Agos ini, E i; Ande egg, Niels
Le nsei ige P o essionalisie ung on Schullei enden
Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 3, S. 58-68
Quellenangabe/ Re e ence:
Agos ini, E i; Ande egg, Niels: Le nsei ige P o essionalisie ung on Schullei enden - In: Jou nal ü
Leh e Innenbildung 25 (2025) 3, S. 58-68 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-344592 - DOI:
10.25656/01:34459; 10.35468/jlb-03-2025-05
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-344592
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In o ma ionszen um (IZ) Bildung
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jou nal ü leh e Innenbildung
jlb
no.3
2025
Gesam ausgabe online un e :
h p://www.jlb-jou nalleh e innenbildung.ne
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-03-2025
ISSN 2629-4982
Ausbildung on
Schullei enden
Bibliog a ie:
E i Agos ini und Niels Ande egg (2025).
Le nsei ige P o essionalisie ung
on Schullei enden.
jou nal ü leh e Innenbildung, 25 (2), 58–68.
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-03-2025-05
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E i Agos ini und Niels Ande egg
Le nsei ige P o essionalisie ung
on Schullei enden
Abs ac • Mi phänomenologischen Vigne en wi d im Bei ag ein Ins umen o -
ges ell , welches du ch eine g oße Nähe zum E ah ungsgeschehen die Komplexi ä
des Schullei ungsall ages au nimm und Gelegenhei zu „le nsei igen“ Re lexion des
eigenen Handelns als p o essionelle Tä igkei bie e . An eine Vigne e we den Mög-
lichkei en de P o essionalisie ung on Schullei ungen disku ie und de Einsa z on
Vigne en beispielha au gezeig .
Schlagwo e/Keywo ds • Phänomenologische E ziehungswissenscha , Vigne en,
P o essionalisie ung, Schullei ung, le nsei s
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P o essionalisie ung on Schullei ungen
Im Gegensa z zu Füh ungspe sonen in Wi scha sun e nehmen ha-
ben Schullei e *innen keine kla en O ganisa ionsziele, sonde n ol-
gen einem gesellscha lichen Au ag, inklusi e den dami einhe ge-
henden inhä en en Ambigui ä en und Spannungs elde n (Bøje e al.,
2023). Schulen sind sowohl dem einzelnen Indi iduum als Le nende*
als auch de Gesellscha e p lich e (Fend, 2008). Das Handeln on
Schullei e *innen is dadu ch in einem hohen Maße on einem Um-
gang mi Ungewisshei und Komplexi ä gekennzeichne und olg
gleichzei ig einem uni e salis ischen Ansp uch (Helspe , 2021). Die
He s ellung on Sinnha igkei is immanen e Bes and eil de Tä ig-
kei on Schullei enden, wodu ch das Handeln einem E hos un e lieg ,
das wede du ch Bü ok a ie noch Ma k ode Geld ge egel we den
kann. Das Handeln on Schullei enden kann inso e n als p o essionel-
le Tä igkei e s anden we den ( gl. ebd.).
Ein solches Ve s ändnis de Tä igkei on Schullei enden ha Auswi -
kungen au de en Quali izie ung und P o essionalisie ung. Wissen-
scha liche E kenn nisse und Modelle können zwa gele n we den,
müssen dann abe imme wiede in de Komplexi ä de Si ua ion und
de Di e si ä de Ansp üche und Anliegen adäqua angewende we -
den, wobei die F age de Angemessenhei de Anwendung du chaus
un e schiedlich bewe e we den kann. Dem Au g ei en on E ah-
ung und dem Le nen komm ü die P o essionalisie ung on Schul-
lei enden deshalb g oße Bedeu ung zu und dieses deck sich mi den
zen alen E kenn nissen aus dem Fo schungsbe eich on Leade ship
o Lea ning (Ande egg e al., 2023): Fü die Füh ung eine le nwi ksa-
men Schule is das Le nen de Mi a bei enden inklusi e de Schullei-
ung äuße s ele an (Swa ield & MacBea h, 2009; Robinson, 2011).
P o essionalisie ung on Schullei enden is somi kein Selbs zweck,
sonde n in eg ale Bes and eil eine le nwi ksamen Schule.
Im Folgenden wi d die P o essionalisie ung on Schullei ungen aus
eine phänomenologischen P o essionspe spek i e (Agos ini & Bube,
2024) be ach e und phänomenologische Vigne en als da ü geeig-
ne es „le nsei iges“ P o essionalisie ungsins umen o ges ell .
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Le nen als E ah ung:
Die phänomenologische Au assung on Le nen
In einem phänomenologischen Ve s ändnis wi d e such , Le nen als
E ah ungs ollzug nähe zu bes immen. Dabei wi d . a. die En zogen-
hei des Le nens im P ozess de E ah ung be on : „Als […] Ums uk-
u ie ung eines Vo wissens is Le nen de eigenen En schlussk a en -
zogen. Wi sind imme schon on ande en Menschen, abe auch on
uns selbs und den Dingen in Ansp uch genommen, be o wi in be-
s imm e Weise da übe sp echen.“ (Meye -D awe, 2005, S. 33) Nach
Kä e Meye -D awe is deshalb „jedes Le nen Le nen on e was du ch je-
mand Bes imm en bzw. du ch e was Bes imm es“ (Meye -D awe, 2012,
S. 18). Menschen le nen, indem sie leiblich au bes ehende Si ua ionen
an wo en, Vo handenes au g ei en und e inde isch umges al en. Da-
bei machen sie diese E ah ungen wede nu ak i noch sind sie diesen
nu passi ausgelie e , sonde n sie we den on ihnen pa hisch – im
Sinne eine du chk euz en E wa ung, die au me ken läss , s ö und
un e b ich – ge o en. Die Bedeu ung a ionale , ak i e und selbs -
bes imm e An eile am Le nen wi d in diesem pädagogischen Ansa z
phänomenologische P ägung somi du ch ein adikales und diskon i-
nuie liches Ve s ändnis on E ah ung als Wide ah nis eingesch änk :
Liebgewonnene Gewohnhei en, e au e Rou inen und e wo bene
Wissensbes ände we den du ch den Einb uch des Neuen negie und
he ausge o de . Le nen is in diese Pe spek i e de – i i ie ende,
wide s ändige und e unsiche nde – Übe gang om Nich -Meh zum
Noch-Nich , om b üchig gewo denen al en Wel - und Selbs e s änd-
nis zu den noch nich e ügba en neuen Ve s ehensweisen. Es zeig
sich ein Momen de „Nega i i ä “ – im Sinne eine Funk ion und nich
im Sinne eine no ma i en Bewe ung de E ah ungsinhal e: E was
wu de on jemand Bes imm en bzw. du ch e was Bes imm es als e -
was Bes imm es e mein und ha sich im Vollzug de E ah ung übe -
aschende weise als e was ande es he ausges ell . E s du ch den Ein-
b uch des F emden und Übe aschenden in die gewohnhei smäßige
P axis und den bislang als e au und selbs e s ändlich wah genom-
menen Umgang mi den Dingen in de Wel wi d dieses E was als e was
Bes imm es hema isch. Dabei machen die Le nenden eine „E ah ung
übe die eigene E ah ung“ (Meye -D awe, 2013, S. 74): Sie s oßen mi
ih em bishe igen Wissen an ih e E ah ungsg enzen und sind genö ig ,
das eigene Vo wissen au g und de neuen E ah ung umzus uk u ie-
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en, sodass es zu einem „Wandel de ‚Eins ellung‘, d. h. des ganzen Ho-
izon s de E ah ung“ (Buck, 1989, S. 47) komm . Le nen e eigne sich
e s in eine nach äglichen, e lexi en Rückwendung au das eigene
Vo wissen, in eine Kon on a ion mi dem in de E ah ung wi ksamen
Vo e s ändnis. Le nen geschieh in diese Pe spek i e jedoch nich
du ch ode au g und on E ah ungen, die selbs ini iie und bewuss
e lek ie we den können, sonde n es ollzieh sich selbs als E ah-
ung ( gl. Meye -D awe, 2012, S. 187–214). Diese phänomenologische
Sich weise au E ah ung s ell Leh ende bzw. pädagogisch Tä ige, abe
auch Schullei ungen o ein unau lösba es Dilemma: (Le n-)E ah un-
gen lassen sich nich ein ach pädagogisch s eue n ode didak isch an-
o dnen. Zugleich bes eh in eine le nsei igen Pe spek i e ü sie die
Möglichkei , die Au me ksamkei au die S uk u en diese Vollzüge zu
ich en und ach sam da au zu an wo en, sobald sich eine Gelegenhei
da ü bie e ( gl. Agos ini, 2023).
P o essionalisie ung on Schullei ungen in einem phänomenologischen
Le n e s ändnis bzw. in eine le nsei igen Hal ung bedeu e , dass Wi-
de ah nisse des Füh ungsall ages als (bildende) E ah ungen ü das
eigene Le nen sowie jenes inne halb de Ins i u ion Schule als uch -
ba ane kann we den. Dabei wi d Füh ung selbs als ein esponsi es
Geschehen e s anden, welches sich im Doppele eignis on Pa hos
und Response, on i i ie endem Ansp uch und e inde ische An wo ,
ges al e , abe nich geziel ges eue we den kann (Ande egg, 2023).
Füh ung ollzieh sich zwischen Füh enden, Ge üh en und de Si ua-
ion (Spillane e al., 2004) und en zieh sich dadu ch de Kon olle de
üh enden Pe sonen. Vielmeh is Füh ungshandeln eine sei s du ch
Rou inen gep äg und läss ande e sei s Wide ah nisse en s ehen.
Die phänomenologische Vigne e als ein Ins umen de empi ischen
Le n o schung mach diese E ah ungen sich - und dami auch bea bei -
ba , sodass sie ü die le nsei ige P o essionalisie ung on Schullei un-
gen, d. h. ih Le nen du ch die e lek ie ende Rückwendung au die in de
Vigne e beispielha besch iebene Si ua ion, eingese z we den kann.
Vigne en als empi ische Fo schungs- und
P o essionalisie ungsins umen e
Phänomenologische Vigne en (Sch a z e al., 2012) e assen als qua-
li a i e E hebungsins umen e E ah ungsmomen e und e dich en
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diese in p ägnan e Szenen. Sie we den in eine mi e ah enden Fo -
schungshal ung möglichs nah an den Be eilig en im Feld e ass und
aus E ah ungsp o okollen nach einem P ozess de in e subjek i en
Validie ung zu e ah ungs äch igen, exempla ischen Na a ionen e -
dich e . Vigne en zeichnen sich du ch eine besonde e Genauigkei
in Fo m on P ägnanz – im Sinne on p egnan , d. h. äch ig, bedeu-
ungsschwange – aus und möch en – im Kon ex de P o essionali-
sie ung on Schullei enden – E ah ungen des Füh ungsall ages e -
gegenwä igen bzw. leiblich mi -e ah ba und ü das eigene Le nen
uch ba , de eigenen Re lexion zugänglich machen. Die olgenden
F agen s ehen dabei im Zen um: Was wide äh Menschen in de
Lei ung on Bildungsins i u ionen? Wie a ikulie en sich solche E ah-
ungen leiblich, äumlich, zei lich und/ode ela ional? Du ch die Aus-
einande se zung mi diesen F agen en s ehen di e enzie e Einblicke
in Phänomene in un e schiedlichen Kon ex en, welche auch leibliche,
nich -p oposi ionale E ah ungs o men wie Bewegungen, Ges en, Bli-
cke, In e ak ionen, S immungen und A mosphä en in Fo m on Mimik,
Ges ik, Tonali ä , Rhy hmik und Kö pe hal ung zu assen e mögen. Ein
solch e ah ungsbasie e Zugang möch e den Bedeu ungsübe schuss
on E ah ungen ausdi e enzie en, ohne diesen o schnell zu ka ego-
isie en ode abschließend es zusch eiben.
Vigne en e möglichen du ch die phänomenologische Vigne en-Lek ü-
e (Agos ini, 2016) analog zu Meh deu igkei de Wah nehmung eine
ielschich ige Deu ung de Si ua ion. Indem sie e schiedene Lesa en
geziel o enhal en, we den die in Bildungskon ex en und Lebenswel en
ollzogenen E ah ungen in ih en Bedeu ungsübe schüssen o enba .
Ansp uch is es, übe die Vigne en e schiedene in e subjek i e Wah -
nehmungs- und E ah ungsmomen e e lexi zu assen und im Hinblick
au die (wei e üh ende) pädagogische P axis und Theo ie zu deu en.
Die dami an Vigne en zu gewinnenden wah nehmungs- und e ah-
ungsgebundenen Einsich en we den somi nich e schöp end es -
gesch ieben, sonde n die E ah ungen in ih em je eigenen Sinn, ih e
je spezi ischen Bedeu ung e gegenwä ig und in ih em Po enzial ü
wei e üh ende Analysen un e neuen Gesich spunk en o engehal en.
Vigne en können als P o essionalisie ungsins umen e in de Aus-,
Fo - und Wei e bildung on (angehenden) Pädagog*innen und Schul-
lei enden eingese z we den, indem sie im Lesen E ah ungen übe E -
ah ungen gene ie en und ü das eigene Le nen am Beispiel uch ba
gemach we den (Agos ini & Ande egg, 2021).
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Phänomenologische Vigne en
als Ins umen e zu P o essionalisie ung
Mi els de nach olgenden Vigne e we den Möglichkei en de P o es-
sionalisie ung on Schullei ungen disku ie und de Einsa z on Vig-
ne en beispielha au gezeig .
Vigne e: „Da ich dich ku z was agen?“
„Isabel, da ich dich ku z was agen?“, sp ich Ke s in B aun die
Schullei e in o de Ka eemaschine an. Es is g oße Pause und ein
Ged änge im Leh e zimme . „Ja, kla . Imme doch“, an wo e die-
se mi einem Lächeln. Sie wende sich ganz Ke s in zu. „Muss ich
bei Timon diesen Be und im Zeugnisbe ich e wähnen?“, ag die
Leh e in, einen Be ich des Schulpsychologen de Schullei e in hin-
hal end. „Ja, au jeden Fall“, an wo e die Schullei e in unmi elba ,
den Be ich nich beach end. Die Leh e in s ock einen ku zen Mo-
men . „Das muss e wähn sein, das is wich ig“, insis ie die Schul-
lei e in. Die Leh e in blick au den Be ich . „Abe bei einem Zwei -
klässle …“, beginn sie den Sa z, ohne ihn zu beenden. Sie schau zu
Schullei e in und wa e . „Na ja, bei einem Zwei klässle ielleich
nich “, e wide die Schullei e in den Kop leich sei wä s wippend.
„Was sp ich dann dagegen?“, ag sie nach. Die Leh e in e wähn ,
dass sie mi dem Be ich nich ein e s anden sei und den Jungen
ge ne länge beobach en möch e, be o sie einen solchen Be und
sch i lich es häl . „Das is ja wunde ba “, bes ä ig die Schullei e in
mi hohe , lau e S imme. Und, an die Leh e in gewende : „Du bis
schließlich die Pädagogin. Du machs das schon ich ig.“ Sie be üh
ku z die Leh e in an de Schul e . Diese nick und bedank sich und
die Schullei e in wende sich wiede de Ka eemaschine zu.
(Ande egg, 2018, S. 158)
Eine niede schwellige A de A bei mi Vigne en is die Lek ü e on
schul emden Vigne en. Diese Zugang ha den Vo eil de nich di ek-
en Be o enhei de Lesenden, sodass geziel e Eigenes übe F em-
des angesp ochen we den kann und dadu ch wenige inne e Wide -
s and he o ge u en wi d. Die Lek ü e on Vigne en kann ein ach
o ganisie und in un e schiedlichen Fo men (Pa ne a bei , G uppen-
se ing, mündlich-disku si e ode sch i liche Bea bei ung, …) du ch-
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ge üh we den. Vo ausse zungs eiche in diesem Zusammenhang is
die Anlei ung und Mode a ion de Lek ü e, dami de en meh deu iges
Po enzial ih e Wi kk a en al en kann.
Vigne en-Lek ü en sind Lesa en on Vigne en, die e suchen „zu
e s ehen, was sich zwischen Menschen und Wel , Wah nehmenden
und Wah genommenem e eigne “ (Agos ini 2016, S. 57). Im Zen um
de Lek ü e s eh das Le nen am Beispiel, das Ve s ehen und nich
unmi elba e Bewe en, das He auslesen und nich das Hineinin e -
p e ie en, das Hindeu en und nich das Ausdeu en. Die Lek ü e eine
Vigne e als Un e s ü zung on p o essionellem (pädagogischem)
Handeln ag nich p imä danach, was ande s und allen alls besse
gemach we den kann, sonde n eg an, ausgehend on de mi e ah-
enden E ah ung beim Lesen de Vigne e, eigenes Le nen in Gang
zu se zen, F agen zu s ellen, al e na i e Sich weisen zu e langen und
die eigene P axis zu e lek ie en. Wie hä e ich als Schullei e *in in
diese Si ua ion gean wo e ? Gib es ähnliche Si ua ionen in meinem
Schullei ungsall ag? Wie ha sich die Leh e in wohl in diese Si ua ion
ge ühl ? Wie gehen die Leh e *innen an meine Schule mi solchen
Si ua ionen um? Wa um? Welche al e na i en Handlungsweisen sind
noch möglich? Die agende Auseinande se zung mi de Vigne e
hil , eine e s e bewe ende Reak ion au die Vigne e („Vo de Ka -
eemaschine i man keine En scheidungen“) zu übe winden.
Die En scheidungs indung o de Ka eemaschine is e was, das sich
ü jemanden als e was ganz Bes imm es in de Vigne e zeig . Die
Phänomenologie geh da on aus, dass sich jemandem e was imme
als e was Bes imm es zeig und sich Zugangsa und Sachgehal nich
oneinande ennen lassen. Es gib in de Vigne e keine ich ige ode
alsche Pe spek i e, sonde n sie zeig den e schiedenen Wah neh-
menden je nach E ah ungshin e g und, Wissen ode Kon ex Un e -
schiedliches au . Diese Viel al des sich Zeigenden beding und bie e
gleichzei ig die Chance, dass alle Lesenden einen eigenen Zugang zu
Vigne e inden, de abe zugleich nich beliebig is , sonde n auch ü
alle ande en nach ollziehba a gumen ie sein muss. So können bei-
spielsweise das Nach agen und de le z e Sa z de Schullei e in, „Du
bis schließlich die Pädagogin. Du machs das schon ich ig.“, auch
als Ausd uck eines Füh ungs e s ändnisses e s anden we den, das
du ch disku si e P ozesse und ein Sich-Übe zeugen-Lassen wie o
de Ka eemaschine mani es ie wi d. Vigne en sind beispielgebend,
in dem Sinne, dass de en Inhal e auch au analoge, mögliche weise in