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Zur arbeitsmarktpolitischen Problematik von Kündigungs- und Besitzstandsregelungen für ältere Arbeitnehmer

Abstract

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Zur arbeitsmarktpolitischen Problematik von Kündigungs- und Besitzstandsregelungen für ältere Arbeitnehmer

Author: Weis, Peter
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1983
DOI: 10.3790/schm.103.3.255
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291548/1/schm.103.3.255.pdf
Weis, Pe e
A icle
Zu a bei sma k poli ischen P oblema ik on Kündigungs-
und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Weis, Pe e (1983) : Zu a bei sma k poli ischen P oblema ik on
Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme , Zei sch i ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 103,
Iss. 3, pp. 255-281,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.103.3.255
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291548
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Zu a bei sma k poli ischen P oblema ik
on Kündigungs- und Besi zs ands egelungen
ü äl e e A bei nehme
Von Pe e Weis
Die A bei s ell die besonde en Kündigungs- und Besi zs ands egelungen
ü äl e e A bei nehme da und un e such de en Auswi kungen au die Be-
schä igungspoli ik de Un e nehmen und die A bei sma k s uk u . Du ch
eine heo e ische, mik oökonomisch undie e Analyse, die mi empi ischen
Aspek en e knüp wi d, we den die beschä igungspoli isch bedeu samen
Implika ionen de besonde en Schu z o sch i en ü äl e e A bei nehme
e ö e .
Sei 1974/75 is eine schleichende, abe s e ige En wicklung im Gange,
die zu eine übe du chschni lichen Ve schlech e ung de A bei sma k -
lage ü äl e e A bei nehme ge üh ha 1. So e n in den kommenden
Jah en die un e nehme ische A bei sk ä enach age ans eig , is dami
zu echnen, daß die ungleiche Ve eilung de Beschä igungschancen
sich wei e zu Las en de Äl e en e schieb , da sich die zusä zliche
Nach age o nehmlich au die jünge en A bei slosen konzen ie .
Die übe du chschni lich hohe A bei slosenquo e un e den Äl e en
spiegel zudem nu einen Teil ih e A bei sma k p obleme wide ; denn
du ch die in den le z en Jah en o cie e Ausgliede ung on Äl e en
aus dem A bei sleben2 wi d zwa die s a is isch ausgewiesene A bei s-
losigkei e inge , nich jedoch die Beschä igungslage de Äl e en
e besse .
Die ungüns ige En wicklung de A bei sma k si ua ion ü Äl e e
sei de Rezession 1974/75 wi auch deshalb F agen au , weil neben
den besonde en gese zlichen Schu z o sch i en zuguns en Äl e e sei
Beginn de 70e Jah e in zunehmendem Maße auch um assende a i -
liche und/ode be iebliche Al e ssiche ungsabkommen (Unkündba -
kei , Ve diens siche ung) e einba wu den.
1 Ende Sep . 1981 (1980) be ug die A bei slosenquo e un e den 55- bis
un e 60jäh igen 6,6 (5,5)
%
und un e den 60- bis un e 65jäh igen A bei -
nehme n 11,9 (9,1)
'Vo;
demgegenübe wa en im Sep . 1981 (1980) „nu "
5,2 (3,3)% de bis un e 55jäh igen a bei slos; ANBA (1981), 321, 323 (H. 3).
Eigene Be echnungen.
2 So sank z.B. die E we bsquo e de 60- bis un e 65jäh igen Männe on
71
%
(1970) au nu meh 44Vo (1981); gl. S a is isches Bundesam (1982), 92
und B inkmann (1979), 518 .
16*
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256 Pe e Weis
Vo dem Hin e g und de zunehmenden Ve b ei ung solche Ab-
kommen3 könn e de Eind uck en s ehen, es sei allen alls noch eine
F age de Zei , bis die Beschä igungsp obleme äl e e A bei nehme
gelös seien. Daß eine solche Einschä zung unbeg ünde is , wi d bei de
olgenden Analyse de Al e ssiche ungsabkommen deu lich we den.
1. Bes andsschu z egelungen ü Äl e e
1.1. Gese zliche Schu zbes immungen
Be o die wenige bekann en a i e aglichen Bes andsschu z-
abkommen da ges ell we den, sollen die gese zlichen Sonde bes im-
mungen ü äl e e A bei nehme in ih em Ke ngehal skizzie we den:
a) Eine (be iebsbeding e) Kündigung is sozial unge ech e ig und
dahe ech sunwi ksam, wenn de A bei gebe bei de Auswahl des
A bei nehme s soziale Gesich spunk e nich ode nich aus eichend
be ücksich ig ha (§ 1 Abs. 1 und 3 Kündigungsschu zgese z (KschG),
§ 102 Abs. 3 Be iebs e assungsgese z (BVe G)). Diese Bes immung
bewi k ü äl e e A bei nehme einen besonde en Bes andsschu z
des A bei s e häl nisses: Denn nach he schende Rech sau assung
zähl das Al e neben de Daue de Be iebszugehö igkei , dem
Gesundhei szus and, den Familien e häl nissen und den indi iduel-
len Beschä igungschancen zu den „sozialen Gesich spunk en", die
bei de Auswahl de zu en lassenden A bei nehme be ücksich ig
we den müssen.
b) Die Kündigung is eben alls sozial unge ech e ig , wenn sie gegen
eine be iebliche Auswahl ich linie nach § 95 BVe G e s öß . De
A bei gebe ha bei pe sonellen Auswahlen scheidungen (Ve se -
zungen, Kündigungen usw.) diejenigen „sozialen Gesich spunk e"
zu be ücksich igen, die in den Auswahl ich linien es gehal en sind.
c) Fü äl e e A bei e und Anges ell e sind die e länge en Kündi-
gungs is en nach § 622 Abs. 1 und 2 BGB und § 2 AnKschG (An-
ges ell enkündigungsschu zgese z on 1926) einzuhal en.
d) Schließlich gehö es zu den gese zlichen Au gaben des Be iebs-
a s, „die Beschä igung äl e e A bei nehme im Be ieb zu ö -
de n" (§ 80 Abs. 1, Zi . 6 BVe G). Be iebs a und A bei gebe ha-
ben da au zu ach en, „daß A bei nehme nich wegen Übe sch ei-
ung bes imm e Al e ss u en benach eilig we den" (§ 75 Abs. 1
BVe G).
3 Vgl. Clasen (1982), 30: „Eine Ve diens siche ung gil nunmeh in Be-
eichen mi und 71 P ozen de A bei nehme und ein Kündigungsschu z
gil nunmeh in Be eichen mi und 62 P ozen de A bei nehme ."
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 257
Die gese zlichen Schu z egelungen no mie en in de Regel Minimal-
s anda ds, die in ielen Be eichen du ch wei e gehende a i e ag-
liche bzw. be iebliche Ve einba ungen zuguns en de äl e en Beschä -
ig en e gänz we den.
1.2. Ta i e agliche Sonde egelungen
Fü äl e e A bei nehme {insbesonde e A bei e ) mi eine bes imm-
en Daue de Be iebszugehö igkei we den du ch Ta i e ag häu ig
länge e als die gese zlich o gesehenen Kündigungs is en e einba 4.
Im güns igs en Falle gel en ü äl e e A bei e die gese zlichen F is en
und Ansp uchs o ausse zungen ü äl e e Anges ell e (z. B. ü den
S einkohlenbe gbau und die Ta i bezi ke de Me allindus ie Baden-
Wü embe gs).
Sei 1973 wu den a i e agliche Kündigungsschu zklauseln e -
einba , die den Ausschluß de o den lichen Kündigung („e wei e e
Kündigungsschu z") ab einem bes imm en Al e und eine bes imm en
Be iebszugehö igkei sdaue o sehen5. In Ausnahme ällen sahen schon
die be ei s sei Mi e de 60e Jah e abgeschlossenen Al e s a ionali-
sie ungsschu zabkommen die Unkündba kei on Äl e en o . Diese
Abkommen, die heu e allen alls noch in Be eichen ohne um assende
Bes andsschu z egelungen eine gewisse Bedeu ung besi zen (meis au -
g und e länge e Kündigungs is en) üben meis nu eine ela i
ge inge Schu zwi kung aus, die zudem nu bei einem Ra ionalisie ungs-
a bes and ein i 6.
Bei den neue en Al e sschu zabkommen wi d die Schu zwi kung nu
noch an pe sönliche Ansp uchs o ausse zungen geknüp . Einem an-
sp uchsbe ech ig en A bei nehme kann g undsä zlich nu un e den
Vo ausse zungen des § 626 Abs. 1 BGB auße o den lich ( is los) ge-
kündig we den („Kündigung aus wich igem G und").
Hinsich lich de Quali ä de Siche ung und den pe sönlichen An-
sp uchs o ausse zungen bes ehen e hebliche Un e schiede zwischen den
einzelnen a i e aglichen Regelungen ( gl. dazu Tab. 1, S. 258).
Als pe sönliche Ansp uchs o ausse zung dien meis eine Kombina-
ion de ollenden en Lebensjah e (40 bis 55 Jah e) mi de Daue de
4 Eigene Auswe ung on Ta i e ägen; gl. auch Falke u. a. (1981),
937 .
5 Vo ei e ü die spä e en Regelungen wa de Man el a i e ag (MTV)
ü die A bei nehme in de Me allindus ie No dwü embe g/No dbaden
om 20. Ok obe 1973 (§ 9,2 MTV). Ve einzel wu den alle dings schon o he
solche Regelungen abgeschlossen (Lu hansa AG sei 1969, Walda bei e im
Saa land 1970).
o Vgl. Böhle/Lu z (1974), 63 .
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258 Pe e Weis
Tabelle 1
Ausgewähl e Regelungen zum e wei e en Kündigungsschu z
ü äl e e A bei nehme (A bei e und Anges ell e)
Ta i be eich
und -gebie
pe sönliche An-
sp uchs o aus-
se zungen
Al e Daue de
Be iebs-
zugeh.
Quali ä de Siche ung /
Einsch änkungen
Rheinisch Wes -
älische S ein-
kohlenbe gbau
Eisen- und
S ahlindus ie
NRW
Me allind. No d-
wü embe g und
No dbaden
Me allindus ie
Be lin
Bekleidungsind.
(Bundes epublik)
P i a es Ve -
siche ungs-
gewe be (Bun-
des epublik)
45
50
53
55
20
(in be g-
baulichen
Be ieben)
15
10
55 I 10
55 10
ode
25 Jah e Bzd
Kündigung möglich, wenn e hal-
ensbeding e G ünde o liegen; En -
lassung on Ansp uchsbe ech ig en
nu dann, wenn zu o ein In e es-
senausgleich zus andegekommen is .
Kündigung nu bei Vo liegen eines
Sozialplanes möglich; Ände ungs-
kündigungen zum Zwecke de Ve -
se zung inne halb des Un e nehmens
ode Be iebes sind möglich.
Keine Einsch änkungen; e wei e e
Kündigungsschu z gil ausd ücklich
auch ü Ände ungskündigungen.
Ände ungskündigungen gegenübe
Beziehe n on BU-Ren en und o -
den l. Kündigung bei Ein i de
E we bsun ähigkei möglich.
Schu z is längs ens bis zum 63. Le-
bensjah ; En lassung möglich bei
S illegung on wesen lichen Be-
iebs eilen und in ande en sachlich
beg ünde en Fällen, so e n de Be-
iebs a nich wide sp ich (bei
Nich einigung: Ta i e agspa eien,
danach Rech sweg). Ände ungskün-
digungen sind möglich.
Kündigung bei Be iebsände ungen
nach § 111 BVe G möglich; Ände-
ungskündigungen gegenübe Bezie-
he n on BU-Ren en und o den liche
Kündigung bei E we bsun ähigkei
möglich.
Quelle: Eigene Auswe ung on Rahmen- bzw. Man el a i e ägen; gl. auch IG-
Me all (1978); Bundesminis e ium ü A bei und Sozialo dnung (1980), S and: l. 1. 1981.
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 259
Be iebszugehö igkei (3 bis höchs ens 25 Beschä igungsjah e). Die wei-
es gehende Regelung gil ü die Ta i bezi ke de Me allindus ie
Baden-Wü embe gs7.
Als wich igs e Einsch änkungen des e wei e en Kündigungsschu zes
sind zu nennen:
a) Einige wenige Ta i e äge lassen eine o den liche Kündigung zu,
wenn pe sonen- und/ode e hal ensbeding e En lassungsg ünde
o liegen.
b) Bei Be iebsände ungen nach § 111, Zi . 1,2 BVe G, beim Vo lie-
gen eines In e essenausgleichs und/ode Sozialplans wi d de e -
wei e e Kündigungsschu z meis ausgese z .
c) Meis ende de e wei e e Kündigungsschu z nach Ein i de
E we bsun ähigkei bzw. Bewilligung de EU-Ren e, spä es ens je-
doch bei Vollendung des 65. Lebensjah es.
d) In de Meh zahl de Ta i e äge sind (o den liche) Ände ungs-
kündigungen zulässig.
e) Klein- und Kleins be iebe sind on den Regelungen ausgenom-
men8.
Lediglich in den olgenden Ta i be eichen sind bislang (noch) keine
Ve einba ungen zum e wei e en Kündigungsschu z abgeschlossen wo -
den9 (S and: 1. 1. 1981): Chemische Indus ie, Papie -, Pappe und Kuns -
s o e a bei ende Indus ie, D uckindus ie, Baugewe be, Glas- und
Kau schukindus ie und mi einigen Ausnahmen de G oß- und Einzel-
handel sowie das Ho el- und Gas s ä engewe be.
Neben den Unkündba kei s e einba ungen sind ü äl e e A bei -
nehme Ve diens schu z egelungen abgeschlossen wo den, die 1981 in
Ta i be eichen gal en, die 71
•%>
alle A bei nehme des nich ö en -
lichen Sek o s um aß en10.
7 Als Beispiel sei diese Bes immung zi ie : „Einem A bei nehme , de das
53., abe noch nich das 65. Lebensjah ollende und dem Be ieb mindes ens
d ei Jah e angehö , kann nu noch aus wich igem G und gekündig we -
den" (§ 4, Zi . 4 MTV ü die A bei e und Anges ell en de Me allindus ie
in No dwü embe g und No dbaden). De e wei e e Kündigungsschu z gil
auch ü Ände ungskündigungen.
8 Bes andsschu z egelungen sind z. B. nu ü die Me allindus ie, nich
abe ü Me allhandwe ksbe iebe e einba ; so e n eine bes imm e Zahl
on Un e nehmensangehö igen un e sch i en wi d, gel en z. T. auch Soll-
Bes immungen ( gl. z. B. § 20 MTV ü die Me allindus ie Niede sachsens).
9 In diesen Be eichen gib es e schieden lich abe Be iebs Ve einba ungen,
die einen e wei e en Kündigungsschu z o sehen (z. B. in G oßun e nehmen
de Chemischen Indus ie).
10 Clasen (1982), 30.
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260 Pe e Weis
Bis 1973 gab es nu in Einzel ällen a i e agliche ode be ieb-
liche Regelungen ü äl e e A bei nehme , die g undsä zlich einen Ve -
diens ausgleich bei Umse zungen au ge inge bezahl e A bei splä ze
o sahen11. E s de Abschluß des Man el a i e ages ü No dwü -
embe g-No dbaden in de Me allindus ie im Ok obe 1973, de auch
zu Ve diens siche ung die bislang noch wei eichends en Absiche un-
gen en häl , ma kie den Beginn eine neuen, nich meh nu an den
Ra ionalisie ungs a bes and geknüp en Ve diens schu zpoli ik ü äl-
e e A bei nehme .
Ve diens schu z egelungen sehen die olle ode eilweise Wei e zah-
lung des bishe igen Einkommens an die äl e en A bei nehme o , die
wegen eine gesundhei s- ode al e sbeding en Minde ung ih e Lei-
s ungs ähigkei nich meh ih e bishe ige Tä igkei ausüben ode in
diese die bishe ige Leis ung e b ingen können. Die Ve diens siche ung
wi d unabhängig da on gewäh , ob de leis ungsgeminde e A bei -
nehme an seinem al en A bei spla z e bleib , gg . un e geände en
Leis ungsan o de ungen, ode an einen ande en zumu ba en A bei s-
pla z mi ge inge en An o de ungen und eine nied ige einzus u en-
den Tä igkei e se z wi d.
Ansp uch au Ve diens siche ung besi zen A bei nehme , die ein
bes imm es Al e (50 - 55 Jah e) e eich haben und/ode eine bes imm e
Mindes be iebszugehö igkei sdaue (1 Jah bis maximal 25 Jah e)
nachweisen können. Ein Teil de Regelungen sieh auße dem o , daß
ein sch i liche An ag au Ve diens siche ung ges ell sowie ein Nach-
weis de al e s- bzw. gesundhei sbeding en Leis ungsminde ung du ch
ein ä z liches A es e b ach we den muß. In einigen Fällen we den
nu a ionalisie ungs- ode be iebsbeding e G ünde ü die Gewäh-
ung eines Ve diens ausgleichs ane kann (Chemische Indus ie, D uck-
indus ie).
Die Höhe de Ve diens siche ung is je nach Ta i e ag un e -
schiedlich g oß; in de Me allindus ie wi d in den meis en Fällen de
bishe ige Du chschni s e diens des A bei nehme s oll ga an ie . In
den üb igen Be eichen wi d mi wenigen Ausnahmen nich au den
E ek iwe diens , sonde n au den Ta i lohn bzw. die Ta i lohng uppe
abges ell . E ek iwe diens e we den i. d. R. nu eilweise gesiche
(z. B. Bekleidungsindus ie 95 °/o) ode sie we den zei lich be is e
(Chemische Indus ie); in einigen Abkommen en äll nach Ablau ge-
wisse F is en die Ve diens siche ung (D uckindus ie) ode es wi d
eine unbe is e e Ta z/Zohnsiche ung gewäh (Chemische Indus ie,
Papie indus ie).
11 Vgl. A bei skamme des Saa landes (1972), 100 ., 120 .
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 261
In de Me allindus ie, eilweise auch in den üb igen Be eichen, we -
den leis ungsbezogene Ve diens bes and eile des ühe en A bei spla -
zes, nich jedoch Meh a bei s e gü ungen und -Zuschläge, im Ga an ie-
lohn be ücksich ig (Leis ungs- bzw. Zei lohnzulage, Akko d- und P ä-
mien ich sa z).
Ta i liche Funk ions- (z. B. ü Schich -, Mon age- ode Gieße ei-
a bei ) und Zei zuschläge (z. B. ü Sonn- und Feie agsa bei ) we den
in de Me allindus ie dann im Ga an iebe ag be ücksich ig , wenn
die be o enen A bei nehme die Zulagen mindes ens 4 bzw. 5 Jah e
(je nach Einzel egelung) am le z en A bei spla z bezogen haben.
Bislang gib es noch keine a i e aglichen Regelungen des Ve -
diens schu zes in de Papie -, Pappe- und Kuns s o e a bei enden
Indus ie, de D uckindus ie (nu seh beg enz e Hegelungen), im Bau-
gewe be, im Ho el- und Gas s ä engewe be sowie in wei en Be eichen
des Handwe ks.
2. Be iebliche Beschä igungspoli ik
und Bes andsschu zabkommen
2.1. Zu S uk u ie ung de Beschä igungschancen
du ch die be iebliche Beschä igungspoli ik
Die be iebliche Beschä igungspoli ik üb du ch den En lassungs-
und Eins ellungs o gang und die dabei e olgende A bei sk ä eaus-
wahl einen zwei achen S uk u ie ungse ek au die Ve eilung de
A bei slosigkei aus12. Zu E klä ung de Beschä igungs isiken und
-chancen on A bei sk ä eg uppen is eine Analyse diese Vo gänge
dahe on g oße Bedeu ung.
Bei den olgenden Be ach ungen wi d un e s ell , daß sich die Un e -
nehmen — im Rahmen de gese zlich-ins i u ionellen Regelungen —
auch im Beschä igungsbe eich du ch das Ren abili ä sp inzip lei en
lassen. Aus diese Annahme e gib sich die Folge ung, daß die in e -
pe sonelle Ve eilung de Beschä igungschancen und - isiken g und-
sä zlich du ch die au A bei splä ze bzw. Tä igkei en bezogene Ren a-
bili ä sposi ion de A bei sk ä e bes imm wi d. Bei Eins ellungen
bzw. En lassungen is nich nu die sog. „lau ende A bei sk a en abili-
ä "13 en scheidungs ele an ; zusä zlich müssen auch alle T ansak ions-
bzw. „quasi- ixen" Kos en14 be ücksich ig we den, die mi de Beg ün-
12 Vgl. Schmid (1980),
1
., 37 .
13 E wa e es ode bekann es Ve häl nis zwischen de bewe e en P oduk-
i i ä des A bei nehme s und allen lau enden, leis ungsbezogenen Beschä -
igungskos en.
14 Kos en, die übe haup nich ode un e p opo ional mi den e ek i ge-
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262 Pe e Weis
dung, Ges al ung und Beendigung eines A bei s e häl nisses e bunden
sind. E s die Exis enz on „quasi- ixen" Kos en e klä inne halb ge-
wisse G enzen eine Rigidisie ung des Beschä igungssys ems und eine
pa ielle Abkoppelung de beobach ba en Ve eilung de Beschä i-
gungschancen on den indi iduellen P oduk i i ä s- und Kos enme k-
malen.
Bei Eins ellungen kommen zunächs A bei sk ä e mi de g öß en
abdiskon ie en Ne owe schöp ung (E wa ungsg öße) zum Zuge —
ode m. a. W. diejenigen, die an de Spi ze de Thu owschen „A bei s-
k ä eschlange" s ehen15. Selbs bei angenommen gleich e eil en al e s-
spezi ischen P oduk i i ä sme kmalen on A bei ssuchenden16 und
gleichen lau enden Lohnkos en e geben sich au g und de bei äl e en
Bewe be n höhe en T ansak ionskos en17 We bewe bsnach eile ü Äl-
e e. Dies bedeu e , daß inne halb gewisse G enzen, die du ch den
al e sspezi ischen T ansak ionskos enun e schied gezogen sind, jünge e
Bewe be o gezogen we den, obwohl bei einem Teil de äl e en Be-
we be eine ela i höhe e P oduk i i ä e wa e wi d: Die (e wa e e)
lau ende Ren abili ä is dann zwa höhe , nich jedoch die Gesam -
en abili ä , weil sich in diese auch die T ansak ionskos en niede -
schlagen. Diese We bewe bsnach eil wächs , wenn die Un e nehmen
wegen de ela i ge ingen Res lebensa bei szei äl e e Bewe be
be iebsspezi ische In es i ionen (p oduk i i ä ss eige nde T ansak-
ionskos en) scheuen, weil sie die pe iodisie en Amo isa ionsbe äge
ü die Ausbildungsin es i ionen bei jünge en Bewe be n nied ige
einschä zen.
leis e en A bei ss unden eine A bei sk a a iie en (Eins ellungs-, Ausbil-
dungs-, Bes andsschu z- und En lassungskos en). Vgl. z. B. Oi (1962), 539;
OECD (1979), Zi . 103 .
15 Alle dings sind m. E. nich nu die Ausbildungskos en („T ainabili y")
en scheidungs ele an — wie Thu ow (1975), 75 . annimm —, sonde n die
gesam en Beschä igungskos en (lau ende Lohnkos en, pe iodisie e „quasi-
ixe" Kos en) sowie die P oduk i i ä bzw. das P oduk i i ä spo en ial des
A bei nehme s.
Dies is alle dings un ealis isch: So sind beispielsweise bei jedem zwei-
en A bei slosen im Al e zwischen 50 und 60 Jah en gesundhei liche Ein-
sch änkungen egis ie — bei den noch jünge en A bei slosen i dies
nu au jeden ün en zu ( gl. ANBA (1982), 334 (H. 3), eigene Be echnungen).
Nu unge äh jede sieb e A bei slose übe
55
Jah en weis auße dem „Al e "
kein wei e es P oblemg uppenme kmal au ( gl. Ka (1979), 152 .). Auße -
dem bes ehen signi ikan e al e sspezi ische Un e schiede in de schulischen
und be u lichen Ausbildung.
17 Neben den im Du chschni höhe en Kündigungskos en (länge e Kündi-
gungs is en, E o de nis de Sozialauswahl, Unkündba kei , höhe e Sozial-
plankos en), en s ehen e l. Ve diens schu zkos en, Kos en aus Al e s eizei -
egelungen, F eischich en, länge em U laub und aus ühzei igen Ve en un-
gen. Auße dem sind wegen de im allgemeinen kü ze en Ve weildaue
im Be ieb — bei Neueins ellungen — die pe iodisie en Ausbildungskos en
höhe .
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 269
nalised', i.e. cos s o me ly ca ied by he wo ke s o socie y as a whole
ha e been shi ed o he employe "30. Da Ve diens schu z egelungen
und e wei e e Kündigungsschu z häu ig zusammen e en, wi d nich
nu de Lohn, sonde n auch die Beschä igung bis zum ( eiwilligen)
Ausscheiden des A bei nehme s zu Fixg öße. Folglich sind diese Pe -
sonalkos en u. U. au lange Zei — unabhängig on de be ieblichen
En wicklung, de Konjunk u , dem Pe sonalbeda sowie de indi i-
duellen P oduk i i ä — kaum beein lußba .
Ve diens schu zga an ien könn en olgende Reak ionen de be ieb-
lichen Ak eu e he o u en ode ö de n:
— De Subs i u ionsp ozeß A bei -Kapi al e häl in Be eichen, in de-
nen de Bes andsschu z Kos en e u sach , einen zusä zlichen An-
ieb. A bei splä ze on (noch kündba en) A bei nehme n, bei denen
eine Inansp uchnahme on Lohnga an ien e wa e wi d, könn en
„ ech zei ig weg a ionalisie " we den.
— De An eiz, Humanisie ungs- ode a bei se leich e nde In es i ionen
zu ä igen, e minde sich, wenn wegen Bes andsschu z egelungen
die Löhne nich au Ände ungen de A bei san o de ungen (A bei s-
e leich e ungen) und Belas ungen eagie en.
— Da ü gleiche Tä igkei en un e schiedliche Löhne gezahl ode bei
gleichem Ve diens un e schiedliche Leis ungsan o de ungen ge-
s ell we den, wi d das no ma i e P inzip de Leis ungsge ech ig-
kei de Löhne unmi elba du chb ochen. Die nich begüns ig en
A bei nehme könn en sich benach eilig ühlen und die Wiede -
he s ellung de al en Lohns uk u o de n (z. B. du ch übe a i -
liche Zuschläge).
— Die Un e nehmen we den bei Eins ellungen e s ä k au die ge-
sundhei liche Ve assung und die e wa e e zukün ige Leis ungs-
ähigkei ach en: Die An izipa ion on Bes andsschu zkos en und
de Ve such, sie möglichs zu e meiden, schläg au die Eins el-
lungschancen de e mu lich schwächs en A bei sk ä e zu ück.
Fü das Un e nehmen is es dahe on g oße Bedeu ung, sich Vo -
s ellungen da übe zu bilden, bei welchen A bei sk ä en am ehes en
eine Inansp uchnahme de Lohnga an ie zu e wa en is . Einmal
abgesehen on indi iduellen Fak o en sind al e s- und/ode gesund-
hei sbeding e Leis ungsminde ungen noch am wah scheinlichs en bei
äl e en Beschä ig en, die physisch s a k beansp uch we den, ungün-
s igen Umwel bedingungen (Lä m, S aub usw.) ausgese z sind und
Ausbildungsde izi e au weisen. Sind somi die we bewe bsschwäche en
beschä ig en A bei sk ä e die po en iellen Nu znieße diese Ab-
30 OECD (1979), Zi . 70.
17 Zei sch i iü Wi scha e- und Sozialwissenscha en 1983/3
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270 Pe e Weis
kommen, so we den äl e e ode noch im mi le en Al e s ehende A -
bei slose mi P oblemg uppenme kmalen mi eine zusä zlichen Ve -
schlech e ung ih e A bei sma k chancen echnen müssen.
2.4. Auswi kungen und G enzen des Bes andsschu zes
2.4.1. G enzen des Kündigungsschu zes
De e wei e e Kündigungsschu z wi d nich sel en ge ade dann aus-
gese z ode läß sich nich meh e wi klichen, wenn eine Schu z Wi -
kung ge ag is , die übe den no malen gese zlichen Al e s-Kündi-
gungsschu z hinausgeh .
Von besonde em Gewich is de Beendigungsg und „Konku s", „Be-
iebsschließung" ode das „Vo liegen eines Sozialplans". So läß sich
be echnen, daß 1978 e wa jede d i e A bei gebe kündigung gegenübe
50jäh igen und äl e en A bei nehme n im Zusammenhang mi solchen
Ta bes änden ausgesp ochen wu de. Dies bedeu e , daß unge äh in
einem D i el de Fälle, in denen Äl e en gekündig wu de, auch die
„Unkündba kei " eine Kündigung nich e hinde n konn e (1978)31.
Die „eingesch änk e Wi ksamkei " de Regelungen zeig sich abe
auch, wenn de K eis de a sächlich ansp uchsbe ech ig en Äl e en
und die du ch Bes andsschu zabkommen e aß en Be iebsg ößen und
Wi scha szweige e mi el we den.
De K eis de Ansp uchsbe ech ig en wi d zunächs du ch die Ve -
b ei ung de Abkommen besch änk . Auße dem kann nu ein Teil de
Äl e en in Wi scha szweigen mi Bes andsschu z egelungen die pe -
sönlichen Ansp uchs o ausse zungen nachweisen. In de Me allindu-
s ie können unge äh 70 %> (88%) de 55 - 59jäh igen und ca. 77%
(90 %) de 60 - 64jäh igen A bei e (Anges ell en) einen e wei e en
Kündigungsschu z gel end machen32. Da in Regelungen auße halb de
Me allindus ie i. d. R. eine länge e Mindes be iebszugehö igkei s-
daue e o de lich is , müß en im Gel ungsbe eich alle Ta i e äge
mi Unkündba kei s egelungen e wa 60 - 70 % de äl e en männlichen
A bei nehme übe 50 Jah e unkündba sein33. Au die Gesam wi -
3* Diese Be echnung basie im wesen lichen au Da en in Falke u. a. (1981),
64, 95, 107. In de Be echnung wu de alle dings die nich unp oblema ische
Annahme ge o en, daß sich die Al e ss uk u de Beschä ig en und die
En lassungshäu igkei in olge Be iebsschließungen usw. zwischen den Be-
eichen mi und ohne Unkündba kei sabkommen nich un e scheiden.
32 Diese Be echnungen basie en au eine Al e ss uk u e hebung ü die
Me allindus ie 1978 (Gesam me all (1978)) und den gel enden Abkommen in
de Me allindus ie.
33 Ca. 64% de 51 - 60jäh igen und
67
% de übe 60jäh igen Männe wei-
sen eine Be iebszugehö igkei sdaue on mindes ens 10 Jah en au . Vgl.
Kelle (1981), 94, 100, 113 (eigene Be echnungen).
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 271
scha bezogen sind dies unge äh 38-44 % de äl e en A bei nehme
(40 - 50
^/o
bei den Ve diens schu z egelungen).
Nun läß sich nachweisen, daß die Daue de Be iebszugehö igkei
signi ikan mi dem Quali ika ionsg ad s eig . Fas 84 °/o de 51 - 60jäh-
igen Meis e , abe nu knapp 46 % de Hil sa bei e in diese Al e s-
g uppe weisen eine Be iebszugehö igkei sdaue on 10 Jah en und
meh au 34. Da aus läß sich olge n, daß o allem quali izie e A -
bei sk ä e, die meis wenige on Kündigungen bed oh sind36, „be-
s andsgeschü z " sind, wäh end die s ä ke du ch Kündigungen ge-
äh de en G uppen die Ansp uchs o ausse zungen wei sel ene e -
üllen.
Zu ähnlichen Folge ungen gelang man, wenn die Ve eilung de
Abkommen au Be iebsg ößen und Wi scha szweige be ach e wi d:
Klein- und Kleins be iebe sind g undsä zlich aus dem Gel ungsbe eich
on Bes andsschu z egelungen he ausgenommen wo den; in Wi -
scha szweigen, in denen kleine Be iebsg ößen dominie en und hohe
Zugangsquo en zu A bei slosigkei beobach ba sind36 (Glas, Papie ,
Ke amik, D uck, Bau, Handel, Handwe k) bes ehen meis keine Be-
s andsschu z egelungen. Nun is abe die Kündigungshäu igkei ge ade
in Kleins be ieben (1 - 5 A bei nehme ) e wa 7mal höhe als in Be-
ieben mi übe 2 000 Beschä ig en; meh als 60 % alle Kündigungen
wu den 1978 in Be ieben bis zu 50 Beschä ig en ausgesp ochen37.
Ande e sei s gib es insbesonde e in B anchen mi ela i siche en
A bei splä zen Bes andsschu z egelungen (z. B. Be gbau, Ene gie, Ban-
ken, Ve siche ungen, Maschinenbau, Gebie skö pe scha en). In diesen
B anchen sind G oßbe iebe ela i häu ige e e en, die Kündigun-
gen wei sel ene aussp echen. Vo allem die sog. S ammbelegscha ge-
nieß hohe A bei spla zsiche hei : „S amma bei sk ä e" besi zen nich
nu in olge ih e meis langen Be iebszugehö igkei sdaue in o melle
Senio i ä s ech e; sie we den au g und de e wo benen be iebsspezi-
ischen Kenn nisse und de nachgewiesenen Ve hal enss abili ä auch
nu in No si ua ionen en lassen. Demgegenübe sind die sog. Rand-
belegscha en in G oßbe ieben du ch Kündigungen s ä ke bed oh ;
zum Teil kündigen sie selbs auch bedeu end häu ige , mögliche weise
au g und de unbe iedigenden A bei spla zsi ua ion ode wegen son-
34 Vgl. dazu im einzelnen Kelle (1981), 100, 113.
86 Vgl. die empi ische Un e suchung des I o-Ins i u s und des IAB: Ne b/
Reyhe lSpi znagel (1977), 303.
36 Rela i g oße Quo ien en zwischen jah esdu chschni lichen B anchen-
Zugängen zu A bei slosigkei und B anchenbeschä ig en (Meh jah es e -
gleich, 1975 - 1980, eigene Be echnungen nach ANBA, e schiedene Jg.).
s? Vgl. Falke u. a. (1981), 74 .
17*
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272 Pe e Weis
s ige Lebensums ände38. Eine ü die Be iebe übe aschend e ol-
gende Ve kü zung de e o de lichen Be iebszugehö igkei sdaue
könn e zwa auch solchen G uppen einen e ek i en Bes andsschuiz
gewäh en; es muß dann abe mi Umgehungss a egien und einem zu-
kün ig noch es ik i e en Eins ellungs e hal en gegenübe solchen
G uppen ge echne we den.
2.4.2. Einige empi ische E gebnisse
Von den e ügba en Da en sind zu empi ischen Abschä zung de
gesam wi scha lichen Wi ksamkei des besonde en Kündigungsschu -
zes noch am ehes en Da en zu zei lichen En wicklung de al e sspezi-
ischen Zugangsschich ung zu A bei slosigkei (Ve eilungsmaß) au3-
sage ähig39.
Die E wa ung, daß die sei 1973/7440 in zunehmendem Maße ab-
geschlossenen Unkündba kei s e einba ungen ü Äl e e sich in eine
deu lichen Minde ung de An eilsquo en bei den Neuzugängen zu A -
bei slosigkei wide spiegeln, wi d — wie Abb. 1 zeig — nich bes ä ig .
Im Gegen eil: Die be einig en Quo en ü die G uppe de 55jäh igen
Männe , die in e s e Linie ansp uchsbe ech ig sind, s eigen sei
1973/74 soga leich an.
Da aus die Schluß olge ung zu ziehen, daß Unkündba kei sabkom-
men (au de En lassungssei e) unwi ksam sind, is jedoch nich unp o-
blema isch. Dagegen sp ich schon die i iale Fes s ellung, daß die
übe wiegende Meh hei de „bes andsgeschü z en" Äl e en a sächlich
unkündba is 41. Da die Neuzugänge zu A bei slosigkei im wesen -
lichen on de G uppe de noch kündba en A bei nehme s ammen, is
das A bei spla z isiko diese G uppe in Wi klichkei bedeu end g öße ,
als dies in Abb. 1 zum Ausd uck komm . Im Ve gleich zu Rezession
1966/67, in de Äl e e wei übe du chschni lich du ch A bei spla z e -
38
30 o/o
alle Hil sa bei e (alle dings im gesam en Al e sdu chschni )
weisen nu eine Be iebszugehö igkei sdaue bis zu einem Jah und 58,8
•%
bis zu d ei Jah en au (Kelle (1981), 111).
so Da sich in den Neuzugängen zu A bei slosigkei nich nu A bei gebe -,
sonde n u. a. auch Eigenkündigungen de A bei nehme niede schlagen, kann
die Zugangsschich ung nu als Indika o des Kündigungs isikos be ach e
we den. Schä z ehle e en nu dann ein, wenn sich im Zei ablau die An-
eile de AG-Kündigungen an allen Neuzugängen zu A bei slosigkei nach
Al e sg uppen sys ema isch e ände n.
40 Die d as ische Ve minde ung de Zugangsan eile bis 1973/74 ( gl.
Abb. 1) kann nich au die Unkündba kei s e äge zu ückge üh we den;
den Al e s a ionalisie ungsschu zabkommen, die be ei s sei Mi e de sechzi-
ge Jah e abgeschlossen wu den, komm zu E klä ung diese En wicklung
allen alls eine un e geo dne e Bedeu ung zu.
41 Bei S illegungen, Konku sen und einigen ande en G ünden, kann auch
„Unkündba en" gekündig we den.
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 273
Abbildung 1
Be einig e Al e sschich ung de Neuzugänge
zu A bei slosigkei bei Männe n 1967 - 1981a) (Indizes)
Index
a) Fü 1980 und 1981: Männe und F auen (geschlech sspezi ische Da en we den on
de Bundesans al nich ausgewiesen).
Quelle: F eibu ghaus (1978), 114 . und (1980), 15 sowie ANBA (1982), 49, eigene Be ech-
nungen.
Anme kungen: Die Da en zu Al e sschich ung wu den mi den jeweiligen An eilen
de Al e sg uppe an allen abhängigen E we bspe sonen gewich e . Ein Indexwe on
100 besag , daß de An eil an allen Neuzugängen gleich dem An eil an allen E we bs-
pe sonen is (du chschni liche be einig e Be o enhei ). — Die Indexwe e ü äl e e
F auen — die de Übe sich lichkei wegen nich einge agen wu den — liegen ü
beide Al e sg uppen ab 1968 bis 1979 zwischen den Indexwe en ü die 45 - 55jäh igen
und äl e e Männe .
lus e be o en wu den, wi d die En wicklung sei 1974 abe insgesam
du ch ein ausgep äg un e du chschni liches Kündigungs isiko ü
Äl e e bes imm . Am Rande sei e wähn , daß die Al e sg uppe de
45 - 55jäh igen ein deu lich ge inge es Kündigungs isiko äg als die
G uppe de übe 55jäh igen A bei nehme , ü die in e s e Linie die
Bes andsschu zabkommen gel en.
Da de besonde e Kündigungsschu z eine sei s ge ade in k i ischen
Si ua ionen ausgese z wi d ode zwangsläu ig seinen We e lie
und ande e sei s ge ade Beschä ig eng uppen, die den besonde en
Schu z beansp uchen können, auch ohne e wei e en Kündigungsschu z
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274 Pe e Weis
meis ein ge inges Beschä igungs isiko agen, kann de Ein luß de
Unkündba kei s egelungen au die ela i güns ige En wicklung in den
siebzige Jah en abe kaum übe schä z we den. Die al e ss uk u -
beding e Halbie ung de Zugangsquo en in den Jah en 1973 - 1981 ge-
genübe 1967 - 1970 is mi Siche hei abe auch au die o cie e Aus-
gliede ung äl e e ( o allem leis ungsschwäche e ) A bei nehme im
Ve lau de siebzige Jah e und au die dadu ch beding e „ e besse e"
S uk u un e den noch beschä ig en (leis ungss ä ke en) Äl e en zu-
ückzu üh en.
2.4.3. Rückwi kungen au die Eins ellungsen scheidung
Im Un e schied zu Kündigungsen scheidung, die „sozial ge ech e -
ig " sein muß und u. U. wei e en be ieblich- a i e aglichen Ein-
sch änkungen un e lieg , kann ein Un e nehmen bei de Eins ellung
noch ei und s ik nach Ren abili ä sgesich spunk en en scheiden.
G undsä zlich we den äl e e Bewe be nu dann einges ell , wenn
bei de e wa e en ( ela i ku zen) Beschä igungsdaue de Ne o-
e agss om (We schöp ung abzüglich lau ende Lohnkos en) nich nu
eine Amo isie ung de be ieblichen Eins ellungs- und Ausbildungs-
kos en e wa en läß , sonde n auch eine aus eichende Risikop ämie ü
die g uppenspezi isch höhe en Kündigungs- und sons igen Bes ands-
schu zkos en en häl 42. Zum Eins ellungszei punk an izipie en die Un-
e nehmen diese in Höhe und Fälligkei unsiche en Ve bindlichkei en
(nich -p oduk i i ä ss eige nde Fixkos en); dadu ch e schlech e sich
c. p. die We bewe bsposi ion de be o enen A bei nehme . Je kü ze
die F is en sind, nach de en Ablau Bes andsschu z ech e e wo ben we -
den (Be iebszugehö igkei sdaue ), um so wenige Zei e bleib den
Un e nehmen, die P oduk i i ä sme kmale de A bei sk ä e einzu-
schä zen und um so wenige „Gelegenhei en" bie en sich, leis ungs-
schwäche e A bei sk ä e zu en lassen. Je „güns ige " die Ansp uchs-
o ausse zungen also ges al e sind und je schwie ige es is , einmal
einges ell e A bei sk ä e zu en lassen, um so o sich ige wi d ein
Un e nehmen bei Eins ellungen disponie en.
Da de Ein luß on En lassungs- und Besi zs ands ech en au das
Eins ellungskalkül um so g öße is , je höhe das Kündigungs isiko
eingeschä z wi d und je ehe P oduk i i ä seinbußen e wa e we den,
müssen o allem we bewe bsschwäche e und schlech ausgebilde e
äl e e A bei sk ä e hohe kalkula o ische Risikop ämien agen. Ih e
ohnehin schlech en Eins ellungschancen e minde n sich dahe noch
wei e . Somi müß en o allem jene a bei slosen „Risiko"-A bei s-
42 Vgl. Schellhaaß (1978), 2190 .
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 275
k ä e bei Eins ellungen benach eilig sein, die eigen lich eines beson-
de en sozialen Schu zes bedü en, nämlich äl e e ode noch im mi -
le en Al e (40 - 50 Jah e) s ehende A bei slose mi P oblemg uppen-
me kmalen (gesundhei liche Beein äch igungen, Ausbildungsde izi en
usw.).
Ve schä end komm hinzu, daß wegen de ela i ge ingen Res -
beschä igungsdaue und des du chschni lich ge inge en o malen
Bildungsg ades (be u liche Flexibili ä !) ge ade Äl e e bei be ieblichen
Ausbildungsin es i ionen benach eilig sind43. Je wenige Ausbildungs-
in es i ionen abe ge ä ig we den, des o höhe muß — aus human-
kapi al heo e ischen G ünden44 — das Kündigungs isiko und dami die
Wah scheinlichkei des An alls on Bes andsschu zkos en eingeschä z
we den.
Abschließend soll noch ein skizzenha e Übe blick zu En wicklung
de Wiede eingliede ungschancen, insbesonde e sei dem Beginn de
„Bes andsschu zpoli ik" ü Äl e e, gegeben we den.
Zum Abgangs e hal en aus A bei slosigkei liegen zwa meh e e
Que schni sun e suchungen o 45, die Rückschlüsse au wesen liche De-
e minan en de Eins ellungschancen zulassen. Sie sind zu Abschä -
zung de A bei sma k chancen in de zei lichen En wicklung sei 1966
alle dings nich geeigne .
Von den in Zei eihen allgemein zugänglichen Da en de Bundes-
ans al ü A bei kommen ü eine solche Abschä zung allen alls Da-
en zu Ve eilung de A bei slosen nach de A bei slosendaue in
F age. Und zwa deshalb, weil die Zei daue de E we bslosigkei eng
mi den Eins ellungschancen e knüp is . De Indika o „Daue de
A bei slosigkei " zeig jedoch eine zu op imis ische Schä zung de Ein-
s ellungschancen Äl e e an, weil in den le z en Jah en äl e e A bei s-
lose in zunehmendem Maße o zei ig in Ren e übe wechsel en46. Da-
du ch wi d zwa s a is isch die Daue de A bei slosigkei e kü z und
die A bei slosenquo e e minde . Diese s a is ische „Au besse ung" is
abe zum G oß eil nu Folge de schlech en Eins ellungschancen äl e e
43 Die o zei ige Ausgliede ung Äl e e du ch sog. „59e Ak ionen" ode
du ch a i e aglich e einba e o zei ige „Ruhes ands egelungen" usw.
üh zu eine wei e en Ve kü zung de allgemein e wa e en Res beschä i-
gungsdaue .
44 Vgl. Schellhaaß (1978), 2190 .
45 Vgl. z.B. B inkmann!Schobe -Go wald (1976), 100, 114 .; Egle/Ka l
Leupold (1980), 107; ANBA (1982), 49 . (H. 1).
46 Zumindes ein Teil de übe 58jäh igen A bei slosen be ach e die
Phase de A bei slosigkei nu als eine Übe b ückung bis zu o zei igen
Ve en ung, ohne e ns ha an eine Wiede eingliede ung in e essie zu
sein; häu ig alle dings auch deshalb, weil diese G uppe sich kaum Chancen
au einen subjek i zumu ba en A bei spla z aus echne .
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276 Pe e Weis
A bei slose , die meis nu zwischen Ve bleib in A bei slosigkei ode
o gezogenem Ruhes and wählen können. Dies is bei de In e p e-
a ion de Daue de A bei slosigkei als Indika o de A bei sma k -
chanoen zu be ücksich igen.
Die Zahl de Lang is a bei slosen (1 Jah und länge a bei slos) e -
höh e sich on 21 300 (Du chschni de Jah e 1967 - 1969, jeweils Sep .)
au übe 203 400 im Sep . 1981. Wäh end nu 1,1
%>
de 25 - 25jäh igen
A bei slosen im Du chschni de Jah e 1967 - 69 (jeweils Sep embe -
da en) 1 Jah und länge a bei slos wa en, belie sich ih An eil im
Sep . 1981 au 7,8%. Bei den 25 - 35jäh igen e höh e sich diese An-
eil on 3,3
%>
au 12,3
°/o,
bei den 45 - 55jäh igen on 12
°/o
au 27,7
%>,
den 55 - 60jäh igen on 21,7
®/o
au 35,2% und den 60 - 65jäh igen on
24,9 % au „nu " 27,8 %47. Daß de An eil de Lang is a bei slosen an
allen A bei slosen de Al e sg uppen 60 - 65 Jah e nu leich ans ieg,
dü e p ak isch ausschließlich au die e ände en en en ech lichen
Möglichkei en zu ückzu üh en sein ( o zei ige Ve en ung).
Die Ve iel achung de An eilswe e bei den jünge en Al e sg uppen
zeig zwa , daß sich die S uk u de A bei slosigkei bei den Jünge en
o ensich lich am deu lichs en e schlech e ha . Diese Ve schlech-
e ung is jedoch o dem Hin e g und eine äuße s ge ingen Be o -
enhei du ch lang is ige A bei slosigkei im Basiszei aum 1967 - 1969
zu sehen. Ande e sei s sind die ohnehin kleinen An eile de obe en
Al e sg uppen bei den Ku z is a bei slosen (bis 3 Mona e a bei slos)
am s ä ks en im Zei e lau gesunken48. Dies deu e da au hin, daß
sich die Vo ausse zungen ü eine schnelle Wiede eingliede ung o
allem ü die Äl e en e schlech e haben.
An diese En wicklung äll au , daß sich die A bei slosens uk u ü
die Äl e en insbesonde e sei de Rezession 1974/75 d as isch e schlech-
e ha . Im Fün jah eszei aum 1975 - 1980 (1975 -1981) e höh e sich
die Zahl de un e 45jäh igen Lang is a bei slosen ¡(1 Jah und länge
a bei slos) um 4 800 (48 800) Pe sonen, wäh end jene de übe 45jäh-
igen um 38 000 (53 800) s ieg49. Hin e diesen Du chschni szahlen e -
bi g sich eine sei s eine besonde s akzen uie e S uk u alisie ung zu-
unguns en de übe 2 Jah e und länge en A bei slosen und eine be-
sonde s d as ische Be o enhei de 55 - 60jäh igen A bei nehme .
47 ANBA-Jah eszahlen (1969), 60 ., ANBA (1982), 324 . (H. 3), eigene Be-
echnungen.
48 Ebenda.
40 ANBA (1976), 41 (H. 1); ANBA (1981), 164 (H.2); ANBA (1982), 323 (H.3).
Am d as ischen Ans ieg de Lang is a bei slosen sind die 60jäh igen und
äl e en nich be eilig (Abgang in Ren e); die ela i g oße Zunahme de
Lang is a bei slosigkei un e den 55 - 60jäh igen wi d im ollen Ausmaß
e s deu lich, wenn de An eil diese Al e sg uppe an allen E we bs ä igen
(26,9
%;
Ap il 1980) be ücksich ig wi d.
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Kündigungs- und Besi zs ands egelungen ü äl e e A bei nehme 277
Zu p ak isch gleichen Schluß olge ungen gelang man, wenn die
En wicklung al e sspezi ische Ve bleib we e50 be ach e wi d. F ei-
bu ghaus51 e echne e al e s- und geschlech sspezi ische Ve bleibwe e
in A bei slosigkei nach 1,5, 4,5, 9 und 18 Mona en ü den Zei aum
1966 -1979. So wa en z. B. im Jah e 1979 on den Männe n (F auen)
übe 55 Jah en 51,3% (59,2%) noch nach 4,5 Mona en und 12,7%
(17,4%) noch nach 18 Mona en a bei slos. Die en sp echenden Ve -
bleibwe e ü diese Al e sg uppe be ugen demgegenübe im Du ch-
schni de Jah e 1966 - 1970 nu 23,3 % (20,1 %) bzw. 2,9 % (1,1 %).
Schließlich lassen sich die zunehmenden S uk u alisie ungs enden-
zen zu Las en de Äl e en sei Mi e de siebzige Jah e auch bei Be-
ach ung de du chschni lichen ( ollende en) A bei slosigkei sdaue
nachweisen52. Dabei zeig sich, daß sich die al e sspezi ischen Un e -
schiede — ü beide Geschlech e — hinsich lich de du chschni lichen
Daue im Zei aum 1967 - 1979 nich nu absolu , sonde n soga ela i
e g öße haben. Noch bis 1974/75 e besse e sich die ela i e Si-
ua ion ü äl e e Männe . Zunehmende S uk u alisie ungs endenzen
zeigen sich e s sei Mi e de siebzige Jah e: Wäh end im Zei aum
1975 -1979 die du chschni liche Daue de A bei slosigkei bei den
übe 55jäh igen Männe n noch leich und bei den F auen de selben
Al e sg uppe me kliche ans ieg, e kü z e sie sich bei den noch jün-
ge en A bei slosen um e wa einen Mona bei den Männe n und um
einen halben bei den F auen.
Die du chschni liche (bishe ige) Daue de A bei slosigkei be ug
Ende Sep . 1980 bei den 55- bis un e 60jäh igen A bei slosen 55 Wo-
chen und wa dami übe 3mal länge als bei allen A bei slosen bis
35 Jah e (16,7 Wochen)53. Von allen 55- bis un e 60jäh igen Abgänge n
aus A bei slosigkei im Mai/Juni 1982 nahmen lediglich 44% eine
Beschä igung au . 19,3 % wa en a bei sun ähig e k ank , 9,3 % gingen
o zei ig in Ren e, 27,4 % gingen aus „sons igen G ünden" aus de A -
bei slosigkei ab (u. a. in nich egis ie e A bei slosigkei )54.
50 Ve bleibwe e geben an, welche An eil de zu einem bes imm en Zei -
punk (kleines Zei in e all) a bei slos gewo denen A bei nehme zu einem
spä e en Zei punk noch a bei slos is . Da sich die Ve bleibwe e sowohl
du ch die Wiede eingliede ung als auch du ch Abgänge in Ren e (bzw. Aus-
bildung) e minde n und die Ren enabgänge mi zunehmendem Al e deu -
lich ans eigen, indizie en auch Ve bleibwe e eine zu op imis ische Ein-
schä zung de Eins ellungschancen Äl e e .
51 F eibu ghaus (1978), 296 . und (1980), 28 .
52 F eibu ghaus (1978), 286 . und (1980), 18 . e echne e neben den
Schä zg ößen ü die al e sspezi ischen Zugänge auch solche ü die du ch-
schni liche Daue de A bei slosigkei nach Al e sg uppen.
53 Vgl. Ho baue (1982), 107 .
54 Vgl. ANBA (1982), 50 (H. 1).
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278 Pe e Weis
3. Schlußbeme kungen
Die Analyse des besonde en Kündigungsschu zes ü Äl e e am Bei-
spiel de a i e aglichen Unkündba kei sabkommen zeig e, daß hohe
E wa ungen in die Schu zwi kung de Abkommen unbeg ünde sind.
A bei nehme , die in übe du chschni lichem Maße on Kündigungen
bed oh sind (Beschä ig e in Kleinbe ieben und kündigungsin ensi en
B anchen, Randbelegscha en in G oßbe ieben) we den wenige häu-
ig du ch Unkündba kei sabkommen e aß ode können ela i sel e-
ne die Ansp uchs o ausse zungen nachweisen. Ande e sei s agen
äl e e A bei nehme , die die Ansp uchs o ausse zungen e üllen (län-
ge e Be iebszugehö igkei , Zugehö igkei zu S ammbelegscha ) auch
ohne e wei e en Kündigungsschu z ein nu ge inges Kündigungs isiko.
So e n Kündigungen un e meidlich sind (Konku s, Be iebsschließung)
können auch Unkündba kei sabkommen den A bei spla z nich e hal-
en. Die a i e aglichen Schu z egelungen no mie en somi im we-
sen lichen die ohnehin zu e wa ende und du ch die gese zlichen
Schu z o sch i en mi beein luß e Kündigungsp axis de Be iebe56.
Die a bei sma k poli isch g öß e Ge ah de Kündigungs- und Ve -
diens schu z egelungen lieg in ih en Auswi kungen au das Eins el-
lungs e hal en de Un e nehmen gegenübe äl e en A bei slosen.
Be ei s die Vo s ellung, daß solche Regelungen in de Zukun ü
den eigenen Be ieb gel en könn en, mag manches Un e nehmen zu
besonde e Vo sich gegenübe äl e en Bewe be n bewegen. Auße dem
is nich auszuschließen, daß die Un e nehmen ü die iskan en Be-
s andsschu zkos en (nich abbau ähige Pe sonal ixkos en bis zum ei-
willigen Ausscheiden des A bei nehme s!) im Zwei el ehe zu hohe als
zu ge inge Risikop ämien einkalkulie en.
Bes andsschu z egelungen besei igen auch nich die U sachen on
Beschä igungsp oblemen: Ande e ungeschü z e A bei nehme und das
Un e nehmen haben s a dessen die Anpassungslas zu agen.
Au de A bei nehme sei e ö de n Bes andsschu z egelungen eine
gesam wi scha lich une wünsch e und die A bei sma k p obleme e -
schä ende Immobili ä de A bei sk ä e, die den Be iebswechsel
scheuen, weil dami Anwa scha en au Bes andsschu z e lo engehen.
Die e minde e A bei sk a mobili ä äg dazu bei, daß sich die Ten-
denzen zu He ausbildung und Abkapselung be iebliche Teila bei s-
mä k e e schä en. Die A bei splä ze de jenigen, die sei langem A -
55 Böhle/Lu z (1974), 68 kommen im Zusammenhang mi den he kömm-
lichen Al e s a ionalisie ungsschu zabkommen zu einem diesbezüglich glei-
chen E gebnis.
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