S ein, Ul ike
Resea ch Repo
S ä kung de gese zlichen Ren en e siche ung und
S abilisie ung des Ren enni eaus
IMK Policy B ie , No. 189
P o ided in Coope a ion wi h:
Mac oeconomic Policy Ins i u e (IMK) a he Hans Boeckle Founda ion
Sugges ed Ci a ion: S ein, Ul ike (2025) : S ä kung de gese zlichen Ren en e siche ung und
S abilisie ung des Ren enni eaus, IMK Policy B ie , No. 189, Hans-Böckle -S i ung, Ins i u ü
Mak oökonomie und Konjunk u o schung (IMK), Düsseldo
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POLICY BRIEF
STÄRKUNG DER GESETZLICHEN RENTENVER-
SICHERUNG UND STABILISIERUNG DES
RENTENNIVEAUS
Sch i liche S ellungnahme zu Anhö ung des Finanzausschusses des Schleswig-
Hols einischen Land ags zum Al e na i an ag de F ak ionen on SPD und SSW
Ul ike S ein
IMK Policy B ie N . 189 · Ap il 2025
1
28.03.2025
An Ch is ian Di schaue (Vo si zende des Finanzausschusses)
S ä kung de gese zlichen Ren en e siche ung und
S abilisie ung des Ren enni eaus
Sch i liche S ellungnahme zu Anhö ung des Finanzausschusses des Schleswig-
Hols einischen Land ags zum Al e na i an ag de F ak ionen on SPD und SSW
zu „P i a e Al e s o so ge s ä ken!“ zum Thema „Siche e und s abile Ren en“
(D ucksache 20/2899 om 30. Janua 2025).
D . Ul ike S ein
Ins i u ü Mak oökonomie und Konjunk u o schung, IMK, de Hans-Böckle -S i ung
2
1. Ausgangslage
De nun e s ä k einse zende Ren enein i de Babyboome -Gene a ion ha die Diskussion
um die Zukun und T ag ähigkei de gese zlichen Ren e noch wei e e schä . Mi dem
Ren enpake II woll e die Ampelkoali ion aus SPD, Bündnis 90/Die G ünen und de FDP das
gese zliche Ren ensys em s abilisie en. Du ch das Schei e n de Koali ion konn e es nich meh
e abschiede we den. Die D inglichkei de F age wie de zukün ige Lebenss anda d im Al e
gesiche we den soll, bleib bes ehen.
G undsä zlich gib es kon ä e Ansä ze, wie die Al e s e so gung lang is ig s abilisie we den
soll. Wäh end die F ak ion de FDP einsei ig au die S ä kung de p i a en Vo so ge se z
(D ucksache 20/2859), e olgen die An ags ellenden de F ak ionen de SPD und SSW
(D ucksache 20/2899) einen um assende en Ansa z. Ih Fokus lieg dabei insbesonde e au de
S ä kung de e s en Säule de Al e ssiche ung und dami au eine S ä kung des gese zlichen
Ren ensys ems.
Die F ak ionen de SPD und SSW o de n dahe in ih em An ag zum Thema „Siche e und
s abile Ren en“, das Ren enni eau und die Bei agssä ze s abil zu hal en und die
Regelal e sg enze nich anzuheben. Sie beg üßen dahe die Re o m o schläge des nich meh
e abschiede en Ren enpake s II zu S abilisie ung des Ren enni eaus und se zen sich da ü ein,
dass die Ren ne innen und Ren ne auch zukün ig am gesellscha lichen Wohls ands o sch i
pa izipie en, indem die En wicklung de Ren en an die Lohnen wicklung gekoppel bleib . Ebenso
soll das gese zliche Ren ensys em lang is ig ein Solida sys em ü alle E we bs ä igen we den.
E gänzend be ü wo en sie eine Fö de ung de be ieblichen Al e s o so ge im Rahmen on
Ta i e ägen und eine Fö de ung de p i a e Al e s o so ge – insbesonde e ü Beziehende on
kleinen und mi le en Einkommen, die bishe nu in ge ingem Maße da on p o i ie en. Da übe
hinaus we den ai e Löhne als G und o ausse zung ü gu e Ren en im Al e gesehen. Dahe soll
de gese zliche Mindes lohn au mindes ens 15 Eu o angehoben we den.
Das Ziel diese S ellungnahme is es, Handlungsop ionen zu S abilisie ung des gese zlichen
Ren ensys ems mi siche en und s abilen Ren en au zuzeigen un e Be ücksich igung de
demog a ischen En wicklung und den un e schiedlichen P ä e enzen de e schiedenen
Gene a ionen.
2. Das gese zliche Ren ensys em: Mechanismen, Kenng ößen und S a us Quo
Das gese zliche Ren ensys em basie au einem Umlage e ah en, sodass die Einnahmen de
Ren en e siche ung inne halb eines Jah es aus eichen müssen, um die Ausgaben de
3
Ren en e siche ung im selben Zei aum zu decken.1 Übe s eigen die Ausgaben die Einnahmen
(ode umgekeh ), dann üh die Ren enanpassungs o mel dazu, dass de Bei agssa z, die
Bundeszuschüsse und de ak uelle Ren enwe – de dann das Siche ungsni eau o S eue n
es leg – so angepass we den müssen, dass die Einnahmen und Ausgaben wiede im
Gleichgewich sind.
Wenn de Gese zgebe Ände ungen an einem diese d ei S ellsch auben – dem Bei agssa z,
den Bundeszuschüssen ode dem Siche ungsni eau – o nimm , se z dies die
Ren enanpassungs o mel eilweise auße K a . In olgedessen können nu die e bleibenden
beiden S ellsch auben angepass we den.
Mi dem Ink a e en des „Ren en e siche ung-Leis ungs e besse ungs- und -
S abilisie ungsgese z“ aus dem Jah 2018 wu de eine doppel e Hal elinie einge üh : Die
Fes sch eibung des Siche ungsni eaus au 48 % o S eue n und eine Bei agssa zbeg enzung
mi eine Un e g enze on 18,6 % und eine Obe g enze on 20 %. E s bei de Ren enanpassung
2024 g i zum e s en Mal die Ni eauschu zklausel, die ein Absinken des Siche ungsni eaus au
un e 48 % e hinde e. Dank de gu en A bei sma k en wicklung wa en die Einnahmen de
Ren en e siche ung in den le z en Jah en so hoch, sodass die Hal elinie ü die
Bei agssa zobe g enze nich übe sch i en wu de und die Ren enbei agssä ze s abil geblieben
sind. Ohne die Bei agssa zun e g enze hä e de Ren enbei ag im Jah 2019 nach de
Ren enanpassungs o mel soga au 18,3 % abgesenk we den müssen. De Gese zgebe ha die
Un e g enze bewuss eingezogen, um siche zus ellen, dass die Ren en e siche ung s abil bleib
und genügend Rücklagen gebilde we den. Hä en beispielsweise beide Hal elinien –
Siche ungsni eau und Bei agssa zobe g enze – geg i en, wä en zusä zliche S eue mi el
onnö en gewesen, die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen zu decken.
Eine wei e e S ellsch aube, die nich du ch die Ren enanpassungs o mel bes imm wi d, abe
im Ges al ungsspiel aum des Gese zgebe s lieg is das Ren enein i sal e . Es gib einige
S immen, die o de n das gese zliche Ren enein i sal e wei e anzuheben. Dabei is die
Anhebung des gese zlichen Ren enal e s au 67 Jah e noch oll im Gange. Sei dem Jah 2012
wi d die Regelal e sg enze jäh lich angehoben. E s im Jah 2031 wi d de P ozess abgeschlossen
sein. Ohne Anhebung de Regelal e sg enze hä e sich de Al enquo ien , gemessen als Ve häl nis
de Be ölke ung im Al e on 65 Jah en und meh zu jenen im Al e on 20 bis einschließlich 64
Jah en, on 2011 bis 2031 on 33,9 % au 46,1 % e höh . Du ch den Ans ieg de Regelal e sg enze
is alle dings de Al enquo ien im Al e on 67 Jah en und meh zu jenen im Al e on 20 bis
einschließlich 66 Jah en die ele an e Ve gleichsg öße. Diese be äg im Jah 2031 nach den
Vo ausbe echnungen de 15. koo dinie en Be ölke ungs o ausbe echnung nu 38,5 %. Das
1 Eine kleine Abweichung is möglich. Um une wa e e Schwankungen, auch un e jäh ig ausgleichen zu können,
e üg die Deu sche Ren en e siche ung übe eine Nachhal igkei s ücklage, die sich am Jah esende in de
Spannb ei e on 0,2 bis 1,5 Mona sausgaben bewegen muss.
4
bedeu e du ch die Anhebung de Regelal e sg enze wu de schon meh als 60 % des demog a isch
beding en Al e ungsp ozesses in diesem Zei aum au ge angen.
Obwohl auch die Bundeszuschüsse Teil de Ren enanpassungs o mel sind und es es e Regeln
gib , wie sich die Bundeszuschüsse im zei lichen Ve lau en wickeln und o gesch ieben we den
soll en, nimm sich de Gese zgebe das Rech he aus, da on abzuweichen und pe Gese z
Ände ungen bei den Bundeszuschüssen zu beschließen. We den Bundeszuschüsse gekü z ,
müssen die Bei agssä ze angehoben we den ode es äll das Siche ungsni eau. Im Falle eines
kons an en Siche ungsni eaus üh ein Kü zen de Bundeszuschüsse zwangsläu ig zu einem
höhe en Bei agssa z. Dass die Kü zung de Bundeszuschüsse kein Einzel all is , zeig die
Ta sache, dass die Bundes egie ung zu Sanie ung des Haushal s die Bundeszuschüsse sei 2022
be ei s ie Mal gekü z ha . Fü die Jah e 2022-2027 belau en sich die Kü zungen au insgesam
9 M d. Eu o.2
3. Ren enpake II: wesen liche Re o m o schläge
Mi dem Ren enpake II s eb e die Ampelkoali ion an, das gese zliche Ren ensys em zu
s abilisie en. Die beiden Haup punk e wa en die Fes sch eibung des Siche ungsni eaus und die
Ein üh ung eines Gene a ionenkapi als. Dami hä e sie in eine de oben benann en
S ellsch auben – dem Siche ungsni eau – eingeg i en.
Hie ü soll e die bis zum 1. Juli 2025 be is e e Regelung zu Siche ung des
Mindes siche ungsni eaus on 48 % o S eue n bis zum 1. Juli 2039 e länge we den.
Vo ausbe echnungen des BMAS (2024) zeigen jedoch, dass die Regelung das Siche ungsni eau
soga bis mindes ens 2045 bei 48 % o S eue n gehal en hä e (Abbildung 1b). Mi de
Gese zesände ung wä e auch die bishe ige Bei agsobe g enze on 20 % abgescha wo den. Die
sei 2019 gel ende Bei agssa zun e g enze on 18,6 % wä e jedoch bis 2036 bes ehen geblieben.
Diese Bei agssa zun e g enze wü de ohnehin nich meh g ei en, da absehba is , dass de
Bei agssa z in Zukun s eigen wi d. Lau BMAS (2024) wü de de Bei agssa z ohne gese zliche
Ände ungen bis ins Jah 2045 au 21,3 % s eigen (Abbildung 1a), wäh end das Siche ungsni eaus
au 44,9 % (Abbildung 1b) sink . Die Fes sch eibung des Siche ungsni eaus au 48 % wü de zu
einem e was s ä ken Ans ieg des Bei agssa zes au 22,7 % üh en.
2 Mi dem Haushal sbeglei gese z 2022 und dem Ren enanpassungs- und E we bsminde ungs en en-
Bes ands e besse ungsgese z im Jah 2022 wu den die e einba en Sonde zahlungen in Höhe on jäh lich 500
Mio. Eu o (zuzüglich Dynamisie ung) ü die Jah e 2022-2025 abgescha . Mi den
Haushal s inanzie ungsgese zen ü die Jah e 2023 und 2024 wu de de E höhungsbe ag zum zusä zlichen
Bundeszuschuss in den Jah en 2024 bis 2027 p o Jah um 1,2 M d. Eu o gekü z . Eine wei e e
Bundeszuschusskü zung e olg e mi dem Haushal sbeglei gese z 2025 mi de Kü zung des E höhungsbei ags
zum zusä zlichen Bundeszuschuss ü die Jah e 2025 bis 2027 in Höhe on insgesam 2 M d. Eu o. Fü eine
Übe sich de gese zlichen Ände ungen siehe S e en (2024).
5
Abbildung 1: En wicklung de wich igs en Kenng ößen de allgemeinen Ren en e siche ung
a) Bei agssa z b) Siche ungsni eau
Anme kung:
GR = Gel endes Rech , RP II = Ren enpake II, RP II+ = Ren enpake II inklusi e Maßnahmen des Gene a ionenkapi als
Quellen: BMAS (2024); eigene Da s ellung.
De zwei e zen ale Punk des Ren enpake s II sah den Eins ieg in eine kapi algedeck e
Ak ien en e o . Ziel wa es, du ch den Au bau eines Gene a ionenkapi als bis zum Jah 2036 ein
Fonds olumen au zubauen, dessen Ak iene äge ab diesem Zei punk die Bei agszahlenden
en las en soll en. Diese Maßnahme hä e jedoch nu zu eine ge ingen En las ung on 0,3 bis 0,4
Bei agssa zpunk en ge üh (Abbildung 1a), so e n de Plan wie angedach au gegangen wä e.
Dies wa jedoch keines alls siche , da das Vo haben schulden inanzie gewesen wä e, eine ela i
ku ze Lau zei gehab hä e und hohe Rendi en e o de lich gewesen wä en, dami die „Zins-We e“
au gegangen wä e. Das ganze Konzep wa on o nhe ein mi hohem Risiko beha e .
4. Handlungsop ionen
Es gib zahl eiche Möglichkei en, die Einnahmen- und Ausgabensei e de Ren en e siche ung
zu beein lussen. Neben den di ek en S ellsch auben des Gese zgebe s – die Anpassung des
Bei agssa zes, des Siche ungsni eaus, des Ren enein i sal e s ode de Bundeszuschüsse –
exis ie en auch eine Reihe wei e e Fak o en, die au die En wicklung de Bei agseinnahmen und
Ren enausgaben wi ken. Im Folgenden we den einige diese Ein luss ak o en und S ellsch auben
nähe be ach e .
4.1. Einnahmensei e de Ren en e siche ung s ä ken
En scheidend ü die S abili ä und S ä kung de Einnahmensei e de Ren en e siche ung is neben
de Anzahl de Bei agszahlenden auch die Höhe de du chschni lich en ich e en Ren enbei äge
6
sowie die Bundeszuschüsse bzw. Bundesmi el. De K eis de Bei agszahlenden se z sich de zei
aus den sozial e siche ungsp lich igen Beschä ig en zusammen. De demog a ische Wandel wi k
sich nega i au ih e Anzahl aus. Um diese En wicklung en gegenzuwi ken, is es en scheidend,
wei e e Po en iale au dem A bei sma k zu ak i ie en und zu nu zen. Zudem kann die Zahl de
Bei agszahlenden du ch einen Ausbau de Ren en e siche ung hin zu eine
E we bs ä igen e siche ung e wei e we den. Fü die Höhe de du chschni lichen Ren enbei äge
spielen neben de Einkommenshöhe auch de Ren enbei agssa z eine Rolle.
4.1.1. Den A bei sma k i machen und Po en iale nu zen
Eine gu e Einnahmenen wicklung de Ren en e siche ung is an eine gu e
A bei sma k pe o manz gekoppel . So wu de neben de He au se zung de Regelal e sg enze ein
Teil de demog a ischen Al e ung du ch die gu e A bei sma k en wicklung und de da aus
esul ie enden höhe en Einnahmen de Ren en e siche ung kompensie . Es bes ehen abe noch
wei e e Po en iale sowohl die E we bsbe eiligung als auch die -in ensi ä zu e höhen, die nich nu
hel en wü den den Fachk ä emangel abzu ede n, sonde n auch dazu bei agen die
Einnahmenbasis de gese zlichen Ren en e siche ung wei e zu s ä ken. Neben gu en Löhnen is
eine gu e und nachhal ige Beschä igungsen wicklung en scheidend, die sich du ch eine hohe
E we bsbe eiligung, eine nied ige A bei slosigkei und gu e A bei sbedingungen, die ein langes und
gesundes A bei en e möglichen, ausd ück . In Dullien e al. (2025) wu den
Handlungsemp ehlungen au gezeig , um den He aus o de ungen des A bei sma k es e olg eich
zu begegnen.
4.1.1.1. S ä kung de Ta i bindung
De bes e Ga an ü gu e Löhne und A bei sbedingungen is das deu sche Ta i e agssys em.
In de Ve gangenhei ha es wesen lich zum E olg de deu schen Wi scha beige agen.
Alle dings be inde es sich in einem schleichenden E osionsp ozess. Die Ta i bindung is sei Mi e
de 1990e Jah e ückläu ig und lieg inzwischen un e 50 %. Gleichzei ig ha in diese Zei sowohl
die Lohnungleichhei als auch de Nied iglohnsek o deu lich zugenommen. Deshalb is eine
nachhal ige S ä kung de Ta i bindung on zen ale Bedeu ung. Bislang sind poli ische
Maßnahmen, die das Sys em de kollek i en Beziehungen wiede nachhal ig ges ä k haben,
alle dings ausgeblieben. Dabei gib es eine Reihe on e ek i en Möglichkei en, wie die
E leich e ung de Allgemein e bindliche klä ung, die Ein üh ung eines Bundes a i eugese z ode
auch die S ä kung de A bei gebe e bände als Ta i pa eien.3
3 Wei e e Punk e siehe im Au u „Ta i au onomie scha ai e A bei , ö de soziale Ge ech igkei und siche
demok a ische Teilhabe Fü eine S ä kung de Ta i bindung“,
h ps://www.boeckle .de/pd /au u _wissenscha le _innen_ ue _die_s ae kung_de _ a i bindung.pd .
7
4.1.1.2. Mindes lohn
Dies allein eich alle dings nich aus. De gese zliche Mindes lohn e gänz das
Ta i e agssys em und leis e als gese zliche Lohnun e g enze einen wich igen Bei ag ü gu e
Löhne in Deu schland. Sei de Ein üh ung des gese zlichen Mindes lohns im Jah 2015 wu de ein
wei e es Aus anzen de Löhne nach un en e hinde . Die Lohnungleichhei und de
Nied iglohnsek o sind sei dem zu ückgegangen. Neben dem Mindes lohn is das auch au die
Lohnpoli ik de Gewe kscha en zu ückzu üh en, die sei einigen Jah en e s ä k au pauschale
Mindes zahlungen se zen, die p ozen ual bei den un e en Lohng uppen zu höhe en
Lohns eige ungen üh en als bei höhe en Lohng uppen. (G abka 2025, S. 106). Übe die ich ige
Höhe und eine angemessene jäh liche Anpassung des Mindes lohns wi d ge ungen. So lie e n
Lübke e al. (2025) eine ak uelle Eino dnung und Beg ündung ü eine Anhebung des gese zlichen
Mindes lohns au 15 Eu o basie end au einem Re e enzwe on 60 % des B u omedianlohns on
Vollzei beschä ig en wie ihn die Eu opäische Mindes lohn ich linie (Eu opäisches Pa lamen / Ra
2022, S. 38) und auch die neue Geschä so dnung de Mindes lohnkommission als K i e ium zu
O ien ie ung bei de Fes se zung des Mindes lohns o sehen.
4.1.1.3. Ausschöp en on heimischen Beschä igungspo en ialen
Um die Folgen des demog a ischen Wandels und de dami einhe gehenden Ve schä ung de
A bei sknapphei au g und des Ren enein i s de Babyboome abzumilde n, beda es eines
Bündels on Maßnahmen. Es müssen heimische Beschä igungspo en iale e schlossen und
besse genu z we den. Po en iale liegen o allem in einem wei e en Ans ieg de E we bsquo en
de F auen (hie insbesonde e bei F auen ohne deu sche S aa sbü ge scha ) und Äl e en, bei de
A bei szei on Teilzei beschä ig en sowie bei de hohen Zahl an Pe sonen ohne Be u s- ode
Hochschulabschluss. Neben dem Scha en de en sp echenden Rahmenbedingungen ü eine
s ä ke e E we bsbe eiligung on F auen und Äl e en sowohl en lang de ex ensi en
(A bei sma k pa izipa ion) als auch de in ensi en Ma ge (A bei ss unden), können zusä zliche
s eue inanzie e inanzielle An eize sinn oll sein. Fü wei e e De ails siehe Dullien e al. (2025, S.
14-15). Wei e e Po en iale gib es bei de hohen Anzahl an jungen Menschen, die ohne
Schulabschluss bzw. ohne Be u s- ode S udienabschluss sind. De zei haben meh als 10 % de
18 bis 24-Jäh igen höchs ens einen mi le en Schulabschluss (Lindne und Tie ensee 2024). 2,9
Millionen Pe sonen im Al e zwischen 20 und 34 Jah en sind nich o mal du ch einen Be u s- ode
S udienabschluss quali izie (bibb 2024). Pe sonen ohne Be u sabschluss haben adi ionell
übe du chschni lich hohe E we bslosenquo en und übe du chschni lich nied ige E we bsquo en.
Deu schland kann es sich angesich s de bes ehenden He aus o de ungen nich leis en, einen so
g oßen Pe sonenk eis zu ückzulassen und de en Po enziale ü den A bei sma k nich zu nu zen.
4.1.1.4. Geziel e A bei smig a ion
Allein einheimische Po en iale we den abe nich aus eichen, um den bes ehenden und
zukün igen Fachk ä ebeda zu decken. Dahe beda es eine ges eue en A bei smig a ion.
14
Die p i a e Al e s o so ge un e scheide sich nich nu in de Finanzie ung on de gese zlichen
Ren en e siche ung, sonde n auch g undlegend in den Risiken, die sie abdeck . In de
gese zlichen Ren en e siche ung we den meh und um assende e Risken abgedeck . Dazu zählen
un e ande em das Risiko on E we bsminde ung, die Absiche ung on Hin e bliebenen,
an echenba e Zei en ü Kinde e ziehung, P legezei en, A bei slosigkei sowie de Schu z o
Langlebigkei .
„Die bishe ige E ah ung mi de Teilp i a isie ung de gese zlichen Ren e zeig , dass die
u sp ünglichen Ve sp echen wede hinsich lich de Leis ungs ähigkei noch de
Gene a ionsge ech igkei e üll we den.“ (Zwiene e al. 2020, S. 9) Falls die p i a e Al e s o so ge
ges ä k und ge ö de we den soll, muss dies un e s engen Au lagen e olgen, um Fehle aus de
Ve gangenhei zu e meiden. Ge ö de we den dü en nu anspa en e P oduk e, die eine
e lässliche Rendi e bie en und gleichzei ig nu ge inge Kos en e u sachen. Zudem soll e die
Fö de ung geziel Beziehende on kleinen und mi le en Einkommen un e s ü zen, die bishe nu
in ge ingem Maße da on p o i ie en. Ande n alls wä en die s aa lichen Gelde besse in de
gese zlichen Al e s o soge in es ie .
Wei e e Leis ungskü zungen sind angesich s des kon inuie lich sinkenden Siche ungsni eaus
keine sinn olle Lösung. Eine wei e e Absenkung des Ren enni eaus wü de unweige lich dazu
üh en, dass noch meh Menschen in die G undsiche ung im Al e abglei en. Be ei s je z e hal en
as 4 % de Pe sonen übe de Al e sg enze G undsiche ung im Al e – 2003 wa en es nu 1,7 %.5
Ein wei e es Absenken des Siche ungsni eaus wü de nich nu die Al e sa mu e schä en,
sonde n auch die Kos en an eine ande e S elle e schieben – mi wei eichenden sozialen und
inanziellen Konsequenzen.
5. Was un zu S abilisie ung des Ren ensys ems? Einnahmenbasis s ä ken
ode Ren enausgaben kü zen
In Kapi el 4 wu den Handlungsop ionen o ges ell , die sowohl die Einkommenssei e de
Ren en e siche ung s ä ken als auch die Ausgabensei e de Ren en e siche ung s abilisie en
könn en. Dahe s ell sich nun die F age, welche Lösung am bes en geeigne is , um den
He aus o de ungen des demog a ischen Wandels zu begegnen. Dies be i nich nu die sich
e ände nde Al e ss uk u in Deu schland, sonde n auch den kon inuie lichen Ans ieg de
Lebense wa ung (mi Ausnahme in de Zei de Co ona-Pandemie), was bedeu e , dass
Ren ne innen und Ren ne imme länge Ren enzahlungen e hal en we den.
Um die Belas ungen de Ren en e siche ung du ch die s eigende Lebense wa ung
abzu ede n, gib es zwei Möglichkei en, alls eine Senkung des Siche ungsni eaus nich in Be ach
5 Da en ü Emp änge innen und Emp änge on G undsiche ung im Al e gib es in den Tabellen 22151 de
Da enbank Des a is.
15
gezogen we den soll. En wede man e höh den Bei ag wäh end de E we bsphase, sodass bei
gleichbleibende Daue de E we bsphase meh gespa wi d, um einen länge en Zei aum des
Ren enbezugs zu inanzie en. Ode man spa den gleichen Be ag wie zu o , e länge jedoch
die E we bsphase e was, sodass de Bei ag aus eich , um die gleichen Leis ungen wäh end eine
kü ze en Ren enphase zu inanzie en. Wich ig is , dass diese Logik ü alle
Al e ssiche ungssys eme gleiche maßen zu i , unabhängig da on, ob diese kapi algedeck ode
umlage inanzie sind.
Im P inzip bedeu e dies, dass bei kons an em Siche ungsni eau eine s eigende
Lebense wa ung en wede mi einem höhe en Ren enbei agssa z ode eine Anhebung de
Regelal e sg enze einhe gehen muss. Die P ä e enzen de E we bs ä igen sp echen jedoch kla
ü eine E höhung de Ren enbei äge und gegen eine wei e e Anhebung de Regelal e sg enze.
Eine um ang eiche Be agung zeig , dass sich 75 % de sozial e siche ungsp lich ig Beschä ig en
ü höhe e Ren enbei äge aussp echen, dami die Ren en zukün ig nich schlech e aus allen und
zumindes au heu igem Ni eau e ha en. 12 % de Be ag en wä en soga be ei noch höhe e
Bei äge zu zahlen, dami die Ren en im Ve gleich zu heu e besse aus allen
(A bei nehme kamme B emen e al. 2025).
5.1. Wie wi k sich die S abilisie ung des Ren enni eaus aus?
Zen ales Elemen des nich meh zus ande gekommenen Ren enpake s II wa die
S abilisie ung des Ren enni eaus au 48 % ohne eine wei e e Anhebung de Regelal e sg enze
nach 2031. Als Konsequenz hä en die beiden ande en S ellsch auben de
Ren enanpassungs o mel (siehe Abschni 2) – die Bei agssä ze (Abbildung 2) und die
Bundeszuschüsse – e was s ä ke s eigen müssen als ohne S abilisie ung des Ren enni eaus.
Ge ade diese s eigenden Bei agsä ze und Bundeszuschüsse s anden s a k in de K i ik, wie
un e ande em aus den S ellungnahmen zu Anhö ung im Deu schen Bundes ag he o ging. Die
BDA (2024) be on e, dass o allem die jünge en und zukün igen Gene a ionen die Las agen
müss en. De Bundes echnungsho (2024) wa n e o eine s a ken Belas ung de
Bei agszahlenden und k i isie e die s eigenden inanziellen Ve p lich ungen des S aa es.
Besonde s die Benach eiligung de jungen Gene a ionen wu de als zen ale K i ikpunk des
Ren enpake s II ange üh . All diese K i ik basie e jedoch nich au belas ba en empi ischen
A bei en.
Das IMK ha dies zum Anlass genommen, um mi einem neuen, an de HTW Be lin en wickel en
und on de Hans-Böckle -S i ung ge ö de en dynamischen Ren en e siche ungsmodell
(DyReMo) zu analysie en, we die Gewinne und Ve lie e des Ren enpake s II sind. Ziel wa es,
die Diskussion au eine sachliche, ak enbasie e Ebene zu b ingen und au Basis undie e
Modell echnungen die a sächlichen Auswi kungen des Ren enpake s ü zukün ige Gene a ionen
anspa en da zus ellen. In de Simula ion wu den die im Gese zesen wu geplan en Ände ungen
om Ren enpak e II implemen ie und mi einem Re e enzszena io e glichen, das sich aus
16
gel endem Rech ablei e . Die olls ändigen Simula ionse gebnisse sowie eine ku ze
Modellbesch eibung sind in Domingues Semeano e al. (2025) zu inden.
Abbildung 4 zeig die En wicklung des Bei agssa zes und des Siche ungsni eaus ü den
Zei aum de Jah e 2024 bis einschließlich 2070. 6 Demnach geh die S abilisie ung des
Siche ungsni eaus mi einem Ans ieg des Bei agssa zes um 1,6 P ozen punk e einhe , wobei
diese Abs and zwischen 2050 und 2070 kons an bleib . Da ü is das Siche ungsni eau ab dem
Jah 2035 daue ha um meh als d ei P ozen punk e höhe .
Abbildung 4: Simula ionse gebnisse de wich igs en Kenng ößen de allgemeinen Ren en e siche ung mi
dem DyReMo
a) Bei agssa z b) Siche ungsni eau
Anme kung:
GR = Gel endes Rech , Ren enpake II + GK = Ren enpake II inklusi e Maßnahmen des Gene a ionenkapi als
Quellen: BMAS (2024); Simula ionse gebnisse aus Domingues Semeano e al. (2025).
Neben de En wicklung de wich igs en Kenng ößen de Ren en e siche ung is es jedoch on
en scheidende Bedeu ung, wie hoch die Ne obelas ungen de Ve siche en einzelne
Gene a ionen aus allen. Dahe wu de mi dem DyReMo du chge echne , wie die zusä zlichen
Bei agszahlungen in Rela ion zu den o aussich lich zukün igen höhe en Ren enzahlungen sein
we den. En gegen de K i ik und einigen pessimis ischen P ognosen zeigen die P ojek ionen, dass
in allen un e such en Fällen die kün igen Auszahlungen aus de Ren en e siche ung deu lich
s ä ke s eigen wü den als die Einnahmen. Dahe wä en die jünge en Gene a ionen keineswegs
die Ve lie e eine solchen Ren en e o m.
6 Die Simula ionse gebnisse des Modells liegen nahe an den Schä zungen des BMAS (2024) übe ein.
17
Um mögliche Ve eilungse ek e zwischen den Gene a ionen zu analysie en, wu den in
Abbildung 5 ü alle Gebu sjah gänge zwischen 1940 und 2010 die kumulie en Ve ände ungen
de Einzahlungen und Auszahlungen be echne . „Die E gebnisse zeigen, dass du ch das
Ren enpake II ü alle Gebu sjah gänge die Auszahlungen aus de Ren en e siche ung s ä ke
ges iegen wä en als die Einnahmen, sowohl absolu in Eu o (Abbildung 5a und b) als auch
p ozen ual (Abbildung 5c und d). Abbildung 6 zeig , dass die kumulie en zu e wa e en
Auszahlungen de Ren en e siche ung übe die gesam e Lebenszei ü alle hie be ach e en
Gebu sjah gänge on Männe n (Abbildung 6a und b) und F auen (Abbildung 6c und d) höhe
wä en, wenn das Ren enpake implemen ie we den wü de.“ (Domingues Semeano e al., S. 10)
Abbildung 5: Ve ände ungen de Ein- und Auszahlungen in die Ren en e siche ung du ch das Ren enpake II
übe die Lebenszei , nach Gebu sjah
a) Männe , in € b) F auen, in €
c) Männe , in % d) F auen, in %
Anme kung: Jede einzelne Balken s ell eine spezi ische Gebu skoho e da und gib ü diese die Di e enz zwischen
den kumulie en nominalen Ein- bzw. Auszahlungen im Szena io mi Ren enpake II im Ve gleich zum Basisszena io
übe ih e Lebenszei hinweg an.
Quelle: Abbildung 2 in Domingues Semeano e al. (2025).
0
50,000
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Einzahlungen Auszahlungen
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Abbildung 6: E wa e e Ein- und Auszahlungen in die Ren en e siche ung übe die gesam e
Lebenszei , nach Gebu sjah
a) Männe , ohne Ren enpake II, in Mio. € b) Männe , mi Ren enpake II, in Mio. €
c) F auen, ohne Ren enpake II, in Mio. € d) F auen, mi Ren enpake II, in Mio. €
Einzahlungen nu Al e s en e Einzahlungen gesam Auszahlungen Al e s en e
Anme kung: Den Un e schied zwischen den Einzahlungen "gesam " und "nu Al e s en e" bilde de
Ko ek u ak o (siehe Tex im Abschni "Implizi e Rendi en in de gese zlichen Ren en e siche ung" in Domingues
Semeano e al. 2025).
Quelle: Abbildung 3 in Domingues Semeano e al. (2025).
0.0 0.5 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5
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Insgesam zeigen die Simula ionse gebnisse in Domingues Semeano e al. (2025), dass die
These, nach de eine S abilisie ung des Ren enni eaus au 48 % und die dami e bundenen
Bei agse höhung jünge e Gene a ionen benach eiligen wü den, empi isch nich hal ba is .
Ta sächlich wü den alle be ach e en Gebu skoho en (1940-2010) on solch eine Maßnahme
p o i ie en, da die e wa e en Ren enzahlungen die geleis e en Bei äge übe s eigen. Da übe
hinaus äg die S abilisie ung des Ren enni eaus zu lang is igen Leis ungs ähigkei des
Ren ensys ems bei. Ein zusä zliche posi i e E ek bes eh da in, dass du ch die S abilisie ung
des Siche ungsni eaus de Ren en die Einnahmen de K anken- und P lege e siche ung eben alls
s eigen wü den, was auch zu S abilisie ung diese Sozial e siche ungszweige bei agen wü de.
6. E gänzende be iebliche und p i a e Al e s o so ge
Eine e gänzende Fö de ung de be ieblichen Al e s o so ge im Rahmen on Ta i e ägen
und eine Fö de ung de p i a e Al e s o so ge – insbesonde e ü Beziehende on kleinen und
mi le en Einkommen, die bishe nu in ge ingem Maße da on p o i ie en – kann je nach
Ausges al ung eine sinn olle E gänzung zum bes ehenden Al e s o so gesys em sein, solange sie
nich die e s e Säule de gese zlichen Ren en e siche ung schwäch .
7. Fazi
Die F ak ionen de SPD und SSW o de n in ih em An ag „Siche e und s abile Ren en“, das
Ren enni eau und die Bei agssä ze s abil zu hal en und die Regelal e sg enze nich anzuheben.
In de o liegenden S ellungnahme wu den e schiedene Handlungsop ionen au gezeig , wie das
gelingen kann, jedoch wi d keine Maßnahme allein in de Lage sein die demog a ischen
He aus o de ungen zu bewäl igen. Nu ein Maßnahmenbündel kann die Auswi kungen de
Al e ung de Gesellscha abmilde n. Es wi d nich gelingen, gleichzei ig das Ren enni eau und die
Bei agssä ze s abil zu hal en sowie die Regelal e sg enze nich anzuheben. Dies könn e nu
e eich we den, wenn die höhe en Ausgaben de Ren en e siche ung du ch S eue n inanzie
wü den. Angesich s de angespann en Haushal slage und den ande en g oßen
He aus o de ungen, o denen wi angesich s de sozial-ökologischen T ans o ma ion und den
geopoli ischen En wicklungen s ehen, e schein das wenig ealis isch.
Es bes ehen keine Spiel äume, die Ausgaben de Ren en e siche ung zu senken, ohne das
Sys em de sozialen Siche ung massi zu schwächen. Mi de Anhebung de Regelal e sg enze
au 67 Jah e und dem s a k gesunkenen Siche ungsni eau wu den den heu igen und zukün igen
Ren ne innen und Ren ne n be ei s einiges ab e lang . Wich ig bei de Ausgabenen wicklung de
deu schen Ren en e siche ung is im Blick zu behal en, dass ih du ch den Gese zgebe nich noch
meh e siche ungs emde Leis ungen au gebü de we den – wie mögliche weise du ch die ak uell
disku ie e Mü e en e III – die o aussich lich allein on den Bei ägen de
20
sozial e siche ungsp lich ig Beschä ig en zu inanzie en sind, sonde n, dass wei e e nich on
Bei ägen gedeck en Leis ungen zukün ig olls ändig aus S eue mi eln inanzie we den.
Im Gegensa z dazu bie e die S abilisie ung de Einnahmen de Ren en e siche ung einen
g öße en Spiel aum. Vo allem de A bei sma k spiel hie bei eine en scheidende Rolle. Wich ig
is eine posi i e A bei sma k en wicklung mi einem hohen Beschä igungsni eau und gu en
Löhnen, so wie es in den le z en Jah en in Deu schland de Fall wa . Denn dies is ein Ga an ü
s abile Einnahmen bei de Ren en e siche ung. Es gil wei e hin da an zu a bei en und die
no wendigen Rahmenbedingungen zu scha en, dass die noch ungenu z en Po en iale au dem
A bei sma k ak i ie we den und das Ta i e agssys em so zu s abilisie en und zu s ä ken, dass
ai e und gu e Löhne bezahl und gu e A bei sbedingungen gewäh we den. Ebenso ha auch de
Mindes lohn dazu beige agen, die Lohneinkommen am un e en Rand de Ve eilung spü ba zu
e höhen und zu s abilisie en. Eine Auswei ung de gese zlichen Ren en e siche ung au
pe spek i isch alle E we bs ä ige, wü de die gese zliche Ren ensys em wei e s abilisie en und ü
meh Ge ech igkei in de Al e s o so ge so gen. Wich ig is , dass Ren ne innen und Ren ne auch
zukün ig am gesellscha lichen Wohls ands o sch i pa izipie en, indem die En wicklung de
Ren en an die Lohnen wicklung gekoppel bleib .
Zu Ab ede ung des E ek s de s eigenden Lebense wa ung und zu S abilisie ung des
Siche ungsni eaus is ein Ans ieg de Ren enbei agssa zes und de Bundeszuschüsse no wendig.
Simula ionen mi einem neuen dynamischen Ren en e siche ungsmodell (DyReMo) zeigen, dass
alle Gebu sjah gänge zwischen 1940 und 2010 da on p o i ie en wü den. T o z höhe e
Bei agszahlungen in de E we bsphase, wü den die zukün ig zu e wa enden Ren enzahlungen
diese übe s eigen. Mi den höhe en Ren enbei ägen könn e eine wei e e Anhebung de
Regelal e sg enze übe 67 Jah e e mieden we den. Dieses is im In e esse de
sozial e siche ungsp lich ig Beschä ig en, die zu eine übe wiegenden Meh hei be ei wä en, ü
ein zukün ig höhe es Siche ungsni eau heu e höhe e Ren enbei äge zu en ich en.
Des Wei e en wu den die Auswi kungen de Re o m o schläge, die im Ren enpake II
angedach wa en, anhand eine Simula ion analysie . Eine länge is ige Fo sch eibung des
Siche ungsni eaus au 48 % wä e mi einem zusä zlichen Bei agsans ieg e bunden. Die
Simula ionen zeigen, dass die höhe en Bei agszahlungen in de E we bsphase mi höhe en zu
e wa enden Ren enzahlungen in de Ren enphase bei gleichbleibendem Ren enein i sal e
e bunden wä en, wo on alle Gene a ionen p o i ie en wü den. T o z iele ande slau ende K i ik
am Ren enpake II, kann da aus keine Gene a ionenunge ech igkei abgelei e we den.
Eine Fö de ung de be ieblichen Al e s o so ge im Rahmen on Ta i e ägen und eine
Fö de ung de p i a e Al e s o so ge – insbesonde e ü Beziehende on kleinen und mi le en
Einkommen, die bishe nu in ge ingem Maße da on p o i ie en, kann je nach Ausges al ung eine
sinn olle E gänzung zum bes ehenden Al e s o so ge sein, solange sie nich die e s e Säule de
gese zlichen Ren en e siche ung schwäch .
21
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Imp essum
He ausgebe
Ins i u ü Mak oökonomie und Konjunk u o schung (IMK) de Hans-Böckle -S i ung, Geo g-Glock-S . 18,
40474 Düsseldo , Tele on +49 211 7778-312, Mail imk-publika ionen@boeckle .de
Die Reihe „IMK Policy B ie “ is als un egelmäßig e scheinende Online-Publika ion e häl lich übe :
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ISSN 2365-2098
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