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Der Dollar als internationale Schlüsselwährung

Abstract

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Der Dollar als internationale Schlüsselwährung

Author: Klump, Rainer
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1989
DOI: 10.3790/ccm.22.3.375
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/293148/1/ccm.22.3.375.pdf
Klump, Raine
A icle
De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Klump, Raine (1989) : De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung, K edi und
Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 22, Iss. 3, pp. 375-402,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.22.3.375
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/293148
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung
U sachen und Pe spek i en
Von Raine Klump*, Nü nbe g
I. Ein neues T i in-Dilemma?
Nachdem die dominie ende Rolle des US-Dolla s inne halb des Wel wäh-
ungssys ems lange Zei selbs e s ändlich e schien, meh en sich sei eini-
ge Zei die S immen, die de ame ikanischen Wäh ung den Ve lus ih e
p i ilegie en S ellung o he sagen1. Die Si ua ion gegen Ende de 80e
Jah e ähnel somi in manche Hinsich de jenigen gegen Ende de 50e
Jah e, als schon einmal eine d ama ische K ise ü die in e na ionale Ve -
wendung des Dolla s p ophezei wu de. Robe T i in sp ach zu diese Zei
on eine d ohenden Dilemma-Si ua ion, in die de Dolla als in e na ionale
Lei wäh ung des B e on Woods-Sys ems unweige lich ge a en müsse, da
de wel wei e Au bau on Dolla ese en eine kon inuie liche^ Expansion
de ku z is igen Auslands e schuldung de USA bewi ke, de keine en -
sp echend wachsende Wäh ungs ese e de USA gegenübe s ehe2. T i in
zähl heu e wiede um zu denjenigen, die eine schwe e in e na ionale K ise
um die ame ikanische Wäh ung o he sagen3. E neu beklag e "... he
eluc ance o he Uni ed S a es o abandon i s adi ional p i ilege - which
I ega d as a 'cu se in disguise' - o inance bo h i s in e na ional de ici s
and a g owing ac ion o i s budge a y de ici s wi h i s own IOU's. The ue
na ional in e es o his coun y would be o deny i sel a acili y ha is
unsus ainable and ca as ophic in he long un and cons i u es in he mean-
ime a pe manen in i a ion o i esponsible and in la iona y domes ic poli-
cies." (T i in 1986, S.12 .)
Inwiewei die Ta sache, daß ein Schlüsselwäh ungsland Auslands e -
bindlichkei en in eigene Wäh ung eingehen kann, ein un e dien es P i ileg
da s ell und ob da aus zwangsläu ig eine Dilemma-Si ua ion en s ehen
* De Ve asse dank de S i ung Volkswagenwe k ü inanzielle Fö de ung.
1 Vgl. beispielsweise die Analysen on Kindlebe ge (1985) ode S ade mann
(1987).
2 Vgl. hie zu aus üh lich Klump (1988).
3 Vgl. T i in (1986).
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376 Raine Klump
muß, die eine De-In e na ionalisie ung des US-Dolla s unausweichlich
mach , soll im olgenden nähe un e such we den. Aus heo e ischen Übe -
legungen übe die En s ehung und Ve wendung in e na ionale Schlüssel-
wäh ungen läß sich ablei en, daß e schiedene Fak o en zusammenwi ken
müssen, um eine na ionalen Wäh ung den S a us eine in e na ionalen
Schlüsselwäh ung zu e leihen. K isenha e Ve ände ungen des Schlüssel-
wäh ungss a us lassen sich dahe auch nu sel en eindimensional e klä en,
sonde n sind e s beim Zusammenwi ken e schiedene Fak o en zu e wa -
en. Inso e n muß wede eine hohe Ne oschuldne si ua ion de USA noch
de Ve all des Außenwe s de ame ikanischen Wäh ung zwangsläu ig das
Ende des in e na ionalen Dolla s anda ds bedeu en. In Kombina ion mi
eine s a k s eigenden In la ions a e, zunehmendem P o ek ionismus und
eine sinkenden Spa quo e in den USA könn en sie abe gleichwohl einen
d ama ischen Rückgang in de in e na ionalen Ve wendung des Dolla s ein-
lei en.
II. De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung -
eine Bes andsau nahme
Als in e na ionale Schlüsselwäh ung bezeichne man eine Wäh ung, die
gleichzei ig als Recheneinhei , Tauschmi el und We au bewah ungsmi el
in den in e na ionalen T ansak ionen p i a e Wi scha ssubjek e und
s aa liche Wäh ungsbehö den Ve wendung inde 4. De Beg i se z sich
bewuß ab om Konzep de in e na ionalen Lei wäh ung, das im deu schen
Sch i um iel ach nu au die o izielle Wäh ungs e wendung in einem
Sys em e aglich ixie e Wechselku se abs ell . Die Exis enz eine in e -
na ional dominie enden Schlüsselwäh ung is keineswegs eine Besonde hei
de gegenwä igen Wel wäh ungso dnung. Genauso wie es keine a bei s ei-
lige Volkswi scha gib , in de nich dem Geld eine zen ale Bedeu ung
zukomm , haben auch imme wiede na ionale Wäh ungen eine Schlüssel-
olle bei de Abwicklung zwischens aa liche Wi scha sak i i ä en
gespiel . So e üll e im ühen Mi elal e de byzan inische Bezan wich ige
Funk ionen eine in e na ionalen Schlüsselwäh ung ebenso wie de hollän-
dische Gulden wäh end des 17. und 18. Jah hunde s ode das englische
P und in de Zei des Klassischen Golds anda ds und des Gold-De isen-
s anda ds de Zwischenk iegszei 5. E s sei Ende des II. Wel k iegs nimm
de US-Dolla die unange och ene Schlüssels ellung in den in e na ionalen
Wäh ungsbeziehungen ein.
4 Vgl. Klump (1986, S. 22 .).
* Vgl. Klump (1986, S. 174 .).
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung 377
Au g und de besse en quan i a i en E aßba kei i die Sonde s el-
lung des Dolla s besonde s deu lich im Be eich de o iziellen Wäh ungs e -
wendung he o . Die B e on Woods-Ve einba ungen on 1944 ha en es
den be eilig en S aa en eiges ell , Pa i ä en ih e Wäh ungen in Gold ode
gegenübe dem Dolla es zuse zen. In de P axis des B e on Woods-
Sys ems gal dann alle dings nu ü die USA eine es e Goldpa i ä des
Dolla s on $ 35 je Feinunze, wäh end alle ande en Lände Lei ku se ih e
Wäh ungen gegenübe dem Dolla ixie en. Auch nach dem Übe gang de
wich igs en Indus ielände zu eien Wechselku sen bes and 1974 noch in
übe de Häl e de Mi gliedslände des In e na ionalen Wäh ungs onds (65
on 123) eine Wechselku sbindung an die ame ikanische Wäh ung. Bis zum
Beginn de 80e Jah e sank diese Zahl zwa au un e ein D i el (38 on
140) ab; wei e e 36 Lände e olg en zu diese Zei abe auch Wechselku s-
ziele gegenübe bes imm en Wäh ungskö ben, in denen de Dolla häu ig
einen nich unbeach lichen An eil besaß6.
Zu den Cha ak e is ika des B e on Woods-Sys ems gehö e auch die Ve -
wendung de ame ikanischen Wäh ung bei De isenma k in e en ionen
o izielle Wäh ungsbehö den zu S abilisie ung de e einba en Dolla -
Lei ku se. De Übe gang zum Floa ing besei ig e zwa p inzipiell die No -
wendigkei o izielle De isenma k eing i e; dennoch bes and auch nach
1973 wel wei ein Beda an in e na ionalen In e en ionswäh ungen zu
Ve olgung explizi dekla ie e ode implizi anges eb e Wechselku s-
ziele. Wie eine S udie de G oup o Thi y en hüll , wa de Dolla An ang
de 80e Jah e noch imme die mi Abs and bedeu ends e In e en ionswäh-
ung7.
Unange och en is schließlich sei den 50e Jah en die Vo angs ellung
des Dolla s als in e na ionale Rese ewäh ung. Nach Angaben des In e na-
ionalen Wäh ungs onds lag de Dolla an eil an den o iziellen Wäh ungs-
ese en zu Beginn de 50e Jah e e s bei e wa 30%, e doppel e sich abe
bis 1960, e eich e 1975 mi annähe nd 80% sein Maximum und iel dann bis
au 65% im Jah e 1985 ab8. Eine neue e S udie, in de die globalen Angaben
übe die Wäh ungszusammense zung de De isen ese en um e schiedene
e ze ende E ek e be einig we den9, zeig alle dings, daß die Mi e de
70e Jah e einse zende Ne odi e si izie ung aus dem Dolla wah schein-
lich ge inge aus iel, als es au den e s en Blick e schein . So is die s a ke
Ve minde ung des Dolla -An eils an den Wel wäh ungs ese en nach de
e Vgl. Klump (1986, S. 332).
7 Vgl. G oup o Thi y (1980, S. 4) und Kenen (1983, S. 4 .).
8 Vgl. Klump (1986, S. 314) und In e na ional Mone a y Fund (1980, S. 60).
9 Vgl. Ho ii (1986).
25 K edi und Kapi al 3/1989
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378 Raine Klump
IMF-S a is ik zum Beispiel auch da au zu ückzu üh en, daß sich die eige-
nen De isen ese en de USA sei Beginn de 70e Jah e kon inuie lich
e höh en10.
Wenige gu dokumen ie is die En wicklung de p i a en Ve wendung
des US-Dolla s in in e na ionalen T ansak ionen. Un e suchungen übe die
in e na ionale Ve wendung des P und S e ling schä zen, daß unmi elba
nach Ende des II. Wel k iegs noch unge äh 50%, Ende de 60e Jah e abe
nu noch gu 20% des in e na ionalen Handels in de b i ischen Wäh ung
abge echne wu den. Pa allel dazu se z e sich o enba de Dolla als domi-
nie ende in e na ionale Recheneinhei du ch, wobei diese Posi ion als Folge
de P und-Abwe ung on 1967 noch eine zusä zliche Ve s ä kung e uh 11.
E s ü Ende de 70e Jah e liegen e läßliche Schä zungen übe die Ve -
wendung einzelne ine na ionale Recheneinhei en o . Danach wu de 1979
übe die Häl e des Wel handels in Dolla ak u ie , e wa 14% in D-Ma k
und nu noch 7,5% in P und S e ling12. Fü das gleiche Jah schä z eine
Un e suchung de G oup o Thi y, daß in den wich igs en Finanzzen en
de Wel übe 90% de p i a en De isenma k ansak ionen un e Ve wen-
dung de ame ikanischen Wäh ung du chge üh wu den. Die dominie ende
Posi ion des Dolla s im in e na ionalen Bankgeschä komm schließlich
auch in seinem An eil an de Wäh ungss uk u de Auslands o de ungen
in e na ional ä ige K edi ins i u e zum Ausd uck, de sich nach Angaben
de Bank ü In e na ionalen Zahlungsausgleich in den 60e Jah en au 75 -
80% belie , in den 70e und ühen 80e Jah en um die 70% schwank e und
e s 1985 au 60% absank. Ebenso lag de Dolla an eil an den Auslands e -
bindlichkei en in e na ional ä ige Banken in den wich igs en Indus ie-
lände n zwischen 1973 und 1985 bei 70 - 75%. Au den Eu o-Anleihemä k-
en belie sich de An eil de in Dolla dominie en We papie emissionen in
den 70e Jah en au wei übe 60% und im Du chschni de e s en Häl e
de 80e Jah e soga au um die
80
%13.
III. Die in e na ionale Ve wendung des US-Dolla s
im Lich e de Theo ie in e na ionale Schlüsselwäh ungen
1. T ansak ionskos en und in e na ionale Schlüsselwäh ungen
Die Beu eilung de gegenwä igen Sonde s ellung des US-Dolla s im
in e na ionalen Wäh ungssys em und die P ognose ih e zukün igen En -
10 Vgl. Ho n (1986, S. 6 .).
11 Vgl. Cohen (1971, S. 70 . und 318 .).
12 Vgl. Page (1981, S. 61).
13 Vgl. G oup o Thi y (1980, S. 15).
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung 379
Wicklung se z einen analy ischen Rahmen o aus, de die ökonomischen
U sachen de Exis enz in e na ionale Schlüsselwäh ungen anspa en
we den läß . Das oben e wende e Klassi ika ionsschema, das mi els eine
Übe agung de Geld unk ionen au den Be eich de in e na ionalen Wäh-
ungsbeziehungen und eine Di e enzie ung zwischen p i a en und o i-
ziellen Geld e wende n die in e na ionale Bedeu ung de ame ikanischen
Wäh ung zu e assen such , is ü diese F ages ellung ungeeigne , da es
nich e klä en kann, wa um die Funk ionen eine in e na ionalen Schlüs-
selwäh ung ge ade du ch den US-Dolla e üll we den. E o de lich sind
ielmeh ökonomische Theo ien, die es e lauben, die En s ehung und Ve -
wendung eine in e na ionalen Schlüsselwäh ung au a ionale En schei-
dungskalküle p i a e Wi scha ssubjek e und o izielle Wäh ungsbehö -
den zu ückzu üh en. Dem wich igen Anliegen de Geld heo ie, die ökono-
mische E izienz ins i u ionelle Regelungen on Gelden s ehung und Geld-
e wendung anspa en zu machen14, soll dami auch im Be eich de in e -
na ionalen mone ä en Beziehungen Gel ung e scha we den.
Besonde e Bedeu ung komm im Rahmen eine Theo ie in e na ionale
Schlüsselwäh ungen den T ansak ionskos en des Wäh ungs ausches zu, on
denen die g undlegende S uk u des in e na ionalen Zahlungs e keh s
de e minie wi d15. In eine Wel , in de meh als zwei Lände mi meh als
zwei Gü e n mi einande Handel eiben, is ein in e na ionales Tausch-
gleichgewich in alle Regel nich meh nu du ch di ek e bila e ale Tausch-
ak e zu e eichen. Vielmeh inden auch indi ek e Tauschak e s a , bei
denen bes imm e Gü e zu Wei e e wendung als in e na ionale Tausch-
mi el nachge ag we den. Die En scheidung da übe , welche Gü e als
Tauschmi el Ve wendung inden, häng dabei ab on den beim Tausch ein-
zelne Gü e an allenden T ansak ionskos en. Sie um assen zum einen die
Kos en de Anbahnung on Tauschkon ak en (Such- und In o ma ions-
kos en), die Kos en des Ve agsabschlusses (Ve handlungs- und En schei-
dungskos en) und die Kos en de Du ch üh ung und Übe wachung e ag-
lich e einba e Leis ungen16, wozu im Be eich in e na ionale T ansak io-
nen insbesonde e T anspo kos en im wei es en Sinne zu zählen sind.
In einem Modell mi kons an en gü e spezi ischen T ansak ionskos en-
sä zen e weis sich die Ve wendung des Gu es mi den nied igs en T ans-
ak ionskos en in indi ek en Tauschak en als e izien es e Lösung17. Dieses
E gebnis bie e eine E klä ung da ü , wa um s o we loses Geld au g und
14 Vgl. hie zu beispielsweise Rich e (1987, S. 103 .).
15 Vgl. im olgenden Niehans (1980, S. 122 .).
16 Vgl. Rich e (1987, S. 72 .).
17 Vgl. Niehans (1980, S. 128).
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380 Raine Klump
nied ige Übe agungskos en sich auch im Be eich in e na ionale T ans-
ak ionen als geeigne es Zahlungsmi el anbie e , so e n man on möglichen
Risiken de Geld e wendung abs ahie . Es läß auch e kennen, wa um
Besch änkungen in de in e na ionalen Kon e ibili ä eine Wäh ung
de en Eignung als Schlüsselwäh ung au g und ges iegene T ansak ions-
kos en s a k beein äch igen.
Dynamische Analysen, die einen in e sen Zusammenhang zwischen den
beim in e na ionalen Tausch eine Wäh ung an allenden Such- und In o -
ma ionskos en und den an den De isenmä k en umgese z en Gesam olu-
mina jede Wäh ung un e s ellen, lassen besonde s deu lich he o e en,
inwie e n wäh ungsspezi ische T ansak ionskos en o eile die in e na io-
nale Schlüssels ellung einzelne na ionale Wäh ungen e u sachen kön-
nen18. Au g und besonde s nied ige T ansak ionskos en des Wäh ungs au-
sches is au den in e na ionalen De isenmä k en die Ve wendung de jeni-
gen Wäh ung als in e na ionales Tauschmi el op imal, in de be ei s das
g öß e Tausch olumen im Zusammenhang mi di ek en Tauschak en abge-
wickel wu de. Die zusä zliche Ve wendung diese Wäh ung in indi ek en
Tauschak en läß dann de en gesam es Umsa z olumen wei e ans eigen, so
daß die mi ih e Ve wendung e bundenen T ansak ionskos ensä ze wei e
sinken. Die dominie ende Posi ion eines in e na ionalen Tauschmi els
neig inso e n zu pe manen en Selbs e s ä kung und kann auch dann
noch e hal en bleiben, wenn sich im Lau e de Zei d as ische Ve schiebun-
gen in den Umsa z olumina de bei di ek en Tauschak en e wende en
Wäh ungen e geben.
Fü die Wahl in e na ionale Recheneinhei en, on denen die Gesam -
olumina de in bila e alen Tauschak en benö ig en Wäh ungen maßgeblich
abhängen, spielen T ansak ionskos enübe legungen gleich alls eine g oße
Rolle. Sie sp echen insbesonde e da ü , die P eise homogene Wel handels-
gü e ohne i men- ode lände spezi ische Cha ak e is ika (" adables II"),
die au einem einhei lichen Wel ma k mi in ensi em We bewe b gehan-
del we den, wel wei in eine einzigen Wäh ung zu ixie en, um die bei
P eis e gleichen an allenden In o ma ionskos en zu minimie en19. Es bie e
sich dabei an, die P eis ixie ung in de Wäh ung des Landes o zunehmen,
das wel wei als g öß e Anbie e , g öß e Nach age ode g öß e Zwi-
18 Vgl. K ugman (1980, 1984) und Ch ys al (1984).
19 Wä en die P eise eines homogenen Gu es, das on n e schiedenen Lände n in
jeweils un e schiedliche Wäh ung angebo en ode nachge ag wi d, in n e schiede-
nen Wäh ungen es gese z , so müß en n (n
—
1)/2 P eis e gleiche o genommen
we den. Die P eis ixie ung in eine einhei lichen Wäh ung eduzie dagegen die Zahl
de no wendigen P eis e gleiche au (n - 1); gl. McKinnon (1979) und Magee / Rao
(1980).
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung 381
schenhändle des be e enden Gu es ungie bzw. im Ideal all soga alle
d ei Funk ionen au sich e einig 20. Fü nich -homogene Wel handelsgü e
(" adables I"), insbesonde e indus iell ge e ig e E zeugnisse, bei denen
lände - ode i menspezi ische Cha ak e is ika Ma k mach de He s elle
beg ünden, he sch dagegen nach G asma i's Gese z die Tendenz zu Fak-
u ie ung in de Wäh ung des Expo landes o 21.
Auch die Ve wendung in e na ionale Schlüsselwäh ungen du ch o i-
zielle Wäh ungsbehö den is schließlich in e heblichem Maße on T ansak-
ionskos enübe legungen beein luß , die in unmi elba em Zusammenhang
mi den du ch die Ak i i ä en p i a e Wi scha ssubjek e gescha enen
De isenma k s uk u en s ehen. Dies zeig sich besonde s deu lich bei de
Wahl in e na ionale In e en ionswäh ungen. Wi d an den p i a en De i-
senmä k en aus G ünden de T ansak ionskos ene spa nis im Ex em all
nu noch eine Wäh ung bila e al gegen alle ande en Wäh ungen gehandel ,
so müssen sich auch die o iziellen Wäh ungsbehö den bei de Du ch üh-
ung on De isenma k in e en ionen zwangsläu ig des allgemein ane -
kann en in e na ionalen Tauschmi els bedienen22. Hinsich lich de Wahl
o izielle Recheneinhei en lassen es T ansak ionskos enübe legungen ü
Wäh ungsbehö den eines Landes besonde s sinn oll e scheinen, p imä
Wechselku sziele gegenübe de jenigen Wäh ung zu e olgen, in de g oße
Teile des na ionalen Außenhandels ode Kapi al e keh s abgewickel we -
den23. Aus de Ve olgung on Wechselku szielen e gib sich wiede um ein
unmi elba e Beda zum Au bau on Rese ebes änden in de be e en-
den Schlüsselwäh ung. Gleichzei ig bes eh ein An eiz zu Rese ehal ung
des wich igs en in e na ionalen Tauschmi els, das an den in e na ionalen
De isenmä k en ü In e en ionen gegenübe allen ande en Wäh ungen
e wendba is . Ge ade bei o iziellen Wäh ungsbehö den bes eh somi
eine Tendenz, die Rese ehal ung au wenige, im Ex em all soga nu au
eine in e na ionale Schlüsselwäh ung zu konzen ie en, die au g und ela-
i nied ige T ansak ionskos en gleichsam ein Höchs maß an in e na io-
nale Liquidi ä besi z .
Such man un e Be ücksich igung de ansak ionskos en heo e ischen
Übe legungen nun nach den G ünden ü die Schlüsselwäh ungsposi ion
des Dolla s, so s öß man unweige lich au die Sonde s ellung de USA in
de Wel wi scha , die ge ade in de Zei unmi elba nach dem II. Wel -
k ieg die b ei e in e na ionale Ve wendung de ame ikanischen Wäh ung
20 Vgl. K ugman (1984, S. 272).
21 Vgl. G asman (1973).
22 Vgl. Somme -He be ich (1983, S. 213 .).
23 Vgl. Helle / Knigh (1978, S. 12).
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382 Raine Klump
ö de e. Angesich s de K iegsschäden in den eu opäischen Volkswi -
scha en und in Japan bezi e n Schä zungen den ame ikanischen An eil am
Wel sozialp oduk unmi elba nach K iegsende au übe
50 %24.
Die USA
s ell en abe nich nu den g öß en Binnenma k de Wel da , sonde n wie-
sen auch hohe An eile an de Wel p oduk ion wich ige " adables II" au 25,
so daß ein deu liche An eiz zu O ien ie ung de P eise homogene Wel -
handelsgü e an de ame ikanischen P eisen wicklung und zu P eis ixie-
ung in Dolla bes and26.
Be ach e man o diesem Hin e g und den An eil de USA am gesam en
Wel handel, die Gü e s uk u des Wel handels hinsich lich de An eile on
" adables I" und " adables II" sowie die Gü e s uk u des ame ikani-
schen Außenhandels, so zeig Tabelle 1 ü die ühe Nachk iegszei eine
Kons ella ion an, die eindeu ig den Au s ieg des Dolla s zu dominie enden
in e na ionalen Handelswäh ung begüns ig e. De in e na ionale Handel in
" adables II" mach e zu Beginn de 50e Jah e noch übe die Häl e des
Wel handels aus und ging nu langsam zuguns en des Handels mi e a -
bei e en P oduk en zu ück. Gleichzei ig wickel en die USA selbs einen
bedeu samen Teil de Wel expo e und -impo e ab, wobei nich nu bei den
Expo en, sonde n au g und des hohen An eils on " adables II" auch au
de Sei e de Impo e, eine nahezu olls ändige Fak u ie ung in Dolla
un e s ell we den kann.
Da ü die ame ikanische Wäh ung in de ühen Nachk iegszei auch
keine Besch änkungen ih e in e na ionalen Kon e ibili ä bes anden,
wäh end ande e sei s in G oßb i annien gegen Ende de 40e Jah e die
Ans engungen schei e en, die Res ik ionen ü die in e na ionale Ve -
wendung des P und S e ling asch zu besei igen, wuchs de Dolla au oma-
isch auch in die Rolle des dominie enden in e na ionalen Zahlungsmi els
hinein27. Die zen ale Bedeu ung, die dami die Dolla wechselku se alle
ande en na ionalen Wäh ungen e lang en, and zwangsläu ig ih en Niede -
schlag in de o iziellen Ve wendung des Dolla s als Lei wäh ung des B e -
on Woods-Sys ems. Die na ionalen Wäh ungsbehö den akkumulie en
wel wei liquide Gu haben in de ame ikanischen Wäh ung, mi denen sie
24 Vgl. B ill (1979, S. 20).
25 1 9 5 0 be ug beispielsweise de An eil de USA an de Wel p oduk ion 42% bei
Kohle, 53% bei Eisene z und 55% bei E döl; gl. Uni ed Na ions, S a is ical Yea book
1954.
26 Ve s ä k wu de diese Tendenz zwei ellos noch dadu ch, daß die adi ionell in
London angesiedel en Mä k e ü den Wel handel wich ige Rohs o e wäh end de
K iegs- und ühen Nachk iegszei ih e Tä igkei eins ellen muß en; gl. Goch (1985,
S. 26).
27 Vgl. Issing (1965, S.
51
.).
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung 389
ungs ese en des Schlüsselwäh ungslandes wi ksam e hinde n. Ebenso
is zu beach en, daß die Ve wendung eine na ionalen Wäh ung als dominie-
ende Recheneinhei und Zahlungsmi el im Wel handel die Gewäh da ü
bie e , daß sie jede zei mi ge inge en T ansak ionskos en zum E we b ea-
le Gü e e wendba is als jede ande e Fo m in e na ionale Liquidi ä .
Schließlich sind bei de F age nach dem möglichen Liquidi ä s isiko eine
in e na ionalen Bank auch po en ielle Rese ebes ände des Schlüsselwäh-
ungslandes zu be ücksich igen. Die Möglichkei en eines Schlüsselwäh-
ungslandes, im Beda s all zusä zliche in e na ionale Liquidi ä du ch
K edi au nahme im Ausland zu mobilisie en, sind le z lich beg enz du ch
seine in e na ionale K edi wü digkei . Dami lei e die Diskussion des
Liquidi ä s isikos übe zu F age nach möglichen Boni ä s isiken eines
Schlüsselwäh ungslandes, die seine Funk ion als in e na ionale Bank
ge äh den können.
Mögliche Boni ä sp obleme esul ie en im Modell de in e na ionalen
Liquidi ä s ans o ma ion aus eine unzu eichenden Eigenkapi alauss a -
ung de in e na ionalen Bank im Ve häl nis zu ih e ku z is igen Aus-
lands e schuldung. Alle dings bes ehen e schiedene Ansich en da übe ,
was in diesem Zusammenhang als Eigenkapi al anzusehen is . Eine sei s
wi d die Eigenkapi al unk ion eine Ne ogläubige posi ion des Schlüssel-
wäh ungslandes gegenübe dem Ausland zugewiesen40. Ande e sei s soll die
inländische E spa nisbildung des Schlüsselwäh ungslandes ü die Solidi-
ä de in e na ionalen Bank so gen41. Eine bilanzmäßige Analyse de in e -
na ionalen Liquidi ä s ans o ma ion zeig schließlich, daß de eale Ve -
mögensbes and des Schlüsselwäh ungslandes eine dem Eigenkapi al eine
Bank e gleichba e Ga an ie unk ion übe nimm 42. Die gesam en Ve mö-
gensanlagen des Schlüsselwäh ungslandes im Inland und Ausland bie en
somi die Gewäh da ü , daß Ve lus e aus den im P ozeß de Liquidi ä s-
ans o ma ion ge ä ig en lang is igen Auslandsanlagen nich au die aus-
ländischen Gläubige de in e na ionalen Bank abgewälz we den müssen.
Diese Sich weise is du chaus e einba mi den beiden ande en Posi ionen.
Eine Ne ogläubige posi ion des Schlüsselwäh ungslandes gegenübe dem
Ausland e lek ie ein Ungleichgewich zwischen inländischem Ve mögen
und inländischem Kapi als ock, in dem inländische Ve mögensbesi ze pe
saldo s ä ke im Ausland in es ie haben als ausländische Ve mögensbesi -
ze im Inland, da nich hin eichend iele en able Fo men de Ve mögens-
anlage im Inland be ei s ehen. Die Ne ogläubige posi ion is inso e n das
40 Vgl. Ha b ech (1982).
41 Vgl. Neumann (1981).
42 Vgl. Klump (1986, S. 99 .).
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390 Raine Klump
E gebnis eine hohen inländischen Ve mögensakkumula ion, die das Po en-
ial an en ablen Ve mögensanlagen im Inland übe i .
Im Zuge de Tä igkei eines Schlüsselwäh ungslandes als in e na ionale
Bank, bei de lang is igen Ne okapi alexpo en ku z is ige Ne okapi al-
impo e gegenübe sehen, is du chaus de Fall denkba , daß sich insgesam
eine Ne oschuldne posi ion gegenübe dem Ausland he ausbilde , ohne daß
dadu ch die Boni ä de Bank in Ge ah ge ä . Diese Kons ella ion se z o -
aus, daß sich bei un e ände hohe inländische Ve mögensakkumula ion
die en ablen In es i ionsmöglichkei en im Schlüsselwäh ungsland so s a k
e höhen, daß sie übe einen länge en Zei aum hinweg die inländische
E spa nisbildung übe e en. Die un e ände hohe inländische E spa nis-
bildung bie e in diese Si ua ion den Hal e n ku z is ige Schlüsselwäh-
ungsgu haben imme noch die Gewäh da ü , daß die im P ozeß de in e -
na ionalen Liquidi ä s ans o ma ion au e enden Risiken im Ve lus all
aus dem Eigenkapi al de in e na ionalen Bank, d.h. dem Ve mögenbes and
des Schlüsselwäh ungslandes gedeck we den können. Als äuße s bedenk-
lich ü die Boni ä de in e na ionalen Bank wä e dagegen die Ne oschuld-
ne posi ion des Schlüsselwäh ungslandes zu beu eilen, die bei un e ände
hohen inländischen In es i ionsmöglichkei en aus einem Rückgang de
inländischen Ve mögensbildung esul ie . In diesem Fall dü e die Ga an-
ie unk ion des inländischen Ve mögens zu Absiche ung gegenübe den
Risiken de in e na ionalen Liquidi ä s ans o ma ion in Zwei el ge a en
und au Daue die Ge ah eine Ve auensk ise ü die in e na ionale Bank
zunehmen.
Be ach e man in Tabelle 3 die En wicklung de ku z is igen Auslands-
e schuldung und de eigenen Wäh ungs ese en de USA sei 1950, so zeig
sich, daß in den 60e Jah en gemäß de Dilemma-Hypo hese alle Vo ausse -
zungen ü eine schwe e Ve auensk ise um den Dolla gegeben wa en. De
Gesam bes and an ku z is igen Auslands e bindlichkei en de USA übe -
s ieg be ei s 1960 den Gesam bes and de ame ikanischen Wäh ungs ese -
en; die Ve bindlichkei en gegenübe ausländischen Zen albanken und
Regie ungen übe sch i en diese Schwelle dann im Jah e 1965. Aus den
Tabellen
4 a)
und b) geh gleichzei ig he o , daß bis zu Mi e de 70e Jah e
die E spa nisbildung de USA und ih An eil an de Wel e spa nis ela i
kons an blieben. Zwa kam es Ende de 60e Jah e zu den k isenha en
E schü e ungen in den in e na ionalen Wäh ungsbeziehungen, die 1971
zu Au hebung de Kon e ibili ä o izielle Dolla ese en in Gold und
1973 zum Zusammenb uch des B e on Woods-Sys ems üh en. Die
Zunahme de ku z is igen Auslands e schuldung de USA gegenübe p i-
a en und o iziellen Gläubige n se z e sich abe auch un e den Bedingun-
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung 391
gen des Sys ems lexible Wechselku se wäh end de 70e und 80e Jah e
ungeb ochen o . 1985 belie en sich die Dolla gu haben ausländische
Wäh ungsbehö den au das Vie zehn ache de ame ikanischen Wäh ungs-
ese en.
Wie be ei s e wähn , g ünden die Be ü ch ungen übe eine schwe e Ve -
auensk ise ü den Dolla heu e nich meh au einem angeblichen Miß e -
häl nis zwischen ku z is ige Auslands e schuldung und Wäh ungs ese -
en, sonde n au de sei Mi e de 80e Jah e en s andenen Ne oschuldne -
posi ion de USA gegenübe dem Res de Wel . Die Be ach ung de ame i-
kanischen Ne oauslandsposi ion sei 1950 e gib nun wiede um wich ige
Au schlüsse übe die Funk ionsweise de in e na ionalen Liquidi ä s ans-
o ma ion. Spal e man die gesam e Ne oauslandsposi ion (un e Ve nach-
lässigung de ame ikanischen Wäh ungs ese en) in Einzelsalden de län-
ge is igen und de ku z is igen Anlage o men au , so zeig sich zu allen
Zei punk en das ü eine in e na ionale Bank zu e wa ende Bild. Wäh end
de gesam en Nachk iegszei wa en die USA gleichzei ig Ne oschuldne
des Auslandes im Be eich ku z is ige Anlage o men und Ne ogläubige
bei lang is igen Auslandsin es i ionen.
Be ei s in den 50e Jah en ha e die Rolle des Dolla s als dominie endes
in e na ionales Zahlungsmi el die wel wei e Nach age nach liquiden Gu -
haben in de ame ikanischen Wäh ung ans eigen lassen. Angesich s on
Übe schüssen in de ame ikanischen Handelsbilanz konn e sie zunächs nu
übe s eigende Kapi alexpo e gedeck we den. Diesen Zweck e üll en zum
einen g oßzügige K edi p og amme de ame ikanischen Regie ung, insbe-
sonde e die Ma shallplan-Hil e zum Wiede au bau de eu opäischen Volks-
wi scha en, zum ande en Di ek in es i ionen ame ikanische Un e neh-
men im Ausland. De Au bau ku z is ige Dolla gu haben in ausländi-
schem Besi z lie e e wiede um wich ige Impulse ü die Ausdehnung des
in e na ionalen Geschä s ame ikanische Finanzin e mediä e, die sich
dami unmi elba in den P ozeß de in e na ionalen Liquidi ä s ans o -
ma ion einschal e en43. Als Reak ion au die Ve suche eine s aa lichen
Regulie ung de in e na ionalen Kapi als öme e lage e sich sei Beginn
de 60e Jah e ein Teil des in e na ionalen Dolla geschä s aus dem Banken-
ma k de USA in den asch expandie enden Eu o-Dolla -Ma k 44.
Die eno me Leis ungs ähigkei des ame ikanischen Finanzsys ems und
de mi ihm eng e bundenen Eu o-Dolla -Mä k e zeig e sich deu lich im
Zusammenhang mi de Abwicklung des Pe odolla -Recyclings wäh end
43 Vgl. Klops ock (1957).
44 Vgl. Zump o (1977, S. 21).
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392 Raine Klump
de zwei en Häl e de 70e Jah e. Wie sich am d as ischen Ans ieg de
ku z is igen Auslands e schuldung de USA in de Mi e de 70e Jah e
ablesen läß , üh en die ges iegenen Einnahmen de OPEC-Lände aus dem
Ölgeschä , als dessen Recheneinhei und Zahlungsmi el de Dolla un-
gie , zu hohen liquiden Einlagen im ame ikanischen Finanzsys em, die wie-
de um ü die Gewäh ung lang is ige Auslandsk edi e nu zba gemach
we den konn e. Die Ta sache, daß die OPEC-Lände o z de Au hebung
de Goldkon e ibili ä o izielle Dolla gu haben, des Übe gangs zu lexi-
blen Wechselku sen und des wachsenden Ungleichgewich s zwischen ku z-
is ige ame ikanische Auslands e schuldung und ame ikanischen Wäh-
ungs ese en ih e Übe schüsse a sächlich zum übe wiegenden Teil in Dol-
la hiel en, zeug e on dem Wunsch, au das am b ei es en e ügba e
Anlagespek um zu ückzug ei en und Gu haben in de in e na ional liqui-
des en Fo m zu bilden45.
Sei Beginn de 80e Jah e is die ungeb ochene Expansion de ku z is i-
gen Ne oauslands e schuldung de USA nich meh on eine pa allelen
Zunahme de lang is igen Ne oauslands o de ungen beglei e . Die dami
eingelei e e Wende on de insgesam zu e zeichnenden Ne ogläubige -
posi ion gegenübe dem Ausland zu eine gewal igen Ne oschuldne posi ion
wa , wie Tabelle 4 zeig , gleichzei ig e bunden mi einem Absinken de
gesam wi scha lichen Spa quo e in den USA, die in den 60e und 70e
Jah en du chschni lich um die 20% be agen ha e, im Du chschni de
80e Jah e abe bishe bei un e 18% lieg . Auch de An eil de USA an de
jäh lichen Wel e spa nisbildung ha sich sei Ende de 70e Jah e d as isch
e inge , obwohl e imme noch deu lich den An eil jedes ande en g oßen
Indus ielandes übe i . Auch wei e hin sind die USA das Land mi dem
wel wei höchs en gesam wi scha lichen Ve mögensbes and und als in e -
na ionale Schuldne mi einem äuße s ge ingen Boni ä s isiko beha e 46.
Ein wei e e Rückgang de Ve mögensakkumula ion könn e in Ve bindung
mi eine expandie enden Ne oauslands e schuldung abe länge is ig die
Funk ion de USA als in e na ionale Bank beein äch igen.
IV. Schluß olge ungen
Die e schiedenen Theo ien übe die En s ehung und Ve wendung in e -
na ionale Schlüsselwäh ungen haben au die wesen lichen ökonomischen
Fak o en au me ksam gemach , au denen die Sonde s ellung de ame ika-
45 Vgl. Ma ione (1985).
46 Vgl. He man (1987).
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De Dolla als in e na ionale Schlüsselwäh ung 393
nischen Wäh ung inne halb des Wel wäh ungssys ems in den le z en 40
Jah en be uh e. Es zeig e sich dabei auch, daß wede ein ückläu ige An eil
de USA am Wel handel noch ges iegene Wechselku s- und In la ions isi-
ken ode eine gesunkene gesam wi scha liche Spa quo e in den USA
alleine bishe die zen ale Bedeu ung des Dolla s bei de Abwicklung des
in e na ionalen Wa en-, Zahlungs- und Kapi al e keh s g undlegend in
F age s ellen konn en.
Fü diese En wicklung mag es auch eine Rolle gespiel haben, daß in den
e gangenen ie Jah zehn en zu keinem ande en Zei punk eine ande e
Wäh ung be ei s and, die als in e na ionales Zahlungsmi el ode im P o-
zeß de in e na ionalen Liquidi ä s ans o ma ion eine ökonomisch sinn-
olle Al e na i e zum Dolla da ges ell hä e. Inso e n un e scheide sich
die Rolle des Dolla s heu e noch imme deu lich on de des P und S e ling
in de Zei nach dem I. Wel k ieg. Das Fehlen eine Al e na i e zum Dolla
schließ alle dings die Ge ah nich aus, daß un e bes imm en Ums änden
die in e na ionale Ve wendung de ame ikanischen Wäh ung e heblich
beein äch ig we den könn e. Es implizie lediglich, daß am Ende eines
solchen P ozesses nich die Du chse zung eine neuen dominie enden
Schlüsselwäh ung s eh , sonde n die Rückkeh zum wäh ungspoli ischen
Bila e alismus mi hohen Wohls ands e lus en ü die gesam e Wel wi -
scha .
Ge ade die neu en s andene Posi ion de USA als bedeu ends e in e na-
ionale Ne oschuldne könn e En wicklungen in Gang se zen, die au
Daue das Risiko eine solchen Ve auensk ise um den Dolla ans eigen
lassen, indem sie zusä zlich zu de be ei s gesunkenen Ra e de gesam wi -
scha lichen Ve mögensakkumula ion auch ande e De e minan en des
Schlüsselwäh ungss a us nachhal ig e schlech e n. So wü de beispiels-
weise de Ve such de USA, die auße o den lich hohen Ungleichgewich e in
den in e na ionalen Handelss ömen du ch massi e p o ek ionis ische Maß-
nahmen zu e inge n, die wei e e Expansion des Wel handels nachhal ig
beein äch igen und dami auch die Bedeu ung de dominie enden in e na-
ionalen Schlüsselwäh ung ela i ie en. Ähnlich e hängnis olle Konse-
quenzen hä en zwei ellos Bes ebungen de USA, den Realwe de in Dol-
la denominie en ame ikanischen Auslands e schuldung du ch In la ion
d as isch zu senken. Ein s a k s eigendes und im in e na ionalen Ve gleich
hohes In la ions isiko de Schlüsselwäh ung dü e wel wei die Bes ebun-
gen ö de n, in e na ionale Handels- und Kapi al ansak ionen in s abile-
en Wäh ungseinhei en abzuwickeln. Dami wä e wiede um ein s a ke
An eiz zu Ve inge ung des Dolla an eils in allen in e na ionalen Wäh-
ungspo olios gescha en. Die Ein üh ung on Kapi al e keh skon ollen,
26 K edi und Kapi al 3/1989
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394 Raine Klump
um den P ozeß de Au lösung on Dolla gu haben und ih e Kon e ie ung
in ande e Fo men in e na ionale Liquidi ä au zuhal en, wü de un e
diesen Bedingungen den in e na ionalen Bedeu ungs e lus des Dolla s
noch beschleunigen.
Ein solches Szena io läß sich um so ehe abwenden, je ühe es geling ,
die wel wei en außenwi scha lichen Ungleichgewich e ohne Eing i e in
die F eihei des Wel handels und des in e na ionalen Kapi al e keh s zu
e inge n. Dazu sind eine sei s e hebliche Ans engungen de USA zu
Ve inge ung des p i a en und ö en lichen Konsums e o de lich. Das
In e esse de gesam en Wel wi scha an eine lang is ig unk ions ähigen
in e na ionalen Wäh ungso dnung soll e abe auch in allen ande en Län-
de n die Be ei scha zu eine in e na ionalen Koo dinie ung de Anpas-
sungsans engungen ö de n.
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398 Raine Klump
Tabelle 4
En wicklung na ionale Spa quo en und S uk u de Wel e spa nisbildung
a) Du chschni liche jäh liche An eil de gesam wi scha lichen B u oe spa nis
am B u oinlandsp oduk in %
Pe iode USA G oßb i annien BR Deu schland Japan
1960-69 20,0 18,4 28,6 33,1
1965-74 20,1 19,3 28,2 37,0
1970-79 20,0 19,3 26,0 35,3
1975-84 19,3 18,6 23,2 31,8
1980-86 17,9 27,7 23,1 31,5
b) An eil de jäh lichen na ionalen B u oe spa nis an de Wel e spa nis in %
Jah USA G oßb i annien BR Deu schland Japan
1965 34,8 4,5 7,8 7,2
1970 28,5 3,9 8,5 12,7
1975 35,6 3,2 7,7 13,2
1980 21,3 4,3 7,9 13,6
1985 22,2 2,0 3,8 13,7
Quelle: In e na ional Mone a y Fund, In e na ional Financial S a is ics Yea book 1987 und Supplemen on Ou -
pu S a is ics 1984; eigene Be echnungen.
Li e a u e zeichnis
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OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.22.3.375 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:10