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Internationale Wirtschafts- und Währungsprobleme: Floating, Arbeitslosigkeit und Geldpolitik

Abstract

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Internationale Wirtschafts- und Währungsprobleme: Floating, Arbeitslosigkeit und Geldpolitik

Author: Filc, Wolfgang
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1983
DOI: 10.3790/ccm.16.1.81
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292951/1/ccm.16.1.081.pdf
Filc, Wol gang
A icle
In e na ionale Wi scha s- und Wäh ungsp obleme:
Floa ing, A bei slosigkei und Geldpoli ik
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Filc, Wol gang (1983) : In e na ionale Wi scha s- und Wäh ungsp obleme:
Floa ing, A bei slosigkei und Geldpoli ik, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 16, Iss. 1, pp. 81-97,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.16.1.81
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292951
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In e na ionale Wi scha s-
und Wäh ungsp obleme: Floa ing,
A bei slosigkei und Geldpoli ik*
Von Wol gang File, T ie
I. Mone a is ische Deu ung zunehmende A bei slosigkei
In seinem wel wei beach e en Vo ag in S ockholm anläßlich de Ve lei-
hung des Nobelp eises üh e Mil on F iedman den apiden Ans ieg de
A bei slosigkei sei Beginn de siebzige Jah e au den e s ä k en Einsa z
de Geldpoli ik bei gleichzei ig alsche mone ä e S a egie zu ück1.
Danach wa die Ve s ä kung de Rolle de Geldpoli ik Folge de en äu-
schenden E gebnisse an izyklische Fiskalpoli ik nach keynesianischem
Mus e . Dies sei zu beg üßen. De g undlegende Fehle abe sei, daß Maß-
nahmen de geldpoli ischen Lenkung nich endo ien ie und egelgebun-
den ausge ich e wü den, sonde n disk e ionä und in an izyklische
Absich . Die Wi kungs e zöge ungen de Geldpoli ik abe seien nich exak
einzuschä zen, sonde n - so auch die E gebnisse empi ische Un e suchun-
gen F iedmans - on un e schiedliche Länge. Die Folge sei, daß z.B. Maß-
nahmen mone ä e Expansion häu ig e s dann den gü e wi scha lichen
Be eich e eich en, wenn de Tie punk de konjunk u ellen En wicklung
längs übe wunden sei und eine Übe schußnach age an den Gü e mä k en
bes ünde. Folglich - so F iedman - wi k en die mi de Absich de Ve s e-
igung de wi scha lichen En wicklung ausgesand en mone ä en Impulse
häu ig nich glä end, sonde n im Gegen eil p ozyklisch, mi de Folge s än-
dige Schwankungen on P eiss eige ungs a en um einen s eigenden T end.
S ändige und nich o he sehba e Schwankungen on P eisindexwe en
üh en abe zu einem Dilemma: Ande s als in den sechzige Jah en - bei
ge inge en In la ions a en und g öße e Siche hei in de Einschä zung de
* Vo ag, gehal en o dem Wi scha spoli ischen A bei sk eis des DSGV, Bonn,
am 9.7.1982.
1 Vgl. M. F iedman, In la ion and Unemploymen : The New Dimensions o Poli ics,
The 1976 Al ed Nobel Memo ial Lec u e, The Ins i u e o Economic A ai s, London
1977.
6 K edi und Kapi al 1/1983
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kün igen P eisni eauen wicklung - sei es nun ü Un e nehmen nich meh
eindeu ig e kennba , ob e höh e Absa zp eise ih e P oduk e Ve ände un-
gen ela i e P eise als E gebnis on Nach age e schiebungen da s ell en
ode allein einen P eisni eauans ieg bei un e ände en ela i en P eisen.
Fluk ua ionen on P eiss eige ungs a en e schwe en also die T ennung
zwischen ela i en und absolu en P eisände ungen. Dies - so F iedman -
üh zu Fehllei ungen un e nehme ische En scheidungen. Denn: Nehmen
Un e nehmen bei einem Ans ieg des P eisni eaus i ümlich an, daß sich die
P eise ih e E zeugnisse s ä ke e höh haben als die on Konku enzp o-
duk en, so we den sie zu Kapazi ä se wei e ungen e anlaß , s ellen abe
bald es , daß allein nich nu zba e Übe schußkapazi ä en gebilde wu den.
Folglich we den Kapazi ä en du ch Un e lassung on Rein es i ionen
abgebau , und Neuin es i ionen we den wegen de Unsiche hei de
Absa zchancen de dami e zeugba en P oduk e hinausgezöge ode gänz-
lich un e lassen (In es i ionslücke). Sinkende In es i ionen und dadu ch
sch ump ende P oduk ion abe eiben die A bei slosenzahlen auch bei
No malauslas ung de Sachkapazi ä en hoch. F iedman nenn das „na ü li-
che A bei slosigkei ".
Au die P ü ung de S ichhal igkei de A gumen a ionske e F iedman^
- o allem des Kausalzusammenhangs zwischen geldpoli ischen Maßnah-
men und de En wicklung des P eisni eaus - is hie nich nähe einzuge-
hen. Vielmeh geh es da um, den Zusammenhang zwischen übe aschenden
und asch wechselnden Ve schiebungen ela i e P eise und on P oduk ion
und Beschä igung au die in e na ionalen Wi scha sbeziehungen zu übe -
agen.
II. Wechselku se, Wel handel und A bei slosigkei
1. Wechselku s luk ua ionen und Wel handel
Im Bild muß bleiben: In de Sich weise F iedmans bilden nich P eiss ei-
ge ungen pe se einen T eibsa z ü die A bei slosenzahlen, sonde n un o -
he sehba e und s a ke Schwankungen on P eiss eige ungs a en, welche
die T ennung zwischen Ände ungen des P eisni eaus - als Ausd uck gleich-
mäßige Ände ungen alle P eise bei un e ände en P eis ela ionen - und
Ände ungen de ela i en P eise e schwe en.
Übe agen au in e na ionale Wi scha sbeziehungen olg da aus:
Nich Wechselku sände ungen ü sich genommen bilden einen S ö ak o
ü den Leis ungs- und Kapi al e keh zwischen den Lände n, sonde n
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un o he sehba e und s a ke Schwankungen eale Wechselku se. Zu Kla -
s ellung: Reale Wechselku sände ungen zeigen an, daß sich die Bewe ung
de Wäh ungen an den De isenmä k en gelös ha on de ela i en P eis-
en wicklung de Lände . Das abe beein luß Um ang und Rich ung des
in e na ionalen Leis ungs- und Kapi al e keh s. De G und is : De Wech-
selku s ha eine doppel e Dimension, die als P eis eine F emdwäh ung und
die als P eis ela ion zwischen Wäh ungsgebie en. Fü die in e na ionalen
Wi scha sbeziehungen is die zwei e Dimension des Wechselku ses on
zen ale Bedeu ung. Denn bei gegebenen P eisen ü Gü e und Leis ungen
und gegebenen E ägen aus Finanzak i a und Sachak i a de Lände e -
ände n allein Wechselku sschwankungen die ela i en P eise, bes immen
also die in e na ionalen P eis ela ionen on Gü e n und Leis ungen sowie
die E ags ela ionen on Ve mögenswe en.
Wi d die Di e enz zwischen P eisni eaus eige ungs a en zweie Lände ,
de ein gleichg oße Au schlag au das eale Zinsge älle en sp ich , on
Wechselku sände ungen s e s exak kompensie , so gib es keinen Anlaß
ü p eis-, zins- und wechselku sbeding e Ände ungen des in e na ionalen
Leis ungs- und Kapi al Ve keh s. Denn wede e ände n sich die ealen
P eis ela ionen on Gü e n und Leis ungen ( e ms o ade) noch die Rela-
ionen eale E ags a en aus Ve mögensgegens änden, jeweils gemessen in
de heimischen Wäh ung. In diesem Ideal all ollziehen sich die in e na io-
nalen Wi scha sbeziehungen s ö ungs ei on Wechselku sschwankungen.
De in e na ionale Kapi al e keh olg dem ealen Zinsge älle, und de
in e na ionale Leis ungs e keh wi d bes imm on Angebo s- und Nach-
agebedingungen sowie on in e na ionalen P eis ela ionen einzelne
Gü e und Leis ungen.
Das ände sich, wenn Ve schiebungen eale Wechselku se au e en.
Alle ande en Dinge un e ände , sind dann allein Ku sbewegungen an den
De isenmä k en bes immend ü Ände ungen in e na ionale Leis ungs-
s öme, und sie sind dominie end ü den Kapi al e keh zwischen den
Lände n.
S ell sich spä e he aus, daß Ände ungen eale Wechselku se o übe ge-
hend wa en und sich die eale Au we ung eine Wäh ung in eine eale
Abwe ung umkeh , so s ellen Un e nehmen es , daß sie im Ve auen au
daue ha e Ve schiebungen eale Wechselku se zu Fehlen scheidungen
e lei e wu den. En scheidungen we den e idie , Leis ungsbilanzsalden
und die Rich ung des in e na ionalen Kapi al Ve keh s keh en sich um. Das
Au und Ab eale Wechselku se ohne e kennba en T end spiegel sich
wide in Schwankungen de Impo e und Expo e on Gü e n, Leis ungen
und Kapi al. De G und: In ähnliche Weise, wie s ändige Schwankungen
6*
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on P eiss eige ungs a en in einem Land die Di e enzie ung zwischen
P eisni eauände ungen und Ve schiebungen ela i e P eise e schwe en,
behinde n s a ke und sich im Zei e lau umkeh ende Ku sausschläge an
den De isenmä k en die Un e scheidung zwischen ansi o ischen und
daue ha en Ände ungen on P eis ela ionen ü Gü e und Leis ungen und
on E ags ela ionen aus Ve mögenswe en de Lände .
Wie sind die E ah ungen mi lexiblen Wechselku sen, also sei de Ein-
s ellung on Regelin e en ionen gegenübe dem US-Dolla ? Zunächs sind
s a ke Schwankungen sowohl nominale als auch eale Wechselku se es -
zus ellen. Scha en ealen Abwe ungen olg en spä e ähnlich hohe eale
Au we ungen. Fe ne sind die Unsiche hei en in de Einschä zung de
kün igen Dolla ku sen wicklung empo geschnell . Schließlich ha sich die
Dolla ku sen wicklung on den sogenann en „ undamen als" - e wa de
P eisni eau- und Zinsen wicklung und de außenwi scha lichen Si ua ion
de Lände - gelös , die o ensich lich keinen sys ema ischen, d. h. zei in a-
ian en, Zusammenhang mi de Ku sen wicklung an den De isenmä k en
meh au weisen2. S a dessen dominie en Wechselku sände ungse wa un-
gen die Wechselku sen wicklung.
Das bedeu e : De in e na ionale Leis ungs- und Kapi al e keh ge ä in
den Sog e wa e e Wechselku sände ungen. Wechselku sände ungse wa -
ungen bes immen maßgeblich die Bewe ung de Wäh ungen an den De i-
senmä k en, und diese E wa ungen können g enzübe sch ei ende wi -
scha liche Ak i i ä en auslösen ode un e d ücken. F enkel s ell in eine
empi ischen Un e suchung es , daß „news" - e was eizügig läß sich das
übe se zen als „Ge üch e" - dominie end sind ü Wechselku sände ungen3.
Dann abe können Ge üch e Ak i i ä en an den Gü e - und Finanzmä k en
de Lände und die in e na ionalen Wi scha sbeziehungen en scheidend
beein lussen.
Ge üch e sind keine daue ha e Basis ü wi scha liche En scheidungen.
Sehen sich die Ak eu e spä e ge äusch , so we den sie ih e En scheidungen
e idie en. Schließlich geh das zu Las en de in e na ionalen Wi scha s-
beziehungen: Nach age- und P oduk ionsen scheidungen können sich on
den in e na ionalen Mä k en weg zu den heimischen Mä k en e lage n. Die
a sächliche En wicklung wide leg das nich . Im Gegen eil: Wäh end im
Du chschni de Jah e 1962 bis 1972 das Wel handels olumen mi eine
2 Vgl. G. Hacche, J. C. Townend, A B oad Look a Exchange Ra e Mo emen s o
Eigh Cu encies, 1972 - 80, in: Bank o England, Qua e ly Bulle in, Dec. 1981,
S. 489 .; W. File, De isenma k und Geldpoli ik, Be lin 1981, S. 107 ., S. 196 .
3 Vgl. J. A. F enkel, Flexible Exchange Ra es, P ices, and he Role o "News": Les-
sons om he 1970
s,
in: Jou nal o Poli ical Economy, Vol. 89, No. 4,1981, S. 665 .
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Floa ing, A bei slosigkei und Geldpoli ik 85
Ra e on 8,5 .H. expandie e, ha sich die du chschni liche Wachs ums-
a e des in e na ionalen Handels in den Jah en 1973 bis 1980 au 5,3 .H.
e minde .
2. Folge ungen ü die binnenwi scha liche En wicklung
a) Wechselku s lexibili ä , P oduk ionss uk u und
Beschä igung: G undsä zliche Zusammenhänge
Was olg aus diesen Zusammenhängen ü die P oduk ion und ü die
Beschä igung? Das E gebnis sei o weggenommen und im olgenden
beg ünde : He ige und o allem un o he sehba e Schwankungen eale
Wechselku se begüns igen den Handelsp o ek ionismus, und sie können die
P oduk ions- und Nach ageen scheidungen in Rich ung au eine Ums uk-
u ie ung on Wel handelsgü e n zu einen Binnenhandelsgü e n beein lus-
sen. Un e nehme ische Fehlen scheidungen üh en zu einzelwi scha li-
chen und sozialen Ve lus en. Wi scha spoli ische Maßnahmen in Abwe -
ungslände n we den wenige an binnenwi scha lichen No wendigkei en
als ielmeh an außenwi scha lichen En wicklungen o ien ie . Zusam-
mengenommen können diese Fak o en dazu beige agen haben, daß sich sei
dem zwei en D i el de siebzige Jah e die konjunk u unabhängigen
A bei slosenzahlen d as isch e höh haben.
Unsiche hei en in de Einschä zung de Daue ha igkei on Gü e p eis-
ela ionen zwischen Lände n in olge schwankende eale Wechselku se
können zu eine Ve schiebung de P oduk ions- und Nach ages uk u
Anlaß gegeben haben: Sch ump ung des Wel handelsgü e p oduzie enden
Sek o s, Expansion des Binnenhandelsgü e e zeugenden Sek o s4. Im kon-
k e en Fall sind Wel handelsgü e on einen Binnenhandelsgü e n schwe
zu ennen. Jedoch bes eh wei gehende Einigkei da übe , daß Diens lei-
s ungen - ode um assende : die Leis ungen des e iä en Sek o s - zu einem
wei aus ge inge en An eil Gegens and des in e na ionalen Leis ungs e -
keh s sind als Gü e des sekundä en Sek o s, e wa Maschinen, Aus üs ungs-
gegens ände und daue ha e Konsumgü e . Sch ump de sekundä e Sek-
o im Ge olge häu ige und he ige Schwankungen eale Wechselku se
und expandie de e iä e Sek o , weil sich P oduk ion und Nach age
s ä ke au den Binnenma k konzen ie en und sich die P oduk ionss uk-
u wandel , so e minde sich wegen de ge inge en P oduk i i ä ss eige-
ung im e iä en Be eich im Ve gleich zum sekundä en Sek o de Einkom-
4 Vgl. G. Zis, Eu opean Mone a y Sys em: A F amewo k o In e na ional Mone-
a y Re o m?, in: In e economics, Ma ch/Ap il 1982, S.
65
.
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menszuwachs mi dem E gebnis eine zusä zlichen Dämp ung de Gü e -
nach age im sekundä en Sek o . Das Einkommenswachs um und die Nach-
age nach In es i ionsgü e n schwächen sich wei e ab. Folge kann ein
Ans ieg de A bei slosigkei sein, und zwa auch bei op imale Auslas ung
de P oduk ionskapazi ä en.
Das s imm mi zwei Beobach ungen übe ein. E s ens ha sich in de Bun-
des epublik Deu schland de An eil des wa enp oduzie enden Gewe bes an
de B u owe schöp ung on 52,8 .H. 1970 au 47,3 im Jah e 1980 e min-
de 5. Wi scha sbe eiche des e iä en Sek o s e zeichnen dagegen eine
Ausdehnung ih e We schöp ungsan eile. Zwei ens geh dami einhe , daß
sei dem zwei en D i el de siebzige Jah e auch bei gu e Konjunk u die
A bei slosenzahlen nu wenig zu ückgehen.
Das kann „s uk u elle A bei slosigkei " sein. Es muß abe nich „na ü -
liche A bei slosigkei " im Sinne F iedmans sein, also A bei slosigkei , de
in e s e Linie du ch Maßnahmen zu E höhung de Mobili ä de A bei s-
k ä e zu begegnen is . De Ans ieg de konjunk u unabhängigen A bei slo-
sigkei kann mögliche weise zum Teil au die s a ken und un o he sehba en
Schwankungen eale Wechselku se zu ückzu üh en sein, au die dami
e bundenen Schwie igkei en abzuschä zen, ob Wechselku sände ungen
P eis ela ionen zwischen Gü e n de Lände daue ha e schieben, au die
zunehmende Binneno ien ie hei on P oduk ion und Nach age und au
das Zu ückbleiben de Wel handelsen wicklung hin e den Zuwachs a en
bei es en Wechselku sen.
T i diese beg ündba e Ve mu ung zu, so is de Ans ieg de Daue a -
bei slosigkei zum Teil auch „ins i u ionelle A bei slosigkei ", nämlich
E gebnis ins i u ionelle Ve ände ungen des Wäh ungssys ems.
b) Ein einzelwi scha liches Beispiel: VW
Daß das Au und Ab on Dolla ku sen zu Fehllei ungen un e nehme i-
sche En scheidungen und zu Fehlalloka ion on P oduk ions ak o en
üh , wi d besonde s plas isch in den P oduk ionsen scheidungen des VW-
Konze ns im Ge olge on Dolla ku sände ungen.
Bei einem Dolla ku s on DM 1,70 wa en VW-Au omobile in den USA
un e käu lich. Zu Wiede he s ellung de Konku enz ähigkei wu de die
Mon age eilweise in die USA e lage . Bei einem Dolla ku s on DM 2,30
5 Quelle: Sach e s ändigen a zu Begu ach ung de gesam wi scha lichen En -
wicklung, Jah esgu ach en 1981/82, In es ie en ü meh Beschä igung, S u ga
und Mainz 1981, S. 256.
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und da übe wa es abe wiede lohnend gewo den, Au os in Wol sbu g
zusammenzubauen und zu e schi en. Die Reak ion wa : En lassungen und
Ku za bei in Mon agewe ken des VW-Konze ns in den USA.
Was olg da aus? Die eale Außenwi scha s heo ie (Zoll heo ie) zeig ,
daß Zölle zu eine nich op imalen Ve eilung de Ressou cen üh en kön-
nen, so daß das Gesam p oduk , das mi Hil e de e ügba en Fak o en
e s ell we den kann, sch ump 6. Das E gebnis on Zollba ie en sind soge-
nann e „ a i ac o ies", die ih e Exis enz allein dem Ve such des U a-
gehens on Zollsch anken e danken.
Die scha en Wechselku sände ungen sei Au gabe des einhei lichen Fes -
ku ssys ems zei ig en ähnliche E gebnisse. Sie ließen „exchange a e ac o-
ies" en s ehen. Diese weisen abe einen en scheidenden Un e schied zu
„ a i ac o ies" au : a i ac o ies bleiben so lange bes ehen und we den
so lange genu z , wie die Zoll a i e sich nich ände n, wäh end die Nu zung
de P oduk ionskapazi ä en on exchange a e ac o ies on Zu älligkei en
de Wechselku sbewegungen abhäng . Das heiß , daß P oduk ion und
Beschä igung in de a igen P oduk ionss ä en haup sächlich bes imm
we den on Wechselku sschwankungen, ebenso wie das Hin und He on
Um ang und Rich ung dami im Zusammenhang s ehende Di ek in es i io-
nen. Im E gebnis zeig sich, daß un e nehme ische En scheidungen du ch
asch e e sible Schwankungen eale Wechselku se ehlgelei e we den
können, mi ab äglichen Konsequenzen ü die P oduk ion und ü die
Beschä igung.
c) Ein gesam wi scha liches Beispiel: BRD
Ände ungen eale Wechselku se haben unmi elba e Auswi kungen au
das P eisni eau und den ealen Ve eilungsspiel aum und einen mi elba en
Ein luß au die Ges al ung de Wi scha spoli ik. Die eale Au we ung
eine Wäh ung dämp den P eisau ieb, so daß in den s a is ischen Meßzi -
e n zu E assung on P eisni eauände ungen wenige ausgewiesen wi d
als au Fehlen wicklungen im Inland zu ückzu üh en is . Zudem bewi k
eine eale Au we ung einen Zuwachs des inländischen ealen Ve eilungs-
spiel aums, weil nun ü die He gabe eine gleichen inländischen Gü e -
menge eine g öße e ausländische Gü e menge bezogen we den kann. Umge-
keh we den P eiss eige ungen bei eine ealen Wäh ungsabwe ung ange-
ach , und de Ve eilungsspiel aum sch ump .
Bis in das F ühjah 1980 hinein e zeichne e die D-Ma k einen ealen
Außenwe zuwachs. Dadu ch wa die deu sche Volkswi scha nach de
6 Vgl. H. Be g, In e na ionale Wi scha spoli ik, Gö ingen 1976, S. 122 .
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e s en Ölp eiswelle um die Jah eswende 1973/74 einem ge inge en Anpas-
sungszwang ausgese z als ande e wes liche Indus ielände . 1974 e wa e -
minde e sich wegen de ealen DM-Au we ung de inländische Ve ei-
lungsspiel aum o z e heblich e eue e Öl echnung nu um 1,4 .H.
( e ms o ade-E ek in de Konzep ion des Sach e s ändigen a es)7. In
den Folgejah en bis 1978, bei nun ge ingen Ölp eisanhebungen, besche e
die eale Au we ung de D-Ma k de deu schen Volkswi scha du ch den
mi Ausnahme des Jah es 1976 posi i en e ms o ade-E ek einen
Zuwachs des Ve eilungsspiel aums sowie eine Dämp ung de P eisen -
wicklung. Bei Ta i lohnabschlüssen und bei de P eisges al ung de Un e -
nehmen wu de diese au we ungsbeding e Ve g öße ung des Ve eilungs-
spiel aums sozusagen als daue ha es Himmelsgeschenk einkalkulie .
Um so schwie ige ges al e e sich dann de Anpassungsp ozeß nach de
zwei en Ölp eiswelle. Dem zwei en Ölp eisschock gesell e sich noch de
Dolla schock hinzu. Die endmäßige eale Au we ung de D-Ma k schlug
um in eine ab up e und zunehmende eale Abwe ung de D-Ma k. Nich
nu die Ölp eisanhebung heiz e die In la ion an, sonde n auch die abwe -
üngsbeding e Ve eue ung des Impo s ande e Vo leis ungen und on
Ende zeugnissen. Beide Ein lüsse - de Ölp eisans ieg und de Dolla -
ku sau ieb - e eng en den inländischen Ve eilungsspiel aum8.
De wi scha spoli ische Anpassungszwang wu de du ch diese Umkeh-
ung de Bewe ung de D-Ma k an den De isenmä k en e schä . Die
Geldpoli ik o ien ie e sich deshalb bis in das F ühjah 1982 hinein wenige
an binnenwi scha lichen E o de nissen als da an, die Abwe ung de D-
Ma k zu s oppen. Die mone ä e Res ik ion wä e siche ge inge gewesen,
hä e sich de Außenwe de D-Ma k nich so d as isch eduzie .
Manche Laxhei de Wi scha spoli ik im Anschluß an die e s e Ölk ise
is au die damalige eale Au we ung de D-Ma k zu ückzu üh en. Die g a-
ie enden gesam wi scha lichen P obleme und die - aus de Sich de bin-
nenwi scha lichen En wicklung übe zogene - mone ä e Res ik ion nach
de zwei en Ölp eiswelle lassen sich nu e klä en, wenn die En wicklung
des ealen Außenwe s de D-Ma k be ücksich ig wi d. E hebliche
Schwankungen des ealen Außenwe s on Wäh ungen bilden deshalb au
e was länge e F is ein S ö elemen ü die gesam wi scha liche En wick-
lung.
7 Vgl. Sach e s ändigen a zu Begu ach ung de gesam wi scha lichen En -
wicklung Tab. 15, S. 76.
8 Ebenda.
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Floa ing, A bei slosigkei und Geldpoli ik 95
p lich de Banken am Eu o-Geldma k e möglich ein Quan um Zen al-
bankgeld, kanalisie in das Ausland, einen höhe en K edi zuwachs als im
Inland. Ve ände ha sich dann de - inländische - Geldangebo smul ipli-
ka o au g und on Ände ungen ins i u ionelle Rahmenbedingungen, nich
abe in e s e Linie das Banken e hal en.
De e ho e Vo eil lexible Wechselku se - die T ennung de geldpoli-
ischen Ein lußnahme on außenwi scha lichen Ein lüssen - ha sich nich
ealisie . Ein s a e e Zug i de Zen albanken au die Angebo s/Nach-
agekons ella ion an den mone ä en Mä k en is nu in dem Maße gegeben,
in dem de Zwang zu Ände ung de Zen albankgeld e so gung bei De i-
senma k in e en ionen in einem Fes ku ssys em schwe wiegende einzu-
schä zen is als die Ve lage ung de Finanzie ung on Nich banken in das
Ausland bei lexiblen Wechselku sen. Das abe is nich zu quan i izie en.
E schwe end komm hinzu, daß heu e - ande s als noch o 10 Jah en -
mone ä e Agg ega e, die als Zielg ößen de Zen albankpoli ik Ve wendung
inden, den a sächlichen Finanzie ungsp ozeß nu noch un ollkommen
e assen.
Diesen zwei elha en Vo eilen lexible Wechselku se ü die Wi kungs-
k a de Geldpoli ik s eh gegenübe , daß schwankende Wechselku se
Quelle on S ö ungen im ealwi scha lichen Be eich gewo den sind und
nich unabhängig zu sehen sind on dem sei de Au lösung des wel einhei -
lichen Fes ku ssys ems zu kons a ie enden Ans ieg konjunk u unabhängige
A bei slosigkei . Die Wechselku sen wicklung b auch meh S e igkei . Die
ge o de e Ve s ä kung de wäh ungspoli ischen Koope a ion zwischen
Eu opa, den USA und Japan dü e au absehba e Zei übe das S adium
de Ho nung nich hinauskommen. Um so wich ige is es ü die EG-Län-
de , o z de sich häu enden P obleme die Funk ions ähigkei des Eu opäi-
schen Wäh ungssys ems zu e hal en und Fo sch i e au dem Weg eine
e s ä k en wäh ungspoli ischen In eg a ion zu machen.
Zusammen assung
In e na ionale Wi scha s- und Wäh ungsp obleme:
Floa ing, A bei slosigkei und Geldpoli ik
Mil on F iedman üh den apiden Ans ieg de A bei slosigkei sei Beginn de
siebzige Jah e au die Ve s ä kung de Rolle de Geldpoli ik bei disk e ionä e
Aus ich ung zu ück. So sei die Geldpoli ik zu einem Elemen de Unsiche hei ge-
wo den, und geldpoli isch bewi k e Fluk ua ionen on P eiss eige ungs a en e -
schwe en die T ennung zwischen ela i en und absolu en P eisände ungen. Übe -
aschende und asch wechselnde Ve schiebungen ela i e P eise abe bewi ken
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- in diese Sich weise - eine Dämp ung de In es i ionen, und sie eiben die A bei s-
losenzahlen hoch.
Nich s ande es geschieh , wenn Ve schiebungen ela i e P eise zwischen Lände n
dominie we den on Schwankungen eale Wechselku se. Haup sächlich Ku s-
schwankungen an den De isenmä k en bes immen dann die ela i en P eise on Gü e n
und Leis ungen und on E ags ela ionen on Ve mögenswe en, die au un e schied-
liche Wäh ungen lau en. Die he igen und meis un o he sehba en Schwankungen de
Dolla ku se sei 1973 begüns igen den Handelsp o ek ionismus, sie können die
P oduk ions- und Nach ageen scheidungen zuguns en eine s ä ke en Binnen-
o ien ie ung beein lussen, und sie e lei en häu ig zu eine O ien ie ung wi scha s-
poli ische S abilisie ungsmaßnahmen an außenwi scha lichen En wicklungen,
nich an binnen wi scha lichen No wendigkei en. So kann de Ans ieg konjunk u -
unabhängige A bei slosigkei in den siebzige Jah en mögliche weise auch au die
s a ken und une wa e en Schwankungen eale Wechselku se zu ückge üh we den.
Ande e sei s ha die F eigabe des Dolla ku ses de Geldpoli ik nich zu Au onomie
e hol en. Zwa is de Ges al ungsspiel aum de No enbanken zu Bes immung de
Zen albankgeld e so gung gewachsen. Fü die Bundes epublik Deu schland zeig
sich abe , daß Un e nehmen sei dem die Finanzie ung zunehmend in das Ausland
e lage n. Die Auswei ung des Ges al ungsspiel aums de Zen albanken au de
Angebo ssei e des Finanzie ungsp ozesses wi d dadu ch in s eigendem Maße au -
gehoben du ch Subs i u ionsp ozesse au de Nach agesei e.
Summa y
In e na ional Economic and Mone a y P oblems:
Floa ing, Unemploymen and Mone a y Policy
Mil on F iedman a ibu es he apid inc ease in unemploymen since he ea ly
nine een-se en ies o he g ea e ole played by mone a y policy wi h a disc e iona y
o ien a ion. Mone a y policy, he claims, has become an elemen o unce ain y and
luc ua ions o p ice inc ease a es igge ed by mone a y policy make i mo e di icul
o dis inguish be ween ela i e and absolu e p ice changes. Unexpec ed and apidly
al e na ing shi s in ela i e p ices, howe e , esul - seen om his s andpoin -
in a decline in in es men s, and hey push up he unemploymen igu es.
The same occu s when shi s in ela i e p ices be ween coun ies a e domina ed
by luc ua ions o eal exchange a es. Then i is chie ly a e luc ua ions on he
o eign exchange ma ke s which de e mine he ela i e p ices o goods and se ices
and he ela i e e u ns on asse s exp essed in e ms o a ious cu encies. The
ma ke and mos ly unp edic able luc ua ions o he dolla exchange a es om 1973
onwa ds encou age ade p o ec ionism; hey may in luence p oduc ion and demand
decisions in a ou o close o ien a ion o he home coun y; and hey o en induce
o ien a ion o s abiliza ion measu es in economic policy o o eign ade de elopmen s
ins ead o domes ic economic necessi ies. Hence he ise in ade-cycle-dependen
unemploymen in he nine een-se en ies may possible be a ibu able o he ma ked
and unexpec ed luc ua ions o eal exchange a es.
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Floa ing, A bei slosigkei und Geldpoli ik 97
On he o he hand, decon ol o he dolla exchange a e did no b ing au onomy
o mone a y policy. T ue, he cen al banks ha e gained mo e leeway in de e mining
he supply o cen al bank money. Bu o he Fede al Republic o Ge many i has
p o ed ha since hen i ms ha e sough inancing in o eign coun ies o an
inc easing ex en . The expansion o he leeway o he cen al banks on he supply
side is hus o se o an inc easing deg ee by subs i u ion p ocesses on he demand
side.
Résumé
P oblèmes économiques e moné ai es in e na ionaux:
lo emen , chômage e poli ique moné ai e
Mïl on F iedman a ibue la hausse apide du chômage depuis le débu des années
soixan e-dix au en o cemen du ôle de la poli ique moné ai e don l'o ien a ion
es disc é ionnai e. La poli ique moné ai e es ainsi de enue un élémen d'insécu i é,
e des luc ua ions des aux de hausses de p ix d'o igine moné ai e enden plus
malaisée la dis inc ion en e les modi ica ions ela i es e absolues des p ix.
D'inopinés e équen s changemen s des p ix ela i s son cependan la cause - dans
ce e op ique - d'un alen issemen des in es issemen s e d'une c oissance du nomb e
de sans emploi.
Rien d'au e ne se p odui lo sque des déplacemen s de p ix ela i s en e pays
son dominés pa des luc ua ions des aux éels de change. Les luc ua ions de
aux su les ma chés de de ises dé e minen p incipalemen les p ix ela i s des
biens e des se ices ainsi que les appo s de endemen des aleu s de capi al qui
son libellés en monnaies di é en es. Les a ia ions p o ondes e géné alemen
imp é isibles du cou s du dolla depuis 1973 a o isen le p o ec ionnisme com-
me cial, peu en in léchi les décisions de p oduc ion e de demande e s une plus
o e o ien a ion in é ieu e, e inci en équemmen à axe les mesu es de s abilisa ion
économique su des dé eloppemen s ex é ieu s e non su les nécessi és in é ieu s.
L'augmen a ion du chômage non conjonc u el des années soixan e-dix peu donc
aussi ê e impu ée aux o es a ia ions ina endues des cou s de change éels.
Pa ailleu s, la libé alisa ion du cou s du dolla n'a pas aidé la poli ique moné ai e
à asseoi son au onomie. Il es ai que la ma ge de manœu e des banques d'émission
pou l'alimen a ion de la base moné ai e a augmen é. L'on cons a e cependan pou
l'Allemagne édé ale que des en ep ises ans è en depuis lo s les inancemen s
de plus en plus à l'é ange . L'ex ension de la ma ge de manœu e des banques
d'émission su la ace de l'o e du p ocessus de inancemen es ainsi p og essi emen
compensée pa des p ocessus de subs i u ion du cô é de la demande.
7 K edi und Kapi al 1/1983
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