Ki e e , Wol gang
A icle
Sind S eue n und S aa s e schuldung äqui alen e
Ins umen e zu Finanzie ung de S aa sausgaben?
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ki e e , Wol gang (1986) : Sind S eue n und S aa s e schuldung äqui alen e
Ins umen e zu Finanzie ung de S aa sausgaben?, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke &
Humblo , Be lin, Vol. 19, Iss. 2, pp. 271-291,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.19.2.271
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Sind S eue n und S aa s e schuldung
äqui alen e Ins umen e zu Finanzie ung
de S aa sausgaben?
Von Wol gang Ki e e , Kiel*
I. Ein üh ung
Die F age nach dem ich igen Ve häl nis zwischen S eue n und S aa s e -
schuldung is so al und so ums i en wie die S aa s e schuldung selbs .
Einen in jüngs e Zei wiede s ä ke beach e en Bei ag zu diese P o-
blema ik lie e e Da id Rica do mi seine These, daß e schiedene Finan-
zie ungs o men ü die S aa sausgaben, nämlich S eue n und s aa liche
K edi au nahme, hinsich lich ih e gesam wi scha lichen Wi kungen als
öllig gleicha ig zu bewe en seien.1 Diese These, ih e Beg ündung und
den au ih be uhenden inanzpoli ischen Schluß olge ungen is de ol-
gende Bei ag gewidme . Dabei soll insbesonde e de Ein luß beide Finan-
zie ungsins umen e au die in e empo alen Alloka ionsen scheidungen,
d. h.
au den Konsum und die Ve mögensbildung de p i a en Wi scha s-
subjek e disku ie we den.
Rica do ha seine These in das olgende Beispiel gekleide :
"When, o he expenses o a yea 's wa , wen y millions a e aised by means o a
loan, i is he wen y millions which a e wi hd awn om he p oduc i e capi al o he
na ion. The million pe annum which is aised by axes o pay he in e es o his loan,
is me ely ans e ed om hose who pay i o hose who ecei e i , om he con-
ibu o o he ax, o he na ional c edi o . The eal expense is he wen y millions,
and no he in e es which mus be paid o i . Whe he he in e es be o be no paid,
he coun y will nei he be iche no poo e . Go e nmen migh a once ha e
equi ed he wen y millions in he shape o axes; in which case i would no ha e
been necessa y o aise annual axes o he amoun o a million."2
* De Ve asse ha im Somme semes e 1985 einen Teil de nachs ehenden Übe -
legungen im Rahmen seine An i s o lesung an de Wi scha s- und Sozialwissen-
scha lichen Fakul ä de Uni e si ä Kiel o ge agen.
1 Buchanan (1976) ha dahe den Beg i des „Rica dianischen Äqui alenz heo-
ems" einge üh .
18 K edi und Kapi al 2/1986
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272 Wol gang Ki e e
Mil on F iedman ha dieses Rica dianische Äqui alenz heo em 1978 in
ande e Fo m wiede hol :
"The o al ax bu den on he Ame ican people is wha he go e nmen spends, no
hose eceip s called axes. Any de ici is bo ne by he public in he o m o hidden
axes - ei he in la ion o he e en mo e e ec i ely hidden ax co esponding o bo -
owing om he public."3
II. Implika ionen des Äqui alenz heo ems
Zu E klä ung de wi kungsanaly ischen Implika ionen des Äqui alenz-
heo ems soll im olgenden zunächs on ein achen K eislau zusammenhän-
gen ausgegangen we den. Dabei besch änken wi uns au den Fall de Di -
e en ialinzidenz, d.h. au einen Wechsel de Finanzie ungs o men: Bei
kons an en S aa sausgaben we den S eue n du ch K edi einnahmen
e se z . Auße dem wi d o ausgese z , daß de S aa das gesam wi scha -
liche P oduk ionspo en ial nu zu konsum i en Zwecken in Ansp uch
nimm . S aa sausgaben sind also zugleich S aa s e b auch.
Zusä zliche S aa s e schuldung bedeu e ce e is pa ibus eine e min-
de e E spa nis des S aa es. Nach dem Rica dianischen Äqui alenz heo em
nimm im gleichen Um ang die E spa nis des p i a en Sek o s zu. Die
gesam wi scha liche E spa nis e ände sich dahe nich . Die P i a en
e höhen ih e Ve mögensbildung im gleichen Um ang wie sich de S aa
zusä zlich e schulde . Da hie implizi eine Wi scha ohne Außenbezie-
hungen un e s ell wi d, handel es sich um eine Ve schuldung des S aa es
im Inland, um eine in e ne S aa s e schuldung. Diesen Sach e hal haben
die Klassike mi dem Sa z umsch ieben: "We owe i o ou sel es." S aa s-
e schuldung im Inland is eine Ve schuldung gegenübe de eigenen Na ion
und kann nich zu eine E höhung des Ve mögens de Volkswi scha üh-
en, wenn man sie als Ganzes beg ei .
F eilich s ecken hin e eine solchen Aussage noch wei e e Implika ionen,
die e s sich ba we den, wenn man die einzelnen Agg ega e de gesam -
wi scha lichen Einkommens e wendung be ach e . Bei un e ände e
gesam wi scha liche E spa nis bleiben auch die gesam wi scha lichen
In es i ionen kons an . Da un e de Vo ausse zung de Di e en ialinzi-
denz auch die S aa sausgaben es o gegeben sind, könn e sich nu noch
de p i a e Ve b auch ände n. De abe bleib eben alls kons an . Denn, wie
2 Rica do (1951), S. 244 . De Volls ändigkei halbe sei e wähn , daß Rica dos
S andpunk di e enzie e wa , als es in diesem Beispiel zum Ausd uck komm . Vgl.
dazu im einzelnen O'D iscoll (1977), S. 207 - 210.
3 F iedman (1978), zi ie nach Bui e und Tobin (1979), S. 40.
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S eue n und S aa s e schuldung: äqui alen e Ins umen e? 273
spä e noch im einzelnen zu beg ünden sein wi d, e höh zwa die S eue -
senkung das e ügba e Einkommen de P i a en, sie wi d abe oll in
e höh e E spa nisse umgese z und ha keine Auswi kungen au den Kon-
sum. Ande s gewende wi d diese Äqui alenz noch deu liche : Ebenso wie
die S eue senkung den Konsum an eg , eduzie ihn die kompensa o isch
ans eigende K edi au nahme wiede . Die Au nahme s aa liche K edi e e -
d äng also ebenso den p i a en Konsum wie die E hebung on S eue n.4
Dies is de eigen liche Ke n des Äqui alenz heo ems hinsich lich de Wi -
kungen de S eue - bzw. K edi inanzie ung de S aa sausgaben und en -
sp ich auch ollkommen de ealwi scha lichen Sich de Klassike . De
Ansp uch des S aa es an das P oduk ionspo en ial, de Ressou cen ans e
on den P i a en zum S aa , wi d du ch die o gegebenen S aa sausgaben,
d.h. du ch die Käu e on Gü e n und Diens leis ungen, ep äsen ie . Wie
diese Ansp uch inanzie wi d, is une heblich.
Anzume ken is auch noch die spezielle A des „c owding ou " in diesem
klassischen Konzep . Un e den genann en Vo ausse zungen e d äng die
S aa s e schuldung den p i a en Konsum, nich die p i a en In es i ionen.5
Eine zunehmende S aa s e schuldung ha keine Auswi kungen au die
gesam wi scha liche Kapi albildung! Dahe kann sich aus de S aa s Ve -
schuldung auch keine Las e schiebung in die Zukun e geben.6 Nu wenn
die p i a e Kapi albildung du ch eine zunehmende S aa s e schuldung ein-
gesch änk wü de, müß en zukün ige Gene a ionen eine Belas ung du ch
e inge e Wachs umsmöglichkei en hinnehmen.
Schließlich is noch au eine le z e Implika ion hinzuweisen. Da alle
olkswi scha lichen Teilagg ega e kons an bleiben, e ände sich auch
das gesam e Volkseinkommen nich . Bei eine zunehmenden S aa s e -
schuldung wi d also ein un e ände es Sozialp oduk mi eine e ände en
Finanzie ungss uk u e s ell . Auch dies en sp ich den Annahmen de
klassischen Theo ie. Es he sch Vollbeschä igung, so daß eine Ausdehnung
des ealen Volkseinkommens du ch s aa liche De izi inanzie ung nich
möglich is . S aa s e schuldung un e s ü z , wie die Bes eue ung, nu die
Alloka ions unk ion des S aa shaushal s: Es we den gesam wi scha liche
Ressou cen on de p i a en in die s aa liche P oduk ion umgelenk . Eine
S abilisie ungs unk ion mi expansi en Wi kungen de S aa s e schuldung
4 Felds ein bezeichne dies als „ex an e c owding ou ", du ch das Zins- und Po o-
lio-C owding-Ou i ele an we den. Vgl. Felds ein (1982), S. 2.
5 Vgl. a. Ba o (1976), S. 346 .
6 Die Behaup ung Gandenbe ge s, es sei heu e unbes i en, daß die S aa s e -
schuldung zu Las e schiebung geeigne sei, is dahe in diese Allgemeinhei nich
zu e end. Vgl. Gandenbe ge (1983), S. 860.
18*
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274 Wol gang Ki e e
exis ie un e diesen Annahmen nich . Alles in allem is dahe eine Fiskal-
poli ik mi Hil e eine zunehmenden S aa s e schuldung ku z is ig wi -
kungslos und lang is ig unschädlich.7
Wie läß sich die Äqui alenz zwischen S eue - und K edi inanzie ung
de S aa sausgaben heo e isch e klä en? Um diese F age zu bean wo en,
muß man be ücksich igen, daß die Wi scha ssubjek e de S aa s e schul-
dung einen Ve mögenswe beimessen, weil sie da aus Zinseinkommen
beziehen. Denn Ve mögen wi d in de Regel de inie als de Gegenwa s-
we zukün ige e wa e e Ne oe äge.8
Angenommen de S aa emi ie e eine Anleihe B mi unendliche Lau zei
und zahle au jedes Anleihepapie einen jäh lichen Nominalzins on eine
DM:9 Un e de Vo ausse zung eines kons an en Diskon ie ungs ak o s z
en sp ich de Ba we alle zukün igen Zinszahlungen dem Quo ien aus
dem Nominalwe de Anleihe und dem Zinssa z (B/z). De Um ang de
om S aa am Kapi alma k e ziel en K edi einnahmen en sp ich also dem
Ku swe de om S aa ausgegebenen Anleihe, und diese ep äsen ie
nich s ande es als die abdiskon ie e Summe alle zu e wa enden Zins-
e äge.
Zinszahlungen sind Ausgaben des S aa es. Fü ih e Finanzie ung is die
E hebung zusä zliche S eue n (T) no wendig. Es inde also in jede
Pe iode ein T ans e on den S eue zahle n zu den Zinsemp änge n s a .
So e n man da on ausgehen kann, daß beide Zahlungss öme (S eue ein-
nahmen und Zinsausgaben) gleich g oß sind und daß au beide zukün igen
Zahlungs eihen de gleiche Diskon ie ungs ak o angewand we den kann,
muß de Ba we alle zukün igen Zinszahlungen (B/z) genau so g oß sein
wie de Gegenwa swe alle zukün igen Zinss eue zahlungen (T/z). We -
den die p i a en Wi scha ssubjek e abe in dem gleichen Maße, in dem sie
du ch Zinszahlungen begüns ig we den, du ch S eue zahlungen wiede
belas e , so mach sie ein solche T ans e insgesam wede eiche noch
ä me . Ih Ve mögen bleib un e ände . Die Schulden des S aa es sind also
kein p i a es Ve mögen, sie sind e mögensneu al.
Die p i a en Wi scha ssubjek e haben e schiedene Möglichkei en, die
S eue belas ung, die ö en liche Ve schuldung und die p i a e Ve schul-
dung mi einande zu kombinie en, ohne daß sich dadu ch ih e Ve mögenssi-
* Vgl. Tobin (1981), S.
57
.
8 Vgl. Fuh mann und Rohwedde (1983), S. 169.
9 In Wi klichkei kann de Nominalzins auch
z. B.
bei
6 %
ode
8 %
liegen. Die S ük-
kelung de We papie e läß sich imme so wählen, daß heo e isch ein Zinsbe ag on
eine DM an äll . Dies is lediglich ein No mie ungs o gang, de am Inhal des P o-
blems nich s e ände .
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S eue n und S aa s Ve schuldung: äqui alen e Ins umen e? 275
ua ion e ände : Wenn sie sich de S eue belas ung en ziehen und in en -
sp echendem Um ang p i a e K edi e au nehmen, wi d ih Ve mögen du ch
die zukün igen Zinsbelas ungen in gleiche Höhe e minde , o ausge-
se z , daß die P i a en sich zu den gleichen Bedingungen e schulden kön-
nen wie de S aa . Finanzie en sie dagegen die S eue n aus ih en E spa nis-
sen, so gehen ihnen die da aus an allenden Zinseinkommen e lo en. S ellen
sie dem S aa ih e E spa nisse eiwillig zu Ve ügung, so wi d de dami
e wo bene Ansp uch au Zinse äge du ch die zukün igen Zinss eue e -
p lich ungen kompensie .
Die Gül igkei des Rica dianischen Äqui alenz heo ems ha wei ei-
chende Konsequenzen, nich nu ü die Theo ie, sonde n auch ü die p ak-
ische Wi scha spoli ik:
S aa s e schuldung und S eue n sind olls ändig gegeneinande subs i u-
ie ba . Die S aa s e schuldung is in dem Sinne neu al, daß sie die ( a io-
nale) op imale En scheidung de p i a en Haushal e zwischen Konsum und
Spa en nich beein luß . Sie is sowohl Ve mögens- als auch alloka ionsneu-
al. Denn die p i a en Haushal e haben bei eine Ausdehnung ode Ein-
sch änkung de s aa lichen K edi inanzie ung und eine en sp echenden
S eue senkung bzw. -e höhung keinen Anlaß, ih e Konsum- und Spa pläne
zu e idie en. Woll e de S aa z.B. einen Teil seine Schulden du ch
S eue e höhungen ilgen und au diesem Wege zugleich seine Bü ge zu
einem höhe en Konsum e zich zwingen, so wü den diese die S aa s e -
schuldung du ch eine höhe e p i a e Ve schuldung kompensie en. Eine Ve -
schiebung ode Um e eilung on Finanzie ungslas en ände nich s a .
Die gleiche Las en e eilung wü de nu mi ande en (äqui alen en) Mi eln,
nämlich mi p i a e s a mi ö en liche Ve schuldung, bewäl ig , imme
o ausgese z , daß sich die P i a en zu den gleichen Bedingungen e schul-
den können wie de S aa . Es sind also nich nu S eue n und S aa s e -
schuldung, sonde n auch die ö en liche und die p i a e Ve schuldung belie-
big gegeneinande subs i uie ba .
Du ch das Äqui alenz heo em we den eine Reihe on E ek en obsole ,
au denen gewisse ku z- und lang is ige mak oökonomische Analysen au -
bauen.10 So kann man z.B. nich meh , wie Modigliani, da on ausgehen, daß
eine zunehmende S aa s e schuldung die p i a en Haushal e wegen des
zunehmenden Ve mögens zu eine e s ä k en Nach age nach Konsumgü-
e n und zu eine Reduzie ung ih e E spa nisse e anlaß 11 ode , wie Tobin,
annehmen, daß inanzielle Ak i a in Fo m on s aa lichen We papie en ein
10 Vgl. zum olgenden auch Thompson (1967), S. 1208, und Ba o (1974), S. 1116.
11 Vgl. Modigliani (1961).
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276 Wol gang Ki e e
Subs i u ü Sach e mögen da s ellen.12 Auch die in de Mak o heo ie so
wich igen Ve mögense ek e mi ih en Auswi kungen au die gesam wi -
scha liche Nach age und dami au P oduk ion und Beschä igung hängen
da on ab, daß eine zunehmende S aa s e schuldung im p i a en Sek o als
eine Ve mögense höhung angesehen wi d. Da dies nach dem Rica diani-
schen Äqui alenz heo em nich de Fall is , bleib , wie be ei s e wähn , die
iskalpoli ische Konjunk u s eue ung du ch s aa liche De izi inanzie ung
wi kungslos.
III. De uns e bliche Konsumen und die Be ücksich igung
zukün ige Gene a ionen
Das Rica dianische Äqui alenz heo em wi d häu ig am Beispiel eine
s aa lichen Anleiheemission mi unendliche Lau zei demons ie . Dami
wi d un e s ell , daß die Wi scha ssubjek e alle in de Zukun liegenden
Zahlungss öme in ih En scheidungskalkül einbeziehen, und zwa auch
dann, wenn diese Zahlungss öme wei übe ih en du ch ih e Lebense wa -
ungen beg enz en Planungsho izon hinaus eichen. Diese Sich weise se z
en wede einen uns e blichen Konsumen en o aus ode implizie die Wi -
kungsweise eines analogen Mechanismus, de da ü so g , daß die lebens-
zei bezogenen En scheidungen un e schiedliche Gene a ionen in en sp e-
chende Fo m mi einande e ke e we den. Die Analyse solche in e gene-
a i e En scheidungssys eme be eiche nich nu die Diskussion um die
Ve mögenswi ksamkei de S aa s e schuldung, sonde n e mi el auch
einen Einblick in die F ages ellung, ob, wie und in welchem Um ang das
In e esse kommende Gene a ionen du ch eine Ausdehnung de S aa s e -
schuldung be ücksich ig wi d.
Ba o ha in einem Zwei-Gene a ionen-Modell gezeig , wie du ch in e -
gene a i e T ans e s, zu denen insbesonde e die Übe agung on Ve mögen
du ch E bscha en, abe auch z.B. die Bildungsausgaben de El e n ü ih e
Kinde gehö en, de Planungsho izon eine Gene a ion in die Zukun e -
länge we den kann.13 E un e scheide eine junge Gene a ion, die lau en-
des A bei seinkommen bezieh , und eine Gene a ion im Ren enal e . Die
E spa nisse de heu igen Ren ne gene a ion sind zugleich E bscha en ü
die junge Gene a ion, wenn diese ins Ren enal e ein i und die al e Gene-
a ion e s i b .
12 Vgl. Tobin (1981).
13 Vgl. Ba o (1974).
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S eue n und S aa s e schuldung: äqui alen e Ins umen e? 277
Ba o geh da on aus, daß de S aa in de lau enden Pe iode We papie e
anbie e und die K edi e löse ü T ans e zahlungen an die al e Gene a ion
e wende .14 Die S eue n zu Finanzie ung de lau enden Zinsausgaben
müssen on de jungen Gene a ion au geb ach we den. Jede Anleihe ha
nu eine Lau zei on eine Pe iode. Sie wi d zu Beginn de nächs en
Pe iode zu ückgezahl , wobei die Tilgungsausgaben wiede um du ch
Bes eue ung de ehemals jungen Gene a ion in ih e Al e spe iode inan-
zie we den.
Die zusä zlichen T ans e zahlungen we den on de al en Gene a ion
nich in zusä zliche Konsumausgaben, sonde n in zusä zliche E spa nisse
umgese z und üh en dami zu eine höhe en E bscha an die jünge e
Gene a ion. Diese kann dami die Rückzahlung de S aa sschuld oll
inanzie en, ohne daß eine Ände ung ih e Konsumpläne no wendig is .
Auch die Zinss eue e p lich ungen de jungen Gene a ion ände n an diese
Si ua ion nich s. Bei un e ände em Konsum im A bei sal e senk sie in
en sp echendem Um ang ih e E spa nisse. Ih e Konsummöglichkei en im
Ren enal e we den dadu ch nich beein luß . Denn die Abnahme ih e
E spa nisse wi d beim Ein i de jungen Gene a ion in das Ren enal e
du ch eine im gleichen Um ang e höh e (und übe den zu ilgenden Nomi-
nalbe ag de S aa s e schuldung hinausgehende) E bscha ge ade ausge-
glichen. Auch die junge Gene a ion ha dahe wede im A bei s- noch im
Ren enal e einen Anlaß, ih e Konsumpläne zu ände n. Bei de da ges ell en
A in e gene a i e T ans e s bleiben also le z lich alle Op ima unbe üh .
S aa s e schuldung is auch im Gene a ionsmodell sowohl Ve mögens- als
auch alloka ionsneu al. Es en s ehen wede Nach agee ek e noch e än-
de sich bei zunehmende K edi nach age des S aa es de Zinssa z.
Das Modell kann ü unendlich iele Gene a ionen o gese z we den,
denn auch in de zwei en Pe iode kann z.B. nach de Rückzahlung de al en
S aa sschuld eine neue au genommen we den, die ü T ans e zahlungen an
die ( o mals junge und je z ) al e Gene a ion e wende wi d und die die
nach olgende junge Gene a ion ih e sei s im Ren enal e zu ückzahlen
muß. En sp echende Anpassungen de E spa nisse de beiden Gene a ionen
und de in e gene a i en T ans e s (E bscha en) de jeweiligen Ren ne ge-
ne a ion so gen ü eine Au ech e hal ung de Konsumpläne de unmi el-
ba au einande olgenden Gene a ionen, so daß dieses Modell schließlich
mi jenem „uns e blichen Konsumen en" übe eins imm , de alle zukün i-
gen Zinss eue belas ungen und emp angene Zinseinkommen au den heu i-
14 Dies is an sich de Fall eine Budge ni eauinzidenz, de abe gleichgese z we -
den kann mi de Di e en ialinzidenz, so e n nu „lump-sum axes" e hoben we den.
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gen Tag zu einem Ne o e mögen on Null abdiskon ie und dessen in e -
empo ale Konsum- und Spa pläne du ch die S aa s e schuldung nich
ges ö we den.15
De zen ale Gedanke des Ba oschen Modells, daß die Wi scha ssub-
jek e bei eine Ausdehnung de S aa s e schuldung - ähnlich wie wi es
be ei s bei de k eislau analy ischen Be ach ung da geleg ha en - ih e
E spa nisse e höhen und sie in Fo m on in e gene a i en T ans e s (E b-
scha en) an die nächs e Gene a ion wei e geben, e weck den Eind uck, als
un e s elle das Modell eine al uis ische Handlungsweise und als seien die
au ihm basie enden Schluß olge ungen abhängig da on, daß sich die de -
zei lebende Gene a ion gegenübe den In e essen ih e Nach olge nich
indi e en e häl . Da sich die Einwände maßgebliche K i ike wie Tobin
und Felds ein16 au diesen Punk beziehen, soll im olgenden ku z jene Fall
be ach e we den, in dem die Konsumen en on heu e das In e esse
zukün ige Gene a ionen e nachlässigen. Un e s ell sei, daß die Lau zei
de om S aa au genommenen Anleihen übe den Planungsho izon de
Gläubige hinausgeh und daß die de zei ige Gene a ion nich gewill is ,
Ve mögen in Fo m on E bscha en an die zukün igen Gene a ionen wei-
e zugeben. Die Wi scha ssubjek e e hal en sich in diesem Falle du ch-
aus a ional, wenn sie de S aa s e schuldung einen posi i en Ve mögens-
we beimessen. Denn bei S eue senkungen können die p i a en Haushal e
unmi elba übe einen g öße en Teil ih es lau enden Einkommens e ü-
gen. Die di ek en S eue senkungen haben dahe ü die heu ige Gene a ion
einen höhe en We als die aus de S aa s e schuldung en s ehenden
zukün igen Zinss eue e p lich ungen, on denen sie nach ih em Ableben
nich meh be o en is . Zwa s immen die Ba we e de zukün igen Zins-
zahlungen und Zinss eue e p lich ungen auch in diesem Fall mi einande
übe ein, abe ü die Disposi ionen de heu igen Gene a ion sind nu die
wäh end ih e Lebenszei an allenden Zinss eue e p lich ungen maßgeb-
lich. Da die mi de K edi inanzie ung einhe gehende S eue senkung in
ollem Um ang einkommens- und e mögenswi ksam is , e äh die heu-
ige Gene a ion eine S eige ung ih es Ve mögens in Höhe des Ba we es de
übe ih e Lebenszei hinausgehenden, d.h. au die zukün igen Gene a io-
nen e lage en Zinss eue belas ungen.
De Vo eil de S eue senkung und de ko espondie ende Ve mögens-
we de S aa s e schuldung we den noch deu liche , wenn man umgekeh
a gumen ie : Die heu ige Gene a ion kann sich eine S eue inanzie ung
15 Zu Da s ellung des „uns e bliche Konsumen en" gl. auch Mille und Up on
(1974), S. 176 - 179.
Vgl. Tobin (1981), S. 61 .; Felds ein (1982), S. 4 .
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S eue n und S aa s Ve schuldung: äqui alen e Ins umen e? 285
äl e e Gene a ion gezwungen, zu Siche ung ih e Al e seinkün e (bzw.
ih es „second-pe iod consump ion") ih e E spa nisse in den wenige en a-
blen Ve mögens o men (physisches Kapi al) anzulegen. Die S aa s e schul-
dung wü de das gesellscha liche Wohl ah sni eau e höhen, weil sie es de
heu igen Gene a ion e laub , die nach olgende Gene a ion mi eine Ve -
bindlichkei zu belas en und ein höhe es Ni eau an ( en able en) In es i io-
nen in Humankapi al anzus eben (und zwa solange, bis die G enzp oduk-
i i ä en beide In es i ions o men gleich sind).27
E izienz- und Ve mögense ek e en s ehen auch hie dadu ch, daß die
S aa s e schuldung den Wi scha ssubjek en Möglichkei en e ö ne , ih e
in e empo alen Konsumen scheidungen besse als o he an ih e P ä e en-
zen anzupassen. Die S aa s e schuldung bie e Disposi ionsmöglichkei en,
die sich wede bei eine S eue inanzie ung des S aa shaushal s noch du ch
eine p i a e Ve schuldung ealisie en lassen.28 Zudem kommen die di e-
en iellen S eue senkungen nich nu , wie im o he be ach e en Fall, de
Begeh lichkei jene Be ölke ungsg uppen en gegen, die ausschließlich ih e
Nach olge belas en wollen und einen höhe en Konsum wünschen. Vielmeh
we den Ausgabens öme in p oduk i e e Fo men de Ve mögensbildung
gelenk . Die heu ige Gene a ion e e b zwa keinen höhe en, wohl abe
einen p oduk i e en Kapi als ock. Es is soga möglich, daß die äl e e Gene-
a ion ih e E spa nisse in Fo m in e gene a i e T ans e s nich im Um ang
de zusä zlichen S aa s e schuldung e höh , sonde n einen Teil de S eue -
senkungen in Konsum umse z . Das is unschädlich ü die e bende Gene a-
ion, weil die Zinss eue n aus ges iegenen Löhnen gezahl we den können,
so daß die jünge e Gene a ion besse ges ell is wegen höhe e Löhne und
die al e Gene a ion, weil sie an ihnen pa izipie ( e eil es zusä zliches
Wachs um).
Es komm also o ensich lich nu da au an, welche p i a en Ausgaben
du ch die zusä zliche S aa s e schuldung ini iie we den. Sind sie lediglich
konsum i , so sind sie zwa ku z is ig nach agewi ksam, abe lang is ig
wachs umsschädlich. Sind sie dagegen p oduk i , dann is die zunehmende
S aa s e schuldung ku z- und lang is ig e izien .
27 Diesen Zusammenhang ha insbesonde e D azen (1978) un e such . Au die
„Un e kapi alisie ung" de Wi scha wegen de ehlenden Ma k gängigkei des
Human e mögens ha auch Mundeil (1971), S. 13, e wiesen.
28 Weng e be on zu Rech (alle dings in einem ande en Zusammenhang), daß „die
ehlende Ma k gängigkei bes imm e Ve mögensposi ionen ü ih e Inhabe i ele-
an (is ), solange sie die Beleihungsg enze nich e eichen, bis zu de am Kapi al-
ma k ohne Risikozuschlag Mi el au genommen we den können." Wenge (1983),
S. 247. Eine E wei e ung de Disposi ionsmöglichkei en i nu bei „Ecklösungen"
ein, d.h. bei Haushal en, die sich (höhe ) e schulden wollen, abe nich können.
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286 Wol gang Ki e e
Bekann lich spiel die Un e scheidung konsum i e und p oduk i e
(in es i e ) Ausgaben auch im s aa lichen Be eich eine Rolle. Denn die Ve -
schiebung on Finanzie ungslas en in die Zukun , das in de Li e a u
imme wiede k i isie e Las e schiebungsa gumen , wi d ja ge ade mi
dem Hinweis da au ge ech e ig , daß p oduk i e S aa sausgaben den
zukün igen Gene a ionen zusä zliches Wachs um und dami auch e höh e
Konsummöglichkei en e scha en, ü die sie dann auch die höhe en
Finanzie ungslas en au sich nehmen soll en („pay-as-you-use-P inzip").
Dennoch wi d sich das U eil übe die S aa s e schuldung nich ände n,
wenn man den engen analy ischen Rahmen nich e läß , in den wi das P o-
blem hineinges ell ha en. Un e den Vo ausse zungen, daß sich die p i a-
en Wi scha ssubjek e zu den gleichen Bedingungen e schulden können
wie de S aa , ha eine di e en ielle Zunahme de S aa s e schuldung zu
Finanzie ung eines gegebenen s aa lichen Ausgabenni eaus nach wie o
keine Alloka ions- ode Ve mögense ek e zu Folge. Zwa sind zusä zliche
p oduk i e S aa sausgaben, die Wachs umswi kungen in de Zukun
e wa en lassen, e mögenswi ksam, und sie können dahe auch den lau en-
den Konsum e höhen; im Gegensa z zu Ausgabensei e is abe de Wechsel
de Finanzie ungsins umen e alloka ions- und e mögensneu al. Es
bes eh also selbs bei p oduk i en S aa sausgaben kein G und, wegen eine
ge ech en in e gene a i en Las en e eilung de K edi inanzie ung den
Vo ang o de S eue inanzie ung zu geben.29 Das klassische Denken kann
hie den Blick ü die Bedeu ung ealwi scha liche Zusammenhänge
schä en. Nich die S aa s e schuldung e höh das Ve mögen des p i a en
Sek o s ode de Volkswi scha als Ganzes, sonde n die dami inanzie en
S aa sausgaben. Nich die S aa sanleihen scha en zusä zliche Konsum-
möglichkei en in de Zukun , sonde n p oduk i e S aa sausgaben.
Ve such man, die Al e na i e S eue - e sus K edi inanzie ung ö en -
liche Ausgaben un e E izienzgesich spunk en noch einmal zusammen as-
send zu bewe en, so wi d man zwei g undsä zliche A gumen e be ücksich-
igen müssen, die die E izienz des ö en lichen K edi s ela i ie en:
(1) Bei di e en iell zunehmende S aa s e schuldung s eig die gesam -
wi scha liche E izienz nu , wenn de S aa die K edi auslese unk io-
nen e izien e wah nimm als ma k wi scha liche Ins i u ionen dies
29 In de inanzwissenscha lichen Li e a u wi d auch im Falle de Budge inzi-
denz, d.h. bei eine Ausdehnung de S aa sausgaben, sowohl die K edi inanzie ung
als auch die S eue inanzie ung s aa liche In es i ionen als e einba mi eine
ge ech en S eue las e eilung angesehen, so e n sich die In es i ionsausgaben meh
ode wenige kon inuie lich en wickeln. T e en dagegen In es i ionsschübe au , soll e
die K edi au nahme be o zug we den. Vgl. dazu Timm (1985).
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S eue n und S aa s e schuldung: äqui alen e Ins umen e? 287
könn en. Ich glaube nich , daß de Spiel aum ü E izienzgewinne
du ch S aa s e schuldung hie seh g oß is .
(2) Wenn de E izienzgewinn du ch zunehmende S aa s e schuldung nu
da in bes eh , daß la en e und du ch den Ma k nich e üllba e Kon-
sumwünsche in E üllung gehen, mag de dami e bundene Nach age-
e ek iskalpoli isch wünschenswe e scheinen.30 Ihm s ehen abe die
zukün igen Wachs ums e lus e gegenübe . Denn de zunehmende p i-
a e Ve b auch en al e sich zu Las en de gesam wi scha lichen
Kapi albildung, so daß die Konsummöglichkei en nach olgende Gene-
a ionen beein äch ig we den.
V. Ein ein ache empi ische Tes des Äqui alenz heo ems
Die F age, ob das Rica dianische Äqui alenz heo em empi ische Gül ig-
kei beansp uchen kann, is in den le z en Jah en in de Li e a u häu ige
un e such wo den. Die E gebnisse sind zwiespäl ig. In den e s en empi i-
schen Analysen wu de die Gül igkei des Rica dianischen Äqui alenz heo-
ems meis bes ä ig . Tobin ha jedoch diese Ansä ze eine eingehenden
me hodischen K i ik un e wo en und sie ela i ie .31 Die in jüngs e Zei
e schienenen Un e suchungen kommen übe wiegend zu dem E gebnis, daß
S eue n und S aa s e schuldung keine äqui alen en Wi kungen haben.32
Fü die Bundes epublik, ü die, sowei ich sehe, noch keine empi ischen
E gebnisse o liegen, wi d im olgenden ein Tes des Rica dianischen Äqui-
alenz heo ems o genommen, und zwa an Hand eine Konsum unk ion
on de in Übe sich 1 angegebenen Fo m.33
De G undgedanke is e häl nismäßig ein ach. Eine Bes ä igung des
Äqui alenz heo ems e gib sich, wenn S eue n und K edi inanzie ung des
S aa es die gleichen Auswi kungen au den p i a en Ve b auch haben. Da
de Finanzie ungssaldo des S aa es in de Konsumgleichung posi i de i-
nie wu de, müß en in diesem Falle die Koe izien en de beiden Va iablen
T und D das gleiche (nega i e) Vo zeichen haben und auße dem gleich g oß
sein (a4 = a5 < 0). Eine Zunahme des De izi s hä e dann die gleiche
30 So Tobin (1981), S. 61 - 63 und Felds ein (1982), S. 5.
31 Vgl. Bui e und Tobin (1979); Tobin (1981).
32 Holcombe, Jackson und Za dkoohi (1981); A ak (1982); Koskela und Vi en
(1983). Zu eine empi ischen Bes ä igung des Äqui alenz heo ems gelangen dagegen
Sea e (1982); Ca michael und Haw ey (1981).
33 Fü die Da ensammlung und die echnische Abwicklung de ökonome ischen
Schä zung danke ich meinen Mi a bei e n F au Diplom-Volkswi Ka in Jos und
He n s ud. e . pol. Jö n Pulczynski.
19 K edi und Kapi al 2/1986
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288 Wol gang Ki e e
Abnahme des p i a en Ve b auchs zu Folge wie eine S eue e höhung; eine
di e en ielle Zunahme de ö en lichen K edi inanzie ung wü de dagegen
den p i a en Ve b auch un e ände lassen.
Unse E gebnis s ü z jedoch das Rica dianische Äqui alenz heo em
nich . Zwa haben beide Koe izien en dem Be age nach unge äh die glei-
che G ößeno dnung (a4 = - 0,21; a5 = 0,17). Das Vo zeichen des K edi i-
nanzie ungskoe izien en a5 is abe posi i . Mi zunehmende K edi inan-
zie ung nimm dahe de p i a e Ve b auch zu, ein Zeichen da ü , daß de
S aa s e schuldung ein Ve mögenswe beigemessen wi d, sei es au G und
on Un ollkommenhei en des Kapi alma k es, on Subs i u ionse ek en
de Bes eue ung ode on ande en Fak o en, die die Wachs umse wa un-
gen de P i a en beein lussen. Dennoch soll e das E gebnis o sich ig beu -
eil und nich als endgül ige Wide legung des Äqui alenz heo ems gewe -
Übe sich 1: Konsum unk ion
C = <*i A In P + a2C - i
+ a3 Y 4- a4 T + a5 D
P : P eisindex des p i a en Ve b auchs
C - i : P i a e Ve b auch de Vo pe iode
Y : Ne osozialp oduk zu Ma k p eisen
T : S eue n (einschließlich Sozial e siche ungsbei äge) abzüglich T ans e zah-
lungen (einschl. l d. Übe agungen de Sozial e siche ung)
D : Finanzie ungssaldo des S aa shaushal s (De izi : +; Übe schuß: -)
Alle We e (mi Ausnahme des P eisindexes) wu den in ealen G ößen und p o Kop
de Wohnbe ölke ung be echne . Quelle: OECD-Da en ü die Bundes epublik
Deu schland.
E gebnis de ökonome ischen Schä zung (OLS)
Va iable Koe izien S anda dabw. T-We
P - 3 362,23 725,41 - 4,63
C -i 0,34 0,11 3,13
V 0,47 0,07 6,69
T - 0,21 0,07 - 2,96
D 0,17 0,06 3,03
R2: 0,998; Du bin-Wa son: 2,57
Schä zzei aum: 1962 - 1978
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S eue n und S aa s e schuldung: äqui alen e Ins umen e? 289
e we den. Di e enzie e e Schä zansä ze übe länge e Zei äume, wie sie
ü ande e Lände be ei s o liegen, müssen ü die Bundes epublik e s
noch e a bei e we den.
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290 Wol gang Ki e e
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Zusammen assung
Sind S eue n und S aa s e schuldung äqui alen e
Ins umen e zu Finanzie ung de S aa sausgaben?
Das Rica dianische Äqui alenz heo em besag , daß die S aa s e schuldung die
gleichen gesam wi scha lichen Auswi kungen ha wie die Finanzie ung de S aa s-
ausgaben übe S eue n. Es wi d zunächs da geleg , daß mi diesem Theo em
bes imm e k eislau heo e ische Implika ionen e bunden sind und daß es Ve mö-
gensneu ali ä und Alloka ionsneu ali ä de S aa s e schuldung beinhal e .
An Hand de G undzüge des on Ba o en wickel en Gene a ionen-Modells we den
die Be ücksich igung des In e esses zukün ige Gene a ionen sowie die s aa liche
und die p i a e Ve schuldung als Ins umen e ü den in e empo alen T ans e on
Konsum un e such . Die F age, ob mi Hil e de S aa s e schuldung eine e izien e e
in e empo ale Alloka ion de Ressou cen möglich is , weil die p i a en Konsump ä-
e enzen besse be ücksich ig we den können bzw. weil die s aa liche K edi au -
nahme aus Kos en- ode We bewe bsg ünden de p i a en Ve schuldung o zuzie-
hen sei, wi d - auch im Zusammenhang mi Kapi alma k un ollkommenhei en - ein-
gehend e ö e .
Ein ein ache empi ische Tes mi Hil e eine Konsum unk ion zeig , daß das
Rica dianische Äqui alenz heo em ü die Bundes epublik nich bes ä ig we den
kann.
Summa y
A e Taxes and Public Deb
Equi alen Ins umen s o Financing Go e nmen Expendi u es?
Rica do's equi alence heo em s a es ha public deb has he same mac oeconomic
e ec s as he inancing o go e nmen expendi u es ia axes. Fi s i is shown ha
ce ain implica ions o ci cula low heo y a e linked wi h his heo em and ha i
in ol es asse -neu ali y and alloca ion-neu ali y.
On he basis o he undamen als o he gene a ion model de eloped by Ba o,
allowances o he in e es s o u u e gene a ions and also public and p i a e deb as
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ins umen s o in e empo al ans e o consump ion a e examined. The ques ion o
whe he mo e e icien in e empo al ans e o consump ion is possible wi h he aid
o public deb because p i a e consump ion p e e ences can be allowed o mo e
e ec i ely o because go e nmen bo owing is p e e able o p i a e deb o cos o
compe i ion easons, is ho oughly en ila ed, also in connec ion wi h capi al ma ke
impe ec ions.
A simple empi ical es wi h he help o a consump ion unc ion shows ha he
Rica dian equi alence heo em canno be con i med o he Fede al Republic o
Ge many.
Résumé
Les impô s e l'ende emen de l'E a on -ils des ins umen s
équi alen s pou inance les dépenses de l'E a ?
D'ap ès le héo ème d'équi alence de Rica do, l'ende emen de l'E a a le même
impac mac oéconomique que le inancemen des dépenses de l'E a pa les impô s.
L'au eu mon e ou d'abo d que ce aines implica ions de la héo ie du ci cui son
liées à ce héo ème e qu'il con ien une neu ali é de pa imoine e d'alloca ion de
l'ende emen de l'E a .
A l'aide des ca ac é is iques du modèle de géné a ion dé eloppé pa Ba o, l'au eu
examine si l'in é ê de géné a ions u u es ainsi que l'ende emen é a ique e p i é
peu en ê e considé és comme ins umen s pou le ans e in e empo el de con-
somma ion. Il analyse en dé ail la ques ion sui an e, en se appo an égalemen aux
impe ec ions du ma ché des capi aux: une alloca ion in e empo elle des essou ces
es -elle possible à l'aide de l'ende emen de l'E a pa ce que les p é é ences de
consomma ion p i ées peu en ê e mieux p ises en considé a ion ou pa ce que
l'emp un é a ique es p é é able à l'ende emen p i é pou des aisons de coû s ou de
concu ence?
Un es empi ique acile à l'aide d'une onc ion de consomma ion mon e que le
héo ème d'équi alence de Rica do ne peu pas ê e con i mé pou la République
édé ale d'Allemagne.
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