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Energie- und Klimapolitik: Effizienter durch Neuausrichtung

Author: Lerch, Achim
Publisher: Warsaw: Sciendo
Year: 2025
DOI: 10.2478/wd-2025-0042
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/319730/1/10.2478_wd-2025-0042.pdf
Le ch, Achim
A icle
Ene gie- und Klimapoli ik: E izien e du ch
Neuaus ich ung
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: Le ch, Achim (2025) : Ene gie- und Klimapoli ik: E izien e du ch
Neuaus ich ung, Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X, Sciendo, Wa saw, Vol. 105, Iss. 3, pp. 152-,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2025-0042
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/319730
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Wi scha sdiens 2025 | 3
152
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Wi scha ge ö de .
Ene gie- und Klimapoli ik
E izien e du ch Neuaus ich ung
Im Wahlkamp zu o gezogenen Bundes agswahl im Feb-
ua 2025 s anden – neben de Mig a ionspoli ik – o allem
wi scha liche F agen im Vo de g und, wäh end klimapoli-
ische Themen anscheinend an Bedeu ung e lo en ha en.
Bei genaue em Hinsehen lassen sich beide Themen jedoch
nich oneinande ennen: Nach wie o ha Deu schland
wel wei mi die ambi ionie es en klimapoli ischen Ziele
und will be ei s 2045, und dami ün Jah e ühe als die
EU, klimaneu al sein. Dies üh zunehmend zu s a k s ei-
genden Kos en de deu schen Ene gie- und Klimapoli ik
und dami zu e heblichen Belas ungen ü Un e nehmen
und Haushal e. In dem Maße, in dem diese Belas ungen
zunehmen, schein gleichzei ig die Akzep anz de Klima-
poli ik in wei en Teilen de Be ölke ung zu schwinden. Da
de deu sche An eil an den wel wei en CO2-Emissionen nu
ca. 1,6 bis 1,8 % be äg , is gleichzei ig de Bei ag die-
se eu en und ambi ionie en Poli ik zu Beg enzung des
globalen Klimawandels ma ginal. Das in diesem Zusam-
menhang lange p opagie e A gumen de Vo bildwi kung
übe zeug imme wenige angesich s de Ta sache, dass
die üb ige Wel die deu sche Ene giepoli ik nich e wa als
Vo bild, sonde n zunehmend ehe als absch eckendes
Beispiel sieh . De o liegende Bei ag plädie dahe ü ei-
ne g undlegende Neuaus ich ung de deu schen Ene gie-
und Klimapoli ik, insbesonde e in ie Be eichen:
1. In e na ionale s a na ionale Fokus: Da de E olg jede
Klimapoli ik on de globalen Emissions eduk ion abhäng ,
soll en die deu schen Klimaziele neu o mulie und an die
eu opäischen Ziele angeglichen we den – Klimaneu ali ä
bis 2050. Ein eigenes, ambi ionie e es Ziel is angesich s
de wi scha lichen Ve lech ungen im EU-Binnenma k
eine sei s und o allem au g und des gemeinsamen eu-
opäischen Emissionshandels ande e sei s ohnehin sinn-
los: Das deu sche Vo p eschen bewi k keine schnelle e
eu opäische Emissions eduk ion insgesam , sonde n gib
lediglich ande en EU-Mi gliede n meh Zei zu E eichung
de Klimaneu ali ä .
2. Pa adigmenwechsel in den P io i ä en: Bislang gil in de
(deu schen) Klimapoli ik das kaum hin e ag e Dogma
„Ve meiden o Kompensie en“. Da ü gib es alle dings
keinen wi klichen sachlogischen G und, da es ü die Kli-
mawi kung allein au die Ne oemissionen ankomm : Ob
Emissionen on o nhe ein e mieden ode du ch die Au -
DOI: 10.2478/wd-2025-0042
Wi scha sdiens , 2025, 105(3), 152
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nahme in Senken kompensie we den, mach ü die e-
sul ie ende CO2-Konzen a ion keinen Un e schied. Die
P io isie ung de Maßnahmen muss dahe aus ökonomi-
sche Sich anhand ih e Kos en e olgen. Sowohl Maß-
nahmen zu S eige ung de na ü lichen Senkenkapazi ä
(z. B. Wiede e nässung on Moo en ode Au o s ung,
insbesonde e in Lände n des globalen Südens) als auch
echnologische Lösungen (Ca bon Cap u e, U ilisa ion
and S o age, CCUS) sind dabei eilweise um ein Viel a-
ches güns ige als Ve meidungsmaßnahmen, z. B. im
deu schen Ve keh s- ode Gebäudesek o .
3. En bü ok a isie ung: Die deu sche Ene gie- und Klima-
poli ik beda d ingend eine En ze ung: De zei bes eh
eine d as ische Übe egulie ung, die Poli ik e ze el sich
in eine Vielzahl on Einzelmaßnahmen und Gese zen, die
sich zum Teil wide sp echen und zahl eiche Ine izienzen
e zeugen (E neue ba e-Ene gien-Gese z, Ene giee izi-
enzgese z, Gebäudeene giegese z, Fö de ung de E-Mo-
bili ä , Technologie e bo e, usw.). Als übe geo dne es In-
s umen genüg de eu opäische Emissionshandel, übe
den wi ksam und e izien die Gesam menge de Emissio-
nen (au die es alleine ankomm !) au das gewünsch e Maß
eduzie we den kann. Zusä zliche Maßnahmen bewi ken
dann au g und des Wasse be e ek es keine zusä zlichen
Emissionseinspa ungen, behinde n abe die E izienz
massi . Eine (s ä ke e) Ve knüp ung des eu opäischen
Emissionshandels mi ande en Lände n bzw. Regionen
wel wei („Linking“) eine sei s und mi dem eiwilligen
Kompensa ionsma k ande e sei s wü de zudem die s ä -
ke e in e na ionale Aus ich ung de Klimapoli ik be ö de n
(siehe e s e Punk ) und zusä zliche E izienzgewinne ge-
ne ie en (siehe zwei e Punk ).
4. Soziale Ausgleich: Die Umse zung de e s en d ei
Punk e wü de die Klimapoli ik be ei s deu lich e izien e
und dami billige machen, was auch die Belas ungen de
Un e nehmen und Bü ge e heblich eduzie en wü de. Die
gleichwohl mi dem Emissionshandel e bundene wei e-
e Ve eue ung on CO2-Emissionen muss abe da übe
hinaus d ingend sozial abge ede we den, o zugsweise
du ch eine P o-Kop -Rück e gü ung de Ve s eige ungs-
e löse („Klimageld“).
Mi eine Neuaus ich ung de Ene gie- und Klimapoli ik im
Sinne de zu o genann en Punk e könn e die neue Bun-
des egie ung siche s ellen, dass Deu schland wei e hin
seinen zugesag en Bei ag zu E eichung de Pa ise Kli-
maschu zziele leis e , ohne Bü ge und Un e nehmen übe
Gebüh zu belas en – und dami le z lich dem Klimaschu z
einen Bä endiens zu e weisen.
P o . D . Achim Le ch
FOM Hochschule ü Oekonomie und Managemen , Kassel