scieee Open visual document viewer

Gestaltungsmerkmale einer erfolgversprechenden Devisenmarktspaltung

Schempp, Ulrich

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Full text

Schempp, Ul ich A icle Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden De isenma k spal ung K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Schempp, Ul ich (1991) : Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden De isenma k spal ung, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 24, Iss. 3, pp. 345-360, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/293205 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden De isenma k spal ung* Von Ul ich Schempp, S u ga I. Die G undidee Die Wechselku sdynamik de le z en zwei Jah zehn e läß die F age nich uhen, ob es Ve besse ungen ode Al e na i en zu wei eichend p ak izie - en Wechselku s lexibili ä gib . Do nbusch und F ankel1 behandeln in ih em diesbezüglichen Übe blicksa ikel un e ande em auch duale Wech- selku se und eine Toöm-S eue , zwei Vo schläge, die einem spekula i en Szena io en s ammen. Dem E s genann en widme sich diese Abhandlung, wäh end die De isens eue ä la Tobin ande no s beleuch e wi d2. Gespal ene De isenmä k e mi de logischen Konsequenz de Exis enz mindes ens zweie Wechselku se wu den e s ä k in de Zusammenb uch- phase des B e on Woods-Sys ems zu An ang de siebzige Jah e disku ie . Wäh end ü en wicklungspoli ische Absich en in de D i en Wel meis meh als zwei, o allem au e schiedene Wa enka ego ien zugeschni ene, es e Wechselku se kennzeichnend sind, wu de ü Indus iena ionen en - sp echend de P obleme im Zusammenhang mi hochdynamischen Finanz- disposi ionen die Ma k spal ung in Finanz- und Realgü e sphä e o ge- schlagen. Da aus esul ie das Nebeneinande eines es en, on de No enbank ga an ie en Handels- beziehungsweise Leis ungsku ses, de p inzipiell den T ansak ionen de Leis ungsbilanz o behal en is , und eines meh ode wenige da on abweichenden lexiblen Finanz(ma k -)ku ses zu Abwick- * Fü k i ische Hinweise danke ich einem unbekann en Gu ach e . 1 Vgl. Rudige Do nbusch; Je ey F ankel, The Flexible Exchange Ra e Sys em, Expe ience and Al e na i es. In: Sil io Bo ne (H sg.), In e na ional Finance and T ade in a Polycen ic Wo ld. London u.a. 1988, S. 151 . 2 Vgl. Ul ich Schempp, Implika ionen eine Tobinschen De isens eue . Diskus- sionsbei äge aus dem Ins i u ü Volkswi scha sleh e, Uni e si ä Hohenheim, No. 54/1990. Eine übe a bei e e Fassung e schein demnächs in den Jah büche n ü Na ionalökonomie und S a is ik un e dem Ti el „In eg a i e Rücksch i mi Tük- ken - Übe legungen zu einem Vo schlag on James Tobin." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 346 Ul ich Schempp lung on Kon e sionsak i i ä en im Zusammenhang mi Pos en de Kapi- al e keh sbilanz. Im Finanzde isenma k muß die No enbank nich in e - enie en, abe sie kann, und wie im olgenden gezeig wi d, soll sie do auch eine bes imm en Regel olgend agie en. Die G undidee is , den g enzübe - sch ei enden Gü e handel und dami zusammenhängende In es i ionsen - scheidungen on e unsiche nden Ku s luk ua ionen eines Flexku ssys ems abzukoppeln und eine g öße e geldpoli ische Au onomie gegenübe es en Wechselku sen zu e eichen - genau genommen die Vo s ellung, die geldan- gebo spoli ischen Vo eile lexible mi den ku ss abilen Vo eilen es e (abe in kalkulie ba em Rahmen anpassungs ähige !) Wechselku se ü ealwi scha liche En scheidungen mi in e na ionale Dimension zu e - binden. Die Ambi alenz de ühen siebzige Jah e lag in de Ta sache beg ünde , daß de poli ische Vo g i iele eu opäische Lände - o allem Belgien, F ank eich und I alien üh en b ei angeleg e Ma k Spal ungen du ch - zwa ak isches Anschauungsma e ial übe die Funk ionsweise on Dual- ku ssys emen mannig ache A lie e e, die nachlau ende heo e ische Fo - schung jedoch Schwächen in de poli ischen Handhabung au zeig e, ohne noch p ak ische Be ücksich igung zu e ah en. Die ealen Sys eme ha en sich, o allem au g und des In e en ions e hal ens und de Zinspoli ik de be o enen No enbanken, nich e heblich on einhei lichen Fes ku sen wegen wickel . So blieb le z lich - wie Lanyi3 in seinem Übe blicksa ikel beme k e - nu die Folge ung: „In he absence o pas expe ience [...] he use ulness o sep- a a e exchange ma ke s o capi al and cu en ansac ions mus emain an open ques ion." Dies wu de on Llewellyn4 eben alls mi besonde em Ve - weis au die in p axi du ch un e lassene sys ema ische In e en ionsak i i- ä en de No enbanken im Finanzde isenma k nich genügend ausge eiz- en Möglichkei en des Dualku sa angemen s spä e wiede hol . Die Nu zba machung on Finanzma k in e en ionen is deshalb on ele- men a em In e esse, weil die beiden De isenmä k e nich „wasse dich " gegeneinande abgescho e we den können und sie es aus speziellen G ün- den auch nich sollen! Eine lückenha e T ennung de Mä k e e leich e die Kon ollau gaben und e inge die Kon ollkos en, schü z o schwa zen Mä k en, e o de abe eine en sp echende Behandlung de esul ie enden Rese en- und Geldmengenwi kungen, wie sie am o iziell ges ü z en Han- 3 An hony Lanyi, Sepa a e Exchange Ma ke s o Capi al and Cu en T ansac- ions. In: IMF S a Pape s, Vol. 22, 1975, S. 739. 4 Vgl. Da id T. Llewellyn, In e na ional Financial In eg a ion. The Limi s o So e eign y. London und Basings oke 1980, S. 168. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 347 delsde isenma k zwangsläu ig au e en. Nu wenn Le z e es gewäh lei- s e is , kann on eine Absiche ung gegen Spekula ion und on geldpoli i- sche Au onomie gesp ochen we den. Das Ins umen hie zu is die neu a- lisie ende In e en ionspoli ik, die am Finanzde isenma k die Gegenak i- i ä dessen en al e , wozu sie am Handelsde isenma k gezwungen wi d. G ei beispielsweise die Au we ungsspekula ion in olge on Umgehun- gen de Ma k zuo dnungs egeln und übe en sp echende No enbankin e - en ionen am Handelsde isenma k und Rese enzuwächse au das na io- nale Geldsys em übe , e kau die No enbank die angekau en Wäh ungs- ese en wiede ode - was nich genau dasselbe is - e nich e die speku- la i en s andene Geldmenge du ch Gegenin e en ion am Finanzde isen- ma k . Das is das G undschema de Handhabung dieses Ins umen s, das auch ü die Folgen auseinande lau ende Zinsen wicklungen zwischen In- und Ausland gil . Wi d ein Dualku ssys em so gemanag , kann es sowohl ohne Schwa z- ma k ge ah als auch ohne di ek e Kon ollen des Kapi al e keh s spekula- i en Exzessen en gegenwi ken und - e glichen mi Fes ku ssys emen - die geldpoli ische Au onomie e g öße n. D ei F agen und ih e sukzessi e Bean wo ung sollen die Idee nähe kennzeichnen: 1. Wa um schü z lückenha e Sepa a ion de De isenmä k e o Schwa z- mä k en? 2. Was muß, soll, kann man also kon ollie en? 3. Wie is zu in e enie en? II. Die unbeg ünde e Angs o schwa zen Mä k en Selbs ein noch so ausgeklügel es Kon ollsys em is auße s ande, säm - liche g enzübe sch ei enden T ansak ionen in ih em wah en Um ang zu e assen; das gil na ü lich um so meh , wenn wie hie o geschlagen, ein mode a es Kon ollne z e wende wi d. In jedem Fall gib das nich egi- s ie e T ansak ions olumen au den e s en Blick ein Schwa zma k po en- ial ab, o dem in de Li e a u gelegen lich dezidie gewa n wi d5. Die Hypo hese, wonach eine lückenha e T ennung de beiden De isenmä k e o de Bildung on schwa zen Mä k en schü z , esul ie nun aus de Ta - sache, daß es sowohl ü De isenanbie e als auch ü De isennach age lohnend sein muß, einen Schwa zma k als d i en Ma k neben Handels- de isenma k und Finanzde isenma k zu benu zen. 5 Vgl. Ho s We ne , Die Kon olle in e na ionale Kapi albewegungen. Köln 1976, S. 147 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 348 Ul ich Schempp Die konk e en De ails kon oll echnische Vo gehensweise we den e s in Zusammenhang mi de zwei en F age in Abschni III zu behandeln sein. Hie genüg zunächs de p inzipielle Hinweis, daß en sp echende Leakages implizie en, daß (zum Beispiel e schwiegene ode „unsich ba e") Gü e - ansak ionen de Leis ungssphä e un e Inansp uchnahme des Finanzde i- senma k es und Kapi als öme mi els schwe kon ollie ba e Pos en de Leis ungsbilanz (wie beispielsweise Tou ismus ansak ionen ode ein ach du ch Ve ände ung de e ms o paymen s beziehungsweise „o e in oi- cing") un e Benu zung des behö dlich ges ü z en Ma k es abgewickel we - den können, so e n es aus Sich de jeweiligen Ak eu e luk a i e schein . Können sich abe umgehungswillige De isennach age und De isenan- bie e zwischen Finanzku s und Handelsku s en scheiden, ehl de Näh - boden ü einen Schwa zma k ; de Schwa zma k ku s müß e ansons en eine logisch nich mögliche Doppel olle spielen, wie leich einzusehen is . Is ausländische Wäh ung am Finanzde isenma k eu e als am Handels- de isenma k , wi d sich die De isennach age dem Handelsde isenma k und das De isenangebo dem Finanzde isenma k zuwenden. Un e diesen Bedingungen müß e ein lohnende Schwa zma k ku s (Ks) aus Sich de De isennach age (Ks) gegenübe dem Handelsku s (KH) au gewe e und aus Sich de De isenanbie e (Ks) gegenübe dem Finanzku s (KF) abge- we e sein. Fü eine Wechselku sde ini ion nach A de P eisno ie ung olg da aus die Ungleichung: Ks > Kp > KH > K§ Beide Bedingungen schließen sich logisch aus, und eine Einigung zu i gendeinem Mi elwe is ü keinen de Be eilig en e s ebenswe . Fü den Umkeh all eines gegenübe dem Handelsku s au gewe e en Finanzku ses gil die en sp echende Ungleichung: K*s < Kp < KH < K5 Po en iellen Anbie e n on De isen am Schwa zma k müß e ein gegen- übe dem Handelsku s abgewe e e Schwa zma k ku s (Ks) gebo en we - den, um luk a i zu e scheinen, wäh end po en ielle Nach age einen Schwa zma k ku s p ä e ie en wü den, de gegenübe dem Finanzde isen- ku s noch wei e au gewe e is . Wiede sp ich die Logik gegen eine Schwa zma k bildung, solange die De isenma k ak eu e die Wahl zwi- schen den beiden am lichen Ku sen haben. Abe die Un ollkommenhei de De isenma k ennung und die Du ch- lässigkei zwischen den beiden De isenmä k en muß nich wie oben ange- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 349 nommen zweisei ig und symme isch sein, um dieses E gebnis he beizu üh- en. Angenommen, zum Schu z de in e en ions e p lich e en No enbank is die Inansp uchnahme des Handelsde isenku ses du ch en sp echende Kon ollen au die e wünsch en T ansak ionen de Gü e - und Leis ungs- sphä e besch änk , so daß Kapi als öme - wenn übe haup - do nu un e seh schwie igen und kos spieligen Bedingungen Un e schlup inden kön- nen. Dann is es öllig aus eichend, den Finanzde isenma k unkon ollie und ü Umgehungen o en zu hal en, um eine Schwa zma k bildung zu kon e ka ie en. De Schwa zma k wü de sozusagen s e s on eine Ma k - sei e he ausge ockne ; Gü e expo eu e beziehungsweise Gü e impo - eu e, die mangels un ollkommene E assung de Leis ungssphä e dem ü sie un e Ums änden ungüns ige en Handelsde isenku s ausweichen kön- nen, we den s e s den Ku s des Finanzma k es o ziehen. Im Falle eines gegenübe dem Handelsku s abgewe e en Finanzku ses (KF > KH) wü den Kapi alexpo eu e, die nun du ch Kon ollen on eine Kon e sion am Handelsde isenma k ausgeschlossen sind, e geblich Schwa zma k pa ne suchen, die ihnen die gewünsch en De isen zu einem güns ige en Ku s als dem am Finanzde isenma k he schenden abzugeben be ei wä en; ü alle Anbie e on De isen - zum Beispiel aus e heimlich- en Gü e expo en - e schein die Benu zung des unkon ollie en Finanz- de isenma k es lohnende . Is hingegen de Finanzku s gegenübe dem Handelsku s au gewe e (KF < KH), wü de dem Schwa zma k die Nach agesei e ehlen, da die De i- sennach age - zum Beispiel zwecks Bezahlung e schwiegene Gü e - impo e - dem Finanzde isenku s zugewand sind, wäh end die De isen- anbie e einen in Rich ung des Handelsku ses o ien ie en Tauschwe anpeilen, ü den abe kein ande wei iges In e esse bes eh . Diese Logik is hal ba , solange zwei Bedingungen e üll sind: 1. Die en sp echend de Spal ung des De isenma k es zu sepa ie enden T ansak ionen we den - was p ak isch s e s de Fall sein wi d - un oll- kommen e aß . Dies is die p inzipielle Vo ausse zung ü das En s ehen on Schwa zmä k en. 2. Die Kon ollen de Kon e sions ä igkei au zumindes einem de beiden Teilde isenmä k e sind lückenha ode es gib übe haup keine. Dami ehl zu Schwa zma k bildung s e s eine Ma k sei e, da de ü Um- gehungen o engehal ene Teilde isenma k luk a i e als eine Schwa z- ma k be eiligung is . Un e diesen Bedingungen, die ebenso wie die nach olgenden Übe legun- gen in einem wei e gehenden Zuschni an ande e S elle disku ie wu - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 350 Ul ich Schempp den6, läß sich das Schwa zma k p oblem beheben, womi ein unsich ba e Schleichweg de Spekula ion on o nhe ein e schlossen bleib . Und dieses E gebnis esul ie , en sp echend de oben gewähl en Ges al ung de behö dlichen Kon ollak i i ä en, ohne daß auch nu im ge ings en Kon- ollen des Kapi al e keh s angenommen wo den sind. Ganz im Gegen eil: Ih e Abwesenhei is ge ade E olgs o ausse zung! I alien kann ü die Zei nach Juli 1973 zu Ve deu lichung de hie e - wende en Logik dienen. Damals wu den - on gewissen Ausnahmen abgese- hen - Kapi alexpo eu e eine A Ba depo p lich un e wo en und muß en 50% des ausge üh en Kapi als au einem un e zinslichen Kon o hin e le- gen7. Dami wu de die p inzipiell gegenübe de behö dlich ges ü z en Han- delsli a im Abschlag s ehende Finanzli a e ek i gespal en, und en sp e- chende Kon ollen auch des Finanzde isenma k es bewi k en, daß Kapi al- expo eu e do , ohne ih e Ba depo e p lich ung nachzukommen, nich meh wie gewünsch kon e ie en konn en. Folglich e schien ihnen jede Schwa zma k ku s lohnend, de nähe am „un e älsch en" Ku s de Finanzli a lag als jene ik i e Ku s, de neben dem ohnehin schwachen Finanzku s auch noch die Belas ungswi kung de Ba depo p lich ein- schloß. Es is kla , daß ein solche Ku s auch au In e esse bei ein eisenden Tou i- s en und im Ausland ä igen I aliene n s ieß, die möglichs güns ig in den Besi z on Li a-Bankno en gelangen woll en, wa e doch luk a i e als de o izielle Finanzli aku s. Dieses Beispiel mach deu lich, wie Kon ollak i- i ä en de Behö den an beiden o iziellen De isenmä k en den G unds ein ü schwa ze Pa allelmä k e legen können. Die Tü zu F age 2 nach de Ges al ung de Kon ollen im Rahmen eines Dualku ssys ems is dami au - ges oßen. III. Das beg enz e Maß an Kon ollno wendigkei en De De isenma k sepa a ion wu de in de deu schsp achigen Li e a u nich sel en mi eine g oßen Fu ch o eine Kon olleskala ion begegne 8. Zugegeben, gewisse Kon ollen sind unabdingba . Abe die Fu ch o um ang eichen Kapi al e keh skon ollen im Zuge de P ak izie ung on 6 Vgl. Ul ich Schempp, Gespal ene De isenmä k e und in e na ionale Kapi al e - keh . Disse a ion, Uni e si ä Hohenheim 1982. 7 Vgl. Banca d'I alia, Repo o he Yea 1973 (ab idged e sion). Rome 1974, S. 66. 8 So jüngs on Ch is ian Wa in, Die Bedeu ung de Ve einig en S aa en on Ame- ika ü die Wel wi scha . In: E ns Dü ; ans elle on Hugo Siebe , Wel wi scha im Wandel. Be n und S u ga 1988, S. 227 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 351 gespal enen De isenmä k en is unbeg ünde , da die Logik des Sys ems on o nhe ein ande e Lösungen naheleg . In seinem g undlegenden Bei ag um eiß Fleming9 dies wie olg : „[...] since he e a e only wo classes o ancs, cu en and capi al, i migh be possible o achie e he desi ed es ic ions on one class o ansac ions h ough con ols and es ic ions applied solely o he o he . In pa icula , i i we e possible o ensu e ha all cu en ansac ions and only cu en ansac ions we e paid o h ough he cu en anc ma ke , i migh be possible, wi hou capi al con ols, o make all capi al ansac ions and only capi al ansac ions go h ough he capi al anc ma ke ." Da de Kapi al e keh kon oll echnisch auch nich annähe nd in den G i zu bekommen is , wi d man en sp echend de obigen Logik den Finanzde isenma k und Kapi albewegungen unkon ollie lassen und das Sys em ausgehend on Kon ollen de Leis ungssphä e, insbesonde e des g enzübe sch ei enden Gü e handels, o ganisie en. Hie zu kann im wesen - lichen au die Zollbehö den und en sp echende Zolldokumen e zu ückge- g i en we den. Diese Kon ollen sind in de Te minologie de F age 2 ein absolu es Muß, g undlegend ü die Funk ions ähigkei des Sys ems, obwohl sie im Ve auen au die in e en ionspoli ischen Möglichkei en nich unbeding mi de im Flemingschen Zi a en hal enen S enge p ak i- zie we den müssen; Fleming ha e die o ale ex an e Ma k sepa a ion im Auge! Es is haup sächlich siche zus ellen, daß zum o iziellen Fes ku s kon e - ie e De isen de Abwicklung on Geschä en zuge echne we den, die anhand en sp echende Dokumen e als be ech ig e T ansak ionen einge- s u we den können. Das schließ dann nich ein, daß säm liche Leis ungs- ansak ionen un e Au bie ung alle adminis a i en Ans engungen übe den Handelsde isenma k abgewickel we den müssen. Soll en sich Lei- s ungs ansak ionen dem Handelsde isenma k en ziehen, wie das ü In i- sibles in Fo m e schiedene Diens leis ungen siche lich zei weise gil , kön- nen diese wie Kapi al ansak ionen den unkon ollie en Finanzde isen- ma k benu zen - das en sp ich den Absich en de Schwa zma k logik aus dem o angegangenen Abschni . Alle dings soll e de umgekeh e Weg nich ode nu seh beg enz gangba sein. Mi els Handelsde isenku s abgewickel e Leis ungs ansak ionen dü en nich auch noch ein e kapp- es Vehikel de Spekula ion we den, wenn schon die eben angedeu e en Ve - lage ungen ande e Leis ungs ansak ionen in den Finanzde isenma k 9 J. Ma cus Fleming, Dual Exchange Ra es o Cu en and Capi al T ansac ions: A Theo e ical Examina ion. Kapi el 12 in: Essays in In e na ional Economics. Cam- b idge (Mass.) 1971, S. 299. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 352 Ul ich Schempp B eschen in die Angebo s-/Nach agekons ella ionen am Handelsde isen- ma k mi in e en ionspoli ischen Konsequenzen schlagen können. Kapi albewegungen und spekula i e Umschich ungen un e dem Deck- man el on Leis ungs ansak ionen sind um so ehe zu e wa en, je g öße die Spanne zwischen den beiden De isenku sen is und je s ä ke E wa un- gen hinsich lich eine Ände ung des Fes ku ses am Handelsde isenma k ausgep äg sind. Ve ände ungen de Zahlungsmodali ä en im Außenhandel, Falsch ak u ie ungen bei Außenhandelsgeschä en, schwe ode ga nich kon ollie ba e Diens leis ungen, wie o allem de zunehmende Reise e - keh und Tou ismus, einsei ige Übe agungen sowie Kapi ale äge sind ü Umgehungen p ädes inie und somi auch denkba e Ein alls o e de Spekula ion. Abgesehen on den di ek mi Außenhandelsgeschä en e knüp en P o- blemen wie den beiden e s genann en, lassen sich diese Schwie igkei en kon oll echnisch am bes en lösen, indem die en sp echenden T ansak ions- ypen - wie in den in Ve gangenhei p ak izie en Dualku ssys emen iel- ach ealisie - pauschal dem Finanzde isenma k zugeo dne we den. De p inzipielle Ausschluß on de Benu zung des Handelsde isenma k es be ei die Kon ollins anzen on de schwie igen bis unlösba en Au gabe, Mo i e e g ünden zu müssen, obwohl sie zumindes p ima is a nich e g ünde we den können. Das al e Beispiel des Tou is en e olgenden Kon olleu s mag das am bes en e deu lichen10; wie woll e man nämlich au ande em Wege e hinde n, daß zu ou is ischen Zwecken e wo bene De isen ans elle de Finanzie ung kulina ische Genüsse dem E we b on (spekula i en) Kapi alanlagen dienen? Alle dings können de Finanzma k zuweisung on Kapi ale ägen sys emdynamische Implika ionen zugesch ieben we den, da hie du ch de Ren abili ä smechanismus gespal ene De isenmä k e, de au de Anwen- dung un e schiedliche De isenku se ü den eigen lichen Kapi al ans e und die da aus esul ie enden Kapi ale äge g ünde , auße K a gese z wi d11. In de ideal ypischen Ve sion a iie nämlich die e ek i e Ve zin- sung ü Inlandsanlagen Gebie s emde sowie ü Auslandsanlagen Gebie sangehö ige p opo ional mi de De isenku sspanne, womi im Falle eines gegenübe dem Leis ungsku s au gewe e en (abgewe e en) Finanzku ses sowohl Kapi alimpo e (Kapi alexpo e) en mu ig als auch 10 Vgl. J. E. Meade, The Theo y o In e na ional Economic Policy. Volume I: The Balance o Paymen s. London u.a. 1966, S. 302. 11 Vgl. Robe P. Flood; Nancy Pe eg ini Ma ion, The T ansmission o Dis u bances unde Al e na i e Exchange-Ra e Regimes wi h Op imal Indexing. In: The Qua e ly Jou nal o Economics, Feb ua 1982, S. 65. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 Ges al ungsme kmale eine De isenma k spal ung 359 Li e a u Adams, Cha les; G eenwood, Je emy: Dual Exchange Ra e Sys ems and Capi al Con ols: An In es iga ion. In: Jou nal o In e na ional Economics, 18, 1985, S. 43 . - Banca d'I alia: Repo o he Yea 1973 (ab idged e sion). Rome 1974. - Ba a ie i, Vi o io; Ragazzi, Gio gio: An Analysis o he Two-Tie Fo eign Exchange Ma ke . In: Banca Nazionale del La o o, Qua e ly Re iew No. 99, Dezembe 1971, S. 354 . - Do nbusch, Rudige : Flexible Exchange Ra es and In e dependence. In: IMF S a Pape s, Vol. 30, 1983, S. 3 . - Do nbusch, Rudige : Special Exchange Ra es o Capi- al Accoun T ansac ions. NBER Wo king Pape Se ies, Wo king Pape No. 1659, Camb idge 1985. - Do nbusch, Rudige ; F ankel, Je ey: The Flexible Exchange Ra e Sys em: Expe ience and Al e na i es. In: Bö ne , Sil io (H sg.): In e na ional Finance and T ade in a Polycen ic Wo ld. London u.a. 1988, S. 151 . - Fleming, J. Ma cus: Dual Exchange Ra es o Cu en and Capi al T ansac ions: A Theo e ical Examina ion. Kapi el 12 in: Essays in In e na ional Economics. Camb idge (Mass.) 1971, S. 296 . - Flood, Robe P.; Ma ion, Nancy Pe eg im: The T ansmission o Dis- u bances unde Al e na i e Exchange-Ra e Regimes wi h Op imal Indexing. In: The Qua e ly Jou nal o Economics, Feb ua 1982, S. 43 . - Fenkel, Jacob A.; Razin, Assa : The Limi ed Viabili y o Dual Exchange-Ra e Regimes. NBER Wo king Pape Se ies, Wo king Pape No. 1902, Camb idge 1986. - G os, Daniel: Dual Exchange Ra es in he P esence o Incomple e Ma ke Sepa a ion. In: IMF S a Pape s, Vol. 35, 1988, S. 437 . - Lanyi, An hony: Sepa a e Exchange Ma ke s o Capi al and Cu en T ansac ions. In: IMF S a Pape s, Vol. 22, 1975, S. 714 . - Llewellyn, Da id T.: In e na ional Financial In eg a ion. The Limi s o So e eign y. London und Basing- s oke 1980. - Machlup, F i z: In Sea ch o Guides o Policy. Kapi el 3 in: Fellne , William u.a. (H sg.): Main aining and Res o ing Balance in In e na ional Paymen s. P ince on (NJ) 1966, S. 33 . - Ma ion, Nancy Pe eg im: Insula ion P ope ies o a Two-Tie Exchange Ma ke in a Po olio Balance Model. In: Economica, 48, 1981, S. 61 . - Meade, J. E.: The Theo y o In e na ional Economic Policy. Volume I: The Balance o Paymen s. London u.a. 1966. - Schempp, Ul ich: Gespal ene De isen- mä k e und in e na ionale Kapi al e keh . Disse a ion, Uni e si ä Hohenheim 1982. - Schempp, Ul ich: Implika ionen eine Tobinschen De isens eue . Diskus- sionsbei äge aus dem Ins i u ü Volkswi scha sleh e, Uni e si ä Hohenheim, No. 54/1990. - Schempp, Ul ich: In eg a i e Rücksch i mi Tücken - Übe legungen zu einem Vo schlag on James Tobin. E schein demnächs in den Jah büche n ü Na ionalökonomie und S a is ik. - Wa in, Ch is ian: Die Bedeu ung de Ve einig en S aa en on Ame ika ü die Wel wi scha . In: Dü , E ns ; Siebe , Hugo: Wel wi - scha im Wandel. Be n und S u ga 1988, S. 213 . - We ne , Ho s : Die Kon olle in e na ionale Kapi albewegungen. Köln 1976. Zusammen assung Ges al ungsme kmale eine e olg e sp echenden De isenma k spal ung Gespal ene De isenmä k e wu den in de deu schsp achigen Li e a u bislang meh als Kon ollsys em denn als Wechselku sa angemen e s anden. Duale De i- senku se geben indes in e essan e Pe spek i en ab, wenn sie ich ig o ganisie und gemanag we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03 360 Ul ich Schempp De Kon ollau wand kann in übe schauba en G enzen gehal en und ge ade dadu ch eine Schwa zma k ge ah gebann we den. Zu ückhal ende Kon ollen se - zen alle dings o aus, daß die In e en ionspoli ik de No enbank die Chancen nu z , die aus de Exis enz zweie De isenmä k e esul ie en. Das mone ä e Sys em kann dann gegen spekula i e Übe g i e abgesiche we den, und die geldpoli ische Au o- nomie s eig . Summa y A angemen Cha ac e is ics o a P omising Spli in he Fo eign Exchange Ma ke Up o now, spli o eign exchange ma ke s ha e been unde s ood in Ge man-lan- guage li e a u e as a con ol sys em a he han an exchange a e a angemen . Dual exchange a es p oduce in e es ing pe spec i es when hey a e co ec ly o ganized and managed. The amoun o con ol necessa y can be kep down o a easonable le el, and his is p ecisely wha can a oid he dange o a black ma ke . Rese ed con ol howe e p e- supposes ha he in e en ion policy o he Cen al Bank makes use o he chances esul ing om he exis ence o wo o eign exchange ma ke s. The mone a y sys em can hen be secu ed agains specula i e in e e ence, and he au onomy o he mone- a y policy inc eases. Résumé Ca ac é is iques s uc u elles d'une scission des ma chés des de ises p ome euse de succès Les ma chés des de ises ac ionnés on é é comp is jusqu'ici dans la documen a- ion en langue allemande plu ô comme un sys ème de con ôle que comme un a an- gemen en a eu des cou s. Les cou s des changes binai es ou en pou an des pe - spec i es in é essan es, à condi ion d'ê e o ganisés e gé és co ec emen . Les mesu es de con ôle peu en ê e ci consc i es dans des limi es es ein es, ce qui pe me jus emen d'é i e le isque du ma ché noi . Tou e ois, des con ôles dis- c e s supposen que la poli ique d'in e en ion de la banque cen ale sache me e à p o i les chances qui découlen de l'exis ence de deux ma chés des de ises. Le sys ème moné ai e peu alo s ê e p ése é d'empié emen s spec aculai es e l'au ono- mie en ma iè e de poli ique moné ai e s'en ou e acc ue. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.3.345 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:03