Ma x, Ch is ian
A icle
Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung: Zu Diskussion übe
die Ins umen e und die Unabhängigkei de Zen albank in de Ä a
Schille (1966-1972)
Vie eljah sch i ü Sozial- und Wi scha sgeschich e (VSWG)
P o ided in Coope a ion wi h:
F anz S eine Ve lag, S u ga
Sugges ed Ci a ion: Ma x, Ch is ian (2024) : Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung:
Zu Diskussion übe die Ins umen e und die Unabhängigkei de Zen albank in de Ä a Schille
(1966-1972), Vie eljah sch i ü Sozial- und Wi scha sgeschich e (VSWG), ISSN 2365-2136, F anz
S eine Ve lag, S u ga , Vol. 111, Iss. 3, pp. 277-307,
h ps://doi.o g/10.25162/ swg-2024-0009
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Au sä ze
Vie eljah sch i ü Sozial- und Wi scha sgeschich e 111, 2024/3, 277–307
DOI 10.25162/ swg-2024-0009 (CC-BY 4.0)
Ch is ian Ma x
Die Deu sche Bundesbank in de
Globals eue ung
Zu Diskussion übe die Ins umen e und die Unabhängigkei de Zen albank in de
Ä a Schille (1966–1972)
The Ge man Cen al Bank and Mac o Regula ion
On he Discussion o he Ins umen s and Independence o he Deu sche
Bundesbank in he E a o Ka l Schille (1966–1972)
Abs ac : Keynesian-inspi ed mac o egula ion gained impo ance in Wes Ge man econo-
mic policy om he mid-1960s and was ensh ined in law h ough he S abili y and G ow h Ac
in 1967. In he con ex o he legisla i e p ocess, he ques ion a ose as o wha ex en he Deu -
sche Bundesbank should be gi en new cen al bank ins umen s in o de o achie e he goal
o p ice s abili y. In he end, hei implemen a ion was ejec ed as he go e nmen demanded
pa icipa ion igh s ha con adic ed he p inciple o cen al bank independence. Based on
documen s om he His o ical A chi e o he Deu sche Bundesbank and he Fede al A chi es,
he a icle examines he a gumen s in a o o he new ins umen s and he easons ha p e-
en ed hei implemen a ion.
Keywo ds: mone a y his o y, in la ion, cen al bank, cen al bank independence
JEL Codes: B22, B26, E51, E52, E58, N14, N24, N44
1. Einlei ung
Als das Bundes inanzminis e ium am 9. Janua 1974 ankündig e, die bes ehenden Ka-
pi al e keh sbesch änkungen wei gehend au zuheben, beg üß e de SPD-Abgeo dne e
und Vo si zende des Bundes agsausschusses ü Wi scha He be Eh enbe g diese
En scheidung in ollem Um ang. Ebenso wie mi den Beschlüssen om 19. Dezembe
1973, als die Bundes egie ung einzelne im Mai ge o ene Maßnahmen des S abili ä s-
p og amms angesich s de schwächelnden Konjunk u wiede au gehoben ha e, bewies
die Bundes egie ung in den Augen Eh enbe gs zu Beginn des neuen Jah es ih e An-
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passungs ähigkei an die sich asch e ände nden wel wi scha lichen En wicklungen.1
Die Besch änkungen des in e na ionalen Kapi al e keh s seien in Zei en es e Wech-
selku se und in de ühen Phase des Floa ens als Abweh mi el gegen une wünsch e
De isenzu lüsse und zu S abilisie ung des Geldwe s du chaus wünschenswe gewe-
sen, doch sei ein solche Zu luss– insbesonde e on US-Dolla s– ak uell nich meh
gegeben und au absehba e Zei auch nich zu e wa en. Zudem we de die poli isch ge-
wünsch e Libe alisie ung des Kapi al e keh s das Ans eigen des Dolla ku ses e lang-
samen und au diese Weise eine Au wä sen wicklung de Impo p eise en gegenwi -
ken. Dem „ ich igen“ Sch i de Bundes egie ung müsse die Bundesbank nun olgen
und ih e sei s die hohen Mindes ese esä ze eduzie en und das Zinsni eau absenken,
um konjunk u poli ische Impulse zu se zen. Dami e wies Eh enbe g zum einen au
in e na ionale Wäh ungszusammenhänge, die ü die bundesdeu sche Geldpoli ik on
Bedeu ung wa en; zum ande en e deu lichen sein Lob an die Bundes egie ung und
seine Fo de ung an die Bundesbank den Ein luss beide Ak eu e au P eiss abili ä und
Konjunk u en wicklung.2
Es wa nich das e s e Mal, dass Eh enbe g die Geld- und Zinspoli ik de Bundes-
bank k i isie e. Be ei s 1967 ha e e o dem Hin e g und de damaligen Konjunk u -
lau e und de deu schen In la ionse ah ungen eine E höhung de Ve schuldung und
das Vo ziehen on In es i ionen ge ö de , was du ch Zinssenkungen de Bundesbank
lankie we den soll e.
Dabei scheinen die E ah ungen mi zwei In la ionen öllig e d äng zu haben, daß die bis
zum Exzeß konsequen e De la ionspoli ik de Reichs egie ung B üning und des Reichsbank-
p äsiden en Schach en scheidend dazu beige agen haben, daß es zum 30. Janua 1933 mi allen
seinen Folgen kam.3
Fü Eh enbe g wa es die e s e P lich de Bundesbank, die allgemeine Wi scha spo-
li ik de Bundes egie ung zu un e s ü zen– ganz wie es in Pa ag a 12 des Bundesbank-
gese zes ge egel wa . Dabei un e schlug Eh enbe g jedoch ge ne den zwei en Teil des
Pa ag a en, wonach die Bundesbank on Weisungen de Bundes egie ung unabhängig
wa . Es wa du chaus möglich, dass Bundes egie ung und Zen albank in wi scha s-
und wäh ungspoli ischen F agen zu un e schiedlichen Ansich en kamen, und diese
Dissens wu de nich du ch ein Weisungs ech de Poli ik gelös , sonde n muss e– nach
Rech slage– ausgehandel ode auch ausgehal en we den.4
1 Die konjunk u elle Übe hi zung und die dami zu e wa ende Beschleunigung de Kos en- und P eis-
en wicklung e anlass en die Bundes egie ung im Feb ua und Mai 1973 zwei S abili ä sp og amme zu
e abschieden, die meh e e Maßnahmen, wie eine Beg enzung de ö en lichen Haushal e, das Au legen
eine S abili ä sanleihe, die E hebung eine S abili ä sabgabe und die Ein üh ung eine In es i ionss eue ,
en hiel en. Vgl. Bundesa chi (1973a).
2 Vgl. Bundesa chi (1973b); Eh enbe g (1974).
3 Eh enbe g (1967), hie S.323. Schach wa alle dings schon im Mä z 1930 als Reichsbankp äsiden zu ück-
ge e en.
4 Vgl. Bundesgese zbla (1957).
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279Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
Mi de Du chse zung de Globals eue ung un e Ka l Schille als Bundeswi -
scha sminis e (1966–1972), bei de eine abges imm e Fiskal-, Geld-, Einkommens-
und Außenwi scha spoli ik eine s abile konjunk u elle En wicklung bei nied ige
A bei slosenquo e und In la ions a e ga an ie en soll e, wu de das bishe ige Ve häl nis
zwischen Regie ung und Zen albank jedoch in Teilen in age ges ell . Nich die Unab-
hängigkei de Bundesbank, sonde n die Bewäl igung de ökonomischen K ise s and
im Vo de g und. Mi einem a embe aubenden Tempo ini iie e die G oße Koali ion
1967 eine „Neue Wi scha spoli ik“, die sich du ch neua ige Ins umen e zu P ogno-
se und P ojek ion de wi scha lichen En wicklung, eine mi el is ige Finanzplanung
und eine an izyklische Fiskalpoli ik auszeichne e.5 Daneben ungie e die Konze ie e
Ak ion un e Einschluss on Bund, Lände n und Gemeinden sowie de Sozialpa ne
und de Bundesbank als Abs immungsa ena de un e schiedlichen wi scha spoli i-
schen Ak eu e.6 Die Bundesbank wa somi sowohl sei ens de poli ischen Zielse zung
(P eiss abili ä ) als auch ins i u ionell (Konze ie e Ak ion) in die Globals eue ung
eingebunden. Gleichwohl wa dami noch nich die F age bean wo e , inwie e n ih e
Unabhängigkei hie du ch angie wu de und welche Ins umen e ih zu Du chse -
zung de ih an e au en Au gaben an die Hand gegeben we den soll en.
De olgende Bei ag g ei diese Diskussion au und be e sie in die Fo schungs-
kon o e se hinsich lich de Unabhängigkei on Zen albanken ein. Es wi d danach
ge ag , welche Posi ionen die Bundesbank, die Bundes egie ung und ande e poli ische
Ak eu e in Bezug au die wi scha s- und wäh ungspoli ischen Tu bulenzen ab Mi e
de 1960e Jah e einnahmen und mi welchen Maßnahmen sie ihnen begegnen woll en.
Obschon Regie ung und Opposi ion sich Ende de 1950e Jah e einande angenähe
ha en und die soziale Ma k wi scha o an on allen pa lamen a ischen Pa eien als
Wi scha so dnung akzep ie wu de, gingen die Au assungen jensei s dieses G und-
konsenses wei auseinande . Dahe wi d es auch da um gehen, au zuzeigen, ob sich das
ins i u ionelle Ve häl nis de O gane zueinande du ch die geplan e Implemen ie ung
neue K isenins umen e e ände hä e und inwie e n länge geheg e Wünsche zu
Eing enzung zen albankpoli ische Unabhängigkei e olg eich wa en.
Diese F agen nach den angemessenen Reak ionen au die wi scha s- und wäh-
ungspoli ischen He aus o de ungen ab den 1960e Jah en sowie nach zen albankpo-
li ischen Eing i smöglichkei en und ih e demok a ischen Ve anke ung liegen an de
Schni s elle on Finanz-, Wi scha s- und poli ische Zei geschich e. Um das Ve häl -
nis on Bundes egie ung und Bundesbank auszulo en, sind hie e s ens Fo schungen
zu Finanz-, Wi scha s- und Wissenscha sgeschich e he anzuziehen. So ha Tim
Schane zky he ausgea bei e , dass de Ansp uch de keynesianischen Globals eue ung
mi dem einse zenden gesellscha lichen Wandel ab Ende de 1960e Jah e asch in F a-
ge ges ell wu de und Alexande Nü zenadel den Bedeu ungsgewinn ökonomische Ex-
pe en ü die wissenscha liche Poli ikbe a ung nachgewiesen; in beiden Fällen we den
das S abili ä sgese z und die ihm zug unde liegenden Ziele in Fo m des „magischen
5 Vgl. Schane zky (2007), S.55.
6 Vgl. Rehling (2011).
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Vie ecks“ de aillie behandel .7 Fe ne ha Alexande Kus e mann gezeig , dass die
Adenaue -Regie ung dem Bundeshaushal noch keine konjunk u s eue nde Funk ion
zusch ieb; opposi ionelle Fo de ungen nach k edi inanzie en Ausgabenp og am-
men zu Konjunk u s eue ung und He s ellung de Vollbeschä igung d äng e sie mi
Ve weis au dami e bundene in la ionä e Tendenzen e olg eich zu ück. E s mi de
Finanz- und Haushal s e o m 1967/69 wu den Bund und Lände e p lich e , mi ih-
en Haushal en zum gesam wi scha lichen Gleichgewich beizu agen.8 Die Rolle de
Bundesbank wi d in diesen Bei ägen alle dings nu ands ändig behandel .
Zwei ens sind hie Un e suchungen übe die deu sche Zen albank anzu üh en. Au-
ße dem on de Deu schen Bundesbank he ausgegebenen Band „Fün zig Jah e Deu -
sche Ma k“, in dem sowohl ih e Geldpoli ik als auch ih e Rolle im S aa sge üge da ges ell
wi d,9 lie e n die Disse a ion on Clemens K auss übe die anzösische und deu sche
Geldpoli ik in den 1970e Jah en, die einschlägigen diploma iehis o ischen A bei en on
William Glenn G ay sowie die S udien on Pe e A. Johnson und Leon Wansleben übe
den Au s ieg des Mone a ismus in de Bundes epublik und den USA wich ige Ansa z-
punk e.10 K auss beleuch e zum einen, wie hoch angige Zen albanke ih e geldpoli i-
schen Posi ionen in de Endphase des B e on-Woods-Sys ems e idie en; zum ande en
e anschaulich e die ielges al igen Auseinande se zungen on Zen albanken mi de
Poli ik ih e Regie ungen. Demgegenübe ha G ay– o allem in seinem jüngs e schie-
nenen Buch– ein übe zeugendes Pano ama de wes deu schen Außenpoli ik in den
1960e und 1970e Jah en en al e , bei dem die bundesdeu sche Außenwi scha s- und
Wäh ungspoli ik im Zen um s ehen. Im Ve lau de Wäh ungsk isen es ig e die Bun-
des epublik ih e eu opäische Füh ungs olle und s ieg un e den Bedingungen des Kal en
K ieges schließlich zu eine eigens ändigen Handelsmach au .11
D i ens is au das wei e Feld de Zen albankunabhängigkei zu e weisen. In
diesem Kon ex ha Simon Mee da geleg , dass sich die deu sche Zen albank nach
1945 mi dem Ve weis au his o ische In la ionse ah ungen als Hü e in de Wäh ung
s ilisie e und hie aus ein daue ha e Gleichklang on unabhängige No enbank und
Wäh ungss abili ä e wuchs. Neben den Sammelbänden on Gianni Toniolo– mi dem
Bei ag on Ca l-Ludwig Hol e ich zu Deu schland –12 und on Be nha d Lö le 13 sind
ü die F ühphase de Bundesbank übe dies die Un e suchungen on Helge Be ge , Jö g
Bibow und Ca s en He eke zu nennen. So e weis Be ge da au , dass zwa ein b ei e
Konsens übe die wi scha lichen und poli ischen Vo eile eine au onomen Zen al-
bank bes ehe, abe wenig übe die He ausbildung solche Ins i u ionen und ih e Unab-
7 Vgl. Nü zenadel (2005); Schane zky (2007). Vgl. e ne allgemein zum ökonomischen S uk u wandel
jenes Zei aums: Ah ens/S eine (2015); Amb osius (2009); S eine (2016).
8 Vgl. Kus e mann (2020).
9 Vgl. Deu sche Bundesbank (1998).
10 Vgl. G ay (2006); G ay (2007); G ay (2023); Johnson (1998); K auss (2021); Wansleben (2023).
11 Fe ne wä en hie ü den eu opäischen Kon ex zu nennen: James (2012); Mou lon-D uol (2012); so-
wie die Disse a ion on Juliane Clegg übe G oßb i annien und die eu opäische Wäh ungspoli ik in den
1980e Jah en.
12 Vgl. Toniolo (1988).
13 Vgl. Lö le (2010).
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281Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
hängigkei bekann sei. In diesem Zusammenhang s ell de Bei ag on Bibow die Un-
abhängigkei de wes deu schen Zen albank in de unmi elba en Nachk iegszei als
eine Besonde hei im in e na ionalen Ve gleich he aus, wäh end He eke e deu lich ,
dass es hie zu du chaus Gegenk ä e in Fo m deu sche Expe en gab und die Unabhän-
gigkei de Bank deu sche Lände le z lich on außen implemen ie wo den sei.14 Die
Diskussion ab Mi e de 1960e Jah e, inwie e n de Bundesbank angesich s sich wan-
delnde globale Finanz- und Wi scha s e lech ungen neue wi ksame geldpoli ische
Ins umen e an die Hand gegeben we den soll en, wu de jedoch in bishe igen Da s el-
lungen übe das ins i u ionelle Ge üge de Zen albank und ih e Unabhängigkei nich
un e such .
Wäh end die E ich ung de Bank deu sche Lände 1948 als Vo gänge ins i u
de 1957 geg ünde en Deu schen Bundesbank inzwischen als ech gu e o sch gil ,15
gib es bislang jedoch nu wenige S udien, die die deu sche Zen albank sei Mi e de
1960e Jah e zum Gegens and haben. Die olgenden Aus üh ungen lie e n hie zu einen
Teilbei ag und agen dami zum Ve s ändnis de jünge en deu schen Finanzgeschich-
e bei. Um zu e klä en, wa um die Bundesbank im Kon ex des S abili ä sgese zes so
ehemen an ih e Unabhängigkei es hiel , wi d im olgenden Abschni zunächs de
Weg zu ins i u ionellen Unabhängigkei de wes deu schen Zen albank nachgezeich-
ne . Anschließend we den die kon o e s disku ie en Be ugnisse de Bundesbank im
S abili ä sgese z 1967 un e such , die bis zu Au lösung des Wäh ungssys ems on B e -
on Woods mi es en Wechselku sen 1973 meh ach Gegens and poli ische Auseinan-
de se zungen wa en.
2. Die Unabhängigkei de deu schen Zen albank
Viele wi scha swissenscha liche S udien haben inzwischen die Bedeu ung eine un-
abhängigen Zen albank mi Blick au die P eiss abili ä he ausges ichen. Fü bes imm-
e Lände s ichp oben konn e gezeig we den, dass es einen nega i en Zusammenhang
zwischen dem o malen G ad de Zen albankunabhängigkei und de In la ions a e
gib . Lände mi eine unabhängigen Zen albank, die ih e geldpoli ischen En schei-
dungen ei on Besch änkungen und ohne Einmischungen on Regie ungen, des
Pa lamen s ode ande en Ins i u ionen ode In e esseng uppen e en kann, weisen
demnach eine höhe e P eiss abili ä au .16 Alle dings we den bei diese Sich weise die
G ünde de Ins i u ionenbildung nu wenig be ücksich ig , denn Zen albankunabhän-
gigkei kann kaum als kausale Fak o nied ige In la ion angesehen we den. Vielmeh
soll e die Ein ich ung eine unabhängigen Zen albank als soziale P ozess in e p e ie
we den, bei dem de G ad de gesellscha lichen In la ionsa e sion, die Du chse zungs-
14 Vgl. Be ge (1997); Bibow (2009); He eke (2021).
15 Vgl. neben den obigen Ti eln . a.: Buchheim (1998).
16 Vgl. zusammen assend: Be ge / Haan/ Eij inge (2008). Klassisch hie zu die Fo de ung on Kenne h
Rogo , die Geldpoli ik an unabhängige und konse a i e Zen albanke zu delegie en: Rogo (1985).
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ähigkei on In e esseng uppen, das poli ische Sys em und äuße e Mach beziehungen
ele an we den.17 Vo diesem Hin e g und wi d im Folgenden die spezi ische Fo m de
deu schen Zen albankunabhängigkei , welche im Kon ex de Globals eue ung au
den P ü s and kam, ü die Zei nach 1945 skizzie .
Meis is mi de Unabhängigkei on Zen albanken de en ins i u ionelle S ellung
gemein , die sich dadu ch auszeichne , dass es na ionalen und sup ana ionalen Ins i u-
ionen– wie Regie ungen ode Pa lamen en– un e sag is , de Zen albank Weisun-
gen zu e eilen. Neben diese ins i u ionellen lassen sich noch d ei wei e e Fo men de
Unabhängigkei un e scheiden: eine unk ionale, eine inanzielle und eine pe sonelle.
Wäh end man un e de unk ionalen Unabhängigkei die Kompe enz de Zen albank
e s eh , selbs übe die Maßnahmen zu Umse zung ih e Ziele zu be inden, bezieh
sich die inanzielle au ih e Finanzmi el; demnach kann die Zen albank beispielsweise
nich gezwungen we den, das s aa liche Haushal sde izi zu inanzie en. Die pe sonelle
Unabhängigkei be i schließlich alle Regelungen, die die Rek u ie ung und Be u ung
des Pe sonals um assen.18
Be ei s in de Zwischenk iegszei wa im Zuge des Kon lik s mi den Repa a i-
onsgläubige n 1922 die ins i u ionelle Unabhängigkei de Reichsbank gegenübe de
Reichs egie ung gese zlich e anke wo den. Nach de Übe windung de Hype in la-
ion wu de jene Weisungsungebundenhei mi dem neuen Bankgese z om Augus 1924
im Rahmen des Dawes-Plans nochmals un e s ichen. Die ins i u ionelle Unabhängig-
kei on de Regie ung bilde e o an die Rich schnu , an de sich die Zen albanke als
Idealzus and o ien ie en und die ih e Ansich nach zu Siche s ellung de Geldwe -
s abili ä no wendig wa .19
Mi dem Au s ieg de Na ionalsozialis en wende e sich das Ve häl nis zwischen Zen-
albank und Regie ung g undlegend. Die Umbenennung in „Deu sche Reichsbank“
1939 s eh keineswegs nu symbolisch ü die Un e we ung de No enbank un e die
Rüs ungs- und K iegsziele des NS-Regimes, ielmeh hob das Reichsbankgese z on
1939 endgül ig ih e wäh ungspoli ische Au onomie au . Dami ende e ein P ozess, de
1933 mi de Besei igung des Gene al a s begonnen und sich 1937 o gese z ha e, denn
sei dem wa das Di ek o ium de Reichsbank dem Reichskanzle di ek un e s ell . Als
das Reichsbankdi ek o ium im Janua 1939 Hi le o eine Fo se zung de expansi en
Ausgabenwi scha wa n e, wu de es en lassen und de Reichsbank jegliche In e en i-
onsmöglichkei zu Beg enzung de expansi en und in la ions eibenden Rüs ungspo-
li ik genommen.20
Nach dem Ende des Zwei en Wel k ieges wu de die zen alis ische Reichsbanko -
ganisa ion liquidie , 1946/47 wu den ganz im Sinne de alliie en Dezen alisie ungs-
poli ik Landeszen albanken (LZB) geg ünde . Anschließend e olg e am 1. Mä z 1948
die E ich ung de Bank deu sche Lände (BdL) als Spi zenins i u eines zweis u igen
17 Vgl. Hayo (2010).
18 Vgl. W obel (2018).
19 Vgl. James (1985); Ri schl (2002).
20 Vgl. Gehlen/ Ma x (im E scheinen); Hol e ich (1988), hie S.133–139; James (1998), hie S.64–83.
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283Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
Zen albanksys ems, womi de Weg ü die Wäh ungs e o m im Juni 1948 ei wa .21
Sei ih e G ündung wa die BdL unabhängig on de Bundes egie ung, alle dings un-
e lag sie in ih e F ühphase zunächs den Ano dnungen de Alliie en Bankkommis-
sion. Diese Unabhängigkei wa jedoch ebenso ums i en wie de dezen ale Au bau
de Zen albank. Beide Aspek e wu den im Zusammenhang mi de Ausa bei ung eines
Bundesbankgese zes in ensi disku ie .22
Wäh end Wi scha sminis e Ludwig E ha d endenziell Ve ech e eine poli isch
unabhängigen No enbank wa , beansp uch e Finanzminis e F i z Schä e ein Ve o-
ech de Regie ung in wäh ungs- und k edi poli ischen F agen. Dami s and e keines-
wegs allein. Ein Gese zen wu des Finanzminis e s aus dem Jah 1950 sah dahe die
En sendung on zwei Regie ungs e e e n in die Si zungen des Zen albank a s o ,
denen do ein Einsp uchs ech gewäh we den soll e. Dami wä e die Unabhängigkei
de Zen albank s a k eingesch änk wo den.23 Schä e und Bundeskanzle Adenaue
moch en sich ih e Wi scha spoli ik nich om Zen albank a dik ie en lassen, s a -
dessen soll en die Rich linien de Wäh ungs- und K edi poli ik nu im Ein e nehmen
mi de Bundes egie ung es geleg we den. Doch schü en ih e Ideen zahl eiche Ab-
weh eak ionen.24 In diese Diskussion pla z e im Mä z 1951 das Angebo de Alliie en
Hohen Kommission, im Zuge de Re ision des Besa zungss a us au die Be ugnisse de
Bankkommission zu e zich en. Da au hin e a bei e e das Finanzminis e ium asch ei-
nen En wu ü ein Übe gangsgese z, das den Beg i „Alliie e Bankkommission“ ein-
ach du ch „Bundes egie ung“ e se z e. Hie au e hob sich he ige P o es sei ens des
Zen albank a s. Da au hin en schä e Schä e seinen En wu , so dass de en schei-
dende Passus le z lich lau e e: „Die Bank deu sche Lände is e p lich e , die allgemei-
ne Wi scha spoli ik de Bundes egie ung zu beach en und im Rahmen ih e Au gaben
zu un e s ü zen.“25 Dami wa eine Fo mel ge unden, wie sie in ähnliche Weise auch
Bes and eil des Bundesbankgese zes on 1957 wu de.26
Dabei blieb de Gese zgebungsp ozess nich on de geleb en P axis im Ve häl nis
on No enbank und Regie ung ei. Angesich s eines bedenklichen P eisau iebs e -
höh e die BdL im Mai 1956 meh mals den Diskon sa z– mi Zus immung on E ha d
und Schä e , abe gegen das Vo um on Adenaue und BDI-P äsiden F i z Be g. Da-
au hin olg e am 23. Mai 1956 die be ühm e „Fallbeil-Rede“ Adenaue s o dem BDI,
wonach die Diskon -E höhung wie ein Fallbeil au die blühende Konjunk u he ab-
21 Vgl. Buchheim (1998); Am sbla de Mili ä egie ung (1948).
22 Vgl. He eke (2021); S e n (1998), hie S.142–148.
23 Vgl. Buchheim (2001), hie S.20; Hen schel (1988), hie S.10 .
24 Vgl. Buchheim (2001), hie S.27; Hen schel (1988), hie S.11–13.
25 Bundesgese zbla (1951).
26 Vgl. Bibow (2009); Buchheim (1998), hie S.114; Buchheim (2001), hie S.21–24; Dis el (2003), S.203–
205; Hen schel (1988), hie S.17–19. Vgl. insbesonde e Bundesbankgese z § 12 Ve häl nis de Bank zu
Bundes egie ung: „Die Deu sche Bundesbank is e p lich e , un e Wah ung ih e Au gabe die allgemei-
ne Wi scha spoli ik de Bundes egie ung zu un e s ü zen. Sie is bei de Ausübung de Be ugnisse, die
ih nach diesem Gese z zus ehen, on Weisungen de Bundes egie ung unabhängig.“ Vgl. hie zu: S e n
(1998), hie S.185–189.
© by he au ho (s), published by F anz S eine Ve lag, S u ga 2024
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gesaus sei.27 Das Bild en ach e eine ö en liche Diskussion übe die Weisungs eihei
de No enbank, doch im Ende ek wa die Reak ion de P esse in diese sogenann en
Gü zenich-A ä e ü Adenaue e nich end. Fü eine Bindung de Zen albank an die
Weisungen de Bundes egie ung and sich wede in de Ö en lichkei noch im Pa la-
men eine Meh hei . De en scheidende Passus des Bundesbankgese zes ga an ie e de
Zen albank o an ih e ins i u ionelle Unabhängigkei . Im Gese zgebungsp ozess ha e
die BdL imme wiede da au hingewiesen, dass nu eine unabhängige Zen albank eine
d ama ische Gelden we ung wie o 1945 e hinde n könne.28
Dennoch blieb das Ve häl nis zu Bundes egie ung spannungsgeladen. Besonde s
g a ie end wa en die Di e enzen in Bezug au die S abili ä des Außenwe s de wes -
deu schen Wäh ung. Sowohl Vocke als auch Blessing sahen die im Rahmen des B e on-
Woods-Sys ems es geleg en Wäh ungspa i ä en als sak osank an. Die e s e Au we -
ung de DM im Mä z 1961 konn e dahe nu nach langem Wide s and de Bundesbank
o genommen we den, auch wenn die Bundes egie ung le z lich au onom übe den
Wechselku s en schied und nich au die Zus immung de Bundesbank angewiesen
wa . Le z e e moch e zwa ins i u ionell unabhängig on de Bundes egie ung sein,
doch P eiss abili ä konn e sie nu mi de en Hil e e eichen. Inne halb de Zen al-
bank üh ung se z e sich zu diese Zei lediglich Di ek o iumsmi glied O ma Emmin-
ge ehemen ü eine Au we ung ein.29 Auch Adenaue lehn e diese Maßnahme ab,
alle dings woll e die Regie ung angesich s de be o s ehenden Wahlen ebenso wenig
au eine an izyklische Fiskalpoli ik umschal en, die den Au we ungsd uck e inge
hä e. Beides ging in den Augen de Bundesbank nich gleichzei ig. Blessing d oh e da-
he soga mi Rück i . Die Bundes egie ung e höh e zunächs die En wicklungshil e,
um den Übe schuss de Leis ungsbilanz e was auszugleichen und dami D uck on de
deu schen Wäh ung zu nehmen, doch wa diese Maßnahme nich hin eichend. Schließ-
lich gab Adenaue dem D ängen E ha ds nach und s imm e eine ün p ozen igen Au -
we ung de DM im Mä z 1961– noch o de Bundes agswahl– zu. Hie zeig e sich
o enkundig, dass Wäh ungs-, Finanz- und Wi scha spoli ik nu schwe oneinande
zu ennen wa en.30
3. Die Deu sche Bundesbank in de Ä a Schille
Ende de 1960e Jah e wa en die Bedingungen des Nachk iegsbooms nich meh ge-
geben. Die K iegsze s ö ungen wa en inzwischen wei gehend besei ig , de Nachhol-
beda wa ges ill und auch die P oduk i i ä slücke zu den USA wu de zunehmend
27 Vgl. Be ge (1997), hie S.440–443; Caesa (1981), S.188 .; Hol e ich (1998), hie S.394–396; Neumann
(1998), hie S.330–332.
28 Vgl. K auss (2021), S.28–31; Ma sh (1992), S.234–236; Mee (2019), S.177–180; Nü zenadel (2005), S.244–
264; Bundesgese zbla (1957).
29 Vgl. Bu hop/ Becke / Bank (2013), S.208–211; Hol e ich (1998), S.405 ., 409. Siehe auch: Emminge
(1986), S.104–134.
30 Vgl. Bu hop/ Becke / Bank (2013), S.210–213; Hol e ich (1998), hie S.409–413.
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291Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
Sowohl hinsich lich des Be unds eines wi scha lichen Ungleichgewich s als auch in
Bezug au die zu e g ei enden Maßnahmen konn e somi ein Gegensa z en s ehen.57
Übe dies mahn e die Bundesbank abe mals eine s uk u elle Konsolidie ung de ö -
en lichen Haushal e und eine Einsch änkung de Ausgabenzuwächse an.58
Zudem beans ande e sie die g undlegende Einsch änkung ih e Unabhängigkei .
Die Ein üh ung eine K edi pla ondie ung selbs wu de in de Bundesbank inzwischen
meh hei lich be ü wo e , doch wa die geplan e Be eiligung de Bundes egie ung um-
s i en: „Die Bindung des Rech es de Bundesbank zu K edi pla ondie ung an eine
E mäch igung du ch die Bundes egie ung, die ih e sei s wiede die Fes s ellung des
‚Ungleichgewich s‘ o ausse z , sch änk die Au onomie de Bundesbank e s mals ex-
p essis e bis ein“59, so Blessing. Eine solchen Schmäle ung ih e lange umkämp en
Unabhängigkei moch e die Zen albank nich zus immen. Vo diesem Hin e g und
sp ach sich Bundesbankp äsiden Blessing– mi Zus immung des Zen albank a s–
le z lich gegen die ü das S abili ä sgese z angedach e K edi pla ondie ung aus. Dami
ude e die No enbank on ih em u sp ünglichen Vo schlag An ang 1967 zu ück. Das
Rech zu Aus u ung eines konjunk u poli ischen No s ands woll e die Bundesbank
de Bundes egie ung nich zuges ehen.60
Da übe hinaus wu de die ins i u ionelle Unabhängigkei de No enbank in einem
wei e en Punk in F age ges ell . Nach de on Schille o geschlagenen Neu assung
wä e de Bundesbank ein selbs s ändiges Handeln e sag geblieben. Die No enbank
woll e sich in ih em Handlungsspiel aum abe nich einsch änken lassen. Zudem
konn e die Aus u ung eines gesam wi scha lichen Ungleichgewich s nach Ansich
de Zen albanke einen e hängnis ollen Ankündigungse ek auslösen und zu ei-
ne o so glichen Bescha ung on K edi zusagen üh en.61 Die Sach e s ändigen de
wi scha lichen Spi zen e bände und de Wi scha s o schungsins i u e lehn en die
K edi pla ondie ung aus ähnlichen G ünden ab.62 In olgedessen wu de sie im Ve lau
de pa lamen a ischen Be a ung wiede aus dem Gese z zu Fö de ung de S abili ä
und des Wachs ums he ausgenommen und auch die Ände ung des Bundesbankgese -
57 Vgl. Kus e mann (2020), S.159 .; Nü zenadel (2005), S.309 . Auch de Rech sausschuss beklag e das Feh-
len eine eindeu igen De ini ion eines „gesam wi scha lichen Gleichgewich s“. Vgl. Kus e mann (2020),
S.137–139, 157 .
58 Vgl. Ki e e (1998), S.217.
59 BA ch, B 102/759825, Blessing an Schille (17.02.1967).
60 Vgl. HADB, B330/459/1, 232. ZBR-Si zung (02.02.1967); HADB, B330/459/2, 233. ZBR-Si zung
(16.02.1967). Noch im Ap il 1966 s imm e de Zen albank a da ü , dass de Bundesbank sei ens de Bun-
des egie ung das Rech einge äum we de, eine quan i a i e Beg enzung de K edi gewäh ung anzuo d-
nen. 16 ZBR-Mi gliede s imm en da ü , zwei Mi gliede dagegen; ein Mi glied en hiel sich de S imme.
Vgl. HADB, B330/450/2, 213. ZBR-Si zung (14.04.1966).
61 Vgl. BA ch, B 126/37719, Blessing zum o läu igen Ve zich au K edi pla ondie ung be ei , in: S u ga e
Zei ung (09.02.1967); Reinbo h (1967).
62 Vgl. BA ch, B 102/71702, Volkma Mu hesius, „Ein bedenkliches konjunk u poli isches Ins umen “,
in: Indus ieku ie , N . 53, 06.04.1966, S. 5, „K edi pla ondie ung i Mi els and“, in: Handelsbla
(30.06.1966); BA ch, B 102/759825, Deu sche Genossenscha s e band an Schmücke (22.08.1966), BDI
an BMWi (14.02.1967); BA ch, B 126/37719, Be ich übe das Geschä sjah des Ve bandes P i a e Hy-
po hekenbanken e. V. (1966), S.22. Vgl. k i isch zu geplan en K edi pla ondie ung auch: Klinge (1966);
Zweig/ Becke (1966); Becke / Zweig (1966).
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zes, die dami hä e einhe gehen müssen, allengelassen.63 Das S abili ä sgese z, wie es
am 8. Juni 1967 e lassen wu de, ziel e neben einem hohen Beschä igungss and, einem
außenwi scha lichem Gleichgewich und einem angemessenen Wi scha swachs um
zwa wei e hin au die S abili ä des P eisni eaus ab, gleichwohl en hiel es in seine
End assung nich meh das Ins umen de K edi beg enzung. De geldpoli ische Ins -
umen enkas en de Bundesbank wu de mi de Möglichkei zu Ausgabe zusä zliche
Geldma k papie e nu beg enz e wei e .64
3.2 Wäh ungsk isen und Re o m e suche
Mi dem E lass des S abili ä sgese zes wa en die wi scha s- und wäh ungspoli ischen
P obleme jedoch nich gelös . Vielmeh zeig en sich die du ch die Kons uk ion des
B e on-Woods-Sys ems beding en Spannungen imme deu liche , insbesonde e die
Un ähigkei , no wendige Wechselku sanpassungen o zunehmen. Le z lich e ö ne en
die Uns immigkei en zwischen inländische Finanz- und Geldpoli ik, in e na ionale
We bewe bs ähigkei und es geleg en Wechselku sen einen Raum ü Wäh ungsk i-
sen, wie sie bspw. G oßb i annien zwischen 1964 und 1967 e leb e. Das b i ische P und
wa nach dem US-Dolla lange Zei die zwei wich igs e Rese ewäh ung des in e -
na ionalen Wäh ungssys ems. Diese Schlüssel olle des P und S e ling e möglich e es
P emie minis e Ha old Wilson und seinen Finanzminis e n, wiede hol g oße in e na-
ionale Un e s ü zung ü den S e ling-Wechselku s zu e hal en– insbesonde e sei ens
de US-No enbank und de Bundesbank. Sowohl die Bank o England als auch Zen al-
banken be eunde e S aa en in e enie en massi au dem De isenma k , um die b i-
ische Wäh ung gegen spekula i e Ang i e zu e eidigen. Dennoch muss e das P und
im No embe 1967 um meh als 14 P ozen abwe en.65 Dies wa nich nu ein Zeichen
ü die Schwäche de b i ischen Wi scha , sonde n demons ie e auch die G enzen
63 Vgl. BA ch, B 126/37719, Maaß an Hecke (26.03.1970); Deu sche Bundes ag (1966), S.2753.
64 Vgl. Bundesgese zbla (1967); Kus e mann (2020), S.162–164; Nü zenadel (2005), S.310 . Das S abili-
ä sgese z sah le z lich nu o , dass bei eine die olkswi scha liche Leis ungs ähigkei übe s eigenden
Nach ageauswei ung Mi el zu zusä zlichen Tilgung on Schulden bei de Deu schen Bundesbank (bzw.
eine bei ih angesammel en Konjunk u ausgleichs ücklage) e anschlag we den soll en (§ 5/§ 7); e ne
ha e die Bundesbank das Rech , an den Be a ungen des Konjunk u a es eilzunehmen (§ 18). Zudem
wu de das Bundesbankgese z mi dem S abili ä sgese z um eine Vo sch i e gänz (§ 42a BBankG), wo-
nach de Bund, wenn Mobilisie ungspapie e bis zum Be ag de Ausgleichs o de ungen in Umlau ge-
b ach wo den wa en, de Bundesbank au Ve langen wei e e Scha zwechsel (als Liquidi ä spapie e) bis
zum Höchs be ag on ach M d. DM auszuhändigen ha e. Die Bundesbank konn e den Bund e suchen,
ih e aus de Wäh ungs e o m on 1948 s ammenden Ausgleichs o de ungen gegen den Bund in Höhe on
und 8 M d. DM ganz ode eilweise in Scha zwechsel ode un e zinsliche Scha zanweisungen umzuwan-
deln und au diese Weise zu „mobilisie en“. Die so gescha enen Ti el we den als Mobilisie ungspapie e
bezeichne . Vgl. Deu sche Bundesbank (1995), S.48 .
65 Vgl. Bo do/ MacDonald/ Oli ie (2009); Schenk (2010), S. 155–205, 273–293; Schenk/ S aumann
(2016), S.340 .; Toniolo (2005), S.388–399.
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293Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
de Zen albankkoope a ion. Le z lich ha e dami de Niede gang des Fes ku ssys ems
on B e on Woods mi dem Gold-Dolla -S anda d eingese z .66
Auch die anzösische und die wes deu sche Wäh ung ge ie en 1968/69 un e D uck
und wu den on Spekula ionen heimgesuch . Die Bank ü In e na ionalen Zahlungs-
ausgleich be ach e e 1969– neben de Lage in G oßb i annien und den USA– o allem
die Zahlungsbilanzen und Wechselku s e häl nisse on F ank eich und de Bundes e-
publik als Belas ungen ü das in e na ionale Wäh ungssys em.67 De Abwe ungsd uck
au den anzösischen F anc wa nich zule z au eine Kapi al luch und e hebliche De-
isen e lus e in olge de S uden en e ol e und hohe S aa sausgaben zu ückzu üh en.68
Hohe Leis ungsbilanzübe schüsse und eine e gleichsweise nied ige In la ion zogen im
Fall de Bundes epublik hingegen Kapi alzu lüsse nach sich, die einen Au we ungs-
d uck au die Deu sche Ma k e zeug en. Gleichzei ig bed oh en die Liquidi ä szu lüsse
zunehmend die Geldwe s abili ä im Inland.69 Besonde s die anschwellenden Zah-
lungsbilanzde izi e de USA ha en die Dolla gu haben im Ausland– o nehmlich in
Wes eu opa– ans eigen und au diese Weise sei den 1950e Jah en einen expandie en-
den Eu odolla -Ma k en s ehen lassen, dessen in la ionä e Ein luss au die na ionalen
Wäh ungs äume ü die Zen albanke schwe abschä zba wa .70
Im Un e schied zu den ande en g oßen wes lichen Volkswi scha en e zeichne e
die Bundes epublik Ende de 1960e Jah e ein wi scha liches Wachs um bei nied i-
gen In la ions a en. Diese „In la ionslücke“ schu in e na ional un e schiedliche P eis-
ni eaus, die es deu schen P oduzen en e laub en, ih e Expo p eise nied ig zu hal en
und ih e We bewe bsposi ion au dem Wel ma k auszubauen. Aus de Pe spek i e
deu sche He s elle ha e dies somi du chaus Vo eile, doch e gaben sich hie aus Zah-
lungsbilanzungleichgewich e, die auch du ch Auslandsin es i ionen deu sche Un e -
nehmen und Geld ans e s on in de Bundes epublik lebenden „Gas a bei e n“ nich
ausgeglichen we den konn en und obend ein das gesam e Wäh ungssys em bed oh-
en.71 Mi Blick au die In la ion s ell en die Bundesbanke deshalb mi So ge es , dass
sich die Geldmenge in olge de expo beding en bundesdeu schen Leis ungsbilanz-
übe schüsse auswei e e; gleichzei ig übe ug sich das hohe P eisni eauwachs um des
Auslands übe Impo e au das Inland. Das E gebnis wa eine „impo ie e In la ion“.72
Be ei s 1964 ha e de Sach e s ändigen a in seinem e s en Gu ach en un e dem Ti el
„S abiles Geld– S e iges Wachs um“ ü die F eigabe de Wechselku se plädie , um mi
eine au gewe e en DM de du ch die gewal igen Expo übe schüsse „impo ie en“
In la ion en gegenzu e en. Im gleichen Jah wa en im wissenscha lichen Bei a des
66 Vgl. Bo do/ Monne / Nae (2019); Bu hop/ Becke / Bank (2013), S.217 .; Schenk/ S aumann (2016),
S.341; Toniolo (2005), S.410–423.
67 Vgl. Bu hop/ Becke / Bank (2013), S.219 .; Toniolo (2005), S.426 .
68 Vgl. Bo do/ Sima d/ Whi e (1993), S.269–274; James (1998).
69 Vgl. K auss (2021), S.50 .
70 Vgl. Rischbie e (2015), S.468–472; Schenk (1998).
71 Vgl. G ay (2006), S.59–61; G ay (2007), S.298; G ay (2023), S.189.
72 Vgl. be ei s zei genössisch: Wes phal (1968). O ma Emminge eklamie ü sich, diesen Beg i e s mals
1956 ö en lich e wende zu haben. Zwei ellos wa die „impo ie e In la ion“ schon Ende de 1950e Jah e
ein wich iges Thema de Wi scha spoli ik. Vgl. Emminge (1986), S.79; Hesse (2016), S.429, 458 .
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Bundeswi scha sminis e iums S immen au gekommen, die sich ü einen Übe gang
zu lexiblen Wechselku sen aussp achen, um die Gelden we ung zu b emsen. Zwa
ha e sich diese Linie au poli ische Ebene nich du chse zen können, doch wu de das
Wäh ungssys em on B e on Woods mi es en Wechselku sen sei dem imme s ä ke
in F age ges ell .73
Säm liche An ang und Mi e de 1960e Jah e disku ie en S uk u p obleme eines
Wäh ungssys ems mi es en Wechselku sen keh en am Ende de Dekade– alle dings
in wei aus e schä e Fo m– wiede zu ück. Als im Somme 1968 eine wei e e e-
i able in e na ionale Wäh ungsk ise he au zog, bei de sich das b i ische P und o z
o angegangene Abwe ungen e neu im eien Fall be and und auch de US-Dolla
un e D uck ge ie , plädie e de Zen albank a gegenübe de Bundes egie ung– im
Un e schied zu Deba e 1960/61– deshalb meh hei lich ü eine Au we ung de DM.
Obschon de Sach e s ändigen a dies angesich s de gewal igen Summe ein ließende
spekula i e Auslandsgelde gleiche maßen emp ahl, lehn e Bundeswi scha sminis e
Schille dies ab.74 Insbesonde e woll e die Bundes egie ung ku z is ige Spekula ionsge-
winne in olge eine Pa i ä sände ung e hinde n.75 Auch eine konze ie e Abwe ung
des schwachen F anzösischen F anc und Au we ung de s a ken Deu schen Ma k um
jeweils ün P ozen , wie sie die beiden No enbankp äsiden en im No embe 1968 aus-
gehandel ha en, schei e e am Wide s and on Ka l Schille und Bundes inanzminis-
e F anz-Jose S auß. Dabei wa die Bundesbank allein in den e s en d ei Wochen des
No embe s 1968 gezwungen, De isen ü as neun Millia den DM au zukau en. Es wa
de Momen , in dem das ökonomische Po enzial de Bundes epublik e s mals au in e -
na ionale Finanzbühne sich ba wu de. Da au hin and am 20. No embe 1968 in Bonn
die Wäh ungskon e enz de sogenann en Zehne g uppe s a , die die on Schille ein-
geladenen No enbankp äsiden en und Fachminis e aus Belgien, de Bundes epublik,
G oßb i annien, F ank eich, I alien, Japan, Kanada, den Niede landen, Schweden und
den USA um ass e. Alle dings blieb das T e en wei gehend e gebnislos.76
De G und ü das Schei e n lag nich zule z da in, dass die Bundes egie ung eine
„E sa zau we ung“77 in Fo m eine Sonde abgabe au die Aus uh und eine S eue -
e güns igung ü die Ein uh in Höhe on jeweils ie P ozen beschlossen ha e. Dies
wa aus deu sche Pe spek i e ein geschick e Schachzug, denn die „E sa zau we -
ung“ e sp ach, die anhal enden Übe schüsse Deu schlands du ch die S imulie ung
de Impo e und eine leich e Dämp ung de Nach age nach deu schen Expo en zu
e inge n. Übe dies wi k e die Maßnahme spekula i en Bes ebungen en gegen, die
au eine „ech e“ Au we ung ho en. Schille und Bundeskanzle Ku Geo g Kiesin-
ge ü ch e en nich nu wei e hin, dass de ökonomische Au schwung ü eine Au -
we ung nich obus genug sei, ielmeh e ach e e de Bundeswi scha sminis e die
73 Vgl. Hesse (2016), S.461 .; Pie enkempe / F emdling (2018), S.305; Schane zky (2007), S.100 .
74 Vgl. Bu hop/ Becke / Bank (2013), S.220; Schane zky (2007), S.103 .
75 Vgl. G ay (2006), S.61 .
76 Vgl. G ay (2006), S.56 ., 64 .; G ay (2023), S.188–196; Schane zky (2007), S.104 .
77 Vgl. Deu sche Bundesbank (1969), S.15.
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295Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
E sa zau we ung auch als o eilha , weil sie– insbesonde e im Fall eine e ände en
Wi scha slage– leich e als eine Pa i ä sände ung wiede ückgängig gemach we den
konn e.78 Doch die ausländischen Finanzminis e und No enbankche s wa en übe das
Außenwi scha liche Absiche ungsgese z bes ü z , und auch die Bundesbank dis an-
zie e sich explizi on de En scheidung de Bundes egie ung, da diese Maßnahme in
ih en Augen nich geeigne schien, die Wäh ungsun uhen zu beenden. Die F ak ions-
o si zenden de G oßen Koali ion, Helmu Schmid (SPD) und Raine Ba zel (CDU/
CSU), wa en dem Zen albank a deshalb o , de Regie ung in den Rücken ge allen
zu sein. Die gegenläu igen Vo s ellungen zu Bewäl igung de Wäh ungsp obleme lie-
ßen übe dies e neu Übe legungen zu eine Einsch änkung de gese zlichen Unabhän-
gigkei de Bundesbank au kommen.79
Im Feb ua 1969 un e nahm die Bundesbank einen neuen Vo s oß zu Bewäl igung
de Wäh ungsp obleme, indem de Zen albank a die Bundes egie ung au o de e,
die „E sa zau we ung“ du ch eine ech e, meh als ie p ozen ige Au we ung de DM
abzulösen. Doch Kiesinge und S auß, die sich wei e hin s ä ke um den Wi scha s-
au schwung so g en, hiel en an ih e De ise es , dass es mi ihnen keine einsei ige Au -
we ung geben we de. Das Kabine beschloss dahe im Mä z 1969 lediglich iskalpoli i-
sche Res ik ionen und zusä zliche Ein uh libe alisie ungen, um dami wei e e Impo e
zu s imulie en und das Ungleichgewich in de Handelsbilanz zu eduzie en. Zu selben
Zei wechsel e Schille alle dings in das Lage de Au we ungsbe ü wo e . Neben Be-
ü ch ungen eine konjunk u ellen Übe hi zung dü en hie bei angesich s des ans e-
henden Wahlkamp s auch pa eipoli ische G ünde eine Rolle gespiel haben. Schille
ini iie e sich nun als schä s e Gegne eine impo ie en In la ion, denn s eigende
Impo p eise und ein Ans ieg de Expo e wü den die deu sche In la ion unweige lich
in die Höhe eiben. Die Bonne Koali ion müsse olglich schnell handeln. Gemeinsam
mi wei en Teilen de SPD a en Schille , die Gewe kscha en, die FDP und die Bun-
desbank geschlossen ü eine Au we ung ein, wohingegen Kiesinge , S auß und die
Spi zen e bände de Indus ie sich dagegen aussp achen. Eine poli ische En scheidung
wa in diese Pa si ua ion nich meh möglich. In olgedessen ging de Zen albank a
zu eine Res ik ionspoli ik übe , in de en Folge de Diskon sa z on d ei P ozen im
Mä z 1969 au sechs P ozen am 10. Sep embe 1969 angehoben wu de. Au diese Weise
e schä e die Bundesbank die außenwi scha liche Zwangslage, denn die konjunk-
u poli isch gebo enen Zinse höhungen ha en zu Folge, dass e meh spekula i e
Auslandsgelde in die Bundes epublik lossen. Doch e s nach de Bundes agswahl om
28. Sep embe 1969 beschloss die neue soziallibe ale Koali ion, die Pa i ä de DM ge-
genübe dem US-Dolla um 9,3 P ozen anzuheben und dami die wenig e olg eiche
E sa zau we ung abzulösen.80
78 Vgl. G ay (2006), S.65.
79 De Spiegel (1968); Bu hop/Becke /Bank (2013), S.220 .; Emminge (1986), S.142–148; G ay (2006),
S.65–69; Hol e ich (1998), S.422 .; Johnson (1998), S.71 .; Nü zenadel (2005), S.339–341; Schane zky
(2007), S.104–106.
80 Vgl. Emminge (1986), S.158–163; G ay (2006), S.69–77; G ay (2007), S.301–304; Hesse (2023), S.208–
210; Hol e ich (1998), S.423–426; Nü zenadel (2005), S.342 .; Schane zky (2007), S.106–108.
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ch is ian ma x296
3.3 Die Diskussion übe no enbankpoli ische Ins umen e An ang de 1970e Jah e
Mi de Ve abschiedung des S abili ä sgese zes 1967 und de En scheidung ü eine Au -
we ung 1969 wa en zwei elsohne Lösungen ü aku e wäh ungspoli ische Kon lik e
ge unden wo den, gleichwohl hiel en die in e na ionalen Wäh ungsp obleme an.81 Als
die US-No enbank aus binnenwi scha lichen G ünden ab 1970 on eine Hoch- au
eine Nied igzinspoli ik umschal e e und die ame ikanischen Banken in olgedessen ih e
hohe Auslands e schuldung abbau en und Eu opa mi Liquidi ä übe schwemm en,
expandie e die K edi gewäh ung deu sche Geschä sbanken e neu seh s a k. Im Zu-
sammenspiel mi s a k s eigenden Lohnkos en und eine expansi en Sozialpoli ik de
soziallibe alen Koali ion, die dem P eisans ieg Vo schub leis e en, s ell e sich ü die
Bundesbank dahe abe mals die F age, mi welchen Mi eln sie eagie en soll e.82 Die
klassischen geldpoli ischen Hebel de Zins- und Liquidi ä spoli ik kamen angesich s
al e na i e Möglichkei en de Liquidi ä sbescha ung ü die Banken übe in- und aus-
ländische Geldmä k e an ih e G enzen.83
Vo diesem Hin e g und b ach e de e ah ene baye ische LZB-P äsiden Ca l Wa-
genhö e im Janua 1970 e neu die Idee eine K edi pla ondie ung in den Zen albank-
a ein. Im Di ek o ium de Bundesbank wu den zu diese Zei ähnliche Übe legungen
anges ell . Die Zen albanke hiel en noch einmal es , dass die u sp üngliche Idee o
allem da an geschei e sei, dass da ü das Bundesbankgese z hä e geände we den
müssen, wo an die Bundesbank kein In e esse ha e. Eine eiwillige Ve einba ung mi
den Banken in Fo m eines Gen lemen‘s Ag eemen , wie es nun angedach wa , schien ih-
nen hingegen als gangba e Weg. Vo allem eine G uppe um Wagenhö e , E ns Fessle ,
O ma Emminge und Ka l Klasen o cie e diese Vo gehensweise, wohingegen O o
P leide e eine K edi pla ondie ung mi Blick au die E ah ungen im Ausland imme
noch skep isch gegenübe s and.84
Auch in e na ional wu de dieses Thema zu diese Zei disku ie . Beispielsweise e -
s ell e das OECD-Sek e a ia 1970 eine Vo s udie übe Möglichkei en de K edi pla-
ondie ung. Au den Hinweis eines Bundesbank-Ve e e s, dass sich g öße e Un e neh-
men diese Beg enzung du ch Auslandsk edi e leich en ziehen könn en, en gegne e
die anzösische Sei e, dass dies in F ank eich– wo sie be ei s exis ie e– kein P oblem
da s elle, weil es Un e nehmen do nich ges a e sei, ohne wei e es Auslandsk edi-
81 Vgl. K auss (2021), S.58–63.
82 Vgl. Hol e ich (1998), S.426 .
83 Vgl. Hagen (1998), S.444 .
84 Vgl. HADB, B330/5874/1, 305. ZBR-Si zung (08.01.1970). Die Bundesbank ha e mi den üh enden deu -
schen K edi ins i u en be ei s im Feb ua 1969 ein Gen lemen’s Ag eemen e einba , nach dem diese bei
de Emission on DM-Auslandsanleihen den Wünschen de Bundesbank olgen wü den. Vgl. F anke
(1998), S.286. De E s e Di ek o de Haup s elle Bochum de LZB in No d hein-Wes alen E ich Rein-
ha d plädie e in de Fachzei sch i des K edi wesens 1970 gleich alls da ü , de Bundesbank in Hoch-
konjunk u phasen das Ins umen a ium de K edi pla ondie ung in die Hand zu geben, um den „übe mä-
ßig langen B emsweg abzukü zen und möglichs ühzei ig zu einem neuen Gleichgewich zu kommen.“
Vgl. Reinha d (1970).
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297Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
e au zunehmen. De a ige Besch änkungen e schienen den deu schen Ve e e n mi
Blick au den Indus ies ando Bundes epublik jedoch wenig e s ebenswe .85
Inzwischen wa en die Ve b auche p eise in de Bundes epublik und zahl eichen
ande en Lände n hochgeschnell , so dass sich die In la ion 1970 als neue Haup ge ah
ü das in e na ionale Wäh ungssys em abzeichne e. Vo allem au g und de Locke ung
de US-Geldpoli ik kam es zu massi en De isenzu lüssen in die Bundes epublik. Die
Bundesbank analysie e das P oblem de „impo ie en In la ion“ nun explizi un e
Be ücksich igung des wäh ungspoli ischen T ilemmas, wonach es nu möglich sei, ma-
ximal zwei on d ei Zielen zu e olgen. Um die Kapi alzu lüsse und de en in la ionä e
Folgen au zuhal en, müsse man en wede den Kapi al e keh massi einsch änken ode
das Sys em es e Wechselku se übe winden. Da die Bundesbank solchen Einsch än-
kungen des Kapi al e keh s ablehnend gegenübe s and, bo nu das Wechselku sge üge
einen Ausweg.86 Zugleich hiel de Ve auens e lus in die US-Wäh ung an. De dami
e bundene anhal ende Kapi als om b ach e die Bundesbank an die G enzen ih e
Handlungs ähigkei . Wäh end de neue Bundesbankp äsiden Ka l Klasen deshalb eine
adminis a i e Kon olle de Kapi alimpo e gemäß § 23 des Außenwi scha sgese zes
(AWG) e wog und im Sinne eine in e na ionalen Zusammena bei am bes ehenden
Sys em es e Wechselku se es hal en woll e, plädie e Vizep äsiden O ma Emmin-
ge – wie auch die olkswi scha liche Ab eilung de Bundesbank– ü die Au gabe
de In e en ionsp lich und eine empo ä e F eigabe de Wechselku se, da Kapi al e -
keh skon ollen lediglich die Symp ome behandeln wü den.87
Am 5. Mai 1971 spi z e sich die Diskussion zu, als de Zen albank a angesich s de
iesigen Dolla zu lüsse und de om Bundeswi scha sminis e ium da au hin ange-
o dne en Schließung de De isenbö sen in Anwesenhei on Schille übe beide Vo -
schläge be ie . Wäh end sich de Bundeswi scha sminis e wie Emminge und Di ek-
o iumsmi glied Hein ich I mle ü eine Flexibilisie ung de Wechselku se aussp ach,
s ell e sich de Zen albank a meh hei lich au die Sei e Klasens und seines Vo schlags
de Kapi al e keh skon ollen. Doch en gegen de Bundesbank-Emp ehlung en -
schied die Bundes egie ung wenige Tage spä e , am 9. Mai 1971, den Wechselku s de
DM loa en zu lassen. Hie zeig en sich ü die Bundesbank e neu die G enzen ih e
Handlungskompe enz, auch wenn de Übe gang zu lexiblen Wechselku sen ih e Ge-
s al ungsmöglichkei en le z lich deu lich e wei e n soll e.88 Als US-P äsiden Richa d
Nixon schließlich am 15. Augus 1971 die Au hebung de Goldbindung des US-Dolla s
85 Vgl. BA ch, B 126/37719, Ve me k be . Teilnahme an den Si zungen de O icial Expe s on Mone a y
Policy de OECD am 12./13.10.1970 (20.10.1970). Die e olg eiche Anwendung de K edi pla ondie ung in
F ank eich sch ieb man im BMWi le z lich de ma e iellen Abhängigkei de anzösischen Banken on
de Banque de F ance zu. Vgl. BA ch, B 102/71701, Ve me k on Dü e be . Wi ksamkei de No enbank-
poli ik (19.01.1966), S.15.
86 Vgl. K auss (2021), S.59–63.
87 Vgl. G ay (2007), S.308 .; G ay (2023), S.291; K auss (2021), S.64–73.
88 Vgl. HADB, B330/6158/1, 337. Si zung des Zen albank a s (05.05.1971); He l , Rudol : „Schille will Bun-
desbank au Bonne Ku s eins immen“, in: Die Wel (18.05.1971); K auss (2021), S.73–78. Nu wenige
Tage nach de F eigabe des Wechselku ses a Bundes inanzminis e Alex Mölle au g und de k i ischen
Haushal slage zu ück, und Schille übe nahm zusä zlich dessen Minis e ium.
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ch is ian ma x298
e künde e (Nixon-Schock), wa das Ende des Fes ku ssys ems mi einem goldgedeck-
en US-Dolla als Anke wäh ung in Sich . Mi dem im Dezembe 1971 e künde en
Smi hsonian-Abkommen wu den zwa noch einmal ein neue Dolla -S anda d gescha -
en und die Bandb ei en ü Wechselku sschwankungen e wei e , alle dings blieben
die s uk u ellen Schwächen des Fes ku ssys ems e hal en. E s nach imme he ige en
De isenspekula ionen wu de das Sys em es e Wechselku se 1973 als Eckp eile de al-
en in e na ionalen Wäh ungso dnung au gegeben.89
Pa allel disku ie en die deu schen Zen albanke wei e hin die Idee de K edi -
pla ondie ung. In Bonn wu de diese Gedanke g undsä zlich beg üß , alle dings sah
man do das P oblem, dass die Zen albank wei e hin die sogenann e Zwei-Schlüssel-
Theo ie ablehn e, indem sie sich auch 1972 noch dagegen e wah e, dass die Bundes-
egie ung e s eine konjunk u poli ische Ausnahmesi ua ion es s ellen müsse, be o
die Bundesbank Maßnahmen e g ei en du e. Ein solches Zus immungs ech , das nach
Au assung de No enbanke gegen Pa ag a 12 des Bundesbankgese zes e s ieß und
dami die Unabhängigkei de Bundesbank einsch änk e, moch en sie de Bundes egie-
ung nach wie o nich zuges ehen.90
Angesich s anhal ende in la ionä e Tendenzen ha e die Bundes egie ung den
Bundes inanzminis e im Ok obe 1972 beau ag , eine Ve besse ung des k edi poli i-
schen Ins umen a iums auszua bei en.91 Als Al e na i e zu K edi pla ondie ung sah
man im Bundes inanzminis e ium die Möglichkei , das K edi olumen übe eine (ne-
ben de exis ie enden Mindes ese e ü Einlagen) gg . einzu üh ende Ak i -Mindes -
ese e und Ak i -Zuwachs ese e zu beein lussen sowie die Ne oauslandsposi ion de
K edi ins i u e zu egulie en.92 Nach Ansich des Minis e iums wa eine Ein lussnahme
übe die Ak i -Mindes ese e o dnungspoli isch wenige bedenklich als eine K edi -
pla ondie ung, so e n Di e enzie ungen nach K edi a en ausgeschlossen blieben. Als
p oblema isch wu de hie allen alls die p ak ische Umse zung, d. h. die Disk iminie-
ung zwischen Bankk edi en und K edi en, die nich übe das Bankensys em lie en,
angesehen.93
89 Vgl. Bu hop/ Becke / Bank (2013), S.224–228; G ay (2007), S.315 .; Hesse (2023), S.208 .; K auss
(2021), S.78–91.
90 Vgl. BA ch, B 126/37719, E gebnisbe ich on Be ge übe die Besp echung am 27. No embe 1972 im
BMWF (30.11.1972), E gebnisbe ich on Be ge übe Besp echungen de Ab eilungen W/I und W/VI am
4. und 11. Dezembe 1972 (13.12.1972).
91 Vgl. BA ch, B 126/43353, Geld- und K edi poli ik im Rahmen eine S abili ä ss a egie zu Bekämp ung
des P eisau iebs (25.01.1973).
92 Mindes ese en sind P lich gu haben, die K edi ins i u e bei ih e Zen albank un e hal en müssen.
Wäh end eine Passi -Mindes ese e au G undlage on bes imm en Einlagen e hoben wi d, handel es
sich um eine Ak i -Mindes ese e, wenn das K edi po olio ode K edi geschä zu Be echnung he -
angezogen we den. Un e de Ne oauslandsposi ion e s eh man die Auslands o de ungen de inländi-
schen K edi ins i u e abzüglich ih e Ve bindlichkei en.
93 Vgl. BA ch, B 126/37719, E gebnisbe ich on Be ge übe die Besp echung am 27. No embe 1972 im
BMWF (30.11.1972), E gebnisbe ich on Be ge übe Besp echungen de Ab eilungen W/I und W/VI
am 4. und 11. Dezembe 1972 (13.12.1972). Im ZBR wa die Meinung bzgl. de Regulie ung de Ne oaus-
landsposi ion de K edi ins i u e im No embe 1972 ge eil , obschon sich die Bundesbank zu o da ü
ausgesp ochen ha e; aus Sich des BMWF sp ach ü eine Regulie ung de Ne oauslandsposi ion– im
Ve gleich zu eine Ände ung on Pa ag aph 23 Außenwi scha sgese z– de Vo eil, dass nu de Saldo
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299Die Deu sche Bundesbank in de Globals eue ung
Obschon die neuen geld- und wäh ungspoli ischen He aus o de ungen um 1970
sowohl in Bonn als auch in F ank u am Main wah genommen wu den, anden die Mi-
nis e ialen und die Zen albanke hie au keine einhellige An wo . Dabei ging es iel-
ach wenige um die Wi ksamkei no enbankpoli ische Ins umen e, sonde n p imä
um die F age, inwie e n die ins i u ionelle Unabhängigkei de Bundesbank du ch neue
In e en ionsmöglichkei en, die an En scheidungen poli ische Ak eu e gekoppel sein
soll en, ge äh de wa . So soll e die Bundesbank nach Ansich des Bundes inanzminis-
e iums im Fall eine Beein lussung de Ak i -Mindes ese e bspw. dazu e p lich e
we den, ein Ein e nehmen mi de Bundes egie ung he zus ellen, wohingegen die Bun-
desbank– mi Ve weis au die s ik e Kompe enz ennung zwischen Zen albank und
Bundes egie ung und in E inne ung an den legendä en Au i on Schille im Zen al-
bank a im Mai 1971– ohne Zus immung de Regie ung agie en woll e.94
3.4 Die No ellie ungsdeba e 1972/73
Auch nachdem Schille im Juli 1972 aus Meinungs e schiedenhei en übe die Finanz-
und Wäh ungspoli ik zu ückge e en wa und das Konzep de Globals eue ung po-
li isch an Bedeu ung e lo en ha e, disku ie e man wei e übe die Fo en wicklung
des no enbankpoli ischen We kzeugkas ens. Dies hing nich zule z dami zusammen,
dass die Wi scha nach de Konjunk u delle 1966/67 zwa wiede gewachsen wa und
auch die A bei slosenzahlen und die Außenwi scha keinen g öße en Anlass zu So -
ge gaben, de o wäh ende P eisau ieb hingegen daue ha e hebliche Be ü ch ungen
auslös e. Die Bundes egie ung be ach e e die Eindämmung de In la ion dahe An ang
1973– o Ausb uch de Ölp eisk ise und de nach olgenden Wi scha sk ise– als zen-
ales Ziel de Wi scha s- und Finanzpoli ik.95
De Zen albank a ha e be ei s im Mä z 1972 den A bei ss ab ü Mindes ese e-
agen mi de No ellie ung de Mindes ese ebes immungen im Bundesbankgese z
beau ag . En sp echende Vo schläge zu Neu assung des Bundesbankgese zes e -
eich en den Zen albank a in seine Si zung am 14. Dezembe 1972, in de e sich mi
g oße Meh hei on 13 S immen ü die Auswei ung seine Handlungsmöglichkei en
aussp ach. De Gese zes o schlag en hiel zum einen echnische Ände ungen bei de
Passi -Mindes ese e und Ve besse ungen bei de O enma k poli ik (du ch Au s o-
ckung de Höchs be äge) und zum ande en meh e e neue Ins umen e, nämlich e -
neu die Ein üh ung eine Ak i -Zuwachs ese e ode al e na i eine K edi beg enzung
(K edi pla ondie ung) zu Einsch änkung de Bankenliquidi ä sowie die Regulie ung
de Ne oauslandsposi ion, um die K edi poli ik außenwi scha lich abzusiche n. Im
o gesch ieben wu de, wohingegen die B u oposi ion unbe ücksich ig blieb, womi den K edi ins i u en
g öße e Spiel äume blieben.
94 Vgl. BA ch, B 126/43353, Ve me k be . de Fo en wicklung des no enbankpoli ischen Ins umen a iums
(08.02.1973).
95 Vgl. BA ch, B 126/43353, Geld- und K edi poli ik im Rahmen eine S abili ä ss a egie zu Bekämp ung
des P eisau iebs (25.01.1973).
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ch is ian ma x300
Ap il 1973 kamen das Bundes inanzminis e ium und die Bundesbank zwa da in übe -
ein, dass die bes ehenden k edi poli ischen Mi el nich aus eich en, um die gewünsch e
Wäh ungss abili ä zu e eichen, d. h. übe die Zweckmäßigkei de neuen Ins umen e
wa man sich im G unde einig. Doch übe ih e Ausges al ung und die dami einhe ge-
hende No ellie ung des Bundesbankgese zes bes and nach wie o Dissens. Uns im-
migkei he sch e o allem in de F age, ob die Bundes egie ung bei de Anwendung
de neuen Ins umen e ein Mi sp ache ech e hal en soll e ode nich .96
Dies münde e in eine meh mona ige Deba e übe die No ellie ung des Bundes-
bankgese zes und ie insbesonde e zahl eiche Ak eu e au den Plan, die die Unabhän-
gigkei de No enbank sei langem beschneiden woll en. Helmu Schmid , de nach
Schille s Rück i zum Finanz- und Wi scha sminis e e nann wo den wa , abe
auch ande e Bonne Poli ike woll en de poli isch unabhängigen Bundesbank nich
noch meh Rech e zuges ehen, wenn de en Ausübung nich im Gegenzug sei ens de
Regie ung kon ollie we den konn e. In Bonn a bei e e man dahe 1972/73 e schie-
dene No ellie ungs o schläge au Basis de Zwei-Schlüssel-Theo ie aus, die au g und
de o gesehenen Mi sp ache ech e de Regie ung on de Bundesbank wei e hin ab-
gelehn wu den. Als eine diese Vo schläge im Augus 1973 ö en lich wu de, s ell en
sich sogleich g oße Teile de P esse an die Sei e de Zen albank, de en Unabhängigkei
gegenübe de Bundes egie ung e eidig we den soll e.97
Wäh end die Bundesbank eigene Vo s ellungen zu Ände ung de Rech slage en -
wickel e und hie bei insbesonde e das Ins umen de K edi pla ondie ung nich o -
zei ig aus de Hand geben woll e, sahen ande e In e esseng uppen nun ih e Chance
gekommen, das Ve häl nis zwischen Bonn und F ank u am Main g undlegend zu e-
idie en– so e wa die Gewe kscha en, die die Bundesbank explizi au alle ie Ziele
des „magischen Vie ecks“ (insbesonde e die Vollbeschä igung) e p lich en woll en.98
Auch einige SPD-Poli ike , wie Alex Mölle ode He be Eh enbe g, wiede hol en nun
ih e Fo de ung, die Unabhängigkei de Bundesbank einzusch änken und meh demo-
k a ische Kon olle einzu üh en. Nich zule z üh e Eh enbe g das his o ische A gu-
men an, dass die Reichsbank als unabhängige Ins i u ion in de Hype in la ion, in de
Wel wi scha sk ise und wäh end des Na ionalsozialismus keineswegs e olg eich die
Geldwe s abili ä e eidig habe. Dem Pa lamen soll en meh Rech e zuges anden
we den als eine kleinen G uppe on Wäh ungsexpe en. Doch o allem aus de FDP,
dem Koali ionspa ne de SPD in de soziallibe alen Koali ion, kamen Gegens immen.
So sp achen sich Wi scha sminis e Hans F ide ichs und O o G a Lambsdo ehe-
men gegen jedwede Besch änkung de Bundesbank-Unabhängigkei aus.99
Da au hin wu de die No ellie ung im He bs 1973 le z lich s illschweigend beisei-
egeleg . Angesich s de s a ken Be ü wo ung eine unabhängigen Zen albank in de
96 Vgl. BA ch, B 126/43353, E gebnisbe ich on Be ge be . No ellie ung des Bundesbankgese zes
(17.04.1973), Ve me k be . Fo en wicklung des no enbankpoli ischen Ins umen a iums (24.04.1973);
HADB, B330/6178, 377. ZBR-Si zung (14.12.1972).
97 Vgl. HADB, B 330/6708/2, 393. ZBR-Si zung (09.08.1973); Mee (2019), S.288–292; Wend (1973).
98 Vgl. HADB, B 330/5800, BBK-Di ek o iumsp o okoll 53/1973 (16.08.1973); Mee (2019), S.292 .
99 Vgl. De Spiegel (1973); Mee (2019), S.293–297.
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Ins i u ü Zei geschich e, Leon ods . 46 b, 80636 München
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