Edding, F.
A icle
Ökonomische P obleme des Recu en -Educa ion-
Konzep s
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Edding, F. (1976) : Ökonomische P obleme des Recu en -Educa ion-Konzep s,
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke &
Humblo , Be lin, Vol. 96, Iss. 4, pp. 287-301,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.4.287
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ökonomische P obleme
des Recu en -Educa ion-Konzep s
Von F. Edding
1. Gedanken und Vo schläge, die sich heu e un e dem Namen Recu -
en Educa ion inden, haben eine lange En s ehungsgeschich e. De
Ve asse wu de au die P obleme des Ve al ens on Bildung und mög-
liche Gegenmaßnahmen zue s on Selma J. Mushkin hingewiesen, und
zwa beim T e en eine S udieng uppe ü Bildungsökonomie, das 1961
im Rahmen eine OECD-Kon e enz s a and. Bei de gleichen Gelegen-
hei disku ie en Jean Fou as ie Vo schläge ü lebenslanges Le nen
und John Vaizey die Vo - und Nach eile eines Monopols de Schule ü
das Leh en und Le nen. Den Ans oß zu dem ak uellen b ei en In e esse
am Thema Recu en Educa ion dü e Olo Palme gegeben haben, als
e in Ve sailles anläßlich de S ändigen Kon e enz de Eu opäischen
E ziehungsminis e on 1969 eine be ühm gewo dene Rede übe lang-
is ige Ziele de Bildungsplanung hiel . Dasselbe G emium ha Recu -
en Educa ion zu einem Haup hema seine Kon e enz in S ockholm
im Juni 1975 gemach und eine emp ehlende Resolu ion dazu beschlos-
sen. In den dazwischenliegenden Jah en haben sich zahl eiche Au o-
en und O ganisa ionen mi dem Thema be aß . Dabei is jedoch bishe
nich genügend Übe eins immung da übe e kennba gewo den, was
konk e du ch eine solche Re o ms a egie geände we den soll. In ol-
gedessen is auch wenig bes imm , welche ökonomischen P obleme in
diesem Zusammenhang zu e ö e n sind. Eine zum Teil pe sönliche In-
e p e a ion is da um im olgenden un e meidlich.
2. Alle Äuße ungen zum Thema Recu en Educa ion haben gemein-
sam, daß sie es alsch inden, den ü die 60e Jah e kennzeichnenden
s a ken Ausbau des adi ionellen Sys ems on Schulen und Hochschu-
len o zuse zen. Die E ek i i ä eine wei e en Expansion au den he -
kömmlichen Bahnen wi d mi scha e K i ik angezwei el . Die mi de
bishe igen Bildungsplanung und -p axis e eich e Wi kung wi d jedoch
an seh un e schiedlichen Ziel o s ellungen gemessen. Demen sp echend
gib es auch kein einhei liches Konzep eine neuen S a egie. Un e de
Bezeichnung Recu en Educa ion inden sich ielmeh eine Reihe on
G undgedanken und Vo schlägen, die un e schiedlich mi einande e -
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bunden sind. Zwei Haup ich ungen de K i ik und de demen sp e-
chenden Ände ungs o s ellungen seien hie knapp zusammen assend
da ges ell .
3. K i isie wi d die Konzen a ion des o ganisie en Leh ens und
Le nens au eine sich endenziell e länge nde geschlossene Pe iode in
de Jugendzei (5-15, 5-18, 5-25): Weil gesellscha liche S a us und
Lebenseinkommen on de Länge diese Pe iode en scheidend bes imm
sind, e gib sich ein soziale Zwang, de imme b ei e e K eise e aß .
Diese Mo i a ion eich jedoch in ielen Fällen nich aus, um einen
gu en Le ne olg zu siche n, u. a. weil sie s a ke An iebe, e was an-
de es zu un, e d ängen muß. Mi de Expansion e binde sich aus
diesem G unde ein abnehmende G enze ag.
We diesen ande en An ieben nachgib und sich nu ü eine ku ze
Pe iode am schulischen Le nen be eilig , is sozial minde angesehen.
De „Abb eche " e häl auch in de Regel keine zumu ba e zwei e
Chance, wenn seine Le nbe ei scha spä e danach e lang . Dies e -
le z das Pos ula de Ge ech igkei , e höh endenziell soziale Span-
nungen und e u sach Ve lus e an mögliche Kompe enz.
Rela i e nachlässig we den in diesem Sys em die Le nbedü nisse,
die e s in spä e en Lebensjah en au e en und e s dann e üll we -
den können. Das Ve al en de Kenn nisse im echnischen Fo sch i
is das bekann es e Beispiel da ü . Neue Au gaben s ellen sich abe
nich nu im Be u , sonde n in allen Rollen des E wachsenenlebens.
Da ü Kompe enz zu e we ben is e s sinn oll, wenn die P obleme e -
ah en we den können und d ängend sind. Neue Si ua ionen, die Um-
schulung ode zwei e Ausbildung e o de n, e geben sich iel ach im
wi scha lichen S uk u wandel, ü F auen insbesonde e nach Ab-
schluß de Kinde au zuch , bei Scheidung ode Ve wi wung. Fü
diese und ähnliche Le nbedü nisse in spä e en Jah en gib es keine hin-
eichenden Angebo e, weil die e ügba en Mi el au die Jugendbil-
dung konzen ie we den. Übe spi z ausged ück : Wenig zum Le -
nen Mo i ie e e hal en die Mi el, die den Hochmo i ie en o en -
hal en we den. Dies is wohls andsminde nd.
Die Konzen a ion des sys ema ischen Le nens au eine geschlossene
Pe iode in de Jugendzei üh zu ielen Fehlen scheidungen in de
Be u swahl, weil diese Wahl ohne hin eichende Kenn nis de Be u s-
p axis ge o en we den muß. Auch dies e u sach Wohls ands e lus e.
4. Diese K i ik en sp echen die Ziel o s ellungen:
a) o ganisie es Le nen imme dann zu e möglichen, wenn s a ke
Mo i a ion da ü o handen is ;
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Ökonomische P obleme des Recu en -Educa ion-Konzep s 289
b) lebenslange Wei e bildung du ch Angebo und We bung zu Regel
zu machen;
c) Mi el da ü auch du ch Kü zung de Le npe iode in de Jugendzei
e ügba zu machen (Um e eilung);
d) du ch explo a o ische Be u sp axis den Bildungsgang so lange und
so o zu un e b echen, daß eine besse e Be u swahl zus ande komm .
Als Maßnahmen, die (auch al e na i ) diesen Vo s ellungen en sp e-
chen, we den u. a. genann :
a) Ein üh ung eines An ech es au Ku se sys ema ischen Le nens (Bil-
dungsu laub) nach Ein i in die Be u s ä igkei (auch Haus auen-
ä igkei ),
— die im Rahmen eines es en Kon ingen s on Zei beliebig ode
— die in eine bes imm en Dosie ung in bes imm en Zei abs änden
in Ansp uch genommen we den können;
— ü die de A bei gebe A bei sbe eiung geben muß;
— ü die olle ode pa ielle Lohnausgleich gewäh wi d;
— ü die die di ek en Kos en oll ode pa iell e s a e we den;
— ü die de Nachweis e olg eiche Be eiligung an Ku sen auße -
halb de Be u s ä igkei (keine) Bedingung is ;
— ü die eine Au nahmep ü ung (keine) Bedingung is ;
b) Ausbau de be ieblichen und auße be ieblichen Angebo e an Wei-
e bildung (einschließlich Umschulung und Rehabili a ion) mi (pa -
ielle ) ö en liche Fö de ung;
c) O ganisa ion de Cu icula nach dem Baukas enp inzip;
d) Kü zung de Schulzei bis zum Abi u au 12 Jah e;
e) Kü zung des Hochschuls udiums au in de Regel 3 Jah e;
) Fo all des geschlossenen Hochschuls udiums als no malem An-
schluß an Abi u ode äqui alen em Abschluß, Einbeziehung des
Hochschuls udiums in das Sys em des Bildungsu laubs;
g) Fo all de besonde en Hono ie ung des adi ionellen akademi-
schen Bildungsgangs in den Ta i en ü die Eingangss u e de Be-
u slau bahn.
5. K i isie wi d zwei ens die Konzen a ion des o ganisie en Le -
nens au einen Le no (Schule, Hochschule): Im Ve lau de gesell-
scha lichen A bei s eilung sind bes imm e Ein ich ungen en s anden,
die au den Haup zweck des Leh ens und Le nens spezialisie sind und
ande e gesellscha liche O ganisa ionen on diese Au gabe en las en.
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Diese A bei s eilung is so wei ge ieben wo den, daß ih e Nach eile
die Vo eile übe wiegen. De Le no Schule endie zu eine monopol-
ähnlichen S ellung. E zeig eine s a ke Neigung, zum Selbs zweck zu
we den und sich on de Reali ä de üb igen Gesellscha zu isolie en.
Es we den hie einsei ig die kogni i en Fähigkei en en wickel , was bei
de A dieses Le no es auch kaum ande s zu e wa en is . Auch wenn
Wei e bildung jensei s de Jugendpe iode angebo en wi d, e äh sie
o zugsweise nach dem Mus e des Le no s Schule. Ande e A en des
Le nens we den e nachlässig . Fü ande e Le na en insgesam ode
zei weise meh mo i ie e Pe sonen we den us ie und disk imi-
nie . Apa hie, S ö ungen und subop imale Le ne olg bei einem g o-
ßen Teil de in Schulen Le nenden sind die Folge. Die Be ei scha ü
Wei e bildung wi d minimie . De G undsa z de Chancengleichhei
wi d e le z . Die Konzen a ion au den Le no Schule e minde
endenziell die olkswi scha liche P oduk i i ä und e höh die so-
zialen Kos en. Die E ek i i ä on Bildung, die einsei ig in da au spe-
zialisie en Ein ich ungen e mi el wi d, muß wei hin e dem gesell-
scha spoli isch E wünsch en zu ückbleiben, selbs wenn diese Ein ich-
ungen wei e s a k ausgebau wü den.
6. Diese K i ik en sp echen olgende Ziel o s ellungen:
a) Die Monopols ellung und die Einsei igkei des Le no s Schule is
du ch die Fö de ung ande e Le no e au zuheben;
b) im P inzip sind alle gesellscha lichen O ganisa ionen auch ü Bil-
dungszwecke in die P lich zu nehmen und zum mindes en au bil-
dungsschädliche Wi kungen hin zu übe p ü en;
c) als ande e Le no e kommen insbesonde e die Familien, die A bei s-
s ä en, die Ein ich ungen de Jugendp lege und Fü so ge sowie die
Ve eine in F age;
d) alle Le no e sind zu ih em spezi ischen Op imum zu en wickeln
und sollen Komplemen a i ä in einem Gesam cu iculum ans eben.
Als Maßnahmen, die diesen Vo s ellungen en sp echen, we den u. a.
genann :
a) sowei eine Alleinzus ändigkei on Behö den ü Bildungszwecke
bes eh , is sie au allen Regie ungsebenen du ch die Zus ändigkei
koope a i e G emien abzulösen, in denen u. a. auch Sozial- und
A bei sbehö den sowie p i a e T äge mi wi ken;
b) eine Cu iculumzus ändigkei nach dem Mus e de om Bildungs-
a ü die Sekunda s u e II emp ohlenen Kollegs is zu e wi k-
lichen und sinngemäß auch au die Wei e bildung anzuwenden;
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ökonomische P obleme des Recu en -Educa ion-Konzep s 291
c) in de O ganisa ion de E we bsa bei sind alle Maßnahmen zu ö -
de n, die de En emdung en gegenwi ken. Sie e hal en die gleiche
Bedeu ung wie Maßnahmen zum Schu z de Gesundhei ;
d) in den Familien sind beide Ehepa ne in die Lage zu e se zen, sich
um die Kinde zu bemühen. Zu diesem Zweck wi d die ganz ägige
E we bs ä igkei beide El e n eile un e sag ;
e) die Bildungsa bei de ö en lichen und p i a en A bei ss ä en (E s -
ausbildung, P ak ika, Wei e bildung) is a bei s ech lich und inan-
ziell zu ö de n.
7. Die im Vo he gehenden da ges ell en Haup ich ungen de un e
dem Namen Recu en Educa ion zusammenge aß en Re o mabsich en
zielen au
a) die Siche ung de Wiede keh on Pe ioden o ganisie en Le nens
in eine Ve eilung übe die Lebenszei ;
b) die Ak i ie ung on Bildungsmöglichkei en in allen Teilen des ge-
sellscha lichen Lebens.
Diese Rich ungen e binden sich in Gesam konzep en on Recu en
Educa ion in seh e schiedene Weise. Die Ve schiedenhei en s eh
o allem du ch P ä e enzen ü un e schiedliche gesellscha liche Ziele.
Im olgenden we den d ei Typen eines Recu en -Educa ion-Konzep s
als Beispiele da ü da ges ell .
8. Ein p imä an de P oduk i i ä o ien ie es Konzep : Das Sys em
de Jugendbildung is ü die Meh zahl au die P lich schulzei zu be-
sch änken. Fü diese Meh zahl olg eine Anle nzei in be u liche Tä-
igkei ode eine Ausbildung in Koope a ion on Be ieb und Schule.
Selek ion soll e den Zugang zu wei e üh enden Schulen und Hoch-
schulen au 10-15 P ozen des Jah gangs einengen. Die so Ausgelese-
nen soll en nach knapp bemessene Gymnasial- und S udienzei mi e wa
22 Jah en in die Be u sp axis ein e en und dann eichlich Möglichkei-
en haben, sich wei e zubilden. Wei e bildung wi d auch eine da ü als
quali izie e kann en Minde hei des üb igen Nachwuchses angebo en.
Als T äge diese Wei e bildung kommen o allem die A bei ss ä en
in F age, die auch die Kos en zu inanzie en haben. Sie en scheiden nach
Maßgabe ih e Bedü nisse übe A und Um ang de Fö de ung on
Mi a bei e n du ch Wei e bildung wäh end de A bei szei und in ex-
e nen Ku sen. Fö de ung de be u lichen Kompe enz und dami de
gesam wi scha lichen P oduk i i ä is in diese Konzep ion das p i-
mä e Ziel. Die Ve besse ung de E izienz des Bildungssys ems wi d
du ch Konzen a ion au diese Ziele bei Senkung de Gesam kos en
und s a ke Be eiligung nich ö en liche T äge anges eb . Die P o-
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duk i i ä ss eige ung e möglich die Ve kü zung de A bei szei . In de
F eizei s ehen jedem Bildungsangebo e du ch ö en liche Medien, ge-
ö de e E wachsenenbildung und komme zielle Ein ich ungen zu Ve -
ügung.
9. Ein p imä an s aa liche Siche ung um assende lebenslange Bil-
dung o ien ie es Konzep . Den Zielen de be u lichen Kompe enz und
de P oduk i i ä s ö de ung we den in eine zwei en Konzep ion on
Recu en Educa ion ande e Ziele — Chancenge ech igkei , Fähigkei ,
am geis igen und poli ischen Leben ak i eilzunehmen, En wicklung de
Pe sönlichkei als Glied eine Gemeinscha — gleich angig zu Sei e
ges ell . Die Ve besse ung de E izienz des Bildungswesens wi d im
Blick au diese komplexe und ansp uchs olle Zielse zung anges eb .
Diese Ziele sollen nich nu ü die Jugendbildung, sonde n p inzipiell
lebenslang gel en. Sie sollen p inzipiell ü alle gel en. Die Jugendbil-
dung ha alle bis zu Mündigkei so wei wie möglich zu ö de n und
ha dem Ziel, die Be ei scha ü lebenslanges Le nen bei allen zu ö -
de n, hohe P io i ä zu geben. Die Jugendbildung is on Leh plan ei-
len zu en las en, die ebensogu ode besse in de Wei e bildung Pla z
inden, abe sie is nich zu e kü zen, sonde n zielen sp echend au zu-
we en. Weg allen sollen Bildungsphasen (zum Beispiel Hochschuls u-
dium) als geschlossene Lebensphasen, die sich an die Sekunda s u e an-
schließen. Mi de Mündigkei e häl jedoch jede Bü ge einen An-
sp uch au Wei e bildung, de das Rech au angemessene Angebo e,
au F eis ellung on ande e Tä igkei und au inanzielle Fö de ung
diese Wei e bildung en häl . Das Wei e bildungsangebo is on den
zus ändigen ö en lichen S ellen als Wechsel on nebenbe u lichen und
ollzei lichen Ku sen zu planen und o ganisa o isch zu agen. Die mög-
liche zei liche Ve eilung des Wei e bildungsansp uchs übe die Lebens-
zei wi d du ch Gese z ge egel . In diese Konzep ion on Recu en
Educa ion olg eine zielen sp echend e o mie en Schule ein Sys em
on Wei e bildung, das sich on de Jugendschule im wesen lichen
du ch O ien ie ung am Bildungsbeda E wachsene und du ch eine
Ve eilung übe meh e e Jah zehn e un e scheide .
10. Ein p imä am En schulungsgedanken o ien ie es Konzep : In
eine d i en Konzep ion on Recu en Educa ion wi d die hie un e
9. genann e Viel al de Bildungsziele gewah , abe es wi d un e s ell ,
daß diese Ziel ich ung uni e selle und lebenslange Bildung nich
du ch Le np ozesse zu e eichen is , die ausschließlich ode übe wie-
gend on Behö den des Bildungswesens geplan und ge agen we den.
In diese Ve sion on Recu en Educa ion ha de En schulungsge-
danke s a ken Ein luß gewonnen. Be iebe, Ve eine, Massenmedien, Ein-
ich ungen de Jugendp lege, de sozialen Fü so ge, des Gesundhei s-
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ökonomische P obleme des Eecu en -Educa ion-Konzep s 293
wesens, de A bei s e wal ung, de Jus iz und des Mili ä s sind, neben
Ki chen, Pa eien und Gewe kscha en, wei meh als es gegenwä ig
geschieh , planmäßig als Mi wi kende an de Bildungsau gabe in An-
sp uch zu nehmen. O ganisa ionen mi einem ande en Haup zweck we -
den pa iell (wiede ode s ä ke ) ü Bildungszwecke in die P lich ge-
nommen. Die ü diese O ganisa ionen zus ändigen Behö den sollen mi
den speziell ü Bildungsein ich ungen und auße dem ü die Gesam -
planung on Recu en Educa ion zus ändigen S ellen au allen Ebenen
s ändige Koope a ion p legen. Auße dem is den Ini ia i en und de
Mi bes immung sei ens de Bildung Suchenden b ei e Raum zu geben.
Neben de Bildung in schula igen Ein ich ungen sind ande e gesell-
scha liche O ganisa ionen als Le no e anzue kennen. Ein geplan e
Wechsel de Le no e soll möglichs üh einse zen, iele Wahlmög-
lichkei en bie en, abe als Wechsel obliga o isch sein. Von Schulen aus-
ges ell e Ze i ika e we den du ch Beu eilungen alle ande en an de
Bildungsau gabe Mi wi kenden e gänz . Auch in diese Recu en -Edu-
ca ion-Konzep ion is ein beg enz e Rech sansp uch au schulähnliche
Wei e bildung jensei s de Mündigkei o gesehen. Wei e bildung is
jedoch auch du ch lexible e Fo men de Au eilung des Lebens de
E wachsenen in F eizei , Le nzei und A bei szei zu siche n. Die Mi -
wi kung de P oduk ions- und Diens leis ungsbe iebe soll sich o
allem in A bei s o men ausd ücken, die den Bildungszielen en sp echen.
In diese Konzep ion wi d also de E gänzung de Jugendbildung du ch
Wei e bildung eine seh wei gehende E gänzung du ch ak i e Be eili-
ligung nich schulische Ein ich ungen hinzuge üg . Auße dem soll de
pe sönlichen Ini ia i e gegenübe den e o dne en Cu icula meh
Raum gegeben we den.
11. Einige Komponen en de da ges ell en d ei Typen on Recu en -
Educa ion-Konzep en sind nich s eng einem Typ zugeo dne sonde n
aus auschba . In un e schiedliche Weise e binden sich mi diesen Kon-
zep en auße dem Re o mabsich en, die auch im adi ionellen Sys em
e wi klich we den könn en. Als Beispiele da ü seien hie ange üh :
a) die O ganisa ion de Cu icula nach dem Baukas enp inzip und
nach dem S u ungsp inzip;
b) die e s ä k e Anwendung on Me hoden de Open Uni e si y und
on open ce i ica ion;
c) die e s ä k e Ein üh ung on P ak ika;
d) die e s ä k e o ganisa o ische und inanzielle Fö de ung on oll-
zei lichen Wei e bildungsku sen;
e) de Ausbau des p og ammie en Un e ich s un e Nu zung mode -
ne Medien;
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294 F. Edding
) de Ausbau eine zen al und dezen al e ügba en In o ma ion
übe das gesam e Angebo an Wei e bildung.
Solche Maßnahmen könn en in eine S a egie on inc emen al change
ih en Pla z inden. Die o he da ges ell en d ei Typen on Recu en
Educa ion e langen jedoch einschneidende En scheidungen ü einen
Wechsel de S a egie, wobei das d i e Konzep am s ä ks en mi de
T adi ion b ich . Ein solche Wechsel wä e nu lang is ig zu e wi k-
lichen. Dahe soll e die Planung du ch ein Fo schungs- und Expe imen-
alp og amm o be ei e we den.
12. Zwa geh es bei den Recu en -Educa ion-Konzep en g oßen eils
um Al e na i en, zwischen denen au G und gesellscha spoli ische
Ziel o s ellungen zu wählen is . Wich ige Annahmen, die den Konzep-
en zug unde liegen, bedü en jedoch de wissenscha lichen Analyse,
be o wei agende En scheidungen ge o en we den. Zum Teil is auch
ein expe imen elles Vo gehen im Sinne on Resea ch and De elopmen
angezeig . Bei ielen diese Fo schungsau gaben äll dem Ökonomen
die Rolle des Außensei e s zu, de aus seine Sich F agen s ell , die
Ve e e n ande e Disziplinen, insbesonde e de E ziehungswissen-
scha , ielleich wenige wich ig e scheinen. De Ökonom ha übe all
nach de E izienz de Mi el e wendung zu agen und au Op imie-
ung de Kos en-Nu zen-Rela ion zu d ingen. De Nu zen soll e du ch-
aus so wei de inie we den, daß e die ü das Bildungswesen insge-
sam ode ü die zu un e suchende einzelne Ein ich ung gel enden
Ziele um aß . Ebenso soll en au de Kos ensei e ex e ne ode „soziale"
Kos en be ücksich ig we den. Wich ig is , daß die F age nach de öko-
nomischen Ra ionali ä ges ell wi d und in die Planungsübe legungen
eingeh .
13. Eine G undannahme des Recu en -Educa ion-Konzep s is da in
zu sehen, daß es auch im Bildungswesen das Phänomen des abnehmen-
den E ages gib . Es wi d un e s ell , daß die Ausdehnung de ge-
schlossenen Phase des Le nens in Schulen und Hochschulen zu Mo i a-
ion e lus , Passi i ä und S ö ungen üh , die das Bildungse gebnis
e heblich beein äch igen. Es wi d behaup e , daß dieses E gebnis e -
heblich e besse we den könn e, wenn die geschlossene Phase ollzei -
liche Jugendbildung in Schulen und Hochschulen du ch Pausen un e -
b ochen wi d, die ü F eizei beschä igung, ü ande e Tä igkei en ode
ü das Le nen an ande en Le no en genü z we den. Im einzelnen
we den Fak en und A gumen e ange üh , die eine sei s diese Thesen
s ü zen, die ande e sei s abe auch e hebliche Zwei el beg ünden. Ein-
schneidende Re o men scheidungen, on denen behaup e wi d, daß ih e
Du ch üh ung die Kos en-Nu zen-Rela ion seh e besse n wü de, kön-
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Ökonomische P obleme des Recu en -Educa ion-Konzep s 301
Mushkin, S. J. (1974) (H sg.), Recu en Educa ion. Pape s de i ed om he
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OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.4.287 | Gene a ed on 2023-04-04 11:52:50