Ro hgang, Heinz
A icle
Re o m de P lege e siche ung: Finanzie ung siche n
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: Ro hgang, Heinz (2025) : Re o m de P lege e siche ung: Finanzie ung siche n,
Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X, Sciendo, Wa saw, Vol. 105, Iss. 3, pp. 153-,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2025-0043
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/319731
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ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um Wi scha 153
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Re o m de P lege e siche ung
Finanzie ung siche n
Die P lege e siche ung ha ein doppel es Finanzie ungsp o-
blem: Ih e Leis ungen sind nich aus eichend, um die P le-
gebedü igen hin eichend o den inanziellen Folgen de
P legebedü igkei zu schü zen; gleichzei ig we den ih e
wachsenden Ausgaben nu übe s eigende Bei agssä ze zu
inanzie en sein – was dem Ziel eine Beg enzung de Ge-
sam bei agssä ze in de Sozial e siche ung en gegens eh .
Dass die Leis ungen de P lege e siche ung unzu eichend
sind, zeig sich besonde s deu lich in de Heimp lege. Hie
liegen die Gesam eigenan eile de zei im e s en Jah bei
mona lich du chschni lich 3.000 Eu o – und dami wei jen-
sei s de du chschni lichen Al e seinkün e. Du ch nach de
Daue de s a ionä en P lege ges a el e Zuschläge zu den
Eigenan eilen sinken diese bei länge em Heimau en hal
wiede , liegen abe im gewogenen Mi el übe alle P legebe-
dü igen imme noch bei knapp 2.500 Eu o. Dami kann die
P lege e siche ung ih em Ansp uch, p legebeding e Ve a -
mung zu e meiden, nich meh nachkommen. Auch in de
häuslichen P lege sind die Leis ungsdynamisie ungen sei
2017 deu lich hin e den P eisen wicklungen zu ückgeblie-
ben, sodass ein Realwe e lus de Ve siche ungsleis un-
gen on 15 % bis 20 % zu e zeichnen is . In de häuslichen
P lege schläg sich das wenige in s eigenden Eigenan eilen
niede , sonde n s ä ke in eine ückläu igen Inansp uch-
nahme o melle P legeleis ungen und üh iel ach dazu,
dass die Zielse zung des 2017 einge üh en neuen P lege-
bedü igkei sbeg i s, eine gesellscha liche Teilhabe auch
p legebedü ige Menschen zu gewäh leis en, e ehl wi d.
Zudem is eine zunehmende Übe o de ung p legende An-
gehö ige zu beobach en.
Gleichzei ig muss e de Bei agssa z zu P lege e siche-
ung in imme kü ze en Abs änden und g öße en Sp üngen
angehoben we den. U sächlich hie ü wa neben ausgabe-
sei igen Fak o en, insbesonde e den P leges ä kungsgese -
zen, die den K eis de Leis ungsbe ech ig en ausgedehn
haben, die s uk u elle Einnahmeschwäche, die die soziale
P lege e siche ung mi de gese zlichen K anken e siche-
ung gemein ha . Die Gesam summe de bei agsp lich igen
Einnahmen s eig in diesen Sys emen nämlich deu lich lang-
same als das B u oinlandsp oduk , da nich alle Einwoh-
ne einzahlen, nich alle Einkommensa en bei agsp lich-
ig sind und die bei agsp lich igen Einkommen nu bis zu
DOI: 10.2478/wd-2025-0043
Wi scha sdiens , 2025, 105(3), 153
JEL: I13, I18, H55
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Open Access wi d du ch die ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um
Wi scha ge ö de .
Bei agsbemessungsg enze e bei ag we den. Wä e die
Gesam summe de bei agsp lich igen Einkommen in glei-
chem Maße ges iegen wie das B u oinlandsp oduk , läge
de Bei agssa z zu gese zlichen K anken e siche ung bei-
spielsweise heu e nied ige als im Jah 2000.
No wendig is dahe zunächs eine Re o m de P lege e si-
che ung, die zu eine e ek i en Beg enzung de Eigenan eile
in de Heimp lege und zu beda so ien ie en Leis ungen in
de häuslichen P lege üh . E s e es kann du ch eine Voll-
e siche ung alle p legebeding en Kos en e eich we den –
wie sie u sp ünglich in de P lege e siche ung geplan wa .
De en Teilleis ungscha ak e bezog sich nämlich u sp üng-
lich da au , dass die Kos en ü Un e kun und P lege sowie
die In es i ionskos en des P legeheims – ande s als bei de
K ankenhausbehandlung – on de p legebedü igen Pe -
son selbs gezahl we den soll e. Regelha e Eigenan eile zu
den p legebeding en Kos en wa en dagegen nich o gese-
hen. Da sich die Be ölke ung inzwischen da an gewöhn ha ,
dass P legebedü ige auch Teile de p legebeding en Kos-
en agen müssen, is auch eine Voll e siche ung mi es em
(und lediglich in la ionsindexie en) Eigenan eil denkba , de
gu p i a zusa z e siche we den kann, da seine maximale
Höhe es s eh . Beda so ien ie e P legeleis ungen auch in
de häuslichen P lege e o de n eine Ums ellung on pau-
schalen Leis ungen au indi iduelle Leis ungsbemessungen,
wie sie in de gesundhei lichen Ve so gung und auch in den
P legesys emen einige ande e Lände üblich sind.
Eine solche Re o m p oduzie alle dings wei e e Ausga-
ben ü die P lege e siche ung, die gegen inanzie we den
müssen. Hie zu bie en sich zunächs Maßnahmen zu Be-
sei igung de s uk u ellen Einkommensschwäche an: Die
Ve bei agung alle Einkommensa en e bunden mi eine
Anhebung de Bei agsbemessungsg enze und einem Fi-
nanzausgleich zwischen soziale P lege e siche ung und
p i a e P legep lich e siche ung wü de nich nu die Ein-
nahmensi ua ion de Sozial e siche ung deu lich e bes-
se n, sonde n die En kopplung on Wi scha swachs um
und Wachs um de Bemessungsg undlage auch lang is ig
besei igen. Diese Maßnahmen sind aus eichend ü die Ge-
gen inanzie ung eine Voll e siche ung in de s a ionä en
P lege sam eine me klichen Leis ungse höhung im ambu-
lan en Be eich. Da P lege im SGB XI explizi als „gesam -
gesellscha liche Au gabe“ de inie is , is zudem eine pa -
ielle S eue inanzie ung ih e Ausgaben o dnungspoli isch
e e ba . Insbesonde e die Ausgaben ü als e siche-
ungs emd angesehene Au gaben könn en di ek aus dem
Bundeshaushal gezahl we den. Mi eine pa iellen S eue -
inanzie ung kann de Bei agssa z soga un e den Ve lau
im S a us quo gesenk we den.
P o . D . Heinz Ro hgang
Uni e si ä B emen