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[ge] (orig)

[Rezension] Der Klimawandel als Thema der Soziologie – eine Replik

Author: Beckert, Jens
Publisher: Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH,Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Year: 2025
DOI: 10.1007/s11577-025-00993-3
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/323568/1/11577_2025_Article_993.pdf
Becke , Jens
Book Re iew — Published Ve sion
[Rezension] De Klimawandel als Thema de Soziologie–
eine Replik
KZ SS Kölne Zei sch i ü Soziologie und Sozialpsychologie
P o ided in Coope a ion wi h:
Sp inge Na u e
Sugges ed Ci a ion: Becke , Jens (2025) : [Rezension] De Klimawandel als Thema de Soziologie–
eine Replik, KZ SS Kölne Zei sch i ü Soziologie und Sozialpsychologie, ISSN 1861-891X, Sp inge
Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden, Vol. 77, Iss. 1, pp. 119-124,
h ps://doi.o g/10.1007/s11577-025-00993-3
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/323568
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REZENSIONSFORUM
h ps://doi.o g/10.1007/s11577-025-00993-3
Köln Z Soziol (2025) 77:119–124
De Klimawandel als Thema de Soziologie – eine
Replik
Jens Becke
Angenommen: 5. Mä z 2025 / Online publizie : 3. Ap il 2025
© The Au ho (s) 2025
Becke , Jens: Ve kau e Zukun . Wa um de Kamp gegen den Klimawandel zu
schei e n d oh . Be lin: Suh kamp 2024. 238 Sei en. ISBN: 978-3-518-58809-3.
P eis: C28,–.
Ve kau e Zukun is de Ve such, mi hil e de Ins umen e de Sozialwissenscha en
eine An wo au eine he aus agende F age unse e Zei nähe zukommen: Obwohl
wi alle um die Ge ah en des Klimawandels (und wei e e ökologische Ze s ö un-
gen) wissen, un Gesellscha en iel zu wenig, um diese En wicklung Einhal zu
gebie en. Wie können wi dies e klä en? In dem Buch be ach e ich die Mach - und
An eizs uk u en de Ak eu e in Wi scha , Poli ik und Gesellscha – womi ich so-
wohl Konsumen en als auch S aa sbü ge meine – und buchs abie e aus, weshalb das
Schei e n am Klimawandel zwa zwei els ei desas ös, abe keines alls une klä lich
is . Die Analyse is e nüch e nd, ich sp eche on einem „nachdenklichen Realis-
mus“, das Buch is abe keines alls esigna i . Es häl an de au klä e ischen Idee
es , dass ein p äzise es Ve s ändnis de den sozialen En wicklungen un e liegenden
Mechanismen auch dazu bei agen kann, Ansa zpunk e zu inden, die Ak eu en mög-
liche weise dabei hel en, besse e Handlungswege im Umgang mi dem ückischen
P oblem des Klimawandels zu inden. Das Buch e such , eine Schneise du ch das
Dickich zu schlagen und wende sich an ein b ei e es Publikum. Es nimm dahe
bewuss nich jede Ve äs elung de wissenscha lichen Li e a u zu dem Thema au
und das Buch is nich als le z es Wo in eine Deba e gedach , sonde n als Au -
schlag, de zu wei e em Nachdenken an egen soll, sowohl wissenscha lich als auch
poli isch. Es knüp dami indi ek auch an eine o ku zem on And eas Diekmann
J. Becke
Max-Planck-Ins i u ü Gesellscha s o schung
Pauls aße 3, 50676 Köln, Deu schland
E-Mail: becke @mpi g.de
K
120 J. Becke
(2024) o geleg e Auswe ung an, die zeig , wie blind die deu sche Soziologie übe
lange Zei gegenübe dem he aus agenden Thema des Klimawandels wa – e was,
was sich meine Beobach ung nach in den le z en Jah en jedoch deu lich e ände
ha .
Bi gi Blä el-Mink, And eas Diekmann und Tobias Rü enaue b ingen in ih en
Bei ägen jeweils in e essan e Face en ein. Manche da on wü de ich siche lich be-
ücksich igen, wenn ich das Buch noch einmal sch eiben wü de, ande e leuch en
mi wenige ein. P o . Blä el-Mink wi zu ech ein: „Die Un e nehmen müss en
die P oduk i i ä de Na u ane kennen und neben Wachs umszielen auch das Ziel
ans eben, zu übe leben“. Dies is no ma i zwei ellos übe zeugend, doch wide -
sp ich es eben nu zu o de empo alen Logik un e nehme ischen En scheidens.
Die en e n liegende Zukun wi d so s a k abdiskon ie , dass sie quasi unbe ück-
sich ig bleib . Abe da aus läss sich auch eine Au gabe he lei en: Du ch welche
ins i u ionellen Vo keh ungen kann die Zukun s ä ke es Gewich in gegenwä igen
un e nehme ischen En scheidungen e langen? Ich ges ehe ein, ich bin kein g oße
Anhänge on B uno La ou und e spiel auch in dem Buch keine Rolle. Das is
mögliche weise ein Fehle , doch schein es mi e s einmal zu e end, dass die
Na u kein a ikula ions ähiges Sozialsys em is . Dahe können alle möglichen Ex-
e nali ä en wi scha lichen Handelns in de Na u abgeleg we den. Die Folgen
diese nega i en Ex e nali ä en können nu du ch die E kenn nisse eines ande en
Sozialsys ems, nämlich des Wissenscha ssys ems, sinnha kommunizie we den.
No ma i inde ich Vo s ellungswel en, in denen Mensch und Na u als Einhei
gedach we den, du chaus a ak i , doch solche Kosmologien sind in mode nen
Gesellscha en wei en e n und so is de Schu z de na ü lichen Lebensg undla-
gen eben da au angewiesen, Anwäl e in den Sozialsys emen zu inden. Zukün ig
könn e hie das Rech ssys em eine zunehmend wich ige Rolle spielen, wo in Dis-
kussionen um subjek i e Rech e ü Tie e und die Na u im Allgemeinen einige
hochin e essan e En wicklungen s a inden, die mögliche weise au einen kul u el-
len Wandel in unse em Ve häl nis zu Na u hindeu en. Ich s imme P o . Blä el-
Mink zu, dass das Wissenscha ssys em, abe auch das Rech ssys em und o allem
das Mediensys em in dem Buch s ä ke e Be ücksich igung hä en inden können.
In den ielen Diskussionen, die ich mi le weile zu dem Buch ge üh habe, wu -
de ich e schieden lich au diesen Punk hingewiesen. Zum einen wissen wi om
Klimawandel na ü lich o nehmlich übe die Massenmedien. Es gib in den Qua-
li ä smedien eine ganz he o agende Be ich e s a ung zu dem Thema. Zugleich
e weis sich die Kommunika ion in de Boule a dp esse und in den sozialen Medien
allzu häu ig als B emse ode soga Ve hinde e on Maßnahmen zu Bekämp ung
des Klimawandels ode de Klimaanpassung, die eigen lich angeb ach wä en. Fake
News mögen alsch sein, doch das hemm nich ih e soziale Wi ksamkei . Die Rolle
de massenmedialen Rahmung des Themas Klimawandel hä e in dem Buch s ä ke e
Be ücksich igung e dien .
Als wei e en Punk zeig sich P o . Blä el-Mink k i isch im Hinblick au die im
le z en Kapi el des Buches angebo enen Lösungen. Auch P o . Diekmann sieh die
S ä ke des Buches in de Analyse und wenige in den angebo enen Handlungss a-
egien. In de Ta lieg das Haup anliegen on Ve kau e Zukun in eine p äzisen
Analyse de sozialen K ä e, die die unangemessene Reak ion au den Klimawandel
K
De Klimawandel als Thema de Soziologie – eine Replik 121
e klä . Doch ich woll e das Buch nich mi diese Analyse enden lassen, sonde n sah
mich auch in de P lich , ausgehend on den Be unden, übe Handlungss a egien
nachzudenken, die mögliche weise wei e hel en. Mein g undlegende Punk dabei
is , dass Klimapoli ik on un en anse zen muss und eine s a ken Ve anke ung in
de Zi ilgesellscha beda . Dabei geh es nich da um, dass das P oblem des Kli-
mawandels au lokale Ebene gelös we den könn e, sonde n ielmeh da um, dass
die no wendige Un e s ü zung ü kos en äch ige und mi Ve lus en einhe gehen-
de Maßnahmen de Un e s ü zung on Wähle n und Konsumen en beda , wenn sie
übe haup s a inden sollen. Im Hin e g und s eh hie die Un e scheidung zwischen
Sys em und Lebenswel on Jü gen Habe mas, wobei angenommen wi d, dass die
lebenswel liche Ra ionali ä de Ak eu e Ein luss au die Funk ionsweise on Po-
li ik und Un e nehmen ausüben kann. Konk e : Es muss Un e s ü zung en s ehen
ü no wendige poli ische Regula ionen, die auch eigene Op e bedeu en. Solche
Eins ellungen lassen sich mögliche weise du ch Mi wi kung au lokale Ebene und
du ch ü sie sich ba e E gebnisse on klimapoli ischen Maßnahmen bewi ken, was
den Ak eu en ein Ge ühl de Selbs wi ksamkei gib und dami ielleich einen de
o beschwo enen „sozialen Kipppunk e“ e eichba mach . Na ü lich is dies nu
ein Teil de An wo , doch bin ich übe zeug , dass es ü das Wei e kommen in de
Klimapoli ik keine ein ache Lösung gib , mi de ein go dische Kno en ze schlagen
wü de. Klimawandel als ückisches P oblem e lang ielmeh eine Vielzahl on
unbehol enen Lösungen („clumsy solu ions“), de en jeweilige Rele anz sich zudem
noch s ändig e ände n wi d. Die Eins ellungen on Bü ge n gehö en zwei elsohne
zu den Vo ausse zungen e ek i e Klimapoli ik in eine Demok a ie.
Da an schließ auch meine An wo au einen Einwand on P o . Diekmann
an. Wi kennen ja eigen lich, so Diekmann, einen iel e sp echenden Ansa z zu
Du chse zung de Reduzie ung on T eibhausgasen, nämlich die Bep eisung on
CO2-Emissionen. Zunächs einmal: Ich wende mich nich gegen dieses Ins umen ,
sonde n meine K i ik is ielmeh , dass es nich scha genug is . In de EU sind
lediglich e wa 40% de Emissionen bep eis , wel wei nich meh als ein Vie el. Die
ene giein ensi e Indus ie wu de ü iele Jah e on den Emissionskos en be ei ,
de Ze i ika enhandel wa lange Zei so angeleg , dass Ze i ika e quasi kos enlos
e wo ben we den konn en. Zudem sind bei de poli isch es geleg en Bep eisung
in Deu schland in den Be eichen Wä me und Ve keh die P eise zu nied ig, um
Ve hal ensände ungen im e o de lichen Maß zu bewi ken. Das Sys em is also zu
löch ig, da in lieg meine haup sächliche K i ik. Die Poli ik knick imme wiede
gegenübe In e esseng uppen ein, wenn es da um geh , das Sys em zu schä en.
Auch au EU-Ebene da man gespann sein, was on den Plänen eine e schä en
Bep eisung on Emissionen angesich s des poli ischen Rech s ucks zukün ig üb ig-
bleiben wi d. Ein wei e e K i ikpunk bes eh da in, dass die Bep eisung on CO2
ge ade nich die Rich ung on In es i ionen bes imm . Die Ak eu e müssen abe bei
de En wicklung on Mä k en ü die ökologische T ans o ma ion mi P oblemen
des Ma k e sagens echnen, denen egula o isch zu begegnen wä e. Aus CO2-Be-
p eisung en s eh kein unk ionie endes Nah e keh sne z au dem Land und neue
g oß echnische In as uk u en we den nich du ch dezen ale Ma k p ozesse allein
gescha en, sonde n bedü en egula i e Lenkung. Auch hie gil , dass CO2-Bep ei-
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122 J. Becke
sung eine unbehol ene Lösung is , nich abe ein Deus ex machina. Als solche wi d
e abe häu ig on Ökonomen da ges ell .
Soziologisch in e essan inde ich die F age, weshalb das ja eigen lich seh plau-
sible Sys em de CO2-Bep eisung so un olls ändig ins i u ionalisie is . Und hie
komm man auch schnell zu E klä ungen: Wide s ände aus de Indus ie, Ve ei-
lungswi kungen, die ge ade un e e Be ölke ungsschich en e en, und ideologische
Vo behal e gegen Eing i e in die P eis indung au Mä k en. Das auch on P o .
Diekmann angesp ochene Klimageld is eine e mu lich on den meis en Expe en
be ü wo e e Maßnahme, um zumindes dem P oblem übe mäßige Kos enbelas ung
un e e Be ölke ungsschich en en gegenzuwi ken. Doch is es eben in Deu schland
– und den meis en ande en Lände n – bis heu e nich poli isch umgese z . Auch
dies läss sich e klä en: Lee e Haushal skassen und ideologische Vo behal e sind
e mu lich ausschlaggebend. Je ie e man eind ing , des o dich e wi d das Ge-
s üpp, und es wi d e kennba , weshalb Klimapoli ik so d as isch dem bes ehenden
P oblem hin e he hink . Es is meine Übe zeugung – und hie komme ich e neu
au die Rolle de Zi ilgesellscha zu ück –, dass Gesellscha en nu dann schnel-
le du ch dieses Dickich kommen we den, wenn sich inne halb de Be ölke ung
Eins ellungen e s ä ken, die au de Einsich be uhen, dass die Kos en de Ene gie-
ans o ma ion und im wei e en Sinn die Kos en de ökologischen Au äuma bei-
en nach einhunde Jah en de Hochindus ialisie ung schnell angegangen we den
müssen und nich au die lange Bank geschoben we den können. Dann abe s ell
sich genau die F age, wie solche Eins ellungen wachsen können, und hie sind wi
im Be eich de Zi ilgesellscha , de amiliä en, nachba scha lichen und eund-
scha lichen Nahbeziehungen – also den sozialen O en, an denen Menschen die
Be ei scha en wickeln, Logiken indi iduelle Nu zenmaximie ung zu übe winden.
In diesem Zusammenhang e weise ich auch au die A bei en on Elino Os om.
Auch im Hinblick au g ünes Wachs um sehe ich meine Posi ion als di e en-
zie e an als on P o . Diekmann e e ie . Die En kopplung on Wachs um und
CO2-Emissionen, o nehmlich du ch die Ums ellung au e neue ba e Ene gie äge ,
is na ü lich zen al. Meine K i ik bes eh zum einen da in, dass diese P ozess iel
zu langsam o ankomm und wi bis heu e, global be ach e , s eigende Emissio-
nen e zeichnen. Auch bis 2050 sollen diese, lau Einschä zung de In e na ionalen
Ene gieagen u (IEA), nu um wenige als ein Vie el zu ückgehen – on Ne o-Null
keine Spu . Meines E ach ens lassen wi uns zu seh on S a is iken und Nach ich en
zum Ausbau e neue ba e Ene gie in Deu schland und Eu opa beeind ucken, ohne zu
sehen, dass de Klimawandel nich du ch den Ausbau e neue ba e Ene gie ges opp
wi d, sonde n du ch die Reduzie ung de Ve b ennung ossile Ene gie. Bis heu-
e lieg de An eil ossile Ene gie am globalen P imä ene gie e b auch bei knapp
85%, de An eil on Wind- und Sola ene gie bei un e 3%.1De Ausbau e neue ba-
e Ene gien deck zu einem gu en Teil lediglich den s ändigen Meh e b auch eine
wachsenden globalen Wi scha und neue ene giein ensi e ökonomische Ak i i-
ä en, zule z insbesonde e die de küns lichen In elligenz ab. Zum ande en bes eh
meine K i ik am g ünen Wachs um da in, dass die Klimak ise eben nu eine de
e schiedenen ökologischen K isen is . G ünes Wachs um, selbs wenn es zukün ig
1Ou Wo ld in Da a. “Global di ec p ima y ene gy consump ion” (2024).
K

De Klimawandel als Thema de Soziologie – eine Replik 123
klimaneu al sein soll e, hö nich au , ökologische Schäden zu p oduzie en, die
in iel ache Weise die na ü lichen Lebensg undlagen ze s ö en. Läss es sich a -
sächlich o s ellen, dass sich imme wei e ausdehnende wi scha liche Ak i i ä en
mi den na ü lichen Limi a ionen unse es Plane en e einba sind? Mi ehl hie zu
schlich die Vo s ellungsk a .
Au die Rezension on P o . Rü enaue möch e ich mi zwei Kommen a en
an wo en. Zum einen s eh in dem Tex on mi selbs e s ändlich, dass Klimami-
g a ion o nehmlich egional s a inde . Dies is wissenscha liche Common Sense.
Es gib alle dings auch Indizien ü globale Mig a ion, die mi Klimawandel zumin-
des in Zusammenhang s eh . Dies gil e wa ü die Mig a ion aus Zen alame ika
in die USA, und auch ü den sy ischen Bü ge k ieg we den imme wiede Klima-
phänomene als mi u sächlich ange üh . Die du ch diesen Bü ge k ieg ausgelös en
Mig a ionsbewegungen beschä igen uns in Deu schland bis heu e. Da übe hinaus
möch e ich au einen allgemeine en Punk hinweisen: Viel zu häu ig we den Kli-
maschu z und Klimaanpassung als ein echnisches P oblem e s anden, bei dem
es allein um die Umse zung on T ans o ma ionsp ozessen geh . Meh Au me k-
samkei in de Soziologie müss e meines E ach ens das absehba e gesellscha liche
Kon lik po enzial e langen, das mi zunehmenden Klimaschäden, abe auch mi de
Du chse zung on Klimaschu zmaßnahmen und den Ve lus en du ch die Abwick-
lung ossile Geschä s- und Lebensmodelle en s eh . Man muss hie keine soziale
Apokalypse beschwö en, um doch zu sehen, dass mi dem Thema Klima eine neue
gesellscha liche Kon lik lage en s eh , die e hebliche Bedeu ung e langen kann.
Eine Soziologie des Klimawandels beda zwei elsohne de aillie e e Un e su-
chungen als ich sie in Ve kau e Zukun o lege. Doch dies wa nich die Absich
beim Sch eiben des Buches. Die In en ion wa , einen Übe blick übe die sozia-
len K ä e zu gewinnen, die unse e Reak ionen au den Klimawandel p ägen, und
nich zule z auch ein Buch zu sch eiben, das nich nu on eine wissenscha lichen
Fachgemeinscha wah genommen wi d. Ich sehe, nich zule z an unse em Ins i u ,
abe na ü lich auch an ande en Uni e si ä en in Deu schland und in e na ional eine
Vielzahl on soziologischen und poli ikwissenscha lichen A bei en en s ehen, die
iel no wendiges De ailwissen he o b ingen. Dami bekomm das Thema Klima-
wandel soziologische Au me ksamkei wie nie zu o . Wenn P o . Diekmann seine
am An ang zi ie e Un e suchung zu Beschä igung des Fachs mi dem Klimawan-
del in einigen Jah en wiede holen soll e, wi d e siche lich au ein e euliche es
E gebnis s oßen. In all de sozialwissenscha lichen Be iebsamkei , die de zei bei
dem Thema en s eh , ho e ich jedoch, dass es den Wissenscha le innen und Wis-
senscha le n nich nu um das Schließen on Fo schungslücken geh , sonde n auch
da um, zu Lösung des ielleich bedeu ends en P oblems de Menschhei sgeschich-
e einen Bei ag zu leis en.
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124 J. Becke
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Li e a u
Diekmann, And eas. 2024. Klimawandel – kein Thema ü die Soziologie? Zei sch i ü Soziologie
53(1):3–7.
Ou Wo ld in Da a. 2024. Global di ec p ima y ene gy consump ion. h ps://ou wo ldinda a.o g/g aphe /
global-p ima y-ene gy (Zugeg i en: 17. Mä z 2025).
Hinweis des Ve lags De Ve lag bleib in Hinblick au geog a ische Zuo dnungen und Gebie sbezeich-
nungen in e ö en lich en Ka en und Ins i u sad essen neu al.
Jens Becke Di ek o am Max-Planck-Ins i u ü Gesellscha s o schung und P o esso ü Soziolo-
gie an de Uni e si ä zu Köln. Fo schungsschwe punk e: Wi scha ssoziologie, O ganisa ionssoziologie,
Ve mögens e eilung und Klimawandel. Jünge e Buch e ö en lichungen: Imaginie e Zukun . Fik iona-
le E wa ungen und die Dynamik des Kapi alismus. Be lin 2018; Ve kau e Zukun . Wa um de Kamp
gegen den Klimawandel zu schei e n d oh . Be lin 2024.
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