Moszkowska, Na alie
A icle
Wandlung de Me hode und des E kenn nisobjek es de
Na ionalökonomie
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Moszkowska, Na alie (1963) : Wandlung de Me hode und des
E kenn nisobjek es de Na ionalökonomie, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und
Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 83, Iss. 3, pp. 269-293,
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Wandlung de Me hode und des
E kenn nisobjek es de Na ionalökonomie
Von Na alie Moszkowska, Zü ich
„De Beg i des We es lieg sowohl his o isch als auch heo e isch
an de Schwelle allen na ionalökonomischen Denkens1." Du ch die
We leh e wi d die Wi scha „in den Zusammenhang eingeo dne ,
in den sie eingebe e is "2. Die A bei swe leh e wa „(de gemein-
same G und, au dem alle Na ionalökonomen s anden". Sie is „de
a chimedische Punk , die gesellscha liche Chie oglyphe, wie sie
Ma x
nann e"3.
„Nach dem E scheinen des e s en Bandes des ,Kapi als1 im Jah e
1867 wa die Zei ü eine neue We heo ie ei . Es is da um auch
keineswegs so e wunde lich", sag
Zimme man
, „daß sie um das
Jah 1870 gleich d ei ach in England, F ank eich und Ös e eich
en s eh 4."
So e gaben sich zwei diame al en gegengese z e We leh en: die
objek i e, die om Angebo , und die subjek i e, die on de Nach-
age ausgeh .
Den eigen lichen Gegens and de Wi scha bilde die Giii e be-
scha ung (Angebo ), nich die Gü e e wendung. De Ve b auch is
olkswi scha lich „e s de zwei e Ak " (Ad.
Webe ).
Die Gü e sind
knapp, die Bedü nisse unbeg enz . P imä wich ig is das Angebo ,
nich die Nach age5.
Die klassische Leh e s ell e den P oduzen en ins Zen um, die
G enznu zenleh e „e se z den P oduzen en du ch den Konsumen en".
„Dabei wi d ,economic man4 on einem ci y-Bankie ode einem
g and indus iel in einen haushäl e ischen Robinson e wandel . Man
kann ielleich übe asch sein", sag
Ake man
, „daß dies gleichzei ig
1 John S achey: Kapi alismus heu e und mo gen. Düsseldo 1957. S. 43.
2 Hans Ri sehl: Theo e ische Volkswi scha sleh e. 2. Bd. Tübingen 1948. S. 1.
3 Kon ad Melle owicz: Einhei liche Wi scha swissenscha . In: Be iebswi -
scha liche Fo schung und P axis. 2. Bd. Wol enbü el 1950. S. 710.
4 Louis Zimme man: Geschich e de heo e ischen Volkswi scha sleh e. Köln
1954. S. 268.
5 Wenn die Volkswi scha um genügende Nach age beso g sein muß, wie
dies in Dep essionszei ec de Fall is , so bedeu e es, daß im Wi scha ssys em
e was nich s imm .
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Na alie Moszkowska
geschieh mi de Beschleunigung des Indus ialisienungsp oizes&es,
schein es doch, als ab die Theo ie in en gegengese z e Rich ung zu
Reali ä e läu 6."
1.
Die G enznu zenleh e, die on de Nach age ausgeh , is einzel-
w i scha lich o ien ie . Alle Elemen e, die die Ve e e diese Leh e
als kons i uie end ü die Volkswi scha ansehen, „sind ein indi i-
duelle Na u und alle zusammen kons i uie en eine ypische Einzel-
wi scha . Wenn wi uns an sie klamme n64, sch eib Amonn, „bleiben
wi ewig im Bannk eis de Einzelwi scha be angen. Von diese
,Wi scha 4 kann man logisch nie zu Volkswi scha gelangenZwi-
schen den beiden E kenn nisobjek en bes eh nich einmal eine lo-
gische Be üh ung7.
„Volkswi scha liches Denken e o de . . . eine öllige Abkeh
om p i a wi scha lichen Gedankenk eis und eine olls ändige Um-
s ellung unse e Denk ä igkei au ein on den p i a wi scha lichen
Ta sachen öllig e schiedenes Objek .44 P i a wi scha liches Denken
und olkswi scha liches Denken sind „s eng und konsequen aus-
einande zuhal en448.
Die Anhänge de mode nen Na ionalökonomie, die Ma ginalis en,
lehnen zwa die G enznu zenleh e ab, nich abe ih e Me hode und
ih e Ausgangs hese. Es sind hie zwei Rich ungen zu un e scheiden:
die ka dinalis ische und die o dinalis ische. De Un e schied zwischen
den beiden Konzep ionen bezieh sich au die Meßba kei espek i e
Ve gleichba kei des Nu zens. Die Ka dinalzahlen sind ex ensi e
G ößen, die die absolu e Höhe de Nu zenwe e zeigen sollen. Die
O dinalzahlen sagen nu übe die Rango dnung de Nu zenwe e aus
und sind nich addie ba 9.
Wi we den hie on diesem Un e schied, de ü unse e P obleme
i ele an is , absehen. Beide Rich ungen lehnen die A bei swe leh e
ab und sehen die Quelle des We es in subjek i en Schä zungen. Beide
gehen on subjek bezogenen Be ach ungen aus, suchen „die Wel aus
dem Subjek abzulei en44 (Böhle ).
2.
Nach de G enznu zenleh e — ebenso wie nach de klassischen —
zen ie die ökonomische Theo ie in de We -P eis-Leh e und de
6 Johan
Ake man:
Das P oblem de sozialökonomischen Syn hese. Lund 1938.
(He o hebung on uns.)
7 Al ed
Amonn:
Objek und G undbeg i e de heo e ischen Na ionalökonomie.
Wien 1927. S. 153.
8 Al ed
Amonn:
Volkswi scha liche G undbeg i e. 2. Au l. Be n 1944. S. 1.
Ä Heinz
Saue mann:
Ein üh ung in die Volkswi scha sleh e. Wiesbaden 1960.
Bd. 1. S. 65.
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Wandlung de Na ionalökonomie 271
He ausa bei ung de Gese zmäßigkei en de Einkommens e eilung.
Dennoch ha diese Schule wede eine b auchba e We -P eis- noch eine
Einkommens e eilungs heo ie he o geb ach . Übe die Böhm-Ba-
we k sehe P eis heo ie, das Theo em de G enizpaa e, sag Zimme -
man: „Die Beweis üh ung is bes echend ... de Aussagewe gleich
Null. Nich s wi d e klä , de Beweis e schöp sich in Syn ax und
beinhal e lediglich eine Tau ologie"10. Du ch dieselbe heo e ische und
empi ische Gehal losigkei zeichnen sich auch die Einkommens heo ien
diese Schule aus. „Die E ungenscha en de G enznu zenleh e
gel en" — ges eh ein p ominen e Ve e e diese Rich ung — „nu
ü eine ingie e Sozialwissenscha "11.
Sowohl de A bei swe leh e als auch de G enznu zenleh e lieg
die kausalgene ische Me hode zug unde. In den beiden Rich ungen
basie de P eis au dem We ; We und P eis sind eng mi einande
e bunden. Beide Leh en gehen au le z e U sachen, „einmal objek i-
is isch au die Kos en und zjum ande en subjek i is isch au den
Nu zen zu ück6'12. Die G enznu zenleh e is on ih en U hebe n also
kausalgene isch gedach . Von subjek i en We schä izungen de Kon-
sumen en we den die P eise kausal abgelei e . Die Ve e e de
G enznu zenschule be on en den kausalen Cha ak e ih e Leh e und
die No wendigkei kausale au de We leh e undie e Be ach ung.
Dennoch is diese Schule „zu keine Kausal heo ie gelang und sie
wa insowei hin e de P oblems ellung de Klassike zu ückge-
blieben"13.
De soiziologische Cha ak e de A bei swe leh e — diese Basis
des ökonomisch-kausalen Denkens — ließ sich nich willkü lich du ch
den psychologischen de G enznu zenleh e e se zen. Die „pe sio-
nalis ische Kausali ä 6'14 gewäh e keinen Einblick in die gesellscha -
lichen Zusammenhänge. Die psychologischen Be ach ungen wa en ein
F emdkö pe und muß en ausgeschieden we den.
Die Wiene Schule lös e die na ionalökonomische Theo ie on allen
his o ischen und soziologischen Ums änden. Die Lausanne Schule
emanzipie e die Theo ie on psychologischen Beziehungen. Dadu ch
wu de die Theo ie „ on allen empi ischen Bindungen gelös . . . und
in ein o males ökonomisches Beziehungssys em umgewandel 6615. Du ch
10 Zimme man, a.a.O. S. 131.
11 O o . Zwiedineck-Südenho s : Subjek i ismus in de sozialökonomischen
Theo ie. Fes sch i . Amonn. Be n 1953. S. 24.
12 F ied ich Bülow: Volkswi scha sleh e. Be lin 1957. S. 284.
13 Zwiedineck-Südenho s , a.a.O. S. 27.
14 Ri sehl, a.a.O. S. 40.
15 Vgl. Al ed K use: Geschich e de olkswi scha lichen Theo ien. 4. Au l.
Be lin 1959. S. 219.
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den o malen Cha ak e eigne e sie sich ü ma hema ische Fo mu-
lie ungen.
Die kausalgene ische Be ach ungsweise wu de un e Anwendung
ma hema ische Symbole du ch eine unk ionale e se z . Die unk io-
nale Me hode ges a e nu die E mi lung on Zusammenhängen zwi-
schen gleichzei ig bes ehenden Phänomenen und G ößen. Da „sie sich
au die Fes s ellung bloße quan i a i e Zuo dnungs e häl nisse be-
zieh ", e mag sie „niemals eine G öße schlech hin zu e klä en, son-
de n nu das quan i a i e Ve häl nis zwischen meh e en G ößen
wiede zugeben"16.
Die G enznu zenleh e, die in de Wiene Schule kausal wa , is
du ch die Lausanne Schule unk ional gewo den.
3.
Die unk ionale Me hode mag ü s a ische P obleme geeigne sein.
Die P obleme de kapi alis ischen Wi scha sind o nehmlich dyna-
misch17. Die unk ionale „Allgemeine Theo ie des wi scha lichen
Gleichgewich s" e sag hie . Es beda eine kausalen Be ach ungs-
weise.
Nachdem die Lausanne Schule die kausale G enznu zen heo ie in
eine unk ionale umgewandel ha e, bemüh sich die S ockholme
Schule, die unk ionale Theo ie wiede kausal zu machen.
In de unk ionalen „Allgemeinen Theo ie des wi scha lichen
Gleichgewich s" is die Be ach ung synch onisie , die Zei dimension
ausgeschal e . Eine unk ionale Abhängigkei kann es zwischen gleich-
zei ig bes ehenden Phänomenen und G ößen geben, eine kausale nu
zwischen au einande olgenden.
De Synch onismus de Be ach ung ließ sich besei igen. Da die
„Theo ie des Gleichgewich s" zei los is , wi d in de „Theo ie de
Dynamik" das Zei momen einge üh . Die „Theo ie de Dynamik"
un e scheide sich on de „Theo ie des Gleichgewich s" o allem da-
du ch, daß sie die wi scha lichen E scheinungen als Bewegungs-
p ozesse e kenn und den Zei ak o einbezieh . Das Zei momen wi d
hie zu einem kons i u i en Bes and eil de Be ach ung.
Indessen, es genüg nich , den Zei ak o in die Theo ie einzu-
schal en, um die dynamischen P ozesse de Volkswi scha zu e -
klä en. „Eine Theo ie, die lediglich au eine unk ionalen Ve bin-
dung zwischen ökonomischen G ößen zu e schiedenen Zei en be uh ,
is nich dynamisch, sonde n bes en alls kine isch. Eine dynamische
16 Bülow, a.a.O. S. 107.
17 Wi benu zen in de o liegenden A bei die al en Beg i e de S a ik und
Dynamik, diejenigen, die o de Umde inie ung du ch Ragna F isch bes anden.
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Wandlung de Na ionalökonomie 273
Theo ie müß e die K ä e he o heben, die solche Ve ände ungen de
ökonomischen G ößen bewi ken können18.64
Um übe die Kine ik hinauszugehen und zu Dynamik zu gelangen,
muß man die ökonomischen mi den his o isch-soziologischen E kenn -
nissen e binden. Man muß insbesonde e das Wi scha ssys em, das
den Ablau de Wi scha in en scheidende Weise beein luß , be-
ach en. Es gil neben de Wi scha ss uk u und de en Wand-
lungen die S'oizials uk u — die gesellscha lichen Mach e häl nisse,
das K ä ege üge de bes ehenden Wi scha — zu e o schen und
in die ökonomische Theo ie zu in eg ie en. De einzelwi scha liche
Ansa z de mode nen Na ionalökonomie is abe ü die E g ündung
diese Zusammenhänge nich geeigne .
Wegen dem „Au bau on un en44 ha die ma ginale Theo ie keinen
Zugang zu wissenscha lichen E assung de his o isch-sojzioiloigischen
Elemen e. Sie muß alles Gesellscha liche, alle E scheinungen, die
„nich olls ändig ökonomisch de e minie sind4419, in die Da en aus-
klamme n. Gesellscha liche Ta bes ände müssen auße halb de Na-
ionalökonomie behandel we den.
Wie schwe de Zugang zu E kenn nis de „soziologischen Um-
wel sbedingungen des wi scha lichen Geschehens44, des „Milieus, in
dem sich die wi scha lichen En wicklungsp ozesse abspielen44, ü die
einzel wi scha lich o ien ie en Ma ginalis en is , e sieh man aus den
Bemühungen um die „Feld heo ie44, die den Zugang zu „de allzu-
gleichgül ig beisei e geschobenen S uk u de Wi scha sgesell-
scha 4420 au komplizie en Umwegen suchen muß21.
Aus de einzelwi scha lichen Schau gib es keinen Einblick in die
gesellscha lichen P obleme, „die his o isch- ech lichen Ka ego ien al-
len un e den Tisch4422.
Die ma ginale Rich ung konsequen du chge üh kann sich nu mi
ei igen Ka ego ien de Wi scha be assen, nu mi solchen „g und-
sä zlichen Beziehungen zwischen den Menschen und den Dingen, die
keinem his o ischen Wandel un e liegen, die auße halb de Zei
18 Ve handlungen au de Tagung des Ve eins ü Socialpoli ik in Bad Py -
mon 1950. P oblema ik de Vollbeschä igung. Aussp ache. Sch i en des Ve eins
ü Socialpoli ik. N. F. Bd. 3. Be lin 1951. S. 85.
19 Saue mann
, a.a.O. S. 30.
20 Ka l
B and :
Die S uk u de Wi scha sdynamik. F ank u a. M. 1952.
S. 192.
21 „Eine E o schung des Da enk anzes in seine gesellscha lichen Seinsbezogen-
hei is ", sag Ka l
B and
, „e o de lich, wenn man die wi scha liche Dynamik
nich in lee e Fo meln au gehen lassen will" (a.a.O. S. 187). Nun lieg es abe
im Wesen de ma ginalen Theo ie, daß sie die kons i u i en sozialwi scha lichen
Fak o en in den Da enk anz abschieben muß, weil sie in „die gesellscha liche
Umwel " nich einzud ingen, den his o isch-soziologischen Gehal de P obleme
nich zu e assen e mag.
22 Ri sehl
, a.a.O., S. 117.
18 Schmolle s Jah buch 83, 3
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274 Na alie Moszkowska
s ehen"23. Sie muß sich au Un e suchung ein ökonomische quan i-
izie ba e E scheinungen besch änken und diese du ch na ü liche und
echnische Momen e zu e klä en suchen24. Sie e mag nu logische
Ka ego ien de ökonomischen Wissenscha zum Gegens and ih e
Fo schung zu machen und un e de Annahme des Wal ens des Ra-
ionalp inzips nach wi scha lichen Gese zen schlech hin, unabhängig
on de ech lichen und sozialen Ve assung de Völke , zu o schen.
His o ische Ums ände be ücksich ig sie nich , das E ah ungsobjek
de Wi scha swissenscha is abe „die geschich liche Wel 66 (Zwie-
dineck ).
„Die allgemeine Theo ie des wi scha lichen Gleichgewich s" is
du ch den Synch onismus de Be ach ung, Ausschal ung des Zei -
mioimen s gekennzeichne . „Die allgemeine Theo ie de wi scha lichen
Dynamik" ope ie mi dem Momen de Zei . Es handel sich abe
nu um eine o male heo e ische Ein üh ung de Zei in die En -
wicklungsmodelle, also nich um die his o ische Zei , sonde n um die
ma hema ische Zei . Die Theo ie „bleib nach wie o unhis o isch"25.
Obwohl die Wi scha eine bes ändigen Wandlung im Ve lau e
de Zei , einem his o ischen Um o mungsp ozeß un e wo en is , is
die Theo ie on Raum und Zei losgelös .
4.
Nachdem die subjek i e We leh e en psychologisie wu de und
man nich meh om Konsumen en und seinen We schä zungen aus-
gehen woll e, ha man au die En scheidungseinhei en — E we bs-
wi scha en und Haushal e — abges ell . Von den indi iduellen En -
scheidungen de Einkommensbeziehe und de Un e nehme aus kann
man abe ebensowenig wie ühe on denjenigen de Konsumen en
aus das Gesam wesen de Wi scha e assen.
Vom einzelwi scha lichen Denkansa z gib es wede einen Zu-
gang zu his o isch-soziologischen P oblemen noch selbs zu gesam -
wi scha lichen.
Da man on einzelwi scha liche Schau gesam wi scha liche Zu-
sammenhänge nich übe blicken kann, sieh sich die ma ginale Rich-
23 Vgl. Cos an ino B esciani-Tu oni: Ein üh ung in die Wi scha spoli ik. Be n
1948 (i al. 1942). S. 38.
24 Das P oblem de Quan i izie ung is üb igens in de Na ionalökonomie, die
die A bei swe leh e ablehn , nich gelös . Bezeichnend is , daß Keynes nich ohne
den Uni e salmaßs ab „A bei swe " auskommen konn e. Mi Rech sag Kasnacich-
Schmid, daß sich Keynes zu de A bei swe leh e „ ollinhal lich bekann e46. (A bei
u. Wi scha . Wien 1951. S. 4.) Siehe hie zu auch Edga Salin: Geschich e de
Volkswi scha sleh e. Be n, Tübingen. 4. Au l. 1951. S. 113.
25 And eas P edöhl: Gese z und Ges al . In: Jh b. . Sozialwissenscha . Gö -
ingen 1950. Bd. 1. S. 22.
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Wandlung de Na ionalökonomie 275
ung de Na ionalökonomie genö ig , zu E assung gesam wi scha -
liche Vo gänge Analysen an Modellen, die eine ik i e Wi scha
kons uie en, o zunehmen. Sie muß annehmen, daß die Wi scha
au onom und a ional is , und den Wi scha sp ozeß mechanis isch
abzulei en suchen. Die Analysen an Modellen, an a ionalen Schema a
müssen E sa z ü heo e ische Du chd ingung de a sächlichen olks-
wi scha lichen P ozesse bie en.
Die objek bezogene Ökonomie ha die Wahl, sie kann mi ode
ohne ik i e Modelle a bei en, die subjek bezogene Ökonomie muß
sich de Modelle bedienen.
Die Be ach ungen de Klassike , wenn sie auch indi idualis isch
wa en, wa en nich mik oökon omisch undie . Die Klassike gingen
nich on den Un e nehmungen und Haushal en aus, sonde n on den
Ma k o gängen. Die We leh e de Klassike — die Basis ih es heo-
e ischen Sys ems — wa objek - nich subjek bes imm . Un e de
Volkswi scha e s anden sie nich eine „Mak oökonomie"; die ge-
sam wi scha lichen G ößen wa en nich du ch Summie ung mik o-
ökonomische G ößen gebilde e Agg ega e. Dahe konn en die Klassi-
ke gesam wi scha liche P obleme auch ohne Kons uk ion ik i e
Modelle und mechanis isches Fo wälzen bloße Annahmen e -
o schen26.
Ve mi els de Modelle wi d es zus ellen gesuch , wie aus o ausgese z en
Bedingungen bes imm e En wicklungen in de Zei he o gehen. De E kenn nis-
we de Modelle is nich g oß. Die gedanklichen Modelle sagen ü sich noch
nich s übe den a sächlichen Ve lau de Wi scha . De Ve lau im Modell
häng ja on de o gegebenen Da enkons ella ion ab. Selbs wenn die Da en
in die Modelle nich „gese z ", pos ulie , sonde n eine empi ischen Mus e ung
un e zogen we den, wenn also die „quan i a i e Theo ie" zu „nume ischen
Theo ie" umges al e wi d27, e lie en die Modelle nich ganz ih en ik i en
Cha ak e . Man sp ich nich umsons on de Gegensä zlichkei zwischen Modell
und Reali ä . Du ch spekula i es Denken an Modellen wi d nu das Mögliche,
nich das Ta sächliche e o sch .
Vo ausse zung ü die Ma hema isie ba kei de Leh e is die Ein achhei . Die
Ve ein achung bei de Kons uk ion de Modelle „beg enz ih e T agwei e"28.
Dies u das S eben nach Konk e isie ung he o . Man such „zu iele Einzel-
26 Die klassische Ökonomie ging im Gegensa z zu de mode nen „ om Ganzen
de Volkswi scha aus, um das einzelwi scha liche Vo gehen in die olkswi -
scha lichen Zusammenhänge einzuo dnen" (Adol Webe : Ku zge aß e Volks-
wi scha sleh e. Be lin 1956. S. XI). — „Wü de die Gesam wi scha aus dem
Einzelbe ieb abgelei e , so schwänden alle Me kmale de Gesam wi scha , die
diese als ein einhei liches Ge üge kennzeichnen" (K. Melle owicz: Einhei liche
Wi scha swissenscha , a.a.O., S. 712).
27 Albe Wissle : Die Au gabens ellung de empi ischen Wi scha s o schung.
In: Zei sch . . d. ges. S aa swiss. Tübingen 1953. S. 448.
28 Hans Pe e : Zu Axioma ik mode ne Wi scha s heo ie. In: Jh b. . Na io-
nalök. u. S a . S u ga 1953. S. 295.
18*
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hei en und Möglichkei en zu be ücksich igen mi dem E gebnis, daß das G und-
sä zliche nich meh zu e kennen is "29.
Weil seh iele Fälle, En wicklungs ypen, denkba sind, muß die Modellme hode
zu Kons uk ion unzählige Modell ypen üh en. Es e gib sich eine hypo he ische
Kasuis ik; o z o male P äzision keine geschlossene Theo ie, es wi d nich s
aus einem einhei lichen P inzip e klä .
Vo den Klassike n wu den die ökonomischen P obleme, die sich du ch das
p ak ische Leben s ell en, meh ode wenige kasuis isch behandel . E s die
Klassike , besonde s Rica do, haben die wi scha lichen E scheinungen aus einem
einhei lichen P inzip zu e klä en e such 30. Die Kasuis ik in de mode nen
Na ionalökonomie bedeu e einen Rücksch i in de En wicklung de Wi scha s-
wissenscha en.
Man muß zwischen ma e iellen Sachaussagen und o mellen Modell-
aussagen un e scheiden. „Nu Sachaussagen haben den Ansp uch, de
Theo ie im s engen Sinne zugeo dne zu we den. Modelle sind und
bleiben, wie imme sie gea e sein mögen, Hil skons uk ionen, und
die an ihnen gewonnenen Einsich en . . . haben den Cha ak e on
A bei sideen31.4'
Da in den Modellen hypo he ische Fälle deduk i e o sch we den,
müssen die logisdien Kons uk ionen, um ö liche und zei liche Be-
s imm hei zu e langen, du ch s a is ische Fo schungse gebnisse illu-
s ie we den. Die S a is ik is als empi ische Wissenscha die „E -
ah ungssubs ana"32 de einen Na ionalökonomie. Da e ne die unk-
ionalen Zusammenhänge, komplizie e Sach e hal e, in de ma gi-
nalen Ökonomie mi den Mi eln de e balen Logik nich so kla
e anschaulich we den können wie die kausalen Zusammenhänge in
de klassischen Ökonomie, so e o de n sie iel meh ma hema ische
Hil smi el. Übe dies wi d die Ma hema ik on diese Rich ung nich
nu zu Symbolisie ung, sonde n auch als Me hode bei de empi-
ischen Wi sclxa s o schung angewende 33. Aus de Ve bindung on
Theo ie, S a is ik und Ma hema ik is ©ine neue Disziplin, Ökono-
me ie, en s anden. Sie e dank ih e En s ehung den Schwie igkei en,
denen man bei de Fo schung mi ma ginale Me hode begegne . Die
Ökonome ie is ebenso wie das Modelldenken ein unen beh liche
No behel bei de Anwendung des G enzp inzips34.
29 Albe L. Hahn: Wi scha swissenscha des gesunden Menschen e s andes.
F ank u a. M. 1954. S. 10.
30 Eugen Böhle : Na ionalökonomie. Zü ich 1960. S. 22.
31 Geo g Weippe : Beme kungen zum Vo ag on F . Lü ge. Geschich e, Wi -
scha und Wi scha sgeschich e. München 1958. In: Jh b. . Na ionalök. u. S a .
1960. S. 438.
32 De Ausd uck s amm on Hans Pe e : En wicklungs endenzen de mode nen
ökonomischen Theo ie. Kyklos 1956. S. 46.
33 Wohl kann die Ma hema ik zu Au indung on Beziehungen zwischen öko-
nomischen G ößen bei agen. „Im Feld de Wachs ums- und Konjunk u heo ie"
„ha sie nich iel e eich ". O o . Me ing: Ma hema ische Na ionalökonomie.
S aa slexikon de Gö es Gesellscha . F eibu g in B eisgau 1960. Bd. 5. S. 627.
34 Die eine, ma hema isie ende Na ionalökonomie ha zu Fö de ung de
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Wandlung de Na ionalökonomie 283
heo ie. Man muß dann das Konjunk u p oblem als ein P oblem de
wi scha lichen Ausdehnung schlech hin und nich als eine Eigen-
ümlichkei de bes ehenden Wi scha be ach en. Die Ve e e de
einen zei losen Na ionalökonomie müssen die Konjunk u heo ie
du ch eine Wachs ums heo ie zu e se zen suchen, denn Wachs um is
jede Wi scha eigen.
Es is kennzeichnend ü die mode ne Na ionalökonomie, daß sie
E scheinungen des Wachs ums und de zyklischen Bewegungen, also
gesunde und pa hologische E scheinungen, in einem behandel . Be-
g i e und Theo ien e lie en dann abe an Schä e.
„Die Theo ie des Wachs ums e mag . . . en gegen de Au assung
iele Na ionalökonomen die Konjunk u heo ie nich zu e se zen",
sag mi Rech Jöh . Die Wachs ums heo ie weis nu au die Mög-
lichkei hin, „daß Abweichungen de einzelnen Va iablen on jenem
Ni eau, das de Gleichgewich swachs ums a e en sp ich , expansi ode
dep essi wi ken". Dami g ei sie abe „nu eine G uppe konjunk-
u elle Fak o en aus eine g oßen Zahl solche Momen e he aus4'57.
In olge de Wel k iege, de gigan ischen mili ä ischen Rüs ungen,
de o sch ei enden In la ion und de wi scha spoli ischen Maß-
nahmen des S aa es zu Konjunk u s abilisie ung e en zwa die
hy hmisch-gebundenen Zyklen in unse e Zei nich so kla wie eins
in E scheinung. Abe die Au gabe de Theo ie is nach wie o , die
Fak o en, die ü die Konjunk u schwankungen e an wo lich sind,
un e Wegdenken de Wi kungen de Rüs ungen und de wi scha s-
poli ischen Maßnahmen des S aa es zu e uie en.
Den Konjunk u zyklus da man übe dies nich als ein isolie es
P oblem behandeln. Die kausale E klä ung des Zyklus muß au ein
allgemeines Sys em de na ionalökonomischen Theo ie bezogen we -
den. Nu du ch einen Einbau de Konjunk u heo ie in ein allge-
meines ökonomisches Sys em können die zyklischen Bewegungen e -
s ändlich gemach we den58.
10.
Das einzelwi scha liche Ve ah en, die Subjek bezogenhei de
ma ginalen Rich ung, läß keine ech e Kausali ä au dem Gebie e de
sozialen E scheinungen zu. Und so e zich en manche Na ional-
ökonomen ausd ücklich au kausale Be ach ung des Koaijunk u -
p oblems.
&7 Wal e A. Jöh : Die U sachen o schung als Au gabe de Konjunk u heo ie.
In: Zei sch . . d. gesam e S aa swiss. Tübingen 1956. S. 22.
58 Vgl. Edua d Heimann: Geschich e de olkswi scha lichen Leh meinungen.
F ank u a. M. 1949. S. 250 .
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284 Na alie Moszkowska
Eine Theo ie ökonomische P ozesse kann nach Saue mann „nu
als unk ionale en wickel we den"59. „Es wi d nich meh nach ein-
zelnen U sachen de Konjunk u schwankungen gesuch ", sag Albe
Wissle , „man will nu den Funk ionszusammenhang du chleuch en".
„Ha man den Sp ung zu Funk ionsanalyse gemach , so e blaß die
F age nach den U sachen60."
Das En s ehen de dynamischen P oizesse wi d Glich e klä , es wi d
nu die unk ionale Abhängigkei zwischen ökonomischen G ößen e -
mi el . „Die Ausschal ung de Kausal o schung wü de", sag mi
Rech Jöh , „unweige lich die ökonomische Theo ie zu Un uch ba -
kei e u eilen." Aus de unk ionalen Beziehung selbs kann „nich
en nommen we den, welches ih Rich ungssinn is , welche G öße als
U sache und welche als Wi kung bezeichne we den muß. Diese
Analyse zeig , daß es keinen Sinn haben könn e, un e Be u ung au
die Leis ungen de unk ionalen Theo ie die Kausal o schung abzu-
lehnen61."
Die Kausal o schung beda de objek bezogenen We leh e als
G undlage. „Die kausal heo e ische Denkweise de objek i is ischen
We leh e üh dazu, daß sie die ü die We bildunsg in Be ach
kommenden Fak o en nach A eine Kausal heo ie, bei de die Wi -
kungen nu in eine Rich ung e lau en, aneinande eih . Jedes Glied
is du ch die o ausgegangenen Gliede bes imm 62." Die subjek i-
is ischen We heo ien hingegen, welche Ausd uck eines We ela i-
ismus, eine wechselsei igen We abhängigkei sind, eignen sich nich
ü Kausal o schung, ü E uie ung sukzessi e Kausalzusammen-
hänge. Sie sind ih em Wesen nach unk ional, synch onis isch. Funk-
ionales Denken bedeu e ein Beg ei en ahne An ang und ohne Ende,
ohne Hinweis au eine e s e U sache. Es ha den Cha ak e eines
Zi kelschlusses.
Man kann nich om schwankenden Boden de Wechselwi kung aus-
gehen und zu p imä en U sachen gelangen63. De Fo sche muß den
es en Boden de „absolu is ischen" objek i is ischen We leh e un e
den Füßen haben64.
59 Heinz
Saue mann:
Übe einige P obleme de Konjunk u schwankungen. In:
Zei sch . . d. ges. S aa sw. 1955. S. 20.
60 Albe
Wissle :
De S and de Konjunk u o schung. Vie eljah eshe e zu
Wi scha s o schung. Be lin 1950. S. 27.
61 Jöh ,
a.a.O. S. 23 .
62 Büloiu,
a.a.O. S. 262.
63 Üb igens wi d die Bedeu ung de Wechselwi kung übe schä z . Die He o -
hebung de Wechselwi kung en heb nich de P lich , dem Geschehen au den
G ^nd zu gehen.
64 Die objek bezogene We leh e is eine
Äqui alenz heo ie
, sie be uh au de
Annahme eine We gleichung und dami eines Gleichgewich s au beiden Sei en
des Tausches. Die subjek bezogene Leh e läß nich das Äqui alenzp inzip wal en,
sie ope ie mi Ungleichgewich sannahmen, auch dies mach den heo e ischen
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Wandlung de Na ionalökonomie 285
11.
Nachdem die Ma ginalis en die Volkswi scha in unzählige indi-
iduelle Einzelda en au gelös ha en (Mik oÖkonomie), such e Keynes,
um gesam wi scha liche Be ach ungen ans ellen und Konjunk u -
agen behandeln zu können, die ielen Elemen e au wenige zu e-
duzie en, in G uppen zusammenzu assen (Mak oökonomie).
Die Summie ung de mik oökonomischen G ößen, de Ma k hand-
lungen de einzelnen Wi scha ssubjek e, will abe nich ich ig ge-
lingen. „Das Agg ega ionsp oblem is ü den allgemeinen Fall nich
gelös ", die Agg ega e müssen „imme wei e disagg egie we den"65.
Au einzelwi scha liche G undlage läß sich keine Mak oökonomie
im Sinne eine gesam wi scha lichen Be ach ung au bauen.
Auch läß sich keine Syn hese zwischen Mik o- und Mak oökonomie
he s ellen. „Daß man zwischen Mik o- und Mak o heo ie un e -
scheide , esul ie . . . aus den Schwie igkei en, die sich e geben, wenn
man on mik oökonomischem au mak oökonomisches Ve hal en ode
umgekeh schließen will66."
Dia sich diese Keynessdie Lösung als nich be iedigend e wiesen
ha e, au heo e ischem Wege sich also keine agba e B ücke on de
Mik o- zu Mak oökonomie bauen ließ, die Gesam wi scha in den
heo e ischen G i zu bekommen mißlang, muß e eine Lösung au
empi isch- ealis ischem Wege mi Hil e de G oß echenanlagen —
olkswi scha liche Gesam echnung, inpu -ou pu -Rechnungen — ge-
such we den. Man muß e die Besch änkung au wenige Va iable,
Agg ega e, au geben und mi wei au gegliede en Realmodellen Ein-
blick in das olkswi scha liche Geschehen zu gewinnen suchen. Au
diesem empi isch- ealis ischen Wege bemühen sich die Ma ginalis en,
das Ganze de Volkswi scha -gedanklich »u e assen.
Die meh heo e ische und soziologische Fo mulie ung des K eis-
lau gedankens bei Quesnay und Ma x wu de in de neue en Fo schung
du ch eine empi isch-s a is ische Be ach ungsweise e se z .
Die beiden äl e en K eislau analysen nahmen Bezug au das Wi -
scha ssys em und die Sozials uk u . Die inpu -ou pu -Analyse on
Boden wankend. Die Äqui alenz heo ie des Tausches und die Gleichgewich s-
ik ion als es e Beziehungspunk ü wi scha liche Schwankungen gehö en
logisch zusammen. Sie bilden das Fundamen de kausalgene ischen Me hode.
65 Saue mann
, a.a.O. Ein üh ung. S. 24.
66 Saue mann
, daselbs . — Wie komplizie die Ablei ung de Mak o heo ie
aus de Mik o heo ie is , sieh man z. B. aus de olgenden Da s ellung: „Gewisse
mi de ökonomischen Mik o heo ie gese z e Va iable, die wiede um Funk ionen an-
de e Mik o a iablen sind (we den) . . . du ch mak oökonomische Va iable e -
se z , die ih e sei s Funk ionen on Mik o a iablen sind . . . Zwischen den solche -
maßen gebilde en mak oökonomischen Va iablen we den dann bes imm e Be-
ziehungen o ausgese z ." E aldo
Fossa i:
Mik oÖkonomik und Mak oÖkonomik.
HdSw. Bd. 7. S. 332.
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286 Na alie Moszkowska
Leon ie — Analyse de Einkommenbildung und Einkommens e -
wendung—, die eine p ak ische Anwendung des K eislau gedankens
in ma hema ische Fassung is , is unabhängig om Gesellscha s- und
Wi scha ssys em en wickel ( echnische Gleichungen).
Die inpu -ou pu -Rechnungen s ellen keine ökonomische Theo ie
da . Sie „s ehen mi einem Bein im Lage de Ökonome ie und mi
dem ande en im Lage de Be iebsbuchhal ung"67.
Aus dem a ional-logischen Vo gehen wu de ein empi isch-desk ip-
i es. Eine ma hema isie ende Leh e, abs ak e Deduk ion, muß e ein
S eben nach eine empi ischen Reali ä sanalyse he o u en. „Die
empi isch e mi el e Kausali ä e mag lediglich s a is ische Kausali ä
zu sein64, s a is ische Wah scheinlichkei 68.
Eine on allen empi ischen Bindungen gelös e, aus o malen Aus-
sagen bes ehende „exak e" Theo ie muß e schließlich in eine Em-
pi ie en a en, so pa adox dies auch klingen mag.
12.
Die Volkswi scha sleh e klassischen S ils und die Be iebswi -
scha sleh e haben ein gemeinsames E ah ungsobjek , abe ein un e -
schiedliches E kenn nisobjek . Die Volkswi scha sleh e bezieh alle
ih e E ah ungen au den gesellscha lichen Gesam p ozeß, die Be-
iebswi scha sleh e hingegen au den Be iebsp ozeß. Die Be iebs-
wi scha sleh e un e such die innen- und zwischenbe ieblichen Zu-
sammenhänge, die Volkswi scha sleh e hingegen die übe be ieb-
lichen. Die beiden Disziplinen haben einen e schiedenen Ausgangs-
punk und eine un e schiedliche Blick ich ung. Jede de beiden Diszi-
plinen ha ih e eigenen Fo schungsau gaben und F ages ellungen. En -
sp echend den un e schiedlichen E kenn nisobjek en sind Da um und
P oblem e schieden. Dahe sind die beiden Disziplinen „ o z ih e
sachlichen Ve wand scha me hodologisch g und e schieden". „Be-
iebsp ozeß und Gesellscha sp ozeß un e liegen eigenen unabhän-
gigen Gese zen69."
De Da enk anz, de die einzelwi scha liche Be ach ung in de
Be iebswi scha sleh e umgib , bes eh aus gesam wi scha lichen
P oblemen. De Da enk anz, de die gesam wi scha liche Be ach-
ung in de Volkswi scha sleh e (de objek bezogenen) umgib , be-
67 J. C. Gilbe : Die Wi scha s heo ie on heu e in G oßb i annien. In:
Zei sch . . d. ges. S aa swiss. Tübingen 1957. Bd. 113. S. 231.
68 Wilhelm Webe : Wi scha swissenscha on heu e. Wien 1953. S. 37.
69 Kon ad Melle owicz: Allgemeine Be iebswi scha sleh e. 10. Au l. Be lin
1958/59. S. 80. De selbe: Einhei liche Wi scha swissenscha . In: Be iebswi scha -
liche Fo schung und P axis. Wol enbü el 1950. S. 711 . Die S ellung de Be iebs-
wi scha sleh e im Rahmen de Wi scha swissenscha . In: Zei sch i . Be iebs-
wi scha . Wiesbaden 1951. S. 386.
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Wandlung de Na ionalökonomie 287
s eh aus einzelwi scha lichen P oblemen. Da abe die mode ne Na-
ionalökonomie einzelwi scha lich und nich gesam wi scha lich
o ien ie is , bes eh de Da enk anz de mode nen Na ionalöko-
nomie ebenso wie de jenige de Be iebswi scha sleh e aus gesam -
wi scha lichen P oblemen70. Die T ennungslinie zwischen den beiden
Disziplinen wi d dadu ch e wisch , eine sinn olle A bei s eilung e -
schwe .
Die Volkswi scha sleh e sieh ih e P obleme in gesam wi scha -
lichen Zusammenhängen, die Be iebswi scha sleh e is einzelwi -
scha lich o ien ie . Wenn die Ve e e de made nen Na ional-
ökonomie einzelwi scha lich o gehen, au indi iduelle En schei-
dungsp ozesse, au Wi scha spläne de Haushal e und de Un e -
nehmungen abs ellen, nähe n sie sich de Be iebswi scha sleh e, die
na u no wendig ih e P obleme un e einzelwi scha lichen Gesich s-
punk en be ach en muß.
Du ch die Eliminie ung de A bei swe leh e „ha man die na ional-
ökonomische P oblema ik in eine be iebsökonomische e wandel ".
Wenn man aus de klassischen Theo ie „die We leh e wegnimm , so
bleib eine be iebsökonomische Eins ellung zum ökonomischen P o-
blem üb ig"71.
„Bei de Behandlung on P eis agen be inde sich die Volkswi -
scha sleh e au u eigens em und dem ih wesensgemäßen Gebie .66
Die P eis agen nehmen „ heo e isch die Schlüssels ellung un e den
sozialökonomischen P oblemen ein", sag Bülow72. Und so wa es in
de klassischen Ökonomie. Du ch die Ablehnung de A bei swe leh e
is de P eisleh e die heo e ische Basis en zogen wo den. Sie wu de
zu Kos en heo ie deg adie und muß e in die Be iebswi scha s-
leh e e se z we den73.
Die Geld heo ie, die ühe neben de We - und P eis heo ie s and,
wu de isolie . Wo soll sie un e geb ach we den? Die Geld heo ie is
das So genkind de Ma ginalis en. Es geling ihnen nich , die mone-
ä en P obleme in den Gesam zusammenhang de ökonomischen
Theo ie einzuo dnen, das Geldp oblem aus de Isola ion zu be eien.
Die P eis- und die Geld heo ie we den zunächs , sag Hans Pe e , „in
losem Zusammenhang nebeneinande behandel ", man bemüh sich
abe „be ei s sei langem um eine geschlossene einhei liche Modell-
kons uk ion, die alle dings nich ganz ein ach is "74. Soll e die Mo-
70 Daselbs .
71 Ake man, a.a.O. S. 156.
72 Bülow, a.a.O. S. 267.
73 Nach L. J. Zimme man is die P eisleh e soga als Ke np oblem de Be iebs-
wi scha sleh e zuzuweisen. Die Zukun sau gaben in de Volkswi scha sleh e.
In: Wel w. A ch. 1951. T. II. S. 184.
74 Hans Pe e : Die En wicklungs endenzen de mode nen ökonomischen Theo ie.
Kyklos. 1956. S. 56. He o hebung on uns.
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288 Na alie Moszkowska
dellkons uk ion gelingen, so müß e auch die Geld heo ie de Be-
iebswi scha sleh e angegliede we den.
Nachdem man die A bei swe leh e, die soziologischen Cha ak e
ha , abgelehn ha e, wu den nich nu de pe sönliche P oduk ions-
ak o , die A bei , sonde n auch die sachlichen P oduk ions ak o en
als we bildend ane kann . Die P oblems ellung e ände e sich. „Es
handel sich nich meh um die E mi lung de An eile de Klassen
am Gesam einkommen, sonde n um die En schädigung de Leis ungen
de P oduk ions ak o en75.64 Die E mi lung de Klassenan eile is ein
olkswi scha liches und soziologisches P oblem, hingegen die En -
schädigung de P oduk ions ak o en ein be iebswi scha liches.
Da die We -P eis-Leh e, die die G undlage de Theo ie de Ein-
kommens e eilung bilde e, weg iel, hö e die Dis ibu ions heo ie, die
ü die Klassike das wich igs e P oblem wa und „eine Ke n age
jede wi scha lichen . . . Theo ie is "'6, als ein Teil des wi scha s-
heo e ischen Sys ems zu exis ie en au .
S a de Zi kula ion und Dis ibu ion — den beiden Haup gebie en
de heo e ischen Na ionalökonomie — wi d nun in de mode nen
Volkswi scha sleh e die P oduk ion und Konsum ion behandel .
Diese beiden Gebie e we en abe keine olkswi scha lichen, sonde n
nu echnische und be iebswi scha liche P obleme au .
Die Klassike be aß en sich o nehmlich mi Ma k o gängen. Ma x
behandel e ebenso wie Quesnay auch die K eislau e scheinungen. In
de mode nen Na ionalökonomie wi d die kausale Ma k heo ie du ch
die unk ionale K eislau analyse en h on . Dabei wi d nu die ech-
nische S uk u de Wi scha behandel , die soziologische hingegen,
die „das eigen liche Elemen ü die inhal liche Bes immung de Rich-
ung des Wi scha sp ozesses" is , wi d e nachlässig . Es wi d nich
un e such , ob die „gesellscha liche Wi scha ss uk u 44 „den E o -
de nissen des Wi scha sablau s en sp ich 4677.
„Die K eislau analyse kann, wie ih e En wicklung und ih heu ige
S and e kennen lassen, nich als Theo ie des Wi scha sk eislau s
angesehen we den, da sie wede eine kausale E klä ung des Wi -
scha sp ozesses bie e , noch die Gleichgewich sbedingungen desselben
au zeig 78.44
Die „K eislau heo ie is ein Denkschema und keine ma e ielle
Theo ie44. „Mi ih allein sind keine Sachaussagen zu machen4479.
75 S achey, a.a.O. S. 64.
76 Salin, a.a.O. S. 90.
77 Melle owicz: Einhei liche Wi scha swissenscha , a.a.O. S. 719.
78 Ge ha d S a enhagen: Geschich e de Wi scha s heo ie. 2. Au l. Gö ingen
1957. S. 507.
79 Wilhelm K elle: Volkswi scha liche Gesam echnung. Be lin 1958. S. 140.
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Wandlung de Na ionalökonomie 289
13.
Soziologische Beg i e we den in de mode nen Na ionalökonomie
in be iebswi scha lichem Sinne ausgeleg . Bei Ma x is de Beg i
,«Kapi al64 ebenso wie de Beg i „A bei swe " soziologisch. E be-
deu e ein gesellscha liches Ve häl nis; die A bei sins umen e sind
ja nich on Na u aus Kapi al, den Dingen ha e gesellscha liche
Cha ak e an. Ma x ging „ om echnischen Kapi albeg i als den p o-
duzie en P oduk ionsmi eln zum soziologischen Kapi albeg i de
Klassenins i u ion übe "80. Du ch die Ve e e de mode nen Na-
ionalökonomie wi d de Beg i en soziologisie und en his o isie .
Un e „Kapi al" wi d „eine Geldsumme, die einen Gewinn zu b ingen
bes imm is ", e s anden, und de Bog i selbs in die Be iebswi -
scha sleh e e bann . Manche Ve e e des ma ginalen Denkens
gehen so wei , daß sie au den Kapi albeg i , nachdem e des so-
ziologischen Cha ak e s en kleide wo den is , übe haup e zich en.
Wenn man alle soziologischen Beg i e ausme z , sie du ch Beg i e
aus dem Be eich de p i a en Einzelwi scha e se z , e gib sich eine
Ve wand scha de Volkswi scha sleh e mi de Be iebswi scha s-
leh e. Es kann dann eine „Syn hese" (nach Melle owicz eine Ve -
gewal igung)81 de beiden Disziplinen e olgen82.
Das E kenn nisobjek de Volkswi scha sleh e wandel sich. Ha -
en ühe die Volkswi scha s- und die Be iebswi scha sleh e nu
ein gemeinsames E ah ungsobjek , so haben sie je z — man könn e
as sagen — auch ein gemeinsames E kenn nisobjek . Die mode ne
Na ionalökonomie e läß ih en eigens ändigen legi imen Boden und
s öß in das Te ain de Be iebswi scha sleh e o . Eine G enz-
übe sch ei ung!
Du ch die Wandlung in de Volkswi scha sleh e e ände sich
auch das E kenn nisobjek de Be iebswi scha sleh e. Die mode ne
Be iebswi scha sleh e lehn sich eng an die Me hode de einzel-
wi scha lichen Ve e e de Volkswi scha sleh e an. Theo ien
diese Rich ung we den als wesen liche Bes and eile in die be iebs-
wi scha liche Theo ie übe nommen. „Dadu ch wi d die Abg enzung
80 Hans Pe e : Ein üh ung in die poli ische Ökonomie. S u ga -Köln 1950.
S. 179.
81 Kon ad Melle owicz: Eine neue Rich ung in de Be iebswi scha sleh e.
In: Zei sch i . Be iebswi scha . Wiesbaden 1952. S. 151.
82 Volkswi scha liche Beg i e we den du ch p i a wi scha liche e se z . Bei-
spielsweise: Bislang ha man un e wi scha lichem Gleichgewich den Zus and
e s anden, „bei dem das echnische Op imum bei gegebene Auss a ung mi
P oduk ionsmi eln und Zweckbes immung e eich wi d". Heu e e s eh man
un e wi scha lichem Gleichgewich den Zus and, in dem „keine En scheidungs-
einhei Ve anlassung ha , ih e Disposi ionen zu ände n" (Saue mann).
19 Schmolle s Jah buch 83, 3
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290 Na alie Moszkowska
zwischen den beiden wi scha swissenscha lichen Disziplinen meh
ode wenige au gehoben83."
P obleme und Da en e schieben sich in beiden Disziplinen. Bei-
spielsweise: Wi d die P eisleh e de Be iebswi scha sleh e zuge-
dach , dann we den P eise ü die Volkswi scha sleh e Da en und
nich wie bishe P obleme. Das Ve hal en de Wi scha ssubjek e,
das bishe ü die Volkswi scha sleh e Da um wa , wi d zum P o-
blem, das sie zu e klä en ha 84.
Wi sehen: De Denkansa z — Objek - ode Subjek bezogenhei —
en scheide nich nu übe die P oblems ellung, die Fo schungs-
me hode, die E gebnisse de Fo schung, sonde n soga übe das E -
kenn nisobjek selbs .
Schlußbe ach ung
Die quan i a i e Du chleuch ung des wi scha lichen Geschehens
e mi els de Gesam echnungen kann wi scha spoli isch nü zlich
sein. Als Mi el de Wi scha spoli ik haben die Gesam echnungen
ih e Exis enzbe ech igung. „Bed ohlich p oblema isch wi d diese Fo -
schungsa jedoch (dann, wenn man ih . . . eine Bedeu ung als Wi -
scha swissenscha zu un e schieben e such 85."
Dasselbe be i die Ökonome ie. Auch sie d oh „Selbs zweck zu
we den und die ech e Theo ie zu e s icken"86. Es „lieg die Ve -
suchung nahe, die neue echnische6 Theo ie ü ,die' Theo ie zu hal-
en und mi ih e Au s ellung das Ziel de Volkswi scha sleh e als
e eich anzusehen"87.
83 Kon ad Melle owicz: Be iebswi scha sleh e. In: S aa slexikon. H sg. on
de Gö es-Gesellscha . Bd. I. F eibu g i. B . 1957. S. 1204. — Die mode ne Be-
iebswissensdia un e scheide sich e heblich on de adi ionellen. Äl e e Gene-
a ionen on Be iebswi en klagen nich ohne G und, daß de mode nen Aus-
p ägung ih es Faches an P axisnähe mangel . „Siche lich kein e euliche Zu-
s and ü eine Wissenscha wie die Be iebswi scha sleh e, die sich du ch Ve -
bundenhei mi de P axis auszeichnen soll e" (Robe Nieschlag: Besp echung de
Sch i on Gün e Wöhe: Allgemeine Be iebswi scha sleh e. Be lin 1962. In:
Jh b. . Na ionalök. u. S . 1962. S.560).
Bei de „Mik oÖkonomik als mode nem Bes and eil de Wi scha s heo ie. . .
sieh es so aus, als sei ein Un e schied zu Be iebswi scha leh e nich meh
zu e kennen" (E ich Schä e : G undlagen de Be iebswi scha sleh e. In: Hand-
buch de Wi scha swissenscha . H sg. on K. Hax und Th. Wessels. Bd. 1. Köln
u. Opladen 1958. S.33).
84 „Wenn die Analyse de ela i en P eise de Mik oÖkonomie zugedach wi d,
bedeu e das gleichzei ig, daß bei mak oökonomische Be ach ung diese P eise als
Da en angenommen we den müssen." Zimme man, a.a.O. Zukun sau gaben. S. 187.
85 Ka l H. We ne : Besp echung on Publika ionen de Wiene Fo schungss elle
zu Au s ellung olkswi scha liche Bilanzen. In: Zei sch . . Na ionalök. 1953/54.
S. 151.
86 Üb igens a bei e die Ökonome ie o z „ih e hochen wickel en s a is ischen
Me hoden übe wiegend noch mi unzu eichenden heo e ischen Konzep ionen, weil
ih eine ech e dynamische Theo ie ehl ." (P edöhl, a.a.O. S. 23.)
87 Salin, a.a.O. S. 174 u. 198.
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Wandlung de Na ionalökonomie 291
Ve sag die heo e ische Fo schung, so wi d imme meh Gewich
au He ausa bei ung on „Ins umen enkas en", Kollek ionen on
analy ischen We kzeugen geleg . Die Ve eine ung des Ins umen a-
iums wi d „(gewisse maßen zum Selbs zweck"88. De echnische Ap-
pa a ¡de eins igen G enznu zenschule und de sogenann en ma he-
ma ischen Schule „is heu e ... so e eine , daß . . . aus eine
Schule ... eine Technik gewo den" is 89.
Kennzeichnend ü die Schwie igkei en, denen sich die ma ginale
Foi schung gegenübe sieh , is auch, daß „mi auße o den lich e -
schiedenen Me hoden" zu a bei en e such wi d. Dadu ch wi d auch
das E kenn nisobjek en sp echend e schiedena ig, „obwohl meis ens
die gleichen Fo malde ini ionen und Bezeichnungen gewähl we den90."
Die eine Theo ie, in de gesellscha liche Mach e häl nisse aus-
geklamme we den, b auch zu E gänzung eine Fülle on Sonde -
heo ien. Die ielen Sonde heo ien, die zusammenhangslos bleiben,
b ingen es mi sich, daß man sich meh und meh nach Syn hesen
sehn . Man e s eb eine Syn hese de Mik o- und de Mak oöko-
nomie, de K eislau - und de Ma k heo ie, de P eis- und de Geld-
heo ie, de einen und de his o isch-soziologischen Theo ie, de
ökonomischen Theo ie und de ökonomischen S a is ik, de Gleich-
gewich s- und de Zei ökonomie usw. Vo allem abe e s eb man
eine Syn hese de Volkswi scha s- und de Be iebswi scha sleh e.
Die K eislau Vo s ellung is , sag mi Rech Ge ha d Kade, die un-
en beh liche Basis, „au de ein Theo e isie en e s möglich is "91.
Nich nu Quesnay und Ma x, auch die Klassike ha en o z ih e
a omis ischen Be ach ungsweise eine kla e Vo s ellung on de In e -
dependenz alle ökonomischen Vo gänge, wie sie eine K eislau o -
schung e mi el . Das klassische und das Ma x sehe Leh gebäude
s ü zen sich au diese ag ähige Basis; bei den Ma ginalis en is es
abe bei de Basis geblieben, de heo e ische Übe bau läß z,u wün-
schen üb ig.
„Die klassische Schule sah ih e S ä ke da in, zu möglichs allge-
meingül igen E kenn nissen o zud ingen92." Heu e übe wieg die Be-
handlung oin isolie en P oblemen, on De ail agen, die nich in
ein allgemeines Sys em de ökonomischen Theo ie in eg ie sind.
88 Adol Webe . Vgl. Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik. Die P oblema ik
de Vollbeschä igung (Aussp ache). Sch i en des Ve eins . Socialpoli ik. Bd. 3.
Be lin 1951. S. 54.
8 Salin, a.a.O. S. 165.
90 Vgl. Böhle , a.a.O. S. 32.
91 Ge ha d Kade: Die logisdien G undlagen de ma hema ischen Wi scha s-
heo ie als Me hodenp oblem de heo e ischen Ökonomik. Be lin 1958. S. 75.
92 Bülow, a.a.O. S. 304.
19*
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292 Na alie Moszkowska
Die objek bezogena klassische Leh e ging on eine daue nden Gleich-
hei des menschlichen Ve hal ens aus. Sie ope ie e mi de No m-
igu homo oeconomicus, einem ökonomisch- a ional eagie enden
Indi iduum. Im Wesen de subjek bezogenen ma ginalen Leh e lieg
es hingegen, psychologisch zu di e enzie en, die aus de Indi iduali-
ä de handelnden Pe sonen s ammenden Momen e he o zuheben,
„jede Si ua ion als einen
Sonde all
" zu be ach en. Dahe haben die
„au diesem Wege gewonnenen ,sozialen Gese ze' nu besch änk e
Gül igkei "98.
Die Theo ie wi d au gelocke , die inne e Geschlossenhei p eis-
gegeben. Es gib kein Sys em de Na ionalökonomie meh . Man e -
miß die uni e selle Hal ung de klassischen Leh e, eine gemeinsame
ahmenbildende F ages ellung, die Einhei lichkei eine g oßen wis-
senscha lichen Konzep ion. Es ehl auch ein Einbau de Wi scha s-
wissenscha in das Ganze de Sozialwissenscha . Die Kon inui ä des
na ionalökonomischen Denkens wu de un e b ochen.
Die Sys ema ike de klassischen Schule haben den ökonomischen
Wissensbe eich nach einem
ma e iellen
Gliede ungsk i e ium in P o-
duk ion, Zi kula ion, Dis ibu ion und Konsum ion au ge eil . In An-
lehnung an die Beg i sbildung de Skandina ischen Schule and eine
Gliede ung de mode nen Na ionalökonomie nach
o malen
O dnungs-
k i e ien in Mik oÖkonomie (indi iduelle En scheidungs- und Hand-
lungsmodelle) und Mak oökonomie (S uk u - und Ve lau smodelle)
s a 94.
Die Fo schungse gebnisse de einen Rich ung lassen sich schwe lich
in das Gliede ungsSchema de ande en Rich ung eino dnen95. Du ch
die Wandlung des Denkansa zes on de Objek - zu Subjek bezoigen-
hei ha sich die ganze Basis de Wi scha s heo ie e schoben. Es
e gaben sich zwei Theo ie ypen mi e schiedene logische S uk u ,
zwei so e schiedene ökonomische Leh en, als wä en sie — um den
Ausd uck on Edua d
Lukas
zu geb auchen — „au zwei e schie-
denen Ges i nen gesch ieben".
Ma x
ha die klassische Leh e konsequen zu Ende gedach . Die
Reak ion de neub i ischen und de ös e eichischen Schule au dieses
Zu-Ende-Denken bes and in de Ve d ängung soziologische du ch
psychologische E wägungen. Die Reak ion de deu schen his o ischen
Schule äuße e sich im Ve zich au ökonomische Theo ie und de en
E se zung du ch Geschich s o schung. Ha man eins den Ausweg im
03 Vgl. W.
Zajdlic:
Die Beg enzung de Sozialwissenscha . In: Kyklos 1956.
S. 75.
94 Ge ha d
Kade:
Besp echung de Sdi i on
Hende son
und
Quand :
(Mic o-
economic Theo y.) In: Jh b. . Na ionalök. u. S a . 1959. S. 430.
95 Kade
, daselbs . S. 431.
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