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FRANK SCHLÜTZ, ROBERT HOFMANN, WIEBKE KIRLEIS, JOHANNES MÜLLER
P lanzliche P o eine e möglich en die
e s en s ad g oßen Siedlungen de Wel ,
gesellscha liche Spannungen üh en
zu ih em Ze all
In de wei e en Schwa zmee egion, genaue gesag im Gebie de heu igen Uk aine
und Moldawiens, en s anden o und 6.000 Jah en nö dlich om Schwa zen Mee im Wald-
s eppengebie iesige Siedlungen de o geschich lichen T ypillia-Gesellscha en (
Abb. 1
). Mi
eine Fläche on bis zu 320 Hek a und übe 10.000 Einwohne n wa en diese Megasiedlungen
nich nu wohl wel wei die g öß en Siedlungen ih e Zei , sonde n gel en auch als die äl es en
planmäßig angeleg en s ad a igen G ündungen Eu opas.
Sie sind dami noch äl e als die ühen S äd e Mesopo amiens, also äl e als Nini e und
U uk.
1
Die Ve so gung diese gigan ischen Siedlungen mi Nah ungsmi eln – ein Thema,
das die Fo schung lange Zei o ein Rä sel s ell e – konn e nun im Rahmen des SFB 1266
›T ans o ma ionsDimensionen – Mensch-Umwel Wechselwi kungen in P ähis o ischen und
A chaischen Gesellscha en‹ am Ins i u ü U - und F ühgeschich e de CAU wei gehend
en schlüssel we den.
2
Eine ausgeklügel e Landwi scha mi einem quali a i hochwe igen
Nah ungsangebo mach e die Megasiedlungen möglich. Es handel sich dabei um den bislang
ühes en bekann en Fall in de Geschich e de Menschhei , bei dem eine in ensi e Mis dün-
gung zu P oduk ion on p lanzlichen P o einen eingese z wu de. Unmi elba dami e -
bunden wa die e s e in ensi e Tie hal ung ü die Gewinnung des zu Düngung benö ig en
1 Vgl. Johannes Mülle und Susan Pollock: T ypillia and U uk, in: T ypillia mega-si es and Eu opean p ehis o y 4100–
3400 BCE, hg. . Johannes Mülle , Knu Rassmann und Mykhailo Videiko, Rou ledge 2006, S. 281–287.
2 Vgl. F ank Schlü z u.a.: Iso opes p o e ad anced, in eg al c op p oduc ion, and s ockb eeding s a egies nou ished
T ypillia mega-popula ions, in: P oceedings o he Na ional Academy o Sciences 120 (52) (2023): e2312962120,
h ps://doi.o g/10.1073/pnas.2312962120
.
→ Kiel-up: h ps://doi.o g/10.38072/2942-2337/p24 89
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Tie mis es. De
Niede gang und Ze all de Megasiedlungen gingen hingegen mi gesellscha -
lichen Ausg enzungen und zunehmendem Wohls andsge älle einhe .
3
Landwi scha
T o z de planmäßigen Anlage und s äd ischen G öße diese Siedlungen wa das ägliche Le-
ben in ihnen bäue lich gep äg . Es gib nu wenige Hinweise au spezialisie es Handwe k. Zu
den wenigen Beispielen gehö en die echnologisch hochen wickel en Töp e ö en mi doppel-
en B ennkamme n, die siche lich on spezialisie en Handwe ke n e ich e und be ieben
wu den. Die in ihnen geb ann en Gegens ände des äglichen Beda s, wie Schüsseln, Tassen
und Vo a sge äße, gehö en zu den wenigen bekann en Handelswa en ih e Zei .
Doch wie konn en so g oße G uppen on Menschen ih e E näh ung siche n? Angebau wu -
den die ühen Weizen e e e Emme und Einko n sowie E bsen. Besonde s im ockene en
Wes en des Gebie es auch Ge s e (
Abb. 2
).
Dank de übe all e b ei e en uch ba en Lößböden gab es genug ü Acke - und Ga enland
geeigne e Flächen. Doch es gal , die Nah ung möglichs nahe de Siedlungen zu p oduzie en. Zum
einen, um nich ü die Feldbes ellung und zu E n ezei jeden Tag s undenlang un e wegs zu sein.
Zum ande en auch, um die au gehende Saa und ei enden P lanzen wi ksam o Wild aß und
3
Vgl. Robe Ho mann u.a.: Go e ning T ipolye: In eg a i e a chi ec u e in T ipolye se lemen s, in: PloS one 14(9)
(2019): e0222243. h ps://doi.o g/10.1371/jou nal.pone.0222243. – Robe Ho mann, Nils Mülle -Scheeßel und
Johannes Mülle : T ypillia mega-si es: a social le elling concep ? An iqui y 98,398 (2024), S. 380-400, h ps://doi.
o g/10.15184/aqy.2024.18.
← Abb. 1. Das A bei sgebie nö dlich
des Schwa zen Mee es. Die äl es en T y-
pillia-Siedlungen liegen im Wes en und
wa en noch e gleichsweise klein. Mega-
siedlungen wie Maidane ske en s anden
in de mi le en und ös lichen Region.
0
80
üh
Megasiedlungen
spä
Gelände-
auhei
Phasen
?
0-35
35-100
>100
Siedlungsg ößen (ha)
0 50 100 150 200 km
Dniepe
Ros
Südliche Bug
S C H W A R Z E S
M E E R
Dnies e
Donau
P u
Si e
Os en
Mi e
Wes en
Maidane ske
Kiew
Chișinău
B
A
F ank Schlü z, Robe Ho mann, Wiebke Ki leis, Johannes Mülle | P lanzenp o eine 91
auch besonde s Mäusebe all aus eichend schü zen zu können. Eigene Anbau e suche wie auch
die E ah ung ande e zeugen on hohen E n e e lus en bei ehlenden Schu zmaßnahmen.
4
Um die F age nach de A und Weise de landwi scha lichen Nah ungsp oduk ion zu be-
an wo en, wu den im Rahmen des SFB 1266 in Kiel in den le z en zehn Jah en in e disziplinä
und übe meh e e P ojek phasen hinweg die Zusammense zung de Kohlens o - und S icks o -
iso ope on Hunde en on P oben bes imm .
Dabei haben Mi a bei e innen und Mi a bei e de A chäologie und Paläopa hologie wäh-
end de Felda bei en in de Uk aine und Moldawien ausgeg abene Tie - und Menschenkno-
chen in spezialisie en Iso openlabo en messen lassen. Diese Da en wu den sodann geziel
du ch Iso openmessungen an e kohl en E bsen und Ge eidekö ne n e gänz . Da ü wa en
A chäobo anike innen e an wo lich, die aus hunde en Li e n on G abungse de e kohl e
P lanzen es e he ausgesieb und bes imm haben. Neben angebau en P lanzen weiß man auch
on in de Na u gesammel e Nah ung wie beispielsweise Ko nelki schen und Wildäp eln
.
5
4 Vgl. Man ed Rösch u.a.: An expe imen al app oach o Neoli hic shi ing cul i a ion, in: Vege a ion His o y and A -
chaeobo any 11,1 (2002), S. 143–154.
5 Vgl. Wiebke Ki leis u.a.: A complex subsis ence egime e ealed o Cucu eni–T ypillia si es in Chalcoli hic eas e n
Eu ope based on new and old mac obo anical da a, in: Vege a ion His o y and A chaeobo any 33, 75–90 (2024),
h ps://doi.o g/10.1007/s00334-023-00936-y
.
← Abb. 2. Ge eide. Die in de ös lichen und mi le en
Region ansässigen T ypillia-Gesellscha en bau en o
allem Emme , daneben auch e was Einko n und Ge s e
an. Im Wes en schein hingegen Ge s e das Haup ge-
eide gewesen zu sein. Im gesam en Gebie e en in
seh ge inge Menge auch dem heu igen Weizen (*)
ähnliche Fo men au , im Wes en zudem de in Ve ges-
senhei ge a ene Timophee ii-Weizen (**).
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Kohlens o - und S icks o -Iso ope als Zeugen de E näh ung
Die A ome des Kohlens o s e en in de Na u neben eine wei e b ei e en leich e en Fo m
auch noch in Va ian en au , die du ch einen e was ande en Au bau des A omke ns schwe e
sind. Die leich en A omke ne des Kohlens o s besi zen sechs P o onen und sechs Neu onen
und we den en sp echend dem chemischen Symbol ü Kohlens o (C) und de Summe de
Ke n eilchen mi
12
C (›zwöl C‹) symbolisie . Eine schwe e e Va ian e, das
13
C (›d eizehn C‹),
besi z ein zusä zliches Neu on.
12
C wie auch
13
C sind Iso ope des Kohlens o s. Ähnlich e -
häl es sich beim S icks o (N), on dem es eben alls ein häu ige es leich es Iso op
14
N und
das schwe e e Iso op
15
N gib .
Bei chemischen P ozessen e hal en sich die leich en und schwe en Iso ope eines Ele-
men es gleich, jedoch eagie en die schwe en Iso ope e was äge . Dadu ch häu en sich die
schwe en Iso ope im Lau e de Nah ungske e in Tie en und Menschen an. Da die Iso openzu-
sammense zung aus den Labo messungen bekann is , lassen sich Aussagen da übe e en,
wie o Jah ausenden Haus ie e gehal en wu den, ob die angebau en Feld üch e gedüng
wa en und welche Bedeu ung P lanzen und Tie e in de menschlichen E näh ung ha en.
Auch im Menschen sind die schwe en Iso ope häu ige als in seine Nah ung. Das gleiche
gil ü Weide ie e in Bezug au die on ihnen ge essenen G äse und K äu e . G ob gesag
nimm de An eil de schwe en Iso ope (13C, 15N) gegenübe den leich en Iso open (12C, 14N)
sowohl beim Kohlens o wie au beim S icks o um e wa 5 ‰ zu. Somi gil aus Sich de Iso-
ope in Abwandlung eine schon al en E kenn nis ›Du bis was Du iss plus 5 P omille‹. Auch
wenn die Un e schiede ge ing e scheinen, sind sie seh aussage ähig. Da es sich bei Ge eide
und E bsen um öllig un e schiedliche P lanzeng uppen handel , un e scheiden sich auch
ih e Iso openwe e oneinande . Und auch inne halb de Tie e lassen sich Iso openg uppen
un e scheiden. Dami is es möglich, die ela i en Mengen de on den Menschen e zeh en
Nah ungsmi el (Fleisch, Ge eide, E bsen) zu kalkulie en.
Tie hal ung au eingezäun en Weiden
Bei Be ach ung de S icks o iso ope de Rinde allen zwei G uppen au . E wa ein D i el de
Rinde weis eine nu ge inge An eiche ung des schwe en S icks o iso ops au (
Abb. 3
, δ
15
N
kleine 9,8‰).
Inne halb diese G uppe komm die Häu igkei s e eilung de gemessenen We -
e eine No mal e eilung nahe. Es gib also wenige Tie e mi ge ingen und hohen, abe iele
Tie e mi mi le en We en. Dies sp ich da ü , dass sie in de eien Landscha geweide wu -
den, in de es schlech e e (nied ige es δ15N) und besse e Weiden gab. Von diese G uppe g enz
sich eine zwei e G uppe on Rinde n mi hohen We en seh scha ab. In ih eichen die We e
des δ15N on 9,8‰ bis übe 14‰, wobei die Häu igkei on Tie en mi We en um 10‰ am
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höchs en is und zu den höhe en We en hin deu lich ab äll . Die Höhe de We e, ih e scha e
Abg enzung und die schie e Ve eilung deu en da au hin, dass die Rinde diese G uppe au
eingezäun en Weiden gehal en wu den.6 Do eiche e sich du ch den wiede hol en Zyklus
aus G as essen, Düngung des nachwachsenden G ases du ch die Ausscheidungen de Rinde
und F essen des gedüng en G ases das schwe e S icks o iso op in de Nah ungske e s a k an.
He auszu inden, wo genau Weiden und Anbau lächen lagen, e o de noch wei e e Un e su-
chungen. Vielleich wa es ähnlich wie in de zeichne ischen Rekons uk ion de
Abbildung 4
.
Die Nah ung de Menschen
Mi Hil e spezielle Compu e p og amme, wie de in Kiel en wickel en So wa e ›F ui s‹,7 läss
sich aus den Iso openwe en de e schiedenen Nah ungsquellen und denen de damali-
gen Menschen die Zusammense zung de Nah ung un e Be ücksich igung on s a is ischen
Wah scheinlichkei en ekons uie en. Dabei wu de bei den Be echnungen zwischen den Nah-
6
Vgl. Che yl A. Maka ewicz u.a.: Communi y nego ia ion and pas u e pa i ioning a he T ypillia se lemen o Maidane ske,
in: An iqui y 96,388 (2022), S. 831–847, h ps://doi.o g/10.15184/aqy.2022.32. – Schlü z u.a. 2023 (wie Anm. 2).
7 Vgl. Rica do Fe nandes u.a.: Food econs uc ion using iso opic ans e ed signals (FRUITS): a Bayesian model o
die econs uc ion, in: PloS one 9,2 (2014),e87436,
h ps://doi.o g/10.1371/jou nal.pone.0087436
.
↑
Abb. 3. Weide ie e. Wäh end de Zei de Megasiedlungen wu den im ös lichen Raum e wa 2/3 de Rinde ein-
gezäun au In ensi weiden gehal en. Die üb igen Rinde g as en im nähe en und wei e en Umland. Bei Scha en und
Ziegen (nich da ges ell ) wa es umgekeh , nu e wa 1/3 on ihnen wu de au In ensi weiden gehal en.
9.8‰
n
‰δ15N
66%
34%
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ungsquellen Ge
eide und E bsen sowie Tie en on In ensi weiden und eilau enden Tie en
un e schieden. Die E gebnisse geben dabei an, zu welchem An eil das on den Menschen
au genommene P o ein on Tie en ode P lanzen s amm (
Abb. 5
).
Rechne man diese P o einan eile in Kalo ien um, so e geben sich die du chschni lichen
Nah ungsan eile de Menschen
(Tab. 1
).
Demnach haben sich die Menschen de Megasiedlung Maidane ske zu übe 90 P ozen on
P lanzen e näh , Fleisch mach e also wenige als 10 P ozen ih e Nah ung aus. Ähnliches gil ü
zwei ande e un e such e Megasiedlungen.
8
So seh diese objek i be echne en Ve häl nisse auch
mi unse em heu igen hohen Fleischkonsum und den Fundmengen – g oße Mengen an Knochen,
einige Ge eidekö ne und sel en E bsen – im Wide sp uch zu s ehen scheinen, so seh sind sie
siche lich in gu em Einklang mi dem allgemeinen o indus iell ge ingen Fleischkonsum.
8 Vgl. Schlü z u.a. 2023 (wie Anm. 2).
↑
Abb. 4. Maidane ske. Zeichne ische Teil ekons uk ion on Maidane ske, eine de ös lichen
Megasiedlungen. G a ik: Susanne Beye , U - und F ühgeschich e, Uni e si ä Kiel.
F ank Schlü z, Robe Ho mann, Wiebke Ki leis, Johannes Mülle | P lanzenp o eine 95
Vo eile du ch Hülsen üch e
Du ch den Anbau on E bsen neben den e schiedenen Ge eiden wu de eine wei e Di e si ä
e eich , die einige Vo eile bo . Wegen de un e schiedlichen Ansp üche und Wuchspe ioden
de e schiedenen P lanzeng uppen und A en konn en die Zei äume ü die Aussaa und
E n e e heblich en ze we den, was einen gleichmäßige en und e izien e en Einsa z de
zu Ve ügung s ehenden menschlichen A bei sk ä e e möglich e. Zudem wu de das Risiko
g oße E n e e lus e du ch e waige ungüns ige saisonale Wi e ungsbedingungen und du ch
a spezi ische Schädlinge e inge .
Mindes ens ebenso wich ig sind die gesundhei lichen Aspek e. Die in den Ge eiden eichlich
en hal ene S ä ke lie e zwa iele Kalo ien, doch ehl es in Ge eiden an P o einen, insbeson-
de e an essen iellen Aminosäu en. Solche Aminosäu en, die de menschliche Kö pe nich selbe
bilden kann, sind abe eichlich in Hülsen üch en (Leguminosen)
wie den
damals angebau en
← Abb. 5. P o eine. Fü die in Maidane ske leben-
den Menschen wa en die in ensi gedüng en E b-
sen die Haup p o einquelle, danach kamen die
Ge eide. Fleisch spiel e nu eine ge inge Rolle.
Kalo ien %
E bsen 45,6
Ge eide 46,2
∑ E bsen, Ge eide 91,8
Tie e, ei g asend 4,2
Tie e, eingezäun 4,0
∑ Tie e 8,2
Tab. 1. Kalo ien. Rechne man die e mi el en P o einmengen aus Abbildung 5 in Kalo ien um, so ha en E bsen und
Ge eide einen e wa gleich g oßen An eil an de menschlichen E näh ung und de An eil on Fleisch lag bei un e ei-
nem Zehn el de menschlichen Nah ung.
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E bsen o handen. Du ch die klug ausgewogene Kombina ion on Ge eiden und Hülsen-
üch en s imm e die Balance in de menschlichen Ve so gung mi aus eichend Kalo ien und
P o einen ü ein gesundes Kö pe wachs um.
9
Gegenübe Fleisch als P o einquelle b ing eine
P o ein e so gung aus Hülsen üch en zudem Vo eile ü die menschliche Gesundhei .
10
Dungbee e ü die Hülsen üch e
E bsen und ande e Leguminosen e ügen in ih en Wu zeln übe Knöllchenbak e ien, die
den P lanzen aus de Lu gewonnene S icks o e bindungen zum Wachs um zu Ve ügung
s ellen. Im Gegenzug e so gen die P lanzen die Bak e ien mi ene gie eichen Ve bindungen
aus ih e Pho osyn hese. Leguminosen sind dahe on Na u aus nich au S icks o düngung
angewiesen und ih e Iso openwe e des S icks o s liegen nahe bei null. Mi We en um ün
P omille zeigen die E bsen aus de Megasiedlung Maidane ske hingegen eine e s aunlich
hohe An eiche ung
des schwe en S icks o iso ops.
11
Solch hohe We e kenn man nu on
Leguminosen, die au sogenann en Mis böden gezogen wu den, Böden also, denen om Men-
schen g oße Mengen Tie mis beigemisch wi d.
Wenn Leguminosen keine S icks o düngung benö igen, wozu dann die Mis böden? Wie
ande e P lanzen en ziehen auch Leguminosen dem Boden seh iel Phospho und auch Kali-
um. Beides is eichlich im Mis en hal en und wi d mi de seh in ensi en Mis düngung dem
Boden wiede ü das P lanzenwachs um zuge üh . Zudem e besse eichlich Phospho die
Kocheigenscha en on E bsen.
12
Das Kalium wiede um wi k sich posi i au die He zgesund-
hei des Menschen aus.
13
Die Haup au gabe de eingezäun en Rinde , Scha e und Ziegen bes and wohl da in sich die
A bei zu e leich e n. Ih Dung wu de ü die Mis bee e geb auch , de en hohe E äge die P o-
duk ion on hochquali a i e Nah ung au kleinen Flächen e s möglich mach e. Diese in ensi
bewi scha e en, hoch p oduk i en Ga enpa zellen b auch en ech wenig Pla z. So muss e
man o z des hohen Nah ungsbeda s de ausenden Einwohne nich zu wei lau en, um die
Anbau lächen egelmäßig kon ollie en und p legen zu können. Rinde wu den zudem auch
9 Vgl. Shiksha Adhika i u.a.: P o ein Quali y in Pe spec i e: A Re iew o P o ein Quali y Me ics and Thei Applica ions,
in: Nu ien s 14,5 (2022), S. 947.
10 Vgl. Rashad J. Belin u.a.: Die quali y and he isk o ca dio ascula disease: he Women’s Heal h Ini ia i e (WHI). The
Ame ican jou nal o clinical nu i ion 94,1 (2011), S. 49–57.
11 Vgl. Ki leis 2023 (wie Anm. 5).
12 Vgl. Guido K a : Leh buch de Landwi scha au wissenscha liche und p ak ische G undlage. Die P lanzenbau-
leh e Bd. 2, Be lin 1918.
13 Vgl. Yanni Papanikolaou u.a.: Adding mo e beans o he US ypical die a y pa e n can lead o g ea e in ake o sho -
all nu ien s and a highe die quali y in younge and olde adul s, in: Ma u i as 108012 (2024).
F ank Schlü z, Robe Ho mann, Wiebke Ki leis, Johannes Mülle | P lanzenp o eine 97
zum Ziehen on Schli en e wende und de gemeinsame luxu iöse Ve zeh ih es Fleisches bei
wiede keh enden Fes en und besonde en Anlässen schu soziale Ve bundenhei und ein Zuge-
hö igkei sge ühl.
Soziale Gleichhei und demok a ische Teilhabe
Die iesigen G und isse de Megasiedlungen wu den o ih e E ich ung planmäßig angeleg .
Es gab einen g oßen Ringko ido als Haup s aße de Siedlung sowie einen o enen Zen al-
pla z. Zu An ang gab es neben zahl eichen Wohnhäuse n iele kleine Ve sammlungshäuse , in
denen die Bewohne des zugehö igen Qua ie s sich zu En scheidungsp ozessen und ande en
in eg a i en Ak i i ä en zusammen anden. Mi de Zei iel diese klein eilige basisdemok a i-
sche O ganisa ion weg und es gab nu noch einzelne g öße e zen ale Ve sammlungshäuse ,
in denen abe nu noch ein B uch eil de Menschen Pla z ha e. Die Wohnhäuse de Be ölke-
ung wa en in G öße und Auss a ung zunächs du ch e s aunliche Gleichwe igkei gep äg ,
bis sich dann meh und meh eiche e und ä me e Haushal e en wickel en.
14
De Weg all de allgemeinen Teilhabe an den En scheidungsp ozessen in Ve bindung mi
de zunehmenden sozialen Ungleichhei üh e wah scheinlich zu gesellscha lichen Spannun-
14 Vgl. Ho mann u.a. 2019 (wie Anm. 3). – Ho mann/Mülle -Scheeßel/Mülle 2024 (wie Anm. 3).
↑ Abb. 6. Dal Bha , eine aus Linsen (Leguminosen) und Reis (Ge eide) bes ehende Haup nah ungsspeise den Küchen
Indiens und Nepals. Ähnlich könn e es au den Telle n de Menschen de T ypillia-Siedlungen ausgesehen haben. An-
s a Linsen aß man damals jedoch E bsen, und ans elle on Reis gab es Emme , Einko n und Ge s e. Fo o: ©
eepik
.