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Handelsbilanz und gesamtwirtschaftlicher Vermögensbestand. Überlegungen zur Erweiterung der "reinen" Außenhandelstheorie

Abstract

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Handelsbilanz und gesamtwirtschaftlicher Vermögensbestand. Überlegungen zur Erweiterung der "reinen" Außenhandelstheorie

Author: Bechler, Ekkehard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1976
DOI: 10.3790/schm.96.4.315
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291377/1/schm.096.4.315.pdf
Bechle , Ekkeha d
A icle
Handelsbilanz und gesam wi scha liche
Ve mögensbes and. Übe legungen zu E wei e ung de
" einen" Außenhandels heo ie
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Bechle , Ekkeha d (1976) : Handelsbilanz und gesam wi scha liche
Ve mögensbes and. Übe legungen zu E wei e ung de " einen" Außenhandels heo ie, Zei sch i
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü
Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke &
Humblo , Be lin, Vol. 96, Iss. 4, pp. 315-333,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.4.315
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291377
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Handelsbilanz und
gesam wi scha liche Ve mögensbes and
Übe legungen zu E wei e ung de
„ einen" Außenhandels heo ie
Von Ekkeha d Bechle
Au welche Weise kann de Ein luß on Ve mögense ek en au die Gü e -
nach age in Hecksche -Ohlin-Modellen ge ech e ig we den? Wie ände n
sich die Eigenscha en des Tauschgleichgewich s, wenn unausgeglichene Han-
delsbilanzen als Ve mögensposi ion de Volkswi scha in e p e ie we den?
Die adi ionelle gü e wi scha liche Außenhandels heo ie und o
allem die jünge e Ve sion diese Theo ie in Ges al des Hecksche -
Ohlin-Ansa zes bedienen sich bei ih en Un e suchungen übliche weise
eine e ein achenden Modellbe ach ung, in de zwei Volkswi scha en
un e Einsa z on zwei P oduk ions a ko en zwei Gü e p oduzie en
und gegensei ig aus auschen. De hohe Abs ak ionsg ad und die dami
un e meidliche Reali ä s e ne de P ämissen, welche diese Modelle
de „ einen" Außenhandels heo ie on jehe kennzeichnen, haben nun
e s ändliche weise die Na ionalökonomen imme wiede e anlaß ,
sich nich nu au Wa nungen o eine unk i ischen Anwendung diese
Modellübe legungen zu besch änken, sonde n auch du ch sch i weise
Au lösung de einzelnen P ämissen und du ch die Ein üh ung eali ä s-
nähe e Annahmen die Theo ie eine E klä ung de wi scha lichen
Reali ä nähe zu b ingen.
Ein Übe blick übe de a ige Modi ika ionen de adi ionellen Theo-
ie zeig nun abe deu lich, daß diese E wei e ungen des he kömmlichen
Ansa zes as ausschließlich au de P oduk ions- bzw. Angebo ssei e
de Modelle zu inden sind: Fak o mobili ä im in e na ionalen Rahmen,
un olls ändige Konku enz au Gü e - und Fak o mä k en, E zeugung
on Zwischenp oduk en und In es i ionsgü e n, Umwel e ek e und
a iable Skalene äge sind einige de neue en Beispiele ü de a ige
Wei e en wicklungen de Angebo ssei e des ein achen Hecksche -Ohlin-
Modells.
Au de Nach agesei e bedienen sich die außenhandels heo e ischen
Un e suchungen dagegen as ausnahmslos de adi ionellen Annahme,
daß die Gü e nach age de p i a en Wi scha ssubjek e nu on ih em
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316 Ekkeha d Bechle
Einkommen und den ela i en P eisen de P oduk e abhäng . Hie aus
e wächs dann abe un e meidlich die Ge ah , daß wesen liche De e -
minan en des Nach age e hal ens in ih e Bedeu ung ü die F age-
s ellungen und P obleme de „ einen" Außenhandels heo ie (Handels-
s uk u , Wohls andswi kungen, S abili ä seigenscha en usw.) nich ,
ode nu unzu eichend e aß we den.
Zu jenen G ößen, de en Ein luß au das Nach age e hal en in den
bishe igen Be ach ungen de Außenhandels heo ie keine angemessene
Be ücksich igung e ah en ha , gehö bspw. de p i a e Ve mögens-
bes and, de — wie o allem die neue e geld heo e ische Fo schimg
he o heb — g undsä zlich als zusä zliche De e minan e de Kau - (und
Kassenhal ungs-)en scheidungen neben die adi ionellen Ein lußg ößen
wie Einkommen und P eise i . In den olgenden Un e suchungen soll
deshalb e such we den, die nach age heo e ischen P ämissen de he -
kömmlichen Außenhandelsmodelle in de Weise zu e wei e n, daß de
Exis enz eines Zusammenhanges zwischen Ve mögenshal ung und Gü-
e nach age explizi Rechnung ge agen wi d; es gil also, den p i a en
Ve mögensbes and zusä zlich zu den he kömmlichen Ein lußg ößen als
A gumen de agg egie en Nach age unk ion des Außenhandelsmo-
dells zu be ücksich igen. Dabei s ell sich eilich die F age, wie eine
solche Einbeziehung de Ve mögenshal ung übe das nu o male Vo -
gehen hinaus auch inhal lich beg ünde we den kann, d. h. o allem,
au welche Weise die Exis enz on Ve mögensbes änden in eine einen
Konsumgü e wi scha , die den meis en Außenhandelsmodellen ja be-
kann lich zug unde lieg , ökonomisch beg ünde we den kann. E s
dann kann nämlich sinn oll ge ag we den, ob und in welche Weise
de Vo gang des gegensei igen in e na ionalen Gü e ausches bei Be-
ücksich igung de e mögensbeding en Nach ageein lüsse zusä zli-
chen, d. h. bishe unbe ücksich ig en Bes immungsg ünden un e lieg 1.
Als Ausgangspunk de Be ach ungen sei zunächs ein Außenhan-
delsmodell besch ieben, welches in seinen G undzügen au dem he -
kömmlichen Hecksche -Ohlin-Samuelson-Ansa z basie ( gl. z. B. Kemp
(1964)): In den beiden Lände n H („Inland) und F („Ausland") we den
die beiden Konsumgü e Xi und X2 un e Einsa z on A bei (A) und
Boden (B) e zeug .
Bezeichne man mi A und B* den An eil des na ionalen A bei s-
und Boden o a es A bzw. B, de ü die P oduk ion des Gu es Xi
(i = 1, 2) Ve wendung inde , so lassen sich die P oduk ionsbedingungen
de heimischen Volkswi scha in de olgenden Weise besch eiben:
1 Die olgenden Übe legungen basie en in ih en G undzügen au eine
e ein ach en Da s ellung und In e p e a ion de Un e suchungen on F.
Vica elli (1972) zu F age de In e p e a ion on „ eine " und mone ä e
Außenhandels heo ie.
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Handelsbilanz und gesam wi scha liche Ve mögensbes and 317
(1) X{ = Bi ^
(Qi)
mi i = 1,2 wobei
(2) c—g^-
das Fak o einsa z e häl nis besch eib .
Fe ne wi d du ch
/«n 4' dk
(3) i=-d^ = p 2=~d^
(4) h = 92 i = p(h- 2)
de Ausgleich de G enzp oduk e in de P oduk ion de beiden Gü e
Xi und X2 un e s ell , wobei p den P eis on x2 in Einhei en on xi e -
kö pe .
Die Vollbeschä igung alle Fak o en wi d du ch
(5) Ä = Ai - - A2
(6) B = Bx + B2
als gegeben angenommen, und
(7) Y = X1
- -
pX2
besch eib das (in xi-Einhei en gemessene) Volkseinkommen. Die Be-
sch eibung des Nach age e hal ens de be ach e en Volkswi scha
bedien sich nun eine agg egie en Nach age unk ion
(8) D = Dj
(Y, p, V.Q,
)
in welche — abweichend on den he kömmlichen Modellannahmen —
nich nu das Volkseinkommen Y und das P eis e häl nis p, sonde n
auch de o handene Ve mögensbes and Vo und die Ve zinsungs a e
dieses Ve mögens in die Be ach ung einbezogen we den. Sowohl Vo
als auch die Zinse äge we den dabei in Einhei en des numé ai e Xi
gemessen. Du ch Gegenübe s ellung on Angebo s- und Nach agesei e
des Modells kann man schließlich auch die (posi i e ode nega i e)
Übe schußnach age
(9) Ei = Xi - Di
de inie en, die bei Xi > Di ein Expo angebo , .bei Xx < Di dagegen
eine Impo nach age e kö pe . Die Gleichung des Handelsbilanz-
saldos e gib sich dann du ch
(10) S = Ex + pE2
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318 Ekkeha d Bechle
Das du ch (1) - (10) besch iebene ealwi scha liche Modell de in-
ländischen Volkswi scha kann nun in analoge Weise auch ü das
Ausland en wickel we den, wobei die jeweiligen Symbole zu Un e -
scheidung mi * bezeichne we den. Bedenk man schließlich noch, daß
im Rahmen des o liegenden 2-Lände -Modells die Impo e (Expo e)
des Inlandes mi den Expo en (Impo en) des Auslandes übe eins im-
men müssen und daß nach E ö nung de Handelsbeziehungen sich die
ealen P eise de beiden Lände (p und p*) angleichen we den, so kann
die Ve knüp ung zwischen den jeweiligen Gleichungssys emen de bei-
den Lände — und dami die Besch eibung des F eihandelszus andes —
du ch
he beige üh we den.
Im Rahmen dieses gü e wi scha lichen Modells s ell sich nun ei-
lich die F age nach de Na u und den Eigenscha en des Ve mögens-
bes andes Vo, welche als A gumen de Nach age unk ion in unse e
Be ach ungen einbezogen wu de. Nachdem die Möglichkei eine mone-
ä en Ve mögenshal ung au g und des gü e wi scha lichen Cha ak e s
unse es Modells zunächs ausscheide , beda nämlich die a sächliche
Zusammense zung eines solchen Ve mögensbes andes eine nähe en E -
läu e ung. Ve such man zue s , die Exis enz on Ve mögensbes änden
in eine einen Konsumgü e wi scha in de Weise zu beg ünden, daß
man eine Anhäu ung und Au bewah ung e wo bene Konsumgü e in
den Händen de Ve b auche als Ve mögensakkumula ion bezeichne ,
so e kenn man, daß eine wesen liche Vo ausse zung bzw. Eigenscha
de Ve mögensbildung im olkswi scha lichen Sinne in de E spa nis-
bildung und dami in de Nich -Beansp uchung on Teilen de P oduk-
ion du ch die Konsumen en zu sehen is . Sind abe Konsumgü e e -
wo ben wo den, so kann aus diesem Vo gang ungeach e des spä e en
Geb auchs ode Nich -Geb auchs diese Gü e keine Ve mögensbildung
im olkswi scha lichen Sinne esul ie en, da die „Ve ügung" übe
diese Gü e be ei s du ch den Kau ak e olg is . Auch eine zwei e
Möglichkei zu Cha ak e isie ung des Ve mögensbeg i s im Rahmen
unse es eal wi scha lichen Modells e weis sich als unzulänglich: Zieh
man nämlich aus de Beobach ung eine ausschließlichen P oduk ion
on Konsumgü e n zunächs den Schluß, daß das olkswi scha liche
Ve mögen no wendige weise nu au Basis diese Gü e gebilde we -
den kann, so wä e es in heo e ische Be ach ung denkba , daß einzelne
Mi gliede eine solchen Volkswi scha Teile ih es indi iduellen Ein-
(13)
(11)
(12)
Ei = - pEj
pE2 = -
p*
El
p = p*
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Handelsbilanz und gesam wi scha liche Ve mögensbes and 319
kommens bzw. die mi diesem Einkommen e wo bene Konsumgü e
ande en Ve b auche n zum Konsum übe lassen und so Ve mögen in
Fo m eines „abs ak en Rech sansp uchs" au die spä e e Übe lassung
eine en sp echenden (ode ga g öße en) Gü e menge bilden — aus
einzelwi scha liche Sich is dann also in de Ta auch in eine einen
Konsumgü e wi scha eine Ve mögensbildung im Sinne eines E we bs
solche Fo de ungs ech e heo e isch denkba . Aus gesam wi scha -
liche Sich s eh jedoch in eine geschlossenen Volkswi scha jedem
de a igen Fo de ungszuwachs bekann lich eine Zunahme de Ve bind-
lichkei en an ande e S elle de Volkswi scha gegenübe — de ge-
sam wi scha liche Ne o e mögensbes and bleib somi un e ände .
Ve mag auch diese Übe legung also noch keine endgül ige E klä ung
ü die Exis enz eines Ve mögensbes andes im o liegenden Modell zu
lie e n, so bie e sie doch imme hin einen e s en Hinweis au die Be-
deu ung, die de außenwi scha lichen Ve lech ung eine Volkswi -
scha im o liegenden Zusammenhang zukommen kann: We den näm-
lich Teile des Volkseinkommens und dami ein Teil de p oduzie en
Konsumgü e nich inländischen, sonde n ausländischen Wi scha s-
subjek en „leihweise" zu Ve ügung ges ell , so komm es eine sei s
im Inland zu de geschilde en En s ehung „abs ak e Rech sansp üche",
ohne daß ande e sei s diese E höhung des inländischen „Ve mögens-
bes andes" du ch eine gleich hohe Zunahme de Ve bindlichkei en in-
ländische Wi scha ssubjek e kompensie wi d.
Eine solche Zunahme de gesam wi scha lichen Ve mögensposi ion
wi d nun ypische weise ein e en, wenn die heimische Volkswi -
scha ü eine beg enz e Zei dem Ausland eine g öße e Gü e menge
lie e , als sie aus dem Ausland emp äng . Du ch de a ige Expo -
übe schüsse kann dann also a sächlich ein Ne o-Ve mögen im Sinne
eine ( e zinslichen) Fo de ung gegen dem Ausland gebilde we den,
und die Be ücksich igung eines gesam wi scha lichen Ve mögensbe-
s andes als A gumen de agg egie en Nach age unk ion e weis sich
somi als zulässig und logisch schlüssig, so e n die Möglichkei eines un-
ausgeglichenen Gü e aus ausches zwischen den beiden Volkswi scha -
en in Be ach gezogen wi d. De a igen unausgeglichenen Handels-
posi ionen en sp ich dann zugleich die in e na ionale Übe agung on
Fo de ungs ech en und Ve mögens i eln zum Ausgleich de Handels-
bilanzde izi e ode -Übe schüsse mi de Folge, daß eine Tendenz zu
Angleichung de na ionalen Ve zinsungs a en und * un e s ell we -
den kann; das Gleichgewich au diesem in e na ionalen „Kapi alma k "
kann in unse em ein achen Modell also du ch
(14) = *
gekennzeichne we den2.
21 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1976/4
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320 Ekkeha d Bechle
Aus diese Annahme e gib sich nun ü das in den Gleichungen
(1) - (14) sowie den en sp echenden Gleichungen des Auslandes besch ie-
bene Gesam modell des in e na ionalen Gü e aus ausches die wich ige
Konsequenz, daß dieses Modell nunmeh du ch die Be ücksich igung
on (14) olls ändig de e minie is : Bes and es bishe aus 31 Glei-
chungen mi 32 Unbekann en, so is du ch (14) die Bes immung des
in e na ionalen Gleichgewich s du ch Lösung des Sys ems on 32 Glei-
chungen mi 32 Unbekann en möglich gewo den3.
Eine nähe e Be ach ung dieses Gleichgewich szus andes und seine
Eigenscha en is eilich e s dann sinn oll, wenn die ökonomischen
Konsequenzen de in (1) un e s ell en Zins- und Ve mögensabhängig-
kei de Gü e nach age geklä sind. Hinsich lich des Zusammenhanges
zwischen Gü e nach age und Zinssa z sei zu diesem Zweck angenom-
men, daß ein hohe Zinssa z die Be ei scha zum Konsum e zich und
dami zu Ve mögensbildung an eg ; es gil dann
De Ein luß des o handenen Ve mögensbes andes au die Gü e nach-
age sei in de Weise gegeben, daß die Nach age nach Konsumgü e n
ce e is pa ibus mi s eigendem We dieses Ve mögensbes andes wächs ;
es gil also
Jede Ve ände ung des Ve mögensbes andes de be ach e en Volks-
wi scha kann nun g undsä zlich en wede in Fo m eine ealen Ve -
mögenszu- ode -abnahme ein e en ode abe du ch eine Ände ung de
Bewe ung o handene Ve mögens eile. In unse em ealwi scha -
lichen Modell, in dem de We des Ve mögens annahmegemäß in Ein-
hei en des numé ai e Xi ausged ück wi d und in dem also de in Xi-
Einhei en ausged ück e eale P eis p zu Bewe ung des o handenen
Ve mögens he angezogen wi d, kann sich eine de a ige Ve ände ung
des Bewe ungs ak o s nun in un e schiedliche Weise auswi ken: Soll
das Gesam e mögen de be ach e en Volkswi scha z. B. gemäß den
P ä e enzen de Ve b auche zu einem spä e en Zei punk olls ändig
ü Käu e des Gu es X± Ve wendung inden, so wi d eine Ände ung des
ealen P eises („dp") den We im Sinne de Kau k a dieses Ve -
mögens übe haup nich ände n. Soll dagegen das o handene Ve -
2 Die Exis enz in e na ionale Zins ans e s sei im olgenden zu Ve ein-
achung de Da s ellung e nachlässig .
3 Es handel sich dabei um die Gleichungen (1) - (14), die gegebenen alls
ü X1 und X2 sowie ü In- und Ausland zu o mulie en sind.
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Handelsbilanz und gesam wi scha liche Ve mögensbes and 321
mögen ü zukün ige Xs-Käu e Ve wendung inden, so wi d sich sein
du ch die Kau k a e kö pe e We umgekeh p opo ional zu
Ve ände ung des ealen P eises ände n. En sp echend wi d in allen
Fällen, in denen das Ve mögen sowohl ü Xi- als auch Xa-Käu e Ve -
wendung inden soll, seine Kau k a sich in en gegengese z e Rich-
ung, jedoch um einen ge inge en P ozen sa z als p e ände n. Den Ein-
luß on Ve ände ungen des ealen P eises au den We on Vo kann
man dahe in olgende Weise zum Ausd uck b ingen: Je nachdem, in
welchem Ausmaß die Ve b auche des Inlandes das gesam wi scha -
liche Ve mögen zu einem spä e en Zei punk ü den Kau on Xi ode
X2 zu e wenden gedenken, we den sie bei einem Ans ieg on p eine
meh ode wenige s a ke Ve schlech e ung ih e Ve mögensposi ionen
(d. h. de zukün igen Kau möglichkei en) emp inden.
De Ein luß eines gegebenen Ve mögensbes andes au die Gü e nach-
age muß somi un e Be ücksich igung de Beziehung
(17) V0 = V0(p)
o mulie we den, und es zeig sich, daß un e den ge o enen Annah-
men ein Ans ieg on p au dem Weg übe den Ve mögense ek bei
sons gleichen Vo ausse zungen die Nach age nach den beiden Gü e n
Xi und X2 dämp en wi d, so e n das in Xi gemessene Ve mögen nich
ausschließlich ü Xi-Käu e e wende we den soll.
Die Nach age unk ion kann au g und diese Übe legungen du ch
(3') D: - Di [Y, p, V0(p)l
besch ieben we den.
Nach diesen e läu e nden Aus üh ungen können in einem nächs en
Sch i die Eigenscha en des in e na ionalen Gleichgewich s im Rah-
men des o liegenden Modells besch ieben we den. Dabei is o allem
he o zuheben, daß im Un e schied zum adi ionellen neoklassischen
Außenhandelsmodell hie die Zinsabhängigkei de Nach age und die
explizi e Be ücksich igung eine unausgeglichenen Handelsbilanz in die
Be ach ungen einbezogen wo den sind. Neben de be ei s bekann en
Beziehung (14) ü ein Gleichgewich au dem Ma k de in e na ional
gehandel en Fo de ungs ech e olg da aus, daß auch das Gleichgewich
des in e na ionalen Gü e ma k es nich meh nu on p, sonde n auch
on de e minie wi d: Wenn die Zusammense zung de na ionalen
Gü e p oduk ion bei gegebenen P oduk ionsbedingungen on p abhäng
und wenn sich aus
D, = D, (Y,p, ,Vl0)
y = x + pX2
V0 = V0 (p)
21»
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322 Ekkeha d Bechle
e gib , daß die jeweilige Gü e nach age sowohl on p als auch on
abhäng , so muß auch die Übe schußnach age
Ei = X, - D
als Funk ion on p und da ges ell we den; es gil dann
(18) Ei = E{ (p, )
Zugleich e gib sich aus diesen Übe legungen, daß auch de Saldo
de Handelsbilanz
(10) S = E + pE2
un e den ge o enen Annahmen on p und abhäng .
Dabei gil die Beziehung
ds
da bei s eigendem Zinssa z die Gü e nach age de inländischen Ve -
b auche ce e is pa ibus gemäß (15) abnimm bzw. die Be ei scha ,
du ch Expo übe schüsse zusä zliches Ve mögen zu e we ben, sich e -
höh .
In analoge Weise kann dann ü das Ausland die Beziehung
3 S*
(20) "37" <0
o mulie we den. Dies olg o mal aus S = S* und e deu lich , daß
eine Zinss eige ung auch im Ausland die Gü e nach age eduzie und
daß do so das Bes eben zu Ve schuldung gegenübe dem Handels-
pa ne zu ückgeh .
Das olls ändige Gleichgewich unse es Zwei-Lände -Modells kann
schließlich zusammen assend du ch
Ei (p, ) + p E2 (p, ) = S
El (p* *) +
P* £.2 (P*, *)
= S*
p
—
p*
= *
Ei = - E
da ges ell we den.
Die Bedeu ung, die dem Ve mögense ek ü das Zus andekommen
eines de a igen in e na ionalen Gleichgewich s zukomm , kann man
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Handelsbilanz und gesam wi scha liche Ve mögensbes and 329
sind also ei on Geldillusion. Die Geldnach age unk ion sei dagegen
als linea homogen in Bezug au nominelles Volkseinkommen und Ve -
mögen angenommen.
De inie man mi Hil e de Gewich ungs ak o en gi das P eisni eau
P
=
9i Pi
+
92 P2 mi 0i
+
l c
=
1
so kann man die Funk ionen (22) und (34) in de Fo m
(22) =
4
P P PI
dM ( Ym VWi0 M0
P
V P P / P
o mulie en. Hie aus e gib sich, daß un e Be ücksich igung on
Ym = Pi Xl + P2X2
P P P
sowohl die Übe schußnach age unk ionen ü die P oduk e Xi und X->
als auch die Funk ion de Geldnach age in Abhängigkei on pi, ps, ,
Vmo und p da ges ell we den können. Die Besch eibung des in e na io-
nalen Gleichgewich s e gib sich un e diesen Ums änden aus den
Funk ionen
(38)
E
(p¿, p, ,
Vm) = - E*
(p¡
, p», *,
Vm0)
(39)
+
p L P
(40) £* = ^m
* ' p* 1 p* 2 p*
(41)
M
(p¿, p, , Vm0)
_
M0
y =
o M* (p ,p* *, V* o)MJ •
±
(42)
Pi = w p*
(43)
p = gi
Pi
+ P2
(44) p*
=
i í
p;
+ p£
Un e de Annahme eines gegebenen Wechselku ses is dieses Gleich-
gewich eindeu ig de e minie , und die Eigenscha en des so cha ak-
e isie en Modells lassen sich du ch olgende Übe legungen e deu -
lichen:
Bei gegebenen We en on Xi und X sowie p¿, p*, w,
D¿,
D*, S und S*
kann im Inland eine Übe schußnach age nach Geld exis ie en, die nich
dem om Ausland geplan en Zahlungsbilanzungleichgewich en sp ich .
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330 Ekkeha d Bechle
Unse mone ä es Zwei-Lände -Modell be inde sich also im Ungleich-
gewich . Wenn nun in eine solchen Si ua ion de Zinssa z als Folge
dieses Übe hangs de Geldnach age s eig , so is mi einem Rückgang
de Geldnach age des Inlandes zu echnen, und das Sys em nähe sich
einem Gleichgewich szus and an. Als Folge diese Zinss eige ung we -
den sich zugleich abe auch Reak ionen au dem Gü e ma k in Fo m
eines endenziellen Rückgangs de Gü e nach age e geben, die sich je
nach de Zinselas izi ä de Nach age nach den einzelnen Gü e n in
eine Ve ände ung des P eis e häl nisses p bzw. p* und — da on aus-
gehend — in Ve ände ungen de einzelnen Gü e p oduk ionen niede -
schlagen we den. Da sich die dabei au e enden Va ia ionen de ein-
zelnen Gü e p eise p* und p* abe in de Regel auch au die na io-
nalen P eisni eaus p und p* auswi ken, wi d auch de Realwe des
jeweiligen mone ä en Ve mögens on diesen Ve ände ungen be o en
—die Gü e nach age un e lieg dami also einem zusä zlichen (posi i-
en ode nega i en) Ein luß.
Die wich igs en ökonomischen Eigenscha en unse es mone ä en
Zwei-Lände -Zwei-Gü e -Modells e en hie deu lich zu age: Indem
du ch die Be ücksich igung on Ve mögenshal ung und in e na ionale
Ve schuldung die Fo mulie ung on Gü e - und Geldnach age unk io-
nen e möglich wu de, die das P eisni eau und den Zinssa z als A gu-
men e en hal en, is eine wesen liche Schwie igkei bei de Übe agung
des ad ionellen auschwi scha lichen Modells au mone ä e Volks-
wi scha en im o liegenden Ansa z übe wunden. Es zeig sich nämlich
hie , daß mone ä e und eale G ößen in eine mone ä en Volkswi -
scha sich nich unabhängig oneinande bes immen lassen, sonde n
du ch eine gemeinsame Bes immungsg öße — die Ve mögenshal ung —
mi einande e bunden sind.
De Glaube an die Neu ali ä des „Geldschleie s" hinsich lich de
Bes immung de ela i en P eise is also du ch den Nachweis eine
In e dependenz zwischen ealen und mone ä en Va iablen au gegeben
wo den.
Es bleib eilich noch zu p ü en, in welche Weise unse e explizi e
Be ücksich igung mone ä e Hypo hesen die Aussagen des zu o be-
sch iebenen „ ealen" Modells zu modi izie en e mag. Insbesonde e
e schein es e o de lich, in gleiche Weise wie bei dem ealwi scha -
lichen Modell zu agen, welche Wi kungszusammenhänge on einem
Außenhandelsungleichgewich ausgelös we den und ob diese K ä e
zu eine Besei igung dieses Ungleichgewich s bei agen können.
Beginn man die Be ach ung auch hie wiede mi de Annahme
eine übe schüssigen Handelsbilanz des Inlandes, so olg hie aus zu-
nächs eine Zunahme des inländischen Ve mögensbes andes Vm bzw.
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Handelsbilanz und gesam wi scha liche Ve mögensbes and 331
eine Abnahme on V*m. Dabei is zu beach en, daß diese Ve ände ungen
de gesam wi scha lichen Ve mögensposi ionen sich im nun o lie-
genden Modell sowohl in eine Ve ände ung de Geldmenge als auch
des jeweiligen Ne o-We papie bes andes niede schlagen können. Die
Folge eine solchen Ve ände ung de na ionalen Ve mögensposi ionen
bes eh zunächs in de Reak ion de Gü e nach age und hie on aus-
gehend in neuen Gleichgewich swe en on pi, P2 und . E gib sich im
Zuge diese Va ia ion on pi und
P2
ein neue We on p, so kann hie -
aus jene Ve ände ung des Realwe es des Ve mögens en s ehen, wie sie
be ei s bei de Be ach ung des auschwi scha lichen Modells in ih en
Auswi kungen au das in e na ionale Gleichgewich un e such wo den
wa — es e üb ig sich deshalb, diesen Ein luß nochmals zu e läu e n.
Eine ande e Beziehung zwischen P eisen wicklung und Ve mögens-
hal ung e schein dagegen angesich s de hie o liegenden mone ä en
Ve mögenshal ung on g öße em In e esse: Aus den Va ia ionen on
Pi und p we den sich im Regel all auch Ve ände ungen de na ionalen
P eisni eaus p und p* e geben, die den Realwe des jeweils o han-
denen Geld e mögens und dami — bei ehlende Geldillusion — das
Nach age e hal en de Ve b auche beein lussen6. Im einzelnen bedeu-
e dies: Bei einem P eisans ieg en s eh eine Minde ung de Kau k a
des o handenen mone ä en Ve mögens und dami eine Tendenz, die
de u sp ünglichen außenhandelsbeding en S eige ung des mone ä en
Ve mögens en gegenwi k 7'8. Zudem wi d auch die Ve ände ung des
Zinssa zes die Ve mögensposi ion de be ach e en Volkswi scha en
beein lussen: Die Ve ände ung des mone ä en Ve mögensbes andes
wi d nämlich du ch
dWm
dM + —^ = Sm
besch ieben, und es zeig sich, daß in olge de Bewe ung des We -
papie bes andes mi dem „P eis" auch eine Va ia ion on die
mone ä e Ve mögensposi ion beein lussen kann.
Insgesam kann also je nach de Rich ung de zunächs induzie en
Ve ände ungen on p und die Summe de sich anschließenden „sekun-
dä en" Ve mögense ek e die „p imä en" Ein lüsse en wede e s ä -
ken ode abschwächen. Dies bedeu e , daß die sich zunächs abzeich-
nende Zunahme de heimischen Gü e nach age und de da aus bei
6 Die aus Zinse ägen esul ie ende Ve mögensakkumula ion sei in diesem
Zusammenhang e nachlässig .
7 Analoge Zusammenhänge gel en ü P eissenkungen bzw. ausländische
Ve ände ungen.
8 Vgl. dazu die Un e scheidung zwischen „ eal balance e ec " und „non-
mone a y weal h e ec " bei Pa inkin (1965).
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332 Ekkeha d Bechle
kons an en P oduk ionsmöglichkei en no wendige weise esul ie ende
Abbau des an änglichen Handelsbilanzübe schusses g undsä zlich so-
wohl beschleunig als auch e langsam we den.
Ve gleich man diese Übe legungen mi de o angegangenen Da -
s ellung des e wei e en auschwi scha lichen Modells, so is zu beob-
ach en, daß das o liegende mone ä e Modell den gleichen ealen
Reak ions- und Wi kungszusammenhängen un e lieg , die auch im eal-
wi scha lichen Modell zu age ge e en wa en. Da übe hinaus e ö ne
sich hie jedoch die Möglichkei , Va ia ionen und Anpassungen ein
mone ä e G ößen wie Zahlungsbilanz, Wechselku s, Kapi albilanz und
absolu e P eise zu un e suchen, ohne den E klä ungsansp uch de „ ei-
nen" Theo ie au zugeben, d. h. ohne au die s uk u elle Besch eibung
des in e na ionalen Tauschgleichgewich s zu e zich en. Daß sich dabei
du ch die Be ücksich igung mone ä e Zusammenhänge zusä zliche De-
e minan en dieses in e na ionalen Gleichgewich s e geben, kann kaum
übe aschen — die K i ik an de he kömmlichen Annahme eine Neu-
ali ä des Geldes basie ja bekann lich au de Ve mu ung eines sol-
chen Zusammenhanges zwischen ealen und mone ä en G ößen.
Das E gebnis unse e Be ach ungen bes eh dahe nich nu in de
E kenn nis, daß de Ein luß on Ve mögensbes änden in de o liegen-
den Modellbe ach ung einen Mechanismus e kö pe , de das Zu-
s andekommen eines Handelsbilanzgleichgewich s beschleunigen ode
e zöge n kann, sonde n o allem in dem Hinweis, daß du ch die Be-
ücksich igung de Ve mögenshal ung als De e minan e de Gü e - und
Geldnach age ein Bindeglied zwischen eale und mone ä e Ebene de
Volkswi scha en s eh , welches zu Übe windung de in de adi-
ionellen „ einen" Außenhandels heo ie implizi en hal enen „nai en"
Quan i ä s heo ie des Geldes bei agen kann.
Zusammen assung
Die o liegende A bei e such , die nach age heo e ischen P ämissen de
he kömmlichen Hecksche -Ohlin-Modelle zu e wei e n, indem sie die Ve -
mögenshal ung als eine mögliche De e minan e des Nach age e hal ens be-
ücksich ig . Dabei en s eh eilich die Schwie igkei , wie die Exis enz on
Ve mögensbes änden im Rahmen eines gü e wi scha lichen Modells ge-
ech e ig we den kann, in welchem eine ausschließliche P oduk ion on
Konsumgü e n un e s ell wi d. Als Ausweg wi d hie o geschlagen, Ve -
ände ungen des gesam wi scha lichen Ve mögensbes andes du ch die expli-
zi e Be ücksich igung in e na ionale Ve schuldungs- und K edi gewäh ungs-
o gänge in die Be ach ung einzubeziehen. Da übe hinaus e ö ne sich
du ch diese Vo gehensweise die Möglichkei , de K i ik an den Modellen de
einen Außenhandels heo ie in zwei wei e en Punk en Rechnung zu agen:
Zum einen wi d du ch die Be ücksich igung de in e na ionalen K edi ge-
wäh ung eine gene elle Ein üh ung mone ä e Aspek e in die eine Außen-
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Handelsbilanz und gesam wi scha liche Ve mögensbes and 333
handels heo ie e möglich , zum ande en schein sich so ein Weg abzuzeichnen,
wie die un ealis ische Annahme eine ausgeglichenen Handelsbilanz au ge-
geben we den kann.
Summa y
I is a gued ha weal h e ec s should be conside ed as a de e minan o
demand in adi ional ade heo y. Consequen ly he ques ion a ise how o
jus i y changes o agg ega e weal h in a non-mone a y economy whe e only
consump ion goods a e p oduced. I is shown ha unde he assump ions o he
s anda d Hecksche -Ohlin-models changes o agg ega e weal h can only be
ini ia ed when unbalanced ade c ea es claims agains he de ici economy.
Conside ing he in luence on demand o his "na ional weal h" and i s changes
we ind ha he s abili y o ade equilib ium is ei he s eng hened o
weakened when weal h e ec s a e p esen . Beyond his we ind ha hese
claims cons i u e a quasimone a y elemen in adi ional ba e models o
in e na ional ade.
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