Fassung e schein demnächs in den Jah büche n ü
Na ionalökonomie und S a is ik un e dem Ti el „In eg a i e Rücksch i mi Tük-
ken - Übe legungen zu einem Vo schlag on James Tobin."
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lung on Kon e sionsak i i ä en im Zusammenhang mi Pos en de Kapi-
al e keh sbilanz. Im Finanzde isenma k muß die No enbank nich in e -
enie en, abe sie kann, und wie im olgenden gezeig wi d, soll sie do auch
eine bes imm en Regel olgend agie en. Die G undidee is , den g enzübe -
sch ei enden Gü e handel und dami zusammenhängende In es i ionsen -
scheidungen on e unsiche nden Ku s luk ua ionen eines Flexku ssys ems
abzukoppeln und eine g öße e geldpoli ische Au onomie gegenübe es en
Wechselku sen zu e eichen - genau genommen die Vo s ellung, die geldan-
gebo spoli ischen Vo eile lexible mi den ku ss abilen Vo eilen es e
(abe in kalkulie ba em Rahmen anpassungs ähige !) Wechselku se ü
ealwi scha liche En scheidungen mi in e na ionale Dimension zu e -
binden.
Die Ambi alenz de ühen siebzige Jah e lag in de Ta sache beg ünde ,
daß de poli ische Vo g i iele eu opäische Lände - o allem Belgien,
F ank eich und I alien üh en b ei angeleg e Ma k Spal ungen du ch -
zwa ak isches Anschauungsma e ial übe die Funk ionsweise on Dual-
ku ssys emen mannig ache A lie e e, die nachlau ende heo e ische Fo -
schung jedoch Schwächen in de poli ischen Handhabung au zeig e, ohne
noch p ak ische Be ücksich igung zu e ah en. Die ealen Sys eme ha en
sich, o allem au g und des In e en ions e hal ens und de Zinspoli ik
de be o enen No enbanken, nich e heblich on einhei lichen Fes ku sen
wegen wickel .
So blieb le z lich - wie Lanyi3 in seinem Übe blicksa ikel beme k e - nu
die Folge ung: „In he absence o pas expe ience [...] he use ulness o sep-
a a e exchange ma ke s o capi al and cu en ansac ions mus emain an
open ques ion." Dies wu de on Llewellyn4 eben alls mi besonde em Ve -
weis au die in p axi du ch un e lassene sys ema ische In e en ionsak i i-
ä en de No enbanken im Finanzde isenma k nich genügend ausge eiz-
en Möglichkei en des Dualku sa angemen s spä e wiede hol .
Die Nu zba machung on Finanzma k in e en ionen is deshalb on ele-
men a em In e esse, weil die beiden De isenmä k e nich „wasse dich "
gegeneinande abgescho e we den können und sie es aus speziellen G ün-
den auch nich sollen! Eine lückenha e T ennung de Mä k e e leich e die
Kon ollau gaben und e inge die Kon ollkos en, schü z o schwa zen
Mä k en, e o de abe eine en sp echende Behandlung de esul ie enden
Rese en- und Geldmengenwi kungen, wie sie am o iziell ges ü z en Han-
3 An hony Lanyi, Sepa a e Exchange Ma ke s o Capi al and Cu en T ansac-
ions. In: IMF S a Pape s, Vol. 22, 1975, S. 739.
4 Vgl. Da id T. Llewellyn, In e na ional Financial In eg a ion. The Limi s o
So e eign y. London und Basings oke 1980, S. 168.
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Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 347
delsde isenma k zwangsläu ig au e en. Nu wenn Le z e es gewäh lei-
s e is , kann on eine Absiche ung gegen Spekula ion und on geldpoli i-
sche Au onomie gesp ochen we den. Das Ins umen hie zu is die neu a-
lisie ende In e en ionspoli ik, die am Finanzde isenma k die Gegenak i-
i ä dessen en al e , wozu sie am Handelsde isenma k gezwungen wi d.
G ei beispielsweise die Au we ungsspekula ion in olge on Umgehun-
gen de Ma k zuo dnungs egeln und übe en sp echende No enbankin e -
en ionen am Handelsde isenma k und Rese enzuwächse au das na io-
nale Geldsys em übe , e kau die No enbank die angekau en Wäh ungs-
ese en wiede ode - was nich genau dasselbe is - e nich e die speku-
la i en s andene Geldmenge du ch Gegenin e en ion am Finanzde isen-
ma k . Das is das G undschema de Handhabung dieses Ins umen s, das
auch ü die Folgen auseinande lau ende Zinsen wicklungen zwischen In-
und Ausland gil .
Wi d ein Dualku ssys em so gemanag , kann es sowohl ohne Schwa z-
ma k ge ah als auch ohne di ek e Kon ollen des Kapi al e keh s spekula-
i en Exzessen en gegenwi ken und - e glichen mi Fes ku ssys emen - die
geldpoli ische Au onomie e g öße n. D ei F agen und ih e sukzessi e
Bean wo ung sollen die Idee nähe kennzeichnen:
1. Wa um schü z lückenha e Sepa a ion de De isenmä k e o Schwa z-
mä k en?
2. Was muß, soll, kann man also kon ollie en?
3. Wie is zu in e enie en?
II. Die unbeg ünde e Angs o schwa zen Mä k en
Selbs ein noch so ausgeklügel es Kon ollsys em is auße s ande, säm -
liche g enzübe sch ei enden T ansak ionen in ih em wah en Um ang zu
e assen; das gil na ü lich um so meh , wenn wie hie o geschlagen, ein
mode a es Kon ollne z e wende wi d. In jedem Fall gib das nich egi-
s ie e T ansak ions olumen au den e s en Blick ein Schwa zma k po en-
ial ab, o dem in de Li e a u gelegen lich dezidie gewa n wi d5. Die
Hypo hese, wonach eine lückenha e T ennung de beiden De isenmä k e
o de Bildung on schwa zen Mä k en schü z , esul ie nun aus de Ta -
sache, daß es sowohl ü De isenanbie e als auch ü De isennach age
lohnend sein muß, einen Schwa zma k als d i en Ma k neben Handels-
de isenma k und Finanzde isenma k zu benu zen.
5 Vgl. Ho s We ne , Die Kon olle in e na ionale Kapi albewegungen. Köln 1976,
S. 147 .
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Die konk e en De ails kon oll echnische Vo gehensweise we den e s in
Zusammenhang mi de zwei en F age in Abschni III zu behandeln sein.
Hie genüg zunächs de p inzipielle Hinweis, daß en sp echende Leakages
implizie en, daß (zum Beispiel e schwiegene ode „unsich ba e") Gü e -
ansak ionen de Leis ungssphä e un e Inansp uchnahme des Finanzde i-
senma k es und Kapi als öme mi els schwe kon ollie ba e Pos en de
Leis ungsbilanz (wie beispielsweise Tou ismus ansak ionen ode ein ach
du ch Ve ände ung de e ms o paymen s beziehungsweise „o e in oi-
cing") un e Benu zung des behö dlich ges ü z en Ma k es abgewickel we -
den können, so e n es aus Sich de jeweiligen Ak eu e luk a i e schein .
Können sich abe umgehungswillige De isennach age und De isenan-
bie e zwischen Finanzku s und Handelsku s en scheiden, ehl de Näh -
boden ü einen Schwa zma k ; de Schwa zma k ku s müß e ansons en
eine logisch nich mögliche Doppel olle spielen, wie leich einzusehen is .
Is ausländische Wäh ung am Finanzde isenma k eu e als am Handels-
de isenma k , wi d sich die De isennach age dem Handelsde isenma k
und das De isenangebo dem Finanzde isenma k zuwenden. Un e diesen
Bedingungen müß e ein lohnende Schwa zma k ku s (Ks) aus Sich de
De isennach age (Ks) gegenübe dem Handelsku s (KH) au gewe e und
aus Sich de De isenanbie e (Ks) gegenübe dem Finanzku s (KF) abge-
we e sein. Fü eine Wechselku sde ini ion nach A de P eisno ie ung
olg da aus die Ungleichung:
Ks > Kp > KH > K§
Beide Bedingungen schließen sich logisch aus, und eine Einigung zu
i gendeinem Mi elwe is ü keinen de Be eilig en e s ebenswe .
Fü den Umkeh all eines gegenübe dem Handelsku s au gewe e en
Finanzku ses gil die en sp echende Ungleichung:
K*s
< Kp < KH < K5
Po en iellen Anbie e n on De isen am Schwa zma k müß e ein gegen-
übe dem Handelsku s abgewe e e Schwa zma k ku s (Ks) gebo en we -
den, um luk a i zu e scheinen, wäh end po en ielle Nach age einen
Schwa zma k ku s p ä e ie en wü den, de gegenübe dem Finanzde isen-
ku s noch wei e au gewe e is . Wiede sp ich die Logik gegen eine
Schwa zma k bildung, solange die De isenma k ak eu e die Wahl zwi-
schen den beiden am lichen Ku sen haben.
Abe die Un ollkommenhei de De isenma k ennung und die Du ch-
lässigkei zwischen den beiden De isenmä k en muß nich wie oben ange-
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Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 349
nommen zweisei ig und symme isch sein, um dieses E gebnis he beizu üh-
en. Angenommen, zum Schu z de in e en ions e p lich e en No enbank
is die Inansp uchnahme des Handelsde isenku ses du ch en sp echende
Kon ollen au die e wünsch en T ansak ionen de Gü e - und Leis ungs-
sphä e besch änk , so daß Kapi als öme - wenn übe haup - do nu un e
seh schwie igen und kos spieligen Bedingungen Un e schlup inden kön-
nen. Dann is es öllig aus eichend, den Finanzde isenma k unkon ollie
und ü Umgehungen o en zu hal en, um eine Schwa zma k bildung zu
kon e ka ie en. De Schwa zma k wü de sozusagen s e s on eine Ma k -
sei e he ausge ockne ; Gü e expo eu e beziehungsweise Gü e impo -
eu e, die mangels un ollkommene E assung de Leis ungssphä e dem ü
sie un e Ums änden ungüns ige en Handelsde isenku s ausweichen kön-
nen, we den s e s den Ku s des Finanzma k es o ziehen.
Im Falle eines gegenübe dem Handelsku s abgewe e en Finanzku ses
(KF > KH) wü den Kapi alexpo eu e, die nun du ch Kon ollen on eine
Kon e sion am Handelsde isenma k ausgeschlossen sind, e geblich
Schwa zma k pa ne suchen, die ihnen die gewünsch en De isen zu einem
güns ige en Ku s als dem am Finanzde isenma k he schenden abzugeben
be ei wä en; ü alle Anbie e on De isen - zum Beispiel aus e heimlich-
en Gü e expo en - e schein die Benu zung des unkon ollie en Finanz-
de isenma k es lohnende .
Is hingegen de Finanzku s gegenübe dem Handelsku s au gewe e (KF
< KH), wü de dem Schwa zma k die Nach agesei e ehlen, da die De i-
sennach age - zum Beispiel zwecks Bezahlung e schwiegene Gü e -
impo e - dem Finanzde isenku s zugewand sind, wäh end die De isen-
anbie e einen in Rich ung des Handelsku ses o ien ie en Tauschwe
anpeilen, ü den abe kein ande wei iges In e esse bes eh .
Diese Logik is hal ba , solange zwei Bedingungen e üll sind:
1. Die en sp echend de Spal ung des De isenma k es zu sepa ie enden
T ansak ionen we den - was p ak isch s e s de Fall sein wi d - un oll-
kommen e aß . Dies is die p inzipielle Vo ausse zung ü das En s ehen
on Schwa zmä k en.
2. Die Kon ollen de Kon e sions ä igkei au zumindes einem de beiden
Teilde isenmä k e sind lückenha ode es gib übe haup keine. Dami
ehl zu Schwa zma k bildung s e s eine Ma k sei e, da de ü Um-
gehungen o engehal ene Teilde isenma k luk a i e als eine Schwa z-
ma k be eiligung is .
Un e diesen Bedingungen, die ebenso wie die nach olgenden Übe legun-
gen in einem wei e gehenden Zuschni an ande e S elle disku ie wu -
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den6, läß sich das Schwa zma k p oblem beheben, womi ein unsich ba e
Schleichweg de Spekula ion on o nhe ein e schlossen bleib . Und
dieses E gebnis esul ie , en sp echend de oben gewähl en Ges al ung de
behö dlichen Kon ollak i i ä en, ohne daß auch nu im ge ings en Kon-
ollen des Kapi al e keh s angenommen wo den sind. Ganz im Gegen eil:
Ih e Abwesenhei is ge ade E olgs o ausse zung!
I alien kann ü die Zei nach Juli 1973 zu Ve deu lichung de hie e -
wende en Logik dienen. Damals wu den - on gewissen Ausnahmen abgese-
hen - Kapi alexpo eu e eine A Ba depo p lich un e wo en und muß en
50% des ausge üh en Kapi als au einem un e zinslichen Kon o hin e le-
gen7. Dami wu de die p inzipiell gegenübe de behö dlich ges ü z en Han-
delsli a im Abschlag s ehende Finanzli a e ek i gespal en, und en sp e-
chende Kon ollen auch des Finanzde isenma k es bewi k en, daß Kapi al-
expo eu e do , ohne ih e Ba depo e p lich ung nachzukommen, nich
meh wie gewünsch kon e ie en konn en. Folglich e schien ihnen jede
Schwa zma k ku s lohnend, de nähe am „un e älsch en" Ku s de
Finanzli a lag als jene ik i e Ku s, de neben dem ohnehin schwachen
Finanzku s auch noch die Belas ungswi kung de Ba depo p lich ein-
schloß.
Es is kla , daß ein solche Ku s auch au In e esse bei ein eisenden Tou i-
s en und im Ausland ä igen I aliene n s ieß, die möglichs güns ig in den
Besi z on Li a-Bankno en gelangen woll en, wa e doch luk a i e als de
o izielle Finanzli aku s. Dieses Beispiel mach deu lich, wie Kon ollak i-
i ä en de Behö den an beiden o iziellen De isenmä k en den G unds ein
ü schwa ze Pa allelmä k e legen können. Die Tü zu F age 2 nach de
Ges al ung de Kon ollen im Rahmen eines Dualku ssys ems is dami au -
ges oßen.
III. Das beg enz e Maß an Kon ollno wendigkei en
De De isenma k sepa a ion wu de in de deu schsp achigen Li e a u
nich sel en mi eine g oßen Fu ch o eine Kon olleskala ion begegne 8.
Zugegeben, gewisse Kon ollen sind unabdingba . Abe die Fu ch o
um ang eichen Kapi al e keh skon ollen im Zuge de P ak izie ung on
6 Vgl. Ul ich Schempp, Gespal ene De isenmä k e und in e na ionale Kapi al e -
keh . Disse a ion, Uni e si ä Hohenheim 1982.
7 Vgl. Banca d'I alia, Repo o he Yea 1973 (ab idged e sion). Rome 1974, S. 66.
8 So jüngs on Ch is ian Wa in, Die Bedeu ung de Ve einig en S aa en on Ame-
ika ü die Wel wi scha . In: E ns Dü ; ans elle on Hugo Siebe , Wel wi scha
im Wandel. Be n und S u ga 1988, S. 227 .
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Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 351
gespal enen De isenmä k en is unbeg ünde , da die Logik des Sys ems on
o nhe ein ande e Lösungen naheleg . In seinem g undlegenden Bei ag
um eiß Fleming9 dies wie olg : „[...] since he e a e only wo classes o
ancs, cu en and capi al, i migh be possible o achie e he desi ed
es ic ions on one class o ansac ions h ough con ols and es ic ions
applied solely o he o he . In pa icula , i i we e possible o ensu e ha all
cu en ansac ions and only cu en ansac ions we e paid o h ough
he cu en anc ma ke , i migh be possible, wi hou capi al con ols, o
make all capi al ansac ions and only capi al ansac ions go h ough he
capi al anc ma ke ."
Da de Kapi al e keh kon oll echnisch auch nich annähe nd in den
G i zu bekommen is , wi d man en sp echend de obigen Logik den
Finanzde isenma k und Kapi albewegungen unkon ollie lassen und das
Sys em ausgehend on Kon ollen de Leis ungssphä e, insbesonde e des
g enzübe sch ei enden Gü e handels, o ganisie en. Hie zu kann im wesen -
lichen au die Zollbehö den und en sp echende Zolldokumen e zu ückge-
g i en we den. Diese Kon ollen sind in de Te minologie de F age 2 ein
absolu es Muß, g undlegend ü die Funk ions ähigkei des Sys ems,
obwohl sie im Ve auen au die in e en ionspoli ischen Möglichkei en
nich unbeding mi de im Flemingschen Zi a en hal enen S enge p ak i-
zie we den müssen; Fleming ha e die o ale ex an e Ma k sepa a ion im
Auge!
Es is haup sächlich siche zus ellen, daß zum o iziellen Fes ku s kon e -
ie e De isen de Abwicklung on Geschä en zuge echne we den, die
anhand en sp echende Dokumen e als be ech ig e T ansak ionen einge-
s u we den können. Das schließ dann nich ein, daß säm liche Leis ungs-
ansak ionen un e Au bie ung alle adminis a i en Ans engungen übe
den Handelsde isenma k abgewickel we den müssen. Soll en sich Lei-
s ungs ansak ionen dem Handelsde isenma k en ziehen, wie das ü In i-
sibles in Fo m e schiedene Diens leis ungen siche lich zei weise gil , kön-
nen diese wie Kapi al ansak ionen den unkon ollie en Finanzde isen-
ma k benu zen - das en sp ich den Absich en de Schwa zma k logik aus
dem o angegangenen Abschni . Alle dings soll e de umgekeh e Weg
nich ode nu seh beg enz gangba sein. Mi els Handelsde isenku s
abgewickel e Leis ungs ansak ionen dü en nich auch noch ein e kapp-
es Vehikel de Spekula ion we den, wenn schon die eben angedeu e en Ve -
lage ungen ande e Leis ungs ansak ionen in den Finanzde isenma k
9
J. Ma cus Fleming, Dual Exchange Ra es o Cu en and Capi al T ansac ions: A
Theo e ical Examina ion. Kapi el 12 in: Essays in In e na ional Economics. Cam-
b idge (Mass.) 1971, S. 299.
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352 Ul ich Schempp
B eschen in die Angebo s-/Nach agekons ella ionen am Handelsde isen-
ma k mi in e en ionspoli ischen Konsequenzen schlagen können.
Kapi albewegungen und spekula i e Umschich ungen un e dem Deck-
man el on Leis ungs ansak ionen sind um so ehe zu e wa en, je g öße
die Spanne zwischen den beiden De isenku sen is und je s ä ke E wa un-
gen hinsich lich eine Ände ung des Fes ku ses am Handelsde isenma k
ausgep äg sind. Ve ände ungen de Zahlungsmodali ä en im Außenhandel,
Falsch ak u ie ungen bei Außenhandelsgeschä en, schwe ode ga nich
kon ollie ba e Diens leis ungen, wie o allem de zunehmende Reise e -
keh und Tou ismus, einsei ige Übe agungen sowie Kapi ale äge sind
ü Umgehungen p ädes inie und somi auch denkba e Ein alls o e de
Spekula ion.
Abgesehen on den di ek mi Außenhandelsgeschä en e knüp en P o-
blemen wie den beiden e s genann en, lassen sich diese Schwie igkei en
kon oll echnisch am bes en lösen, indem die en sp echenden T ansak ions-
ypen - wie in den in Ve gangenhei p ak izie en Dualku ssys emen iel-
ach ealisie - pauschal dem Finanzde isenma k zugeo dne we den. De
p inzipielle Ausschluß on de Benu zung des Handelsde isenma k es
be ei die Kon ollins anzen on de schwie igen bis unlösba en Au gabe,
Mo i e e g ünden zu müssen, obwohl sie zumindes p ima is a nich
e g ünde we den können. Das al e Beispiel des Tou is en e olgenden
Kon olleu s mag das am bes en e deu lichen10; wie woll e man nämlich
au ande em Wege e hinde n, daß zu ou is ischen Zwecken e wo bene
De isen ans elle de Finanzie ung kulina ische Genüsse dem E we b on
(spekula i en) Kapi alanlagen dienen?
Alle dings können de Finanzma k zuweisung on Kapi ale ägen
sys emdynamische Implika ionen zugesch ieben we den, da hie du ch de
Ren abili ä smechanismus gespal ene De isenmä k e, de au de Anwen-
dung un e schiedliche De isenku se ü den eigen lichen Kapi al ans e
und die da aus esul ie enden Kapi ale äge g ünde , auße K a gese z
wi d11. In de ideal ypischen Ve sion a iie nämlich die e ek i e Ve zin-
sung ü Inlandsanlagen Gebie s emde sowie ü Auslandsanlagen
Gebie sangehö ige p opo ional mi de De isenku sspanne, womi im
Falle eines gegenübe dem Leis ungsku s au gewe e en (abgewe e en)
Finanzku ses sowohl Kapi alimpo e (Kapi alexpo e) en mu ig als auch
10 Vgl. J. E. Meade, The Theo y o In e na ional Economic Policy. Volume I: The
Balance o Paymen s. London u.a. 1966, S. 302.
11 Vgl. Robe P. Flood; Nancy Pe eg ini Ma ion, The T ansmission o Dis u bances
unde Al e na i e Exchange-Ra e Regimes wi h Op imal Indexing. In: The Qua e ly
Jou nal o Economics, Feb ua 1982, S. 65.
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Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 359
Li e a u
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Zusammen assung
Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden De isenma k spal ung
Gespal ene De isenmä k e wu den in de deu schsp achigen Li e a u bislang
meh als Kon ollsys em denn als Wechselku sa angemen e s anden. Duale De i-
senku se geben indes in e essan e Pe spek i en ab, wenn sie ich ig o ganisie und
gemanag we den.
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360 Ul ich Schempp
De Kon ollau wand kann in übe schauba en G enzen gehal en und ge ade
dadu ch eine Schwa zma k ge ah gebann we den. Zu ückhal ende Kon ollen se -
zen alle dings o aus, daß die In e en ionspoli ik de No enbank die Chancen nu z ,
die aus de Exis enz zweie De isenmä k e esul ie en. Das mone ä e Sys em kann
dann gegen spekula i e Übe g i e abgesiche we den, und die geldpoli ische Au o-
nomie s eig .
Summa y
A angemen Cha ac e is ics o a P omising Spli
in he Fo eign Exchange Ma ke
Up o now, spli o eign exchange ma ke s ha e been unde s ood in Ge man-lan-
guage li e a u e as a con ol sys em a he han an exchange a e a angemen . Dual
exchange a es p oduce in e es ing pe spec i es when hey a e co ec ly o ganized
and managed.
The amoun o con ol necessa y can be kep down o a easonable le el, and his is
p ecisely wha can a oid he dange o a black ma ke . Rese ed con ol howe e p e-
supposes ha he in e en ion policy o he Cen al Bank makes use o he chances
esul ing om he exis ence o wo o eign exchange ma ke s. The mone a y sys em
can hen be secu ed agains specula i e in e e ence, and he au onomy o he mone-
a y policy inc eases.
Résumé
Ca ac é is iques s uc u elles d'une scission des ma chés
des de ises p ome euse de succès
Les ma chés des de ises ac ionnés on é é comp is jusqu'ici dans la documen a-
ion en langue allemande plu ô comme un sys ème de con ôle que comme un a an-
gemen en a eu des cou s. Les cou s des changes binai es ou en pou an des pe -
spec i es in é essan es, à condi ion d'ê e o ganisés e gé és co ec emen .
Les mesu es de con ôle peu en ê e ci consc i es dans des limi es es ein es, ce
qui pe me jus emen d'é i e le isque du ma ché noi . Tou e ois, des con ôles dis-
c e s supposen que la poli ique d'in e en ion de la banque cen ale sache me e à
p o i les chances qui découlen de l'exis ence de deux ma chés des de ises. Le
sys ème moné ai e peu alo s ê e p ése é d'empié emen s spec aculai es e l'au ono-
mie en ma iè e de poli ique moné ai e s'en ou e acc ue.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03