Alb ech , Ge ha d (Ed.)
Book
Die Be line Wi scha zwischen Os und Wes . Die Re o m de
Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan. Ve handlungen au de
Sonde agung des Ve eins ü Socialpoli ik in Be lin 1952
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 4
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Alb ech , Ge ha d (Ed.) (1952) : Die Be line Wi scha zwischen Os und
Wes . Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan. Ve handlungen au de
Sonde agung des Ve eins ü Socialpoli ik in Be lin 1952, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No.
4, ISBN 978-3-428-44116-7, Duncke & Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7
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Sch i en des Ve eins ü Sozialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s·
und
Sozialwissenscha en
N eue Folge Band 4
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53
SCHRIFTEN
DES
VEREINS
F JR
SOZIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 4
Ve handlungen
au
de
Sonde agung ,
in
Be lin
18.
und
19.
Ap il
1952
He ausgegeben on
P o . D . Ge ha d Alb ech
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
BERLIN
1952
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53
Ve handlungen au de Sonde agung
des Ve eins ü Sozialpoli ik -Gesellscha ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en in Be lin 1952
Die Be line Wi scha
zwischen
Os
und
Wes
Die Re o m de Sozialpoli ik
du ch einen deu schen Sozialplan
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
BERLIN
1952
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Alle
Rech e
o behal en
Ve lag Duncke & Humblo , Be lin-Lich e elde
D uck: Be line Buchd ucke ei Union
GmbH.,
Be lin
SVV
29
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Inhal s e zeichnis
Gus a Schmolle
zum
Gedäch nis
.....................................
7
Vo mi agssi zung
E ö nung
und
Beg üßung
..............................................
11
Re e a
()n
Ka
1
C.
T
haI
h e
im:
Die Wi scha Be lins zwischen Os und
Wes ....................
16
Aussp ache
....................
" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
31
Nach
mi ags
si
zung
Re e a on
Ge
h a d
Mac
k e n
o
h :
Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
....
39
Aussp ache
.....•...
, . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
76
Ve zeichnis de
Redne· ................................................
90
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Gus a Schmolle zum Gedäch nis
Anläßlich de Be line Tagung e sammel en
sich am G abe Gus a Schmolle s einige Mi -
gliede des Ve eins ü Sozialpoli ik,
um
dessen
langjäh igen Men o s
zu
gedenken. De Vo si zende
eh e den Ve ewig en mi olgenden
Wo en:
In
dem Augenblick,
in
dem de
1948
neu geg ünde e Ve ein ü
Sozialpoli ik zum e s en Male sei de le z en Mi gliede e sammlung
seines Vo gänge s Ende
1936
wiede
in
Be lin ag , is es uns eine
selbs e s ändliche P lich
de
Dankba kei , des Mannes zu gedenken,
dessen Name mi de En s ehung und den Jah zehn en des Ruhmes
des Ve eins unauslöschlich e knüp is .
Als
An ang ,de 70e J
ahTe
de Ru nach Zusammenschluß de
Männe deu schen Bü ge ums und deu sche Wiss1
el1JScha
e ging,
denen die Fo de ung des Ein e ens des S aa es ü das Wohl de A -
bei e scha eben so
seh
Sache des He zens wie de Einsich wa ,
da is
es
Gus a Sclzmolle gewesen, de die Füh ung e g i .
Und e is es gewesen, de
in
seine
in
die Geschioh e eingegan-
genen Ansp ache am
8.
Ok obe
1872
in Eisenach de zu g ündenden
Ve einigung die Tau ede hiel und ih das P og amm mi au den
Weg gab.
Von
1890
bis zu seinem Tode
o
35
Jah en
ha
e
den Vo si z des
Ve eins ü Sozialpoli ik ge üh .
E
is ihm wei meh gewesen, als ein s e s p lioh ge eue und
klug lei ende Vo si zende ,
in
ihm
wa
alles das pe soni izie , was
dem Leben und Scha en des Ve eins Ziel und Weg ich ung gab und
in seinen Un e suchungen und Tagungen Ausd uck and, denen eine
s a ke ö en liche Wi kung beschieden wa .
Denn ihm gal , wie es Hein ich He kne in seine Regensbu ge
Gedäch nis ede au Schmolle ausgesp ochen ha ,
"de
Ve ein ü So-
zialpoli ik als das o nehms e Ins umen , das
e
sich geschmiede
ha e, um die sozialpoli ischen Ziele, on denen sein He z e üll wa ,
im p ak ischen Leben zu Gel ung zu b ingen,"
Vieles on dem, was
e
e s eb ha , is längs segens eiche Wi k-
lichkei gewo den.
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14
E ö nung und
Beg üßung
ü Sozialpoli ik au dessen Kölne Tagung
1897
den Sa z 'aussp ach:
"Das
20.
Jah hunde
wi d
das
soziale sein."
In
welchem Sinne und in
welche sohicksalha en, man kann wohl ohne übe eibung sagen,
übe die Zukun de Menschhei en scheidenden WeIse das Wi klich-
kei we den wü de, was 'e mi diesem Wo e zum Ausd uok b ach e,
das e moch e auch ein Schmolle
zu
eine Zei ela i geo dne e
und gesiche e gesellscha liche , s aa liche und poli ische Ve häl -
nisse nich zu ahnen. Auch ü die lebende Gene a ion is es
n4ch
leich , das, was jede ühl , in gesiche en und unan ech ba en Thesen
zu assen. Imme hin seien
in
alle Kü ze und mi den e o de lichen
Vo behal en einige wenige und gewiß unzulängliche Hinweise gewag .
Als
An ang
de
siebzige Jah e des o igen Jah hunde s de Ve ein
ü Sozialpoli ik die Ö en lichkei zu g öße em Ve s ändnis ü die
soziale F age au ie , da
wa
diese noch kaum e was ande es als die
A bei e age, und
in
ih ' handel e es sich noch so gu wie allein um
den Schu z de A bei nehme
o
unangemessene Inansp uchnahme
ih e A bei sk a und
o
den wi scha lichen Unsiche hei en, die sie
bed oh en. Die damals au gewo enen F agen haben du ch die Be-
mühungen de gewe kscha lichen Selbs hil e und du ch die s aa liche
Sozialpoli ik inzwischen ih e im ganzen angemessene Lösung ge-
unden. Und dami is die A bei e scha in eine S ellung
in
de Ge-
sellscha hineingewachsen, die eine nich meh in Zwei el zu ziehende
Gewäh da ü bie e , daß die Ge. ah en,
,die
sie eins bed oh en, ü
imme gebann sind. Abe mi
de
undamen alen Ände ung de
S ellung des A bei e s in de Gesellscha ha sich auch seine Ein-
s ellung zu den P oblemen ,de Wi scha sges al ung gewandel . So
is heu e die A bei e age e was ganz ande es, als sie es bis zu J ah -
hunde wende und da übe hinaus gewesen wa . Ih en Ke n bilde
das Ve langen nach eine angemessenen Be eiligung nich meh nu an
dem E gebnis de Wi scha sleis ung, sonde n an den En scheidungen,
on denen de Wi scha se olg abhäng . Dami sind F agen au ge-
wo en, de en sachgemäße Klä ung ohne Zwei el die Mi a bei
de
Vissenscha e o de .
Abe die soziale P oblema ik is heu e wenige denn je au das
besch änk , was
'So
lang,e
als A bei e age 'den Haup gegens and de
SozialpoH ik gebilde ha e. Die beiden Welk iege haben ie g ei ende
Ände ungen de Sozials uk u
im
Ge olge gehab . Zweimal ha in
Deu schland de Zusammenb uch de Wäh ung die ma e ielle Basis
besonde s de mi le en Schich en e nich e und Hunde ausende
zu Ren enemp änge n deg adie ; eine soziale Deklassie ung g öß en
Ausmaßes 'is mi
de
un e poli ischem Zwang e olg en Zuwande ung
on Millionen Deu schen on ös lich
de
Ode /Neiße-Linie
in
das
e -
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Vo si zende P o esso D . Alb ech (Ma bu g)
15
kleine e und g,espal ene Deu schland diese Tage e bunden. Dami
sind nich nu die b ennends en sozialen, sonde n ebenso d inglich
schwie igs e wi scha liche P obleme au gewo en, de en Lösung au
die Daue übe haup die einzige Möglichkei bie e ,
,die
sozialen Nö e
zu :bannen, die dem poli ischen Geschehen
in
de e s en Häl e dieses
Jah hunde s ih e En s ehung e danken.
übe
allen diesen in ih e Ges al und Bedeu ung deu lich e kenn-
ba en Einzel agen s ehen abe solche säkula e Na u , die hie oll-
ends nu angedeu e we den können, abe doch mi de F age
e -
wähn we den müssen,
ob
du ch sie nich unse e Gesellscha als
Nach olge in des al en Ve eins ü Sozialpoli ik au ge u en is , noch
einmal meh zu sein, als nu eine de üblichen ach wissenscha lichen
Ve bände, indem sie· den Blick de Ö en lichkei au die No wendig-
kei zu lenken such , die Lösung
de
g oßen G und agen ·de Zei in
Ang i zu nehmen. Sie bes ehen, wie ich meine, in de Bedeu ung,
die das Phänomen de Masse und de Ve massung mi ih e Folge
eine
lin
alle Schich en de GesellschaH wi kenden kul u ellen P ole-
a is1e ung e lang ha , und dem Un e mögen, ,diese En wicklung He
zu we den. DIeses Un e mögen abe schein mi in de Ta sache seine
E klä ung zu inden, daß
u lJSe
Bemühen um sozialwissenscha liche
E kenn nis und ganz besonde s ih e gesellscha spoli ische Auswe -
ung nich Sch i zu hal en ,e moch ha mi dem sich übe s ü zenden
Fo sch i de Na u wissenscha en und ih ,e Auswe ung in de
Technik, die, so segens eich sie sein könn e und
in
iele Beziehung
selbs e s ändlich auch
,is ,
bishe beinahe ebenso iel Schaden wie
Nu zen ges i e ha , weil es ü ih e segens eiche Anwendung an de
ech en Lei ung
g;e ehl
ha und so lange ehlen wi d, wie die soziale
E kenn nis unzulänglich und, sowei sie o handen is , meh ode
minde uube·ach e bleib .
Vielleich sind
hioe mi
einige de Au gaben anged!eu e ,
o de en
Inang i nahme
wi
uns nich scheuen soll en, um in eine S unde
höchs e So ge um das Schicksal de Menschhei und dami auch un-
se es Volkes dem Wi ken unse e Gesellscha eine des E bes, das sie
übe nommen ha ,
wÜI1dige
Hich ung zu geben. Geling U llS das, dann
dü en wi auch
in
eine Zei , de en Aspek e düs e genug sind und
leide
nu allzu iel
Anlaß zu p,essimis ische Be ach ung geben, uns
zu jenem Op imismus bekennen, mi dem Schmolle seine Rede zum
25jäh igen Bes ehen des
V'e ein'S
ü SozIalpoli ik beschioß, in-
dem
e
sag e: "Unse e Sache wi d zule z so siche siegen, wie
in
de En wicklung ·de Menschhei die höhe en
Geo ühle
übe die nie-
d igen, de Ve s and
unld
die Wissenscha übe die Leidenscha en
und In e essen imme wiede ,gesieg haben!"
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Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes
Ich bi e nunmeh He n Kollegen B inkmann, ü den Vo mi ag
die
Ve handlungslei ung zu übe nehmen.
Nach Wo en de Beg üßung, die
He
Bundesbe oIImäch ig c
Vockel
im
Namen de Bundes egie ung und He Sena o P o . D
Tibu ius im Au age des He n egie enden Bü ge meis e s de S ad
Be J.in,
D . Reu e , und
im
Namen des Be line Sena s an die Ve samm-
lung ich e e, dank e de Ve handlungslei e , He P o esso
B ink-
mann, (Tübing,en), dem He n Bundesbe oIImäch ig en Vockel und
He n Sena o Pm . D .
Tibu illS
ü ih e eundlichen Beg üßungs-
wo e und e eil e He n P o esso Thalheim
das
Wo
zu seinem
Re e a :
Die
Wi scha Be lins zwischen Os und Wes
P o . D . Ka l
C.
Thalheim (Be lin):
Seh geeh e Damen und He en!
Die Si ua ion des Be iin on
1952
is eine G enzsi ua ion -nahezu
in jedem Sinne, den man Idiesem Wo e beileg'en kann. Sie is es zu-
nächs in äumlichem Sinne du ch die heu ige InseIIage Wes be lins
und du ch die G enzziehung, die
,die
S ad
in
zwei T'eile eil . Und
dIese G enze
:am
Po sdame Pla z bedeu e
seh
iel meh als i gend-
eine G enze in de wes lichen Wel : sie is auch die G enze zweie
poli ische Sys eme, zweie Wi scha s e assungen, zweie Gesell-
scha so dnungen, de en Un e schiedlichkei en schwe lich übe schä z
we den können.
Um
eine G enzsi ua ion hand
eil
es sich abe auch
ein ökonomisch inso e n, als Wes be lin, e glichen mi den Wi -
scha s äumen
de
Bundes epublik, au ielen Gebie en de G enz-
p ooozen
is ,dessen
P odukNon 'in olge'dessenkoniunk u ell am
meIs en bed oh is . Und on eine G enzsi ua ion können
wi
schließ-
lich auch deshalb sp echen, weil hie sei
1945
imme wiede Si ua-
ionen en s anden sind, die den äuße s en Möglichkei en menschliche
Exis enz nich e ne wa en.
De Mensch in eine G enzsi ua ion is
de
Mensch, de in beson-
de em Maße in eine E n s
ehe
i
dun
g
g,e'S eII
is . Das gal und gil
auch ü das Be lin de Nachk iegszei . Ihm au gegehen
wa
die
En -
scheidung zwischen
Wes
und Os ; und diese sonde ba e, spannungs-
eiche, ge äh liche, abe ge ade deshalb doch auch wiede eminen
mch ba e Si ua ion zwischen
Wes
und Os is
das
G undmo i , das
imme wiede ,du chkling , wenn man on dem Be lin on heu e
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Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin)
17
sp ich . Die Be line Be ölke ung ha sich en schieden, kla und ein-
deu ig; sie ha abe auch nach diese En scheidung gehandel , sie
ha
ü sie Op e geb ach und Ge ah en au sich genommen. Und sie ha
mi diese En scheidung Ta bes ände gescha en, denen man wohl ohne
übe heblichkei wel geschich liche Bedeu ung zusp echen da .
Be lin
wa
als ühe e Reichshaup s ad Symbol de deu schen
Einhei -das zweige eil e Be lin on heu e is Symbol de deu schen
Ze issenhei . Be lin
wa
ühe eines de
s ä ks en
Kni zen en de
deu schen Wi scha
-es
is heu e ein No 's andsgelbie gewo den.
Das "No op e Be lin" is sinnbildha ü diesen Wandel. WIe kam
es
dazu?
Vie Ta bes ände wu den en scheidend ü den wi scha lichen
En wicklungsgang Be lins sei
1945.
De
e s e diese Ta bes ände
wa
de
ungeheu e Subs anz e lus , den Wi scha und Be ölke ung alle
Teile 'de
S ad
zunächs du ch die Ze!1s ö ung'en wäh end des K ieges,
dann du ch
di,e
Maßnahmen de sowje ischen Besa zungsmach
in
den
e s en
Mona en nach K iegsellIde, schließlich, sowei Wes be lin in
F age
s eh , e neu
in
den el Mona en 'de Blockade e li en. Neben
dem Ve lus de ges'am en Bankgu haben unmi elba nach K iegsende,
neben dem Au b auch as de le z en inanziellen Rese ,en de Be-
iebe
in
de Blockadezei
wa en
wei aus am einschneidends en die
Wi kungen de ungeheu en Demon agen, die
di,e
sowje ische Besa -
zungsmaoh du oh üh e; sie
wa en
un e gleichlich iel g öß,e als
in
Wes deu schland, seh iel g öße abe auch als in
de
Sowie zone.
Das E gebnis eine Abbaupe io,de on kaum einem Vie eljah
wa
die as öllige Ve nich ung ,de maschinelien Ein ich ungen eine In-
dus ie, die on Gene a ionenau geban wo den wa . An ang Juli
1945,
bei Beginn de Vie -Mäch e-Bese zung Be lins,
wa en
on de maschi-
neHen Kapazi ä de Be line Indus ie güns igs en alls
25%
e blieben.
Ge ade die ü Be lin wich igs en Indus iezweige, wie z. B. die Elek-
oillidus ie und die We kzeugmaschinenindus ie -
da un e
i,ele
Be iebe mi wel bekann em Namen und höchs e Bedeu ung ü das
Wi scha spo en ial Be lins
-,
wa en
on diese Demon age as zu
100%
be o en
wOl"den.
Dami e lo Be lin die eine g oße Quelle, aus de
e wa
die Häl e
seines Sozialp oduk es s amm e
unJd
on de die A bei smöglichkei en
eines g oß,en T,eiles de Be line Be ölke ung abhingen; die Be line
Indus ie (ohne Handwe k) zähl e
1936
574000 Beschä ig e, da on
in
Wes be lin 324000.
Üb ig blieben die Gebäude,
o
allem abe auch de g öß e Teil
de
quali izie en A bei sk ä e -dami alle dings de wich igs e S aIlld-
.o s ak o de Be line Indus ie, und dies
in
e s e
Linie mach e übe -
haup
einen Wiede au bau de Be line Indus ie möglich. Abe de
.2
Sozialpoli ik
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18
Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes
Weg, um
di1eses
we olle Po en ial wiede nu zba zu machen, is
lang und mühsam, und e is
bi's
heu e noch nich zu Ende gegangen.
De zwei e ü Be lins
Sch:ic~sal
en scheidende Ta bes and is
die
poli ische und wi scha liche T ennung Deu schlands, 'sein Ze all
in
zwei Gebilde mi
de
Tendenz imme s ä ke e Auseinande en wick-
lung sowohl hinsich lich
de
Wi scha ss uk u als
auch de Wi -
scha so dnung,
o
allem sei de sepa a en Wäh ungs e o m
im
Jah e
1948.
Dami begann ein e hängnis olle Desin eg a ionsp ozeß,
de noch imme andaue und sich im Zeichen des Fün jah planes de
Sowje zone soga noch e schä und beschleunig ; eine A bei s-
eilung inne halb de gesam deu schen Wi scha , die das E gebnis
eine En wicklung on meh
·als
einem Jah hunde wa , wi d dami
e ns lich g,e äh de . So schme zlich
dieS'e
P ozeßau
bei den Sei en
de Zoneng enze wi k , ü keinen ande en Teil Deu schlands is e
,e hängnis olle als ü Be lin, dessen wi scha liche Exis enz -und
dami auch die G undlage seines Soziallebens -in seh e heblichem
Um ange mi 'diese gesam deu schen A bei s eilung e bunden wa .
Denn neben de indus iellen P oduk ion bilde en die D i
,e
n s
l
e
i-
s
u
n
gen
die zwei e en scheidende Säule de Be line Wi scha -
und
zwa
Diens leis ungen
ü
g
an
z D
eu
s
chI
an
d. Sie ha en ü
die Ak i sei e
de
Be line Leis ungsbilanz gegenübe dem üb igen
Deu schland
annähemddie
gleiche Bedeu ung wie
die
Lie e ungen
on Indus iep oduk en. Es handel e sich dabei nich nu
um
die
zen alen Reichs- und p eußischen Behö den mi den ihnen e bun-
denen ö en lichen Kö pe scha en und Ins i u ionen e schiedens e A ,
sonde n nich wenige auch
um
die
G oßbanken und g oßen Ve siche-
ungsgesellscha en,
-die
Spi zeno ganisa ionen
-de
Wi scha , , zahl-
eiche HoldinggeseUscha en und Konze n e wal ungen,
um
die Fülle
kuI u eHe Ins i u ionen mi ielen A bei s- und Ve diens möglich-
keikn.
Sie alle ha en Be lin 'deshalb als ih en S ando gewähl , weil
es Reichshaup s ad und dami ü die Ausübung zen ale Funk ionen
am bes en geeigne wa . Eine Sekundä wi kung
wa
Ide
g oße Um ang
des F emden e keh s,
z.
T. auch die S ellung des
s a k
en wic~eI en
G oßhandels. Bei de A bei ss ä enzählung om
Mai
1939
en ielen
au die Gesam hei de Diens leis ungs unk ionen (ohne häusliche
Diens e) nich weni,ge als 1069000 E we bs ä ige, nu 90000 wenige
als au Indus ie und Handwe k.
360
000
Menschen a bei en aIJein
im
Han-
del, 175000 in de öUen Iichen Ve wal ung, 173000
im
Nach ich en-
und Ve keh swesen, 26000
in
de Wi soha s- und Sozialo ganisa ion.
Be lin
wa
also nich nu das Zen um des S aa es, iSondem auch
Me opole
de
Wi scha , es e einigi e in
!Sich
die
Funk ionen, die
heu e in den
USA
on Washing on und New Yo k ausgeüb we den.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53
Re e a P o esso D . Ka l
C.
Thalheim (Be lin)
19
Die Spal ung Deu schlands bedeu e 'e ü
We
s be lin den nahezu
ölligen Vedus alle diese mi
de
Haup s ad eigenscha el1bundenen
Funk, ionen; dami ,en s anden wi scha liche und soziale P obIeme,
die -ande s als
,die
Indus ep obleme -un e den heu igen Vo -
ausse zungen nich nu schwie ig, sonde n schlech hin unlösba
,sind.
In
Os
be lin dage,gen is die Si ua ion wesen lich ande, s,
da
!dieses
--
wenn auch nich o mal ech lich -Zen ale und Me opole de "Deu -
schen Demok aHsehen Republik" blieb und du ch das do he -
schende planwi scha liche Sys em de Um ang diese V,e wal ungs-
unk ionen
im
wei es en Sinne soga noch 'gewachsen is .
Mi
de Nennung ,de Beg i e Wes - und Os be lin haben wi be-
ei s
d!en
d i en de en scheidenden ie Ta bes ände be üh : die
Spal ung Deu schlands e uh ih e äuße s e Au gip elung
in
de Spal-
ung de
S ad
Be lin selbs , die nun zwei e schiedene S ad e wal-
ungen ha , zwei e, schiedene Wäh ungen, zwei e schiedene: poli-
ische Sys eme, zwei e schiedene Wi scha ssys eme. Die bi,she ige
W i scha s ,e lech ung wu de also nich nu zwischen Wes be lin
und seinem geog aphischen Hin e land, sonde n auch
zwilSchen
Wes -
und Os be lin gelös . Vo he
wa
Be lin ein einhei liche Wi scha s-
kö pe ; in
ie<len
Fällen gehö en zu gleichen Un e nehmung Be iebe
in
beidien
"Sek o en".
Nun
e hiel die ühe öllig i ele an e F age
nach dem S ando i n n
'e
h
alb
Be lins Bedeu ung. Dami wu den
seh in e essan e aumwi scha liche En wicklungen ausgelös ,
z.
B.
de Umzug eines g oßen
TeHels
de
Bekleidungsindus ie
(cl'i<e
ühe
o wiegend
im
heu igen "Os s'ek o " saß) nach Wes be lin,
da:s
Ve -
schwinden eine eigen lichen "Ci y" und die He ausbildung neue ,
s ä ke
d,ezen alisie e Geschä s- und Ve waI ungsschwe punk e,
die Vo nahme indius ielle E sa zin e:s i ionen in Wes be lin zum
Ausgleich ü
iden
Ve lus on o.s be ieben
o;de
on Be ieben
in
de Randzone (und ebenso umgekeh
die
ehen alls au "En lech ung"
g,e ich e e In es i iol1spoli ik in Os be lin).
Mi
de Spal ung
de
S ad
en s anden abe auch seh eigena ige und schwi e ige Wi scha sp o-
bleme, die
sowohl
in
Be lin einmalig sind, wie
besonlde ls
das Schick-
salde
"Sek o engänge " und das Wäh ungs ge älle zwischen Wes -
und Os ma k.
De ie e und le z lich en scheidende Ta bes and is
die
Selbs, -
behaup ung Wes be lins als Teil de wes lichen Wel und als Insel
mi en
in
eine kommunis isch behe sch en Umwel ,
die
ih e höchs e
Bewäh ung
in
de
BlockaJdez,ei
e leb e. Die
KOOJSequenz
abe
wa
die
as öllige Abschneidung Wes be lins on seinem geog aphischen
Hin e land. Heu e is
de
wi scha liche Ve keh und Aus ausch mi
diesem un e gl<eichlich iel ge ing,e als
de
mi de wes lichen Wel ,
obwohl die Ve bindungen mi ;diese -
1945
in
heu e unbeg ei liche
2·
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20
Die Wi scha Be lins zwischen Os und
Wes
Weise as ohne Ga an ien gelassen -
nu
übe wenige emp indliche
und e le zba e Ne ens änge üh en. Daß diese Selbs behaup ung
o zdem möglich wu de und blieb,
wa
.das E gebnis menschlichen
WiUens - e bunden mi den Wi kungsmöglichkei en mode ne Tech-
nik, die mi .de Lu b ücke eine Leis ung on wel his o ische Be-
deu. ung ollb aoh ha .
mese
Selbs behaup ung Wes be lins kons i uie e und e möglich e
die gesam deu sche Au gabe, die Be lin heu e zu e üllen
ha
und die
im en scheidenden nich ökonomische Na u is . Rein wi scha lich
gesehen, kann W,es be lin heu e, nach as öllige Eins ellung des
In e zonenhandels, kaum noch B ücke zwischen den heiden Häl en
Deu schlands sein -wohl
-abe
geis ig, poli isch und als B ücke
menschliche Beziehungen schlech hin. Zwei häu ig geb auch e Schlag-
wo e
geben diesen Ta bes and ich ig wiede : Wes be lin als "Schau-
ens e de wes lichen W,el " und als "Lzuch u m .de F eihei " ü
das sowje ische Besa zungsgebie . Wes be lin
ha
dami eine wi klich
en scheidende Bedeu ung ü die Au ech e hal ung des Wide s ands-
willens gegen ein Sys em, das den Pe sönlichkei sgedanken und die
menschliche F eihei und Selbs bes immung, dami übe haup die
G undlagen abendländische Exis enz und Gesi ung e nein . Es is
abe
auch as die
einzi&1e
noch e bliebene ,Klamme zwischen de
wes lichen und de ös lichen Häl e Deu' schlands.
Diese Dinge muß en auch
in
einem Vo age mi wesen lich ökono-
mische Zielse zung gesag wenden; denn in de E üllung seine ge-
sam deu schen Au gabe, die da übe hinaus eine gesam eu opäische
Au gabe, ja eine Au gabe ü die we!s liche Wel schl'eoh hin is , lieg
die ,en scheidende Be ech igung ü Be lin, Hil eleis unglen des Wes ens
in
he äch lichem Um ange
in
Ansp uch zu nehmen. In olge de da -
ges ell en ü ch e lichen Dezimie ung, ja as Ve nioh ung de ühe en
Wi scha sg undlagen konn e und kann We s be lin o z e ns es e
Bemühungen
aws
eigene K a allein nich leben. Das abe bedeu e
auch eine Ge äh dung seine Au gabe, dem Os en die Vo eile de
wes lichen Wi scha s- und Lebens o m unmi elba
o
Augen zu
üh en. Diese Au gabe kann nich nu du ch 'besse ,e Ve so gung de
Menschen gelös we den; sie umschließ ebenso auch die Siche ung
de A bei smöglichkei en -dies um so meh , als ja ge ade das ös -
liche Sys em (wenn auch du chaus nich imme mi Rech ) als wesen -
lichen Vo eil seine Wi scha so dnung
di-e
gesiche e Vollbeschä i-
gung ins Feld üh . In lei z e e Beziehung is nun die g oße Ge ah
und das z-en ale P oblem Wes be lins, daß du ch die oben da ge-
s ell en En wicklungen wei meh A bei splä ze e lo engingzn, als
gleichzeI ig Menschen aus Wes be lin abwande en. Die Wi scha s-
poli ik Wes be lins
in
den le z 'en d ei Jah en s and deshalb en schei-
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Re e a P o esso D . Ka l
C.
Thalheim (Be lin)
21
dend un e dem Zeichen des Kamp es
um
·zusä zliche Beschä iglmgs-
mögliohkeil en, um neue und gesiche e A bei splä ze; und das wi d
auch noch ü
'die
kommenden Jah e gel en.
"Be lin zwischen We's und Os " is deshalb die kennzeichnende
Cha ak e is ik de besonde en, wel geschich lich einmaligen heu igen
Si ua ion diese S ad : kennzeiohnend ü ih e besonde e
Au
ga
b
e,
kennzeichnend abe auch ü die P obleme,
:mi
denen
si1e
zu
kämp" en
ha . Diese P obleme sind
au
c h
,abe
keineswe~s
nu
äumliche
Na u . Nich seI en kann man. besonde s on ös liche Sei e, hö en,
die wich igs e Wu zel de Be line Wi scha snö e läge in de Ab-
schneidung de S ad on ih em "na ü lichen Hin e land." Da an is
selbs e s ändlich iel Rich iges; abe wi klioh en scheidend is diese
Ums and allein nich . Eine genaue e Analyse ·de Wes be line Si ua-
ion zeIg , 'daß das geog aphische und das wi scha liche "Hin e land"
eine S ad nich iden isch zu sein b auchen und daß sie es
im
allge-
meinen
um
so wenige sein we den,
je
g öße
die
S ad
is . Sel'hs e -
s ändlich spiel e das Gebie de heu igen Sowje zone, ebenso wie
z.
T.
auch die ,deu sohen Os gebie e ös lich de Ode -Neiße-Linie, als Be-
zugs- und Absa zgebie ü W:es be lin eine ech wich ige Rolle, und
selbs e s ändlich
wa
ein Teil de wi scha lichen Leis ungen Be -
lins egional gebunden und beding . Abe ü den übe wie.genden Teil
seine wi scha liohen Leis ung
wa
das wi scha liche Hin e land
Be lins schon ühe ganz Deu schland, da übe hinaus
de
V'el ma k .
Schon die oben behandeHen Diens leis ungs unk ionen wa en au s
engs e e bunden mi de Haup s ad eigensoha , sie wa en also übe -
wieg,end Diens leIs ungen ü ganz Deu schland. Demgegenübe bjl-
de en,die egional gebundenen Diens leis ungen, die sich
z.
B.
aus
de
S ellung Be lins als Si z de Ve wal ung de P o inz B andenbu g
e gaben, 'den wei aus kleine en Teil. Besonde s s a k
wa
die
egio-
nale Bindung
an
das "geog aphische Hin e land" beim G oßhandel,
de in olgedessen auoh du ch die e ände e Lage
seh
ha
ge o en
wo ,den is .
Auch bei den ühe en Bezügen Be lins lag das wi scha liche
Schwe gewich nich
aUein
bei
,dem
geog aphi'schen Hin e land. Die
heu ige sowje ische Besa zungszone
wa
wohl Haup lie e an bei
leich el1de blichen Nah ungsgü e n (z.
B.
Milch), abe keineswegs
bei
de
Meh zahl
de
Nah ungsgü e ; bei anspo kos ell'emp indlichen
Massengü e n (besonde s Rohs o en), wie
z.
B.
Baus oUen und Holz,
abe keineswegs auch bei einigen ü die Be line Induis ie e s angig
wich igen Ma e ialien,
z.
B.
Eisen, S ahl und Walzwe kse zeugnissen
sowi'e Tex il ohs o en.
Auch beim Absa z de
in
Be lin he ges ell en Indus ie'gü e
wa
die egionale S euung so g oß, daß dem geog aphischen Hin e land
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22
Die Wi scha Be lins zwischen Os und
Wes
eine
zwa
wich ige, abe nich e s angige Bedeu ung zu iel. Na ü lich
gab es einige Be line Indus iezweige, ü de en Absa z die heu ige
sowje ische Besa zungszone (und
di'e
Os gebie e) en scheidend wa en
-es sind kennzeichnende weise ge ade diejenigen Indus Iezweige,
die
inden
le z en Jah en am schwe s en wiede au
(He
Beine gekommen
sind, weil ü sie na ü lich die E schließung neue Mä k e am schwie-
igs en
wa .
A!be ge ade bei
,dien
wich igs en Wes be line Indus ie-
zweigen
wa
Ide
Absa zan eil de Os gebie e nich ,g öße , in einigen
Fällen
~oga
e heblich
ge ingle:-
als ih Be ölke unglSan eil, wie
die
E gebnisse eine Un e suchung zeigen,
die
o
einigle
Zei un e
meine Lei ung on de Volkswi scha lichen Ab eilung de Be line
Zen albank du chge üh wu de. Danach e eil e sich
z.
B. im Jah e
1936
de
Absa z
,des
Be line Maschinen- und App:a a ebaues olgen-
de maßen:
Heuüge Bundes epublik . . . . . . . . . . .
31
0/0
Expo (haup Sächlich nach
dem
wes lichen Ausland)
26
0
/0
Heu ige Sowje zone und Os deu schland . . . .
23
0
/0
Be line Pla zabsa z . . . . . . . . . . . .
20
0
/0
Bei
de
g öß en und wich igs en Be line
I11Idus ie,
de Elek o-
indus ie, die
a:Uein
147000 Menschen beschä ig e und einen P oduk-
ionswe on übe 1
M 1d.
RM
he o 1b ach e, sowie bei den ,eben alls
seh wich igen Indus ien de Feinmecbanik und de Bekleidung
wa
die Absa z e eilung
die
olglende:
Heu i2'e Heu i e Sowje ·
'Bundes epublik zone und Os .. Expo
deu schlaDd
in
O o
Elek o echnik
45
20
13
Feinmechanik/Op ik
44
24
19
Bekleidungsindus ie
50
26
10
Diese Zahlen
z,eigen
deu lich,
'daß
ge ade bei den wich igs en Be -
line Indus iezweigen de An eil des "Wes absa zes"
im
heu igen
Sinne e wa ,doppel so hoch
wa
wIe
de
An eil
dies
"Os absa zes".
Wenn also die Wes be line Indus Ie
in
den le zl en Jah en ih e Ab-
sa zbemühull'gen
aUl
die Mä k e de heu igen Bundes epublik und die
Expo mä k ,e 'de wes lichen
W,el
konzen ie en
muß, e,
so handel e
CIS
sich 'dabei nich
um
Iden
Ve such,
öI1i.g
neue Mä k e zu gewinnen,
sonde n um die Wiede he s ellung eines
Zus land~s,
de ühe einen
selbs e s äIlidlichen
u11!d
wesen lichen Teil de g'esam deu schen Wi -
scha s e lech ung ausmach e.
T o zdem wä e es na ü lich sinnlos, bes ei en zu wollen, daß
die
Abschnü ung Wes be lins on
de
heu igen sowje ischen Besa zungs-
zone (und ebenso auch de Ve lus Obe schlesiens o allem als Koh-
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Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin)
23
lenlie e an und de üb igen Os gebie e als Ag a übe schußgebie e)
in
meh als eine Hinsich ü seine Wi scha seh unangenehme
Folgen ha .
Au
di'e
Wi kung ü diejenigen Indus iezweige,
,die
ühe
ih en Haup ahsa z
im
"Hin e land" ha en
(z.
B. wich ige Zweige de
chemischen Indus iie) und ü den G oßhandel habe ich be ei s hin-
gewiesen. Ebenso bedeu en die e höh en T anspo kos en beim Bezug
bes imm e
E ~eugnisse
aus Wes deu schland,
,die
ühe aus Mi eI-
ode Os deu schland bezogen
wu d~n,
z.
B.
Milch,
Ka o eln, B aun-
kohlenb ike s, Holz, Bauma e ialien, bes imm e chemische G und-
s o e, eine ühlba e Ve eue ung de Be line P oduk ion bzw. des
Konsums. Die Wiede he s ellung de deu schen Wi scha seinhei ,
schon ,abe auch die Wiede belebung des In e zonenhandels
in
einem
e nün igen Um ange könn e also
-ganz
unabhängig on He lins
S ellung als Haup s ad -
in
meh als einem Punk e die Wes be line
Si ua ion e leich e n.
Die bishe igen E ah ungen mi dem In e zonenhandel wa en alle -
dings ü Wes be lin -sowei es
die
Absa zsei e anbelang - ech
ne'ga i :
die
Bezüge 'des sowje ischen Besa zungsgebie es blieben wei
hin e dem
~u ück,
was o gesehen und -wenn auch nich es los
e bindlich' - e einba wa . Ohne Zwei el handel e es sich dabei
um ein seh bewuß es Wollen de ös lichen Mach habe : sie haben
keine lei In e esse, du ch e meh e Bezüge aus Be lin zum Abbau
de A beHslosigkei
in
Wes be lin beizu agen, dessen Wei e exis enz
als Teil
de
eien Wel mi en
im
kommunis ischen He scha s aum
ü sie ein P ahl im Fleische schlimms e A is . Eine
wi schaUlich~
Hil e ü Wes be lin du ch
,die
sowje ische Besa zungszone gäbe es nu
un e eine
BedJing>ung:
öllige Eingliede ung
in
das ös liche Sys em
kollek i is ische Planwi scha . Das abe wü de eine Senkung de
Lebenshal ung und des Wi scha sni eaus au das nied ige Ni e'au
de Sowi-e zone bedeu en.
U1lJd
iel schlimme noch: dem . e lus de
wi scha lichen Selbs ändigkei wü de seh bald auch de Ve lus 'de
menschlichen und poli ischen F eihei olgen -ge ade
das
Schicksal
also, gegen das sich die gesam e Be ölke ung Wes be lins bishe un e
schwe en Op e n und mi einem hohen
Maße
indi iduelle TapIe kei
geweh ha .
Die ande e mögliche Al e na i e blieb also nu ,de engs e Anschluß
an den Wes en,
d.
h. also
in
e s e Linie
die
Bundes epublik, abe auch
die üb ige wes liche Wel übe haup , de en Teilnahme an de Be-
se zung Be lins allein den Bes and diese S ad als eines eien Ge-
meinwesens e möglich ha . Diese In eg a ion
wa
das Ziel, das sei
de Wäh ungs e o m on allen Ve an wo lichen mi un e ände e
Zäh~gkei
e olg wind. Manche Ho nungen, die
in
di,ese Rich ung au
nich ökonomischem
Gebi,e
geheg wu den, sind geschei e : die Scha -
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30
Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes
zige Weg angesehen, das p imä e Einkommen zu s eige n.
Als
anzu-
s ebende und möglich e scheinende Ziele wu den eine V,e d ei achung
de Indus iep oduk ion
im
Ve gleich
wm
S and on Mi e 1950 und
eine annähe nde Ve doppelung de ;ndus iellen Beschä ig enzahl be-
zeichne . Le z e es
wÜl1de
eine Zunahme de Indus IebeschäWg en
(gegenübe dem S and om Somme 1950) um und 150000 bedeu en,
womi ih e Gesam zahl noch nich wiede ganz
'den
S and on 1936 e -
eich hä e; de Long-Te m-Plan e wa e e -au G und
de
beson-
de en Ve häl nisse in Be lin hie seh o sich ig o gehend - on
eine Zunahme de indus iellen Beschä ig enzahl um 150000 ein
Wachs um
de
Beschä ig enzahl
in
ande en Be eichen um 50000.
Die
Ve wi klichuI1Jg
diese Zielse zung,en,
die
nach Meinung de
Ve asse des Long-Te m-Planes güns igs en alls
in
einem Zei aum
on ie Jah en möglich is , wü de zu
,einem
annähe nden
Ausgl eich
de Leis ungsbilanz und
·des
ö en lichen Haushal s on Wes be lin
üh en.
Um
dieses Ziel zu e eichen, müssen
aIlel'ldings
bes imm e nich
ein ache Vo ausse zungen e üll sein. Die
in
Weis deu schland selbs
einge e enen s uk u ellen Wandlungen,
z.
B.
de s a ke Ausbau
de
Elek oindus ie, abe auch de zei weilige Ve lus
de
Mä k e'
im
sowje ischen Besa zungsgebi,e und
in
den Gebie en ös lich de Ode -
Neiße-Linie e bie en es, die ühe e Be line Indus ies uk u ein ach
wiede he s ellen zu wollen. Eine Beschä ig enzahl on und 300000
in
de Indus ie kann nu e eich we :den, wenn neue P oduk ionen
in
Wes be lin ansässig gemach we den. Das is be ei s
in
eine Reihe
on Fällen geschehen, und Be iebe,
di,e
aus ,de sowje ischen Be-
sa zungszone
bzw.aus
Os be lin zugewande sind, haben da an einen
wesen lichen An eil. Die gelegen lich zu hö ende Behaup ung,
in
Wes -
be lin he sche eine "In es i ionsmüdi'gkei ", wi d bishe du ch
.die
Ta sachen nich bes ä ig ;
eis
is abe keineswegs ausgesch10ssen, daß
bei konjunk u ,elle S agna ion
im
Wes en und dadu ch e inge e
bzw. nich wei e s e gende Absa zmöglichkei ein solches P oblem
aus eichende In es i ionsbe ei scha ü die Wei e üh ung
,des
Be -
line In es i ionsp og amms a sächlich ,en s ehen kann.
Nich wenige wich ig is deshalb
die
So ge ü aus eichenden Ab-
sa z de Wes be line IndU's iee zeugung. So e eulich
di,e
bishe igen
E olg,e
inde
Wiede gewinnung on Mä k en
in
de
BUI1Jdes epubIik
und
im
Expo sind, so können sie doch ü
das
no wendige wei e e
Wachs um
de
Wesube line IncLus iep oduk ion keines alls genügen,
und
de
Rückgang des Au agseinganges in den le z en Mona en
muß
deshalb als ein du chaus e ns es Symp om angesehen we den. Daß
Wes be lin
in
seine heu igen Lage in meh als ,eine Hinsich ungün-
s ige S ando s o ausse zungen besi z , wi d aus meinen bishe igen
Aus üh ungen' kla gewo den sein, ebenso abe ho en lich auch die
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C.
Thalheim (Be lin)
31
No wendigkei , wi scha lich wie poli isch die Be line Posi ion nich
nu zu hal en, sonde n zu 'e s ä ken. Hie handel es sich um ,eine Au -
gabe, die ih em Wesen nach allein mi no malen ma k wi scha lichen
Me hoden nich gelös we den kann, de en poli ische Bedeu ung abe
auch ein
~bgehen
on diesen Me hoden ech e ig . Die besonde en
Schwie igkei en Wes be lins können nu übe wunden we ;den, wenn
ihm gewisse "P ä e enzen" au den wes lichen Mä k en zuges anden
we den, wie das
z.
B.
du ch die Umsa zs eue ück e gü ung beim Ab-
sa z Wes be line E zeugnisse in de Bundes epublik e olg eich ge-
schehen is . Die gegenwä ig es zus ellende Ve langsamung de Au -
iebsk ä e zwing zu e ns ha e übe legung, mi welchen Me hoden
ein Ausbau de a ige P ä e enzen möglich e schein .
Daß neben de wei e en Be ei s ellung on In es i ionsmi eln auch
die aus eichende Ve so gung mi nich i')U eu en ku z is igen und
o
allem mi el is igen Be iebsk edi en seh wich ig is , soll wenigs ens
ku z e wähn we den; hie übe wi d ielleich in de Aussp ache on
sach e s ändige Sei e noch meh gesag we den.
Ich ho e, ,dami ein einige maßen e s ändliche,s Bnd on de Eigen-
a
de
heu igen wi scha lichen Si ua ion Wes be lins und on den
K ä en, die sie bes immen, gegeben zu haben. Noch einmal sei zum
Schluß be on : Be lin kann die wel his o ische Au gabe, die
ihm
als
Vo pos en
de
eien Wel
in
,dem
om Kommunismus behe sch en
Gebie zuge allen
is
und on de en Lösung ohne Zwei el En schei,den-
des abhäng , nu e üllen. wenn es auch wi scha lich gesund wi d.
Dazu gehö
o
aUem
die übe windung
de
A bei slosigkei und die
Scha ung eine aus eichenden Zahl on A bei splä zen. Aus eigene
K a kann Wes be lin
in
seine heu igen Lage dies nich e eichen; es
is au die Un e s ü zung des Wes ens angewiesen. Die besonde e
S ellung und Au gabe, die Be lin als "S ad zwischen
Wes
und Os "
besi z , gib ihm das mo alische Rech au diese Un e s ü zung, de en
Bedeu ung wei übe den ein wi scha lichen Be eich hinausgeh und
ü die Wiede he s ellung de deu schen Einhei on en sche dende
Bedeu ung is .
P o . D . B inkmann (Tübingen): Ich danke He n Kollegen Thal-
heim ü sein eind ucks olles Re e a und e eile zu Einlei ung de
Diskussion He n D . G ünig das Wo .
D . F. G ünig (Be lin) :
Ges a en Sie mi als Mi e asse de als "Be line Long e m-
Plan" bekann gewo denen Denksch i , einige zahlenmäßige E gänzun-
gen zu den Aus üh ungen des Vo agenden, mi denen ich in jede
Beziehung übe eins imme, zu geben.
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32
Die Wi scha Be lins zwischen Os und
Wes
Wi
e olgen in Be lin die gesam wi scha liche En wicklung an
Hand des zunächs
in
den angelsächsischen Lände n einge üh en,
abe
nunmeh in e na ional allgemein e b ei e en
Sys ems
de
..
Volks-
wi scha lichen Gesam echnung" (Na ional Accoun s). Diese -
in
Be lin ie eljäh liche -Rechnungslegung e laub es, die G öße und
Ve wendung des
Soz~alp oduk s
und seine Bes and eile, e ne die
Einkommensbildung, die Vo gänge au dem Geld- und Kapi alma k
usw. in ih en Zusammenhängen lau end zu e olgen.
Das Wes be linel' Sozialp oduk (Ne osozialp oduk zu Ma k -
p eisen) belie sich den jeweiligen
We en
nach im
Jah
1949
au
2,8
M d.
DM,
im
Jah
1950
au
3,5
M d.
DM,
im
Jah
1951
au
4,2
M d.
DM.
Diese gewal ige Au wä sen wicklung
im
Ausmaß on
25
bzw.
20
. H.,
jeweils on
Jah
zu
Jah
ge echne , muß zwei ellos als auße o den -
liche E olg de Wes be Hne Wi scha
gewe e
we den, auch wenn
man e was
..
Wasse
in
den Wein" gieß und die P eisbewegung
in
Be ach
zieh : die P eise sind nämlich bekann lich bis
in
die zwei e
Häl e des Jah es
1950
hine'in gesunken, danach abe -
im
Zusammen-
hang mi de Ko ea-Hausse -um so meh ges iegen. P eisbe einig e -
gib sich
da bei
olgendes Bild:
Sei de endgül igen Wäh ungsums ellung
im
F ühjah
1949
be ug
die eale S eige ung des Sozialp oduk s
~m
Jah
1949
17
.
H.,
im
Jah
1950
28
. H., im
Jah
1951
abe nu 6 .
H.
Die Zuwachs a e
ha
sich
im lau enden
Jah
soga noch
wei e
e inge . Die En wicklung de
Wes be line Wi scha lie dabei mi de wes deu schen Wi scha s-
en wicklung nahezu pa allel bei alle dings iel nied ige em Ni eau
(wes deu sche indus ielle P oduk ionsindex im Mä z
1952
=
136.
Wes be line indus ielle P oduk ionsindex
im
gleichen Mona nu 49;
Basis jeweils
1936
=
100).
Bei diese Sachlage da sich Wes be lin mi eine jäh lichen Zu-
wachs a e des Sozialp oduk s on 6 .
H.
(ode ielleich soga noch
da un e ) keines alls zu ieden geben. Die Hil sbedü igkei Wes be -
!ins und de nied ige Lebenss anda d de Wes be line Be ölke ung
wü de
sons au lange Zei hinaus e ewig we den. Vielmeh müssen
Mi el und Wege ge unden we den, um
de
Wes be line Wi scha
ein schnelle es Wachs um und dami eine allmähliche Angleichung an
das wes deu sche P oduk ionsni eau zu e möglichen. Vo allem könn e
du ch eine noch g öße e Be ei scha de wes deu schen Wi scha
und des Auslands als bishe , Wes be line
Wa en
au zunehmen, die
Wes be line Wi scha slage auße o den lich ,e besse we den. Ins-
besonde e wÜl1dedu ch solche zusä zlichen Au äge
das
De izi de
Be line Leis ungsbilanz e minde und dami de Zuschußbeda de
Wes be line Wi scha en sp echend he a:bgese z we den können.
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Aussp ache: D . G ünig (Be lin), P o esso Meimbe g (Be lin) 33
P o . D . Meimbe g (Be line Zen albank, Be lin) :
Die Aus üh ungen
-des
He n Re e en en möch e ich
in
zwei Punk-
en noch e was e gänzen.
Zu
Bildung
des
Ku ses
d-e
Os ma k
im
Ve häl nis
zu
Wes
m
a k
wä e
noch zu beme ken: Viel ach ha
übe -
aschung he o ge u en, daß
de
We
de Os ma k als Folge
de wiede hol en P eissenkungen
in
den HO-Läden nich s ä -
ke ges iegen is , zumal zu gleichen Zei die P eise
in
de
Bundes egie ung einschJi.eßlich Wes be lin:s ges iegen sind. Dieses
Phänomen läß sich o allem mi olgendem e klä en:
Fü
die Bildung
des Ku ses
-de
Os ma k im Ve häl nis zu Wes ma k
is
nu ein e -
häl nismäßig schmale Teil alle P eis ela ionen on Gü e n und Diens -
leis ungen in Os und Wes on Ein luß.
Fas
öllig ·aus allen bei de
Ku sbildung die P eise bei den zahl eichen P oduk ions- und Konsum-
gü e n de sowje ischen Zone, welche bewi scha e
sinJd
ode die aus
ande en G ünden on Wes be line n ode We,s deu schen nich begeh
we den ode begeh we den können.
Diejenigen Gü e des Os ens, die om Wes en he e wo ben we -
den können, sind
in
de
Ta
o mals im P eis gesunken; häu ig is die
Nach ageelas izi ä abe nu ge ing. Sowei sich
-die
Nach age om
Wes en he e höh ha , wu de ih e Wi kung au den Os ma kku s
du ch eine gleichzei ige Zunahme
de
Nach age nach wes lichen Gü e n
wei gehend kompensie . Diese Zunahme läß sich 'dami e klä en, daß.
die Ve besse ung de Lebenshal ung
im
sowje isch bese z en Gebie
dazu ge üh ha ,
,daß
die Be ölke ung au G und de Senkung de
P eise ü Gü e des elemen a en Beda s nunmeh einen g öße en
Teil ih es Einkommens ü Gü e des gehobenen Beda s ausgeben
kann.
Inden
HO-Läden sind Gü e des gehobenen Beda s abe en -
wede
ga nich
O'de
nu in n!ede e Quali ä zu haben. So komm
es, daß
-die
Be ölke ung des sowje isch bese z en Gebie es meh Quali-
ä swa en in Wes be lin einkau als
in
den zu ückliegenden Jah en.
Bei de W ü d i
gun
g
-d
e
So
z i a 1-
und
Wi
s c h a s -
p o
b
le n
ein
Wes
b e I i n könn e ge ag we den, ob nich de
billigs e und auch poli isch bes e Weg ü eine S abilisie ung de Ve -
häl ni,sse
in
Wes be linda in
bes ünde, 100000 bis 200000 A bei slose
mi ih en Familien nach dem Wes en umzusiedeln. Gegenübe diese
Möglichkei gib es abe en scheidende Einwände:
1.
De g öß e Teil de Wes be line A bei slosen en äll au unge-
le n e A bei e , au ehemalige Anges ell e
in
o ge ück em Lebens-
al e und au nich oll E we bs ähige. Insowei bedeu e e eine Um-
siedlung ü die Bundes epublik abe keine E leich e ung; denn
diese Pe soneng uppen wü den
in
Wes deu schland en we'ue Emp-
3
Sozialpoli ik
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34
Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes
änge ö .en liche Un e s ü zungen, Ren en usw. sein ode als wei -
gehend unwillkommene Konku en en au dem A bei sma k au -
e en. Ih Weggang on Be lin wü de auch ungüns ige Rückwi -
kungen au gesunde Wi schaHszweige, wie
z.
B. Einzelhandel und
Handwe k, haben. Von
de
Möglichkei eiwilligen Umzuges machen
im üb igen nu wenige Geb auch.
2.
Sowei es sich um oll a bei s ähige A bei slose handel ode um
Jugendliche,
de en
Ein i in den A bei sp ozeß be o s eh , is zu
bedenken, daß die E hal ung Wes be lins als ein Zen um wes -
lichen Lebens auch wi scha liche Ak i i ä e o de . Dem wide -
sp äche es, wenn
de
An eil de oll a bei s ähigen Be ölke ung an
de Gesam be ölke ung noch übe das schon geschehene
Maß
hin-
aus geschwäch wü de. Schon je z is diese An eil als Folge des
K ie,ges
und de E eignisse
in
den Nachk iegsjah en ge inge als in
Wes deu schland.
Ein gewich ige Gesich spunk in diesem Zusammenhang is
auch, daß jede Umsiedlung g öße en S ils und auch jede o gani-
sie e Abzug on Facha bei e n ode Facha bei e nachwuchs psycho-
logische Konsequenzen haben wü de, die ih e sei s be äch liche
wi scha liche und poli ische Auswi kungen haben müß en: Viele
Bewohne Wes be lins ode Wes deu schlands wü den
in
eine
solchen Umsiedlung eine P eisgabe ode doch emp indliche Schwä-
chung
de
Poli ik de Behaup ung Wes be lins sehen. Das abe
wü de in Wes be lin e'inen Sch ump ungsp ozeß auslösen, de
jeden alls wei übe das
Maß
hinausginge,
das
sich unmi elba aus
de Umsiedlung 'e gib . Nich eine Ve inge ung,
sOll,de n
eine Ve -
meh ung des An eils
de
a bei s ähigen Be ölke ung in Wes be lin
is das Gebo de S unde.
Aus
diese Einsich he aus
is
das Bemü-
hen um Zunahme de Zahl daue ha e A bei splä ze de Lei sa z
de in Wes be lin be iebenen Wi scha s- und Finanzpoli ik.
Schlußwo des Re e en en P o . D . Ka !
C.
Thalheim (Be lin) :
Die E gänzungen, die
in
de Diskussion gegeben wu den, haben das
Bild, das ich
in
meinem Re e a zu zeichnen e such e, be eiche und
e eine . Sie dü en abe auch gezeig haben, daß die Sachkenne
in de Beu eilung de Lage und de Möglichkei en Wes be lins hin-
sich lich de wesen lichen Punk e seh wei gehend übe eins immen.
Wi alle hie sind seh dankba da ü , daß de Ve ein ü Sozialpoli ik
du ch seine Tagung
in
Be lin mi dazu bei äg , daß die Kenn nis diese
in ih en U sachen und ih e Ve lech ung nich imme leich zu du ch-
schauenden Ve häl nisse auch in de Bundes epublik zunimm . Gewiß
wi d eine olle Lösung de heu igen Be line P obleme
e s
du ch die
Wiede e einigung Deu schlands möglich we den; ande e sei s we den
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Schlußwo : P o esso D . Thalheim (Be lin)
35
abe auch die wes deu schen Besuche diese Tagung on hie ho en -
Hch
das Bewuß sein mi nehmen, daß Be lin auch in ein wi scha liche
Beziehung kein "Faß ohne
Boden"
is , daß du ch eine wei e e In en
...
si ie ung de wi scha lichen Beziehungen zwischen dem Wes en und
Be lin das ma e ielle Fundamen diese S ad wesen lich e s ä k und
e b ei e we den kann und daß dies
im
Hinblick au
die
Au gabe, die
Be Hn heu e nich nu ü Deu schland, sonde n auch ü ganz Eu opa,
ja ü die gesam e wes liche Wel zu e üllen ha , eine unbeding e No -
wendigkei is . De Wille, du ch eigene Leis ung zu einem Höchs maß
on Lebens ähigkei aus eigene K a zu gelangen, is allen Wes be li-
ne n gemeinsam; abe du ch die gegenwä igen Ve häl nisse sind allen
diesen eigenen Bemühungen Be lins G enzen gezogen, die nu du ch
die in ensi e Un e s ü zung des Wes ens ausgewei e we den können.
Je
s ä ke
und asche
di,ese
Un e s ü zung Wi klichkei wi d, des o
besse wi d Be lin seine Au gabe "zwischen
Wes
und Os ",
in
de
g oßen Auseinande se zung de geis igen, poli ischen, sozialen und
Wi scha ssys eme zu e üllen e mögen.
3·
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Nachmi agssi zung
19. Ap il 1952
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Nachmi agssi zung am 19. Ap il 1952
P o . D . Alb ech (Ma bu g/Lahn):
Ich e ö ne die Nachm ' agssi zung und bi e He n Kollegen
lahn,
die Ve handlungslei ung zu übe nehmen.
P o . D .
lahn
(Be lin):
Ich e eile He n Kollegen Macken o h das
Wo
zu seinem Re e a :
Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen
deu schen Sozialplan
P o . D . Ge ha d Macken o h (Kiel):
Meine Damen und He en!
I.
Sozialpoli ik
in
eine e ände en Sozialwel
ABe
Fachleu e in Wissenscha , Poli ik
ul1ld
Sozial e wal ung sind
sich da übe einig,
,daß
'au
dem Gebie e de Sozialleis ungen
in
Deu schland heu e ein heillose
Wi wa
he sch .
Ich will nich
e s
e suchen, das zu beweisen ode da zulegen,
wie es zu ,diesem Zus and gekommen is .
Wi
'gehen ,da on aus, daß es
so is und woUen uns
in
e s 'e Linie dami be assen, was man da an
besse n kann.
Um
eine ku ze Diagnose
de
Gegenwa we den wi
dalbei abe doch nich he umkommen.
Dazu eine e s e Fes s eUung:
Die
so
z i
ale
Um
w
el
,
in
de
wi
heu 'e
Sozialpoli ik
eiben,
ha
sich
gegenübe
ühe
o al
e ände .
Und zwa handel es sich ,dabei um
g undsä zliche Wandlungen
in
de ganzen wes lichen Wel , zu denen
die besonide en E eignisse
de
deu schen Nachk iegszei nu noch dazu-
kommen.
Die
Wi nis komm nämlich nich zule z dahe , daß wi
z. T. noch imme die al e Sozialpoli ik eiben
in
eine
ö!Ug
e än-
de en Wel , daß wi
die
al
e n K 0 n z e p
i
0
ne
n
bei
b
eh
al
e
n,
die
inzwischen
zu
einen
Fik ionen
g,ewo den
sind,
daß wi mi den al en Be'g i en wei e a bei en, die zu sozialen Wi k-
lichkei nich meh s immen.
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46 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
F age, die
F age
nach den F edhei sg aden
des
SoziaLbudge s. Wenn
wi
uns agen, wie
wi
einen gegebenen Sozialau wand e höhen kön-
llen, so gil olgende ein ache Gleichung:
P = S + Kö + Kp +
J,
wobei P = Sozialp oduk , S = Sozialau wand, Kö = sons ige ö en -
liche Konsum, Kp = konsumie e Teile de Leis ungseinkommen,
.T
= Ne oin es i ion is .
Ode anschauliche gesp ochen:
Fü
eine E höhung des Sozialau wands
bie ensioh
nu
d ei
Möglichkei en
1.
Konsumumschich ungen
2.
Beschneidung de In es i ions a e
3.
E höhung
des
Sozialp oduk s.
1.
K 0 n s u m
ums
chi
c h
un
g e
11:
De Ausbau eines sozialen
Diens es geschieh dadu oh,
-daß
Be äge als Süzialleis ungen ausge-
schü e und künsum i
e wende
we den, die aus Beschneildungen
de
Konsumquo ean
ande e
S elle de Einkümmenso dnung au ge-
b ach
we den. England heu e leb sozial gesehen du chaus nich im
Zeichen de "aus e i y", sonde n im Ge,gen eil so lange wie nie zu o ,
nu künsumie en je z die A1"bei c meh zuunguns en
de
ühe en Mi -
elschich en. Das Schlagwo on
de
"aus e i y"
is
on
dem
bishe-
igen Künsums and de Mi elschich en
he
konzipie , die du ch Kün-
sumbesch änkungen einen Teil de süzialen Konsllmauswei ung au -
b ingen müssen.
2.
Sozialleis ungen können
abe
'auch sein E
h
ö h u n g
de
K 0 n -
sumquo e
'au
Küs en
de
In es i ions a e.
In de
g oßen K isenpe iode
1930-32
wu de
ein be äch liche Sozialau wand
bei e allendem Vülkseinkommen au Kos en de In es i ions a e au -
ech e hal en. Die In es i iüns a e
wu de
eilweise nega i ,
d.
h.
es un e blieben nich nu Neuin es i ionen, sonde n auch die no wen-
digen E sa zin es i iünen. Abe ein au gehäuHe Fonds
is
auch damals
nich e z,eh wo den. Auch damals
wu de
alle Sozialau wand
nu
aus dem lau enden Vülkseinkommen au geb aoh .
3.
De
d me
F eihei sg ad des Sozialbudge s is gegeben bei S
e
i -
ge
u n
gen
des
S 0' Z i
alp
0' d u k
s,
sei es au welchen Wegen auch
imme : du ch P oduk i i ä ss eige ungen, S eige ung de
E we hs-
quo e du ch e höh en A bei seinsa z u. a.
Wenn
wi
Umschau hal en
,in
de deu schen Wi scha
on
heu e,
so
we den
Sie mi zugeben: aus K 0 n
s'
u m
ums
chi
eh
un
gen
is
nich meh iel he auszuholen. Die
paa
Konsllmspi zen bei den neu-
eiohen Millionä schich en zu beschneliden, die sich bei uns nach 1948
b ei gemach haben,
is
zwa
aus ande en G ünden e wünsch ,
abe
es
b ing nich iel. Unse e Mi elklasse
abe
ha
nich meh das Wühl-
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
47
s anc spoIs e ,das die englische o
den
le z en g oßen Umschich un-
gen noch ha e.
Beii
uns ha sich die ni ellie e Mi els andsgeseHscha ,
die heu e übe all
in
den Lände n des Wes ens das Bild behe sch ,
schon sei einem Menschenal e meh du ch Angleichung nach un en
gebilde , wäh end ande swo die un e en Einkommensschich en s ä ke
gehoben wo den sind.
Auch eine B e s c h n
eid
u n g
de
I n e s
i
ion
s
a
e is bei den
o uns s ehenden wi scha lichen Au gaben nich seh Iel e sp e-
chend.
Im
Gegen eil wi d die S eige ung de In es i ions a e wah -
scheinlioh
-die
Al e na i e zu S eige ung des Sozialau wandes sein.
Wi
we den
o
de F age s ehen, welche Ve wendung wi die zu e -
wa enden P oduk i i ä ss eige ungen zu üh en wollen.
So
bleib
al'so
wi klich
nu
die
S eige ung
des
So-
zialp oduk
als
Quelle
eine
S eige ung
des
Sozial-
au
w a n
des.
Ande e Queilen sind p ak isch une giebig. Es
ha
ga
keinen Sinn, o diese ielleich unangenehmen Folge ung
,dl e
Augen
zu e schließen. Das üh nu dazu, daß man sozial gesehen daue nd
übe seine Ve häl nisse leb und so
den
im sozialen Jah hunde o en-
ba
ch onischen In la ionsd uck auslös ,
de
uns abe auch nich on
de Logik
de
Ta sachen eikommen läß , sonde n nu dazu üh , daß
die
Sozli1alpoli ik
mi de linken Hand nimm ,
was
sie mi
de
ech en
gib , nämlich mi P eiss eige ungen eal en we e , was sie in Ges al
on SoziaHeis ungen nominell ausschü e .
Nun
is die S eige ung des Soz:i.alpmduk s nich Au gabe de Sozial-
poli ik, sonde n
de
Wi scha spoli ik. Es muß abe im Zeiohen eine
nich meh neu alen Sozialpoli ik an diese
die
F 0
de
u n g
ge-
s ell
we den,
daß
sie
in
ih en
Maßnahmen
nich s
en -
häl ,
das
mi
de
P oduk i i ä
de
Wi scha
und
mi
de
S eige ung
des
Sozialp oduk s
an
Kon lik
ge
ä
,
denn das is und
b1,eib
de
einzi,ge
a sächlich e ügba e
F eihei sg ad ü die S eige ung des Sozialau wandes.
Da nun das Sozialp oduk
beli
'gegebenem Kapi al onds allein om
Um ang des olkswi scha lichen A bei seinsa zes abhäng , so wi d
die Abs immung de Sozialpoli ik zu Poli ik des Al'1bei se'insa zes ih
Thema
N .
1.
Jede Sozialpoli ik, die hie e sag ,
d.
h.
die po en-
ielle A bei sk a s e ilisie ,
·dem
p oduk i en A bei seinsa z en zlieh ,
un e g äb sich selbs ih e eigenen G undlagen. Ande e sei s kann abe
auch eine gu e SozialpolWk -
,das
wi d das Folgende noch zeigen -
zu einem de ak i s en Fak o en zu S eige ung des Sozialp oduk s
en wiokel we den, sie zeh nich nu am Volkseinkommen, sonde n
sie näh es auch.
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48
Die Re o m
de
Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozial plan
.
Sozialpoli ik
und
A bei seinsa z
Beschä igungss and und A bei slosigkei sind heu e
im
Zei al e
de
nich meh neu alen Sozialpoli ik nich meh unabhängig und
auße halb de
Sozialpo~i ik
,gegeben, sonde n
'S
e I b s
ein
e
Fun
k -
ion
de
Wi scha spoli ik,
de
Finanzpoli ik
und
nie
h z u
le
z
au
c h
de
S 0 z i
alp
0 I i i
k.
Die Sozialpold ik bes imm heu e,
we
a bei en soll und
we
nich .
Wenn eine olla bei s ähige K iege wi we mi ie Kinde n un e
14
Jah en nich un e s ü z wi d, muß sie a beli en, so ha sie das ankom-
men mag, und wenn sie nich aus eichend un e s ü z wi d, desgleichen:
Die Sozialpoli ik bes imm die G enze zwischen A bei und Nich a bei
(1.) du ch die Abs eckung de
Pe
sone
n k
eis
e,
die sie mi ih en
Leis ungen bedenk , und
(2.)
du ch die H ö h e
ih
e
Lei
s
un
gen
selbs .
Die G enze zwischen A bei und Nioh a bei
~s auß,e dem
unscha ,
da es A bei s eI1diens auch
in
de Fo m des Zu eI1diens es zu eine
Sozialleis ung gib . So kommen als
d i e
Bes immul1Jgs ak o aus de
Sozialpoli ik ih e
(3.)
An
e c h
nun
g s b
'e
s
im
m u n
gen
hinzu. Und
ie ens schließlich jensei s alle gese zlichen Reg'elungen de ganze
Au bau
de
Sozialpoli ik, die Leich lj,gkei
in
de Umgehung de An-
echnungsbes immungen und die Wi ksamkei
de
ö en lichen Kon-
ollen, also de bekann e Komplex de
(4.)
"S
eh
wa
za
bei
" in
diese speziellen Bedeu ung:
nlich
g,emelde e en g'el Iiche A bei bei
gleichzei igem Emp ang 'Soziale Lei1s ungen und meis auch ohne So-
zialabgaben om A bei seinkommen.
Nehmen
wi
uns nun die dabei en s ehenden P obleme einzeln zu
Behandlung o .
1.
Die
Fes legung
de
Pe sonenk eise
Die
Pe
s 0 n e n k
e
i
se,
denen Sozialleis ungen zukommen, kön-
nen g undsä zlich nach zwei e schiedenen Gesich spunk 'en abge-
g enz we den.
a)
En wede man geh aus on de Geigenwa slage de zu be eu-
enden Pe sonen,
e wa
on
de
Ta sache, daß
siie
in No sind, keine
A bei inden können ode o z A bei s ähigkei und A bei swilligkei
und A bei smöglichkei du ch soziale Au gaben gebunden sind -e wa
Fü so ge ü noch nich e wachsene Kinde
-,
und bes imm danach
ih enAnsp uch au ö en liche Leis ung.
b)
Ode man geh aus on eine
in
de Ve gangenhei liegenden
Ta sache, einem E eignis, eine Schädigung, die die Pe son be o en
ha , und bes imm danach ih en Rech sansp uch au eine ö enmche
Leis ung ohne ode un e ge inge Be ücksich igung 'ih e Gegen-
wa slage. Hie he gehö en die Ansp üche aus K 1egs e wundung, die
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
49
OdN.-Ren en, die Ansp üche de 13le usw. In diesem Falle bes eh die
Ge ah , daß du oh die Sozialleis ung po en ielle olkswi scha liche
A bei, sk a s e ilisie wi d, besonde s dann, wenn ,e häl nismäßig
hohe Ansp üche mi engen und komplizie en An echnungsbes immun-
gen e bunden sind und bei dem a bei s ähigen SozJalleis ungsemp än-
ge die Hal ung au komm : ich s ehe mich ja besse , wenn ich
nich ls
ue!
c)
Au
de G enze zwischen bei den Fällen liegen
die
ypischen Ve -
siche ungs älle: ein Rech sansp uch wi d gewäh au G und zu ück-
Hegende Leis ungen und ohne Rücksich au die Gegenwa slage, so-
bald de Ve siche ungs all ein i , de Ve siche e also e wa
65
Jah e
al wi d, auch wenn
e
noch oll a bei s ähig und a bei swilli'g
as .
Die Ge ah eine S e ilisie ung on A bei sk a läß sich nich da-
du ch bannen, daß man die Soziallei'S ung nach de Höhe de E we bs-
besch änkung hemiß ode an
be
s
i
m m e
P o
zen
sä
z e
de
E we bsbesch änkung
knüp .
Es
gib
ga
keine
Mög-
lichk.ei ,
die
Höhe
de
E we bsbesch änkung
objek-
i
und
ohne
Beziehung
au
den
jeweils
ausgeüb en
Be u ,
ja
ohne
Beziehung
au
einen
bes imm en
A
b
e i s p I
a z
z u b e s
im
m e
n.
So e was mag möglich sein bei
Wildbeu e ölke n und Hi ennomaden, abe nich
in
eine di e enzie -
en indus iellen A bei sol'1dnung. Die be üch ig e "Knochen axe" is
doch eine eine Fik ion ohne Beziehung zu den sozialen Reali ä en. Es
is de Ve such, eine objek i e und allgemeine Regel zu inden ü
e was,
das
nu on Fall zu Fall bes immba is . Es is
im
G unde eine
Billigkei s- und E messensen scheidung, gekleide
h1
das Gewand eine
objek i en Fes s ellung. T ä e
sIe
auah einmal das Rich ige und wi d
eine p ozen uale E we bsbesch änkung
in
Bezug au einen Be u es -
gese z , so kann sie jede zei du ch übe gang zu einem ande en Be u
geände we den. Es läß sich
in
unse e höchs spezialisie en und
di e enzie en A bei so dnung wohl as ü jeden, de übe haup noch
a bei en kann, auch ein Pla z inden, den
e
oll,
aus üll .
Wenn abe jemand -was heu e äglich o komm
-,
dem eine
50 %
ige
E we bsbesch änkung bescheinig is ,
in
seinem speziellen Be-
u ohne jede E we bsbelsch änkung a bei en kann und a bei e , so
wi d
zwa
nich die A bei sk a s e ilisie , abe
die
Sozialleis ung
1h em Zwecken emde , ein Ausgleich zu sein ü eine pe sönliche
Minde ung de Fähigkei , ein Einkommen
zu
e we ben. Sie wi d dann
im G enz alle zu eine A s aa liche Leib en e als En gel ü eine
ühe e Li ene Schädigung, einkommensmäßig be ach e ein Taschen-
geld neben einem A bei seinkommen:
die
be üch ig en "Schnaps-
en en".
4
Sozialpoli ik
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50
Die
Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
Es gib na ü lich auch neben de We bewe bsIähigkei
im
E we bs-
leben eine Reihe on Minde ungen de Leis ungs äh:igkei und de e -
zie1ba en Lebenswe e. Ein Teil de "Leib en e" is imme eine A
pauschalie es P legegeld, das e höh en Au wand und nich geminde e
We bewe bs ähigkei kompensie en soll. In einem Sozialplan, de o
dem Gewissen de Na ion Bes and haben soll, wi d jede Ansp uch bis
zu Höhe ·de " es i u io
dn
p ius", jede Ansp uch also, de du ch Geld-
und Saohleis ungen den ühe en Zus and wiede he zus ellen dien , so-
wei
e
dadu ch wiede he zus ellen is , eine hohe P io i ä o de n
dü en. Jedes da übe hinausgehende eine Schme zensgeld wi d
a:be
mi ande en sozialen Ansp üchen
in
Konku enz e en müssen.
2.
Die
H ö h e
de
S 0 z i a
ll
eis
un
gen
-
die
Ren
e n -
kumula ionen
Wi wenden uns nunmeh dem zwei en F agenkomplex zu: de
H ö h e
de
S 0 z i
alle
is
u n
gen.
Auch hie e heben sich sogleich zahl eiche Schwie igkei en: die
Höhe ,de Sozialleis ungen is nämlich im Einzel alle ga nich so ein-
ach zu bes immen; sie kann jeden alls nich aus den gese. zlichen Be-
s immungen mi ih en Rich sä zen abgelesen we den. Da sich
die
Pe -
sonenk eise, die sozialleis ungsbe ech ig sind, iel ach übe schneiden,
lassen sich auch die Sozialleis ungen mannIg ach kombinie en, und das
ü ypische Fälle schließlich he auskommende Sozialeinkommen is
ga
nich so ohne wei e es
zu
e mi eln.
Die
Sozialleis ungen kumu-
lie en sich
in
d eie lei Weise:
1.
in
,de selben Pe son,
die
e schiedenen sozialleis ungsbe ech ig en
Pe sonenk eisen angehö Ondi idualp inzip),
2.
in
de selben Familie (Familienp inzip),
3.
in
demselben Haushal (Haushal sp inzip).
Sozialleis ungen,wiesieinden
Büche nundAk en
de
Sozialleis ungs äge
on
heu e
e scheinen,
sindalso
insowei
imme
nu
Ein
kom
m e n s
e
i I
e.
Das
Einkommen
de
Sozialle,is ungsemp änge
is
da-
ge
'g
e n
heu
ee
ins
c h
we
z u
he
s
im
me
n
des
k u m u I i e e s
Hau
s
hai
s
en
e n
ein
kom
m e
n.
Nun
in e essie uns als Volkswi e und Soziologen na ü lich nu
das jeweilige Gesam einkommen
de
Soz.ialleis ungsemp änge ,
de
Familien und Haushal e. Nu dieses ha Wi kungen
in
de
wi scha -
lichen und sozialen Wi klichkei , i
in
Konku enz mi den e ziel-
ba en A bei seinkommen, leg den Lebenss and on Familien und
Schich en
e.s
.lISW.
Die
gese zlichen Rich sä ze und
die
gezahl en Glo-
balsummen sind ju is isch und inanzwi scha lich on In e esse, abe
wi scha lioh und sozial in e essie allein, wie sie sich
in
de
Wi k.
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
51
lichkei kumulie en und kombinie en. Wie soll man abe
da
he ankom-
men? Ich we de Ihnen nachhe einen Ve such o üh en, den wi in
Kiel un e nommen haben, hie die B ücke zu schlagen zwischen gese z-
liohe Regelung und soziale Wi klichkei .
Das kumulie e Haushaas en eneinkommen -se zen
wi
einmal
o aus, wi hä en es g ei ba gemach -bes imm nun
in
ielen Fäl-
len nich nu die G enze, inne halb de e auch jede noch einsa z ähige
A bei sk a s e ilisie ode au Schwa za bei abged äng wi d, es
bes imm auch das Lohnni eau de noch
in
A bei s ehenden selbs ;
es is gewisse maßen de Pla onds, übe dem sich die Lohn- und Ge-
hal sskala au bau : das nied i'gs e A bei seinkommen
muß
um einen
Sa z -den abzuschä zen ich hie nich un e nehmen will -
da -
übe liegen, wid igen alls
de
A bei spla z keinen Bewe be inde und
nich bese z wi d; dann e gib sich eine
so
z i
al
du
c
hg
e
hai
e
n e
A
b
e i s
los
i g k e i
bei
g 1
eie
h z e i U
ge
m M
an
g
eI
a n A -
bei
s k
ä
e
n.
Dagegen habe ich
in
gewissen Fällen nich s einzuwenden, wo es sich
um ausgesp ochene soziale Rücks andsbe eiche mi nied igen Löhnen
und sozial une wünsch en A bei sbedingungen handel . Teilweise
scheinen Landwi scha und Hauswi schal zwei solche soziale Rück-
s andsbe eiche zu sein. (Da übe spä e noch aus üh liche .)
Wenn
abe
au
de
ganzen
L,inie
eine
hype o-
phi
e e
So
z i
alp
0 1 i i k
die
A
b
eH
sei
n
kom
me
n
übe
b
i e-
e
und
das
Nich s un
p ämiie ,
dann
is
die
soziale
K,a as ophe
unausweichlich.
Wenn man die e wähn en
sozialen Rücks andsni eaus ausnimm ,dann kann man wohl als G und-
sa z eine olkswi scha Hch ag ähigen Sozialpoli ik aussp echen,
daß
das
höchs e e zielba e Sozialeinkommen imme noch so wesen Hch
un e dem ge ings en e zielba en A bei seinkommen zu
lielgen
ha , daß
ein An eiz zum Einsa z de A bei sk a e hleib .
Daß es nach de oben skizzie en Au assung
keJn
absolu es Zu iel
an Sozialleis ungen gib , b auch wohl nich wiede hol zu wel"den, abe
es 'gib ein ela i es Zu iel, gegenübe zu nied igen A bei seinkommen
nämlich.
Die
S 0 z i
alp
0 1 i i k
da
die
A
bei
s e
,i
n
kom
m e n
nich
übe bie en,
wo
sie
an
diese
G enze
komm -
und
jede
Sozialpoli ik
muß
und
soll
nach
oben
d än-
gen
-,
d a
gib
e s
nu
ein
e
Lös
u n g :
Die
A
bei
sei
n
kom
-
me
n
he
au !
Das is dann bes e Sozialpoli ik. Die Höhe de A bei s-
einkommen se z uns eben auch G enzen
in
den e eichba en Zielen
unse e Sozialpoli ik. Da zeig
es
skh,
daß die Ve bindungen und Wi -
kungen hinübe und he übe gehen.
loh möch e keinen Zwei el da an lassen, daß ich, wo die Spanne
zwischen A bei seinkommen und Sozialpoli ik zu ge ing wi d, i
mm
e
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52
Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
ein
e
Lös
u n g
den
Vo
zug
ge
b
e,
die
die
A
b
e i
sei
n k 0 m-
men
he au
ans o mie ,
s a
die
Sozialleis ungen
he abzuse zen,
o ausgese z ,
daß
das
mög},ich
und
ü die
Wi scha
agba
is .
Eine wesen liche Benach eili-
gung de A bei seinkommen gegenübe den Ren eneinkommen lieg
z.
B.
in
de
Nich be ücksich igung des Familiens andes beim o den -
lichen A bei seinkommen, wäh end
e
bei de A bei slosenun e -
s ü z;ungbe ücksich ig wi d. Äl e e A lbei e mi hohen Familienzu-
schlägen können ih Sozialleis ungseinkommen nahe an ih A bei sein-
kommen he anb ingen.
Nun
geh mein Vo schlag dahin -da übe so-
gleich aus üh liche
-,
den Familiens and du ch einen um assenden
Familienlas ,enausgleich auch bei dem oll
In
A bei und Ve diens
s ehenden Familien a e zu be ücksich igen. Dami e höh sich bei
gleichem Familiens and die Spanne zwischen A bei seinkommen und
Sozialeinkommen, und es en äll eine P ämie ü Nich a beH ode
Schwa za bei . Das
wä e
ein Fall ak i e SozialpoliHk du ch He au -
ans o mie en de Leis ungseinkommen. Es häng eben heu e alles
mi allem zusammen,
wi
b auchen wi klich nich eine Häu ung on
einzelnen Sozialleis ungen, sonde n ein ein abges imm es Sys em, bei
dem eines in das ande e g ei .
3.
D
ie
A n
,e
c h
nun
g s
be
s
im
m u n
gen
und
die
S c h
wa
z -
a bei
Wi d die Spanne nich e ziel , so p ämiie die Sozialpoli ik das
Nich s un, und dann kann
Sc
h
wa
za
be
'i
soga om S andpunk
des A bei seinsa zes aus eine A olkswi scha liche Selbs hil e sein.
Denn je'de Schwa za bei e e höh ja nich nu sein eigenes Einkom-
men, sonde n
e
p oduzie auch e was und e meh dami das Volks-
einkommen. F eiLich is seine A bei unp oduk i e als sie
in
einem
Be iebe sein wü de, die Schwa za bei e bedienen sich in
de
Regel
nich eine hochen wickel en Technik, sonde n a bei en als W,inkel-
handwe ke , die das Lich de ö en lichkei scheuen. Volkswi scha -
lich is solohe A bei
zwa
unp oduk i angese z ,
abe
imme noch
e giebige als das Nich s un. Da um is es auch bedenklich, die soziale
Mo al gegen die Schwa za bei zu mobilisie en, denn es is ein zwei el-
ha es Un e angen, das Nich s un si lich höhe zu angie en als die
A bei .
Das olkswi scha liche A gumen gegen die Schwa za bei is also
nu , daß sie unp oduk i is . Die eigen lich du chschlagenden Einwände
gegen die Schwa za bei sind sozialpoli ische:
Die
Sc
h
wa
z-
a bei
ze s ö ,
wo
sie
als
soziale
Massene schei-
nun
g
nie
h
nu
als
Ge
leg
e n h
ei
s a
bei
,
s 0 n
de
n
in
K 0 n-
ku enz
zum
o den lichen
A bei seinsa z
au i ,
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P o esso
D .
Macken o h
(Kiel)
53
iede
Lohnpoli ik,
ni ellie
jedes
Leis ungseinkom-
men
au
das
soziale
Exis enzminimum
hin
und
ze -
s ö
schließlich
jede
Sozialpoli ik
selbs .
Wenn de
Schwa za bei e als Ren enbeziehe mi einem sozial gesiche en Ein-
kommen auße halb de A bei echnen kann und wenn
e
auße dem
sich am T agen
de
sozialen Las en nich be eilig , un e bie e
e
den
o den lichen A bei e und mach ihn am Ende auoh a bei slos,
e -
meh so das soziale
übel
und die Zahl
de
Ren enbeziehe . Du ch die
Un e bie ungskonku enz de Ren enbeziehe we den imme meh
A bei e b o los; so we den bei e minde em Au kommen an Sozial-
leis ungen die Las en imme g öße , die einzelne Leis ung imme klei-
ne , die Sozialleis ungsemp änge also imme meh au Zu e diens
du ch Schwa za bei angewiesen, und so schließ sich
de
Zi kel,
de
zum Zusammenb uch des Lohnni eaus und de Sozialpoli ik und
zu
sozialen Ka as ophe üh .
Eine solche Abwä sspi ale
wa
siche eine Zei lang
in
gewissen
mi Flüch lingen übe se z en Gebie en
in
de Landwi scha im Gange,
und es is zu p ü en, ob sie es nich gelegen lich heu e noch is . Die
soziale Un e bie ungskonku enz de Ren enbeziehe , Flüch linge und
Un e wande e aus
de
Os zone,· die schwa za bei en, ode in einem
mode nen K ümpe sys em genau ih e zulässigen
13
S unden je Woche
neben ih em Ren eneinkommen a bei en, e hinde die Hebung des
Lall'da bei e lohnes und s abilisie eine ücks ändige P oduk ionso d-
nung, die
ga
nich
in
de Lage is , höhe e A bei slöhne zu agen. Das
geh zu Las en
de
a bei enden Menschen, einschließlich de mi hel en-
den Familienangehö igen. Diese en ziehen sich dem sozialen D uck
du ch Land luch .
Die
Sozialpoli ik mi ih en Ren enleis ungen sub en-
ionie ·dami die Landwi scha zusä zlich zu den ande en o enen
Sub en ionen, indem sie ih billige A bei sk ä e zu üh . Diese Sozial-
poli ik geh an denen o bei, denen sie zugu e kommen soll e, den
Landa bei e n im wei es en Sinne, einschließlich de
mi hel eJ11den
Familienangehö igen.
In de Indus ie kann die Schwa za bei nich solchen Um ang an-
nehmen, weil man den indus iellen Be ieb besse kon ollie en kann
als den Baue nho und weil Quali izie e e A bei geb auch wi d.
In
de Indus ie kann die Schwa za bei imme nu A bei slücken am
Rande aus üllen (siehe Au s ellung am Schluß dieses Abschni es). Hie
lieg das P oblem ande s: die un a ionellen Einmann- und Kleinbe-
iebe, die sich
de
Kon olle en ziehen können, bekommen eine wi -
scha lich ganz unge ech e ig e P ämie -eine P ämiie ung de Un-
wi scha lichkei , wie
wi
sie heu e au ielen Gebie en beobach en.
Um in k i ische A :bei sma k lage die A bei sk ä e aus de Zwischen-
zone zwischen Sozialleis ung und A bei seinkommen he aus
in
eine
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54
Die
Re o m de Sozialpoli ik du ch
einen
deu schen Sozialplan
o den liche A bei locken zu können, wi d man die Sozialleis ungen
s-enken müssen. Da das abe nominell s e s unmöglich is , wi d die En -
wicklung den ande en Weg gehen müssen:
die
Löhne we den he au -
gese z , und die P eise s eigen; so komm es doch au dasselbe he aus:
die Sozialleis ungen sinken im Realwe bei zusä zlichem In la ions-
d uck. Auch diese En wicklung is heu e siche schon im Gange.
Es gib eben heu e
in
de
Ta
keine wi scha lich neu ale Sozial-
poli ik meh . Allen halben wi k die Sozialpoli ik ie hinein
in
die
P o-
duk ion u id Ve eilung auch ü die noch
in
A be,j und Ve diens
s ehenden Sohich en. Es gib zahl eiche wei e e Wi kungske en, ich
habe Ihnen nu wenige o ge üh .
Wenn
wi
nun un -e diesem Gesich spunk de A bei sk a bewi -
scha ung unse e heu ige Sozialpoli ik be ach en, so glaube ich, we den
Sie alle mi mi 'einig sein: es is ieles im a gen. Dazu nu ein übe -
zeugendes Beispiel, das ala mie end genug is : ich habe ge ade eine
Un e suchung eines Schüle s o liegen, die zeig , daß die S eige ung
de mi le en Lebense wa ung in den beiden le z en Menschenal e n
auch das mi le e Leis ungspo en ial be äch lich ges eige ha .
De
Leis ungswe ,
die
Zahl
on
Jah en,
die
in
de
ollen
E
we
b s
ä
h i g k e i
e
b
ach
wi
d,
is
be
ä c h
li
c h
g-e
s i e
gen.
Die
se
ga
n z e S e i
ge
u n g
wi
d
ab
e
im
A -
bei
s
po
e n i a I
ni
c h
u k
i
i z i e
,
so
11
de
n
im
Ge
gen-
eil
e lage
sich
das
mi le e
Ren enal e
nach
o
n
,das
heiß die In aliden en en de . un e 65jäh igen nehmen zu
gegenübe den Al e s en en de übe 65jäh igen. Das kann nich aus
dem Biologischen, sönde n nu aus eine e ehl en Sozialpoli ik
kommen.
Es muß hie eine um assende Abs immung mi dem olkswi scha -
lichen K eislau anges eb we den. Ich kann Ihnen dazu nu wenige
allgemeine Gedanken o agen, in Einzelhei en zu gehen, e bie e mi
die Zei , abe auch
de
S and meine eigenen E kenn nisse. Ich bin
noch lange nich so wei , zu Einzelhei en eine kla e Vo s ellung zu
haben,
es
übe s eig das auch die K ä e eines einzelnen,
das
kann nu
die F uch eine Zusammena bei alle Sach e s ändigen sein, zu de
ich am Schlusse meines Re e a s au o de n möch e.
Abe so wei bin ich
,doch
schon, daß
ioh
einige g oße Linien zeich-
nen kann, die eine Neuo dnung e wa. einzuhal en hä e.
Das
e s e
Ziel muß imme sein, möglichs jedem A bei s ähigen
einen A bei spla z zu e scha en, den
e
oll aus üll . Die Sozialpoli ik
muß so kons uie sein, daß dieses Ziel auch
im
inanziellen In e esse
alle Be eilig en lieg . Dann nu
wi d
es
mi einem Mindes maß on
di ek ,em Zwang und Kon ollen zu e eichen sein. Ein mögliche
Weg
wä e
e wa, bei nachweislich geminde e Leis ung eines Sozialleis ungs-
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
55
be ech ig en Sozialleis ungen
in
Fo m on Zuschüssen zum Lohn zu
gewäh en zu E eichung eines ollen A bei seinkommens.
E s
wenn
de Be ech ig e auch mi ,diese Zusage imme noch keinen A bei s-
pla z inde , i die olle Ve so gung ein, die abe imme noch un e
dem A bei seinkommen lieg und na ü lich
je
naoh Be ech igungs'g ad
ges a el sein kann.
Jede
Be eilig e is je z in e essie , den Sozial-
leis ungsbe ech ig en in A bei zu bekommen: de Be ech ig e selbs
bekomm einen ollen Lohn und dami ein Einkommen übe Sozial-
leis ungsni eau, de Be ieb bekomm eine billige A bei sk a , und die
ö en liche Hand
spa
Sozialleis ungen, da sie nioh ü die olle Ve -
so gung des Be ech ig en au zukommen ha . Keine is meh an
Schwa za bei in e essie ,
und
Kon ollen können gespa we den.
Das kling seh
-ein ach,
is es auch
im
P inzip. Abe ich bin mi na ü lich
im
kla en, daß
es
zu Du oh üh ung dieses ein achen P inzips noch ein-
gehende Kleina bei beda . Es is
im
G unde eine Legalisie ung de
Schwa za bei bei Be eiligung an ih en inanziellen E ägnissen.
Bei den Gele-genhei sa bei en,
.die
die Domäne de Schwa za bei
sind, könn e man da an denken, die o den liche Au ags e gebung
s eue lich und in Sozia a;bgaben zu begüns igen.
Am
dann noch e -
bleibenden Res soll e sich die Sozialpoli ik ·ein ach desin e essIe en.
Eines
is
jeden alls siche , man muß hie mi "ma k kon o men"
Me-
hoden a bei en, d.
h.das
olkswi scha lich E wünsch e muß auch
im inanziellen In e esse alle Be eilig en liegen.
Mi
Kon ollen komm
man kein S ück wei e .
Was
heu e an Anzeigen gegen Schwa za bei e
he einkomm , en sp ing meis de Mißguns und dem Fu e neid de
allzu dich au einande hockenden Nachba n. Die ö en liche Mo al
sp ing bei uns ein ach nich an. Miß auen und Abneigung gegen S aa ,
Ob igkei und Äm e sind so s a k, daß jede , de einen Schwa za bei e
anzeig , als Angebe und Denunzian ges empel is , de einem a men
Schlucke seine
paa
Ma k Neben e diens nich gönn , und leide is
es auch meis ens an dem. Da müß e
e s
die Sozialpoli ik ganz ande e
Leis ung-en ollb ingen, und
zwa
im Einzel alle, nich
in
den Global-
summen, um hIe eine S ü ze in de ö en lichen Mo al zu bekommen.
Das e o de abe wiede , daß sie ih Haus in
Ol1dnung
b ing und -
so pa adox das kling -ih e Leis ungen s eige .
Die
haup sächlichs en
A en
de
Schwa za bei
I.
au dem Lande:
1.
Allgemeine Landa bei en, je nach Saison
2.
Bauhandwe k und ande e Handwe ke insbesonde e, wenn die
Handwe ke ih en Wohnsi z au dem Lande haben, abe ühe
in
de S ad ih en es en A bei spla z ha en
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62 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
gesonde die un olls ändigen Familien ode Familien es e,
in
denen
ein El e n eil ehl .
Alle
ande en Fälle echnen un e das Haushal s-
p inzip. Bes ehen zwischen den Haushal szugehö igen e wand scha -
liche Beziehungen auße halb
de
Klein amilie, so wi d de Fall als
"G oß amilie" gesonde aus'gezähl . Es bIe ben dann noch die " einen"
Fälle üb ig, die nu nach dem Haushal sp inzip übe schne]den: die
bekann en Ren ne haushalie. Die übe gänge zwischen Familienp inzip
und Haushal sp inzip sind also lüssig. Genau sieh das Schema de
Kombina ionsp inzipien so aus:
I. Indi idualp inzip -ein Wi scha ssubiek bezieh meh als
ein
e Sozialleis ung
II. Familienp inzip - m
eh
als ein Familienmi glied (einseh .
des Familien o s andes) bezieh minde-
s ens
ieeine
Sozialleis ung und
zwa
in
a)
Klein amilie
b}
un olls ändige Familie und Fami-
lien es en
III. Haushal sp inzip -
meh
als ein Haushal sangehö ige
(einseh . des Haushal s o s andes) be-
zieh mindes ens eine Sozialleis ung,
Haushal e un e eil
in
a)
G oß amilie
b)
sons ig'e Haushal e ohne e wand -
scha liche Beziehungen
Nachs ehend we den einige anschauliche Beispiele ü übe schnei-
dungen nach den d ei P inzipien geb ach un e Ve wendung de ie
Gese ze des obigen Beispiels:
Beispiele
In
d i i
du
alp
i n z i p
Zwei ache
Pe sonenk eiskombina ioll
A V
AVG
+ BVG: A bei slose Beschädig e.
A V A
VG
+ So o hil e: A bei slose Flüch linge.
AVAVG
+
131
e :
A bei slose ühe e Weh mach sbeam e.
So o hil e +
131
e :
F ühe e Weh mach sbeam e, Flüch linge.
131
e
+ BVG: Beschädig e ühe e Weh mach sbeam e.
BVG + So o hil e: Beschädig e Flüch linge.
D ei ache
Pe sonenk eiskombina ion
A V A
VG
+ BVG + So o hil e: A bei slose beschädig e Flüch linge.
So o hil e +
131
e
+ BVG: Beschädig e ühe e Weh mach sbeam e, Flüch -
linge.
131
e
+ BVG + AVAVG: A bei slose beschädig e ühe e Weh mach sbeam e.
Vie ache
Pe sonenk eiskombina ion
AVAVG
+ BVG + So o hil e +
131
e :
A bei slose beschädig e ühe e
Weh -
mach sbeam e, Flüch linge.
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
Beispiele F
ami
I i e n p i n z i p
Zwei ache
Pe sonenk eiskombina ion
AVAVG
+ BVG: A bei slose Familien a e , beschädig e Sohn.
AVA
VG
+ So o hil e: Wi we (Flüch ling), a bei slose Sohn.
AVAVG
+
131
e :
Ve d äng e Beam e + a bei slose Toch e .
63
So o hil e +
131
e :
Ve d äng e Beam e (Flüch ling) + s udie ende Sohn
(Flüch ling) .
131
e
+ BVG: Ve d äng e Beam e + beschädig e Sohn.
BVG + So o hil e: Ehemann (Flüch ling) + beschädig e Ehe au.
D ei ache
Pe sonenk eiskombina ioll
A V
AVG
+ BVG + So o hil e: Wi we (Flüch ling) + beschädig e Sohn
+ a bei slose Sohn.
So o hil e +
131
e
+ BVG: Ehe au (Flüch ling) + Ehemann ( e d äng e
Beam e ) + beschädig e Sohn.
131,e + BVG + AVAVG: Wi we ( e d äng e Beam e ) + beschädig e
Sohn + a bei slose Toch e .
Vie ache
Pe sonenk eiskombina ion
AVAVG
+ BVG + So o hil e +
131
e :
Ehemann ( e d äng e Beam e ,
Flüch ling) + Ehe au (Flüch ling) + beschädig e Sohn + a bei slose
Toch e .
Beispiele
Hau
s
hai
s p i n z i p
Zwei ache
Pe sonenk eiskombina ion
AVAVG
+ BVG: A bei slose Ehemann + P legekind (Waise eines Beschä-
dig en).
AVAVG
+ So o hil e: Wi we (Flüch ling) + a bei slose Ne e.
AVAVG
+
131
e : Ve d äng e Beam e + a bei slose Schwiege sohn.
So o hil e +
131
e :
Wi we (Flüch ling) + Wi we ( e d äng e Beam e )
Ren ne haushal } .
131
e
+ BVG: Wi we ( e d äng e Beam e ) + Wi we eines Beschädig en
(Ren ne haushaI ) .
BVG + So o hil e: Beschädig e Ne e + Wi we (Flüch ling).
D ei ache
Pe sonenk eiskombina ion
AVAVG
+
BVG
+ So o hil e: Wi we (Flüch ling) + beschädig e B ude
+ a bei slose Schwiege sohn.
So o hil e +
131
e
+ BVG: Wi we (Flüch ling) + Wi we ( e d äng e
Beam e ) + P legekind (Waise des ge allenen Sohnes de Wi we).
131
e +
BVG
+ AVAVG: Wi we ( e d äng e Beam e ) + P legekind
(Waise des ge allenen Sohnes) + a bei slose Sohn.
Vie ache
Pe sonenk eiskombina ion
AVAVG
+
BVG
+ So o hil e +
131
e :
Wi we ( e d äng e Beam e )
+ Nich e (Leh ling, Flüch ling) + beschädig e Schwiege sohn + a bei s-
lose Sohn des Schwiege sohns.
Un e Einbezug alle Kombina ionss u en und alle Kombina ions-
p inzipien sowie säm liche Sozialgese ze gehen
'die
Möglichkei en de
Übe schneidungen
in
die Tausende.
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64 Die Re o m
de
Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
4.
Nun
is zu agen, wie wei
die
übe schneidungen
de
Pe sonen-
k eise zu
Ren
e
n
ku
m u I
a
ion
e n üh en können. Das bes imm
sich wesen lich nach den An echnungsbes immungen. Es bleiben auch
danach noch iele Tausende on Möglichkei en.
5.
Die nächs e Au gabe is es, diese ech lichen Möglichkei en je z
zu quan i izie en. Da ü haben
wi
eine S
i
c
hp
0
be
genommen:
säm liche lau enden Ren en alle e eichba en SoziaUeis ungsemp än-
ge mi dem An angsbuchs aben
"E"
im
S ad k ,eis
Kiel
un e Einbezug
alle e eichba en Sozialleis ungs äge , die eilich
z.
T. auße halb
Kiels si zen
(LV
A
in
Lübeck, Be u sgenossenscha en
in
Hambu g und
ande swo).
übe
die Schwie igkei en ,de E assung will ich mich hie
nich wei e auslassen. Gea bei e wu de mi einem S ab on
e wa
25
S uden en, die besonde s gesohul wu den. Die ,e s en zahlenmäßigen
E gebnisse sind
inde
Tabelle mi ge eil .
Ren enkumula ionen
nach
Sozialleis ungs äg,e n
K i
eie
S
i
c h
p o
be
"E" -
F
ü h j a h
1952
Beab·
Zahl
Kombina ions älle
sich ig e
de
e · (zwei.
und
meh ach)
Sozialleis ungs äge Um ang eichba en
de
Fälle nach
in
.
H.
S ichp obe Indi iduen on 2
1 I 2 S 4
Pensionen (Land,
S ad
Kiel, Pos ,
Bahn)
..........................
380 380 88 23,2
Landes e s.Ans aI Schleswig-Hols ein
941
844 378 44,8
Ve s.Ans al de DB.Bahn, EBD Ham-
bu g
••••••••••••••••••••••••
0"
57 57 54 94,8
Seekasse Hbg. Sek ion
Kiel
..........
36 36 10 27,8
Be u sgenossenscha en2)
••••••••••••
422 422 30
7,1
Pensionsam
Kiel
(A .
131
GG)3)
....
511
490
152
31,0
Poli ische Wiede gu machung4)
••••••
28 28 10 35,7
Ve so gungsam
KielS)
••••••
0
•••••••
1050
812 624 76,8
So o hil eam
Kiel
..................
1019 1019
419
41,1
A bei sam
Kiel
6)
•••••••
0
•••••••••••
4428
4026
598 14,9
Fü so geam
Kiel
...................
525
510
218 42,8
Insgesam
..........................
I
9397
I
8624
I 2581 29,9
Anme kungen:
Es wu den nu lau ende Ba leis ungen be ücksich ig gemäß Teil B des
Zählbla s.
1)
Fü alle am
1.
3.
1952
übe
65
Jah e al en Sozial en enemp änge wu de
die Ka ei de Ren ens eIle de Bundespos
Kiel
benu z , da bei de
LV
A Lübeck
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P o esso D . Macken o h
(KieI)
65
keine nähe en Angaben
zu
e hal en wa en. Es wu den
1502
Ak en bzw. Zahl-
bogen e aß , wo un e
11
Kombina ions älle wa en.
2)
Bei de Fülle
de
Be u sgenossenscha en konn en nu die sechs wich-
igs en in die S ichp obe einbezogen we den. Zwanzig Fälle sind noch zu klä en,
die abe alle e mu lich Kombina ions älle sind.
3)
Es kommen hie
90
noch unkla e Fälle hinzu, bei denen eine spä e e
Bea bei ung e wa
40-50
Kombina ions älle e geben wi d.
4)
Hie wu de nu die wich igs e G uppe, die OdN-Ren en. e aß (Ren en
ü die Op e des Na ionalsozialismus).
5)
Beim Ve so gungsam sind auße dem ca.
230
noch nich umges ell e
Fälle
zu
bea bei en, on denen ca.
200
Kombina ions älle sind.
6)
Bea bei e wu den hie
Alu,
Al ü
und Leis ungen ü Heimkeh e .
6.
Sachlich e gib sich aus den Zahlen schon so iel:
De Schwe punk de Ren enkumula ion lieg im Be eich de So-
zialgese ze spezieHe e A und neue en Da ums: BVG (Ve so gungs-
am ), So o hil e, 131e (Pensionsam ), wozu die Sozial en ·en de un e
65jäh igen kommen, de en zahlenmäßiges Gewich ja auch eine E -
scheinung neue en Da ums is , und schließlich noch die Fü so ge. Da-
bei lassen
wi
die zahlenmäßig unbedeu ende en G uppen aus, auch
wenn sie z. T. eoh e hebliche Sä ze au weisen.
Nun
muß ich in diesem Zusammenhang sogleich einem Miß e -
s ändnis en gegen e en, dem ich imme wiede begeigne bin:
Pe -
sonenk eiskombina ion und auch
Ren
e
n k u
m.
u I a
ion
na
c h
den
hie
en wickel en
Beg i en
ha
noch
nich s
zu
un
mi
Ren
,e
nm
i ß b
au
c
h.
Wenn eine K iege wi we eine Wi wen-
en e bezieh und ih e Kinde eine Waisen en e, so is das eine Ren-
enkumula ion naoh
·dem
Familienp inzip, abe niemandem wi d es ein-
allen, das als einen Ren enmißb auch zu bezeichnen. Auch wenn die-
selbe Pe son eine In aliden en e und daneben noch eine Ren e aus
de
So o hil e ode Fü so ge bezieh , weil die eine Ren e zu nied ig is , so
bin ich nich gewill , ·das als einen Ren enmißb auch zu bez·eichnen. Es
is das keine seh glückliche gese zliche Regelung, daß dIeselbe Pe son
zwei Ren en kumulie en muß, um nu
das
zum Leben Nö igs e zu
ha:ben.
Abe das is ein Fehle de Gese ze und nich ein Mißb auch
de
Gese ze du ch die Sozialleis ungsemp änge .
Wi
haben in unse em.
Ma e ial Fälle,
in
denen eine Kumula ion on
10
Ren en
in
eine Familie
ein ganz kümme liches Einkommen e gib , und ande e,
in
denen eine
Einzel en e schon als ein Mißb auch bezeichne we den muß. Da in be-
s eh ja eben ge ade das P oblem, daß dies alles öllig unübe sehba
gewo den is und e s einmal en wi we den muß.
Gewiß gib es auch Ren enmißb auch ·du ch Ren enkumula ion, und
unse Ma e ial
is
auch da ü e giebig,das is abe nu ein Aspek de
ganzen F age und wohl e s ändlich e weise de jenige, de
die
Sozial-
behö den und den Finanzminis e am meis en in e essie . Die Ren en-
5
Sozialpoli ik
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66
Die
Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
kumula ion da abe nich nu un e diesem Gesich spunk gesehen
we den, das wü de die F ages ellung ungebüh lich e engen. Es geh
da um, daß die wi scha lichen und sozialen Wi kungen unse e
Sozialpoli ik
ga
nich g ei ba sind, weil es öllig unübe sehba is ,
wie sich denn die ausgeschü e en Summen zu Einkommen kombinie-
en und kumulie en. Das g ei ba zu machen, da um muß es dem Volks-
wi
und Soziologen gehen. Die Fes s ellung de Mißb äuche äll da-
bei so nebenbei mi ab.
7.
Nun
gil es nich nu Zahl, sonde n auch
A
de
Kom
bi-
na
i 0
ne
n zu e mi eln, und da zeig es sich, daß es ganz
yp
i s c h e
Fäll
e gib , wäh end ande e mögliche Fälle
in
de Wi klichkei
ga
nich o kommen ode zahlenmäßig unbedeu end sind. Dadu ch
e s
wi ,d die Zahl de ech lich möglichen Kombina ionen, die wah schein-
lich nu mi Hil e de Kombina o ik zu bewäl igen is , zu eine p ak-
isch zu bewälügenden G öße.
Beispielsweise haben
wi
in
unse em Ma e ial 285 Fälle on Un e -
haI shil e nach dem So o hiI egese z, die Kombina ions älle sind.
In
241
Fällen kumulie en sie mi eine LVA-Ren e, de Res on
44
Fäl-
len s eu übe eine Vielzahl on Kombina ionen, da un e z. T. ganz
ausge allene, die
in
de
Wi klichkei auch o kommen, abe p ak isch
ganz unbedeu end sind. Eine wei e e Zahl ech lich mögliohe Kom-
bina ionen komm im Ma e ial übe haup nich o . Das heiß nich ,
daß sie nich
&,elegen lich
auch einmal o kommen können, abe mi
ihnen b auchen
wi
uns ü unse e Zwecke eigen lich wei e nich zu
be assen. Das mögen iu is isch in e essan e Einzel älle sein. Die
ypische Ren enkumula ion is die on Un e hal shil e mi eine
LV
A-
Ren e.
8.
Es bleib dann noch de ganze Komplex de ech lich unzulässi-
gen, de nich ,gemelde en Ren enkumula ionen. Da wü de
es
nach
de
hie en wickel en Me hode möglich sein,
ein
e
A
beg
en
z e
Ren
e n
ka
e i au zus ellen, wenn man nämlich die säm lichen B-
Fälle de S ichp obe, also die und 8600 e eichba en Fälle zähIbla -
mäßig e aß . Wenn dann das Ma e ial alphabe isch geo dne wi d,
muß ia de selbe Namens äge zwei- ode meh mals au auchen. Lei-
de konn en
wi
wegen
de
Besch änkung unse e Mi el nu die und
2600 Kombina ions älle ka eimäßig e assen, so äll also diese
Mög-
lichkei bei uns weg. Bei eine Wiede holung eine solchen S ichp obe
soll e man abe diese E wei e ung unbeding
in
die Planung einbezie-
hen, wenn
es
inanziell i gendwie agba is . Auch dann muß dami
ge echne we den, daß Fälle du ch die Maschen schlüp en, wenn
die.
Bea bei ungen bei den einzelnen Behö den nich au exak denselben
S ich ag bezogen we den, abe ein unge äh e Eind uck om Um ang
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
67
de Ve schweigungen und des eigen liohen Ren enmißb auchs auße -
halb de Schwa za bei müß e sich e geben.
9.
Bleib wei e noch
~lie
Ku
m u I a
i
0 n
on
Ren
e
und
A -
bei
sei
n
kom
m e
n,
und
zwa
sowohl die ech lich zulässige wie
auch die eigen liche Schwa za bei . Hie e sag die Ak enbea bei ung
genau so wie die Be agung.
Fü
diese Fälle soll e eine gewisse E gänzung gegeben we den
du ch Haushal smonog aphien on Ren ne amilien und Enque en on
Sach e s ändigen (Fü so ge innen, Kon ollbeam en des A bei sam es).
Auße dem is on den gemeIde en Kumula ionen und ih e sozialen und
ökonomischen Ve ums ändung ein gewisse Analogieschluß au die
"schwa zen Fälle" möglich.
In
diese Hinsich sind wi o läu ig übe
einige as ende Ve suche (Du cha hei on Fü so geak en, mono-
g aphische Bea bei ung on Flüch lingslage n) noch nich hinausge-
kommen, die o läu ig auße halb unse e eigen lichen Fo schungs-
a bei du chge üh we den, weil
wi
unse e besch änk en Mi el au
das Wich igs e konzen ie en müssen. Hie is abe ein wei es Feld
ü wei e e uch ba e A bei , wenn sie e s ändig und sinn oll di i-
gie wi d.
Ich ho e, Ihnen dami gezeig zu haben, wo au wi bei unse en
Un e suchungen hinauswollen:
wi
wollen
die
B ü c k e s
chI
ag
e n
on
de
gese zlichen
Regelung
zu
sozialenWi klich-
kei ,
wollen
zeigen,
wie
sich
das,
was
aus
unse en
ö en lichen
Kassen
an
Sozialleis ungen
ließ ,
zu
Einzel-,
Familien-
und
Haushal seinkommen
kumu-
li
e
,
denn nu on eine Kenn nis diese Ta sachen aus lassen sich
auch die olkswi scha lichen und sozialpoli ischen Wi kungen ab-
s ecken.
Die Mängel de heu igen Lage
in
unse e Sozial e wal ung sind da-
nach schon je z o enba . Ein Zus and, in dem bei
de
willigen und
e s ändnis ollen Mi a bei on
15
Behö den eine so um ang eiche und
komplizie e A bei no well'di;g is , nu um übe haup einmal es zu-
s ellen,
we
denn eigen lich in eine S ad wie
Kiel
on ö en lichen
Mi eln leb und wodu ch diese S ellung beg ünde wi d,
is
höchs
unzu äglich. Das Halbdunkel, das dami übe diese sozial höohs wich-
ige Ta sache geb ei e wi d, is ehe eine Vielzahl on sozialen
Scha engewäohsen zu äglich, die dabei gedeihen, wäh end ande e,
denen unse e sozialen Diens e e was Lich
in
ih übes Dasein b in-
gen sollen, dabei e kümme n. Die Ze spli e ung und Unübe sich lioh-
kei in de Ve wal ung de ö en lichen Mi el üh zu zahl eichen
Ung,e eim hei en und Unge ech igkei en
im
einzelnen.
Dazu ein Beispiel: eine Wi we mi ün Kinde n, de en Mann
1945
ge allen
is , wi d ganz ande s behandel als eine Wi we, de en Mann
1946
an Lungenk ebs
5'
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68
Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
ges o ben is . Die Un e s ü zungssä ze be echnen
sic.h
ganz ande s und e geben
auch ganz e schiedene Be äge. Wa um das? Es is doch soziologisch ge-
sehen genau de gleiche Fall.
Die Ze spli e ung mach wei e jede Sozialplanung illuso isch und geh
im ganzen zu Las en de wi klich No leidenden. Die einzelne Leis ung
is zu ge ing, so daß
de
No Ieidende au Kombina ion meh e e Lei-
s ungen angewiesen is . Da
a:be
in
de Wi nis Mißb auch e leich e
is , wi d diese Kombina ion wiede du ch eine Fülle on bü ok a-
ischen Hemmnissen e sohwe , die abe nich zu kon ollie en sind,
was
wiede den Bedenkenlosen zu Übe e ungen ge adezu au o de .
Als
Lösung bleib nu eine En wi ung des gegenwä igen Zus an-
des,die
sich au eine kla übe sehba e und leich zu kon ollie ende
Gesam konzep ion aus ioh e . Wie muß eine solche aussehen? Das is
die F age, de wi uns nunmeh zuwenden.
2.
Die
Au
b i n
gun
g
de
Mi
el
Hie is nun de Punk , wo wi mi allem Nachd uck be onen: De
G undsa z de Einhei des Sozialbudge s ha nich s, abe auch ga
nich s zu un mi eine Zen alisie ung
de
Sozial e waI ung. Leide
lieg
de
Schluß: "Planung = Zen al e waI ung"
in
de
Linie gewisse
Populä ideologien, die leide auch on de zün igen Na ionalökonomie
he gespeis we den. Ich möch e diesen Fehlschluß mi allem Nach-
d uck zu ückweisen.
Im
Gegen eil:
Ge
ade
ein
e 0 I k s
wi
s c
ha
li
c
he -
leuch e e
Planung
unse e
Sozialpoli ik
leg
uns
zwingend
nah'e,
sie
dezen alisie
und
un e
e -
schiedenen
R,ech skons uk ionen
zu
e wal en.
Hie we den die Vo züge und Ve diens e des Ve siche ungsp inzips
zu ühmen sein. Nich e wa, daß es die allgemeine S aa sbü ge e so -
gung e meide ode un e binde , die b auoh
ga
nich
e s
zu kom-
men, sie is schon da und kann du ch kein Ve siche ungsp inzip meh
hin angehaI en we den. Sie bes eh ein ach da in, daß es unse soziales
Gewissen heu e nich meh zuläß , einen Menschen sich selbs zu übe -
lassen. De nich -ode nich aus eichend Ve siche e
wi d
ja schließ-
lich auch e so g . Abe
j.e
meh die allgemeine S aa sbü ge e so -
gung schon soziale Wi klichkei is ,
um
so meh soll e man
in
de
So-
zial e waI ung wenigs ens noch
die
Fik ion au ech e hal en, daß de
einzelne zu den Leis ungen beizu agen ha , die e emp äng , und
o
allem soll e man sie nach Maßgabe de eigenen Bei äge scha du ch-
s a eln, wo es nu i gend angängig is .
Au
dem
PI
a
ond
ein
e
on
unse ,em
sozialen
Gewissen
heu e
allgemein
ge-
o de en
s aa sbü ge lichen
Mindes e so gung
soll e
sich
eine
in
d i i d u
elle
Du
c h s
a e
I u n g
de
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P o esso D . Macken o h (Kiel)
69
Sozialleis ungen
nach
Maßgabe
eigene
Bei äge
e -
heb
en.
Die Sozialabgaben sind heu e de Sache und Wi kung nach S eu-
e n, und
zwa
S eue n, die
die
un e en Einkommensschich en ela i
s a k
belas en. Da man nun in eine einkommensmäßig so s a k ni el-
lie en Gesellscha wie unse e heu igen nich ohne S eue n au die
un e en Einkommensschich en auskomm ,
muß
man sie psychologisch
agba machen, und
die
einzige Fo m,
in
de
sie agba sind und ak-
zep ie we den, is
die
Fo m de Sozial e siche ungsbei äge,
die
abe
dann auoh ein Meh an Leis ungen
de
ö en lichen Hand e o de n.
Dahe also
die
e s e Fo de ung: Z w
ei
gl
eis
i g k e i
de
Au -
b i n
gun
g
de
M i
e 1
wie
bis
he ,
d.
h.
a
11
ge n
ein
e S e u -
e mi el
plus
spezielle
Bei äge
nach
A
de
bishe-
i
gen
S 0 z i
al
e
s
ich
e
un
g s
bei
ä g
e.
Dann abe schä e e
Du c:hs a elung de Leis ungen nach Maßgabe de indi iduell geleis e-
en Bei äge.
Dazu komm noch ein d i e s
Gel
eis:
s p e z i
eIl
e
Bei
ä
ge
ohne
Gewäh
spezielle
übe leis ungen
in
Ges al
de
Familienausgleichsbes eue ung.
E wa so: Die Zwel-
kind amilie gil als No m und geh aus mi ±
0,
die
in
bes imm en
Al e s- und Leis ungs$chich en da un e liegen
in
ih em Familiens and,
we den übe bes eue ,die da übe
lie,gen,
we den du ch Sozialleis un-
gen zuguns en ih e Kinde en las e . De ganze Sozialau wand kann
aus diese
QueUe,
sowei es
die
Fü so ge ü den Nachwuchs angeh ,
en las e we den. Die Au b ingung is o ganisa o isch möglich übe
den ö en lichen Haushal , dann is es eine A de Bes eue ung, die
nu ausgesp ochen amilienpoli isch ausge ich e is . Denkba sind auch
hil s iskalische Ein ich ungen wie Familienkassen, denen ich eigen lich
den Vo zug geben möch e. Einzelhei en hie zu gehö en nich hie he ,
doch eines is wich ig:
daß
ein
sol
c
he
Fa
m i 1 i e n 1
as
e n
aus-
gleich
dem
Sys em
de
Sozialpoli ik
o ganisch
ein-
gebau
wi d.
3.
Die
Ve
wal
un
g
de
Mi
el
Die Vielzahl on Äm e n, die heu e
die
Mi el e wal en,
ohne'
on
einande zu wissen und ohne au eine einhei liche sozialpoli ische
G undkonzep ion e p lich e zu sein,
muß
au hö en. Das wi d das
wesen liche S ück de Re o m sein.' Hie is noch alles o en, und
die
olgenden Vo sohläge wollen nich meh sein als eine Diskussions-
g undlage.
Zue s soll e
die
g e
sam
e
Ge
s
und
h e i s
e
s 0
gun
gau
s
allen
ande en
Sozialleis ungen
he ausgenommen
und
als
eine
eigene
Säule
zusammen
mi
dem
ö en -
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70
Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
lichen
Gesundhei sdiens
zu
eine
um assenden
ö en lichen
Gesundhei s ü so ge
ausgebau
we -
den.
In
Wi klichkei sind
wi
schon au dem Wege
dazu,alle
noch be-
s ehenden ins i u ionellen Un e scheidungen we den imme meh zu
Fik ionen. Angenommen ein Kind wi d k ank. Is es das Kind eines
in
A bei und Ve diens s ehenden A bei e s, so is das ein Fall on So-
zial
e
sie
he
u n
g,
da es als Familienmi glied mi e siche is .
1s es das Kind eine K iege wi we, so is es ein Fall on Sozial
e -
s 0
gun
g,
is es abe das Kind eine Fü so geemp änge in, so is es
ein Fall on Sozial
ü
s 0 g
e.
Abe abgewickel wi d de Fall imme
übe die O sk ankenkasse, nu nachhe wi d zwischen den T ä'ge n
· e echne . Es is doch die Un e scheidung ganz küns lich: ein k ankes
Kind muß e so g we den, da übe sind sich alle einig, das bes ei e
niemand, und es wi d auch e so g , nu soll e man ·dann
die
o gani-
sa o ischen Konsequenzen ziehen.
De Einbau des ö en lichen Gesundhei sdiens es wi d hie eine um-
assende nach einhei lichen Zielen ausge ich e e
Ge
s
und
he
i
s-
pol
i
i
k möglich machen. Schulzahnp lege, Schulspeisung
u.
a.
gehö-
en als o beugende Maßnahmen zu Gesundhei s ü so ge, genau so
wie die Ve so gung
de
E k ank en.
Die einhei liche Gesundhei spoli ik wi d nich ges ö du ch eine
Vielzahl on mi einande konku ie enden E sa zkassen, Be iebsk an-
kenkassen usw. Im Gegen eil: Wenn eine ö en liche Sozialpoli ik eine
Ge ah un e lieg , so is es die G e a h
ein
e N
i e I I i e
un
g
na
c h u n e
n.
Wi
wollen abe die sozialen Diens e au allen Gebie en
s eige n, und nich s kann dazu dienliche sein als ein We bewe b
dezen alisie e Ve wal ungs s ellen um imme besse e und höhe e
Leis ungen -un e ö en liche Au sich na ü lich, so daß sie ein
Min-
des leis ungsmaß zu hal en haben und nich aus Unwissenhei und Gu -
gläubigkei Kapi al schlagen können. Auch hie wiede da und soll
es
keinem e weh we den, du ch ges eige e eigene Bei agsleis ungen
sich e höh e Ansp üche zu siche n, wenn auch ge ade au diesem Ge-
bie
die
T
end
e n z
sei
n
muß,
das
all
g e m
ein
e N i e a u
schnells ens
sowei
zu
heben,
daß
ü
eine
Du ch-
s a elung
de
Leis ungen
wenig
Raum
bleib .
Dann
bleib
abe
imme
noch
de
We bewe b
um
die
bes-
s
'e
e
Ve
wal
un
gun
dei
ne
Sen
k u n g
de
Bei
ä g e.
Fü
alle üb igen Fälle auße halb de Gesundhei s ü so ge soll e eine
E n I e c h
un
g
na
c h
Pe
so
n e n k
eis
engesuch
we den, de -
a , daß ü einen Pe sonenk eis imme nu eine Sozial 'e wal ung zu-
s ändig is . übe schneidungen on Pe sonenk eisen soll en ausge-
schlossen we den. Das wü de dann zu Folge haben, daß jede nu mi
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P o esso D . Mack!en o h (Kiel)
71
eine Behö de zu un ha , diese ü ihn und sein soziales Schicksal dann
abe auch
in
ollem Um ange e an wo lich is .
Volkswi scha lich is dabei en scheidend die S
ell
u n g
des
ein
z
ein
e n
zu
p o
d u k i e n
Wi
s c h a
.
Soziologisch en -
scheidend is seine S
ell
u n
gin
de
Fa n
i 1 i
e.
Beide Gesich s-
punk e lassen sich gu zu Deckung b ingen. Dahe soll e sich eine
Sozial e wal ung, die sich mi olkswi scha lichem K eislau und
Gesellscha sau bau abs immen will, nach olgenden Gesich spunk en
o ganisa o isch gliede n:
a)
Ein
"j
u
gen
da
m " ode eine S elle,
die
ü alle noch nich ode
noch nich oll ins E we bsleben Einge e enen e an wo lich is ;
hIe sind
die
en sche denden Au gaben ak i e Sozialpoli ik und
Familienpoli ik: Be u sausbildung und En las ung des Familien-
budge s on den Las en de Kinde e ziehung, dazu Fü so ge und
Be euung ü die jugend
in
einem iel um assende en Sinne und
in
einem Ausmaß, das wei übe das bishe Ge ane hinausgeh .
b) Ein
in
seinen Zus ändigkei en e wei e es "A
be
i
sam
", das
die Be ölke ung im oll e we bs ähigen Al e nach Abschluß de
Be u sausbildung zu be euen ha . Hie sind die Au gaben ak i e
Sozialpoli ik: A bei snachweis, A bei sbescha ung -
in
Zusam-
mena bei mi de Wi scha spoli ik
-,
A bei sausgleich und sub-
sidä , und wenn es ga nich ande s geh : A bei slosenun e -
s ü zung.
c)
Ein
"R e n e n
am "
ü die aus dem Wi scha sp ozeß Ausge-
gliede en,
die
Al en und In aliden. Die Au gaben ak i e Sozial-
poli ik e en hie zu ück.
Fü alle d ei Äm e is eine egionale Gliede ung und ein hie a chi-
sche Au bau zu Siche ung eine übe egionalen Sozialpoli ik no -
wendig. Die un e s en Ins anzen soll en ielleich
die
nach dem Vo -
schlag on Aue bach zu bildenden "Sozialgemeinden" sein.
In
ihnen
wi d das Pe sonal ausgebilde und anges ell , das den Einzel all, die
einzelne Familie kenn ; hie wä e ein wei es Feld ü die be u liche
Be ä igung und einen sozialen Einsa z unse e weiblichen jugend,
die
eine be iedigende und
gemäß,e
Au gabe such ,
in
de sie nich nu
GeId e dien , sonde n auch sinn oll ins soziale Ganze eingeglie-
de
is .
Un e sich soll en die Äm e na ü lich auch eng zusammena bei en,
dami ein solches Gegeneinande zu Las en des Ganzen, wie wi es
heu e gelegen lich beobach en können, ausgeschlossen is .
Da ü ein Beispiel:
Wi
haben in Schleswig-Hols einein gu a bei endes
Jugendau bauwe k, das den Jugendlichen, die keine Leh s elle inden, auch
noch eine Be u sausbildung e mi el . Viele Juge udliche, die Anschluß an eine
Familie haben, en ziehen sich ihm, weil sie Alu
und.
Al ü bekommen, zuhause
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78 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
suchungen wie die on He n P o esso Macken o h sind also äuße s
e diens lich; sie soll en abe
in
engs e Fühlungnahme mi den O gani-
sa ionen de A bei e ,
d.
h.
mi den Gewe kscha en, e olgen. De
He
Vo agende ha die gu e Zusammena bei mi den Behö den e wähn .
Ich wü .de es seh beg üßen, wenn eine ähnlich gu e Zusammena bei
auch mi
.den
Gewe kscha en, die e übe haup nich e wähn ha ,
s a ände; hie bei weise ich besonde s au das Wi scha swissen-
scha liche Ins i u de Gewe kscha en
in
Köln hin.
Ob man so wei gehen kann, als Kombina ionsp inzip auch
das
Haushal sp inzip zu e wenden, müß e noch un e such we den. Die
Leu e sind ja ganz übe wiegend nich deshalb
in
Haushal sgemein-
scha , weil sie wollen, sonde n weil sie wegen des Wohnungselends
aus
,den
Haushal en, denen sie an sich längs en wachsen sind, nich
he auskommen (junge e hei a e e
Paa e
usw.).
Im
üb igen wa ne ich
da o , die ganze Angelegenhei un e dem Gesich spunk on bes imm-
en Ausnahme ällen be ach en zu wollen.
P esse
und ö en lichkei
wü den sich mögliche weise au die Einzel älle s ü zen,
in
denen sich
nun a sächlich wegen des Dschungels
de
Gese zgebung und
de
Ge-
schicklichkei on Einzelnen ungewöhnlich hohe Un e s ü zungs en en
e geben können. Die Re o mbes ebungen soll en nich on solchen
Gesich spunk en ausgehen, sonde n da on,
im
In e esse de Ra ionali-
sie ung Doppela bei und Meh acha bei an e schiedenen S ellen zu
e meiden; dann we den auch au oma isch solche Auswüchse, die doch
nu Ausnahmen sind, weg allen.
D . Hänicke (Deu sche Beam enbund, Be lin):
Nach meine Au assung is
de
S andpunk des He n Re e en en,
daß Sozialpoli ik un e Be ücksich igung de gewilI igen S uk u -
ände ungen nu
im
Zusammenhang mi ,de Wi scha spoli ik be ach-
e we den kann, ich ig, abe bei We ung des o ge agenen
Ma-
e ials inso e n ge äh lich, als hie nu bes imm e wi scha spoli ische
E scheinungen he ausgeg i en wu den,
um
sie ü einen Sozialplan
einzeln zu be ach en. Wi müssen uns im In e esse eine gesunden
Wi schai spoli ik auch bei eine du chaus e kennba en G und endenz
eine sozialen Planung allgemein heu e noch .da an e inne n, daß die
Wi scha als Gesam komplex nu a bei en kann, wenn das P inzip
de Ve siche ung -und
zwa
nich nu aus psychologischen G ünden
als An eiz zu A bei -e hal en bleib .
Ich glaube auch nich , daß
die
F age
de
Schwa za bei so ein ach
zu lösen is , wie es nach de Da s ellung des Vo agenden den An-
schein ha . Auße dem müssen die gewal igen S uk u e ände ungen
du ch die En wicklung .de Technik mi be ücksich ig we den '.l n d
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Aussp ache: P o esso Schellenhe g (Be Iin) 79
die s ö enden Ein lüsse undu chdach e gese zliche Regelungen au
ande en Ge:bie en de SoZ'ialpoli ik, wie
z.
B.
beim Kündigungsschu z-
gese z, bei dem wohl de soziale Ta bes and bezüglich des zu Kündi-
genden, abe nich die Belange de Wi scha und dami auch die Be-
lange de A bei nehme selbs be ücksich ig wo den sind.
Zu
F age
de KumulaNon schein an de Au s ellung auch manches
alsch zu sein.
Man
da nich sagen,
es
we de e was kumulie , weil
e schiedene Risiken au einande allen, dem Beispiel de im übe eich-
en Abd uck gezeichne en K eisel olgend. Es is doch dabei nich zu
e gessen, daß hie e schiedene En s ehungsg ünde maßgebend sind,
de en Nich be ücksich igung auch au dem Gebie e des ein Wi scha -
lichen zu unmöglichen Konsequenzen üh .
Man
müß e
z.
B.
auch dann
on Kumulie ung sp echen, wenn de Ve siche e
A.
bei einem Feue -
schaden on de Feue e siche ung den Sachschaden und on de
p i a en K anken e siche ung den Ausgleich ü den Gesundhei s-
schaden
in
seine
ein
e Hand e häl , on eine d ei achen Kumulie ung,
wenn de B ands i e ihm Schme zensgeld zahlen muß.
De K eis de un e A .
131
GG
allenden Pe sonen muß au jeden
Fall aus de Be ach ung
de
Kumulie ung he ausgehal en we den. Hie
handel es sich nach meine Meinung nich um ein ech es Sozialp o-
blem, sonde n um eine poli ische "Panne". Diese K eis kann on
heu e au mo gen wiede .eingegliede we den
in
die no male Exis enz-
bescha ung ohne Gewäh ung on Un e s ü zungen aus dem Soziale a
in Fo m on Ausgleichszahlungen. Ge ade dieses Beispiel zeig ein-
deu ig, daß bei den sozialp og amma ischen E wägungen
des
Vo -
agenden die Auswi kung poli ische E wägungen mi be ücksich ig
wu den, die mi den o wiegend eigengese zlichen E scheinungen de
Sozialpoli ik und Wi scha nich s zu un haben.
Zwa
s ehen Poli ik,
So:cialp og amm und Wi scha in eine un ennba en Einhei , nich
abe pa eipoli ische Eing i e, die au diesen Zusammenhang keine
Rücksich nehmen.
P o . Schelle,nbe g (Be lin) :
Ich möch e zunächs es s ellen, daß ich mich du ch das Re e a
on He n Macken o h nich angeg i en ühle. In de Konzep ion bin
ich ielmeh mi He n P o . Macken o h p inzipiell eine Au assung
da übe , daß die No wendigkei eines Sozialplans bes eh . Ich glaube,
daß man allgemein auße o den lich en äusch da übe is , daß die poli-
ischen Ins anzen die Möglichkei , zu einem deu schen Sozialplan zu
kommen, nich e g i en haben. Es is bekann , daß de deu sche Bun-
des ag sich im
Mä zd.
J.
mi dem An ag au Einse zung eine unab-
hängigen S udienkommission zu He ausa bei ung eines Sozialplans be-
l Siehe S.61
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80 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
schä ig ha , daß
abe
diese An ag noch nich einmal. ü
we
gehal en
wu de,
in
die Ausschußbe a ung zu gehen, sonde n im Plenum e ab-
schiede wu de in Ges al de Einse zung eines Bei a s beim A bei s-
minis e ium, ohne daß sich diese Bei a ,bishe kons i uie ha . Man
muß dahe He n P o . Macken o h auße o den lich dankba da ü sein,
daß
e
hie die Ini ia i e e g i en ha , um
die
Dinge, obgleich sie poli-
isch e sande sind, neu
in
Gang zu b ingen.
In de Bewe ung de o geleg en A bei en und Ansä ze, insbeson-
de e de Kiele E hebungen, bin ich alle dings e was ande e Ansich .
Es kann de Eind uck en s ehen, daß du ch die übe schneidungen des
Sys ems sich Sozialleis ungen e gäben, die
wede
olkswi scha lich
noch sozialpoli isch ge ech e ig sind. Das komm selbs e s ändlich
o , doch is mindes ens das eine on He n P o . Macken o h o ge-
b ach e Beispiel meine übe zeugung nach nich ypisch. Ich habe übe -
haup den Eind uck, daß ·de Vo agende die Dinge
e was
zu
s a k
un e dem Gesich spunk de Ve meidung on Ren enzahlungen an A -
hei s ähig,e be ach e ha . Es schein mi da ü ypisch zu sein, daß de
Vo agende bei de übe schneidung on Pe sonenk eisen die Leis un-
gen ausgewähl ha , die
das
Sys em de gegenwä igen sozialen Siche -
hei an zum Teil A bei s ähige
(AV
AVG,
Ve so gungsgese z, So o -
hil egese z und A .
131)
gewäh . Ich glaube, daß dies nich ypisch
ü die Si ua ion des sozialen Schu zes is , de ypische Fall is de
al
e Mensch. Die No wendigkei , dem al en Menschen, ·de nich meh
a bei s ähig is , du ch die Ein ich ungen
de
Gesellscha eine soziale
Siche ung zu bie en -dies im Sinne de eigenen Konzep ion des Vo -
agenden, nämlich de übe windung des Elends
-,
komm
in
de
A bei on He n P o . Macken o h nach meine Übe zeugung zu ku z.
Auße dem hal e ich das Kiele Ma e ial noch nich Jü ganz beweis-
k ä ig, zumal es in
de
besonde en S uk u Kiels beg ünde is .
De Au assung on He n S ad kämme e Hielsche is zuzus im-
men, daß bei den Fü so geäm e n de exak e Nachweis e b ach we de,
daß de
SO.7)ialbeda i,
de siche ges ell we den soll, o z de
40
%igen
Übe schneidung nich ohne wei e es gewäh leis e is . De Vo agende
ha sich auch nich zu de F age g·eäuße , ob Sozialleis ungen nu nach
dem Fü so gep inzip gewäh we den sollen. Wenn man on "Doppel-
leis ungen" sp ich , is noch nich s
übe
,die
Höhe de Leis ungen
gesag .
In Be lin sind on den 360000 Ren en de Sozial e siche ung e wa
125000 sogenann e Mindes en en
(50,-
DM
ü den Ve siche en,
40,-
DM
ü die Wi we),
d.
h.
Ren enleis ungen, die
im
allgemein~n
so-
ga
un e den Fü so gesä zen Hegen. Ich muß dies e wähnen, weil bei
denjenigen, die sich nich haup am lich mi de Ma e ie beschä igen.
de Anschein
e weck
we den kann, als ob dami e was übe einen zu
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Aussp ache: P o esso D . Sul an (Heidelbe g)
81
g oßen Um ang
de
Sozialleis ung
gesag
sei. Dies
mag
ielleich in
Einzel ällen
ode
in eine 'bes imm en Anzahl
on
Fällen zu e en, es
is
abe
nich ü das
Sys em
des sozialen Schu zes ypisch. Ich s imme
a:be mi dem Vo agenden da in übe ein, daß
das
Sys em
de
sozialen
Siche ung, des sozialen Schu zes und
de
Sozialleis ungen iel
zu
komplizie is und zu
eine
Ve wi ung
ge üh ha , die nich den sinn-
olls en und olkswi scha lich aNonells en E ek gewäh leis e .
Was
die
F age
de
Zen alisa ion
ode
Dezen alisa ion
de
Sozial-
e siche ung be i , so habe ich die Aus üh ungen des Vo agenden
nich ganz
e s anden.
De
Vo schlag,es
solle nich
zen al
o ganisie ,
sonde n
in
d ei
G uppen einge eil we den, nämlich
1.
die Jugend,
2.
die
Gene a ion, die in e we bs ähigem Al e s eh ,
3.
die al e Gene a ion,
wü de
in
de
p ak ischen Ve wi ·klichung eine Sozial e wal ung
zu
eine
Zen alisie ung üh en, die alles
bishe
Bekann e
übe s eig (z. B.
zen ale
Behö de ü die Siche ung des Lebensbeda s
de
al en Men-
schen,
zen ale
S elle, die Kinde beihil en gewäh , und zen ale S elle
ü alle
übe
20
Jah e
al en und im E we bsleben s ehenden Pe sonen).
Abschließend möch e ich
abe
meine
übe eins immung
mi
den
G undgedanken
on
He n
P o . Macken o h e klä en, insbesonde e
in bezug da au , daß
es
die Au gabe
unse e
Zei is , aus den Folgen
des K ieges und
de
Nachk iegszei auch hinsich lich
de
sozialen
Leis ungen gewisse Konsequenzen zu ziehen und sich einmal zu
übe -
legen, wie
man
diesen olkswi scha lich und sozial
bedeu samen
Be-
eich ges al en kann, wie
e
am bes en den Bedü nissen
de
Gegen-
wa
en sp ich .
P o . D . Sul an (Heidelbe g):
Ich habe eine g undsä zliche
F age
zu s ellen -
om
S andpunk e
des Finanzwissenscha le s und Finanz heo e Hce s aus.
Ge ade
weil in
de
g undsä zlichen Sich Finanzpoli ik und Sozialpoli ik übe eins im-
men,
ge ade
weil
es
ebensowenig
wie
eine
"neu ale"
Sozialpoli ik
auch keine "neu ale" Finanzpoli ik
meh
gib und geben kann, weil
auch die Finanzpoli ik (wie es
in
These 1 heiß ) "mi Wi scha und
Gesellscha allsei ig abges imm
we den"
muß, e geben sich Zwei el
an
de
inanzpoli ischen und inanz heo eNschen Gel ung
on
These
2:
"Es
gib
nu
eine Quelle ü allen Sozialau wand: das lau ende Volks-
einkommen."
Rein heo e isch gesp ochen is diese These selbs e s ändlich zu-
e end:
in
eine "Wi scha spe iode" gib es eben
nu
das lau ende
Volkseinkommen als Quelle jedes "Au wandes" (gleichgül ig ob es sich
um den "Sozial"-
ode
den sons igen s aa lichen Au wand handel ),
gib es keine Fonds, wie Mackell o h wiede hol be on e. Abe
d~ese
6
Sozialpoli ik
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82
Die
Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
ein heo e ische
Wi
s c h a s
pe
iod
eis
nie
h i
den
i
s c h
mi dem inanzpoH isch und also inanz heo e isch maßgeblichen F
i-
na
n z j a h . Finanzwi scha lich und inanzpoli isch gib es
seh
wohl
Fonds -und
zwa
heu e so seh , daß man (und
zwa
in e na ional;
de Ta bes and gil nich nu ü die Bundes epublik) on eine Rück-
keh
zu
Fondswi scha sp ich und sp echen muß. Fonds haben es
abe
an sich, selbs ändig, ih em eigen lichen Zweck en emde zu
we den; das gil , wie gesag , 'in e na ional.
Diese Ta sache ha
m.
E. Konsequenzen ü die A gumen a ion
Macken o hs:
E
wies
in
seinem hochin e essan en Re e a au die Dis-
k epanz zwischen de g oßen olkswi scha Hchen Belas ung du ch
die Sozialleis ungen und den ela i kleinen Summen hin, die de ein-
zelne Sozialleis ungsemp änge e häl .
Man
kann
abe
ollkommen on
de
F age
de Zwecken emdung de Fonds absehen. So bleibe es
ollkommen dahinges ell , ob und inwiewei eine de a ige Zwecken -
emdung bei de "So o hil e", die ja
in
die Kiele me hodische Un e -
suchung mi Rech mi einbezogen is , eine Rolle spiel
ode
nich .
Finanzwi scha lich und inanzpoli isch en scheidend is das Vo han-
densein on
Fonds,eben
auch ü
-den
"Sozialau wand", übe haup .
Das heiß mi ande en Wo en: Finanzwi scha lich und inanz-
poli isch gesehen, is These 2 unzu e end; die "Quelle ü allen Sozial-
au wand" is ü diese Sich eben
ni
c h
"nu
das lau ende Volksein-
kommen", sonde n auch die aus ühe en Finanzjah en s ammenden
Fonds. Wie gesag , ein heo e isch gesehen, is die These zu e end;
de G und des Un e schiedes zwischen de ein heo e ischen und de
inanzwi scha lichen und -poli ischen Sich lieg
in
dem Un e schied
zwischen de ein heo e ischen ( o malen) "Wi scha spe iocle" und
dem a sächlichen Finanzjah .
Meine g undsä zliche
F age
an P o . Macken o h geh nun dahin:
E
negie in seine e s en These mi Rech eine "neu ale"
So
z i a 1-
poli ik,
se z
abe in seine zwei en These
im
G unde eine (gleich alls
nich meh exis ie ende!) "neu ale" F i n
an
z poli ik o aus. Wie will
also P o . Macken o h die
de
zwei en These zug unde liegende ein
heo e ische A gumen a ion mi de a sächlichen Ges al ung de Fi-
nanzwi scha und Finanzpoli ik
in
de gegenwä igen Wi scha und
Gesellscha "abs immen"?
D . Albe Wissle (Be lin) :
.
Mi
einem gewissen Zöge n e g ei e ich das
Wo ;
denn
was
ich an-
zudeu en habe, schein nich ganz
zu
Sache zu gehö en, wenigs ens
nich zu Sache, wie sie om Re e en en o ge agen wo den is . Ich
nehme an, daß ein g oße Teil de hie Ve sammel en· nach dem
P o-
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Aussp ache: D . Wissle (Be lin)
83
g amm de Tagung on dem Vo agenden e was ande es
e wa e
ha e, als
wi
zu hö en bekamen. Angekündig gewesen
wa
ein Vo -
ag: Ein neue deu sche Sozialplan.
Was
wi
gehö haben,
wa
jedoch ein
zwa
auße o den lich in e essan e und g ündliche , abe
doch eng beg enz e Vo ag übe einen Plan zu Neuo dnung de So-
zialleis ungen
in
Deu schland. Und -obwohl, wie man sag , sich in
de Beg enzung ,de Meis e zeig -diese Spezial o ag -e wies
m.
E.
wiede einmal, daß man bei alle So g al , ja ge ade in olge eine
Bemühung um le z e G ündlichkei
s a k
ehlgehen kann, wenn man
ein P oblem zu eng s ell ode au ein solches Spezialp oblem nich
wenigs ens on
de
no wendige weise o he zu behandelnden wei e-
en F ages ellung aus zukomm .
Mi
ande en Wo en: Das g oße
P o-
blem eines deu schen Sozialplanes, wie es
die
meis en de hie Ve sammel-
en doch wohl
in
den Tex des Tagungsp og amms hineingelesen haben,
müß e wenigs ens zue s einmal um issen sein,
be o
man ge ah los
das spezielle P oblem de Neuo dnung de Sozialleis ungen behandeln
kann. Und inso e n gehö en also meine k i ischen Beme kungen doch
auch zu Sache, wie sie uns o ge agen wo den is .
Abe dami habe ich auch meinen Einwand gegen die an sich gewiß
höchs in e essan en Aus üh ungen on He n Macken o h schon e -
schöp . Eine gewisse wei e eichende Bedeu ung könn e ihm alle dings
inso e n noch zukommen, als sich ja auch
im
Schoße de Ve einigung,
die uns diese Vo äge und
die
Möglichkei diese Diskussion hie
in
Be lin geschenk ha ,
m.
W. die F age e heb , ob sie sich nich de
u sp ünglichen T adi ion des Ve eins en sp echend wiede meh au
sozialpoli ische F agen
im
enge en Sinne besch änken solP. Wenn mein
Einwand gegen das Gehö e ich ig is , e gib sich die e neinende
An wo au solche Wünsche wohl on selbs . Und so ges a en Sie,
daß ich meinen Einwand noch du ch einige konk e e Hinweise wenig-
s ens
e was
beg ünde. Dabei kann es nich die Au gabe des K i ike s
sein, das, was
e
im
Vo ag des Re e en en e miß e -den G und iß
eines Sozialplans !
-,
selbs zu lie e n. Wie schön
wä e
es, wenn
das
möglich wä e! Abe ich bin ja, wie wohl so iele, gekommen, um be-
gie ig zu hö en,
was
ich leide
ni
c h weiß, abe b ennend ge n wissen
möch e, und um an einem g oßen Gedankenwu i selbs zu le nen.
De Hö e des Vo ags muß e den Eind uck gewinnen, daß
in
dem
o geleg en Plan zu Neuo dnung de Sozialleis ungen alle diese soge-
nann en Sozialleis ungen
im
G unde als gleicha ig be ach e we den
und das Ziel de Neuo dnung da in bes ehen müß e, die gesam e, dem
jeweils Bedü igen zukommende Sozialhil e en sp echend seinen be-
1 Hie an is sei ens des
V.
.
S. nich gedach , sonde n es wi d nu e wogen,
den sozialpoli ischen F agen e was s ä ke e Beach ung
zu
schenken, als
es
länge e Zei de Fall wa . -De He ausgebe .
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Die
Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozial plan
g ünde en Bedü nissen und de Leis ungs ähigkei de Gesam wi -
scha neu zu o dnen, eine in diesem Sinne unnö ige Akkumula ion on
Leis ungen au G und e schiedene Gese ze zu e meiden und dami
die Leis ung -auch e wal ungsmäßig -zu a ionalisie en. Das kling
zunächs
seh
e nün ig. Abe mi einem leich en Schaude n bedenk
man die Konsequenzen: Amdeu Iichs en
we den
sie bei de Behand-
lung de "Sozialhil e" aus dem Las enausgleich, die ja, wenn ich ech
e s anden habe, mi
in
das Sys em hineingebau we den soll. Wenn
mi bei einem Au oun all ein Bein abge ah en wi d, so habe ich einen
Rech sansp uch p i a ech Iiche A gegenübe dem Schuldigen an
dem Un all, de mi meine "Bedü igkei "
ga
nich s zu un ha . Ein
zuge üg e Schaden
wi d
einige maßen e se z . Wenn ich
abe
in olge
de poli ischen und wi scha spoli ischen En wicklung, die doch i gend-
wie die Gesam hei zu e an wo en ha , mein Ve mögen e lo en habe
-ganz
zu ällig
ich,
wäh end
de
Nachba zu ällig alles behal en
ha -,
so e hal e ich Hil e lediglich nach meine Bedü igkei , und
zwa
so,
daß die Summe alle zu ällig mi zukommenden Sozialleis ungen, ge-
messen an jenem Maßs ab, die dadu ch gekennzeichne e Höhe nich
übe s eig . Summum Jus -summa Iniu ia -möch e man aus u en!
Und Beides bleib bei diese " o bildlichen" neuen O dnung, wie sie
de Vo a'gende emp iehl , nun
e s
ech und endgül ig nebeneinande
bes ehen: die En schädigung nach dem Schaden bei p i a ech Iichen
Ansp üchen, nach
de
"Bedü igkei " bei allen ö en lichen! Das is
nu
ein
Beispiel. Ähnlich liegen die Dinge im Ve gleich de Lage des
e a m en Klein-Ren ne s, de ühe seine Obliga ionszinsen e -
zeh e, eine sei s, und dem Besi ze on Ak ien ande e sei s. So könn e
man iele schlagende Beispiele an üh en. Ein solche "Sozialplan"
wä e
eben kein Sozialplan, sonde n ein hoch Quali izie es Flickwe k an
einem Bau, dessen Schäden man ein ach hinnimm und den man
in
seinem So-sein dami
e s
ech sank ionie .
Solche Schäden p oduzie
abe
unse gegenwä iges Wi scha s-
sys em
andaue nd.
We
an den Rand des Sys ems ged äng wi d,
wi d
du ch die Minimal e so gung
de
"Sozialleis ung" au ge angen -und
dami gu ! Das kann nich
de
Sinn eines "Sozialplanes" sein. Also
hä e einem solchen
Plan
zu Neuo dnung
de
Sozialleis ungen wenig-
s ens eine Skizze eines wi klichen Sozialplanes o he zugehen, aus
de he o geh , welche sozialen Nö e man wi klich als unabdingba
hinzunehmen und du ch Sozialleis ungen au zu angen
ha
-
im
G unde
is es nu de Fall des ühzei igen Todes, de die Angehö igen
wi -
scha lich zu e nich en d oh , sowie des Un alls und
de
schwe en
K ankhei ; schon die no male Al e s e so gung
soll
e au ande e
Basis au gebau we den können!
-,
e ne welche du ch die besonde-
en Ve häl nisse unse e Zei beding und dahe einmalige Na u sind
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Aussp ache: P o esso D . Glei ze (Be lin)
85
und meh wie p i a ech liche Schadensansp üche ge egel we den
soll en -und sohließlich welche
im
gegenwä igen Wi scha ssys em
liegen und du ch eine besse e Wi scha so dnung übe haup ennie-
den
we den
könn en.
Man
denke nu da an, welche sozialen Nö e
wi
ni
c h hä en, wenn unse e Wi scha so dnung den Au bau eines be-
scheidenen Geb auchs- und Siche ungs ennögens au b ei e
F on
e -
möglichen wü de!
S a
dessen haben
wi
z. B. soga pe iodisch die
Ze s ö ung eines
seh
g oßen Teiles des Mi els ands e mögens du ch
Ka as ophen, du ch In la ion und "Wäh ungs e onn" und dann
im
Wiede au bau und
in
de Wiede au baukonjunk u die öllig einsei ige
Neu e mögensbildung übe
den
Weg
de
Gewinnbildung, also den
Weg
de
"Selbs inanzie ung", de en Bedeu ung
wi
nun
ja
seh genau
g ößeno dnungsmäßig kennen!
Alle
diese Hinweise lenken den Blick au die unau hebba e Einhei
de Wi scha swissenscha -und au die No wendigkei , einen -
noch so gu en -
Plan
zu
Neuo dnung de Sozialleis ungen
in
den Rah-
men eines wi klichen Sozialplanes und eine kons uk i en Wi scha s-
polWk zu s ellen. -Abe all dies möge den Re e en en nich e en;
e
ha
eben nun einmal sein Thema enge gewähl .
P o . D . Glei ze {Be lin} :
Ich möch e mich au zwei F agen besch änken: Nach de These 2
gib es nu
ein
e Quelle ü allen Sozialau wand, und
zwa
das lau ende
Volkseinkommen. Es is abe cha ak e is isch ü das e gangene
Jah -
zehn , daß hie de Sozialau wand auch aus dem Abbau de sozialen
Subs anz bes i en wu de. Die Sozial e so gung zeh e wäh end des
K ieges an den Vo ä en genau so wie die üb ige zi ile Ve so gung.
Nach dem K iege
ha
sich eine spezi ische soziale Si ua ion e geben,
in
de
die o angegangenen Ve lus e de Sozialsubs anz wiede aus-
zugleichen wa en. Diese Pe iode is heu e noch nich · abgeschlossen.
Es gib heu e noch wei e Be ölke ungsschich en, de en soziale Ge-
äh dung nich
in
de mangelnden unmi elba en Ve so gung beg ünde
is , sonde n in dem Fehlen eines aus eichenden sozialen Pols e s. Hie -
zu möch e ich den Mangel an Haus a und Bekleidung de Flüch linge
und Bombengeschädig en ebenso echnen wie ih e o nu un ollkom-
mene Behausung. Sozialleis ungen, die die soziale Subs anz wiede
an eiche n sollen -und hie zu echnen ebenso die Zahlungen de
So o hil e wie manche Fü so geun e s ü zungen
-,
haben danach eine
ganz ande e Funk ion zu e üllen als Pensionen und ande e Sozial-
leis ungen, die im wesen lichen die egulä e Lebenshal ung zu siche n
haben.
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Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan
Dami komme ich au den Sinn de Kombina ion on Sozialleis ungs-
ällen. Bei de a igen Kombina ionen muß die Funk ion auseinande -
gehal en we den, die die Sozialleis ungen zu e üllen haben. Im üb igen
sind die au e enden Kombina ionen im wesen lichen
nu
das Spiegel-
bild de O ganisa ion
unse e
Sozial e so gung. Sie besagen nich s
übe das Ausmaß une wünsch e und noch wenige
übe
das unbe ech-
ig e soziale Meh achleis ungcl1. Die ü die Au klä ung soziale
Sach e hal e zwei ellos wich igen Kiele S ichp obene hebungen geben
lediglich ein s a is isches Bild. Es
wi d
abe
schon du ch das Ausmaß
de jeweiligen A bei slosigkei
e ze .
Au keinen Fall
abe
lie e
es A gumen e zu de Behaup ung, die gegenwä igen Sozialleis ungen
wä en
g undsä zlich
un e
de Wi kung de Ren enkumula ion zu hoch.
P o . D . Ca l
B inkmann
(Tübingen):
Vielleich können einige ku ze Beme kungen zu Au klä ung de
sel samen Beun uhigung dienen, die die glänzende K eislau analyse des
He n
Macken o l ,
namen lich bei p ak ischen Sozialpoli ike n, he o -
ge u en zu haben schein .
Zunächs
wi d
auch de
He
Re e en zugeben, daß die Elemen e
seine D ei eilung in Konsumumschich ung, In es i ionsminde ung und
S eige ung des Sozialp oduk s ü unse e mode ne geld heo e ische
Ansich inne lich mi einande e bunden sind und daß dahe jede ein-
sei ige Be onung eine de d ei Möglichkei en Bedenken ha .
E
ha
ia
auch selbs neben de P oduk i i ä ss eige ung an Konsumumschich-
ung gedach , wenn
e
das A bei slohnni eau zu Unguns en
des
Ren cn-
ni eaus s eige n will.
Sodann s öß
m.
E.
die " ein ökonomische" Analyse hie übe all
an soziologische G enzen. Da ü will ich nu an
He n
Macken o hs
Äu-
ung e inne n, daß eine Mu e ü ge allene Söhne, Kinde ü den
Ve lu'5 des E näh e s nich mi Geld zu en schädigen seien. Hie übe -
schläg sich, glaube ich, die wi scha liche Logik.
Wenn
das gel en
soll, so müß e jede zi il- ode e siche ungs ech liche Schä zung on
A ek ionswe en und Schäden an Leib und Gesundhei den Boden
e lie en.
Endlich e geben sich auch aus
de
Ta sache G enzen, daß die mo-
de nen Volkswi scha en nich geschlossen, sonde n außenwi scha -
lieh o en und abhängig sind. Das zeig das Beispiel Englands am deu -
lichs en. Hie schein mi doch die Aus e i y wenige eine Umschich-
ung on Obe - und Mi elschich en au die A bei e klasse, als de
Ve such eine allgemeinen Konsumbesch änkung zum Ausgleich de
Handels- und Zahlungsbilanz in dem expo abhängigs en Lande de
Wel
zu sein.
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Schlußwo : P o esso D . Macken o h (Kiel)
87
Die meis en on uns we den mi dem He n Re e en en übe ein-
s immen, daß sie die Un e nehme wi scha e en möch en. Abe
diese Wi scha gleich , wie sein Re e a deu lich gezeig ha , einem
al en Kleide mi lau e Flicken und einigen as p o ozie enden golde-
nen Li zen. Die Zen al e wal ungswi scha de Kommunis en is
dagegen ein ä mliches, abe wenigs ens neues und einhei liches Kleid.
Bemühen
wi
uns auch in de Sozialpoli ik, e was meh Einhei lichkei
in
unse Kleid zu b ingen.
Schlußwo des Re e en en P o . D . Ge ha d Macken o h (Kiel):
Me1ne
Damen und He en!
Ges a en Sie mi zunächs , daß ich
in
de Bean wo ung de ielen
Diskussionspunk e e was auswählend und zusammen assend o gehe,
ohne mich an die zei liche Reihen olge de Bei äge hal en zu müssen.
Zu
den Aus üh ungen on He n D . Wissle kann ich nu sagen:
ich habe a sächlich
nu
einen Sozialplan im o ge agenen Sinne ge-
mein . Ich kann nich die ganze F age
de
Wi scha spoli ik hie noch
e ö e n. Selbs e s ändlich ha diese wei gehenden Ein luß au Anlage
und Ve wi klichung eines Sozialplans, und ich meine, d'iese Be üh-
ungspunk e auch kla gezeig zu haben.
In bezug au die on He n Wissle be ü ch e e Gleicha igkei
alle Sozialleis ungen kann ich
nu
au das e weisen,
was
ich zu
Rango dnung de Ansp üche au das Volkseinkommen gesag habe.
Ich bin de gleichen übe zeugung wie
He
Hielsche , daß die
Sozialleis ungen
im
Einzelnen unzulänglich sind und sie
u.
U.
du ch
Kumulie ung nich zu ägliche wü den.
Mein
A gumen gegen die
heu ige Sozialpoli ik is abe eben -dieses, daß
se
h
ho
h
enG
lob
a 1-
summen
nu
kümme liche
Be äge
im
Einzel all
g e
gen
übe
s
ehe
n.
Die
G
lob
als
u m m e n
we
den
übe
-
haup
nich
e ek i ,
so
daß
die
Kombina ion
on
So-
zialleis ungen
o
no wendig
is ,
um
übe haup
ein
Ex
is
e n z m i n i m u m
zu
e
eie
h e
n.
Es is ein Ta bes and, de
uns on An ang an beun uhig und beschä ig ha . So haben
wi
es uns
zu
o nehms en Au gabe gemach , das,
was
gese zlich es geleg wi d,
in de sozialen Wi klichkei g ei ba und sich ba we den zu lassen,
eben
die
B ü c k e z u s
chI
a
gen
on
de
G e
se
z g e b u n g
zu
sozialen
Wi klichkei .
Was
die F age de Zusammena bei mi den Gewe kscha en an-
geh , so da ich da au hinweisen, daß
die
ganzen P obleme be ei s
aus üh lich mi den Gewe kscha en 'besp ochen wu den.
Meine Damen und He en, ich weiß, daß unse Kiele Ma el"ial nich
ep äsen a i is ü die Bundes epublik. Ich habe das auch nie beab-
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