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Tausche Auto gegen Klimaschutz: Eine Untersuchung der Wirkung von kommunal gesteuerten finanziellen Anreizen auf das Mobilitätsverhalten von MIV-affinen Personen

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Tausche Auto gegen Klimaschutz: Eine Untersuchung der Wirkung von kommunal gesteuerten finanziellen Anreizen auf das Mobilitätsverhalten von MIV-affinen Personen

Author: Harwart, Birte
Source: https://repos.hcu-hamburg.de/bitstream/hcu/608/3/2022-01-22_harwart-birte_bachelorarbeit.pdf
TAUSCHE
AUTO
GEGEN
KLIMASCHUTZ
Bachelo a bei
Eine Un e suchung de Wi kung on kommunal ges eue en
inanziellen An eizen au das Mobili ä s e hal en on MIV-a inen Pe sonen
Tausche Au o gegen Klimaschu z
Eine Un e suchung de Wi kung on kommunal ges eue en inanziellen
An eizen au das Mobili ä s e hal en on MIV-a inen Pe sonen
Bachelo a bei zu E langung des G ades eine
Bachelo o Science (BSc.) im
S udiengang S ad planung
o geleg on
Bi e Ha wa
Ma ikl. N . 6057806
E s be euung:
D . Philine Ga on
Zwei be euung:
P o . D . Jö g Pohlan
Ha enCi y Uni e si ä Hambu g
Somme semes e 2021
einge eich am: 13.09.2021
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 7
1.1 Anlass und Ausgangslage 7
1.2 Fo schungs age und Zielse zung 8
1.3 Me hodisches Vo gehen 9
1.4 Au bau de A bei 10
2 DEFINITION ZENTRALER BEGRIFFE 11
3 MOBILITÄTSVERHALTEN ERKLÄREN UND VERSTEHEN 13
3.1 Ein luss ak o en au das Mobili ä s e hal en 13
3.2 Mobili ä s e hal en e klä en: Ve hal ens heo ien und Gewohnhei en 16
3.3 Mo i a ion und An eize 20
4 FINANZIELLE ANREIZE ALS MASSNAHMEN DES KOMMUNALEN
MOBILITÄTSMANAGEMENTS 22
4.1 Wi kung on inanziellen An eizen au das Mobili ä s e hal en 22
4.2 Finanzielle An eize als es ik i e Maßnahme 23
4.3 Finanzielle An eize als angebo so ien ie e Maßnahme 24
5 FORSCHUNGSMETHODIK DER BEFRAGUNG 28
6 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG 32
6.1 S ichp obenbesch eibung 32
6.2 Auswe ung de Be agung 34
6.3 Cha ak e isie ung de P o-G uppe 44
6.4 Clus e analyse 50
6.5 Zusammen assung de zen alen E kenn nisse 52
6.6 Diskussion de F agebogenges al ung und de Fo schungse gebnisse 54
7 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 56
7.1 Allgemeine Handlungsemp ehlungen 56
7.2 Ausges al ung de Mobili ä sp ämie 58
7.3 Zielg uppenspezi ische Handlungsemp ehlungen 62
8 REFLEXION UND FAZIT 65
QUELLENVERZEICHNIS I
Li e a u e zeichnis I
In e ne quellen VII
ANHANG IX
F agebogen IX
Ko ela ions abelle Spea man XV
Kon ingenz aballe C ame s V XVI
Clus e analyse XVI
Codes de quali a i en Auswe ung XVIII
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG XX

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG
Hie mi e klä e ich mich dami ein e s anden, dass meine Bachelo a bei am Ins i u ü Ve keh splanung und Logis ik de
Technischen Uni e si ä Hambu g e wende we den da .
DANKSAGUNG
An diese S elle möch e ich mich bei allen wich igen Pe sonen bedanken, die mich wäh end de E a bei ung meine Ba-
chelo a bei un e s ü z haben.
Zue s gil mein Dank F au D . Philine Ga on und He n P o . D . Jö g Pohlan, die meine Bachelo a bei be eu haben. Vie-
len Dank, ü die hil eichen Anme kungen und das kons uk i e Feedback, die meine E a bei ung in die ich igen Bahnen
gelenk haben
Ein g oße Dank gil meinen Kommili on*innen Max, Eike und Lea, die mich sei Beginn meine S udienzei beglei en, mi
denen ich iele P ojek e gemeis e habe und die o allem in diese a bei sin ensi en Phase ein o enes Oh ü mich ha -
en. Ich möch e mich bei Lisa bedanken, die mi dank ih e Expe ise geeigne en Inpu geben konn e, de mein Blick eld
nochmal e wei e ha . Mein ganz besonde e Dank gil meinem F eund Jeld ik, de mi imme mo i ie end zu Sei e s eh
sowie meinen El e n, die mich wäh end meines gesam en S udiums un e s ü z haben.
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: E klä ung des Mobili ä s e hal ens ohne Au o du ch die TPB
Abb. 2: E klä ung de Pkw-Nu zung du ch die NAM
Abb. 3: E klä ung de Ve ände ung des Mobili ä s e hal en du ch SSBC
Abb. 4: Schema ische Au bau des F agebogens
Abb. 5: Al e s e eilung de S ichp obe
Abb. 6: Räumliche Ve eilung de S ichp obe
Abb. 7: Ve keh smi elwahl
Abb. 8: Pkw-Nu zung un e schieden nach Raumka ego ien
Abb. 10: Zusammenhang Eins ellung und Pkw-Nu zung
Abb. 11: Zusammenhang wah genommene Ve hal ensk on olle und Pkw-Nu zung
Abb. 12: Zusammenhang pe sönliche No m und Pkw-Nu zung
Abb. 13: Pkw-Nu zung und Inansp uchnahme de Mobili ä sp ämie
Abb. 14: Wegezwecke nach Ve keh smi el de P o-G uppe
Abb. 15: Au eilung de Mobili ä sp ämie
TABELLENVERZEICHNIS
Tab. 1: Übe sich S ichwo suche 11
Tab. 3: Übe sich Ko ela ions e ah en 33
Tab. 4: Ko ela ion Eins ellung zum ÖPNV und Bewe ung de Angebo squali ä 39
Tab. 5: Ko ela ion Pkw-Häu igkei und Bewe ung Angebo squali ä 40
Tab. 7: Ko ela ion Eins ellung Pkw und Nu zungshäu igkei de ande en Ve keh smi el 43
Tab. 8: Ko ela ion pe sönliche No m und wei e e Ve keh smi el 44
Tab. 9: Zuo dnung de ele an en Va iablen de Clus e analyse 52
Abb.
ebd.
e al.
MIV
NAM
Pkw
SSBC
Tab.
TPB
ÖPNV
Abbildung
ebenda
wei e e Au o *innen
mo o isie e Indi idual e keh
No m Ac i a ion Model
Pe sonenk a wagen
S age Model o Sel -Regula ed Beha iou al Change
Tabelle
Theo y o Planned Beha io
ö en liche Pe sonennah e keh
19
20
21
31
34
35
36
37
43
44
44
46
47
48
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
7
1 EINLEITUNG
1.1 Anlass und Ausgangslage
Rund 20 S unden am Tag s eh de p i a e Pkw gepa k
am eigenen Wohno , wi d nu zu ca. 3 % de Zei ak-
i genu z (In as e al., 2018) und emi ie bei eine
du chschni lichen Fah leis ung on 30 Kilome e n
am Tag d eimal meh T eibhausgase als de ö en li-
che Pe sonennah e keh (ÖPNV) au diese S ecke
p oduzie (Qua ks, 2019). De S aßen e keh ha e
2018 einen An eil on 18 % an den wel wei e u sach-
en CO2-Emissionen. Das en sp ich eine Menge on
6 Millia den Tonnen (Ko ds, 2021a). Ein wenig höhe
is de An eil in Deu schland. 2019 wa en es 20 % an
Emissionen, die om Ve keh ssek o e zeug wo den
sind, da on 95 % om S aßen e keh (Umwel bun-
desam (UBA), 2021a). Im Gegensa z zu den sinkenden
T eibhausgasemissionen in Deu schland s eigen sei
2009 die Emissionen im S aßen e keh . Dies is zu-
ückzu üh en au e s ens die Zunahme de Pkw-Fah -
leis ungen um 20 %, zwei ens die s eigende Pkw-Dich-
e um 12 % in den le z en 10 Jah en und d i ens de
Zuwachs an Pkw-Neuzulassung um das D ei ache sei
2013 (Ko ds, 2021b; S a is isches Bundesam , 2020;
UBA, 2021b). Im Jah 2019 wu den knapp ie Millio-
nen Neuwagen zugelassen, da on 20 % SUVs, womi es
nach 2009 das Jah mi den meis en Pkw-Neuzulassun-
gen wa (B and , 2021; Ko ds, 2021b).
Du ch die Co ona-Pandemie b ach 2020 de Au oma k
ein, weshalb die Bundes egie ung eine Neuau lage
de Umwel p ämie (Abw ackp ämie), um den Kau
eines neuen Pkw a ak i e zu ges al en, im Rahmen
des au gese z en Konjunk u pake s disku ie e (Ta-
gesschau, 2020). Als Gegen eak ion o de e de „All-
gemeine Deu sche Fah ad-Club“ (ADFC) mi Un e -
s ü zung on wei e en Ve bänden und Un e nehmen
eine „Mobili ä sp ämie ü Alle“ (ADFC e. V., 2020). Die
„Mobili ä sp ämie ü Alle“ soll eine Bezuschussung
ü al e na i e Ve keh smi el zum Pkw, wie z. B. das
E-Bike und den ÖPNV um assen und die P ämie somi
uni e sal einse zba machen. In diesem Jah ha sich
die S ad Pa is en schlossen, diesen Weg zu gehen. Fü
alle Pe sonen, die ih en p i a en Pkw abscha en, kann
die 2500 Eu o hohe P ämie auch ü den E we b eines
E-Bikes ode Las en ah ads genu z we den (Solle ,
2021). Auch wei e e S äd e in England und Finnland
haben be ei s die Abw ackp ämie au wei e e Ve -
keh smi el ausgewei e . In Deu schland gib es einen
Ansa z in de Gemeinde Denzlingen bei F eibu g im
B eisgau. Do kann de p i a e Pkw gegen einen 500
Eu o hohen Zuschuss zu ÖPNV-Jah eska e, einen
Gu schein ü egionale Be iebe ode einen Zuschuss
on 500 Eu o zum Kau eines E-Bike ge ausch we den
(Gemeinde Denzlingen, 2020). Alle Beispiele haben ge-
meinsam, dass das Mobili ä s e hal en du ch inanzi-
elle An eize beein luss we den soll. Doch äll es ielen
Menschen schwe , das eigene Ve hal en zu e ände n,
ge ade wenn bes imm e Mus e be ei s es e ablie
sind. Au oma isch ablau ende Gewohnhei en und P o-
zesse haben unwillkü lich Ein luss au unse e Ve hal-
ensweisen. Vo allem das Mobili ä s e hal en is ie
e wu zel , da es das ägliche Leben cha ak e is isch
mi bes imm .
14
De Fak o de Di e si ä be ass sich mi de Anzahl
an e schiedenen Bodennu zungen in einem Gebie
und wi d in Bezug zu Fläche, Geschoss läche und
zu Beschä igungsanzahl gese z (Ce e o & Ewing,
2010). Die iel äl ige Ansiedlung on z. B. Geschä en,
Supe mä k en, Diens leis ungsbe ieben in de Nach-
ba scha , kann die No wendigkei on Fah en mi
dem Pkw zu ex e nen Zielen eduzie en, da die E le-
digungen in de eigenen Nachba scha gemach we -
den können. Auch kann de be u liche Pendel e keh
du ch die Scha ung on Bü ogebäuden eduzie we -
den. Demen sp echend sind Ce e o und Kockelmann
(1997) de Meinung, dass die di e se Ges al ung de
Bodennu zung die Abhängigkei om Pkw eduzie en
und die umwel e äglichen Ve keh smi el ö de n
kann.
Das d i e D (design) kann au iel äl ige Weise das
Mobili ä s e hal en und die dami einhe gehende Ve -
keh smi elwahl beein lussen. Du ch die Ges al ung
de äumlichen Umwel kann un e ande em das Zu-
ußgehen ode das Au o ah en un e s ü z we den.
Leck (2006) a gumen ie , dass „die Ges al ung klei-
ne e [Wohn-]Blöcke, du chgehende Gehwege und
s a k e bundene S aßen (Ras e layou ) Au o ah en
[…] eduzie en und meh Fuß e keh gene ie en“ (S.
41) kann. Die Ges al ung de gebau en Umwel is e -
schieden ausgep äg und kann on kleinen Objek en,
z. B. die Ins allie ung on Bänken, bis zu s a k mani es-
ie en Objek en, z. B. die Bebauungss uk u , eichen.
Psychog aphische Ein luss ak o en
Das Mobili ä s e hal en wi d nich nu du ch (äuße e)
s uk u elle Ein luss ak o en beein luss , sonde n auch
du ch in ape sonelle Fak o en. Psychog aphische
Ein luss ak o en können wich ige Hinweise au die
E klä ung des Mobili ä s e hal ens lie e n und haben
demen sp echend einen ein luss eichen E ek au die
Ve keh smi elwahl (Hunecke e al., 2007; Lanzini &
Khan, 2017; Schoenau & Mülle , 2017). Zu den ie psy-
chog aphischen Me kmalen, die Ein luss au das Mobi-
li ä s e hal en haben zählen: Kon ollübe zeugungen,
Eins ellungen, No men und We e.
Kon ollübe zeugungen (con ol belie s) sind die
„[subjek i en] Ve mu ungen eine Pe son, hinsich lich
de eigenen Möglichkei en, die Umwel und de en E -
eignisse zu kon ollie en“ (S umm & P i z, 2007, S. 368).
Die Kon olle übe ein Ve hal en kann bei eine Pe son
selbs (in e nal), bei ande en Menschen (soziale Ex e -
nali ä ) liegen und/ode du ch Zu älle und Schicksals-
ein lüssen ( a alis ische Ex e nali ä ) beein luss we -
den (Renne & Salewski, 2009). Alle d ei Dimensionen
können indi iduell un e schiedlich gewich e we den
(ebd.), wodu ch selbs bes imm es Handeln in e sub-
jek i ande s wah genommen und emp unden wi d
(Hunecke, 2015). Bezogen au das Mobili ä s e hal-
en „kennzeichnen Kon ollübe zeugungen […] die
subjek i e Bewe ung de Umse zba kei de eigenen
Mobili ä sziele im jeweiligen Lebenskon ex “ (ebd.,12).
Indi iduelle Ziele können z. B. sein, pünk lich bei de
A bei zu e scheinen, möglichs s ess ei un e wegs zu
sein ode sich spo lich zu be ä igen. Um das jeweilige
Ziel zu e eichen, gil es abzuwägen, mi welchem Ve -
keh smi el das Ziel am bes en zu e eichen is . Dabei
wi d die Kon olle „übe selbs ges eue e Ve keh s-
mi el wie dem Pkw ode dem Fah ad […] in de Regel
subjek i höhe eingeschä z “ (ebd., S. 13). Pe sonen
haben au diese Ve keh smi el meh Ein luss, da sie
nich kollek i ges eue we den und die Selbs e an -
wo ung ü das E eichen des Ziels nich aus de Hand
gegeben wi d. Diese Kon olle kann du ch ex e ne und
nich selbs zu s eue nde Fak o en beein luss we den,
z. B. du ch das En s ehen on S aus ode schlech es
We e (ebd.). Die Ve bindung zu äumlichen Ein luss-
ak o en is deu lich s ä ke als bei den ande en Va-
iablen (Eins ellungen, We e, No men), da die Raum-
s uk u einen di ek en Ein luss du ch die Ges al ung
de Ve keh sin as uk u haben kann (ebd.). Kon oll-
übe zeugungen spielen in de Theo ie des geplan en
Ve hal ens (Ajzen, 1985) eine bedeu ende Rolle. Diese
Zusammenhang wi d im anschließenden Kapi el ge-
naue e läu e .
Eins ellungen (a i udes) sind „Bewe ungen on
Sach e hal en, Menschen, G uppen und ande en A en
on Objek en unse e sozialen Wel “ (Haddock & Maio,
2014, S. 198.). Im Be eich de Mobili ä s o schung sind
es die Ve keh smi el, die du ch indi iduelle Eins el-
lungen eine Bewe ung un e zogen we den (Hunecke,
2015). Eins ellungen sind imme Ausd uck we ende
Posi ionen, die hinsich lich ih e Rich ung un e schied-
lich aus allen können (Haddock & Maio, 2014). E s ens
können Eins ellungen posi i konno ie sein („Ich ah-
e ge ne mi dem Au o“), zwei ens neu al („Ich habe

15
keine P ä e enz in de Ve keh smi elwahl“) ode d i -
ens nega i („Fah ad ah en is mi zu ans engend“)
aus allen. Im Be eich de Mobili ä spsychologie ha
S eg (2005) d ei Mo i e, die die Eins ellungen inhal -
lich p ägen, de inie : ins umen elle, a ek i e und
symbolische Mo i e. Die ins umen ellen Mo i e e -
binden Gedanken, Übe zeugungen und Me kmale mi
dem eins ellungsbezogenen Objek (z. B. das Au o)
(Haddock & Maio, 2014) und is ein ex insisches Mo-
i , das g undsä zlich a ional bewe e wi d (Schlag
& Schade, 2007). Am häu igs en wi d hie bei de mi
einem Ve keh smi el e bundene Au wand (Zei , Kos-
en, sons ige Ba ie en) in seinen Vo - und Nach eilen
bewe e und gegeneinande abgewogen (Hunecke,
2015). Zu den ins umen ellen Mo i en, die in Ve bin-
dung mi dem Pkw geb ach we den, zählen Fak o en
wie Schnelligkei , Flexibili ä und Kom o (u. a. Ga-
e sleben, 2014; S eg, 2005; Velds a e al., 2021). Diese
Va iablen we den on MIV-a inen Pe sonen als posi i
wah genommen. Wegeziele we den mi dem Au o am
schnells en e eich , die Nu zung is unabhängig und
pass sich den Bedü nissen an.
Ge ühle, die in insisch mi einem Objek e bunden
sind, we den als a ek i e Mo i e besch ieben (Had-
dock & Maio, 2014; Schlag & Schade, 2007). Hinsich -
lich de Ve keh smi elwahl lieg de Fokus au dem
„hedonischen E lebniswe “ (Hunecke, 2015, S. 17). Die
Nu zung eines Ve keh smi els kann mi posi i en Ge-
ühlen ode mi nega i en Emo ionen e bunden sein.
MIV-a ine Pe sonen e binden haup sächlich posi i e
Ge ühle mi de pe sönlichen Au onu zung. De eigene
Pkw is ein Objek des E lebens, das Au o ah en mach
Spaß und weck ein F eihei sge ühl (S eg, 2005; Velds-
a e al., 2021). Ein wei e e posi i e Fak o is die mi
dem Au o e bundene Kon olle übe mögliche si u-
a i e beein lussende Fak o en, die im Gegensa z zum
ÖPNV als höhe eingeschä z wi d (Ga e sleben, 2007).
Die symbolischen Mo i e haben einen exp essi en
Cha ak e und besch eiben einen psychosozialen
Meh we hinsich lich eines Ve keh smi els (Schlag
& Schade, 2007). Mi ihnen geh eine soziale Funk ion
de Mobili ä einhe , wodu ch „de soziale S a us und
Aspek e de sozialen Iden i ä on Pe sonen bewe -
e we den“ (Hunecke, 2015, S. 17). Du ch das Fah en
eines bes imm en Au os kann die eigene Iden i ä so-
wie de eale ode an izipie e soziale S a us ausge-
d ück we den (Velds a e al., 2021). MIV-a ine Pe so-
nen können sich demen sp echend gu mi dem ode
du ch den eigenen Pkw iden i izie en. De Pkw wi d
als O des Wohl ühlens und de Siche hei assoziie
und e üll somi übe die ein ins umen ellen Vo eile
hinausgehend, eine e i o iale Funk ion, die sons die
eigene Wohnung übe nimm (Ga e sleben, 2014).
No men sind „Regeln und S anda ds, die on den Mi -
gliede n eine G uppe akzep ie we den“ (Hews one &
Ma in, 2014, S. 273). Soziale No men bilden Übe zeu-
gungssys eme aus, die ein Ve hal en als angemessen
ode unangemessen bewe en. Sie sind eng e loch-
en mi den „E wa ungen on Pe sonen bzw. so-
zialen G uppen, die ü die eigene Pe son als ele an
be ach e we den“ (Hunecke, 2015, S. 19). Mensch-
liches Handeln wi d du ch soziale No men ges eue ,
alle dings ohne die Bindung an gel ende Gese ze. Aus
diesem G und können No men das Ve hal en in gewis-
se Weise einsch änken, abe auch eine S uk u und
O dnung in die Gesellscha b ingen (Hews one & Ma -
in, 2014). Soziale No men lassen sich in desk ip i e
und injunk i e No men au eilen. Injunk i e No men
geben an, inwie e n die Aus üh ung eines bes imm en
Ve hal ens e wa e wi d, z. B., dass bei eine ollen
Bahn de eigene Si zpla z ü Äl e e eigemach we -
den soll e. Desk ip i e No men hingegen bilden das
a sächliche Ve hal en on Pe sonen eine G uppe ab,
z. B. ob Pe sonen den Si zpla z in de Bahn a sächlich
ü Äl e e ei machen (Hews one & Ma in, 2014; Hune-
cke, 2015). Wich ig is , dass sich soziale No men „aus
de In e ak ion mi ande en, insbesonde e mi Mi -
gliede n de selben o mellen ode in o mellen G uppe
ode des sozialen Ne zes“ (Hews one & Ma in, 2014,
S. 275) en wickeln. Im Gegensa z zu sozialen No men
spiegeln pe sönliche No men die inne e mo alische
Ve p lich ung gegenübe einem Ve hal en wide (Hu-
necke, 2015). Die Ausp ägung de pe sönlichen No m
e olg haup sächlich du ch die In e nalisie ung on
sozialen No men im Kindesal e und de wei e en in
de S ä ke abnehmenden Fes igung im Lebens e lau
(Thøge sen, 2002). Vo allem in al uis ischen Ve hal-
ens heo ien, wie dem No m-Ak i a ions-Modell (s.
anschließendes Kapi el), spiel die pe sönliche No m
eine en scheidende Rolle, da sie meis mi p osozialem
Ve hal en in Ve bindung geb ach wi d.
16
3.2 Mobili ä s e hal en e klä en: Ve hal ens heo ien und Gewohnhei en
We e g enzen sich on Eins ellungen ab, indem sie
sich nich au konk e e Objek e und Si ua ionen be-
ziehen, sonde n „du ch ih e allgemeine O ien ie ungs-
unk ion die Lebensziele und Wel sich eine Pe son“
(Hunecke, 2015, S. 23) s uk u ie en. Da aus wi d e -
kennba , dass We e indi iduell un e schiedlich sind
und jede Pe son eigene We e o s ellungen ausp äg
(Becke s, 2018). Du ch den uni e sellen Cha ak e kön-
nen We e wede on äuße en Ve bindlichkei en kon -
ollie noch du ch einen G ad an Ins i u ionalisie ung
und Du chse zba kei beein luss we den (ebd.). We e
können sich indi ek au die Ve keh smi elwahl aus-
wi ken, in dem eine Pe son ökologische We e e i
und olglich das Fah ad ode den ÖPNV zu Fo bewe-
gung nu z (Hunecke, 2015).
Die Theo ie des geplan en Ve hal ens ( heo y o plan-
ned beha iou , TPB) is eine Wei e en wicklung de
on Ajzen und Fishbein en wo enen Theo ie des übe -
leg en Handelns ( heo y o easoned ac ion) (Ajzen,
1985). Sie basie au de Annahme, dass Handlungen
du ch eine In en ion bes imm we den, die die Vo aus-
se zung ü eine neue Ve hal ensweise da s ell (ebd.).
Ajzen (1985) a gumen ie , dass Ve hal ensin en ionen
besse e P ädik o en ü ein mögliches Ein e en eines
an izipie en Ve hal ens da s ellen als das a sächliche
Ve hal en selbs . Denn je s ä ke eine In en ion ausge-
p äg is , des o wah scheinliche is es, dass das ange-
s eb e Ve hal en ein e en wi d (Ajzen, 2020). Demen -
sp echend spiel bei de Vo he sage und Un e suchung
on Ve hal en die In en ion eine en scheidende Rolle.
Wei e hin bilde die Ve hal ensin en ion die mo i ie-
enden Fak o en ab, die das Ve hal en beein lussen
und is ein Indika o ü die Willenss ä ke (Ajzen, 1991).
De TPB olgend gib es d ei Fak o en, in Fo m on
Glaubenssä zen, die in jeweils indi iduelle Gewich-
ung au das menschliche Ve hal en einwi ken. E s ens
o men beha io is ische Übe zeugungen eine posi i e
Theo ie des geplan en Ve hal ens nach Ajzen (TPB)
ode nega i e Eins ellung gegenübe dem anges eb-
en Ve hal en. Sie geben an, inwie e n eine Pe son ge-
genübe bes imm en Konsequenzen eines Ve hal ens
einges ell is . Zwei ens spielen no ma i e Glaubens-
sä ze eine Rolle. Diese esul ie en aus den indi iduell
wah genommenen sozial zu en sp echenden An o de-
ungen und de indi iduellen subjek i en No m. Die
Glaubenssä ze we den du ch die gesellscha lichen
no ma i en E wa ungen gep äg und ge o m . D i -
ens können Kon ollübe zeugungen die Aus üh ung
eines Ve hal ens ö de n ode behinde n. Indi iduen
nehmen die Aus üh ung eines Ve hal ens en wede
als schwe ode leich e eichba wah (Bambe g e al.,
2003).
Be uhend au diesen d ei e hal ensp ägenden Übe -
zeugungen o men d ei Fak o en die Ausges al ung de
Ve hal ensin en ion: Eins ellung gegenübe dem Ve -
hal en (a i ude), Subjek i e No m (subjec i e no m)
und wah genommene Ve hal enskon olle (pe cei ed
beha io con ol) (Ajzen, 1991).
Die Eins ellung gegenübe dem anges eb en Ve hal-
en wi d du ch die indi iduelle Bewe ung de mögli-
Das indi iduelle Mobili ä s e hal en kann eine sei s als bewuss e P ozess und ande e sei s als Resul a aus Ve -
hal ensgewohnhei en e klä we den (E iksson e al., 2008). Im Be eich de Mobili ä s o schung haben sich d ei Ve -
hal ens heo ien zu E klä ung on Mobili ä s e hal ens du chgese z : Die Theo ie des geplan en Ve hal ens (Ajzen),
das No m-Ak i a ions-Modell (Schwa z) und das S age Model o Sel - egula ed Beha iou Change (Bambe g). Nach
diesen Theo ien is die Ve keh smi elwahl ein Ende gebnis ablau ende En scheidungsp ozesse, die du ch e -
schiedene in e ne und ex e ne Fak o en beein luss we den.
17
chen mi dem Ve hal en assoziie en E gebnisse und
die S ä ke diese Assozia ionen bes imm . Die Ein-
schä zung, dass ein anges eb es Ve hal en ö de liche
Auswi kungen haben wi d, üh dazu, dass Pe sonen
eine g undsä zlich posi i e Eins ellung gegenübe
dem Ve hal en en wickeln. Gleichwe ig dazu ö de
die Einschä zung de Auswi kungen als nach eilig eine
nega i e Eins ellung gegenübe dem Ve hal en. Die
subjek i e No m is du ch injunk i e und desk ip i e
Übe zeugungen gep äg . Injunk i e No men sind die
E wa ung ode die subjek i e Wah scheinlichkei ,
dass eine bes imm e Bezugspe son ode -g uppe die
Aus üh ung des anges eb en Ve hal ens gu heiß ode
missbillig (Ajzen, 2020). Desk ip i e No men zeichnen
sich dadu ch aus, dass ande e wich ige Bezugspe so-
nen das indi iduell anges eb e Ve hal en auch aus üh-
en. Beide A en üh en dazu, dass das Indi iduum ei-
nen gewissen sozialen D uck e spü , ein bes imm es
Ve hal en auszu üh en ode nich umzuse zen (ebd.).
Die wah genommene Ve hal enskon olle spiel in de
TPB eine en scheidende Rolle, da sie e s ens du ch
die Be ücksich igung die Theo ie des übe leg en Han-
delns e wei e und zwei ens un e bes imm en Bedin-
gungen nich nu Ein luss au die Bildung de Ve hal-
ensin en ion, sonde n auch au das Ve hal en selbs
ha (Ajzen, 1991). Ajzen (2020) a gumen ie , dass die
wah genommene Ve hal enskon olle den E ek de
In en ion au das ausge üh e Ve hal en di ek s eue n
kann.
Wenn eine Pe son eine posi i e Eins ellung gegenübe
dem Ve hal en ha und eine un e s ü zende subjek-
i e No m e äh , dann ühl diese sich besse in de
Lage, das be e ende Ve hal en mi els de zu Ve -
ügung s ehenden Ressou cen auszu üh en. Gleiches
gil auch in ande e Rich ung: eine nega i e Eins el-
lung und nach eilige subjek i e No m üh en dazu,
dass die Kon olle übe die Aus üh ung des Ve hal ens
als seh ge ing eingeschä z wi d (Ajzen, 2020). Im Be-
eich de Mobili ä s o schung wi d die TPB häu ig als
Re e enz ü die Un e suchung on Mobili ä s e hal-
en genu z (Anable, 2005; Bambe g e al., 2003; Bam-
be g & Schmid , 1998; Hunecke e al., 2010).
„Eins ellung“
Au o ah en mach mi keinen
Spaß und daue zu lang.
„Soziale No m“
Meine Bekann en haben kein
Au o und sind seh zu ieden.
„In en ion“
Ich möch e in meinem All ag
ohne ein Au o mobil sein.
Mobili ä s e hal en
ohne Au o
„Ve hal enskon olle“
Ich kann leich au mein Au o
e zich en, da ich ande e
Ve keh smi el nu zen kann.
Abb. 1: E klä ung des Mobili ä s e hal ens ohne Au o
du ch die TPB (nach Bambe g & Schmid , 2003)
18
No m-Ak i a ions-Modell nach Schwa z (NAM)
Das No m-Ak i a ions-Modell (no m-ac i a ion model,
NAM) nach Schwa z (1997) basie au de Annahme,
dass Menschen au g und on wah genommenen mo-
alischen Ve p lich ungen, die sie in e nalisie haben,
handeln. Es wu de im Gegensa z zu TPB zu E klä ung
on al uis ischem Handeln en wickel und ha im Be-
eich de Umwel psychologie imme meh an Bedeu-
ung gewonnen (Busch-Gee sema e al., 2014). Mo a-
lische Ve p lich ungen we den im Sinne de NAM als
pe sönliche No men bezeichne (pe sonal no m, PN).
Diese we den du ch e schiedene Auslöse ge igge
und lösen dadu ch ein neues Ve hal en aus (Klöckne
& Blöbaum, 2010) no ma i e, si ua ional, and habi ual
in luences on en i onmen ally iendly beha iou . The
main assump ions o he heo y o planned beha iou
(TPB. Bis die Ve hal ensände ung ollzogen is , muss
die Pe son ie Sch i e du chlau en. Schwa z (1997)
besch eib den P ozess wie olg : „The model spells ou
a p ocess mo ing om he ini ial pe cep ion o need
h ough he ac i a ion o he no ma i e s uc u e and
he gene a ion o eelings o mo al obliga ion o he
e en ual o e esponse“ (S. 241).
In de Ak i a ionsphase (1) wi d de P ozess de Ve hal-
ensände ung in Gang gese z , wenn de eigene Hand-
lungsbeda und die Ve an wo ung bewuss wah -
genommen we den. Dabei spielen olgende Fak o en
eine Rolle:
• Wah nehmung des P oblems (awa eness o
need, AN)
• Wah nehmung de eigenen Ve hal enskonse-
quenzen in Bezug au das P oblem (awa eness
o consequences, AC)
• E kennen de eigenen Ve an wo lichkei , um
das P oblem zu lösen
• Wah nehmen de Fähigkei en, das P oblem
lösen zu können
In de zwei en Phase, die als „obliga ion s ep“ (2)
(Schwa z, 1977, S. 241) bezeichne wi d, wi d das Ge-
ühl de si ua i en mo alischen Ve p lich ung e zeug ,
das du ch be ei s o handene ode si ua i kons u-
ie e pe sönliche No men ak i ie wi d. In de Phase
de Ve eidigungssch i e (3) komm es zu eine noch-
maligen Bewe ung de Si ua ion, un e Einbezug de
ak uellen mo alischen No m. Au diese S u e kann
es du ch eine in e ne Kos en-Nu zen-Analyse zu eine
Neu- und Umbewe ung de ak uellen Si ua ion kom-
men, sodass die mo alische Ve p lich ung zu handeln
wiede e wo en we den kann (Blöbaum e al., 1998).
Im le z en Reak ionssch i (4) i das an izipie e
Ve hal en ein und wi d wei e e olg ode es kann
sich nich du chse zen und wi d wiede e wo en
(Schwa z, 1977).
Das Modell de NAM wu de in de Fo schung iel ach
e wende , um Mobili ä s e hal en zu un e suchen, da
dieses in eine Wechselwi kung mi de di ek en Um-
wel s eh (u. a. Blöbaum e al., 1998; Hunecke e al.,
2001; Klöckne , 2005; Mølle e al., 2018).
„P oblemwah nehmung“
De CO2-Auss oß des Au o-
e keh s muss e inge
we den, um das Klima zu
schü zen.
„pe sönliche No m“
Ich bin ein umwel -
bewuss e Mensch und
ühle mich mo alisch dazu
e p lich e , mein Au o
wenige zu nu zen.
Ak i e
Pkw-Nu zung
„Wah nehmung Ve hal ens-
konsequenzen“
Wenn ich mein Au o nu ze,
age ich ak i zum Klima-
wandel bei. Abb. 2: E klä ung de Pkw-Nu zung du ch die NAM
( e ein ach , nach Bambe g & Schmid , 2003)
19
S age Model o Sel - egula ed Beha iou Change
nach Bambe g (SSBC)
Basie end au dem model o ac ion phases (MAP) on
Heckhausen und Gollwi ze ha Bambe g (2013b) ein
Modell en wickel , das die Ve hal ensände ung on
Menschen anhand eine sequenziellen Ab olge be-
s imm e S u en e klä . Diese Ansa z be on die
selbs egula i e Na u de Ve hal ensände ung und
be ach e diese als einen P ozess, in dem Indi iduen
ak i Ans engungen un e nehmen, sich Ziele zu se -
zen, S a egien zu en wickeln und umzuse zen, um
diese Ziele zu e eichen, den Fo sch i in de Ve hal-
ensände ung zu bewe en und Ziele und S a egien
en sp echend zu e idie en ( gl. Bambe g, 2013b, S.
152). Eine Ve hal ensände ung und das e olg eiche
E eichen eines gese z en Ziels e en olglich nu au ,
wenn die Pe son insgesam ie S u en du chläu . Die-
se ie zei lich au einande olgenden S u en lau en wie
olg : p edecisional s age, p eac ional s age, ac ional
s age, pos ac ional s age. In de p edecisional s age (1)
s eh die Re lexion on gegensä zlichen und konku ie-
enden Wünschen im Mi elpunk . Pe sonen e suchen
bes imm e Wünsche in konk e e Ziele umzu o mulie-
en. P ägend is die einse zende Selbs e p lich ung
ein explizi es Ve hal ensziel zu e eichen. Die p edeci-
sional s age wi d mi de Fo mulie ung eine Zielin en-
ion abgeschlossen.
Wenn die Zielin en ion o mulie wu de, beginn die
nächs e Phase. Die p eac ional s age (2) wi d dadu ch
cha ak e isie , dass sich Indi iduen eine pe sönlich
passende Ve hal enss a egie aussuchen, mi de die
gese z e In en ion e eich we den soll. Wäh enddes-
sen we den die Vo - und Nach eile on e schiedenen
möglichen Ve hal enss a egien abgewogen. P ägend
in diese Phase is die Selbs e p lich ung zu ak i en
Ve olgung de gewähl en S a egie. Nach dem Abwä-
gungsp ozess wi d die Zielin en ion in eine Ve hal ens-
absich um o mulie .
Wu de die beabsich ig e S a egie es geleg , dann
e olg de Übe gang in die ac ional s age (3). In de
d i en Phase s eh die Umse zung im Vo de g und.
Die anges eb e Ve hal enss a egie wi d ak i in de
P axis e olg und e such zu e wi klichen. Am Ende
de Phase s eh die Bildung eine Umse zungsin en i-
on. Die Umse zungsin en ion cha ak e isie Bambe g
(2013b) wie olg : „The o ma ion o an implemen a-
ion in en ion should c ea e a s ong men al link be -
ween a speci ic u u e si ua ion and he ini ia ion o
he in ended new beha io ” (S.153). Wenn diese Fall
ein i , dann soll en die es geleg en Handlungen und
S a egien in einen au oma isch ablau enden P ozess
übe gehen.
Denn mi dem Ein e en de pos ac ional s age (4) wu -
de die an ängliche Zielin en ion in ein neues Ve hal en
umgese z . Es e olg eine Re lexion de e eich en Ve -
hal ensände ung, in dem das an ängliche gewünsch e
Ve hal en mi dem implemen ie en Ve hal en e -
glichen wi d. Wei e hin wi d e aluie , ob bes imm e
wei e e Sch i e no wendig sind, um ein e en uelles
Miss e häl nis zwischen Ziel und E gebnis auszuglei-
chen. Die He aus o de ung bes eh da in, nich in al e
Mus e zu e allen und das neu e wo bene Ve hal en
au ech zue hal en. (Abschni basie au Bambe g,
2013a, 2013b)
„Ziel o mulie ung“
Ich möch e das Klima
schü zen und wenige
Au o ah en.
P edecision
P eac ion
Ac ion
Pos ac ion
„Ve hal ensabsich “
Ich nu ze mein Au o nu
noch an zwei Tagen in
de Woche.
„Umse zungsabsich “
Bei gu en We e ah e
ich mi dem Fah ad, bei
schlech em nehme ich
den ÖNPV.
„neues Ve hal en“
eduzie e Au onu zung
Abb. 3: E klä ung de Ve ände ung des Mobili ä s e hal en
du ch SSBC ( e ein ach , nach Bambe g, 2013b)

20
Gewohnhei en
Wenn gleiche Ve hal ensmus e (z. B. Au onu zung au
dem Weg zu A bei ) egelmäßig in demselben physi-
schen und sozialen Kon ex au e en, dann haben sie
meis einen Gewohnhei scha ak e (Aa s e al., 1998).
Gewohnhei en (habi s) lassen sich als Ve hal enswei-
sen besch eiben, de en Reak ionen in einem s abilen
Kon ex wiede hol au e en (Ouelle e & Wood, 1998).
Ein Vo eil de Ausp ägung on Gewohnhei en is , dass
die schnelle Ab u ung und Du ch üh ung des Ve hal-
ens wenige kogni i e Leis ungen in Ansp uch neh-
men, da das Ve hal en au oma isch abge u en we den
kann, ebenso pa allel mi ande en Ak i i ä en (ebd.).
Somi müssen beispielsweise bei de Ve keh smi el-
wahl nich alle Al e na i en gegeneinande abgewo-
gen we den, da dies „in den meis en Fällen in o ma-
ionell übe las en bzw. zu zei au wändig [wä e], um
eine p ak ikable All agsmobili ä siche n zu können“
(Hunecke, 2015). Eine sei s können Gewohnhei en als
einen „goal-di ec ed ype o au oma ici y“ (Ve planken
e al., 1998, S. 1358) besch ieben we den. Demen sp e-
chend dienen au oma isch ablau ende Handlungen
dazu ein konk e es Ziel zu e eichen (ebd.). Ande e -
sei s können Gewohnhei en als sc ip im Gehi n ab-
gespeiche sein (E iksson e al., 2008). Klöckne &
Ma hies (2012)cha ak e isie en sc ip s wie olg : „The
[…] sc ip app oach ea s habi s basically as knowled-
ge s uc u es ha p o ide people wi h a bluep in o
expec able o app op ia e beha io sequences in ce -
ain si ua ions, e en i he comple e se o si ua ional
in o ma ion is no p ocessed” (S.795). Die ausgep äg e
S ä ke de Gewohnhei is demen sp echend abhängig
on e s ens de Anzahl an abgespeiche en si ua ions-
bezogenen sc ip s im Gedäch nis und zwei ens on
de Leich igkei , mi de jedes sc ip abge u en we -
den kann (Fujii & Gä ling, 2007). Im Gedäch nis exis-
ie en beispielsweise zwei sc ip s: Eine sei s den Weg
mi dem Fah ad zu ückzulegen und ande e sei s, mi
dem Au o zu ah en. In diesem Fall is es ü die Pe son
nich leich , das sc ip abzu u en, da noch ein ande es
exis ie . Wä e nu ein sc ip (Au o ah en) o handen,
s eig die S ä ke de Gewohnhei und es äll leich e ,
die Wahl zu e en. MIV-a ine Pe sonen haben die Au-
onu zung als En scheidungs egel abgespeiche , die
aus dem Gedäch nis abge u en und si ua i angewen-
de wi d (Fujii & Gä ling, 2007).
Neben de Au oma ik und den kogni i en abgespei-
che en sc ip s s ell die Ve gangenhei einen wei e-
en P ädik o da , Gewohnhei en zu iden i izie en. Die
Häu igkei , mi dem ein e gangenes Ve hal en au i ,
is nach Bambe g e al. (2003) ein e ende Indika o ,
um Aussagen übe die Ausp ägungss ä ke eine Ge-
wohnhei e en zu können. Demen sp echend kann
be ei s egelmäßig ausge üh es e gangenes Ve hal-
en als unabhängige Va iable ü die Vo he sage on
olgenden Handlungen genu z we den (Bambe g e
al., 2003; Thøge sen, 2006; Ve planken e al., 1998).
Im Gegensa z zu den o ges ell en Ve hal ens heo ien
is das Ve häl nis zwischen In en ion und dem da -
aus esul ie endem Ve hal en bei Gewohnhei en ge-
schwäch . Denn sobald ein Ve hal en zu Gewohnhei
wi d, kann die In en ion das bewuss e Handeln nich
meh beein lussen (Bambe g e al., 2003). Eine s a k
ausgep äg e Gewohnhei s ell eine Ba ie e ü Ve -
hal ensände ungen da (E iksson e al. 2008), da sie die
Wah nehmung on neuen In o ma ionen un e binde
und somi e hinde , dass eine al e na i e In en ion
gebilde we den kann (Hunecke, 2015; Bambe g e al.,
2003).
3.3 Mo i a ion und An eize
Um ein Ve hal ensziel zu e eichen, spielen nich nu
die e hal ensbes immenden Va iablen eine Rolle,
sonde n auch die Mo i a ion, mi de das Ziel e olg
wi d (J. Heckhausen & Heckhausen, 2018). Es gib
keine einhei liche Beg i sde ini ion, da Mo i a ion
„ein Sammelbeg i ü iele lei psychische P ozesse
[is ]“ (Ki chle & Walen a, 2010, S. 10). Mo i a ion i
empo ä beg enz au und is ein „Zusammenspiel
zwischen Eigenscha en de Pe son, Zielen und E o -
de nissen sowie den An eizen, die bei E eichung des
Zieles winken, und de Si ua ion“ (ebd.). Hess (2018)
besch eib die Mo i a ion als ein hypo he isches Kons-
uk , das du ch in e ne und ex e ne K ä e das beab-
sich ig e Ve hal en auslösen, beenden, in de Ziel ich-
ung e ände n und in de In ensi ä sowie Kon inui ä
beein lussen kann. Du ch die S eue ung de indi idu-
ellen Au me ksamkei kann Mo i a ion e schiedene
Ve hal ensweisen he o u en und den Fokus au si-
ua i un e schiedliches Ve hal en lenken (ebd.). Die
Ak i ie ung on Mo i a ion kann du ch in insische
Mo i e ode du ch ex insische Mo i e e olgen. In-
21
insische Mo i e sind Bedü nisse, Kogni ionen und
Emo ionen (ebd.), die sich aus dem Inne en he aus
und aus de Aus üh ung des Ve hal ens selbs e geben
(Ki chle & Walen a, 2010). Demen sp echend wi d in-
insisch mo i ie es Ve hal en ausge üh , wenn das
Ve hal en selbs im Vo de g und s eh (Reiss, 2012)
und sich die Pe son als selbs bes imm wah nimm
(K app & Ryan, 2002), wohingegen ex insisch mo i-
ie es Ve hal en zu E eichung eines ins umen ellen
Ziels ausge üh wi d (Reiss, 2012). Ex insische Mo i e
sind Umwel an eize, die das Ve hal en s eue n und die
E eichung eines Ziels belohnen ode Ve hal enswei-
sen bes a en (Hess, 2018; Ki chle & Walen a, 2010).
Somi e üll ein ex insisch mo i ie es Ve hal en
imme eine ins umen elle Funk ion (K app & Ryan,
2002). In de Selbs bes immungs heo ie nach Deci &
Ryan (1985) we den ie Fo men (S u en) de ex insi-
schen Mo i a ion de inie , die sich „in Bezug au das
Ausmaß e leb e Au onomie bzw. Selbs bes immung“
(K app & Ryan, 2002, S. 61) un e scheiden. Die e s e
Fo m is die ex e nale Regula ion, bei de das Ve hal en
eine Pe son olls ändig du ch äuße e Bewegg ünde
bes imm wi d. Die Pe son handel demen sp echend
nu , um eine sei s eine Belohnung zu e hal en ode
ande e sei s eine Bes a ung zu en gehen (Hennecke
& B ands ä e , 2016). Diese S u e is die schwächs e
Fo m de Mo i a ion, da keine in e ne wah genom-
mene Ve hal enskon olle o handen is (Rau elde ,
2018). Wenn eine Pe son ex e ne Zwänge e inne lich
ha , die den inne en D uck zu handeln kon ollie en,
dann is dies die zwei e S u e de Mo i a ion: in oji-
zie e Regula ion. In de d i en S u e de iden i izie -
en Regula ion handeln die Pe sonen au g und de Be-
deu samkei de Tä igkei , da nu noch eine schwache
ex e ne Ve hal enskon olle o handen is (Hennecke
& B ands ä e , 2016; Rau elde , 2018). Ex e ne Ein lüs-
se bes immen zwa noch die Handlungsziele, abe die-
se we den als „pe sönlich wich ig einges u und be-
wuss übe nommen“ (Rau elde , 2018, S. 51). Die le z e
S u e is die in eg ie e Regula ion, die die „Vo s u e zu
in insischen Mo i a ion“ (ebd.) besch eib . In diese
S u e ha eine Pe son den höchs en G ad an selbs be-
s imm em Handeln in Bezug au die ex insische Mo-
i a ion e eich (Hennecke & B ands ä e , 2016) und
sich mi den Handlungszielen iden i izie . Ex insische
und in insische Mo i a ion s ehen in eine gewissen
Wechselbeziehung zueinande , da ex insische An eize
sich au die in insische Mo i a ion auswi ken können.
Diese Beziehung wi d mi Blick au die inanziellen An-
eize im Kapi el 4.1 hema isie .
Wei e hin häng die Ve olgung des Ve hal ensziels
on An eizen ab. An eize sind „ein Kons uk , das si u-
a i e Reize bezeichne , die einen Mo i a ionszus and
an egen können. Im Ke n dieses Kons uk es s ehen
dabei a ek i e Reak ionen, die eine g undlegende
(basale) Bewe ung o nehmen“ (Beckmann & Heck-
hausen, 2018, S. 121). Folglich beein lussen An eize
das Ve häl nis on indi iduellen Bedü nissen (in in-
sisch) und de Mo i a ion, ein konk e es Ve hal en
auszu üh en, posi i sowie nega i (Hess, 2018). Mo i
und An eiz s ehen dabei in eine Wechselwi kung, da
die Ak i ie ung des Mo i s nu s a inden kann, wenn
dieses indi iduell o handen is (Edelmann & Wi -
mann, 2012). An eize haben demen sp echend einen
ex insischen Au o de ungscha ak e eine gewissen
Mo i a ion nachzugehen (J. Heckhausen & Heckhau-
sen, 2018; Hess, 2018). Maki e al. (2016) a gumen ie-
en: „T adi ionally, incen i es ha e been a p o o ypical
sou ce o mo i a ion o ini ia ing a new beha io “
(S. 243). Finanzielle An eize haben olglich ein Po enzi-
al die Mo i e des Menschen zu igge n, die Mo i a ion
he o zu u en und somi ein Ve hal en e ände n zu
können. Inwie e n diese ex e nen An eize aus eichen
das Mobili ä s e hal en daue ha zu e ände n, wi d
im olgenden Kapi el un e such .
22
Mone ä e An eize sind eines de häu igs en Ins umen-
e, um eine sei s „gu e“ Ve hal en zu ö de n (Umwel -
bewuss sein, soziales Handeln usw.) und ande e sei s
„schlech e“ Ve hal en du ch Res ik ionen zu un e -
d ücken (umwel schädliches Ve hal en, ungesunde
Lebensweise usw.). G undsä zlich ha Geld d ei bedeu-
ende Funk ionen: die Tauschmi el unk ion, die Funk-
ion als Recheneinhei und die Funk ion des We au be-
wah ungsmi els (Bo che , 2010). Somi wi d deu lich,
dass Geld aus seine Na u he aus keinen in insischen
We ha (Bolde dijk & S eg, 2015). Dennoch we den
mone ä e An eize eingese z , um die in insische Mo i-
a ion zu e höhen, ein a o isie es Ve hal en anzus e-
ben (ebd.). Wei e hin belegen Bolde dijk & S eg (2015),
dass die Wi kung on Geld übe das „neu al medium
o exchange“ (S. 330) hinausgeh und psychologische
sowie kogni i e Ein lüsse au das Indi iduum ausüb
(Gneezy e al., 2011; Lea & Webley, 2006). Nach Theo-
ien, die Ve hal ensweisen au g und on a ionalen
En scheidungen e klä en (z. B. TPB), können mone ä e
An eize die A ak i i ä des anges eb en Ve hal ens
e höhen (Bolde dijk & S eg, 2015; Maki e al., 2016).
Demen sp echend kann das zu e ablie ende Ve hal en
du ch Ve güns igungen a ak i e we den (z. B. Aus-
zahlung on eine P ämie, wenn de Pkw nich genu z
wi d, sonde n das Fah ad) und Pe sonen en scheiden
sich olglich mi els a ionale Kos en-Nu zen-Analyse
ü das neue inanziell güns ige gewo dene Ve hal en.
Die Beein lussung kann wei e hin du ch die Höhe des
An eizes ges eue we den. Je höhe de mone ä e
We des An eizes is , des o s ä ke sind die möglichen
4 FINANZIELLE ANREIZE ALS MASSNAHMEN DES
KOMMUNALEN MOBILITÄTSMANAGEMENTS
Wie be ei s im o he igen Kapi el besch ieben, sind inanzielle An eize ex e ne Fak o en zu Beein lussung ode He -
o u ung eines bes imm en Ve hal ens. In Kapi el 2 wu den die Maßnahmen hinsich lich ih es Wi kungscha ak e s
abgeg enz . Finanzielle An eize können je nach beabsich ig e Wi kung zu den es ik i en und zu den angebo s-
o ien ie en Maßnahmen gezähl we den und sind somi ein Baus ein des kommunalen Mobili ä smanagemen s.
Im olgenden Kapi el wi d zue s au die allgemeine Wi kungsweise on inanziellen An eizen au das menschliche
Ve hal en eingegangen. Danach we den die inanziellen An eize eine sei s un e de Pe spek i e de es ik i en und
ande e sei s de angebo so ien ie en Maßnahmen hinsich lich de po enziellen Auswi kungen au das Mobili ä s-
e hal en un e such .
4.1 Wi kung on inanziellen An eizen
au das Mobili ä s e hal en
Auswi kungen au das Ve hal en zu e wa en (Bolde -
dijk & S eg, 2015). Nach kogni i en Ve hal ens heo ien
(z. B. NAM) haben mone ä e An eize eine Auswi kung
au die in insische Mo i a ion, indem sie die ex insi-
sche Mo i a ion ö de n und dabei die in insische un-
e g aben (Bolde dijk & S eg, 2015; Hess, 2018; Maki e
al., 2016). Du ch den Ko umpie ungse ek (Gneezy e
al., 2011; Hess, 2018) e lie en eiz olle, sons eiwillig
ausge üh e Tä igkei en an We , da die Belohnung des
Ve hal ens haup sächlich wah genommen und somi
das Ve hal en nu wegen des An eizes ausge üh wi d.
Diese E ek wi k sich nach eilig au die Wi kungs-
weise on mone ä en An eizen aus, da die anges eb e
Ve hal ensände ung nu obe lächlich e olg und sich
die Eins ellung gegenübe dem Ve hal ensobjek nich
geände ha . Nach Maki e al. (2016) kann dadu ch die
Ve hal ensände ung nu übe den Zei aum des An ei-
zes bes ehen bleiben, denn sobald diese weg äll , is
es möglich, dass Pe sonen in das al e Ve hal en zu ück
e allen.
In Bezug au p osoziales Ve hal en anden A iely e al.
(2009) he aus, dass mone ä e An eize mi de sozialen
und pe sönlichen No m zusammenhängen. Gib die
soziale No m o , dass soziales Ve hal en angesehen
is , dann we den mone ä e An eize in einem ö en li-
chen Rahmen wenige beach e und in Ansp uch ge-
nommen als in eine p i a en Umgebung (ebd.). Pe -
sonen, die sich au g und de pe sönlichen No m als
al uis isch handelnd wah nehmen, wollen in de Ö -
en lichkei das eigene Gesich wah en und nehmen
deshalb keine mone ä en An eize in Ansp uch (Gneezy
e al., 2011). Im p i a en Rahmen übe wieg de ex in-
sische inanzielle An eiz und übe lage die soziale und
pe sönliche No m (A iely e al., 2009; Bolde dijk & S eg,
2015; Gneezy e al., 2011).
23
Als Vo eil kann die Auswi kung au gewohnhei s-
beding es Ve hal en gesehen we den, wozu das Mo-
bili ä s e hal en zähl . Finanzielle An eize können
Gewohnhei en du chb echen, indem sie ein konku -
ie endes Ve hal en a ak i e ges al en (Gneezy e al.,
2011; Maki e al., 2016) und somi neue In o ma ionen
eigeben, die du ch die Annahme des a ionellen Han-
delns beach e we den. Wei e hin kann du ch ope an-
es Kondi ionie en die Häu igkei im Au e en des Ve -
hal ens ge ö de we den und somi dazu bei agen,
dass ein neues Ve hal en zu eine Gewohnhei wi d
(ebd.). Dennoch kann auch in diesem Fall mi Wegnah-
me des An eizes das al e Ve hal ensmus e wiede ak-
i ie we den.
Es wi d deu lich, dass inanzielle An eize sich in e -
schiedenen Weisen au das Ve hal en auswi ken kön-
nen. Dies häng ab on de Fo m, die die inanziellen
An eize annehmen können. Sie können eine sei s Ve -
hal en belohnen und ande e sei s Ve hal en bes a en.
4.2 Finanzielle An eize als es ik i e
Maßnahme
Als es ik i e Maßnahmen im Be eich de inanziellen
An eize we den insbesonde e P eispoli iken angewen-
de , die die mone ä en Kos en de Pkw-Nu zung ü
Pe sonen e höhen. Es gib e schiedene Maßnahmen,
um die Nu zung als möglichs una ak i zu ges al en,
z. B. die E hebung on S eue n und S aßennu zungs-
gebüh en, die E höhung de Kos en ü K a s o so-
wie die Be echnung eine Kilome e pauschale. Im
olgenden Abschni wi d die E hebung on S aßen-
nu zungsgebüh en o angig be ach e , da bezüglich
diese Maßnahme ele an e S udien mi Bezug zu
Ve hal ens o schung o liegen. Besonde s die Un e -
suchung de beein lussenden Fak o en au die Akzep-
anz diese Maßnahme wi d in den S udien okussie ,
da die ehlende gesellscha liche Be ü wo ung eine
Ba ie e in Bezug au eine e olg eiche Umse zung da -
s ell (S eg & Schui ema, 2007).
S aßennu zungsgebüh en we den ü den mo o isie -
en Indi idual e keh ü die Benu zung on inne s äd-
ischen S aßen e hoben (Gehle , 2009). Mi hil e de
Gebüh en soll das Ve keh ssys em o ganisie und ein
Ein luss au den s äd ischen Ve keh ausgeüb we den
(FIS, 2004). Wel wei inden sich Beispiele on S aßen-
nu zungsgebüh en in inne s äd ischen Gebie en: Lon-
don, S ockholm, Singapu . Gehle (2009) beleg du ch
e schiedene S udien die Wi ksamkei de Maßnahme.
Du ch die Gebüh en kann ein du chschni liche Rück-
gang des s äd ischen Ve keh sau kommens on 16 %
bis 22 % e ziel we den.
Wi ksamkei de Maßnahme du ch S eige ung
de Akzep anz
Die Ein üh ung on S aßennu zungsgebüh en wi d in
de Poli ik s a k disku ie und mi de Umse zung ge-
zöge , da da on ausgegangen wi d, dass die Gebüh en
in die indi iduelle Lebensquali ä eing ei en (S eg &
Schui ema, 2007). Im Gegensa z dazu belegen S udien,
dass Pe sonen die Gebüh en nich als Einsch änkung
ih e Lebensquali ä wah nehmen. Die Ve besse ung
de Umwel bedingungen und de Ve keh ssi ua ion
kompensie en den Eing i in die indi iduelle F eihei .
Sobald Pe sonen de Ve keh spoli ik glauben, dass die
Maßnahme zu Bekämp ung on Umwel p oblemen
und Ve keh sbelas ung e olg , s eig die E wa ung
de Ve besse ung de eigenen Lebenssi ua ion und da-
aus olgend die Akzep anz gegenübe de Maßnahme
(ebd.). Wei e hin a gumen ie en Gä ling e al. (2008),
dass die Akzep anz wächs , wenn Pe sonen die posi i-
en Auswi kungen de P eispoli ik leibha ig e leben.
Ein wei e e Ein luss ak o is die soziale No m, die in
de TPB ein Me kmal ü die Bildung de Ve hal ens-
in en ion is . Schade & Schlag (2003) haben in eine
S udie un e Au onu zenden he ausge unden, dass die
soziale No m den g öß en Ein luss au die posi i e Re-
sonanz hinsich lich de P eispoli ik ha , ge olg on de
pe sönlichen E gebnise wa ung. Nehmen Bekann e
eine Pe son die P eis es ik ion beispielsweise als an-
geb ach wah und e wa en, dass ande e die Maßnah-
me eben alls be ü wo en, dann neig die Pe son dazu
au g und de No men de wich igen Bezugsg uppe, die
Res ik ionen als posi i wah zunehmen. Je posi i e
die soziale No m e leb wi d, des o s ä ke s eig die in-
di iduelle Akzep anz gegenübe de Maßnahme (ebd.).
Ein wei e e Fak o is die Wah nehmung de eigenen
Ve hal enskonsequenzen, die in de NAM das Einse -
zen de Ve hal ensände ung mi bes imm . Dabei läss
sich zwischen eine Umwel - okussie en und eine
e keh s echnischen P oblemwah nehmung un e -
scheiden (Schade & Schlag, 2003). Wenn sich Pe sonen
au g und ih e pe sönlichen ökologischen No m dazu
e p lich e ühlen, al uis isch zu handeln und sich
30
sich lich de Un e schiede beleg wo den sind (BMVI,
2020). Die Ein eilung is in de un ens ehenden Tabelle
2 abgebilde . Du ch die Ein eilung habe ich die nomi-
nal skalie en Wohno e in nume isch o dinal skalie e
Va iablen umcodie en können.
Du ch üh ung
Die Be agung wu de du ch die online Pla o m lime-
su ey e s ell und wa im Zei aum om 19.07.2021
bis zum 04.08.2021 un e olgendem Link ab u ba :
„h ps:// e aende ungmobili ae s e hal en.limesu -
ey.ne “. Au e schiedenen sozialen Ne zwe ken wu -
de au die Um age au me ksam gemach (Ins ag am
(Mobili ä slabo Hambu g), Twi e , Facebook, Linke-
dIn). Wei e hin wu de die Be agung übe den News-
le e des Pegasus-Ne zwe kes sowie au de The-
menin e ne sei e „DIY. Dein Mobili ä sp ojek “ om
Ve keh sclub Deu schland (VCD) ge eil . Insgesam
haben 358 Pe sonen die Um age au ge u en, wo on
13 Pe sonen au de S a sei e und 51 Pe sonen inne -
halb de Um age abgeb ochen haben. Du ch die zwei
Fil e agen am Beginn de Um age zu Iden i izie ung
de Zielg uppe wu den 89 Pe sonen ausso ie . Nach
dem Ablau de Um age wu den 205 olls ändige aus-
ge üll e F agebögen egis ie . Die Teilnehmenden be-
nö ig en im Du chschni 15 Minu en ü die Bean wo -
ung des F agebogens.
Auswe ung des F agebogens
In de Auswe ung wu den 201 Einzelda ensä ze be-
ücksich ig , da du ch die P ü ung de Konsis enz ie
An wo en au g und de ehlenden Angabe de PKW-
Anzahl im Haushal ausgeschlossen wo den.
Fü die Au be ei ung des Da ensa zes habe ich zue s
die An wo en de o enen F ageka ego ien aus dem
Da ensa z en e n und in ein sepa a es Dokumen ein-
ge üg . Da au olgend habe ich die ich ige Skalie ung
den Va iablen zugeo dne und Zeichen olgen (z. B. A1)
zu me ischen We en umcodie . Wei e hin wu de die
Me kmalsausp ägung „kann ich nich einschä zen“ in
SPSS als ehlend ma kie , da sie keine Bewe ung de
Angebo squali ä da s ell und nu als Ausweichka e-
go ie angegeben wu de. Die me isch skalie e Va iable
Al e habe ich in eine o dinal skalie e umgewandel ,
um die Al e szusammense zung de S ichp obe be-
sch eiben zu können. Um die angegebenen Wohno e
in Raumka ego ien einzuo dnen, habe ich als Re e enz
die om Bundesminis e ium ü Ve keh und digi ale
In as uk u (BMVI) en wickel en egional s a is ische
Raum ypologien (RegioS a ) e wende . Ich habe mich
ü die Ein eilung nach sieben Raum ypen (RegioS a 7)
en schieden, da dadu ch in de E hebung „Mobili ä
in Deu schland 2017“ aussagek ä ige E gebnisse hin-
S ad egionen Ländliche Regionen
Me opole
Regiopolen, G oßs äd e Zen ale S äd e
Mi els äd e, s äd ische
Raum Mi els äd e, s äd ische Raum
Kleins äd ische , dö liche
Raum Kleins äd ische , dö liche
Raum
Tab. 2: Ein eilung de Raumka ego ien nach Regios a 7
Ein Ziel de desk ip i en Auswe ung is die Möglich-
kei aus den he e ogenen An wo en homogene Mo-
bili ä s ypen en wickeln zu können und somi die
Un e schiede zwischen Pe sonen bezüglich de Inan-
sp uchnahme de Mobili ä sp ämie he auszua bei en.
Die Segmen ie ung e möglich die En wicklung on
zielge ich e e In e en ionsmaßnahmen und Hand-
lungsemp ehlungen in de Planungsp axis, die im
kommunalen Mobili ä smanagemen eine en schei-
dende Rolle spielen. Du ch die zielg uppenspezi ische
Aus ich ung läss sich die E ek i i ä de Maßnahmen
e höhen, da diese den Zielg uppen en sp echend ge-
s al e we den können (Haus ein & Hunecke, 2013;
Hunecke, 2015). In de Mobili ä s o schung haben sich
ie Segmen ie ungsansä ze e ablie : geog aphische,
soziodemog aphische, e hal ensbasie e und psycho-
g aphische Ansä ze. Ich okussie e in de o liegenden
A bei den psychog aphischen Ansa z, im konk e en
die En wicklung eins ellungsbasie e Mobili ä s y-
pen. Diese Ansa z s ü z sich au die inne psychischen
Me kmale hinsich lich des Mobili ä s e hal ens eine
Pe son. Wei e hin e gänze ich den Ansa z, um eine
äumliche Va iable, Va iablen des ealisie en Mobili-
ä s e hal ens (Ve keh smi elwahl, Wegezwecke) und
soziodemog aphische Va iablen. Fü die Segmen ie-
ung de Zielg uppen habe ich das Ve ah en de Clus-
e analyse e wende .
Um die Un e age nach den Rahmenbedingungen be-
an wo en zu können, wu den die Va iablen au Kohä-
enz übe p ü . Wei e hin wa mein Ziel de Analyse
de Zusammenhänge zwischen den Va iablen, diejeni-
gen he auszu inden, die ü die Clus e analyse ele an

31
sind. Das Signi ikanzni eau wu de au 0,05 es geleg .
Demen sp echend habe ich angenommen, dass kein
signi ikan e Zusammenhang bes eh (Nullhypo hese),
wenn p ≥ .05 is . Es bes eh ein signi ikan e Zusam-
menhang, wenn p < .05 is , dann wi d die Nullhypo he-
se e wo en. De Zusammenhang wu de du ch das
Ve ah en de Ko ela ion und de Kon ingenz nach-
gewiesen. Basie end au Cle (2012) habe ich olgende
Ve ah en ü die Analyse des Zusammenhangs genu z
( gl. S. 80):
Skalie ung de Va iablen Ve ah en
o dinal & o dinal Rangko ela ion nach
Spea man
o dinal & nominal nich
dicho om C ame s V
beide Va iablen dicho om C ame s V
o dinal & nominal dicho om C ame s V
Tab. 3: Übe sich Ko ela ions e ah en
Wei e hin wu de die S ä ke des Zusammenhangs
un e such . Das Vo zeichen gib die Rich ung (posi i
ode nega i ) de Ko ela ion an. Bei de Kon ingenz
we den nu posi i e We e ausgegeben. Die S ä ke de
Ko ela ion sowie de Kon ingenz o ien ie sich an
Raab-S eine & Benesch (2018, S. 145):
0
leich mi el hoch seh hoch
0,2 0,4 0,6 0,8 1
Die quali a i e Auswe ung wu de mi dem P og amm
MAXQDA du chge üh . Als e s en Sch i habe ich das
o ene Codie en e wende , um die „Da en und Phä-
nomene in Beg i e zu assen“ (Flick, 2007, S. 388). Die
da aus esul ie enden Codes habe ich geo dne und
nach Obe - und Un e ka ego ien so ie . Die Ka ego i-
sie ung is im Anhang da ges ell .
32
Soziodemog aphische Besch eibung
Die S ichp obe weis einen hohen An eil an Teilnehme-
innen au . Insgesam ühl en sich 60,4 % dem weibli-
chen Geschlech zugehö ig, 37,1 % dem männlichen.
1 % de Be ag en haben di e s angegeben und 1,5 %
woll en keine Angabe machen. Das Du chschni sal e
lieg bei 35 Jah en, wobei das Minimum 18 Jah e und
das Maximum 78 Jah e is . Die Al e sg uppe zwischen
25 und 34 Jah en is mi 34,2 % am s ä ks en in de
S ichp obe e e en, wohingegen die G uppe de übe
65-jäh igen (3,5 %) sowie die G uppe de 35- bis 44-jäh-
igen (8,4 %) am ge ings en au e en.
6 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG
6.1 S ichp obenbesch eibung
18-24
29 % 34 % 9 % 17 % 8 % 4 %
25-34 35-44 45-54 55-64 ≥ 65
Abb. 5: Al e s e eilung de S ichp obe
Die Be ag en sind am häu igs en in einem anges ell-
en A bei s e häl nis (47,8 %). Die zwei g öß e G uppe
se z sich aus den S udie enden und Auszubildenden
zusammen (36,8 %). Am wenigs en e e en sind
Ren ne *innen (4 %) und Selbs s ändige (4,5 %). Eine
Pe son ha angegeben, dass sie a bei ssuchend is
und eine Pe son, dass sie nich e we bs ä ig und nich
a bei ssuchend is . 6,5 % de Be ag en haben als Be-
schä igungss a us „Sons iges“ angegeben. Da un e
allen o allem Mini-Jobs ode eine Kombina ion aus
Anges ell en e häl nis und S udium.
Ein Du chschni an Pe sonen p o Haushal kann du ch
die Um age nich abgebilde we den, da die An wo -
ka ego ien o gegeben wa en. Den g öß en An eil ha-
ben Zweipe sonenhaushal e. Diese sind zu und 45 %
in de S ichp obe e e en. Am zwei häu igs en kom-
men Einpe sonenhaushal e (ca. 20 %) o . In D eipe -
sonenhaushal en leben und 19 % de Be ag en und in
Vie pe sonenhaushal en ca. 11 %. Die kleins e G uppe
(4,5 %) besch eib Haushal e, die ün ode meh Pe -
sonen au weisen. In de E hebung wu den Wohnge-
meinscha en nich als ein Haushal gezähl .
Das mona liche Ne oeinkommen alle e we bs ä igen
Pe sonen im Haushal be äg im Du chschni und
5200 Eu o. Das Minimum lieg bei 160 Eu o und das Ma-
ximum bei 11 0000. Die F age wa nich e p lich end
auszu üllen, wodu ch 34 Pe sonen keine An wo an-
gegeben haben (n = 167). Da und 17 % an gül igen An -
wo en ehlen, wi d das Einkommen in de wei e üh-
enden Auswe ung als Va iable nich be ücksich ig .
Die S ichp obe se z sich aus und 62 % Pkw-Besi -
ze *innen und und 38 % aus Pe sonen, die den Pkw
im Haushal mi benu zen, zusammen. Unge äh jede
ie e Pe son de S ichp obe kann sich o s ellen, den
p i a en Pkw gegen eine Mobili ä sp ämie einzu au-
schen (ca. 21 %. Ja-S immen/ca. 79 % Nein-S immen).
Geog aphische Besch eibung
Rund 88 % de Be ag en wohnen im s äd ischen
Raum, 12 % im ländlichen Raum. In de S ichp obe
konn en alle Raum ypologien (RegioS a 7) nachge-
wiesen we den. Die Me opole is mi 46,5 % am s ä ks-
en e e en. In de S ichp obe sind beispielsweise
die S äd e Hambu g, Be lin, Düsseldo , S u ga und
Köln o handen. Hambu g (ca. 30 %) und Be lin (10 %)
machen den g öß en An eil in de Ka ego ie Me opo-
le aus. In eine Regiopole/G oßs ad wohnen ca. 12 %
de Be ag en und 4 % leben im kleins äd ischen dö -
lichen Raum. Rund 30 % wohnen in eine Mi els ad
im s äd ischen Raum, u. a. Lilien hal, Tel ow, Ve smold
und Ma bach. Im Be eich des ländlichen Raums wu -
de am häu igs en die Ka ego ie Kleins ad /dö liche
Raum nachgewiesen (5,5 %). Dazu zählen Kommunen
wie z. B. Bollings ed , Scheeßel und Os e bu g. Am ge-
ings en in de S ichp obe e e en sind zen ale S äd-
e im ländlichen Raum (1,5 %). Mi els äd e im ländli-
chen Raum kommen zu 5 % o . In de Abbildung 6 is
die deu schlandwei e äumliche Ve eilung abgebilde .
33
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Bla 4
Abb. 6: Räumliche Ve eilung de S ichp obe
34
Ve keh smi el im Haushal
Im Du chschni besi zen die Be ag en 1,5 Pkw (keine
Diens au os) und 2.6 Fah äde p o Haushal . Es wu de
da übe hinaus de Besi z on (E-)Las en ah äde n,
E-Bikes (25 km/h und 45 km/h) sowie sons igen Ve -
keh smi el abge ag . Insgesam haben d ei Pe sonen
angegeben, dass sie ein (E-)Las en ah ad besi zen.
Insgesam 20 Pe sonen e ügen übe ein E-Bike bis zu
eine Un e s ü zung on 25 km/h und 34 Pe sonen ha-
ben den Besi z eines sons igen Ve keh smi els ange-
geben. In diese Ka ego ie wi d alle dings nich e ass ,
um welches Ve keh smi el es sich handel . Anhand
de o enen An wo möglichkei en in einem spä e en
Abschni de Be agung wi d deu lich, dass da un e
u. a. Mo o äde und Fah adanhänge gezähl we den.
Das E-Bike bis zu eine Un e s ü zung on 45 km/h
wi d in de wei e en Auswe ung nich be ach e , da
keine Anzahl angegeben wu de. Knapp die Häl e de
Be ag en (46 %) besi zen ein Abo icke des ÖPNV. Das
Semes e icke /Ausbildungs icke i am häu igs en
au (82 %). Da an schließ sich das Job icke ü ein
Jah an (10 %). Rund 8 % besi zen ein selbs inanzie -
es Abo icke mi eine Lau zei on mindes ens eine
Woche. Eine Pe son e üg übe einen Schwe behin-
de enausweis.
6.2 Auswe ung de Be agung
Ve keh smi elwahl
Insgesam wi d om Pkw am häu igs en Geb auch
gemach , da keine Angaben gemach wo den sind,
diesen nie zu nu zen. Zu und 75 % wi d de Pkw min-
des ens wöchen lich genu z , ebenso häu ig gehen die
be ag en Pe sonen zu Fuß. Das Fah ad wi d zu einem
Vie el äglich genu z und zu und 30 % wöchen lich.
Rund 40 % de Be ag en nu zen den ÖPNV mindes ens
wöchen lich. Wei e hin zeig sich, dass das (E-)Las en-
ah ad und das E-Bike zum G oß eil nich genu z
we den. Es haben zwei Pe sonen angegeben, das (E-)
Las en ah ad nich zu nu zen, obwohl eines im Haus-
hal o handen wa . Teilweise haben Pe sonen ange-
geben, ein (E-)Las en ah ad sel en zu nu zen, auch
wenn keines im Haushal e ügba is . He o zuheben
is die Nu zungshäu igkei des Ca sha ings. Rund 17 %
de Pe sonen haben angegeben es sel en zu nu zen.
In de olgenden Auswe ung we den das E-Bike, (E-)
Las en ah ad und Ca sha ing au g und de ge ingen
Nu zungshäu igkei nich wei e analysie , da du ch
die ge inge An wo anzahl keine belas ba en Aussagen
ge o en we den können.
Pkw
Ca sha ing
ÖPNV
Fah ad
E-Bike
(E-)Las en ah ad
zu Fuß
20 %
0 %
äglich bzw. as äglich 1-3 Tage in de Woche 1-3 Tage im Mona
sel en nie
40 % 60 % 80 % 100 %
Abb. 7: Ve keh smi elwahl
35
Raumka ego ie und Ve keh smi elwahl
Zwischen de Raumka ego ie und de Pkw-Häu ig-
kei bes eh ein mi els a ke Zusammenhang, de au
dem 0,01 Ni eau signi ikan is ( = -0.402, p = < .001).
Im Gegensa z dazu wu de bei de ÖPNV-Häu igkei ein
mi els a ke Zusammenhang nachgewiesen, de au
dem 0,01 Ni eau signi ikan is ( = 0.329, p = < .001).
Die Raum ypologie ha jedoch keinen signi ikan en Zu-
sammenhang mi de Nu zungshäu igkei des Fah ads
(p = .501) und die In ensi ä des Zu ußgehens (p = .051).
Pe sonen, die in eine Me opole ode in eine Regio-
pole wohnen, nu zen den Pkw wenige als Pe sonen
in ländlichen Regionen. Die Nu zung des Pkw als äg-
liches Ve keh smi el sink , je s äd ische die Raumka-
ego ie wi d. Die Nu zung des ÖPNV s eig mi zuneh-
mende s äd ische Raumka ego ie.
Abb. 8: Pkw-Nu zung un e schieden nach Raumka ego ien
100 %
80 %
60 %
40 %
20 %
0 %
Me opole kleins äd ische ,
dö liche Raum
Ve keh smi elwahl und soziodemog aphische
Fak o en
Du ch die Spea man Ko ela ion wu de zwischen de
Al e sg uppe und de Ve keh smi elwahl kein signi-
ikan e Zusammenhang nachgewiesen. Tendenziell
nu zen die un e 35-Jäh igen den Pkw wenige als
die übe 35-Jäh igen. Rund 46 % de un e 25-Jäh-
igen nu z den ÖPNV mindes ens an 1 bis 3 Tagen in
de Woche. Äqui alen zu de Pkw-Nu zung sink die
Nu zungsin ensi ä des ÖPNV mi s eigendem Al e .
Bezüglich de Nu zung des Fah ads gib es kaum Un-
e schiede zwischen den Al e sg uppen, genauso wie
beim Zu ußgehen. Die Ko ela ion e gab zwischen de
Ve keh smi elwahl und de Al e sg uppe keinen signi-
ikan en Zusammenhang.
Fü as alle Haushal sg ößen is de Pkw das Ve -
keh smi el ü die ägliche Mobili ä . Nu Zweipe -
sonenhaushal e nu zen den Pkw zu 5 % häu ige wö-
chen lich. Kumulie wi d de ÖPNV am meis en on
Zwei- und Vie pe sonenhaushal en ü die äglichen
Wege genu z (42 %). Hinsich lich de Nu zungsin en-
si ä des Fah ads wa kein Un e schied zwischen den
Haushal sg ößen e kennba . De Zusammenhang zwi-
schen de Haushal sg öße und de Ve keh smi elwahl
wa nich signi ikan .
Zwischen dem Beschä igungss a us und de ÖPNV-
Häu igkei konn e ein leich signi ikan e Zusam-
menhang es ges ell we den (V = .224, p = .038).
Rund 24 % de S udie enden und Auszubildenden
nu zen den ÖPNV äglich, wohingegen as die Häl e
de Fes anges ell en den ÖPNV sel en bis ga nich
nu z . Demen sp echend sind 53 % de äglich
Pkw-Nu zenden in einem Anges ell en e häl nis. In
Bezug au die ande en Ve keh smi el ließ sich kein
signi ikan e nachweisen.
Ve bindung de Nu zungsin ensi ä e schiede-
ne Ve keh smi el
Anhand de E gebnisse wu de deu lich, dass die Pkw-
Nu zung am häu igs en mi dem Fah ad und dem zu
Fuß gehen kombinie wi d. 26 % de Pe sonen, die
den Pkw äglich e wenden, gehen auch äglich zu
Fuß. De Zusammenhang is leich au dem 0,01 Ni eau
signi ikan ( = - .222, p = < .001). Je wenige Pe sonen
das Au o nu zen, des o meh gehen sie zu Fuß. Nu 6
% de äglich Pkw-Nu zenden gaben an, den ÖPNV
jeden Tag ü ih e Wege zu nu zen. Rund 32 % de
wöchen lichen Au onu zenden sind auch wöchen lich
mi dem ÖPNV un e wegs. Die ÖPNV Nu zung s eig mi
sinkendem Pkw-Geb auch. Demen sp echend wu de
ein s a ke signi ikan e Zusammenhang au dem 0,01
Ni eau nachgewiesen ( = -.484, p = < .001). Rund 7 %
de Pe sonen, die äglich den Pkw nu zen, e wenden
äglich das Fah ad. Jedoch s eig die ägliche Fah ad-
nu zung au und 39 %, wenn Pe sonen den Pkw an
1 bis 3 Tagen in de Woche e wenden. Da aus olg ,
dass de Geb auch des Fah ads mi sinkende Häu ig-
kei de Au onu zung s eig . Es wu de ein mi els a ke
Zusammenhang au dem 0,01 Ni eau nachgewiesen
( = - .320, p = < .001). Abschließend is es zus ellen,
dass die Pkw-Häu igkei in einem nega i en Zusam-
menhang mi de Häu igkei de al e na i en Ve keh s-
mi el s eh .
äglich bzw. as äglich 1-3 Tage in de Woche
1-3 Tage im Mona sel en

36
Wegezwecke
G undsä zlich we den alle Ve keh smi el und Fo -
bewegungsa en im Ve gleich zu den ande en Wege-
zwecken übe wiegend ü den F eizei e keh genu z .
De Pkw und de ÖPNV we den am häu igs en ü den
Weg zu A bei , Hochschule ode Ausbildungss elle
e wende we den (zwischen 53 und 56 %). De hohe
ÖPNV-An eil is da au zu ückzu üh en, dass und 67
% de Wege zu A bei /Hochschule/Ausbildungss elle
on Pe sonen mi einem Abo icke zu ückgeleg we -
den. Wei e hin wi d de ÖPNV ü sons ige p i a e E -
ledigungen meh ach genu z . Fü die E ledigung de
Einkäu e des äglichen Beda s und ü das Holen und
B ingen on Pe sonen wi d de ÖPNV seh wenig e -
wende und is demen sp echend ü diese Zwecke
una ak i . Das Au o hingegen wi d ü alle Zwecke
zu mindes ens 50 % genu z , was die MIV-A ini ä de
S ichp obe un e maue . Zusä zlich sind die al e na-
i en Ve keh smi el o angig ü den F eizei e keh
a ak i .
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
70 %
80 %
90 %
100 %
A bei /Hochschule/Ausbildungss elle
Pkw Ca sha ing ÖPNV Fah ad E-Bike (E-)Las en ah ad Fuß
ägliche E ledigungen ande e E ledigungen
b ingen/holen on Pe sonen F eize
Abb. 9: Übe sich de Wegezwecke nach Ve keh smi el (Meh achnennung)
Bewe ung de Rad e keh sin as uk u
Die Bewe ung de Rad e keh sin as uk u wu de
anhand on d ei K i e ien analysie :
• Siche hei (n = 191)
• Bauliche Zus and (n = 191)
• E eichba kei de All agsziele (n = 189)
G undsä zlich sind die Be ag en mi de Rad e keh s-
in as uk u an ih em Wohno ela i unzu ieden
(M = 2.4). De bauliche Zus and de Radwege am Wohn-
o wu de im Mi elwe mi 2,5 am schlech es en ein-
geschä z . Da au olg die Bewe ung de Siche hei
als ehe schlech (M = 2.4). Zu ieden sind die Be ag en
mi de E eichba kei ih e All agsziele mi dem
Fah ad (M = 2.1). Im Gegensa z zu de ehe schlech en
Bewe ung de physischen Rahmenbedingungen de
Rad e keh sin as uk u , ah en die Teilnehmenden
ge ne mi dem Fah ad in ih em All ag (M = 1.8, n = 188).
Demen sp echend wu de eine posi i e Eins ellung
gegenübe dem Fah ad ah en nachgewiesen.
Zwischen de Nu zungsin ensi ä des Fah ads/Pkw
37
und de Zu iedenhei die All agsziele mi dem Fah ad
e eichen zu können, wu de ein signi ikan e Zusam-
menhang es ges ell . De Zusammenhang zu Fah -
adnu zung is mi els a k ( = .310, p = < .001) und zu
Pkw-Nu zung leich mi els a k ( = - .287, p = < .001).
Da aus olg , dass Pe sonen zu iedene sind, wenn das
Fah ad häu ige genu z wi d. Umgekeh sind Pe so-
nen, die das Au o häu ig nu zen, unzu iedene mi de
E eichba kei de All agsziele. Wei e hin sind Pe so-
nen, die häu ige zu Fuß gehen mi de E eichba kei
de All agsziele zu iedene . Es konn e au dem 0,05
Ni eau ein leich signi ikan e Zusammenhang es ge-
s ell we den ( = .165, p = .023). Ein wei e e Zusam-
menhang konn e bezüglich de Eins ellung zum Fah -
ad nachgewiesen we den. Je häu ige Pe sonen das
Fah ad nu zen, des o posi i e is die Eins ellung dem
Fah ad gegenübe ( = .639, p = < .001). Ebenso i
dies au die Häu igkei des Zu ußgehens zu ( = .249,
p = < .001). Im Gegensa z dazu haben Pe sonen eine
nega i e e Eins ellung gegenübe dem Fah ad, wenn
sie häu ige mi dem Au o ah en ( = - .154, p = .034).
Bewe ung des ÖPNV
Die Bewe ung des ÖPNV am Wohno wu de anhand
on d ei K i e ien analysie :
• Angebo squali ä (Tak ung, Be iebszei en,
Linien) (n = 186)
• Zu e lässigkei (n = 176)
• E eichba kei de All agsziel (n = 183)
G undsä zlich sind die Be ag en mi de gesam-
en Angebo squali ä des ÖPNV-Ne zes zu ieden
(M = 2.2). Die Zu e lässigkei und die E eichba kei
wu den zu iedens ellend eingeschä z (M = 2.2)
ebenso wie die Angebo squali ä als aus eichend
eingeschä z wu de (M = 2.1). Im Gegensa z zu de
Einschä zung, dass die Rahmenbedingungen des
ÖPNV aus eichend sind, ah en die Be ag en in ih em
All ag unge n mi dem ÖPNV (M = 2.7, n = 188). Da aus
olg , dass die Teilnehmenden eine ehe nega i e
Eins ellung gegenübe dem ÖPNV haben. In Bezug
au die Ve keh smi elwahl wu de ein signi ikan e
Zusammenhang mi de ÖPNV-Nu zungshäu igkei
iden i izie . Je häu ige Pe sonen den ÖPNV nu zen,
des o zu iedene sind sie mi de Angebo squali ä .
Angebo s-
quali ä Zu e lässig-
kei E eichba -
kei
Ko ela ionsko-
e izien .309 .165 .481
Signi ikanz
(2-sei ig) < .001 .028 < .001
Tab. 4: Ko ela ion Eins ellung zum ÖPNV und Bewe ung de Angebo s-
quali ä
Zwischen de Eins ellung gegenübe dem ÖPNV und
de Ve keh smi elwahl (Pkw, ÖPNV, zu Fuß) konn e
ein signi ikan e Zusammenhang nachgewiesen we -
den. Je häu ige Pe sonen den ÖPNV nu zen ( = .550,
p = < .001) und zu Fuß gehen ( = .204, p = .005), des o
liebe ah en sie im All ag mi dem ÖPNV. Im Gegensa z
dazu haben Pe sonen eine nega i e Eins ellung dem
ÖPNV gegenübe , wenn sie den Pkw häu ige e wen-
den ( = -.320, p = < .001). Die Ko ela ion bezüglich des
Fah ades e gab keinen signi ikan en Zusammenhang
(p = .015).
Bewe ung des Pkw
Die Bewe ung de Nu zung des Pkw wu de anhand
on d ei K i e ien analysie :
• Ve zöge ungen au All agswegen (n = 184)
• Pa kpla zangebo am Wohno (n = 200)
• Pa kpla zangebo am Zielo (n = 194)
Das e s e K i e ium wu de als nega i e Aussage o mu-
lie (Au meinen All agswegen habe ich häu ig zei -
liche Ve spä ungen.), wodu ch die An wo ka ego ien
de Like -Skala ü diesen Fall umcodie wo den sind
(1 = s imme übe haup nich zu, 2 = s imme eilweise
nich zu, 3 = s imme eilweise zu, 4 = s imme oll und
ganz zu).
G undsä zlich sind die Be ag en endenziell zu ie-
den mi de Angebo squali ä in Bezug au die Pkw-
Nu zung (M = 2.3). Die All agswege de Be ag en sind
eilweise du ch Ve zöge ungen gep äg (M = 2.4). Im
gesam en wu de die Pa kpla zsi ua ion als gu einge-
schä z , am Zielo (M = 2.3) wu de sie e was schlech e
eingeschä z als am Wohno (M = 2.1). Im All ag ah en
die Teilnehmenden ge n mi dem Au o (M = 2.2, n = 199)
und haben olglich eine posi i e Eins ellung gegenübe
dem eignen Au o. Zusä zlich is de Zusammenhang
zwischen de Nu zungshäu igkei des Au os und de
Zu iedenhei mi dem Angebo als signi ikan beleg
wo den.
38
Pa ken
Wohno Pa ken
Ziele Zei liche
Ve zöge ungen
Ko ela ionsko-
e izien .330 .212 .191
Signi ikanz
(2-sei ig) < .001 .003 .009
Tab. 5: Ko ela ion Pkw-Häu igkei und Bewe ung Angebo squali ä
Zwischen de Eins ellung gegenübe dem Pkw und de
Ve keh smi elwahl konn e ein signi ikan e Zusam-
menhang nachgewiesen we den. Je häu ige Pe sonen
den Pkw nu zen, des o nega i e sind sie gegenübe
dem ÖPNV, dem Fah ad und dem Zu ußgehen einge-
s ell . Im Gegensa z dazu haben Pe sonen eine posi i-
e Eins ellung, wenn sie den Pkw häu ige e wenden.
Die E gebnisse de Ko ela ion sind in de Tabelle 6
da ges ell .
Da übe hinaus wu den mi els zwei o ene F agen
die G ünde ü die Nu zung und Nich nu zung de
Ve keh smi el abge ag . Du ch die Codie ung is e -
sich lich gewo den, dass die Be ag en o allem ins-
umen elle und a ek i e Mo i e, die die Eins ellung
gegenübe dem Ve keh smi el p ägen, als G ünde
angegeben haben. Dies wu de ü alle Ve keh smi el
es ges ell .
Mo i e de Pkw-Nu zung
Die Be ag en haben haup sächlich ins umen elle Mo-
i e als Beg ündung ü die Pkw-Nu zung angegeben.
Dazu zählen: E eichba kei und En e nung on Zie-
len, Schnelligkei , Möglichkei de Mi nahme on Pe -
sonen und Gegens änden und Fehlen eine a ak i en
Al e na i e. Fü die Be ag en liegen iele Ziele nich
in unmi elba e Nähe zum Wohno und können au -
g und eines langen Fah weges nu mi dem Pkw e -
eich we den. Demen sp echend is das Au o ü die
Teilnehmenden die schnells e Möglichkei , um im All-
ag mobil zu sein. Das Au o bie e ü einige Be ag e
den Vo eil, dass Gegens ände unkomplizie anspo -
ie we den können.
Pkw-Häu igkei ÖPNV-Häu igkei Fah ad-Häu igkei Fuß-Häu igkei
Ko ela ionskoe izien .504 - .378 - .314 - .224
Signi ikanz (2-sei ig) < .001 < .001 < .001 .001
Tab. 6: Ko ela ion „Ich ah e ge ne in meinem All ag mi dem Pkw“ und de Häu igkei ande e Ve keh smi el
„PKW is ein ach lexible , o allem wenn ich ü
einen F eizei aus lug ein paa Sachen mi nehmen
möch e.“
Ein wei e e Fak o is die Unabhängigkei on We -
e ein lüssen, weshalb einige Pe sonen den Pkw bei
schlech em We e nu zen. Zusä zlich wi d die Siche -
hei im Pkw höhe eingeschä z als bei ande en Ve -
keh smi eln. In olge de ak uellen pandemiebeding-
en Si ua ion nu zen Pe sonen das Au o au g und de
ge ingen Ans eckungsge ah und de ehlenden Ve -
p lich ung eine Maske zu agen.
Auch wenn de Pkw ü iele Pe sonen die bes e Wahl
ü die Mobili ä is , gaben einige Pe sonen G ünde an,
den Pkw ö e s ehenzulassen. E s ens wi d de Zei -
ak o angeb ach . Sobald Ve spä ungen au de Weg-
s ecke du ch insbesonde e Baus ellen zu e wa en
sind, wählen Pe sonen ein al e na i es Ve keh smi el.
Zwei ens spiel die Pa kpla zsi ua ion am Zielo eine
Rolle, wenn do Pa kgebüh en e hoben we den und/
ode die Pa kpla zsuche iel Zei in Ansp uch nimm ,
nu zen Pe sonen ehe den ÖPNV. D i ens nu zen Pe -
sonen den Pkw wenige , um das Klima zu schü zen.
Ein wei e e Vo eil des Pkw s ell die Unabhängigkei
da . Pe sonen ühlen sich du ch den Pkw in ih e Mobi-
li ä lexible . De Pkw kann zu jede Tageszei e wen-
de we den und Pe sonen schä zen es, sich nich nach
Tak zei en ich en zu müssen und haben demen sp e-
chend die (zei liche) Kon olle übe ih e indi iduelle
Mobili ä .
„PKW – äh au die Sekunde, wenn ich es will.“
„Ich ah e ge n mi dem Au o, da man unab-
hängig is , man ah en kann, wann man will
und wohin man will ohne au Bus, Bahn, e c. zu
wa en und gegebenen alls den Anschluss nich
bekomm .“
Teilweise wu den a ek i e Mo i e als Beg ündung an-
gegeben. Einige Pe sonen e binden mi de Nu zung
des Pkw ein E lebnisge ühl und haben Spaß da an
Au o zu ah en. Das Au o wi d als p i a e Raum gese-
39
hen, indem Pe sonen z. B. übe die Musik en scheiden
können, es nich lau is und sich diesen nich mi an-
de en Pe sonen eilen müssen.
„Au o ah e ich, um meinen p i a en Raum zu ha-
ben, besse e T anspo möglichkei und Kom o
und bin o Schads o en geschü z e als beim
Rad ah en.“
Mo i e ÖPNV-Nu zung
Am häu igs en wu den on den Be ag en G ünde ge-
nann , den ÖPNV nich zu benu zen.
Als ins umen elles Mo i wi d die Weglänge und de
dami einhe gehende hohe Zei au wand wiede hol
angegeben. Im Ve gleich zum Pkw is de ÖPNV ü ie-
le zei lich langsame .
Wei e hin is auch hie die Wohnsi ua ion en schei-
dend. Einige Pe sonen sind mi dem schlech ausge-
bau en Nah e keh sne z an ih em Wohno unzu ie-
den, da es eilweise keinen ÖPNV gib ode diese nu
eine seh ge inge Tak ung ha .
In Bezug au die Angebo squali ä bemängeln einige
Pe sonen, dass es keine di ek en Ve bindungen gib .
Ein wei e e Nach eil is das meh ache Ums eigen, da
dadu ch Zei e lo en geh . Die E eichba kei de Ziele
wi d posi i und nega i eingeschä z . Teilweise sind
die Zielo e besse mi dem ÖPNV zu e eichen als mi
dem Pkw. Dennoch geben die Be ag en haup säch-
lich an, dass eine sei s die E eichba kei on Zielen
schlech is und ande e sei s die nächs e Hal es elle
nich in di ek e Umgebung is , weshalb de ÖPNV als
Ve keh smi el una ak i wi d.
„Das Bus und Bahn-Ne z is in meinem O nich
aus eichend lächendeckend. Eine ußläu ige
S ecke on 20 min zu nächs liegenden S a ion
is mi Beso gungen zu wei .“
In Bezug au die mone ä en Kos en gehen die Meinun-
gen bei den Be ag en auseinande . Einige emp inden
die Ticke p eise des ÖPNV zu eue , wohingegen e -
einzel Pe sonen angegeben haben, dass es aus inan-
zielle Sich güns ige is , als mi dem Pkw zu ah en.
„PKW: weil ö en liche Ve keh smi el iel zu eue
und da ü nich kom o abel genug sind.“
„Es is p ak isch und inanziell, in meine Si u-
a ion, sinn olle kein Au o zu ah en. Also ehe
ÖPNV.“
Wei e hin nu zen Pe sonen den ÖPNV, wenn das eige-
ne Au o nich zu Ve ügung s eh . Bezüglich de ak u-
ellen pandemischen Si ua ion wi d de ÖPNV au g und
des als e höh wah genommenen Ans eckungs isikos
e mieden. Die Nu zung des ÖPNV wi d bei einigen
Be ag en du ch das Pa kpla zangebo am Zielo be-
ein luss , da die Pa kpla zsuche ausbleib und das Ziel
schnelle e eich we den kann.
Die wah genommene Unzu e lässigkei des ÖPNV is
ein wei e es ins umen elles Mo i , weshalb de ÖPNV
nich genu z wi d. Einige Pe sonen gaben an, dass sie
bei Schienene sa z e keh ih e Ziele nich e eichen
können und du ch zei liche Ve spä ungen nich pünk -
lich ankommen. Pe sonen möch en die Kon olle übe
ih Mobili ä s e hal en behal en und dami geh eine
e lässliche Zei planung einhe , genauso wie die Mög-
lichkei lexibel zu sein. Diese wi d du ch die Anpassung
an Fah zei en als eingesch änk wah genommen.
„Zug ah en ne , mache ich nich . Is mi zu un-
lexibel und o zu spä .“
„Ö en liche Ve keh smi el sch änken einen in
de pe sönlichen F eihei ein.“
Als posi i es a ek i es Mo i wi d angegeben, dass de
ÖPNV zum en spann en un e wegs sein bei äg , da
nebenbei ande e Dinge gemach we den können. Zu-
sä zlich wi d de Weg als s ess eie wah genommen
als mi dem Pkw.
„De Weg zu A bei is wei und geh que du ch
die S ad . Da is die Fah mi dem ÖPNV en -
spann e .“
Im Gegensa z zum p i a en Pkw s ell de ÖPNV keinen
p i a en Raum da . Demen sp echend wu de iel ach
genann , den ÖPNV au g und de übe üll en Bahnen
und Busse nich zu nu zen. Pe sonen ühlen sich da-
du ch nich wohl und e binden ein nega i es Ge ühl
mi dem ÖPNV.
„Ich ah e seh unge n mi ö en lichen Ve keh s-
mi eln, weil es mi zu eng und zu oll is .“
46
Wah nehmung de Ve hal enskonsequenzen
Die beiden G uppen un e scheiden sich du ch die Fak-
o en de NAM seh deu lich. G undsä zlich weis die
P o-G uppe eine höhe e Wah nehmung de Ve hal-
enskonsequenzen au . Rund 62 % de G uppe s imm-
en de Aussage „Mi de Nu zung des Pkws age ich
zu Umwel belas ung an meinem Wohno bei“ oll
und ganz zu. Wohingegen in de Con a-G uppe ca.
43 % de Aussage oll und ganz zus imm en. Dennoch
wu de kein signi ikan e Zusammenhang nachgewie-
sen (p = .159).
P oblemwah nehmung
Im Gegensa z zum Bewuss sein, wu de in Bezug au
die allgemeine P oblemwah nehmung ein leich signi-
ikan e Zusammenhang zu Mobili ä sp ämie es ge-
s ell (V = .257, p = .004). Knapp 71 % de P o-G uppe
haben eine s a ke P oblemwah nehmung, wohinge-
gen in de Con a-G uppe 45 % den An eil de T eib-
hausgase, de du ch den Au o e keh e u sach wi d,
als e heblich einschä zen. Wei e hin gab es keine Pe -
sonen in de P o-G uppe, die die Aussage „De Bei ag
des wel wei en Au o e keh s zum Auss oß on klima-
wi ksamen T eibhausgasen is e heblich“ olls ändig
ablehn en.
A ak i i ä de Angebo e
Die meis en Be ag en (23 %) gaben an, die P ämie
ü den Zuschuss zu eine Jah eska e ü den ÖPNV
zu nu zen. Kumulie is jedoch die Sub en ion on
einem Fah ad, einem E-Bike sowie (E-)Las en ah ad
ü die be ag en Pe sonen am a ak i s en. Demen -
sp echend eil en 54 % de Be ü wo enden die Mo-
bili ä sp ämie au Angebo e des Rad e keh s au . Am
una ak i s en is die Sub en ionie ung eines E-Bikes
mi eine Un e s ü zung on bis zu 45 km/h (4 %) und
de Zuschuss zu eine Mona ska e (8 %). Es is he o -
zuheben, dass die Sub en ionie ung de Ca sha ing-
Mi gliedscha ü 14 % de Be ag en in E wägung ge-
zogen wu de.
20 %
18 %
4 %
13 %
8 %
23 %
14 %
Fah ad
E-Bike (bis 25 km/h)
E-Bike (bis 45 km/h)
(E-)Las en ah ad
Mona ska e (ÖPNV)
Jah eska e (ÖPNV)
Ca sha ing-
Mi gliedscha
Abb. 15: Au eilung de Mobili ä sp ämie
Fü das E-Bike mi eine Un e s ü zung on 45 km/h
wähl en die Be ag en den g öß en Be ag, ge olg om
E-Bike mi eine Un e s ü zung on 25 km/h. Den ge-
ings en geldlichen Be ag ha e de Zuschuss zu Ca -
sha ing-Mi gliedscha zu e zeichnen.
Du chschni liche Be äge:
• Fah ad: 640 Eu o
• E-Bike (25 km/h): 1200 Eu o
• E-Bike (45 km/h): 1420 Eu o
• (E-)Las en ad: 1190 Eu o
• Mona ska e: 610 Eu o
• Jah eska e: 820
• Ca sha ing-Mi gliedscha : 520 Eu o

47
G ünde den Pkw nich abzugeben
Die G ünde sich nich o s ellen zu können, den p i a-
en Pkw abzugeben, sind as iden isch zu den be ei s
besch iebenen Mo i en, den Pkw zu nu zen. Die Be-
ag en schä zen die Vo eile, die mi de Nu zung ein-
he gehen und sind deshalb nich be ei au das Au o zu
e zich en.
Einige be ag e Pe sonen gaben an, dass sie au g und
de Wohnsi ua ion, o angig au dem Land, au den
Pkw angewiesen sind. Es gib ü sie keine p ak ikable
Al e na i e, um insbesonde e den Weg zu A bei zu-
ückzulegen. Dami einhe gehend wu den häu ig die
wei en En e nungen zu den Zielo en als G ünde an-
geb ach , den Pkw nich abgeben zu wollen.
„Fü iele Wege benö ig man hie einen PKW, da
sie o seh wei sind.“
„Weil ich mein Au o b auche. Ich lebe au dem
Land und nich in eine S ad .“
Das Au o bie e ü die Be ag en den Vo eil, dass Pe -
sonen, o allem Kinde , und schwe anspo ie ba e
Gegens ände unkomplizie mi genommen we den
können. Diese G ünde besch änken sich eilweise au
gelegen liche Ak i i ä en. Da an wi d deu lich, dass
Pe sonen ein Ge ühl de Siche hei mi dem Besi z
eines Au os e binden, da dieses ü E en uali ä en ge-
nu z we den kann.
„Fü die g öße en Aus lugs ah en mi Kinde n,
ü den U laub, ü das Fah en zu Familien eie n
o. ä. is das Au o mi 2 kleinen Kinde n ein ach
wei e hin zu p ak isch.“
„Fü den No all is es gu ein Au o zu haben,
alls man zum Beispiel schnell zum K ankenhaus
muss.“
Wei e hin gib es e schiedene pe sönliche G ün-
de. Beispielsweise haben mobili ä seingesch änk e
Pe sonen an de Um age eilgenommen. Fü diese
G uppe is es au g und ih e pe sönlichen Si ua ion
nich möglich ein ande es Ve keh smi el zu nu zen.
Ein wei e e G und is die ehlende Be ei scha sich
umwel e äglich o zubewegen. Im Gegensa z
dazu ha eine Pe son angegeben, be ei s ein E-Au o
zu besi zen und demen sp echend umwel e äglich
mobil zu sein.
An einigen Aussagen is deu lich gewo den, dass sich
Pe sonen das ägliche Leben ohne Au o nich o s el-
len können, da es gewisse Vo eile bie e , die aus ih e
Sich mi ande en Ve keh smi eln nich e üll we den
können. Da an is e kennba , dass In o ma ionen eh-
len, die Al e na i en a ak i e machen können und
Hemmnisse abbauen.
„Fü iele ägliche Dinge b auch man ein Au o,
Einkau en mi Ge änkekis en is mi dem Au o
e heblich besse als mi einem Fah ad […].“
Einige Pe sonen haben au das Beispiel (Tausch gegen
ein E-Bike in Pa is) in dem Vo s ellungs ex zu Mobili-
ä sp ämie eagie und me k en an, dass die all ägli-
chen Wege mi einem E-Bike nich zu bewäl igen und
gewisse länge e S ecken, beispielsweise zu Bekann-
en und de Familie, zu wei ü ein E-Bike seien.
Die angegebene P ämie on 2500 Eu o is ü einige
Pe sonen una ak i , da die Höhe nich den We des
eigenen Pkw e eich und somi mi de Abgabe ein i-
nanzielle Ve lus gemach we den wü de. Wei e hin
sieh eine Pe son die P ämie als zu nied ig an, um Fol-
gekos en, die du ch die Abgabe des Au os en s ehen,
zu decken.
„Was b ingen mi 2500 Eu o, wenn ich da ü ü
jede S ecke, die nich mi dem Fah ad e eich-
ba is , einen Mie wagen mie en muss?“
Nich nu de mone ä e We des Pkws is ü die Be-
ag en ein G und diesen zu behal en, auch de emo-
ionale We spiel ü einige Pe sonen eine Rolle. De
Pkw wi d mi einem F eihei sge ühl e bunden und
s ell ein Luxusobjek da .
„Weil Au o ah en ein gewisse Luxus is und 2500
Eu o in keinem Ve häl nis dazu s eh .“
„Auch wenn ich nich iel ah e, ich mag mein
Au o. Es is ein eue Ge äh e sei ielen Jah en.
Ich p lege es und e binde eine Geschich e mi
ihm. Die Vo s ellung mein Au o zu e sch o en,
um Geld ü ande e Ve keh smi el zu haben
ge äll mi dahe nich . I gendwie is mein Au o
dann doch ein kleines S ück F eihei , dass ich
nich öllig au geben möch e, es is E inne ung,
p ak ische Hel e und ein pe sönliche (mobile )
Raum, den ich schä ze.“
48
Wei e hin ühlen sich einige Be ag e du ch die Abgabe
des Pkw in ih e Lebensquali ä besch änk . Das Be-
dü nis nach lexible und kom o able Mobili ä kann
aus ih e Sich nu mi einem Pkw e üll we den.
„Weil es meinen All ag seh iel schwie ige und
unbequeme machen wü de.“
„Ein Au o bie e meh Vo eile und e höh meine
Lebensquali ä .“
Abschließend wu de K i ik an dem Konzep de Mo-
bili ä sp ämie geäuße . Eine Pe son nahm an, dass
dadu ch keine Ve hal ensände ung e eich we den
kann, da „Mi nahmee ek e“ en s ehen können. Dies
bezieh sich beispielsweise au olgendes Szena io: „Es
is be ei s geplan , den Pkw zu e kau en und einen
neuen zu kau en. De al e Pkw wi d abgegeben und
dabei on de P ämie p o i ie . Spä e wi d ein neu-
es Au o gekau .“ Des Wei e en sei das Konzep nich
du chdach und wü de somi keinen An eiz da s ellen.
Eine genaue e Beg ündung de Aussagen wu de nich
o genommen.
Bedingungen und al e na i e Angebo e, um den
Pkw abzugeben
Zum Abschluss de Um age wu den die Pe sonen de
Con a-G uppe nach Bedingungen ge ag , un e de-
nen sie be ei wä en, au den Pkw zu e zich en und
die gesam e S ichp obe konn e Aussagen zu wei e en
a ak i en Angebo en e en. Die An wo en au die
beiden F agen sind hema isch gleichwe ig, weshalb
sie zusammenge ass da ges ell we den.
Wie die Nu zungsg ünde be ei s e mu en ließen, is
ü den G oß eil de Be ag en de Ausbau des ÖPNV-
Ne zes essenziell, um au den Pkw e zich en zu kön-
nen. Dazu zählen eine besse e Tak ung, eine höhe e
Liniendich e und eine besse e sowie schnelle e Ve -
bindung zwischen Wohn- und Zielo en. De ÖPNV soll
demen sp echend die ähnlichen bis gleiche Vo eile
bie en, wie ein p i a e Pkw.
„Wenn die ÖPNV-Fah zei annähe nd die ak uelle
Fah zei mi dem PKW e eichen wü de.“
„Wenn ich in wenige als 5 Minu en nach Buchung
GARANTIERT on einem ö en lichen Ve keh smi -
el abgehol we de und an ein Ziel meine Wahl
geb ach we de.“
Die Ve besse ung des Radwegene zes du ch die Ge-
s al ung on siche en Radwegen und besse e Abs ell-
möglichkei en ü Fah äde sind Angebo e, die das
Fah ad als Ve keh smi el a ak i e machen.
„Die In as uk u (Radwege e c.) is so gu , dass
es ein ach (in as allen Fällen) keinen Sinn meh
mach , Au o zu ah en. Mi dem Fah ad is man
schnelle und kann seine Ziele auch kom o able
e eichen.“
Eine wei e e Bedingung is de Ausbau des Ca sha-
ing-Angebo s, o allem in ländlichen Gebie en. Das
Angebo is am a ak i s en, wenn es möglichs kos-
engüns ig im Gegensa z zum eigenen Pkw, lexibel
nu zba und jede zei e ügba is .
„Wenn güns ige Ca sha ingau os sich bei uns in
de Vo s ad bei mi o de Tü imme e ügba
wä en. Ansons en nich .“
„Wenn Familien a ak i e Ca -Sha ing Angebo e
gemach we den!“
Von einigen Be ag en wu den geog aphische Fak o en
angegeben, z. B. de Umzug in eine innens ad nahe
Lage und die Ve ände ung des A bei so es, die o al-
lem den Fokus au ge ingen Wegdis anzen legen.
Die Mobili ä sp ämie okussie nich den Ein ausch
des Pkw gegen eine al e na i e An iebs o m, sonde n
den Ums ieg au ande e Ve keh smi el. Dies wu de
im Ein üh ungs ex de Mobili ä sp ämie deu lich ge-
mach , dennoch können sich Pe sonen nu o s ellen,
ih en Pkw gegen ein E-Au o einzu auschen.
„Wenn mein Au o wenige als 2500 € und ich
mi mi de P ämie ein neues E-Au o inanzie en
könn e. Ansons en wü de ich mein Pkw niemals
abgeben.“
Wei e hin wu de deu lich, dass sich meh e e Pe sonen
un e keinen Ums änden o s ellen können, den eige-
nen Pkw abzugeben.
49
Äqui alen zu hema ischen Fokussie ung de o lie-
genden A bei , ha ein G oß eil de Be ag en angege-
ben, dass ein kos engüns ige ÖPNV eine Bedingung
da s ell , um au den Pkw e zich en zu können. Zu-
sä zlich äuße en einige Pe sonen, dass die Ticke -
p eise ü den Fe n e keh güns ige ges al e we den
müss en, dami de Pkw ü gelegen liche Ak i i ä en,
wie in den U laub ah en, nich meh no wendig wä e.
„Kos enlose Nah e keh mi gu e s ö ungs eie
Tak ung, wie es be ei s Modelle schon in ande en
Lände n gib .“
„Hohe Zuschuss ü Mona ska e im ÖPNV.“
Zusammen assend is du ch die quali a i e Auswe -
ung e sich lich gewo den, dass de Pkw ü den G oß-
eil de Be ag en meh als ein eines Ve keh smi el
is . Das Bedü nis nach selbs bes imm em Handeln
kann du ch den Pkw ges ill we den, da e Flexibili ä ,
Kom o und Unabhängigkei bie e . De ÖPNV kann
aus Sich de Be ag en diese Vo eile nich bie en.
50
Du ch die o he gehende Auswe ung und die Analy-
se de Zusammenhänge un e den Va iablen ha sich
gezeig , dass die soziodemog aphischen Ansä ze nich
ü die Clus e analyse geeigne sind. Ebenso gib es
zwischen den Ve keh smi eln und de Bewe ung
de Angebo squali ä keinen einhei lichen signi ikan-
en Zusammenhang, weshalb diese Va iablen aus-
geschlossen wo den sind. Die Raum ypologie wi d
als Fak o zu Klassi izie ung be ücksich ig , weil ein
signi ikan e Zusammenhang du ch die Auswe ung
bewiesen wu de. Alle dings wu de zu Segmen ie-
ung die RegioS a 2 Ebene e wende (S ad /Land),
um eine zu klein eilige Ve eilung zu e meiden. Nach
de Segmen ie ung wu de du ch den Mi elwe de
äumliche Cha ak e au RegioS a 7 Ebene e mi el .
In Bezug au die e hal ensbasie en Fak o en wu den
die Nu zungshäu igkei en olgende Ve keh smi el
einbezogen: Pkw, ÖPNV, Fah ad und Zu ußgehen. Die
ande en Ve keh smi el wu den au g und de ge ingen
Nu zungsin ensi ä nich be ücksich ig . Die Wege-
zwecke und die Abw ackp ämie wu den au g und de
dicho omen Ausp ägung nich ü die Clus e analyse
e wende . Als einzige psychog aphische Va iable ha -
e die Wah nehmung de Ve hal enskonsequenzen in
Bezug au die Ve keh smi el keinen signi ikan en Zu-
sammenhang. Da alle dings ein Zusammenhang mi
de pe sönlichen No m es ges ell wo den is , wi d
diese Va iable e wende . Die es lichen psychog a-
phischen Va iablen wu den au g und des signi ikan-
en Zusammenhangs zu de Ve keh smi elwahl in die
Analyse einbezogen.
Demen sp echend wu de die S ichp obe du ch olgen-
de Va iablen segmen ie :
6.4 Clus e analyse
Zue s wu de eine hie a chische Clus e analyse nach
dem Wa d-Ve ah en du chge üh , da die Anzahl de
Clus e du ch die Analyse e kann we den soll en. Aus
dem Sc ee-Plo wu de die Ein eilung nach ün Clus-
e n abgelesen. Die inale Klassi izie ung und Validie-
ung e olg en du ch die K-Means-Analyse. Du ch diese
Analyse wu den alle 201 An wo en wie olgend au ge-
eil :
Anzahl de Fälle in jedem Clus e
Clus e 1 32
2 74
3 26
4 25
5 44
Gesam 201
Diese Vo gehensweise emp ehlen Bo z & Schus e
(2010), da sich das Ve ah en in de P axis du chgese z
ha . Nach de Clus e analyse wu den die G uppen
hinsich lich de Häu igkei en de ausgeschlossenen
Va iablen un e such , um eine Tendenz abbilden zu
können und die Zielg uppen ie e gehende zu cha ak-
e isie en.
Ve hal ensbasie e Va iablen Räumliche Va iable Psychog aphische Va iablen
Pkw-Häu igkei Raum ypologie (RegioS a 2) Eins ellung (TPB)
ÖPNV-Häu igkei wah genommene Ve hal enskon olle
(TPB)
Fah ad-Häu igkei pe sönliche No m (NAM)
Häu igkei Zu ußgehen P oblemwah nehmung (NAM)
Wah nehmung de Ve hal enskonse-
quenzen (NAM)
Tab. 9: Zuo dnung de ele an en Va iablen de Clus e analyse
51
Clus e 1 „Die mul imodal Konse a i en“
De Wohno de mul imodal Konse a i en ha s äd-
ischen Cha ak e und gleich eine Regiopole. Das
Du chschni sal e lieg bei 32 Jah en, wobei die Al-
e sg uppe de übe 35-Jäh igen den kleins en An-
eil ausmach (ca. 19 %). Die G uppe nu z alle Ve -
keh smi el und Fo bewegungsa en egelmäßig,
du chschni lich wöchen lich. Lediglich de Pkw wi d
ge ing ügig häu ige e wende . In Bezug au die psy-
chog aphischen Fak o en ha die G uppe eine posi i-
e Eins ellung gegenübe dem Pkw und diese s ell
ü sie die bes e Wahl da , um im All ag mobil zu sein.
De Ve zich au die Pkw-Nu zung äll den mul imodal
Konse a i en ela i schwe , da diese ü alle Wege-
zwecke e wende wi d, haup sächlich ü ägliche
Ak i i ä en, wie de Weg zu A bei /Hochschule/Aus-
bildungss elle und das E ledigen on Einkäu en. Das
Fah ad und de ÖPNV we den am häu igs en ü den
F eizei e keh genu z . Die G uppe ühl sich au g und
ih e pe sönlichen We e nich dazu e p lich e , den
Pkw wenige zu nu zen, sind sich abe den umwel be-
zogenen P oblemen de Nu zung bewuss . Die G uppe
be inde sich endenziell in de p edecisional s age de
SSBC. Au g und de A ini ä zum Pkw können sich die
mul imodalen Konse a i en nich o s ellen, den Pkw
gegen eine Mobili ä sp ämie einzu auschen.
Clus e 2 „Die umwel bewuss en Mobilen“
Diese G uppe ha den g öß en An eil an de S ichp obe
(37 %, n = 74). De Wohno ha s äd ischen Cha ak e
und gleich eine Me opole. Im Du chschni sind die
umwel bewuss en Mobilen 33 Jah e al , wobei die Al-
e sg uppen de übe 55-Jäh igen den ge ings en An-
eil ha (9 %). Das Haup e keh smi el is das Fah -
ad, ge olg om Zu ußgehen. Das Au o und de ÖPNV
we den maximal an einigen Tagen im Mona genu z .
Demen sp echend is de Pkw ü die umwel bewuss-
en Mobilen eine schlech e Wahl, um im All ag mobil zu
sein. Sie e binden mi de Nu zung eine nega i e Ein-
s ellung. Demen sp echend äll es de G uppe leich
au den Pkw zu e zich en, da diese ü ägliche Wege
nich das Haup e keh smi el da s ell . Das Au o wi d
am häu igs en ü den F eizei e keh e wende , wo-
hingegen das Fah ad haup sächlich ü die Einkäu e
des äglichen Beda s, ü den Weg zu A bei /Hoch-
schule/Ausbildungss elle und ü ande e p i a e E le-
digungen genu z wi d. Au g und ih e pe sönlichen
No m ühlen sich die umwel bewuss en Mobilen dazu
e p lich e , das Au o so wenig wie möglich zu benu -
zen. Die pe sönliche No m is umwel eundlich o ien-
ie , da sie die umwel belas enden Auswi kungen
als hoch einschä zen und sich de Konsequenzen de
eigenen Pkw-Nu zung bewuss sind. Nach de SSBC
be inde sich die Meh hei de G uppe in de pos ac io-
nal s age. Au g und de ge inge en A ini ä zum Au o
und des umwel bewuss en Mobili ä s e hal ens neig
die G uppe dazu gegenübe de Mobili ä sp ämie o en
zu sein und kann sich o s ellen, den p i a en Pkw ab-
zugeben.
Clus e 3: „Die übe zeug en MIV-A inen“
Du ch die Clus e analyse wu den diese G uppe 26 Pe -
sonen zuge eil . De Wohno ha s äd ischen Cha ak-
e und gleich eine Mi els ad . Im Du chschni sind
die Pe sonen 44 Jah e al . Das Au o is das Haup e -
keh smi el und wi d äglich genu z . De ÖPNV und
das Fah ad we den sel en ü die Mobili ä e wende .
Zusä zlich gehen die übe zeug en MIV-A inen auch
sel en zu Fuß. De Pkw wi d ü alle Wegezwecke in ei-
nem seh hohen Maß e wende . Au g und de äglich
wiede keh enden Ak i i ä en, wie de Weg zu A bei /
Hochschule/Ausbildungss elle und de E ledigung on
Einkäu en, is das Au o ah en ü diese G uppe eine
eingeschli ene Gewohnhei . Da übe hinaus haben sie
eine seh posi i e Eins ellung gegenübe dem Au o, da
dieses ü die G uppe die bes e Wahl de Fo bewegung
da s ell . Somi äll es den übe zeug en MIV-A inen
schwe au diese Fo m de Mobili ä zu e zich en.
Dennoch bes eh ein Bewuss sein übe die nega i en
Umwel auswi kungen de Pkw-Nu zung. Im Gegen-
sa z dazu, ühl sich die G uppe du ch die pe sönliche
No m nich e p lich e die Nu zung zu eduzie en.
Deswegen be inde sich de G oß eil in de p edecisio-
nal s age ohne Ve hal ensabsich nach de SSBC und
sind nich be ei dazu, den Pkw gegen eine Mobili ä s-
p ämie einzu auschen.

52
Clus e 4 „Die ÖPNV-Mobilen“
Die ÖPNV-Mobilen wohnen in eine Umgebung, die
s äd ischen Cha ak e ha und eine Me opole gleich .
Die ÖPNV-Mobilen sind die jüngs e G uppe, da de Al-
e sdu chschni bei 28 Jah en lieg . De ÖPNV is das
Haup e keh smi el und wi d an meh e en Tagen un-
e de Woche ü die Mobili ä genu z . Die Pe sonen
gehen am zwei häu igs en zu Fuß. Das Au o wi d am
häu igs en mona lich e wende und das Fah ad am
sel ens en. Die äglichen Wege zu A bei /Hochschule/
Ausbildungss elle we den mi dem ÖPNV zu ückgeleg .
De Pkw wi d haup sächlich zum Einkau en und ü an-
de e p i a e E ledigungen genu z , das Fah ad übe -
wiegend ü den F eizei e keh . In Bezug au den Pkw
haben die ÖPNV-Mobilen eine nega i e Eins ellung, da
diese nich die bes e Wahl ü die ägliche Mobili ä
da s ell . Wei e hin äll es ihnen leich den Pkw wenig
zu nu zen und ühlen sich au g und ih e pe sönlichen
No m dazu e p lich e , diesen ü die Bewäl igung de
All agswege zu e meiden. Ih e Wah nehmung de Ve -
hal enskonsequenzen bezüglich de Pkw-Nu zung is
ge inge ausgep äg als die allgemeine P oblemwah -
nehmung in Bezug au die nega i en Auswi kungen de
Au onu zung. Dennoch haben die ÖPNV-Mobilen eine
g undlegende umwel bewuss e Eins ellung. Die G up-
pe be inde sich g öß en eils in de pos ac ional s age
de SSBC, is abe wenige be ei da ü , den Pkw gegen
eine Mobili ä sp ämie einzu auschen.
Clus e 5 „Die ge angenen MIV-A inen“
Die ün e G uppe s ell die zwei g öß e in de S ich-
p obe da (22 %, n = 44). De Wohno ha s äd ischen
Cha ak e und gleich eine dö lichen Mi els ad . Im
Du chschni sind die Pe sonen 41 Jah e al . Das Au o
is das Haup e keh smi el und wi d äglich genu z .
Die ge angenen MIV-A inen gehen wöchen lich zu Fuß,
nu zen das Fah ad gelegen lich und den ÖPNV sel en.
De Pkw wi d ü alle Wegezwecke im seh hohen Maße
e wende , am häu igs en ü den Weg zu A bei /
Hochschule/Ausbildungss elle. Ande e ägliche Wege,
wie un e ande em einkau en gehen ode ande e p i-
a e E ledigungen, we den häu ig zu Fuß gemach . Fü
den F eizei e keh we den de ÖPNV und das Fah ad
gelegen lich genu z . Die ge angenen MIV-A inen ha-
ben eine seh posi i e Eins ellung zum Pkw und es äll
ihnen seh schwe diesen wenige zu nu zen. Dies wi d
beein luss du ch die Raumka ego ie, die endenziell
dö lich gep äg is . Sie ühlen sich du ch ih e pe sön-
liche No m nich dazu e p lich e , den Pkw wenige
zu e wenden. T o zdem bes eh ein Bewuss sein übe
die nega i en Umwel auswi kungen de Pkw-Nu zung
und sie haben eine umwel bewuss e Eins ellung. De
G oß eil be inde sich in de p edecisional Phase de
SSBC und können sich übe haup nich o s ellen, den
p i a en Pkw gegen die Mobili ä sp ämie einzu au-
schen.
6.5 Zusammen assung de zen alen
E kenn nisse
E klä ung des Mobili ä s e hal ens du ch äum-
liche und soziodemog aphische Fak o en
De äumliche Fak o de Raum ypologie is eben alls
ein gu e P ädik o ü die Nu zungshäu igkei des
Au os und des ÖPNV. Je ländliche die Raumka ego-
ie wi d, des o häu ige e wenden Pe sonen den p i-
a en Pkw ü die Mobili ä . En gegense z dazu wi d
de ÖPNV wenige genu z , wenn die Raumka ego ie
dö liche gep äg is . Pe sonen, die in eine Me opole
wohnen, nu zen den ÖPNV ö e und den Pkw enden-
ziell wenige , als Pe sonen, die in den ande en Raum-
ka ego ien wohnen. Die e ass en soziodemog aphi-
schen Me kmale (Al e , Geschlech , Haushal sg öße
und Beschä igungss a us) sind nich geeigne , um das
indi iduelle Mobili ä s e hal en zu e klä en, da kein si-
gni ikan e Zusammenhang es ges ell wo den is .
E klä ung des Mobili ä s e hal ens du ch psy-
chog aphische Fak o en
Du ch die Auswe ung is e kennba gewo den, dass
die e hal ensbasie en Fak o en den s ä ks en Zu-
sammenhang mi dem indi iduellen Mobili ä s e hal-
en au weisen. Anhand de gewähl en Me kmale is
es möglich die Nu zungshäu igkei de e schiedenen
Ve keh smi el zu e klä en. Die Me kmale de TPB wei-
sen den s ä ks en Zusammenhang au . Insbesonde e
die wah genommene Ve hal enskon olle (pe cei ed
baha iou con ol) ha eine s a ke Aussagek a be-
züglich de Nu zungshäu igkei de e schiedenen
Ve keh smi el. Je schwe e es Pe sonen äll au den
p i a en Pkw ü die Mobili ä zu e zich en, des o häu-
ige nu zen sie diesen. Vice e sa nu zen Pe sonen den
ÖPNV und das Fah ad häu ige , wenn de Ve zich au
53
den Pkw als mühelos wah genommen wi d.
Die Me kmale de NAM s ehen ebenso in eine Wechsel-
beziehung mi de Ve keh smi elwahl. Die pe sönliche
No m is de aussagek ä igs e P ädik o ü die Häu-
igkei de Ve keh smi elwahl, da alle Ve keh smi el
in einem signi ikan en Zusammenhang dazu s ehen.
Je s ä ke die pe sönliche No m ausgep äg is , des o
meh ühlen sich Pe sonen dazu e p lich e den Pkw
wenige zu e wenden. Demen sp echend benu zen
die Pe sonen die al e na i en Ve keh smi el häu ige .
Die P oblemwah nehmung (awa eness o need) spiel
ebenso eine Rolle, jedoch bes eh de s ä ks e signi i-
kan e Zusammenhang in Bezug au die Au onu zung.
Je s ä ke Pe sonen die Auswi kungen de wel wei en
Au onu zung au die Umwel als nega i einschä zen,
des o wenige wi d de p i a e Pkw genu z .
Rahmenbedingungen ü die Inansp uchnahme
de Mobili ä sp ämie
Iden isch zu den Ein luss ak o en au das Mobili ä s-
e hal en s ellen die soziodemog aphischen Me kmale
keine Rahmenbedingung ü die Be ei scha , den Pkw
gegen die Mobili ä sp ämie einzu auschen da . Ob-
wohl kein signi ikan e Zusammenhang zwischen de
Raumka ego ie und de Mobili ä sp ämie es ges ell
we den konn e, is au g und de Häu igkei e kennba ,
dass die s äd ische Raumka ego ie eine Rahmenbe-
dingung da s ell .
Die p ägnan es en Rahmenbedingungen sind die Ve -
keh smi elwahl und die psychog aphischen Fak o en.
Es is deu lich e kennba , dass die Pe sonen, die sich
ü die Mobili ä sp ämie en schieden haben, den Pkw
nich als Haup e keh smi el nu zen, sonde n mul i-
modal mobil sind. De ÖPNV wi d am häu igs en wö-
chen lich ü die All agswege e wende , wohingegen
de Pkw mona lich ü die Fo bewegung genu z wi d.
Äqui alen dazu haben die Wegezwecke, die mi dem
Pkw e bunden sind, Gelegenhei scha ak e und die
Wegezwecke des ÖPNV einen e gleichsweise höhe en
egelmäßigen Cha ak e . Die Eins ellung gegenübe
de Pkw-Nu zung is die geeigne s e inne psycholo-
gische Rahmenbedingung, um die Inansp uchnahme
de Mobili ä sp ämie zu e klä en. Ebenso s ell die
wah genommene Ve hal enskon olle einen wei e en
Fak o da , da es Pe sonen be ei s leich äll au den
Pkw zu e zich en. Eine ökologisch o ien ie e pe sön-
liche No m und dami einhe gehend eine s a ke P o-
blemwah nehmung üh dazu, dass Pe sonen be ei
sind, den p i a en Pkw einzu auschen.
Reichen inanzielle An eize zu Ve ände ung des
Mobili ä s e hal ens aus?
Eine sei s is in Bezug au die S ichp obe he o zu-
heben, dass sich 42 Pe son ü die Mobili ä sp ämie
en schieden haben. Demen sp echend is die Mobili-
ä sp ämie ü einige aus eichend gewesen, um das
Mobili ä s e hal en zu e ände n. Da übe hinaus be-
si zen 31 Pe sonen de P o-G uppe nu einen Pkw im
Haushal , wodu ch die Abgabe des Pkw den Kuckucks-
E ek au lösen kann, de eine Ba ie e in de Ve ände-
ung des Mobili ä s e hal ens da s ell .
Ande e sei s gaben iele Pe sonen als Beg ündung an,
dass sie sich un e keinen Ums änden o s ellen kön-
nen, au den p i a en Pkw zu e zich en. In olgedessen
is die P ämie nich aus eichend, um das Mobili ä s e -
hal en zu e ände n. Dennoch wu de e kennba , dass
ande e inanzielle An eize a ak i sind, um au den
Pkw zu e zich en. Dazu zähl o allem die Ve güns-
igung des ÖPNV sowie eine P ämie, die dem We des
ak uellen Au os en sp äche.
Du ch die Auswe ung ha sich gezeig , dass die Be ü -
wo ung de P ämie mi den inne en psychologischen
Fak o en zusammenhäng . Wenn Pe sonen be ei s
das Ve hal ensziel „den Pkw so wenig wie möglich zu
nu zen“ in e nalisie haben und es ak i e olgen,
dann sind diese auch be ei dazu die Bedingung de
Pkw-Abgabe zu e üllen. Demen sp echend kann die
Mobili ä sp ämie als si ua i e An eiz, de die inne en
Mo i e in de in eg ie en Regula ion igge , in e -
p e ie we den. Dadu ch ha die Mobili ä sp ämie den
Vo eil, dass sie das Bedü nis nach selbs bes imm em
Handeln nich un e g äb .
54
Ges al ung des F agebogens
G undsä zlich ha meine Ges al ung des F agebogens
dazu beige agen, dass ich aussagek ä ige An wo en
gene ie en konn e. Dennoch gab es einige Ve besse-
ungss ellen, die ich im olgenden disku ie e.
Du ch die Ko ela ion zwischen de P oblemwah -
nehmung, de Wah nehmung de Ve hal enskon-
sequenzen und de pe sönlichen No m, konn e ich
nachweisen, dass sich die pe sönliche No m als um-
wel bewuss cha ak e isie en läss . Um jedoch eine
konk e e Aussage diesbezüglich machen zu können,
muss de F agebogen du ch die Ab age de Selbs -
wah nehmung e gänz we den. Demen sp echend
is das Ein ügen eine neuen Va iablen, du ch die sich
Pe sonen in Bezug au die Umwel -No m einschä zen,
une lässlich. Es kann beispielsweise gep ü we den, in
welche S ä ke Pe sonen ih e Lebensweise am Klima-
schu z o ien ie en ode ob sie glauben, dass sie sich
aus eichend ü den Klimaschu z einse zen.
Im Gegensa z zu meine gewähl en Skalie ung, haben
nume ische Skalen den Vo eil, dass in de Auswe ung
keine Umwandlung bezüglich de S ä ke o genom-
men we den muss. Wei e hin ha e ich mich ü eine
ie dimensionale Like -Skala en schieden, die die
Aussagek a de E gebnisse zwa nich deu lich ein-
gesch änk ha , da gewisse Zusammenhänge du ch die
Ko ela ion bewiesen wo den sind, dennoch können
Pe sonen bezogen au ein Eins ellungsobjek (Pkw)
auch neu al einges ell sein. In de E assung on psy-
chog aphischen Me kmalen geh es nich , um die pe -
sönliche Meinung eine Aussage gegenübe , sonde n
um inne psychologische P ozesse. Demen sp echend
is die Ausp ägung neu al nich mi Meinungslosigkei
gleichzuse zen.
Bei de Fo mulie ung de F agen habe ich da au ge-
ach e diese neu al zu o mulie en. Rückblickend is
mi dies bei de Bewe ung de P oblemwah nehmung
nich gelungen: „De Bei ag des wel wei en Au o e -
keh s zum Auss oß on klimawi ksamen T eibhaus-
gasen is e heblich“. Das Adjek i „e heblich“ kann
subjek i un e schiedlich in e p e ie we den. Dem-
en sp echend muss diese Aussage angepass ode in
eine ande e F ageka ego ie umgewandel we den. In
de Anpassung kann die F age als Schä zung o mulie
we den, um einen Ve gleich zu dem ich igen An eil
he zus ellen und da an zu bemessen wie s a k Pe so-
nen das P oblem wah nehmen.
Auch wenn die Um age anonym und ohne die Beau -
sich igung meine sei s du chge üh wo den is , be-
s eh das Risiko, dass die Be ag en sozial e wünsch
gean wo e haben. Um dieses Risiko zu e inge n,
habe ich die Bi e einge üg nach eigenem E messen zu
an wo en und das es keine „ alschen“ An wo en gib .
Alle dings iden i izie e ich zwei F ageka ego ien, bei
denen Pe sonen endenziell sozial e wünsch gean -
wo e haben könn en, zum einen die Aussage übe die
P oblemwah nehmung und zum ande en die Wah -
nehmung de Ve hal enskonsequenzen. Als Gegena -
gumen zähl die Vielzahl an eh lichen An wo en, die
bei den o enen F ageka ego ien e zeichne wo den
sind. Demen sp echend nehme ich an, dass die Anony-
mi ä de Um age dazu beige agen ha , das Risiko de
sozial e wünsch en An wo en zu eduzie en.
Am An ang de Um age habe ich den Hinweis einge-
üg , dass die Be ag en die Um age hinsich lich ih es
Mobili ä s e hal ens o den pandemiebeding en Ein-
sch änkungen angeben sollen. T o zdem is da au
hinzuweisen, dass die Pandemie einen Ein luss au das
E gebnis de Um age gehab haben könn e, da diese
ak uell den All ag de Gesellscha s a k beein luss .
Wei e hin kann es ü die Be ag en schwie ig gewesen
sein, sich an das Mobili ä s e hal en zu e inne n.
Fo schungse gebnisse
Um zu un e suchen, inwie e n die Mobili ä sp ämie
als kommunal ges eue e inanzielle An eiz einen
Ein luss au das Mobili ä s e hal en on MIV-a inen
Pe sonen ha , habe ich eine quan i a i e empi ische
Fo schung du chge üh . Aus de online basie en
sch i lichen Um age sind insgesam 201 gül ige Ein-
zelda ensä ze he o gegangen. Die E gebnisse de
Um age zeigen, dass de äumliche Cha ak e des
Wohno s (s äd isch/dö lich), die Nu zungshäu ig-
kei des Pkw und al e na i e Ve keh smi el (ÖPNV,
Fah ad) und die psychog aphischen Me kmale (TPB,
NAM, SSBC) ele an ü die E klä ung de Rahmenbe-
dingungen ü die Abgabe des Pkw sind. Du ch diese
Fak o en habe ich die Un e schiede zwischen den Pe -
soneng uppen hinsich lich de Inansp uchnahme de
Mobili ä sp ämie mi hil e de Clus e analyse beleg .
6.6 Diskussion de F agebogenges al ung und de Fo schungse gebnisse
55
Zusä zlich habe ich nachgewiesen, dass e schiede-
ne A en on Fah äde n am a ak i s en bezüglich
de Au eilung de Mobili ä sp ämie sind. Anhand de
ausgewe e en S udien, die sich mi de Wi kungswei-
se on inanziellen An eizen beschä igen, is zu e -
kennen, dass es ik i e Maßnahmen (z. B. Ci y-Mau )
einen g öße en E ek au das Mobili ä s e hal en on
MIV-a inen Pe sonen haben als angebo so ien ie e
Maßnahmen.
G undsä zlich lehn die Meh hei de Be ag en die
Mobili ä sp ämie ab. Die G ünde da ü sind iel äl ig.
Das Au o wi d e bunden mi Kom o , Flexibili ä und
Schnelligkei . Demen sp echend e wenden iele
Pe sonen den Pkw au g und on posi i wah genom-
menen ins umen ellen Mo i en. Dies bes ä ig die
Fo schung on Velds a e al. (2021), die du ch die Aus-
we ung on e schiedenen S udien zu dem E gebnis
komm , dass Pe sonen bei Be agungen am häu igs en
die ins umen ellen Mo i e angeben. Dennoch sind die
a ek i en und symbolischen Mo i e besse geeigne ,
um den Geb auch om Pkw zu e klä en (ebd.). Teil-
weise haben einige Be ag e den Fah spaß, die emo-
ionale Ve bundenhei und die Wah nehmung des
Au os als Luxusobjek benann . Um die symbolischen
und a ek i en Mo i e genaue zu e ah en, kann das
Fo schungsdesign dahin angepass we den, dass zum
einen quali a i e In e iews mi Einzelpe sonen du ch-
ge üh we den ode zum ande en de F agebogen
du ch konk e e F ages ellungen mi Bezug zu diesen
Mo i en e wei e wi d. Beispielsweise könn en die
F agen wie olg lau en: „Wie ühlen Sie sich, wenn Sie
Ih Au o nu zen?“ und „Aus welchen G ünden haben
Sie sich ü Ih Au omodell en schieden?“.
Du ch die Um age können die indi iduellen G ünde,
die ü die Mobili ä sp ämie sp echen, nich olls än-
dig beg ünde abgebilde we den. Au g und de Cha-
ak e isie ung de P o-G uppe (s. Kapi el 6.3) können
e schiedene Rahmenbedingungen angenommen
we den. G undsä zlich nu zen die P o-G uppe den
Pkw am häu igs en an 1 bis 3 Tagen im Mona . Da aus
läss sich schließen, dass das Au o keine g oße Rolle
in Bezug au das Mobili ä s e hal en spiel . Die
A ini ä is demen sp echend ehe ge ing ausgep äg ,
wodu ch es leich e äll , au den Pkw zu e zich en.
Eine wei e e E klä ung kann die pe sönliche No m
sein, die das Umwel bewuss sein de Pe sonen
ausd ück . Demen sp echend kann ein G und sein,
dass P o-G uppe die Umwel schü zen und ih en
CO2-Fußabd uck e inge n will, indem sie das Au o
abgeben. Ähnlich zu de E assung de a ek i en und
symbolischen Mo i e in Bezug au die Au onu zung,
muss das Fo schungsdesign angepass we den, um die
genauen pe sönlichen G ünde zu e ah en. Eine sei s
können quali a i e In e iews du chge üh we den,
bei denen Pe sonen ih e genauen Lebensums ände
schilde n und e klä en. Ande e sei s kann de
F agebogen, um die olgende F age „Wa um sind Sie
be ei ih Au o abzugeben?“ e wei e we den.
Es ha seh gehol en, die psychog aphischen Me kmale
zu E klä ung des Mobili ä s e hal ens im F agebogen
du ch Re e enzen aus S udien abzu agen. Dadu ch
konn e ich e ende Aussagen ü jedes Me kmal o -
mulie en. Zusä zlich wu den du ch meine E gebnisse
E kenn nisse aus ande en S udien beleg . Du ch die
Auswe ung is e sich lich gewo den, dass die d ei
Fak o en de NAM (pe sonal no m, awa eness o need,
awa eness o consequences) zusammenhängen. Die
mo alische Ve p lich ung den Pkw wenige zu nu zen
is bei Pe sonen hoch, die sich selbs die Ve an wo -
ung zusch eiben du ch die Nu zung zu Umwel be-
las ung beizu agen und sich bewuss sind, dass de
Ve keh zum wel wei en CO2-Auss oß bei äg . Diesen
Zusammenhang haben De G oo & S eg (2009) in ih en
du chge üh en S udien eben alls beleg . Wei e hin
wu de du ch meine E hebung gezeig , dass die wah -
genommene Ve hal enskon olle und die Eins ellung
gegenübe dem Pkw gu e P ädik o en da s ellen, um
die Ve keh smi elwahl zu e klä en. Zu den gleichen
E gebnissen kommen S udien on Bambe g (2013a),
Bambe g e al. (2011) und Lanzini & Khan (2017).
Meine du chge üh e quan i a i e Fo schung e klä
das Mobili ä s e hal en ausschließlich du ch bewuss
ge o ene P ozesse. Ich kann nich abbilden, inwie e n
Gewohnhei en das Mobili ä s e hal en beein lussen.
Da ü müssen ande e Messme hoden genu z we den.
Um den Ein luss de Ve gangenhei au die Gewohn-
hei zu e assen, können die F agen diesbezüglich aus-
ge ich e sein. Pe sonen be ich en demen sp echend
übe ih e gangenes Mobili ä s e hal en. Dami das
men ale Kons uk de Gewohnhei e ass we den
kann, können F agen ges ell we den, die Pe sonen un-
e Zei d uck bean wo en müssen (Ve planken, 2006).
62
I. Die mul imodal Konse a i en
Fokus: Po enziale nu zen!
Die Wi kung de Mobili ä sp ämie is ü diese Ziel-
g uppe als mi elmäßig einzuschä zen, da noch kein
inne es Bedü nis bes eh , das Mobili ä s e hal en zu
e ände n. Demen sp echend is die Abgabe des Pkws
eine unbezwingba e Hü de. Um diese Wah nehmung
zu e ände n, müssen kommunika i e angebo so i-
en ie e Maßnahmen e g i en we den, die olgende
Schwe punk e en hal en:
1. Du ch das kommunale Mobili ä smanagemen
sollen die Zielpe sonen dazu ange eg we den,
übe die Ve keh smi elwahl bezüglich de
Wegezwecke nachzudenken. Pe sonen müssen
dabei un e s ü z we den, o en ü ande e Ve -
keh smi el zu we den, um diese beispielsweise
ü den Weg zu A bei /Hochschule/Ausbildungs-
s elle ode zum Einkau en zu nu zen.
2. Pe sonen müssen da in bes ä k we den ih e
Wah nehmung bezüglich de Umwel aus-
wi kungen auch au ih e pe sönliche No m zu
übe agen. Die S ä kung de pe sönlichen öko-
logischen No m is Au gabe des kommunalen
Mobili ä smanagemen s.
3. Da diese Zielg uppe sich in de p edecisional
s age be inde , müssen Wide s ände und Vo u -
eile gegen ein umwel bewuss e es Mobili ä s-
e hal en abgebau we den. De Fokus lieg au
de Bildung eine neuen Ve hal ensin en ion.
7.3 Zielg uppenspezi ische Handlungsemp ehlungen
Du ch die Clus e analyse wu den aus de S ichp obe Zielg uppen segmen ie , die hinsich lich de Wi ksamkei
de Mobili ä sp ämie o ges ell wo den sind. Die zielg uppenspezi ischen Handlungsemp ehlungen hema isie en
Maßnahmen, die om kommunalen Mobili ä smanagemen anges eb we den können, um die A ak i i ä de Mo-
bili ä sp ämie zu e höhen.
II. Die umwel bewuss en Mobilen
Fokus: Mobili ä s e hal en es igen!
Die Wi kung de Mobili ä sp ämie is in diese G uppe
als seh hoch zu e wa en, da das Mobili ä s e hal en
als umwel bewuss und nich s a k MIV-a in einges u
wi d. Demen sp echend is die Abgabe des Pkws gegen
die Mobili ä sp ämie keine Hü de. Um diese Wah neh-
mung zu s ä ken, müssen die Maßnahmen olgende
Schwe punk e okussie en:
1. Das inne e Bedü nis, den Pkw ü E en uali-
ä en nu zen zu wollen, muss abgebau we den.
Dabei müssen du ch das kommunale Mobili-
ä smanagemen die G ünde he ausge unden
we den, um zielge ich e a ak i e Al e na i en
bie en zu können. Es kann hel en, Pe sonen die
lau enden Kos en eines nich genu z en Pkw zu
o enba en, um au zuzeigen, dass die Abscha -
ung zu eine Kos en eduzie ung üh en kann.
2. Die Zielg uppe be inde sich in de pos ac ional
s age. Demen sp echend is es nach Bambe g
(2014) wich ig, du ch posi i es Feedback das
Mobili ä s e hal en au ech zue hal en. Die
Au gabe des kommunalen Mobili ä smanage-
men s is es Rück älle zu e meiden und mi
Pe sonen einen Plan zu e a bei en, de e -
schiedene Rück allszena ien beleuch e und
einen Lösungsansa z en häl .

63
III. Die übe zeug en MIV-A inen
Fokus: Au me ksamkei ö de n!
Die Wi kung de Mobili ä sp ämie is in diese G uppe
als ein lusslos zu e wa en, da das Au o einen hohen
S ellenwe ha . Die Mobili ä sp ämie beein äch ig
nich das ak uelle Mobili ä s e hal en, wie es insbe-
sonde e es ik i e inanzielle Maßnahmen machen
wü den. Dadu ch wi d sie on den übe zeug en MIV-
A inen nich wah genommen. Um diese Wah neh-
mung zu e ände n, müssen die Maßnahmen olgende
Schwe punk e okussie en:
1. Res ik i e Maßnahmen we den bezüglich
de Zielg uppe als wi ksam einges u , da die
übe zeug en MIV-A inen keinen Anlass sehen
ih Mobili ä s e hal en zu e ände n. Um den
Wide s and abzumilde n, wi d emp ohlen die
es ik i en Maßnahmen mi angebo so ien-
ie en Maßnahmen zu e binden, z. B. kos en-
güns ige ÖPNV-Ticke s. Schui ema e al. (2007)
haben in eine Be agung nachgewiesen, dass
die Kombina ion de inanziellen E höhung de
Au onu zung und de inanziellen Reduzie ung
de ÖPNV-Nu zung einen abmilde nden E ek
au die Au onu zung ha .
2. Dami die übe zeug en MIV-A inen wiede au -
me ksam bezüglich neue In o ma ion we den,
muss das kommunale Mobili ä smanagemen
den si ua i en Kon ex , in dem das Ve hal en
au i , e ände n. Die Ve ände ung kann
eine sei s empo ä e Na u sein ode ande e -
sei s on daue ha em Cha ak e . Als empo ä e
angebo so ien ie e Maßnahme, können z. B.
kos enlose ÖPNV-Tage einge üh we den.
Daue ha e Ve ände ungen gehen meis mi
es ik i en Maßnahmen einhe .
3. Die Zielg uppe be inde sich in de p edecisio-
nal s age. Ähnlich zu den mul imodal Konse -
a i en müssen die Au o de ungen zu Ve -
hal ensände ung so o mulie we den, dass sie
nich als Zwänge e s anden we den (Bambe g,
2014). Es geh da um Menschen mi zunehmen,
s a du ch Maßnahmen abzusch ecken. De
Fokus muss da au geleg we den, dass die
No wendigkei eine neuen Ve hal ensin en ion
e kann wi d.
IV. Die ÖPNV-Mobilen
Fokus: Al e na i en au zeigen!
Die Wi kung de Mobili ä sp ämie is als endenziell
ge ing ügig zu bewe en. Un e bes imm en Vo ausse -
zungen kann es möglich sein, dass die Mobili ä sp ä-
mie in diese G uppe au Zusp uch i . Um die Wah -
nehmung de P ämie zu s ä ken, müssen Maßnahmen
olgende Schwe punk e en hal en:
1. Die ÖPNV-a inen nu zen den Pkw haup säch-
lich ü gelegen liche Ak i i ä en. Das Ziel des
kommunalen Mobili ä smanagemen s muss es
sein, die Pe sonen dabei zu un e s ü zen al e -
na i e Ve keh smi el ü diese Wegezwecke
zu e wenden. Dabei kann die E s ellung eines
indi idualisie en Reiseplans hel en, in dem
hema isie wi d welche Ve keh smi el sich
indi iduell ü bes imm e Wegezwecke eignen.
Du ch den P ozess de E s ellung des Plans
we den die Vo - und Nach eile de Ve keh smi -
el abgewogen. De Fokus soll e da au aus-
ge ich e sein, au die Vo eile de al e na i en
Ve keh smi el au me ksam zu machen und die
Nach eile de Pkw-Nu zung zu hema isie en.
2. Du ch Be a ungsangebo e können die G ünde
ü den Pkw-Besi z in einem o enen Gesp äch
he ausge unden we den. In diesem Gesp äch
lieg de Fokus au dem Abbau de Hemmnisse
gegenübe dem Ve kau des Pkws.
3. Genau wie die umwel bewuss en Mobilen be-
inden sich die ÖPNV-a inen in de pos ac ional
s age. Demen sp echend gil du ch posi i es
Feedback das Mobili ä s e hal en au ech zu-
e hal en und Rück älle o zubeugen. Die E mu-
igung zum Ve kau des Pkw s ell eine Möglich-
kei da , das Mobili ä s e hal en daue ha zu
implemen ie en.
64
V. Die ge angenen MIV-A inen
Fokus: Bedü nisse iden i izie en!
Die Wi kung de Mobili ä sp ämie is als e olglos zu
be ach en, da Pe sonen au g und de äumlichen
Gegebenhei en sich au den Pkw angewiesen sehen.
Um diese Wah nehmung en gegenzuwi ken, müssen
Maßnahmen olgende Schwe punk e en hal en:
1. Fü die E a bei ung on Maßnahmen ü diese
Zielg uppe nimm das kommunale Mobili-
ä smanagemen die ypische koo dinie en-
de Funk ion ein. Die Maßnahmen müssen in
Wechselwi kung und enge Absp ache mi den
Be eilig en an den Zielo en e a bei e we den.
Das g öß e Po enzial bie en Un e nehmen, da
die Zielg uppe den Pkw am häu igs en ü den
A bei sweg nu z . Demen sp echend muss das
kommunale Mobili ä smanagemen die Un e -
nehmen dabei un e s ü zen ein eigenes be ieb-
liches Mobili ä smanagemen zu e ablie en.
2. Wei e hin können du ch Be a ungsgesp äche
Al e na i en zum Pkw ge unden we den. Als
Po enzial is e kennba , dass die Zielg uppe
be ei s Einkäu e des äglichen Beda s zu Fuß
e ledig , abe auch in g oßen Teilen noch mi
dem Pkw. De Fokus soll e da au geleg we den,
dass z. B. das Fah ad eine Al e na i e zum
Pkw ü die äglichen Einkäu e da s ellen kann.
Dabei soll en Bedenken sei ens de Pe sonen
abgebau we den.
3. Die äumlichen Gegebenhei en zwingen die ge-
angenen MIV-a inen dazu den Pkw zu nu zen.
Du ch Be eiligungen kann das kommunale Mo-
bili ä smanagemen Schwachs ellen in Bezug
au das Angebo on al e na i en Ve keh smi -
eln es s ellen und die Bedü nisse de ge-
angenen MIV-A inen he aus inden. De Fokus
lieg demen sp echend au de E höhung de
Angebo squali ä al e na i e Ve keh smi el.
65
Inwie e n können kommunal ges eue e inan-
zielle An eize einen Bei ag zu Beein lussung des
Mobili ä s e hal ens on MIV-a inen Pe sonen
und de Reduzie ung des p i a en Pkw-Besi zes
leis en?
Ziel meine Bachelo a bei wa es, die oben genann e
Fo schungs age du ch heo iebasie es Wissen und
den E kenn nissen aus de quan i a i en Fo schung
zu bean wo en. S ell e e end ü die Vielzahl an i-
nanziellen An eizen habe ich das Konzep de Mobili-
ä sp ämie mi hil e eine in e ne basie en Be agung
un e such .
Du ch die in ensi e Auseinande se zung mi den Ein-
luss ak o en des Mobili ä s e hal ens, is mi bewuss
gewo den, dass de Weg zu Reduzie ung des MIV ak i
e olg we den muss. Des Wei e en habe ich e kann ,
dass eine de wich igs en Ein luss ak o en die inne e
Eins ellung gegenübe dem Au o is . De Pkw ha bei
ielen Menschen einen hohen (auch emo ionalen)
S ellenwe und bie e Vo eile, die al e na i e Ve -
keh smi el aus indi iduelle Sich nich haben. Bezüg-
lich meines Konzep s de Mobili ä sp ämie is als K i ik
anzume ken, dass ich keine Selbs e p lich ung in e-
g ie ha e. Dadu ch können Pe sonen angenommen
haben, dass sie sich ein neues Au o, nu nich on de
Mobili ä sp ämie, kau en können.
Meine Fo schung ha einen Bei ag dazu geleis e , ein
Meinungsbild bezüglich des noch nich e ablie en
Konzep s de Mobili ä sp ämie in Deu schland abzu-
bilden. Da es diesbezüglich keine Fo schungen gib ,
bie e meine Bachelo a bei eine G undlage ü zu-
kün ige ep äsen a i e S udien. Dami die Mobili ä s-
p ämie als zukun s ähige Maßnahme des kommuna-
len Mobili ä smanagemen s a ak i wi d, müssen in
de P axis E gebnisse gene ie we den, die Au schluss
übe E olgs ak o en und G enzen geben können.
Finanzielle An eize haben das Po enzial, das Mobili-
ä s e hal en zu beein lussen. Res ik i e Maßnahmen
haben eine kalkulie ba e und o ausgese z e Wi kung,
wohingegen angebo so ien ie e Maßnahmen on
de F eiwilligkei de Ve hal ensände ung abhängen.
Da das Mobili ä s e hal en on MIV-a inen Pe sonen
s a k du ch Gewohnhei en gep äg sein kann, is da-
on auszugehen, dass angebo so ien ie e inanzielle
An eize nich wah genommen we den, im Gegensa z
zu es ik i en An eizen, da diese di ek e ah ba sind.
Zusammen assend kann die Mobili ä sp ämie als Maß-
nahme des kommunalen Mobili ä smanagemen s ei-
nen Bei ag zu Reduzie ung des Pkw-Besi zes leis en,
da sich in meine Um age 42 Pe sonen ü die Abgabe
en schieden haben. Es is anzunehmen, dass sich das
Mobili ä s e hal en e ände , wenn nach de Abgabe
kein Au o meh im Haushal o handen is . Alle dings
wi d die Mobili ä sp ämie ein ie e wu zel es MIV-a i-
nes Mobili ä s e hal en kaum beein lussen können, da
die Bedingung de Pkw-Abgabe eine Hü de da s ell .
Demen sp echend haben meine E gebnisse gezeig ,
dass die Mobili ä sp ämie on Leu en in Ansp uch ge-
nommen wi d, die be ei s nega i e gegenübe dem
Pkw einges ell sind, denen es leich äll au diesen zu
e zich en und sich mi Sich au die nega i en Folgen
des Au o e keh s mo alisch dazu e p lich e ühlen
umwel bewuss zu handeln. Wei e hin s ell das Wohn-
um eld eine Rahmenbedingung da . Das g öß e Po en-
zial zeig e sich in Me o- und Regiopolen. Ebenso spiel
die Nu zungshäu igkei om Pkw eine Rolle. Sobald
diese sel en e wende wi d und ande e Ve keh smi -
el ü die äglichen Wege häu ige genu z we den, is
die Inansp uchnahme de Mobili ä sp ämie höhe .
Dennoch wa meine Auslegung de Mobili ä sp ämie
nich wei eichend und a ak i genug, um den G oß-
eil de Teilnehmenden dazu zu mo i ie en, daue ha
au ih en p i a en Pkw zu e zich en und somi eine
g oß lächige Reduzie ung des Au obesi zes zu e zie-
len. Da ü is das Mobili ä s e hal en zu indi iduell und
allein de Gedanke ohne Au o zu leben wa ü iele Be-
ag e un o s ellba .
Dami Pe sonen die Mobili ä sp ämie in Ansp uch neh-
men, is es essenziell die inne psychologischen Fak-
o en des Mobili ä s e hal ens zu e g ünden. Deshalb
muss das kommunale Mobili ä smanagemen e hal-
ensbeein lussende Maßnahmen okussie en, die die
Eins ellung gegenübe dem Pkw dahingehend e än-
de n, dass diese nich meh a ak i ü die Mobili ä
is . Die angebo so ien ie en Maßnahmen des kommu-
nalen Mobili ä smanagemen s müssen mi de S ad -
und Ve keh splanung Hand in Hand gehen. Dadu ch
kann siche ges ell we den, dass a ak i e al e na i e
Angebo e zum Pkw gescha en we den.
8 REFLEXION UND FAZIT
66
I
QUELLENVERZEICHNIS
Li e a u e zeichnis
Wenn es nich ande s angegeben, wu den alle Abbildungen in eigene Au o enscha e s ell .
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XII

XIII
XIV
Soziodemog aphische Da en
XV
Ko ela ions abelle Spea man
Al e sg uppen
Haushal sg öße
Raum ypologie
Pkw Häu igkei
ÖPNV Häu igkei
Fah ad Häu igkei
Fuss Häu igkei
Siche hei
bauliche Zus and
All agsziele
Eins ellung Fah ad
Angebo squali ä
Zu e lässigkei
All agsziele
Eins ellung ÖPNV
Pa kenWohno
Pa ken Ziele
Ve zöge ungen
Eins ellung PKW
bes e Wahl
Ve hal enskon olle
pe sönliche Ne e
Ve hal enskonsequenzen
P oblemwah nehmung
Al e sg uppen 1
Sig. (2-sei ig) .
N201
Haushal sg öße - .044 1
Sig. (2-sei ig) .537 .
N201 201
Raum ypologie .11 .086 1
Sig. (2-sei ig) .118 .226 .
N201 201 201
Pkw Häu igkei .041 .024
-.402**
1
Sig. (2-sei ig) .563 .74 0 .
N201 201 201 201
ÖPNV Häu igkei .041 - .137 .329**
-.484**
1
Sig. (2-sei ig) .564 .053 0 0 .
N201 201 201 201 201
Fah ad Häu igkei .08 -.179* .048
-.320**
.187** 1
Sig. (2-sei ig) .257 .011 .501 0 .008 .
N201 201 201 201 201 201
Fuss Häu igkei - .042 - .033 .138
-.222**
.247** .320** 1
Sig. (2-sei ig) .557 .638 .051 .002 0 0 .
N201 201 201 201 201 201 201
Siche hei - .09 - .04
-.211**
.114 - .066 .108 - .02 1
Sig. (2-sei ig) .215 .586 .003 .115 .363 .137 .786 .
N191 191 191 191 191 191 191 191
bauliche Zus and - .099 .007 -.182* .045 - .054 .086 .07 .681** 1
Sig. (2-sei ig) .174 .92 .012 .533 .458 .234 .333 0 .
N191 191 191 191 191 191 191 191 191
All agsziele - .098 - .097 - .001
-.287**
- .069 .310** .165* .376** .330** 1
Sig. (2-sei ig) .18 .182 .993 0 .344 0 .023 0 0 .
N189 189 189 189 189 189 189 188 188 189
Eins ellung Fah ad - .013 - .1 .019 -.154* .131 .639** .249** .165* .193** .228** 1
Sig. (2-sei ig) .859 .173 .794 .034 .073 0 .001 .025 .009 .002 .
N188 188 188 188 188 188 188 184 184 182 188
Angebo squali ä - .022 - .107 .333**
-.320**
.309** .096 .181* .054 .062 .235** .076 1
Sig. (2-sei ig) .765 .146 000 .195 .013 .478 .41 .002 .316 .
N186 186 186 186 186 186 186 178 178 178 174 186
Zu e lässigkei -.161* - .147 .082 -.149* .165* .134 .068 .049 .079 .205** .078 .502** 1
Sig. (2-sei ig) .033 .051 .279 .048 .028 .076 .373 .526 .304 .007 .314 0 .
N176 176 176 176 176 176 176 170 170 170 168 175 176
All agsziele - .037 -.148* .401**
-.516**
.481** .05 .116 - .066 .04 .277** - .003 .639** .328** 1
Sig. (2-sei ig) .623 .046 000 .502 .117 .384 .595 0 .974 0 0 .
N183 183 183 183 183 183 183 175 175 174 171 180 171 183
Eins ellung ÖPNV .017 - .082 .174*
-.320**
.550** .106 .204** - .048 .005 .073 .093 .433** .357** .454** 1
Sig. (2-sei ig) .815 .261 .017 0 0 .15 .005 .523 .945 .335 .22 0 0 0 .
N188 188 188 188 188 188 188 181 181 179 177 180 172 180 188
Pa ken Wohno - .027 - .047
-.408**
.330** - .098 - .065 - .133 .115 .129 - .101 .021
-.214**
- .017
-.317**
- .111 1
Sig. (2-sei ig) .707 .51 0 0 .166 .357 .06 .115 .076 .169 .776 .003 .82 0 .132 .
N200 200 200 200 200 200 200 190 190 188 187 185 175 182 187 200
Pa ken Ziele - .026 .148*
-.232**
.212** - .094 .028 .081 .160* .170* .004 .054 - .038 .066 -.184* - .029 .530** 1
Sig. (2-sei ig) .719 .04 .001 .003 .194 .701 .262 .029 .021 .955 .466 .612 .392 .014 .702 0 .
N194 194 194 194 194 194 194 185 185 183 182 179 169 178 182 193 194
Ve zöge ungen
-.332**
.141
-.292**
.191** -.153* - .045 .008 .185* .091 .079 - .029 - .14 .044
-.210**
- .065 .218** .317** 1
Sig. (2-sei ig) 0 .056 0 .009 .039 .544 .914 .014 .229 .299 .707 .067 .579 .006 .392 .003 0 .
N184 184 184 184 184 184 184 177 177 176 173 172 162 170 174 183 182 184
Eins ellung PKW .062 .102
-.198**
.504**
-.378**
-.314**
-.224**
.125 .152* - .091
-.258**
-.253**
-.233**
-.268**
-.371**
.276** .179* .097 1
Sig. (2-sei ig) .381 .151 .005 000 .001 .086 .037 .213 0 .001 .002 0 0 0 .013 .19 .
N199 199 199 199 199 199 199 189 189 188 186 184 174 181 186 198 193 184 199
bes e Wahl .054 .053
-.429**
.706**
-.499**
-.429**
-.280**
.061 .03
-.282**
-.325**
-.438**
-.248**
-.542**
-.439**
.289** .161* .152* .714** 1
Sig. (2-sei ig) .442 .459 00000 .404 .681 000 .001 0 0 0 .025 .039 0 .
N201 201 201 201 201 201 201 191 191 189 188 186 176 183 188 200 194 184 199 201
Ve hal enskon olle - .129 - .046 .330**
-.658**
.411** .302** .185** - .014 .022 .374** .234** .417** .256** .520** .349**
-.191**
- .039 - .055
-.515**
-.748**
1
Sig. (2-sei ig) .068 .516 0000 .009 .849 .766 0 .001 0 .001 0 0 .007 .59 .456 0 0 .
N201 201 201 201 201 201 201 191 191 189 188 186 176 183 188 200 194 184 199 201 201
pe sönliche No m .035 - .056 .174*
-.357**
.312** .327** .262** -.148* - .125 .048 .308** .222** .138 .253** .312** - .083 .071
-.208**
-.484**
-.551**
.478** 1
Sig. (2-sei ig) .621 .433 .014 0000 .04 .084 .512 0 .002 .069 .001 0 .241 .327 .005 0 0 0 .
N201 201 201 201 201 201 201 191 191 189 188 186 176 183 188 200 194 184 199 201 201 201
Ve hal enskonsequenzen .079 .059 .036 - .063 .023 .138 .081 - .11 - .094 - .029 .1 - .005 - .041 .084 .051 - .004 .131 - .053 - .089 -.162* .059 .462** 1
Sig. (2-sei ig) .265 .407 .61 .377 .747 .051 .255 .13 .196 .694 .171 .946 .587 .256 .49 .952 .068 .474 .213 .022 .407 0 .
N201 201 201 201 201 201 201 191 191 189 188 186 176 183 188 200 194 184 199 201 201 201 201
P oblemwah nehmung .12 - .029 .063
-.246**
.131 .223** .180*
-.210**
-.162* .005 .171* .059 - .013 .114 .210** .061 .057 -.152*
-.334**
-.327**
.188** .466** .481** 1
Sig. (2-sei ig) .091 .681 .378 0 .063 .001 .01 .004 .026 .942 .019 .426 .867 .124 .004 .39 .431 .04 0 0 .007 0 0 .
N201 201 201 201 201 201 201 191 191 189 188 186 176 183 188 200 194 184 199 201 201 201 201 201
* Die Ko ela ion is au dem .05 Ni eau signi ikan (zweisei ig).
** Die Ko ela ion is au dem .01 Ni eau signi ikan (zweisei ig).
XVI
Kon ingenz aballe C ame s V
Clus e analyse
Hie a chische Clus e analyse (Wa d Ve ah en, euklidische Dis anz)
Zuo dnungsübe sich (gekü z )
Pkw Häu igkei
ÖPNV Häu igkei
Fah ad Häu igkei
Fuss Häu igkei
Eins ellung
Ve hal enskon olle
pe sönliche No m
Ve hal enskonsequenzen
P oblemwah nehmung
Al e sg uppe
Raum ypologie
P edecisional 1
P edecisional 2
Pos ac ional
P edecisional 1 V .445 .385 .317 .291 .610 .462 .574 .236 .316 .119 .301
Sig. (2-sei ig) 0 0 0 .002 0 0 0 .011 0.721 .006
N201 201 201 201 201 201 201 201 201 201 201
P edecisional 2 V .619 .394 .168 .235 .608 .627 .204 .220 .134 .223 .379
Sig. (2-sei ig) 0 0 .446 .123 0 0 .139 .094 .501 .253 .004
N132 132 132 132 132 132 132 132 132 132 132
Pos ac ional V .204 .185 .122 .292 .317 .085 .472 .576 .469 .161 .118
Sig. (2-sei ig) .342 .605 .880 .144 .045 .903 0 0 .001 .837 .954
N80 80 80 80 80 80 80 80 80 80 80 80 80 80
Mobili ä sp ämie V .335 .254 .193 .119 .362 .275 .280 .161 .257 .188 .195 .268 .075 .007
Sig. (2-sei ig) 0.011 .113 .582 0.002 .001 .159 .004 .213 .265 0.388 .947
N201 201 201 201 201 201 201 201 201 201 201 201 102 80
Sch i Zusammenge üh e Clus e Koe izien en
Clus e 1 Clus e 2 Anzahl Di e enz
187 2 42 779,047 14 26,604
188 5 61 807,625 13 28,578
189 12 29 843,436 12 35,811
190 3 7 882,621 11 39,185
191 19 22 923,312 10 40,691
192 18 60 966,908 9 43,596
193 3 4 1025,099 8 58,191
194 1 15 1086,103 7 61,004
195 12 19 1147,352 6 61,249
196 3 5 1217,365 5 70,013
197 1 2 1311,454 4 94,089
198 12 18 1414,206 3 102,752
199 1 3 1554,4 2 140,194
200 1 12 2140,697 1 586,297
XVII
Sc eeplo (basie au de Zuo dnungsübe sich , Ablesen de Anzahl an Clus e )
Mi elwe e de Clus e (Cha ak e isie ung)
0
20
40
60
80
100
120
140
160
10 98765432
Di e enz
Anzahl Cluse
Clus e 1 Clus e 2 Clus e 3 Clus e 4 Clus e 5
Ve hal enskon olle 3 2 3 2 4
pe sönliche No m 3 2 3 2 3
Ve hal enskonsequenzen 2 1 2 2 2
P oblemwah nehmung 2 1 2 2 2
Pkw Häu igkei 2 2 1 3 1
ÖPNV Häu igkei 2 3 4 2 4
Fah ad Häu igkei 2 1 4 4 3
Fuss Häu igkei 2 1 4 2 2
Raumka ego ie 1,13 1,03 1,19 1,04 1,27
Eins ellung 2 3 1 3 1
Ve keh smi el Häu igkei Eins ellung/Ve hal enskon olle/pe sönline No m/
Ve hal enskonsequenzen/P oblemwah nehmung
Raumka ego ie
1: äglich
2: 1 bis 3 Tage in de Woche
3: 1 bis 3 Tage im Mona
4: sel en
1: s imme oll und ganz zu
2: s imme eilweise zu
3: s imme eilweise nich zu
4: s imme übe haup nich zu
1: s äd ische Raum
2: ländliche Raum

XVIII
Codes de quali a i en Auswe ung
Obe ka ego ie Un e ka ego ie 1 Un e ka ego ie 2
Pkw Ins umen elle Mo i e Finanzielle G ünde
Schnelligkei
Ku ze Weg
Einzige Al e na i e
Pe sönliche G ünde
Siche hei
Kom o
T anspo möglichkei
Unabhängigkei /Flexibili ä
We e
Gelegen liche Ak i i ä en
A ek i e Mo i e Fah spaß
Au o als p i a e Raum
S essemp inden
ÖPNV Ins umen elle Mo i e Daue zu lange
Zu wei e Weg
Keine di ek e Ve bindung
Unkom o abel
Un lexibel/Abhängigkei
Zu e lässigkei
Klimaschu z
A ek i e Mo i e En spannung
Kein gu es Ge ühl
Fah ad Ins umen elle Mo i e Weglänge
Schnelligkei
Kom o
We e
A ek i e Mo i e Gesundhei
Fah spaß
Bewegung/an de ischen Lu sein
Fuß/sons ige
Ve keh smi el
Co ona
G ünde Nu zung und Nich -Nu zung
XIX
Al e na i e Angebo e/Bedingungen
Obe ka ego ie Un e ka ego ie
Pkw Al e na i en gleiche Vo eile
Kos en s eigen
ÖPNV Kos engüns ige
S eckenausbau
Besse e Tak ung
Ziele schnelle e eichba
Fah ad Ve besse ung de Radwege
Ve besse ung de Siche hei
Ohne Einsch änkungen mobil sein
Un e keinen Ums änden
Sons ige
G ünde das Au o nich abzugeben ( eilweise un e den be ei s au ge üh en genann )
Bequemlichkei
Wohno
F eihei sge ühl
Einsch änkung de Lebensquali ä
Emo ionale Bindung
Fü gelegen liche Ak i i ä en b auchen
We des Au os höhe
Pe sönliche G ünde
P ämie zu nied ig
Einzige Möglichkei mobil zu sein
Ha enCi y Uni e si ä Hambu g
Sep embe 2021