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Kapitalintensität und Kapitalrentabilität im Marxschen Modell

Abstract

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Kapitalintensität und Kapitalrentabilität im Marxschen Modell

Author: Schmitt-Rink, Gerhard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1967
DOI: 10.3790/schm.87.2.129
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291134/1/schm.087.2.129.pdf
Schmi -Rink, Ge ha d
A icle
Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschen
Modell
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schmi -Rink, Ge ha d (1967) : Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im
Ma xschen Modell, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN
1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 87, Iss. 2, pp. 129-153,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.87.2.129
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291134
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Kapi alin ensi ä und
Kapi al en abili ä im Ma xschen Modell
Übe Konsis enz und Rele anz des Gese zes
om endenziellen Fall de P o i a e
Von Ge ha d Schmi -Rink, Mainz
I.
Au die F age nach den U sachen konjunk u elle Zyklen — on
solchen ha e schon o
Jugla
gesp ochen — gab Ma x eine ganze
Hand oll An wo en, on denen eilich nu zwei die Digni ä eine
wah ha en Zyklen heo ie ans eben: die Un e konsum ions heo ie
und das in diese A bei e ö e e Gese z om endenziellen Fall de
P o i a e. Diese These is — wie die Un e konsumlions heo ie — ein
Ve such, die No wendigkei on K ise und Dep ession aus den „no -
malen Bedingungen de kapi alis ischen Akkumula ion", also un e
Ausschluß exogene S ö ungen, zu beweisen. Zu den no malen Be-
dingungen des Sys ems echne nach Ma x ein Ums and, de s e iges
Wachs um unmöglich mach : De Kapi als ock, un e s ell e , wächs
schnelle als das Einkommen, so daß de P o i , wenn e im Ve häl -
nis zu den Löhnen und also zum Einkommen kons an bleib , lang-
same wächs als das Kapi al. Diese These ha in den e gangenen
ach zig Jah en manche lei Anhänge ge unden, obwohl sie on An-
beginn e ns ha en Einwendungen ausgese z wa . Die K i ik wu de
und wi d egelmäßig mi dem Hinweis au die on Ma x e wähn en
en gegenwi kenden K ä e abge e ig , au Ums ände, die die Wi k-
samkei des Gese zes — o übe gehend ode .anhal end — suspendie-
en. Die olgenden Aus üh ungen machen deu lich, daß diese Au -
assung nich hal ba is , daß Ma x' These Konsis enz wie Rele anz,
o male wie ma e iale Wah hei abgeh . Die De ek e de Ma xschen
A gumen a ion we den o enba , wenn man sein Beg i ssys em in
das de mode nen Wachs ums heo ie übe se z , wenn man seine
Schlüsse mi leis ungs ähigen Ins umen en nach ollzieh . Denn die
Mängel seine A gumen a ion olgen ohne Zwei el aus seinem in Hin-
sich au die e ö e en Zusammenhänge allzu spa anischen Beg i s-
sys em.
9 Schmolle s Jah buch 87, 2
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130 Ge ha d Schmi -Rink
II.
Das Gese z om endenziellen Fall de P o i a e is wie so iele
Elemen e des Ma xschen Sys ems E gebnis de Auseinande se zung
mi Rica do, und es lohn aus diesem G und, einen ku zen Blick au
Rica dos S agna ionsmodell zu we en. En e n man die e eilungs-
heo e ische Ve kleidung, ück man den p oduk ions heo e ischen
Ke n on Rica dos Modell in den Vo de g und, so e gib sich das
olgende Bild:
Im e s en Quad an en zeig die Ku e Xl(Ai) die Abhängigkei des
Volumens de p imä en, de ag a ischen P oduk ion (Xj) on de
Zahl de im p imä en Sek o eingese z en A bei e (ADas S ei-
gungsmaß de Ku e Xy[A^) nimm in de posi i en Rich ung de
Abszisse ab, weil un e s ell is , daß e s ens de kons an e Boden-
bes and in unendlich iele Quali ä sklassen ze äll — die A bei s-
p oduk i i ä dien dabei als Quali ä sk i e ium —, daß zwei ens die
A bei e e s au den supe io en, dann au den in e io en Böden ein-
gese z we den. Das S eigungsmaß de Ge aden Ll9 also g a, is gleich
dem Reallohn, und diese is au lange Sich gleich dem Exis enz-
minimum — da un e jenes eale Einkommen e s anden, bei dem
sich die A bei e zahl, um mi Ma x zu sp echen, au ein ache S u en-
lei e ep oduzie , bei de sie kons an bleib . Is de Reallohn höhe
(nied ige ) als das Exis enzni eau (m), dann wächs (sch ump ) also
die A bei e zahl, und die Konku enz de A bei e um die A bei s-
plä ze (de A bei splä ze um die A bei e ) läß den Reallohn sinken
(s eigen). Se zen die ag a ischen Un e nehme A bei e nu dann
ein, wenn — und nu insowei , wie — sie meh e zeugen, als sie e -
hal en und e b auchen, dann is die Zahl de im p imä en Sek o im
Li = mAi
Abb. 1
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Kapi aliii ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschcn Modell ] 31
Gleichgewich szus and beschä ig en A bei e gleich OB, die p imä e
P oduk ion gleich OC. die Reallohnsumme gleich OD. die eale Ge-
winnsumme gleich DC; G enzp oduk i i ä de A bei (ig ß) und Real-
lohnni eau ( g a) s immen un e diesen Vo ausse zungen übe ein. Is
das ag a ische A bei spo en ial g öße (kleine ) als Oß, dann läß die
Konku enz de A bei e um die A bei splä ze (de A bei splä ze um
die A bei e ) den Reallohn sinken (s eigen), so daß ku z is ig de
A bei seinsa z übe (un e ) den Gleichgewich swe OB s eig (sink ).
Diese Senkung (E höhung) des Reallohns läß indessen lang is ig die
A bei e zahl sinken (s eigen), was wiede um zu E höhung (Senkung)
des Reallohns üh . Das Sys em is also s abil und au lange Sich
s a ionä .
Ve b auchen die Un e nehme ih en An eil DC an de p imä en
P oduk ion zu Gänze, dann is kein Spiel aum ü eine sekundä e
und e iä e P oduk ion. Angenommen indessen, de Un e nehme -
konsum p imä e P oduk e sei gleich Null, die Un e nehme ach e-
en allein nach dem Ve b auch sekundä e und e iä e P oduk e.
Dann se z de p imä e Sek o o enba den Teil DC seine P oduk-
ion zu Alimen a ion wei e e A bei e im sekundä en und e iä en
Sek o ei. Die Zahl de in de nich -ag a ischen, in de sekundä en
und e iä en P oduk ion eingese z en A bei e (A2) is un e de Vo -
ausse zung, daß das Exis enzni eau diese A bei e ( g y) mi dem de
ag a ischen ( g a) übe eins imm , gleich OE, das Volumen de nich -
ag a ischen P oduk ion gleich dem P oduk aus diese Zahl OE de
A bei e , die aus de ag a ischen Su plus-P oduk ion alimen ie
we den können, und de A bei sp oduk i i ä in den nich -ag a ischen
Sek o en. Bei gegebene P oduk ions unk ion X1(^41) und gegebenem
Exis enzni eau de ag a ischen A bei e is die ag a ische Gleich-
gewich s-P oduk ion und de en unk ionelle Ve eilung, bei da übe
hinaus gegebene Konsumquo e und Konsums uk u de ag a ischen
Un e nehme — die A bei e e b auchen o ausse zungsgemäß
allein Ag a p oduk e — is mi de Höhe de ag a ischen Su plus-
P oduk ion und jene des Exis enzni eaus de nich -ag a ischen A -
bei e de en maximale Zahl, bei gegebene A bei sp oduk i i ä im
sekundä en und e iä en Sek o also auch die maximale Höhe de
nich -ag a ischen P oduk ion de e minie . Diese is ce e is pa ibus
nied ige als in den eben anges ell en Übe legungen, wenn die Un e -
nehme nich nu sekundä e und e iä e, sonde n auch p imä e, sie
is höhe , wenn die A bei e nich nu p imä e, sonde n auch sekun-
dä e und e iä e P oduk e e b auchen.
Die maximale Zahl de nich -ag a ischen, de in de sekundä en
und e iä en P oduk ion eingese z en A bei e is bei kons an e
ag a ische Su plus-P oduk ion — Ausd uck kons an e P oduk i i-
9 *
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132 Ge ha d Schmi -Rink
a , kons an e Konsumquo en und kons an e Konsums uk u on
A bei e n und Un e nehme n — und bei kons an em Exis enzni eau
diese A bei e kons an ; die maximale s imm im Gleichgewich s-
zus and mi de e ek i en Zahl de nich -ag a ischen A bei e übe -
ein. Wi d nun jede im nich -ag a ischen Sek o ä ige A bei e mi
einem kons an en Kapi als ock ausges a e , so is de im sekundä en
und e iä en Sek o e o de liche o ale Kapi als ock kons an .
Gleiches gäl e ü den p imä en Sek o , wenn do de Kapi alkoe i-
zien posi i wä e — eine plausible Annahme, au die hie , wie bei
Rica do, e zich e wi d. Das Sys em e ö ne un e den einge üh en
Vo ausse zungen keine lei In es i ionschancen. Wü den die Un e -
nehme zum Beispiel ih en Konsum nich -ag a ische Gü e senken
und die au diese Weise eigese z en A bei e zu E wei e ung des
nich -ag a ischen Kapi als ocks e wenden, so könn en die zusä z-
lichen A bei splä ze nich bese z we den, weil die e o de lichen
Exis enzmi el wegen de s agnie enden Ag a p oduk ion nich e -
ügba wä en. Die im sekundä en und e iä en Sek o beschä ig e
A bei e zahl ließe sich allen alls empo ä , und zwa in dem Ausmaß
e höhen, in dem die Un e nehme nich nu au den Konsum sekun-
dä e und e iä e , sonde n auch au den p imä e P oduk e e -
zich en, indem sie die ag a ische Su plus-P oduk ion und also die
Mi el zu Alimen a ion nich -ag a ische A bei e e meh en. Glei-
ches gäl e, wenn die A bei e den An eil p imä e P oduk e an ih en
Exis enzmi eln senken und den de sekundä en und e iä en P o-
duk e e höhen wü den: Solche Va ia ionen de Konsums uk u wü -
den die maximale Zahl de nich -ag a ischen A bei e e höhen und
dami In es i ionschancen e ö nen. Da de P o-Kop -Ve b auch an
p imä en P oduk en indessen nich endlos e inge we den kann,
ende das Sys em allemal im Zus and de S agna ion.
Die S agna ion de P oduk ion im ica dianischen Sys em is ei-
lich nich allein de s a ionä en Ag a echnik, sonde n ebensowohl
dem Fehlen echnische Fo sch i e in de nich -ag a ischen P oduk-
ion zuzusch eiben. Bei kons an e ag a ische Übe schuß-P oduk ion
und kons an em P o-Kop -Ve b auch de nich -ag a ischen A bei e
an p imä en Gü e n is zwa die maximale Zahl diese A bei e , die
aus dem ag a ischen Su plus alimen ie we den können, nich abe
de en P oduk i i ä und also auch nich das Ni eau de nich -ag a i-
schen P oduk ion bes imm . Es wä e also denkba , daß eine kons an e
Zahl on A bei e n au G und echnische Fo sch i e im nich -
ag a ischen Sek o dessen Ausb ingung bei kons an e Ag a p oduk-
ion s e ig s eigen läß . Alle dings wä e de so e mi el e Spiel aum
ü eine indus ielle Expansion klein, und man muß Rica do im
G unde da in zus immen, daß die Indus ialisie ung eines Ag a -
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Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschcn Modell 133
landes ohne echnische Fo sch i e in de Landwi scha nich zu
e wi klichen is . F eilich bes eh kein Anlaß, in Hinsich au die
Möglichkei solche Ve besse ungen Rica dos Zweckpessimismus zu
eilen.
III.
Is es bei Rica do die sinkende A bei sp oduk i i ä im Ag a -
sek o , die das Sys em de S agna ion en gegen eib , so wi k bei
Ma x — wenn man seine ^A gumen a ion (um ein be ühm es Wo
wide den Au o zu wenden) om Kop au die Füße, will sagen au
eine a ionale Basis s ell — eine Senkung de Kapi alp oduk i i ä
im indus iellen Sek o als wachs umshemmendes Elemen . In seine
Te minologie: Die kapi alis ische Akkumula ion ollzieh sich nich
als bloße E wei e ung, sonde n als s ändige Ve besse ung de P o-
duk ion, und diese Ums and äuße sich in eine s e igen E höhung
de o ganischen Zusammense zung des Kapi als, des Ve häl nisses on
kons an em und a iablem Kapi al, des ela i en We s de im P o-
duk ionsp ozeß kombinie en sachlichen und menschlichen Ressou -
cen. Is un e diese Vo ausse zung, bei s e ige E höhung de o ga-
nischen Zusammense zung des Kapi als, die Meh we a e, das Ve -
häl nis on Meh we und a iablem Kapi al, kons an , so sink die
P o i a e, das Ve häl nis on Meh we und Gesam kapi al — das is
die Summe aus kons an em und a iablem Kapi al — in dem Maß, in
dem das Ve häl nis on kons an em und a iablem Kapi al s eig . „Es
is dami aus dem Wesen de kapi alis ischen P oduk ionsweise als eine
selbs e s ändliche No wendigkei bewiesen, daß in ih em Fo sch i
die allgemeine Du chschni s a e des Meh we s sich in eine allenden
allgemeinen P o i a e ausd ücken muß1." Die Senkung de P o i a e
is nach Ma x beglei e on de E höhung de P o i masse: „Das Ge-
se z des o sch ei enden Falls de P o i a e . . . schließ in keine
Weise aus, daß die absolu e Masse de on ihm angeeigne en Meh -
a bei wächs 2." Die P o i masse s eig nach Ma x, wenn die A bei e -
zahl, die A bei szei ode die A bei sin ensi ä s eig , und selbs bei
kons an e A bei szei und -in ensi ä siche eine posi i e Be ölke-
ungs-Wachs ums a e zusammen mi de Ein üh ung a bei sspa ende
Me hoden, daß die „indus ielle Rese ea mee", die „Übe schußbe öl-
ke ung", imme wiede au ge üll wi d, daß dem zusä zlichen Kapi al
zusä zliche A bei e gegenübe s ehen: ,.Im Fo sch i des P oduk-
ions- und Akkumula ionsp ozesses muß also die Masse de an-
1 Ka l Ma x: Das Kapi al. K i ik de poli ischen Ökonomie. Ausgabe des Ma x-
Engels-Ins i u s. Moskau 1932. Un e ände e Nachd uck. Die z-Ve lag. Be lin 1953.
Band III. S. 240.
2 Ma x: a.a.O., S. 243.
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134 Ge ha d Schmi -Rink
eignungs ähigen und angeeigne en Meh a bei , und dami die »absolu e
Masse des om Gesellscha skapi al angeeigne en P o i s wachsen.
Abe dieselben Gese ze de P oduk ion und Akkumula ion s eige n
mi de Masse den We des kons an en Kapi als in zunehmende
P og ession asche als den des a iablen, gegen lebendige A bei
umgese z en Kapi al eils. Dieselben Gese ze p oduzie en also ü das
Gesellscha skapi al eine wachsende absolu e P o i masse und eine
allende P o i a e3."
Dieses „zwieschläch ige Gese z" on de allenden P o i a e bei
s eigende P o i masse e kö pe nach Ma x nu meh eine Tendenz,
weil en gegenwi kende K ä e au e en — o allem die Ve billigung
de Elemen e des kons an en Kapi als und die E höhung de Meh -
we a e. Die ela i e Ve g öße ung des Einsa zes an „ e gegen-
s ändlich e ", die ela i e Ve inge ung des Einsa zes an „lebendige "
A bei , die E höhung de Kapi alin ensi ä äuße sich in s eigende
A bei sp oduk i i ä , und diese schläg sich un e Konku enz e häl -
nissen in sinkenden P eisen niede . Ma x e wäg soga die Möglich-
kei , daß die P eise de ealen Kapi alelemen e in dem Maße sinken,
in dem de eale Kapi aleinsa z je A bei seinhei , in dem die Kapi al-
in ensi ä de P oduk ion s eig . In solchem Falle bliebe die o gani-
sche Zusammense zung des Kapi als, bei kons an e Meh we a e
also auch die P o i a e kons an . Diese E wägung b ich Ma x ei-
lich mi de Beme kung ab, in Wi klichkei we de die P o i a e
allen: Die „Ve woihl eile ung de Elemen e des kons an en Kapi als6'
e langsame zw«a , e hinde e abe nich das Fallen de P o i a e4.
Wäh end die Ve billigung de Elemen e des kons an en Kapi als das
Wachs um de o ganischen Zusammense zung des Kapi als sinken läß ,
wi k die Ve länge ung de A bei szei , die E höhung de A bei s-
in ensi ä und eine Ve inge ung de Reallöhne übe die E höhung
de Meh we a e eine Senkung de P o i a e en gegen: „Das S ei-
gen de Meh we a e ... is ein Fak o , wodu ch die Masse des
Meh we s und dahe die P o i a e mi bes imm wi d. Es heb nich
das allgemeine Gese z au . Abe es mach , daß es meh als allge-
meine Tendenz wi k , als ein Gese z, dessen absolu e Du ch üh ung
du ch gegenwi kende Ums ände au gehal en, e langsam , abge-
schwäch wi d5/4
Diese en gegenwi kenden K ä e, schließ Ma x, e langsamen
zwa , e hinde n abe nich das Sinken de P o i a e. Die Senkung
de P o i a e e schä den Konku enzkamp . P og essi e Un e -
nehme e suchen, du ch die En wicklung und Ein üh ung besse e
3 Ma x: a.a.O., S. 246.
4 Ma x: a.a.O., S. 258.
5 Ma x: a.a.O., S. 262.
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Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschen Modell 135
P oduk e und P ozesse dem Sinken de P o i a e en gegenzuwi ken;
ih e Ex ap o i e we den indessen in dem Maß eliminie , in dem es
den Konku en en geling , gleiche ode gleichwe ige Neue ungen
einzu üh en. Am Ende is die P o i a e ü alle Un e nehme nied-
ige als zu o . De Wide sp uch zwischen P o i s eben und allende
P o i a e äuße sich in pe iodischen K isen, in denen ein Teil des
Kapi als en we e und e nich e wi d, so daß Spiel aum ü eine
e neu e Expansion en s eh : „Die K isen sind imme nu momen ane,
gewal same Lösungen de o handenen Wide sp üche, gewal same
E up ionen, die das ges ö e Gleichgewich ü den Augenblick wiede
he s ellen6." Und: „Die wah e Sch anke de kapi alis ischen P oduk-
ion is das Kapi al selbs , is dies: daß das Kapi al und seine Selbs -
c we ung als Ausgangspunk und Endpunk , als Mo i und Zweck
de P oduk ion e schein : daß die P oduk ion nu P oduk ion ü das
Kapi al is und nich umgekeh die P oduk ionsmi el bloße Mi el
ü eine s e s sich e wei e nde Ges al ung des Lebensp ozesses ü die
Gesellscha de P oduzen en sind. Die Sch anken, in denen sich die
E hal ung und Ve we ung des Kapi alwe s» die au de En eignung
und Ve a mung de g oßen Masse de P oduzen en be uh , allein be-
wegen kann, diese Sch anken e en dahe bes ändig in Wide sp uch
mi den P oduk ionsme hoden, die das Kapi al zu seinem Zweck an-
wenden muß und die au unbesch änk e Ve meh ung de P oduk ion
als Selbs zweck, au unbeding e En wicklung de gesellscha lichen P o-
duk i k ä e de A bei loss eue n. Das Mi el — unbeding e En wick-
lung de gesellscha lichen P oduk i k ä e — ge ä in o wäh enden
Kon lik mi dem besch änk en Zweck, de Ve we ung des o hande-
nen Kapi als. Wenn dahe die kapi alis ische P oduk ionsweise ein
his o isches Mi el is , um die ma e ielle P oduk i k a zu en wickeln
und den ih en sp echenden Wel ma k zu scha en, is sie zugleich de
bes ändige Wide sp uch zwischen diese ih e his o ischen Au gabe
und den ih en sp echenden gesellscha lichen P oduk ions e häl -
nissen7.44 „Sobald die Kapi albildung ausschließlich in die Hände
einige wenigen, e igen G oßkapi ale iele, ü die die Masse des
P o i s die Ra e au wieg , wä e übe haup das belebende Feue de
P oduk ion e loschen. Sie wü de einschlumme n. Die P o i a e is die
eibende Mach in de kapi alis ischen P oduk ion, und es wi d nu
p oduzie , was und sowei es mi P o i p oduzie we den kann.
Dahe die Angs de englischen Ökonomen übe die Abnahme de
P o i a e.41 „Die En wicklung de P oduk i k ä e de gesellscha -
lichen A bei is die his o ische Au gabe und Be ech igung des Ka-
pi als. Eben dami scha es unbewuß die ma e iellen Bedingungen
0 Ma x: a.a.O., S. 277.
7 Ma x: a.a.O., S. 278.
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136 Ge ha d Schmi -Rink
eine höhe en P oduk ions o m. Was Rica do beun uhig , is , daß die
P o i a e, de S achel de kapi alis ischen P oduk ion und Bedingung
wie T eibe de Akkumula ion, du ch die En wicklung de P oduk ion
selbs ge äh de wi d8." „Es zeig sich hie in ein ökonomische
Weise, d. h. om Bou geoiss andpunk , inne halb de G enzen des
kapi alis ischen Ve s andes, om S andpunk de kapi alis ischen P o-
duk ion selbs , ih e Sch anke, ih e Rela i i ä , daß sie keine absolu e,
sonde n nu eine his o ische, eine gewissen besch änk en En wick-
lungsepoche de ma e iellen P oduk ionsbedingungen en sp echende
P oduk ionsweise is 9.44
IV.
O ganische Zusammense zung des Kapi als, Meh we - und P o i -
a e können als Ve häl nisse on We - sowohl wie P eisg ößen in e -
p e ie we den. Als We g ößen sind kons an es und a iables Ka-
pi al gleich den in Zei einhei en abs ak e A bei ausged ück en Re-
p oduk ionskos en de P oduk ions ak o en, is de Meh we gleich
de Abweichung zwischen dem We de P oduk ion und dem eben
bes imm en We de P oduk ions ak o en. Die in Zei einhei en ab-
s ak e A bei ausged ück en We e lassen sich in Goldeinhei en um-
echnen, indem man sie mi de A bei sp oduk i i ä de Goldp o-
duk ion mul iplizie . Exis ie eine o izielle Goldpa i ä , so e gib
sich du ch Mul iplika ion des in Goldeinhei en ausged ück en We s
mi de Pa i ä de Geldwe de jeweiligen G öße. Diesem in Geld-
einhei en ausged ück en We , eine no ma i en G öße, s eh de
P eis, eine posi i e G öße, Konsequenz de Angebo s-Nach age-Kon-
s ella ion, gegenübe ; kons an es und a iables Kapi al, als P eisg ö-
ßen in e p e ie , sind gleich den mi ih em Ma k p eis bewe e en
P oduk ions ak o en, und de Meh we , als P eisg öße P o i gehei-
ßen, is gleich de Abweichung zwischen dem P eis de P oduk ion
und dem de P oduk ions ak o en. We - und P eis heo ie s ehen im
Ma xschen Sys em — ande s als im ica dianischen, wo de We nich s
ande es is als de Gleichgewich sp eis — un e mi el nebeneinande ,
denn das Gese z om Ausgleich de P o i a en, das We - und P eis-
heo ie e knüp en soll e, kann, wie Bo hiei icz10 bald nach dem E -
scheinen des zwei en Bandes on Ma x' Haup we k nachwies, diese
Au gabe nich e üllen, weil Ma x bei seine Ablei ung ein en schei-
dende Fehle un e lau en is . Die Ta sache, daß das Ve häl nis on
8 Ma x: a.a.O., S. 288.
9 Ma x: a.a.O., S. 289.
10 Ladislaus on Bo kiewicz: We echnung und P eis echnung im Ma xschen
Sys em. A chi ü Sozialwissenscha und Sozialpoli ik. Juli 1906. S. 30 .; Sep-
embe 1907. S. 483 .
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Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xsclien Modell 143
Bei kons an en Reallöhnen komm das Gese z om endenziellen
Fall de P o i a e nich zu Gel ung, weil die Un e nehme bei dem
on Ma x implici e angenommenen Zusammenhang zwischen Kapi al-
in ensi ä und -P oduk i i ä keinen Anlaß haben, die Kapi alin ensi-
ä zu e höhen. Die Ve besse ungsin es i ionen hä en zwa einen
posi i en P oduk i i ä s-, abe einen nega i en Ren abili ä se ek .
Das Gese z wi d nu dann wi ksam, wenn die Reallöhne s eigen, und
in de Ta implizie Ma x' Annahme eine kons an en Einkommens-
s uk u bei posi i e Wachs ums a e de A bei sp oduk i i ä eine
s e ige Expansion de Reallöhne — sei es nun übe s eigende Löhne
ode au dem Wege sinkende P eise. Bleiben die Reallöhne kons an ,
dann s eig die Gewinn-, sink die Lohnquo e mi wachsende A bei s-
p oduk i i ä . Ma x dagegen e wähn nu meh die E höhung de
A bei szei , de A bei sin ensi ä und die Senkung de Reallöhne als
Me hoden zu E höhung de Meh we a e; e sieh nich , daß
bei eine mi de Kapi alin ensi ä s eigenden A bei sp oduk i i ä
die Meh we a e s eig , wenn das Reallohnni eau kons an bleib .
Is abe das Reallohnni eau kons an , dann mag die Kapi al en abili-
ä au G und eine E höhung de Kapi alin ensi ä o z sinkende
Kapi alp oduk i i ä s eigen. Dies is dann de Fall, wenn die Ka-
pi alin ensi ä ih en op imalen We noch nich e eich ha , wenn,
ande s ausged ück , die G enz en abili ä — das is bei kons an en
Reallöhnen: die G enzp oduk i i ä — des Kapi als noch höhe als
die du chschni liche Kapi al en abili ä is . Un e diese Vo aus-
se zung s eig die Kapi al en abili ä mi de Kapi alin ensi ä , ob-
wohl die Kapi alp oduk i i ä äll , de Kapi alkoe izien s eig —
und dies so lange, bis G enz- und Du chschni s en abili ä des Kapi-
als übe eins immen. In Abb. 2: Bei einem Reallohnni eau on OB
s eig die Kapi al en abili ä mi de Kapi alin ensi ä , bis diese den
We OD annimm . Die E höhung de Kapi alin ensi ä bis zu OD
läß die du chschni liche Kapi al en abili ä , g a, s eigen, obwohl die
du chschni liche Kapi alp oduk i i ä , g y, sink , weil und solange die
G enzp oduk i i ä , zugleich G enz en abili ä des Kapi als, die du ch-
schni liche Kapi al en abili ä übe s eig . In Ma x' Te minologie: Die
P o i a e s eig , weil die Meh we a e s ä ke s eig als die o gani-
logie: daß sie die Kapi alin ensi ä o z sinkende Kapi alp oduk i i ä — nu
e höhen, wenn in Konsequenz die Kapi al en abili ä s eig . Sein Schluß, daß
also s e ige E höhung de o ganischen Kapi als uk u au die Daue zu 6 eigende
s a sinkende Kapi al en abili ä üh en müsse, is — wenn man die de
Ma xsclien A gumen a ion implici e zug unde liegende Annahme akzep ie , daß
die Kapi alp oduk i i ä mi s eigende Kapi alin ensi ä sink , daß also die
A bei sp oduk i i ä nich im gleichen Maß s eig wie die Kapi alin ensi ä —
unhal ba , weil die Kapi al en abili ä un e diese Vo ausse zung du ch die
Subs i u ion on A bei du ch Kapi al nich in dem Maß s eig , in dem sie du ch
die Reallohn-E höhung eduzie wu de, ohne die zu Subs i u ion ga kein An-
laß is . (Vgl.
Bo kicwicz:
a.a.O., S. 466 .)
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144 Ge ha d Schmi -Rink
sehe Zusammense zung des Kapi als. Die Kons anz de Reallöhne bei
mi de Kapi alin ensi äl s eigende A bei sp oduk i i ä läß die
Gewinnquo e s eigen, die Lohnquo e sinken, so daß die Kapi al-
en abili ä s eig , obwohl die Kapi alp oduk i i ä sink . Is also die
ak ische Kapi alin ensi ä kleine als die in Hinsich au das kon-
s an e Reiallohnni eau op imale — e wa, weil die E höhung de Ka-
pi alin ensi ä und also A bei sp oduk i i ä Zei beansp uch , weil,
ande s ausged ück , die al e na i en Anlagenquali ä en e s nach und
nach au dem Ma k e scheinen, weil sich echnische Fo sch i in
de Zei ollzieh —, dann haben die Un e nehme audi ohne s ei-
gende Reallöhne Anlaß, die Kapi alin ensi ä zu e höhen. Nu : Un e
diesen Vo ausse zungen sink nich die Kapi al en abili ä , sonde n
sie s eig . Is die bei kons an en Reallöhnen op imale Kapi alin en-
si ä e eich , dann haben die Un e nehme keine Ve anlassung, die
Kapi alin ensi ä zu e höhen und so die Kapi al en abili ä zu sen-
ken. Die op imale Kapi alin ensi ä s eig eilich mi dem Reallohn-
ni eau. Die au diese Weise ausgelös e E höhung de Kapi alin en-
si ä , Senkung de Kapi alp oduk i i ä senk abe nich , sonde n sie
e höh die du ch die Reallohn-E höhung eduzie e Kapi al en a-
bili ä .
VI.
Ma x' A gumen a ion zeig eine gewisse A ini ä zu neoklassi-
schen Wachs ums heo ie: Subs i u ion on A bei du ch Kapi al, sin-
kende Kapi al-, s eigende A bei sp oduk i i ä , sinkende Kapi al-
en abili ä . Alle dings s ellen sich diese Konsequenzen im neoklassi-
schen Sys em nu dann ein, wenn de echnische Fo sch i den Sub-
s i u ionse ek nich zu kompensie en e mag — ganz gleich, ob de
Fo sch i , wie in den äl e en A bei en16, zu Gänze als au onom, als
Residuum ode ob e , wie in den neue en Modellen, zum Teil als
„embodied p og ess44 einge üh is 17. Ma x dagegen ha sich nich mi
10 Jan Tinbe gen: Zu Theo ie de lang is igen Wi scha sen wicklung. Wel -
wi scha liches A chi . 1942. S. 511 .; Robe Soloi : Technical Change and
Agg ega e P oduc ion Func ion. Re iew o Economics and S a is ics. 1957. S. 312 .;
James Edwa d Meade: A Neo-Classical Theo y o Economic G ow h. 2. Au lage.
London 1962; Ca l Ch is ian on Weizsäcke : Wachs um, Zins und op imale In-
es i ionsquo e. Basel und Tübingen 1962; Ka l Ch is ian Kuhlo: Die Wachs ums-
p ognose. In: He be Gie sch und Knu Bo cha d (H sg.): Diagnose und P o-
gnose als wi scha swissenscha liche Me hodenp obleme. Sch i en des Ve eins
ü Socialpoli ik. Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissensdia en. N.F. Bd. 25.
Be lin 1962; Hans Jü gen Vosge au: Übe op imales Wi scha swachs um. Basel-
Tübingen 1965.
17 Robe Solow: Technical P og ess, Capi al Fo ma ion and Economic G ow h.
The Ame ican Economic Re iew. Pape s and P oceedings. 1962. S. 76 .; E. F.
Denison: Uni ed S a es Economic G ow h. Jou nal o Business o he Uni e si y
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Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschen Modell 145
de Analyse eine „imagina y wo ld, in which accumula ion o capi al
akes place wi hou accumula ion o echnical knowledge"18 be aß ;
ihm wa en In es i ion und echnische Fo sch i un ennba e -
knüp . Das Gese z om endenziellen Fall de P o i a e bezieh sich
au eine Wi scha , in de nich nu das Kapi al, sonde n auch das
echnische Wissen s ändig au e wei e e S u enlei e ep oduzie
wi d — um seine Bezeichnung de E olu ion zu e wenden. In eine
zwei en Hinsich weich Ma x' A gumen a ion on de neoklassischen
Wachs ums heo ie ab: Im neoklassischen Modell e anlassen s eigende
Reallöhne — Ausd uck eine im Ve gleich zu In es i ionsquo e zu
kleinen Be ölke ungs-Wachs ums a e — zu Subs i u ion on A bei
du ch Kapi al. In Ma x' Modell dagegen is die Be ölke ungs-Wachs-
ums a e kein kons i u i es, sonde n ein modi izie endes Elemen :
S eigende Reallöhne beschleunigen, sinkende Reallöhne e langsamen
den Fall de P o i a e. E bleib , wie da geleg , eine An wo au die
F age mach den U sachen de Subs i u ion im G unde schuldig. S ei-
gende Reallöhne e wähn e nich , und es da in de Ta bezwei el
we den, daß e e klä en woll e, s eigende Reallöhne seien de Mo o
de kapi alis ischen En wicklung.
VII.
Das Gese z om endenziellen Fall de P o i a e is im G unde das
E gebnis beg i liche Ve wi ung, und diese olg aus dem Ums and,
daß das „kons an e Kapi al" (c) und das „ a iable Kapi al" ( ) im
Ma xschen Sys em eine doppel e Bedeu ung haben. Diese G ößen
s ehen eine sei s ü den ealen, ande e sei s ü den bewe e en
Kapi al- und A bei seinsa z. Doppel e Bedeu ung ha demnach auch
die Konzep ion de Zusammense zung des Kapi als, des Ve häl nisses
on Kapi al- und A bei seinsa z: Als physische Zusammense zung des
Kapi als bezeichne Ma x gelegen lich das Ve häl nis on ealem
Kapi al- und A bei seinsa z, als o ganische Zusammense zung des Ka-
pi als das Ve häl nis on nominellem, bewe e em Kapi al- und A -
bei seinsa z. Seine A gumen a ion bau au de Annahme au , daß das
Ve häl nis on ealem Kapi al- und A bei seinsa z, die Kapi alin en-
si ä de P oduk ion, im Ve lau de kapi alis ischen En wicklung
s eig . Diese Annahme wu de, wie da geleg , du ch die sei he ige En -
wicklung bes ä ig . Aus dem Ums and, daß das Ve häl nis on ealem
o Chicago. 1962. S. 109 .; de s.: Educa ion, Economic G ow h, and Gaps in
In o ma ion. Jou nal o Poli ical Economy. 1962. Suppl. S. 124 .; Ca l Ch is ian
on Weizsäcke : Zu ökonomischen Theo ie des echnischen Fo sch i s. Gö -
ingen 1966.
^ Joan Robinson: The P oduc ion Func ion. Economic Jou nal. 1955. S. 67.
10 Schmolle s Jah buch 87,2
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146 Ge ha d Schmi -Rink
Kapi al- und A bei seinsa z im Zuge des Mechanisie ungsp ozesses
s eig , olg indessen keineswegs mi No wendigkei , daß das Ve häl -
nis on nominellem Kapi al- und A bei seinsa z s eig — und zwa
auch dann nich , wenn man die on Ma x genann en „en gegenwi -
kenden K ä e'4 ausschal e . Diese Zusammenhang wi d deu lich,
wenn man un e s ell , das P eisni eau de In es i ionsgü e bleibe
im Wachs ums e lau kons an und die En we ung de Kapi alele-
men e sei gleich Null. De nominelle Kapi aleinsa z is dann s e s
gleich dem P oduk aus dem ealen Kapi aleinsa z (K) und dem
P eisni eau de In es i ionsgü e (P); da de nominelle A bei sein-
sa z gleich dem P oduk aus dem ealen A bei seinsa z (A) und dem
Lohnni eau (L) is , e gib sich die o ganische Zusammense zung des
Kapi als (2) als de Quo ien :
Se z man das P eisni eau de In es i ionsgü e ebenso wie das de
Konsumgü e ü die Pe iode Null gleich eins und nimm man an,
daß das Ve häl nis de P eise on Konsum- und In es i ionsgü e n im
Wachs ums e lau kons an bleib , so s eh P sowohl ü das P eis-
ni eau de Konsumgü e als auch ü das de In es i ionsgü e ; es
e gib sich du ch Ums ellung:
K L
[3] Z = T:P
Die o ganische Zusammense zung des Kapi als (z) is gleich dem
Ve häl nis on Kapi alin ensi ä und Reallohnni eau. Die Kapi al-
in ensi ä is das Ve häl nis on ealem Kapi al- und A bei seinsa z,
das Reallohnni eau gleich dem Ve häl nis on Lohn- und P eisni eau.
Das Reallohnni eau is gleich dem P oduk aus Lohnquo e und A -
bei sp oduk i i ä . Bezeichne man die Lohnquo e mi c und die P o-
duk ion mi X, so e häl [3] die Fo m:
Bleib die Lohnquo e (c) kons an , so kann die o ganische Zusam-
mense zung des Kapi als (z) nu dann s eigen, wenn die Kapi alin en-
si ä schnelle s eig als die A bei sp oduk i i ä . Teil man Zähle
und Nenne au de ech en Sei e on [4] du ch die A bei sp oduk-
i i ä , so e gib sich de Ausd uck:
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Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschen Modell 147
Die o ganische Zusammense zung des Kapi als (z) is gleich dem
Quo ien en aus Kapi alkoe izien (k) und Lohnquo e (c). Bei kon-
s an e Lohnquo e s eig die o ganische Zusammense zung des Ka-
pi als nu dann, wenn die Kapi alp oduk i i ä sink . Ode : Die o -
ganische Zusammense zung des Kapi als s eig nu dann, wenn die
A bei sp oduk i i ä langsame s eig als die Kapi alin ensi ä . Das
abe wa , wie die oben e wähn en empi ischen E hebungen e gaben,
sei Ma x' Zei in den Indus ielände n nich de Fall. Da auch die
Lohnquo e, wie die e ügba en S a is iken zeigen, in Wes eu opa
und No dame ika kons an geblieben is , ha sich die o ganische Zu-
sammense zung des Kapi als sei Ma x' Zei nich geände . Ma x'
Meinung, im Ve lau de kapi alis ischen En wicklung we de die o -
ganische Zusammense zung des Kapi als s eigen, is also alsch. De
Ums and, daß die on Ma x behaup e e En wicklung nich einge e-
en is , kann nich , wie G ossmann, Dobb, Sweezy, Gillman19 und
ande e Ma xis en meinen, au die on Ma x genann en Gegenk ä e
zu ückge üh we den: au die Ve billigung und En we ung de Ka-
pi alelemen e. Kapi al und P oduk ion sind bei de E mi lung de9
Kapi alkoe izien en au de Basis kons an e P eise, als eale G ö-
ßen, e mi el — das Kapi al da übe hinaus au B u obiasis, also zu
Anscha ungsp eisen. Wenn Kapi alkoe izien und Lohnquo e kon-
s an bleiben, dann beda es keine „en gegenwi kenden K ä e":
Die o ganische Zusammense zung des Kapi als bleib kons an , weil
sie bei de angenommenen Kons anz on P eisni eau und P eis-
s uk u nich s ande es als das Ve häl nis on Kapi alkoe izien und
Lohnquo e is . Bleib die Lohnquo e kons an , so bleib de Kapi al-
koe izien kons an , wenn die A bei sp oduk i i ä im gleichen Maß
s eig wie die Kapi alin ensi ä . Die E höhung de A bei sp oduk i i-
ä is , wenn man es so sehen will, de Ums and, de de E höhung
de Kapi alin ensi ä en gegenwi k . Diese en gegenwi kende K a
19 Hen yk G ossmann: Das Akkumula ion^- und Zusammenb uchsgese z des
kapi alis ischen Sys ems. Leipzig 1929; Mau ice Dobb: Poli ical Economy and
Capi alism. London 1953; Paul M. Sweezy: Theo ie de kapi alis ischen En wick-
lung. Köln 1959; Joseph M. Gillman: The Falling Ra e o P o i ; Ma xs Law and
i s Signi icance o 20 h Cen u y Capi alism. London 1957. So sch eib Dobb (a.a.O.,
S. 110): „The e is o en a endency o gi e Ma x's iew o his ma e a oo
mechanis ic wis , depic ing i as hough i elied on he o ecas o p o i
alling in a con inuous downwa d cu e un il i eached a poin a which he
sys em would come o an ab up s op, like an engine wi h insu icien p essu e
o s eam behind he pis on. The ue in e p e a ion would seem o be ha
Ma x saw endency and coun e - endency as elemen s o con lic ou o which he
gene al mo emen o he sys em eme ges: his con lic o o ces achie ing a
balance, and hence an e en mo emen , only by ,acciden * and hence p omo ing
hose sha p b eaks o equilib ium and hei accompanying luc ua ions, which
in he conc e e ci cums ances o capi alis economy showed hemsel es as c ises.
The g oundpa e n, he limi ing ac o s on he cou se o e en s, migh be he
echnical condi ions, as bones a e o a body; bu hey we e no he whole shape."
10*
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148 Ge ha d Schmi -Rink
kann indessen nich als zu ällig und nebensächlich behandel we den.
Die E höhung de A bei sp oduk i i ä is das Ziel de E höhung de
Kapi alin ensi ä ; die Kapi alin ensi ä wi d nich e höh , wenn nich
zu e wa en s eh , daß die A bei sp oduk i i ä s eig . Diesen Um-
s and ha Ma x du chaus gesehen und an ande e S elle, nämlich bei
de E ö e ung de Me hoden zu Meh we s eige ung, de E zeu-
gung on „ ela i em Meh we ", aus üh lich besch ieben; auch bei
de En wicklung des Gese zes om endenziellen Fall de P o i a e
ha e da au hingewiesen, daß s eigende Kapi alin ensi ä und s ei-
gende A bei sp oduk i i ä un ennba e bunden sind. Es genüg
indessen nich , daß man einen Ums and, de ü die Analyse on Be-
deu ung is , e wähn : E muß in die Bedingungen und Beziehungen
de Un e suchung eingehen. Ma x ha o enkundig nich e kann ,
daß die o ganische Zusammense zung des Kapi als kons an bleiben
muß, wenn die A bei sp oduk i i ä bei kons an e Lohnquo e im
gleichen Maß s eig wie die Kapi alin ensi ä . In diesem Fall s eig
nämlich das Reallohnni eau mi de gleichen Ra e wie die Kapi al-
in ensi ä : De P eis de A bei s eig im Ve gleich zum P eis des
Kapi als in dem Maß, in dem de Kapi aleinsia z im Ve gleich zum
A bei seinsa z s eig —, so daß die ela i e Ve g öße ung des Kapi-
aleinsa zes du ch die ela i e Ve eue ung des A bei seinsa zes kom-
pensie wi d. S eig , wie Sweczy annimm , das Reallohnni eau nich
in dem Maß, in dem die A bei sp oduk i i ä s eig — und das heiß
bei kons an em Kapi alkoe izien en: in dem die Kapi alin ensi ä
s eig —, so sink die Lohnquo e. In diesem Fall is die ela i e Ve -
eue ung de A bei kleine als die ela i e Ve g öße ung des Kapi-
alein&a zes: Die o ganische Zusammense zung des Kapi als s eig ,
und dies is Ausd uck eine ges iegenen Ren abili ä des Kapi als; die
Gewinne s eigen s ä ke als das Einkommen und dami s ä ke als
das Kapi al. Bei kons an em Kapi alkoe izien en is eine E höhung
de o ganischen Zusammense zung des Kapi als Ausd uck eine E -
höhung de Ren abili ä au G und s eigende Gewinn- und allende
Lohnquo e. Umgekeh : S eig das Reallohnni eau s ä ke als A -
bei sp oduk i i ä und Kapi alin ensi ä , dann äll die o ganische Zu-
sammense zung des Kapi als, und diese Senkung des Ve häl nisses
on nominellem Kapi al- und A bei seinsa z is Ausd ude eine Sen-
kung de Ren abili ä au G und s eigende Lohn-, allende Gewinn-
quo e. Ku zum: Bei kons an em Kapi alkoe izien en s eig die o ga-
nische Zusammense zung des Kapi als nu dann, wenn die Lohnquo e
äll , und das heiß , wenn die Ren abili ä s eig , und die o ganische
Kapi alzusammense zung äll nu dann, wenn die Lohnquo e s eig ,
und das heiß , wenn die Ren abili ä äll . Bei kons an em Kapi al-
koe izien en is eine E höhung de o ganischen Zusammense zung des
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Kapi alin ensi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschen Modell 149
Kapi als Ausd ude ges iegene und eine Senkung Ausd uck gesunke-
ne Ren abili ä . In Ma x' Te minologie: Die o ganische Zusammen-
se zung des Kapi als s eig nu dann, wenn die Meh we a e und da-
mi die P o i a e s eig , und die o ganische Zusammense zung des
Kapi als äll nu dann, wenn die Meh we a e und dami die P o i -
a e äll . Diesen Zusammenhang ha Ma x übe sehen: E nahm
Meh we a e und o ganische Zusammense zung des Kapi als als un-
abhängige G ößen; e e kann e nich , daß eine Ve ände ung de
Meh we a e bei kons an em Kapi alkoe izien en iden isch is mi
eine gleichge ich e en Ve ände ung de o ganischen Zusammen-
se zung des Kapi als.
Bei kons an em Kapi alkoe izien en und kons an e Einkommens-
s uk u üh s eigende Kapi alin ensi ä nich zu allende Kapi al-
en abili ä . Die s eigende A bei sp oduk i i ä siche , daß das Ein-
kommen im gleichen Maß s eig wie das Kapi al, und die kons an e
Einkommenss uk u siche , daß de Gewinn im gleichen Maß s eig
wie das Kapi al. In diesem Fall bleib die o ganische Zusammen-
se zung des Kapi als, wie da geleg , kons an , weil die ela i e Ve -
meh ung des ealen Kapi aleinsa zes du ch die ela i e Ve billigung
des Kapi als — und das heiß zugleich: du ch die ela i e Ve eue-
ung de A bei — ausgeglichen wi d. Die ela i e Ve billigung des
Kapi als, ela i e Ve eue ung de A bei kann du ch s eigende
Löhne, sinkende P eise ode du ch s eigende Löhne und sinkende
P eise zugleich he beige üh we den: P eissenkung und Lohn-
e höhung sind keine en gegenwi kenden Ums ände, sonde n die
Weise, in de die on Ma x angenommene Kons anz de Einkommens-
s uk u ealisie wi d. Man kann also nich , wie Dobb mein , on
einem Gleichgewich on Tendenz und Gegen endenz sp echen. Fallen
die P eise, s eigen die Löhne bei kons an e Kapi alp oduk i i ä
nich in dem Maß, in dem die A bei sp oduk i i ä s eig , dann s eig
die Meh we - und dami die P o i a e: Die „Gegen endenz" e -
hinde nich das Fallen, sonde n das S eigen de P o i a e. S ei-
gende Meh we a e schläg sich bei kons an em Kapi alkoe izien en
in s eigende o ganische Zusammense zung des Kapi als niede :
Diese is nich die U sache allende , sonde n Ausd uck s eigende
Ren abili ä . Bei kons an e Kapi alp oduk i i ä s eig und äll die
o ganische Zusammense zung des Kapi als mi de Meh we a e.
Man kann also nich , wie Sweezy, Dobb, G ossmann und Gillman
meinen, zwischen Fak o en un e scheiden, die nu die o ganische Ka-
pi alzusammense zung, und solchen, die nu die Meh we a e beein-
lussen: Ände ungen de Meh we a e sind ce e is pa ibus imme
zugleich Ände ungen de o ganischen Zusammense zung des Kapi als.
Ma x hingegen nimm Meh we a e und o ganische Zusammen-
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Se zung des Kapi als als unabhängige G ößen. E übe sieh , daß eine
ela i e Ve billigung des Kapi als, eine ela i e Ve eue ung de
A bei e o de lich is , wenn die Meh we a e, wie angenommen, bei
s eigende A bei sp oduk i i ä kons an bleiben soll. Die „en gegen-
wi kenden K ä e46 sind nich nu . wie Ma x mein , e o de lich, um
eine E höhung de o ganischen Zusammense zung des Kapi als, son-
de n auch, um eine E höhung de Meh we a e zu e hinde n. Die
Ma xsche Ablei ung des Gese zes om endenziellen Fall de P o i -
a e e s öß also gegen elemen a e Regeln de Logik: Ums ände, die
gemäß de De ini ion de e wende en G ößen e o de lich sind, um
das Gese z zu Gel ung zu b ingen, e scheinen zugleich als Fak o en,
die dem Gese z en gegenwi ken — ode : Das Gese z komm ohne
die Fak o en, die ihm en gegenwi ken, nich zu Gel ung.
VIII.
Ma x' Gese z ha nu dann Konsis enz, wenn man es als die These
in e p e ie , mi s eigende Kapi alin ensi ä sinke die Kapi alp o-
duk i i ä , bei kons an e Einkommenss uk u also auch die Kapi al-
en abili ä . Die Annahme, mi s eigende Kapi alin ensi ä müsse die
Kapi alp oduk i i ä allen, s eigende Reallöhne könn en nich du ch
Mechanisie ung ausgeglichen we den, so daß die Kapi al en abili ä
mi de Kapi alp oduk i i ä äll , läu da au hinaus, daß de ech-
nische Fo sch i s e s in de kapi ialbindenden Rich ung ons a en
geh , daß neue Anlagen s e s einen höhe en Kapi aleinsa z p o P o-
duk einhei e o de n als al e Agg ega e. Da es keine echnologischen
Gese ze gib , die diesen Schluß s ü zen, könn e eine solche En wick-
lung nu das P oduk des Zu alls sein. Eine s ändige E höhung des
Kapi alkoe izien en könn e sich e geben, wenn de echnische Fo -
sch i wä e, wo ü ihn manche Au o en hal en: eine zu ällige, will-
kü liche E scheinung, die un e mu e und unbe echenba in die Wel
i , eine au onome G öße. Wä e diese Au assung akzep abel, dann
alle dings müß en sich die Un e nehme mi dem Cha ak e de
Neue ungen ab inden und ein ich en — nu : Dann wä e niemand be-
ech ig , P ognosen übe die Rich ung des kün igen Fo sch i s zu
en wickeln; solche Vo he sagen wä en bloße Spekula ion. Nun mag
a sächlich manche Ve besse ung spon an, ohne e kennba en äuße en
Anlaß en s ehen; die meis en o ganisa o ischen und echnologischen
Ve besse ungen sind eilich nich P oduk e des Zu alls, sonde n de
sys ema ischen Bemühung. Zu ällig im Sinne des Nich -Vo he sagen-
Könnens mag allen alls de Zei punk de Vollendung sein, nich is es
die Ta sache de Bemühung. De echnische Fo sch i wi d ebenso
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.87.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:40:02
Kapi alin cnsi ä und Kapi al en abili ä im Ma xschen Modell 151
p oduzie wie die P oduk e, in denen e sich niede schläg : E en -
s eh in den Kons uk ions- und En wicklungsab eilungen de Indu-
s ie, den Fo schungsins i u en des S aa es, de Hochschulen und in
spezialisie en Fo schungs- und En wicklungsun e nehmungen. Die
P obleme, die diesen S ellen zu lösen au gegeben we den, en sp ingen
di ek ode indi ek den E o de nissen de ökonomischen P axis:
„Necessi y is he Mo he o In en ion." Dies bedeu e im hie e -
ö e en Fall: Wenn de Fo sch i wi klich die kapi albindende
Rich ung nähme, dann wü den Ans engungen ausgelös , kapi al-
spa ende Ve besse ungen zu en wickeln und einzu üh en. De Fo -
sch i is keine au onome G öße, sonde n e un e lieg dem ökono-
mischen Gese z. Deshalb ha die These, de Fo sch i we de kün ig
p imä als kapi albindende Ve besse ung wi ksam, keine eale G und-
lage. Man kann ehe annehmen, daß de Fo sch i allezei nich nu
a bei s-, sonde n auch kapi alspa enden Cha ak e ha e. Die in den
S a is iken ausgewiesene Kons anz des Kapi alkoe izien en be uh
ielleich nich da au , daß de echnische Fo sch i neu alen Cha-
ak e ha e, sonde n au dem Ums and, daß s ändig kompensa o i-
sche K ä e wi ksam wa en. Im Ve lau des Wachs umsp ozesses lösen
sich in jedem Sek o de P oduk ion Ein üh ungs- und Auswe ungs-
phasen ab: In de e s en Phase we den En wicklungs- und E ich-
ungsin es i ionen o genommen, das Kapi al wächs schnelle als die
P oduk ion, weil die En wicklungsin es i ionen keinen Kapazi ä s-
e ek haben und weil die E ich ungsin es i ionen eine im Ve gleich
zum lau enden Absa z zu g oße Kapazi ä scha en, so daß de Ka-
pi alkoe izien s eig ; in de zwei en Phase äll de Kapi alkoe i-
zien , weil die P oduk ion bei nich meh ode langsame s eigende
Kapazi ä wächs . De mak oökonomische Kapi alkoe izien bleib
un e solchen Vo ausse zungen kons an , wenn die Ein üh ungsphase
des einen Sek o s mi de Auswe ungsphase des ande en zei lich zu-
sammen äll , so daß die E höhung des Kapi alkoe izien en im einen
Sek o du ch die Senkung des Kapi alkoe izien en im ande en aus-
geglichen wi d. Ande s, wenn in de einen Phase die Ein üh ungs-, in
de ande en Phase die Auswe ungse ek e übe wiegen — wenn man
annimm , daß sich diese E ek e nich au heben, sonde n e s ä ken.
En wicklung und Ein üh ung on Damp maschine, Elek izi ä , Au o-
mobil ode ande en s a egischen E indungen lassen das Kapi al
schnelle wachsen als die P oduk ion; die Ein üh ungse ek e übe -
wiegen, de Kapi alkoe izien s eig ; mi de En wicklung, E ich-
ung und Ausnu zung de komplemen ä en Indus ien s eig de Aus-
nu zungsg ad in jenen Sek o en, die die Expansion in Gang geb ach
haben; die Auswe ungse ek e übe wiegen, de Kapi alkoe izien
sink . Ande e sei s: Wäh end de Ein üh ungsphase s eigen die In-
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152 Ge ha d Schmi -Rink
es i ionsausgaben, so daß de Ausnu zungsg ad in den Aus üs ungs-
sek o en s eig , de Kapi alkoe izien sink ; wäh end de Konsolidie-
ungsphase sinken die In es i ionsausgiaben, so daß de Ausnu zungs-
g ad in den Aus üs ungssek o en sink , de Kapi alkoe izien s eig .
Ein wei e e kompensa o ische Vo gang is denkba : Zinsemp ind-
liche In es i ionen on Sek o en mi hohem Kapi alkoe izien en
mögen in de Expansionsphase ela i ab-, in de Konsolidie ungs-
phase ela i zunehmen, so daß das Gewich diese Sek o en in de
einen Phase sink , in de ande en s eig . Solche kompensa o ischen
Vo gänge können die beobach e e lang is ige Kons anz des Kapi al-
koe izien en und dami die Übe zeugung e u sach haben, de Fo -
sch i habe neu alen Cha ak e gehab . De wi kliche Cha ak e des
echnischen Fo sch i s käme nu dann zum Vo schein, wenn die
kompensa o ischen Vo gänge — o allem: kapi albindende En wick-
lungs- und E ich ungsin es i ionen — weg ielen, wenn alle Kapazi ä-
en bei kons an e S uk u de P oduk ion oll ausgenu z wü den.
Die beobach e e Kons anz des mak oökonomischen Kapi alkoe izien-
en, so iel und nich meh soll e gesag we den, is kein Beleg ü
die Annahme, de Fo sch i habe neu alen Cha ak e gehab . Nich s
s ü z auch die Annahme, de Fo sch i habe in de Ve gangenhei
kapi albindenden Cha ak e gehab ode e we de sich in Zukun in
de kapi albindenden Rich ung bewegen. Jene Au o en beispielsweise,
die behaup en, mi de Au oma isie ung de P oduk ion müsse de
Kapi alkoe izien s eigen, übe sehen, daß die au oma isie en An-
lagen egelmäßig höhe e Kapazi ä en e kö pe n, die zunächs nich
in ollem Um ang ausgenu z we den können, daß abe de Kapi al-
koe izien , wenn e bei de Ein üh ung s eig , mi wachsende Aus-
nu zung de au oma isie en Anlagen äll . Wü de die Au oma isie-
ung a sächlich als kapi albindende Fo sch i wi ksam, so müß e
diese Ums and die En wicklung kapi alspa ende Ve besse ungen
an egen, und es is nich einzusehen, wa um solche Ans engungen
e olglos bleiben sollen, wa um es zwa gelingen soll e, a bei sspa-
ende, nich abe kapi alspa ende Ve besse ungen zu en wickeln und
einzu üh en. Es gib kein Gese z de abnehmenden E giebigkei on
Fo schung und En wicklung: P ognosen, die au de Annahme eines
solchen Gese zes au bauen, sind das P oduk miangelnde Phan asie.
Fo sch i sp ognosen können nu ku z- bis mi el is ig sein: Ih e
Möglichkei be uh au dem Ums and, daß g undlegende Neue ungen
allmählich einge üh we den, weil Pa en schu z, Lie e zei en und
ande e Fak o en die S euung de Neue ungen hemmen, so daß man
Schlüsse übe die in de nähe en Zukun zu e wa enden Ve besse-
ungen ziehen kann. Unmöglich is es hingegen, sinn olle Angaben
übe den lang is igen Cha ak e des Fo sch i s zu machen. Deshalb
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