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Die Berliner Wirtschaft zwischen Ost und West. Die Reform der Sozialpolitik durch einen deutschen Sozialplan. Verhandlungen auf der Sondertagung des Vereins für Socialpolitik in Berlin 1952

Albrecht, Gerhard

Abstract

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Full text

Alb ech , Ge ha d (Ed.) Book Die Be line Wi scha zwischen Os und Wes . Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan. Ve handlungen au de Sonde agung des Ve eins ü Socialpoli ik in Be lin 1952 Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 4 P o ided in Coope a ion wi h: Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion Sugges ed Ci a ion: Alb ech , Ge ha d (Ed.) (1952) : Die Be line Wi scha zwischen Os und Wes . Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan. Ve handlungen au de Sonde agung des Ve eins ü Socialpoli ik in Be lin 1952, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 4, ISBN 978-3-428-44116-7, Duncke & Humblo , Be lin, h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/285506 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. 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Ge ha d Alb ech VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT BERLIN 1952 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Ve handlungen au de Sonde agung des Ve eins ü Sozialpoli ik -Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en in Be lin 1952 Die Be line Wi scha zwischen Os und Wes Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT BERLIN 1952 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Alle Rech e o behal en Ve lag Duncke & Humblo , Be lin-Lich e elde D uck: Be line Buchd ucke ei Union GmbH., Be lin SVV 29 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Inhal s e zeichnis Gus a Schmolle zum Gedäch nis ..................................... 7 Vo mi agssi zung E ö nung und Beg üßung .............................................. 11 Re e a ()n Ka 1 C. T haI h e im: Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes .................... 16 Aussp ache .................... " . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Nach mi ags si zung Re e a on Ge h a d Mac k e n o h : Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan .... 39 Aussp ache .....•... , . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Ve zeichnis de Redne· ................................................ 90 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Gus a Schmolle zum Gedäch nis Anläßlich de Be line Tagung e sammel en sich am G abe Gus a Schmolle s einige Mi - gliede des Ve eins ü Sozialpoli ik, um dessen langjäh igen Men o s zu gedenken. De Vo si zende eh e den Ve ewig en mi olgenden Wo en: In dem Augenblick, in dem de 1948 neu geg ünde e Ve ein ü Sozialpoli ik zum e s en Male sei de le z en Mi gliede e sammlung seines Vo gänge s Ende 1936 wiede in Be lin ag , is es uns eine selbs e s ändliche P lich de Dankba kei , des Mannes zu gedenken, dessen Name mi de En s ehung und den Jah zehn en des Ruhmes des Ve eins unauslöschlich e knüp is . Als An ang ,de 70e J ahTe de Ru nach Zusammenschluß de Männe deu schen Bü ge ums und deu sche Wiss1 el1JScha e ging, denen die Fo de ung des Ein e ens des S aa es ü das Wohl de A - bei e scha eben so seh Sache des He zens wie de Einsich wa , da is es Gus a Sclzmolle gewesen, de die Füh ung e g i . Und e is es gewesen, de in seine in die Geschioh e eingegan- genen Ansp ache am 8. Ok obe 1872 in Eisenach de zu g ündenden Ve einigung die Tau ede hiel und ih das P og amm mi au den Weg gab. Von 1890 bis zu seinem Tode o 35 Jah en ha e den Vo si z des Ve eins ü Sozialpoli ik ge üh . E is ihm wei meh gewesen, als ein s e s p lioh ge eue und klug lei ende Vo si zende , in ihm wa alles das pe soni izie , was dem Leben und Scha en des Ve eins Ziel und Weg ich ung gab und in seinen Un e suchungen und Tagungen Ausd uck and, denen eine s a ke ö en liche Wi kung beschieden wa . Denn ihm gal , wie es Hein ich He kne in seine Regensbu ge Gedäch nis ede au Schmolle ausgesp ochen ha , "de Ve ein ü So- zialpoli ik als das o nehms e Ins umen , das e sich geschmiede ha e, um die sozialpoli ischen Ziele, on denen sein He z e üll wa , im p ak ischen Leben zu Gel ung zu b ingen," Vieles on dem, was e e s eb ha , is längs segens eiche Wi k- lichkei gewo den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 14 E ö nung und Beg üßung ü Sozialpoli ik au dessen Kölne Tagung 1897 den Sa z 'aussp ach: "Das 20. Jah hunde wi d das soziale sein." In welchem Sinne und in welche sohicksalha en, man kann wohl ohne übe eibung sagen, übe die Zukun de Menschhei en scheidenden WeIse das Wi klich- kei we den wü de, was 'e mi diesem Wo e zum Ausd uok b ach e, das e moch e auch ein Schmolle zu eine Zei ela i geo dne e und gesiche e gesellscha liche , s aa liche und poli ische Ve häl - nisse nich zu ahnen. Auch ü die lebende Gene a ion is es n4ch leich , das, was jede ühl , in gesiche en und unan ech ba en Thesen zu assen. Imme hin seien in alle Kü ze und mi den e o de lichen Vo behal en einige wenige und gewiß unzulängliche Hinweise gewag . Als An ang de siebzige Jah e des o igen Jah hunde s de Ve ein ü Sozialpoli ik die Ö en lichkei zu g öße em Ve s ändnis ü die soziale F age au ie , da wa diese noch kaum e was ande es als die A bei e age, und in ih ' handel e es sich noch so gu wie allein um den Schu z de A bei nehme o unangemessene Inansp uchnahme ih e A bei sk a und o den wi scha lichen Unsiche hei en, die sie bed oh en. Die damals au gewo enen F agen haben du ch die Be- mühungen de gewe kscha lichen Selbs hil e und du ch die s aa liche Sozialpoli ik inzwischen ih e im ganzen angemessene Lösung ge- unden. Und dami is die A bei e scha in eine S ellung in de Ge- sellscha hineingewachsen, die eine nich meh in Zwei el zu ziehende Gewäh da ü bie e , daß die Ge. ah en, ,die sie eins bed oh en, ü imme gebann sind. Abe mi de undamen alen Ände ung de S ellung des A bei e s in de Gesellscha ha sich auch seine Ein- s ellung zu den P oblemen ,de Wi scha sges al ung gewandel . So is heu e die A bei e age e was ganz ande es, als sie es bis zu J ah - hunde wende und da übe hinaus gewesen wa . Ih en Ke n bilde das Ve langen nach eine angemessenen Be eiligung nich meh nu an dem E gebnis de Wi scha sleis ung, sonde n an den En scheidungen, on denen de Wi scha se olg abhäng . Dami sind F agen au ge- wo en, de en sachgemäße Klä ung ohne Zwei el die Mi a bei de Vissenscha e o de . Abe die soziale P oblema ik is heu e wenige denn je au das besch änk , was 'So lang,e als A bei e age 'den Haup gegens and de SozialpoH ik gebilde ha e. Die beiden Welk iege haben ie g ei ende Ände ungen de Sozials uk u im Ge olge gehab . Zweimal ha in Deu schland de Zusammenb uch de Wäh ung die ma e ielle Basis besonde s de mi le en Schich en e nich e und Hunde ausende zu Ren enemp änge n deg adie ; eine soziale Deklassie ung g öß en Ausmaßes 'is mi de un e poli ischem Zwang e olg en Zuwande ung on Millionen Deu schen on ös lich de Ode /Neiße-Linie in das e - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Vo si zende P o esso D . Alb ech (Ma bu g) 15 kleine e und g,espal ene Deu schland diese Tage e bunden. Dami sind nich nu die b ennends en sozialen, sonde n ebenso d inglich schwie igs e wi scha liche P obleme au gewo en, de en Lösung au die Daue übe haup die einzige Möglichkei bie e , ,die sozialen Nö e zu :bannen, die dem poli ischen Geschehen in de e s en Häl e dieses Jah hunde s ih e En s ehung e danken. übe allen diesen in ih e Ges al und Bedeu ung deu lich e kenn- ba en Einzel agen s ehen abe solche säkula e Na u , die hie oll- ends nu angedeu e we den können, abe doch mi de F age e - wähn we den müssen, ob du ch sie nich unse e Gesellscha als Nach olge in des al en Ve eins ü Sozialpoli ik au ge u en is , noch einmal meh zu sein, als nu eine de üblichen ach wissenscha lichen Ve bände, indem sie· den Blick de Ö en lichkei au die No wendig- kei zu lenken such , die Lösung de g oßen G und agen ·de Zei in Ang i zu nehmen. Sie bes ehen, wie ich meine, in de Bedeu ung, die das Phänomen de Masse und de Ve massung mi ih e Folge eine lin alle Schich en de GesellschaH wi kenden kul u ellen P ole- a is1e ung e lang ha , und dem Un e mögen, ,diese En wicklung He zu we den. DIeses Un e mögen abe schein mi in de Ta sache seine E klä ung zu inden, daß u lJSe Bemühen um sozialwissenscha liche E kenn nis und ganz besonde s ih e gesellscha spoli ische Auswe - ung nich Sch i zu hal en ,e moch ha mi dem sich übe s ü zenden Fo sch i de Na u wissenscha en und ih ,e Auswe ung in de Technik, die, so segens eich sie sein könn e und in iele Beziehung selbs e s ändlich auch ,is , bishe beinahe ebenso iel Schaden wie Nu zen ges i e ha , weil es ü ih e segens eiche Anwendung an de ech en Lei ung g;e ehl ha und so lange ehlen wi d, wie die soziale E kenn nis unzulänglich und, sowei sie o handen is , meh ode minde uube·ach e bleib . Vielleich sind hioe mi einige de Au gaben anged!eu e , o de en Inang i nahme wi uns nich scheuen soll en, um in eine S unde höchs e So ge um das Schicksal de Menschhei und dami auch un- se es Volkes dem Wi ken unse e Gesellscha eine des E bes, das sie übe nommen ha , wÜI1dige Hich ung zu geben. Geling U llS das, dann dü en wi auch in eine Zei , de en Aspek e düs e genug sind und leide nu allzu iel Anlaß zu p,essimis ische Be ach ung geben, uns zu jenem Op imismus bekennen, mi dem Schmolle seine Rede zum 25jäh igen Bes ehen des V'e ein'S ü SozIalpoli ik beschioß, in- dem e sag e: "Unse e Sache wi d zule z so siche siegen, wie in de En wicklung ·de Menschhei die höhe en Geo ühle übe die nie- d igen, de Ve s and unld die Wissenscha übe die Leidenscha en und In e essen imme wiede ,gesieg haben!" OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 16 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes Ich bi e nunmeh He n Kollegen B inkmann, ü den Vo mi ag die Ve handlungslei ung zu übe nehmen. Nach Wo en de Beg üßung, die He Bundesbe oIImäch ig c Vockel im Namen de Bundes egie ung und He Sena o P o . D Tibu ius im Au age des He n egie enden Bü ge meis e s de S ad Be J.in, D . Reu e , und im Namen des Be line Sena s an die Ve samm- lung ich e e, dank e de Ve handlungslei e , He P o esso B ink- mann, (Tübing,en), dem He n Bundesbe oIImäch ig en Vockel und He n Sena o Pm . D . Tibu illS ü ih e eundlichen Beg üßungs- wo e und e eil e He n P o esso Thalheim das Wo zu seinem Re e a : Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes P o . D . Ka l C. Thalheim (Be lin): Seh geeh e Damen und He en! Die Si ua ion des Be iin on 1952 is eine G enzsi ua ion -nahezu in jedem Sinne, den man Idiesem Wo e beileg'en kann. Sie is es zu- nächs in äumlichem Sinne du ch die heu ige InseIIage Wes be lins und du ch die G enzziehung, die ,die S ad in zwei T'eile eil . Und dIese G enze :am Po sdame Pla z bedeu e seh iel meh als i gend- eine G enze in de wes lichen Wel : sie is auch die G enze zweie poli ische Sys eme, zweie Wi scha s e assungen, zweie Gesell- scha so dnungen, de en Un e schiedlichkei en schwe lich übe schä z we den können. Um eine G enzsi ua ion hand eil es sich abe auch ein ökonomisch inso e n, als Wes be lin, e glichen mi den Wi - scha s äumen de Bundes epublik, au ielen Gebie en de G enz- p ooozen is ,dessen P odukNon 'in olge'dessenkoniunk u ell am meIs en bed oh is . Und on eine G enzsi ua ion können wi schließ- lich auch deshalb sp echen, weil hie sei 1945 imme wiede Si ua- ionen en s anden sind, die den äuße s en Möglichkei en menschliche Exis enz nich e ne wa en. De Mensch in eine G enzsi ua ion is de Mensch, de in beson- de em Maße in eine E n s ehe i dun g g,e'S eII is . Das gal und gil auch ü das Be lin de Nachk iegszei . Ihm au gegehen wa die En - scheidung zwischen Wes und Os ; und diese sonde ba e, spannungs- eiche, ge äh liche, abe ge ade deshalb doch auch wiede eminen mch ba e Si ua ion zwischen Wes und Os is das G undmo i , das imme wiede ,du chkling , wenn man on dem Be lin on heu e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin) 17 sp ich . Die Be line Be ölke ung ha sich en schieden, kla und ein- deu ig; sie ha abe auch nach diese En scheidung gehandel , sie ha ü sie Op e geb ach und Ge ah en au sich genommen. Und sie ha mi diese En scheidung Ta bes ände gescha en, denen man wohl ohne übe heblichkei wel geschich liche Bedeu ung zusp echen da . Be lin wa als ühe e Reichshaup s ad Symbol de deu schen Einhei -das zweige eil e Be lin on heu e is Symbol de deu schen Ze issenhei . Be lin wa ühe eines de s ä ks en Kni zen en de deu schen Wi scha -es is heu e ein No 's andsgelbie gewo den. Das "No op e Be lin" is sinnbildha ü diesen Wandel. WIe kam es dazu? Vie Ta bes ände wu den en scheidend ü den wi scha lichen En wicklungsgang Be lins sei 1945. De e s e diese Ta bes ände wa de ungeheu e Subs anz e lus , den Wi scha und Be ölke ung alle Teile 'de S ad zunächs du ch die Ze!1s ö ung'en wäh end des K ieges, dann du ch di,e Maßnahmen de sowje ischen Besa zungsmach in den e s en Mona en nach K iegsellIde, schließlich, sowei Wes be lin in F age s eh , e neu in den el Mona en 'de Blockade e li en. Neben dem Ve lus de ges'am en Bankgu haben unmi elba nach K iegsende, neben dem Au b auch as de le z en inanziellen Rese ,en de Be- iebe in de Blockadezei wa en wei aus am einschneidends en die Wi kungen de ungeheu en Demon agen, die di,e sowje ische Besa - zungsmaoh du oh üh e; sie wa en un e gleichlich iel g öß,e als in Wes deu schland, seh iel g öße abe auch als in de Sowie zone. Das E gebnis eine Abbaupe io,de on kaum einem Vie eljah wa die as öllige Ve nich ung ,de maschinelien Ein ich ungen eine In- dus ie, die on Gene a ionenau geban wo den wa . An ang Juli 1945, bei Beginn de Vie -Mäch e-Bese zung Be lins, wa en on de maschi- neHen Kapazi ä de Be line Indus ie güns igs en alls 25% e blieben. Ge ade die ü Be lin wich igs en Indus iezweige, wie z. B. die Elek- oillidus ie und die We kzeugmaschinenindus ie - da un e i,ele Be iebe mi wel bekann em Namen und höchs e Bedeu ung ü das Wi scha spo en ial Be lins -, wa en on diese Demon age as zu 100% be o en wOl"den. Dami e lo Be lin die eine g oße Quelle, aus de e wa die Häl e seines Sozialp oduk es s amm e unJd on de die A bei smöglichkei en eines g oß,en T,eiles de Be line Be ölke ung abhingen; die Be line Indus ie (ohne Handwe k) zähl e 1936 574000 Beschä ig e, da on in Wes be lin 324000. Üb ig blieben die Gebäude, o allem abe auch de g öß e Teil de quali izie en A bei sk ä e -dami alle dings de wich igs e S aIlld- .o s ak o de Be line Indus ie, und dies in e s e Linie mach e übe - haup einen Wiede au bau de Be line Indus ie möglich. Abe de .2 Sozialpoli ik OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 18 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes Weg, um di1eses we olle Po en ial wiede nu zba zu machen, is lang und mühsam, und e is bi's heu e noch nich zu Ende gegangen. De zwei e ü Be lins Sch:ic~sal en scheidende Ta bes and is die poli ische und wi scha liche T ennung Deu schlands, 'sein Ze all in zwei Gebilde mi de Tendenz imme s ä ke e Auseinande en wick- lung sowohl hinsich lich de Wi scha ss uk u als auch de Wi - scha so dnung, o allem sei de sepa a en Wäh ungs e o m im Jah e 1948. Dami begann ein e hängnis olle Desin eg a ionsp ozeß, de noch imme andaue und sich im Zeichen des Fün jah planes de Sowje zone soga noch e schä und beschleunig ; eine A bei s- eilung inne halb de gesam deu schen Wi scha , die das E gebnis eine En wicklung on meh ·als einem Jah hunde wa , wi d dami e ns lich g,e äh de . So schme zlich dieS'e P ozeßau bei den Sei en de Zoneng enze wi k , ü keinen ande en Teil Deu schlands is e ,e hängnis olle als ü Be lin, dessen wi scha liche Exis enz -und dami auch die G undlage seines Soziallebens -in seh e heblichem Um ange mi 'diese gesam deu schen A bei s eilung e bunden wa . Denn neben de indus iellen P oduk ion bilde en die D i ,e n s l e i- s u n gen die zwei e en scheidende Säule de Be line Wi scha - und zwa Diens leis ungen ü g an z D eu s chI an d. Sie ha en ü die Ak i sei e de Be line Leis ungsbilanz gegenübe dem üb igen Deu schland annähemddie gleiche Bedeu ung wie die Lie e ungen on Indus iep oduk en. Es handel e sich dabei nich nu um die zen alen Reichs- und p eußischen Behö den mi den ihnen e bun- denen ö en lichen Kö pe scha en und Ins i u ionen e schiedens e A , sonde n nich wenige auch um die G oßbanken und g oßen Ve siche- ungsgesellscha en, -die Spi zeno ganisa ionen -de Wi scha , , zahl- eiche HoldinggeseUscha en und Konze n e wal ungen, um die Fülle kuI u eHe Ins i u ionen mi ielen A bei s- und Ve diens möglich- keikn. Sie alle ha en Be lin 'deshalb als ih en S ando gewähl , weil es Reichshaup s ad und dami ü die Ausübung zen ale Funk ionen am bes en geeigne wa . Eine Sekundä wi kung wa Ide g oße Um ang des F emden e keh s, z. T. auch die S ellung des s a k en wic~eI en G oßhandels. Bei de A bei ss ä enzählung om Mai 1939 en ielen au die Gesam hei de Diens leis ungs unk ionen (ohne häusliche Diens e) nich weni,ge als 1069000 E we bs ä ige, nu 90000 wenige als au Indus ie und Handwe k. 360 000 Menschen a bei en aIJein im Han- del, 175000 in de öUen Iichen Ve wal ung, 173000 im Nach ich en- und Ve keh swesen, 26000 in de Wi soha s- und Sozialo ganisa ion. Be lin wa also nich nu das Zen um des S aa es, iSondem auch Me opole de Wi scha , es e einigi e in !Sich die Funk ionen, die heu e in den USA on Washing on und New Yo k ausgeüb we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin) 19 Die Spal ung Deu schlands bedeu e 'e ü We s be lin den nahezu ölligen Vedus alle diese mi de Haup s ad eigenscha el1bundenen Funk, ionen; dami ,en s anden wi scha liche und soziale P obIeme, die -ande s als ,die Indus ep obleme -un e den heu igen Vo - ausse zungen nich nu schwie ig, sonde n schlech hin unlösba ,sind. In Os be lin dage,gen is die Si ua ion wesen lich ande, s, da !dieses -- wenn auch nich o mal ech lich -Zen ale und Me opole de "Deu - schen Demok aHsehen Republik" blieb und du ch das do he - schende planwi scha liche Sys em de Um ang diese V,e wal ungs- unk ionen im wei es en Sinne soga noch 'gewachsen is . Mi de Nennung ,de Beg i e Wes - und Os be lin haben wi be- ei s d!en d i en de en scheidenden ie Ta bes ände be üh : die Spal ung Deu schlands e uh ih e äuße s e Au gip elung in de Spal- ung de S ad Be lin selbs , die nun zwei e schiedene S ad e wal- ungen ha , zwei e, schiedene Wäh ungen, zwei e schiedene: poli- ische Sys eme, zwei e schiedene Wi scha ssys eme. Die bi,she ige W i scha s ,e lech ung wu de also nich nu zwischen Wes be lin und seinem geog aphischen Hin e land, sonde n auch zwilSchen Wes - und Os be lin gelös . Vo he wa Be lin ein einhei liche Wi scha s- kö pe ; in ie<len Fällen gehö en zu gleichen Un e nehmung Be iebe in beidien "Sek o en". Nun e hiel die ühe öllig i ele an e F age nach dem S ando i n n 'e h alb Be lins Bedeu ung. Dami wu den seh in e essan e aumwi scha liche En wicklungen ausgelös , z. B. de Umzug eines g oßen TeHels de Bekleidungsindus ie (cl'i<e ühe o wiegend im heu igen "Os s'ek o " saß) nach Wes be lin, da:s Ve - schwinden eine eigen lichen "Ci y" und die He ausbildung neue , s ä ke d,ezen alisie e Geschä s- und Ve waI ungsschwe punk e, die Vo nahme indius ielle E sa zin e:s i ionen in Wes be lin zum Ausgleich ü iden Ve lus on o.s be ieben o;de on Be ieben in de Randzone (und ebenso umgekeh die ehen alls au "En lech ung" g,e ich e e In es i iol1spoli ik in Os be lin). Mi de Spal ung de S ad en s anden abe auch seh eigena ige und schwi e ige Wi scha sp o- bleme, die sowohl in Be lin einmalig sind, wie besonlde ls das Schick- salde "Sek o engänge " und das Wäh ungs ge älle zwischen Wes - und Os ma k. De ie e und le z lich en scheidende Ta bes and is die Selbs, - behaup ung Wes be lins als Teil de wes lichen Wel und als Insel mi en in eine kommunis isch behe sch en Umwel , die ih e höchs e Bewäh ung in de BlockaJdez,ei e leb e. Die KOOJSequenz abe wa die as öllige Abschneidung Wes be lins on seinem geog aphischen Hin e land. Heu e is de wi scha liche Ve keh und Aus ausch mi diesem un e gl<eichlich iel ge ing,e als de mi de wes lichen Wel , obwohl die Ve bindungen mi ;diese - 1945 in heu e unbeg ei liche 2· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 20 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes Weise as ohne Ga an ien gelassen - nu übe wenige emp indliche und e le zba e Ne ens änge üh en. Daß diese Selbs behaup ung o zdem möglich wu de und blieb, wa .das E gebnis menschlichen WiUens - e bunden mi den Wi kungsmöglichkei en mode ne Tech- nik, die mi .de Lu b ücke eine Leis ung on wel his o ische Be- deu. ung ollb aoh ha . mese Selbs behaup ung Wes be lins kons i uie e und e möglich e die gesam deu sche Au gabe, die Be lin heu e zu e üllen ha und die im en scheidenden nich ökonomische Na u is . Rein wi scha lich gesehen, kann W,es be lin heu e, nach as öllige Eins ellung des In e zonenhandels, kaum noch B ücke zwischen den heiden Häl en Deu schlands sein -wohl -abe geis ig, poli isch und als B ücke menschliche Beziehungen schlech hin. Zwei häu ig geb auch e Schlag- wo e geben diesen Ta bes and ich ig wiede : Wes be lin als "Schau- ens e de wes lichen W,el " und als "Lzuch u m .de F eihei " ü das sowje ische Besa zungsgebie . Wes be lin ha dami eine wi klich en scheidende Bedeu ung ü die Au ech e hal ung des Wide s ands- willens gegen ein Sys em, das den Pe sönlichkei sgedanken und die menschliche F eihei und Selbs bes immung, dami übe haup die G undlagen abendländische Exis enz und Gesi ung e nein . Es is abe auch as die einzi&1e noch e bliebene ,Klamme zwischen de wes lichen und de ös lichen Häl e Deu' schlands. Diese Dinge muß en auch in einem Vo age mi wesen lich ökono- mische Zielse zung gesag wenden; denn in de E üllung seine ge- sam deu schen Au gabe, die da übe hinaus eine gesam eu opäische Au gabe, ja eine Au gabe ü die we!s liche Wel schl'eoh hin is , lieg die ,en scheidende Be ech igung ü Be lin, Hil eleis unglen des Wes ens in he äch lichem Um ange in Ansp uch zu nehmen. In olge de da - ges ell en ü ch e lichen Dezimie ung, ja as Ve nioh ung de ühe en Wi scha sg undlagen konn e und kann We s be lin o z e ns es e Bemühungen aws eigene K a allein nich leben. Das abe bedeu e auch eine Ge äh dung seine Au gabe, dem Os en die Vo eile de wes lichen Wi scha s- und Lebens o m unmi elba o Augen zu üh en. Diese Au gabe kann nich nu du ch 'besse ,e Ve so gung de Menschen gelös we den; sie umschließ ebenso auch die Siche ung de A bei smöglichkei en -dies um so meh , als ja ge ade das ös - liche Sys em (wenn auch du chaus nich imme mi Rech ) als wesen - lichen Vo eil seine Wi scha so dnung di-e gesiche e Vollbeschä i- gung ins Feld üh . In lei z e e Beziehung is nun die g oße Ge ah und das z-en ale P oblem Wes be lins, daß du ch die oben da ge- s ell en En wicklungen wei meh A bei splä ze e lo engingzn, als gleichzeI ig Menschen aus Wes be lin abwande en. Die Wi scha s- poli ik Wes be lins in den le z 'en d ei Jah en s and deshalb en schei- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin) 21 dend un e dem Zeichen des Kamp es um ·zusä zliche Beschä iglmgs- mögliohkeil en, um neue und gesiche e A bei splä ze; und das wi d auch noch ü 'die kommenden Jah e gel en. "Be lin zwischen We's und Os " is deshalb die kennzeichnende Cha ak e is ik de besonde en, wel geschich lich einmaligen heu igen Si ua ion diese S ad : kennzeiohnend ü ih e besonde e Au ga b e, kennzeichnend abe auch ü die P obleme, :mi denen si1e zu kämp" en ha . Diese P obleme sind au c h ,abe keineswe~s nu äumliche Na u . Nich seI en kann man. besonde s on ös liche Sei e, hö en, die wich igs e Wu zel de Be line Wi scha snö e läge in de Ab- schneidung de S ad on ih em "na ü lichen Hin e land." Da an is selbs e s ändlich iel Rich iges; abe wi klioh en scheidend is diese Ums and allein nich . Eine genaue e Analyse ·de Wes be line Si ua- ion zeIg , 'daß das geog aphische und das wi scha liche "Hin e land" eine S ad nich iden isch zu sein b auchen und daß sie es im allge- meinen um so wenige sein we den, je g öße die S ad is . Sel'hs e - s ändlich spiel e das Gebie de heu igen Sowje zone, ebenso wie z. T. auch die ,deu sohen Os gebie e ös lich de Ode -Neiße-Linie, als Be- zugs- und Absa zgebie ü W:es be lin eine ech wich ige Rolle, und selbs e s ändlich wa ein Teil de wi scha lichen Leis ungen Be - lins egional gebunden und beding . Abe ü den übe wie.genden Teil seine wi scha liohen Leis ung wa das wi scha liche Hin e land Be lins schon ühe ganz Deu schland, da übe hinaus de V'el ma k . Schon die oben behandeHen Diens leis ungs unk ionen wa en au s engs e e bunden mi de Haup s ad eigensoha , sie wa en also übe - wieg,end Diens leIs ungen ü ganz Deu schland. Demgegenübe bjl- de en,die egional gebundenen Diens leis ungen, die sich z. B. aus de S ellung Be lins als Si z de Ve wal ung de P o inz B andenbu g e gaben, 'den wei aus kleine en Teil. Besonde s s a k wa die egio- nale Bindung an das "geog aphische Hin e land" beim G oßhandel, de in olgedessen auoh du ch die e ände e Lage seh ha ge o en wo ,den is . Auch bei den ühe en Bezügen Be lins lag das wi scha liche Schwe gewich nich aUein bei ,dem geog aphi'schen Hin e land. Die heu ige sowje ische Besa zungszone wa wohl Haup lie e an bei leich el1de blichen Nah ungsgü e n (z. B. Milch), abe keineswegs bei de Meh zahl de Nah ungsgü e ; bei anspo kos ell'emp indlichen Massengü e n (besonde s Rohs o en), wie z. B. Baus oUen und Holz, abe keineswegs auch bei einigen ü die Be line Induis ie e s angig wich igen Ma e ialien, z. B. Eisen, S ahl und Walzwe kse zeugnissen sowi'e Tex il ohs o en. Auch beim Absa z de in Be lin he ges ell en Indus ie'gü e wa die egionale S euung so g oß, daß dem geog aphischen Hin e land OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 22 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes eine zwa wich ige, abe nich e s angige Bedeu ung zu iel. Na ü lich gab es einige Be line Indus iezweige, ü de en Absa z die heu ige sowje ische Besa zungszone (und di'e Os gebie e) en scheidend wa en -es sind kennzeichnende weise ge ade diejenigen Indus Iezweige, die inden le z en Jah en am schwe s en wiede au (He Beine gekommen sind, weil ü sie na ü lich die E schließung neue Mä k e am schwie- igs en wa . A!be ge ade bei ,dien wich igs en Wes be line Indus ie- zweigen wa Ide Absa zan eil de Os gebie e nich ,g öße , in einigen Fällen ~oga e heblich ge ingle:- als ih Be ölke unglSan eil, wie die E gebnisse eine Un e suchung zeigen, die o einigle Zei un e meine Lei ung on de Volkswi scha lichen Ab eilung de Be line Zen albank du chge üh wu de. Danach e eil e sich z. B. im Jah e 1936 de Absa z ,des Be line Maschinen- und App:a a ebaues olgen- de maßen: Heuüge Bundes epublik . . . . . . . . . . . 31 0/0 Expo (haup Sächlich nach dem wes lichen Ausland) 26 0 /0 Heu ige Sowje zone und Os deu schland . . . . 23 0 /0 Be line Pla zabsa z . . . . . . . . . . . . 20 0 /0 Bei de g öß en und wich igs en Be line I11Idus ie, de Elek o- indus ie, die a:Uein 147000 Menschen beschä ig e und einen P oduk- ionswe on übe 1 M 1d. RM he o 1b ach e, sowie bei den ,eben alls seh wich igen Indus ien de Feinmecbanik und de Bekleidung wa die Absa z e eilung die olglende: Heu i2'e Heu i e Sowje · 'Bundes epublik zone und Os .. Expo deu schlaDd in O o Elek o echnik 45 20 13 Feinmechanik/Op ik 44 24 19 Bekleidungsindus ie 50 26 10 Diese Zahlen z,eigen deu lich, 'daß ge ade bei den wich igs en Be - line Indus iezweigen de An eil des "Wes absa zes" im heu igen Sinne e wa ,doppel so hoch wa wIe de An eil dies "Os absa zes". Wenn also die Wes be line Indus Ie in den le zl en Jah en ih e Ab- sa zbemühull'gen aUl die Mä k e de heu igen Bundes epublik und die Expo mä k ,e 'de wes lichen W,el konzen ie en muß, e, so handel e CIS sich 'dabei nich um Iden Ve such, öI1i.g neue Mä k e zu gewinnen, sonde n um die Wiede he s ellung eines Zus land~s, de ühe einen selbs e s äIlidlichen u11!d wesen lichen Teil de g'esam deu schen Wi - scha s e lech ung ausmach e. T o zdem wä e es na ü lich sinnlos, bes ei en zu wollen, daß die Abschnü ung Wes be lins on de heu igen sowje ischen Besa zungs- zone (und ebenso auch de Ve lus Obe schlesiens o allem als Koh- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin) 23 lenlie e an und de üb igen Os gebie e als Ag a übe schußgebie e) in meh als eine Hinsich ü seine Wi scha seh unangenehme Folgen ha . Au di'e Wi kung ü diejenigen Indus iezweige, ,die ühe ih en Haup ahsa z im "Hin e land" ha en (z. B. wich ige Zweige de chemischen Indus iie) und ü den G oßhandel habe ich be ei s hin- gewiesen. Ebenso bedeu en die e höh en T anspo kos en beim Bezug bes imm e E ~eugnisse aus Wes deu schland, ,die ühe aus Mi eI- ode Os deu schland bezogen wu d~n, z. B. Milch, Ka o eln, B aun- kohlenb ike s, Holz, Bauma e ialien, bes imm e chemische G und- s o e, eine ühlba e Ve eue ung de Be line P oduk ion bzw. des Konsums. Die Wiede he s ellung de deu schen Wi scha seinhei , schon ,abe auch die Wiede belebung des In e zonenhandels in einem e nün igen Um ange könn e also -ganz unabhängig on He lins S ellung als Haup s ad - in meh als einem Punk e die Wes be line Si ua ion e leich e n. Die bishe igen E ah ungen mi dem In e zonenhandel wa en alle - dings ü Wes be lin -sowei es die Absa zsei e anbelang - ech ne'ga i : die Bezüge 'des sowje ischen Besa zungsgebie es blieben wei hin e dem ~u ück, was o gesehen und -wenn auch nich es los e bindlich' - e einba wa . Ohne Zwei el handel e es sich dabei um ein seh bewuß es Wollen de ös lichen Mach habe : sie haben keine lei In e esse, du ch e meh e Bezüge aus Be lin zum Abbau de A beHslosigkei in Wes be lin beizu agen, dessen Wei e exis enz als Teil de eien Wel mi en im kommunis ischen He scha s aum ü sie ein P ahl im Fleische schlimms e A is . Eine wi schaUlich~ Hil e ü Wes be lin du ch ,die sowje ische Besa zungszone gäbe es nu un e eine BedJing>ung: öllige Eingliede ung in das ös liche Sys em kollek i is ische Planwi scha . Das abe wü de eine Senkung de Lebenshal ung und des Wi scha sni eaus au das nied ige Ni e'au de Sowi-e zone bedeu en. U1lJd iel schlimme noch: dem . e lus de wi scha lichen Selbs ändigkei wü de seh bald auch de Ve lus 'de menschlichen und poli ischen F eihei olgen -ge ade das Schicksal also, gegen das sich die gesam e Be ölke ung Wes be lins bishe un e schwe en Op e n und mi einem hohen Maße indi iduelle TapIe kei geweh ha . Die ande e mögliche Al e na i e blieb also nu ,de engs e Anschluß an den Wes en, d. h. also in e s e Linie die Bundes epublik, abe auch die üb ige wes liche Wel übe haup , de en Teilnahme an de Be- se zung Be lins allein den Bes and diese S ad als eines eien Ge- meinwesens e möglich ha . Diese In eg a ion wa das Ziel, das sei de Wäh ungs e o m on allen Ve an wo lichen mi un e ände e Zäh~gkei e olg wind. Manche Ho nungen, die in di,ese Rich ung au nich ökonomischem Gebi,e geheg wu den, sind geschei e : die Scha - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 30 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes zige Weg angesehen, das p imä e Einkommen zu s eige n. Als anzu- s ebende und möglich e scheinende Ziele wu den eine V,e d ei achung de Indus iep oduk ion im Ve gleich wm S and on Mi e 1950 und eine annähe nde Ve doppelung de ;ndus iellen Beschä ig enzahl be- zeichne . Le z e es wÜl1de eine Zunahme de Indus IebeschäWg en (gegenübe dem S and om Somme 1950) um und 150000 bedeu en, womi ih e Gesam zahl noch nich wiede ganz 'den S and on 1936 e - eich hä e; de Long-Te m-Plan e wa e e -au G und de beson- de en Ve häl nisse in Be lin hie seh o sich ig o gehend - on eine Zunahme de indus iellen Beschä ig enzahl um 150000 ein Wachs um de Beschä ig enzahl in ande en Be eichen um 50000. Die Ve wi klichuI1Jg diese Zielse zung,en, die nach Meinung de Ve asse des Long-Te m-Planes güns igs en alls in einem Zei aum on ie Jah en möglich is , wü de zu ,einem annähe nden Ausgl eich de Leis ungsbilanz und ·des ö en lichen Haushal s on Wes be lin üh en. Um dieses Ziel zu e eichen, müssen aIlel'ldings bes imm e nich ein ache Vo ausse zungen e üll sein. Die in Weis deu schland selbs einge e enen s uk u ellen Wandlungen, z. B. de s a ke Ausbau de Elek oindus ie, abe auch de zei weilige Ve lus de Mä k e' im sowje ischen Besa zungsgebi,e und in den Gebie en ös lich de Ode - Neiße-Linie e bie en es, die ühe e Be line Indus ies uk u ein ach wiede he s ellen zu wollen. Eine Beschä ig enzahl on und 300000 in de Indus ie kann nu e eich we :den, wenn neue P oduk ionen in Wes be lin ansässig gemach we den. Das is be ei s in eine Reihe on Fällen geschehen, und Be iebe, di,e aus ,de sowje ischen Be- sa zungszone bzw.aus Os be lin zugewande sind, haben da an einen wesen lichen An eil. Die gelegen lich zu hö ende Behaup ung, in Wes - be lin he sche eine "In es i ionsmüdi'gkei ", wi d bishe du ch .die Ta sachen nich bes ä ig ; eis is abe keineswegs ausgesch10ssen, daß bei konjunk u ,elle S agna ion im Wes en und dadu ch e inge e bzw. nich wei e s e gende Absa zmöglichkei ein solches P oblem aus eichende In es i ionsbe ei scha ü die Wei e üh ung ,des Be - line In es i ionsp og amms a sächlich ,en s ehen kann. Nich wenige wich ig is deshalb die So ge ü aus eichenden Ab- sa z de Wes be line IndU's iee zeugung. So e eulich di,e bishe igen E olg,e inde Wiede gewinnung on Mä k en in de BUI1Jdes epubIik und im Expo sind, so können sie doch ü das no wendige wei e e Wachs um de Wesube line IncLus iep oduk ion keines alls genügen, und de Rückgang des Au agseinganges in den le z en Mona en muß deshalb als ein du chaus e ns es Symp om angesehen we den. Daß Wes be lin in seine heu igen Lage in meh als ,eine Hinsich ungün- s ige S ando s o ausse zungen besi z , wi d aus meinen bishe igen Aus üh ungen' kla gewo den sein, ebenso abe ho en lich auch die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Re e a P o esso D . Ka l C. Thalheim (Be lin) 31 No wendigkei , wi scha lich wie poli isch die Be line Posi ion nich nu zu hal en, sonde n zu 'e s ä ken. Hie handel es sich um ,eine Au - gabe, die ih em Wesen nach allein mi no malen ma k wi scha lichen Me hoden nich gelös we den kann, de en poli ische Bedeu ung abe auch ein ~bgehen on diesen Me hoden ech e ig . Die besonde en Schwie igkei en Wes be lins können nu übe wunden we ;den, wenn ihm gewisse "P ä e enzen" au den wes lichen Mä k en zuges anden we den, wie das z. B. du ch die Umsa zs eue ück e gü ung beim Ab- sa z Wes be line E zeugnisse in de Bundes epublik e olg eich ge- schehen is . Die gegenwä ig es zus ellende Ve langsamung de Au - iebsk ä e zwing zu e ns ha e übe legung, mi welchen Me hoden ein Ausbau de a ige P ä e enzen möglich e schein . Daß neben de wei e en Be ei s ellung on In es i ionsmi eln auch die aus eichende Ve so gung mi nich i')U eu en ku z is igen und o allem mi el is igen Be iebsk edi en seh wich ig is , soll wenigs ens ku z e wähn we den; hie übe wi d ielleich in de Aussp ache on sach e s ändige Sei e noch meh gesag we den. Ich ho e, ,dami ein einige maßen e s ändliche,s Bnd on de Eigen- a de heu igen wi scha lichen Si ua ion Wes be lins und on den K ä en, die sie bes immen, gegeben zu haben. Noch einmal sei zum Schluß be on : Be lin kann die wel his o ische Au gabe, die ihm als Vo pos en de eien Wel in ,dem om Kommunismus behe sch en Gebie zuge allen is und on de en Lösung ohne Zwei el En schei,den- des abhäng , nu e üllen. wenn es auch wi scha lich gesund wi d. Dazu gehö o aUem die übe windung de A bei slosigkei und die Scha ung eine aus eichenden Zahl on A bei splä zen. Aus eigene K a kann Wes be lin in seine heu igen Lage dies nich e eichen; es is au die Un e s ü zung des Wes ens angewiesen. Die besonde e S ellung und Au gabe, die Be lin als "S ad zwischen Wes und Os " besi z , gib ihm das mo alische Rech au diese Un e s ü zung, de en Bedeu ung wei übe den ein wi scha lichen Be eich hinausgeh und ü die Wiede he s ellung de deu schen Einhei on en sche dende Bedeu ung is . P o . D . B inkmann (Tübingen): Ich danke He n Kollegen Thal- heim ü sein eind ucks olles Re e a und e eile zu Einlei ung de Diskussion He n D . G ünig das Wo . D . F. G ünig (Be lin) : Ges a en Sie mi als Mi e asse de als "Be line Long e m- Plan" bekann gewo denen Denksch i , einige zahlenmäßige E gänzun- gen zu den Aus üh ungen des Vo agenden, mi denen ich in jede Beziehung übe eins imme, zu geben. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 32 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes Wi e olgen in Be lin die gesam wi scha liche En wicklung an Hand des zunächs in den angelsächsischen Lände n einge üh en, abe nunmeh in e na ional allgemein e b ei e en Sys ems de .. Volks- wi scha lichen Gesam echnung" (Na ional Accoun s). Diese - in Be lin ie eljäh liche -Rechnungslegung e laub es, die G öße und Ve wendung des Soz~alp oduk s und seine Bes and eile, e ne die Einkommensbildung, die Vo gänge au dem Geld- und Kapi alma k usw. in ih en Zusammenhängen lau end zu e olgen. Das Wes be linel' Sozialp oduk (Ne osozialp oduk zu Ma k - p eisen) belie sich den jeweiligen We en nach im Jah 1949 au 2,8 M d. DM, im Jah 1950 au 3,5 M d. DM, im Jah 1951 au 4,2 M d. DM. Diese gewal ige Au wä sen wicklung im Ausmaß on 25 bzw. 20 . H., jeweils on Jah zu Jah ge echne , muß zwei ellos als auße o den - liche E olg de Wes be Hne Wi scha gewe e we den, auch wenn man e was .. Wasse in den Wein" gieß und die P eisbewegung in Be ach zieh : die P eise sind nämlich bekann lich bis in die zwei e Häl e des Jah es 1950 hine'in gesunken, danach abe - im Zusammen- hang mi de Ko ea-Hausse -um so meh ges iegen. P eisbe einig e - gib sich da bei olgendes Bild: Sei de endgül igen Wäh ungsums ellung im F ühjah 1949 be ug die eale S eige ung des Sozialp oduk s ~m Jah 1949 17 . H., im Jah 1950 28 . H., im Jah 1951 abe nu 6 . H. Die Zuwachs a e ha sich im lau enden Jah soga noch wei e e inge . Die En wicklung de Wes be line Wi scha lie dabei mi de wes deu schen Wi scha s- en wicklung nahezu pa allel bei alle dings iel nied ige em Ni eau (wes deu sche indus ielle P oduk ionsindex im Mä z 1952 = 136. Wes be line indus ielle P oduk ionsindex im gleichen Mona nu 49; Basis jeweils 1936 = 100). Bei diese Sachlage da sich Wes be lin mi eine jäh lichen Zu- wachs a e des Sozialp oduk s on 6 . H. (ode ielleich soga noch da un e ) keines alls zu ieden geben. Die Hil sbedü igkei Wes be - !ins und de nied ige Lebenss anda d de Wes be line Be ölke ung wü de sons au lange Zei hinaus e ewig we den. Vielmeh müssen Mi el und Wege ge unden we den, um de Wes be line Wi scha ein schnelle es Wachs um und dami eine allmähliche Angleichung an das wes deu sche P oduk ionsni eau zu e möglichen. Vo allem könn e du ch eine noch g öße e Be ei scha de wes deu schen Wi scha und des Auslands als bishe , Wes be line Wa en au zunehmen, die Wes be line Wi scha slage auße o den lich ,e besse we den. Ins- besonde e wÜl1dedu ch solche zusä zlichen Au äge das De izi de Be line Leis ungsbilanz e minde und dami de Zuschußbeda de Wes be line Wi scha en sp echend he a:bgese z we den können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Aussp ache: D . G ünig (Be lin), P o esso Meimbe g (Be lin) 33 P o . D . Meimbe g (Be line Zen albank, Be lin) : Die Aus üh ungen -des He n Re e en en möch e ich in zwei Punk- en noch e was e gänzen. Zu Bildung des Ku ses d-e Os ma k im Ve häl nis zu Wes m a k wä e noch zu beme ken: Viel ach ha übe - aschung he o ge u en, daß de We de Os ma k als Folge de wiede hol en P eissenkungen in den HO-Läden nich s ä - ke ges iegen is , zumal zu gleichen Zei die P eise in de Bundes egie ung einschJi.eßlich Wes be lin:s ges iegen sind. Dieses Phänomen läß sich o allem mi olgendem e klä en: Fü die Bildung des Ku ses -de Os ma k im Ve häl nis zu Wes ma k is nu ein e - häl nismäßig schmale Teil alle P eis ela ionen on Gü e n und Diens - leis ungen in Os und Wes on Ein luß. Fas öllig ·aus allen bei de Ku sbildung die P eise bei den zahl eichen P oduk ions- und Konsum- gü e n de sowje ischen Zone, welche bewi scha e sinJd ode die aus ande en G ünden on Wes be line n ode We,s deu schen nich begeh we den ode begeh we den können. Diejenigen Gü e des Os ens, die om Wes en he e wo ben we - den können, sind in de Ta o mals im P eis gesunken; häu ig is die Nach ageelas izi ä abe nu ge ing. Sowei sich -die Nach age om Wes en he e höh ha , wu de ih e Wi kung au den Os ma kku s du ch eine gleichzei ige Zunahme de Nach age nach wes lichen Gü e n wei gehend kompensie . Diese Zunahme läß sich 'dami e klä en, daß. die Ve besse ung de Lebenshal ung im sowje isch bese z en Gebie dazu ge üh ha , ,daß die Be ölke ung au G und de Senkung de P eise ü Gü e des elemen a en Beda s nunmeh einen g öße en Teil ih es Einkommens ü Gü e des gehobenen Beda s ausgeben kann. Inden HO-Läden sind Gü e des gehobenen Beda s abe en - wede ga nich O'de nu in n!ede e Quali ä zu haben. So komm es, daß -die Be ölke ung des sowje isch bese z en Gebie es meh Quali- ä swa en in Wes be lin einkau als in den zu ückliegenden Jah en. Bei de W ü d i gun g -d e So z i a 1- und Wi s c h a s - p o b le n ein Wes b e I i n könn e ge ag we den, ob nich de billigs e und auch poli isch bes e Weg ü eine S abilisie ung de Ve - häl ni,sse in Wes be linda in bes ünde, 100000 bis 200000 A bei slose mi ih en Familien nach dem Wes en umzusiedeln. Gegenübe diese Möglichkei gib es abe en scheidende Einwände: 1. De g öß e Teil de Wes be line A bei slosen en äll au unge- le n e A bei e , au ehemalige Anges ell e in o ge ück em Lebens- al e und au nich oll E we bs ähige. Insowei bedeu e e eine Um- siedlung ü die Bundes epublik abe keine E leich e ung; denn diese Pe soneng uppen wü den in Wes deu schland en we'ue Emp- 3 Sozialpoli ik OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 34 Die Wi scha Be lins zwischen Os und Wes änge ö .en liche Un e s ü zungen, Ren en usw. sein ode als wei - gehend unwillkommene Konku en en au dem A bei sma k au - e en. Ih Weggang on Be lin wü de auch ungüns ige Rückwi - kungen au gesunde Wi schaHszweige, wie z. B. Einzelhandel und Handwe k, haben. Von de Möglichkei eiwilligen Umzuges machen im üb igen nu wenige Geb auch. 2. Sowei es sich um oll a bei s ähige A bei slose handel ode um Jugendliche, de en Ein i in den A bei sp ozeß be o s eh , is zu bedenken, daß die E hal ung Wes be lins als ein Zen um wes - lichen Lebens auch wi scha liche Ak i i ä e o de . Dem wide - sp äche es, wenn de An eil de oll a bei s ähigen Be ölke ung an de Gesam be ölke ung noch übe das schon geschehene Maß hin- aus geschwäch wü de. Schon je z is diese An eil als Folge des K ie,ges und de E eignisse in den Nachk iegsjah en ge inge als in Wes deu schland. Ein gewich ige Gesich spunk in diesem Zusammenhang is auch, daß jede Umsiedlung g öße en S ils und auch jede o gani- sie e Abzug on Facha bei e n ode Facha bei e nachwuchs psycho- logische Konsequenzen haben wü de, die ih e sei s be äch liche wi scha liche und poli ische Auswi kungen haben müß en: Viele Bewohne Wes be lins ode Wes deu schlands wü den in eine solchen Umsiedlung eine P eisgabe ode doch emp indliche Schwä- chung de Poli ik de Behaup ung Wes be lins sehen. Das abe wü de in Wes be lin e'inen Sch ump ungsp ozeß auslösen, de jeden alls wei übe das Maß hinausginge, das sich unmi elba aus de Umsiedlung 'e gib . Nich eine Ve inge ung, sOll,de n eine Ve - meh ung des An eils de a bei s ähigen Be ölke ung in Wes be lin is das Gebo de S unde. Aus diese Einsich he aus is das Bemü- hen um Zunahme de Zahl daue ha e A bei splä ze de Lei sa z de in Wes be lin be iebenen Wi scha s- und Finanzpoli ik. Schlußwo des Re e en en P o . D . Ka ! C. Thalheim (Be lin) : Die E gänzungen, die in de Diskussion gegeben wu den, haben das Bild, das ich in meinem Re e a zu zeichnen e such e, be eiche und e eine . Sie dü en abe auch gezeig haben, daß die Sachkenne in de Beu eilung de Lage und de Möglichkei en Wes be lins hin- sich lich de wesen lichen Punk e seh wei gehend übe eins immen. Wi alle hie sind seh dankba da ü , daß de Ve ein ü Sozialpoli ik du ch seine Tagung in Be lin mi dazu bei äg , daß die Kenn nis diese in ih en U sachen und ih e Ve lech ung nich imme leich zu du ch- schauenden Ve häl nisse auch in de Bundes epublik zunimm . Gewiß wi d eine olle Lösung de heu igen Be line P obleme e s du ch die Wiede e einigung Deu schlands möglich we den; ande e sei s we den OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Schlußwo : P o esso D . Thalheim (Be lin) 35 abe auch die wes deu schen Besuche diese Tagung on hie ho en - Hch das Bewuß sein mi nehmen, daß Be lin auch in ein wi scha liche Beziehung kein "Faß ohne Boden" is , daß du ch eine wei e e In en ... si ie ung de wi scha lichen Beziehungen zwischen dem Wes en und Be lin das ma e ielle Fundamen diese S ad wesen lich e s ä k und e b ei e we den kann und daß dies im Hinblick au die Au gabe, die Be Hn heu e nich nu ü Deu schland, sonde n auch ü ganz Eu opa, ja ü die gesam e wes liche Wel zu e üllen ha , eine unbeding e No - wendigkei is . De Wille, du ch eigene Leis ung zu einem Höchs maß on Lebens ähigkei aus eigene K a zu gelangen, is allen Wes be li- ne n gemeinsam; abe du ch die gegenwä igen Ve häl nisse sind allen diesen eigenen Bemühungen Be lins G enzen gezogen, die nu du ch die in ensi e Un e s ü zung des Wes ens ausgewei e we den können. Je s ä ke und asche di,ese Un e s ü zung Wi klichkei wi d, des o besse wi d Be lin seine Au gabe "zwischen Wes und Os ", in de g oßen Auseinande se zung de geis igen, poli ischen, sozialen und Wi scha ssys eme zu e üllen e mögen. 3· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Nachmi agssi zung 19. Ap il 1952 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Nachmi agssi zung am 19. Ap il 1952 P o . D . Alb ech (Ma bu g/Lahn): Ich e ö ne die Nachm ' agssi zung und bi e He n Kollegen lahn, die Ve handlungslei ung zu übe nehmen. P o . D . lahn (Be lin): Ich e eile He n Kollegen Macken o h das Wo zu seinem Re e a : Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan P o . D . Ge ha d Macken o h (Kiel): Meine Damen und He en! I. Sozialpoli ik in eine e ände en Sozialwel ABe Fachleu e in Wissenscha , Poli ik ul1ld Sozial e wal ung sind sich da übe einig, ,daß 'au dem Gebie e de Sozialleis ungen in Deu schland heu e ein heillose Wi wa he sch . Ich will nich e s e suchen, das zu beweisen ode da zulegen, wie es zu ,diesem Zus and gekommen is . Wi 'gehen ,da on aus, daß es so is und woUen uns in e s 'e Linie dami be assen, was man da an besse n kann. Um eine ku ze Diagnose de Gegenwa we den wi dalbei abe doch nich he umkommen. Dazu eine e s e Fes s eUung: Die so z i ale Um w el , in de wi heu 'e Sozialpoli ik eiben, ha sich gegenübe ühe o al e ände . Und zwa handel es sich ,dabei um g undsä zliche Wandlungen in de ganzen wes lichen Wel , zu denen die besonide en E eignisse de deu schen Nachk iegszei nu noch dazu- kommen. Die Wi nis komm nämlich nich zule z dahe , daß wi z. T. noch imme die al e Sozialpoli ik eiben in eine ö!Ug e än- de en Wel , daß wi die al e n K 0 n z e p i 0 ne n bei b eh al e n, die inzwischen zu einen Fik ionen g,ewo den sind, daß wi mi den al en Be'g i en wei e a bei en, die zu sozialen Wi k- lichkei nich meh s immen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 46 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan F age, die F age nach den F edhei sg aden des SoziaLbudge s. Wenn wi uns agen, wie wi einen gegebenen Sozialau wand e höhen kön- llen, so gil olgende ein ache Gleichung: P = S + Kö + Kp + J, wobei P = Sozialp oduk , S = Sozialau wand, Kö = sons ige ö en - liche Konsum, Kp = konsumie e Teile de Leis ungseinkommen, .T = Ne oin es i ion is . Ode anschauliche gesp ochen: Fü eine E höhung des Sozialau wands bie ensioh nu d ei Möglichkei en 1. Konsumumschich ungen 2. Beschneidung de In es i ions a e 3. E höhung des Sozialp oduk s. 1. K 0 n s u m ums chi c h un g e 11: De Ausbau eines sozialen Diens es geschieh dadu oh, -daß Be äge als Süzialleis ungen ausge- schü e und künsum i e wende we den, die aus Beschneildungen de Konsumquo ean ande e S elle de Einkümmenso dnung au ge- b ach we den. England heu e leb sozial gesehen du chaus nich im Zeichen de "aus e i y", sonde n im Ge,gen eil so lange wie nie zu o , nu künsumie en je z die A1"bei c meh zuunguns en de ühe en Mi - elschich en. Das Schlagwo on de "aus e i y" is on dem bishe- igen Künsums and de Mi elschich en he konzipie , die du ch Kün- sumbesch änkungen einen Teil de süzialen Konsllmauswei ung au - b ingen müssen. 2. Sozialleis ungen können abe 'auch sein E h ö h u n g de K 0 n - sumquo e 'au Küs en de In es i ions a e. In de g oßen K isenpe iode 1930-32 wu de ein be äch liche Sozialau wand bei e allendem Vülkseinkommen au Kos en de In es i ions a e au - ech e hal en. Die In es i iüns a e wu de eilweise nega i , d. h. es un e blieben nich nu Neuin es i ionen, sonde n auch die no wen- digen E sa zin es i iünen. Abe ein au gehäuHe Fonds is auch damals nich e z,eh wo den. Auch damals wu de alle Sozialau wand nu aus dem lau enden Vülkseinkommen au geb aoh . 3. De d me F eihei sg ad des Sozialbudge s is gegeben bei S e i - ge u n gen des S 0' Z i alp 0' d u k s, sei es au welchen Wegen auch imme : du ch P oduk i i ä ss eige ungen, S eige ung de E we hs- quo e du ch e höh en A bei seinsa z u. a. Wenn wi Umschau hal en ,in de deu schen Wi scha on heu e, so we den Sie mi zugeben: aus K 0 n s' u m ums chi eh un gen is nich meh iel he auszuholen. Die paa Konsllmspi zen bei den neu- eiohen Millionä schich en zu beschneliden, die sich bei uns nach 1948 b ei gemach haben, is zwa aus ande en G ünden e wünsch , abe es b ing nich iel. Unse e Mi elklasse abe ha nich meh das Wühl- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 47 s anc spoIs e ,das die englische o den le z en g oßen Umschich un- gen noch ha e. Beii uns ha sich die ni ellie e Mi els andsgeseHscha , die heu e übe all in den Lände n des Wes ens das Bild behe sch , schon sei einem Menschenal e meh du ch Angleichung nach un en gebilde , wäh end ande swo die un e en Einkommensschich en s ä ke gehoben wo den sind. Auch eine B e s c h n eid u n g de I n e s i ion s a e is bei den o uns s ehenden wi scha lichen Au gaben nich seh Iel e sp e- chend. Im Gegen eil wi d die S eige ung de In es i ions a e wah - scheinlioh -die Al e na i e zu S eige ung des Sozialau wandes sein. Wi we den o de F age s ehen, welche Ve wendung wi die zu e - wa enden P oduk i i ä ss eige ungen zu üh en wollen. So bleib al'so wi klich nu die S eige ung des So- zialp oduk als Quelle eine S eige ung des Sozial- au w a n des. Ande e Queilen sind p ak isch une giebig. Es ha ga keinen Sinn, o diese ielleich unangenehmen Folge ung ,dl e Augen zu e schließen. Das üh nu dazu, daß man sozial gesehen daue nd übe seine Ve häl nisse leb und so den im sozialen Jah hunde o en- ba ch onischen In la ionsd uck auslös , de uns abe auch nich on de Logik de Ta sachen eikommen läß , sonde n nu dazu üh , daß die Sozli1alpoli ik mi de linken Hand nimm , was sie mi de ech en gib , nämlich mi P eiss eige ungen eal en we e , was sie in Ges al on SoziaHeis ungen nominell ausschü e . Nun is die S eige ung des Soz:i.alpmduk s nich Au gabe de Sozial- poli ik, sonde n de Wi scha spoli ik. Es muß abe im Zeiohen eine nich meh neu alen Sozialpoli ik an diese die F 0 de u n g ge- s ell we den, daß sie in ih en Maßnahmen nich s en - häl , das mi de P oduk i i ä de Wi scha und mi de S eige ung des Sozialp oduk s an Kon lik ge ä , denn das is und b1,eib de einzi,ge a sächlich e ügba e F eihei sg ad ü die S eige ung des Sozialau wandes. Da nun das Sozialp oduk beli 'gegebenem Kapi al onds allein om Um ang des olkswi scha lichen A bei seinsa zes abhäng , so wi d die Abs immung de Sozialpoli ik zu Poli ik des Al'1bei se'insa zes ih Thema N . 1. Jede Sozialpoli ik, die hie e sag , d. h. die po en- ielle A bei sk a s e ilisie , ·dem p oduk i en A bei seinsa z en zlieh , un e g äb sich selbs ih e eigenen G undlagen. Ande e sei s kann abe auch eine gu e SozialpolWk - ,das wi d das Folgende noch zeigen - zu einem de ak i s en Fak o en zu S eige ung des Sozialp oduk s en wiokel we den, sie zeh nich nu am Volkseinkommen, sonde n sie näh es auch. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 48 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozial plan . Sozialpoli ik und A bei seinsa z Beschä igungss and und A bei slosigkei sind heu e im Zei al e de nich meh neu alen Sozialpoli ik nich meh unabhängig und auße halb de Sozialpo~i ik ,gegeben, sonde n 'S e I b s ein e Fun k - ion de Wi scha spoli ik, de Finanzpoli ik und nie h z u le z au c h de S 0 z i alp 0 I i i k. Die Sozialpold ik bes imm heu e, we a bei en soll und we nich . Wenn eine olla bei s ähige K iege wi we mi ie Kinde n un e 14 Jah en nich un e s ü z wi d, muß sie a beli en, so ha sie das ankom- men mag, und wenn sie nich aus eichend un e s ü z wi d, desgleichen: Die Sozialpoli ik bes imm die G enze zwischen A bei und Nich a bei (1.) du ch die Abs eckung de Pe sone n k eis e, die sie mi ih en Leis ungen bedenk , und (2.) du ch die H ö h e ih e Lei s un gen selbs . Die G enze zwischen A bei und Nioh a bei ~s auß,e dem unscha , da es A bei s eI1diens auch in de Fo m des Zu eI1diens es zu eine Sozialleis ung gib . So kommen als d i e Bes immul1Jgs ak o aus de Sozialpoli ik ih e (3.) An e c h nun g s b 'e s im m u n gen hinzu. Und ie ens schließlich jensei s alle gese zlichen Reg'elungen de ganze Au bau de Sozialpoli ik, die Leich lj,gkei in de Umgehung de An- echnungsbes immungen und die Wi ksamkei de ö en lichen Kon- ollen, also de bekann e Komplex de (4.) "S eh wa za bei " in diese speziellen Bedeu ung: nlich g,emelde e en g'el Iiche A bei bei gleichzei igem Emp ang 'Soziale Lei1s ungen und meis auch ohne So- zialabgaben om A bei seinkommen. Nehmen wi uns nun die dabei en s ehenden P obleme einzeln zu Behandlung o . 1. Die Fes legung de Pe sonenk eise Die Pe s 0 n e n k e i se, denen Sozialleis ungen zukommen, kön- nen g undsä zlich nach zwei e schiedenen Gesich spunk 'en abge- g enz we den. a) En wede man geh aus on de Geigenwa slage de zu be eu- enden Pe sonen, e wa on de Ta sache, daß siie in No sind, keine A bei inden können ode o z A bei s ähigkei und A bei swilligkei und A bei smöglichkei du ch soziale Au gaben gebunden sind -e wa Fü so ge ü noch nich e wachsene Kinde -, und bes imm danach ih enAnsp uch au ö en liche Leis ung. b) Ode man geh aus on eine in de Ve gangenhei liegenden Ta sache, einem E eignis, eine Schädigung, die die Pe son be o en ha , und bes imm danach ih en Rech sansp uch au eine ö enmche Leis ung ohne ode un e ge inge Be ücksich igung 'ih e Gegen- wa slage. Hie he gehö en die Ansp üche aus K 1egs e wundung, die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 49 OdN.-Ren en, die Ansp üche de 13le usw. In diesem Falle bes eh die Ge ah , daß du oh die Sozialleis ung po en ielle olkswi scha liche A bei, sk a s e ilisie wi d, besonde s dann, wenn ,e häl nismäßig hohe Ansp üche mi engen und komplizie en An echnungsbes immun- gen e bunden sind und bei dem a bei s ähigen SozJalleis ungsemp än- ge die Hal ung au komm : ich s ehe mich ja besse , wenn ich nich ls ue! c) Au de G enze zwischen bei den Fällen liegen die ypischen Ve - siche ungs älle: ein Rech sansp uch wi d gewäh au G und zu ück- Hegende Leis ungen und ohne Rücksich au die Gegenwa slage, so- bald de Ve siche ungs all ein i , de Ve siche e also e wa 65 Jah e al wi d, auch wenn e noch oll a bei s ähig und a bei swilli'g as . Die Ge ah eine S e ilisie ung on A bei sk a läß sich nich da- du ch bannen, daß man die Soziallei'S ung nach de Höhe de E we bs- besch änkung hemiß ode an be s i m m e P o zen sä z e de E we bsbesch änkung knüp . Es gib ga keine Mög- lichk.ei , die Höhe de E we bsbesch änkung objek- i und ohne Beziehung au den jeweils ausgeüb en Be u , ja ohne Beziehung au einen bes imm en A b e i s p I a z z u b e s im m e n. So e was mag möglich sein bei Wildbeu e ölke n und Hi ennomaden, abe nich in eine di e enzie - en indus iellen A bei sol'1dnung. Die be üch ig e "Knochen axe" is doch eine eine Fik ion ohne Beziehung zu den sozialen Reali ä en. Es is de Ve such, eine objek i e und allgemeine Regel zu inden ü e was, das nu on Fall zu Fall bes immba is . Es is im G unde eine Billigkei s- und E messensen scheidung, gekleide h1 das Gewand eine objek i en Fes s ellung. T ä e sIe auah einmal das Rich ige und wi d eine p ozen uale E we bsbesch änkung in Bezug au einen Be u es - gese z , so kann sie jede zei du ch übe gang zu einem ande en Be u geände we den. Es läß sich in unse e höchs spezialisie en und di e enzie en A bei so dnung wohl as ü jeden, de übe haup noch a bei en kann, auch ein Pla z inden, den e oll, aus üll . Wenn abe jemand -was heu e äglich o komm -, dem eine 50 % ige E we bsbesch änkung bescheinig is , in seinem speziellen Be- u ohne jede E we bsbelsch änkung a bei en kann und a bei e , so wi d zwa nich die A bei sk a s e ilisie , abe die Sozialleis ung 1h em Zwecken emde , ein Ausgleich zu sein ü eine pe sönliche Minde ung de Fähigkei , ein Einkommen zu e we ben. Sie wi d dann im G enz alle zu eine A s aa liche Leib en e als En gel ü eine ühe e Li ene Schädigung, einkommensmäßig be ach e ein Taschen- geld neben einem A bei seinkommen: die be üch ig en "Schnaps- en en". 4 Sozialpoli ik OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 50 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan Es gib na ü lich auch neben de We bewe bsIähigkei im E we bs- leben eine Reihe on Minde ungen de Leis ungs äh:igkei und de e - zie1ba en Lebenswe e. Ein Teil de "Leib en e" is imme eine A pauschalie es P legegeld, das e höh en Au wand und nich geminde e We bewe bs ähigkei kompensie en soll. In einem Sozialplan, de o dem Gewissen de Na ion Bes and haben soll, wi d jede Ansp uch bis zu Höhe ·de " es i u io dn p ius", jede Ansp uch also, de du ch Geld- und Saohleis ungen den ühe en Zus and wiede he zus ellen dien , so- wei e dadu ch wiede he zus ellen is , eine hohe P io i ä o de n dü en. Jedes da übe hinausgehende eine Schme zensgeld wi d a:be mi ande en sozialen Ansp üchen in Konku enz e en müssen. 2. Die H ö h e de S 0 z i a ll eis un gen - die Ren e n - kumula ionen Wi wenden uns nunmeh dem zwei en F agenkomplex zu: de H ö h e de S 0 z i alle is u n gen. Auch hie e heben sich sogleich zahl eiche Schwie igkei en: die Höhe ,de Sozialleis ungen is nämlich im Einzel alle ga nich so ein- ach zu bes immen; sie kann jeden alls nich aus den gese. zlichen Be- s immungen mi ih en Rich sä zen abgelesen we den. Da sich die Pe - sonenk eise, die sozialleis ungsbe ech ig sind, iel ach übe schneiden, lassen sich auch die Sozialleis ungen mannIg ach kombinie en, und das ü ypische Fälle schließlich he auskommende Sozialeinkommen is ga nich so ohne wei e es zu e mi eln. Die Sozialleis ungen kumu- lie en sich in d eie lei Weise: 1. in ,de selben Pe son, die e schiedenen sozialleis ungsbe ech ig en Pe sonenk eisen angehö Ondi idualp inzip), 2. in de selben Familie (Familienp inzip), 3. in demselben Haushal (Haushal sp inzip). Sozialleis ungen,wiesieinden Büche nundAk en de Sozialleis ungs äge on heu e e scheinen, sindalso insowei imme nu Ein kom m e n s e i I e. Das Einkommen de Sozialle,is ungsemp änge is da- ge 'g e n heu ee ins c h we z u he s im me n des k u m u I i e e s Hau s hai s en e n ein kom m e n. Nun in e essie uns als Volkswi e und Soziologen na ü lich nu das jeweilige Gesam einkommen de Soz.ialleis ungsemp änge , de Familien und Haushal e. Nu dieses ha Wi kungen in de wi scha - lichen und sozialen Wi klichkei , i in Konku enz mi den e ziel- ba en A bei seinkommen, leg den Lebenss and on Familien und Schich en e.s .lISW. Die gese zlichen Rich sä ze und die gezahl en Glo- balsummen sind ju is isch und inanzwi scha lich on In e esse, abe wi scha lioh und sozial in e essie allein, wie sie sich in de Wi k. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 51 lichkei kumulie en und kombinie en. Wie soll man abe da he ankom- men? Ich we de Ihnen nachhe einen Ve such o üh en, den wi in Kiel un e nommen haben, hie die B ücke zu schlagen zwischen gese z- liohe Regelung und soziale Wi klichkei . Das kumulie e Haushaas en eneinkommen -se zen wi einmal o aus, wi hä en es g ei ba gemach -bes imm nun in ielen Fäl- len nich nu die G enze, inne halb de e auch jede noch einsa z ähige A bei sk a s e ilisie ode au Schwa za bei abged äng wi d, es bes imm auch das Lohnni eau de noch in A bei s ehenden selbs ; es is gewisse maßen de Pla onds, übe dem sich die Lohn- und Ge- hal sskala au bau : das nied i'gs e A bei seinkommen muß um einen Sa z -den abzuschä zen ich hie nich un e nehmen will - da - übe liegen, wid igen alls de A bei spla z keinen Bewe be inde und nich bese z wi d; dann e gib sich eine so z i al du c hg e hai e n e A b e i s los i g k e i bei g 1 eie h z e i U ge m M an g eI a n A - bei s k ä e n. Dagegen habe ich in gewissen Fällen nich s einzuwenden, wo es sich um ausgesp ochene soziale Rücks andsbe eiche mi nied igen Löhnen und sozial une wünsch en A bei sbedingungen handel . Teilweise scheinen Landwi scha und Hauswi schal zwei solche soziale Rück- s andsbe eiche zu sein. (Da übe spä e noch aus üh liche .) Wenn abe au de ganzen L,inie eine hype o- phi e e So z i alp 0 1 i i k die A b eH sei n kom me n übe b i e- e und das Nich s un p ämiie , dann is die soziale K,a as ophe unausweichlich. Wenn man die e wähn en sozialen Rücks andsni eaus ausnimm ,dann kann man wohl als G und- sa z eine olkswi scha Hch ag ähigen Sozialpoli ik aussp echen, daß das höchs e e zielba e Sozialeinkommen imme noch so wesen Hch un e dem ge ings en e zielba en A bei seinkommen zu lielgen ha , daß ein An eiz zum Einsa z de A bei sk a e hleib . Daß es nach de oben skizzie en Au assung keJn absolu es Zu iel an Sozialleis ungen gib , b auch wohl nich wiede hol zu wel"den, abe es 'gib ein ela i es Zu iel, gegenübe zu nied igen A bei seinkommen nämlich. Die S 0 z i alp 0 1 i i k da die A bei s e ,i n kom m e n nich übe bie en, wo sie an diese G enze komm - und jede Sozialpoli ik muß und soll nach oben d än- gen -, d a gib e s nu ein e Lös u n g : Die A bei sei n kom - me n he au ! Das is dann bes e Sozialpoli ik. Die Höhe de A bei s- einkommen se z uns eben auch G enzen in den e eichba en Zielen unse e Sozialpoli ik. Da zeig es skh, daß die Ve bindungen und Wi - kungen hinübe und he übe gehen. loh möch e keinen Zwei el da an lassen, daß ich, wo die Spanne zwischen A bei seinkommen und Sozialpoli ik zu ge ing wi d, i mm e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 52 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan ein e Lös u n g den Vo zug ge b e, die die A b e i sei n k 0 m- men he au ans o mie , s a die Sozialleis ungen he abzuse zen, o ausgese z , daß das mög},ich und ü die Wi scha agba is . Eine wesen liche Benach eili- gung de A bei seinkommen gegenübe den Ren eneinkommen lieg z. B. in de Nich be ücksich igung des Familiens andes beim o den - lichen A bei seinkommen, wäh end e bei de A bei slosenun e - s ü z;ungbe ücksich ig wi d. Äl e e A lbei e mi hohen Familienzu- schlägen können ih Sozialleis ungseinkommen nahe an ih A bei sein- kommen he anb ingen. Nun geh mein Vo schlag dahin -da übe so- gleich aus üh liche -, den Familiens and du ch einen um assenden Familienlas ,enausgleich auch bei dem oll In A bei und Ve diens s ehenden Familien a e zu be ücksich igen. Dami e höh sich bei gleichem Familiens and die Spanne zwischen A bei seinkommen und Sozialeinkommen, und es en äll eine P ämie ü Nich a beH ode Schwa za bei . Das wä e ein Fall ak i e SozialpoliHk du ch He au - ans o mie en de Leis ungseinkommen. Es häng eben heu e alles mi allem zusammen, wi b auchen wi klich nich eine Häu ung on einzelnen Sozialleis ungen, sonde n ein ein abges imm es Sys em, bei dem eines in das ande e g ei . 3. D ie A n ,e c h nun g s be s im m u n gen und die S c h wa z - a bei Wi d die Spanne nich e ziel , so p ämiie die Sozialpoli ik das Nich s un, und dann kann Sc h wa za be 'i soga om S andpunk des A bei seinsa zes aus eine A olkswi scha liche Selbs hil e sein. Denn je'de Schwa za bei e e höh ja nich nu sein eigenes Einkom- men, sonde n e p oduzie auch e was und e meh dami das Volks- einkommen. F eiLich is seine A bei unp oduk i e als sie in einem Be iebe sein wü de, die Schwa za bei e bedienen sich in de Regel nich eine hochen wickel en Technik, sonde n a bei en als W,inkel- handwe ke , die das Lich de ö en lichkei scheuen. Volkswi scha - lich is solohe A bei zwa unp oduk i angese z , abe imme noch e giebige als das Nich s un. Da um is es auch bedenklich, die soziale Mo al gegen die Schwa za bei zu mobilisie en, denn es is ein zwei el- ha es Un e angen, das Nich s un si lich höhe zu angie en als die A bei . Das olkswi scha liche A gumen gegen die Schwa za bei is also nu , daß sie unp oduk i is . Die eigen lich du chschlagenden Einwände gegen die Schwa za bei sind sozialpoli ische: Die Sc h wa z- a bei ze s ö , wo sie als soziale Massene schei- nun g nie h nu als Ge leg e n h ei s a bei , s 0 n de n in K 0 n- ku enz zum o den lichen A bei seinsa z au i , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 53 iede Lohnpoli ik, ni ellie jedes Leis ungseinkom- men au das soziale Exis enzminimum hin und ze - s ö schließlich jede Sozialpoli ik selbs . Wenn de Schwa za bei e als Ren enbeziehe mi einem sozial gesiche en Ein- kommen auße halb de A bei echnen kann und wenn e auße dem sich am T agen de sozialen Las en nich be eilig , un e bie e e den o den lichen A bei e und mach ihn am Ende auoh a bei slos, e - meh so das soziale übel und die Zahl de Ren enbeziehe . Du ch die Un e bie ungskonku enz de Ren enbeziehe we den imme meh A bei e b o los; so we den bei e minde em Au kommen an Sozial- leis ungen die Las en imme g öße , die einzelne Leis ung imme klei- ne , die Sozialleis ungsemp änge also imme meh au Zu e diens du ch Schwa za bei angewiesen, und so schließ sich de Zi kel, de zum Zusammenb uch des Lohnni eaus und de Sozialpoli ik und zu sozialen Ka as ophe üh . Eine solche Abwä sspi ale wa siche eine Zei lang in gewissen mi Flüch lingen übe se z en Gebie en in de Landwi scha im Gange, und es is zu p ü en, ob sie es nich gelegen lich heu e noch is . Die soziale Un e bie ungskonku enz de Ren enbeziehe , Flüch linge und Un e wande e aus de Os zone,· die schwa za bei en, ode in einem mode nen K ümpe sys em genau ih e zulässigen 13 S unden je Woche neben ih em Ren eneinkommen a bei en, e hinde die Hebung des Lall'da bei e lohnes und s abilisie eine ücks ändige P oduk ionso d- nung, die ga nich in de Lage is , höhe e A bei slöhne zu agen. Das geh zu Las en de a bei enden Menschen, einschließlich de mi hel en- den Familienangehö igen. Diese en ziehen sich dem sozialen D uck du ch Land luch . Die Sozialpoli ik mi ih en Ren enleis ungen sub en- ionie ·dami die Landwi scha zusä zlich zu den ande en o enen Sub en ionen, indem sie ih billige A bei sk ä e zu üh . Diese Sozial- poli ik geh an denen o bei, denen sie zugu e kommen soll e, den Landa bei e n im wei es en Sinne, einschließlich de mi hel eJ11den Familienangehö igen. In de Indus ie kann die Schwa za bei nich solchen Um ang an- nehmen, weil man den indus iellen Be ieb besse kon ollie en kann als den Baue nho und weil Quali izie e e A bei geb auch wi d. In de Indus ie kann die Schwa za bei imme nu A bei slücken am Rande aus üllen (siehe Au s ellung am Schluß dieses Abschni es). Hie lieg das P oblem ande s: die un a ionellen Einmann- und Kleinbe- iebe, die sich de Kon olle en ziehen können, bekommen eine wi - scha lich ganz unge ech e ig e P ämie -eine P ämiie ung de Un- wi scha lichkei , wie wi sie heu e au ielen Gebie en beobach en. Um in k i ische A :bei sma k lage die A bei sk ä e aus de Zwischen- zone zwischen Sozialleis ung und A bei seinkommen he aus in eine OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 54 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan o den liche A bei locken zu können, wi d man die Sozialleis ungen s-enken müssen. Da das abe nominell s e s unmöglich is , wi d die En - wicklung den ande en Weg gehen müssen: die Löhne we den he au - gese z , und die P eise s eigen; so komm es doch au dasselbe he aus: die Sozialleis ungen sinken im Realwe bei zusä zlichem In la ions- d uck. Auch diese En wicklung is heu e siche schon im Gange. Es gib eben heu e in de Ta keine wi scha lich neu ale Sozial- poli ik meh . Allen halben wi k die Sozialpoli ik ie hinein in die P o- duk ion u id Ve eilung auch ü die noch in A be,j und Ve diens s ehenden Sohich en. Es gib zahl eiche wei e e Wi kungske en, ich habe Ihnen nu wenige o ge üh . Wenn wi nun un -e diesem Gesich spunk de A bei sk a bewi - scha ung unse e heu ige Sozialpoli ik be ach en, so glaube ich, we den Sie alle mi mi 'einig sein: es is ieles im a gen. Dazu nu ein übe - zeugendes Beispiel, das ala mie end genug is : ich habe ge ade eine Un e suchung eines Schüle s o liegen, die zeig , daß die S eige ung de mi le en Lebense wa ung in den beiden le z en Menschenal e n auch das mi le e Leis ungspo en ial be äch lich ges eige ha . De Leis ungswe , die Zahl on Jah en, die in de ollen E we b s ä h i g k e i e b ach wi d, is be ä c h li c h g-e s i e gen. Die se ga n z e S e i ge u n g wi d ab e im A - bei s po e n i a I ni c h u k i i z i e , so 11 de n im Ge gen- eil e lage sich das mi le e Ren enal e nach o n ,das heiß die In aliden en en de . un e 65jäh igen nehmen zu gegenübe den Al e s en en de übe 65jäh igen. Das kann nich aus dem Biologischen, sönde n nu aus eine e ehl en Sozialpoli ik kommen. Es muß hie eine um assende Abs immung mi dem olkswi scha - lichen K eislau anges eb we den. Ich kann Ihnen dazu nu wenige allgemeine Gedanken o agen, in Einzelhei en zu gehen, e bie e mi die Zei , abe auch de S and meine eigenen E kenn nisse. Ich bin noch lange nich so wei , zu Einzelhei en eine kla e Vo s ellung zu haben, es übe s eig das auch die K ä e eines einzelnen, das kann nu die F uch eine Zusammena bei alle Sach e s ändigen sein, zu de ich am Schlusse meines Re e a s au o de n möch e. Abe so wei bin ich ,doch schon, daß ioh einige g oße Linien zeich- nen kann, die eine Neuo dnung e wa. einzuhal en hä e. Das e s e Ziel muß imme sein, möglichs jedem A bei s ähigen einen A bei spla z zu e scha en, den e oll aus üll . Die Sozialpoli ik muß so kons uie sein, daß dieses Ziel auch im inanziellen In e esse alle Be eilig en lieg . Dann nu wi d es mi einem Mindes maß on di ek ,em Zwang und Kon ollen zu e eichen sein. Ein mögliche Weg wä e e wa, bei nachweislich geminde e Leis ung eines Sozialleis ungs- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 55 be ech ig en Sozialleis ungen in Fo m on Zuschüssen zum Lohn zu gewäh en zu E eichung eines ollen A bei seinkommens. E s wenn de Be ech ig e auch mi ,diese Zusage imme noch keinen A bei s- pla z inde , i die olle Ve so gung ein, die abe imme noch un e dem A bei seinkommen lieg und na ü lich je naoh Be ech igungs'g ad ges a el sein kann. Jede Be eilig e is je z in e essie , den Sozial- leis ungsbe ech ig en in A bei zu bekommen: de Be ech ig e selbs bekomm einen ollen Lohn und dami ein Einkommen übe Sozial- leis ungsni eau, de Be ieb bekomm eine billige A bei sk a , und die ö en liche Hand spa Sozialleis ungen, da sie nioh ü die olle Ve - so gung des Be ech ig en au zukommen ha . Keine is meh an Schwa za bei in e essie , und Kon ollen können gespa we den. Das kling seh -ein ach, is es auch im P inzip. Abe ich bin mi na ü lich im kla en, daß es zu Du oh üh ung dieses ein achen P inzips noch ein- gehende Kleina bei beda . Es is im G unde eine Legalisie ung de Schwa za bei bei Be eiligung an ih en inanziellen E ägnissen. Bei den Gele-genhei sa bei en, .die die Domäne de Schwa za bei sind, könn e man da an denken, die o den liche Au ags e gebung s eue lich und in Sozia a;bgaben zu begüns igen. Am dann noch e - bleibenden Res soll e sich die Sozialpoli ik ·ein ach desin e essIe en. Eines is jeden alls siche , man muß hie mi "ma k kon o men" Me- hoden a bei en, d. h.das olkswi scha lich E wünsch e muß auch im inanziellen In e esse alle Be eilig en liegen. Mi Kon ollen komm man kein S ück wei e . Was heu e an Anzeigen gegen Schwa za bei e he einkomm , en sp ing meis de Mißguns und dem Fu e neid de allzu dich au einande hockenden Nachba n. Die ö en liche Mo al sp ing bei uns ein ach nich an. Miß auen und Abneigung gegen S aa , Ob igkei und Äm e sind so s a k, daß jede , de einen Schwa za bei e anzeig , als Angebe und Denunzian ges empel is , de einem a men Schlucke seine paa Ma k Neben e diens nich gönn , und leide is es auch meis ens an dem. Da müß e e s die Sozialpoli ik ganz ande e Leis ung-en ollb ingen, und zwa im Einzel alle, nich in den Global- summen, um hIe eine S ü ze in de ö en lichen Mo al zu bekommen. Das e o de abe wiede , daß sie ih Haus in Ol1dnung b ing und - so pa adox das kling -ih e Leis ungen s eige . Die haup sächlichs en A en de Schwa za bei I. au dem Lande: 1. Allgemeine Landa bei en, je nach Saison 2. Bauhandwe k und ande e Handwe ke insbesonde e, wenn die Handwe ke ih en Wohnsi z au dem Lande haben, abe ühe in de S ad ih en es en A bei spla z ha en OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 62 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan gesonde die un olls ändigen Familien ode Familien es e, in denen ein El e n eil ehl . Alle ande en Fälle echnen un e das Haushal s- p inzip. Bes ehen zwischen den Haushal szugehö igen e wand scha - liche Beziehungen auße halb de Klein amilie, so wi d de Fall als "G oß amilie" gesonde aus'gezähl . Es bIe ben dann noch die " einen" Fälle üb ig, die nu nach dem Haushal sp inzip übe schne]den: die bekann en Ren ne haushalie. Die übe gänge zwischen Familienp inzip und Haushal sp inzip sind also lüssig. Genau sieh das Schema de Kombina ionsp inzipien so aus: I. Indi idualp inzip -ein Wi scha ssubiek bezieh meh als ein e Sozialleis ung II. Familienp inzip - m eh als ein Familienmi glied (einseh . des Familien o s andes) bezieh minde- s ens ieeine Sozialleis ung und zwa in a) Klein amilie b} un olls ändige Familie und Fami- lien es en III. Haushal sp inzip - meh als ein Haushal sangehö ige (einseh . des Haushal s o s andes) be- zieh mindes ens eine Sozialleis ung, Haushal e un e eil in a) G oß amilie b) sons ig'e Haushal e ohne e wand - scha liche Beziehungen Nachs ehend we den einige anschauliche Beispiele ü übe schnei- dungen nach den d ei P inzipien geb ach un e Ve wendung de ie Gese ze des obigen Beispiels: Beispiele In d i i du alp i n z i p Zwei ache Pe sonenk eiskombina ioll A V AVG + BVG: A bei slose Beschädig e. A V A VG + So o hil e: A bei slose Flüch linge. AVAVG + 131 e : A bei slose ühe e Weh mach sbeam e. So o hil e + 131 e : F ühe e Weh mach sbeam e, Flüch linge. 131 e + BVG: Beschädig e ühe e Weh mach sbeam e. BVG + So o hil e: Beschädig e Flüch linge. D ei ache Pe sonenk eiskombina ion A V A VG + BVG + So o hil e: A bei slose beschädig e Flüch linge. So o hil e + 131 e + BVG: Beschädig e ühe e Weh mach sbeam e, Flüch - linge. 131 e + BVG + AVAVG: A bei slose beschädig e ühe e Weh mach sbeam e. Vie ache Pe sonenk eiskombina ion AVAVG + BVG + So o hil e + 131 e : A bei slose beschädig e ühe e Weh - mach sbeam e, Flüch linge. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) Beispiele F ami I i e n p i n z i p Zwei ache Pe sonenk eiskombina ion AVAVG + BVG: A bei slose Familien a e , beschädig e Sohn. AVA VG + So o hil e: Wi we (Flüch ling), a bei slose Sohn. AVAVG + 131 e : Ve d äng e Beam e + a bei slose Toch e . 63 So o hil e + 131 e : Ve d äng e Beam e (Flüch ling) + s udie ende Sohn (Flüch ling) . 131 e + BVG: Ve d äng e Beam e + beschädig e Sohn. BVG + So o hil e: Ehemann (Flüch ling) + beschädig e Ehe au. D ei ache Pe sonenk eiskombina ioll A V AVG + BVG + So o hil e: Wi we (Flüch ling) + beschädig e Sohn + a bei slose Sohn. So o hil e + 131 e + BVG: Ehe au (Flüch ling) + Ehemann ( e d äng e Beam e ) + beschädig e Sohn. 131,e + BVG + AVAVG: Wi we ( e d äng e Beam e ) + beschädig e Sohn + a bei slose Toch e . Vie ache Pe sonenk eiskombina ion AVAVG + BVG + So o hil e + 131 e : Ehemann ( e d äng e Beam e , Flüch ling) + Ehe au (Flüch ling) + beschädig e Sohn + a bei slose Toch e . Beispiele Hau s hai s p i n z i p Zwei ache Pe sonenk eiskombina ion AVAVG + BVG: A bei slose Ehemann + P legekind (Waise eines Beschä- dig en). AVAVG + So o hil e: Wi we (Flüch ling) + a bei slose Ne e. AVAVG + 131 e : Ve d äng e Beam e + a bei slose Schwiege sohn. So o hil e + 131 e : Wi we (Flüch ling) + Wi we ( e d äng e Beam e ) Ren ne haushal } . 131 e + BVG: Wi we ( e d äng e Beam e ) + Wi we eines Beschädig en (Ren ne haushaI ) . BVG + So o hil e: Beschädig e Ne e + Wi we (Flüch ling). D ei ache Pe sonenk eiskombina ion AVAVG + BVG + So o hil e: Wi we (Flüch ling) + beschädig e B ude + a bei slose Schwiege sohn. So o hil e + 131 e + BVG: Wi we (Flüch ling) + Wi we ( e d äng e Beam e ) + P legekind (Waise des ge allenen Sohnes de Wi we). 131 e + BVG + AVAVG: Wi we ( e d äng e Beam e ) + P legekind (Waise des ge allenen Sohnes) + a bei slose Sohn. Vie ache Pe sonenk eiskombina ion AVAVG + BVG + So o hil e + 131 e : Wi we ( e d äng e Beam e ) + Nich e (Leh ling, Flüch ling) + beschädig e Schwiege sohn + a bei s- lose Sohn des Schwiege sohns. Un e Einbezug alle Kombina ionss u en und alle Kombina ions- p inzipien sowie säm liche Sozialgese ze gehen 'die Möglichkei en de Übe schneidungen in die Tausende. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 64 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan 4. Nun is zu agen, wie wei die übe schneidungen de Pe sonen- k eise zu Ren e n ku m u I a ion e n üh en können. Das bes imm sich wesen lich nach den An echnungsbes immungen. Es bleiben auch danach noch iele Tausende on Möglichkei en. 5. Die nächs e Au gabe is es, diese ech lichen Möglichkei en je z zu quan i izie en. Da ü haben wi eine S i c hp 0 be genommen: säm liche lau enden Ren en alle e eichba en SoziaUeis ungsemp än- ge mi dem An angsbuchs aben "E" im S ad k ,eis Kiel un e Einbezug alle e eichba en Sozialleis ungs äge , die eilich z. T. auße halb Kiels si zen (LV A in Lübeck, Be u sgenossenscha en in Hambu g und ande swo). übe die Schwie igkei en ,de E assung will ich mich hie nich wei e auslassen. Gea bei e wu de mi einem S ab on e wa 25 S uden en, die besonde s gesohul wu den. Die ,e s en zahlenmäßigen E gebnisse sind inde Tabelle mi ge eil . Ren enkumula ionen nach Sozialleis ungs äg,e n K i eie S i c h p o be "E" - F ü h j a h 1952 Beab· Zahl Kombina ions älle sich ig e de e · (zwei. und meh ach) Sozialleis ungs äge Um ang eichba en de Fälle nach in . H. S ichp obe Indi iduen on 2 1 I 2 S 4 Pensionen (Land, S ad Kiel, Pos , Bahn) .......................... 380 380 88 23,2 Landes e s.Ans aI Schleswig-Hols ein 941 844 378 44,8 Ve s.Ans al de DB.Bahn, EBD Ham- bu g •••••••••••••••••••••••• 0" 57 57 54 94,8 Seekasse Hbg. Sek ion Kiel .......... 36 36 10 27,8 Be u sgenossenscha en2) •••••••••••• 422 422 30 7,1 Pensionsam Kiel (A . 131 GG)3) .... 511 490 152 31,0 Poli ische Wiede gu machung4) •••••• 28 28 10 35,7 Ve so gungsam KielS) •••••• 0 ••••••• 1050 812 624 76,8 So o hil eam Kiel .................. 1019 1019 419 41,1 A bei sam Kiel 6) ••••••• 0 ••••••••••• 4428 4026 598 14,9 Fü so geam Kiel ................... 525 510 218 42,8 Insgesam .......................... I 9397 I 8624 I 2581 29,9 Anme kungen: Es wu den nu lau ende Ba leis ungen be ücksich ig gemäß Teil B des Zählbla s. 1) Fü alle am 1. 3. 1952 übe 65 Jah e al en Sozial en enemp änge wu de die Ka ei de Ren ens eIle de Bundespos Kiel benu z , da bei de LV A Lübeck OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (KieI) 65 keine nähe en Angaben zu e hal en wa en. Es wu den 1502 Ak en bzw. Zahl- bogen e aß , wo un e 11 Kombina ions älle wa en. 2) Bei de Fülle de Be u sgenossenscha en konn en nu die sechs wich- igs en in die S ichp obe einbezogen we den. Zwanzig Fälle sind noch zu klä en, die abe alle e mu lich Kombina ions älle sind. 3) Es kommen hie 90 noch unkla e Fälle hinzu, bei denen eine spä e e Bea bei ung e wa 40-50 Kombina ions älle e geben wi d. 4) Hie wu de nu die wich igs e G uppe, die OdN-Ren en. e aß (Ren en ü die Op e des Na ionalsozialismus). 5) Beim Ve so gungsam sind auße dem ca. 230 noch nich umges ell e Fälle zu bea bei en, on denen ca. 200 Kombina ions älle sind. 6) Bea bei e wu den hie Alu, Al ü und Leis ungen ü Heimkeh e . 6. Sachlich e gib sich aus den Zahlen schon so iel: De Schwe punk de Ren enkumula ion lieg im Be eich de So- zialgese ze spezieHe e A und neue en Da ums: BVG (Ve so gungs- am ), So o hil e, 131e (Pensionsam ), wozu die Sozial en ·en de un e 65jäh igen kommen, de en zahlenmäßiges Gewich ja auch eine E - scheinung neue en Da ums is , und schließlich noch die Fü so ge. Da- bei lassen wi die zahlenmäßig unbedeu ende en G uppen aus, auch wenn sie z. T. eoh e hebliche Sä ze au weisen. Nun muß ich in diesem Zusammenhang sogleich einem Miß e - s ändnis en gegen e en, dem ich imme wiede begeigne bin: Pe - sonenk eiskombina ion und auch Ren e n k u m. u I a ion na c h den hie en wickel en Beg i en ha noch nich s zu un mi Ren ,e nm i ß b au c h. Wenn eine K iege wi we eine Wi wen- en e bezieh und ih e Kinde eine Waisen en e, so is das eine Ren- enkumula ion naoh ·dem Familienp inzip, abe niemandem wi d es ein- allen, das als einen Ren enmißb auch zu bezeichnen. Auch wenn die- selbe Pe son eine In aliden en e und daneben noch eine Ren e aus de So o hil e ode Fü so ge bezieh , weil die eine Ren e zu nied ig is , so bin ich nich gewill , ·das als einen Ren enmißb auch zu bez·eichnen. Es is das keine seh glückliche gese zliche Regelung, daß dIeselbe Pe son zwei Ren en kumulie en muß, um nu das zum Leben Nö igs e zu ha:ben. Abe das is ein Fehle de Gese ze und nich ein Mißb auch de Gese ze du ch die Sozialleis ungsemp änge . Wi haben in unse em. Ma e ial Fälle, in denen eine Kumula ion on 10 Ren en in eine Familie ein ganz kümme liches Einkommen e gib , und ande e, in denen eine Einzel en e schon als ein Mißb auch bezeichne we den muß. Da in be- s eh ja eben ge ade das P oblem, daß dies alles öllig unübe sehba gewo den is und e s einmal en wi we den muß. Gewiß gib es auch Ren enmißb auch ·du ch Ren enkumula ion, und unse Ma e ial is auch da ü e giebig,das is abe nu ein Aspek de ganzen F age und wohl e s ändlich e weise de jenige, de die Sozial- behö den und den Finanzminis e am meis en in e essie . Die Ren en- 5 Sozialpoli ik OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 66 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan kumula ion da abe nich nu un e diesem Gesich spunk gesehen we den, das wü de die F ages ellung ungebüh lich e engen. Es geh da um, daß die wi scha lichen und sozialen Wi kungen unse e Sozialpoli ik ga nich g ei ba sind, weil es öllig unübe sehba is , wie sich denn die ausgeschü e en Summen zu Einkommen kombinie- en und kumulie en. Das g ei ba zu machen, da um muß es dem Volks- wi und Soziologen gehen. Die Fes s ellung de Mißb äuche äll da- bei so nebenbei mi ab. 7. Nun gil es nich nu Zahl, sonde n auch A de Kom bi- na i 0 ne n zu e mi eln, und da zeig es sich, daß es ganz yp i s c h e Fäll e gib , wäh end ande e mögliche Fälle in de Wi klichkei ga nich o kommen ode zahlenmäßig unbedeu end sind. Dadu ch e s wi ,d die Zahl de ech lich möglichen Kombina ionen, die wah schein- lich nu mi Hil e de Kombina o ik zu bewäl igen is , zu eine p ak- isch zu bewälügenden G öße. Beispielsweise haben wi in unse em Ma e ial 285 Fälle on Un e - haI shil e nach dem So o hiI egese z, die Kombina ions älle sind. In 241 Fällen kumulie en sie mi eine LVA-Ren e, de Res on 44 Fäl- len s eu übe eine Vielzahl on Kombina ionen, da un e z. T. ganz ausge allene, die in de Wi klichkei auch o kommen, abe p ak isch ganz unbedeu end sind. Eine wei e e Zahl ech lich mögliohe Kom- bina ionen komm im Ma e ial übe haup nich o . Das heiß nich , daß sie nich &,elegen lich auch einmal o kommen können, abe mi ihnen b auchen wi uns ü unse e Zwecke eigen lich wei e nich zu be assen. Das mögen iu is isch in e essan e Einzel älle sein. Die ypische Ren enkumula ion is die on Un e hal shil e mi eine LV A- Ren e. 8. Es bleib dann noch de ganze Komplex de ech lich unzulässi- gen, de nich ,gemelde en Ren enkumula ionen. Da wü de es nach de hie en wickel en Me hode möglich sein, ein e A beg en z e Ren e n ka e i au zus ellen, wenn man nämlich die säm lichen B- Fälle de S ichp obe, also die und 8600 e eichba en Fälle zähIbla - mäßig e aß . Wenn dann das Ma e ial alphabe isch geo dne wi d, muß ia de selbe Namens äge zwei- ode meh mals au auchen. Lei- de konn en wi wegen de Besch änkung unse e Mi el nu die und 2600 Kombina ions älle ka eimäßig e assen, so äll also diese Mög- lichkei bei uns weg. Bei eine Wiede holung eine solchen S ichp obe soll e man abe diese E wei e ung unbeding in die Planung einbezie- hen, wenn es inanziell i gendwie agba is . Auch dann muß dami ge echne we den, daß Fälle du ch die Maschen schlüp en, wenn die. Bea bei ungen bei den einzelnen Behö den nich au exak denselben S ich ag bezogen we den, abe ein unge äh e Eind uck om Um ang OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 67 de Ve schweigungen und des eigen liohen Ren enmißb auchs auße - halb de Schwa za bei müß e sich e geben. 9. Bleib wei e noch ~lie Ku m u I a i 0 n on Ren e und A - bei sei n kom m e n, und zwa sowohl die ech lich zulässige wie auch die eigen liche Schwa za bei . Hie e sag die Ak enbea bei ung genau so wie die Be agung. Fü diese Fälle soll e eine gewisse E gänzung gegeben we den du ch Haushal smonog aphien on Ren ne amilien und Enque en on Sach e s ändigen (Fü so ge innen, Kon ollbeam en des A bei sam es). Auße dem is on den gemeIde en Kumula ionen und ih e sozialen und ökonomischen Ve ums ändung ein gewisse Analogieschluß au die "schwa zen Fälle" möglich. In diese Hinsich sind wi o läu ig übe einige as ende Ve suche (Du cha hei on Fü so geak en, mono- g aphische Bea bei ung on Flüch lingslage n) noch nich hinausge- kommen, die o läu ig auße halb unse e eigen lichen Fo schungs- a bei du chge üh we den, weil wi unse e besch änk en Mi el au das Wich igs e konzen ie en müssen. Hie is abe ein wei es Feld ü wei e e uch ba e A bei , wenn sie e s ändig und sinn oll di i- gie wi d. Ich ho e, Ihnen dami gezeig zu haben, wo au wi bei unse en Un e suchungen hinauswollen: wi wollen die B ü c k e s chI ag e n on de gese zlichen Regelung zu sozialenWi klich- kei , wollen zeigen, wie sich das, was aus unse en ö en lichen Kassen an Sozialleis ungen ließ , zu Einzel-, Familien- und Haushal seinkommen kumu- li e , denn nu on eine Kenn nis diese Ta sachen aus lassen sich auch die olkswi scha lichen und sozialpoli ischen Wi kungen ab- s ecken. Die Mängel de heu igen Lage in unse e Sozial e wal ung sind da- nach schon je z o enba . Ein Zus and, in dem bei de willigen und e s ändnis ollen Mi a bei on 15 Behö den eine so um ang eiche und komplizie e A bei no well'di;g is , nu um übe haup einmal es zu- s ellen, we denn eigen lich in eine S ad wie Kiel on ö en lichen Mi eln leb und wodu ch diese S ellung beg ünde wi d, is höchs unzu äglich. Das Halbdunkel, das dami übe diese sozial höohs wich- ige Ta sache geb ei e wi d, is ehe eine Vielzahl on sozialen Scha engewäohsen zu äglich, die dabei gedeihen, wäh end ande e, denen unse e sozialen Diens e e was Lich in ih übes Dasein b in- gen sollen, dabei e kümme n. Die Ze spli e ung und Unübe sich lioh- kei in de Ve wal ung de ö en lichen Mi el üh zu zahl eichen Ung,e eim hei en und Unge ech igkei en im einzelnen. Dazu ein Beispiel: eine Wi we mi ün Kinde n, de en Mann 1945 ge allen is , wi d ganz ande s behandel als eine Wi we, de en Mann 1946 an Lungenk ebs 5' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 68 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan ges o ben is . Die Un e s ü zungssä ze be echnen sic.h ganz ande s und e geben auch ganz e schiedene Be äge. Wa um das? Es is doch soziologisch ge- sehen genau de gleiche Fall. Die Ze spli e ung mach wei e jede Sozialplanung illuso isch und geh im ganzen zu Las en de wi klich No leidenden. Die einzelne Leis ung is zu ge ing, so daß de No Ieidende au Kombina ion meh e e Lei- s ungen angewiesen is . Da a:be in de Wi nis Mißb auch e leich e is , wi d diese Kombina ion wiede du ch eine Fülle on bü ok a- ischen Hemmnissen e sohwe , die abe nich zu kon ollie en sind, was wiede den Bedenkenlosen zu Übe e ungen ge adezu au o de . Als Lösung bleib nu eine En wi ung des gegenwä igen Zus an- des,die sich au eine kla übe sehba e und leich zu kon ollie ende Gesam konzep ion aus ioh e . Wie muß eine solche aussehen? Das is die F age, de wi uns nunmeh zuwenden. 2. Die Au b i n gun g de Mi el Hie is nun de Punk , wo wi mi allem Nachd uck be onen: De G undsa z de Einhei des Sozialbudge s ha nich s, abe auch ga nich s zu un mi eine Zen alisie ung de Sozial e waI ung. Leide lieg de Schluß: "Planung = Zen al e waI ung" in de Linie gewisse Populä ideologien, die leide auch on de zün igen Na ionalökonomie he gespeis we den. Ich möch e diesen Fehlschluß mi allem Nach- d uck zu ückweisen. Im Gegen eil: Ge ade ein e 0 I k s wi s c ha li c he - leuch e e Planung unse e Sozialpoli ik leg uns zwingend nah'e, sie dezen alisie und un e e - schiedenen R,ech skons uk ionen zu e wal en. Hie we den die Vo züge und Ve diens e des Ve siche ungsp inzips zu ühmen sein. Nich e wa, daß es die allgemeine S aa sbü ge e so - gung e meide ode un e binde , die b auoh ga nich e s zu kom- men, sie is schon da und kann du ch kein Ve siche ungsp inzip meh hin angehaI en we den. Sie bes eh ein ach da in, daß es unse soziales Gewissen heu e nich meh zuläß , einen Menschen sich selbs zu übe - lassen. De nich -ode nich aus eichend Ve siche e wi d ja schließ- lich auch e so g . Abe j.e meh die allgemeine S aa sbü ge e so - gung schon soziale Wi klichkei is , um so meh soll e man in de So- zial e waI ung wenigs ens noch die Fik ion au ech e hal en, daß de einzelne zu den Leis ungen beizu agen ha , die e emp äng , und o allem soll e man sie nach Maßgabe de eigenen Bei äge scha du ch- s a eln, wo es nu i gend angängig is . Au dem PI a ond ein e on unse ,em sozialen Gewissen heu e allgemein ge- o de en s aa sbü ge lichen Mindes e so gung soll e sich eine in d i i d u elle Du c h s a e I u n g de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Macken o h (Kiel) 69 Sozialleis ungen nach Maßgabe eigene Bei äge e - heb en. Die Sozialabgaben sind heu e de Sache und Wi kung nach S eu- e n, und zwa S eue n, die die un e en Einkommensschich en ela i s a k belas en. Da man nun in eine einkommensmäßig so s a k ni el- lie en Gesellscha wie unse e heu igen nich ohne S eue n au die un e en Einkommensschich en auskomm , muß man sie psychologisch agba machen, und die einzige Fo m, in de sie agba sind und ak- zep ie we den, is die Fo m de Sozial e siche ungsbei äge, die abe dann auoh ein Meh an Leis ungen de ö en lichen Hand e o de n. Dahe also die e s e Fo de ung: Z w ei gl eis i g k e i de Au - b i n gun g de M i e 1 wie bis he , d. h. a 11 ge n ein e S e u - e mi el plus spezielle Bei äge nach A de bishe- i gen S 0 z i al e s ich e un g s bei ä g e. Dann abe schä e e Du c:hs a elung de Leis ungen nach Maßgabe de indi iduell geleis e- en Bei äge. Dazu komm noch ein d i e s Gel eis: s p e z i eIl e Bei ä ge ohne Gewäh spezielle übe leis ungen in Ges al de Familienausgleichsbes eue ung. E wa so: Die Zwel- kind amilie gil als No m und geh aus mi ± 0, die in bes imm en Al e s- und Leis ungs$chich en da un e liegen in ih em Familiens and, we den übe bes eue ,die da übe lie,gen, we den du ch Sozialleis un- gen zuguns en ih e Kinde en las e . De ganze Sozialau wand kann aus diese QueUe, sowei es die Fü so ge ü den Nachwuchs angeh , en las e we den. Die Au b ingung is o ganisa o isch möglich übe den ö en lichen Haushal , dann is es eine A de Bes eue ung, die nu ausgesp ochen amilienpoli isch ausge ich e is . Denkba sind auch hil s iskalische Ein ich ungen wie Familienkassen, denen ich eigen lich den Vo zug geben möch e. Einzelhei en hie zu gehö en nich hie he , doch eines is wich ig: daß ein sol c he Fa m i 1 i e n 1 as e n aus- gleich dem Sys em de Sozialpoli ik o ganisch ein- gebau wi d. 3. Die Ve wal un g de Mi el Die Vielzahl on Äm e n, die heu e die Mi el e wal en, ohne' on einande zu wissen und ohne au eine einhei liche sozialpoli ische G undkonzep ion e p lich e zu sein, muß au hö en. Das wi d das wesen liche S ück de Re o m sein.' Hie is noch alles o en, und die olgenden Vo sohläge wollen nich meh sein als eine Diskussions- g undlage. Zue s soll e die g e sam e Ge s und h e i s e s 0 gun gau s allen ande en Sozialleis ungen he ausgenommen und als eine eigene Säule zusammen mi dem ö en - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 70 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan lichen Gesundhei sdiens zu eine um assenden ö en lichen Gesundhei s ü so ge ausgebau we - den. In Wi klichkei sind wi schon au dem Wege dazu,alle noch be- s ehenden ins i u ionellen Un e scheidungen we den imme meh zu Fik ionen. Angenommen ein Kind wi d k ank. Is es das Kind eines in A bei und Ve diens s ehenden A bei e s, so is das ein Fall on So- zial e sie he u n g, da es als Familienmi glied mi e siche is . 1s es das Kind eine K iege wi we, so is es ein Fall on Sozial e - s 0 gun g, is es abe das Kind eine Fü so geemp änge in, so is es ein Fall on Sozial ü s 0 g e. Abe abgewickel wi d de Fall imme übe die O sk ankenkasse, nu nachhe wi d zwischen den T ä'ge n · e echne . Es is doch die Un e scheidung ganz küns lich: ein k ankes Kind muß e so g we den, da übe sind sich alle einig, das bes ei e niemand, und es wi d auch e so g , nu soll e man ·dann die o gani- sa o ischen Konsequenzen ziehen. De Einbau des ö en lichen Gesundhei sdiens es wi d hie eine um- assende nach einhei lichen Zielen ausge ich e e Ge s und he i s- pol i i k möglich machen. Schulzahnp lege, Schulspeisung u. a. gehö- en als o beugende Maßnahmen zu Gesundhei s ü so ge, genau so wie die Ve so gung de E k ank en. Die einhei liche Gesundhei spoli ik wi d nich ges ö du ch eine Vielzahl on mi einande konku ie enden E sa zkassen, Be iebsk an- kenkassen usw. Im Gegen eil: Wenn eine ö en liche Sozialpoli ik eine Ge ah un e lieg , so is es die G e a h ein e N i e I I i e un g na c h u n e n. Wi wollen abe die sozialen Diens e au allen Gebie en s eige n, und nich s kann dazu dienliche sein als ein We bewe b dezen alisie e Ve wal ungs s ellen um imme besse e und höhe e Leis ungen -un e ö en liche Au sich na ü lich, so daß sie ein Min- des leis ungsmaß zu hal en haben und nich aus Unwissenhei und Gu - gläubigkei Kapi al schlagen können. Auch hie wiede da und soll es keinem e weh we den, du ch ges eige e eigene Bei agsleis ungen sich e höh e Ansp üche zu siche n, wenn auch ge ade au diesem Ge- bie die T end e n z sei n muß, das all g e m ein e N i e a u schnells ens sowei zu heben, daß ü eine Du ch- s a elung de Leis ungen wenig Raum bleib . Dann bleib abe imme noch de We bewe b um die bes- s 'e e Ve wal un gun dei ne Sen k u n g de Bei ä g e. Fü alle üb igen Fälle auße halb de Gesundhei s ü so ge soll e eine E n I e c h un g na c h Pe so n e n k eis engesuch we den, de - a , daß ü einen Pe sonenk eis imme nu eine Sozial 'e wal ung zu- s ändig is . übe schneidungen on Pe sonenk eisen soll en ausge- schlossen we den. Das wü de dann zu Folge haben, daß jede nu mi OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 P o esso D . Mack!en o h (Kiel) 71 eine Behö de zu un ha , diese ü ihn und sein soziales Schicksal dann abe auch in ollem Um ange e an wo lich is . Volkswi scha lich is dabei en scheidend die S ell u n g des ein z ein e n zu p o d u k i e n Wi s c h a . Soziologisch en - scheidend is seine S ell u n gin de Fa n i 1 i e. Beide Gesich s- punk e lassen sich gu zu Deckung b ingen. Dahe soll e sich eine Sozial e wal ung, die sich mi olkswi scha lichem K eislau und Gesellscha sau bau abs immen will, nach olgenden Gesich spunk en o ganisa o isch gliede n: a) Ein "j u gen da m " ode eine S elle, die ü alle noch nich ode noch nich oll ins E we bsleben Einge e enen e an wo lich is ; hIe sind die en sche denden Au gaben ak i e Sozialpoli ik und Familienpoli ik: Be u sausbildung und En las ung des Familien- budge s on den Las en de Kinde e ziehung, dazu Fü so ge und Be euung ü die jugend in einem iel um assende en Sinne und in einem Ausmaß, das wei übe das bishe Ge ane hinausgeh . b) Ein in seinen Zus ändigkei en e wei e es "A be i sam ", das die Be ölke ung im oll e we bs ähigen Al e nach Abschluß de Be u sausbildung zu be euen ha . Hie sind die Au gaben ak i e Sozialpoli ik: A bei snachweis, A bei sbescha ung - in Zusam- mena bei mi de Wi scha spoli ik -, A bei sausgleich und sub- sidä , und wenn es ga nich ande s geh : A bei slosenun e - s ü zung. c) Ein "R e n e n am " ü die aus dem Wi scha sp ozeß Ausge- gliede en, die Al en und In aliden. Die Au gaben ak i e Sozial- poli ik e en hie zu ück. Fü alle d ei Äm e is eine egionale Gliede ung und ein hie a chi- sche Au bau zu Siche ung eine übe egionalen Sozialpoli ik no - wendig. Die un e s en Ins anzen soll en ielleich die nach dem Vo - schlag on Aue bach zu bildenden "Sozialgemeinden" sein. In ihnen wi d das Pe sonal ausgebilde und anges ell , das den Einzel all, die einzelne Familie kenn ; hie wä e ein wei es Feld ü die be u liche Be ä igung und einen sozialen Einsa z unse e weiblichen jugend, die eine be iedigende und gemäß,e Au gabe such , in de sie nich nu GeId e dien , sonde n auch sinn oll ins soziale Ganze eingeglie- de is . Un e sich soll en die Äm e na ü lich auch eng zusammena bei en, dami ein solches Gegeneinande zu Las en des Ganzen, wie wi es heu e gelegen lich beobach en können, ausgeschlossen is . Da ü ein Beispiel: Wi haben in Schleswig-Hols einein gu a bei endes Jugendau bauwe k, das den Jugendlichen, die keine Leh s elle inden, auch noch eine Be u sausbildung e mi el . Viele Juge udliche, die Anschluß an eine Familie haben, en ziehen sich ihm, weil sie Alu und. Al ü bekommen, zuhause OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 78 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan suchungen wie die on He n P o esso Macken o h sind also äuße s e diens lich; sie soll en abe in engs e Fühlungnahme mi den O gani- sa ionen de A bei e , d. h. mi den Gewe kscha en, e olgen. De He Vo agende ha die gu e Zusammena bei mi den Behö den e wähn . Ich wü .de es seh beg üßen, wenn eine ähnlich gu e Zusammena bei auch mi .den Gewe kscha en, die e übe haup nich e wähn ha , s a ände; hie bei weise ich besonde s au das Wi scha swissen- scha liche Ins i u de Gewe kscha en in Köln hin. Ob man so wei gehen kann, als Kombina ionsp inzip auch das Haushal sp inzip zu e wenden, müß e noch un e such we den. Die Leu e sind ja ganz übe wiegend nich deshalb in Haushal sgemein- scha , weil sie wollen, sonde n weil sie wegen des Wohnungselends aus ,den Haushal en, denen sie an sich längs en wachsen sind, nich he auskommen (junge e hei a e e Paa e usw.). Im üb igen wa ne ich da o , die ganze Angelegenhei un e dem Gesich spunk on bes imm- en Ausnahme ällen be ach en zu wollen. P esse und ö en lichkei wü den sich mögliche weise au die Einzel älle s ü zen, in denen sich nun a sächlich wegen des Dschungels de Gese zgebung und de Ge- schicklichkei on Einzelnen ungewöhnlich hohe Un e s ü zungs en en e geben können. Die Re o mbes ebungen soll en nich on solchen Gesich spunk en ausgehen, sonde n da on, im In e esse de Ra ionali- sie ung Doppela bei und Meh acha bei an e schiedenen S ellen zu e meiden; dann we den auch au oma isch solche Auswüchse, die doch nu Ausnahmen sind, weg allen. D . Hänicke (Deu sche Beam enbund, Be lin): Nach meine Au assung is de S andpunk des He n Re e en en, daß Sozialpoli ik un e Be ücksich igung de gewilI igen S uk u - ände ungen nu im Zusammenhang mi ,de Wi scha spoli ik be ach- e we den kann, ich ig, abe bei We ung des o ge agenen Ma- e ials inso e n ge äh lich, als hie nu bes imm e wi scha spoli ische E scheinungen he ausgeg i en wu den, um sie ü einen Sozialplan einzeln zu be ach en. Wi müssen uns im In e esse eine gesunden Wi schai spoli ik auch bei eine du chaus e kennba en G und endenz eine sozialen Planung allgemein heu e noch .da an e inne n, daß die Wi scha als Gesam komplex nu a bei en kann, wenn das P inzip de Ve siche ung -und zwa nich nu aus psychologischen G ünden als An eiz zu A bei -e hal en bleib . Ich glaube auch nich , daß die F age de Schwa za bei so ein ach zu lösen is , wie es nach de Da s ellung des Vo agenden den An- schein ha . Auße dem müssen die gewal igen S uk u e ände ungen du ch die En wicklung .de Technik mi be ücksich ig we den '.l n d OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Aussp ache: P o esso Schellenhe g (Be Iin) 79 die s ö enden Ein lüsse undu chdach e gese zliche Regelungen au ande en Ge:bie en de SoZ'ialpoli ik, wie z. B. beim Kündigungsschu z- gese z, bei dem wohl de soziale Ta bes and bezüglich des zu Kündi- genden, abe nich die Belange de Wi scha und dami auch die Be- lange de A bei nehme selbs be ücksich ig wo den sind. Zu F age de KumulaNon schein an de Au s ellung auch manches alsch zu sein. Man da nich sagen, es we de e was kumulie , weil e schiedene Risiken au einande allen, dem Beispiel de im übe eich- en Abd uck gezeichne en K eisel olgend. Es is doch dabei nich zu e gessen, daß hie e schiedene En s ehungsg ünde maßgebend sind, de en Nich be ücksich igung auch au dem Gebie e des ein Wi scha - lichen zu unmöglichen Konsequenzen üh . Man müß e z. B. auch dann on Kumulie ung sp echen, wenn de Ve siche e A. bei einem Feue - schaden on de Feue e siche ung den Sachschaden und on de p i a en K anken e siche ung den Ausgleich ü den Gesundhei s- schaden in seine ein e Hand e häl , on eine d ei achen Kumulie ung, wenn de B ands i e ihm Schme zensgeld zahlen muß. De K eis de un e A . 131 GG allenden Pe sonen muß au jeden Fall aus de Be ach ung de Kumulie ung he ausgehal en we den. Hie handel es sich nach meine Meinung nich um ein ech es Sozialp o- blem, sonde n um eine poli ische "Panne". Diese K eis kann on heu e au mo gen wiede .eingegliede we den in die no male Exis enz- bescha ung ohne Gewäh ung on Un e s ü zungen aus dem Soziale a in Fo m on Ausgleichszahlungen. Ge ade dieses Beispiel zeig ein- deu ig, daß bei den sozialp og amma ischen E wägungen des Vo - agenden die Auswi kung poli ische E wägungen mi be ücksich ig wu den, die mi den o wiegend eigengese zlichen E scheinungen de Sozialpoli ik und Wi scha nich s zu un haben. Zwa s ehen Poli ik, So:cialp og amm und Wi scha in eine un ennba en Einhei , nich abe pa eipoli ische Eing i e, die au diesen Zusammenhang keine Rücksich nehmen. P o . Schelle,nbe g (Be lin) : Ich möch e zunächs es s ellen, daß ich mich du ch das Re e a on He n Macken o h nich angeg i en ühle. In de Konzep ion bin ich ielmeh mi He n P o . Macken o h p inzipiell eine Au assung da übe , daß die No wendigkei eines Sozialplans bes eh . Ich glaube, daß man allgemein auße o den lich en äusch da übe is , daß die poli- ischen Ins anzen die Möglichkei , zu einem deu schen Sozialplan zu kommen, nich e g i en haben. Es is bekann , daß de deu sche Bun- des ag sich im Mä zd. J. mi dem An ag au Einse zung eine unab- hängigen S udienkommission zu He ausa bei ung eines Sozialplans be- l Siehe S.61 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 80 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan schä ig ha , daß abe diese An ag noch nich einmal. ü we gehal en wu de, in die Ausschußbe a ung zu gehen, sonde n im Plenum e ab- schiede wu de in Ges al de Einse zung eines Bei a s beim A bei s- minis e ium, ohne daß sich diese Bei a ,bishe kons i uie ha . Man muß dahe He n P o . Macken o h auße o den lich dankba da ü sein, daß e hie die Ini ia i e e g i en ha , um die Dinge, obgleich sie poli- isch e sande sind, neu in Gang zu b ingen. In de Bewe ung de o geleg en A bei en und Ansä ze, insbeson- de e de Kiele E hebungen, bin ich alle dings e was ande e Ansich . Es kann de Eind uck en s ehen, daß du ch die übe schneidungen des Sys ems sich Sozialleis ungen e gäben, die wede olkswi scha lich noch sozialpoli isch ge ech e ig sind. Das komm selbs e s ändlich o , doch is mindes ens das eine on He n P o . Macken o h o ge- b ach e Beispiel meine übe zeugung nach nich ypisch. Ich habe übe - haup den Eind uck, daß ·de Vo agende die Dinge e was zu s a k un e dem Gesich spunk de Ve meidung on Ren enzahlungen an A - hei s ähig,e be ach e ha . Es schein mi da ü ypisch zu sein, daß de Vo agende bei de übe schneidung on Pe sonenk eisen die Leis un- gen ausgewähl ha , die das Sys em de gegenwä igen sozialen Siche - hei an zum Teil A bei s ähige (AV AVG, Ve so gungsgese z, So o - hil egese z und A . 131) gewäh . Ich glaube, daß dies nich ypisch ü die Si ua ion des sozialen Schu zes is , de ypische Fall is de al e Mensch. Die No wendigkei , dem al en Menschen, ·de nich meh a bei s ähig is , du ch die Ein ich ungen de Gesellscha eine soziale Siche ung zu bie en -dies im Sinne de eigenen Konzep ion des Vo - agenden, nämlich de übe windung des Elends -, komm in de A bei on He n P o . Macken o h nach meine Übe zeugung zu ku z. Auße dem hal e ich das Kiele Ma e ial noch nich Jü ganz beweis- k ä ig, zumal es in de besonde en S uk u Kiels beg ünde is . De Au assung on He n S ad kämme e Hielsche is zuzus im- men, daß bei den Fü so geäm e n de exak e Nachweis e b ach we de, daß de SO.7)ialbeda i, de siche ges ell we den soll, o z de 40 %igen Übe schneidung nich ohne wei e es gewäh leis e is . De Vo agende ha sich auch nich zu de F age g·eäuße , ob Sozialleis ungen nu nach dem Fü so gep inzip gewäh we den sollen. Wenn man on "Doppel- leis ungen" sp ich , is noch nich s übe ,die Höhe de Leis ungen gesag . In Be lin sind on den 360000 Ren en de Sozial e siche ung e wa 125000 sogenann e Mindes en en (50,- DM ü den Ve siche en, 40,- DM ü die Wi we), d. h. Ren enleis ungen, die im allgemein~n so- ga un e den Fü so gesä zen Hegen. Ich muß dies e wähnen, weil bei denjenigen, die sich nich haup am lich mi de Ma e ie beschä igen. de Anschein e weck we den kann, als ob dami e was übe einen zu OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Aussp ache: P o esso D . Sul an (Heidelbe g) 81 g oßen Um ang de Sozialleis ung gesag sei. Dies mag ielleich in Einzel ällen ode in eine 'bes imm en Anzahl on Fällen zu e en, es is abe nich ü das Sys em des sozialen Schu zes ypisch. Ich s imme a:be mi dem Vo agenden da in übe ein, daß das Sys em de sozialen Siche ung, des sozialen Schu zes und de Sozialleis ungen iel zu komplizie is und zu eine Ve wi ung ge üh ha , die nich den sinn- olls en und olkswi scha lich aNonells en E ek gewäh leis e . Was die F age de Zen alisa ion ode Dezen alisa ion de Sozial- e siche ung be i , so habe ich die Aus üh ungen des Vo agenden nich ganz e s anden. De Vo schlag,es solle nich zen al o ganisie , sonde n in d ei G uppen einge eil we den, nämlich 1. die Jugend, 2. die Gene a ion, die in e we bs ähigem Al e s eh , 3. die al e Gene a ion, wü de in de p ak ischen Ve wi ·klichung eine Sozial e wal ung zu eine Zen alisie ung üh en, die alles bishe Bekann e übe s eig (z. B. zen ale Behö de ü die Siche ung des Lebensbeda s de al en Men- schen, zen ale S elle, die Kinde beihil en gewäh , und zen ale S elle ü alle übe 20 Jah e al en und im E we bsleben s ehenden Pe sonen). Abschließend möch e ich abe meine übe eins immung mi den G undgedanken on He n P o . Macken o h e klä en, insbesonde e in bezug da au , daß es die Au gabe unse e Zei is , aus den Folgen des K ieges und de Nachk iegszei auch hinsich lich de sozialen Leis ungen gewisse Konsequenzen zu ziehen und sich einmal zu übe - legen, wie man diesen olkswi scha lich und sozial bedeu samen Be- eich ges al en kann, wie e am bes en den Bedü nissen de Gegen- wa en sp ich . P o . D . Sul an (Heidelbe g): Ich habe eine g undsä zliche F age zu s ellen - om S andpunk e des Finanzwissenscha le s und Finanz heo e Hce s aus. Ge ade weil in de g undsä zlichen Sich Finanzpoli ik und Sozialpoli ik übe eins im- men, ge ade weil es ebensowenig wie eine "neu ale" Sozialpoli ik auch keine "neu ale" Finanzpoli ik meh gib und geben kann, weil auch die Finanzpoli ik (wie es in These 1 heiß ) "mi Wi scha und Gesellscha allsei ig abges imm we den" muß, e geben sich Zwei el an de inanzpoli ischen und inanz heo eNschen Gel ung on These 2: "Es gib nu eine Quelle ü allen Sozialau wand: das lau ende Volks- einkommen." Rein heo e isch gesp ochen is diese These selbs e s ändlich zu- e end: in eine "Wi scha spe iode" gib es eben nu das lau ende Volkseinkommen als Quelle jedes "Au wandes" (gleichgül ig ob es sich um den "Sozial"- ode den sons igen s aa lichen Au wand handel ), gib es keine Fonds, wie Mackell o h wiede hol be on e. Abe d~ese 6 Sozialpoli ik OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 82 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan ein heo e ische Wi s c h a s pe iod eis nie h i den i s c h mi dem inanzpoH isch und also inanz heo e isch maßgeblichen F i- na n z j a h . Finanzwi scha lich und inanzpoli isch gib es seh wohl Fonds -und zwa heu e so seh , daß man (und zwa in e na ional; de Ta bes and gil nich nu ü die Bundes epublik) on eine Rück- keh zu Fondswi scha sp ich und sp echen muß. Fonds haben es abe an sich, selbs ändig, ih em eigen lichen Zweck en emde zu we den; das gil , wie gesag , 'in e na ional. Diese Ta sache ha m. E. Konsequenzen ü die A gumen a ion Macken o hs: E wies in seinem hochin e essan en Re e a au die Dis- k epanz zwischen de g oßen olkswi scha Hchen Belas ung du ch die Sozialleis ungen und den ela i kleinen Summen hin, die de ein- zelne Sozialleis ungsemp änge e häl . Man kann abe ollkommen on de F age de Zwecken emdung de Fonds absehen. So bleibe es ollkommen dahinges ell , ob und inwiewei eine de a ige Zwecken - emdung bei de "So o hil e", die ja in die Kiele me hodische Un e - suchung mi Rech mi einbezogen is , eine Rolle spiel ode nich . Finanzwi scha lich und inanzpoli isch en scheidend is das Vo han- densein on Fonds,eben auch ü -den "Sozialau wand", übe haup . Das heiß mi ande en Wo en: Finanzwi scha lich und inanz- poli isch gesehen, is These 2 unzu e end; die "Quelle ü allen Sozial- au wand" is ü diese Sich eben ni c h "nu das lau ende Volksein- kommen", sonde n auch die aus ühe en Finanzjah en s ammenden Fonds. Wie gesag , ein heo e isch gesehen, is die These zu e end; de G und des Un e schiedes zwischen de ein heo e ischen und de inanzwi scha lichen und -poli ischen Sich lieg in dem Un e schied zwischen de ein heo e ischen ( o malen) "Wi scha spe iocle" und dem a sächlichen Finanzjah . Meine g undsä zliche F age an P o . Macken o h geh nun dahin: E negie in seine e s en These mi Rech eine "neu ale" So z i a 1- poli ik, se z abe in seine zwei en These im G unde eine (gleich alls nich meh exis ie ende!) "neu ale" F i n an z poli ik o aus. Wie will also P o . Macken o h die de zwei en These zug unde liegende ein heo e ische A gumen a ion mi de a sächlichen Ges al ung de Fi- nanzwi scha und Finanzpoli ik in de gegenwä igen Wi scha und Gesellscha "abs immen"? D . Albe Wissle (Be lin) : . Mi einem gewissen Zöge n e g ei e ich das Wo ; denn was ich an- zudeu en habe, schein nich ganz zu Sache zu gehö en, wenigs ens nich zu Sache, wie sie om Re e en en o ge agen wo den is . Ich nehme an, daß ein g oße Teil de hie Ve sammel en· nach dem P o- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Aussp ache: D . Wissle (Be lin) 83 g amm de Tagung on dem Vo agenden e was ande es e wa e ha e, als wi zu hö en bekamen. Angekündig gewesen wa ein Vo - ag: Ein neue deu sche Sozialplan. Was wi gehö haben, wa jedoch ein zwa auße o den lich in e essan e und g ündliche , abe doch eng beg enz e Vo ag übe einen Plan zu Neuo dnung de So- zialleis ungen in Deu schland. Und -obwohl, wie man sag , sich in de Beg enzung ,de Meis e zeig -diese Spezial o ag -e wies m. E. wiede einmal, daß man bei alle So g al , ja ge ade in olge eine Bemühung um le z e G ündlichkei s a k ehlgehen kann, wenn man ein P oblem zu eng s ell ode au ein solches Spezialp oblem nich wenigs ens on de no wendige weise o he zu behandelnden wei e- en F ages ellung aus zukomm . Mi ande en Wo en: Das g oße P o- blem eines deu schen Sozialplanes, wie es die meis en de hie Ve sammel- en doch wohl in den Tex des Tagungsp og amms hineingelesen haben, müß e wenigs ens zue s einmal um issen sein, be o man ge ah los das spezielle P oblem de Neuo dnung de Sozialleis ungen behandeln kann. Und inso e n gehö en also meine k i ischen Beme kungen doch auch zu Sache, wie sie uns o ge agen wo den is . Abe dami habe ich auch meinen Einwand gegen die an sich gewiß höchs in e essan en Aus üh ungen on He n Macken o h schon e - schöp . Eine gewisse wei e eichende Bedeu ung könn e ihm alle dings inso e n noch zukommen, als sich ja auch im Schoße de Ve einigung, die uns diese Vo äge und die Möglichkei diese Diskussion hie in Be lin geschenk ha , m. W. die F age e heb , ob sie sich nich de u sp ünglichen T adi ion des Ve eins en sp echend wiede meh au sozialpoli ische F agen im enge en Sinne besch änken solP. Wenn mein Einwand gegen das Gehö e ich ig is , e gib sich die e neinende An wo au solche Wünsche wohl on selbs . Und so ges a en Sie, daß ich meinen Einwand noch du ch einige konk e e Hinweise wenig- s ens e was beg ünde. Dabei kann es nich die Au gabe des K i ike s sein, das, was e im Vo ag des Re e en en e miß e -den G und iß eines Sozialplans ! -, selbs zu lie e n. Wie schön wä e es, wenn das möglich wä e! Abe ich bin ja, wie wohl so iele, gekommen, um be- gie ig zu hö en, was ich leide ni c h weiß, abe b ennend ge n wissen möch e, und um an einem g oßen Gedankenwu i selbs zu le nen. De Hö e des Vo ags muß e den Eind uck gewinnen, daß in dem o geleg en Plan zu Neuo dnung de Sozialleis ungen alle diese soge- nann en Sozialleis ungen im G unde als gleicha ig be ach e we den und das Ziel de Neuo dnung da in bes ehen müß e, die gesam e, dem jeweils Bedü igen zukommende Sozialhil e en sp echend seinen be- 1 Hie an is sei ens des V. . S. nich gedach , sonde n es wi d nu e wogen, den sozialpoli ischen F agen e was s ä ke e Beach ung zu schenken, als es länge e Zei de Fall wa . -De He ausgebe . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 84 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozial plan g ünde en Bedü nissen und de Leis ungs ähigkei de Gesam wi - scha neu zu o dnen, eine in diesem Sinne unnö ige Akkumula ion on Leis ungen au G und e schiedene Gese ze zu e meiden und dami die Leis ung -auch e wal ungsmäßig -zu a ionalisie en. Das kling zunächs seh e nün ig. Abe mi einem leich en Schaude n bedenk man die Konsequenzen: Amdeu Iichs en we den sie bei de Behand- lung de "Sozialhil e" aus dem Las enausgleich, die ja, wenn ich ech e s anden habe, mi in das Sys em hineingebau we den soll. Wenn mi bei einem Au oun all ein Bein abge ah en wi d, so habe ich einen Rech sansp uch p i a ech Iiche A gegenübe dem Schuldigen an dem Un all, de mi meine "Bedü igkei " ga nich s zu un ha . Ein zuge üg e Schaden wi d einige maßen e se z . Wenn ich abe in olge de poli ischen und wi scha spoli ischen En wicklung, die doch i gend- wie die Gesam hei zu e an wo en ha , mein Ve mögen e lo en habe -ganz zu ällig ich, wäh end de Nachba zu ällig alles behal en ha -, so e hal e ich Hil e lediglich nach meine Bedü igkei , und zwa so, daß die Summe alle zu ällig mi zukommenden Sozialleis ungen, ge- messen an jenem Maßs ab, die dadu ch gekennzeichne e Höhe nich übe s eig . Summum Jus -summa Iniu ia -möch e man aus u en! Und Beides bleib bei diese " o bildlichen" neuen O dnung, wie sie de Vo a'gende emp iehl , nun e s ech und endgül ig nebeneinande bes ehen: die En schädigung nach dem Schaden bei p i a ech Iichen Ansp üchen, nach de "Bedü igkei " bei allen ö en lichen! Das is nu ein Beispiel. Ähnlich liegen die Dinge im Ve gleich de Lage des e a m en Klein-Ren ne s, de ühe seine Obliga ionszinsen e - zeh e, eine sei s, und dem Besi ze on Ak ien ande e sei s. So könn e man iele schlagende Beispiele an üh en. Ein solche "Sozialplan" wä e eben kein Sozialplan, sonde n ein hoch Quali izie es Flickwe k an einem Bau, dessen Schäden man ein ach hinnimm und den man in seinem So-sein dami e s ech sank ionie . Solche Schäden p oduzie abe unse gegenwä iges Wi scha s- sys em andaue nd. We an den Rand des Sys ems ged äng wi d, wi d du ch die Minimal e so gung de "Sozialleis ung" au ge angen -und dami gu ! Das kann nich de Sinn eines "Sozialplanes" sein. Also hä e einem solchen Plan zu Neuo dnung de Sozialleis ungen wenig- s ens eine Skizze eines wi klichen Sozialplanes o he zugehen, aus de he o geh , welche sozialen Nö e man wi klich als unabdingba hinzunehmen und du ch Sozialleis ungen au zu angen ha - im G unde is es nu de Fall des ühzei igen Todes, de die Angehö igen wi - scha lich zu e nich en d oh , sowie des Un alls und de schwe en K ankhei ; schon die no male Al e s e so gung soll e au ande e Basis au gebau we den können! -, e ne welche du ch die besonde- en Ve häl nisse unse e Zei beding und dahe einmalige Na u sind OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Aussp ache: P o esso D . Glei ze (Be lin) 85 und meh wie p i a ech liche Schadensansp üche ge egel we den soll en -und sohließlich welche im gegenwä igen Wi scha ssys em liegen und du ch eine besse e Wi scha so dnung übe haup ennie- den we den könn en. Man denke nu da an, welche sozialen Nö e wi ni c h hä en, wenn unse e Wi scha so dnung den Au bau eines be- scheidenen Geb auchs- und Siche ungs ennögens au b ei e F on e - möglichen wü de! S a dessen haben wi z. B. soga pe iodisch die Ze s ö ung eines seh g oßen Teiles des Mi els ands e mögens du ch Ka as ophen, du ch In la ion und "Wäh ungs e onn" und dann im Wiede au bau und in de Wiede au baukonjunk u die öllig einsei ige Neu e mögensbildung übe den Weg de Gewinnbildung, also den Weg de "Selbs inanzie ung", de en Bedeu ung wi nun ja seh genau g ößeno dnungsmäßig kennen! Alle diese Hinweise lenken den Blick au die unau hebba e Einhei de Wi scha swissenscha -und au die No wendigkei , einen - noch so gu en - Plan zu Neuo dnung de Sozialleis ungen in den Rah- men eines wi klichen Sozialplanes und eine kons uk i en Wi scha s- polWk zu s ellen. -Abe all dies möge den Re e en en nich e en; e ha eben nun einmal sein Thema enge gewähl . P o . D . Glei ze {Be lin} : Ich möch e mich au zwei F agen besch änken: Nach de These 2 gib es nu ein e Quelle ü allen Sozialau wand, und zwa das lau ende Volkseinkommen. Es is abe cha ak e is isch ü das e gangene Jah - zehn , daß hie de Sozialau wand auch aus dem Abbau de sozialen Subs anz bes i en wu de. Die Sozial e so gung zeh e wäh end des K ieges an den Vo ä en genau so wie die üb ige zi ile Ve so gung. Nach dem K iege ha sich eine spezi ische soziale Si ua ion e geben, in de die o angegangenen Ve lus e de Sozialsubs anz wiede aus- zugleichen wa en. Diese Pe iode is heu e noch nich · abgeschlossen. Es gib heu e noch wei e Be ölke ungsschich en, de en soziale Ge- äh dung nich in de mangelnden unmi elba en Ve so gung beg ünde is , sonde n in dem Fehlen eines aus eichenden sozialen Pols e s. Hie - zu möch e ich den Mangel an Haus a und Bekleidung de Flüch linge und Bombengeschädig en ebenso echnen wie ih e o nu un ollkom- mene Behausung. Sozialleis ungen, die die soziale Subs anz wiede an eiche n sollen -und hie zu echnen ebenso die Zahlungen de So o hil e wie manche Fü so geun e s ü zungen -, haben danach eine ganz ande e Funk ion zu e üllen als Pensionen und ande e Sozial- leis ungen, die im wesen lichen die egulä e Lebenshal ung zu siche n haben. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 86 Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan Dami komme ich au den Sinn de Kombina ion on Sozialleis ungs- ällen. Bei de a igen Kombina ionen muß die Funk ion auseinande - gehal en we den, die die Sozialleis ungen zu e üllen haben. Im üb igen sind die au e enden Kombina ionen im wesen lichen nu das Spiegel- bild de O ganisa ion unse e Sozial e so gung. Sie besagen nich s übe das Ausmaß une wünsch e und noch wenige übe das unbe ech- ig e soziale Meh achleis ungcl1. Die ü die Au klä ung soziale Sach e hal e zwei ellos wich igen Kiele S ichp obene hebungen geben lediglich ein s a is isches Bild. Es wi d abe schon du ch das Ausmaß de jeweiligen A bei slosigkei e ze . Au keinen Fall abe lie e es A gumen e zu de Behaup ung, die gegenwä igen Sozialleis ungen wä en g undsä zlich un e de Wi kung de Ren enkumula ion zu hoch. P o . D . Ca l B inkmann (Tübingen): Vielleich können einige ku ze Beme kungen zu Au klä ung de sel samen Beun uhigung dienen, die die glänzende K eislau analyse des He n Macken o l , namen lich bei p ak ischen Sozialpoli ike n, he o - ge u en zu haben schein . Zunächs wi d auch de He Re e en zugeben, daß die Elemen e seine D ei eilung in Konsumumschich ung, In es i ionsminde ung und S eige ung des Sozialp oduk s ü unse e mode ne geld heo e ische Ansich inne lich mi einande e bunden sind und daß dahe jede ein- sei ige Be onung eine de d ei Möglichkei en Bedenken ha . E ha ia auch selbs neben de P oduk i i ä ss eige ung an Konsumumschich- ung gedach , wenn e das A bei slohnni eau zu Unguns en des Ren cn- ni eaus s eige n will. Sodann s öß m. E. die " ein ökonomische" Analyse hie übe all an soziologische G enzen. Da ü will ich nu an He n Macken o hs Äu- ung e inne n, daß eine Mu e ü ge allene Söhne, Kinde ü den Ve lu'5 des E näh e s nich mi Geld zu en schädigen seien. Hie übe - schläg sich, glaube ich, die wi scha liche Logik. Wenn das gel en soll, so müß e jede zi il- ode e siche ungs ech liche Schä zung on A ek ionswe en und Schäden an Leib und Gesundhei den Boden e lie en. Endlich e geben sich auch aus de Ta sache G enzen, daß die mo- de nen Volkswi scha en nich geschlossen, sonde n außenwi scha - lieh o en und abhängig sind. Das zeig das Beispiel Englands am deu - lichs en. Hie schein mi doch die Aus e i y wenige eine Umschich- ung on Obe - und Mi elschich en au die A bei e klasse, als de Ve such eine allgemeinen Konsumbesch änkung zum Ausgleich de Handels- und Zahlungsbilanz in dem expo abhängigs en Lande de Wel zu sein. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53 Schlußwo : P o esso D . Macken o h (Kiel) 87 Die meis en on uns we den mi dem He n Re e en en übe ein- s immen, daß sie die Un e nehme wi scha e en möch en. Abe diese Wi scha gleich , wie sein Re e a deu lich gezeig ha , einem al en Kleide mi lau e Flicken und einigen as p o ozie enden golde- nen Li zen. Die Zen al e wal ungswi scha de Kommunis en is dagegen ein ä mliches, abe wenigs ens neues und einhei liches Kleid. Bemühen wi uns auch in de Sozialpoli ik, e was meh Einhei lichkei in unse Kleid zu b ingen. Schlußwo des Re e en en P o . D . Ge ha d Macken o h (Kiel): Me1ne Damen und He en! Ges a en Sie mi zunächs , daß ich in de Bean wo ung de ielen Diskussionspunk e e was auswählend und zusammen assend o gehe, ohne mich an die zei liche Reihen olge de Bei äge hal en zu müssen. Zu den Aus üh ungen on He n D . Wissle kann ich nu sagen: ich habe a sächlich nu einen Sozialplan im o ge agenen Sinne ge- mein . Ich kann nich die ganze F age de Wi scha spoli ik hie noch e ö e n. Selbs e s ändlich ha diese wei gehenden Ein luß au Anlage und Ve wi klichung eines Sozialplans, und ich meine, d'iese Be üh- ungspunk e auch kla gezeig zu haben. In bezug au die on He n Wissle be ü ch e e Gleicha igkei alle Sozialleis ungen kann ich nu au das e weisen, was ich zu Rango dnung de Ansp üche au das Volkseinkommen gesag habe. Ich bin de gleichen übe zeugung wie He Hielsche , daß die Sozialleis ungen im Einzelnen unzulänglich sind und sie u. U. du ch Kumulie ung nich zu ägliche wü den. Mein A gumen gegen die heu ige Sozialpoli ik is abe eben -dieses, daß se h ho h enG lob a 1- summen nu kümme liche Be äge im Einzel all g e gen übe s ehe n. Die G lob als u m m e n we den übe - haup nich e ek i , so daß die Kombina ion on So- zialleis ungen o no wendig is , um übe haup ein Ex is e n z m i n i m u m zu e eie h e n. Es is ein Ta bes and, de uns on An ang an beun uhig und beschä ig ha . So haben wi es uns zu o nehms en Au gabe gemach , das, was gese zlich es geleg wi d, in de sozialen Wi klichkei g ei ba und sich ba we den zu lassen, eben die B ü c k e z u s chI a gen on de G e se z g e b u n g zu sozialen Wi klichkei . Was die F age de Zusammena bei mi den Gewe kscha en an- geh , so da ich da au hinweisen, daß die ganzen P obleme be ei s aus üh lich mi den Gewe kscha en 'besp ochen wu den. Meine Damen und He en, ich weiß, daß unse Kiele Ma el"ial nich ep äsen a i is ü die Bundes epublik. Ich habe das auch nie beab- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44116-7 | Gene a ed on 2023-01-16 13:07:53