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Die Bedarfsspannenrechnung als Mittel der Geschäftspolitik

Abstract

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Die Bedarfsspannenrechnung als Mittel der Geschäftspolitik

Author: Mülhaupt, Ludwig
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1969
DOI: 10.3790/ccm.2.2.121
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292627/1/ccm.02.2.121.pdf
Mülhaup , Ludwig
A icle
Die Beda sspannen echnung als Mi el de
Geschä spoli ik
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Mülhaup , Ludwig (1969) : Die Beda sspannen echnung als Mi el de
Geschä spoli ik, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 2, Iss. 2, pp.
121-159,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.2.2.121
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292627
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Die Beda sspannen echnung
als Mi el de Geschä spoli ik
Von Ludwig Mülhaup , Müns e /W.
I. Die g undsä zlichen Au gaben und P obleme eine Bankkos en echnung —
1. Die Leis ungse s ellung im Bankbe ieb und ih e Auswi kungen au die
Kos en- und E lös echnung — 2. Die Kos en de K edi bank und ih Ve hal-
en — a) Die Kos en des inanziellen Be eichs — b) Die Kos en des echnisch-
o ganisa o ischen Be eichs — 3. Is die Anwendung de Vollkos en echnung
ü die Geschä spoli ik eine Bank sinn oll? — II. Die Bankkos en echnung
als Kombina ion on Zinsspannen- und ku z is ige E olgs echnung —
A. Die Si ua ion in de P axis — B. Die Beda sspannen echnung als Hil s-
mi el ü die Planung de Geschä spoli ik — 1. Die Planung de P eisun e -
g enze im K edi geschä — a) Die Komponen en de P eisun e g enze —
b) Die Planung de P eisun e g enze ü einen zusä zlichen K edi — (1) Da -
s ellung — (2) Die P oblema ik diese Kalkula ionsme hode — c) Die Planung
de P eisun e g enze ü eine G uppe on Debi o en — (1) Die Planung bei
kons an em Bilanz olumen — (2) Die Planung bei e wa e e E wei e ung des
Bilanz olumens — 2. Die Planung des ü die Deckung de Nich zinskos en
no wendigen Bilanz olumens. — Zusammen assung.
Die Kos en echnung in Banken beschä ig Wissenscha und P axis
sei langem, ohne daß eine be iedigende Lösung de P obleme gelun-
gen wä e. Insbesonde e sei Au hebung de Zinsbindung, dem eilweisen
Abbau de S eue p i ilegien ü einzelne Bankeng uppen und in olge
des g öße en Gewich s, das dem echnisch-o ganisa o ischen Be eich in
de le z en Zei zukomm , is die F age de Kos en echnung in K edi -
ins i u en besonde s ak uell gewo den. In diesem Bei ag soll de F age
nachgegangen we den, wa um die Banken de Kos en echnung bishe
so ge inge Au me ksamkei geschenk haben und welchen P oblemen
diese Rechnung in Banken begegne . Fe ne soll gezeig we den, wie
diejenigen Ins i u e, die übe haup noch keine Ans engungen au diesem
Gebie un e nommen haben, mi ela i ein achen Mi eln die Deckung
de Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs planen und die ü
ih e Geschä spoli ik no wendigen In o ma ionen gewinnen können.
Dabei is sich de Ve asse des behel smäßigen Cha ak e s seine Rech-
nung ebenso bewuß wie de Ta sache, daß die on ihm o geschlagene
8a K edi und Kapi al 2/1969
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122 Ludwig Mülhaup
Rechnung übe die Wi scha lichkei de Leis ungse s ellung im Bank-
be ieb nich s aussag . Wegen ih e Ein achhei und weil sie auch om
kleins en Ins i u ohne nennenswe e zusä zliche Kos en du chge üh
we den kann, häl e sie zumindes ü den An ang ü zweckmäßige
als manchen komplizie en Kos en echnungs o schlag, mi dem die P a-
xis nich s an angen kann, weil e ih en Bedü nissen nich en sp ich .
I. Die g undsä zlichen Au gaben
und P obleme eine Bankkos en echnung
Angesich s de Vielzahl de in Li e a u und P axis e ö e en Kos en-
echnungs e ah en is es no wendig, sich au das G undsä zliche zu
besinnen. Jede Ve such, das P oblem de Kos en echnung in den G i
zu bekommen, se z Kla hei übe olgende Ta bes ände o aus:
1. übe die Leis ungse s ellung des Bankbe iebs,
2. übe die Auswi kungen de Leis ungse s ellung au die Kos en und
E löse,
3. übe das Ve hal en de Kos en,
4. übe den Zweck de Bankkos en echnung und schließlich
5. da übe , wie die Banken echnen und wa um sie so echnen.
Be o man sich mi den P oblemen de Bankkos en echnung beschä -
ig , muß die zen ale F age geklä we den, welche Au gaben eine
Bankkos en echnung e üllen soll. Diese lassen sich in zwei Haup -
g uppen un e eilen:
1. in den Kon ollzweck,
2. in den Planungszweck.
Die Kon oll echnungen sind e gangenhei so ien ie und beziehen
sich
a) au die E olgskon olle,
b) au die Wi scha lichkei skon olle.
Die ü Planungszwecke b auchba e Kos en echnung is zukun so ien-
ie und soll de Banklei ung In o ma ionen lie e n
a) ü die E mi lung de P eisun e g enze,
b) ü die Planung des Leis ungsp og amms de Bank.
Ohne uns mi den e schiedenen Zwecken de Bankkos en echnung
auseinande zuse zen, soll in diesem Bei ag die Kos en echnung aus-
schließlich un e dem Planungsaspek be ach e we den. Eine Kos en-
echnung, die lediglich de Geschich ssch eibung wegen au gemach wi d,
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Die Bcda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 123
die de Banklei ung also keine Anhal spunk e ü ih e Disposi ionen zu
lie e n e mag, is eine Fehlin es i ion. Die Fes s ellung, wie hoch be-
s imm e Kos en ode Kos ena en in de Ve gangenhei wa en, is nu
sinn oll, wenn dami zugleich eine Aussage übe die En wicklung ode
das Ve hal en de Kos en in de Zukun möglich wi d1.
Welche Zwecke ha nun un e diesem Aspek die Kos en echnung eine
Bank zu e üllen? Sie soll de Bankklei ung eine im Hinblick au ih e
Zielse zung (z. B. lang is ige Maximie ung ih es Gewinns, E zielung
eines angemessenen Gewinns usw.) op imale Geschä spoli ik e mögli-
chen, d. h. sie soll de Banklei ung diejenigen Un e lagen lie e n, die
diese eine als op imal be ach e e Zusammense zung des Leis ungsso i-
men s, d. h. de Ak i a und Passi a und des einen Diens leis ungsge-
schä s e möglichen. Op imal heiß nich , daß die Spanne zwischen dem
Soll- und dem Habenzins maximie we den soll, sonde n es soll jene
S uk u des Leis ungsp og amms e mi el we den, bei de bei aus ei-
chende Liquidi ä und aus eichende Siche hei de Gesam gewinn de
Bank als Summe de Gewinne des inanziellen Be eichs und des echnisch-
o ganisa o ischen Be eichs maximie wi d.
Da die Bankkos en echnung selbs abe auch dem P inzip de Wi -
scha lichkei zu genügen ha , geh es hie auch um die F age, welchen
Nu zen ein di e enzie es und komplizie es Kos en echnungs e ah-
en ü die Bank ha e glichen mi dem Au wand, den ih eine solche
Kos en echnung e u sach .
1. Die Leis ungse s ellung im Bankbe ieb und
ih e Auswi kungen au die Kos en- und E lös echnung
Un e dem Beg i de Bank wi d im olgenden s e s die Geschä s-
bank e s anden, also de Bank yp, de — wie im wes deu schen Bank-
wesen die K edi bank, die Spa kassen und die K edi genossenscha en
mi ih em jeweils dazugehö igen Mi el- und Obe bau — das Einlagen-,
das Zahlungs e keh s-, das K edi - und das We papie geschä be eib
und so auch in de Lage is , Geschä sbankengi algeld zu scha en. Bei
diesem Bankbe iebs yp handel es sich olglich um eine Un e nehmung,
die meh e e Leis ungen anbie e , so daß man on de Bank als eine
Meh p oduk - ode Meh leis ungsun e nehmung sp echen muß, wobei
die einzelnen Bankleis ungen seh he e ogene Na u sind. Ein wei e es
1 Vgl. E ich Schneide , Indus ielles Rechnungswesen, 2. Au l., Tübingen
1954, S. 2.
8a1
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124 Ludwig Mülhaup
Kennzeichen des Bankbe iebs is , daß an de E s ellung on Absa z-
leis ungen in de Regel seh un e schiedliche Leis ungsab eilungen be-
eilig sind, de Leis ungse s ellungsp ozeß selbs also on Leis ung zu
Leis ung auch inne halb eine Leis ungsa a iie en kann. Wich ig is
in diesem Zusammenhang auch de enge Ve bund zwischen den einzelnen
Leis ungsa en. Diese is eine sei s — analog de Kuppelp oduk ion
bei Indus ieun e nehmungen — zwangsläu ige A . So is z. B. die
Un e hal ung on Sich einlagen, de Kau ode Ve kau on We pa-
pie en, die Inansp uchnahme eines K edi s ode das Inkasso on Fo -
de ungen usw. nich möglich, ohne daß gleichzei ig Zahlungs e keh s-
leis ungen e b ach we den. Ande e sei s is de Leis ungs e bund du ch
die Nach age de Kunden beding , denn in de Regel nimm ein Kunde
nich nu eine einzige Leis ungsa , sonde n ein ganzes Leis ungsbündel
in Ansp uch. Aus diesen G ünden is eine Kos ens ellen- und eine Ko-
s en äge echnung im Bankbe ieb nu mi Hil e eine ziemlich will-
kü lichen Gemeinkos enschlüsselung möglich.
Eine zwei e Schwie igkei ü jede Bankkos en echnung e gib sich
da aus, daß Banken Diens leis ungsun e nehmungen sind und g öß en-
eils Au ags e igung be eiben. Hie aus olg einmal, daß de Lei-
s ungsinhal auch inne halb eine einzigen Leis ungsa on einem Au -
ag zum ande en a iie en kann. So gib es z. B. ü den Zusammen-
hang zwischen den Leis ungsabgaben des inanziellen und des echnisch-
o ganisa o ischen Be eichs eine as ausschließlich im Kunden e hal en
beg ünde e Beziehung, die on de Bank zwa ex pos empi isch e mi -
el , ü Planungs echnungen abe kaum ode nu seh unzu e lässig
o ausgeschä z we den kann (z. B. A und Zahl de Zählungs e ü-
gungen in olge eines zu gewäh enden K edi s).
Zum ande en esul ie aus de Au agsabhängigkei sowie aus de
Ta sache, daß die Bank wede au Lage a bei e noch übe länge e
Zei hinweg Au äge sammeln kann, eine im Zei ablau s a k schwan-
kende Kapazi ä sauslas ung. Die Bank is gezwungen, ih e Kapazi ä
au den e wa e en Spi zenbeda auszu ich en, so daß sie bei No malbe-
schä igung im echnisch-o ganisa o ischen Be eich mi Lee kos en a bei-
e , die sich e s mi s eigende Auslas ung de Kapazi ä in Nu zkos en
e wandeln2. Das bedeu e abe ü die Vollkos en echnung, daß sich
2 Vgl. H.-J. K ümmel, Bankzinsen, Un e suchungen übe die P eispoli ik
on Uni e salbanken, Köln, Be lin, Bonn, München 1964, S. 200; e ne E.
Bu z> Die Anpassung des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs on K edi ins i-
u en. Ein Bei ag zu eine allgemeinen Theo ie des Bankbe iebs, Bd. 8 de
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 125
die Kos en ü einzelne Leis ungen nu als Du chschni sg ößen e mi -
eln lassen, die mi schwankende Beschä igung eben alls schwanken.
Diese Uns abili ä läß die Du chschni sg ößen z. B. ü P eiskalkula-
ionen wenig geeigne e scheinen.
Will man den jeweiligen G ad de Kapazi ä sauslas ung de Bank in
de Kos en echnung be ücksich igen, so e geben sich — zumindes ech-
ne isch — e hebliche Schwie igkei en aus de ela i g oßen Elas izi ä
in de Nu zung des Fak o s menschliche A bei in quali a i e und
quan i a i e Hinsich und in zunehmendem Maße auch des Maschinen-
einsa zes. Diese Elas izi ä e möglich es, eine die Kapazi ä eine ein-
zelnen Geschä sspa e übe s eigende Nach age nach den Leis ungen
diese Spa e ohne E wei e ung de Gesam kapazi ä des echnisch-o ga-
nisa o ischen Be eichs lediglich du ch Umdisposi ion on A bei sk ä en
ode Au ägen on eine Spa e in die ande e und somi ohne nennens-
we e Auswi kung au die Gesam kos en de Bank zu bewäl igen3.
2. Kos en und Kos en e hal en bei K edi banken
Die Kos en de K edi bank lassen sich en sp echend de Zwei eilung
de Leis ungsbe eiche eine Bank in einen inanziellen (We be eich) und
einen echnisch-o ganisa o ischen Be eich (Be iebsbe eich) in die Kos en
des inanziellen und die Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs
un e eilen.
a) Die Kos en des inanziellen Be eichs
Die Kos en des inanziellen Be eichs eine Bank bes ehen, wenn wi
on den Risikokos en absehen, aus den Zinskos en ü die on de
Bank en gegengenommenen Einlagen und/ode au genommenen Gelde .
Was das Ve hal en diese Zinskos en angeh , so kann man es s ellen,
daß sie im wesen lichen mi de de Bank übe lassenen ode on ih be-
scha en Menge an Zen albankgeld a iie en4.
Sch i en eihe des Ins i u s ü K edi wesen an de Uni e si ä Müns e , Wies-
baden 1968, S. 142.
3 Vgl. E. Bu z, a.a.O., S. 149 .
4 Die Einsch änkung „im wesen lichen" soll besagen, daß Zinskos en un e
den P ämissen de Ma ginalanalyse nich nu als Geldbescha ungs-, sonde n
auch als sog. Gelde hal ungskos en en s ehen können; dann nämlich, wenn
zugesag e K edi e nach de englischen Buchungsme hode dem K edi nehme
au Sonde kon o belas e und das mi de K edi gewäh ung en s andene Gi a-
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126 Ludwig Miilhaup
Im Gegensa z zu Ums uk u ie ungen au de Ak i sei e (z. B. du ch
K edi ück lüsse, We papie e käu e ode Wechsel ediskon ie ungen
zwecks Bescha ung on Zen albankgeld) beein lussen Ände ungen in
de Zusammense zung de Passi a in de Regel die Höhe de Zinskos en.
Sieh man im Ak i geschä den p imä en Geschä szweck, dann kann
man die Zinskos en in bezug au das Volumen des Ak i geschä s als
a iabel bezeichnen; denn die Bank nimm Einlagen le z lich nu en -
gegen, weil sie sich ü das ih zu ließende Zen albankgeld eine e ag-
b ingende Ve wendung e sp ich . Diese Be ach ungsweise läß sich
nu un e lang is igem Aspek ech e igen, weil die Bank ih e Ein-
lagen auch nu au länge e Sich du ch Einsa z ih es bescha ungs- bzw.
absa zpoli ischen Ins umen a iums (Zinspoli ik, We bung, Zweigs el-
lenexpansion usw.) s eige n kann.
Man kann Ak i - und Passi geschä abe auch als unabhängig on-
einande ansehen mi de Folge, daß die Zinskos en in bezug au das
e s e e es e Kos en da s ellen, die aus den E ägen des Ak i - und des
Diens leis ungsgeschä s genau so gedeck we den müssen wie die Nich -
zinskos en de Bank. Bei diese nu ku z is ig gül igen Be ach ungs-
weise s eh de Bank aus Einlagen und K edi ück lüssen eine Ube -
schußkasse zu Ve ügung, die sie en sp echend ih e Zielse zung so o -
eilha wie möglich zu e we en such 5.
geld (= Zahlungs e p lich ung de Bank) dem K edi nehme gu gesch ieben
und en sp echend e zins wi d. Diese sog. Gelde hal ungskos en en s ehen
abe wie K ümmel (a.a.O., S. 220) mein , nich nu , wenn die englische Bu-
chungsme hode Anwendung inde , sonde n auch dann, wenn de K edi neh-
me übe seinen K edi zuguns en eines Kunden de selben Bank e üg . Auch
in diesem Fall handel es sich nich um Geldbescha ungs-, sonde n um Gelde -
hal ungskos en. Alle dings üh eine exak e Abg enzung zwischen Geldbe-
scha ungskos en und Gelde hal ungkos en zu Schwie igkei en, so daß man bes-
se schlich on Zinskos en sp echen soll e. Im üb igen dü e es eine ein ech-
nische F age sein, ob man diese Habenzinsen als selbs ändige Kos en ode als
„lediglich sub ak i en Bes and eil des Ne oe löses" au aß , den die Bank aus
de bloßen K edizusage zieh , (K ümmel, a.a.O., S. 220). K ümmel s ell in sei-
ne K i ik an dem Beg i de Geldbescha ungskos en o ensich lich au die
bloße K edi zusage ab, die e im Un e schied zum Ve asse nich als Bankab-
sa zleis ung be ach e , wäh end in dem oben geschilde en Fall be ei s eine Ve -
ügung des K edi nehme s übe den K edi o lieg . Was die F age de Bank-
absa zleis ung be i , so denke man an die Siche hei , die de zugesag e, abe
noch nich in Ansp uch genommene K edi eine Un e nehmung e leihen kann.
5 De Ve asse ha dahe in seinem un e dem Aspek de ku z is igen
Planung gesch iebenen Au sa z „Umsa z-, Kos en- und Gewinnplanung eine
K edi bank" (Zei sch i ü handelswissenscha liche Fo schung 1956, He 1,
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Man kann die Zinskos en auch in bezug au ih e Zu echenba kei zu
den Ak i a insgesam ode zu G uppen on Ak i a ode ga zu einem
einzelnen Ak i geschä hin un e suchen; dabei e gib sich, daß ex pos
eine Zu echnung bes imm e Passi a ode bes imm e G uppen on
Passi a und ih e Kos en zu bes imm en Ak i a ode G uppen on
Ak i a und de en E ägen nich möglich is , es sei denn, die Bank be-
eibe au g und gese zliche ode sa zungsmäßige Vo sch i ode inne -
be iebliche Di ek i en eine g uppen- ode ga eine objek bezogene An-
lagepoli ik0.
Un e den P ämissen de Ma ginalanalyse is dagegen eine Zu ech-
nung ex an e s e s dann möglich, wenn on o nhe ein es s eh , daß
ein Zu luß on Zen albankgeld ü ein genau bes imm es Ak i geschä
e wende wi d ode daß, um ein bes imm es Ak i geschä übe haup
ä igen zu können, zusä zliches Zen albankgeld e s noch bescha
we den muß. Alle dings wi die exak e Zu echnung wegen de Inkon-
g uenz de F is en de Mi elbescha ung und de Mi el e we ung e -
hebliche P obleme au , wie z. B. das P oblem de Pe iodisie ung ode
das de E mi lung de Kos en bzw. des E löses de Anschluß inanzie-
ung bzw. de Supplemen in es i ion. Eine wei e e F age is , ob die
Kos en eines Ak i auschs (z. B. eine Wechsel ediskon ie ung ode eines
We papie e kau s), de no wendig wi d, um das ü die Gewäh ung
eines zusä zlichen K edi s e o de liche Zen albankgeld zu bescha en,
diesem K edi als Kos en ode als E agsminde ung dem u sp ünglich
ge ä ig en K edi - ode Anlagegeschä zuge echne ode schließlich als
Kos en ü die Finanzie ung eine Auszahlungsspi ze be ach e we den
S. 7 .) die Zinskos en ü jede Geldbescha ung, die nich unmi elba ü ein
bes imm es Ak i geschä bes imm is , als es e ode allgemeine Geldbescha -
ungskos en behandel . Zu diesen es en Kos en ha e auch diejenigen Zins-
ode Liquidi ä skos en ge echne , „die imme dann en s ehen, wenn die Bank
in de lau enden Pe iode nich zwecks Gewäh ung neue K edi e, sonde n zu
Bes ei ung eines Auszahlungsübe schusses zen albank ähige Ak i a mone i-
sie en ode K edi ese en mobilisie en muß" (sog. Geldumlage ungskos en).
6 Lediglich im Falle eine einzigen Geldbescha ungsa wie z. B. bei aus-
schließliche Annahme on Sich einlagen (Pos scheckam ) ode Ausgabe on
P andb ie en en iele das Zu echnungsp oblem. Vgl. dazu auch: H. Janbe g,
Zum Thema Bankkos en echnung, in: Zei sch i ü das gesam e K edi wesen,
19. Jg. (1966), S. 745: „Wenn die Kos en echnung nich au eindeu ige, un-
mi elba e, unk ionale Zusammenhänge zwischen Kos en und Leis ungen zu
be uhen b auch , ielmeh de G undsa z ane kann wi d, daß auße unk io-
nalen Zusammenhängen auch de Wille und die En scheidungen de Geschä s-
lei ung als G undlage ü die Zu echnung de Kos en ane kann we den, dann
is alle dings die Kos en echnung eine p ak isch lösba e Au gabe."
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128 Ludwig Mülhaup
sollen. De Ve asse ha sich, weil die Ma ginalanalyse im Gegensa z
zu Kos en echnung au den Ansa z on oppo uni y cos s nich e -
zich en kann und weil de Ak i ausch du ch den zusä zlich zu gewäh-
enden K edi ausgelös wo den is , in dem genann en Au sa z ü eine
möglichs e u sachungsge ech e Zu echnung en schieden7.
b) Die Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs
Die Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs lassen sich en sp e-
chend ih e Ve u sachung wie olg ein eilen:
1. Kos en, die du ch die Ein ich ung und lau ende Un e hal ung eine
bes imm en Kapazi ä des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs en s e-
hen, und zwa gleichgül ig, du ch welche Leis ungen und in welchem
Um ang diese Kapazi ä genu z wi d.
2. Kos en, die du ch Leis ungsabgaben des echnisch-o ganisa o ischen
Be eichs en s ehen, und zwa kann es sich dabei handeln um
a) Leis ungen, an denen sowohl de inanzielle als auch de echnisch-
o ganisa o ische Be eich be eilig sind,
b) Leis ungen, an denen ausschließlich de echnisch-o ganisa o ische
Be eich be eilig is .
Sowei Kos en nu bei Leis ungsabgaben en s ehen, is ih e E mi lung
und Zu echnung g undsä zlich möglich und eindeu ig. Sollen dagegen
auch die Kapazi ä skos en au die abgegebenen Leis ungen e echne
we den, so läß sich als G undlage diese Ve echnung e l. eine Zweck-
Mi el-Beziehung annehmen, die je nach dem Rechnungsziel in e p e-
a ions ähig is . So kann z. B. bei nu eilweise Ausnu zung de Kapa-
zi ä das Rechnungsziel dennoch eine Ve echnung alle Kapazi ä s-
kos en au die abzugebenden Leis ungen e langen (z. B. bei E mi lung
gesam kos endeckende P eisun e g enzen), wäh end ein ande es Rech-
nungsziel nu die Be ücksich igung de Nu zung de de Gesam kapazi-
ä en sp echenden an eiligen Kapazi ä skos en e o de , m. a. W. die
Kapazi ä skos en we den in Nu z- und Lee kos en di e enzie und
nu die e s e en au die Leis ungen bezogen. So e n es nich möglich is ,
7 Die Au assungsun e schiede zwischen K ümmel und dem Ve asse hin-
sich lich des Ve hal ens und de Zu echenba kei de Geldbescha ungskos en
e geben sich o allem aus de Ta sache, daß K ümmel (Bankzinsen, S. 217 .)
die Geldbescha ungskos en un e dem Aspek de Kos en echnung, und zwa
de Vollkos en echnung, de Ve asse dagegen un e dem Aspek de ku z-
is igen Planung mi els de Ma ginalanalyse be ach e .
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 135
Welche Anhal spunk e besi z nun de Banklei e ü die Bemessung
de einzelnen in den zu o de nden Sollzins eingehenden Komponen en?
(1) De Ansa z de Habenzinsen häng en scheidend da on ab, ob de
Banklei e den K edi aus de Übe schußkasse de Bank gewäh en kann,
ode ob e sich das ü die Auszahlung dieses K edi s no wendige Zen-
albankgeld e s noch bescha en muß. Falls e den K edi aus de
Übe schußkasse gewäh , wi d e da au ach en, daß ein sog. kalkula o-
ische Habenzins nich un e sch i en wi d. Als kalkula o ische Haben-
zins bzw. als Zinsun e g enze16 kann ihm eine de olgenden Zins-
sä ze dienen:
1. de Zinssa z jene G uppe on Mi eln, aus de de K edi gewäh
wi d (z. B. de Du chschni szinssa z de Sich -, Te min- ode Spa ein-
lagen),
2. das gewogene a i hme ische Mi el alle Habenzinssä ze, die das
Ins i u bezahl , also ein sog. Mischzins.
De un e 1. genann e Zinssa z is jedoch nu dann anwendba , wenn
eine g uppenbezogene Anlagepoli ik be ieben wi d, d. h. wenn die
Bank in ih e Anlagepoli ik a sächlich bes imm e G uppen on Pas-
si a bes imm en G uppen on Ak i a (z. B. Sich einlagen dem ku z-
is igen, Spa einlagen dem lang is igen K edi geschä usw.) zuo dne .
Lieg de Anlagepoli ik de Bank dagegen die kumula i -paga o ische
Be ach ungsweise zug unde, is die Bank also de Au assung, daß zwi-
schen den Passi a und den Ak i a eine Bankbilanz keine lei Zu ech-
nung möglich is , dann wi d sie ih e Übe legung den un e 2. genann-
en Mischzins alle Passi a zug undelegen.
Muß sich die Bank dagegen das ü die Gewäh ung des K edi s e o -
de liche Zen albankgeld e s noch bescha en, dann wi d sie eine Ma -
ginalanalyse ans ellen und diese en wede
1. den Diskon - bzw. Lomba dsa z de Deu schen Bundesbank ode
2. den Sa z ü Tagesgeld ode
3. den jeweils höhe en de un e 1. und 2. genann en Sä ze ode
kos en hinaus auch diesen Mindes gewinn in ih e P eiss ellung mi be ück-
sich igen müssen.
16 De Beg i Zinsun e g enze is nich im s engen Sinne als P eisun e -
g enze au zu assen. Da die Bank Ausgleichskalkula ion be eiben kann, komm
dem Beg i nu die Bedeu ung eine Du chschni sg öße zu, es sei denn, daß
die Banklei ung Konzessionen g undsä zlich nu beim Ansa z de En gel e
ü die Nich zinskos en mach .
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136 Ludwig Mülhaup
4. die e ek i ü die Finanzie ung des be e enden Ak i geschä s
au gewand en Zinskos en (z. B. den Zinssa z ü einen au genom-
menen lang is igen B ankk edi ode ü ein Schuldsclieinda lehen
usw.) zug unde legen.
Fü die Wahl eines jeden diese Zinssä ze als Zinsun e g enze lassen
sich G ünde an üh en, so z. B. ü die Wahl des Zen albankdiskon s,
daß die Zen albank die le z e Re inanzie ungsquelle de p i a en K e-
di bank da s ell . Fü die Spa kassen und die K edi genossenscha en
könn e s a dessen de Zinssa z in age kommen, de diesen Ins i u en
on ih e Gi ozen ale bzw. Zen alkasse in Rechnung ges ell wi d. Fü
den Tagesgeldsa z sp ich die Ta sache, daß diese Sa z die Lage am
Geldma k wide spiegel , de ielen Ins i u en als Re inanzie ungsquelle
dien . Gegen die Wahl dieses Zinssa zes sp ich , daß de Geldma k ein
in e ne Ma k de Banken is , dessen P eise die Bank, so e n sie nie-
d ige sind als die o iziellen P eise de Bundesbank, dem Kunden nich
ohne wei e es in Rechnung zu s ellen b auch . Dazu komm , daß de
Geldma k kein unbeding zu e lässiges Liquidi ä s ese oi da s ell
und die Geldsä ze s a k schwanken können.
(2) Die Nich zinskos en, die de K edi nehme de Bank du ch die
Inansp uchnahme des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs e u sach ,
lassen sich ex an e kaum ode nu g ob ielleich au g und de Zugehö-
igkei des K edi nehme s zu eine bes imm en Be u sg uppe schä zen.
Mögliche weise kann sich die Bank auch au ih e E ah ung mi dem
Kunden s ü zen, abe exak wi d sie diese Kos en im Vo aus nich an-
geben können. Bei dem P ozen sa z, de de Deckung de aus eigenen
E ägen nich gedeck en Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs
dienen soll, de Deckungsspanne17, kann es sich dahe i. d. R. nu um
einen Du chschni ssa z handeln. Wenn die zusä zlichen Kos en des K e-
di s wegen de ohnehin hohen Be ei scha skos en zumindes ku z is ig
nich ins Gewich allen, kann de Banklei e jede posi i e Spanne zwi-
schen Soll- und Habenzinssa z, die e e zielen zu können glaub , als
ela i gewinnb ingend be ach en18.
17 Als Deckungsspanne wi d de in de Planung es geleg e Bei ag des ein-
zelnen K edi s ode de einzelnen Anlage zu Deckung de Nich zinskos en des
echnisch-o ganisa o ischen Be eichs in °/o de du chschni lichen Bilanzsumme
e s anden, un e de Beda sspanne de en sp echende, ex pos e mi el e, a -
sächliche ode no wendige Bei ag.
18 Diese Spanne is soga absolu gewinnb ingend, wenn die zumeis es en
Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs du ch die bis zu diesem Zei -
punk gewäh en K edi e und ge ä ig en Anlagen be ei s oll gedeck wu den.
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 137
Die sich aus Habenzinssa z, Risikozuschlag, Deckungs- und Gewinn-
spanne e gebende Gesam belas ung des K edi nehme s wi d de Bank-
lei e mi dem Zinssa z e gleichen, den e au g und seine Ve handlun-
gen mi dem Kunden glaub e zielen zu können. Da aus e gib sich ü
ihn ohne wei e es die Vo eilha igkei ode Nich o eilha igkei des
zu gewäh enden K edi s.
b) Die Planung de P eisun e g enze ü einen zusä zlichen K edi
(1) Da s ellung
Ve deu lichen wi uns diese A on Vo kalkula ion anhand eines
ein achen Beispiels:
De X-Bank lieg ein An ag übe einen Kon oko en k edi on
100 000,— DM ü 12 Mona e o . De An ag is gep ü und die
K edi wü digkei des An ags elle s in O dnung. Die Bank leg ih e
Vo kalkula ion den Mischzins säm liche Passi a zug unde, de 3,5 °/o
be agen soll.
Die Bank be echne dem An ags elle , da es sich um einen Kunden
mi mäßige Ve handlungsmach handel , einen Sollzins on 7,0 % p.a.,
de be ei s das K edi isiko en hal en soll, so daß sie mi eine B u o-
zinsspanne on 3,5 % p.a. echnen kann. Leg die Bank ih e Vo kal-
kula ion s a des e ek i en Habenzinssa zes einen nied ige en ode
höhe en ik i en Zinssa z, z. B. den Lomba dsa z ode den Tagesgeld-
sa z zug unde, dann e mäßig bzw. e höh sich die B u ozinsspanne en -
sp echend. Die F age is nun, ob diese Zinsspanne aus eich , nich nu
die Kos en abzugel en, die de Bank in olge de Inansp uchnahme ih e
Ein ich ungen du ch den K edi nehme en s ehen, sonde n auch einen
gewissen Mindes gewinn abzuwe en.
Bei de E mi lung des au den Habenzins und die Risikop ämie
zuzuschlagenden P ozen sa zes zu Abgel ung de Kos en ü die Inan-
sp uchnahme des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs (Deckungsspanne)
bedien sich die Bank eines aus de indus iellen Kos en echnung s am-
menden Ve ah ens, nämlich eine A Zuschlagskalkula ion: Sie s ell
anhand de le z en E olgs echnung es , welche Rela ion in dem diese
Rechnung zug unde liegenden Zei aum zwischen den Kos en des ech-
nisch-o ganisa o ischen Be eichs und dem du chschni lichen Bilanz olu-
men bes anden ha . Be ugen z. B. das du chschni liche Bilanz olumen
de Bank im Jah e 1968 600 Mill. DM und die im Jah e 1968 ange alle-
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138 Ludwig Mülhaup
nen und du ch eigene E äge (z. B. Sch ank achmie e, Pos engebüh en
usw.) nich gedeck en Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs
9 Mill. DM, dann e echne sich de Gemeinkos enzuschlag ü den ge-
plan en K edi on 100 000,— DM in de Vo kalkula ion, die sog. Dek-
kungsspanne, mi 1,5% p.a. Mi ande en Wo en: Die B u ozins-
spanne on 3,5 % muß mi 1,5 % zu Deckung de Kos en des echnisch-
o ganisa o ischen Be eichs bei agen, so daß de Bank lau Vo kalkula-
ion aus diesem K edi geschä eine Ne ozinsspanne on 2,0 % e blei-
ben wü de. Ha sie in ih e Vo kalkula ion nu eine Risiko- und Ge-
winnspanne on 1 % o gesehen, so hä e sie in ih en Ve handlungen
mi dem K edi nehme einen Spiel aum on 1 % p.a.; sie könn e also,
wenn es sich um einen Kunden mi s a ke Ve handlungsmach handel ,
ih en Sollzins on 7,0 % au 6,0 % p.a. e mäßigen, ohne au die Dek-
kung de Nich zinskos en und den geplan en Mindes gewinn on 1 %
e zich en zu müssen. Unse e Bank wi d also den K edi nich un e 6,0 %
p. a. (3,5
Vo
zu Deckung de Geldbescha ungskos en, 1,5 °/o zu Deckung
de Nich zinskos en, 1% geplan e Risiko- und Gewinnspanne) gewäh en.
In absolu en Be ägen sieh die Rechnung somi wie olg aus:
Zinse ag des Kon oko en k edi s
(7,0 «/o p. a. on 100 000,— DM) 7 000,— DM
./. Zinskos en de Bank
(3,5 o/o Mischzins on 100 000,— DM)18* 3 500,— DM
e gib einen Ne ozinse ag p. a. on 3 500,— DM
de sich um den Bei ag dieses K edi s zu Deckung de Kos en
des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs
(1,5 o/o p. a. on 100 000,— DM) um 1 500,— DM
au 2 000,— DM
eduzie .
Akzep ie de An ags elle den on de Bank ge o de en Sollzins
on 7,0 °/o, dann e bleib de Bank aus diesem K edi geschä au g und
ih e Vo kalkula ion ein Reingewinn on 2 000,— DM ode on 2 °/o
isa yon de Be ücksich igung de Mindes ese ebelas ung und sons ige Ko-
s en und Risiken sei abzusehen. Vgl. dazu: H. Lip e y Deckungsmaximie ung
bei libe alisie em Einlagen- und K edi ma k . Jg. 1968, H. 1, diese Zei -
sch i . Vgl. dazu auch om Ve asse : Umsa z-, Kos en- und Gewinnplanung
eine K edi bank. Zei sch i ü handelswissenscha liche Fo schung 1956. H. 1.
S. 7 .
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 139
des K edi be ages. So e n ih keine mindes ens gleich siche en und o -
eilha e en An äge o liegen, wi d sie diesen K edi gewäh en.
S ell sich au g und eine wäh end de Lau zei des K edi s anges ell-
en Nachkalkula ion he aus, daß die Bank den Mischzins zu nied ig an-
gese z ha (3,5 % s a 4 % p. a.), weil sich die Habenzinssä ze und/ode
die Zusammense zung de Passi a inzwischen geände haben, und daß
die a sächliche Beda sspanne höhe is als die geplan e Deckungsspanne,
dann e gäbe sich ü die Vo - und Nachkalkula ion unse es Beispiels ol-
gendes Bild:
„Vo -
kalkula ion"
%
„Nach-
kalkula ion"19
Sollzinssa z einschl. Risikozuschlag .. 7,0
(Ve hand-
lungsbasis)
7,0 (6,5)2«
Zinskos en 3,5 4,0 (4,75)
B u ozinsspanne 3,5 3,0 (1,75)
Dedkungs- bzw. Beda sspannc 1,5 1,75 (1.75)
geplan e Ne ozins- ode Gewinn-
spanne 1,0 1,0 (-)
es l. Gewinn- ode Ne ozinsspanne 1,0 0,25 (-)
Sinn olle als eine S ücknachkalkula ion, wie sie hie da ges ell
wu de, und was diese übe haup nich zu lie e n e mag, is in de
Regel ein Nachweis, ob und inwiewei die Summe de on allen in
einem bes imm en Zei aum gewäh en K edi en und ge ä ig en Anla-
gen e b ach en Bei äge ausge eich ha , die gesam en Nich zinskos en
diese Pe iode und den geplan en Mindes gewinn zu decken. Diese F age
19 Bei de hie anges ell en Nachkalkula ion handel es sich um eine ein
hypo he ische Annahme, da eine Bank in Wi klichkei solche Übe legungen
allen alls dann ans ellen wi d, wenn es sich um G oßk edi e handel , ü de en
Gewäh ung sie sich die Mi el du ch besonde e K edi au nahme bescha en muß
(objek bezogene Be ach ungsweise).
20 Die in Klamme n gese z en Zahlen beziehen sich au den Fall, daß es sich
um einen Kunden mi s a ke Ve handlungsmach handel und die Bank sich
die Mi el ü die Gewäh ung des K edi s e s bescha en muß, z. B. du ch
Au nahme eines länge is igen Bankk edi s ode eines Schuldscheinda lehens.
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140 Ludwig Mülhaup
kann in de Regel nu eine Pe iodene olgs echnung bean wo en, die
den Au wand dem E ag de Pe iode gegenübe s ell . Dahe komm
neben de bewuß ode unbewuß o genommenen Vo kalkula ion ü
einzelne Leis ungen, Leis ungsbündel ode Anlagen de ku z is igen
E olgs echnung in K edi ins i u en eine so g oße Bedeu ung zu. Ein-
zelne G oßbanken be o zugen hie bei die mona liche E olgs echnung,
wäh end ande e Ins i u e es bei g öße en Zei äumen belassen. Mi de
Ve b ei ung de elek onischen Da en e a bei ung dü en sich die Vo -
ausse zungen ü eine kü ze is ige E olgs echnung e heblich e bes-
se n21.
(2) Die P oblema ik diese Kalkula ionsme hode
Die P oblema ik diese Kalkula ionsme hode bes eh einmal da in,
daß eine eindeu ige Beziehung zwischen Bilanz-, K edi - ode Einlage-
olumen und den du ch eigene E äge nich gedeck en Kos en des ech-
nisch-o ganisa o ischen Be eichs un e s ell wi d.
Obwohl de P axis die P oblema ik solche Beziehungen zwischen
den mone ä en G ößen und den G ößen des echnisch-o ganisa o ischen
Be eichs nich unbekann sein dü e, a bei e sie z. T. mi solchen Re-
la ionen zu Kon olle de Leis ungse s ellung des echnisch-o ganisa o-
ischen Be eichs, indem sie Kennzi e n ü den Zei - und Be iebs e -
gleich e mi el (z. B. du chschni liche Bilanzsumme zu Zahl de Be-
schä ig en, zum Pe sonal- und Sachau wand, zu Zahl de Buchungs-
pos en usw.).
Die F age, ob zwischen bes imm en We g ößen und den Nich zins-
kos en eine eindeu ige Beziehung bes eh , is , da aus eichendes E ah-
ungsma e ial nich o lieg , nich um assend zu bean wo en. Eine solche
Rela ion is ü einen einzelnen K edi und ü ganz ku ze F is siche -
lich nich gegeben, kann abe mi zunehmende Zahl de bilanzwi ksa-
men Geschä s o älle und wachsende Pe iodenlänge au g und de
Wi ksamkei eines Kompensa ionse ek s in quali a i e , quan i a i e
und zei liche Hinsich mi einige Be ech igung un e s ell we den.
21 Dabei e gib sich alle dings das P oblem, daß die E assung de kalkula-
o ischen Kos en, die Pe iodisie ung on Ausgaben und Einnahmen schwie ige
und de Ein luß on Zu älligkei en au das E gebnis de Rechnung mi abneh-
mende Pe iodenlänge s ä ke we den, so daß auch hie ohne meh ode weni-
ge willkü liche Annahmen nich auszukommen is . Es gil somi die ü jede
Bank op imale Pe iodenlänge, die de ku z is igen E olgs echnung zug unde
zu legen is , zu e mi eln.
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 141
Die He s ellung eine solchen Beziehung zwischen den We g ößen
und den G ößen des Be iebsbe eichs is abe nich nu du ch den au
lange Sich und im Du chschni gegebenen Zusammenhang zwischen
K edi höhe und Inansp uchnahme des echnisch-o ganisa o ischen Be-
eichs beding , sonde n un e s ell auch, daß die Belas ba kei des K e-
di nehme s mi wachsendem K edi be ag ela i zunimm , eine An-
nahme, die de Wi klichkei nich zu en sp echen b auch . Hie e -
Bilanz olumen und Pe sonalau wand eines P i a -
bankhauses on 1950 bis 1967
(halbloga i hmische Da s ellung)
Abb.l
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142 Ludwig Mülhaup
mischen sich Gesich spunk e de Kos en echnung mi denen de P eis-
s a egie. Das Beda sspannen e ah en bewi k , daß, so e n es sich um
einen K edi nehme mi ge inge Ve handlungsmach handel , jede ein-
zelne K edi mi dem gleichen P ozen sa z zu Deckung de Gemein-
kos en he angezogen wi d. De Zuschlag is we - und nich s ückp o-
po ional. Un e s ell man, daß die Beansp uchung des echnisch-o ga-
nisa o ischen Be eichs mi s eigende K edi höhe un e p opo ional zu-
nimm , also deg essi e läu , dann agen die K edi e mi hohen Be-
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 143
ägen übe p opo ional und p og essi zu Deckung de Nich zinskos en
bei, es sei denn, die Bank muß den Vo eil de Kos endeg ession ganz
ode eilweise an den K edi nehme wei e geben, was imme dann de
Fall sein wi d, wenn diese eine s a ke Ve handlungsposi ion besi z .
Au diese Weise kann somi eine gewisse Ko ek u des P eises en sp e-
chend de Kos en e u sachung e olgen.
P oblema isch bei diese Kalkula ionsme hode is e ne , daß mögli-
che weise die E äge des einen Diens leis ungsgeschä s nich en sp e-
chend den Au wendungen wachsen, so daß die Un e deckung dieses Ge-
schä szweiges in s eigendem Maße du ch die Zinse löse ge agen we den
muß. Mi wachsendem Saldo des einen Diens leis ungsgeschä s wi d
die un e s ell e Abhängigkei zwischen Bilanz olumen und Nich zins-
Einlagen, Lohn- und Gehal ssumme sowie Zahl
de Kassenein- und -auszahlungen eine ge-
misch en Hypo hekenbank on 1953 bis 1967
(halbloga i hmische Da s ellung
)
DM
Abb. 3
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144 Ludwig Mülhaup
Gesam einlagen, Pe sonal- u. Sachau wand
de S ad spa kasse Do mund on
1951
bis 1968
( halblo ga i hm ¡sc he Da s ellung )
Abb. 4
kos en zunehmend p oblema ische . Denn mi dem Vo d ingen neue
Leis ungsa en, die den Cha ak e eine Diens leis ungen haben (z. B.
Ve mögens- und Anlagebe a ung, Depo e wal ung usw.) en s ehen de
Bank Kos en, die keine ode nu eine schwache Beziehung zu den oben
genann en mone ä en G ößen haben22. Sowei die E löse diese Diens -
leis ungsgeschä e ge ade ih e Kos en decken, wi d de Zusammenhang
zwischen den G ößen des inanziellen Be eichs und denen des echnisch-
22 S eng genommen sind na ü lich auch Diens leis ungen übe ih e Finan-
zie ungs- ode Zahlungssei e bilanzwi ksam. Da es sich abe um eine Sekundä -
wi kung on ge inge p ak ische Bedeu ung handel , wi d ih e Bilanzwi kung
hie e nachlässig .
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 151
Was hie am Beispiel des K edi geschä s demons ie wu de, gil
auch ü ande e Fo men de Zen albankgeld e we ung, z. B. ü die
We papie anlage. Die Bank wi d au „Vollkos endeckung" nu dann
e zich en, wenn es sich um Anlagen handel , die en wede de E üllung
gese zliche Vo sch i en (z. B. de Mindes ese e e p lich ung, de Ein-
hal ung de G undsä ze des Bundesau sich sam es übe die Eigenkapi al-
auss a ung und die Liquidi ä s o so ge), eine da übe hinausgehenden
Liquidi ä s o so ge ode abe de o übe gehenden Anlage sons un e -
we ba e Gelde dienen (Geldma k anlagen). In diesen Fällen nimm
die Bank aus G ünden ih e liquidi ä smäßigen Siche hei usw. auch eine
ge inge e Ve zinsung in Kau .
Dami soll keineswegs gesag sein, daß au diese Weise bei K edi e -
handlungen die Sollzinsen es gese z we den sollen. Denn auch bei den
Banken bilden sich die P eise nich au g und de Kos en, sonde n au -
g und on Angebo und Nach age. Insbesonde e spiel die Ve hand-
lungsposi ion des Kon ahen en eine wich ige Rolle25.
Die Bank gewinn mi diese Rechnung lediglich eine O ien ie ungs-
hil e, die ih anzeig , un e halb welche G enze sie bei den einzelnen
K edi en zuse z und daß sie bei häu ige Wiede holung de a ige K e-
di e Ge ah läu , in die o en Zahlen zu ge a en. Sie gewinn zugleich
ein K i e ium, au g und dessen sie die Vo eilha igkei eines einzelnen
K edi s ode eine einzelnen Anlage beu eilen und danach ih e Auswahl
e en kann.
2. Die Planung des ü die Deckung
de Nich zinskos en no wendigen Bilanz olumens
S a bei gegebene Zunahme des Bilanz olumens die zu Deckung
de Nich zinskos en no wendige P eisun e g enze zu bes immen, kann
die Banklei ung, wenn die E wei e ung des Bilanz olumens ih en Dispo-
si ionen un e lieg , auch die F age s ellen, welches Bilanz olumen no -
wendig is , wenn sie bei gegebene B u ozinsspanne bzw. P eisun e -
g enze die gesam en Nich zinskos en decken will.
Im olgenden soll un e s ell we den, daß die Banklei ung ü das
e s e Qua al 1969 mi eine S eige ung de Nich zinskos en um AK
echne . Die F age lau e nun: Bei welche du chschni lichen E wei e ung
des Bilanz olumens lieg die Gewinnschwelle, wenn mi eine B u o-
zinsspanne des zusä zlichen Bilanz olumens on ¿& ge echne wi d?
25 Vgl. dazu H.-J. K ümmel, Bankzinsen, a.a.O., S. 227 .
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152 Ludwig Mülhaup
Nehmen wi an, unse e Bank e anschlage ü das 1. Vie eljah 1969
eine Zunahme ih es Bilanz olumens on du chschni lich 15 Mill. DM;
ü dieses zusä zliche Bilanz olumen e wa e sie bei du chschni lichen
Geldbescha ungskos en on 3 % p.a. eine Du chschni s e zinsung on
6 % p.a. Un e diesen Annahmen agen die Neuanlagen des 1.Qua als
1969 mi 3 % p. a. ode 450 000 DM, das sind au das Vie eljah ge-
echne 112 500 DM zu Deckung de ungedeck en Kos en des echnisch-
o ganisa o ischen Be eichs und zum Gewinn bei. Leg die Banklei ung
ih e Planung die Beda sspanne des Jah es 1968 (1,5 % p.a.) zug unde,
dann kann sie dami echnen, daß das zusä zliche K edi - bzw. Bilanz-
olumen un e den gemach en Annahmen mi 56 250 DM zu Deckung
de Meh kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs bei äg . Neh-
men die Nich zinskos en im 1. Qua al 1969 abe um 75 000 DM zu,
dann lieg zwa — wenn wi die B u ozinsspanne zug unde legen —
noch eine Kos enübe deckung on 37 500 DM (112 500 DM - 75 000)
o , die Ne ozinsspanne wä e jedoch on 1,5% p.a. au 1,0% p.a.
gesunken. Beabsich ig die Banklei ung abe , die Ne ozinsspanne on
1,5% p.a. au ech zue hal en, dann is dazu c.p. eine Auswei ung des Bi-
lanz olumens nich um 15 Mill. DM, sonde n um du chschni lich 20 Mill.
DM e o de lich. Wä en dagegen die zusä zlichen Nich zinskos en im
1. Qua al 1969 nu um 36000 DM ges iegen, dann hä e es zu Deckung
de zusä zlichen Nich zinskos en bei den gegebenen Kondi ionen und
un e Beibehal ung de Ne ozinsspanne on 1,5% p.a. nich eines zu-
sä zlichen K edi - ode Bilanz olumens on 15 Mill. DM, sonde n eines
solchen on 9,6 Mill. DM bedu . (Vgl. Abbildung 5.)
De b eak-e en-poin ode das ü die Deckung de zusä zlichen
Nich zinskos en (A K ) eine Pe iode bei eine gegebenen B u ozins-
spanne (ib ) und eine o gegebenen Ne ozinsspanne (in) no wendige
zusä zliche du chschni liche Bilanz olumen {AB ) e echne sich nach
olgende Fo mel:
In den Zahlen unse es Beispiels: Bei e wa e en zusä zlichen Nich zins-
kos en on 75 000 DM und eine Deckungsspanne (¿¿, — in) on 1,5 %
p.a. (= 0,375 % p o Qua al) be äg das e o de liche zusä zliche Bi-
lanz olumen
100
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Die Bcda sspanncn echnun ; als Mi el de Geschä spoli ik 153
S eigen die Nich zinskos en im 1. Qua al 1969 bei E eichen eines zu-
sä zlichen Bilanz olumens on 8 Mill. DM um wei e e 12 000 DM au
48 000 DM, dann e schieb sich c.p. de b eak-e en-poin nach ech s
und wi d e s bei einem zusä zlichen Bilanz olumen on 12,8 Mill. DM
e eich . (Vgl. Abbildung 5.)
Wi d nich die Beda sspanne, sonde n die gesam e B u ozinsspanne
on 3 %p. a. als Bei ag zu Deckung de Habenzinsen und de es en
Kos en be ach e , dann e schieb sich de b eak-e en-poin on 9,6 Mill.
Abb. 5
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154 Ludwig Mulhaup
Abb.6
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 155
6
JL
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156 Ludwig Mülhaup
DM nach links au 4,8 Mill. DM ( gl. Abbildung 6). Wenn die Bank-
lei ung nunmeh dami echne , daß die Nich zinskos en bei E eichen
eines zusä zlichen Bilanz olumens on 36 000 DM au 48 000 DM sp in-
gen, dann is ein e zinsliches Anlage olumen on 6,4 Mill. DM nö ig,
um die gesam en Kos en de Bank (Habenzinsen und Kos en des ech-
nisch-o ganisa o ischen Be eichs) zu decken.
Die hie behandel en Zusammenhänge zwischen P eisun e g enze (bzw.
B u ozinsspanne, Deckungs- und Gewinnspanne) und Bilanz olumen
lassen sich auch anhand eine Zeichnung e deu lichen. In diese Zeich-
nung ( gl. Abbildung 7) wi d de Übe sich lichkei wegen nu de Fall oc
(--= Meh kos en: 75 000,— DM) da ges ell .
In die Ku e /min] is keine Ne ozinsspanne, in die Ku e /minii eine
solche on 1 % p.a. einge echne . Bei eine Ausdehnung des Bilanz Volu-
mens um A
B
(20 Mill. DM) muß die Banklei ung mindes ens eine P eis-
un e g enze on 4,5 % p.a. anse zen, ode ande s ausged ück : Beim An-
sa z eine P eisun e g enze on 4,5 % p. a. muß sie das Bilanz olumen
du chschni lich um mindes ens 20 Mill. DM ausdehnen, wenn sie die
olle Deckung de Meh kos en e eichen will.
Will die Banklei ung auße dem eine Ne ozinsspanne on 1 % p. a.
e zielen, dann muß sie die P eisun e g enze im Punk AB] au 5,5%
p.a. he au se zen. Will sie dagegen an de P eisun e g enze on 4,5%
p.a. es hal en, dann muß sie das Bilanz olumen bis zum Punk AB]
(60 Mill. DM) ausdehnen, dami sich übe die Deckung de Meh kos en
des edinisch-o ganisa o ischen Be eichs hinaus eine Ne ozinsspanne on
1 % p.a. e gib .
Wächs das Bilanz olumen du chschni lich um einen Be ag, de zwi-
schen
A B j
und A
B
lieg , so e bleib de Bank zwa auch eine Ne o-
zinsspanne, doch is diese kleine als 1 % p.a.
Zusammen assung
Die Banklei ung ha somi olgende Möglichkei en, ih e Nich zins-
kos en zu decken und einen bes imm en geplan en Mindes gewinn zu e -
zielen:
1. Sie kann en wede bei gegebenen Nich zinskos en und gegebene
B u ozinsspanne und somi gegebene P eisun e g enze das zu Deckung
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 157
de Nich zinskos en und zu E zielung eines Mindes gewinns no wendige
Bilanz olumen ans eben, also eine Mengenpoli ik eiben26.
2. Sie kann eine bes imm e P eispoli ik e olgen, indem sie das zu
e wa ende zusä zliche Bilanz olumen als gegeben annimm und eine
P eisun e g enze ixie , die bei K edi e handlungen ode in de An-
lagepoli ik im Du chschni mindes ens e eich we den muß. Was die
e wa e e Zunahme des Bilanz- bzw. Anlage olumens angeh , so kann
sie sich hie ü u. U. am Zuwachs de Einlagen o ien ie en. Wegen de
un e schiedlichen Geschä ss uk u de einzelnen Ins i u e kann diese
F age gene ell nich bean wo e we den.
Was die Planung de zusä zlichen Nich zinskos en be i , so is die
exak e Kenn nis des Auslas ungsg ades des echnisch-o ganisa o ischen
Be eichs im Planungszei punk ebenso no wendig wie eine Vo s ellung
übe die En wicklung diese Kos en in Abhängigkei om Bilanz-, Ein-
lage- ode K edi olumen. Wenn man die Ko ela ion zwischen diesen
G ößen aus de Ve gangenhei und den Auslas ungsg ad de echnisch-
o ganisa o ischen Kapazi ä kenn , dü e ih e Planung nich allzu
schwie ig sein. Die Vo gabe diese G ößen wä e zwei ellos e heblich ge-
naue und de Ve gleich zwischen Soll und Is aussage ähige , wenn man
die Vo gabe s a au E ah ungswe e au A bei s- und Zei s udien
basie en könn e. Abe das oben geschilde e Ve ah en hä e mi de Ein-
achhei den Vo zug, daß es kaum zusä zliche Kos en e u sach . Es läß
sich ohne Schwie igkei en auch in de Weise a iie en, daß die Beda s-
spanne en sp echend de un e schiedlichen Belas ung, welche die einzel-
nen K edi - und Anlagea en ü den echnisch-o ganisa o ischen Be eich
zu Folge haben, ode nach de T ag ähigkei de einzelnen Kunden-
g uppen di e enzie wi d. Es bie e also auch aus eichenden Spiel aum
ü p eispoli ische Übe legungen. So könn e man sich o s ellen, daß
z. B. die den echnisch-o ganisa o ischen Be eich s ä ke belas enden Kon-
oko en k edi e eine höhe e Beda sspanne zu agen haben als z. B. die
Wechselk edi e ode die We papie anlage de Bank. Alle dings se z das
wiede um eine Vo s ellung on de Beansp uchung de Bankein ich un-
gen du ch die einzelnen Geschä sspa en und on de Elas izi ä de
Nach age nach einzelnen Leis ungsa en in bezug au den P eis o aus.
26 Die Rechnung ließe sich ohne Schwie igkei auch noch dahingehend modi-
izie en, daß auße dem eine gewisse E höhung de Einlagenzinsen angenommen
und nach de Wi kung diese Kos ens eige ung en wede au die P eisun e -
g enze im Ak i geschä ode au das no wendige zusä zliche Bilanz olumen
ge ag wi d. Was das le z e e be i , so muß sich bei gegebenen Sollzinsen
im Ak i geschä de b eak-e en-poin nach ech s e schieben.
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158 Ludwig Mülhaup
Die hie geschilde en Ve ah en be uhen au de Annahme, daß sich
die S uk u des Leis ungsso imen s und dami die Inansp uchnahme des
echnisch-o ganisa o ischen Be eichs in de Planpe iode gegenübe de
Basispe iode nich nennenswe ände . Ande n alls müß en in de S uk-
u de Passi a und Ak i a zu e wa ende Ände ungen ebenso be ück-
sich ig we den wie o he sehba e Kos ens eige ungen im echnisch-o ga-
nisa o ischen Be eich ode wie eine zu e wa ende Ände ung de Zins-
sä ze. Da mi de Beda sspanne lediglich die Deckung de bis dahin un-
gedeck en Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs geplan wi d,
sag das Ve ah en nich s da übe aus, wie die de Bank in de Plan-
pe iode aus K edi ückzahlungen und/ode Neueinlagen ode aus Um-
inanzie ung zu ließenden Mi el au die einzelnen Anlagen e eil und
welche Umdisposi ionen inne halb de Bilanz zwecks E hal ung ode
E höhung des Gewinns o genommen we den sollen. Übe eine de Ziel-
se zung des K edi ins i u s en sp echende op imale S uk u ie ung de
Ak i a und Passi a gib das geschilde e Ve ah en ebenso wenig Aus-
kun wie übe die Wi scha lichkei de Leis ungse s ellung. Das e s e e
P oblem kann en wede nu au dem bishe igen Wege ode mi els eines
Ve ah ens de Gesam planung, wie es on Deppe en wickel wo den is ,
gelös we den27.
Da die Bank die Höhe und die S uk u de Kundennach age sowie
die Kondi ionen de be ei s gewäh en K edi e nu in engen G enzen be-
ein lussen kann, gewönne sie mi els eine solchen au de Beda sspan-
nen echnung be uhenden Planung ohne g oßen Au wand ein ein aches
Mi el, das ih einen Anhal spunk ü ih e P eispoli ik wenigs ens in
bezug au diejenigen Bilanzpos en und diejenige Zen albankgeldmenge
lie e , die ih e Disposi ion un e liegen. Gegen das Ve ah en mag man
einwenden, daß es, indem es eine eindeu ige Beziehung zwischen den We -
g ößen und den Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs un e -
s ell , eben alls mi Annahmen a bei e und inso e n nich ohne ein ge-
wisses Maß an Willkü auskomme. Das is ohne Zwei el ich ig. Abe
das Ve ah en ha gegenübe komplizie en Planungsme hoden den Vo -
zug, daß es ohne e heblichen Meh au wand on jedem Ins i u e wen-
de we den kann. Man mag auch einwenden, daß die Beda sspannen-
echnung die du ch das wachsende Diens leis ungsgeschä e u sach e
Kos ens eige ung einsei ig au das zinsb ingende Geschä abzuwälzen
27 H.-D. Deppe, Zu Ren abili ä s- und Liquidi ä splanung on K edi ins i-
u en. Wel wi scha liches A chi 1961, S. 304 .; de selbe, Bankbe iebliches
Wachs um, S u ga 1969.
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Die Beda sspannen echnung als Mi el de Geschä spoli ik 159
e such und daß es keine Handhabe ü die P eispoli ik in bezug au
dieses Geschä und die Geldbescha ung bie e . Was den Einwand be-
züglich de einsei igen Belas ung des zinsb ingenden Geschä s du ch die
wachsenden Kos en des echnisch-o ganisa o ischen Be eichs be i , so
is diese En wicklung ohnehin solange unausweichlich, als die K edi ins i-
u e sich die Kos en diese Diens leis ungen nich en sp echend e gü en
lassen, was alle dings wiede um eine Spa en echnung ü das Diens -
leis ungsgeschä o ausse z . Es sei da an e inne , daß in die Beda s-
spannen echunng nu de du ch eigene E äge nich gedeck e Teil de
Nich zinskos en eingeh . Es dü e imme hin ein Fo sch i sein, wenig-
s ens im zinsb ingenden Geschä die du chschni liche P eisun e g enze
zu kennen. T o z seine Mängel ha das Ve ah en gegenübe kompli-
zie en Kos en echnungs e ah en den Vo zug, daß es ealis isch is , weil
es de sachlichen, pe sonellen und zei lichen In e dependenz de bank-
geschä lichen Tä igkei Rechnung äg . Dabei is sich de Ve asse
du chaus de P oblema ik bewuß , die aus de Un e s ellung eine lang-
is igen Beziehung zwischen dem Bilanz olumen und den Kos en des
echnisch-o ganisa o ischen Be eichs und de en Anwendung ü ku z-
is ige Planungsp obleme he üh en. E häl sie abe angesich s des
übe schläglichen Cha ak e s, de auch den komplizie en Ve ah en inne-
wohn , ü e e ba .
Was die Kon olle de Wi scha lichkei de Leis ungse s ellung des
echnisch-o ganisa o ischen Be eichs be i , so is diese nu möglich,
wenn die Kos en dieses Be eichs au g und exak e Planung o gegeben
we den, was wegen de schnellen Ände ung des Leis ungsso imen s nach
A und Um ang auße o den lich schwie ig is . Imme hin zwänge die
Anwendung des geschilde en Beda sspannen e ah ens die Banklei ung,
sich übe die En wicklung wich ige G ößen des Bankgeschä s, wie z. B.
des Bilanz-, K edi - und Einlage olumens, de Soll- und Habenzinssä ze
sowie de Nich zinskos en und de en Ein luß ak o en meh Gedanken
als bishe zu machen. Eine exak e e au einzelne Leis ungsa en ode
Leis ungsab eilungen abges ell e aussage ähige Kos en- und E lös echnung
kann nach Au assung des Ve asse s un e e heblichem Meh au wand
nu im Wege de on Güde28 in Anlehnung an Riebel o geschlagenen
Rechnung mi ela i en Einzelkos en und Deckungsbei ägen au gemach
we den.
28 U. Güde, Die Bank- und Spa kassenkalkula ion, ih e Da s ellung und
K i ik, Meisenheim am Glan 1967, Bankbe iebliche Sch i en eihe, h sg. on
P o . D . Ka l-F. Hagenmülle , Bd. 3.
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