Kohne , Di k; Me en, Pe e
Book Pa — Accep ed Manusc ip (Pos p in )
Pa ne scha und P ojek planung bei DÜ
Sugges ed Ci a ion: Kohne , Di k; Me en, Pe e (1992) : Pa ne scha und P ojek planung bei
DÜ, In: Kohne , Di k P euss, Hans-Joachim Saue , Pe e (Ed.): Pe spek i en zielo ien ie e
P ojek planung in de En wicklungszusammena bei , ISBN 3-8039-0402-1, Wel o um Ve lag,
München, pp. 57-64,
h ps://doi.o g/10.5281/zenodo.13355364 ,
h ps://zenodo.o g/ eco ds/13355364
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1
7 _________________________________________
Pa ne scha und P ojek planung bei DÜ
Di k Kohne und Pe e Me en
1
1 Das P oblem
Als A bei sgemeinscha e angelische Ki chen e mi el Diens e in Übe see (DÜ) seine
En wicklungshel e zumeis in ki chliche P ojek e. In einigen de Lände , in denen
po en ielle ki chliche Pa ne noch ela i schwach sind, a bei e DÜ di ek mi Regie-
ungss ellen zusammen. So auch in de wes a ikanischen Republik Guinea-Bissau, wo
DÜ sei 1977 das Planungsminis e ium un e s ü z . Bis 1987 en sand e DÜ zwöl En -
wicklungshil e als echnische Assis en en beziehungsweise Be a e in die Ab eilungen
ü sek o ale Planung und ü Regionalplanung. Die Halls ein-Dok in und de en Ein-
hal ung auch du ch ein sozialdemok a isch ge üh es BMZ ließ DÜ hie bei einen g oßen
Spiel aum, da DÜ nich in unmi elba e Konku enz zu den T äge n de o iziellen
s aa lichen En wicklungszusammena bei (EZ) ge ie . E s 1986 wu de die o izielle
Zusammena bei zwischen de BRD und Guinea-Bissau wiede au genommen.
Den zehn en Jah es ag de Zusammena bei mi dem Planungsminis e ium nahm eine
DÜ-Rückkeh e ini ia i e zum Anlaß, um eine Bilanz diese Zusammena bei zu ziehen.
Das E gebnis wa ambi alen . Zwa ha en die DÜ'le einen signi ikan en Bei ag zum
Au bau de adminis a i en S uk u en geleis e , abe die Realisie ung de anges eb en
Haup ziele e schien so e n wie zu o : Die Planung on "un en nach oben", das heiß die
Einbeziehung de di ek en P oduzen en und ländlichen A men in einen eigens ändigen
und au lokalen Ressou cen au bauenden Planungsp ozeß, wa nich e kennba
ge ö de wo den.
Hie ü wu den in de e wähn en Bilanz ungüns ige Rahmenbedingungen mi e an -
wo lich gemach , abe auch DÜ-in e ne Schwachs ellen: Die Ve absolu ie ung des
P inzips de "Au onomie" des T äge s in Übe see, das Fehlen eine ü beide Sei en
gleiche maßen e bindlichen zielge ich e en P og ammplanung sowie die Tendenz zu
einem echnok a ischen, we a ionalen, s uk u ellen Funk ionalismus in Planung und
Du ch üh ung. Aus diese Sich e schien und e schein auch heu e eine besse e pe -
1
De Bei ag is die übe a bei e e und e wei e e Fassung eines A ikels de Au o en, de
1987 un e dem Ti el "Pa ne scha und P ojek planung - P obleme am Beispiel de
DÜ-Zusammena bei mi Regie ungss ellen in Guinea-Bissau" in De Übe blick e ö en lich
wu de. D . Di k Kohne is de zei wissenscha liche Mi a bei e am Ins i u ü A ika-Kunde,
Hambu g. Pe e Me en a bei e zu Zei als eie Gu ach e in Müns e . Beide wa en sowohl DÜ-
als auch GTZ-Auslandsmi a bei e in e schiedenen P ojek en in A ika.
2
sonelle und inanzielle Mi elauss a ung de Planungs- und E aluie ungso ganisa ion
bei DÜ no wendig, e gänz um eine konzep ionelle Umo ien ie ung.
2
2 Die DÜ-Zielse zung
Sei seine G ündung engagie sich DÜ zunehmend bei de Un e s ü zung des Au -
baues unk ions ähige Ve wal ungss uk u en. Dem lieg die Einsich zug unde, "daß
noch so zahl eiche Expe en in noch so ele an en Fachbe eichen allein En wicklung
nich ga an ie en können, wenn en scheidende Elemen e ehlen, nämlich die Eino d-
nung on Einzelmaßnahmen in ein sinn olles Ganzes (Ziel de En wicklung, En wick-
lungsplanung)" (DÜ 1983:7-8). Es gil also, "spü ba e De izi e im Ve wal ungsbe eich de
Gesellscha " (ebenda) zu beheben. Dieses e schein in dem ande sa igen
sozio-kul u ellen Kon ex on En wicklungslände n wie Guinea-Bissau als um so
no wendige , als hie eine wei gehende O ien ie ung an Übe lebenssiche ung und
amiliä en ode dö lichen Solida gemeinscha en bes eh . Ein gesellscha liche
"Zi ilisa ions- und Ra ionalisie ungsp ozeß" (N. Elias) mi langen Handlungske en, die
eine wei gehende unk ionale Di e enzie ung und ein zielge ich e es Handeln des
Gesellscha sau baues zumindes p inzipiell e möglichen, soll e s ausgebau we den.
Demen sp echend s ieg de An eil de Ve wal ungsbe u e an de Gesam zahl de e -
mi el en DÜ-Fachk ä e on 1962/66 (12 %) bis heu e au e wa das Doppel e. Meh als
zwei D i el diese Ve wal ungs achk ä e (68 % ode 143 Be a e ) wu den bis 1981 in
a ikanische Lände e mi el . Aus dem allgemeinen en wicklungspoli ischen Au ag
on DÜ e gib sich abe eindeu ig, daß es nich genüg , dem T äge in Übe see allein zu
hel en. Nach den en wicklungspoli ischen G undlinien de E angelischen Ki che in
Deu schland (EKD) gil es, "Pe soneng uppen zu suchen und zu ö de n, die eine
s uk u elle Neuo dnung zuguns en benach eilig e Massen wollen" (EKD 1973:25). Das
heiß , die ki chliche En wicklungspoli ik muß sich o angig an den G undbedü nissen
de sozial Schwachen, En ech e en und Ma ginalisie en aus ich en (s. EKD
1986:11;19). Die gleichbe ech ig e Teilnahme de Bedü igen an de Zielbes immung,
Planung, Du ch üh ung und Bewe ung on En wicklungshil ep ojek en gil als zen ale
Bes and eil de Hil e zu Selbs hil e. Ohne Teilen on (En scheidungs-) Mach gib es
kein ge ech es Teilen on Gü e n (s. auch RÜHRBERGER KREIS 1986:14).
Die allgemeine DÜ-Zielse zung in de Zusammena bei mi s aa lichen T äge n wie in
Guinea-Bissau, nämlich die Einbeziehung de "Be o enen" (Pa izipa ion) und die
Scha ung beziehungsweise S ä kung geeigne e O ganisa ionss uk u en ü einen
solchen Planungsp ozeß on "un en nach oben", e schein somi als zweck a ional im
Sinne de oben skizzie en Rahmense zung.
2
Fü eine aus üh liche Da s ellung siehe KOHNERT/ MERTEN 1987b. Zum Zei punk de
E aluie ung ha en 12 DÜ-Fachk ä e in Guinea-Bissau gea bei e . Eine diese DÜ'le wa
e s o ben. Von 11 be ag en Rückkeh e n haben 7 aus üh lich gean wo e . Von den 4 be ag en
Rückkeh e n, die nich gean wo e haben, leb en 3 im Ausland. Die Rücklau quo e des
F agebogens be ug 64 %. In einigen Fällen e gaben sich nich nu ela i e, sonde n absolu e
Meh hei en. So ha zum Beispiel die Meh hei de Rückkeh e eine Be eiligung de Zielg uppen
am Planungsp ozeß nich als Ziel des Planungsminis e iums on Guinea-Bissau gesehen.
3
3 Schwachs ellen de P ojek planung
3.1 Mangelnde Abs immung übe die Ziele und Wege de Hil e
DÜ-Ve mi lungen haben gene ell zu Rech den Ru , übe du chschni lich gu o be ei e
und besonde s lexibel an die Bedü nisse de Pa ne in Übe see angepaß zu sein. Die
Umse zung de Rahmenzielse zung in die konk e e Planung de DÜ-En -
wicklungszusammena bei äg jedoch ö e s, zumindes im Beispiel Guinea-Bissaus,
s a k we a ionale (M. Webe ) Züge. Das heiß , Nebenziele ode Mi el, wie de Au bau
eines e izien en Ve wal ungsappa a es, e scheinen als Selbs zweck. Sie we den im
Glauben an ih e Rich igkei , ohne Rücksich au ih e o he sehba en Folgen und ohne
aus eichende gedankliche Re lexion au ih e Ve bindung zu den heh en en wicklungs-
poli ischen Haup zielen e olg . Diese Ambi alenz de Zielse zung ha mögliche weise
zwei U sachen. E s ens ein s uk u ell- unk ionalis isch ausge ich e es - den gesell-
scha lichen s a us quo nich meh hin e agendes - echnok a isches Wel e s ändnis,
und zwei ens die mangelnde Abs immung mi dem Pa ne in Übe see übe die Ziele und
Wege de Zusammena bei . Le z e e s ü z e sich im Falle Guinea-Bissaus anscheinend
haup sächlich au die meh ode wenige age Ho nung, die guineische Zielse zung, wie
sie sich in den Idealen des Be eiungskamp es ode im S a u de PAIGC äuße e, gel e
au oma isch auch ü die konk e e EZ zwischen DÜ und dem Planungsminis e ium. Eine
gemeinsame zielge ich e e P ojek planung and nich s a .
Demen sp echend agwü dig is , ob übe haup ein G undkonsens mi dem T äge in
Übe see übe die P ojek ziele bes and. D ei Vie el de be ag en DÜ'le aus
Guinea-Bissau wa en de Ansich , die DÜ-Zielse zung we de on guineische Sei e nu
o mal ge eil . Ta sächlich bes ehe kein Konsens, sei es wegen mangelnden In e esses
beide Pa ne an eine e ek i en Abs immung (bewuß e ode unbewuß e
Kon lik e meidungss a egie), ode weil dem Planungsminis e ium implizi ande e,
mögliche weise diame al en gegengese z e Ziele un e s ell wu den (siehe dazu auch
RUDEBECK 1982). Die Au ech e hal ung de Fik ion des Konsens e häl aus diese
Sich ehe eine Feigenbla unk ion, um die Kon inui ä de Hil e zu gewäh leis en.
3.2 Ve absolu ie ung des P inzips de Eigens ändigkei
Augenscheinlich bes ehen sei ens DÜ abe auch p inzipielle Vo behal e gegenübe ei-
ne s ä ke zielge ich e en P ojek planung. Le z e e s eh angeblich de Selbs be-
s immung des Pa ne s en gegen. Pa ne scha kann jedoch nu gedeihen au de
G undlage eines gemeinsam ge agenen Konsens übe die Ziele und Wege de Zu-
sammena bei . Diese Konsens muß s ändig du ch pa ne scha liche Diskussion
übe p ü und gegebenen alls e neu e ungen we den. Ge ade eine ki chlichen O ga-
nisa ion wie DÜ s eh es schlech an, aus alsch e s andene "Neu ali ä " ode en -
wicklungspoli ischem Oppo unismus Komp omisse bezüglich en wicklungspoli ische
und ch is liche G undübe zeugungen einzugehen. Soziale Ge ech igkei , nich na io-
nal-s aa liche Nü zlichkei ode -Au onomie soll e im Vo de g und s ehen (s. auch
RÜHRBERGER KREIS 1986:19). Le z endlich s ell sich die F age, we hie als Pa ne
angesehen wi d: Die ohnehin schon p i ilegie en T äge (Ve wal ungsbeam e) ode die
Zielg uppe (zum Beispiel die ländlichen A men)?
4
3.3 Fehlende Zielg uppenanalyse
In de Regel sind die Pa ne beziehungsweise T äge in Übe see nich die eigen lich
"Bedü igen" de En wicklungshil e. Welche Vo s ellungen DÜ hinsich lich de Abg en-
zung de Zielg uppen ha , bleib in de p ak ischen Du ch üh ung de P ojek e zuweilen
unkla . Das Fehlen eine Zielg uppenanalyse, das heiß , eine aus eichenden E assung
und Be ücksich igung de S uk u , de P obleme und Wünsche de "Bedü igen",
mach e sich in de DÜ-P ojek planung ü Guinea-Bissau schme zlich beme kba .
Zei weise a de Eind uck au , als wä en die egionalen Ve wal ungen die Zielg uppen.
Die S ä kung "lokale Fü s en üme " auch nu in Kau zu nehmen, kann sich abe soga
nega i au die Zielg uppen de ländlichen A men und En ech e en auswi ken, wenn die
Bedü nisse de "Be o enen" dabei nich adäqua be ücksich ig we den.
3.4 Unzu eichende Wi kungsanalyse
Eine zielge ich e e P ojek planung is nu sinn oll, wenn ih E olg on DÜ'le n o O
und/ode in de Zen ale pe iodisch übe p ü wi d. Die Analyse des gesellscha lichen
und wi scha lichen Um eldes ebenso wie die lau ende Beobach ung und E aluie ung
de Zusammena bei e olg e in Guinea-Bissau abe ehe unzu eichend und unsys e-
ma isch. Die U sachen da ü sind sowohl " echnische " als auch konzep ionelle Na u .
Die pe sonelle und inanzielle Auss a ung des ü die Planung bei DÜ e an wo lichen
Be eiches is unzulänglich. Die zus ändigen Mi a bei e können, selbs bei auße ge-
wöhnlich hohem auße diens lichen Engagemen , nu einen B uch eil ih e eigen lichen
no wendigen Au gaben e ledigen. Ve an wo lich sind da ü mögliche weise auch psy-
chologische Hemmschwellen ode konzep ionelle Bedenken, meh Geld ü die Ve -
besse ung de Mi elauss a ung de P ojek e wal ung und -planung auszugeben. Ein
möglichs nied ige An eil de Ve wal ungskos en gil gemeinhin als Me kmal e izien e
ki chliche En wicklungszusammena bei . Diese A gumen a ion be uh abe au einem
obe lächlichen Fehlschluß. Eine besse ausges a e e Planungs- und E aluie ungs-
s uk u , möglichs dezen al, die das Fachwissen " o O " - de na ionalen Fachk ä e,
abe auch de DÜ'le ode de Mi a bei e ande e Nich egie ungso ganisa ionen (NRO)
- s ä ke einbezieh , wü de den Nu zen de DÜ-En wicklungshil e wesen lich s eige n.
3.5 "P agma ismus" - au wessen Kos en?
Die oben skizzie e DÜ-Planung is beme kenswe "p agma isch". Das e gib sich
e mu lich haup sächlich aus de be ei s genann en A bei sübe las ung de be o enen
Mi a bei e in de Zen ale. Mögliche weise mach DÜ abe auch aus de No eine
Tugend, indem DÜ das Ideal de Eigens ändigkei des T äge s und des DÜ'le s e ab-
solu ie . Dann is "p agma isches" ode "s uk u ell-in eg a i es" Denken und Handeln
nich meh on Konzep ionslosigkei ode Oppo unismus un e scheidba . Le z e es
komm zwa dem T äge in Übe see o seh en gegen - abe leide au Kos en de ei-
gen lich Hil sbedü igen (siehe oben) und de DÜ'le o O . Le z e e wu den zum
Beispiel explizi dazu angehal en, selbs den Punk zu bes immen, an dem eine Mi a bei
nich meh sinn oll e schein . Diese Hal ung is zwa un e dem Gesich spunk de
Selbs bes immung am A bei spla z p inzipiell zu beg üßen, sie äg abe den einge-
sch änk en ealen En scheidungsmöglichkei en de Mi a bei e o O nich genügend
Rechnung. Denn de DÜ'le kann als A bei nehme seine En scheidung nich allein au
G und seines en wicklungspoli ischen Engagemen s e en. E muß in de Regel auch
5
Rücksich au seine mi aus eisende Familie und seine spä e en be u lichen Rein eg a-
ions-Möglichkei en nehmen. Die übe wiegend nega i e Beu eilung on
"Ve agsabb üchen" (aus welchen G ünden auch imme ) in diese Be u sspa e mag
manchen DÜ'le auch in Guinea-Bissau zum "Du chhal en" en gegen besse e
en wicklungspoli ische Einsich bewogen haben. Gleiches gil ü die Au gabenbe-
sch eibung, die on DÜ bewuß allgemein und age gehal en wi d, "weil die ausge eis e
Fachk a in de Regel nich dami echnen (kann), einen kla o s uk u ie en
Au gabenbe eich o zu inden, de sich e s nach einige Zei und Ausbalancie ung im
Koope a ions eld mi ande en in- und ausländischen Mi a bei e n eins ell , wobei o
besonde s indi iduelle Fähigkei en und S ä ken den sich schließlich he ausk is allisie-
enden Tä igkei sbe eich mi ges al en" (DÜ 1983:20).
Diese an sich zu beg üßende Be onung de Selbs e an wo ung de Pa ne un e -
scheide DÜ posi i on den meis en ande en hie a chische o ganisie en und on oben
bes imm en Hil so ganisa ionen. Sie is jedoch nu un e de Vo ausse zung de
o ganisa o ischen und s uk u ellen Einbe ung in eine zielge ich e e Planung und
E aluie ung zu e an wo en.
3.6 Un ealis ische Einschä zung de Pa ne leis ungen
Obwohl DÜ'le on An ang an da au e wiesen, daß den wiede hol geb ochenen e -
aglichen Zusagen des Planungsminis e iums in Guinea-Bissau bezüglich de S ellung
adäqua e Wohnung und A bei smi el kaum Glauben zu schenken sei, ha sich DÜ bei
neuen Einsä zen imme wiede an diese ik i en Zusagen gehal en. Die ehlenden A -
bei smi el üh en in ielen Fällen zu eine e heblichen Beein äch igung de A bei de
DÜ'le . Un e diesen Ums änden schein es d ingend ange a en, die enge In e p e a ion
de sa zungsmäßigen Besch änkung on DÜ au ausschließliche pe sonelle Zusam-
mena bei (die bishe eine e gänzende inanziell-ma e ielle Absiche ung de A bei sbe-
dingungen ausschloß) au zugeben ode D i mi el e bindliche einzubeziehen. Nu
wenn diese Mi el ausgeschöp wu den, soll e DÜ die Zusammena bei in Fällen
andaue nde signi ikan e Aus älle in den coun e pa -Leis ungen gene ell übe denken.
4 Ausblick
Bei DÜ bes ehen p inzipielle Bedenken gegen die in En wicklungsexpe enk eisen üb-
lichen adi ionellen Me hoden de O ganisa ions o men on Planung und E aluie ung.
Solche Bedenken kann man siche lich zu einem be äch lichen G ade eilen, ins-
besonde e, was die mangelnde Be ücksich igung sozio-kul u elle Ve lech ungen ode
die gene elle Skepsis gegenübe de Planba kei komplexe soziale Sys eme angeh .
Das soll e abe nich dazu üh en, daß das Nachdenken übe e besse e Planungs-
me hoden e nachlässig , ode eine zielo ien ie e Planung on o nhe ein abgelehn
wi d.
Schließlich auch unausweichlich die F age au , ob denn übe haup die Besei igung on
"De izi en im Ve wal ungsbe eich" ode gene ell, die Fö de ung des gesellscha lichen
Ra ionalisie ungsp ozesses un e den gegebenen Mach - und Ve eilungs e häl nissen
wi klich im In e esse de Hil sbedü igen lieg . Unse e eigenen E ah ungen mi dem
"Zi ilisa ionsp ozeß" eu opäische P ägung sind ambi alen . Die Ve mu ung lieg nahe,
daß mi o sch ei ende unk ionale Di e enzie ung des Gesellscha sau baues
6
adie e lokale Solida sys eme un e g aben we den. Das e mein lich gesell-
scha spoli isch neu ale Ins umen de e izien en Ve wal ung dien in de Regel den
In e essen de He schenden. Ande e sei s ha de gleiche Ra ionalisie ungsp ozeß in
Eu opa au G und seine gesellscha lichen Ve lech ungszusammenhänge eine E -
wei e ung des Handlungs- und Gedanken aumes bewi k , die le z endlich de Ge-
sellscha insgesam zugu e kam (s. ELIAS 1976). Vo eine o schnellen Absage an die
Un e s ü zung s aa liche T äge s uk u sei also ausd ücklich gewa n !
5 S ellungnahme de DÜ-Zen ale
Mi eine DÜ-S ellungnahme (KOBERSTEIN 1989) wu de die in De Übe blick e ö -
en lich e kon o e se Diskussion zu den hie o ge agenen Thesen, die 1987 zum e -
s en Mal e ö en lich wu den (siehe KOHNERT/MERTEN 1987a), abgeschlossen. Die
unk i ische Anwendung de ZOPP, die bis zu diesem Zei punk on keinem de Be ei-
lig en o geschlagen wa , wu de als "zu echnok a isch und unangemessen ü die
Ges al ung de En wicklungszusammena bei im Rahmen ökumenische Pa ne scha "
abgelehn - ZOPP sei "e s ech keine Hil e ü DÜ zu Ges al ung de Zusammena bei
mi Regie ungen". Zu einem Meinungsbild übe P ojek wi kungen komm es bei DÜ
(KOBERSTEIN 1989) "du ch gelegen liche Besuche o O , Auswe ung on Be ich en
und Gesp ächen mi DÜ'le n". Dadu ch e olg eine "un egelmäßige pe iodische
Ve gewisse ung, ob
- de gemeinsame Konsens zu den Ziel o s ellungen noch bes eh ;
- es - angesich s de eno men Schwie igkei en on En wicklungs o haben diese A -
auch wei e hin einen poli ischen Willen zu Du chse zung de Ziele gib ;
- DÜ und DÜ'le (innen) geeigne e Pa ne ü die Mi a bei an diesen Zielen sein kön-
nen...;
- eine Anpassung de Ziele und ein neue Konsens no wendig sind;
- konk e e Fo sch i e im Hinblick au die Ziel o s ellungen gemach wu den"
(KOBERSTEIN 1989).
Ebenso wie wi eine unk i ischen Übe nahme de ZOPP du ch DÜ wide sp ächen,
hal en wi auch die besch iebene E aluie ungsme hode de "gelegen lichen Besuche
o O , Auswe ung on Be ich en und Gesp ächen mi DÜ'le n" ü unangemessen. De
oben besch iebene Miße olg de DÜ-Hil e beim Au bau eine pa izipa i en Regio-
nalplanung in Guinea-Bissau hä e sich mögliche weise e meiden lassen du ch eine
kla e e De ini ion on Ziel (Pa izipa ion de Be ölke ung an eine ih en Bedü nissen
en sp echenden En wicklungsplanung " on un en nach oben") und Mi el (Au bau on
minis e ielle Planungss uk u en) und du ch sys ema ische e Me hoden de Wi -
kungskon olle. Zudem soll e auch DÜ e wägen, dem P ojek äge (gleich ob Regie ung
ode Ki che) ein wenig k i ik ähige en gegenzu e en, den Zielg uppenin e essen
dagegen ein wenig o ene . Pa ne und Zielg uppe sind nich iden isch, auch nich in
Guinea-Bissau.
7
6 "Umkeh s a En wicklung"?
Die on uns be ü wo e e zielge ech e P ojek planung und -e aluie ung se z die ein-
e nehmliche Bes immung on "Zielen" in de En wicklung und in de En wicklungszu-
sammena bei o aus. Auch in den ki chlichen En wicklungsdiens en en b enn ge-
genwä ig eine Diskussion um eben diese Ziele. Mi ün Thesen ha sich Ge ha d KO-
BERSTEIN aus de DÜ-Zen ale an diese Diskussion be eilig ( gl. De Übe blick
27.1991.2:95). Zu einigen Ke npunk en seine Thesen möch en wi hie S ellung neh-
men.
Die on KOBERSTEIN be ü wo e e Abkeh on den globalen En wicklungs heo ien de
Nachkolonialzei en sp ich dem in e na ionalen S and de Diskussion. Die Mode nisie-
ungs- ebenso wie die Abhängigkei s heo ien haben einen s a ken ideologischen Cha-
ak e , sie augen, wie e zu Rech anme k , "wede als Modell zu E klä ung on
gesellscha lichen Wandel, noch geben sie einen zielge ich e en Rahmen ü
gesellscha liches Handeln" (KOBERSTEIN 1991). Muß man deswegen abe in en -
äusch e Abkeh on de Wissenscha gleich jegliche heo iegelei e e Konzep e und
En wicklungsbeg i e als ideologische Schimä e ode "Ausd uck e hnozen ischen
Denkens" (ebenda) ab un? Wi meinen, daß diese Hal ung, auch wenn sie heu e - nich
nu in "p og essi en" ki chlichen K eisen - en ogue sein mag, ge äh lich is . Sie üh zu
blindem Empi izismus und dessen Ausnu zung du ch Poli ike un e schiedlichs e
couleu ü de en Pa ikula in e essen, die in de Regel wei on ch is lichen Ideen, e wa
denen de Theologie de Be eiung en e n sind. Wi sehen die Rehabili ie ung des
En wicklungsbeg i es im Sinne No be ELIAS' (1976) als eine ge ich e en Ve än-
de ung zu imme komplexe en gesellscha lichen Kon igu a ionen de A ek kon olle
und de Gewal monopole in imme g öße en He scha seinhei en, und dami die a-
ionale e Ges al ung und Beg ündung gesellscha liche Tabus, als eine
no wendige - wenn auch nich hin eichende - Vo ausse zung eines angs eien Lebens
an. Ge ade die Scha ung eines angs eie en Zusammenlebens soll e die ki chliche
Koope a ion mi unse en Pa ne n in Übe see abe als ein wesen liches Ziel au ih e
Fahnen sch eiben und sich nich o nehm zu ückziehen au die Ve kündung (P ophe ie)
und die Diakonie, wie on KOBERSTEIN (1991) ge o de .
In dem Maße, in dem wi uns in die Ve an wo ung ü En wicklung (En wicklungshil e)
hineinziehen lassen, übe nehmen wi Ve an wo ung ü den Zus and und ü die En -
wicklung de Schöp ung. Aus diese Ve an wo ung können wi uns nich hinauss ehlen:
die Lage eines G oß eils de Menschhei und de ala mie ende Zus and de Schöp ung
e langen ak i e Einmischung. Wenn wi selbs uns hie bei "ho nungslos übe o de "
sehen - on wem sons wollen wi dann die Einmischung e langen?
7 Li e a u
DÜ (1983)
"Ve wal ungsbe u e im En wicklungsdiens in Übe see", DÜ-Sc ip um N . 12,
S u ga
EKD (1973)
"De En wicklungsdiens de Ki che - ein Bei ag ü F ieden und Ge ech igkei in
de Wel ", Gü e sloh
8
EKD (1986)
"EKD und D i e Wel - Synode de e angelischen Ki che in Deu schland 1986
zum Thema 'En wicklungsdiens als He aus o de ung und Chance' - Re e a e und
Beschlüsse", DÜ-Tex e N . 37, S u ga
ELIAS, N. (1976)
"Übe den P ozeß de Zi ilisa ion", 2 Vol., F ank u /M.
KOBERSTEIN, G. (1989)
"Zielo ien ie e P ojek planung? - S ellungnahme zu E aluie ung on zu ückge-
keh en Fachk ä en de Zusammena bei mi Regie ungss ellen in Guinea-Bissau", De
Übe blick 25.1989.1:98
KOBERSTEIN, G. (1991)
"Umkeh s a En wicklung - Fün Thesen zu Diskussion", De Übe blick
27.1991.2:95
KOHNERT, D.; MERTEN, P. (1987a)
"Pa ne scha und P ojek planung - P obleme am Beispiel de DÜ-Zusam-
mena bei mi Regie ungss ellen in Guinea-Bissau", De Übe blick 23.1987.4:97-100
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"Bilanz de Mi a bei in de En wicklungsplanung Guinea-Bissaus: Eine
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