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Adolph von Wenckstern

Abstract

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Adolph von Wenckstern

Author: Weber, Adolf
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1962
DOI: 10.3790/schm.82.4.493
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291001/1/schm.082.4.493.pdf
Webe , Adol
A icle
Adolph on Wencks e n
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Webe , Adol (1962) : Adolph on Wencks e n, Schmolle s Jah buch ü
Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
82, Iss. 4, pp. 493-495,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.4.493
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291001
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Adolph on Wencks e n
Geb. am 4. 10. 1862 — ge . im Ok obe 1914
bei den Kämp en um Dixmuiden
Wencks e ns Toch e Bea ice ba mich, aus Anlaß des hunde -
jäh igen Gebu s ags ih es Va e s diesem einige ü die Ö en lich-
kei bes imm e Gedenkwo e zu widmen. Es is mi ein He zensbe-
dü nis, dem Wunsche nachzukommen. Ich wiede hole zunächs
einige Sä ze aus dem on mi o mulie en Nach u , den die Rech s-
und S aa swissenscha liche Fakul ä de Uni e si ä B eslau im No-
embe 1914 dem Kollegen widme e:
„Wi e lie en in Adolph on Wencks e n einen on uns allen hoch-
geschä z en Kollegen, de sich mi Feue ei e und glänzende Be-
edsamkei seinen wei ges eck en Au gaben un e zog. Als Mann
de Wissenscha wandel e e in den Bahnen seines g oßen Mei-
s e s und Leh e s Gus a on Schmolle , s e s be ei , auch ande en
Leh meinungen Ge ech igkei wide ah en zu lassen. Als Leh e
wa e uns ein Vo bild du ch die eue So ge, die e seinen Schü-
le n zuwand e. Alle, die ihn nähe kennen und e s ehen le n-
en, muß en in ihm die selbs lose Pe sönlichkei schä zen und
lieben..
Wencks e n wu de in G oß-T ippeln in Os p eußen gebo en.
Nach beende e Gymnasialzei a e 1879 in die A mee ein und wa
on 1880 bis 1885 ak i e O izie . Dann ging e als Fa me nach
Suma a, wo e ün Jah e leb e. Nach Deu schland zu ückgekeh
s udie e e in München und Be lin Na ionalökonomie. 1893 p omo-
ie e e in Be lin mi eine A bei übe Le Play. 1896 habili ie e
e sich an de Be line Uni e si ä ; die Habili a ionssch i wa eine
K i ik de Leh en on Ka l Ma x gewidme . Au Emp ehlung Schmol-
le s, de ihn hoch schä z e, wu de e schon bald nach de Habili a ion
als P o esso ü Volkswi scha sleh e und S a is ik nach Tokio be-
u en. Als e on do du ch englischen Ein luß e d äng wu de,
keh e e nach Be lin zu ück. E wu de Amanuensis on Schmolle ,
dem e namen lich bei den edak ionellen A bei en an dem Jah buch
ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha hal ; u. a. e -
ig e e ein Gesam egis e de Schmolle schen Zei sch i an. 1904
wu de e als auße o den liche P o esso an die Uni e si ä G ei s-
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wald, zwei Jah e spä e als Nach olge Somba s an die Uni e si ä
B eslau be u en. Gleich nach Ausb uch des e s en Wel k ieges mel-
de e e sich eiwillig; obwohl e Familien a e wa und das 50. Le-
bensjah schon übe sch i en ha e, e lang e e so o an die F on
zu kommen. Dem Wunsche wu de Rechnung ge agen. Schon 1914
iel e in Flande n.
Adolph on Wencks e n wa ein eue Ge olgsmann on Gus a
Schmolle . Abe e wa kein Epigone im schlimmen Sinne des
Wo es. E bewah e sich seine selbs ändige U eilsk a . Die
be ühm e E klä ung Schmolle s in de Rek o a s ede Ende de
90e Jah e: „We nich au dem Boden de heu igen Fo schung,
de heu igen Geleh enbildung und Me hode s eh , is kein
b auchba e Leh e 46, be üh e ihn peinlich. E be on e in sei-
nem wohl bedeu ends en wissenscha lichen We k: „S aa swissen-
scha liche P obleme de Gegenwa " (Be lin 1909): „Vielleich wi d
de in Deu schland he schenden Rich ung de Na ionalökonomie auch
einmal und ielleich schon in den nächs en Jah en und Jah zehn en
das Schicksal zu allen, welches ih e Vo gänge in de zule z an den
Namen Rau geknüp en Ve deu schung de englischen Na ionalökono-
mie, so wie sie die Epigonen on Adam Smi h da ges ell haben, be-
schieden gewesen is : ein Zu ück e en, ein E se z we den du ch an-
de e Rich ungen", und an ande e S elle desselben We kes heiß es:
„So wie es Adam Smi h e gangen is , is es Schmolle e gangen: nich
Schmolle ha das his o ische P inzip übe ieben — abe wo Epi-
gonen sich solche Übe eibungen haben zuschulden kommen lassen,
ha man sie Schmolle genau so zu Un ech au das Kon o gese z ,
wie die Übe eibungen de Epigonen Adam Smi h zu Un ech au
Kon o gese z wo den sind66. Wencks e n beg üß e die „mäch ig
o sch ei ende, gesiche e, empi ische Einzele kenn nis66, abe die
g oßen Fo sch i e de Volkswi scha sleh e wü den e s dann
„gu e, p ak ische, poli ische F üch e agen, wenn sie on Männe n
zu einem Ganzen e bunden wü den, welche sich zugleich du ch
uni e sale Bildung, Cha ak e und si lichen Adel auszeichne en66. Als
ich 1913 dem Ru au das O dina ia in B eslau olg e, das bis dahin
Julius Wol inneha e, hö e ich on e schiedenen Sei en, wie seh
Julius Wol seine obus e Übe legenhei Wencks e n gegenübe zu
Gel ung zu b ingen gewuß habe. Abe Wencks e n be üh e den
Gegensa z selbs wede ö en lich noch p i a auch nu mi einem
Wo e; e ühm e in eine seine Publika onen, daß Julius Wol
dem „Schmolle ianismus" en gegenzu e en gewag habe, wenn es
nach dem gesunden Menschen e s and gehe, müsse Wol an die Be -
line Uni e si ä be u en we den, abe „Be lin is eine Sache ü sich,
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und die Be line behe schen uns alle", zwa schlage de Wind um,
abe „unse e Uni e si ä en haben dicke Maue n".
Cha ak e is isch ü das Wi ken on Adolph on Wencks e n wa
seine glühende Va e landsliebe. Fü das Va e land wa e be ei ,
jedes Op e zu b ingen. Es wa ü ihn ein besonde e S olz, daß
e als Haup mann an de Spi ze eine Kompagnie des be ühm en
Rese e egimen s 203, das as ausschließlich aus S uden en bes and,
e en du e, die, wie be ich e wu de, in den mö de ischen Schlach-
en in Flande n singend dem Tode en gegen gingen. Wencks e n iel
schon wenige Tage nach dem Ein e en an de F on , on ie Ku-
geln ge o en.
„De Tod k ön e sein Wi ken", so heiß es in dem oben e wähn en
Nach u de Fakul ä . „De Zu u , mi dem e allend seine Sol-
da en an eue e: ,Mi Go ü König und Va e land6, wa die Lo-
sung seines allzu üh ollende en Lebens."
Adol Webe
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