Münke, S ephanie
A icle
Mi bes immung Rückblick au Vo läu e eine ak uellen
Diskussion
Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Münke, S ephanie (1969) : Mi bes immung Rückblick au Vo läu e eine
ak uellen Diskussion, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN
0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 89, Iss. 1, pp. 65-71,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.65
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Be ich e
Mi bes immung
Rückblick au Vo läu e eine ak uellen Diskussion*
Die Mi bes immung is in de Gegenwa wiede s ä ke in den Vo -
de g und de sozialpoli ischen Diskussion ge ück , nachdem man bei
diesem Thema eine A empause eingeleg ha e und sich beispielsweise
— o allem nach dem E scheinen des Sozialenque ebe ich es — in
e s e Linie mi F agen de sozialen Siche hei wie mi den sozialpoli-
ischen Aspek en des sozio-ökonomischen S uk u wandels be aß e.
Je z e heben sich die aus de ühe en Deba e um die Mi bes im-
mung bekann en sowie neue S immen zu diese F age. Das is eine
Gelegenhei , die Au me ksamkei au zwei g undlegende We ke on
gewe kscha liche Sei e zu lenken, die sachliche Gesich spunk e zu
diese Diskussion beizu agen e mögen; dies um so meh als auch in
k i ische Be ach ung eben alls die Mängel nich e schwiegen we den,
was wiede um genauso im In e esse de Gewe kscha en als den Fo -
de nden lieg , um Fehle de Ve gangenhei e meiden zu können.
De Band on Kunze-Ch is mann zeig , daß ein aus Wissenscha -
le n alle Rich ungen zusammengese z es Be a ungsg emium die Basis
ü eine we olle A bei übe ein Thema sein kann, das in de jün-
ge en Ve gangenhei wie in de neues en Gegenwa zu schä s en
Kon o e sen üh , gib es doch auch ge ade heu e kaum ein P oblem,
das so s a k on Vo u eilen au beiden Sei en belas e is .
In de Einlei ung mach de He ausgebe O o Kunze da au au -
me ksam, daß zumindes sei dem Hil sdiens gese z on 1916 imme
wiede mi neue He igkei die Diskussion übe die Mi bes immung
de A bei nehme au ge lacke is . De A bei nehme des 20. Jah hun-
de s konn e sich mi de ihm sei de Indus ialisie ung zugedach en
S ellung in Be ieb und Un e nehmen nich zu ieden geben, und e
ha sich auch nich mi de ihm zu Beginn des Jah hunde s in e -
* O o
Kunze
(H sg.), bea bei e on Al ed
Ch is mann
u. Ge ba d
Leminsky:
Wi scha liche Mi bes immung im Meinungss ei . 2 Bde. Köln 1964. Bund-Ve lag.
404 u. 663 S.
E ich
Po ho
, O o
Blume,
Helmu
Du e nell:
Zwischenbilanz de Mi bes im-
mung. Tübingen 1962. J. C. B. Moh (Paul Siebeck). 371 S.
5 Schmollen Jah buch 88,1
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66 Be ich e
schiedene Fo m zuges andenen Mi wi kung in sozialen F agen zu ie-
den geben können, sonde n die Wandlung des Un e nehmenseigen ums
wa de zwangsläu ige Ans oß zu Fo de ung nach Mi bes immung auch
in wi scha lichen F agen, mi denen dieses Buch sich un e den e -
schiedenen Aspek en auseinande se z .
Das We k e olg das Ziel, zunächs einen Übe blick übe die Dis-
kussion zu wi scha lichen Mi bes immung und dami „einen wissen-
scha lich gesiche en Zugang zu den einzelnen ,G ünden und Gesich s-
punk en4 — A gumen en und S ellungnahmen — und ih e sys ema-
ischen Wü digung" (I, 19) zu geben. Die Lawine on Denksch i en,
S ellungnahmen, Ve ö en lichungen is sei Beginn de ün zige
Jah e so angeschwollen, daß selbs de Fachmann sich kaum noch zu-
ech inde ; iele Bei äge sind inzwischen auch kaum zugänglich. Um
so g öße is das Ve diens on Ve asse und He ausgebe , nich nu
eine Da s ellung des P oblems, sonde n in dem zwei en um ang eichen
Band eine on Leminsky e a bei e e olls ändige Dokumen a ion de
S ellungnahmen sei 1945 an die Hand zu geben. Dami gewinn die
A bei in eine Zei , da die meis en Publika ionen in Kü ze ih e Ak-
uali ä e lo en zu haben p legen, einen übe zei lichen We ; dies
um so meh , als diejenigen S ellen, O ganisa ionen und Ve asse , de en
Aussagen hie analysie we den, nich un e gewe kscha lichem (wie
man es angesich s de T äge de A bei annehmen könn e), sonde n
lediglich un e wissenscha lichem Aspek zu Analyse ausgewähl wo -
den sind.
Die Abg enzung des Beg i s de Mi bes immung, die angesich s de
häu ig di usen Vo s ellungen wich ig is , e olg in Anlehnung an das
Be iebs e assungs-Gese z, das Mi bes immungsgese z und die Hol-
dingno elle, als die Mi bes immung in O ganen des Un e nehmens,
nich jedoch au de Ebene des Be iebes, wobei das Un e nehmen
„als eine selbs ändige wi scha liche Leis ungseinhei " e s anden
wi d (I, 22). Als wei e e Beg enzung des Un e suchungsgegens andes
is die Fes s ellung au die „Mi bes immung au g und gese zliche Vo -
sch i en" zu e wähnen. Dadu ch en allen manche, meh ode wenige
gelungene Ansä ze eine du ch Un e nehme eiwillig einge äum en
Mi bes immung. Ande e sei s ha die Un e suchung dadu ch inso e n
eine Auswei ung e ah en, als sie auch au die Rolle des S aa es im
Ve häl nis zum Un e nehmen eingehen muß (I, 28).
De Ve asse ha es sich bei de Zusammens ellung und Wiede -
gabe de Aussagen nich so ein ach gemach , diese lediglich in „zu-
s immende ode ablehnende S ellungnahmen" au zu eilen, sonde n die
Aussagen sind „nach de Ve wand scha de g undlegenden We o -
s ellungen ih e Ve asse ", d. h. in „Ve wand scha sg uppen", und
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Be ich e 67
hie auch nich ein ach nach Pa eien und Ve bänden, sonde n nach
den jeweiligen geis igen Posi ionen de Au o en gegliede . Als solche
au de jeweiligen geis igen Posi ion be uhende „Meinungsg uppen66
sind hie ge echne : de Neolibe alismus, die Ka holische Sozialleh e,
die E angelische Soziale hik, de eihei liche Sozialismus und de Neo-
ma xismus. Es wi d mi Rech da au hingewiesen, daß die Zuo dnung
de einzelnen Au o en zu diesen auch in sich he e ogenen G uppen
schwie ig is und de einzelne sich nich imme mi den gesam en We -
o s ellungen iden i izie und zudem mi seine Aussage übe die Mi -
bes immung nich imme zugleich seine eigenen We o s ellungen da -
leg . Au diese Schwie igkei wi d o so glich hingewiesen, und diese
Schwie igkei en en s ehen zusä zlich dadu ch, daß einzelne Wissen-
scha le im Lau e de Zei auch noch ih e Ansich en geände haben,
so daß sich inne halb de einzelnen G uppen kein einhei liches Bild
e geben kann.
Ch is mann
ich e sich mi de Gliede ung des on ihm e aß en
Haup eiles des e s en Bandes in de Da s ellung de wi scha lichen
Mi bes immung eben alls nach diese Ein eilung in die einzelnen Posi-
ionsg uppen. Dem Ve s ändnis de im wei e en Ve lau da geleg en
S ellungnahmen is es dienlich, daß Ch is mann ü jede de ün gei-
s igen Rich ungen de en Cha ak e is ik, e bunden mi einem Ube -
blick übe ih e his o ische En wicklung, o anges ell ha . Da aus geh
dann beim Neolibe alismus zwangsläu ig he o , daß e als Au gabe
des Gese zgebe s lediglich ansieh , die We bewe bs- und Ve keh s-
wi scha zu siche n, daß e deshalb übe haup nich in die inne e
O dnung des Un e nehmens eing ei en da (I, 57), ebenso wie es nach
de Ka holischen Sozialleh e dem Gese zgebe nich ges a e we den
da , au die inne e O dnung des Un e nehmens Ein luß zu nehmen
(I, 128). Die E angelische Soziale hik bie e in sich un e schiedlichen
Eins ellungen Raum; g undsä zlich soll de Ch is „du ch die si lichen
Gebo e des Gewissens" gebunden sein, was abe die No wendigkei ge-
se zliche Regelungen in bes imm en Si ua ionen nich ausschließ
(nich alle Un e nehmenslei e sind so gu e „Ch is en"!), und deshalb
ha die e angelische Ki che sich schon 1950 au dem Essene Ki chen-
ag ü eine ech liche O dnung de Mi bes immung ausgesp ochen, wo-
bei man alle dings eine „ eien Ve einba ung" den Vo zug gib
(I, 218).
En sp echend is aus de Sich des eihei lichen Sozialismus de
S aa „g undsä zlich legi imie ", ges al end in die Ve assung de Un-
e nehmen einzug ei en, zei weilig is e nach diese Eins ellung soga
dazu e p lich e (I, 273). Dies s eh nach Ansich des eihei lichen
Sozialismus auch nich im Wide sp uch zum on ihm bejah en Au ono-
miep inzip und Selbs e wal ungsp inzip, denn diese P inzipien kön-
5*
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nen e s in eine au diese Weise sozialbeding en und sozialgebunde-
nen Au onomie abgesiche we den; auch ha de Gese zgebe nu ein-
gesch änk au das Un e nehmen einzuwi ken, dami die „un e zich -
ba e G undlage eihei liche Gesellscha sges al ung nich ange as e
wi d".
Die F age nach de gese zlichen Regelung de wi scha lichen Mi -
bes immung wi d dagegen im Neoma xismus ga nich e s ges ell .
Hie e häl die Mi bes immung (so u. a. nach de Ansich on Vik o
Aga z)
nu den Rang eines s a egischen Hil sins umen s im Klas-
senkamp , um „die anges eb e Alleinbes immung de A bei e scha
o zube ei en"; eine „objek i e O dnungs unk ion" des S aa es ü die
Gesellscha wi d g undsä zlich e nein (I, 354/355). Als Ziel des
Kamp es gil dem Neoma xismus bis heu e die Übe windung des Kapi-
alismus; da dieses Ziel nich so schnell zu e eichen is , wi d den Ge-
we kscha en ü die Übe gangszei die Funk ion beigemessen, die
In e essen de A bei e scha in den Mi bes immungso ganen zu ep ä-
sen ie en. Alle dings ha sich das de zei gel ende Mi bes immungs-
ech nach Ansich des Neoma xismus nega i au diese Funk ion de
Gewe kscha ausgewi k , denn die ih hie bei zuge allene „kapi alis i-
sche Ve an wo ung" ha sie o „blind" ü die Ziele de A bei e -
bewegung gemach (so u. a. Theo
Pi ke
), ja es ha ( o allem in Folge
de ma e iellen Ve gü ung) nich nu eine „Bewuß seinsspal ung",
sonde n auch eine „Ko umpie ung" de Gewe kscha s unk ionä e
s a ge unden.
So spann sich de Bogen allein dieses einen Punk es aus den S el-
lungnahmen zu wi scha lichen Mi bes immung on de Ablehnung
s aa liche Eing i e in das Un e nehmen bei den Neolibe alen bis zu
ollkommenen Negie ung des S aa es bei den Neoma xis en, dazwi-
schen liegen die in Nuancen di e enzie enden S andpunk e de d ei
ande en „Posi ionsg uppen".
Es is in diesem Zusammenhang nich möglich, in gleiche Weise au
alle Aspek e einzugehen, de ku ze Hinweis soll lediglich einen Ein-
d uck on de G ündlichkei geben, mi de hie o gegangen wu de.
Nach de gleichen Gliede ung is de um ang eiche Dokumen a ions-
band au gebau ; einlei end wu de au die Schwie igkei en de Zuo d-
nung de einzelnen Au o en zu den e schiedenen Posi ionsg uppen
hingewiesen, zumal diese selbs ih e Eins ellung in de einen ode an-
de en Rich ung geände haben. Z.B. wü de man Ral
Dah endo
heu e bei den Libe alen und nich bei den eihei lichen Sozialis en
suchen, wäh end O o
S amme
wohl au de Schwelle on eihei -
lichem Sozialismus und Neoma xismus, mi eine s ä ke en Tendenz
zum Ma xismus, einzuo dnen wä e. Diese nu in Einzel ällen kla e
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zu beobach enden Posi ionswechsel sind nich
Leminsky
als dem Be-
a bei e de Dokumen a ion anzulas en, denn e konn e sich nu an
den bis zu He ausgabe des We kes e ö en lich en S ellungnahmen
o ien ie en.
Zusammen assend is zu sagen, daß hie eine g oße A bei on übe -
zei lichem We geleis e wu de, ü die alle am P oblem In e essie -
en denen, die da an mi gea bei e haben, zu Dank e p lich e sind.
Eine we olle E gänzung zu diese heo e ischen A bei s ell de
on E ich
Po ho
/, O o
Blume
und Helmu
Du e nell
he ausgegebene
Band übe die „Zwischenbilanz de Mi bes immung" inso e n da , als
hie auch die E gebnisse eine empi ischen Un e suchung eines zwa
ande s abgeg enz en Pe sonenk eises und P oblems gegeben we den,
diese da ü abe e was übe die Auswi kungen de Mi bes immung in
de P axis des Un e nehmens au zeigen. Auch im Hinblick au die in
de Gegenwa ge üh e Diskussion um eine E wei e ung de quali i-
zie en Mi bes immung (denn nu au diese beziehen sich die empi i-
schen Un e suchungen
Blumes)
bzw. den Plänen zu „Un e nehmens-
e assung" kann diese Band E kenn nisse und auch k i ische An e-
gungen geben.
Die S udie bezeichne sich selbs als eine „Zwischenbilanz" des „so-
zialen P ozesses" de Mi bes immung, weil die Zei sei ih e Du ch-
üh ung ü ein abschließendes U eil zu ku z wa . Dies wi d e s änd-
lich, wenn man bedenk , wie al diese Fo de ung de A bei nehme is ;
das klang in dem We k on
Kunze-Ch is mann
be ei s an und wi d
auch in diesem Band in dem on E ich
Po ho
e aß en geschich li-
chen Übe blick, z. B. in den Fo de ungen nach A bei e ausschüssen o
gu 100 Jah en (S. 4), he o gehoben.
In diesem Band wi d die Mi bes immung alle dings wei e gehend e -
s anden, d.h. nich nu als wi scha liche Mi bes immung wie bei
Kunze-Ch is mann,
sonde n auch die „be iebliche allgemein als Ein-
lußnahme au be iebliche En scheidungen im sozialen, pe sonellen
und wi scha lichen Be eich" einbezogen, zumal die be iebliche Mi -
bes immung Teil de allgemeinen En wicklung de Mi bes immung is ,
„die in um assende Weise so in e p e ie we den kann, daß da un e
eine Wi scha s e assung e s anden wi d, in de die A bei nehme
nich nu als S aa sbü ge übe Pa lamen , Regie ung und Ve wal ung,
sonde n unmi elba in de Wi scha selbs einen bes immenden Ein-
luß au den Gang des Wi scha ens ausüben" (S. 1).
Nach dem ins uk i en Ein üh ungskapi el on E ich
Po ho
/, das
mi seine Da s ellung de geschich lichen En wicklung in die P oble-
ma ik wie in den sei Jah zehn en um diese F age on den A bei neh-
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me n ge üh en Kamp auch ü nich s ändig mi dem P oblem Kon-
on ie e die no wendigen In o ma ionen zum Ve s ändnis des olgen-
denTeiles gib , be ich e O o Blume übe eine om Ins i u ü Selbs -
hil e und Sozial o schung e. V., Köln, du chge üh e empi ische Un e -
suchung. Auch aus diesen Aus üh ungen wi d e sich lich, daß es sich
nu um eine „Zwischenbilanz" handel . Wäh end Kunze-Ch is mann
und Leminsky zu dem enge en Be eich de wi scha lichen Mi bes im-
mung S ellungnahmen alle Rich ungen behandeln und auch in die
Dokumen a ion au genommen haben, besch änk sich die Kölne S u-
die nich nu au die Mi bes immung im Mon an-Be eich (S. 55), son-
de n läß hie auch Ve e e de A bei nehme sei e zu Wo e kom-
men, d. h. nu die Au sich s a smi gliede , die Ve e e de A bei neh-
me sei e sind, sowie die „sog. neu alen Männe ". Unbe ücksich ig
blieben die Vo s andsmi gliede auße den A bei sdi ek o en sowie
die Belegscha en, und nu die Be iebs a s o si zenden bzw. ih e S ell-
e e e sind noch angesp ochen wo den. We die A bei en des Kölne
Ins i u s kenn , wi d de Objek i i ä de E gebnisse auch hinsich lich
de hie au gezeig en Beziehungen inne halb des Vo s andes e -
auen, zu Absiche ung gegenübe wenige Wohlwollenden wä e die
Ausdehnung beispielsweise au die Vo s andsmi gliede und im Au -
sich s a auch au die Ve e e de An eilseigne zweckmäßig gewesen.
Nach dem, was nach Kunze-Ch is mann on de neoma xis ischen
Sei e gegen die de zei igen A bei nehme e e e hinsich lich eine
„Bewuß seinsspal ung" ode ga „Ko umpie ung" dieses Pe sonen-
k eises eingewende wi d, is es in e essan , je z in de empi ischen
Un e suchung die Ansich e e en zu sehen, daß beispielsweise die
ma e ielle Gleichs ellung des A bei sdi ek o s mi den ande en Vo -
s andsmi gliede n nu in Ausnahme ällen und nu in de e s en Zei
dann k i isie wu de, wenn de A bei sdi ek o ein „Ve sage " wa .
Im allgemeinen sp echen sich die Be iebs a smi gliede da ü aus, den
A bei sdi ek o „in jede Beziehung" den ande en Vo s andsmi glie-
de n gleichzus ellen, „denn wenn ein Un e schied bes eh , muß de A -
bei sdi ek o sich zwangsläu ig benach eilig ühlen" (S. 172). Ta säch-
lich ha sich hie e geben, daß einige A bei sdi ek o en nich genau die
gleichen Bezüge wie ande e Vo s andsmi gliede e hal en (S. 153).
Ähnlich posi i sind die Aussagen übe die A bei nehme e e e
in den ande en O ganen de Un e nehmen.
In de Zusammen assung de E gebnisse s ell de Au o es , daß
es bei den Gesp ächspa ne n (die F agebogenak ion wu de du ch
quali a i e In e iews e gänz ) „keine uni o men Meinungen gab", und
zwa auch do nich , wo die Be e enden in den gleichen Mi bes im-
mungso ganen ä ig wa en. Ebensowenig wa en die Ansich en de so-
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Be ich e 71
zialdemok a ischen wie de mi de CDU sympa hisie enden Be ag en
inne halb diese G uppen kon o m.
Insgesam s ell Blume es , daß „ o z alle K i ik ode ge ade we-
gen de eh lichen Be ei scha zu K i ik" die bishe igen Wi kungen
de Mi bes immung als ü die Belegscha en o eilha gewe e und
gelegen liche Mängel als behebba angesehen we den. K i ische is die
Fes s ellung, daß nich alle A bei nehme e e e im Au sich s a
übe die no wendigen Kenn nisse hinsich lich de hie behandel en
P obleme e ügen; selbs wenn o den Si zungen „In o ma ions-
gesp äche" ü die A bei nehme e e e du chge üh we den, ha es
den Anschein, daß diese ehe zum Zwecke einhei liche Willensbildung
e olgen, denn unzu eichende Kenn nisse lassen sich wohl kaum in
eine solchen Be a ung ausgleichen (S. 264). Als o wiegend nega i
wi d die Beu eilung des „el en Mannes" du ch die A bei sdi ek o en
hinges ell , de selbs dann, wenn e on de A bei nehme sei e o ge-
schlagen sei, in En scheidungen doch — nach Ansich de Gewe k-
scha en — „in e ns en Si ua ionen au Sei en de An eilseigne
s ehe"; deshalb wi d die Fo de ung nach seine Abscha ung ges ell .
Die A bei nehme e e e im Au sich s a dagegen beu eil en ihn
posi i e und hoben seine Funk ion als Ka alysa o he o . Hinsich -
lich de En sendung on A bei nehme e e e n in die Au sich s ä e
e gaben sich nach diese Un e suchung gelegen lich Ri ali ä en aus
Be iebsegoismus, wäh end Pa ei- und Gewe kscha szugehö igkei
nu ausnahmsweise zu Auseinande se zungen ge üh haben.
In e essan sind die E wa ungen an die Quali ika ion des A bei s-
di ek o s: Kau männische Kenn nisse, eine gu e Allgemeinbildung und
E ah ungen au sozial- und pe sonalpoli ischem Gebie we den on
den e schiedenen be ag en G uppen jeweils an e s e S elle ge-
nann . Von A bei sdi ek o en wie on Be iebs a smi gliede n wi d
o allem ein gu e Kon ak zu den A bei e n e wa e , die auße -
be ieblichen Au sich s a smi gliede sollen in e s e Linie gu e Ge-
we kscha le sein und aus de A bei e bewegung s ammen.
Als Schluß olge ung e gib sich, daß die Gesp ächspa ne bei all
ih en Äuße ungen iel wenige die Ins i u ion „Mi bes immung" ge-
sehen haben, sonde n bes eb wa en, au die Pe sonen einzugehen,
die in den O ganen ä ig sind (S. 277). Es wi d auch in de Zukun
Au gabe de Gewe kscha en sein, en sp echend quali izie e Pe sön-
lichkei en auszubilden ode zu gewinnen, wenn die Mi bes immung
die on ihnen anges eb en Zwecke e üllen soll. Fü die Gewe k-
scha en selbs is die in diese Un e suchung gelegen lich es ges ell e
K i ik am we olls en.
S ephanie Münke, Be lin
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