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Notenbank und Banken

Abstract

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Notenbank und Banken

Author: Stucken, Rudolf
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1973
DOI: 10.3790/ccm.6.2.99
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292692/1/ccm.06.2.099.pdf
S ucken, Rudol
A icle
No enbank und Banken
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: S ucken, Rudol (1973) : No enbank und Banken, K edi und Kapi al, ISSN
0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 6, Iss. 2, pp. 99-110,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.6.2.99
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292692
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No enbank und Banken
Von Rudol S ucken, E langen
1. Es is je z as 40 Jah e he , daß ich mich in de Bankenque e on
1933 um ein neue.s No enbankins umen , die Poli ik de a iablen
Mindes ese esä ze, bemüh habe. Nich ganz ohne E olg, denn in das
Reichsgese z übe das K edi wesen om 5. Dezembe 1934 wu de im
§16 eine Bes immung au genommen, de zu olge das Au sich sam ü
das K edi wesen en sp echende Mindes sä ze dek e ie en konn e; nach
E scheinen des Gese zes habe ich in einem Au sa z die A bei sweise die-
se Poli ik a iable Mindes ese esä ze da ges ell 1. P ak isch wu de
on diesem Ins umen bei uns e s nach de G ündung de Bank Deu -
sche Lände Geb auch gemach , und es is dann spä e , 1957, au die
Deu sche Bundesbank übe gegangen. Im Lau e de Jah e is iel Loben-
des und K i isches übe die Mindes ese epoli ik gesch ieben wo den,
und in de p ak ischen Anwendung is sie e heblich di e enzie und
e gänz wo den. Besonde e Bedeu ung ha en dabei die Un e scheidung
de Einlagen nach de F is igkei sowie nach Inlands- und Auslands-
gelde n, die F age de Anknüp ung an das Ak i - ode das Passi -
geschä de Banken, e ne ob on Bes andsg ößen ode Ve ände ungs-
g ößen auszugehen sei. Von einem Ausgleich de Au assungen kann
noch nich die Rede sein — es spielen au Bankensei e dabei auch iele
In e essen mi .
Kü zlich ha sich nun O o P leide e mi eine bundesdeu schen Son-
de egelung im Rahmen de Mindes ese epoli ik, nämlich de A ,
wie Ve bindlichkei en gegenübe ande en mindes ese ep lich igen K e-
di ins i u en on de Mindes ese ep lich ge o en we den, ausein-
ande gese z 2. De Sinn de Sonde egelung is kla : Bei Gelde n, die
on mindes ese ep lich igen Banken an ande e mindes ese ep lich-
ige Banken wei e gegeben we den, soll nich zweimal Mindes ese e
1 Rudol S ucken, Neue Liquidi ä spoli ik als Mi el de K edi poli ik, Bank-
A chi , 34. Jah gang 1934/35, S. 152 .
2 O o P leide e , Zu Re o m des k edi poli ischen Ins umen a iums, Zei -
sch i ü das gesam e K edi wesen, 26. Jah gang 1973. S. 53 . und 88 .
7 K edi und Kapi al 2/1973
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ge o de we den. Sel sam is jedoch de Weg, au dem man diese Dop-
pelbelas ung ausgeschal e ha , nämlich die Be eiung on de Mindes -
ese ep lich bei de jenigen Bank, die die Gelde emp angen ha . Das
is um so sel same , als man die Mindes ese epoli ik zunächs iel ach
noch als ein Mi el angesehen ha , um die Zahlungs ähigkei de ein-
zelnen Bank zu siche n, und als zu Genüge bekann wa , daß nach den
E ah ungen ühe e Bankk isen und de Wel k ise die Ve bindlich-
kei en gegenübe Banken besonde s wei gehende Liquidi ä s o so ge be-
dü en3. De ande e mögliche Weg zu Ausschal ung de Doppelbe-
las ung wä e ja gewesen, du ch einen en sp echenden Abzug on den
mindes ese ep lich igen Ve bindlichkei en die Gelde bei de jenigen
Bank on de Mindes ese ep lich eizus ellen, die die Gelde wei e -
gegeben ha . Und die Fo de ung, die besag e Ausnahme egelung in die-
sem Sinne abzuwandeln, s ell nun auch P leide e mi eingehende Be-
g ündung. Bei eine solchen Abwandlung wü de sich die Gesam summe
de mindes ese ep lich igen Ve bindlichkei en nich ände n, sonde n
nu ih e Ve eilung au die einzelnen Ins i u e und Ins i u sg uppen;
diejenigen Ins i u e, bei denen die Einlagen ande e mindes ese e-
p lich ige K edi ins i u e einen nennenswe en Teil ih e gesam en Ein-
lagen ausmachen, also o allem die Zen alins i u e de Spa kassen
und Genossenscha en, wü den dann also nennenswe meh Mindes -
ese en bei de Bundesbank zu un e hal en haben. Zu Du ch üh ung
eine solchen Ände ung müß e de § 16 des Bundesbankgese zes neu ge-
aß we den.
P leide e sieh als besonde en Vo eil diese Ände ung an, daß dann
ein ausgeglichene es Ve häl nis zwischen de Höhe de zu hal enden
Mindes ese en und dem Ak i geschä de Banken he ges ell wi d,
und daß demgemäß on eine E höhung de Mindes ese esä ze auch
solche Banken en sp echend ge o en we den, die au G und ih es ho-
hen Bes andes an In e bankgelde n ein g oßes Ak i geschä be eiben
können. P leide e sag , daß man nach diese Ände ung da au e -
zich en könne, bei de Be echnung de zu hal enden Mindes ese en an
die Ak i sei e de Bilanz anzuknüp en, da man dann on eine „in-
di ek en Ak i ese e" sp echen könne; e sieh da in einen Vo eil,
weil bei dem Anknüp en an die Ak i sei e de Bilanz das P inzip
wah scheinlich du ch die Gewäh ung selek i e P i ilegien du chlöche
wü de4.
3 Vgl. Rudol S ucken, Liquidi ä de Banken, Be lin 1940, S. 112 .
4 O o
P leide e ,
a.a.O., S. 90.
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No enbank und Banken 101
De Vo schlag P leide e s is meines E ach ens zu beg üßen und soll e
e wi klich we den, denn e s ä k die E izienz de Mindes ese e-
poli ik. Abe man kann dami nich alle Schwächen, die de Mindes -
ese epoli ik nun einmal anhängen — ebenso wie ande en No enbank-
ins umen en — besei igen. Die Mindes ese epoli ik wä e in ge adezu
ideale Weise be ähig , die Geldschöp ung de Banken zu s eue n, und
man könn e sie hunde p ozen ig einse zen, wenn die übe schüssige Li-
quidi ä , au die die Geldschöp ung de Banken au bau , au die Ban-
ken gleichmäßig — gleichmäßig in Hinblick au die Bemessungsg und-
lage de Mindes ese en — e eil wä e. Abe da on kann ja keine
Rede sein. Wenn die No enbank b emsen will, i sie eine sei s Ban-
ken, die übe keine übe schüssige Liquidi ä e ügen und denen auch
nu besch änk solche im Wi scha sp ozeß zu ließ , und ande e sei s
Banken, die da übe e ügen und denen solche zus öm . Den e s en
u die No enbank mi eine E höhung de Mindes ese esä ze e ns -
lich weh, schlimms en alls müssen sie soga ih en K edi bes and e -
minde n, und deshalb muß sich eine solche E höhung in G enzen hal-
en; abe angesich s diese beg enz en E höhung eng sie den Spiel aum
de zwei genann en Banken zu Geldschöp ung zu wenig ein. Das gil
na ü lich in besonde em Maß, wenn die Bemessungsg undlagen de Min-
des ese en an Bes andsg ößen anknüp — Bes and de Ve bindlich-
kei en ode de K edi e —, abe auch die Anknüp ung an Ve ände-
ungsg ößen, also an den Zuwachs, hil nu besch änk wei e , zumal
wenn man sich nich zu eine adikalen Hinau se zung de obe en G en-
zen ü die Mindes ese esä ze en schließen kann; man is in diese Be-
ziehung zwa bei den ese ep lich igen Ve bindlichkei en gegenübe
Gebie s emden ela i wei gegangen; abe dami i man ja nu
einen besch änk en Teil de om Ausland zus ömenden Liquidi ä , man
i beispielsweise nich die Liquidi ä , die den Banken dank Leis ungs-
bilanzübe schüssen, dabei auch dank Ve ände ungen de e ms o
paymen , zu ließ ode die sie e hal en, wenn Auslände inländische
We papie e kau en, ode bei K edi en, die Nich banken im Ausland
au nehmen. Wü de man nun abe auch die Mindes ese esä ze ü den
Zuwachs on Ve bindlichkei en gegenübe Gebie sansässigen en sp e-
chend s eige n und übe länge e Zei äume in solche Höhe belassen,
um eine en sp echende Menge on Liquidi ä zu binden, dann ä e a -
sächlich eine Zemen ie ung de Bankens uk u ein, wie man sie eine
übe länge e F is du chgehal enen K edi pla ondie ung — ich habe
alle dings bei de K edi pla ondie ung nie mi solchen länge en F is en
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ge echne — nachsag . Auch die Mindes ese epoli ik is keine Wun-
de wa e de No enbank; auch dann nich , wenn sie e besse wi d.
2. Kü zlich ha sich Alois Obe hause in diese Zei sch i mi de
F age des No enbankins umen a iums auseinande gese z 5. Ich will
mich mi seinen Aus üh ungen nich im Einzelnen be assen (ich hä e
sons beispielsweise zu seinen Aus üh ungen übe den Geldschöp ungs-
mul iplika o — S. 385 — und übe die O enma k poli ik — S. 388
und 396 — einiges zu sagen). Ich möch e mich ielmeh mi den on
ihm o geschlagenen „Re inanzie ungskon ingen en" beschä igen, die
in Kombina ion mi de Mindes ese epoli ik eingese z we den sollen,
und agen, ob man dami übe die Schwie igkei en und Mängel de
Mindes ese epoli ik hinwegkomm . Die Re inanzie ungskon ingen e
sind, so wie ich sie e s ehe, sinn oll wei e en wickel e Rediskon kon-
ingen e, sie schließen auße dem Rediskon bei de No enbank einige
wei e e Wege ein, au denen die Banken sich Liquidi ä bei de No en-
bank bescha en können, z. B. den Lomba dk edi und die Rückgabe
on O enma k papie en wäh end de Lau zei . De zulässige Ausnu -
zungsg ad de Re inanzie ungskon ingen e soll un e Be olgung be-
s imm e P inzipien a iie we den, so wie das je z ja schon bei den
Rediskon kon ingen en, alle dings nich in Einklang mi Obe hause s
P inzipien, geschieh . Fü die im Rahmen des zulässigen Ausnu zungs-
g ades genommenen K edi e soll ein Re inanzie ungssa z e hoben we -
den, de e en uell mi s eigende Ausnu zung s eigen soll; diese Re-
inanzie ungssa z soll an die S elle des Diskon -, des Lomba dsa zes
und de Abgabesä ze ü Geldma k papie e e en.
Du ch Va iie ung des Ausnu zungsg ades de Re inanzie ungskon in-
gen e eine sei s und de Mindes ese esä ze ande e sei s soll nun die
Ube schußliquidi ä de Geschä sbanken ges eue we den; als Übe -
schußliquidi ä we den dabei diejenigen Liquidi ä s ese en bezeichne ,
die ein gewisses Maß übe sch ei en, un e das die Banken gewöhnlich
nich he un e gehen wollen und bei dessen E eichen die Banken ih e
eigene K edi gewäh ung b emsen. Eine g oße Übe schußliquidi ä mach
die Banken on de No enbank unabhängig und e zöge die Wi k-
samkei es ik i e No enbankpoli ik, deshalb soll sie egelmäßig klein
gehal en we den, und es soll en sp echend au g oße Liquidi ä szu-
lüsse eagie we den.
5 Alois Obe häuse , Geldpoli ik als Liquidi ä spoli ik, K edi und Kapi al,
5. Jah gang 1972, S. 373 .
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No enbank und Banken 103
Ich komme nun zu dem E gebnis, daß das Ope ie en mi Re inan-
zie ungskon ingen en eine gewisse Auswahlmöglichkei ü die No en-
bank bedeu e , es „kos e " die Banken nich so iel wie das Hal en on
un e zinslichen Mindes ese en, und es is o zdem wi ksam, alle -
dings nu so e n sich die Banken an den oben besch iebenen Mindes -
sa z ü eie Liquidi ä s ese en hal en. Abe ich komme nich da übe
hinweg, daß sich im Falle des Ope ie ens mi den Re inanzie ungskon-
ingen en ode des kombinie en Einsa zes on Re inanzie ungskon in-
gen - und Mindes ese epoli ik dieselben Schwie igkei en e geben wie
beim isolie en Einsa z de Mindes ese epoli ik. Die eine Bank ha
nun einmal aus de o angegangenen Zei g oße Ube schußliquidi ä ,
die ande e nich , de einen Bank ließ solche in bes imm en Wi scha s-
lagen zu, de ande en nich . Will man die Ube schußliquidi ä eine
G uppe on Banken minde n, dann wi d mögliche weise eine ande e
G uppe on Banken ohne Übe schußliquidi ä genö ig , ih en K edi -
bes and zu e kleine n, o zdem ielleich gesam wi scha lich noch
nich einmal Anlaß is , die K edi gewäh ung zu b emsen. (Ich könn e
sagen: Diesen Nach eil ha die K edi pla ondie ung glückliche weise
nich , ohne daß ich abe an diese S elle die K edi pla ondie ung p o-
pagie en will.)
3. In meinem Buche „Was s imm nich mi unse em Geld?"6 habe
ich in Hinblick au die geldwi scha liche Lage die F age au gewo en
„Haben wi noch eine sinn oll geo dne e Wi scha ?". Be ei s ühe
habe ich nach dem g oßen binnenwi scha lichen Ve sagen de No en-
bankpoli ik in den Jah en 1959/60 die Fo de ung nach einem neuen
Ve häl nis on No enbank und K edi ins i u en: „Pa ne scha in de
Geldpoli ik" ges ell . In eine g öße en Zahl on Ve ö en lichungen
habe ich mich in den olgenden Jah en zu de genann en F age und de
genann en Fo de ung geäuße . F age und Fo de ung sind heu e ak uelle
denn je; denn es is nun wohl unbes ei ba e Ta bes and, daß die No-
enbank o z he oische Bemühungen die Geldschöp ung in de Bundes-
epublik nu seh un ollkommen behe sch , zumal die Ve häl nisse,
un e denen sie zu ope ie en ha — ich nenne nu die o sch ei ende
in e na ionale Ve lech ung, insbesonde e mi dem Eu o-Ma k , und die
unbe iedigende in e na ionale Wäh ungso dnung — ih e Au gabe im-
me schwie ige machen. Ich sehe auch keinen Anlaß zu glauben, daß wi
nach de anges eb en Ve besse ung de in e na ionalen Wäh ungso d-
6 Rudol S ucken, Was s imm nidi mi unse em Geld?, Hambu g 1967,
siehe do wei e e Li e a u angaben S. 135, Anm. 31.
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nung und bei o sch ei ende Kons i uie ung de eu opäischen Wäh-
ungsunion alle Nö e ledig sein we den; und angesich s de wi scha -
lichen Dynamik und de Schwe älligkei de Gese zgebung we den wi
wohl auch wei e mi gese zgebe ischen Maßnahmen hin e den E eignis-
sen he hinken.
Nun zu de F age: Haben wi noch eine sinn oll geo dne e Wi -
scha ? ode , enge o mulie : Haben wi noch eine sinn oll geo dne e
Geldwi scha ? Ausgehend on den Au assungen Wal e Euchens, des
geis igen Va e s unse e We bewe bswi scha , und seine damals le-
benden F eunde kann ich die F age nu mi einem Nein bean wo en.
Euchen sieh in einem saube unk ionie enden Geldwesen eine unab-
dingba e Vo ausse zung ü die We bewe bswi scha ; „die Wäh ungs-
poli ik besi z dahe ü die We bewe bso dnung ein P ima "7. Und
sein F eund Hans Ges ick d ück das olgende maßen aus: „In de Ta
gib es kein ande es Mi el de Lenkung als die mi allen Mach mi eln
ausge üs e e Geld- und K edi poli ik, wenn man die Ve keh swi scha
mi indi iduelle F eihei des Ve b auches, des Spa ens und de In es i-
ion au ech e hal en und nich o wiegend Elemen e zen algelei e e
Wi scha e wenden will. Es e gib sich unausweichlich, daß eine mög-
lichs s ö ungs ei ablau ende Ve keh swi scha eine zen al gelei e e,
mi allen no wendigen Mach mi eln ü Behe schung des Geld- und
K edi sys ems a bei ende K edi poli ik b auch 8." Mi welche Konse-
quenz Wal e Euchen diesen G undgedanken e olg , geh auch aus sei-
nem geldpoli ischen Vo schlag he o , die Geldschöp ung de K edi -
ins i u e ganz zu un e binden, und zwa du ch das Hunde p ozen -Re-
se esys em — auch Chicagoplan genann . (Daß e die Geldschöp ung
de Zen albank nich dem E messen de No enbank üh ung übe lassen,
sonde n an einen Au oma ismus binden will, is in diesem Zusammen-
hang nebensächlich.)Und im Gegensa z zu diese Be ei scha Euchens,
den K edi banken die Fähigkei zu Geldschöp ung, die Fähigkei , au
G und on Gi algeldeinlagen K edi zu gewäh en, ganz zu nehmen,
s immen die Anhänge de sozialen Ma k wi scha schon Klageliede
an, wenn mi sogenann en di igis ischen Maßnahmen die Geldschöp ung
de K edi ins i u e besch änk we den soll; is eine Besch änkung e wa
„di igis ische " als gänzliches Ve bo en sp echende Tä igkei ? Die Epi-
7 Wal e Euchen, G undsä ze de Wi scha spoli ik, Be n und Tübingen
1952, S. 256.
8 Hans Ges icky K edi und Spa en, 2. Au lage, Bad Godesbe g 1947, S. 155.
Vgl. auch Willibald J. Folz, Das geld heo e ische und geldpoli ische We k Wal-
e Euchens, Be lin 1970, S. 167 .
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No enbank und Banken 105
gonen haben a ensich lich die Au gabe e ehl , die Vo ausse zungen
ü ein sinn olles Funk ionie en de We bewe bso dnung zu e hal en
ode zu scha en. „Die G als i e de sozialen Ma k wi scha haben
ih e Wi scha so dnung, dies Ge äß on wunde ä 'gem Wesen, nich
heh und ein gehal en, -die Helden sind müde gewo den"9. Ich könn e
die Fehlen wicklungen, die sich als Folgen mangelnde geldwi scha -
liche O dnung im Wi scha sleben einges ell haben, hie einzeln au -
üh en; ich möch e mi dies e sagen und nu zum Ausd uck b ingen,
daß das Ve auen in unse e Wi scha so dnung geminde is ; die Fol-
gen diese Ve auensminde ung ü unse e Wi scha so dnung selbs
sind noch nich abzusehen; abe man soll e sich da übe kla sein, daß
es um so wenige Ve eidige diese Wi scha so dnung gib und daß
de en Posi ion um so schwäche wi d, je meh solche Fehlen wicklungen
sich eins ellen und e iden we den. Ich glaube im Sinne des zu üh e -
s o benen Wal e Euchen zu sp echen, wenn ich sage: To eng äbe de
sozialen Ma k wi scha sind nich 'diejenigen, die eine besse e geld-
wi scha liche O dnung auch dann e langen, wenn sie sich nu mi
di igis ischen Mi eln e wi klichen läß ; den Wei e bes and de Sozia-
len Ma k wi scha ge äh den ielmeh diejenigen, die angesich s man-
gelnde Möglichkei , mi ma k kon o men Mi eln die O dnung de
Geldwi scha he zus ellen, dem Einsa z wi kungs olle Mi el zu
O dnung de Geldwi scha wide sp echen, weil diese Mi el „di igi-
s isch" sind.
4. Es is as zu eine all äglichen E scheinung gewo den, daß, wäh-
end die No enbank au G und de gesam wi scha lichen Si ua ion
es ingie , die Banken gleichzei ig oll S olz e künden, daß sie s a k
expandie und ih e K edi e in iesigem Maß ausgewei e haben. Man
kann das auch als „Du chk euzung de No enbankpoli ik sei ens de
Banken" bezeichnen. Diese Du chk euzung de No enbankpoli ik gab
es soga schon zu Zei on Schach , nämlich nach de Finanzie ungs-
wende on 1938, mi de Schach die K edi gewäh ung einsch änken
woll e; die Banken nu z en damals ih e g oßen Bes ände an Me o-
Wechseln, also ih e Übe liquidi ä , um iel meh K edi schöp ung zu be-
eiben, dem Reich und seinen Lie e an en iel meh K edi zu geben,
als de No enbank üh ung e wünsch wa 10. Nach g oßen K iegen, die
ja on allen K ieg üh enden zum Teil mi ku z is igen K edi i eln
9 Rudol S ucken, Was s imm nich mi unse em Geld?, a.a.O., S. 76.
10 Rudol S ucken, Deu sche Geld- und K edi poli ik 1914 - 1963, 3. Au -
lage, Tübingen 1964, S. 153 .
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106 Rudol S ucken
inanzie we den, gib es in de Regel eine Du chk euzung de No en-
bankpoli ik, weil die Banken übe liquide sind; wi sind alle dings nach
dem Zwei en Wel k ieg da um he umgekommen, weil de Schuldne ,
das Reich, bei dem o alen Zusammenb uch o iel und die Ti el zu
Non aleu s wu den. Die nächs e g oße Du chk euzung de No enbank-
poli ik du ch die Banken gab es dann 1959/60, nachdem die Banken in-
zwischen dank de Zahlungsbilanzen wicklung iel liquide gewo den
wa en und übe g oße Bes ände an Fo de ungen e üg en, mi denen
sie sich No enbankgu haben e scha en konn en; und das a en sie denn
auch im Gegensa z zu den Bes ebungen de No enbank, die Expansion
zu s oppen11. Und das wiede hol e sich dann meh ach in den 60-e und
den beginnenden 70-e Jah en. Is das ein sinn olles Ve hal en de Ban-
ken gegenübe de No enbank und ih en Bes ebungen, und is es das
einzig mögliche Ve hal en? Ich e ech e demgegenübe die Fo de ung,
die Banken sollen eiwillig das un, wozu die No enbank sie nich
zwingen kann. Denn daß die Mach mi el de No enbank beg enz sind,
daß insbesonde e une wünsch e Nebenwi kungen das Maß de Anwen-
dung de Ins umen e beg enzen, was dann mögliche weise auch in den
gese zlichen Bes immungen — z. B. Obe g enzen ü die Mindes ese e-
sä ze — zum Ausd uck komm , das habe ich un e 1 und 2 behandel .
Wenn Winkelad oka en die S ellen au spü en, wo man du ch die
Maschen des Gese zes schlüp en kann, und wenn sie dann mi ih e
schmie igen Klien el die S ellen nu zen, dann is das ä ge lich; wenn
Bankdi ek o en, auch ges ü z au ih e ju is ischen Syndici, die Wege
klä en und nu zen, au denen man legal bei es ik i e No enbankpoli-
ik wei e expandie en, expandie en, expandie en kann, dann is das
nich nu ä ge lich, sonde n ha wei agende gesam wi scha liche Fol-
gen. Auch wenn die Finanzpoli ik des S aa es die No enbankpoli ik
un e s ü z und es ingie end eing ei , wi d das leich du ch die K e-
di expansion de Banken übe spiel , so daß man beim Ve gleich mi de
K edi auswei ung übe die es ik i e Finanzpoli ik sagen muß, es is
als ob man ins Feue spuck , wenn man einen G oßb and löschen will.
Meine Fo de ung, die ich nach den Vo gängen on 1959/60 au ges ell
habe und sei he o wiede hol habe, lau e dahe , daß die Banken sich
ih e gesam wi scha lichen Wi kungen und ih e Ve an wo ung als
geldschöp ende Ins i u ionen bewuß sein sollen und die No enbank un-
e s ü zen sollen, auch wenn sie noch übe übe schüssige Liquidi ä e -
ügen, mi de en Hil e sie die No enbankpoli ik kon e ka ie en können
11 Ebd. S. 274 .
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