Halm, Geo ge N.
A icle
P obleme de Lei wäh ung
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Halm, Geo ge N. (1962) : P obleme de Lei wäh ung, Schmolle s Jah buch ü
Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
82, Iss. 6, pp. 661-681,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.6.661
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P obleme de Lei wäh ung
Von
Geo ge N. Halm - Winches e /Mass., USA
Die olgenden Aus üh ungen beschä igen sich mi dem Dolla als
Lei wäh ung in Zahlungsbilanzschwie igkei en. Wi kliche P obleme
sollen on übe iebenen Be ü ch ungen geschieden und p ak ische
Lösungen ion ex emen ode schädlichen Vo schlägen gesonde
we den.
I. Die P obleme
G o
1
d d e i s e n w ä h u n
g
und Lei wäh ung
Die Wäh ungskon e enz on Genua emp ahl im Jah e 1922 die
Ein üh ung de Goldde isenwäh ung als Mi el, die damals bes ehende
Goldknapphei zu übe winden. Lände mi Goldde isenwäh ung be-
nü zen Gold und in Gold einlösba e De isen zu Deckungszwecken und
als in e na ionale Liquidi ä s ese en. Man kann deshalb sagen, daß
auch heu e iele Lände eine Goldde isenwäh ung haben, weil ih e
Wäh ungs ese en aus Gold und in Gold einlösba en Dolla gu haben
bes ehen. Es wä e abe besse , in diesem Fall on einem Lei wäh-
ungssys em zu sp echen, in dem de Dolla als Lei wäh ung dien
und die Ve einig en S aa en dami eine g undsä zlich ande e S ellung
einnehmen als die „Mi gliedslände " des Sys ems1. Denn das Lei -
wäh ungsland ha die Au gabe, da ü zu so gen, daß ein zu eichen-
des Angebo in e na ionale Liquidi ä s ese en zu Ve ügung s eh
und daß die o iziellen Dolla gu haben in Gold eingelös we den
können2.
Das Lei wäh ungssys em is ein Spezial all de Goldde isenwäh-
ung. Diese Fes s ellung kann abe nich umged eh we den, denn die
Lände mi Goldde isenwäh ung wu den in den zwanzige Jah en
1 Ve ein achend nehmen wi an, daß de Dolla allein als Lei wäh ung dien .
2 De englische Ausd uck ü Lei wäh ung „key cu ency" wu de on John
H.
Williams
einge üh . Vgl. „The Adequacy o Exis ing Cu ency Mechanisms
unde Va ying Ci cums ances",
The Ame ican Economic Re iew
, Mä z 1937,
Supplemen und „Cu ency S abiliza ion: The Keynes and Whi e Plans",
Fo eign A ai s
, Juli 1943.
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22 Geo ge N. Halm 662
nich on den Goldwäh ungslände n „ge üh ". Die Goldde isenwäh-
ung wu de genau so mechanis isch in e p e ie wie die Goldwäh-
ung, und de Zusammenb uch de Goldde isenwäh ung wa ge ade
da au zu ü ck zu üh en, daß es dem Sys em an bewuß e in e na io-
nale Zusammena bei geb ach. Es wä e deshalb alsch, wenn man die
Goldde isenwäh ung de zwanzige Jah e dem gegenwä igen Lei -
wäh ungssys em -gleichse zen und aus diese Iden i izie ung den Schluß
ziehen woll e, daß unse heu iges in e na ionales Zahlungswesen den-
selben Ge ah en ausgese z is , die die Goldde isenwäh ungen in den
d eißige Jah en zu Fall b ach en.
Die Goldde isenwäh ungen b achen zusammen, weil die Goldwäh-
ungslände sich zu „ üh en" weige en und sich in keine Weise ü
das Funk ionie en des in e na ionalen Zahlungssys ems e an wo -
lich ühl en. Die Schwie igkei en begannen dami , daß alsche Wech-
selku se es geleg wu den, und die Goldwäh ungslände a en das
ih e, das Sys em wei e zu schwächen. Zwa nich absich lich, abe
in olge öllige Indi e enz gegenübe den wel wi scha lichen Fol-
gen ih e na ionalwi scha lichen Maßnahmen.
Wi g ei en die Ve einig en S aa en als Beispiel he aus, und zwa
ge ade im Ve gleich mi ih e Füh e olle nach dem zwei en Wel -
k ieg. Das d ama ische Sch ump en de ame ikanischen Ein uh als
Folge de g oßen Dep ession e u sach e eno me Zahlungsbilanz-
schwie igkei en in ande en Lände n. S a nun diese Lände du ch
K edi e zu un e s ü zen, wu den Auslandsk edi e gekündig . Gleich-
zei ig abe wu de auch de Ve such eine Kapi al ückzahlung du ch
Aus uh übe schüsse dadu ch zum Miße olg e u eil , daß die ame i-
kanischen Zölle e höh wu den, wäh end man den Dolla o z des
Zahlungsbilanzübe schusses abwe e e. Jede diese Maßnahmen wa
das genaue Gegen eil dessen, was man on den Ve einig en S aa en
als e an wo lichem Mi glied eines in e na ionalen Zahlungssys ems
hä e e wa en müssen3.
De Zusammenb uch de Goldde isenwäh ungen be ech ig uns abe
nich anzunehmen, das Lei wäh ungssys em sei gleiche maßen ge äh -
de . Und zwa aus olgenden G ünden:
(1) Wi be ach en das in e na ionale Zahlungssys em heu e nich
meh als einen Mechanismus, de keine bewuß en Ve an wo lichkei
de Mi gliede beda . Sei B e on Woods wi d mi E olgen zusam-
mengea bei e , die als e mu igend bezeichne we den dü en.
(2) Au gaben, ü die de In e na ionale Wäh ungs onds sich zu
schwach e wies, sind on den Ve einig en S aa en übe nommen wo -
den. Die Ve einig en S aa en wu den zum Lei wäh ungsland, zum
3 Vgl. Hal B. La y, The Uni ed S a es in he Wo ld Economy, Washing on 1943.
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Füh e bei de Rückkeh zu Kon e ibili ä . De Dolla wu de zu
Lei wäh ung.
(3) Wi scha s heo e ische und -poli ische Fo sch i e haben es
den Ma k wi scha en de eien Wel e möglich , einen ela i hohen
Beschä igungsg ad au ech zue hal en, wodu ch die „Aus uh " on
Dep essionen mi ih e schädlichen Wi kung ü die Wel wi scha
e hinde wu de.
(4) Wenn wi scha spoli ische Spannungen zwischen den Na ional-
wi scha en -zu Zahlungsbilanzschwie igkei en üh en, können die
Wechselku se geände und dem Gleichgewich sku s4 angepaß we -
den. Falsche Fes ku se und Abwe ungswe lau sollen e mieden
we den.
(5) Es is unwah scheinlich, daß in e na ionale Kapi albewegungen
ebenso gleichgewidi ss ö end sein we den wie o dem zwei en Wel -
k ieg. Daß Auslandsanleihen im k i ischs en Momen zu ückgezogen
wu den, is be ei s e wähn wo den. Es muß deshalb beach e we den,
daß die Lei wäh ungs ese en heu e g oßen eils nich meh au ku z-
is igen K edi en des Lei wäh ungslandes be uhen5.
T o z diese en scheidenden Ve besse ung bleib noch iel zu un.
Vo allem muß be on we den, daß die In eg a ion de Wi scha s-
poli ik de Mi gliede des Lei wäh ungssys ems nich so ollkommen
is , wie sie es sein muß, wenn man Kon e ibili ä mi es en Wechsel-
ku zen e binden will. Fe ne belas e das Sys em das Lei wäh ungs-
land zu seh , ohne es an de S u en lexibili ä de Wechselku se eil-
nehmen zu lassen, die in B e on Woods einge üh wu de.
Mi de al en Goldde isenwäh ung ha das Lei wäh ungssys em
keine Ähnlichkei meh . Eine Iden i izie ung de beiden Sys eme e -
leih de gegenwä igen Deba e einen G und on on Ala m und
D inglichkei , de nich ge ech e ig und soga ge äh lich is . Das
Lei wäh ungssys em muß nich zusammenb echen, o ausgese z , daß
die Mi gliede des Sys ems wi scha spoli ische Maßnahmen e g ei-
en, die das in e na ionale Zahlungssys em nich zu seh belas en.
Is abe das Lei wäh ungssys em nich neuen Ge ah en ge ade des-
halb ausgese z , weil es das Lei wäh ungsland zu s a k belas e ? Die
p ekä e Na u des gegenwä igen Zahlungssys ems schein du ch eine
Ve bindung de olgenden Ta sachen, Behaup ungen und Polge ungen
4 Ragna Nu kse de inie den Gleichgewich sku s als den Wechselku s, de übe
eine gewisse Zei spanne die Zahlungsbilanz im Gleichgewich häl , ohne zu eine
Ve minde ung de Rese en zu üh en ode zu eine Un e beschä igung, die
schlimme is als in ande en Lände n. In e na ional Cu ency Expe ience, League
o Na ions 1944, S. 124, 126; Condi ions o In e na ional Mone a y Equilib ium,
P ince on 1945, S. 6.
5 Vgl. In e na ional Mone a y Fund, 16 h Annual Repo , Washing on, Sep-
embe 18, 1961.
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nachweisba zu sein: (a) De Beda an in e na ionalen Liquidi ä s-
ese en s eig im Ve häl nis zum Wachs um des in e na ionalen Han-
dels; (b) in olge on In la ion bei es en Goldpa i ä en wächs die
Goldp oduk ion nu langsam und kann nu einen kleinen Teil de
benö ig en zusä zlichen Rese en be ei s ellen; (c) ein wachsende
Bes and eil de Liquidi ä s ese en muß deshalb in de Fo m on in
Gold einlösba en Lei wäh ungsgu haben gehal en we den; (d) die
Ne o ese eposi ion des Lei wäh ungslandes muß sich daue nd e -
schlech e n, weil die Lei wäh ungsgu haben asche wachsen als die
Gold ese en des Lei wäh ungslandes; (e) i gendwann muß deshalb
das Ve auen in die Lei wäh ung zusammenb echen; und ( ) mi dem
Ve auen in die Lei wäh ung muß das ganze in e na ionale Zahlungs-
sys em zu Fall kommen6.
Dieses in e essan e A gumen uh au zwei Fehle n. Es is alsch
anzunehmen, daß die in e na ionalen Rese en in unge äh gleichem
Ve häl nis wie das in e na ionale Handels olumen wachsen müß en,
und alsch zu behaup en, daß das Ve auen in die Lei wäh ung haup -
sächlich on de Ne o ese eposi ion des Lei wäh ungslandes ab-
häng .
De Außenhandel und die in e na ionalen Liquidi ä s ese en müs-
sen nich p opo ional wachsen. Die meis en in e na ionalen T ans-
ak ionen we den mi Hil e de De isenmä k e e echne . Bei oll-
kommene In eg a ion de wi scha spoli ischen Maßnahmen de han-
del eibenden Lände ode bei lexiblen Wechselku sen wä e es heo-
e isch möglich, alle T ansak ionen ohne Rese en abzuwickeln. In
Wi klichkei abe is die In eg a ion nich pe ek und is es den
Wechselku sen nich e laub zu schwanken. Es muß deshalb möglich
sein, einen Spi izenausgleich zwischen De izi - und Übe schußlände n
zu inanzie en. De Beda an Rese en häng abe meh om G ad
de In eg a ion de Na ionalwi scha en und dem in e na ionalen
Zahlungssys em ab als om Wel handels olumen. Es is deshalb nich
angeb ach , ala mie ende Behaup ungen übe eine unau hal same und
ge äh liche Ve schlech e ung de Ne oposi ion des Lei wäh ungslan-
des au zus ellen.
Es is auch nich ich ig, daß das Ve auen au die Lei wäh ung
schließlich zusammenb echen muß, weil sich das Ve häl nis de Lei -
wäh ungsgu haben zu den Gold ese en des Lei wäh ungslandes e -
schlech e . Es gib keine es e P opo ion zwischen Deckung und
Ve auen, und es bes eh auch kein G und anzunehmen, daß das
o ensich lich Unmögliche e such we den wi d — die gleichzei ige
Umwechslung alle Lei wäh ungsgu haben in Gold.
6 Vgl. z. B. Robe T i in, Gold and he Dolla C isis, New Hä en 1960, S. 8—9.
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Nebenbei beme k is es sowohl möglich wie a sam, die Gold-
deckung de na ionalen Geldizi kula ion abzuscha en, um dadu ch die
Gold ese en des Lei wäh ungslandes ü den Fall eizuse zen, daß
die Mi gliede des Sys ems nich be ei sein soll en, ein De izi des
Lei wäh ungslandes in Fo m on zusä zlichen Lei wäh ungsgu haben
zu abso bie en.
Das Lei wäh ungsp oblem
Die Mi gliede des Lei wäh ungssys ems benü zen die Lei wäh ung
als Recheneinhei ü in e na ionale T ansak ionen, als Mi el zum
Ausgleich de Zahlungsbilanz und als in e na ionale Liquidi ä s-
ese e.
Die Wahl des Dolla als in e na ionale Rechnungseinhei wa die
Folge de dominie enden S ellung de Ve einig en S aa en nach dem
zwei en Wel k ieg. Zu Zei de Kon e enz on B e on Woods im
Jah e 1944 wa en die zukün igen Mi gliede des In e na ionalen
Wäh ungs onds nich be ei , eine küns liche in e na ionale Geldein-
hei wie Banco ode Uni as zu akzep ie en. Man einig e sich s a
dessen au den Dolla , de dann spä e auch de Eu opäischen Zah-
lungsunion als Rechnungseinhei dien e.
Es muß abe beach e we den, daß de A ikel IV des Abkommens
on B e on Woo.ds bes imm , daß die Pa i ä de Wäh ungseinhei
jedes Mi glieds in Gold als dem gemeinsamen Nenne ausged ück
we den soll ode in US-Dolla s zu dem am 1. Juli 1944 gel enden
Goldwe . Dami implizie das Abkommen, daß die Goldpa i ä des
Dolla geände we den kann.
Wi we den abe sehen, daß das Haup p oblem eines Lei wäh-
ungslandes, wenn es in Zahlungsbilanzschwie igkei en ge a en is .
ge ade da in bes eh , daß eine Wäh ungsabwe ung ü es p ak isch
unmöglich is , soll e sie auch e laub und wünschenswe sein. Alle
ande en Mi gliede können un e bes imm en Bedingungen ih e Fes -
ku öe e schieben. Die Lei wäh ung, als Rechnungseinhei des
Sys ems, kann nich abgewe e we den.
Nehmen wi an, daß die Ve einig en S aa en in olge in la ionis i-
sche Geld- und Fiskalpoli ik ein Zahlungsbilanzde izi en wickeln. Da
Abwe ung unmöglich is , muß eine Ko ek u de na ionalen Wi -
scha spoli ik inne halb de Gnaden is du chge üh we den, in de
die ame ikanische Wi scha übe zu eichende Liquidi ä e üg ,
en wede weil die Übe schußlände be ei sind, ku z is ige K edi e
in de Fo m e höh e Lei wäh ungsgu haben zu Ve ügung zu s ellen
ode weil genügende Gold ese en zu Einlösung diese Gu haben
o handen sind. Auswege, die ande en Lände n o ens ehen, sind dem
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26 Geo ge N. Halm 666
Lei wähnungsland e schlossen. Das gil nich nu ü die Ände ung
de Wechselku se, sonde n auch ü die De isenbewi scha ung.
De Beda an Lei wäh ungs ese en wi d du ch den Gesam beda
an Liquidi ä s ese en abzüglich de Gold ese en bes imm . De Ge-
sam beda häng on de G öße und Häu igkei on Fehlbe ägen in
den Zahlungsbilanzen ab und diese Fehlbe äge wiede um sind das
Resul a un ollkommene In eg a ion. Bei es en Wechselku sen,
eie Kon e ibili ä und mangelnde In eg a ion wä en selbs
eno me Rese en au die Daue ungenügend; bei lexiblen Wechsel-
ku sen und enge wi scha liche Zusammena bei können auch
kleine Rese en aus eichend sein.
Die Benü zung des Dolla s als in e na ionale Rechnungseinhei und
als in e na ionale Rese e mach es den Ve einig en S aa en unmög-
lich, abzuwe en, und e zwing deshalb eine na ionale Wi scha s-
poli ik, welche die Kau k a des Dolla s au seine Goldpa i ä ab-
s imm . In diese Besch änkung de heimischen Wi scha spoli ik des
Lei wäh ungslandes lieg de Ke n des Lei wäh ungsp oblems. Man
is sich dieses P oblems e s sei de Übe windung de Dolla lücke
bewuß gewo den.
Hä e das P oblem du ch enge e wi scha liche Zusammena bei ,
also e wa du ch die Annahme de on Lo d
Keynes
o geschlagenen
Clea ing union7, e mieden we den können? Die Mi gliede de In-
e na ionalen Clea ingunion hä en ein Zahlungsbilanzde izi mi
in e na ionalem Bankgeld, genann Banoo , bis zu Höhe eines ü
jedes Land o ausbes imm en Be ages (Quo e) inanzie en können,
wäh end die Übe schußlände sich be ei e klä hä en, sich ih en
Übe schuß in Banco bei de Clea ingunion gu sch eiben zu lassen.
Diese Vo schlag wa ü die Ve einig en S aa en unannehmba ,
und zwa aus olgenden G ünden: Die Clea ingunion hä e nich die
Mach gehab , die Geldpioli ik de Mi gliede zu in eg ie en und da-
mi die zu inanzie enden Spi zenbe äge zu eduzie en. Fe ne wä e
die Summe alle po en iellen Debe salden zu g oß gewesen8. Die
ame ikanische Regie ung wa nich zu eine
au oma ischen
K edi -
gewäh ung in de Höhe on ielen Millia den be ei , die sich aus de
damaligen, seh einsei igen Übe schußpasi ion e geben hä e. In ih e
G unds uk u wa die Clea ingunion ein ideales Ve echnungs-
sys em ü no male in e na ionale Zahlungs e häl nisse. Im Jah e
1943 konn e on den Ve einig en S aa en nich e wa e we den, daß
sie ih e na ionale Wäh ungspoli ik öllig unbe echenba en Ein lüssen
7 P oposais o an In e na ional Clea ing Union
, Cmd. 6437, London, Ap il 1943.
8 Die Summe de Quo en alle Mi gliede soll e e wa 33 Millia den Dolla be-
agen, einschließlich de US-Quo e on 3 Millia den. Da sich die meis en Mi -
gliede in einem Zahlungsbilanzde izi be unden ha en, so hä en die Ve einig en
S aa en be ei sein müssen, eno me Banco gu haben anzusammeln.
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667 P obleme de Lei wäh ung 27
on außen anpassen soll en. In la ion in ande en Lände n hä e in
diesen Lände n zu einem Zahlungsbilanzde izi und das De izi zu
Scha ung on Banco ge üh . Bei Vollbeschä igung wä e man in
den Ve einig en S aa en dazu gezwungen wo den, en wede de In-
la ionspoli ik de ande en Lände zu olgen ode abe die du ch die
Clea ingunion den ande en Lände n gebo ene Hil e du ch Bes eue-
ung zu inanzie en.
Die Ablehnung de Clea ingunion üh e zum In e na ionalen Wäh-
ungs onds als eine Komp omißlösung. De Haup un e schied zwi-
schen Clea ingunion und Wäh ungs onds bes eh da in, daß die Mi -
gliede des Fonds sich nich zu eine K edi gewäh ung bis zu Höhe
de Summe de Quo en alle De izi lände be ei e klä en muß en,
sonde n nu bis zu Höhe ih e eigenen Quo e e p lich e wa en.
Da abe die Summe de Quo en de De izi lände die de Übe schuß-
lände wesen lich übe s eigen konn e, so wa de Wäh ungs onds da -
au angewiesen, dieses Miß e häl nis du ch komplizie e Rückkau s-
bes immungen und mögliche weise soga du ch De isenbewi scha -
ung auszubleichen9. Dabei ha e auch de Wäh ungs onds nich die
Mach , die wi scha spoli ischen Maßnahmen seine Mi gliede au -
einande abzus immen. Ku z, es gelang dem Wäh ungs onds nich , ein
Zahlungssys em zu scha en, das den eno men Ansp üchen de Nach-
k iegszei gewachsen gewesen wä e.
So muß en die Ve einig en S aa en schließlich doch eine Las übe -
nehmen, die selbs die Summen übe s ieg, zu denen sie sich im Rah-
men de Clea ingunion nich e p lich en woll en. Nich nu ü den
Wiede au bau, sonde n auch als Liquidi ä s ese en, wu den g oße
Dolla be äge zu Ve ügung ges ell . De Dolla wu de zu Lei -
wäh ung.
Die Mi gliede eines Lei wäh ungssys ems können Lei wäh ungs-
gu haben en wede du ch Auslandsanleihen ode du ch Aus uh übe -
schüsse e we ben. De le z e e Fall s ell , echnisch gesehen, eine
K edi au nahme des Lei wäh ungslandes da . Es wä e abe e ehl
in diesem Sach e hal ein ö ich es „Eulen nach A hen agen" zu
sehen10, denn das Hal en on Lei wäh ungs>gu haben is du chaus nich
unsinnig, wenn ande e Rese en in genügende Menge nich zu Ve -
ügung s ehen.
Das Lei wäh ungssys em häng on de Be ei willigkei des Lei -
wäh ungslandes ab, in seine Handels- ode Kapi albilanz ein De izi
zu en wickeln. Ande s ausged ück , das Lei wäh ungsland kann zu-
eichende Mengen seine Wäh ung ü Rese ezwecke nu dadu ch
9 Vgl. A . V, 7 und VII des Abkommens on B e on Woods.
10 Wie z. B. T i in, a.a.O., S. 68.
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28 Geo ge N. Halm 668
be ei s ellen, daß es en wede die Gü e ode die Schuld e sch ei-
bungen ande e Na ionen kau .
Wi kommen deshalb zu dem Schluß, daß es du chaus na ü lich und
no wendig is , daß sich das Lei wäh ungsland daue nd in einem Zah-
lungsbilanzde izi be inde . Weige es sich, au diese Weise zu ei-
chende Liquidi ä s ese en zu Ve ügung zu s ellen, s<0' e u sach
es eine sogenann e „Dolla lücke46. Wi d dagegen das De izi zu g oß,
so kann das dem Ve auen in die We bes ändigkei de Lei wäh ung
schaden. Die Ve ände ung de Zahlungssi ua ion de Ve einig en
S aa en in den le z en ie Jah en bes eh nich in de En wicklung
eines Zahlungsbilanzde izi s, sonde n in einem De izi , das g öße is
als es dem Beda de eien Wel an zusä zlichen Lei wäh ungs-
ese en en sp ich . Es wu den meh Dolla angebo en als man in
Fo m on Dolla gu haben hal en woll e. Das sich ba e Resul a wa
de Geld e lus de Ve einig en S aa en.
Diese Ube kompensie ung de Dolla lücke ha zu eine neue lichen
Übe p ü ung des in e na ionalen Zahlungssys ems ge üh . Doch hä e
es imme schon kla sein sollen, daß die Dolla lücke eine empo ä e
E scheinung wa , die mi de Rückkeh no male P oduk ionsbedin-
gungen in Eu opa übe wunden we den wü de. Das Aus üllen de
D'olla lücke muß deshalb zunächs als eine Rückkeh zu no malen Ve -
häl nissen au ge aß und nich als eine „Dolla k ise" übe ieben we -
den. T o zdem is es abe an de Zei , die in e na ionale Zahlungs-
si ua ion und insbesonde e das Lei wäh ungsp oblem eine P ü ung
zu un e ziehen.
Zwei Lei wäh ungsp obleme ha en de Lösung.
Das e s e ha mi de Ve p lich ung des Lei wäh ungslandes zu un,
o izielle Lei wäh ung&gu haben jede zei in Gold einzulösen. Un e
no malen Ums änden und bei Zusammena bei alle Mi gliede is
diese Einlösungs e p lich ung nich p oblema isch. Sie könn e abe
sowohl ü das Lei wäh ungsland wie auch ü alle ande en Mi -
gliede des Sys ems ge äh lich we den, wenn das une üllba e Ve -
langen nach allgemeine und plö zliche Kon e sion zu einem plö z-
lichen Zusammenb uch de in e na ionalen Liquidi ä üh en wü de.
Ein zwei es P oblem be i die Besch änkung seine na ionalen
Wi scha spoli ik, die das Lei wäh ungsland wegen des Diens es au
sich nehmen muß, den es de in e na ionalen Wi scha sgemeinscha
leis e . Das Lei wäh ungsland kann nich abwe en und es kann des-
halb nich imme die Wi scha spoli ik e olgen, die die bes e wä e,
wenn keine Rücksich au seine S ellung als Lei wäh ungsland ge-
nommen we den müß e.
Wi nehmen an, daß wie alle ande en Lände auch das Lei wäh-
ungsland d ei wi scha spoli ische Ziele ans eb : Vollbeschä igung,
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675 P obleme de Lei wäh ung 35
Geldes, da ja a sächliche Käu e imme nu in Na ionalwi scha en
mi na ionalen Geldeinhei en gemach we den können. Die Mi gliede
des in e na ionalen Zahlungssys ems we den abe noch lange nich
be ei sein, ih e Geldhohei an eine sup ana ionale Bank abzu e en.
Es is be ei s höchs unwah scheinlich, daß die einzelnen Lände
willens sein we den, ih e gegenwä igen Gold- und Dolla gu haben
gegen Bankdeposi en umzu auschen. Mi de allmählichen Reduzie-
ung de Dolla gu haben de Bank wü den ih e Ak i a in zunehmen-
dem Maß aus Schuld e sch eibungen (zum Beispiel on En wicklungs-
lände n) bes ehen — eine En wicklung, welche die e wähn e Gold-
ga an ie als agwü dig e scheinen lassen müß e.
In ih e d i en Fo m wä e die neuzuscha ende Bank dem In e -
na ionalen Wäh ungs onds ähnlich. De Un e schied läge da in, daß
de neue Fonds das Rech hä e, seine Schuld e sch eibungen jede -
zei an die Mi gliede zu e kau en ( d. h. daß die Mi gliede gezwun-
gen wü den, diese Schuld e sch eibungen zu kau en). Im Gegensa z
zu de «oben behandel en zwei en Fo m, in de die neue Bank mi
neugescha enem in e na ionalem Geld Schuld e sch eibungen de
Mi gliede kau , e kau hie de Fonds seine eigenen Schuld e -
sch eibungen, um seinen Vo a an Mi gliedswäh ungen au zu üllen.
Auch hie muß abe gesag we den, daß es nich wah scheinlich is ,
daß die Mi gliede des Fonids be ei sein we den, den Teil des A -
ikels VII, 2 des B e on Wioods-Abkommens weg allen zu lassen, de
be on , „daß kein Mi glied e p lich e is , dem Fonds solche K edi e
zu e eilen". Sowei die Mi gliede be ei sind, dem Fonds K edi e
zu Ve ügung zu s ellen, kann die in e na ionale Liquidi ä e höh
we den. Die En scheidung lieg abe bei den Mi gliede n, nich beim
Fonds.
Lei wäh ung und
In e na ionale Wäh ungs onds
Wi haben be ei s gesehen, daß de In e na ionale Wäh ungs onds
zu schwach wa und daß die Ve einig en S aa en die Au gabe übe -
nehmen, die eie Wel zu Kon e ibili ä zu ückzu üh en. Die Gel-
de de ame ikanischen Hil sak ionen wu den nich du ch den Fonds
e eil , und niemand dach e da an, daß de Fonds je in die Lage
kommen wü de, die Lei wäh ung selbs zu s ü zen. De Haup g und
ü die Kal s ellung des Fonds wa , daß de Fonds nich die Mach
ha e, die ü eine Rückkeh zu Kon e ibili ä une läßlich mone ä e
Zusammena bei he beizu üh en.
Mi de Übe windung de Dolla lücke is eine Ve ände ung im Ve -
häl nis de Ve einig en S aa en zum Wäh ungs onds einge e en21.
21 Vgl. W. M.
Scammell, In e na ional Mone a y Policy
, London 1961, S. 402.
3*
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Denn es is je z kla gewo den, daß de Wäh ungs onds un e Um-
s änden eine wich ige Rolle spielen kann, wenn es nö ig we den soll e,
die Lei wäh ung zu s ü zen.
Hil e sei ens des Fonds könn e o allem im Falle g oße Gold-
abziehungen nö ig we den. Um diesen Beis and gewäh en zu können,
muß e zue s de A ikel VI des Abkommens on B e on Woods neu
ausgeleg we den, de sag , daß „ein Mi glied die Mi el des Fonds
nich beansp uchen da , um einem g oßen ode anhal enden Ab luß
on Kapi al zu begegnen46. Es is je z en schieden wo den, daß die
Mi el des Fonds ü diesen Zweck benü z we den können, „ o aus-
gese z , daß angeb ach e Maßnahmen ge o en we den, so daß de
gleichgewich ss ö ende Ab luß au gehal en und die om Fonds ge-
wäh e Hil e inne halb eine Maximalpe iode on d ei bis ün Jah-
en zu ückgezahl we den kann"22.
Obschon de Wäh ungs onds du ch die E höhung de Mi glieds-
quo en und die Kon e ibili ä eines g öße en Teils seine Mi el
kü zlich wesen lich ges ä k wo den is , ha man es doch ü a sam
gehal en, sich ü eine mögliche No lage o zube ei en, die auße -
o den lich g oße Mi el beansp uchen wü de. Demgemäß ha de
Fonds spezielle Abkommen mi den haup sächlichs en Indus ielän-
de n abgeschlossen, au G und de en diese Lände be ei sind, wenn
nö ig zusä zliche Mi el zu Ve ügung zu s ellen23. Diese Ve ein-
ba ungen en sp echen den sogenann en s andby ag eemen s, die de
Fonds sei 1953 mi De izi lände n abgeschlossen ha . Au G und
diese S andbys können De izi lände om Fonds Wäh ungen bis zu
einem e einba en Maximalbe ag e we ben, wenn sie sich e p lich-
en, ih e eigenen Wäh ungen inne halb eine bes imm en F is zu ück-
zukau en. De Fonds en sp ich solchen Ansuchen, wenn die Mi el
benö ig we den „um ein gesundes P og amm zu un e s ü zen, das au
E eichung und E hal ung de daue nden S abili ä de Wäh ung des
Mi gliedes bei ealis ischen Wechselku sen hinziel 4424. Wi haben be-
ei s gesehen, daß de Fonds je z auch be ei is , einem Mi glied
22 In e na ional Mone a y Fund, Summa y P oceedings, Washing on 1961, S. 26.
23 De Fonds kann bis zu 6 Millia den Dolla in Gold einlösba e Wäh ungen
e we ben, die es ihm möglich machen g oßen Kapi albewegungen wi ksam zu
begegnen. 4 Millia den Dolla können in diese Weise ü den Fall eine Fluch
aus dem Dolla be ei ges ell we den. Vgl. „Capi al Flow and In e na ional Pay-
men s", Fede al Rese e Bulle in, Mä z 1962, S. 277. Diese Ve einba ungen mi
den Indus ielände n olgen Vo schlägen, die on M. E. Be ns ein gemach wu den.
Vgl. Be ns ein, In e na ional E ec s o U.S. Economic Policy, S udy Pape No. 16,
Join Economic Commi ee: S udy o Employmen , G ow h, and P ice Le els,
Washing on 1960.
24 In e na inal Mone a y Fund, Annual Repo 1959, S. 22. De Jah esbe ich
ü 1960 s ell es , daß diese G undsä ze „sich als auße o den lich p ak isch e -
wiesen haben".
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im Falle eines länge daue nden Kapi alab lusses zu hel en, o aus-
gese z , daß angeb ach e Mi el e wand we den, den Ab luß zu
s oppen.
Diese Übe gang on den u sp ünglichen „Kau ech en" zu Hil e
un e de Bedingung, daß die Mi gliede Maßnahmen e en, die zu
einem Zahlungsbilanzgleichgewich üh en, is eine wich ige En wick-
lung. Sie bedeu e die Au gabe de Hal ung, daß das in e na ionale
Wäh ungsins i u au das P inzip de ge ings möglichen Ein lußnahme
au die na ionale Wi scha spoli ik de Mi gliede geg ünde sein
soll. Dami is ein en scheidende Sch i ge an zu Scha ung de
une läßlichen Basis eines e olg eichen in e na ionalen Zahlungs-
sys ems — de In eg a ion de wi scha spoli ischen Maßnahmen,
nich du ch einen Mechanismus, sonde n un e so g äl ige Be ück-
sich igung de speziellen P obleme de Mi gliede .
Diese Ve einba ungen mi den De izi lände n bedu en abe de
Balancie ung du ch ähnliche Abkommen mi den Übe schußlände n,
um dem Sys em die nö ige Symme ie zu geben. Die Übe schußlände
müssen nich nu he angezogen we den, wenn de Fonds zusä zliche
Mi el b audien soll e; sie müssen auch dazu angehal en we den,
daue nd an de Au ech e hal ung des in e na ionalen Zahlungs-
gleichgewich s mi zua bei en.
Daß die Übe schußlände sich be ei e klä haben, no alls K edi e
be ei zus ellen, da als e mu igende Beweis enge e in e na ionale
Zusammena bei gedeu e we den. F eilich dü en wi abe nich
übe sehen, daß Hil e die einem De izi land au dem Umweg übe den
Wäh ungs onds gewäh wi d, die Siche ung eine Wechselku sga an-
ie einschließ (lau A ikel IV, 8), eine Ga an ie, die beim Hal en
on Lei wäh ungsgu haben nich gegeben is .
A ikel VII, 2 des Abkommens on B e on Woods, de es s ell ,
„daß kein Mi glied e p lich e is , dem Fonds K edi e zu e eilen'6,
bleib un e ände . Die neuen Ve einba ungen mi den Indus ie-
lände n e möglichen es abe dem Wäh ungs onds, in seine Vo be ei-
ung ü e waige No älle so wei zu gehen als es die Ums ände e -
lauben. De Fonds kann Ini ia i e en wickeln, kann zu Zusammen-
a bei d ängen, in No lagen hel en und au die De izi lände D uck
ausüben — abe die Mi gliede we den ealis isch als die Au o i ä en
ane kann , on de en En scheidungen de E olg ode Miße olg des
in e na ionalen Zahlungssys ems abhäng . Ande s ausged ück , die
neues e En wicklung des Wäh ungs onds e laub uns, dem Ideal eine
in e na ionalen Zen albank so nahe zu kommen, als es heu e p ak-
isch möglich is .
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38 Geo ge N. Halm 678
Siche ungen gegen Spekula ion
Das Lei wäh ungssys em kann auch du ch Maßnahmen ges ä k
we den, die auße halb des Wäh ungs onds om Lei wäh ungsland
selbs und on ande en üh enden Lände n du chge üh we den
können.
Das Lei wäh ungsland kann seine Liquidi ä dadu ch e höhen, daß
es auße seinen Gold ese en Gu haben in den wich igs en einlös-
ba en Wäh ungen ansammel . Diese können dann „in den De isen-
mä k en als .masse de manoeu e6 e wand we den und als e s e
Ve eidigungslinie dienen"25. Das Fede al Rese e Sys em de Ve -
einig en S aa en is eben im Beg i die Ope a ionen des Exchange
S abiliza ion Funds des Scha zam s zu e wei e n, um „auße o den -
liche Wechselku sbewegungen zu e meiden, die sons s ö ende in e -
na ionale Kapi albewegungen he o u en könn en"26.
Eine zwei e Ve eidigungslinie kann dadu ch gescha en we den,
daß die na ionalen Wäh ungsausgleichs onds ode die Zen albanken
sich du ch sogenann e Aus auschabkommen gegensei ig un e s ü zen.
Kü zlich abgeschlossene Abkommen diese A zwischen dem Lei -
wäh ungsland und ande en üh enden Lände n bezeugen die zuneh-
mende Be ei scha de le z e en, das e s e e in de Lösung seine
speziellen P obleme zu un e s ü zen.
Eine d i e Ve eidigungslinie is in de Be ei willigkei des Wäh-
ungs onds gegeben, die Zen albanken in ih e Zusammena bei zu
un e s ü zen. Wi haben be ei s gesehen, daß de Fonds sich au diese
Au gabe o zube ei en such .
Man da annehmen, daß die P i a spekula ion gegen das skizzie e
d ei ache Ve eidigungssys em nich s aus ich en könn e, es sei denn,
daß eine Wäh ung ganz zwei ellos übe - ode un e bewe e wä e. In
diesem Fall wü den abe auch die ande en Zen albanken nich wil-
lens sein, ih e Mi el in eine e olglosen S abilisie ungsak ion zu
iskie en.
En sp ich die Goldpa i ä ganz o ensich lich nich de Kau k a -
pa i ä , so kann auch eine o izielle Ga an ie au die Daue ni Ji s
nü zen. Sind die in e na ionalen Zahlungen eines Landes im Gleich-
gewich , so is eine Wechselku sga an ie nich no wendig; sind da-
gegen die wi scha spoli ischen Maßnahmen des Landes nich e -
auene weckend, sio sind die Ga an ien umsons . Es da hie auch
da an e inne we den, daß den meis en Abwe ungen de Ve gan-
genhei das Ve sp echen o ausging, daß nich abgewe e wü de.
25 Xenophon
Zolo as, Towa d a Rein o ced Gold Exchange S anda d
, Bank o
G eece, Pape s and Lec u es, A hen 1961, S. 11—12.
26 Vgl. „Mone a y Fund Resou ces and In e na ional Paymen s Sys em",
Fede al Rese e Bulle in
, Mä z 1962, S. 281.
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679 P obleme de Lei wäh ung 39
Was die Ge ah en de De isenspekula ion be i , so muß liie au
eine besonde e Schwäche des Sys ems de S u en lexibili ä hingewie-
sen we den, das in B e on Woods einge üh wu de. Die Wechsel-
ku se we den in diesem Sys em nich unabände lich es geleg . Wei-
che n sie zu wei om Gleichgewich sku s ab, so kann de Wäh ungs-
onds eine Ab- ode Au we ung e lauben. Wi haben es hie mi
einem Komp omiß zu un, in dem wede un e ände liche Goldpa i-
ä en die Na ionalwi scha en in eg ie en, noch auch lexible Ku se
ein Zahlungsbilanzgleichgewich he bei üh en.
Das Sys em de S u en lexibili ä is schwe en S ö ungen ausgese z ,
wenn de es e Wechselku s o ensich lich nich meh dem Gleich -
gewich sku s en sp ich , also im Falle eines e ns en und daue nden
Zahlungsbilanzde izi s. Solange de Wechselku s nu s u enweise ge-
ände wi d und die Rich ung eine o aussich lichen Ände ung
keinem Zwei el un e lieg , muß die Spekula ion s ö end wi ken. „Bei
es en Wechselku sen is die Spekula ion as isikolos. Sie iskie
ü den Fall, daß das e ho e oide ge ü ch e e E eignis nich ein i ,
höchs ens die Ma ge zwischen den sogenann en Goldpunk en. Es be-
s eh also kein G und, weshalb sie nich gegen die Wäh ung speku-
lie en soll e27."
Nu solange eine „gesunde" na ionale Wi scha spoli ik das Ve -
auen ü die S abili ä eine Wäh ung au ech e häl , kann diese
ge äh liche Eigenscha des Sys ems de S u en lexibili ä igno ie
we den. Dami abe schließen wi ge ade jene Flexibili ä aus, du ch
die das in e na ionale Zahlungssys em in B e on Woioids den E o -
de nissen mode ne Wi scha spoli ik angepaß we den soll e.
Zinsun e schiede
und lexible Wechselku se
Die p ak ischen Vo schläge, die bis je z un e such wo den sind,
zielen alle da au hin, die Lei wäh ung dadu ch zu en las en und zu
siche n, daß g öße e Liquidi ä s ese en be ei ges ell we den. Keine
diese Vo schläge abe ha die Besch änkung besei ig , denen die
na ionale Wi scha spoli ik des Lei wäh ungslandes un e lieg .
Im Falle de Ve einig en S aa en da bezwei el we den, daß in
diese Rich ung dadu ch iel zu e eichen is , daß man dem Fede al
Rese e Sys em e laub , ü die Spa einlagen emde Regie ungen
höhe e Zinsen zu zahlen als ü heimische Deposi en. Zwei el e geben
sich aus olgenden G ünden.
27 L. Albe Hahn, „Mone ä e In eg a ion — Illusion ode Reali ä ?" in:
Wilhelm Meinhold (He .), In e na ionale Wäh ungs- und Finanzpoli ik, Be lin
1961, S. 119.
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40 Geo ge N. Halm 680
1. Soll e eine ausländische Zen albank an die Möglichkei eine
Abwe ung de Lei wäh ung glauben, so wü den höhe e Zinsen sie
kaum on eine Einlösung in Gold zu ückhal en.
2. Eine Poli ik küns liche P eisdi e enzie ung e le z ein G und-
p inzip de Ma k wi scha und kann deshalb nich daue nd e olg-
eich sein. Keynes hiel es ü unmöglich, das P oblem gleichgewich s-
s ö ende Kapi albewegungen dadu ch zu lösen, daß man auslän-
dischen und einheimischen Einlege n e schiedene Zinsen zahl . E
sch ieb: „K edi is gleich Wasse . Wäh end es ü eine Vielzahl on
Zwecken e wende we den kann, is es als solches undi e enzie ,
kann du ch alle denkba en Risse öp eln und wi d unbedenklich in
dem ganzen Gebie den gleichen S and zu hal en ach en, so e n
nich die einzelnen Felde du ch unbeding wasse dich e Scho en ab-
ge enn we den — was im Falle des K edi s kaum möglich is 28."
3. Ve zugszinsen ü emde Einlege wä en iel zu schwach um
dem Lei wäh ungsland die Unabhängigkei seine Geld- und Fiskal-
poli ik zu e kau en. Zinsun e schiede wä en in diese Beziehung
wesen lich wenige wi ksam als Wechselku sschwankungen.
Leide is man heu e ziemlich allgemein de Meinung, daß selbs
bescheidene Wecbselku sschwankungen de Lei wäh ung nich ge-
dulde we den können. Obwohl sich iel ü die Ein üh ung eines
Sys ems lexible Wechselku se sagen läß 29, sind seine Aussich en
kaum besse als die de oben e wähn en sup ana ionalen Zen albank.
Wäh end abe eine solche Bank au poli ische En wicklungen de Zu-
kun wa en muß, könn e ein Sys em lexible Wechselku se einge-
üh we den, sobald die gegenwä igen Zahlungsbilanzschwie igkei en
des Lei wäh ungslandes übe wunden sind und die Au gaben des Lei -
wäh ungslandes mi ande en üh enden Lände n ge eil we den
(mul i-cu ency S anda d).
Ein Sys em lexible Wechselku se hä e die olgenden Vo eile:
Es wü de den Beda an in e na ionalen Rese en seh eduzie en, da
die Wechselku se als Gleichgewich sp eise unk ionie en könn en; de
na ionalen Wi scha spoli ik wü de g öße e F eihei einge äum , um
28 John Mayna d Keynes, Vom Gelde, Mündien 1932, S. 555—556.
29 Vgl. zum Beispiel Mil on F iedman, „The Case o Flexible Exchange Ra es",
in Essays in Posi i e Economics, Chicago 1953; Go ied Habe le , „Kon e i-
bili ä de Wäh ungen", in: Die Kon e ibili ä de eu opäischen Wäh ungen,
E lenbach-Zü ich 1954; L. Albe Hahn, „Mone ä e In eg a ion — Illusion ode
Reali ä ?", in In e na ionale Wäh ungs- und Finanzpoli ik, Be lin 1961; Geo ge
N. Halm, „Fes e ode lexible Wechselku se?", Kyklos, Vol. XVI (1963); Emil, Küng,
Zahlungsbilanzpoli ik, Zü ich-Tübingen 1959; James E. Meade, „The Case o
Va iable Exchange Ra es", The Th ee Banks Re iew, No. 27, Sep embe 1955;
W. M. Scammell, In e na ional Mone a y Policy, London 1961; Egon Sohmen,
Flexible Exchange Ra es, Chicago 1961; Cha les R. Whi lesey, In e na ional
Mone a y Issues, New Yo k 1937.
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die Wechselku se zu s abilisie en; und die Spekula ion wü de zu
einem s abilisie enden und nich zu einem s ö enden Fak o , da die
S u en lexibili ä du ch ech e Flexibili ä e se z wü de.
Das Sys em lexible Wechselku se könn e in eine bescheidenen
und o läu igen Fo m im Rahmen des Wäh ungs onds dadu ch ein-
ge üh we den, daß man den Mi gliede n e laub nach A ikel IV, 2
die Spanne zwischen den An- und Ve kau sp eisen on Gold zu e -
g öße n. Flexible Ku se könn en dann wenigs ens inne halb des so
gescha enen Bandes ih en gleichgewich s ö de nden Ein luß aus-
üben30.
30 Keynes üh e be ei s im Jah e 1930 (Vom Gelde, Kapi el 36) aus, daß du ch
einen g öße en küns lichen Abs and de Goldpunk e meh F eihei ü die na io-
nale Wi scha spoli ik gescha en we den könn e.
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