Monissen, Hans G.
A icle
Kapi alkos en, Po oliogleichgewich und die Wi kung
geldpoli ische Maßnahmen
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Monissen, Hans G. (1978) : Kapi alkos en, Po oliogleichgewich und die
Wi kung geldpoli ische Maßnahmen, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
(ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 98, Iss. 1, pp. 95-111,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95
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Kapi alkos en, Po oliogleichgewich
und die Wi kung geldpoli ische Maßnahmen
Einige E wei e ungen de adi ionellen Mak oanalyse*
Von Hans G. Monissen**, Uni e si ä Gießen
Die o liegende A bei modi izie die adi ionelle Mak oanalyse du ch
Einbeziehung eines unabhängigen Ma k es ü Realkapi al, eines Spek ums
on Finanzak i a, eine komplexen Finanzie ungss uk u und des Geld-
angebo sp ozesses.
0. P oblems ellung
Die geome ische Da s ellung des keynesianischen S anda dsys ems
in Fo m de bekann en Hicksschen IS-LM-Appa a u e laub eine ein-
deu ige Klassi izie ung de Wi kungen s abili ä spoli ische Maßnah-
men. Fiskalische Eing i e bedingen Ve schiebungen de IS- Ku e, und
geldpoli ische Eing i e üh en zu Ve schiebungen de LM-Ku e. Das
Gesam esul a al e na i e ode kombinie e Poli ikmaßnahmen is
somi bei gegebenem Ausmaß diese Ve schiebungen in eindeu ige
Weise du ch die S eigungseigenscha en diese beiden semi- eduzie en
Fo men es geleg . Die mone a is ische K i ik an de keynesianischen
In e p e a ion des mak oökonomischen P ozesses ich e sich wesen lich
gegen die Ve wendung eines engen, au eine einzigen Zins a e basie-
enden T ansmissionsmechanismus. E wei e ungen dieses T ansmis-
sionsmechanismus du ch Einbeziehung eines Spek ums ele an e Fi-
nanzmä k e sowie insbesonde e eines Ma k es ü Realkapi al, so wi d
a gumen ie , ela i ie en die IS-LM-Appa a u zu einem lee en ma he-
ma ischen Sp achsys em, das, alls es wei e hin G undlage ü eine
Aus ich ung s abili ä spoli ische Maßnahmen bleib , zu ge äh lichen
T ugschlüssen üh en könn e (B unne 1971).
Ziel des o liegenden Au sa zes is de Nachweis, daß die adi ionelle
Vo gehensweise so e o mulie und ein e p e ie we den kann, daß
die mone a is ische K i ik en k ä e wi d. De T adi ion on Me zle
und de Po olioanalyse de Yale Schule (B aina d & Tobin 1963 und
* De Au o dank He n P o esso E ns Bal enspe ge ü die k i ische
Du chsich eine ühe en Fassung.
** P o . D . Hans G. Monissen, Uni e si ä Gießen, P o essu ü Volks-
wi scha sleh e VII, Liche S aße 62, D-6300 Gießen.
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96 Hans G. Monisse i
Tobin 1961) olgend, konzen ie sich die Un e suchung zunächs au
die logische S uk u des Zusammenspiels on Ak i a und Passi a, wo-
bei das ein ache Me zle -Modell du ch Einbeziehung wei e e Mä k e
ü Finanzak i a, eines Ma k es ü Realkapi al, eine komplexen Fi-
nanzie ungss uk u und schließlich du ch Einbeziehung des Geldange-
bo sp ozesses sys ema isch e wei e wi d. Analog de bekann en LM-
Rela ion kann eine semi- eduzie e Fo m abgelei e we den, die die
Gleichgewich sbedingung ü die Bes andsg ößen angib . Diese Rela ion
läß sich dann in gewohn e Weise du ch die Fo mulie ung eine Gleich-
gewich s ela ion ü den Ou pu ma k e olls ändigen.
I. De Me zle -Tobin-Po olioansa z
Es is nich schwie ig nachzuweisen, daß Tobins1 häu ig ange üh es
Geld-Kapi al-Modell, sowei es allein den Po olioaspek be i , mi
dem inzwischen klassischen Modellansa z on Me zle (1951) o mal
iden isch is . Abs ahie en wi on allen Gü e ma k ela ionen und
sch eiben das Me zle -Modell in leich modi izie e Fo m, so esul ie
olgende Ansa z:
X
Y M
(1.1) W
=•
1 Ve mögensde ini ion
K P
M
(1.2) n1 ( K; M Y)W = — Geldma k
- + + P
X
Y
(1.3) n2 { K M, Y)W = Kapi alma k
+ - - *
In Gleichung (1.1) is das eale Ve mögen W als Summe des Gegen-
wa swe es des ealen P o i einkommens
X
Y, wobei X einen Dis ibu-
ionspa ame e angib , und de ealen Geldmenge (Außengeld) als
Quo ien aus nominale Geldmenge M und absolu em P eisni eau p de-
inie . K und n geben die ealen E ags a en au Kapi al und Real-
kasse an. Hie und im olgenden soll die Ve wendung on Quo ien en
nu de Übe sich lichkei dienen; keines de ange üh en E gebnisse
wi d du ch diese e ein achende Sch eibweise quali a i e ände .
Füh en wi auße x und W alle wei e en Va iablen als exogene G ö-
ßen ein, so läß sich die S uk u mi Hil e eine ein achen g aphischen
Technik illus ie en, die insbesonde e e deu lich , daß eine de beiden
Gleichgewich sbedingungen ü Ak i a au G und des Wal as'schen
Gese zes edundan is 2.
1 Die e s e Da s ellung dieses Modells is zu inden in Tobin (1961).
2 Vgl. dazu im einzelnen Monissen (1971).
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Kapi alkos en, Po oliogleichgewich 97
Bei gegebenem Ve mögen, das du ch die ho izon ale Di e enz zwi-
AY M
sehen den Ku en und — gemessen wi d, is das Po oliogleich-
gewich en wede du ch die Angebo -Nach age-Kons ella ion ü Real-
kapi al ode du ch den Schni punk on Geldnach age unk ion und
Geldangebo s unk ion bes imm . Jeweils eine Ma k kons ella ion läß
sich also e ospek i aus de ande en Ma k kons ella ion ablei en. Kon-
zen ie en wi unse In e esse au einen bes imm en Ma k , so besag
dies selbs e s ändlich nich s übe den Ablau ode die Kausali ä de
En scheidungen, die gene ell simul an e olgen, sonde n es es ingie
nu die pa iellen Ablei ungen in den Ve hal ensgleichungen.
Es muß gel en:
2 . 2 3 (ni W)
ni + n2 = 1; 2 n) = 0, ü j =
1, 2,
3; 2
~
TT ~ = 1
i=1 J i=i o W
Wi e hal en Tobins Geld-Kapi al-Modell, wenn wi die olgenden de l-
a o ischen Beziehungen e wenden:
/ Y q gib den Ma k p eis des
K ~ exis ie enden Kapi als K an.
q K = R De ini ion de o gegebenen G enz-
leis ungs ähigkei des Kapi als.
7 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1978/1
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98 Hans
G.
Monisse i
Zielg öße mone ä e Ope a ionen is o ensich lich
TR
(bzw. q in To-
bins Modell). Eine Senkung on
TK
is bei gegebenem nich -menschli-
chem Einkommen XY gleichbedeu end mi eine Höhe bewe ung des
exis ie enden Kapi als ocks. Eine Senkung on m wi d somi bei gege-
benem Angebo sp eis ü neues Kapi al die Neuin es i ion s imulie en.
Au de ande en Sei e is es p o i abel, al es Kapi al zu e kau en, um
mi dem e ziel en E lös neue Kapi algü e zu kau en. Sind die Kapi al-
mä k e pa iell un ollkommen, so wi d es wei e hin lohnend sein, al es
Kapi al zu mie en, ans a zu kau en. De Anpassungsp ozeß an ein
neues Gleichgewich is siche lich komplex, doch is das Ne o esul a
leich zu sehen: Die Nach age nach neuem Kapi al e höh den Ange-
bo sp eis und s imulie die Neup oduk ion. Ein neues Gleichgewich is
dann e eich , wenn de Ma k p eis ü neues Kapi al gleich dem Ma k -
p eis ü exis ie endes Kapi al is . Das Zusammenspiel on Neubewe -
ung und Ne onach age im Zei ablau wi d alle dings e s dann deu -
lich, wenn wi explizi einen Ma k ü neues Kapi al einbeziehen. Im
gegebenen Zusammenhang is es dahe nu möglich, die Kondi ionie-
ung ü ein neues Gleichgewich au dem Ma k ü exis ie endes Ka-
pi al zu be ach en.
Se zen wi die Ve mögensde ini ion des Ausgangsmodells in die Geld-
nach age unk ion ein, so e hal en wi :
Fü die Tobin-Ve sion gil :
Implizi e Di e en ia ion nach M und
X
Y bzw. K e gib :
1
3 K _ p
(i -m)
<o
•
A
XY u ' d XY >0
3 M
n
W-nl XY
K 2
K2 n] W - n*
bzw.
3 M
3 q
3 K
3 q — n1 q
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Kapi alkos en, Po oliogleichgewich 99
Wie leich zu sehen is , üh en beide Modelle zu iden ischen E geb-
nissen, wenn wi die De ini ion de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als
als No mie ung einbeziehen.
3 K 3 q
2 M bzw. q M geben die E gebnisse on einen Geldmengenände ungen
an. O enma k ope a ionen lassen sich du ch Kombina ion de oben
spezi izie en o alen Ablei ungen de inie en:
3 K 3 K „
K = hl dM + 3Ty
bzw.
3 q 3 q
dq=wdM+wdK
Be echnen wi die E gebnisse p o Einhei Geldmengen a ia ion, so
sind olgende Res ik ionen anzuwenden:
T 1
cüY = - — dM bzw. dK= dM
V P q
Es is einsich ig, daß O enma k käu e (-Ve käu e) die eale E ags-
a e au Realkapi al s ä ke e inge n (e höhen) we den, als dies bei
einen Geldmengene höhungen (-Ve inge ungen) de Fall is . Dies olg
aus de In e ak ion on Subs i u ions- und Ve mögense ek en bei sich än-
de nde S uk u de e ügba en Ak i a. De angesp ochene Zusam-
menhang sowie Wi kungen de Ände ungen de üb igen exogenen
Va iablen lassen sich leich mi Hil e de g aphischen Illus a ion des
Modells au zeigen.
II. Analy ische E wei e ungen
1. Ein Ve mögensmodell mi d ei Ak i a
Einige wich ige E gebnisse ü die wei e e Analyse lassen sich gewin-
nen, wenn wi im Rahmen des ein achen Po oliomodells die Zahl de
Ak i a du ch Be ücksich igung s aa liche We papie e au d ei e -
höhen:
A B M
(11.1) W = 1 1 Ve mögensde ini ion
p K p B p
M
(11.2) n1 ( K, D;
M>
Y) W = — Geldma k
- - + + p
7*
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iöö Hans G. Mo iisse i
A
(11.3) n2 ( K, B; Mi Y) W = Ak ienma k
+ _ _ _ p K
B
(11.4) n3 ( A-, B; M, Y)W = Bondma k
+ P ß
A
Y wu de in de d i en Gleichung du ch A, die Zahl de Ak ien, e -
se z . B gib die Zahl de exis ie enden s aa lichen We papie e und B
die zugehö ige E ags a e an. Dabei we den, de üblichen Vo gehens-
weise olgend, die Finanzie ungs i el so no mie , daß eine Einhei je-
weils eine Geldeinhei Ve zinsung e b ing .
Subs i uie en wi Gleichung (II. 1) in die üb igen Gleichungen und eli-
minie en wi au G und des Wal asschen Gese zes eine de üb igen
Gleichungen, e wa die Gleichung ü den Ak ienma k , so können wi
olgende E gebnisse ablei en:
3 K
3M <0 ; 3 K
3 A >0 ; ?
dB
3 B
3 M <0 ; 3 B
3 A ? • -lTB>o
dB
3 W
3
M
>0 ; 3 W
3 A >0 ; 3W.
3B>0:
Die E höhung de Geldmenge üh eindeu ig zu Reduzie ungen alle
E ags a en. Ebenso we den E höhungen de Zahl de Ak ien bzw. de
Zahl de Bonds eindeu ig zu E höhungen de zugehö igen E ags a en
üh en. In e essan , doch wenig übe aschend is , daß die Wi kung
eine Va ia ion de Zahl de We papie e au die emden E ags a en
inde e minie is . S ell man die Analyse allein au den Ve mögens-
e ek ab, so wü de man au G und de ges iegenen Nach age eine Re-
duzie ung de E ags a en e wa en. Diese Reduzie ung s ehen in-
dessen Subs i u ionse ek e gegenübe , die das Ne o esul a inde e -
minie lassen. Wa um gil eine analoge Beg ündung nich ü die Geld-
mengene höhung? De einzige Un e schied zwischen Geld und ande en
Ve mögenskomponen en lieg , sowei e die o liegende Analyse be-
i , da in, daß die E ags a e au Geld exogen o gegeben is . Dies
cha ak e isie , wie Tobin es o mulie ha , eine de wesen lichen Eigen-
scha en des Geldes. Alle d ei Ope a ionen üh en indessen zu eine E -
höhung des Ve mögens, wobei na ü lich de Geldmengene ek im Ve -
gleich zu eine en sp echenden E höhung de Zahl de Finanzak i a
g öße is , da e keine gegenläu igen Zinse ek e induzie .
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Kapi alkos en, Po oliogleichgewich
O enma k ope a ionen lassen sich wie olg spezi izie en:
101
d B
3 M dM - K -^- - dM < 0 ;
3 B
Die Wi kung on O enma k ope a ionen au die E ags a en em-
de Ak i a is zwa eindeu ig bes imm , doch is sie schwäche als de
en sp echende Zinse ek eine O enma k ope a ion, die das Ak i um
di ek einbezieh . Is die mone ä e Zielg öße also z. B. die E ags a e
au Ak ien, so is es e izien e , die O enma k ope a ion au Ak ien zu
ich en, da die Geldmengene höhung, die no wendig is , eine bes imm e
E ags a e au Ak ien zu e zielen, im le z e en Falle kleine sein wi d.
Da aus olg , daß auch die P eisni eau a ia ionen in einem Gesam -
sys em bei beiden Ope a ionen un e schiedlich e lau en we den. De
Zinse ek eine O enma k ope a ion mi emden Ak i a is ein zen-
ale S ei punk in de Kon o e se zwischen Mone a is en und Nich -
mone a is en. Aus de Sich de e s en G uppe is de E ek hin ei-
chend s a k und zu e lässig, aus de Sich de zwei en G uppe ela i
unzu e lässig, da sich das Spek um de Subs i u ionsbeziehungen nich
au alle Ak i a ausdehnen läß und da übe hinaus die zug undeliegen-
den Po oliogleichungen wenig s abil im Zei e lau sind (Tobin 1963).
Sind z. B. Geld und Bonds seh enge Subs i u e, d. h., is die Elas izi ä
de Ak iennach age in bezug au die Bond a e im Ex em all gleich
Null, und is die Zahl de exis ie enden Bonds ela i klein, so wi d eine
O enma k ope a ion mi Bonds die E ags a e au Ak ien wenig ode
ga nich ände n. Selbs wenn man die empi ische Rele anz de e s en
Bedingung konzedie , so is die E üllung de zwei en angesich s de
hohen S aa s e schuldung in den meis en Lände n kaum gegeben.
Die bishe igen E gebnisse e lauben eine ein ache Re o mulie ung und
Rein e p e a ion des bekann en Geldma k gleichgewich s de adi io-
nellen keynesianischen Mak oanalyse. Zunächs e gänzen wi die oben
disku ie e S uk u II. 1 - II.4 um eine wei e e Gleichung:
2. Re o mulie ung des mak oökonomischen Gleichgewich s
(II.5) o = K (Alp K) B (B/p B)
+ A+B
W W
pW
g spezi izie aus de Sich des Nach age s nach Finanzak i a die Ge-
sam e ags a e des Po e euilles ode aus de Sich des Nach age s
nach Realkapi al die Kapi alkos en. Diese le z e e Zusammenhang wi d
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102 Hans G. Monissen
dann deu liche , wenn wi im olgenden einen Ma k ü Realkapi al
ein üh en und den Finanzie ungsaspek des Realkapi als disku ie en.
In de S anda danalyse üh eine E höhung des Einkommens zu hö-
he em T ansak ionsbeda zu Las en de We papie hal ung. Dies is in
Gleichung (II.2) du ch eine posi i e pa ielle Ablei ung nach Y ausgewie-
sen. Ein höhe e T ansak ionsbeda üh bei gegebene Realkasse in-
dessen nu zu eine E höhung de „Zins a e":
3'K>0; 4^L>o;
3 Y 3 Y
Da eine E höhung on Y zu eine Reduzie ung des Gesam e mögens
üh , olg aus (II.5), daß auch g s eigen muß. Die posi i e Beziehung
zwischen g und Y de inie eine Gleichgewich sbedingung ü alle Fi-
nanzmä k e, die analog de bekann en LM-Rela ion zu in e p e ie en
is . Folgende E gebnisse lassen sich ablei en:
3¿> dp ^ dg ^ 3/) ^
~3M~ * TT ' W>0; W>0;
Geldmengene höhungen üh en bei gegebenen Einkommen zu Ve -
schiebungen de modi izie en LM-Ku e nach ech s, E höhungen on
A ode B zu en sp echenden Ve schiebungen nach links. Fü O en-
ma k ope a ionen gil :
3 g 3 g ^
dM~ n Tb" ;
3M dM- K^-<0 ;
Au G und des Zusammenspiels on Geld und ande en Finanzak i a
in die gleiche Rich ung is de Zinse ek eine O enma k ope a ion
g öße als de E ek eine einen Geldmengen e ände ung. Expansi e
O enma k ope a ionen we den das Gesam e mögen e höhen, kon-
ak i e O enma k ope a ionen demgegenübe das Gesam e mögen
e inge n3. Wie im olgenden deu lich wi d, bie e es sich an, die Va-
iable g als A gumen de In es i ions unk ion zu sch eiben, was die
LM-Rela ion zum bekann en IS-LM-Diag amm e olls ändig .
3 Diese Ve mögense ek e soll en nich mi denen eines Sys ems lexible
P eise e wechsel we den. Au G und de Anpassungen des P eisni eaus
e lau en in diesem Fall die Ve mögense ek e ge ade umgekeh . Siehe dazu
Me zle (1951).
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Kapi aikos en, Po oliogieichgewich 109
Mab
(IIIc.4,5 :a)
n2 ( K,
U Y)
W + [m ( K, i, W; Y, d, *) - 1] P
F
+ pi P /
P
/ P*
Die Komponen e n2 olg di ek aus unse en bishe igen Be ach un-
gen; die zwei e Komponen e gib das K edi angebo de Banken an; die
d i e Komponen e spezi izie die exogen o gegebene Nach age de
zen alen Ins anzen nach p i a en K edi en au G und des exis ie en-
den Bes andes an p i a en Finanzie ungs i eln. Die K edi nach age de
p i a en Un e nehmungen wi d wie bishe du ch
oc
qs bezeichne . Die
Summe diese Komponen en muß im Gleichgewich gleich dem Bes and
B
an auss ehenden s aa lichen We papie en sein.
Nach Ein üh ung einige O dnungsbedingungen e hal en wi
F9 l w w B
(IIIc.4,5) n2 ( K, i; Y, d, *,
«)
W -^ - - « ( *, i;-
, l
j qs (e, q; -j = —-
Die Sch eibweise in den modi izie en Gleichungen genüg den o -
malen Konsis enzk i e ien unse es Modells: Die Va iablen d, d, e -
schienen in mindes ens zwei Gleichungen, und die pa iellen Ablei un-
gen, bezogen au diese Va iablen, addie en sich zu Null. Ände ungen
on d, d, l e lau en alle in die gleiche Rich ung. Da Y in den beiden
modi izie en Gleichungen mi dem gleichen Vo zeichen e schein , las-
sen sich die Wi kungen diese Pa ame e a ia ionen au die Zielg ößen
q bzw. g quali a i du ch Va ia ionen on Y au zeigen.
Da die S uk u des e o mulie en Modells ziemlich komplex is , be-
nu zen wi wiede um Modell II, um diesen E ek zu bes immen. Es
olg
3 K m 3 B
sign, -gy- = sign. -yy-
Das Vo zeichen diese G öße is posi i .
Au unse komplexe es Modell übe agen, heiß dies, daß die Kapi-
alkos en insgesam s eigen und de Ma k p eis des exis ie enden Ka-
pi als äll . Folglich wi ken E höhungen des Diskon sa zes und de Min-
des ese en bei gegebene G enzleis ungs ähigkei des Kapi als kon-
ak il
Wie aus dem Modellzusammenhang ablei ba , gil die übliche Leh -
buchin e p e a ion des mone ä en Gleichgewich s anhand des IS-LM-
Diag amms ohne Einsch änkungen wei e , wenn wi die bekann e Geld-
ma k ela ion im Sinne eines Ma k es ü Basisgeld in e p e ie en.
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110 Hans G. Monisseii
V. Folge ungen
Die disku ie en Po oliomodelle un e schiedliche Komplexi ä üh-
en zu eindeu igen Konklusionen bezüglich de Aus ich ung mone ä e
S abili ä spoli ik: Zielg öße geldpoli ische Maßnahmen sind en wede
de Ma k p eis des exis ie enden Kapi als ode die Kapi alkos en. Beide
G ößen s ehen bei gegebene G enzleis ungs ähigkei des Kapi als in
unk ionale Beziehung. Die adi ionelle Dekomposi ion de mak o-
ökonomischen S uk u mi Hil e zweie semi- eduzie e Fo men is
auch dann noch G undlage ü eine a ionale Aus ich ung s abili ä s-
poli ische Maßnahmen, wenn wi eine komplexe Finanzie ungss uk-
u und den Geldangebo sp ozeß in die Analyse einbeziehen.
Zusammen assung
Die K i ik an de keynesianischen Mak oanalyse ich e sich o allem
gegen die Ve wendung eines seh engen, nu au eine einzigen Zins a e
basie enden T ansmissionsmechanismus geld- und iskalpoli ische Impulse.
Ausgehend on einigen ein achen Po oliomodellen, e wei e de o liegende
Ansa z die adi ionelle Vo gehensweise du ch Einbeziehung eines unab-
hängigen Ma k es ü Realkapi al, eines Spek ums on Finanzak i a, eine
komplexen Finanzie ungss uk u und des Geldangebo sp ozesses. Es wi d
eine semi- eduzie e Fo m analog de bekann en LM-Rela ion abgelei e , die
das simul ane Bes andsgleichgewich au den Ak i amä k en besch eib . Diese
Gleichgewich sbeziehung weis alle Cha ak e is ika de keynesianischen Geld-
ma k ela ion au . Die Besch eibung de mak oökonomischen S uk u wi d
e olls ändig du ch die Fo mulie ung eine e gänzenden Gleichgewich s-
bedingung ü den Ou pu ma k .
Summa y
The main c i icism o Keynesian mac oeconomic analysis cen e s on i s
na ow in e p e a ion o he ansmission mechanism o iscal and mone a y
impulses, which is based on jus one c ucial in e es a e. The p esen pape ,
s a ing wi h some simple po olio models, ies o b oaden he adi ional
app oach by including an independen ma ke o eal capi al, a spec um o
inancial asse s, a complex inance s uc u e, and he money supply p ocess.
A semi- educed o m analogous o he well-known LM- ela ion is de i ed
desc ibing he simul aneous s ock equilib ium in he asse ma ke s. This
equilib ium condi ion shows all cha ac e is ics o he Keynesian money
ma ke ela ion. The desc ip ion o he mac oeconomic s uc u e is supple-
men ed by he o mula ion o an equilib ium condi ion o he ou pu ma ke .
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