D . Ge ha d Helms aed e , An de Wasse kaul 10, D- 50259 Pulheim, [email p o ec ed]e
In e na ionale Pha maziehis o ische Kong ess, Se illa, Sep embe 2007
1
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QUAVITTRAKTAT IN EINER NIEDERRHEINISCHEN
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LOSTERHANDSCHRIFT
Dis illed Wa e s used in Medica ion o Ea ly Mode n Times:
An Aqua i ae T ac in a Monas e y Manusc ip o 1511.
Ge ha d Helms aed e , Pulheim, Deu schland
DGGP u. DPhG Sek ion Pha maziegeschich e
Das Kölne Dispensa ium on 1565 üh in die He s ellung des illie e Wässe mi eine Replik au
alchemis ische Vo läu e ein. Als solche gel en die dem Spanie Raimundus Llull zugesch iebenen
Sch i en übe die Quin essenz, die on Rupescissa und Alde o i au geg i en wu den. Es wi d in die
Sinngebung des illie e A zneien einge üh und de 101-zeilige landessp achliche Aqua i ak a aus
dem Codex B eyell on 1511 (UB Halle HA1) ansk ibie und seine Quellen behandel , den ein
Mönch in einem Benedik ine innenklos e bei Köln in sein Handbuch einge üg ha
.
The Cologne Pha macopoeia o 1565 chap e on dis illed wa e s e e s o alchemis ic o e unne s.
Famous is Raimundus Lullus, whose alleged book on he Quin essence was quo ed by Johannes de
Rupescissa and Taddeo Alde o i. The uni y o he elemen s o wa e and i e in he spi i has special
quali ies, used in medicine. The e is a Aqua i ae ac in a medicinal manual, inished 1511 (UB Halle
HA1), a anged by a monk in he monas e y o Benedic ine nuns in he neighbo hood o Cologne. The
ac , 101 lines w i en in a Low Coun ies dialec , in o ming on he i ues o Aqua i ae is a
compila ion. As sou ces we e ound he Consilia o Taddeo Alde o i, he book o Michael Pu on
spi i uous wa e s “Von den ausgeb an en wasse n, Hans Bämle , Augsbu g. 1477”, Ge man Fachp osa
ex s on spi i s and he wonde ac „wazze de ugen : wazze de jugen “ a composed wa e .
Au die Niede sch i eines B auweile Mönches, Hein ich B eyell, de 1511 ein
Manusk ip übe K äu e a znei, Wässe und A zneiweine beende ha , is be ei s hingewiesen
wo den.
1
. Mi des illie en Wässe n konn e sowohl de eine Weingeis , im Mi elal e Wasse
des Lebens, Aqua i ae genann , wie auch die damals neue A znei o m des illie e
K äu e wässe gemein sein.
Wäh end sein K äu e eil eine Redak ion des ihm bekann en 1500 in Mainz ged uck en
K äu e buchs „Ga de Gesundhei “ da s ell , is de Teil übe des illie e Wässe seine eigene
Da s ellung, wozu e un e schiedliche Quellen, die e nich nenn , benu z ha . Es is
Gegens and de Fo schung, aus dem Tex he aus die Quelle zu e schließen. Hie zu konn e
be ei s au neue Fo schungse gebnisse e wiesen we den.
2
. Danach ha de Mönch seinen
des illie echnischen Teil dem Des illie buch on B unschwig en lehn und la einisch
wiede gegeben.
3
Fü die au as 80 Sei en abgehandel en Wässe gib es kein einhei liches
Schema ih e Anlage. .Länge e Monog aphien im Allgemeinen mi eine la einischen und
eine deu schen ( eu onice) Passage (bis zu 50 Zeilen lang) wechseln mi eingeschobenen
ku zen Monog aphien in Deu sch, die sich gegen Ende häu en. Hie on sind 25
Monog aphien T ansposi ionen aus dem Des illie buch on Michael Pu on Sch ick.
4
E wa
die gleiche Menge muss eine e wei e en Ve sion en nommen sein.
5
.
Das schmale Buch übe des illie e Wässe ende mi d ei länge en Abhandlungen, einem
Wacholde ak a , einem Kapi el übe B ann wein (Aqua Vi ae), einem la einischen Tex übe
Liebs öckel (Le is icum o icinale), und dem Explici „ ini u(m) e co(m)ple u(m) p(e ) me
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(a )em he(n) icum b eyell u(n)c (em)p(o )is p (esby e um) i(n) koyninx o p Anno
d(o)m(ini) mcccccxi“, in dem e sich als Spi i ual ü das Benedik ine innenklos e
Königsdo bei Köln ausweis .
W
ASSER DES
L
EBENS
,
A
QUA VITAE
De aus Wein des illie e S o , Aqua i ae, Weingeis , wa wie Wasse lüssig, wasse kla ,
ha e abe neben dem Wäss igen auch die Eigenscha des Feu igen, angezünde b ann e e .
Die Flüssigkei muss e also e was en hal en, was o he nich e kennba wa . Die Ve bindung
de Elemen e Wasse und Feue wu de als ün es Elemen bezeichne : quin a essen ia, Die
Quin essenz en s amm de g iechischen Na u philosophie des A is o eles.
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DIE VIER ELEMENTE
Feue
ignis
heiß und
ocken
Lu
ae
heiß und
euch
Wasse
aqua
kal und
euch
E de
e a
kal und
ocken
Den ie Elemen en de i dischen Wel - Feue , Lu , Wasse und E de - s ell e de
Philosoph ein ün es, himmlisches, an die Sei e. De linea en Bewegung de i dischen S o e,
die den Gese zen des We dens und Ve gehens, des Au - und Niede s eigens olgen, s and die
bes ändig k eis o mige de Himmelskö pe en gegen, de en Sphä e eine ande e
Bescha enhei haben muss e. In eine dem mallo quinischen Philosophen Raimundus Lullus
(+ 1315) zugesch iebenen alchemis ischen Sch i
7
, o dne e diese jedem i dischen S o eine
inne e Wesenhei zu, welche im Ke n die K ä e des S o es en hal e. Johannes on
Rupescissa (+ nach 1365 im F anziskane klos e on A ignon) ha die Lull’schen Sch i en
gekann und in seine Sch i „Übe legungen zu Quin essenz alle Dinge“ au geg i en.
8
Taddeo Alde o i (+ c.1300 in Flo enz) besch eib in meh e en Anläu en die Viel al de
Gewinnung des Weingeis es und b ing auch einen Tugendenka alog. Du ch wiede hol e
Des illa ion gewinnen die beiden le z Genann en aus Wein du ch An eiche ung die
we olls e und heilk ä igs e Quin a essen ia ini (Weingeis ), welche die an sich
un e einba en Elemen e Feue (heiß und ocken) und Wasse (kal und euch )
wunde ba e weise in sich e einig e.
Das Kölne Dispensa ium on 1565 üh in die He s ellung des illie e Wässe mi eine
Replik au alchemis ische Vo läu e ein. Das Kapi el De Aquis dis illa is beginn mi eine
De ini ion, die Des illa ion enne das Sublime on dem G oben ( enue a c asso sepa a e),
neben de Anme kung, das Ve ah en sei on Alchimis en e unden p incipio pe chymis as
p odi um und bis da o in Apo heken wenig geb äuchlich gewesen.
D . Ge ha d Helms aed e , An de Wasse kaul 10, D- 50259 Pulheim, ghelms aed e @debi el.ne
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Abb.1
Des illa io pe ascensum, die "Des illa ion du ch
Au s eigen mi 1) eine "Gu ke" ode einen "Kü bis"
(cucu bi a) zu Au nahme des B enngu es 2) einen "Hu "
(Rosenhu ) zum Sammeln des Des illa -Damp es 3) eine
"Nase" (in alembico) zum Ablei en de kondensie en
Flüssigkei 3) ein Kühlge äß mi Kühlschlange (se pen ina:
pe canale in liquo aqueus) 4) ein Au angge äß
( ecep aculum).
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D ei Sei en, De modis aliquo Dis illandi, beschä igen sich mi den He s ellungsweisen
pe descensum (haec a io dis illandi idio is e mulie culis amilia issima es ) und den d ei
Wegen pe ascensum, nämlich, des illa io in alembico, des illa io in balneo Ma iae, wobei
ein wasse gekühl es Kanalsys em besch ieben wi d (aqua des illi pe canale in liquo
aqueus) und die Des illa ion im Kup e ge äß des illa io in cup ea esica.
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De Mönch Hein ich B eyell, kenn eine quin a essencia und besch eib in Anlehnung an
B unschwig, de wiede um die Vo läu e ohne sie zu nennen au g ei , Wege zu ih e
He s ellung.
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A
QUAVIT
M
ONOGRAPHIE DES
H
ENRICUS
B
REYELL
Die Aqua- i ae-Monog aphie, um die es nun hie geh , Dy syn dy duch en ind k a des
geb an en wyns scilice aqu(a)e i (a)e, (Das sind die Tugenden und die K ä e des
geb ann en Weins, Wasse des Lebens genann ) is ie Sei en und ca. 100 Zeilen lang.
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Abb.2 Sch i p obe Tex beginn Aqua i ae (o iginal 14x10 cm)
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Sie is im Wo lau wiede gegeben. De Tex wi d in e p e ie und eine Quellensuche
un e wo en, welche die F age klä , wo aus de Sch eibe seinen Tex genommen ha . Dies
konn en o seine Niede sch i , die e 1511 beende e, ged uck e We ke ode ihm bekann e
Manusk ip e sein. De Tex is in einem Zug gesch ieben, e s ell somi keine mi Nach ägen
e sehene Au sch eibung da . Ausgea bei e wi d in seine Wiede gabe nich die He s ellung,
diese s eh im Einlei ungs eil, sonde n de Ka alog a zneiliche Wi kungen
(Tugendenka alog). De Sch eibe ha diesen Tex aus meh e en Teilen zusammen ge üg .
E häl es ü sinn oll, an den Beginn die P äambel aus den Consilia des
Medizinp o esso s Taddeo Alde o i
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„Hae sun i u es aque i e, p imo quod omnes
passiones in co po e ex emis humo ibus p oceden es cu a si e eici in insece si e
ex insece...“ zu se zen und zwa in seine deu schen Sp ache [Zeilen 1-15] „Tzom ey s en
de heylle al we hum dye an kal de euch unge koemen, sy sin inwendich ade uyß...“.
Die Consilia (Emp ehlungen) des Alde o i sind Mi sch i en de Schüle bei dessen
Vo lesung an de Uni e si ä on Bologna, ab 1280 in la einisch nachweisba und spä es ens
ab dem zwei en Jah zehn des 14.Jh. in deu sch wei e en wickel wo den. Taddeo Alde o i
e klä e s ändlich die Technik de He s ellung eines hochp ozen ischen Weingeis es: Du ch
meh malige Rek i izie ung (übliche weise 3-4mal; gelegen lich bis zu 15mal!) konn e e
Weingeis mi 90 Vol% E hanol he s ellen. Dazu wa eine Kühlung e o de lich, die aus
einem nied igp ozen igen Alkohol/Wasse -Gemisch das "Lebenswasse " mach , die
Wiede e lüssigung des „Geis es“ in einem canale se pen inum (Schlangen oh ,
Des illie spi ale mi Aus op o ich ung) gekühl du ch ließendes Wasse in eine
Kühlwanne
.
14
Die P äambel wi d in den deu schen Bea bei ungen
15
häu ig zu Guns en a ak i e
Zuo dnungen, wie „De meis e Ypoc as sp ich e daz de gep an wein sey zu mangen
dingen gu “
16
übe gangen. Dabei is diese Passage seh kompak , denn sie e weis au die
inne e und äuße e Anwendung. Auch die Au be ei ung on K äu e n mi Alkohol wi d
eingangs e wähn . Die Dosie ung, eine Haselnussschale oll, spä e ½ Lö el oll, is seh
spa sam und gib die zu Zei en Alde o is noch besonde e We igkei wiede .. In seine
Übe nahme läss e die Passage übe eine Wi kung als Augen op en aus, die spä e bei
Michael Pu au auch .
Im wei e en [7-61] e sch änk e den B ann wein ak a des Michael Pu on Sch ick, de
ihm in eine ged uck en Fassung o liegen konn e, nach eigenen Gesich spunk en und gib ihn
in seine Dik ion, und an einigen S ellen e gänz , wiede . De Aqua i -Tex is as olls ändig
benu z , alle dings in den Rub iken e se z . Au einen länge en Tex aus de Mi e, „Wilge
mynsche des eyn wenich d inck alle mo gen.“ bis „I em we den huys en hai , de d inck
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geb an en wyn, mi ande em wyn, so wi e gesun “ , olg eine Passage, die am Schluss
sheh , dann Tex e om An ang, schließlich d ei wei e e Passagen, auch hie e sch änk . De
Tex ende mi „
e d y e doe hei “
. Nich eingea bei e is de Sa z „We auch o wu m ode
ande in den o en ha ,/ die s e ben on dem wein“ und die Anme kung „das o<el u
geb ann en wein gegossen el zů g und“ Am Ende de B eyellschen Bea bei ung s eh dann
die Anwendung bei Augenleiden.
17
Nu bei Pu on Sch ick, und dami auch bei Hen icus B eyell, jedoch nich in den
deu schen B ann wein ak a en komm die Anwendung bei S e benden und die
Leichenwäsche o . Ein paa T op en in den Mund on S e benden ge äu el , lös diesen die
Zunge,
I em wan eyne s e en sal , so guyß ym eyn d oyp geb an wyns in synen můnd , e wy
eyden u synen doe . De
Leichnam is mi Alkohol einge ieben un e weslich,
up ey den noch
da unde
.
18
Zwei olgende Indika ionen [61-68] lassen sich in deu schsp achigen Alde o i-
Bea bei ungen nachweisen. Eine Anwendung (Bes eichung) eines Aqua i /Rosenwasse -
Gemisches im Gesich mi e jüngende Wi kung is zu inden im Ms Wü zbu g M.ch. .79,
1398 in Nü nbe g gesch ieben, als „We sich dami bes eiche unde seinem an lü z, de
enal e nich se e, is e al , junge .“ Im selben Manusk ip inde sich auch eine Anwendung
bei Schnup en „ E is auch gu ü die snüp en, ob man sein ein wenig in de han ha und in
die nasen ew e .“ Übe die T ansmission zu Alde o i, de diese Indika ionen nich
ausd ücklich nenn , siehe Gundol Keil.
19
Mi „I em alle wunden, k anchei de ade en ind k amp , da mede gesmy , es hil “
[69 .] beginn die alle dings on inne en Anwendungen du chb ochene Nennung de
Wi kung eine äuße lichen Behandlung mi Alkohol, die wi allgemein auch bei Alde o i in
de Einlei ung und im zwei en Indika ions eil „Vulne ibus mul um ale , si cum ea la en u “
inden. Insbesonde e Wundä z e haben on de e s en Häl e des 14.Jh. an in ih en Alde o i-
e sionen die güns ige Wi kung on Weingeis zu Wunddesin ek ion besch ieben und
e wei e .
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B eyell geh spa sam mi de Au zählung de belieb en zusammengese z en B ände, aquae
i ae composi ae, um, die be ei s Alde o i b ing und spä e in B unschwigs und Gessne s
Des illa ionsbüche n die Sei en üllen. E üh die Kochung mi Feigen des Alde o i au ,
be o zug eine Mischung mi Rosenwasse als Gesich swasse , und e sch eib eine
weingeis igen Lösung on The iak eine Wi kung bei E käl ung zu.
Am Schluss o dne e dem B ann wein die Komplexion „wa m und ocken im ie en
G ad“ [100-101] zu, was bei genann en Beschwe den mi Ve kühlung im Al e und Phlegma
plausibel is .
G undsä zlich hä e dem Mönch auch noch de ab 1505 in D uck o liegende zwei e Teil
des B unschwigschen Des illie buchs o liegen können, de ein Aqua i ae Kapi el und ein
Buch( eil) mi zusammengese z en Wässe n en häl .
21
Das Kapi el Das xxx , capi el, Di
o enba en und e cle en is on aqua i e simplex, welch is gemeine geb an e wein
beginn
nach eine langen Ein üh ung mi einem his o ischen Bezug: „Zum e s en dis aqua i e unden
wo den is du ch die al en philosophos, als Albe us magnus, Ypoc as (!) und Johannes
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Rubicissi, und is genan ein mů e und ein künig und ein e owe in unde ande en a zenyen
ú alle siech agen, die da on kel e kommen.“ De olgende Wi kungska alog gleich den
obigen Angaben, jedoch in ande e Ano dnung ( on Kop bis Fuß), einschließlich p ak ische
Hinweise: „ leisch ode isch das do geso en is ode ohe.., dami besp eng wü d/ so behal
es sein k a / und die mucken bschyssen es ni .“.
Einen wei e en Ve gleich s ell ein Tex da , de als Einbla d uck bekann is , Wazze de
Tugend: Wazze de Jugend“.
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Es handel sich um ein Weingeis des illa , dessen Ansa z noch
Salbeiblä e und Gewü ze zugese z sind. Seine Wi kungen sind abe denen des Aqua i s
gleich und auch dessen Quellen en nommen. Einige Ausgaben des Buches übe geb ann e
Wasse on Michael Sch ick en hal en den Salbei ak a , wo au Gessne in seinem Buch
E onymus hinweis , hie aus de deu schen Ausgabe: Ein Öl ode K a Wasse , welches
genann e Wi ein T ank de Jugend, gezogen aus dem Deu schen Buch Michaelis Sch ick.
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Wi kungen eines Salbeiwasse s (deu sch und la einisch) s ehen auszugsweise im B eyell
Codex.(Ms B eyell bl.407 /408 .) Hie die landessp achlichen Angaben. in e essan is in
diesem Tex die Desin izie ung on Bisswunden mi dem alkoholischen Wasse .
Aqua sal ie is gu u den swyndel des hou . Ind dem da hou euch is.¶ I em y is gu
u dy gich . Ind u dye. bey ung de glydde .Ind gegen den k amp. Ind gegen dye allende
such , dy da kump an oe e luyssiche euch ichey . ¶ I em y is gu ged unken, dem de
magen ade lenden e kal is. ¶ I em y is gu gegen da enyn. Ind gegen die quaede wunden,
dy dye aysende hun den a ande enynde dy gebeyssen han , dy sal man mi dyssem wasse
weschen. ¶ I em ouch s e ck dy wasse .I em sel e mi wyn gesoyden imd du ch geslagen is
gu gegen den alden huys en. ¶ I em da pul e an de d uyge sel ien in die wunde
ges euwe heylle see .
A
USBLICK
Die Behandlung diese Monog aphie, wie auch sein gesam es We k zeig Hein ich B eyell
als einen in medizinischen Dingen e sie en Mönch, de eine in seinem Klos e unüblichen
Neigung nachging. Sein A zneikompendium is on meh e en Händen wohl noch im Klos e ,
sach e s ändig e gänz ( e gleiche in de Tex p obe die Ma ginalie Calcium ag , b ich den
S ein) wo den, abe dann be ei s o de Säkula isie ung an ande e Besi ze ge a en. Das
Klos e B auweile ha e wenige medizinische Büche , nachgewiesen sind ein Regimen
sani ä es und de e wähn e Ga de Gesundhei
De pha mazeu ischen Bedeu ung en sp echend gab es in de Apo heke kuns olle
S andge äße, die in de Aus üh ung und Bezeichnung häu ig den he me ischen U sp ung
e kennen lassen. So ha ein Ge äß des 18.Jh. das Zeichen ü Aqua und den la . Zusa z
VITAE.
Abb. 3. Emailbemal e Glasge äße des 18. Jh. mi alchemis ischen Symbolen. (Pul is): Ta a us: Vi iola us:
pp:“ – Kaliumsul a ; „Flo : Sal Ammoniacum Simpl:“
-
Ammoniumchlo id, Salmiak; „ Aqua i ae“ –
Lebenswasse , hochp ozen iges Alkoholdes illa ; Spi i us Meliss(ae):“ – Melissengeis .
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In eine Zei , da B ann wein in B enne eien he ges ell und in Gas häuse n und zu Hause in
g öße en Mengen (als op en- und lö elweise) zu sich genommen wu de, wu de Aqua i ae
als A zneimi el unin e essan . Man ging in de Apo heke zu zusammengese z en Rezep en
des Aqua i ae übe . Weingeis wu de als T äge s o ü Des illa e aus ä he isch Öl-hal igen
K äu e n eingese z . Vo sch i sbüche en hal en bis in das 19.Jh eine g oße Anzahl on
spi i uösen Rezep en, Hage s Handbuch de Pha mazeu ischen P axis on 1892
24
üh un e
Ande en au Spi i us Vini gallici, F anzb ann wein, die Vo - und Nachläu e de Cognac
He s ellung in F ank eich, Ho manns op en, das Gemisch on Ä hylalkohol mi Ä he ,
Melissengeis und Ka meli e geis und schließlich den a oma ischen Spi i us Eau de Cologne,
Kölnisch Wasse . K äu e auszüge in Fo m on Fluidex ak en ode Tink u en sind bis heu e
die bewäh e A znei o m in de Phy o he apie. Die äuße liche Anwendung des 70 Vol.%igen
Weingeis s zu Desin ek ion is Gegens and eine S anda dzulassung .Auch weiß man heu e,
dass äglich ein kleines Gläschen Weinb and (ode ein Glas Wein) ö de lich ü die
Gesundhei is .
T ansk ip ion
25
[B eyell [46 / 447 ]
Dy syn dy duch en ind k a des
geb an en wyns scilice aque i e ¶ Tzom
ey s en de heylle al we hum, dye an kal de
euch unge koemen, sy sin inwendich ade uyß//
wendich, sal man da mi sal en dy s ae ,
da das we is, mi also il, als yn eyn hays//
selnoyß schaele gey . ¶ Inwendich zo heyllen
[Alde o i ( on Lippmann 1914)]
Haec sun i u es aque i e, p imo quod
omnes passiones in co po e ex emis
humo ibus p oceden es cu a si e eici
in insece si e ex insece, in insece pe
po um ce e quan i a is, pe lini ionem
ex e io em, quan i as po us es , u una es a
a elane cape e po es cum uno cia o boni
D . Ge ha d Helms aed e , An de Wasse kaul 10, D- 50259 Pulheim, [email p o ec ed]e
In e na ionale Pha maziehis o ische Kong ess, Se illa, Sep embe 2007
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sal man nemen eynen beghe ol gu z wyns z.
Ind des geb an en wyns da yn doen eyn hays//
sel nůys schaele ol ind das d yncken. ¶ I em
wu zelen ade gek uyde da yn gedaen, e //
luyse oe e eyn s ůnde al sin k a ind mach .
¶ I em d ij d oppen in wyn ged oncken mache den
mynschen oelich.Ind mach den s ynckenden
a hum
wal ůychen.
Ind leys z ni balde g aů hay
waschen. ¶ Wilge mynsche des eyn wenich
d inck alle mo gen.Ind sich mi eyn wenich
des wyns smey unde den na el, b ych
ind e d i den s eyn, in den nye en ade blaes//
sen ind kump an ym. ¶ I em we geb an en
wyn d inck al mons z eyns, so s y de
wu m, de da wes z by dem he zen des
[46 / 447 ] mynschen ade an de lungen ade
le e en. ¶ I em
geb an wyn is gu den mynschen, dem da
hou we duy , we syn hou da mi
smy . Ind is alle wege schoen ind iung ge//
schai . Ind mach gu gedech enisse, wan
geb an en wyn s e ck des mynschen synne
ind wey z meyssich ged uncken. ¶ E oede ouch
dye nyssen, ind
dy meyllen. ¶ Ind wem syn a hum s ynck ,
de bes ich sich da mi . Ind d yncke eyn wenich
mi ande en wyn, so wi ym suysse a hum.
¶ I em we den huys en hai , de d inck ge//
b an en wyn, mi ande em wyn, so wi e gesun .
¶ I em we wasse such ich is, de d inck ge//
b an en wyn. Ind s ych ym umb den bůych,
wan e uyß dem baede will gaen by eyn//
nem eu , so wi ym bass. ¶ I em we alle
mo gen d inck ½ ley el ol , de wy
nůyme k anck. ¶ I em e is gu u dye
gich [ an ode wan?] dy lede da mi bes ygen.
¶ I em wan eyne s e en sal , so guyß ym eyn
d oyp geb an wyns in synen můnd , e
wy eyden u synen doe . ¶ We ouch
des wyn z guyß yn eynen doeden, de en
uyl noch en s yncke ni up ey den noch
da unde . ¶ Wa leysch da man da
ini albi; in lini ione quan i as u sup a.
Si posue is species el he bas aliquas;
e as in dic a quan i a e, e in duabus ho is
diei sapo em e i u em ea um assume .[..]
scilice duas gu as el es in ino
miscendo ieiuno s omacho,i a quod inum
non exceda unum cia um uno modo,
ed(d)i hominem le um e sana anheli um
edi um qui e o a s omacho p ocedi
[Michael Pu on Sch ick, (Welke 1988)]
We sein angesich domi wesche de
g awe ni . ║
Welche mensch den s ein in de blasen
ha , de d inck alle mo gen ein wenig, so
ze b ich e den s ein und kump on im und
wi gesund.
Auch we geb an en wein d incke all
mona einmal, so s i b de wu m, de dem
menschen wechs an dem he czen ode an
de lungen ode lebe n. De geb .wein is
ouch gů dem menschen, dem das houb we
hů . We sein houb mi zwahe ,de is
alwegen scho<en und lang jung.
Und mach gů gedech nuß ,wan de
geb .
wein s e ck dem menschen sein sinne
und wicz. E do<e ouch die nisse und die
milwen.Und wem de a em s inck de
bes ich sich domi und d inck ein wenig mi
ande em wein, so wi im ein süsse a em.
I em we den hůs en ha , de d inck geb .
wein mi ande em wein so wi e
gesund.║
Auch we wasse süch ig is , de d inck
geb wein und s eich in umb den buch,wann
e uß dem bad will gen by einem eü , so
wi im baß.║Auch we all mo gen.. d inck
ein le el oll, de wi nime k ank.║
De geb an wein is gů ü das gegych ,
do mi bes ichen.║
I em wann eins s e en soll, so güß man
im wenig geb . weins in den mund, e wi
eden on seinem ode. We auch güß des
weins in einen od en de e ule noch
e s incke ni u e den ode da unde ; was
D . Ge ha d Helms aed e , An de Wasse kaul 10, D- 50259 Pulheim, [email p o ec ed]e
In e na ionale Pha maziehis o ische Kong ess, Se illa, Sep embe 2007
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mi bes yge , y sy oe ade gesoyden, da
[47 /448 ] en uyl noch en s yncke nuyme mee.
¶ I em
de wyn ged ancken ade da hou da mi
gesmy is gu wede dye allende such .
¶ I em we dy d ůy e ade oede ouyghen
hai , de s ich eyn wenich an dye b ayen.
Ind wan e slay en gey , so d oippe eyn d oip
in dye ouyghen, so wy e gesun . ¶ I em
gedaen in boesse wyn ade d uy e wyn, mach
den wyn gu ind a e halden. ¶ I em gedaen
ym moys z mach ym clai ind schoyn. Ind
e d y alle e gi . ¶ I em baem wol da
yn gene z, ind yn dye oy en gelayssen, e //
d y e doe hei .
¶ I em gemenge mi o//
sen wasse , ind da aensich da mi bes y//
gen mach den mynschen iunck geschai en.
¶ I em dy gymen ind naeslouge da mi
bes igen ade gewaschen, e d y e alle
k ancke luysse ind snoppen des hou z wuy//
ende such , ind swa hei des hou des
ind den ouch ged uncken.
¶ I em alle wunden,
k anchei de ade en ind k amp , da mede
gesmy , es hil . ¶ I em mi b oede yn ge//
nomen bewa den mynschen u g oessen
o s z. ¶ I em in eyn wunde gegoyssen heylle
sy an euylle ind wilde leysch. I em gemen//
[47 /448 ] menge (!) mi gude wyn is gu wede
alle lende such dye an oe e euch unge de gallen
koe//
men. ¶ I em dye e wun e ind e zei de ade en
da mede gewaschen, heylle ind bly en
un e zey . ¶ I em ges ygen an dye schempde
des gemech z, de kůylle hai , heylle is
zo g un . ¶ I em geweschen da mi unde
syme angesich , de schyne eyn, luy e
ind klay . ¶ I em y is gu ged oncken u alle
k a zen, k ymen ind co en des bůyches
ind k anckhei de syden.I em e is gu
zo eyme kalde euch en hou e, wy al da
leisch man domi bes iche , es sy owe
ode geso en, dz e ule noch e s incke ni .║
ale eppilensie ce eb i, si po e u , si
capud exea inunga u .
I em we übe und o ougen ha ,de
s eich ein wenig an die b auwen und wann
e schla en ge , so eu e ein op en in
die ougen, so geniß e .║Auch we üben
wein ha , güß e geb . wein da in, e wi d
wiede schoene.
(I em we ni gehoe e ,de eu ein
op en in die o en so wi e gehoe en.)
(We ouch o wu m..)
Ms.Wü zbu g M:ch .79
Gundol Keil1960
]
„We sich dami bes eiche unde
seinem an lü z, de enal e nich se e, is e
al , junge .“
„ E is auch gu ü die snüp en, ob man
sein ein wenig in de han ha und in die
nasen ew e .“
Vulne ibus mul um ale , si cum ea
la en u .