Wi zke, Ha ald on
A icle
Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und pe sonelle
Einkommens e eilung in de Landwi scha
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Wi zke, Ha ald on (1979) : Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und pe sonelle
Einkommens e eilung in de Landwi scha , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
(ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 99, Iss. 3, pp. 299-324,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.99.3.299
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik
und pe sonelle Einkommens e eilung in de
Landwi scha
Von Ha ald on Wi zke*
En wicklung eines neoklassischen Modells zu Analyse de ku z- und lang-
is igen Einkommens e eilungswi kungen de Ag a p eise und de Ag a -
p eispoli ik. Simula ionsexpe imen e zu Quan i izie ung de Modellaussagen.
Diskussion de ag a poli ischen Implika ionen de gewonnenen E gebnisse.
Ein üh ung
Ein zen ale Gegens and de ag a ökonomischen Fo schung wa in
den le z en Jah zehn en und is auch heu e noch die Besch eibung, E -
klä ung und P ognose de in e sek o alen Einkommens e eilung (z. B.
Pla e, Woe mann, G upe 1962, Hanau 1969, Hen ichsmeye 1971,
Schmi 1972, Tange mann 1974) und de im Zuge des wi scha lichen
Wachs umsp ozesses no wendig we denden in e - und in asek o alen
Fak o mobili ä (z.B. Feue s ein 1971, Gu h 1973, G ube 1973). Ein
wenig e nachlässig wu de hingegen die in asek o ale Analyse de
landwi scha lichen Einkommen, so daß on e schiedenen Sei en das
Bedü nis nach nähe e Kenn nis de Einkommenslage inne halb des
Ag a sek o s und hie insbesonde e de pe sonellen Einkommens e -
eilung o mulie wu de (Hen ichsmeye , Schepe 1975, S. 170;
Schmi 1975, S. 208); dies insbesonde e auch deshalb, weil das Ausmaß
und die Ve ände ung de pe sonellen Einkommens e eilung in e na-
ional ebenso wie inne halb eine Volkswi scha wohl zu den bedeu-
ends en sozialökonomischen Ta bes änden gezähl we den müssen und
sei ens des S aa es in en wickel en Volkswi scha en eine Vielzahl on
globalen ode geziel en, au einzelne G uppen on Landwi en ausge-
ich e e Maßnahmen p eis-, s uk u - und sozialpoli ische A e g i -
en wo den sind, die e mu lich nich ohne Auswi kungen au die pe -
sonelle Einkommens e eilung in de Landwi scha geblieben sind.
Eine de bedeu ends en ag a poli ischen Maßnahmen s ell die P eis-
poli ik da . Die bishe o liegenden A bei en übe den Ein luß de Ag-
* Ins i u ü Ag a ökonomie de Uni e si ä Gö ingen; z. Z. Depa men
o Economic Uni e si y o Cali o nia, Be keley, USA.
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300 Ha ald on Wi zke
a p eise au die pe sonelle Einkommens e eilung besch änken sich
as ausschließlich au die ku z is igen Wi kungen. Die e ziel en E -
gebnisse sind wide sp üchlich. Einige Au o en gelangen zu dem Schluß,
daß ku z is ig s eigende Ag a p eise bzw. eine Poli ik de Ag a p eis-
s ü zung die Einkommens e eilung ungleiche ges al en (Bonnen 1968,
S. 461 - 505, McKee und Day 1968, S. 506 - 520, Schul ze 1972, S. 94 -
116); wäh end ande e genau zu dem en gegengese z en E gebnis kom-
men (B owning, Reinsei 1973, S. 41 .). In diesem Au sa z soll dahe ge-
p ü we den, welchen Ein luß die Ag a p eise und eine Poli ik de
Ag a p eiss ü zung au die pe sonelle Einkommens e eilung sowohl
bei ku z- als auch bei lang is e Be ach ung au weisen.
Zu diesem Zweck wi d zunächs au Indi idualebene ein neoklassi-
sches Modell zu E klä ung de Höhe de Einkommen de landwi -
scha lichen Un e nehme haushal e und de en Ve ände ung in Abhän-
gigkei on den Ag a p eisen en wickel . Hie aus sollen sodann Hypo-
hesen übe die ku z- und lang is igen Ve eilungswi kungen on
Ag a p eisände ungen abgelei e we den. Danach wi d e such , mi
Hil e on Simula ionsexpe imen en die ku z- und lang is igen Reak-
ionen de pe sonellen Einkommens e eilung au e ände e Ag a -
p eise zu quan i izie en. Die A bei wi d abgeschlossen du ch eine Be-
u eilung de EG-Ag a p eispoli ik im Lich e de du ch sie au die pe -
sonelle Einkommens e eilung in de Landwi scha ausgehenden E -
ek e. Zu Messung des Ausmaßes de Ungleich e eilung (Konzen a-
ion) de Einkommen wi d in diese A bei de Gini-Koe izien he an-
gezogen.
Theo e ische Analyse des Ein lusses
de Ag a p eise au die pe sonelle Einkommens-
e eilung in de Landwi scha
Ve wende e Symbole:
A = A bei
a = Lohnsa z
Ci = P oduk ionselas izi ä de A bei
B = Boden
b = Bodenp eis
ß = P oduk ionselas izi ä des Bodens
C = Kapi al
c = Zinssa z
y = P oduk ionselas izi ä des Kapi als
e = Subsk ip bei P oduk ions ak o en, die sich im Eigen um des land-
wi scha lichen Un e nehme haushal s be inden
F = Ni eaukons an e de P oduk ions unk ion
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 301
= Subsk ip bei P oduk ions ak o en, die sich nich im Eigen um des
landwi scha lichen Un e nehme haushal s be inden
g = Subsk ip bei Vo leis ungsgü e n gewe bliche He kun
X — Skalenelas izi ä
K = Gemeinkos en
l = Subsk ip bei Vo leis ungsgü e n landwi scha liche He kun
P = Gü e p eis
Q = Ag a gu
V = Vo leis ungsgu
= P eis des Vo leis ungsgu es
= P oduk ionselas izi ä des Vo leis ungsgu es
y = Gewinn aus Landbewi scha ung
q) = Gewinn a e
Zu e klä en is die Ve ände ung des Gewinns aus de Landwi scha
bei gegebene Ag a p eisände ung. Dabei wi d zunächs un e s ell ,
daß nu ein Ag a gu mi den Fak o en A bei , Kapi al, Boden, Vo -
leis ungen landwi scha liche und Vo leis ungen nich landwi scha -
liche He kun p oduzie wi d ( gl. im einzelnen . Wi zke 1978 a).
De Fak o einsa z sei en sp echend de neoklassischen Bedingungen
gegeben du ch
(1) Y = P
-
Q
—
a
-
A
—
b
'
B
—
c
-
C
—
Vi'Vi
—
Vg-Vg
—
K
Die P oduk ions unk ion sei om Cobb-Douglas-Typ.
(2) Q = F-A«'Bß-CyVji-
Vx
g9
(3) A =*. —
•
Q
(4)
(5) C-y-^.Q
(6)
Fe ne sei
(8) A =A-Al
(9) B = B
—
B(
'e
(10) C = c - ce
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302 Ha ald on Wi zke
(11) «, = «
(12) ß = ß~
c
(13) =
(1) kann dahe auch gesch ieben we den als (zu den Ablei ungen gl.
. Wi zke 1978 a)
(14) Y = P
• Q (1
- a - ß - y - L - g) - K
Fü die Ände ung des landwi scha lichen Einkommens bei Ag a -
p eisände ung olg ohne Be ücksich igung on Anpassungs o gängen1
dY l dP
as) =
und un e de Bedingung, daß säm liche P oduk ions ak o en oll a-
iabel und die Gemeinkos en null sind,
dP / X 1 / da „ db de da
a
db
~b~
de
c
d
<X
" + ß
dß
ß + 7
dy
dY
(16) -y-
Gleichung (15) zeig , daß das Einkommen aus de Landwi scha
ku z is ig um so s ä ke au P eisände ungen eagie , je kleine die
Gewinn a e und die P oduk ionselas izi ä de landwi scha lichen
Vo leis ungen, i. e. un e den ge o enen Annahmen de en ac o sha e,
is . Le z e e is ü das quan i a i e Ausmaß de Reak ion de Einkom-
men nu on un e geo dne e Bedeu ung, da diese imme deu lich nied-
ige als eins is , wäh end das Rezip ok de Gewinn a e im Du ch-
schni in de G ößeno dnung on d ei bis ie lieg , so daß in de ol-
genden Diskussion die P oduk ionselas izi ä des landwi scha lichen
Vo leis ungsgu es e nachlässig wi d2. Wenn bei allen Landwi en un-
abhängig on de Höhe des Einkommens die Gewinn a e die gleiche
Höhe au weis , bleib das Ausmaß de Ungleich e eilung de Einkom-
men nach Maßgabe des hie e wende en Gini-Koe izien en un e än-
de ; s eig die Gewinn a e mi zunehmendem (abnehmendem) Einkom-
men an, so nimm die Einkommenskonzen a ion inne halb de Land-
1 Dabei is un e s ell , daß die Ände ungs a e des Ag a gü e p eises ebenso
hoch is wie die des landwi scha lichen Vo leis ungsgu es.
2 In de empi ischen Analyse wi d diese selbs e s ändlich be ücksich ig .
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 303
Wi scha bei s eigendem P eis ab (zu). Übe sich 1 zeig , daß die Ge-
winn a e mi zunehmendem Einkommen zunächs ans eig und dann in
e wa kons an bleib . Hie aus olg , daß ku z is ig die ela i e Ein-
kommensände ung bei gegebene Ag a p eisände ung um so s ä ke
aus äll , je nied ige das u sp üngliche Einkommen is , i. e. mi s ei-
genden Ag a p eisen nimm ku z is ig die inne landwi scha liche
Einkommensdispa i ä ab, wäh end sie bei sinkenden Ag a p eisen an-
s eig . Die U sachen ü den beobach e en Ve lau de Gewinn a e in
Abhängigkei om Einkommen sind im wesen lichen da in zu sehen,
daß (a) die landwi scha lichen Be iebe, in denen ge inge e Einkom-
men e ziel we den, on un e du chschni lich quali izie en Be iebs-
lei e n bewi scha e we den und (b) do ein übe du chschni liche
F emdkapi aleinsa z o zu inden is . Diese E ek wi d on de mi
zunehmende Be iebsg öße und dami s eigendem Einkommen zu be-
obach enden Zunahme des Einsa zes on F emda bei sk ä en und Ab-
nahme de Bewi scha ungsin ensi ä nich kompensie ( . Wi zke
1978 a).
Hinsich lich de lang is igen Ve ände ung de Einkommen aus de
Landbewi scha ung e gib sich, wie Gleichung (16) zeig , daß diese bei
Ag a p eisände ungen um so g öße is , je g öße c. p. die Skalenelas i-
zi ä is , je ge inge die Reak ion de Fak o - und Vo leis ungsp eise
au Ve ände ungen des Ag a p eises aus äll , je kleine die Gewinn-
a e is und je ge inge (g öße ) eine e en uelle posi i e (nega i e)
Ve ände ung des An eils de eingese z en F emd ak o en aus äll . Hy-
po hesen übe die lang is igen Einkommens e eilungswi kungen on
Ag a p eisände ungen können abgelei e we den, wenn die eben ge-
nann en Bes immungs ak o en ü die Reak ion de indi iduellen Ein-
kommen aus de Landbewi scha ung bei Ände ungen des Ag a p eises
in Abhängigkei om Einkommen un e schiedliche quan i a i e Bedeu-
ung au weisen.
(a) Skalenelas izi ä
Is die Skalenelas izi ä in den landwi scha lichen Un e nehmen, in
denen ein ela i höhe e (ge inge e ) Gewinn e ziel wi d, e gleichs-
weise g öße , esul ie hie aus bei s eigenden Ag a p eisen eine Zu-
nahme (Abnahme) de landwi scha lichen Einkommenskonzen a ion,
wäh end ein sinkende Ag a p eis eine Abnahme (Zunahme) de Kon-
zen a ion zu Folge ha . Empi ische Un e suchungen da übe , ob die
Skalenelas izi ä in de Reali ä in Abhängigkei on den e ziel en Ein-
kommen eine un e schiedliche Höhe au weis , exis ie en bishe nich .
Jedoch läß die in de Landwi scha de Bundes epublik Deu schland
o he schende Kleinbe iebss uk u ehe eine mi s eigende Be-
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304
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 305
iebsg öße und dami c. p. s eigendem Einkommen s eigende Skalen-
elas izi ä e mu en.
(b) Reak ion de Fak o - und Vo leis ungsp eise
A bei :
In de Landwi scha de Bundes epublik Deu schland he schen Fa-
milienbe iebe o . Es is dahe zu e mu en, daß de Einsa z de a-
milieneigenen A bei sk ä e nahezu unelas isch in bezug au die En -
lohnung in de Landwi scha e olg 3, so daß die Ände ungs a e de
En lohnung de A bei in de Landwi scha nahezu de des Ag a -
p eises en sp echen wi d.
Boden:
Das Bodenangebo dü e ü den einzelnen Landwi as ollkom-
men unelas isch in bezug au den Bodenp eis e lau en. Ein e ände -
e Ag a p eis wi k sich abe auch au die ela i e Vo züglichkei de
Landbewi scha ung gegenübe eine Tä igkei in nich landwi scha -
lichen Be eichen aus, so daß eine Ve schiebung de Angebo sku e ü
Pach land bei s eigendem Ag a p eis nach links und sinkenden nach
ech s zu e wa en is . Die Ände ungs a e de Bodennu zungsp eise
wi k sich aus diesem G unde bei Gü e p eisände ungen ehe noch g ö-
ße aus als bei Ag a p eisen.
Kapi al:
De P eis ü Kapi al wi d im wesen lichen du ch die auße land-
wi scha lichen Ve wendungsal e na i en bes imm . Eine ia Ag a -
p eisände ung e en uell he o ge u ene Ände ung de Nach age de
Landwi e nach Kapi al wi d dahe keine Auswi kungen au den P eis
ü Kapi al au weisen.
Vo leis ungen:
Auch bezüglich de Vo leis ungen gewe bliche He kun kann wohl
on einem ollkommen elas ischen Angebo ausgegangen we den. An-
de s e häl es sich dagegen mi den Vo leis ungen landwi scha liche
He kun . De P eis hie ü is nich on dem ü Ag a gü e unabhän-
gig. S eigende landwi scha liche E zeuge p eise bedeu en auch s ei-
gende P eise ü P oduk ionsmi el landwi scha liche He kun . Das
Ausmaß de du ch Ag a p eisände ungen he o ge u enen Ve ände-
ungen de landwi scha lichen Vo leis ungsp eise is zwa je nach
Vo leis ungsgu e schieden. Dennoch is es siche plausibel anzuneh-
3 Eine Ve ände ung des landwi scha lichen A bei seinsa zes wi d in de
Regel e s bei einem Wechsel in ande e Sek o en o genommen.
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306 Ha ald on Wi zke
men, daß die ela i e Ände ung de P eise ü landwi scha liche Vo -
leis ungsgü e zumindes in de G ößeno dnung de Gü e p eisände-
ung lieg .
Die ela i e Ände ung de Fak o - und Vo leis ungsp eise wi d sich
unabhängig on de Höhe de Einkommen e geben. Ein Ein luß au
die Einkommens e eilung wi d sich on dahe nu e geben, wenn die
einzelnen P oduk ionselas izi ä en in Abhängigkei om Einkommen
un e schiedlich hoch sind.
(c) Ve ände ung des An eils de F emd ak o en
am gesam en Fak o einsa z
Die Modelle gebnisse zeigen, daß sich die Einkommen aus de Land-
bewi scha ung um so s ä ke ände n, je g öße de An eil de Eigen-
ak o en am gesam en Fak o einsa z is . Im Modell is keine No m ge-
geben, anhand de e es geleg wi d, in welchem Ve häl nis on
F emd- zu Eigen ak o en de Einsa z de jeweiligen P oduk ions ak-
o en e ände wi d. Bei s eigenden Ag a p eisen is es siche sinn-
oll, da on auszugehen, daß zunächs (sowei o handen ode möglich)
de Einsa z on Eigen ak o en ausgedehn wi d. E s wenn keine Eigen-
ak o en meh e ügba sind, we den zusä zliche F emd ak o en ein-
gese z . Dagegen wi d bei sinkenden Ag a p eisen zunächs de Ein-
sa z on F emd ak o en eduzie 4. Es is dahe siche lich sinn oll, on
eine asymme ischen Reak ion de Einkommen aus de Landbewi -
scha ung au e ände e Ag a p eise auszugehen. De Ans ieg de Ein-
kommen aus de Landbewi scha ung wi d aus dem genann en G unde
un e sons gleichen Bedingungen bei s eigenden Ag a p eisen höhe
sein als de Rückgang bei sinkenden.
Wenden wi uns zunächs dem Fak o Boden zu. Bei s eigenden P ei-
sen kann nu dann e s ä k meh eigene Boden eingese z we den,
wenn sich noch Boden im Eigen um des landwi scha lichen Un e neh-
me haushal s be inde , de noch nich landwi scha lich genu z wi d.
Dies dü e in de Bundes epublik Deu schland meis nich de Fall
sein. Ebenso we den bei sinkenden P eisen, sowei sie nich ex eme
Ausmaße annehmen, e mu lich auch keine Teil lächen aus de P oduk-
ion genommen und b ach liegen gelassen. Eine ande e Möglichkei de
Anpassung des Bodeneinsa zes bei sinkenden Ag a p eisen bes eh in
de Ve pach ung on Teil lächen. Alle dings wi d auch dies kaum zu
e wa en sein; eine Ve pach ung on Teil lächen mag un e sons glei-
chen Bedingungen zwa e wa e we den bei allgemein sinkenden P ei-
4 Fü die e meh bzw. e minde in de Landwi scha eingese z en
Eigen ak o en sind bei Be ach ung des gesam en Einkommens noch op-
po uni y cos s zu be ücksich igen ( . Wi zke 1978 a).
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 313
gleiche Rich ung und bei Ände ung des P eises ausgewähl e Ag a -
gü e da ges ell . Fü den Fall de Ve ände ung alle Ag a p eise is
auch die Ve ände ung de Lo enzku e da ges ell (Schaubild A 1).
Es zeig sich das au g und des Ve lau s de Gewinn a e in Abhän-
gigkei om Einkommen zu e wa ende E gebnis, nämlich daß bei ku z-
is ige Be ach ungsweise mi s eigenden Ag a p eisen die Konzen-
a ion de landwi scha lichen Einkommen abnimm , wäh end sie mi
sinkenden Ag a p eisen s eig . Die gleiche Aussage gil auch ü die
Ve eilungswi kungen eines e ände en P eises jeweils ü Ge eide,
Ka o eln, Milch und Rind leisch. Bei Ve ände ungen des Zucke ü-
benp eises zeig sich jedoch eine umgekeh e Reak ion. Bei s eigendem
(sinkendem) Zucke übenp eis s ell sich eine Zunahme (Abnahme) de
Einkommenskonzen a ion ein. Dies lieg da an, daß die Landwi e, die
e gleichsweise iel Zucke üben p oduzie en, so wei an de Spi ze de
landwi scha lichen Einkommensskala angie en, daß de on dem Ve -
lau de p oduk spezi ischen Gewinn a e de Zucke üben in Abhän-
gigkei om Einkommen ausgehende E ek in Rich ung au eine bei
s eigendem P eis abnehmende Konzen a ion dadu ch übe kompensie
wi d, daß sie be ei s die wei höchs en Einkommen e zielen und du ch
eine Zucke übenp eise höhung ih e ela i e Einkommenslage noch
wei e e besse wi d.
Die Reak ion de Einkommenskonzen a ion is un e den ge o enen
al e na i en Annahmen übe die Ve ände ungen des P eises ü Schwei-
ne leisch uneinhei lich. Bei sinkendem P eis zeig sich eine Zunahme
de Konzen a ion und bei s eigendem P eis um 1 . H. bzw. 5 . H. eine
Abnahme. S eig de P eis dagegen um 10 . H., so e gib sich gegen-
übe einem un e ände en P eis ü Schweine leisch eine Zunahme de
Konzen a ion. Be ach e man die ela i e Einkommenslage de Ve -
edelungsbe iebe in den zug undeliegenden Wi scha sjah en, e wun-
de die beobach e e Reak ion de Einkommenskonzen a ion nich . Die
Einkommen de Ve edelungsbe iebe schwanken um den Du chschni
alle Be iebe. Solange de P eisans ieg un e 10 . H. lieg , is de on
dem Ve lau de p oduk spezi ischen Gewinn a e in Abhängigkei om
Einkommen au die Einkommenskonzen a ion ausgehende E ek s ä -
ke als de on de Ve ände ung de ela i en Einkommenslage ausge-
hende. E s bei einem P eisans ieg on 10 . H. und meh ha sich die
ela i e Einkommenslage de Ve edelungsbe iebe so seh e besse
(ode ande s ausged ück : weich das du chschni liche Einkommen de
Ve edelungsbe iebe om Du chschni alle Be iebe so seh nach oben
ab), daß de le z genann e E ek quan i a i übe wieg und die Ein-
kommenskonzen a ion bei s eigendem P eis ü Schweine leisch zu-
nimm .
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314 Ha ald on Wi zke
Lang is ige Wi kungen eine Ag a p eisände ung
au die pe sonelle Einkommens e eilung in de Landwi scha
In de empi ischen Analyse wi d nu ein Ag a gu un e schieden,
da iele de ü den Meh gü e all benö ig en Pa ame e nich bekann
sind. Zwa is auch bei Agg ega ion de Ag a p oduk ion zu einem Gu
eine Reihe on Pa ame e n unbekann , jedoch bes eh hie bei, wie noch
zu disku ie en sein wi d, die Möglichkei , die G ößeno dnung de Pa-
ame e du ch Plausibili ä sübe legungen zu bes immen. Die ü die
lang is igen Ve eilungswi kungen ele an en Pa ame e sind, wie in
de heo e ischen Analyse da ges ell : Skalenelas izi ä , P oduk ions-
elas izi ä en und Fak o p eis e ände ungen, Ve ände ungen des Eigen-
ak o an eils und Ve ände ung des Ag a s uk u wandels.
Zu E mi lung des quan i a i en Ein lusses de einzelnen o s ehend
ange üh en Bes immungs ak o en soll zunächs gep ü we den, wie
sich die Einkommenskonzen a ion bei eine mi zunehmendem Ein-
kommen s eigenden Skalenelas izi ä bei al e na i en Annahmen übe
die Höhe de Ag a p eisände ung e ände . Hie an anschließend soll
e mi el we den, in welche Rich ung und in welchem Ausmaß sich die
Einkommenskonzen a ion e ände , wenn (a) e ände e Fak o - und
Vo leis ungsp eise und (b) auch ein e ände liches Ve häl nis on
F emd- zu Eigen ak o en un e s ell wi d. Abschließend soll die G ö-
ßeno dnung des Ein lusses des Ag a s uk u wandels au die Konzen-
a ion de landwi scha lichen Einkommen quan i a i abgeschä z
we den.
Ein luß de Skalenelas izi ä
Da In o ma ionen übe Un e schiede in den Skalenelas izi ä en nach
de Höhe des Einkommens nich o liegen, kann hinsich lich ih es Ein-
lusses au das Ausmaß de Ve ände ung de Einkommenskonzen a-
ion bei e ände en Ag a p eisen lediglich eine Sensibili ä sanalyse
du chge üh we den. Dabei wi d un e s ell , daß die Skalenelas izi ä
mi zunehmendem Einkommen ans eig , wobei diese beim Median 0,8,
in dem Be ieb mi dem ge ings en Einkommen 0,72 und in dem mi
dem höchs en Einkommen 0,88 be agen soll; dazwischen wu de linea
in e polie .
Ein luß de P oduk ionselas izi ä en
und Fak o - und Vo leis ungsp eis e ände ungen
Die P eise ü P oduk ions ak o en und Vo leis ungen eagie en in
un e schiedlichem Ausmaß au die ia Ag a p eisände ung e ände e
Nach age. Hie aus können un e sons gleichen Bedingungen un e -
schiedliche ela i e Einkommensände ungen und dami Ve ände ungen
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 315
de Einkommenskonzen a ion esul ie en, wenn die P oduk ionsela-
s izi ä en zwischen den Be ieben un e schiedlich sind. Un e den in
diese A bei ge o enen Annahmen übe die P oduk ions unk ion in
den landwi scha lichen Be ieben können, wie be ei s e wähn , als
P oduk ionselas izi ä en die Fak o einkommensan eile e wende we -
den.
Fü die hie du chge üh en Simula ionsexpe imen e wu den Fak o -
einkommensan eile abgelei e , die au eine Un e suchung on Becke
(1976) zu ückgehen (im einzelnen . Wi zke 1978 a). Dabei konn e nich
zwischen Vo leis ungen landwi scha lichen und gewe blichen U -
sp ungs un e schieden we den. Um dem Ta bes and angemessen Rech-
nung zu agen, daß insbesonde e zwischen den Be iebs ypen Un e -
schiede im An eil des landwi scha lichen am gesam en Vo leis ungs-
gü e einsa z bes ehen und daß die landwi scha lichen Vo leis ungs-
p eise sich im Gegensa z zu den gewe blichen in Abhängigkei on
Ag a p eisände ungen e ände n sollen, wu de un e s ell , daß de An-
eil de landwi scha lichen an den gesam en Vo leis ungsgü e n in
den Ma k uch bau- und Gemisch be ieben 50 . H., in den Fu e bau-
be ieben 67 . H. und in den Ve edlungsbe ieben 75 . H. be äg .
Hie aus olg , daß de P eis des agg egie en Vo leis ungsgu es sich bei
gegebene Ag a p eisände ung en sp echend des jeweiligen An eils de
landwi scha lichen an den gesam en Vo leis ungen e ände .
Ein luß on Ve ände ungen des An eils
de F emd ak o en am gesam en Fak o einsa z
In den olgenden Simula ionen soll da on ausgegangen we den, daß
de gesam e Einsa z des P oduk ions ak o s Kapi al du ch die Va ia-
blen Be iebsgebäude und Maschinen und Ge ä e e aß wi d9. Hinsich -
lich de Ve ände ung des Ve häl nisses on F emd- zu Eigen ak o en
bzw. des An eils de F emd ak o en am jeweiligen gesam en Fak o -
einsa z wu de un e s ell , daß eine Anpassung des Bodeneinsa zes nu
übe Pach land e olgen kann, wäh end beim A bei seinsa z angenom-
men wu de, daß in den Be ieben mi wenige als 0,5 s ändigen F emd-
Volla bei sk ä en noch amilieneigene A bei sk ä e ese en bes ehen
und in denen mi meh als 0,5 F emd-Volla bei sk ä en eine Anpas-
sung des A bei seinsa zes nu du ch F emda bei sk ä e möglich is .
Hinsich lich des Kapi aleinsa zes wu de schließlich angenommen, daß
bei s eigenden Ag a p eisen zu Anpassung des Kapi als ocks zunächs
noch e ügba e Eigenmi el ü In es i ionen ausgeschöp we den und
9 Fü den Fall, daß de F emdkapi aleinsa z g öße is als die Summe des
Maschinen- und Gebäudekapi als, wu de de F emdkapi alan eil au
100 .
H.
es gese z .
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316 Ha ald on Wi zke
e s dann F emdkapi al eingese z wi d, wäh end bei sinkenden P ei-
sen, sowei möglich, zunächs de F emdkapi aleinsa z eduzie wi d10.
Ein luß des Ag a s uk u wandels
Die Höhe de Ag a p eise beein luß die ela i e Vo züglichkei de
Landbewi scha ung gegenübe de Au nahme eine Beschä igung in
ande en Sek o en de Volkswi scha und dami den Ag a s uk u -
wandel, was na ü lich nich ohne Auswi kungen au die Ve eilung de
landwi scha lichen Einkommen bleiben kann, da übe wiegend Land-
wi e, die am un e en Ende de Einkommensskala angie en, die Land-
bewi scha ung au geben. Zu eine Analyse des quan i a i en Ein lus-
ses de ia Ag a p eisände ungen e ände en Geschwindigkei des
S uk u wandels au die pe sonelle Einkommens e eilung in de Land-
wi scha müß e nich nu bekann sein, aus welchen Einkommensklas-
sen und in welchem Um ang Be iebslei e die Landbewi scha ung
au geben und in welchen Einkommensklassen die Landwi e sich be in-
den, die den eigese z en Boden au nehmen und wie sich de en Ein-
kommen du ch die Bodenau s ockung e ände , sonde n auch, in wel-
chem Ausmaß sich de S uk u wandel bei s eigenden (sinkenden)
Ag a p eisen abschwäch ( e s ä k ). Beides is jedoch nich de Fall.
Um dennoch einen Einblick in das Ausmaß de Reagibili ä de land-
wi scha lichen Einkommenskonzen a ion au Ve ände ungen de
Ag a s uk u zu bekommen, wu de angenommen, daß jeweils die Be-
ziehe mi dem nied igs en Einkommen aus de Landbewi scha ung
ausscheiden und daß de eigese z e Boden au die e bleibenden Land-
wi e de a e eil wi d, daß sich de en ela i e Einkommenslage un-
e einande nich ände .
Die E gebnisse de Simula ionsexpe imen e zu Quan i izie ung de
lang is igen Einkommens e eilungswi kungen on Ag a p eisände-
ungen sind in Übe sich 3 zusammenges ell . Dabei zeig sich, daß eine
mi zunehmendem Einkommen ans eigende Skalenelas izi ä einen deu -
lichen Ein luß in Rich ung au eine Zunahme de landwi scha lichen
Einkommenskonzen a ion au weis . Abe selbs wenn un e s ell wi d,
daß die Skalenelas izi ä in allen Be ieben die gleiche Höhe au weis ,
e gib sich un e de Annahme eines nach Be iebs o m und Be iebs-
g öße un e schiedlichen Ve häl nisses de P oduk ionselas izi ä en, e -
ände liche Fak o - und Vo leis ungsp eise und eines e ände lichen
Ve häl nisses on F emd- zu Eigen ak o en bei s eigenden Ag a p ei-
io Die wei e en Annahmen en sp echen denen de Analyse de Ve ei-
lungswi kungen bei kons an e Skalenelas izi ä und un e schiedlichem Ve -
häl nis de P oduk ionselas izi ä en und Ve ände ungen de Fak o - und
Vo leis ungsp eise.
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 317
sen eine zunehmende Einkommenskonzen a ion. Wenn un e s ell we -
den kann, daß du ch s eigende Ag a p eise de Ag a s uk u wandel
gehemm wi d, e gib sich eine höhe e Einkommenskonzen a ion als
ohne P eise höhungen.
Übe sich 3
Lang is ige Wi kungen eine Ve ände ung des Ag a p eises
au die Konzen a ion») de landwi scha lichen Einkommen*»)
P eisände ung in . H.
—
10
—
5 — 1 0 +1 +5 +10
S eigende Skalenelas izi-
ä 0,2054 0,3004 0,3394 0,3467 0,3532 0,3921 0,4832
Kons an e Skalenelas i-
zi ä , un e ände es Ve -
häl nis on F emd- zu
Eigen ak o en, Fak o -
und Vo leis ungsp eis-
e ände ungen, un e -
schiedliches Ve häl nis
de P oduk ionselas izi-
ä en 0,3486 0,3479 0,3468 0,3467 0,3466 0,3456 0,3448
Kons an e Skalenelas i-
zi ä , e ände liche Fak-
o - und Vo leis ungs-
p eise, un e schiedliche
P oduk ionselas izi ä en,
e ände liches Ve häl -
nis on F emd- zu
Eigen ak o en 0,3419 0,3440 0,3464 0,3467 0,3470 0,3500 0,3529
Abwande ungs a e in Q 1 2 3 5 10
. H.
Ag a s uk u wandel 0,3467 0,3401 0,3334 0,3265 0,3150 0,2940
a) Gini-Koe izien en.
b) Gewinn iden ische Be iebe de Einzels a is ik.
Quelle: Eigene Be echnungen.
Schluß olge ungen ü die Ag a poli ik
Bei ku z is ige Be ach ungsweise, so zeigen die in diese A bei e -
ziel en E gebnisse, üh eine E höhung (Senkung) alle Ag a p eise
zu eine Abnahme (Zunahme) de Konzen a ion de landwi scha li-
chen Einkommen. Die gleiche Aussage gil ü einen Ans ieg de P eise
ü Ge eide, Ka o eln, Milch, Rind leisch und/ode (mi Einsch än-
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318 Ha ald on Wi zke
kung) Schweine leisch. Lediglich bei Zucke üben üh ein s eigende
(sinkende ) P eis zu eine Zu-(Ab-)nahme de Konzen a ion. Lang i-
s ig dagegen is mi s eigenden (sinkenden) Ag a p eisen auch mi eine
Zunahme (Abnahme) de Einkommenskonzen a ion zu echnen.
Da Poli ike aus den e schiedens en G ünden bisweilen dazu neigen,
ih e Handlungen meh an ku z is igen und ielleich auch noch mi el-
is igen, wenige jedoch an de en lang is igen Wi kungen auszu ich-
en, können s eigende P eise aus de Sich des Poli ike s als du chaus
geeigne es Ins umen auch zu Ve inge ung de inne landwi scha -
lichen Einkommensdispa i ä angesehen we den. Wenn auch das Aus-
maß de lang is igen Ve eilungswi kungen s eigende Ag a p eise
au g und de in diese A bei du chge üh en Simula ionsexpe imen e
nich quan i a i ha e mi el we den können, so is abe doch deu lich
gewo den, daß s eigende Ag a p eise lang is ig einen dem ku z is i-
gen en gegengese z en E ek au weisen, i. e. daß bei s eigenden (sin-
kenden) Ag a p eisen lang is ig die Einkommenskonzen a ion g öße
(kleine ) is als ohne P eisans ieg (-Senkung).
Die P eise wich ige Ag a gü e , insbesonde e die on Ge eide, Milch
und Zucke , we den ges ü z , d. h. sie be inden sich obe halb des Ni-
eaus, das sich ohne p eispoli ische Maßnahmen e geben wü de. Die
s aa liche Ag a poli ik ha aus diesem G unde e u sach , daß die Kon-
zen a ion de landwi scha lichen Einkommen heu e höhe is , als sie
es ohne den Einsa z p eispoli ische Ins umen e gewesen wä e.
Eine O ien ie ung de Ag a p eispoli ik an de Einkommenslage de
Landwi e mi un e du chschni lichem Einkommen (und das sind die
Landwi e, denen aus einkommenspoli ische Sich mi de Ag a p eis-
poli ik in e s e Linie gehol en we den soll, dami auch ü sie eine
gleich angige Teilnahme an de allgemeinen Einkommensen wicklung
siche ges ell wi d), wie dies in § 4 des Landwi scha sgese zes on 1955
ge o de wi d, e schein nich ge ech e ig , weil die Einkommenszu-
wächse, die du ch s eigende Ag a p eise e ziel we den, den am un e-
en Ende de Einkommensskala angie enden Be ieben nu ku z is ig
ela i s ä ke zugu e kommen; lang is ig sind die Zuwachs a en de
Einkommen bei den Landwi en, die höhe e Einkommen e zielen, g ö-
ße ; ode — ande s ausged ück — lang is ig komm die Ag a p eis-
poli ik den Landwi en, die aus einkommenspoli ische Sich ga nich
die P oblembe iebe bewi scha en, nich nu absolu , sonde n auch
ela i s ä ke zugu e als den Be iebslei e n, au die die P eispoli ik
haup sächlich abziel . Im Lich e diese A gumen a ion ebenso wie aus
olkswi scha lichen E izienzübe legungen (Koes e , Tang e mann 1976)
e schein es nich sinn oll, de Ag a p eispoli ik wei e hin die zen ale
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Ag a p eise, EG-Ag a p eispoli ik und Einkommens e eilung 319
Rolle de landwi scha lichen Einkommenspoli ik zuzuweisen (in diesem
Zusammenhang siehe auch Linde 1977, S. 280). Hie zu sind, wie be ei s
an ande e S elle ausge üh , ande e einkommenspoli ische Ins umen e,
und hie insbesonde e Einkommensübe agungen, die au die Siche ung
eines Mindes einkommens ausge ich e sind, besse geeigne (Hagedo n,
. Wi zke 1978 a und b).
Gegen die hie o geb ach e A gumen a ion mag ielleich eingewen-
de we den, daß es Be iebs ypen gib , in denen das du chschni liche
Einkommen ge inge is als das in ande en Be iebs ypen ode das im
Du chschni alle Be iebe e ziel e und daß die Einkommensp obleme
in diesen Be iebs ypen du ch selek i e P eiss ü zungen bei den on
ihnen be o zug p oduzie en Ag a gü e n gelös we den könn en. Dem
is abe en gegenzuhal en, daß die Un e schiede zwischen den du ch-
schni lichen Einkommen in den e schiedenen Be iebs ypen, gemessen
an denen, die sich inne halb de Be iebs ypen (z. B. Ag a be ich 1977,
Ma e ialband, S. 89) bzw. inne halb de Gesam hei alle Be iebe zei-
gen, ge ing sind. Auch inne halb de Be iebs ypen gil dahe im P in-
zip das ü die Gesam hei de Landwi scha Gesag e.
In de bishe igen A gumen a ion is nu au die Auswi kungen de
Ag a p eise und de Ag a p eispoli ik au die ela i en Einkommensun-
e schiede (gemessen am Gini-Koe izien ) abges ell wo den. Das Ausmaß
de ela i en Einkommensun e schiede, i. e. also de ela i en Einkom-
menskonzen a ion, is siche lich eine de wich igs en sozial-ökono-
misch und e eilungspoli isch ele an en Ta bes ände. Zu Beu ei-
lung de Ve eilungswi kungen wi scha spoli ische Maßnahmen, hie
also de Ag a p eispoli ik, is die Be ach ung de ela i en Einkom-
mensun e schiede allein nich aus eichend. Nich ohne Bedeu ung sind
in diesem Zusammenhang siche auch die du ch die Ag a p eispoli ik
e u sach en Ve ände ungen de absolu en Einkommensun e schiede
inne halb des Ag a sek o s.
In diese A bei konn e gezeig we den, daß die lang is igen Ve ei-
lungswi kungen de Ag a p eiss ü zungspoli ik dazu ge üh haben, daß
die ela i e Konzen a ion de pe sonellen Einkommen in de Land-
wi scha g öße is , als es ohne diese Poli ik de Fall gewesen wä e.
Abe selbs wenn eine Ag a p eiss ü zung lang is ig die ela i e Ein-
kommenskonzen a ion un e ände ließe, wü de hie aus noch eine Zu-
nahme de absolu en Einkommensun e schiede esul ie en. Auch un e
diesem Gesich spunk schein die P eispoli ik als zen ales einkommens-
poli isches Ins umen wenig geeigne zu sein, die Einkommen ge ade
de Landwi e, die am un e en Ende de Einkommensskala angie en,
anzuheben.
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320 Ha ald on Wi zke
Zusammen assung
Ziel de A bei is es, den ku z- und lang is igen Ein luß de Ag a p eise
und de Ag a p eispoli ik zu analysie en. Zu diesem Zweck wi d zunächs
ein neoklassische Modellansa z au einzelbe iebliche Ebene en wickel . Die
empi ische Aus üllung des heo e ischen Konzep s geschieh mi Hil e on
Simula ionsexpe imen en.
Die E gebnisse zeigen u. a., daß eine E höhung (Senkung) de Ag a p eise
ku z is ig die Einkommens e eilung in de Landwi scha gleichmäßige
(ungleichmäßige ) ges al e . Bei lang is ige Be ach ung dagegen s ell sich
ein en gegengese z e E ek ein. Die A bei wi d abgeschlossen du ch eine
Diskussion de ag a poli ischen Implika ionen de beobach e en Ve eilungs-
wi kungen on Ag a p eisen und EG-Ag a p eispoli ik.
Summa y
The objec o his s udy is o analyze he sho - and long- un e ec s o
he p ices o ag icul u al goods and o he ag icul u al p ice policy. Fo his
we i s make a model on he le el o he indi idual a m. The empi ical
esul s a e gained by simula ion expe imen s.
The esul s o his s udy show among o he s ha an inc ease (dec ease) o
he p ices o ag icul u al goods is in he sho un ollowed by a dec ease
(inc ease) o he income dispa i y wi hin ag icul u e, while in he long- un
inc easing (dec easing) p ices a e ollowed by he opposi e e ec .
Finally we discuss he policy implica ions o he income dis ibu ion e ec s
o ag icul u al p ices and he p ice suppo policy o he Eu opean Com-
muni ies.
Li e a u
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.99.3.299 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:42