Zei sch i ü in e kul u elle Ge manis ik2023 14/He 1
Übe den Beg i ›kas elân‹ in de deu schen Li e a u
des Mi elal e s
F ancisco Ja ie Muñoz-Acebes
Abs ac
Ho ses a e one o he key elemen s in he de elopmen o wa in he Middle Ages. A good
example o i s impo ance is he eno mous a ie y o denomina ions ha exis in bo h La in and
Middle Ge man. The a ie y o concep s e lec s a specializa ion ha de e mines he pu pose o he
animals. The objec o his wo k is he e m ›kas elân‹; his is a denomina ion o he ho se ha de-
no es i s o igin – o Cas ile –, and ha appea s e y equen ly in Ge man medie al li e a u e. The
popula i y and ame o hese ho ses is linked o he ambling gai ypical o he hieldon ho se. This
s ep oge he wi h he mo e physical cha ac e is ics o he animal such as i s b a e y o i s ca y-
ing capaci y, made he ho se ›kas elân‹ p ac ically a li e a y opic as we can endo se in he ex s o
Ha mann on Aue, Wol am on Eschenbach o Go ied on S aßbu g.
Ti le
Abou he Concep ›Kas elân‹ in he Medie al Ge man Li e a u e
Keywo ds
ho se; Middle Ages; Medie al Ge man li e a u e; kas elân
1. Einlei ung
Die Bedeu ung des P e des ü die Expansion de ch is lichen König eiche No dspani-
ens s eh auße Zwei el. De K ieg wu de zwischen dem 8. und dem 11. Jah hunde im
Wesen lichen zu P e d ge üh , und es wa en be i ene K iege , welche die Schlach en
en schieden ( gl. Abad Ga ín 1999: 54). Beim aschen Sieg übe die Wes go en und bei
de muslimischen Expansion des 8. Jah hunde s spiel e die Rei e ei de Be be eine
seh wich ige Rolle.Es handel e sich um eine mobile Rei e ei,die de F on alkollision so
wei wie möglich en ging und sich o allem du ch ih e Geschwindigkei auszeichne e.
In ielen Fällen e such e sie, den Feind zu äuschen, einzubeziehen und sys ema isch
ja ie .munoz@u a.es;
h ps://o cid.o g/0000-0001-6527-203X;
©F anciscoJa ie Muñoz-Acebes2023,published by ansc ip Ve lag
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F anciscoJa ie Muñoz-Acebes (Uni e sidaddeValladolid);
h ps://doi.o g/10.14361/zig-2023-140103
10 F ancisco Ja ie Muñoz-Acebes
zu bed ängen, bis e e schöp und besieg wa . Ein Beispiel hie ü is de sogenann e
o na uye ode o ge äusch e Rückzug, de im Can a de Mio Cid (o.A. 1998: 136, N . 575)
besch ieben wi d.
Die K iegs üh ung de ch is lichen A meen hingegen wa au eine öllig ande e A
des Kamp es ausge ich e : Hie bei wu de de F on alang i au den Feind mi eno me
Muni ion anges eb :
Pa a es a ca ga, que debía hace se a la mayo elocidad posible de los caballos sopo -
ando en e 14 y 15 a obas de peso (jine e con sus a madu as y las ba das del caballo),
el caballo cas ellano leonés descendien e del ieldón e a el más adecuado de en e
los mo o ipos que po aquellas épocas exis ían en la península, pues con su ue za,
ene gía y su ap i ud podía sopo a es as pesadas ca gas g acias a sus paso po an e o
andadu a impe ec a conseguía una elocidad supe io a la de cualquie o a clase de
caballo al o e (Abad Ga ín 1999 : 55).1
Die Rei e ei wa eine ›schwe e Wa e‹, die ch is liche Hee üh e gegen den Feind ein-
se z en.Sobald das Ziel es geleg wa ,beweg e sich die Rei e ei in dessen Rich ung und
g i den Gegne on alan ( gl.Esla a Galán 1981: 39).Delb ück zeig dies seh anschau-
lich,wenn e die Wo e des G a en on A ois o de Schlach on Cou ay im Jah 1302
zi ie : »100 Männe zu P e d sind bis zu 1000 zu Fuß we « (Delb ück 2017: 308 u.Anm.
2).
Das andalusische und das kas ilische P e d wa en ü die un e schiedliche A des
Kämp ens on Muslimen und Ch is en geeigne : das andalusische ü die leich e und
das kas ilische ü die schwe e Rei e ei ( gl.Mo ales Muñiz 2010: 542).
Diese beiden A en des Kämp ens benö igen zwei öllig un e schiedliche P e de y-
pen mi kla abgeg enz en Eigenscha en. Die muslimische basie au einem schnellen
P e d, das ü Fin en und ab up e Rich ungswechsel geeigne is , wobei de Rei e ei-
ne e häl nismäßigleich e Lede üs ung äg ,die einehöhe eGeschwindigkei e mög-
lich . Bei de ch is lichen A des Kämp ens is das P e d in de Lage, zu seinem Schu z
und dem seines Rei e s e wa 170 kg Gewich zu agen,wäh end es den Feinda ackie .
Es gib Be ich e on den K euzzügen, wo sich eine schwe e Ka alle ie de Ch is-
ende schnellenmuslimischenKa alle iewide se zenmuss e( gl.Fe nándezDomingo
2009:42)undübe dieAnaKomnenai onischanme k ,dasseinF ankezuP e deinLoch
in die Wände on Babylon boh en könn e ( gl. Komnena 1989: 552).
Diese beiden P e de ypen we den bei Abad Ga ín ( gl. 1999: 45–47) als das andalusi-
sche P e d und das kas ilisch-leonisische P e d iden i izie ( gl. ebd.: 49–51). Le z e es
wa eineRasse,diesichdadu chauszeichne e,dasssienich zug oßwa ,abe eineeno -
me T ag ähigkei au wies,und die sich dem on den ch is lichen Mona chen p ak izie -
1 »Fü diese bei höchs mögliche Geschwindigkei de P e de zu agende Las , die zwischen 14 und
15 a obas an Gewich [ca. 170 kg; F.J.M.-A.] be ug (Rei e mi Rüs ung sowie Panze ung des P e -
des), wa das kas ilisch-leonisische P e d, das om ieldón abs amm e, un e allen Mo pho ypen,
die damals au de ibe ischen Halbinsel exis ie en, am bes en geeigne . Mi seine K a , Ene gie
und Fähigkei konn e es diese schwe e Las agen. Dank seinem Passgang e eich e es eine hö-
he e Geschwindigkei beim T aben als ande e P e dea en.« Alle Übe se zungen s ammen, alls
nich ande s gekennzeichne , om Au o .
Übe den Beg i ›kas elân‹ in de deu schen Li e a u des Mi elal e s 11
en K iegss il pe ek anpass e. Es wa ein Nachkomme des kel ischen P e des ( [h]iel-
don),das Plinius in seine Na u alis His o ia (VIII, LXVIII) in g oßem Maße lob e: »In ea-
dem Hispania Gallaica gens e As u ica equini gene is quos ieldones ocamus (mino e
o maappella osas u cones)gignun ,quibusnon ulga isincu sug adus,sedmollisal-
e no c u um explica u glome a io,unde equis olu im ca pe e incu sum adi u a e.«
(Plinius Secundus 1996: 123)2
Ta sächlich wu den iele diese P e de nach Rom expo ie und insbesonde e im
Zi kus hoch geschä z ( gl. Abad Ga ín 1999: 29). Pascual Ba ea ( gl. 2008: 195) e wähn
dieNameneinige sieg eiche Zi kus ennp e de,dieinMosaikenausde Kaise zei o -
kommen, und bezeichne ih e He kun u.a. als Hibe us,Bae icus ode Cel ibe .
2. Die Töl -Ganga
Abgesehen on seine T agk a ha dieses P e d eine Eigenscha , mi de es im Kamp
nu äuße s schwe zu besiegen wa . Dies is die sogenann e Töl -Ganga , bei dem
das P e d scheinba gleichzei ig mi den Beinen au jede Sei e o ück . »De Töl is
einVie ak in ach Phasen. Die Fuß olge en sp ich de des Sch i s. De Un e schied
is jedoch, dass sich hie die Ein- und Zweibeins ü zen abwechseln, das heiß , dass
abwechselnd ein ode zwei Beine das P e d agen. Beim Sch i wa en es imme zwei
ode d ei.« (Do osz 2021)
Es is eine Ganga ,die den Rei enden eine eno me S abili ä im Galopp e leih .Sie
wa eines de Me kmale hispanische P e de und wu de an allen eu opäischen Königs-
hö en seh geschä z .
De Beg i Töl komm aus dem Isländischen und bezeichne heu zu age eine ü
no discheP e deundPonyscha ak e is ischeGanga .ImDeu schengib esdenBeg i
Zel e ,de einP e dmi einemgemächlichenundbequemenTempobezeichne ,das o -
mals als ü F auen geeigne gal und dem spanischen Konzep des pala én seh ähnlich
is . F ied ich Kluge weis in seinem E ymologischen Wö e buch au die Beziehung zum
Fieldon/Thieldon-Konzep hin und ma kie den Un e schied zu zwei en Konsonan en-
e schiebung und den Übe gang on [ ] zu [z] ( gl. Kluge 2002).De Beg i , den wi im
Mi elhochdeu schen inden,is dem gegenwä igen ›Zel e /Zël e ‹ ( gl.Lexe 1999) seh
ähnlich, abe seine Ve wendung gil nich ausschließlich ü ügsame P e de des oben
genann en pala én-Typs. Lo enz Die enbach lie e in seinem Glossa ium La ino-Ge ma-
nicum eineng undlegenden Nachweis ü unse enVo schlag,dasK iegsp e dmi diese
A T ab zu e binden,da e da au hinweis , dass de Beg i gleichbedeu end mi Dex-
a ius is ( gl. Die enbach 1857). Dies is das K iegsp e d schlech hin, au das wi spä e
noch eingehen we den. Ebenso bie e das Deu sche Wö e buch de Geb üde G imm den
2 »Im gleichen Spanien gib es auch die galläzische und as u ische P e de asse; es sind die, welche
wi Tieldones [Paßgänge ] nennen; wenn sie As u cones [Zel e ] [sic]. Sie b ingen welche he o , die
beim Lau en nich den gewöhnlichen Sch i haben, sonde n einen san en Gang du ch abwech-
selndes Vo se zen de Füße; dahe wi d auch übe lie e , die P e de seien küns lich abge ich e ,
im Paßgang auszug ei en.« (Plinius 2007: 123)
12 F ancisco Ja ie Muñoz-Acebes
Beg i Zel e nich nu als Synonym ü Dex a ius an, sonde n üh eben alls den Be-
g i As u coan, mi dem wi einen neuen und o ensich lichen Hinweis au die mögliche
hispanische He kun diese P e de hinzu ügen können ( gl.DWB o.J.).
Die Töl -Ganga des P e des is ü den Rei e bequeme , da sie es e möglich , die
Lanze zu be es igen und den Kamp mi g öße e P äzision auszu üh en. Hinzu komm
die En wicklung und Ve besse ung de S eigbügel, die dem Rei enden eine besse e Un-
e s ü zung geben ( gl. Keen 2010: 40). Inso e n is ein Lanzenwu om P e de ücken
aus im Töl bequeme und e izien e als im Galopp.
Die Eigenscha en, au die wi ge ade hingewiesen haben, zeigen uns ein Bild, das
mögliche weise on dem he kömmlichen des mi elal e lichen Ri e s und seines P e -
desabweich ,is esdochdasBildeinesTie es,dasineinemGang o e ode s ü m ,de
wede übe mäßig s il oll noch elegan is .Auße dem wa en die P e de mi eine G öße,
die 160 cm siche lich nich übe sch i , ehe klein ( gl. Cla k 2004: 23).T o zdem ha en
sie meh e e o zügliche Eigenscha en, die sie be ähig en, einen schwe en Ka alle ie-
ang i du chzu üh en. T adi ionell gal , dass ein ü den K ieg geeigne es P e d keine
bes imm en Rasse zugehö ig sein muss e und lediglich bes imm e Me kmale on S ä -
ke, Wildhei und Tap e kei au zeigen soll e.
Einede e s enKlassi ika ionende P e de ypeninAbhängigkei onih e Nü zlich-
kei bie e Albe usMagnusinseine A bei Deanimalibusim13.Jah hunde .Hie inden
wi die Un e scheidung in ie Typen: die dex a ii ode K iegsp e de, die pala idi ode
Rei p e de, die cu iles ode schnellen P e de und die uncini ode Zugp e de:
Sun au em apud nos in e domi os equos qua uo modi equo um, bellici idelice qui
dex a ii ocan u ,e pala idie cu ilesequie uncini oca i.Bellico umau emequo-
um es non cas a i quia ex cas a ione e iciun u imidi: e ho um equo um es so-
nis musicis gaude e, e sonis a mo um exci a i e cum aliis dex a iis cong edi. Ho um
e iam es da e sal us e i umpe e acies mo dendo e calce e iendo e aliquando adeo
diligun dominos e minis os suos, quod pe di is eis ieiunan e is an u usque ad
mo em. (Albe us Magnus 1920: 1378)3
In den nachs ehenden Abschni en e läu e e diese ie P e de ypen, was Hein ich
Mynsinge in de e s en Häl e des 15.Jahhunde s olgende maßen übe se z :
Die e s en sind g oß s echRoß nd s h y p e d. Die heissen zu la in dex a y. Vnd den
sol man ni uß we en (cas a i), wann sie we den e zag . Vnd die selben g ossen
s ech oß ode s y p e hö en ge n p i en nd sey en spil nd das gedone nd den
schall on dem ha nasch.
[...]Dieande p e sind,diemanheisse eissigp e .Diesin gů zů y en.Vndden
sol man auch ni monichen nd uß we en (ho um e iam es non cas a i), das sie da
3 »Es gib bei uns ie A en on gezähm en P e den: K iegsp e de, die als Dex a ii bezeichne we -
den, Pala idis, Gespannp e de und Runcini. Die K iegsp e de soll en nich kas ie we den, da sie
dadu ch ängs lich we den. Diese P e de genießen musikalische Klänge und we den du ch den
Klang on Wa en e eg und sind be ei , gegen ande e K iegsp e de zu kämp en. Sie können auch
sp ingen und in die Schlach linie s ü men, beißen und e en, und manchmal lieben sie ih e Be-
si ze und Be eue so seh , dass sie aus T aue Nah ung e weige n und e hunge n, wenn sie sie
e lie en.«
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ni e zag we den nd swe . Die i en p e sin we lö e . Vnd die sin zů lau en nd
zů liehen gu , nd den moniche man nde willen, das das geede da du ch üch
e blib nd ni zů di e we den on de hicze des lou s (cas an u u igidi a e e
humo e occu a u sicci a i quae ex calo e mo us e cu sus induci u ). Die ie den p e
sind die gemeinen ka ch p e d, die zů ka chen nd les e agen gů sin . (Mynsinge ,
zi . n. Blaschi z 2006: 18)4
Albe us Magnus e wende den Beg i dex a ius, de aus dem ulgä la einischen Ad-
jek i dex a ius s amm und sich au equus (equus dex a ius) bezieh . De Beg i könn e
bedeu en,dass das P e d en wede mi de ech en Hand ode abe so geschick ge üh
wi d,dasseinSchwanken e miedenwi d.EinSchwankenwü deesunmöglichmachen,
den Feind au dem Schlach eld ode den Ri alen in einem Tu nie genau zu e en ( gl.
Gillmo 2010: 274). Diese zwei e Beg i sauslegung e möglich es auch, den Beg i mi
dem Töl zu e binden, bei dem eine g öße e P äzision mi de Lanze dadu ch möglich
is , dass die üblichen Schwünge des Galopps e mieden we den.
3. Die Ausb ei ung des kas ilischen P e des
T adi ionell wu de angenommen, dass sich die Vo eile hispanische P e de e s nach
Abschluss de muslimischen In asion en wickel en, als sich die einheimische Rasse
mi dem a abischen P e d zu e mischen begann ( gl. Benne 2008). Die meh achen
Hinweise au das au och hone P e d sei de Romanisie ung ode die un e schiedlichen
Ve hal ensme kmale im Kamp lassen jedoch Zwei el an diese Annahme au kom-
men. Wenn man diesen Hinweisen glauben kann, ha die a abische In asion keine
Ve ände ung ü das hispanische P e d mi sich geb ach ( gl. Blanco O dás 2002: 328).
Zu den be ei s bei Plinius ode im Codex Theodosianus zu indenden Belegen können
wi denP ologhinzu ügen,den Isido onSe illaseine His o iade egibusGo ho um (624)
o ans ell . Da in üh e eine Laus Hispaniae au , die u.a.das hispanische P e d p eis :
Tibi cede Alphaeus equis, Cli umnus a men is, quanquam oluc es pe spa ia quad i-
gas olympicis sace palmis Alpheus exe cea , e ingen es Cli umnus ju encos capi oli-
nis olim immola e i ic imis. Tu nec E u iae sal us ube io pabulo um equi is, nec
lucos Molo chi palma um plena mi a is, nec equo um cu su uo um eleis cu ibus in-
idebis (Isido us Hispalensis 1975: 168)5
4 »Die e s en sind g oße Schlach - und S ei p e de. Sie we den au La ein Dex a ii genann und
man soll e sie nich kas ie en, da sie ängs lich we den. Diese g oßen Schlach - ode S ei p e de
hö en ge ne P ei en und Sai enspiel und den Klang on Rüs ungen. […] Die ande en P e de sind
die sogenann en Reißp e de. Sie sind gu zum Rei en und man soll e sie nich kas ie en, dami
sie nich ängs lich und schwe ällig we den. Die T i p e de sind Renne und gu zum Lau en und
Fliehen geeigne . Man soll e sie jedoch un e Kon olle hal en, dami die Sehnen du ch die Hi ze
de Bewegung nich aus ocknen. Die ie en P e de sind die gewöhnlichen Ka enp e de, die gu
zum Ziehen on Las en geeigne sind.«
5 »Alphaeus will yield o you in ho ses,Cli umnus in ca le,al hough sac ed Alpheus exe cises wi h
Olympic palms he lying cha io s h ough he spaces, and Cli umnus once immola ed huge bul-
locks o he Capi oline ic ims. You do no sea ch o he g o es o E u iaas you a e mo e e ile
14 F ancisco Ja ie Muñoz-Acebes
Hie aus läss sich leich ablei en, dass ein P e d mi den besag en Me kmalen, das den
Bedü nissendesch is lichenRi e spe ek en sp ach,seh baldinganzEu opage ag
sein we den wü de.
Die Basis des mi elal e lichen Hee es wa lau B ian Todd Ca ey, P o esso ü Mi-
li ä geschich e am Ame ican Public Uni e si y Sys em,das K iegsp e d selbs :
The ounda ion o medie al hea y ca al y was he wa ho se i sel . The ho se had o be
a wa io in i s own igh , capable o en e ing he chaos o ba le a a cha ge wi hou
panicking a he sounds and smells o wa a e. I needed o be s ong enough o ca y
a ully a mou ed man in o he ay and ie ce enough o ake an agg essi e pa in he
ba le. Such ho ses we e di icul o ind and hey did no occu na u ally, bu om a
p ocess o selec i e b eeding and aining. (Ca ey/All ee/Cai ns 2004: 115)
JoachimBumkeweis ausd ücklichda au hin,dassdiebes enK iegsp e deausSpanien
impo ie wo den wa en ( gl. Bumke 1986: 239). Alle dings wu de die zu o e wähn e
Beg i lichkei Des ie ode Des e o, die in F ank eich häu ig o kam, in Deu schland
nich e wende , sonde n im Lau e de Zei wu de de Name Spanjol ode kas elān zum
gängigen Beg i ( gl. ebd.: 240).
Esgib keinengenauenHinweisau dieP e de asse,die beiden ühe enPhasende
spanischen Reconquis a6eingese z wu de, und da au , in welchem Ausmaß sie in Eu-
opa a sächlich we geschä z wu de. Mi Bezug au his o ische und li e a ische Belege
können wi abe es s ellen, dass das hispanische P e d die Eigenscha en eines K iegs-
p e des in höchs em Maße e kö pe e.
Esis wah scheinlich,dassdieMona chen,dieau dieRücke obe ungauswa en,die
No wendigkei e kann en, P e de mi den ü diese Zwecke e o de lichen Eigenscha -
enzu züch en.IndiesemSinnee ich e en diee s en Könige onLeónein Ges ü inde
Nähe de Picos de Eu opa im Gebie Valdebu ón (No dspanien), on dem ein Dokumen
aus dem Jah 1717 Zeugnis ableg :
[Y]a los eyes de León c ea on una caballe iza eal en Valdebu ón […] pues es a misma
me indad se complace á en eco dá selo a Felipe V en un memo ándum de 1717 en el
que se le dice »que en es e alle plan ea on (sic) los eyes de León la c ianza de po os y
caballos que si ie on en sus glo iosas gue as, con que es sola an iguo de las Reales
Caballe izas« y es allí ambién donde según Casas. Se c iaban muy buenos caballos
hieldos o hielcos (Abad Ga ín 1999: 49)7
in ood, no do you, ull as you a e o palms, wonde a he g o es o Molo chus,no in he unning
o you ho ses will you en y he Elean cha io s.« (Al-Tamini 2021)
6 Übe die e schiedenenPhasensiehezumBeispielLade oQuesada(2014:13–35)undzumKonzep
die Monog aphie on Valdeón Ba uque (2006).
7 »Schon die Könige on León e ich e en ein königliches Ges ü in Valdebu ón […]. Da an e inne
diese Gema kung Philipp V. in einem Memo andum on 1717, in dem es heiß , ›dass in diesem
Tal die Könige on León die Zuch on Fohlen und P e den ein ich e en, die in ih en uhm eichen
K iegen dien en. Inso e n handel es sich hie um ein al es Gebie de königlichen Ges ü e‹. Do
wu den – so Casas – seh gu e hieldonische P e de gezüch e .« Abad Ga ín bezieh sich au Ma -
ino (1980: 97) und Casas (1843: 11).
Übe den Beg i ›kas elân‹ in de deu schen Li e a u des Mi elal e s 15
Ein his o isches Dokumen beleg den häu igen Handel mi kas ilischen P e den in
Deu schland. Wäh end eines Au en hal s Kaise F ied ichs II. 1235 in Hagenau kamen
Gesand e de Königin on Spanien zu ihm und übe eich en ihm p äch ige Geschenke
und Kamp p e de: »Nuncii egine Hyspanie a ue un , qui pulche imos dex a ios e
magni ica mune a cesa i a ule un « (Ch onica egia Coloniensis 1861: 268).8
Alle dings wa die Königin on Spanien, au die e sich bezieh , keine ande e als
Bea ix on Schwaben, die Cousine F ied ichs II., mi de e be ei s in seine Kindhei
eng e au wa . Wi soll en auch nich e gessen, dass selbige F ied ich II. im Jah
1212Cons anze onA agónhei a e e,wasau eine o lau endeBeziehungzwischenden
S au e n und den Königshäuse n de ibe ischen Halbinsel hinweis ( gl. Meye 1998).
AuchAlbe usMagnus( gl.1920: 1377)nenn neben geog aphischungenauen Klima-
zonen Spanien als das be o zug e P e deland,weil die do gebo enen P e de sich du ch
ih e G öße on den ande en un e scheiden: »secundum au em quod ide e possumus
empo ibus nos is maio es co po e a e io clima e usque ad inem sex i clima is p o-
c ean u , e p aepue in Hyspania« (Albe us Magnus, zi .n. Acke mann-A l 1990: 117).9
Ein wei e es Dokumen , das diese Beziehung bezeug , lie e O o on F eising 1156
( gl. O o on F eising 1912, LXVIIII: 97).Da in be ich e e , dass Kon ad III. am 27.Mai
1151 in Koblenz P ings en eie e und die Bo scha e on König Al ons VII. e abschie-
de e, de nach langem Au en hal am deu schen Ho nach Kas ilien zu ückkeh e ( gl.
Diego He nando 1995: 54). Ein E gebnis diese Beziehung is wohl die Hochzei on Ri-
childe on Polen, F ied ich Ba ba ossas Cousine, mi Al ons VII. im Jah 1152.
De P e dehandel muss soga besonde s in ensi gewesen sein, da Al ons X. im 13.
Jah hunde denExpo onP e denausd ücklichun e sag e:»[M]andoquenonsaquen
demíos egnoscauallosninyeguassin ocinesninmuloninmulachiconing andesinon
ue e mulo o mula de ca ga que haya ca gado de me cadea e que ligue el me cadeo con
su ossa« (Al ons X., zi . n. Fe nández Domíngo 2009: 44, Anm. 118).10 Es is dahe o -
ensich lich, dass es einen egen Handel mi P e den zwischen Spanien und dem Res
Eu opas gab. Die spanischen P e de wu den au g und de e wähn en Eigenscha en o -
enba hoch geschä z .
Diese Handel hiel nich nu in di e se Annalen ode his o ische Tex e Einzug. Das
Tie wu de auch Gegens and de Li e a u , wo seine He kun , seine Quali ä und seine
edle A hema isie we den. Im Folgenden is angesich s des Ums ands,dass in de Li-
e a u ineinemzunehmendenund soeno menAusmaßau daskas ilischeP e dBezug
genommen wi d, on einem eu opäischen li e a ischen Thema zu sp echen.
8 »DieBo scha e de Königin onSpaniensindangekommenundhaben dem Kaise die schöns en
K iegsp e de und p äch ige Geschenke geb ach .«
9 »Jedochwe dengemäßdem,waswi inunse enZei enbeobach enkönnen,die kö pe lichg öße-
enP e de omd i enKlimabiszumEndedessechs enKlimasgebo en,insbesonde einSpanien/
Hispanien.«
10 »Ich be ehle, dass aus meinen König eichen wede P e de noch S u en ohne Gäule noch Maulesel
noch Mauleselin, klein ode g oß, ausge üh we den dü en. Auße es handel sich um Las maul-
esel ode Las mauleselin, die mi Handelswa e beladen sind.«
16 F ancisco Ja ie Muñoz-Acebes
4. Das kas ilische P e d in de mi elhochdeu schen Li e a u
In de mi elal e lichen Li e a u gib es ab dem 8. Jah hunde meh e e Anspielungen
und Hinweise au das spanische P e d. Einen de e s en inde man in de Vi a Co bi-
niani ( gl. Da is 1987: 73), einem We k aus dem 8. Jah hunde . Sein Au o is A beo on
F eising, ie e Bischo diese S ad . Sank Ko binian wu de in de zwei en Häl e des
7. Jah hunde s (670–680) gebo en und s a b zwischen 724 und 730. A beo on F eising
sch iebJah zehn espä e ,in de zwei enHäl edes8.Jah hunde s,seine Hagiog aphie
( gl. A beo 1889).
Im Tex wi d das P e d, au dem de Heilige wiede hol ei e (Kap. 7,12, 16),als Ibe-
us ode Hibe us bezeichne ,womi die He kun des P e des gemein is . Bei eine Rei-
se Ko binians nach Pa ia mach de Heilige auch in T ien S a ion. Sein P e d e schein
demS a hal e on T ien ,Husingus,soschön undedel,dass e es ihmabkau en möch-
e.AlsKo binianeinenVe kau ablehn ,läss HusingusdasP e ds ehlen.BeiKo binians
Rück eise on Pa ia komm ihm Husingus o den S ad o en on T ien en gegen und
bi e ihn wegen des Diebs ahls um Ve zeihung. Als En schädigung ü das ges ohlene
P e d bie e e ihm zwei seine P e de und 200 Gulden an ( gl. ebd.: 261 .).
Nach Meinung des His o ike s Ralph Hen y Ca less Da is sind die Belege ein gu es
Beispielda ü ,dass gegenEndedes 8.bzw.zu Beginndes 9.Jah hunde s ein ege P e -
dehandel s a and ( gl. Da is 1987: 73). E gänzend is zu beme ken, dass das ibe ische
P e d dabei e mu lich eine Haup olle gespiel ha , das e gib sich zumindes aus den
E wähnungen,diein de mi elal e lichen Li e a u übe die He kun de P e dezu in-
den sind.11
Die Ve b ei ung des kas ilischen P e des kann auch anhand de Re e enzen im be-
ühm en Roman de Rou bes ä ig we den, de 1160 on Wace e ass wu de. Hie inde
sich eine wei e e S elle, in de da au hingewiesen wi d, dass selbs Wilhelm de E obe-
e in de Schlach on Has ings ein aus Spanien s ammendes P e d12 i :
Sun boen che al i demande ,
Ne poei l’en meillo o e ;
D’Épaingne li ou en éié
Un Reis, pa mul g an ami ié;
A mes ne p ee ne do a ,
Se is Si es l’epe ona
Gal ie Gi a l’ou amené,
Ki à Sain Jame a ei e é (Wace 1860: 128 u. 130).13
11 Albe us Magnus e klä die Bedeu ung de geog aphischen He kun eines P e des, wobei e u.a.
Spanien he o heb ( gl. Lewis 1974: 15).
12 Zwa könn e es sich dabei s a eine his o ischen Ta sache auch ›lediglich‹ um ein li e a isches
Mo i handeln, abe dennoch zeig es die P äsenz dieses Elemen s im Vo s ellungsho izon des
Publikums.
13 »He gi des his Swo d, which a Va le had ough / And o de ’d his own noble S eed o be b ough . //
Be e S eed ne e came om he Pa u es o Spain, / A King’s gi , and gi en his iendhip o gain.
/ He ea ’d no he c ahing o A ms, o he Th ong, / When he Spu o his Seigno had u g’d him
along. / Wal e G i a had b ough hin, as whilome he wen / To S . Jago in Spain, – by he Duke
hi he en .« (Wace 1860: 129 u. 131)
Übe den Beg i ›kas elân‹ in de deu schen Li e a u des Mi elal e s 17
Hie wi d de Jakobsweg e wähn , de e mu lich ein en scheidende Handelsweg ü
die Ve b ei ung des kas ilischen P e des gewesen is .Gal ie Gi a d,Williams Beglei e
in de Schlach on Has ings, wa auch als Gi a d on Ba bas o bekann ,da e 1063 als
K euz ah e an de Belage ung on Ba bas o eilgenommen ha e (zu den Bewegg ün-
den und Folgen des sogenann en Ba bas o-K euzzugs gl. Bishko 1968/1969).
Wenig spä e e lang e Robe de Bellême dadu ch g oße Popula i ä , dass e spani-
sche P e de nach England impo ie e ( gl. Youa /Skinne 1843: 21). Ta sächlich lob e
Gi aldus Camb ensis eine He de diese He kun ( gl. Hyland 1996: 69).
In Bezug au Wilhelm den E obe e is es au schluss eich, den Wand eppich on
Bayeux he anzuziehen, de die E eignisse o Wilhelms E obe ung Englands abbilde .
Da in sind meh e e Da s ellungen on P e den zu inden, on denen einige den Amble-
Sch i (eine A Lau sch i ) pe ek es hal en. Dabei kann man sehen, dass die Beine
des Tie es je nach Kö pe häl e in e schiedenen Fa ben geweb wu den,wie die Szenen
50 bzw. 52 zeigen (Abb. 1 u. 2).
Abbildungen 1 und 2: Szenen 50 und 52 (Ha sch 2011)
Auch im Alexande oman on 1180 wi d die spanische He kun des P e des be on .
Alexand e de Be nay e wähn in seinem We k Li Romans d’Alixand e (um 1180), dass das
P e d, au dem Alexande de G oße ei e , als »Ze s ö e Cas elain« bezeichne wi d
(Alexand e de Be nay 1846: 477).
Wei e e Hinweise inden sich bei Ch é ien de T oyes, dem Ve asse meh e e an-
zösische A us omane. So besch eib e in É ec e Énide das P e d des Helden als »de-
s ie d’Espaigne« (Ch é ien de T oyes 1952: . 2391) wie auch in Lancelo ouleche alie dela
cha e e. Da in e gleich e es soga mi Bucephalus, dem P e d Alexande s des G oßen
(a z.: »buci ax«):
Quan l’on a mé, li uns d’ax ai
Amene un des ie d’Espaigne
Tel qui plus os co pa chanpaigne,
Pa bois, pa e es e pa ax
Que ne is li boens Buci ax. (Ch é ien de T oyes 1989: . 6798–6802)14
14 »Als sie ihn bewa ne en, ging eine on ihnen / Um ein P e d aus Spanien zu b ingen, / Eines, das
schnelle übe die Ebene enn , / Du ch Wälde , Hügel und Täle / Als das, was de gu e Buci ax
a .«
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