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[ge] (orig)

Wege der Arbeitsmigration für Geflüchtete: Die Interessen der Erstaufnahmeländer im Fokus

Author: Korte, Kristina
Publisher: Berlin: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Year: 2025
DOI: 10.18449/2025A04
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/315508/1/1914892348.pdf
Ko e, K is ina
Resea ch Repo
Wege de A bei smig a ion ü Ge lüch e e: Die In e essen
de E s au nahmelände im Fokus
SWP-Ak uell, No. 4/2025
P o ided in Coope a ion wi h:
S i ung Wissenscha und Poli ik (SWP), Ge man Ins i u e o In e na ional and Secu i y A ai s,
Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ko e, K is ina (2025) : Wege de A bei smig a ion ü Ge lüch e e: Die In e essen
de E s au nahmelände im Fokus, SWP-Ak uell, No. 4/2025, S i ung Wissenscha und Poli ik
(SWP), Be lin,
h ps://doi.o g/10.18449/2025A04
This Ve sion is a ailable a :
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NR.
4
JANUAR 2025
Einlei ung
Wege de A bei smig a ion ü
Ge lüch e e
Die In e essen de E s au nahmelände im Fokus
K is ina Ko e
Neben dem bes ehenden Asylsys em sind komplemen ä e Zugangswege eine wei e e
Op ion, um Ge lüch e e au zunehmen. P og amme de A bei smig a ion e möglichen
es quali izie en Pe sonen, die in einem Nachba land Schu z gesuch haben, au siche-
en und egulä en Wegen in au nahmebe ei e D i s aa en wei e zu eisen. Ein Ziel-
land wie Deu schland kann au diese Weise wich ige A bei sk ä e gewinnen. O
wi d da on ausgegangen, dass solche P og amme auch im Sinne de E s au nahme-
lände sind. Ans a dies o auszuse zen, soll en die In e essen diese Lände genaue
be ach e und s ä ke be ücksich ig we den. Dabei wä e siche zus ellen, dass keine
Konku enz zwischen Ge lüch e en und S aa sbü ge :innen de E s au nahmelände
en s eh . Deshalb soll en Angebo e ü Wei e bildung und Aus eise möglichs imme
an beide G uppen ge ich e sein. Sinn oll is zudem, alle ele an en Ak eu e in den
E s au nahmelände n on An ang an in die Ges al ung de P og amme einzubeziehen
und diese in einen g öße en Rahmen on Mig a ionskoope a ion einzube en, um
Syne giee ek e nu zen zu können.
Die ak uellen Deba en übe Mig a ions-
poli ik d ehen sich o um das Ziel, Mig a-
ion siche , geo dne und egulä zu ges al-
en. Im Be eich Fluch mig a ion zeig sich
alle dings das sogenann e Asylpa adox:
Menschen, die liehen, müssen G enzen in
de Regel i egulä übe que en, um zum
Beispiel nach Eu opa zu gelangen und do
ih Rech au Schu z ein o de n zu können.
Das is ü die Ge lüch e en mi o lebens-
ge äh lichen Reisen und hohen Kos en e -
bunden und u in den Ziellände n K i ik
an ungeo dne e ode unkon ollie e Zu-
wande ung he o . Jensei s dieses e i o ia-
len Zugangs zu Schu z – de beinhal e ,
dass eine Pe son im Land ode an seine
G enze angelang sein muss, um Asyl
bean agen zu können – gib es jedoch
ande e ech liche Op ionen, die eine egu-
lä e Ein eise e möglichen. Zum einen sind
dies Rese lemen -P og amme: Pe sonen,
die be ei s in ein ande es Land wie e wa
den Libanon ge lüch e sind und do einen
ane kann en Schu zs a us haben, können
übe diese P og amme in einen D i s aa
wie beispielsweise Deu schland ein eisen,
um do Schu z zu e hal en. Zum ande en
exis ie en meh e e wei e e Op ionen, die
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Janua 2025
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un e dem Beg i komplemen ä e Zugangs-
wege zusammenge ass we den. Regulä
ein eisen können Ge lüch e e e wa du ch
Bundes- ode Landesau nahmep og amme,
humani ä e Visa, Bildungsp og amme ode
mi A bei s e ägen. De le z genann e
Weg de A bei smig a ion wi d zu zei on
ielen Ak eu en de Mig a ionspoli ik
und - o schung als iel e sp echende Idee
disku ie und mi de Ho nung e bunden,
dass e ü alle be eilig en Ak eu e ein
Gewinn is .
A bei smig a ion ü Ge lüch e e
– ein win-win-win?
A bei smig a ion ü Ge lüch e e bedeu e ,
dass Pe sonen, die aus ih em Heima land
in ein Nachba land ge lohen sind, on do
in einen D i s aa au genommen we den.
Dies ähnel dem P inzip des Rese lemen ,
mi dem Un e schied, dass die Pe sonen
nich mi einem Schu zs a us wei e eisen,
sonde n mi einem A bei s e ag. Ande s
als Ge lüch e e im Asyl e ah en haben die
ein eisenden Pe sonen dabei das Rech , un-
mi elba nach de Ein eise eine A bei au -
zunehmen. In eine Zei , da de A bei s-
ma k in Deu schland imme meh au Zu-
wande ung angewiesen is , kann dies die
Möglichkei en de A bei smig a ion e wei-
e n und dami eine wei e e Op ion da -
s ellen, den Fachk ä ebeda in Mangel-
be u en zu decken. In diesem Sinne e gib
sich ein doppel e Vo eil: Ge lüch e en
bleiben ge äh liche und eu e i egulä e
Mig a ionswege e spa , und das Au nahme-
land kann die Ge lüch e en di ek nach
ih e Ankun in den A bei sma k in eg ie-
en, sodass sie nich au s aa liche Un e -
s ü zung angewiesen sind. Sie können ih e
Fähigkei en nu zen und ih e Handlungs-
mach bewah en, was ihnen selbs ebenso
zugu ekomm wie dem Au nahmeland.
Das gil indes nu ü Ge lüch e e mi en -
sp echenden Quali ika ionen, also ge ade
nich ü die ulne abels en. Zudem is bei
be is e en Au en hal s i eln zu klä en,
welchen (Schu z-)S a us die Be e enden
haben, soll en sie ih en A bei spla z
e lie en.
Neben A bei gebe n und Wi scha s-
sys emen in den Ziellände n sowie den
Ge lüch e en selbs könn en auch die E s -
au nahmelände p o i ie en. Die meis en
Fluch bewegungen sind egional, 69 P o-
zen de Flüch linge wel wei wu den on
einem Nachba land au genommen. Viele
jene Lände , welche die meis en Flüch -
linge behe be gen, kämp en jedoch selbs
mi eine schwie igen wi scha lichen
(und eils poli ischen) Lage. Beispiele hie -
ü sind Uganda, de Libanon ode Jo da-
nien. Vo diesem Hin e g und lau e ein
zen ales Ziel des Globalen Flüch lings-
pak s, die Ve an wo ung bei Au nahme
und Ve so gung on Flüch lingen ge ech
inne halb de S aa engemeinscha au -
zu eilen. De D uck au die E s au nahme-
lände soll geminde , de Zugang zu D i -
s aa enlösungen e besse we den. So lieg
es nahe, dass E s au nahmes aa en on P o-
g ammen de A bei smig a ion ü Ge lüch-
e e p o i ie en können, da au diesem Weg
die Sozialsys eme im Land en las e we den.
Dass komplemen ä e Zugangswege in
diesem Sinne posi i ü die E s au nahme-
lände wi ken können, be on auch de
Hohe Flüch lingskommissa de Ve ein en
Na ionen (UNHCR). Es könn e also ein d ei-
ache Gewinn en s ehen.
S and de Umse zung
Bislang gib es meh e e Pilo p og amme,
die Flüch lingen Wege de A bei smig a ion
in meh e e eu opäische Lände sowie nach
Kanada und Aus alien e ö nen. Das kana-
dische P og amm soll als bishe einziges
nach de Tes phase nun e s e ig we den.
In Eu opa wu den mi dem P og amm Dis-
placed Talen o Eu ope (DT4E) Ge lüch e e
aus Jo danien und dem Libanon nach Bel-
gien, G oßb i annien, I land und Po ugal
e mi el . Nachdem die e s e Phase Ende
2024 ausgelau en is , wi d das Folgep ojek
mi den Au nahmelände n Belgien, F ank-
eich und Slowakei du ch- bzw. o ge üh .
I alien und G oßb i annien haben mi le -
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weile eigene P og amme. Alle P og amme
un e scheiden sich da in, welche ech -
lichen Op ionen genu z ode gescha en
we den, welchen S a us die ein eisenden
Pe sonen haben und welche Ak eu e in ol-
ie sind. So bekommen A bei sk ä e zum
Beispiel in Kanada und Aus alien so o
einen unbe is e en Au en hal ss a us, wäh-
end sie in Eu opa zunächs be is e e Au -
en hal s i el e hal en. In de Regel spielen
Nich egie ungso ganisa ionen eine wich-
ige Ve mi le olle. P ominen es e Ak eu
de zei is die O ganisa ion Talen Beyond
Bounda ies. Mi Hil e eine Da enbank (des
sogenann en Talen ka alogs) b ing sie
A bei sangebo e und A bei ssuchende zu-
sammen und un e s ü z Ge lüch e e bei
Bewe bungen und sons igen o ganisa o i-
schen Sch i en. In Kanada gib es zudem
die O ganisa ion Talen Li , die nach dem
gleichen P inzip eine Pla o m zu Ve mi -
lung be eib . E ablie e Ak eu e wie de
UNHCR ode die In e na ionale O ganisa-
ion ü Mig a ion (IOM) sind eben alls an
de Umse zung de P og amme be eilig .
Die P og amme bewegen sich s e s im
Spannungs eld zwischen Flüch lingsschu z
und A bei smig a ion und können s ä ke
in die eine ode ande e Rich ung endie en.
Da on häng auch ab, welche s aa lichen
Ak eu e (beispielsweise Minis e ien) wie
um assend eingebunden sind.
Die Pilo p og amme sind hil eich, um
e schiedene ech liche Wege auszulo en
sowie die Zusammena bei ele an e Ak-
eu e zu es igen. Doch die a sächliche
Mobili ä on Flüch lingen is zu zei ehe
ge ing. So ha das DT4E-P og amm binnen
d ei Jah en 130 Pe sonen in A bei s e häl -
nisse in Eu opa e mi el . Zu übe legen
wä e also, wie sich solche P og amme e -
s e igen und auswei en lassen. Da ü
müssen nich nu die ech lichen Wege,
sonde n auch die Finanzie ung geklä
we den. Ebenso bedeu sam wä e es, die
A bei gebe einzubinden und on den pe -
sönlichen Ne zwe ken de Ge lüch e en
Geb auch zu machen. Auch wenn Ge lüch-
e e P og amme de A bei smig a ion
nu zen können, s ehen sie o o zusä z-
lichen Hü den, e wa weil ihnen no wendige
Dokumen e ehlen und sie nu schwe
Zugang zu Ins i u ionen und Ressou cen
im Au en hal sland inden.
Wenig beleuch e wu de bishe die Zu-
sammena bei mi den E s au nahmelän-
de n. G undsä zlich können sich Ge lüch e-
e aus jedem Land de Wel in den Talen -
ka alog ein agen und gegebenen alls auch
ohne Koope a ion mi dem Au nahmeland
aus eisen. Da ü b auchen sie abe gül ige
Reisepapie e und mi un e eine Aus eise-
genehmigung ih es Au en hal slandes. So-
bald sie die no wendigen Dokumen e haben,
können sie sich indi iduell (und mi Un e -
s ü zung on O ganisa ionen wie Talen
Beyond Bounda ies) au A bei ss ellen be-
we ben und Ein eisemöglichkei en nu zen.
Soll abe eine g öße e Zahl on Ge lüch e-
en in einem konk e en Land angewo ben
we den, is aus meh e en G ünden eine
Zusammena bei zwischen den be e en-
den S aa en sinn oll. So ließen sich P oble-
me mi Reisedokumen en besse besei igen,
was die Umse zung de P og amme e leich-
e n wü de. Auch kann die Koope a ion mi
s aa lichen Ins i u ionen de E s au nahme-
lände beispielsweise ü T ainings- und
Bildungsp og amme o O on Bedeu ung
sein. Neben diesen p ak isch- ech lichen
F agen dien es gene ell eine gu en Bezie-
hung, Pa ne lände zu be eiligen und P o-
g amme nich ohne Einwilligung de jewei-
ligen Regie ungen du chzu üh en. Dabei
s ell sich die F age, welche In e essen diese
Pa ne lände haben und inwie e n die Ko-
ope a ion ihnen einen Meh we bie e .
Die In e essen de
E s au nahmelände
Zwa mag es plausibel e scheinen, dass
P og amme de A bei smig a ion ü Ge-
lüch e e auch im Sinne de E s au nahme-
lände sind. Gesp äche mi P ak ike :innen
deu en indes da au hin, dass diese Lände
keines alls imme an Koope a ion in e -
essie sind. Ta sächlich gib es ü sie auße
den genann en Vo eilen auch G ünde,
skep isch au solche P og amme zu blicken.
In e s e Linie is das die (wah genommene)
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Konku enz um Mig a ionsop ionen und
Ressou cen.
Ressou cenkonku enz
Lände wie Kenia ode de Libanon nehmen
iele Flüch linge au . Zugleich he sch in
de en Be ölke ungen g oße Nach age nach
Aus eisemöglichkei en. Is die A bei slosig-
kei im Land hoch und sind die Kon ingen e
ü A bei smig a ion besch änk , ge a en
die Regie ungen un e D uck, zunächs ü
die eigenen S aa sbü ge :innen Aus eise-
wege zu e schließen. Ande s als beim klas-
sischen Rese lemen kann bei A bei s-
mig a ion also ein Konku enz e häl nis
en s ehen. Beg enz sind abe nich nu die
Chancen zu Ein eise in die Ziellände . Es
kann sich auch ein We bewe b um ande e
Ressou cen he ausbilden: Gib es beispiels-
weise lange Wa ezei en beim Zugang zu
Sp achku sen ode Wei e bildungsp og am-
men ode auch bei de Bea bei ung on
An ägen in Bo scha en, endie en die
Regie ungen bisweilen ehe dazu, diese Res-
sou cen nich mi eine wei e en G uppe
zu eilen. Manche O ganisa ionen bie en
T ainings abe auch online an. Die Digi ali-
sie ung on Angebo en kann hel en, den
We s ei um beg enz e In as uk u zu
minde n und Maßnahmen unabhängige
on de Zusammena bei mi dem E s -
au nahmeland du chzu üh en. Meh Mög-
lichkei en on Online-Ku sen, auch ü
den Sp ache we b, könn en also ein Weg
sein, diese Angebo e mi wenige Au wand
be ei zus ellen und zu e wei e n. Alle -
dings haben Ku se o O den Vo eil g ö-
ße e Ve bindlichkei . Komplexe e ode
p ak ische Ausbildungen lassen sich zudem
kaum in den digi alen Raum e lage n.
Si ua ion des A bei sma k es
De A bei sma k is ein wich ige Fak o
da ü , wie die Idee de A bei smig a ion ü
Ge lüch e e o O au genommen wi d.
Bes eh hohe (Jugend-)A bei slosigkei wie
e wa in Jo danien, is de D uck zu Emi-
g a ion hoch. In dem Fall kann die Aus eise
on Ge lüch e en den A bei sma k en -
las en, abe nu dann, wenn diese übe -
haup das Rech und die Möglichkei en
haben, im Land zu a bei en. Schwe e wieg
die genann e Konku enz um die beg enz-
en Chancen zu Aus eise, und zwa umso
s ä ke , je meh de A bei sma k un e
D uck s eh . Da o allem hochquali izie e
Ge lüch e e nach Eu opa e mi el we den
sollen, kann sich zugleich eine Konku enz
um Fachk ä e e geben: We den solche
Pe sonen abgewo ben, die au dem A bei s-
ma k o O geb auch we den, is dies
keine En las ung, sonde n ein Nach eil ü
die Au en hal slände . Ebenso soll e e -
mieden we den, dass Ge lüch e e, die o
O aus- ode wei e gebilde wu den und
in den A bei sma k in eg ie sind, on
do wiede abgewo ben we den. Auch das
gil abe nu ü einzelne Lände , denn in
ielen E s au nahmes aa en können Ge-
lüch e e ohnehin nich ode nu seh ein-
gesch änk am A bei sma k eilnehmen.
S uk u de
Flüch lingsbe ölke ung
Rele an sind auch Si ua ion und S uk u
de Flüch lingsbe ölke ung im E s au -
nahmeland. In manchen Fällen leben G up-
pen do sei lange Zei , eilweise übe
Gene a ionen hinweg. Dann is die Wah -
scheinlichkei hoch, dass diejenigen, die
auswande n, Geld an ih e Angehö igen im
E s au nahmeland übe weisen ode selbs
zu ückkeh en, um In es i ionen zu ä igen.
So können sich Vo eile ü die Au nahme-
lände e geben. Das gil indes haup säch-
lich ü g öße e Flüch lingsbe ölke ungen,
die daue ha im Land leben, ohne do
olls ändig in eg ie zu sein. Hal en Ge-
lüch e e sich ehe im T ansi und indi idu-
ell in Au nahmelände n au , dü e das
Thema Rückübe weisungen ü diese Län-
de wenige Bedeu ung haben. Auch wenn
diejenigen, die mi einem A bei s e ag
aus eisen, spä e ih e Familien nachholen,
was in de Regel o gesehen is , können die
Rückübe weisungen ab diesem Zei punk
sinken.
Neben de Au en hal sdaue und de
lokalen Ve anke ung spiel das Quali ika i-

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onsni eau de Ge lüch e en eine Rolle. Je
meh Quali ika ionen sie haben, die auch
o O ge ag sind, des o ge inge wi d das
In e esse des E s au nahmes aa s sein,
ihnen die Aus eise zu e leich e n.
Ve mi lung de Idee
Schließlich kann auch die F age de Ein-
be ung und des F amings einen Un e -
schied machen: Je meh die P og amme
sich an Rese lemen -Kanälen o ien ie en
und als wei e e Fo m de Flüch lingsau -
nahme e mi el und e s anden we den,
des o ehe we den sie e mu lich in den
E s au nahmelände n au Zus immung
s oßen. Denn dann s eh wie beim Rese le-
men de Aspek de En las ung im Vo de -
g und. We den hingegen die P og amme so
e mi el , als wü de A bei smig a ion au
eine neue G uppe e wei e , wi d dies im
E s au nahmeland ehe als Konku enz-
si ua ion wah genommen. Das kann im
Kon as zu Kommunika ion in den Ziel-
lände n s ehen, wo die E wei e ung on
Wegen de A bei smig a ion sich gesell-
scha lich leich e e mi eln läss als
zusä zliche Kon ingen e de Flüch lings-
au nahme.
Ein Baus ein gu e
Mig a ionskoope a ion
Au de Suche nach Maßnahmen ü besse-
en Flüch lingsschu z eine sei s und gegen
den Mangel an A bei sk ä en in wes lichen
Indus ies aa en ande e sei s sind komple-
men ä e Zugangswege ein iel e sp echen-
de Ansa z. Sie können zwa keines alls den
zahlenmäßig iel bedeu same en e i o ia-
len Zugang zu Asyl e se zen, bilden abe
eine wich ige E gänzung. Wäh end die Vo -
eile ü die Ziellände und manche de
Ge lüch e en au de Hand liegen, soll e
nich selbs e s ändlich da on ausgegangen
we den, dass auch die E s au nahmelände
on diese Idee p o i ie en. Vielmeh müs-
sen diese on An ang an in die Aushand-
lung und Ges al ung de P og amme ein-
bezogen we den: zum einen, um die P o-
g amme möglichs sinn oll und e izien zu
konzipie en, zum ande en, um eine unk-
ionie ende Zusammena bei au Augen-
höhe mi den be e enden Pa ne lände n
zu gewäh leis en. Bei den egulä en P o-
g ammen ü A bei smig a ion haben die
Pa ne lände meis ein s a kes Eigenin e -
esse. Was hingegen die P og amme de
A bei smig a ion ü Ge lüch e e be i ,
is es a sam, die Bedenken de Pa ne -
lände und die möglichen Nach eile ü sie
in Ve handlungen und Ausges al ung ein-
zubeziehen.
Rele an e Ak eu e
zusammenb ingen
Wenn Ak eu e de deu schen Fluch - und
Mig a ionspoli ik P og amme de A bei s-
mig a ion ü Ge lüch e e ans oßen, soll en
sie da au ach en, alle ele an en Ak eu e
in den E s au nahmelände n an einen Tisch
zu b ingen. Da A bei smig a ion ü Ge-
lüch e e meh e e Poli ikbe eiche be üh ,
können e schiedene s aa liche Ak eu e
un e schiedliche Pe spek i en und Ziele
einb ingen. So könn e e wa ein Bildungs-
minis e ium In e esse da an haben, dass
neue Aus- und Wei e bildungsp og amme
im Land au gebau we den, und dami eine
e gänzende Posi ion zu de on Innen-,
Sozial- ode A bei sminis e ien einnehmen.
Zusä zlich soll en e ablie e luch - und
mig a ionspoli ische Ak eu e wie UNHCR
und IOM ebenso be eilig sein wie die au
das Thema spezialisie en Nich egie ungs-
o ganisa ionen. Bei einem Aus ausch alle
ele an en Ak eu e kann sich be ei s
he ausk is allisie en, welche Lände meh
an eine Koope a ion in e essie sein
könn en als ande e. Dabei spielen die ge-
nann en Fak o en wie die Si ua ion des
A bei sma k es ode die Zusammense zung
de Flüch lingsbe ölke ung im Land eine
Rolle. Wei e e Fak o en können sich im
Aus ausch e geben.
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Konku enz e meiden,
Syne gien scha en
Mindes ens ebenso wich ig wie die An wo
au die F age, welche Lände als Pa ne am
ehes en geeigne sind, is jedoch, wie sich
die P og amme so ges al en lassen, dass
nega i e E ek e möglichs e mieden
we den. Hie gib es meh e e Ansä ze:
Es komm o allem da au an, die Komple-
men a i ä nich nu zum Rese lemen ,
sonde n auch zu ande en Wegen de
A bei smig a ion zu gewäh leis en und
sich ba zu machen. Auße dem wä e es
hil eich, den A bei sma k nich nu in
den Ziellände n, sonde n auch in den Au -
en hal slände n zu analysie en und die
E gebnisse in die Ausges al ung de P o-
g amme ein ließen zu lassen. Fe ne kann
es sinn oll sein, die P og amme und die ge-
scha ene In as uk u nich exklusi ü
Ge lüch e e anzubie en, sonde n auch ü
S aa sbü ge :innen des Landes. Das gil ü
T ainingsp og amme und Sp achku se
ebenso wie ü Wege de Aus eise. Als Vo -
lage können be ei s exis ie ende T ainings-
und Aus eisep og amme ungie en: Im
Rahmen on »skills mobili y pa ne ships«
könn en sowohl Ge lüch e e als auch die
lokale Be ölke ung in Mangelbe u en aus-
gebilde we den. Handel es sich um Be u s-
elde , die auch o O ge ag sind – e wa
e neue ba e Ene gien –, soll en diese
P og amme zudem nich nu au Aus eise
angeleg sein, sonde n desgleichen au die
Beda e des lokalen A bei sma k es. Au
diese Weise kann den In e essen de e -
schiedenen Ak eu e gleiche maßen Rech-
nung ge agen we den.
Von ielen Tes ballons zu einem
Gesam konzep
Schließlich soll en alle be eilig en Ak eu e
da au hinwi ken, die P og amme on eine
Ansammlung on Pilo p ojek en sys ema i-
sche zu einem Gesam konzep zu o men.
Ein Weg dahin wä e, die P og amme in
einen g öße en Rahmen bi- ode mul ila e-
ale Mig a ionskoope a ion einzube en.
Dies könn e Teil kün ige Ve handlungen
Deu schlands übe Mig a ionsabkommen
mi Lände n sein, die iele Flüch linge au -
nehmen. Mul ila e ale Zusammena bei ,
wie sie zum Beispiel mi dem DT4E-P ojek
be ei s p ak izie wi d, kann wiede um
Syne gien scha en und so Ressou cen
spa en, den Pool an Bewe be :innen e wei-
e n und diesen du ch Be eiligung meh e e
Ziellände meh Op ionen bie en. Übe dies
kann es Syne giee ek e he o b ingen,
wenn sich e wa die gescha ene In a-
s uk u ode die Koope a ion de Ak eu e
ü e schiedene Mig a ionswege nu zen
läss . Zwa sind die bes ehende deu sche
Fachk ä eeinwande ungsgese zgebung und
die Zen en ü Mig a ion und En wicklung
nich spezi isch au Ge lüch e e ausge ich-
e . Sie s ehen abe auch ihnen o en. Hie
soll en eben alls Syne gien e zeug und ge-
nu z we den.
Abzuwa en bleib , ob die Idee de
A bei smig a ion ü Ge lüch e e den
Sch i on eine Tes phase mi meh e en
kleinen P ojek en zu einem daue ha en
und um ang eiche en Ins umen de
Mig a ionspoli ik nehmen wi d. Es is un-
wah scheinlich, dass sie binnen ku zem
eine be äch liche Anzahl Menschen nach
Deu schland und in ande e eu opäische
Lände b ingen wi d. Doch die Kon ingen e
könn en nach und nach e g öße we den.
Ein Gesam konzep , das auch die In e essen
de E s au nahmelände angemessen be-
ücksich ig , kann dabei eine kons uk i e
Rolle spielen.
D . K is ina Ko e wa bis Dezembe 2024 Wissenscha le in in de Fo schungsg uppe Globale F agen. Das SWP-Ak uell
wu de e ass im Rahmen des om Bundesminis e ium ü wi scha liche Zusammena bei und En wicklung ge ö de en
P ojek s »S a egische Fluch - und Mig a ionspoli ik«.
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Das Ak uell gib die Au -
assung de Au o in wiede .
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ISSN (P in ) 1611-6364
ISSN (Online) 2747-5018
DOI: 10.18449/2025A04