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Tarifanalyse versus Mikrosimulation

Abstract

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Tarifanalyse versus Mikrosimulation

Author: Hinterberger, F.,Müller, K.
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1990
DOI: 10.3790/schm.110.1.122
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291731/1/schm.110.1.122.pdf
Hin e be ge , F.; Mülle , K.
A icle
Ta i analyse e sus Mik osimula ion
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Hin e be ge , F.; Mülle , K. (1990) : Ta i analyse e sus Mik osimula ion,
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke &
Humblo , Be lin, Vol. 110, Iss. 1, pp. 122-125,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.110.1.122
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291731
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Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en (ZWS) 110 (1990), S. 122 - 125
Duncke & Humblo , Be lin 41
Ta i analyse e sus Mik osimula ion
Eine An wo au die K i ik on an Essen, Kaise und Spahn
Von F. Hin e be ge und K. Mülle
Die K i ik on U. an Essen, H. Kaise und P. B. Spahn (E - K - S)1 an
unse em in diese Zei sch i e schienenen Bei ag zu den Ve eilungswi -
kungen de Einkommens eue a i e o m 19902, nach de Ve eilungswi -
kungen mi els eine einen Ta i analyse nich sinn oll be ach e we den
können, geh ins Lee e! E - K - S sp echen da on, daß Ve eilungswi kun-
gen eines Ta i s nich losgelös on de ak uellen Ve eilung de S eue be-
messungsg undlage be ach e we den dü en, e mischen dabei abe e -
schiedene F ages ellungen, die so g äl ig ge enn we den müssen. Ih e K i-
ik e kenn , daß eine Ta i analyse Vo ausse zung und Ausgangspunk
jede wei e gehenden Analyse on Ve eilungse ek en au g und on Ein-
kommens eue ech sände ungen sein muß. Dies wi d on E - K - S implizi
auch ane kann , indem sie es s ellen, „daß das jeweilige Maximum de
Dich e auch um die Jah ausendwende noch un e halb jene Ta i zone lieg ,
in de de Ta i 1990 seine s ä ks e P og ession en al e "3 und somi eben-
alls a i analy isch a gumen ie en.
Die Analyse des einen Ta i s (wo au sich unse Bei ag bezieh ) muß
un e schieden we den on eine Analyse de gesam en S eue e o m inklu-
si e de sogenann en „Finanzie ung" de S eue e o m, die zum Zei punk
de Ab assung unse es Bei ags noch nich beschlossen wa . E - K - S gehen
hie einige Sch i e wei e als wi . Es wi d alle dings nich deu lich, welche
Maßnahmen zu Ände ung de Bemessungsg undlage sie in ih e Analyse
einbeziehen. Fe ne muß die Analyse de E ek e inne halb de einzelnen
S eue klassen (wie wi sie du chge üh haben) un e schieden we den on
eine Analyse de S uk u e ek e (Ve eilung zwischen den S eue klassen).
Aus de Kombina ion e geben sich ie g undsä zliche Möglichkei en de
Analyse, bzw. ach , wenn man neben den „E s e-Runde-E ek en" noch
„Zwei e-Runde-E ek e" einbezieh , die sich aus de Be ücksich igung on
1 an Essen / Kaise / Spahn (1989 a).
2 Hin e be ge / Mülle (1988).
3 an Essen / Kaise / Spahn (1989 a), S. 118.
ZWS 110 (1990) 1
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.110.1.122 | Gene a ed on 2023-04-04 12:13:28
Ta i analyse e sus Mik osimula ion 123
Anpassungs eak ionen de S eue p lich igen e geben4. In de Übe sich 1
sind diese Möglichkei en zusammenges ell :
Übe sich 1
Analyse de Analyse de
Ta i ände ung gesam en Re o m
E s e-Runde- Zwei e-Runde-E s e-Runde- Zwei e-Runde-
E ek e E ek e E ek e E ek e
Analyse inne -
halb eine a b c d
S eue klasse
Analyse de
Ve eilung e g h
au die
S eue klassen
Au jede de ach Ebenen (a bis h) können Ve eilungswi kungen un e -
such we den5. De Ti el unse e A bei „Ve eilungsWi kungen de Ein-
kommens eue a i e o m" e weis au den Fall a diese Übe sich . Da ü
is die Ve eilung de zu e s eue nden Einkommen au die S eue p lich i-
gen eine S eue klasse nich en scheidend ( ela i e Gewinne - und Ve lie-
e g uppen können anhand de gewähl en Maße eindeu ig iden i izie we -
den). Ve eilungswi kungen zwischen den S eue klassen (z.B. zwischen
Ve hei a e en und Un e hei a e en) woll en und konn en wi in diesem
Rahmen nich un e suchen. De Vo eil diese Vo gehensweise lieg da in,
daß keine lei Annahmen ge o en we den müssen.
Ebensowenig soll e au globale P og essionsmaße und länge is ige Aus-
wi kungen eingegangen we den, wie E - K - S dies o schlagen. Dabei wi d
aus ih en Aus üh ungen (S. 116 .) nich deu lich, wie sie die globale Ela-
s izi ä be echnen. In de angegebenen Li e a u 6 wi d diese als Mak o-
Elas izi ä und nich e wa als Summe gewich e e Mik o-Elas izi ä en
e mi el . Eine globale Mak oelas izi ä lieg abe au eine öllig ande en
Ebene und kann bes en alls de Besch eibung on Au kommense ek en7,
nich abe de Ve eilungsanalyse dienen.
4 Vgl. Nakamu a / Nakamu a (1989).
5 Diese g obe Un e scheidung kann noch wei e un e gliede we den, zum einen
hinsich lich de be ach e en S uk u e ek e, zum ande en, je nachdem welche Maß-
nahmen de „Finanzie ung" de Ta i e o m in die Analyse einbezogen we den.
6 Vgl. Spahn (1973).
7 Vgl. Albe s (1967).
ZWS 110 (1990) 1
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124 F. Hin e be ge und K. Mülle
Selbs e s ändlich sind zu mik oanaly ischen Au deckung on S uk u -
e ek en (e - h) sowie ü eine da au au bauende Analyse au Basis eine
Gesam schich ung In o ma ionen bzw. Annahmen übe die Einkommens-
e eilung e o de lich, die übe diejenigen eine einen Ta i analyse (a und
b) hinausgehen. Alle dings is es ü eine länge is ige Be ach ung nich
aus eichend, eine gegebene Einkommens e eilung o zusch eiben, wie
dies bei E - K - S de Fall is 8; ielmeh müssen auch Ve ände ungen in de
Be ölke ungss uk u , die sich u. a. in de Ve eilung de S eue p lich igen
au die e schiedenen S eue klassen niede schlagen, einbezogen we den9;
da au wi d jedoch on E - K - S e zich e . Unse e Un e suchung soll e
und soll lediglich Ausgangspunk ü wei e e Ve eilungsanalysen zu
Einkommens eue e o m 1990 sein; aus diesem G unde wu de de Un e -
suchungsgegens and au eine Ta i analyse besch änk . Im Gegensa z zu
E - K - S e zich e en wi au die Be ach ung on S uk u e ek en, zu
de en Ablei ung eine Reihe spekula i e Annahmen e o de lich sind; wobei
zu ih en E gebnissen anzume ken is , daß sie ü die G uppe de ge enn
e anlag en S eue p lich igen nich übe unse e Resul a e hinausgehen und
ü die üb igen G uppen on Ve schiebungen zwischen den S eue klassen
ebenso abs ahie en, wie on möglichen Anpassungs eak ionen de S eue -
p lich igen („Zwei e-Runde-E ek e"). Dagegen lassen sich - bei Kenn nis
de jeweiligen Regelungen - „E s e-Runde-E ek e" auch ü ande e S eue -
klassen analy isch be echnen (Fall c in Übe sich 1). Bei eine e ikalen
Ve eilungsanalyse is es zudem auch nich besonde s sinn oll, un e schied-
liche soziale G uppen (z.B. Allein- und Doppel e diene ) gemeinsam zu
be ach en. Lediglich ü die Be echnung on Gesam e ek en ( ü g öße e
G uppen bzw. alle S eue p lich igen) sowie on Globalmaßen (auch ü ein-
zelne S eue klassen) is eine Einbeziehung de Ve eilung - und dami eine
Mik osimula ion - nö ig. Ve eilungspoli ische In e p e a ionen sind da aus
abe seh schwie ig ode nu in bes imm en Fällen abzulei en.
Im Ke n we en E - K- S uns also o , nich diejenige F age behandel zu
haben, mi de sie sich an ande e S elle selbs auseinande se zen10. Welche
abe die wich ige e (und ielleich soga „ ich ige e") F age is , e mögen
wi nich so ein ach zu bean wo en, wie E - K - S dies un. Vielmeh s ehen
beide Sich weisen u.E. gleichwe ig nebeneinande und bedingen sich
soga , wenn es da um geh , die ge undenen E gebnisse wechselsei ig zu
bewe en. Ob unse e Analyse übe die BMF-Un e suchung11 hinausgehende
E kenn nisse lie e , sei de Beu eilung des Lese s übe lassen; u.E. kann
8 E - K - S gehen abe in ih em Gliede ungspunk IV. selbs da on wiede ab und
un e s ellen eine gegebene Ve eilung de S eue p lich igen.
9 So kann ge ade eine Ve ände ung des Hei a s e hal ens on dem im Rahmen de
Re o m 1990 s a k sinkenden Spli ing o eil ( gl. Pe e sen (1988)) induzie sein.
10 Vgl. an Essen / Kaise / Spahn (1989b).
11 Vgl. Lie meye (1988).
ZWS 110 (1990) 1
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Ta i analyse e sus Mik osimula ion 125
eine Übe p ü ung o handene o izielle Un e suchungen du ch unabhän-
gige Wissenscha le be ei s eine eigens ändige E kenn nis da s ellen12. Es
bleib es zuhal en: Die on E - K - S gewähl e Vo gehensweise is de unse-
en nich übe legen - sie lie e lediglich e gänzende In o ma ionen, weis
da ü abe ande e Schwächen au .
Li e a u
Albe s, W. (1967), Die au oma ische S abilisie ungswi kung de S eue - Möglichkei-
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12 In diesem Zusammenhang sei auch angeme k , daß unse Bei ag be ei s o de
Ve ö en lichung de om Bundesminis e de Finanzen du chge üh en Ta i analyse
(Lie meye (1988)) abge aß und zu Ve ö en lichung einge eich wu de.
ZWS 110 (1990) 1
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