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Zwischen Professionalisierungsverheißungen und Theoriefeindlichkeit. Der neue Pragmatismus in der Lehrkräftebildung

Abstract

Journal für LehrerInnenbildung 25 (2025) 2, S. 128-137 Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik; Hochschulforschung und Hochschuldidaktik; als elektronischer Volltext verfügbar

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Zwischen Professionalisierungsverheißungen und Theoriefeindlichkeit. Der neue Pragmatismus in der Lehrkräftebildung

Author: Rojahn, Pia
Publisher: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Year: 2025
DOI: 10.25656/01:34519
Source: https://www.pedocs.de/volltexte/2025/34519/pdf/jlb_2025_2_Rojahn_Zwischen_Professionalisierungsverheissungen.pdf
Rojahn, Pia
Zwischen P o essionalisie ungs e heißungen und Theo ie eindlichkei . De
neue P agma ismus in de Leh k ä ebildung
Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 128-137
Quellenangabe/ Re e ence:
Rojahn, Pia: Zwischen P o essionalisie ungs e heißungen und Theo ie eindlichkei . De neue
P agma ismus in de Leh k ä ebildung - In: Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 128-137 -
URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-345199 - DOI: 10.25656/01:34519; 10.35468/jlb-02-2025-10
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-345199
h ps://doi.o g/10.25656/01:34519
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DIPF | Leibniz-Ins i u ü Bildungs o schung und Bildungsin o ma ion
In o ma ionszen um (IZ) Bildung
E-Mail: [email p o ec ed]
In e ne : www.pedocs.de
jou nal ü leh e Innenbildung
jlb
no.2
2025
Gesam ausgabe online un e :
h p://www.jlb-jou nalleh e innenbildung.ne
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025
ISSN 2629-4982
Zu Rolle de Pädagogik
in den bildungswissen-
scha lichen G undlagen
Bibliog a ie:
Pia Rojahn (2025).
Zwischen P o essionalisie ungs e heißungen
und Theo ie eindlichkei .
De neue P agma ismus
in de Leh k ä ebildung.
jou nal ü leh e Innenbildung, 25 (2), 128–137.
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-10
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Pia Rojahn
Zwischen
P o essionalisie ungs e heißungen
und Theo ie eindlichkei .
De neue P agma ismus
in de Leh k ä ebildung
Abs ac  • Im Bei ag wi d das P o essionalisie ungs e sp echen, das mi dem o -
schenden Le nen inne halb de Leh k ä ebildung e knüp wi d, k i isch hin e ag .
Es wi d he ausgea bei e , dass die im o schenden Le nen ge o de e Fo schungs-
kompe enz nahezu unabhängig on achwissenscha lichen Inhal en de Un e ich s-
äche sowie heo e ische Fo schung konzipie wi d; s a dessen wi d sie als schul-
pädagogische Me hoden- und Re lexions ähigkei gedach . Schließlich zeig sich, dass
die Pädagogik im Zuge des o schenden Le nens au eine „Wissenscha des Leh ens“
(Hannah A end ) eduzie wi d.
Schlagwo e/Keywo ds • Fo schendes Le nen, P o essionalisie ung, P agma ismus,
Bildung du ch Wissenscha , Leh k ä ebildung
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In de heu igen Leh k ä ebildung läss sich anhand eines p ägnan en
Beispiels, ein Wegbewegen on de Fachwissenscha lichkei hin zu ei-
nem P agma ismus nachzeichnen. Bei diesem Beispiel handel es sich
um das Konzep des o schenden Le nens. Die hochschuldidak ische
Idee des o schenden Le nens wu de be ei s 1970 on de Bundes-
assis en enkon e enz (BAK, 2009) explizi hema isie . Im Vo s and
de BAK saß damals auch de Hochschuldidak ike Ludwig Hube ,
de spä e in einem Vo ag im Rahmen eine Somme schule de Ge-
we kscha ü E ziehung und Wissenscha 10 Thesen zum Ve häl nis
on Fo schung und Leh e aus de Pe spek i e des S udiums un e de
Übe sch i Fo schendes Le nen da geleg ha (Hube , 2004).
Bildung du ch Wissenscha s.
Schlüsselquali ika ionen
Hube beginn sein Re e a mi de These „Fo schendes Le nen gehö
zu einem wissenscha lichen S udium“ (ebd., S. 29). Hie bei un e -
s eich e , dass das o schende Le nen „meh als nu ein didak ische
T ick“ (ebd., S. 31) sei, weil es bei de F ages ellung imme auch um
„die Gewinnung neue E kenn nis“ gehe und nich nu um F agen, die
ü die S udie enden „zu ällig subjek i bedeu sam“ seien (ebd., S. 32).
In seinen An ängen wi d ü das hochschuldidak ische Konzep des o -
schenden Le nens seine O ien ie ung an Fo schung be on , die nach
neuen E kenn nissen s eb . Dass inne halb eines Fo schungsp ozesses
auch gele n wi d, is ü Hube selbs e s ändlich und die S udie en-
den müssen nich eigens an das Le nen he ange üh we den.
In seinem nächs en A gumen e weis Hube explizi au eine bil-
dungs heo e ische sowie eine p agma is ische Pe spek i e, die dem
o schenden Le nen innewohne:
„Die Beg ündung da ü , selbs F agen en wickeln und de inie en le nen zu
sollen, sind nich nu al e idealis ische, sonde n auch mode ne p agma i-
sche Ziel o s ellungen ü das S udium: Sie knüp en sowohl an die Fo mel
‚Bildung du ch Wissenscha ‘ an wie auch an die neue e Fo de ung nach
Schlüsselquali ika ionen.“ (ebd., S. 33 , He o hebung im O iginal)
Mi Rückbezug au Humbold und Schleie mache e klä de Au o ,
dass sich die Fo de ung nach meh o schendem Le nen im S udium
„au die T adi ion bildungs heo e ischen Nachdenkens übe die Uni-
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e si ä be u en“ könne, „die sich in de klassischen Fo mel ‚Bildung
du ch Wissenscha ‘ k is allisie “ (ebd., S. 34) habe. In seinen Aus üh-
ungen wi d deu lich, dass Hube s zug unde geleg es Wissenscha s-
e s ändnis ein e nun gelei e es, au O enhei in de E kenn nisge-
winnung zielendes und mi Selbs e lexion e bundenes is .
Doch de Au o e gänz zugleich eine wei e e Aus ich ung des o schen-
den Le nens, die e als machba e und ökonomische cha ak e isie :
Die Schlüsselquali ika ionen. E skizzie , dass un e Schlüsselquali i-
ka ionen in de Regel Folgendes ge ass we de: „b ei e O ien ie ung
und Übe blickswissen, sys emisches (ode e ne zendes) Denken, di-
e gen es (ode k i isches) Denken, K ea i i ä , me hodische Flexibili-
ä , Ausdaue , Ambigui ä s ole anz, Kommunika ions-, Koope a ions-
(ode Team-) ähigkei , Füh ungs- (ode Du chse zungs-) ähigkei und
Ve an wo ungsbe ei scha “ (ebd., S. 35). Alle diese Schlüsselquali-
ika ionen wü den du ch das o schende Le nen geüb und e ie
we den. Hube e deu lich jedoch auch, dass die bildungs heo e i-
sche Pe spek i e die Beliebigkei de Schlüsselquali ika ionen in F a-
ge s ell (ebd., S. 34). Obwohl sich die beiden Vo s ellungen ‚Bildung
du ch Wissenscha ‘, die ein ehe idealis isches Bildungs e s änd-
nis zug unde leg , und die ‚Schlüsselquali ika ionen‘, die sich au ein
p agma is isches und kons uk i is isches Le n e s ändnis s ü zen, in
Teilen wide sp echen, will Hube beide Ideen im o schenden Le nen
e einig wissen.
De Hochschuldidak ike e klä in seine nächs en These sogleich,
dass beide Vo s ellungen – ‚Bildung du ch Wissenscha ‘ und ‚Schlüs-
selquali ika ionen‘ – „komplexe Le nsi ua ionen“ (ebd., He o hebung
im O iginal) e langen wü den: „Si ua ionen, in denen die eigene
Wahl und S uk u ie ung einem nich abgenommen is , in denen In-
e essen e ie e olg we den können, in denen man mi ande-
en sich e s ändigen ode zusammen un muss“ (ebd., S. 36). Diese
hochschuldidak ische Folge ung wü de auch mi „G undp inzipien ü
Le nsi ua ionen“ übe eins immen, „wie sie in o z allen Ve zweigun-
gen ela i g oße Übe eins immung on kogni i is ischen Le n heo e-
ike n o geschlagen we den – zumindes in de kons uk i is ischen
‚F ak ion‘“ (ebd.). Ge ade auch au g und dieses kons uk i is ischen
Le n e s ändnisses häl Hube es ü sinn oll, „als Le nsi ua ionen
auch Fo schungssi ua ionen zu suchen“ (ebd., He o hebung im O i-
ginal). Ausgehend on eine o wiegend kons uk i is isch-p agma-
is ischen Le nidee häl Hube Fo schungssi ua ionen ü aussich s-

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eiche Le nsi ua ionen und e möch e die Hochschulleh k ä e dazu
an egen, inne halb ih e Leh e auch o schungsähnliche Si ua ionen
zu inszenie en (ebd., S. 37). Diese Vo gehensweise häl e ge ade ü
die Leh k ä ebildung ü seh iel e sp echend: „Insbesonde e ü
die Leh e ausbildung scheinen E kundungen konk e e Kon ex e und
Falls udien zu einzelnen Schüle innen und Schüle n ode zu Schulen
eine aussich s eiche Fo m“ (ebd., S. 37 ). Hube sp ich sich hie also
ü eine Be o schung on Schüle *innen und Schule du ch Leh am s-
s udie ende aus. De Gegens and des o schenden Le nens wi d im
Kon ex de Leh k ä ebildung also be ei s bei Hube zumindes eil-
weise eingesch änk und au F agen des Schulall ags e eng .
Gleichzei ig deu e sich in Hube s A gumen a ion be ei s an, dass
die Uni e si ä in den 2000e Jah en imme meh als Ins i u ion de
Be u sausbildung e s anden wi d, an de ‚Schlüsselquali ika ionen‘
(heu e Kompe enzen genann ) e mi el we den müss en. Beson-
de s p äsen is die Pe spek i e eines be u s o be ei enden S udiums
schon bei Hube in Bezug au die Leh am ss udie enden, ü die das
o schende Le nen au die Be o schung on Schule, Un e ich en und
Schüle *innen eduzie wi d.
P agma ismus und o schendes Le nen
in de Leh k ä ebildung
Dass diese Pe spek i e be ei s üh mi de Rezep ion on Deweys
P agma ismus e sch änk is , zeig sich beispielsweise bei den Schul-
pädagog*innen Ka in Kleinespel und Will Lü ge , die in ih em Bei ag
John Dewey in de Leh e bildung (2009) Deweys Wissenscha s e -
s ändnis o nehmlich als ein anwendungsbezogenes ezipie en:
„Dewey heb o allem den ins umen ellen Cha ak e on Wissenscha
he o : Wissenscha , gemein sind zu Deweys Zei insbesonde e die Me-
hode und die Be unde de pädagogischen Psychologie, hil den Leh e-
innen und Leh e n dabei, ‚‚Mechanismen‘ des Schüle e hal ens und de
Leh e -Schüle -In e ak ion besse als zu o zu e s ehen und indi iduelle
Bedü nisse e ende zu bean wo en‘ ([…] Dewey 1974, S. 195 ). Im
Mi elpunk dieses Ve s ändnisses s eh das Diens ba machen de pä-
dagogischen Psychologie (wi wü den heu e sagen: de Sozial- und E -
ziehungswissenscha en insgesam ) ü die P o essionalisie ung in E zie-
hungsp ozessen.“ (Kleinespel & Lü ge , 2009, S. 271 )
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Dewey gehe es o allem da um, die E kenn nisse pädagogische Psy-
chologie ü die P axis on Leh k ä en nu zba zu machen. Wissen-
scha liches Wissen solle einen Bei ag zu P o essionalisie ung on
Leh k ä en leis en. Kleinespels und Lü ge s Rezep ion Deweys is in-
so e n beme kenswe , als sie einen Fokus au die „Me hode und Be-
unde de pädagogischen Psychologie“ (ebd., S. 271) leg . Auch wenn
die beiden Fo sche *innen die pädagogische Psychologie den „Sozial-
und E ziehungswissenscha en insgesam “ (ebd., S. 272) un e o dnen,
zeig sich in ih em Bei ag deu lich, dass das ins umen elle Wissen-
scha s e s ändnis de pädagogischen Psychologie ü sie im Vo de -
g und s eh . Auße dem legen sie be ei s einen Schwe punk au die
Me hodik in Deweys We k, obwohl diese eine solchen Pe spek i e
be ei s in seinem Haup we k Democ acy and Educa ion (1916)1 k i-
isch gegenübe s and (Ch. XIII).
Kleinespels und Lü ge s Bei ag s eh exempla isch ü eine einsei ige
Rezep ion on Deweys Sch i en, die in de deu schsp achigen Schul-
pädagogik üblich is . Dewey wi d dabei o allem zu Beg ündung ü
eine Me hoden okussie ung he angezogen. Sein We k wi d als Legi-
ima ion ü eine E höhung on P axisan eilen im Leh am ss udium
genu z . Deweys K i ik an de En kopplung on Me hode und Inhal
und eine Übe höhung on Didak ik – „No hing has b ough pedagog-
ical heo y in o g ea e dis epu e han he belie ha i is iden i ied
wi h handing ou o eache s ecipes and models o be ollowed in
eaching“ (Dewey, 1916/1955, S. 199) – wi d in diese Rezep ions-
weise öllig ausgeblende . Gleichzei ig wi d Deweys p agma is ische
Pe spek i e au Bildungsp ozesse –
„An indi idual mus ac ually y, in play o wo k, o do some hing wi h
ma e ial in ca ying ou his own impulsi e ac i i y, and hen no e he in-
e ac ion o his ene gy and ha o he ma e ial employed. […] Hence he
i s app oach o any subjec in school, i hough is o be a oused and no
wo ds acqui ed, should be as unscholas ic as possible“ (ebd., S. 181) –
seh zu e end übe nommen. Die Idee des lea ning by doing, die De-
weys P agma ismus auszeichne , is im Rahmen de deu schsp achi-
gen Leh k ä ebildung zu einem Lei mo i gewo den. Dies zeig sich
nich nu in de Fokussie ung au Kompe enzen in Schule und Leh -
1 Kleinespel und Lü ge beziehen sich alle dings nich au dieses We k, sonde n
konzen ie en sich au Deweys Au sa z Expe ience and Educa ion (1938) sowie einen
Sammelband mi einigen Bei ägen Deweys On Educa ion (1974).
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am ss udium, sonde n auch in Konzep en wie dem o schenden Le -
nen, die im Kon ex de Leh k ä ebildung nu noch im Sinne des E -
we bs on Schlüsselquali ika ionen und kaum meh in de Fo m on
‚Bildung du ch Wissenscha ‘ e s anden we den.
Fo schungskompe enz und Abwe ung
de Fachwissenscha
Eine p agma is ische und au schulische P axis okussie e Idee o -
schenden Le nens inde sich auch bei dem Schulpädagogen Wol gang
Fich en, de mi seinem Bei ag Fo schendes Le nen in de Leh e bil-
dung (2017) in de Diskussion dieses Konzep s häu ig ezipie wi d
(bspw. Klewin & Koch, 2017; Bas en e al., 2020). Gemeinsam mi
seinem Leh e Hilbe Meye ha Fich en eine De ini ion o schenden
Le nens en wickel , die u. a. auch in Auseinande se zung mi Hube
e a bei e wu de:
„‚Fo schendes Le nen … is ein o enes, eilnehme ak i ie endes Leh -
Le nkonzep , (1) in dem an ‚au hen ischen‘ Fo schungsp oblemen im P a-
xis eld Schule gea bei e wi d, (2) in dem die Le nenden in wesen lichen
Phasen des Fo schungsp ozesses selbs ändig a bei en, (3) in dem on
Leh enden und Le nenden ein Theo iebezug he ges ell und o hande-
nes empi isches Wissen … einbezogen wi d, (4) in dem die Le nenden an-
gehal en we den, e lexi e Dis anz zum P axis eld Schule und zu eigenen
Fo schungsa bei he zus ellen (5) und in dem e hische G undlagen on
Fo schungsp axis bewuss gemach we den‘ … Fo schendes Le nen weis
demnach d ei zen ale Me kmale au : Selbs ändigkei , Theo iebezug und
Re lexion.“ (Fich en, 2017, S. 31)
Au ällig is , dass das Konzep o schenden Le nens hie ü die Leh -
k ä ebildung di ek au das „P axis eld Schule“ eingeeng wi d, aus
dem dann ‚au hen ische‘ Fo schungsp obleme gewonnen we den sol-
len. Gleichzei ig sollen die S udie enden dennoch „ e lexi e Dis anz
zum P axis eld Schule“ gewinnen. Dass diese e lexi e Dis anz iel-
leich ge ade du ch die Auseinande se zung mi Fo schungs agen,
die nich di ek im P axis eld Schule liegen, gewonnen we den könn e,
wi d nich disku ie .
De E ziehungswissenscha le Johannes Bellmann (2020) ha sich k i-
isch mi dem o schenden Le nen auseinande gese z und dabei ü
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die zug unde liegende Fo schungsidee eine Dis anzie ung on einem
b ei ge ass en Fo schungsbeg i (im Sinne Deweys) es ges ell , die
die e kü z e Rezep ion on Deweys P agma ismus wiede e deu -
lich :
„In Konzep en o schenden Le nens, abe auch in de P axis o schenden
Le nens is abe in de Regel nich Deweys wei ge ass e Beg i on Fo -
schung maßgebend; ielmeh wi d Fo schung mi wissenscha liche Fo -
schung (‚scien i ic esea ch‘) gleichgese z . Hinzu komm , dass selbs das,
was Fo schung inne halb de Wissenscha meinen kann, au empi ische
Fo schung eduzie wi d. Es geh wede um his o ische, heo e ische,
philosophische, phänomenologische ode he meneu ische Fo schung,
sonde n um die ‚Denk- und Handlungsweisen de empi ischen sozial-
wissenscha lichen Fo schung‘ […], on denen man annimm , dass sie
geeigne sind, ‚um auch im Schulall ag aus eigenen E ah ungen e ek i
E kenn nisse zu gene ie en, die ü das eigene Handeln ele an sind‘“
(ebd., S. 24, He o hebung im O iginal).
In de Diskussion um das o schende Le nen wi d Fo schung also im-
me schon au empi ische Fo schung eduzie , wäh end heo e i-
sche F ages ellungen in de Regel ausgeklamme we den. Fich ens
Fo schungs e s ändnis is demen sp echend auch ein beg enz es und
e inne an das on Kleinespel und Lü ge (2009) oben geschilde e
‚ins umen elle Wissenscha s e s ändnis‘:
„Die Beg i lichkei Fo schendes Le nen signalisie , dass es sich um eine
spezi ische Le n o m handel , bei welche de Le np ozess in einen Fo -
schungsp ozess eingebe e is . Das am Fo schungsp ocede e model-
lie e Le nen e knüp S uk u elemen e on Fo schung mi dem Ziel,
Le np ozesse zu ini iie en […], so dass es ‚p imä au den Le ngewinn de
S udie enden ausge ich e is ‘“ (Fich en, 2017, S. 31 , He o hebung im
O iginal).
Fo schung wi d hie p imä in den Diens des Le nens ges ell . Zudem
wi d deu lich, dass es beim o schenden Le nen in Fich ens Ve s änd-
nis nich meh um den E kenn nisgewinn de Fo schung geh , son-
de n o allem um den „Le ngewinn de S udie enden“. Von Hube s
Idee o schenden Le nens, bei de die F ages ellung imme auch au
„die Gewinnung neue E kenn nis“ abziel und die Fo schungs agen
ge ade nich nu „zu ällig subjek i bedeu sam“ (Hube , 2004, S. 32)
sein soll en, weich Fich ens Konzep ion deu lich ab. Fich ens Idee o -
schenden Le nens o ien ie sich also kaum meh an ‚Bildung du ch