| 45
Vahan Te -Ghe ondian
Das handsch i liche E be on A zach und U ik
Abs ac
The pape p esen s he book Manusc ip He i age o A sakh and U ik, which was published in 2022.
I is based on scien i ic esea ch, bu aimed a a b oad audience beyond he academic communi y.
I co e s he complex his o y o he egion, he connec ion be ween A sakh and U ik, he de elop-
men o he Albanian Chu ch and he changes in bo de s and e hnic composi ions o e he cen u ies.
The ocus is on he h ea o he cul u al he i age in A sakh, e.g. h ough alsi ica ions o his o y.
Im Mai 2022 wu de eine S udie un e dem Ti el Manusc ip He i age o A sakh and U ik
(Das handsch i liche E be on A zach und U ik) e ö en lich . Sie soll im o liegenden
Band o ges ell we den, weil sie sich nich nu di ek au das kul u elle E be on A zach
bezieh , sonde n auch mi dem Zweck konzipie und gescha en wu de, dieses E be zu be-
wah en bzw. o jeglichen Ve ze ungen und Un e schlagungen zu schü zen. Die Idee eine
de a igen Publika ion bes and schon lange. Nach dem le z en K ieg on A zach s ell en
wi jedoch es , dass die Ve ö en lichung des Buches äuße s nö ig gewo den wa . Glück-
liche weise s imm e unse Ansa z mi dem Ziel des angekündig en Fö de p og amms de
›A menian Gene al Bene olen Union‹ (AGBU) übe ein. So wu de de Band du ch gemein-
same Ans engungen de beiden Ins i u ionen bzw. AGBU und dem Ma enada an e a bei e .
Das Buch is das E gebnis eine e olg eichen G uppena bei , an de e wa ein Du zend
Expe *innen eilnahmen.1
De Ansa z de S udie wa on An ang an, basie end au insbesonde e den en sp echen-
den his o iog aphischen, handsch i lichen, philologischen und kuns wissenscha lichen
S udien, die in den le z en 30 bis 40 Jah en en s anden sind, ein um assendes We k zu
e s ellen, das den Cha ak e eine Zwischens u e zwischen eine undie en wissenscha -
lichen S udie und eine populä en Publika ion e hal en soll e. Dadu ch bie e die S udie
wissenscha lich au gea bei e es Quellenma e ial, das abe auch möglichs e s ändlich und
1 Siehe H a a d Hagopian, Tama a Minasyan, Vahe To osyan, Manusc ip He i age o A sakh and U ik, Ed. Ka en Ma-
e osyan, Ye e an – Ma enada an 2022, ISBN: 978-9939-897-03-5. Alle Fak en im olgenden A ikel sind in diese Buch-
publika ion beleg .
Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/978-3-928794-95-4/p2
46 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը
in e essan da ges ell is , und dabei auch eine gewisse missiona ische Rolle e üll . Mi
ande en Wo en: sie ich e sich nich nu an die wissenscha lichen und akademischen
K eise, sonde n auch an Diploma *innen, Poli ike *innen und die Ö en lichkei , o allem
die Wel gemeinscha .2
Die beiden P o inzen – A zach und U ik – des his o ischen A meniens (G oße Hayk)
we den aus meh e en G ünden zusammen p äsen ie . E s ens weis die Geschich e diese
P o inzen in de An ike und im Mi elal e iele Gemeinsamkei en au . Zwei ens bilde en
sie, obwohl die Regionen on A zach und U ik Bes and eil de mi elal e lichen a menischen
Handsch i enkuns und Minia u male ei wa en, pa allel ih e eigene Schul ich ung aus. Da-
bei en wickel en sie gemeinsam ih e eigenen lokalen Besonde hei en, ähnlich wie e wa die
Handsch i enzen en on Vaspu akan, Ani-Shi ak, Hohes Hayk, Syunik ode auch Kilikien
ih e eigenen Me kmale ha en. Schließlich e binde diese beiden Nachba gebie e auch ih
bi e es Schicksal, dass sie in den le z en 100 Jah en o z des s ändigen Kamp es um die e h-
nische Iden i ä , nich in das a menische S aa sgebie au genommen we den konn en. S a -
dessen wu den die beiden P o inzen 1918 küns lich gegen ih en Willen an den neugeg ünde-
en S aa Ase baidschan mi ü kische Sp ache und Kul u angeschlossen. Sei dem wa en sie
s ändig on Ze s ö ung bed oh . Eine Ausnahme bilde diesbezüglich nu ein wes liche Teil
on U ik, de die heu ige Region Ta ush ausmach und dami als Teil de Republik A menien
e hal en blieb. Abgesehen da on is das Einzige, was bis Ende 2020 noch üb iggeblieben is ,
die ölke ech lich nich ane kann e und ze s ückel e Republik A zach.
Das hie p äsen ie e Buch soll dahe ein ala mie ende Au u sein, die g oße Kul u -
egion im Zwischen aum de beiden Flüsse Ku und A ax zu e en, die heu e unmi elba
on de Ze s ö ung bed oh is . Is diese Poli ik de Geschich s älschung und de Aneignung
de Kul u ande e Völke in unse em Nachba land Ase baidschan abe neu? Ta sächlich
ha sie eine jah zehn elange Geschich e. Sei den 1960e Jah en gab es do de a ige Ten-
denzen e olgende Au o en, und zwa in ech hohen Posi ionen. Im G oßen und Gan-
zen wu de diese agwü dige Fälschungspoli ik un e sowje ischen Bedingungen ziemlich
ma ginalisie . Nach de Unabhängigkei se klä ung Ase baidschans wu de sie abe a säch-
lich zu S aa spoli ik. Nach dem le z en A zach-K ieg kann man mi Siche hei sagen, dass
die Geschich s älschung ih en Höhepunk e eich ha . Nun wi d ein agg essi es und on
de ase baidschanischen Regie ung selbs o ganisie es P og amm du chge üh , an dem
alle Regie ungsbehö den, Bo scha en und iele sons ige un e s ü zende G uppen be eilig
sind. Sie e hal en da ü Millionen US-Dolla . Ein in eg ale Bes and eil diese an ia meni-
schen
P opaganda is die Ve ze ung de Ve gangenhei , die haup sächlich au zwei A en
2 An diese S elle möch e ich den d ei Au o *innen danken: dem His o ike Vahe To osyan, de Philologin Tama a Mina-
syan und dem Kuns wissenscha le H a a d Hakobyan, de en Zusammena bei zu einem gu en E gebnis ge üh ha .
De He ausgebe des Buches, Ka en Ma e osyan, die Übe se ze in Sona Baloyan, die Ko ek o in E in Pinyon sowie die
Mash o s S i ung un e de Lei ung on Va di Keshishyan, die diese Einsä ze koo dinie e, leis e en eben alls einen
wich igen Bei ag. Ich möch e hie auch den Buchges al e Ma i os Tolmajyan und den Ka og a en Gegham Badalyan
e wähnen. Le z e e e s ell e eine neue Ka e, die deu lich die Posi ionen iele Handsch i enzen en zeig , in denen
Hunde e we olle Manusk ip e e s ell wu den.
Te -Ghe ondian: Das handsch i liche E be on A zach und U ik | 47
geschieh : E s ens dadu ch, die A menie und ih e Kul u aus de Region zu e eiben,
wobei de en Kul u ein ach physisch e nich e wi d. Das deu lichs e Beispiel da ü wa
die Ze s ö ung on Tausenden on Cha schka s (K euzs einen) on Jugha o nich einmal
15-20 Jah en. Zwei ens, alle a menischen Ki chen, Cha schka s, Klös e , zusammen mi allen
We ken on denjenigen Au o en, die do ä ig wa en, als ałuanisch (kaukasisch-albanisch)
zu e klä en, das heiß , sie en wede zu ze s ö en ode alsch einzuo dnen. Es eich jedoch
nich aus, nu zu behaup en, dass das, was au o izielle Ebene ge an wi d, eine Fälschung,
Geschich skons uk ion, Ve ze ung usw. sei. Die poli ische und kul u elle Geschich e de
An ike und des Mi elal e s is insbesonde e in unse e Region komplex und hochkompli-
zie . Fü e ns ha und ak enbasie a bei ende Wissenscha le *innen is sie so zwa im
Allgemeinen e s ändlich (auch wenn es einzelne Meinungs e schiedenhei en geben mag),
abe wenn jemand absich lich bzw. ü poli ische Zwecke au unse iöse e Me hoden zu ück-
g ei , dann kann e mi denselben Fak en und mi eine En a menisie ung bzw. ›Albanisie-
ung‹ wenige gu in o mie e Menschen leich e wi en und manipulie en.
Lassen Sie uns hie ku z au eine wich ige F age eingehen: Was bedeu e eigen lich
Ałuank? Siche lich leb en ühe au dem Te i o ium dieses Landes e schiedene S ämme
mi kaukasischen Sp achen, die spä e einen S aa bilde en. Auch nach de Annahme des
Ch is en ums konn en sich diese S ämme nich als ein einziges Volk e einen. Dies is beleg
du ch an ike Au o en, die on insgesam 26 S ämmen be ich en, die seh e schiedene und
un e einande kaum e s ändliche Sp achen p leg en. Da on zeugen auch einige spä e e
a abische Au o en aus den 9.-10. Jh. Sie be ich en nämlich on meh als 70 S ämmen, die
wiede um au g und un e schiedliche Sp achen g oße Schwie igkei en ha en, sich un e -
einande zu e s ändigen.
Im Allgemeinen is die g oße Di e enzie ung in sp achliche und s ammesbezogene Hin-
sich spezi isch ü die gebi gige Kaukasus egion, wie man es beispielsweise noch heu e in
Dages an beobach en kann. Es gib be ei s eine wei eichend akzep ie e Ansich , dass das
Wo ›Ałuank‹ om a menischen aghu (süß ode uch ba ) abs amm . D.h. ›Ałuank‹ be-
deu e e ein gu es Land ode eine uch ba e E de und muss e nich unbeding eine e hnische
Bedeu ung haben. Was den on e schiedenen g iechischen und la einischen Au o en ge-
gebenen O snamen Albanien be i , so is dies bloß ein Beispiel, wie man damals einem
neu en deck en Land einen be ei s e au en Lände namen gab. Sowohl im Fall on Ałuank
als auch on Vi k (Geo gien) wu den die bekann en Namen des eu opäischen Albaniens
bzw. Ibe iens küns lich den Nachba lände n zugesch ieben, da eine gewisse klangliche Ähn-
lichkei es ges ell wu de. In diesem ku zen Bei ag mach es keinen Sinn in die Tie en de
Jah ausende zu gehen. Wi können lediglich e suchen zu e s ehen, wie die poli ischen,
e hnischen und kul u ellen G enzen in diese Region ühe aussahen. Nehmen wi zum
Beispiel, ohne au die König eiche on Van, U a u ode Je wandi en Bezug zu nehmen, das
2. Jh. nach Ch is us, als das König eich de A axiden in A menien p oklamie wu de, nach-
dem die He scha de Seleukiden beende wa . Lau den e gleichba en Zeugnissen eine
Reihe be ühm e Au o en aus de An ike, e lie die no dös liche G enze on Me s Hayk ode
48 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը
on G oßa menien en lang des Flusses Ku . Das Land namens Ałuank bzw. Albanien ode
Kaukasisches Albanien lag am linken, d.h. no dös lichen U e des Flusses Ku . Am ech en
bzw. no dwes lichen U e lag U ik, wei e un en im Süden A zach, welches ein un ennba e
Teil des a menischen König eichs wa . Diese O dnung hiel bis zu Mi e des 5. Jah hunde s,
also e wa sechseinhalb Jah hunde e, nahezu un e ände an. Mi ande en Wo en, in den
beiden a menischen König eichen de A axiden und A sakiden blieb de Fluss Ku die es e
G enze zwischen Hayk (A menien) und Ałuank (Kaukasisches Albanien).
Diese Si ua ion begann sich schon im 5. Jh. zu e ände n. Zunächs e schwand 428 das
König eich de A sakiden aus A menien. Vi k (Ibe ien) und Ałuank behiel en zwa ü ku -
ze Zei nominell ih e Könige, ih e Sou e äni ä wa jedoch olls ändig e lo engegangen.
In de Mi e desselben Jah hunde s nahmen die Sassaniden neue Ve wal ungsau eilungen
o und se z en Ma zpans (Gou e neu e) in de Region ein, die sich unmi elba un e ih e
Kon olle be anden. Auch ohne den byzan inischen bzw. wes lichen Teil on A menien,
besaß dieses Land ein iel g öße es Gebie als Ibe ien und Albanien. Auße dem wa die a -
menische Königsdynas ie de A sakiden dem sassanidischen I an ein Do n im Auge. Deswe-
gen soll e A menien ein ü alle Mal geschwäch we den. Auße dem wa es ü die S eue -
e hebungen des i anischen S aa es wünschenswe , möglichs gleichg oße Gebie seinhei en
zu haben, die unge äh die gleiche S eue zahlen wü den. Aus diesem G und schlossen die
Sassaniden die P o inz Guga k in No da menien an Ibe ien und die os a menischen P o in-
zen A zach und U ik an Albanien an. So en s anden die d ei Ma zpan-Regionen on Hayk,
Ibe ien und Albanien. Alle d ei ha en nun neue G enzen. Dies ände e abe nich s an ih e
e hnischen Zusammense zung. Es gib jedoch einen wich igen Ums and, de hie unbeding
e wähn we den muss: Mi de E wei e ung de adminis a i en G enzen on Albanien,
wu de das Ve wal ungsgebie de Kaukasisch-Albanischen Ki che in gleichem Maße e wei-
e . Dadu ch gal en die zusammenge üg en Gebie e on A zach und U ik eben alls als de
Albanischen Ki che un e geo dne . Man muss auch da au hinweisen, dass die Albanische
Ki che au dogma ische Ebene sei ih e G ündung de A menisch-Apos olischen Ki che
olg e. Höchs wah scheinlich wa ih e li u gische Sp ache auch A menisch. Das albanische
Ka holika wa in das hie a chische Sys em de a menischen Ki che in eg ie , indem es
dem a menischen Ka holikos un e geo dne wa . Es is eine allgemein bekann e Ta sache,
dass kein einziges olls ändiges We k in de sogenann en Kaukasisch-Albanischen Sch i
übe lie e wu de. Was auch imme üb iggeblieben is , s ell meis ens nu ku ze B uchs ü-
cke da . Dies is de G und, wa um de Übe gang de beiden a menischen P o inzen an die
Albanische Ki che damals keinen Wide s and in A zach und U ik he o ie .
Die d ei oben genann en Ma zpan-Regionen blieben e wa zwei Jah hunde e lang inne -
halb diese besch iebenen G enzen, bis die a abischen In asionen begannen. Als das a abi-
sche Kali a sich in unse em Gebie e b ei e e, wu de eine einzige g oße P o inz namens
A minia als Teil des nö dlichen Vizekönig eichs des a abischen Kali a s gebilde . Sie um ass e
nich nu die d ei ehemaligen sassanidischen Ma zpan-Regionen, sonde n auch die nahen
kaspischen Gebie e zusammen mi De ben , was dem heu igen Süddages an en sp ich . Das
Te -Ghe ondian: Das handsch i liche E be on A zach und U ik | 49
bedeu e , wenn wi de gleichen Logik olgen wie einige His o ike aus dem heu igen Ase bai-
dschan, dann soll en wi au de G undlage de Namen de a abischen Ve wal ungseinhei en
nich nu Os geo gien und ganz Ase baidschan zusammen mi ih e kaspischen Küs e zu A -
menien zählen, sonde n auch Dages an und alle genann en Lände als a menisch be ach en.
Es is beme kenswe , dass die a abischen He sche jenes g oße Gebie A minia nann en und
gleichzei ig auch in e ne Teilungen o nahmen, die g öß en eils mi den ehemaligen sassani-
dischen P o inzen zusammen ielen und in e essan e weise E s es A minia, Zwei es A minia,
D i es A minia und Vie es A minia hießen. Z. B. um ass en die G enzen des E s en A minia
die gleiche sassanidische Region on Albanien bzw. zu o die Regionen on A zach und U ik.
Diese Zusammens ellung hiel wei e e 200 Jah e an, bis in olge des Ze alls des a abischen
Kali a s in diesem Gebie unabhängige S aa en en s anden wie beispielsweise das Bag a iden-
König eich on Ani-Schi ak, das A z uniden-König eich on Vaspu akan, das König eich on
Syunik, das Tashi -Dzo age -König eich usw. Gleichzei ig wu de in den ü uns in e essan en
Gebie en das a menische König eich on Pa isos geg ünde . Im 10. Jah hunde en s and auch
in A zach das Cha schen-Fü s en um, das meh e e Jah hunde e do he sch e.
Als im 11. Jh. die In asionen de Seldschuken begannen, enn en sich die Wege on
A zach und U ik oneinande . A zach ha e eine besse e Posi ion ü die Ve eidigung, weil
es wei e en e n on de F on linie lag und be gige wa . Do behiel en die a menischen
He sche ih e Posi ionen eilweise bis in die zwei e Häl e des 18. Jah hunde s bei. Aus
diesem G und blieb A zach – und o allem seine gebi gigen O scha en – wäh end diese
genann en Zei on A menie n bewohn . Dagegen wu de in U ik das Emi a on Gandzak
gescha en, wodu ch sich das gesam e demog a ische Bild ände e. A menie bilde en bald
nich meh die Meh hei . T o z alle Übe älle und Auswande ungen gab es bis 1988 imme
noch eine g oße a menische Be ölke ung sowohl in Gandzak (Ki o abad in de UdSSR) als
auch in den umliegenden O scha en. Sie wu de jedoch zum Op e on u ch ba en Pog o-
men und Massake n. Schließlich wa diese Minde hei zusammen mi den hunde ausen-
den A menie n aus Sumgai und Baku e hnischen Säube ungen ausgelie e .
In den oben genann en Jah hunde en e leb e auch die Albanische Ki che ih e eige-
ne En wicklung. Be ei s im 6. Jh. wu den die adminis a i en und geis lichen Zen en de
Ma zpan-Region Kaukasisch-Albanien an das ech e bzw. südwes liche U e om Fluss Ku ,
und zwa in die S ad Pa a de P o inz U ik, e leg . Allmählich wu de de Name Albani-
en in g öße em Um ang nich ü das u sp üngliche Ałuank selbs , sonde n ü die gesam e
Region A zach-U ik e wende .
Eine wich ige Phase in de Geschich e on A zach ode Ka abach wa auch die Zei de
Melik üme (Fü s en üme ) zwischen dem 17. und dem 19. Jh. Sie e hiel en einen gewissen
halbunabhängigen S a us on i anischen Mona chen und wu den Chams ( ün ) Melik üme
genann . Sie alle besaßen eine in e ne Au onomie und wa en unabhängig z.B. in F agen
de S eue e hebung und Ju isdik ion. Auße dem ha e jedes on ihnen das Rech au 1000
Solda en zum Schu z seine eigenen Mach posi ion. In olge des E s en Russisch-Pe sischen
K ieges on 1804-1813 und gemäß dem F iedens e ag on Gulis an gingen sowohl A zach
50 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը
als auch U ik an das Russische Za en eich. Dadu ch zogen sich die Melik-Fü s en üme on
A zach öllig on de poli ischen Bühne zu ück.
Heu e liegen meh als 200 Manusk ip e aus A zach und U ik o , on denen die meis en
im Ma enada an au bewah we den. Die Kolophone diese Manusk ip e und die Insch i -
en, die sich an den Wänden de Klös e be inden, bie en zusammen mi den Auskün en
aus den We ken de damaligen His o ike eine Fülle on Ma e ialien übe hunde e Klos e -
schulen, Ki chen und Siedlungen. Sie alle wa en übe das ku -a axische Mi elgebie e -
s eu , wo die genann en Manusk ip e e s ell wu den, sowie iele ande e Sch i en, die uns
leide nich meh übe lie e sind. Deshalb en häl das o liegende Buch auch jene Manu-
sk ip e, die an ande en O en A meniens en s anden sind, abe danach in den Klös e n on
A zach und U ik au bewah und o de Ve nich ung ge e e wu den.
Im Jah 2021 wu de in Mes op Mash o s Ma enada an die Auss ellung on A zach-Ma-
nusk ip en aus dem Wissenscha s- und Kul u zen um ›Ma enada an-Gandzasa ‹ e ö ne ,
die 2020 wäh end des ze s ö e ischen K ieges nach Je ewan zog und noch heu e besich-
ig we den kann. Alle Sch eibzen en aus A zach sind e e en: Ama as, Gandzasa , das
Klos e des Apos els Yeghische, G scha ank, Hakoba ank (Me za ana s ank), Chada ank,
Dadi ank und die Klös e on Ye i smankan s und Shushi. Es sind also in A zach gesch ie-
bene, illus ie e und au bewah e Manusk ip e, die sich du ch ih e eigens ändige Ikono-
g aphie auszeichnen. Daneben sind abe auch iele a menische A chi dokumen e und in
Shushi p oduzie e E s d ucke zu sehen. Insgesam e wa 80 Expona e we den o ges ell ,
on denen die äl es en aus dem 13. Jh. s ammen.
E lauben Sie mi noch einmal die O ganisa ion de hie dokumen ie en Kon e enz zu be-
g üßen und allen O ganisa o en und Teilnehmenden unse e Tagung meine pe sönliche Hoch-
ach ung auszusp echen. Ich denke, die Au gabe, das kul u elle E be on A zach zu bewah en,
wi d iel ein ache , wenn on jedem wissenscha lichen Zen um ode Ins i u mindes ens eine
solche Ve ö en lichung ausgeh , ähnlich wie die o ges ell e S udie, die abe auch ande e Be ei-
che abdeck : A chäologie, A chi ek u , monumen ale und deko a i e Kuns , Teppichkuns , Folk-
lo e usw. Ich soll e auch e wähnen, dass wi beabsich igen, dasselbe Buch in anzösische und
ussische Übe se zung zu e ö en lichen, sowie wei e e ähnliche Manusk ip -S udien zu e -
ö en lichen, die dem a menischen, handsch i lichen E be on Nachi schewan gewidme sind.
Au o
D . Vahan Te -Ghe ondian
Di ek o om Mes op-Masch oz-Ins i u ü al e Manusk ip e (Ma enada an), Je ewan, A menien,
[email p o ec ed]
Übe se ze : Ha u yun G. Ha u yunyan
| 51
Վահան Տեր-Ղևոնդյան
Արցախի և Ուտիքի ձեռագրական
ժառանգությունը
Ներկայացվող պատկերագիրք-ուսումնասիրությունը լույս է տեսել 2022 թ.
մայիսին։ Այն պատշաճ համարեցինք ներկայացնել ներկա համաժողովում,
քանի որ ոչ միայն անմիջականորեն վերաբերում է Արցախի մշակութային
ժառանգությանը, այլև հղացվել ու ստեղծվել է հենց այն նպատակով, որ պահպանի
ու պաշտպանի այդ ժառանգությունը և, մանավանդ, այն հեռու պահի բոլոր
տեսակի աղավաղումներից ու յուրացումներից։ Նման մի հրատարակության
գաղափարը վաղուց հասունացել էր, բայց արցախյան վերջին պատերազմից
հետո համոզվեցինք, որ գրքի լույսընծայումը խիստ հրատապ է։ Բարեբախտաբար
մեր այս մոտեցումը համընկավ Հայկական բարեգործական ընդհանուր միության
(ՀԲԸՄ) հայտարարած դրամաշնորհային ծրագրի նպատակի հետ։ Այսպիսով,
երկու հաստատությունների համատեղ ջանքերով գիրքը լույս տեսավ։ «Արցախի
և Ուտիքի ձեռագրական ժառանգությունը» գիրքը խմբային հաջող աշխատանքի
արդյունք է, որին մասնակցել են շուրջ մեկ տասնյակ մասնագետներ։1 Հենց սկզբից
մոտեցումը հետևյալն է եղել՝ հիմք ընդունելով հատկապես վերջին 30-40 տարիների
ընթացքում ստեղծված պատմագիտական, ձեռագրագիտական, բանասիրական,
արվեստաբանական հետազոտությունները՝ ստեղծել մի համապարփակ
աշխատություն, որն իր բնույթով միջին դիրք կգրավի խոր գիտական
ուսումնասիրության և հանրամատչելի գրքի միջև, այսինքն՝ համապատասխան
աղբյուրագիտական հենք ունենալով հանդերձ, հնարավորին չափ դյուրընթեռնելի
և դիտարժան կլինի՝ կատարելով նաև որոշակի քարոզչական դեր։ Այլ կերպ ասած՝
այն նախատեսված է ոչ միայն հետազոտողների և ակադեմիական շրջանակների,
այլև դիվանագետների, քաղաքական գործիչների և հանրության, հատկապես
օտար հանրության համար:2
1 Տե՛ս H a a d Hagopian, Tama a Minasyan, Vahe To osyan, Manusc ip He i age o A sakh and U ik, Ed. Ka en Ma-
e osyan, Ye e an – Ma enada an 2022, ISBN: 978-9939-897-03-5: Այս հրապարակման մեջ փաստագրված են նաև
տվյալ հոդվածի բոլոր պատմական տեղեկությունները։
2 Այստեղ ցանկանում եմ շնորհակալություն հայտնել երեք հեղինակներին՝ պատմաբան Վահե Թորոսյանին,
բանասեր Թամարա Մինասյանին և արվեստաբան Հրավարդ Հակոբյանին, որոնց աշխատանքի համադրումը
լավ արդյունք է տվել։ Իրենց լուրջ ներդրումն են ունեցել նաև խմբագիր Կարեն Մաթևոսյանը, թարգմանիչ
Սոնա Բալոյանը, անգլերենի սրբագրիչ Էրին Պինյոնը, ինչպես նաև Մաշտոց հիմնադրամը Վարդի Քեշիշյանի
գլխավորությամբ, որը կատարել է աշխատանքների համադրումը։ Կցանկանայի ավելացնել նաև ձևավորողին՝
Մարտիրոս Տոլմաջյանին և քարտեզագրին՝ Գեղամ Բադալյանին: Վերջինս մի նոր քարտեզ է ստեղծել՝ հստակ
52 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը
Պատմական Հայաստանի (Մեծ Հայքի) այս երկու նահանգները միավորված
են ներկայացվում մի քանի պատճառներով: Նախ՝ Հին և Միջին դարերում
այդ նահանգների պատմությունն ունի շատ ընդհանրություններ, երկրորդ
պատճառն այն է, որ բաղկացուցիչ մասը հանդիսանալով հայ միջնադարյան
ձեռագրարվեստի և մանրանկարչության, միաժամանակ Արցախ-Ուտիքը
առանձին մի դպրոց է կազմում և ունի իր տեղական առանձնահատկությունները,
ինչպես որ Վասպուրականի, Անի-Շիրակի, Բարձր Հայքի, Սյունիքի կամ Կիլիկիայի
ձեռագրերն ունեն իրենց յուրահատկությունները: Վերջապես այս երկու հարևան
երկրամասերը միավորում է նաև նրանց վիճակված դառն ճակատագիրը, այն
առումով, որ վերջին 100 տարում, չնայած ազգային ինքնության համար մշտատև
պայքարին, չեն ընդգրկվել հայկական պետության կազմում, այլ, իրենց կամքին
հակառակ, միացվել են 1918 թ․ արհեստականորեն ստեղծված թյուրքական
պետությանը՝ մշտապես գտնվելով ոչնչացման վտանգի տակ: Այս առումով
բացառություն է կազմում Ուտիքի մի հատվածը՝ այսօրվա Տավուշի մարզը, որը
պահպանվել է Հայաստանի Հանրապետության կազմում և այն, ինչ 2020 թ․
վերջին մնացել է այդպես էլ չճանաչված և բոլոր կողմերից բզկտված Արցախի
հանրապետությունից:
Ներկայացվող գիրքը նաև փորձ է ահազանգ հնչեցնելու և փրկելու Կուր-
Արաքսյան միջագետքում ոչնչացման անմիջական վտանգի տակ գտնվող
մշակութային մի հսկա շերտ: Արդյոք պատմությունը կեղծելու և այլ
ժողովուրդների մշակույթը յուրացնելու քաղաքականությունը նորությու՞ն է
հարևան երկրում: Իրականում այն տասնամյակների պատմություն ունի: Դեռևս
անցյալ դարի 60-ական թվականներից այդ երկրում կային նման հեղինակներ,
այդ թվում և բավական բարձր դիրքեր ունեցող: Բայց ընդհանուր առմամբ այդ
ուղղությունը խորհրդային պայմաններում լուսանցքայնացված էր: Մինչդեռ
Ադրբեջանի անկախության հռչակումից հետո այն փաստորեն դարձավ
պետական քաղաքականություն: Իսկ վերջին արցախյան պատերազմից հետո,
կարելի է ասել, որ հասել է իր գագաթնակետին: Իրականացվում է պետականորեն
կազմակերպված ագրեսիվ մի ծրագիր՝ բոլոր պետական կառույցների,
դեսպանատների և աջակցող բազմաթիվ խմբերի մասնակցությամբ, որոնց
տրամադրվում են միլիոնավոր դոլարներ: Հակահայկական քարոզչության
բաղկացուցիչ մասն է կազմում անցյալի աղավաղումը, որն ընթանում է երկու
հիմնական ուղղությամբ: Կամ հայերին ու նրանց մշակույթը դուրս մղել
տարածաշրջանից՝ պարզապես ֆիզիկապես ոչնչացնելով այն, որի ամենավառ
օրինակը Ջուղայի հազարավոր խաչքարերի ոչնչացումն էր ընդամենը 15-20
տարի առաջ: Կամ՝ բոլոր եկեղեցիները, խաչքարերը, վանքերը, այնտեղ գործած
հեղինակներին ու նրանց բոլոր երկերը հռչակել աղվանական: Այսինքն՝ կա՛մ
կերպով ցույց տալով գրչության բազմաթիվ կենտրոնների տեղադրությունը, կենտրոններ, որտեղ ստեղծվել
են հարյուրավոր մեծարժեք ձեռագրեր։
Տեր-Ղևոնդյան, Արցախի և Ուտիքի ձեռագրական ժառանգությունը
| 53
ոչնչացնել, կա՛մ աղավաղել: Սակայն միայն ասել, որ արվածը կեղծարարություն
է, պատմաշինարարություն է, աղավաղում է և այլն՝ բավարար չէ: Անտիկ շրջանի
և միջնադարի քաղաքական ու մշակութային պատմությունը, հատկապես
մեր տարածաշրջանում, ունի բազմաթիվ բարդ ու խրթին ծալքեր, որոնք
փաստերի վրա հիմնվող լուրջ գիտնականների համար (նույնիսկ եթե ինչ-ինչ
տարաձայնություններ ունեն) ընդհանուր առմամբ հասկանալի է։ Սակայն եթե
ինչ-որ մեկը քաղաքական նպատակով մեքենայությունների է դիմում՝ կարող է
այդ նույն փաստերի միտումնավոր ընտրությամբ և ապահայկականացմամբ կամ
«աղվանականացմամբ» հեշտությամբ շփոթության մեջ գցել բանից անտեղյակ
մարդկանց:
Այստեղ միջանկյալ նշենք մի էական հարցի մասին։ Ի՞նչ է նշանակում Աղվանք:
Անշուշտ, այս երկրի տարածքում բնակվում էին կովկասյան լեզուներով խոսող
ցեղեր, որոնք ձևավորեցին պետություն: Սակայն այդ ցեղերն այդպես էլ
չմիավորվեցին որպես մեկ ժողովուրդ անգամ քրիստոնեության ընդունումից
հետո: Այդ մասին են վկայում անտիկ հեղինակները՝ հայտնելով շուրջ 26 ցեղերի
մասին, որոնք խոսում էին տարբեր՝ միմյանց սակավ հասկանալի լեզուներով: Այդ
մասին են վկայում նաև հետագայի՝ 9-10-րդ դդ․ որոշ արաբ հեղինակները, որոնք
հայտնում են արդեն ավելի քան 70 ցեղերի մասին, որոնք դարձյալ դժվարությամբ
էին միմյանց հետ հաղորդակցվում՝ տարբեր լեզուներով խոսելու պատճառով:
Ընդհանրապես լեզվական և ցեղային առումով մեծ տրոհվածությունը հատուկ
է Կովկասյան լեռնային տարածաշրջանին, օրինակ այդպիսին է Դաղստանը: Կա
արդեն բավականաչափ ընդունված մի տեսակետ, որ «Աղուանք» բառը ծագում
է Աղու՝ քաղցր, բերրի բառից, այսինքն՝ «Աղուանք» նշանակում է Բարեբեր
երկիր, Բերրի աշխարհ և պարտադիր չէ, որ այն ունենա էթնիկական իմաստ:
Ինչ վերաբերում է հունալատին հեղինակների տված անվանմանը՝ Ալբանիա,
ապա այն ընդամենը նոր հայտնաբերված երկրին իրենց ծանոթ երկրանունը
շնորհելու մի օրինակ է: Թե՛ Աղվանքի և թե՛ Վիրքի պարագայում եվրոպական
Ալբանիայի և Իբերիայի անվանումները արհեստականորեն վերագրվել են
մեր հարևան երկրներին՝ ինչ-որ հնչյունների նմանություն հայտնաբերելով:
Այս կարճ խոսքի մեջ իմաստ չունի հազարամյակների խորքը գնալ: Փորձենք
հասկանալ, թե ինչպիսին էին քաղաքական ու նաև էթնիկական ու մշակութային
սահմանները տարածաշրջանում: Չանդրադառնալով Վանի թագավորությանը
կամ Ուրարտուին և ոչ էլ Երվանդունիների թագավորությանը՝ որպես մեկնակետ
ընտրենք Ն.Ք. երկրորդ դարը, երբ ազատվելով Սելևկյան տիրապետությունից,
հռչակվում է Հայոց Արտաշեսյան թագավորությունը: Անտիկ շրջանի մի շարք
նշանավոր հեղինակների վկայությունը փաստում է, որ Մեծ Հայքի, կամ
Հայաստանի հյուսիս-արևելյան սահմանն անցնում էր Կուր գետով: Եվ այն երկիրը,
որ կոչվում էր Աղվանք, Ալբանիա կամ Կովկասյան Ալբանիա, տարածվում էր Կուր
գետի ձախափնյակում: Իսկ աջափնյակում Ուտիքն էր, ավելի խորքում, այսինքն
հարավային կողմում՝ Արցախը, որոնք Հայոց թագավորության անբաժանելի մասն