Ha dach, Ge d
A icle
Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung
1924-1931
Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ha dach, Ge d (1970) : Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung
1924-1931, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 90, Iss. 5, pp. 563-592,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.5.563
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche
En wicklung 1924 -1931*
Von Ge d Ha dach, Regensbu g
I.
Diese A bei soll e schiedene Aspek e de wi scha lichen En wick-
lung in de Weima e Zei sys ema isch da s ellen und einen neuen
In e p e a ions e such o s ellen. Die zen ale These is , daß Wi -
scha swachs um, Beschä igung und außenwi scha liche Si ua ion we-
sen lich du ch die Poli ik de Reichsbank bes imm wu den. Daß ein
Zusammenhang bes and, wi d in den e schiedenen A bei en zu wi -
scha lichen En wicklung1, zu außenwi scha lichen Si ua ion ein-
schließlich des Repa a ionsp oblems2, zum Bankwesen3 und zu Reichs-
bankpoli ik4 deu lich. Die o he schende These schein abe , sowei
e kennba , ehe umgekeh zu sein, daß nämlich die du ch K ieg und
In la ion he beige üh e inne wi scha liche Si ua ion und die in e -
na ionalen Wi scha sbeziehungen die Ak ions ähigkei de Reichs-
bank „pa alysie en"5.
II.
Die Jah e nach 1924 gal en den Zei genossen im allgemeinen, sowei
man jeden alls die ökonomische Li e a u als ep äsen a i ansehen
kann, als eine Zei asche E holung nach K iegs- und In la ions-
* Fü ih e eundliche Hil e in e schiedenen S adien de A bei danke ich P o-
esso D . Pe e Be nholz, meinen Kollegen Dipl.-K m. Ul ich Fink und Dipl.-
Volkswi Michael Ledig, ebenso den Damen und He en des Bundesa chi s.
1 Die ma
Keese:
Die olkswi scha lichen Gesam g ößen ü das Deu sche Reich
1925—1936. In: We ne
Conze
und Hans
Raupach
(H sg.): Die S aa s- und Wi -
scha sk ise des Deu schen Reiches, 1929—1933. S u ga 1967. — Ho s
Mende s-
hausen:
Two Pos wa Reco e ies in Ge many. Ams e dam 1955.
2 Rol
Lüke:
Von de S abilisie ung zu K ise. Zü ich 1958. — Ge ha d
K oll:
Von de Wel wi scha sk ise zu S aa skonjunk u . Be lin 1958.
3 Neben dem zi ie en Buch on
Lüke
insbesonde e Ka l E ich
Bo n:
Die deu -
sche Bankenk ise 1931. Finanzen und Poli ik. München 1967. — Rudol
S ucken:
Die deu sche Bankenk ise 1931. K edi und Kapi al, 1 (1968).
4 Eine ku ze Übe sich gib Ka l R.
Bopp:
Die Poli ik de Reichsbank sei de
S abilisie ung. Wel w. A chi , Bd. 42 (1935 II); im üb igen Rudol
S ucken:
Deu -
sche Geld- und K edi poli ik 1914—1963. 3. Au l. Tübingen 1964.
5 Insbesonde e
S ucken:
Geld- und K edi poli ik, a.a.O., S. 70 . und
Lüke:
a.a.O.,
S. 214 .
36*
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564 Ge d Ha dach
wi en. De Dawes-Plan, so S olpe y „lei e e eine Zei de E holung
ein, ü de en B ei e und K a man in Deu schland kein Vo bild
ha e"6. Dieses Bild is im G undsä zlichen bishe nich e idie wo -
den, obwohl un e einzelnen Aspek en Einsch änkungen o genommen
wu den.
E s ens: Die Ausgangslage wa o ensich lich besse , als meis an-
genommen. Die In la ionsjah e wa en gewiß alles ande e als no male
wi scha liche Zei en, abe genaue e Be ach ung zeig , daß sich hin-
e dem Wäh ungs e all und den sozio-ökonomischen Umschich ungen
eine beach liche wi scha liche Expansion, besonde s hinsich lich de
Kapi alakkumula ion, ollzog7. Diese Ta sache wu de ühe z. T.
übe sehen, z.T. dadu ch ela i ie , daß man das akkumulie e Kapi-
al als „ ehlgelei e " und „ine izien " ansah8. Ebensowenig wie die
In la ion kann abe die nach olgende S abilisie ungsk ise übe die
no male Leis ungs ähigkei des Fak o s Kapi al Auskun geben9.
Zwei ens: Die hohen Auslandsk edi e und de Ve lau de Wel -
wi scha sk ise gaben Anlaß zu de F age, ob es sich bei de wi -
scha lichen En wicklung de zwanzige Jah e in Deu schland um eine
Blü e ode nich ielmeh um eine Scheinblü e, eine „Konjunk u au
Bo g"10 gehandel habe. Die K ise, so wi d a gumen ie , wa schon in
den Ausgangsbedingungen angeleg : „Das Jah 1924, welches nach de
schlimmen Zei des K ieges und de In la ion die S abilisie ung zu
b ingen schien und dahe on de poli ischen Geschich e und de Wi -
scha sgeschich e einhellig als e heißungs olle Neubeginn be ach e
wi d, soll e du ch eine Reihe on En scheidungen jensei s des A lan-
iks die Weichen in eine Rich ung s ellen, wo als e s es ün Blü e-
jah e üge isch am Wege lagen11."
D i ens: Im Ve gleich zu zwei en Nachk iegse holung nach 1945
wa die wi scha liche En wicklung nach 1924 bescheiden12. In den
ün zige Jah en wa das wi scha liche Wachs um schnelle , es hiel
6
Gus a S olpe , Ka l Häuse , Knu Bo cha d : Deu sche Wi scha sei 1870.
2. Au l. Tübingen 1964. S. 113. — Ähnlich K oll: a.a.O., S. 29.
7 Jo gen Pede sen, Ka s en Lau sen: The Ge man In la ion 1918—1923. Ams e -
dam 1964.
8 Insbesonde e Cos a ino B esciani-Tu oni: The Economics o In la ion. London
1937. — Ca l Sdimid : Ge man Business Cycles 1924—1933. New Yo k 1934.
9 Vgl. Pede sen, Lau sen: a.a.O., S. 124 .
10 Zu diesem Beg i gl. K oll: a.a.O., S. 30 . — In eine neuen In e p e-
a ion sp ich on eine Scheinblü e Paul Ch is oph Ma in (Die deu sche Wi -
scha sen wicklung o de Wel wi scha sk ise un e dem Ein luß de Monopoli-
sie ung und de ame ikanischen Wi scha spoli ik. Diss. Bonn 1966).
« Ma in: a.a.O., S. 102.
12 Vgl. Tabelle 1 (S. 565).
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 - 1931 565
länge an, und insbesonde e wu de die an änglich ech hohe A bei s-
losigkei besei ig , was in de Weima e Republik nach de In la ion
nich meh gelang. In de Weima e Zei handel e es sich um einen
Wiede -Au bau im enge en Sinne, d.h. au dem Höhepunk de wi -
scha lichen En wicklung wu de e wa de Lebenss anda d de Vo -
k iegszei e eich 13; dagegen and in den ün zige Jah en eine ech e
Expansion de ökonomischen Möglichkei en s a . Nach diesem Maß
wü de man also nich nach den Bedingungen de Expansion in den
zwanzige Jah en agen, sonde n nach den U sachen, die das Wachs-
um b ems en.
Nach beiden Wel k iegen lassen die Wäh ungs e häl nisse es schwie-
ig e scheinen, das Volkseinkommen de e s en Nachk iegsjah e zu
be echnen. Die Wäh ungss abilisie ung e olg e nach dem E s en Wel -
k ieg im ün en F iedensjah (1923), nach dem Zwei en Wel k ieg im
d i en F iedensjah (1948). De e s e Nachk iegsau schwung wa im
zehn en F iedensjah geb ochen (1928), de zwei e Nachk iegsau -
schwung daue bislang an — so e n diese Beg i übe haup noch
sinn oll is .
Tabelle 1
Wachs um des Sozialp oduk es zu Ma k p eisen
(in kons an en P eisen)" (NSP und BSP)
und A bei slosenquo e (in P ozen )15 (A)
NSP A BSP A
1924 o. A. 1&,5 1951 1,11 9,0
1925 o. A. 6,7 1952 1,09 8,4
1926 0,99 18,1 1953 1,08 7,5
1927 1,14 8,8 1954 1,07 7,0
1928 1,02 8,4 1955 1,12 5,1
1929 0,96 13,1 1956 1,07 4,0
1930 0,95 22,2 1957 1,06 3,7
1931 0,89 33,7 1958 1,03 3,7
13 Das eale P o-Kop -Einkommen wi d ü 1911/13 au 728 Ma k, ü 1925/29
au 696 Ma k geschä z . Vgl. Wal he G.
Ho mann,
J. Heinz
Mülle :
Das deu sche
Volkseinkommen 1851—1957. Tübingen 1959. S. 14.
14 1925
—
31 Ne osozialp oduk , nach: W. G.
Ho mann J
F.
G umbach
/
IL
Hesse:
Das Wachs um de deu schen Wi scha sei de Mi e des 19. Jah hunde s. Be lin/
Heidelbe g/New Yo k 1965. S. 827 . - 1951-58 B u osozialp oduk , nach: W.
Vog :
WadiB umszyklen de wes deu schen Wi scha . Tübingen 1968. S. 16.
15 Fü 1951/58
Vog :
a.a.O., S. 16. - Fü 1924/31 S a is ische Jah büche ü das
Deu sche Reich 1930, S. 320; 1931, S. 311; 1932, S. 303. — Die A bei slosenzi e n
beziehen sich au Gewe kscha smi gliede ; nach
Mende shausen
(a.a.O., S. 50) sind
sie e mu lich zu hoch.
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566 Ge d Ha dach
Die A bei slosigkei , die in de In la ion bis zu dem Zei punk , an
dem das Geld seine Tausch unk ion öllig einbüß e, einen ela i
nied igen S and e eich ha e16, blieb in den zwanzige Jah en du ch-
weg hoch. Man kann du chaus dem U eil zus immen, daß eine Wi -
scha , de es Jah ü Jah nich annähe nd geling , Vollbeschä igung
zu e eichen, nich o eilig als e hol bezeichne we den soll e17. In
den insgesam 109 Mona en on Ap il 1924 bis Ap il 1933 sank die
Zahl de A bei slosen nu in ie Mona en un e 500 000 18.
Ve schiedene Be echnungen ü den Ausnu zungsg ad des Sach-
kapi als zeigen, daß de P oduk ions ak o Kapi al eben alls „un e -
beschä ig " wa , auch in den Expansionsjah en bes anden noch Kapa-
zi ä s ese en.
Tabelle 2
Ausnu zung des Sachkapi als (Maximum = 100)19
Schä zung on Schä zung on
Mes e K engel
1925 95,1 74,5
1926 82,4 72,0
1927 89,4 88,8
1928 89,6 85,7
1929 88,0 85,9
1930 76,5 74,1
1931 63,4 59,4
Wenn man die Möglichkei en wi scha liche Expansion e ö e ,
is schließlich auch das P eisni eau on Bedeu ung. De Index de
G oßhandelsp eise wies jäh liche S eige ungen on 3 P ozen (1925)
und 2 P ozen (1927, 1928) au , die abe du ch Senkungen in den an-
de en Jah en kompensie wu den, so daß das P eisni eau 1929 au
dem S and on 1924 wa und in de K ise deu lich sank.
16 Pede sen, Lau sen: a.a.O., S. 76, 78.
17 Schmid : a.a.O., S. 106.
18 Schmid : a.a.O., S. 106.
1° A. F. Mes e : Eine Zei eihe de Ausnu zung des Sachkapi albes andes 1925
bis 1938 und 1950 bis 1957. IFO-S udien, Bd. 7 (1961), S. 81. — Rol K engel: Die
En wicklung des Anlage e mögens de wes deu schen Indus ie on 1924 bis 1955.
In: Deu sches Ins i u ü Wi scha s o schung (H sg.): Wi scha s o schung und
Wi scha s üh ung, Fes gabe ü Fe dinand F iedensbu g. Be lin 1956. S. 87.
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 • 1931 567
Tabelle 3
Index de G oßhandelsp eise20
Ni eau Wachs um
(1913 = 100) (P /P -1)
1924 137,3 —
1925 141,8 1,03
1926 134,4 0,95
1927 137,6 1,02
1928 140,0 1,02
1929 137,2 0,98
1930 124,6 0,91
1931 110,9 0,89
Wachs umsimpulse e wa e man on den In es i ionen und den
Expo en eine Volkswi scha . Das du chschni liche Ni eau de In-
es i ionen (die konjunk u ellen Schwankungen sollen auße Be ach
bleiben) in den zwanzige Jah en wa nach heu igen, abe auch nach
damaligen Maßs äben nied ig: Sdiumpe e z.B. diagnos izie e ü die
wi scha liche En wicklung de zwanzige Jah e „impo e ishmen ,
excess consump ion, and in e e ence o axa ion wi h he o ma ion
o capi al'"21.
Tabelle 4
An eile am B u osozialp oduk (P ozen )22
P i a e S aa l. B u o-Außen-
Konsum Konsum in e8 . bei ag
1925 73,6 11,1 18,2 -2,8
1926 74,2 11,7 12,4 + 1,7
1927 72,4 10,3 20,3 -3,1
1928 72,0 11,1 18,3 - 1,3
1929 75,0 11,6 13,5 -0,2
1930 77,1 12,8 8,6 + 1,4
1931 81,3 13,5 2,1 + 3,2
Zusä zlich wachs umshemmend muß e in de un e beschä ig en
Wi scha de anhal ende Impo übe schuß wi ken23.
2<> S a is isches Jah buch ü das Deu sche Reich 1932, S. 256.
21 Joseph A. Schumpe e : Business Cycles. A Theo e ical, His o ical, and S a is-
ical Analysis o he Capi alis P ocess. New Yo k, London 1939. S. 722, Anm. 1.
22 Quellen wie oben, Anm. 14.
2» Vgl. un en, S. 572.
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568 Ge d Ha dach
Nich nu Schumpe e , sonde n die zei genössischen Beobach e
ganz allgemein sahen das Haup hinde nis de wi scha lichen En -
wicklung „in de Kapi ala mu de Wi scha und dem unzu eichen-
den Ausmaß sowie dem zu langsamen Fo sch i de Kapi alneu-
bildung"24. Ebenso einhellig wa die Meinung, daß die Ve minde ung
des p i a en und ö en lichen Ve b auches Vo ausse zung ü eine
g öße e Akkumula ion sei25. Man kann hie noch einmal au Schum-
pe e e weisen, de bei alle Ane kennung de sozialen Be ech igung
on p i a en und ö en lichen Konsumausgaben doch au de en öko-
nomische Schädlichkei glaub hinweisen zu müssen: „Analysis o he
expendi u e hus inanced undoub edly e eals admi able cul u al
and social achie emen s, eminen ly p oduc i e o economic and supe -
economic alues, in compa ison wi h which he cos s migh e en be
called mode a e. In pa icula , he e is much o be said, in e ms o
beau y as well as in e ms o wel a e, agains he despe a e inancial
posi ion in o which he big ci ies maneu e ed hemsel es. Bu nei he
ha cul u al aspec no he a ious de ici s as such a e pe inen o
ou subjec . The impo an hing is he una oidable in e ence ha
we ha e he e a case o an excess consump ion by public bodies, in-
cluding excesses all o e he economic sys em, wi hd awing capi al
om indus y, o p e en ing i s being buil up26."
Nun müssen Konsum- und In es i ionsquo e, zusammen mi dem
„Außenbei ag", sich no wendig zu 100 e gänzen, ohne daß dami
e was übe den Kausalzusammenhang gesag is . Mi gu em G und
kann man dahe die de „ adi ionellen" Au assung en gegengese z e
These e e en, daß de „zu hohe" Konsum nu eine Folge de „zu
nied igen" In es i ionen wa . Höhe e In es i ionen wa en ja eal
du chaus möglich, sie hä en die Ve eilungsquo e (= Einkommen de
p i a en Haushal e in Rela ion zum Volkseinkommen zu Fak o -
kos en) gesenk und dami , da die Konsumquo e in Rela ion zum e -
eil en Einkommen als e wa kons an angenommen we den kann, den
An eil des Konsums am B u osozialp oduk e minde 27. Es en -
sp ich diese Hypo hese, daß die Ve eilungsquo e in den Expan-
sionsjah en 1925 und 1927 e gleichsweise nied ig wa und daß die
Schwankungen de Konsumquo e (in Rela ion zum B u osozialp o-
duk ) ge inge we den, wenn man sie mi de Ve eilungsquo e ge-
wich e .
24 Ve handlungen des VII. Allgemeinen Deu schen Bankie ages, 9. bis 11. Sep-
embe in Köln. Be lin 1928. S. 66.
25 Ve handlungen des VII. Allg. D . Bankie ages, a.a.O., S. 66.
2« Schumpe e : a.a.O., 2. Bd., S. 717.
27 Vgl. E ich P eise : Mul iplika o p ozeß und dynamische Un e nehme gewinn.
In: E ich P eise : Bildung und Ve eilung des Volkseinkommens. Gö ingen 1957.
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 -1931 569
Tabelle 5
Ve eilungsquo e und gewich e e Konsumquo e28
Ve eilungsquo e Konsumquo e
1925 96,1 76,6
1926 96,1 77,2
1927 95,4 75,9
1928 95,8 75,1
1929 96,7 77,5
1930 97,7 78,9
1931 102,1 79,6
Diese Zusammenhang wu de on K oll und im Anschluß da an
on Ma in nich bedach , die beide da on ausgehen, daß du ch die
un e eil en Gewinne de Kapi algesellscha en in e höh em Maße
Kau k a aus dem K eislau abgezogen wu de, so daß die in es i-
ionsgeneig en Un e nehme und ö en lichen Kö pe scha en sich zu-
sä zlich e schulden muß en; diese kumulie ende Ve schuldung sei
dann de eigen liche G und de K ise: „B ich die zusä zliche Kau -
k a bescha ung dann einmal aus i gendwelchen G ünden ab, is die
Wi scha sk ise nich zu e meiden29." Genau das Gegen eil dü e
zu e en: Hohe un e eil e Gewinne p legen mi wi scha liche Ex-
pansion einhe zugehen, wie das Beispiel de Bundes epublik in den
ün zige Jah en zeig . Dagegen wa de „Monopolg ad" im e ei-
lungs heo e ischen Sinn in den zwanzige Jah en o z de be äch -
lichen Konzen a ion und Ka ellie ung nied ig30.
Man kann annehmen, daß die ö en lichen In es i ionen bis an die
G enze des Möglichen o ange ieben wu den, so daß das In e esse
sich au die Bes immungsg ünde de p i a en In es i ions ä igkei
konzen ie en kann. P ion schä z e ü die Zei o dem E s en Wel -
k ieg die du chschni liche Ren abili ä je nach Indus iezweig au 6
bis 8 P ozen , gegenübe einem Zinssa z on 5 bis 6 P ozen 31. Die
Ren abili ä se wa ungen dü en in den zwanzige Jah en kaum hö-
he gewesen sein, man sieh also, wie seh das hohe Zinsni eau die
In es i ions ä igkei geb ems haben muß: Denn eine E höhung de
du chschni lichen Ren abili ä wa ce e is pa ibus nu du ch Ve -
zich au be äch liche „ma ginale" In es i ionen e eichba . Die in
28 Be echne nach Ho mann, Mülle : a.a.O., S. 56. 1931 sind die un e eil en
Einkommen de Kapi algesellscha en nega i .
29 Ma in: a.a.O., S. 9.
80 Ho mann, G umbach, Hesse: a.a.O., S. 509. Monopolg ad be echne als An-
eil de Kapi aleinkommen am Volkseinkommen zu Fak o kos en.
31 Willi P ion: K edi poli ik. Au sä ze und Reden. Be lin 1926. S. 170.
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570 Ge d Ha dach
den zwanzige Jah en o beschwo ene „Kapi ala mu " de deu schen
Wi scha 32 wa nich ein Mangel an Sachkapi al ode an „Spa wil-
len", sonde n ein P oblem de K edi knapphei , das zwangsläu ig au
die Poli ik de Zen albank e weis : Bei gegebenen (B u o-)Gewinn-
e wa ungen beein luß die Zen albank die In es i ions ä igkei übe
das Zinsni eau und die Liquidi ä de Wi scha .
Nach dem Dawes-Plan wa de Reichsbank ein Mindes diskon sa z
on 5 P ozen o gesch ieben, in de e klä en Absich , die wi scha -
liche En wicklung zu dämp en und dami den Repa a ions ans e zu
e leich e n33. Abe diese Mindes diskon wu de nu in de e s en
Häl e des Jah es 1927 wah genommen, im üb igen lag de Diskon
bis zu K ise be äch lich höhe .
Reichsbank-Diskon im Jah esdu chschni 34
1924 10,00%
1925 9,15
°/o
1926 6,74
°/o
1927 5,82
°/o
1928 7,00%
1929 7,11 %
1930 4,93 %
1931 6,91 %
Das Zinsni eau in Deu schland wa en sp echend hoch. Auslands-
k edi e konn en den es ik i en E ek des hohen Zinsni eaus zwa
minde n, abe nich annähe nd kompensie en, da aus ins i u ionellen
G ünden nu ein Teil de inländischen Nach age Zugang zu auslän-
dischen Geld- und Kapi almä k en ha e.
Schach
ha zwa selbs au das P oblem de anhal enden A bei s-
losigkei hingewiesen35, als Ziel de Reichsbankpoli ik wa en Wi -
scha swachs um und Beschä igung abe nu An ang 1924 ele an .
Damals ha e die Reichsbank du ch ela i g oßzügige K edi gewäh-
ung den Au schwung nach de S abilisie ungsk ise e leich e , und
de Ve wal ungsbe ich ü 1924 se z e neben die „So ge um die Au -
ech e hal ung de Wäh ung" ein konku ie endes Ziel: „Au de
ande en Sei e ha e die K edi poli ik da au Rücksich zu nehmen,
daß bei de he schenden Kapi alknapphei die Fo üh ung de Wi -
32 Vgl. Ka l
Diehl
(H sg.): Wi kungen und U sachen des hohen Zins ußes in
Deu schland. Jena 1932. — E ich
Wel e :
Die U sachen des Kapi almangels in
Deu schland. Tübingen 1931.
33 Luke:
a.a.O., S. 215.
34 S a is isches Jah buch ü das Deu sche Reich 1932.
35 Vgl. Hjalma
Schach :
Das Ende de Repa a ionen. Oldenbu g 1931. S. 194.
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 -1931 577
seine Wa nungen nich nu in kleinem K eis, sonde n wiede hol auch
in de Ö en lichkei geäuße , was ihm bei eine spä e en Gelegenhei
Reichskanzle
Ma x
ausd ücklich bes ä ig e: „Ich glaube, ge ade was
die F age de Auslandsanleihen angeh , so dü en wi es dem He n
Reichsbankp äsiden en als ein besonde es Ve diens an echnen, daß e
schon seh ühzei ig au die g oße Ge ah au me ksam gemach ha ,
die aus einem Ube maß diese Anleihen zwei ellos he o geh 69." Daß
die Wa nungen angeb ach wa en, ha sich 1931 bes ä ig ; ob sie eine
angemessene Poli ik da s ell en, is eine ande e F age.
Eine he ige Kon o e se e gab sich aus de Ansich de Reichsbank,
Auslandsk edi e soll en nu zu „p oduk i en" Zwecken au genommen
we den. Als Maß ü die P oduk i i ä soll e einmal die Zusammen-
se zung de Ein uh aus In es i ionsgü e n („p oduk i ") und Kon-
sumgü e n („unp oduk i ") gel en, nach einem ande en Ansa z die un-
mi elba e Zweckbes immung de K edi e: Als p oduk i in diesem
Sinne gal en Anleihen on Un e nehmungen, die übe wiegend ü den
Expo a bei e en, und — wenige einsich ig — landwi scha liche An-
leihen; als unp oduk i in höchs em Maße gal en die kommunalen An-
leihen.
Schach s
Polemik gegen „zu g oße" ö en liche, insbesonde e
kommunale Ausgaben, in de e sich mi dem Repa a ionsagen en
einig wuß e, is bekann und on e schiedenen Au o en übe nommen
wo den70. Nach
Schach s
Meinung wa es de ela i leich e Zugang zu
Auslandsk edi en, de die Gemeinden und Lände zu Ausdehnung
ih e Tä igkei e mu ig e71. Die Posi ion de Reichsbank hinsich lich
de „P oduk i i ä " de Auslandsk edi e wu de on manchem ge eil ,
wa abe o zdem, wie schon bald nachgewiesen wu de, nich hal -
69 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 13. 4. 1928, BA.
R 43 1/635. — Vgl. auch
Luke:
a.a.O., S. 235 . — Hans
Lu he :
Vo dem Ab-
g und. 1930—1933. Reichsbankp äsiden in K isenzei en. Mi eine Ein üh ung on
Edga
Salin
. Be lin 1965. S. 64. -
S ucken:
a.a.O., S. 74 .
70 Vgl. z. B. C. R. S.
Ha is
(Ge many's Fo eign Ideb edness. London 1935. S. 4):
Auslandsk edi e wu den nich nu ü p oduk i e Zwecke geb auch , sonde n „also
in no small measu e o he inancing o public ameni ies, many o hem an
ex a agan na u e". —
S udien
(a.a.O., S. 76) mein , man hä e ech zei ig Schluß
machen müssen „mi de Au blähung de ö en lichen Leis ungen und Ausgaben,
mi de E höhung de Löhne und Sozialbei äge, den g oßzügigen ö en lichen Bau-
en usw.". —
K oll
(a.a.O., S. 36) übe nimm
Schach s
Polemik ohne wei e es als zu-
e end. —
Luke
(a.a.O., S. 215) mein eben alls: „Die deu sche Ve an wo ung
lag dahe zu Haup sache in de Ve wendung diese Auslandsgelde , die unbes i -
en zu iel ü die Ve besse ung des Lebenss anda ds und zu wenig ü wi klich
p oduk i e Zwecke benu z wu den." Die Äuße ungen zeigen, wie seh sich im
ökonomischen Denken das Funk ionie en des kapi alis ischen Ma k modelles gegen-
übe de Bedü nisbe iedigung als Zweck e selbs ändigen kann; denn daß ö en -
liche Ausgaben und Lebenss anda d hoch ode ga „zu hoch" wa en, dü e zahlen-
mäßig schwe zu belegen sein.
71 Vgl. Geo g
Be nha d:
Die Liquidi ä ss ö ungen und die K ise des deu schen
Bankwesens. A chi ü Sozialwissenscha und Sozialpoli ik, 67 (1932), S. 330.
37 Schmolle s Jah buch 90,5
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578 Ge d Ha dach
ba 72. Die e en uelle Rückzahlba kei de K edi e konn e nu du ch
die Expo ähigkei de Wi scha insgesam , nich abe du ch eine
Punk - ü -Punk -Bindung an bes imm e Zwecke ode bes imm e Im-
po gü e gewäh leis e we den. Nach eine neue en S udie übe Kapi-
albewegungen im 19. und 20. Jah hunde haben sich im allgemeinen
ge ade die nich unmi elba au den Expo ge ich e en Auslands-
in es i ionen in de In as uk u als e olg eich e wiesen: „ ... he
kind o in es men which has p o ed mos succes ul o bo h bo owe s
and lende s is clea ly he economic o e head in es men in anspo -
a ion, communica ion, o he public U ili y ype o capi al expen-
di u e73."
Um ih e Poli ik gegenübe den Auslandsk edi en du chzuse zen, be-
nu z e die Reichsbank e schiedene Ins umen e. 1. Zu Besch änkung
de ö en lichen Anleihen wu de au Be eiben de Reichsbank be ei s
im Dezembe die „Be a ungss elle ü Auslandsk edi e44 einge ich e .
Von 1925 bis 1928 wu den An äge in Höhe on 3,7 M d. RM begu -
ach e , da on 2,5 M d. RM (67,3%) genehmig ; im einzelnen wu den
landwi scha liche Anleihen zu 97,5%, s aa liche Anleihen zu 92,0%,
Anleihen ü indus ielle Un e nehmungen mi ö en liche Ga an ie
zu 87,9% und kommunale Anleihen zu 45,6% genehmig 74. Die Be-
a ungss elle woll e eine gewisse Besch änkung de Ausländsanleihen
und ih e Ve wendung zu „p oduk i en44 Zwecken e eichen; die Zahlen
äuschen abe : Ta sächlich wu de wede das eine noch das ande e e -
eich . Die Ve d ängung de Kommunen on den ausländischen Ka-
pi almä k en ha e lediglich zu Folge, daß sie sich e s ä k an den
Inlandsma k wand en, do das Zinsni eau in die Höhe ieben und
dami zusä zliche Kapi alimpo e induzie en. Da diese Kapi alimpo e
dann zumindes eilweise ku z is ig wa en, wi k e die Tä igkei de
Be a ungss elle sich soga ehe nach eilig aus: „Schach ha e a säch-
lich e mieden, daß die deu schen Gemeinden und die deu schen Un-
e nehmen zu billigen Sä zen lang is ige Kapi alanlagen bekamen. E
ha e dagegen abe ge adezu bewi k , daß den deu schen Banken o -
mell ku z is ige Mi el zu iel höhe en Zinsen in e heblichen Mengen
zu lössen75.44
72 Vgl. insbesonde e Hellmu Kasch: Reichsbank und deu sche Nachk iegs e -
schuldung un e besonde e Be ücksich igung des ö en lichen K edi s. Diss. Gö in-
gen 1931.
73 Douglas No h: In e na ional Capi al Mo emen s in His o ical Pe spec i e.
In: Raymond F. Mikeseil (H sg.): U.S. P i a e and Go e nmen In es men
Ab oad. Eugene (O egon) 1962. S. 32.
74
Enquê e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O., S. 81 .
75 Be nha d: Die Liquidi ä ss ö ungen, a.a.O., S. 332. — Enque e-Ausschuß: Die
Reichsbank, a.a.O., S. 88 .
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 -1931 579
2. Wäh end die Tä igkei de Be a ungss elle in e s e Linie de
Kon olle de ö en lichen Finanzgeba ung dienen soll e, wu den ab
Ende 1926 Ve suche un e nommen, die gesam e Auslands e schuldung
zu d osseln. Als e s es wu de im Augus 1926 die s a e Dolla no iz,
die die Reichsbank sei 1924 au ech e hal en ha e, au gegeben, was
sich speziell gegen die ku z is ige Geldhe einnahme de Banken ich-
e e. Die Reichsbank ließ die Wechselku se in de Folge zei weilig an
die Goldpunk e gehen, um die Banken au das Ku s isiko au me ksam
zu machen; eine nachhal ige Wi kung ha diese Maßnahme, sowei man
sehen kann, nich e ziel , o ensich lich wa die Di e enz zwischen den
Goldpunk en (e wa 1%) nich g oß genug76. Eben alls im Dezembe
wu de au Be eiben de Reichsbank die Be eiung de im Ausland
emi ie en deu schen Anleihen on de Kapi ale ags eue au geho-
ben77. De wich igs e Sch i wa dann die He abse zung des Diskon -
sa zes on 6 au 5 P ozen im Janua 1927. In de E klä ung des
Reichsbankp äsiden en o dem Zen alausschuß heiß es dazu: „Die
He abse zung wi d die Anziehungsk a des deu schen Ma k es ü
Auslandsgelde ku z is igen Cha ak e s he abminde n; hie mi wi d
das deu sche Wi scha sleben noch meh als bishe au die No wendig-
kei heimische Kapi albildung und zweckmäßigs e heimische Kapi-
alnu zung e wiesen78."
Die Au hebung de S eue be eiung soll e die lang is igen, die Dis-
kon senkung die ku z is igen Kapi alimpo e eduzie en, beide Maß-
nahmen gehö en also zusammen. Da die Zinsspanne gegenübe dem
Ausland U sache de Kapi alimpo e wa , hä e es on An ang an
nahegelegen, gegen zu hohe Kapi alimpo e du ch Zinssenkungen an-
zugehen. Wi scha sminis e
Neuhaus
o de e die Reichsbank schon
An ang 1925 au , die K edi bedingungen zu e leich e n, „um dadu ch
den Zus om ausländische K edi e, sowei e übe die auszugleichende
Passi i ä hinausgeh , zu e inge n"79. An ang 1926 d äng e die Reichs-
76 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 7. 3. 1927, BA.
R 43 1/635. Be ich de Reichsbank an die Reichs egie ung om 7. 2. 1929, BA.
R 43 1/636. Nach diesem Sch i hä e es nahegelegen, zu Beein lussung de ku z-
is igen Kapi alimpo e geziel e De isen e mingeschä e o zunehmen; abe diese
Möglichkei wu de nich wah genommen, die Reichsbank s ell e das De isen e min-
geschä im Ok obe 1924 ein, „nachdem es schon länge e Zei hindu ch eine be-
sonde e Bedeu ung nich meh gehab ha e" (Ve wal ungsbe ich de Reichsbank
ü 1924, S. 7), und ha es nich wiede au genommen.
77 Be ich des Kommissa s bei de Reichsbank om 7. 12. 1927, BA. R 43 1/635.
78 Si zung des Zen alausschusses de Reichsbank am 11. 1. 1927, zi . nach:
Schmi :
a.a.O., S. 138. —
Schach
s ell e an ande e S elle es , daß die De isen-
si ua ion bei de Diskon senkung keine Rolle gespiel habe, diese sei ielmeh aus
Geldma k ücksich en o genommen wo den ( gl.
Enquê e-Ausschuß :
Die Reichs-
bank, a.a.O., S. 196 .). Die zi ie e Äuße ung o dem Zen alausschuß zeig abe
m. £., daß die Auswi kungen de Diskon senkung au den Kapi alimpo deu lich
gesehen wu den und zumindes als Nebene ek auch beabsich ig wa en.
70 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 17. 4. 1925, BA.
R 43 1/634.
37*
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580 Ge d Ha dach
egie ung e neu au eine Diskon senkung: „Die ausländische K edi -
zu uh is besse du ch inländische Zinssenkung zu un e binden als
du ch Übe wachung des K edi nehme s. Wenn das Ausland Geld in
Deu schland in es ie en will, so soll es, alls es mi nied ige en Zinsen
sich nich begnüg , Ak ienpake e u. dgl. kau en80." Un e den Bedin-
gungen des Gold-De isen-S anda ds wa en de Reichsbank na ü lich
G enzen gese z : Bei sinkendem Zins wü de sie s ä ke beansp uch ,
auße dem wü de sich ein Teil de o he im Ausland be iedig en K e-
di nach age au die Reichsbank ich en, und gleichzei ig wü de ih
Gold- und De isen o a langsame wachsen ode ga sinken; die
Reichsbank ha dahe aus (zu g oße ) Vo sich lange gezöge , die
Zinspoli ik anzuwenden81.
Tabelle 9
Kapi alimpo und Reichsbankbeansp uchung (Mill. RM)82
im Qua al Kapi al-
impo
da on:
lang .
da on:
ku z .
Zunahme de
Wechsel- u.
Lomba d-
k ed.
1926/IV 790 401 389 387
1927/1 420 88 332 131
1927/11 1153 89 1064 597
1927/III 1357 670 687 258
Die Diskon senkung wa zunächs ein E olg, es wu den ku z is ige
Auslandsgelde abgezogen, die Reichsbank gab bis Ende Feb ua 480
Mill. RM an De isen ab83. Ab Mä z jedoch nahmen die ku z is igen
Kapi alimpo e wiede s a k zu. Da ü gab es meh e e G ünde: Das
Zinsni eau s ieg an, z.B. Tagesgeld on 5,48% im Janua au 7,00%
im Mä z 192784; das Angebo e schob sich nach de Au hebung de
S eue be eiung on lang is igen zu ku z is igen K edi en, und die
Bö se zog zunehmend ku z is ige Auslandsgelde an sich85. Bei einem
de a igen Ineinande g ei en is es schwe , die Bedeu ung de einzel-
nen Fak o en zu isolie en. Nach Ansich de Reichsbank wa die
80 No iz zu Reichsbank-Besp echung ü den Reichskanzle , 12. 2. 1926, BA.
R 43 1/635, und Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 15. 2.
1926, BA. R 43 1/645.
81 Bopp: a.a.O., S. 449 .
82 Konjunk u s a is isches Handbuch 1933; a.a.O., S. 149. Wechsel- und Lomba d-
k edi e de Reichsbank, ohne P i a no enbanken.
83 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 7. 3. 1927, BA.
R 43 1/635.
84 Konjunk u s a is isches Handbuch 1933, a.a.O., S. 127.
85 Enquê e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O.,S. 66 .
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 -1931 581
Bö senspekula ion de wich igs e G und ü das — on ih nach de
Diskon senkung nich e wa e e — neue Anwachsen de ku z is igen
Kapi alimpo e, sie sah ein P oblem de K edi e eilung, nich abe
de K edi e so gung insgesam 86. „Die Konsequenz diese Au assung
wa de bekann e Ve such om 13. Mai 1927, die K edi e umzuschich-
en, de Bö se zu nehmen, was nich de Bö se wa , und da ü de
p oduk i en Wi scha ' das Ih ige zu geben87." De Ke n de Maß-
nahme bes and da in, daß die Reichsbank den Banken mi eil e, „daß
in Zukun bei de Bemessung de den Banken einzu äumenden Dis-
kon k edi e das Ve häl nis ih e Kassenbes ände und Gi ogu haben zu
ih en Gesam e p lich ungen als Maßs ab gel en wü de"88. Die Banken
muß en, um ih e Liquidi ä zu e besse n, bes imm e Anlagen liquidie-
en, und zwa nach de unmiß e s ändlichen Emp ehlung des Reichs-
bankp äsiden en speziell die Bö senk edi e. Kapi al zu „p oduk i en
Zwecken" konn e dadu ch alle dings nich ei we den, da die Um e -
eilungs heo ie de Reichsbank au alschen Vo ausse zungen be uh e;
wenn die Bö se ausländische K edi e an sich zog, so e hiel en die bis-
he igen E ek enbesi ze da ü liquide Mi el, die Bö se kann kein
Kapi al „binden"89. In Wi klichkei lag kein P oblem de K edi e -
eilung o , sonde n die K edi nach age s ieg, weil höhe e In es i io-
nen geplan wu den. Die Reichsbank wu de dahe auch nach dem Bö -
seneing i om Mai e s ä k in Ansp uch genommen, so daß das sin-
kende Deckungs e häl nis im Juni 1927 eine He au se zung des Dis-
kon sa zes e zwang. Die En wicklung wu de mögliche weise dadu ch
86 Enque e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O., S. 67 und 197 . — Vgl. auch
Schmi : a.a.O., S. 142 .
87 Schmi : a.a.O., S. 143. — Aus üh lich dazu: Be nha d Benning: De „Schwa ze
F ei ag". Eine Un e suchung des Bö seneing i es om 13. Mai 1927. Jena 1929. —
E ns Dü ha diese Maßnahme neue dings als Ve such eine Res ik ionspoli ik
in e p e ie und schließ : „De es ik i e Eing i de Reichsbank ha e also sein
k edi poli isches Ziel e eich " (Wi kungsanalyse de mone ä en Konjunk u poli ik.
F ank u 1966. S. 132). Diese In e p e a ion, und deshalb auch de Schluß, die
Poli ik sei e olg eich gewesen, sind alsch: Die Reichsbank woll e ganz o ensich -
lich nich einen es ik i en E ek e zielen, sonde n woll e die K edi e „um e -
eilen". Dies geh ganz deu lich aus einem In e iew Schach s he o : „... die
Reichsbank ühl e und ühl sich du chaus in de Lage, den aus de egulä en p o-
duk i en Wi scha , aus Landwi scha , Indus ie und Handel an sie he an e en-
den Wechseldiskon wünschen in ollem Um ange auch mi einem ün p ozen igen
Diskon ge ech zu we den. Es zeig e sich, daß de Geldansp uch in e s e Linie
nich aus de p oduk i en Wi scha , sonde n aus den K edi ansp üchen de E ek-
enkäu e he üh e. Eine Diskon e höhung wa in olgedessen im In e esse de
Wi scha nich nu nich gebo en, sonde n sie wü de eine ganz unge ech e ig e
Meh belas ung de Wi scha geb ach haben." Be line Lokalanzeige , 14. 5. 1927,
Mo genausgabe. Zi ie nach: Schmi : a.a.O., S. 142.
88 Enque e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O., S. 67.
89 Diese Punk wa in de zei genössischen Li e a u du chaus ums i en, so
daß die i ümliche Ansich de Reichsbank schon e klä lich is . Vgl. Schmi :
a.a.O., S. 152 .
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582 Ge d Ha dach
beschleunig , daß de Repa a ionsagen im Mai 1927 T ans e ie ungen
o nahm90.
Dami sich nach de Diskon e höhung das Ve häl nis nich noch
s ä ke zuguns en de ku z is igen Auslandsk edi e e schob, wu de
die im Dezembe au gehobene S eue be eiung de Auslandsanleihen
im Juni 1927 ak isch wiede einge üh ; Tabelle 9 läß die da au
olgende Ände ung in de Zusammense zung des Kapi alimpo es deu -
lich e kennen91.
Die En wicklung im e s en Halbjah 1927 is gewiß kein Beweis da-
ü , daß die Diskon poli ik gegenübe den Auslandsk edi en nich an-
wendba wa 92. Es zeig e sich lediglich, daß die Bedingungen des Gold-
De isen-S anda ds de Diskon poli ik G enzen se z en, was ohne wei-
e es kla is . Daß die G enzen ela i schnell e eich wu den, lag
einmal da an, daß die Diskon senkung in einen ausgep äg en Au -
schwung hinein o genommen wu de93, und da an, daß gleichzei ig die
lang is igen Kapi alimpo e s a k eduzie wu den. De Spiel aum,
den die De isen ese en bo en, hä e seh iel ühe genu z we den
müssen, und es wä e besse gewesen, geziel gegen die ku z is igen
K edi e o zugehen, s a gegen die lang is ige Ve schuldung, gegen
die wäh ungspoli isch kaum Bedenken bes anden94.
Daß eine Auslands e schuldung in de bekann en Höhe nich
zwangsläu ig wa , zeig sich schon da an, daß nu de ge inge e Teil
90 Enque e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O., S. 103.
91 Be ich des Kommissa s bei de Reichsbank om 7. 12. 1927, BA. R 43 1/635.
92 Eine gegen eilige Meinung e i S ucken (a.a.O., S. 75.).
9® Vgl. dazu Schmi : a.a.O., S. 134 .
94 Au den wich igs en Un e schied zwischen lang is ige und ku z is ige Ve -
schuldung ha insbesonde e Adol Webe hingewiesen: „Man weiß — bei lang-
is igen K edi en wenigs ens — genau wann Zinsen zu leis en sind
und Rüdezahlung e o de lich is ... Schwie ige sieh es in de Hinsich mi ku z-
is igen K edi en aus, die alle dings plö zlich in g öße em Maße zu ückge o de
we den können." (Adol Webe : Ha Schach ech ? Die Abhängigkei de deu schen
Volkswi scha om Ausland. München 1928. S. 15 . He o hebung om Ve .) —
Dagegen s ell e Schach neue dings die übe aschende These au : „Nich die ku z-
is igen ausländischen K edi e wa en das Bedenkliche an de Si ua ion de zwan-
zige Jah e, sonde n die Höhe de lang is igen Anleihen. Tilgung und Ve zinsung
de ku z is igen K edi e wa en in de Kalkula ion des Außenhandelsgeschä es be-
ücksich ig . Sie kamen in ausländische Valu a zu ück. Die lang is igen Anleihen,
de en E lös in inländischen Anlagen ode in Repa a ionszahlungen e schwand,
hingen dagegen in de Lu ." (Hjalma Schach : Magie des Geldes. Schwund ode
Bes and de Ma k. Düsseldo /Wien 1966. S. 227.) Das is schon deswegen wenig
übe zeugend, weil nu de kleine e Teil de ku z is igen Auslandsk edi e de
Außenhandels inanzie ung dien e. — Daß die Reichsbank einsei ig gegen die lang-
is igen K edi e o ging (und dami die ku z is ige Ve schuldung ge adezu be-
güns ig e), wu de in den zwanzige Jah en dami beg ünde , daß es gegenübe den
ku z is igen K edi en un e den Bedingungen des Gold-De isen-S anda ds keine
Einwi kungsmöglichkei en gebe. Vgl. Sch eiben de Reichsbank an den Reichs-
kanzle om 27. 6. 1927, BA. R 43 1/641.
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 -1931 583
de Kapi alimpo e einen Impo übe schuß, de g öße e Teil den Re-
pa a ions ans e inanzie e95.
De wich igs e Punk des Dawes-Planes bes and in de T ennung
on Au b ingung und T ans e de Repa a ionen. Das Reich ha e
seine Ve p lich ungen mi de Übe weisung an den Repa a ionsagen-
en e üll , und diese ha e den T ans e , sowei e ohne Ge äh dung
de Wäh ung möglich wa , zu beso gen96. Die in e ne Au b ingung
soll e den De la ionsd uck he o b ingen, de als Ausgangspunk ü
den „ ealen" T ans e no wendig wa .
Die Au b ingung aus de Indus iebelas ung und aus den Reichs-
bahneinnahmen wi k e a sächlich de la ionä , nich dagegen die Au -
b ingung aus dem Reichshaushal , da diese en gegen den E wa un-
gen des Dawes-Planes insgesam und in den einzelnen Rechnungs-
jah en de izi ä wa 97. Alle dings bedeu e e das De izi , daß das Reich
sich konku ie end zu ande en In e essen en an den du chweg knap-
pen Kapi alma k bzw. an die Reichsbank wenden muß e, mi elba
könn e dadu ch doch eine de la ionä e Wi kung ausgeüb wo den
sein98.
Da an angs mi eine T ans e möglichkei nich ge echne wu de,
e gab sich die F age, ob die de la ionä e Wi kung schon du ch die
Au b ingung ode e s du ch den T ans e e ziel wü de. Wenn keine
T ans e möglichkei gegeben wa , soll e die Au b ingung bis zu 2 M d.
RM ku z is ig, bei wei e e Ansammlung lang is ig bis zu einem
Maximum on insgesam 5 M d. RM angeleg we den; danach wä e
die Au b ingung au den lau end ans e ie ba en Be ag zu e in-
ge n99. Nach o he schende Au assung wu de abe du ch die in e ne
Repa a ionsau b ingung, die ja nich s ande es da s ell als eine be-
sonde e Fo m ö en liche E spa nis, die legi ime Vo ausse zung ü
eine nich -in la ionä e K edi schöp ung gescha en. Bei . Eyne n z. B.
heiß es, „daß die un e Ums änden seh hohen Be äge des Repa a-
ionskon os , o läu ig unwi ksame4 Kau k a da s ellen; diese Gelde
könn en abe wenigs ens solange, wie de Agen s illhäl , de Wi -
scha zu Ve ügung ges ell we den, ohne daß eine In la ion zu be-
ü ch en wä e"100.
95 Vgl. oben, Tabelle 6, S. 572.
96 Aus üh lich dazu: Lüke: a.a.O., S. 55 .
»7 Lüke: a.a.O., S. 80 .
98 Inso e n wä e das U eil on Lüke (a.a.O., S. 121) einzusch änken, daß „. ..
wäh end de ganzen Lau zei des Dawes-PIans eine Kau k a kon ak ion in
Deu schland au G und de Auslandsgelde und de Haushal sde izi e nich s a -
ge unden ha ".
99 Lüke: a.a.O., S. 61.
100 Ge on Eyne n: Die Reichsbank. Jena 1928. S. 117 .
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584 Ge d Ha dach
Diese Poli ik wü de eilich dazu üh en, daß de beabsich ig e
de la ionä e E ek wenn nich genau im Be ag, doch endenziell
du ch eine E leich e ung des Geld- und Kapi alma k es kompensie
wü de101. Genau in diese Weise ha auch
Schach
an angs die Repa a-
ionsau b ingung als „eine A Zwangsspa kasse de deu schen Wi -
scha "102 angesehen. E be and sich dami — e s aunliche weise —
auch nich e wa im Wide sp uch zum Dawes-Plan, denn auch nach die-
sem soll en die bei de Reichsbank angeleg en Be äge „einen Teil de
ku z is igen Geldope a ionen de Reichsbank bilden"103, d.h. es wa
nich o gesch ieben, sie i gendwie zu „neu alisie en".
Un e kennba hing de E ek abe le z lich om Ve hal en de
Reichsbank ab. Sie hä e eine sei s, wenn sie den T ans e e leich e n
woll e, die Repa a ionsgu haben neu alisie en können. Ande e sei s
s ell en die Repa a ionsgu haben in Anbe ach de Un e beschä i-
gung abe auch ga keine no wendige Vo ausse zung ü eine nich -
in la ionä e K edi schöp ung da . Da die Reichsbank eine Neu alisie-
ung de Gu haben nich e wogen ha und da nach ih e damaligen
Anschauung geplan e E spa nisse in jedem Falle die Vo ausse zung
ü eine „gesunde" K edi expansion wa en, wa de Zusammenhang
abe de ac o wi ksam, d. h. die Anlage de Repa a ionsau b ingung im
Inland wi k e expansi und hä e bei anhal ende Akkumula ion den
de la ionä en E ek de Au b ingung meh ode wenige kompen-
sie 104; in welchem Um ang, dü e in e s e Linie on de Reak ion
de In es i ionen au Zins- und Liquidi ä sände ungen abhängen.
Die F age wu de alle dings on de En wicklung übe hol , be o sie
geklä wa , da es du ch den s e en T ans e ga nich zu eine daue -
ha en Anlage de Repa a ionsgu haben kam. Das wa zunächs übe -
aschend. Die Dawes-Expe en wa en hinsich lich de T ans e mög-
lichkei en, wie die Bes immungen übe die G enzen de in e nen Au -
b ingung zeigen, keineswegs übe op imis isch. Nach
Schach
wa noch
im Augus 1925 on T ans e ie ung „zunächs und au lange Sich
hinaus ... ga keine Rede"105. E mein e bei diese Gelegenhei , daß
101 Vgl. dazu
.
Eyne n:
a.a.O., S. 130 .: „Abe die Möglichkei de sogenann en
bankmäßigen Ve wendung des Repa a ionsgu habens4 du ch die Reichsbank und
die Be ugnis des Agen en, die au seinem Kon o bei de Reichsbank s ehenden
Be äge — in einem gewissen Um ang — auszuleihen, können dazu üh en, daß die
de deu schen Wi scha im S eue wege en zogene Kau k a menge ih au dem
K edi wege wiede zugelei e wi d; dann bedeu e e s die Zu ückziehung diese
K edi e den eigen lichen ,Kapi alen zug6 — Auch Rudol
Dalbe g:
Deu sche "Wah-
ungs- und K edi poli ik 1923—1926. Be lin 1926. S. 93.
102 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 14. 8. 1925, BA.
R 43 1/634.
103 Zi . nach
Luke:
a.a.O., S. 61.
104 Vgl.
Lüke:
a.a.O., S. 61, Anm. 10.
105 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 14. 8. 1925, BA.
R 43 1/634.
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Reichsbankpoli ik und wi scha liche En wicklung 1924 -1931 585
Pa ke Gilbe seine Ansich zus imme, be ü ch e e abe , daß bei an-
hal endem Zus om on Auslandsk edi en de Repa a ionsagen seine
Meinung ände n und die „Leihde isen" zum T ans e benu zen
könn e. Das a , wie die Zahlungsbilanz zeig , schließlich in g oßem
Um ange zu106. Wäh end Reichs egie ung und Reichsbank die Mei-
nung e a en, daß nu ein „ech e " T ans e au g und on Expo -
übe schüssen geleis e we den dü e, o ien ie e sich de Repa a ions-
agen einzig an de S abili ä des Wechselku ses de Reichsma k. Un-
e diesem Aspek wa es zumindes ku z is ig gleichgül ig, ob die
ü den T ans e e o de lichen De isen aus Expo übe schüssen ode
Auslandsk edi en s amm en. Schach selbs s ell e o dem Enque e-
Ausschuß es , daß e gegen den T ans e un e solchen Bedingungen
kaum wäh ungspoli ische Einwände e heben könne: „Es sammeln sich
zu zei (1926) bei de Reichsbank die du ch die Auslandsk edi e he -
einkommenden De isenbes ände in einem Um ange an, de ü die
Deckung unse es No enumlau s iel zu g oß is . Wi b auchen diese
Deckung nich . In olgedessen wü de ich gegebenen alls eine F age des
Repa a ionsagen en: ,Können Sie ü T ans e je z De isen abgeben6
nu mi einem Ja bean wo en können. Es wä e ga keine Möglichkei
ü mich gegeben, ihm zu sagen: Das e äg die deu sche Wäh ung
nich . Die deu sche Wäh ung bleib au ech e hal en, auch wenn on
den De isen de Reichsbank heu e ein g oße Teil abgezogen wi d107."
Gegenübe de Regie ung e klä e Schach den Mechanismus wie
olg : De Repa a ionsagen ans e ie e; da au hin sinken die Gold-
und De isen ese en de Reichsbank; de No enumlau müsse edu-
zie we den; das sei abe nu du ch eine Diskon e höhung möglich;
da au hin kommen ku z is ige Auslandsgelde he ein; de Diskon -
sa z we de gesenk , de Repa a ionsagen ans e ie e, und de K eis-
lau beginne on neuem108.
Man wi d beme ken, daß diese quasi-au oma ische Mechanismus au
wesen lichen P ämissen hinsich lich de Reichsbankpoli ik be uh . Da
die Gold- und De isenbes ände nach Schach s Angaben gegenübe dem
Enque e-Ausschuß, die im üb igen du ch die S a is ik bes ä ig we den,
ü die No endeckung im Zei punk des T ans e s „zu g oß" wa en,
wu de die Kon ak ion des No enumlau s ebenso wie die Diskon -
e höhung nich du ch die Deckungs o sch i e zwungen, sonde n du ch
das Bes eben de Reichsbank, eine bes imm e „Übe schuß ese e" zu
106 Vgl. dazu Lühe: a.a.O., S. 113 . und besonde s S. 127: „Man ha die wich-
igs e Bes immung des Dawesplanes, die sich audi au Auslandsanleihen bezieh ..
ein ach nich angewand und o geschwiegen".
107 Enquê e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O., S. 168.
108 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 7. 3. 1927, BA.
R 43 1/635.
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586 Ge d Ha dach
hal en. Die o izielle Deckung, die im üb igen nu einen Teil des a -
sächlich o handenen Gold- und De isenbes andes en hiel , lag du ch-
weg übe dem Mindes sa z.
Tabelle 10
Gold- und De isendeckung in P ozen de umlau enden
No en und des gesam en Geldumlau es109
Reichs-
bankno en Geldumlau
1925 60,77 32,99
1926 66,77 40,98
1927 57,39 39,24
1928 56,89 42,79
1929 57,18 43,72
1930 64,34 49,20
Ohne au die Mo i e de Reichsbank je z nähe einzugehen, kann
man es hal en, daß du ch den Repa a ions ans e ein Teil de Ka-
pi alimpo e alsbald „neu alisie " wu de. Da diese Kompensie ung
nich exak gleichzei ig e olg e, gab es einen schnellen Wechsel on
De isenzu luß und De isenab luß, de ü die Wäh ungspoli ik ein
Momen de Unsiche hei da s ell e.
Die In e p e a ion des T ans e s wa na ü lich e schieden. Aus
deu sche Sich wa en die Repa a ionen in ih e Be ech igung meh
ode minde zwei elha e einsei ige Übe agungen. Du ch die „P i a-
isie ung" wu de die s e s als e isionsbedü ig emp undene Repa a-
ionsschuld in schwe ang ei ba e p i a ech liche K edi beziehungen
einge ausch . Wäh ungspoli isch ha e die „P i a isie ung" de Re-
pa a ionen den E ek , daß die Schu zklausel des Dawes-Planes un e -
wande wu de, was sich 1931 als ech nach eilig e weisen soll e. Fü
die Poli ik de Reichsbank gegenübe den Auslandsk edi en wa en so-
wohl die wäh ungspoli ischen als auch die epa a ionspoli ischen Ge-
sich spunk e maßgebend110.
M® Quelle: S a is ische Jah büche ü das Deu sche Reich 1930, S. 348 und
1932, S. 326. — Die ausgewiesene Deckung is du chweg zu nied ig, da ein Teil
de deckungs ähigen De isen en gegen den o malen Vo sch i en un e „Wechsel
und Schecks" und „sons ige Ak i a" e buch wu de. (Vgl. Bopp: a.a.O., S. 460, und
. Eyne n: a.a.O., S. VI .) — Zum gesam en Geldumlau gehö en neben den
Reichsbankno en auch die No en de Ren enbank und Münzen. Die Reichsbank
bezog die umlau enden Ren enbankno en in olle Höhe in die Deckungsbe ech-
nung ein und hiel auße dem eine gewisse Rese e gegen Scheidemünzen und
Gi algeld. (Vgl. Enque e-Ausschuß: Die Reichsbank, a.a.O. ,S. 156 .)
110 Besp echung zwischen Reichs egie ung und Reichsbank am 13. 4. 1928, BA.
R 43 1/635. — Vgl. auch Schach : Die S abilisie ung de Ma k, a.a.O., S. 179 .
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