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Die Devisenpolitik der Deutschen Bundesbank. Interventionen am DM-$-Markt und im Europäschen Währungssystem sowie geldmarktorientierte Devisentransaktionen

Abstract

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Die Devisenpolitik der Deutschen Bundesbank. Interventionen am DM-$-Markt und im Europäschen Währungssystem sowie geldmarktorientierte Devisentransaktionen

Author: Gleske, Leonhard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1982
DOI: 10.3790/ccm.15.2.259
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292927/1/ccm.15.2.259.pdf
Gleske, Leonha d
A icle
Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank. In e en ionen
am DM-$-Ma k und im Eu opäschen Wäh ungssys em sowie
geldma k o ien ie e De isen ansak ionen
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Gleske, Leonha d (1982) : Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank.
In e en ionen am DM-$-Ma k und im Eu opäschen Wäh ungssys em sowie geldma k o ien ie e
De isen ansak ionen, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 15, Iss.
2, pp. 259-274,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.15.2.259
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292927
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Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank*
In e en ionen am DM-$-Ma k und im Eu opäschen Wäh ungs-
sys em sowie geldma k o ien ie e De isen ansak ionen
Von Leonha d Gleske**, F ank u a. M.
Au den De isenku s wi ken iele K ä e ein. Von nahezu säm lichen
Maßnahmen de Wi scha s- und Wäh ungspoli ik gehen di ek e und
indi ek e Ein lüsse au die Bewe ung de D-Ma k an den De isen-
mä k en aus. In diesem Sinne könn e man die De isenpoli ik de Bun-
desbank seh wei in e p e ie en. Hie soll jedoch nu au diejenigen
Maßnahmen de Bundesbank eingegangen we den, bei denen die Wi -
kung au den Wechselku s e iden und gewoll is . Hie zu kann zwa
auch die Liquidi ä s- und Zinspoli ik gehö en, ich will mich abe au die
di ek am De isenma k einwi kenden Maßnahmen de Bundesbank
konzen ie en, nämlich au die In e en ionspoli ik, also die unmi el-
ba e Mi wi kung de Bundesbank am De isenhandel du ch Kau und
Ve kau emde Wäh ungen.
Nach Zielse zung und Me hoden un e scheide sich die In e en ions-
poli ik de Bundesbank on ih en an Geldma k zielen o ien ie en De-
isen ansak ionen. Wäh end In e en ionen wechselku so ien ie sind
und de isenpoli ischen Zielen olgen, sind De isenswap- und De isen-
pensionsgeschä e ausschließlich geldma k o ien ie , d. h. on ihnen ge-
hen, wie auch on ande en liquidi ä swi ksamen Geschä en, Rückwi -
kungen au De isenma k und De isenku se nu insowei aus, als sie
zu Ände ungen in den Zins ela ionen zwischen de D-Ma k und auslän-
dischen Wäh ungen, hie insbesonde e dem Dolla , üh en. Diese T ans-
ak ionen haben sich sei e wa d ei Jah en zu einem wi ksamen Ins u-
men de liquidi ä spoli ischen Feins eue ung en wickel ; ih e Technik
und Wi kungsweise mag dahe on In e esse sein.
* Leich gekü z e Fassung eines am 3. Feb ua 1981 an de Uni e si ä
S u ga -Hohenheim gehal enen Vo ages.
** Mi glied des Di ek o iums de Deu schen Bundesbank.
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260 Leonha d Gleske
I. Die In e en ionspoli ik de Deu schen Bundesbank
1. Rahmenbedingungen des gegenwä igen Wechselku ssys ems
Die De isenpoli ik de Bundesbank olg den G undsä zen, wie sie in
in e na ional e einba en Rich linien und Absp achen übe die Wech-
selku spoli ik es geleg sind. Zudem is die In e en ionspoli ik ein-
gebe e in die jeweilige außenwi scha liche und binnenwi scha liche
Si ua ion unse es Landes. Sie ha insbesonde e auch den geldpoli ischen
Ku s de Bundesbank in das Kalkül einzubeziehen. Zunächs sollen nun
die ins i u ionellen Rahmenbedingungen des he schenden Wechsel-
ku ssys ems ku z skizzie we den.
Das gegenwä ige Wechselku s egime weis einen hohen G ad on
Flexibili ä au . Das gil in e s e Linie im Ve häl nis zum US-Dolla ,
de nach wie o wich igs en Rese e- und T ansak ionswäh ung de
wes lichen Wel . Sei dem die Bundesbank im F ühjah 1973 on de
In e en ionsp lich gegenübe dem US-Dolla en bunden wu de,
loa e die D-Ma k gegenübe diese Wäh ung, daneben abe auch ge-
genübe so wich igen Wäh ungen wie dem b i ischen P und, dem japa-
nischen Yen, dem Schweize F anken, dem kanadischen Dolla wie ge-
genübe eine Reihe ande e Wäh ungen. Gegenübe diesen Wäh un-
gen bes ehen also keine bes imm en Ku slimi e. Es is in das wäh ungs-
poli ische E messen de Bundesbank ges ell , ob und in welchem Um-
ang sie am Ma k e in e enie , um die De isenku se zu beein lussen.
Sie besch änk sich, wenn man on In e en ionen im Eu opäischen
Wäh ungssys em absieh , au den Dolla als wich igs e In e en ions-
wäh ung in de Wel . Übe die sogenann en C oss-Ra es sind dami
auch die Ku s ela ionen zu allen ande en Wäh ungen bes imm .
Die Au gabe de In e en ionsp lich gegenübe dem Dolla und de
Ube gang zu einem wei gehenden Floa ing wa das Ende des B e on-
Woods-Sys ems. Dieses Sys em g undsä zlich es e , wenn auch anpas-
sungs ähige Wechselku se ha e in de Nachk iegszei zunächs seh
zu iedens ellend unk ionie und wesen lich dazu beige agen, die in-
e na ionale A bei s eilung zu ö de n und die wich igs en Wäh ungen
kon e ibel zu machen. Die zu Beginn de siebzige Jah e zunehmenden
In la ionsdi e enzen zwischen den Indus ielände n ließen dann abe
das B e on-Woods-Sys em angesich s mangelnde Flexibili ä im F üh-
jah 1973 un e e heblichen Kon ulsionen zusammenb echen.
Alle dings olg en dem Fixku ssys em nich lexible Wechselku se
in Reinkul u . Neben dem be ei s e wähn en Floa ing gegenübe dem
US-Dolla und ande en Wäh ungen and sich eine Reihe eu opäische
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Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank 261
Lände zu einem Wechselku s e bund zusammen, in dem die Ku sbe-
wegungen de da an be eilig en Wäh ungen un e einande beg enz
blieben. De nach de Zahl seine Mi gliede s a ken Ve ände ungen
un e wo ene eu opäische Wäh ungs e bund (die sogenann e Schlange)
wu de im F ühjah 1979 on dem Eu opäischen Wäh ungssys em (EWS)
abgelös . Ihm gehö en alle 10 EG-S aa en an; am Wechselku s e bünd
nehmen abe G oßb i annien und G iechenland noch nich eil. Ke n
des Eu opäischen Wäh ungssys ems is diese Wechselku s e bünd, de
nu Schwankungen inne halb eines Bandes on 2 1/4% B ei e zuläß ;
im Falle I aliens is die B ei e des Bandes noch 6 °/o. Um die dami o -
gegebenen Schwankungsma gen einzuhal en, sind die eilnehmenden
Zen albanken e p lich e , an den es geleg en bila e alen In e en-
ionspunk en unbesch änk in Pa ne wäh ungen zu in e enie en.
Zwa sind im EWS Lei ku sände ungen ausd ücklich o gesehen und
be ei s einige Male o genommen wo den, abe dieses neue Sys em,
das de S abilisie ung de Wäh ungsbeziehungen zwischen den EG-
Lände n dienen soll, is im P inzip ein egionales Fes ku ssys em.
Zusammen mi de Flexibili ä und In e en ions eihei gegenübe
dem US-Dolla sowie dem P und S e ling, dem Yen, dem Schweize
F anken und ande en Wäh ungen läß sich das gesam e gegenwä ige
Wechselku ssys em wohl am bes en als „managed loa ing" ode als
Sys em ges eue e Flexibili ä cha ak e isie en.
Die G undsä ze übe die O ien ie ung de De isenku spoli ik inden
sich im IWF-Ube einkommen, das nach dem Zusammenb uch des B e -
on-Woods-Sys ems — de ak ischen En wicklung olgend — en sp e-
chend modi izie wu de. Danach we den den IWF-Mi gliedslände n
be äch liche F eihei en bei de Wahl ih e Wechselku s egelungen zu-
ges anden. Sie können ei loa en, sich abe auch, wie im Eu opäischen
Wechselku ssys em, zu einem egionalen Wechselku s e bund zusam-
menschließen, ode auch die En wicklung ih e Wäh ung an ande e
Wäh ungen ode an einen Ko b on Wäh ungen binden. Gemäß A i-
kel IV des IWF-Übe einkommens e p lich en sich die Mi gliedslände
„zu Zusammena bei mi dem Fonds und ande en Mi gliede n, um ge-
o dne e Wechselku s egelungen zu gewäh leis en und ein s abiles
Wechselku ssys em zu ö de n". Wei e heiß es im gleichen A ikel,
daß „insbesonde e jedes Mi glied e meiden soll, die Wechselku se ode
das in e na ionale Wäh ungssys em zu manipulie en, um eine wi k-
same Zahlungsbilanzanpassung zu e hinde n ode einen un ai en
We bewe bs o eil gegenübe ande en Mi gliede n zu e langen...".
18 K edi und Kapi al 2/1982
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262 Leonha d Gleske
Die Wechselku spoli ik de IWF-Mi gliede un e lieg übe dies eine
s ik en Übe wachung du ch den Fonds. In diesem Zusammenhang ha
de Fonds un e ande em den G undsa z au ges ell , daß „jedes Mi -
glied au dem De isenma k dann in e enie en (soll), wenn dies nö ig
is , um ungeo dne en Ve häl nissen en gegenzuwi ken, die un e ande-
em du ch s ö ende ku z is ige Bewegungen des Außenwe s seine
Wäh ung gekennzeichne sein können". Dies is eine G und egel, die
die üh enden wes lichen Indus ielände be ei s im Rahmen de Ram-
bouille -Absp achen im No embe 1975 e einba ha en.
Von den in e na ionalen Ve p lich ungen wie den ins i u ionellen
Einbindungen he is die Bundesbank in ih e In e en ionspoli ik zwa
in e heblichem Maße, abe nich gänzlich ei, insbesonde e is sie es
nich im Eu opäischen Wäh ungssys em.
2. Bes immungs ak o en ü Wechselku sbewegungen und
Wi kungen on In e en ionen am De isenma k
Zu den wesen lichen ökonomischen Bes immungs ak o en de Wech-
selku sen wicklung gehö nach landläu ige Meinung das In la ions-
ge älle zwischen In- und Ausland; diese Meinung olg also wei gehend
dem Konzep de Kau k a pa i ä en heo ie. Dazu sei d eie lei ange-
me k :
— e s ens wi k sich das In la ionsdi e en ial au den Wechselku s
nu au länge e Sich aus,
— zwei ens kann die Kau k a pa i ä en heo ie kaum e was leis en,
um die Wi kung ex e ne Schocks (wie e wa de zweimaligen öl-
p eisschübe) au die Wechselku se zu e klä en, und
— d i ens kommen in diesem seh ein achen Konzep keine K edi -
beziehungen und dami Kapi albewegungen o .
Un e den heu igen Bedingungen eine inanziell s a k in eg ie en
Wel wi scha mi hoch en wickel en K edi mä k en sind abe in e -
na ionale Kapi albewegungen ü die Wechselku sen wicklung minde-
s ens ebenso ele an — wenn nich zei weise soga noch wich ige —
als die Leis ungss öme. Dami gehen on geldpoli ischen Ku sände-
ungen wich ige Lände übe die Ve schiebung de Zinsdi e en iale
e hebliche Wi kungen au den Wechselku s aus. Be ei s die E wa un-
gen solche Ve ände ungen machen sich häu ig im ak uellen Ku s be-
me kba , wie übe haup E wa ungen bei de Ku sbildung eine wich-
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Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank 263
ige Rolle spielen. Zu den Ein lüssen aus de geldpoli ischen Sphä e
kommen abe iel ach auch solche poli isch-psychologische Na u ; auch
die Einschä zungen de gesam wi scha lichen Lage du ch die De i-
senma k eilnehme sowie de Aussich en eines Landes, mi bes imm-
en ökonomischen P oblemen e ig zu we den, ließen in die Bewe -
ung seine Wäh ung mi ein. Die länge is ige G und endenz de
Wechselku sen wicklung wi d also heu zu age on meh Fak o en als
nu den Kau k a ela ionen bes imm . Diese ande en Fak o en wie
Zinsdi e en iale, Zahlungsbilanzsi ua ion und poli ische G oßwe e -
lage können hinsich lich de Ku sbildung on ebenso undamen alem
Cha ak e sein wie die In la ionsun e schiede.
Übe eine au diese Weise wi ksame G und endenz hinaus sind
auße dem häu ig Übe eibungen de Wechselku sschwankungen zu be-
obach en. Es gehö zu den besonde en E ah ungen mi lexiblen
Wechselku sen, daß Au we ungs- wie Abwe ungs endenzen sich
selbs zu e s ä ken neigen und Wechselku sbewegungen dahe o wei-
e gehen, als dies ü die He s ellung eines außenwi scha lichen
Gleichgewich s e o de lich e schein . Zu den Fak o en, die zu solchen
om lang is igen Gleichgewich sp ad abweichenden Wechselku sbe-
wegungen üh en, gehö en einmal konjunk u elle Phasen e schiebun-
gen zwischen de eigenen Volkswi scha und den wich igs en Handels-
pa ne n und zum ande en „ e ms o ade"-E ek e au den Außenhan-
del, also die bekann e E scheinung, daß wechselku sbeding e Ve schie-
bungen de P eis ela ionen im Außenhandel in ih e Wi kung au die
Handelsbilanz zunächs die Mengen eak ionen bei de Aus uh und
Ein uh übe lage n.
Ein „o e shoo ing" ode „unde shoo ing" de Wechselku se bedeu e
eine Ve s ä kung de Ku s luk ua ionen, die zu I i a ionen de Ma k -
eilnehme , abe auch zu une wünsch en ealen E ek en ü die Volks-
wi scha üh en können. So kann beispielsweise die übe zogene Ab-
we ungs endenz eine Wäh ung e höh en In la ionsimpo zu Folge
haben. Umgekeh wi d du ch eine übe s eige e Au we ung die in e -
na ionale We bewe bs ähigkei beein äch ig .
Solche übe schießenden Bewegungen de Wechselku se e suchen
die Zen albanken mi In e en ionen am De isenma k zumindes ein-
zudämmen. De Wechselku s wi d insowei also nich allein den Ma k -
k ä en übe lassen, also de Angebo s-Nach age-Kons ella ion, die sich
ohne Mi wi kung de Zen albank e gäbe. Vielmeh i die No en-
bank mi einem zusä zlichen De isen-Angebo ode eine zusä zlichen
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264 Leonha d Gleske
De isen-Nach age au den Plan und s eb so einen Ma k ausgleich zu
einem on ih endenziell gewünsch en Ku s an. Dabei sind die E -
olgschancen on Zen albank-In e en ionen ü sich be ach e ga
nich einmal schlech einzus u en, denn häu ig is die No enbank eine
de po en es en Teilnehme am De isenma k . Gil es nämlich, De isen
gegen Landeswäh ung zu kau en, dann gib es insowei keine Ankau s-
g enze ü die No enbank, als sie Gu sch i en in ih e eigenen Emis-
sionswäh ung e eil . Umgekeh is die Zen albank iel ach auch de
g öß e Hal e liquide De isenbes ände in de Volkswi scha und
kann dahe am Ma k ü ein e hebliches De isenangebo so gen.
Alle dings s eh — wie schon angedeu e — de De isensei e imme
ein An- ode Ve kau on Inlandswäh ung gegenübe , d. h. on den
De isen ansak ionen de Zen albank gehen Liquidi ä swi kungen
au das eigene Bankensys em aus. Da die No enbank abe on ih e
Au gabe he in e s e Linie geldpoli ische Ins anz is , müssen die Wi -
kungen de In e en ionen au die Geldpoli ik oll be ücksich ig we -
den. Von dahe e äh die In e en ions ä igkei also eine geldpoli i-
sche Limi ie ung. Zwa lassen sich die on den De isenin e en ionen
ausgehenden Liquidi ä swi kungen du ch en gegenge ich e e ande e
Liquidi ä smaßnahmen — e wa im Be eich de O enma k - ode Min-
des ese epoli ik — neu alisie en. Es ag sich jedoch, ob mi dem
„Zu ückd ehen" de Liquidi ä swi kungen nich auch die Wechselku s-
wi kungen de In e en ionen endenziell wiede e minde we den.
Jeden alls gib es wissenscha liche Un e suchungen, die den De isen-
ma k in e en ionen nu dann daue ha e Wechselku swi kungen zu-
sp echen, wenn die on ihnen ausgehenden Liquidi ä se ek e nich
kompensie we den. So gesehen we den die Wechselku swi kungen
de In e en ionen also le z lich on den geldpoli ischen E ek en ab-
gelei e .
Ich möch e mich in diesem Zusammenhang eines eigenen U eils en -
hal en, denn mi schein die Diskussion übe Wi kungen und Nu zen
on In e en ionen am De isenma k in de Wissenscha noch nich
abgeschlossen zu sein. Die Bundesbank o ien ie ih e In e en ions-
poli ik ohnehin wei gehend an p agma ischen E o de nissen; De isen-
ma k , Geldpoli ik, Binnenkonjunk u und Zahlungsbilanz muß sie da-
bei gleiche maßen im Auge behal en.
Im üb igen wi d das Ve hal en de Ma k eilnehme du ch iel äl ige
K ä e und Übe legungen bes imm , die sich de wissenscha lichen
E assung nich imme e schließen. Au sie angemessen zu eagie en,
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Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank 265
se z nich nu eine genaue Kenn nis des Ma k es und de au ihn
wi kenden K ä e o aus, sonde n auch ein nu du ch langjäh ige E -
ah ungen gewonnenes Ein ühlungs e mögen. In eine bes imm en
Si ua ion mögen be ei s ge inge In e en ionsbe äge genügen, eine
une wünsch e Ku sen wicklung zu b emsen ode ga umzukeh en. In
eine ande en Si ua ion können selbs hohe In e en ionsbe äge das
Gegen eil bewi ken, wenn nämlich die Ma k eilnehme on de S ä ke
eines G und ends übe zeug sind und In e en ionen de No enbank
sich als willkommene Anlaß da s ellen, ohne g oßes Risiko on eine
in die ande e Wäh ung zu wechseln. In eine solchen Si ua ion mag es
dann du chaus angeb ach sein, den Ma k sich selbs zu übe lassen und
da au zu e auen, daß ein wachsendes Wechselku s-Risiko eine
Selbs -Ko ek u auslös , eilich um den P eis e hebliche , den in e -
na ionalen Handel mi hohen Ku ssiche ungskos en belas ende Fluk-
ua ionen.
3. In e en ionen de Bundesbank am De isenma k
Vo eine nähe en Be ach ung de De isenpoli ik de Bundesbank
zunächs einige gene elle Beme kungen zu Technik des De isenhan-
dels. Die Bundesbank handel in de Regel nu mi deu schen K edi -
ins i u en (einschl. de hie ansässigen Niede lassungen ausländische
Banken); gelegen lich we den auch De isenmakle eingeschal e . Die
Bundesbank is o bö slich und nachbö slich im Tele on e keh im
Ma k , d. h. o und nach de um 13.00 Uh an de F ank u e De isen-
bö se beginnenden am lichen Fes se zung de Wechselku se, dem sog.
„Fixing", an dem eben alls ein Ve e e de Bundesbank eilnimm .
Die De isengeschä e we den übliche weise mi zwei ägige Valu ie-
ung abgeschlossen, d. h. bei einem Dolla ankau de Bundesbank ha
das K edi ins i u am zwei en au den Abschluß ag olgenden We k ag
die Dolla zu lie e n gegen gleichzei ige Gu sch i des DM-Gegenwe -
es; nach gegensei ige Absp ache sind abe auch ein ägig ode soga
gleichzei ig alu ie e Geschä e möglich.
— In e en ionen am DM-$-Ma k
In e en ionen we den on de Bundesbank g undsä zlich nu am
DM-$-Ma k und im Rahmen des EWS ge ä ig . Wie be ei s e -
wähn , is die Bundesbank im gegenwä igen Wechselku ssys em ge-
genübe dem Dolla p inzipiell ei, ob sie am Kassama k in e -
enie ode nich ; sie is also nich e p lich e , bes imm e Limi -
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266 Leonha d Gleske
ku se einzuhal en, wie dies ühe de Fall wa . In e en ionen am
DM-$-Ma k sind ielmeh in das E messen de Bundesbank ge-
s ell , und sie g ei insbesonde e dann ein, wenn die Ku s luk ua-
ionen übe mäßig g oß sind, bzw. einen gewissen e a ischen Cha-
ak e anzunehmen scheinen. Die In e en ionen am DM-$-Ma k
sind also in e s e Linie au die Glä ung on Ku sschwankungen
ge ich e .
In eine konk e en Si ua ion is es alle dings schwie ig, nach e a-
ischen und ande en Ku sbewegungen zu un e scheiden, und häu ig
is e s im nachhinein mi einige Siche hei zu e kennen, ob es sich
um übe eibende Bewegungen gehandel ha . We die Dolla ku s-
en wicklung in de le z en Zei e olg ha , wi d es s ellen, daß
die ku z is igen Ausschläge de De isenku se, e glichen mi ü-
he en Jah en, e heblich s ä ke gewo den sind. Diese auße o den -
lich s a ken Ku sausschläge spiegeln eils das ku z is ige Au und
Ab de Dolla zinsen wide , eils abe auch auße ökonomische Ein-
lüsse. Es wä e in de Ta wenig e olg e sp echend, woll e die Bun-
desbank diesen Bewegungen mi massi en In e en ionen en gegen-
wi ken, zumal sich die ame ikanischen Wäh ungsbehö den in le z e
Zei aus dem In e en ionsgeschä s a k zu ückgezogen haben.
Auße am Kassama k in e enie die Bundesbank gelegen lich
auch am Te minma k . So ha sie in den beiden o he gehenden
Jah en in nich une heblichem Um ang ou igh Dolla pe Te min
e kau mi dem Ziel, die D-Ma k zu s ü zen. Ou igh heiß , daß
ande s als bei einem Swapgeschä mi dem Te mingeschä kein
Kassageschä gekoppel is . Te min-In e en ionen we den dann
be o zug , wenn es da um geh , die Rese e- und Liquidi ä swi -
kung eine In e en ion in die Zukun zu e schieben, abe gleich-
wohl eine Wi kung au den Kassaku s zu e zielen. Alle dings i
diese Wi kung au den Kassaku s nu ein, wenn die Pa ne bank
des Te mingeschä es ih Wäh ungs isiko aus dem Te mingeschä
mi de Bundesbank du ch ein gleich g oßes Deckungsgeschä pe
Kasse ausgleich . In alle Regel is dies abe de Fall, da jede Bank
ih Risiko aus o enen De isenposi ionen ge ing zu hal en bes eb
is und in unse em Lande auch en sp echende G undsä ze des Bun-
desau sich sam es ü das K edi wesen beach en muß. Im Falle on
Dolla e min e käu en an ein K edi ins i u heiß dies, daß dieses
K edi ins i u im Gegenzug zu Deckung de o enen De isen e -
minposi ion einen Dolla k edi au nimm und diese Dolla pe
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Die De isenpoli ik de Deu schen Bundesbank 273
Summa y
The Fo eign Exchange Policy o he „Deu sche Bundesbank"
The p esen exchange a e sys em o "managed loa ing" combines
lexibili y is-à- is he U.S. dolla and o he majo cu encies wi h a
egional ixed a e sys em such as he EMS. The longe - e m unde lying
end o exchange a e de elopmen s is nowadays de e mined by mo e
ac o s han jus pu chasing powe ela ionships. These o he ac o s —
such as in e es a e di e en ials, he balance o paymen s si ua ion and he
o e all poli ical clima e — may be o jus as undamen al impo ance o
exchange a e o ma ion as di e ences in in la ion a es. By in e ening
in he o eign exchange ma ke , cen al banks y o con ain exchange a e
mo emen s, which equen ly o e shoo he basic ends de e mined in his
way. The impac o such in e en ion on mone a y policy mus be duly aken
in o accoun .
The Bundesbank in e enes in he DM/$ ma ke and wi hin he EMS.
In e en ions in he DM/$ ma ke a e op ional and p ima ily in ended o
smoo h exchange a e luc ua ions. In he Eu opean Mone a y Sys em, by
con as , unlimi ed in e en ion is obliga o y once he bila e al in e en ion
poin s ha e been eached. In e en ions a e in p inciple in membe cu en-
cies only — speci ically, whe e e he limi a es ha e been eached. In
addi ion o obliga o y in e en ions, "in ama ginal" in e en ions a e
possible; hey may be made be o e he limi a es ha e been eached and a e
subjec o he ag eemen o he pa ne cen al banks.
Besides i s exchange- a e-o ien ed in e en ions in he o eign exchange
ma ke , he Bundesbank has concluded exchange swaps and exchange-based
epu chase ag eemen s on a conside able scale since 1979 in o de o in-
luence he money ma ke and bank liquidi y. They ha e p o ed o be a
pa icula ly lexible ins umen o he sho - e m con ol o he money
ma ke . Judging om pas expe ience, hese money-ma ke -o ien ed ans-
ac ions — which can be e ec ed a sho no ice, in p ecisely de ined amoun s,
and wi h i ually any desi ed ma u i ies — ha e no unwelcome epe -
cussions on he o eign exchange ma ke , o a leas no e ec s o he han
hose associa ed wi h all liquidi y measu es.
Résumé
La poli ique des aux de change de la „Deu sche Bundesbank"
Le sys ème ac uel des cou s du change, le "managed loa ing", allie la
lexibili é pa appo au dolla E.U. e d'au es impo an es monnaies à un
sys ème de cou s ixes appliqué pa ce ains pays comme pa exemple le
SME. De nos jou s, la endance ondamen ale qui ca ac é isé l'é olu ion des
cou s du change es dé e minée, à long e me, pa des ac eu s au es que le
seul appo en e les pou oi s d'acha . Ces au es ac eu s, els que les
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.15.2.259 | Gene a ed on 2023-01-16 12:47:42

274 Leonha d Gleske
di é en iels d'in é ê s, les ésul a s de la balance des paiemen s e l'en i on-
nemen poli ique in e na ional, peu en ê e d'une impo ance ou aussi
g ande pou les aux de change que les di é ences en e les aux d'in la ion.
Les banques cen ales s'e o cen de comp ime les mou emen s des cou s
du change allan bien sou en au delà des endances ondamen ales ainsi
dé e minées en in e enan su le ma ché des changes. Ce aisan , elles
doi en p end e en considé a ion ou es les épe cussions que de elles
mesu es pou aien a oi su la poli ique moné ai e.
La Bundesbank in e ien su le ma ché du DM-$ e dans le cad e du
SME. Les in e en ions su le ma ché du DM-$ son acul a i es e e -
ec uées, en p emie lieu, pou éc ê e les luc ua ions des cou s. Les
acco ds conclus au sein du Sys ème Moné ai e Eu opéen s ipulen pa
con e que lo sque les poin s d'in e en ion bila é aux son a ein s, les
banques cen ales son soumises à l'obliga ion illimi ée d'in e eni . Les
in e en ions ne son éalisées que dans les monnaies des pays memb es e
plus exac emen dans les pays où les cou s limi es son a ein s. En plus des
in e en ions obliga oi es, il es égalemen possible de p océde à des in e -
en ions di es in ama ginales; elles peu en ê e e ec uées a an que les
cou s limi es ne soien a ein s e son soumises à l'acco d des banques
cen ales des pays pa enai es.
Ou e les in e en ions auxquelles elle p ocède su le ma ché des changes
e qui son dé e minées pa l'é olu ion des cou s du change, la Bundesbank
éalise depuis 1979, dans une la ge mesu e, des opé a ions swap en de ises
e de p ise en pension en de ises a in d'exe ce une in luence su le ma ché
moné ai e e la liquidi é des banques. Ces mesu es se son a é ées ê e un
ins umen pa iculiè emen souple pe me an d'e ec ue en peu de emps
la égula ion du ma ché moné ai e. Ces ansac ions des inées à é abli
l'équilib e su le ma ché moné ai e, qui peu en ê e mises en ain apide-
men e don le mon an peu ê e dé e miné de açon p écise e la du ée
peu ê e ixée pou ainsi di e à une limi e quelconque, n'on pas, selon l'ex-
pé ience acquise jusqu'à p ésen , de épe cussions âcheuses su le ma ché
des changes; elles n'exe cen en ou cas pas d'e e s comme ceux qui son
p o oqués pa n'impo e quelle mesu e agissan su le olume des liquidi és.
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