scieee Science in your language
[de] (orig)

Houston Stewart Chamberlain und die europäische Dimension völkischen Denkens 1890–1918

Abstract

41

Read accessible full text

Houston Stewart Chamberlain und die europäische Dimension völkischen Denkens 1890–1918

Author: Fritz, Sven
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2022
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/177947/1/Sven_Fritz_41-57.pdf
Hous on S ewa Chambe lain und die eu opäische
Dimension ölkischen Denkens 1890–1918
S en F i z– Helmu ‑Schmid ‑Uni e si ä /Uni e si ä de Bundesweh
Hambu g
ABSTRACT
Hous on S ewa Chambe lain and he Eu opean dimension o ölkisch ideology
1890–1914
This a icle e isi s he in ellec ual and ideological o ma ion o Hous on S ewa Cham‑
be lain, he cen al an i ‑Semi ic and acis public in ellec ual o he Wilhelmine Empi e.
Iin end o in e p e Chambe lain’sideological disposi ion and poli ical ac i ism no only
as ap oduc o Ge man na ional discou se, bu as oo ed in aEu opean con ex . The a ‑
icle illus a es, i s ly, how imagined Eu opean spa ial dimensions in o med Chambe ‑
lain’s acial concep ions; secondly, his pe cep ion o he pe iphe y o he Habsbu g Empi e
as a ölkisch ba le ield; and, hi dly, he way in which he in luenced ahos o di e en
publics, p ima ily he Ge man, bu also o he Eu opean socie ies like he Romanian. His
abili y o adjus and o mode nise ensu ed he longe i y o his in ellec ual legacy beyond
he Wilhelmine Empi e and connec ed his hinking wi h he o igins o he ea ly Na ional
Socialis mo emen .
KEYWORDS
Hous on S ewa Chambe lain; Völkisch; Nazism; an i‑semi ism; acism; na ionalism;
Bay eu h; Bosnia; Romania; Habsbu g mona chy; Ge man Empi e; Fi s Wo ld Wa
Als am 5. Ap il 1897 de ös e eichische Minis e p äsiden Kasimi Felix Badeni eine
Sp ach e o dnung e ließ, die es sch ieb, dass die Beam en in den K onlände n
Böhmen und Mäh en in Zukun nich nu Deu sch, sonde n auch Tschechisch be‑
he schen muss en, dek e ie e e dami unwissen lich auch das be o s ehende Ende
seine Regie ungszei . Denn die Ve o dnung, die eigen lich dem Abbau de zuneh‑
menden Spannungen zwischen den Sp achg uppen dienen soll e, gal de deu schna‑
ionalen Bewegung in de Donaumona chie als Ausd uck eine e mein lich deu sch‑
eindlichen Poli ik. Sie eagie e mi P o es und pa lamen a ische Obs uk ion, o
allem abe mi de Mobilisie ung ih e Anhänge zu Massendemons a ionen. Da sich
auch die schechische Sei e zunehmend adikalisie e, ende e de Ve such des Aus‑
gleichs und de K isenbewäl igung pe Dek e im gewal ä igen „heißen He bs des
Jah es 1897“ (Wladika 2005: 367–427). Vo alle Augen e wies sich ü einige Mona e
das poli ische Sys em des Habsbu ge ‑Impe iums als hil los gegenübe adikalen
na ionalis ischen Bewegungen, die ih e sei s demons ie en, wie schnell in eine
poli isie en und pola isie en Massenö en lichkei die poli ische und gesellscha ‑
42 BRÜCKEN 29/1
liche S abili ä du ch e ek i e Mobilisie ungss a egien zu e schü e n wa (Judson
2017: 401–405).1
Die Bedeu ung diese E eignisse wa ü die Zei genossen o ensich lich und wu de
eu opawei wah genommen. Selbs in de obe änkischen P o inz, im abgeschiede‑
nen Bay eu h, egis ie e man die poli ischen Ve we ungen in de Donaumona chie.
Do e wal e e Cosima Wagne , die Wi we des Komponis en Richa d Wagne und
Lei e in de Bay eu he Fes spiele, das küns le ische und wel anschauliche E be
ih es e s o benen Ga en. Als Obe haup des schille nden Familienclans gebo sie
übe Wagne s Sch i en und We ke, inszenie e einen ihn e he lichenden Pe so‑
nenkul und e hob den Ansp uch, mi diese E bmasse zugleich übe den Ke n de
zukün igen deu schen Kul u und Iden i ä zu e ügen– eine Iden i ä , die selbs ‑
e s ändlich die au das Wilhelminische Kaise eich hin o ien ie en Deu schen in
de Donaumona chie einschloss. Da a es sich gu , dass in Wien eine ih e engs en
F eunde und Mi a bei e leb e, de englischs ämmige und noch wei gehend unbe‑
kann e Musiksch i s elle Hous on S ewa Chambe lain, de sie o wäh end übe
die e mein lich be o s ehende deu schna ionale Re olu ion un e ich e e.2
Dabei e wies sich de B i e als au me ksame Beobach e , de die F ik ionen in
de poli ischen Tek onik nich nu genau egis ie e, sonde n auch die da aus e‑
sul ie enden Chancen zu e kennen e moch e. Be ei s im Mä z 1897, unmi elba o
Badenis olgenschwe e Ve o dnung, ha e e an die Bay eu he F eundin gesch ieben:
„Inzwischen beschä ig mich de Gedanke iel, wie wi es am bes en an ingen, den
Samen eines pange manischen Gedankens auszusäen? Wenn englische Mu h,
englische K a u. Zähigkei sich zu deu schem Geis u. Genie gesell en, dann dü e
man noch Alles ho en können– sons kaum e was.“3
Diese Ho nung, de en poli ische Wide hall die Badeni ‑K ise zu sein schien, knüp e
indes noch an einen zwei en Bezugspunk an: Chambe lain selbs ha e mi dem Säen
des pange manischen Samens begonnen und ein publizis isches G oßp ojek in Gang
gese z , dessen E gebnis e zwei Jah e spä e un e dem Ti el Die G undlagen des 19.
Jah hunde s e ö en lich e und das eine ebenso nachhal ige wie e hängnis olle
Wi kung en al e e. Ein ku ze biog aphische Rückblick e schein deshalb gebo en.
1. BIOGRAPHISCHER ÜBERBLICK
Hous on S ewa Chambe lain wu de am 9. Sep embe 1855 in Sou hsea bei Po s‑
mou h in eine Familie on Kolonialo izie en gebo en.4 Sein Va e wa ein Kon e ‑
admi al de b i ischen Ma ine, sein Onkel Feldma schall und ge eie e K iegsheld,
1 Als Übe blicksda s ellung ins uk i Belle (2018) und Vocelka (2014).
2 Tagebuch Chambe lains (im Folgenden: HSC), 27.11.1897, Na ionala chi de Richa d Wagne ‑S i ung
Bay eu h (im Folgenden: NAB), Nachlass Chambe lain (im Folgenden: NLC), Tagebuch 11.
3 HSC/Cosima Wagne , 19.3.1897, NAB, NLC, Ro 92.
4 De o liegende Au sa z p äsen ie einige Fo schungse gebnisse, die de Au o jüngs in eine um‑
assenden Chambe lain ‑Biog aphie (F i z 2022) o geleg ha und die als G undlage ü die olgenden
Kapi el dienen. Um eine Dopplung bibliog a ische Nachweise zu e meiden, wi d nu do au die
S udie e wiesen, wo sie ü die hie e handel en Gegens ände hil eiche De aildiskussionen einzel‑
ne P obleme bie e .
43SVEN FRITZ
die Mu e hingegen wa bei seine Gebu e s o ben. Da es um die Gesundhei des
Jungen nich zum Bes en s and, gab man ihn zu Ve wand en nach F ank eich, wo
das kon inen ale Klima ö de lich wi ken soll e. Seine Schulbildung e hiel e des‑
halb zunächs au anzösischen Schulen, be o e als Jugendliche häu ig au Ku en
in de Schweiz weil e und dabei du ch einen mi eisenden deu schen Hausleh e
un e ich e wu de.
De a kosmopoli isch und meh sp achig sozialisie – englisch, anzösisch und
deu sch behe sch e e ließend –, zugleich abe bindungsa m und mi wechselnden
Bezugspe sonen au gewachsen, begann e 1879 ein S udium de Na u wissenscha
mi dem Schwe punk Bo anik an de Uni e si ä Gen . Obgleich zwei ellos begab
und in e essie , schei e e e an den Vo gaben des S udienablau s und an mangeln‑
de Selbs disziplin: Ohne S udienabschluss e ließ e 1885 die Uni e si ä und ge ie
in eine pe sönliche K ise, aus de ihn e s die Begegnung mi Cosima Wagne im
Somme 1888 be ei e.5
Diese lei e e sei dem Tod ih es Ga en das Familienun e nehmen, die Bay eu he
Fes spiele, und wa als E bin des be ühm en Komponis en wie als Ma ia chin eine
de schille nds en Familien des Deu schen Reiches au de Suche nach einem pa en en
Mi s ei e – eine Au gabe, die wie gescha en ü Chambe lain wa , de selbs zu den
Ve eh e n de e olu ionä en Wagne schen Kuns gehö e. So a e schnell in eine
enge eundscha liche Beziehung zu Wagne ‑Wi we, die ein Leben lang anhal en
soll e und 1909 soga zu Familienbande wu de, als Chambe lain Cosimas jüngs e
Toch e E a hei a e e.
De Bay eu he Kosmos, in den de B i e sich 1888 mi ollem Einsa z s ü z e,
wa gep äg on de Wel anschauung Richa d Wagne s, in de sich kuns eligiöse,
sozial e olu ionä e, lebens e o me ische, assis ische, an isemi ische und na iona‑
lis ische An eile mi einande zum „Bay eu he Gedanken“ e banden: Die Mensch‑
hei – mi den Deu schen an ih e Spi ze– schien aus diese Pe spek i e bed oh zu
sein om ze s ö e ischen Ein luss des sich ausb ei enden Juden ums, das nich nu
die Ve an wo ung ug ü den Ve all alles Wah en, Schönen und Gu en du ch die
Fliehk ä e de Mode ne, sonde n zugleich als Haup iebk a eine e mein lich
o ansch ei enden assischen Degene a ion igu ie e. Nu die Hinwendung zu
einem a ge ech en, om jüdischen Ein luss ge einig en Ch is en um könne diesen
P ozess umkeh en und die Deu schen mi eine ag ähigen na ionalen Iden i ä
und Kul u e sehen, als de en Ke n wiede um Wagne s Kuns ungie en soll e. Die
on ihm geg ünde en Fes spiele wu den so nich nu Mi el zu P opagie ung eine
neuen Kuns o m, sonde n ungie en als Tempel, in dem die wall ah enden Jünge
am „Go esdiens des Deu sch ums“ eilhaben und zum G ündungske n eine a ‑
ge ech en, „deu schen Kul u “ he anwachsen konn en.6
Chambe lain mach e sich diese Wel sich zu eigen und a ancie e schnell zu Cosi‑
mas wich igs em und inno a i s em publizis ischen S ei e . Insbesonde e seine 1895
e ö en lich e, um ängliche Biog aphie Richa d Wagne s ug den „Bay eu he Ge‑
danken“ in die B ei e des deu schsp achigen Bü ge ums (Chambe lain 1896). Zugleich
5 Zu ühen Biog aphie aus üh lich Field (1981: 17–93) und F i z (2022: 55–88). Aus de Vielzahl an bio‑
g aphischen Übe blicksa ikeln sei o allem hingewiesen au Lobens ein ‑Reichmann (2017).
6 P ägnan dazu die Au sä ze on Hannes Hee (2013ab). Zum An isemi ismus als wesen liche Säule
wagne sche Wel anschauung Fische (2000) und Hee (2017).
44 BRÜCKEN 29/1
e kann e de na u wissenscha lich gebilde e B i e, dass die e kennba i a ionalen
An eile diese Wel deu ung ü die mode nen Deba en um Rasse, An isemi ismus und
das Wesen de Na ion nich meh geeigne wa en. Diese Einsich gab den Ans oß da ü ,
dass Chambe lain mi de A bei an seinem Haup we k begann: Die 1899 e ö en li‑
chen G undlagen des 19. Jah hunde s wa en de Ve such, ein Wel anschauungsangebo
o zulegen, das die a gumen a i e Lücke schloss und den „Bay eu he Gedanken“ um
mode ne Rasse o s ellungen e wei e e (F i z 2022: 265–376).7
Au 1200 Sei en b ei e e de Au o da in die eu opäische Geschich e sei de
g iechisch ‑ ömischen An ike aus, die e konsequen als Geschich e eines endlosen
Rassenkamp es zeichne e: Au den T ümme n de an iken Wel und dem ih nach‑
olgenden Völke chaos wa en demnach die Ge manen und ih e ak uelle Exis enz o m,
die ge manischen Deu schen, als die einzige Rasse e s anden, die übe kul u schöp‑
ende K a e üg e. Alle E ungenscha en menschliche Zi ilisa ion– in Kuns ,
Kul u , Wissenscha , Technik, Poli ik und Gesellscha – wa en das We k „ge mani‑
sche “ Genies, wäh end alles e mein lich Nega i e au „unge manische“ Um iebe
zu ückging. Als wich igs e Gegenspiele in diesem assischen An agonismus zeich‑
ne e Chambe lain die Juden, die als absolu es Nega i um, als Gegen asse, ungie en.
Sie be ieben die e mein liche Ze se zung alles angeblich o ganisch Gewachsenen,
s eck en hin e den bed ohlichen Bes and eilen de Mode ne und wi k en als im
Hin e g und agie ende Alliance is aéli e s e s da au hin, die ge manische Rasse du ch
Ve wi ung des In ellek s, du ch Kon aminie ung de Religion und du ch biologische
„Bas a disie ung“ zu ze s ö en.
Dieses synk e is ische Amalgam ölkische Ideologeme lud de Au o imme
wiede mi einsei ig ausgeleg en Ve sa zs ücken zei genössische Fo schung au ,
kombinie e die E gebnisse on A chäologie, Philologie und Geschich swissenscha ,
on Biologie, Medizin und An h opologie, Kuns geschich e, Völke kunde und Theo‑
logie und e band sie mi eind ücklichen Bilde n und Analogien aus seinem All ag
wie aus den Lebenswel en seines Publikums.
Die Mix u e ing und die G undlagen wu den nich nu eine de ein luss eichs en
Sch i en in ölkischen und alldeu schen Milieus, sonde n wi k en in 26 Au lagen bis
1944 in die B ei e des deu schen Bildungsbü ge ums. Zudem e schienen Übe se zun‑
gen ins Englische, F anzösische, I alienische, Russische und Tschechische. Ve s ä k
wu de diese Wi kung dadu ch, dass Chambe lain auch jensei s de G undlagen übe
ö en liche P äsenz e üg e– als Au o eine ganzen Reihe wei e e Monog aphien,
als agile Publizis in Zei ungen und Zei sch i en wie als Ko espondenzpa ne
Kaise WilhelmsII., ku z: als ölkische In ellek uelle , de sich zu zahl eichen
Themen zu Wo melde e und dabei geschick und an die jeweiligen Gegebenhei en
angepass , die wesen lichen Bes and eile seine Wel anschauung popula isie e: das
Rassendogma, den Glauben an die ge manische Supe io i ä , die No wendigkei eine
Reinigung des Ch is en ums on emden Ein lüssen und den konsequen en Kamp
gegen den e de blichen Ein luss de Juden (F i z 2022: 377–574).
De E s e Wel k ieg besche e Chambe lain einen neue lichen Popula i ä sschub,
denn e be ä ig e sich mi g oßem E olg als Au o on P opagandasch i en: Zwi‑
schen 1914 und 1918 e schienen nich wenige als 25 so genann e K iegsau sä ze im
7 Aus linguis ische Pe spek i e dazu Lobens ein ‑Reichmann (2005).
45SVEN FRITZ
Um ang zwischen zehn und e wa einhunde Sei en, die– zu Hunde ausenden als
B oschü en e kau und in unzählba e Menge als Flugblä e und Zei ungsa ikel
e ieben– die geläu igen Topoi deu sche K iegsp opaganda anspo ie en und
mi o sch ei endem K iegs e lau und nachlassende Zensu imme un e hohlene
assis isch und an isemi isch a gumen ie en. Zugleich such e e auch o ganisa o isch
den Anschluss an die poli ische Rech e und a , nachdem e sich als Deu sche ha e
na u alisie en lassen, 1915 zunächs dem Alldeu schen Ve band und 1917 de Deu schen
Va e landspa ei bei (F i z 2022: 575–624, 645–496).
So wa es nu konsequen , dass e die Nachk iegso dnung de Weima e Republik
ablehn e und au ih e baldige Übe windung se z e: Zwa ho e e zunächs noch au
die K iegshelden Paul on Hindenbu g und E ich Ludendo , e kann e abe schon
bald in Adol Hi le und de NSDAP diejenige poli ische K a , die seine Wel anschau‑
ung am e ek i s en in die Reali ä übe se zen wü de. Seine le z en publizis ischen
Wo meldungen in den Jah en 1923 bis 1925 gal en dahe diese e olu ionä en Pa ei,
die den g eisen Au o ih e sei s zum P ophe en des „D i en Reiches“ s ilisie e. Am
9. Janua 1927 is Hous on S ewa Chambe lain in Bay eu h ges o ben.
Rich e man den Blick au die im Ti el ad essie e eu opäische Dimension, so is
sie zunächs einmal ganz o enkundig in Chambe lains He kun und Lebensgang an‑
geleg : E wa de Sp oss eine Familie on b i isch ‑impe ialen Kolonialo izie en, in
F ank eich au gewachsen und on einem deu schen Leh e un e ich e ; ha e in de
Schweiz s udie , dann in D esden und schließlich ü as zwei Jah zehn e in Wien ge‑
leb , be o e nach Bay eu h gezogen wa . Doch neben diesen g oben biog aphischen
Linien lassen sich d ei Episoden in Chambe lains Leben ausmachen, die seine wel ‑
anschauliche Fo mie ung wie sein ö en liches Wi ken als ölkische In ellek uelle
deu lich konk e e mi dem eu opäischen Kon ex e zahnen. Sie sollen, da on de
Fo schung bislang wei gehend ausgeblende , im Folgenden im Mi elpunk s ehen.
2. AM GRAB DES BOGOMILEN: BOSNIEN
In de e s en Episode begegne uns Chambe lain ganz als Mann de Ta , de die
Zu ückgezogenhei des P i a geleh en mi den S apazen eine Reise ausch e, die
ihn nach Bosnien üh e.
8
Die ehemalige ü kische P o inz s and sei 1878 un e
ös e eichische Ve wal ung und üh e sei he eine ands ändige Exis enz an de
Pe iphe ie de Donaumona chie. Doch zu Beginn de 1890e Jah e begann die E ‑
schließung Bosniens, das, so en schied man in den zus ändigen Wiene Minis e ien,
zunächs kul u ell wie eligiös be iede und konsolidie we den muss e. Die in
einen g iechisch ‑o hodoxen und einen moslemischen Teil sowie in e schiedene
Sp achg uppen un e eil e Be ölke ung soll e sich dazu in eine noch zu s i enden,
spezi isch bosniakischen Iden i ä zusammen inden und dami zugleich als Bollwe k
gegen die panslawis ischen Bes ebungen dienen, die om südlichen Balkan wie on
Russland und Se bien ausgingen. Ku z o de Jah hunde wende wa Bosnien somi
eine Region im Wandel, eiz oll ü E kundungs eisen mi de Au a des Aben eue s
und ein a ak i es Ziel ü den au kommenden Tou ismus.
8 Aus üh lich zu diese Episode neben F i z (2022: 135–141) auch Field (1981: 98–102). Zei genössische
E wähnungen bei Sch oede (1918: 72) und Anna Chambe lain (1923: 173, 186–187).

46 BRÜCKEN 29/1
Aus diese In e essenlage he aus o ganisie e man in Wien eine Imagekampagne,
zu de auch meh mona ige E kundungs eisen ü ein in e essie es Publikum ge‑
hö en: „Wi sollen beweisen“, so e klä e Chambe lain im Sep embe 1890 einem
F eund, „dass das Land ü Tou is en zugänglich is , so wie jedes ande e ci ilisie e
Land. […] E was S apaziöses gib es in de ganzen Fah nich , es gehen also auch
Damen mi .“9 Von Mai bis Sep embe 1891 eis e man da au hin nach Bosnien und e ‑
kunde e zumeis zu P e d auch dessen en legene Gebie e. Besonde s beeind uckend,
so schilde e Chambe lain seine Reiseeind ücke de in Bay eu h weilenden Cosima
Wagne , seien die Bosniaken, die, bed oh on „g iechischem Kaise um, unga ische
K iegslus , päps lichen K euzzügen […], ös e eichische sog. P o ek ion […], eine […]
k ä ig en wickel e Indi iduali ä behal en“ hä en. Die einheimische Be ölke ung
e üge imme noch übe „dieselben physischen und mo alischen Eigenscha en“ wie
„ on den äl es en Sch i s elle n au ge üh “, sei also on den De o ma ionen de Mo‑
de ne noch unbe üh und habe sich ih e „U sp ünglichkei “ bewah .10 Zwa seien
die gewöhnlichen „Mohammedane ana isch und indolen “, die „Baue n oh und
abe gläubig [sic!]“, die Be ölke ung in ih en einzelnen Teilen also du chaus „nich
ideal“. Ih Leben alle dings e schien ihm als „ on eine „Ha monie du ch änk […],
de en wi ewig e lus ig gewo den“.11
Die E klä ung ü diese e mein lichen Beha ungsk ä e and Chambe lain
in de Abs ammung und insbesonde e in de angeblichen assischen Reinhei de
moslemischen Obe schich , die be ei s un e ü kische He scha die Eli e gebilde
ha e und diese nun eben alls un e ös e eichische Ve wal ung s ell e. Diese „al e
Adel“ sei „ausnahmslos mohammedanisch abe ohne Beimengung ü kischen Blu es“.12
In de Wah nehmung seine Umwel de a p ädisponie , and de B i e alle o ‑
en Beweise ü seine Thesen: Die Gesänge de Bosnie e wa seien „U weisen, die on
Melodik nich s en hal en“, wäh end die slawischen Beam en– „K oa en, Slo aken,
Polen, Slo enen e c.“– lediglich „diese mode ne slawische Musik“ und dami nich s
ande es als ein „en se zliches Gewäsch“ p oduzie en.13 Die zahl eichen Zeugnisse
de un e gegangenen Kul u de Bogomilen, de en G abmale e au de Reise imme
wiede bewunde e, e schienen ihm wenige als A e ak e eine kämp e ischen mi ‑
elal e lichen Glaubensgemeinscha und meh als Beleg da ü , dass in ihnen „Rassen‑
seele“ und Religion eine ideale Ve bindung eingegangen wa en. „Denken Sie an die
Bogomilen!“, sch ieb e noch Jah e spä e an Cosima, „be ach en Sie die Slawen, die
sich inmi en des bigo en Unga n s e s du ch die Jah hunde e hindu ch, bis au den
heu igen Tag, an i ‑ ömisch und ausgesp ochen na ional (also a isch) e hal en haben.“14
Diese hie nu ku z skizzie e Bosnien ‑Episode e weis sich bei nähe e Be ach‑
ung als ein Ma ks ein in Chambe lains wel anschauliche En wicklung. Denn de B i‑
e, so da man au G undlage seine B ie e annehmen, lausch e in Bosnien nach den
Echos eine längs e gangenen Zei , in de ihm wesen liche Aspek e seine eigenen
im En s ehen beg i enen Wel anschauung Reali ä gewesen zu sein schienen. Dabei
9 HSC/O o Böhle , 2.9.1890, NAB, NLC, Ro 196, EZ O o Böhle .
10 HSC/Cosima Wagne , 13.3.1891, NAB, NLC, Ro 96.
11 HSC/Cosima Wagne , 4.6.1891, NAB, NLC, Ro 96.
12 HSC/Cosima Wagne , 4.6.1891, NAB, NLC, Ro 96.
13 HSC/Cosima Wagne , 26.8.1891, NAB, NLC, Ro 96.
14 HSC/Cosima Wagne , 23.3.1896, NAB, NLC, Ro 91.
47SVEN FRITZ
e banden sich ü ihn die be ei s o handenen Bes and eile seines Wel e klä ungs‑
modells mi dem Rassedogma, das sich asch zum zen alen Axiom seines Denkens
en wickel e. Den T eibsa z da ü lie e e nich die in ellek uelle Auseinande se zung
mi de „Rassen age“ im Wiene S udie zimme , sonde n das Ge ühl, die angeblich
übe zei lichen K ä e de „Rasse“ gewisse maßen in Ak ion gesehen zu haben.
3. RASSENKAMPF AN DER IMPERIALEN PERIPHERIE:
GRENZLANDDEUTSCHTUM
Am Ende des Jah zehn s zei ig e diese En wicklungsp ozess E gebnisse: Im Win e
1899 e schienen die G undlagen des 19. Jah hunde s, die Chambe lains Ka ie e als
ölkische In ellek uelle beg ünde en. Mi de gleichen Ene gie, mi de e seine zei
den bogomilischen K iege n nachgespü ha e, widme e e sich nun de Rezep ion
seines We kes. Eine willkommene Un e s ü zung seine Bemühungen s ell e dabei
die g oßzügige Spende des Mäzens Augus Ludowici da , de als millionenschwe e
Fab ikan ensohn und Chambe lain ‑Ve eh e 15 000 Ma k be ei s ell e, um die Ve ‑
b ei ung de G undlagen ganz nach den Vo s ellungen des Au o s siche n zu hel en.
In Rücksp ache mi dem B uckmann ‑Ve lag, de das Buch publizie ha e, e schie‑
nen da au hin in zahl eichen g oßen Zei ungen Anzeigen, die das Publikum on
de Möglichkei zum E hal on F eiexempla en in o mie en– o ausgese z , die
In e essen en gaben Auskun übe ih e Mo i a ion und mach en du ch Nennung
de Anzahl ih e Schüle , Mi gliede ode ih es Einzugsgebie es deu lich, inwiewei
sie als Mul iplika o en aug en.
Das Angebo e ing und binnen ku zem lie en bei B uckmann übe ausend
Gesuche ein, die de Ve lege sammel e und nach Wien schick e, wo de Au o sich
pe sönlich um den Ve eilungsschlüssel kümme n woll e. „Die Be ücksich igung de
Leh e “, so e klä e Chambe lain sein Vo gehen, „s and obenau ; am liebs en hä e ich
ih e Gesuche alle mi ‚ja‘ bean wo e “. Dann abe sch änk e e ein: „Ich ü ch e, dass
in manchen Fällen die zum Ve s ändnis […] nö ige Geis eskul u ehl ; […] Die G und‑
lagen kann abe unmöglich ein Baue und wohl kaum ein Volksschulleh e lesen.“15
Es wa en also die Leh e e eine de Gymnasien und Realgymnasien, die S uden en‑
und akademischen Ve eine, die Semina ‑ und Uni e si ä sbiblio heken sowie die
s äd ischen Zen albiblio heken, au die es ankam. Am Ende schließlich belie sich
die Ab echnung au 1181 Emp änge und insgesam e wa 2 500 e sand e Exempla e.16
Besonde s am He zen lagen dem Au o alle dings die Ve eine in den G enzgebie en
des Reiches ode jensei s de Reichsg enzen sowie die G oß e eine, die in diesen Ge‑
bie en Zweigs ellen un e hiel en: E sei „du chaus da ü , dass de Os ma ken e ein in
Be lin die on ihm ge o de en 100 Exempla e bekomm “, sch ieb Chambe lain und
beme k e, e habe ausnahmslos „alle Gesuche in de Os ma k und auch in Böhmen,
in Siebenbü gen, e c., die i gendwie eell e schienen“, posi i beschieden. „In solchen
15 HSC/Hugo B uckmann, 25.12.1902, NAB, NLC, Ro 284.
16 Dies e gab die Auswe ung de Sch eiben in NAB, NLC, Ro 189 und Ro 190.
48 BRÜCKEN 29/1
Gegenden“, so e klä e e dem Ve lege , „is die Wi kung des Buches siche und muss
es möglichs jedem Deu schen zugänglich gemach we den“.17
B uckmann wiede um hiel sich ak ibisch an die Vo gaben seines Au o s und s ell‑
e im Anschluss alle An agen wie die dazugehö igen Danksch eiben in g oßen Map‑
pen zusammen. De en sys ema ische Du chsich e gib 168 Bi sch eiben on Ve einen,
die in die Ka ego ie des sog. G enzlanddeu sch ums allen. Dabei en s amm en nahezu
säm liche diese An agen den Gebie en an de Pe iphe ie Ös e eich ‑Unga ns– sie
kamen insbesonde e aus Böhmen, Mäh en, Siebenbü gen, dem Bana und dem Ol‑
sagebie – und ich e en sich an Ve eine, die sich o besonde s kämp e isch um die
P lege des „Deu sch ums“ in den „G enzlanden“ bemüh en und dami als Keimzelle
wie als Mo o de Fo mie ung und Radikalisie ung de deu schna ionalen Bewegung
de Donaumona chie ungie en.18
Besonde s augen ällig wu de dies bei Ve einen wie e wa de O sg uppe Fulnek
des Bundes de Deu schen in No dmäh en, die ih Sch eiben nich au den 3. Mä z 1903,
sonde n au den 3. Lenzmond 1903 da ie e, um du ch die Nu zung e mein lich ge ‑
manisie e Mona snamen ih e ölkische Gesinnung zu e deu lichen– eine P axis,
die on zahl eichen de a igen Ve einigungen ausgeüb wu de.
E wa ungsgemäß inde sich un e den An ags elle n auch eine Anzahl on Ve ‑
einen aus B ünn, das zu jene Zei übe eine deu schsp achige Be ölke ungsmeh hei
e üg e. Von do ag en an de Deu sch ‑akademische Lese e ein, de Leh e haus e ein,
de Ve ein deu sche Ju is en, de Ve ein deu sche Hochschüle „Silesia“, de B ünne
Leh e e ein, die Deu sche Gesellscha in Al b ünn, die Büche ei des Deu schen olks‑
wi scha lichen Ve eins im 3. B ünne Gemeindebezi k, de Ve ein deu sche S uden en
aus No dmäh en in Wien, Ca ell: Ve ein deu sche Technike „Sude ia“ und mindes ens
eine Dependance des Ve eins de Deu schen in Mäh en.19
Insgesam , so iel dü e anhand de Beispiele deu lich gewo den sein, weis das
Ve eilungsmus e kla in eine Rich ung: Chambe lain ha e die alldeu schen und
ölkischen Ve eine und Ve bände als diejenigen Exponen en de poli ischen Sphä e
iden i izie , die seine Wel anschauung am nächs en s anden. Fü die Ve eilung in
die B ei e de Gesellscha und die Wi kung au ein junges Publikum beschenk e e
auße dem geziel die Leh e , Hochschulleh e und poli ischen Ak i is en als Mul i‑
plika o en ins Bildungsbü ge um– nich dagegen die Volksschulleh e , die keinen
Zug i au eine a ak i e Klien el ha en.20 Sein Ve such, geziel au die S uden en,
die Gymnasias en, ku z: au die Jugend zu wi ken, zeig , wie e ns es ihm mi de
Ges al ung de Zukun im Sinne de G undlagen wa .
4. DER CHAMBERLAIN AUS WIEN: RUMÄNIEN
Die Mi ges al ung de Zukun wa auch die eibende K a in de d i en Episode,
in de sich Chambe lain im He bs 1901 zu eine publizis ischen In e en ion in die
Poli ik Rumäniens mo i ie sah. Das Land im G enz aum zwischen Mi el‑ und Süd‑
17 HSC/Hugo B uckmann, 25.12.1902, NAB; NLC, Ro 284.
18 Zum Komplex des G enzlanddeu sch ums Schmid (2009) sowie Schmid (2008: 464–479). Auße dem
die Bei äge in Hahn (2007).
19 Vgl. die Sch eiben de jeweiligen Ve einigung in NAB, NLC, Ro 189.
20 Zum ös e eich ‑unga ischen Ve bindungswesen siehe G a (2014).
49SVEN FRITZ
os eu opa wa , ganz wie das Deu sche Kaise eich, ein noch junge S aa , de sich in
den 1860e Jah en gebilde ha e. Ande s als in Deu schland, wo mi de S aa sg ün‑
dung die ech liche Gleichs ellung de deu schen Juden einhe ging, blieben die e wa
200 000 Juden au dem Gebie Rumäniens om P ojek des geein en Na ionals aa es
ausgeschlossen: Die neue Rech so dnung e weh e ihnen die S aa sbü ge scha
und mach e sie zu S aa enlosen.
Als sich Rumänien in den olgenden Jah en innenpoli isch konsolidie e, wu de
die jüdische Minde hei zunehmend als „ emd“ s igma isie und zum Ziel eine
imme gewal ä ige en na ionalis ischen Mobilisie ung. O ene Disk iminie ung und
Pog ome gehö en nun zum All ag und üh en zu eine massi en Fluch welle un e
den zumeis ho nungslos e a m en umänischen Juden. Ku z o de Jah hunde ‑
wende kam es, nach jah elange Agi a ion und poli ische Ein lussnahme du ch die
in de umänischen An isemi en ‑Liga e sammel en ölkisch ‑na ionalis ischen K ä e,
e neu zu gewal ä igen Aussch ei ungen, die on den S äd en au die P o inz übe ‑
g i en und e s nach einigen Mona en wiede abebb en (Mülle 2005; Onac 2017).
So e schien de poli ischen und in ellek uellen Eli e des Landes am Beginn des
20. Jah hunde s die „Juden age“ als d ängendes P oblem, das au na ionale Ebene
gelös we den muss e. Au de Suche nach Expe ise wand e sich deshalb die Noua
Re is a Romana, eine de üh enden Geleh enzei sch i en Rumäniens, an eu opäi‑
sche In ellek uelle, Wissenscha le und Poli ike und ba um die Bean wo ung eine
einzigen F age: „Wü den Sie den Rumänen a en, den Juden die olle bü ge liche und
poli ische Gleichbe ech igung sowie das Rech au G undeigen um zu gewäh en?“21
Chambe lain, den die „G undlagen“ in den K eis eu opäische Sach e s ändige
zu „Juden age“ be ö de ha en, e a bei e e inne halb on ün Tagen einen um‑
änglichen A ikel, de wesen liche Eckp eile seines Wel anschauungsangebo es
o s ell e und dann mi eine Reihe poli ische Konk e ionen au wa e e (Chambe ‑
lain 1901; wei e e Zi a e on do ). So s ell e de Au o zunächs Übe legungen zum
Rasse ‑Thema in den Vo de g und und beme k e, im „gemisch en Blu e de heu igen
Rumänen“ habe sich „ein Teil al ömisches bewah “, de „als poli ische Ins ink
sich heilb ingend kund u “– ein schmeichelha e Reku s au den umänischen Na‑
ionalmy hos dakisch ‑ ömische Abkun und ü Chambe lain au s Engs e mi de
Exis enz des S aa es e knüp . Denn ohne diesen aus de He kun esul ie enden
poli ischen Ins ink könne „keine Na ion geg ünde we den und ohne Na ion kann
keine Zi ilisa ion und Kul u Wu zel assen“– eine Einsich , die man nich zule z am
nega i en Beispiel de ande en „sons so sympa hischen, ein sla ischen Balkan öl‑
ke “ e olgen könne. Doch den Rumänen seien in ih e S aa swe dung d ei wich ige
Manö e gelungen: 1. Die Abweh des slawischen Ein lusses, 2. die Einse zung eines
du ch adlige „Zuch wahl“ zum He sche he angebilde en „Fü s en aus dem Hause
Hohenzolle n“, nämlich Ca olI., sowie 3. die Ve hinde ung de Judenemanzipa ion
du ch die E ablie ung eine an isemi ischen Poli ik de Disk iminie ung.
Dami wa de Judenhass als wesen liche Baus ein s aa liche Poli ik e ablie und
wu de im Ve lau des Tex es du ch aus üh liche Exku se imme wiede au s Neue
legi imie : die Juden als F emde im biblischen Paläs ina, die Juden als To eng äbe
des Kleingewe bes wie als un edliche P o i eu e de Indus ialisie ung, als Bande
21 Aus üh lich dazu F i z (2022: 388–402), do auch mi den wei e en Teilnehme n de Um age.
56 BRÜCKEN 29/1
Geulen, Ch is ian (2004): Wahl e wand e. Rassendisku se und Na ionalismus im spä en 19. Jah hun‑
de . Hambu g: Hambu ge Edi ion.
G a , He mann (2014): „Los on Rom“ und „heim ins Reich“. Das deu schna ionale Akademike milieu an
den cislei hanischen Hochschulen de Habsbu gmona chie 1859–1914. G az: Uni . Diss.
Hahn, Hans Henning (Hg.) (2007): Hunde Jah e sude endeu sche Geschich e. Eine ölkische Bewe‑
gung in d ei S aa en. F ank u /M. u.a.: Lang.
Ha mann, Ch is ian/Vo de maye , Thomas/Plöckinge , O hma /Töppel, Roman (Hgg.) (2016):
Hi le , Mein Kamp . Eine k i ische Edi ion, 2 Bde. München, Be lin: Ins i u ü Zei geschich e.
Hee , Hannes (2013a): „Richa d Wagne s Scha en. Ein Vo wo “.– In: De s./F i z, S en (Hgg.),
Wel anschauung en ma che. Die Bay eu he Fes spiele und die „Juden“ 1876 bis 1945. Wü zbu g:
Königshausen & Neumann, 7–18.
Hee , Hannes (2013b), „Wenn es nich sein muss, wollen wi doch die Juden aussen lassen“. An ise‑
mi ische Bese zungspoli ik in de Ä a Cosima Wagne .– In: De s./F i z, S en (Hgg.), Wel an‑
schauung en ma che. Die Bay eu he Fes spiele und die „Juden“ 1876 bis 1945. Wü zbu g: Königs‑
hausen & Neumann, 111–150.
Hee , Hannes (2017): Ve schwö ungs heo ien und Ve eibungspläne. Die skandalöse Neuedi ion
on Richa d Wagne s Pamphle „Das Juden hum in de Musik“ 1869.– In: De s./Glanz, Ch is‑
ian/Ra hkolb, Oli e (Hgg.), Richa d Wagne und Wien. An isemi ische Radikalisie ung und das
En s ehen des Wagne ismus. Wien: Holli ze , 23–66.
Holle , Wol gang/Püschel, Gud un/Wende mann, Ge da (Hgg.) (2014): K ieg de Geis e . Weima als
Symbolo deu sche Kul u o und nach 1914. D esden: Sands ein.
Judson, Pie e M. (2017): Habsbu g. Geschich e eines Impe iums 1740–1918. München: Beck.
Leonha d, Wol gang (2001): Vom „Na ionalk ieg“ zum „K iegsna ionalismus“. P ojek ion und
G enze na ionale In eg a ions o s ellungen in Deu schland, G oßb i annien und den Ve ‑
einig en S aa en im E s en Wel k ieg.– In: Hi schhausen, Ul ike ./De s. (Hgg.), Na ionalis‑
men in Eu opa: Wes ‑ und Os eu opa im Ve gleich. Gö ingen: Walls ein, 204–240.
Leonha d, Wol gang (2018): Die Büchse de Pando a. Geschich e des E s en Wel k iegs, München: Beck.
Lobens ein ‑Reichmann, Anja (2005): Hous on S ewa Chambe lain. Zu ex lichen Rekons uk ion
eine Wel anschauung. Eine sp ach‑, disku s‑ und ideologiegeschich liche Analyse. Be lin, New
Yo k: de G uy e .
Lobens ein ‑Reichmann, Anja (22017): Hous on S ewa Chambe lain.– In: Fahlbusch, Michael/
Haa , Ingo/Pinwinkle , Alexande (Hgg.), Handbuch de Völkischen Wissenscha en. Be lin,
Bos on: de G uy e , 114–118.
Mommsen, Wol gang J. (Hg.) (1996): Kul u und K ieg. Die Rolle de In ellek uellen, Küns le und
Sch i s elle im E s en Wel k ieg. München: Oldenbou g.
Mülle , Die ma (2005): S aa sbü ge au Wide u . Juden und Muslime als Al e i ä spa ne im
umänischen und se bischen Na ionalcode. E hnona ionale S aa sbü ge scha skonzep e 1878–1941.
Wiesbaden: Ha assowi z.
Onac, Iulia (2017): „In de umänischen An isemi en ‑Ci adelle“. Zu En s ehung des poli ischen An i‑
semi ismus in Rumänien 1878–1914. Be lin: Me opol.
Puschne , Uwe (2002): Die ölkische Bewegung im wilhelminischen Kaise eich. Sp ache, Rasse, Reli‑
gion. Da ms ad : WBG.
Rohk äme , Thomas (1999): Eine ande e Mode ne? Zi ilisa ionsk i ik, Na u und Technik in Deu sch‑
land 1880–1933. Pade bo n: Schöningh.
Schmid, Julia (2008): Deu schböhmen als Kons uk deu sche Na ionalis en in Ös e eich und
dem Deu schen Reich.– In: Bohemia 48/2, 464–479.
Schmid, Julia (2009): Kamp um das Deu sch um. Radikale Na ionalismus in Ös e eich und dem Deu ‑
schen Reich 1890–1914. F ank u /M.: Campus.
Sch oede , Leopold on (1918): Hous on S ewa Chambe lain. Ein Ab iß seines Lebens au G und eige‑
ne Mi eilungen. München: Lehmann.

57SVEN FRITZ
Tu da, Ma ius (2008): Conse a i e Palingenesis and Cul u al Mode nism in Ea ly Twen ie h‑
Cen u y Romania.– In: To ali a ian Mo emen s and Poli ical Religions 9/4, 437–453.
Vocelka, Ka l (2014): Ös e eichische Geschich e. München: Beck.
Wladika, Michael (2005): Hi le s Vä e gene a ion. Die U sp ünge des Na ionalsozialismus in de k.u.k.
Mona chie. Wien, Köln, Weima : Böhlau.