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GKV-Finanzierung: Durch Kapitalerträge?

Author: Broer, Michael
Publisher: Warsaw: Sciendo
Year: 2025
DOI: 10.2478/wd-2025-0022
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/314821/1/10.2478_wd-2025-0022.pdf
B oe , Michael
A icle
GKV-Finanzie ung: Du ch Kapi ale äge?
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: B oe , Michael (2025) : GKV-Finanzie ung: Du ch Kapi ale äge?,
Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X, Sciendo, Wa saw, Vol. 105, Iss. 2, pp. 80-,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2025-0022
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/314821
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Wi scha sdiens 2025 | 2
80
Kommen a
GKV-Finanzie ung
Du ch Kapi ale äge?
De Bundeswi scha sminis e ha ak uell o geschla-
gen, die Finanzie ung de gese zlichen K anken e si-
che ung (GKV) au eine b ei e e Bemessungsg undlage
zu s ellen, dami den s eigenden Ausgaben auch zusä z-
liche Einnahmen gegenübe s ehen, ohne dass es zu ei-
ne E höhung de GKV-(Zusa z-)Bei äge komm . Hie ü
sollen Kapi ale äge he angezogen we den, wobei nu
Pe sonen mi seh hohen Kapi ale ägen belas e we -
den sollen. De Vo schlag is bishe nich aus o mulie ,
o zdem soll hie eine e s e Analyse o genommen we -
den.
Neben S eue einnahmen s ehen den ö en lichen Ge-
bie skö pe scha en Gebüh en und Bei äge sowie den
Sozial e siche ungen die Sozial e siche ungsbei äge
als Einnahmen zu Ve ügung. De g oße Un e schied
zwischen S eue n eine sei s und den ande en d ei hie
genann en Einnahmeka ego ien ande e sei s bes eh
da in, dass nu bei den S eue n kein Ansp uch au ei-
ne Gegenleis ung bes eh . Bei de Sozial e siche ung
hingegen gil das Äqui alenzp inzip, wonach es einen
Zusammenhang zwischen Leis ung und Bei agszah-
lung gib .
Ein naheliegende Ansa z wä e somi , dass zu Bei ags-
inanzie ung ausschließlich de Teil de Be ölke ung
he angezogen wi d, de zumindes die Möglichkei ha ,
Leis ungen z.B. de GKV in Ansp uch zu nehmen. Dies
sind die GKV-Mi gliede . In diesem Fall dü e die om
Wi scha sminis e a isie e Pe soneng uppe mi ho-
hen Kapi aleinkün en a sächlich kaum belas e we den
können, da sie e mu lich o mals in de p i a en K an-
ken e siche ung (PKV) e siche is . Die Ausnahme wä-
e z. B. eine Pe son, die au g und eine E bscha Kapi-
aleinkün e in seh g oße Höhe ha , ü die es abe we-
gen e schiedene Vo e k ankungen und/ode meh e e
Kinde inanziell a ak i e is , in de GKV s a in de
PKV e siche zu sein. Dass diese G uppe zahlenmäßig
nich seh g oß sein dü e, lieg nahe. Mi Meh einnah-
men in g oßem Um ang is somi ehe nich zu echnen.
Kla dü e hingegen sein, dass mi diesem Ansa z zu-
sä zliche Ve wal ungskos en en s ehen. Denn wie die
DOI: 10.2478/wd-2025-0022
Wi scha sdiens , 2025, 105(2), 80
JEL: I13, I18
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Open Access wi d du ch die ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um
Wi scha ge ö de .
GKV zum Zwecke de Bei agse hebung In o ma ionen
übe diese Kapi aleinkün e e hal en soll, is unkla .
Ein ande e Ansa z bes ünde da in, a sächlich eine Be-
las ung alle Beziehe on Kapi ale ägen (Zinsen, Di i-
denden und Ve äuße ungsgewinne) un e Be ücksich-
igung g oßzügige F eibe äge o zunehmen und die
dami e bundenen Einnahmen de GKV zu Ve ügung
zu s ellen. In diesem Fall dü e auch mi en sp echend
hohen Meh einnahmen zu echnen sein. Alle dings is
aglich, ob die so e ziel en Einnahmen de GKV inanz-
e assungs ech lich wi klich zus ehen. Die neue Abga-
be wä e eine wei e e Fo m de Bes eue ung de Kapi al-
einkün e na ü liche Pe sonen. Das Au kommen s ünde
dahe nach A . 103 Abs. 6 GG Bund, Lände n und Ge-
meinden zu, nich abe de GKV. Fü die Ein üh ung ode
E höhung diese Abgaben müss e es zudem eine Meh -
hei im Bundes ag und im Bundes a geben. Ande n alls
könn e de Bund die g undgese zlich es geleg e Finanz-
e eilung im öde alen S aa zu seinen Guns en beein-
lussen, indem imme neue Abgaben e wa zu Finanzie-
ung de Sozial e siche ungen einge üh und dami die
S eue basis on Lände n und Gemeinden un e minie
we den wü de.
Vo diesem Hin e g und soll e dem o geschlagenen
Weg des Bundeswi scha sminis e s nich ge olg we -
den. Sollen die Ausgaben nich beg enz we den, so
müssen die Einnahmen s eigen. Dies könn e dadu ch
e eich we den, dass zunächs die sogenann en e si-
che ungs emden Leis ungen de GKV egelmäßig quan-
i izie und die dami e bundenen Ausgaben aus dem
allgemeinen Bundeshaushal inanzie we den. Bei den
e siche ungs emden Leis ungen handel es sich um
GKV-Ausgaben, denen en gegen dem Ve siche ungsge-
danken keine Bei äge gegenübe s ehen. Zu nennen wä-
e e wa die bei ags eie Mi inanzie ung on Ehega en
in de GKV. Die so en s ehenden Ausgabende izi e müss-
en eigen lich on de Allgemeinhei , also den S eue zah-
le n und dami auch den Beam en und Selbs ändigen,
die zumeis nich in de GKV e siche sind, mi inanzie
we den. E olg dies nich , so s eigen die Bei agssä ze
zu GKV. Die zu Finanzie ung de e siche ungs emden
Leis ungen benö ig en Mi el könn en du ch Umschich-
ung im Bundeshaushal gewonnen we den, e wa du ch
Minde ung on Sub en ionszahlungen. Möglich wä e
selbs e s ändlich auch, S eue meh einnahmen du ch
S eue e höhungen, z.B. au Kapi ale äge, zu gene ie-
en. De Bundesan eil an diesen S eue meh einnahmen
könn e zu Finanzie ung de quan i izie en e siche-
ungs emden Leis ungen e wende we den.
P o . D . habil. Michael B oe
Os alia Hochschule ü angewand e Wissenscha en, Wol sbu g