Hausne , Ka l Heinz
A icle
Schuldenb emse: In es ie en als S aa sau gabe
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: Hausne , Ka l Heinz (2024) : Schuldenb emse: In es ie en als S aa sau gabe,
Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X, Sciendo, Wa saw, Vol. 104, Iss. 2, pp. 75-,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2024-0025
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h ps://hdl.handle.ne /10419/284453
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ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um Wi scha 75
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Wi scha ge ö de .
Schuldenb emse
In es ie en als S aa sau gabe
De S aa soll e geziel In es i ionen in wich ige Be ei-
che, wie Bildung, Deka bonisie ung, Digi alisie ung, In -
as uk u und Ve eidigung ä igen, wenn wegen de Ei-
genscha en on ö en lichen Gü e n da ü keine p i a en
Un e nehmen zu Ve ügung s ehen. Die Vizep äsiden in
des In e na ionalen Wäh ungs onds (IWF), Gi a Gopina h,
emp iehl Deu schland, 1 P ozen punk meh als bishe
ü In es i ionen auszugeben. Und selbs de Sach e -
s ändigen a Wi scha möch e die Möglichkei de Ve -
schuldung übe die bishe igen 0,35 % des BIP ausdeh-
nen, solange de Schuldens and un e 90 % des BIP lieg .
Schulden sind im Deu schen nich nu K edi e, sonde n es
s eck auch das Wo Schuld da in. Im Englischen bezeich-
ne deb lediglich K edi e ohne mo alische We ung. In den
meis en S aa en is eine Ve schuldung ü Zukun sin es i-
ionen soga posi i beleg . Nach Be echnungen des Ins i-
u s de deu schen Wi scha (IW) wü de die ohnehin nied-
ige deu sche Schuldenquo e on ak uell e wa 65 % selbs
bei eine jäh lichen Neu e schuldung on 1,5 % des BIP
wei e sinken. Dami könn en p o Jah In es i ionen on
e wa 60 M d. Eu o ge ä ig we den. Haushal s echnisch
gib es zwei Möglichkei en, eine zusä zliche Schuldenau -
nahme gese zeskon o m zu e anschlagen. En wede de
Gese zgebe ände die es ik i e Schuldenb emse ode
scha ähnlich wie bei de Bundesweh zweckgebundene
Sonde e mögen und kann die In es i ionen dann auße -
halb des egulä en Haushal s ä igen. So inanzie z. B.
die Schweiz ih Bahnsys em aus einem Bahnin as uk u -
onds, dessen Finanzie ung bis 2035 siche ges ell is . Ex-
empla isch soll ü die Be eiche Bildung, In as uk u und
Ve eidigung skizzie we den, wa um eine E höhung de
s aa lichen Ausgaben do besonde s no wendig is .
Bei de Bildung ha die kü zlich o ges ell e PISA-S udie
gezeig , dass die Leis ungen deu sche Schüle :innen in-
zwischen un e dem Ni eau liegen, das 2001 den e s en PI-
SA-Schock auslös e. Zwa üh e die COVID-19-Pandemie
in allen Lände n zu Rückgängen im Leis ungsni eau, diese
sind in Deu schland abe besonde s hoch. So haben z. B.
Jugendliche im Al e on 15 Jah en in den OECD-Lände n
17 Punk e in Ma he e lo en, in Deu schland jedoch 25
Punk e. Ve glichen mi den Jugendlichen des Jah es 2018
en sp ich dies as einem komple en Schuljah Rück-
s and. In den e gangenen zehn Jah en s ieg de An eil de
DOI: 10.2478/wd-2024-0025
Wi scha sdiens , 2024, 104(2), 75
JEL: H52, H54, H63, I28
Risikoschüle :innen in Ma hema ik on 18 % au as 30 %,
wäh end sich de An eil de Spi zenschüle :innen on 18 %
au 9 % halbie e. Deu schland gib p o Jah 4 % des BIP
ü Bildung aus, im Du chschni de OECD-Lände sind
es 4,6 %, bei den no dischen S aa en soga meh als 5 %.
Wenn Deu schland also 0,5 % seine Wi scha sleis ung
meh in Bildung in es ie en wü de, könn e es zumindes an-
nähe nd zum Du chschni de OECD-Lände au schließen.
Bei de In as uk u is eine de g öß en Baus ellen siche -
lich die Deu sche Bahn. Hie sind In es i ionen sei Jah -
zehn en zuguns en des S aßenbaus un e blieben und
müssen nun nachgehol we den. Deu schland gab 2022
p o Kop 114 Eu o ü die Schienenin as uk u aus, in de
Schweiz und Ös e eich wa en es 450 bzw. 319 Eu o. Um
au das exzellen e Schweize Ni eau zu kommen, wä en
p o Jah übe 28 M d. Eu o no wendig, das imme noch gu-
e Ni eau Ös e eichs ließe sich mi e wa 11 M d. Eu o e -
eichen. Dabei is de bishe au gelau ene Nachholbeda
noch nich be ücksich ig . Deshalb soll e das Geld auch
zusä zlich zu den be ei s geplan en und 40 M d. Eu o ü
die Gene alsanie ung in den nächs en ie Jah en ließen.
Nach dem ussischen Übe all au die Uk aine bekennen
sich eine g oße Meh hei de Be ölke ung und de poli i-
schen Pa eien zum NATO-Ziel on 2 % des BIP ü Ve -
eidigungsausgaben. Manche Lände be ach en dies als
zu ge ing. Das an Russland g enzende Es land will e wa
2024 seine Mili ä ausgaben au 3,2 % des BIP e höhen.
Somi können die 2 % als Un e g enze ü ein NATO-Land
in e p e ie we den. Die 100 M d. Eu o des Sonde e -
mögens Bundesweh dü en spä es ens 2027 au ge-
b auch sein. Um die Ve eidigungsausgaben au 2 % e -
s e igen zu können, we den dann zusä zlich mindes ens
0,5 % des BIP no wendig sein.
Le z lich gib es noch die No wendigkei de Deka bonisie-
ung. Wenn Deu schland bis 2045 klimaneu al we den will,
sind um ang eiche In es i ionen e o de lich. Die müssen
zwa g öß en eils om P i a sek o ge ä ig we den, abe
de S aa muss zumindes zu Beginn die no wendigen An-
eize se zen. Und die Ve säumnisse de Digi alisie ung sind
nich e s sei dem Einsa z on Faxge ä en de Gesund-
hei säm e wäh end de Co onapandemie bekann .
De Schuldenb emse alle no wendigen In es i ionen un-
e zuo dnen und im Zwei el einen sinkenden Wohls and
du ch ein ge inge es Bildungsni eau, eine schlech e In -
as uk u und hohe geopoli ische Risiken du ch eine un-
zu eichende Ve eidigungs ähigkei in Kau zu nehmen,
schein mi nich de Weishei le z e Schluss zu sein.
Ka l H. Hausne
Hochschule des Bundes, Mannheim