Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n
Jah buch ü wes deu sche Landesgeschich e
Koblenz, 1.1975 -
u n:nbn:de:hbz:466:1-37744
J.A.Schmoll gen .Eisenwe h
D eizehn Jah e Kuns schul -Expe imen Saa b ücken
1946 -1959 .Ansp ache zu Feie de 40jäh igen
Wiede keh de Ein ich ung de S aa lichen Schule
ü Kuns und Handwe k 1946 beim Fes ak in
Saa b ücken am 17.12.1986 .Mi Nach ag om
F ühsomme 1988 .
In:
Jah buch ü wes deu sche Landesgeschich e .Jg.14
(1988 ),S.219 -235 .
Sonde d uck
D eizehn Jah e Kuns schul-Expe imen Saa b ücken
1946-1959
Ansp ache onJ.A.Schmoll gen.Eisenwe h
Seh geeh e He Minis e ,
ich beg üße Sie alle,1meine Damen und He en, o allem meine al en F eunde,meine
Kollegen,meine Schüle und eue mich,wiede einmal hie s ehen zu dü en,wo ich
selbe lange gewi k habe,wenn auch nu sozusagen als kleine Leh beau ag e
.De
ühe e Ve wal ungsche de Schule ü Kuns und Handwe k,He Buh ,p leg e mich
imme zu be i eln:,,Ah,je z komm de Hil sb emse om s äd ischen Leichenzug
."
Also,mi diese Neben unk ion
,ich will ga nich meh beansp uchen
,habe ich abe
doch die Schicksale de S aa lichen Schule ü Kuns und Handwe k ab Ende 1947,dann
e s ä k sei 1948,ganz schön in ensi e leb .Bo is Klein wi d mi das bes ä igen.2
Ich sp eche also aus E inne ungen, on E ah ungen—auch mi einigen k i ischen An¬
me kungen,wie kann es ande s sein—übe die e s en d eizehn Jah e Kuns schulexpe¬
imen in Saa b ücken
,1946
—1959.
Als die damalige Regie ung des Saa landes 1946 die S aa liche Schule ü Kuns und
Handwe k g ünde e,dach e sie an ein Ins i u ,das 1.pa allel zu Musikhochschule de
P lege de Küns e und o allem de Fö de ung des küns le ischen Nachwuchses ge¬
widme ,2.abe auch seinem Cha ak e nach o sch i lich sein soll e,was imme
dies bedeu e (wi we den es noch e ah en).Denn das hieß in jenen Jah en unmi elba
nach dem Zusammenb uch de Hi le dik a u mi ih em Ve dik gegen alle S ömungen
de Mode ne,die sie,wie Sie wissen,als ,.en a e "di amie e,eine Kuns -und We k¬
kuns schule zu e ich en,die die Leh en des on den Nazis d eimal e olg en und ge¬
schlossenen Bauhauses(e s in Weima ,dann in Dessau,schließlich nach ku z is ige
Daue in Be lin)wiede au g ei en soll e.Das Modell sah eine We ks ä enkuns schule
o ,die auch einen halbakademischen Habi us ug.Nach de G ündung gab es nämlich
bald ie Malklassen
,wenn auch eigen lich nu zwei on ihnen ollgül ig unk ionie ¬
en.Auch da on wi d noch zu eden sein.
1Rede anläßlich de 40jäh igen Wiede keh de Ein ich ung de S aa l.Schule ü Kuns und Handwe k
1946 beim Fes ak in Saa b ücken am 17.Dezembe 1986 im Foye de ehemaligen Kuns schule.Vgl.
auch:Wal e Schmee ,Fün zig Jah e Kuns schule in Saa b ücken,in:Saa heima 18.1974
S.227—236.Schmee s ell da in die Ve bindung zwischen de e s en saa ländischenKuns hochschule,
geg ünde 1924,und de Neug ündung nach dem Zwei en Wel k ieg he .
2Ve asse e hiel im He bs 1947—e wa damals als Wissenscha liche Assis en mi de Wah nehmung
de Ve e ung des Leh s uhls ü Kuns geschich ean de Technischen Hochschule Da ms ad beau ag
und un e ich e e auch an de Da ms äd e We kkuns schule—die Einladung,d ei Gas o äge im Win¬
e semes e 1947/48 an de neuen S aa l.Schule ü Kuns und Handwe k in Saa b ückenzu hal en.Diese
anden im Dezembe 1947 und im Janua 1948 s a .Sie ha en zu Folge,daß ihm du ch Kul usminis e
D .S aus und Di ek o Gowa ein s ändige Leh au ag an de Kuns schule ab Beginn des Somme seme¬
s e s 1948 angebo en wu de.
220 J.A.Schmoll gen.Eisenwe h
Abe imme hin ,de Ansp uch wa angemelde ,mi ie Malklassen wie in eine adi¬
ionellen Kuns akademie .Daneben mi je eine Bildhaue -,eine G a ikklasse und an¬
angs soga mi zwei Leh e n ü A chi ek u ;dann im Lau e de Zei mi eine Ke a¬
mik-,eine Tex il-,eine Modeklasse .Im F ühjah 1948 e olg e die G ündung de Fo¬
oklasse on D .O o S einen ,1949 dann die Klasse ü Pa amen e und Bilds icke ei
und einige Jah e spä e noch eine Klasse ü Me alldesign .
Wie bei de Musikhochschule leg e man auch We au eine gewisse In e na ionali ä .
Zum Di ek o wu de de damals wenig bekann e Male He mann-Hen y Gowa3(geb.
1902),ein gebü ige Hambu ge ,auch zei weilige Be line ,dann Emig an in Süd¬
ank eich ,be u en .E wa e üll on Ideen,sp ach ließend anzösisch ,was eine de
Vo ausse zungen wa ,um im kul u ellen Be eich mi den an angs onangebenden F an¬
zosen e handeln zu können.E wa zwei ellos ein Idealis und ü die S a zei ein ge¬
schick e Diploma ,de den s u enweisen Ausbau de Kuns schule zügig be ieb .
Als Galions igu ha e man 1947 den wel bekann en Meis e des engagie en exp essi¬
en Holzschni s ,den Flamen F ans Mase eel4(1889—1972)be u en .Diese woll e
sich abe nich in dem ihm eigens en Gebie ,au dem e be ühm wu de ,de Schwa z-
Weiß-G a ik des Holzschni s,wie es de u sp üngliche G ündungsen wu ü die
Kuns schule o sah ,als Leh e einengen lassen.E e lang e ielmeh ,auch eine Mal¬
klasse zu lei en.Na ü lich wa Mase eel auch als Male ä ig und,wenn auch wenige
bekann denn als Holzschni meis e ,nich ganz e olglos .Dennoch wa es,wie ich
meine,ein Fehle ,ihn haup sächlich als Lei e eine Malklasse einzuse zen .Das
b ach e on o ne he ein Reibungen in das Ge üge des jungen Kollegiums.Mase eel
ha e ja auch keine E ah ungen als Kuns schulleh e und es wa ihm mi de Zei ehe
läs ig,die Leh e p lich ungen in Saa b ücken so wah zunehmen ,wie es eigen lich e ¬
wa e wu de .Ich sp eche hie du chaus aus pe sönliche E ah ung .Als ich nämlich
im Ap il 1948,eineinhalb Jah e nach de G ündung de Kuns schule,meinen Leh au ¬
ag ü Kuns geschich e als Pendle ,d.h. on de Technischen Hochschule Da ms ad
aus ie zehn ägig au nahm,wu de mi im Ein e s ändnis mi dem Meis e selbs sein
kleines Zimme als Re ugium zugewiesen .Hie konn e ich mich au meine Vo lesun¬
gen und Semina e o be ei en ,zwischenzei lich auch einmal aus uhen ,Tee inken und
soga jeweils zwei Näch e au meine au blasba en Lu ma aze schla en.Das Geld ü s
Ho el ha e ich nich .
Mase eel zog sich,wenn wi gleichzei ig anwesend wa en,abends disk e in sein Ho el
zu ück.Abe wi ha en manche lei Gesp äche,aus denen ich ieles en nahm.E wa
damals in de K a seine ei en Mannesjah e ,e wu de 1949 sechzig Jah e al .E gal
wegen seines sozialk i ischen We ks de 20e Jah e als e eh ungswü dig ,und ich bin
3Zu seine Biog aphie gl.In e na ional Biog aphical Dic iona y o Cen al Eu opean Emig es
1933—1945,Bd.2:The A s,Sciences and Li e a u e.1983S.407.
4Zu Pe sönlichkei ,We k und Wi ken an de Saa b ücke Kuns schule gl.Pe e Riedl ,Das We k F ans
Mase eels.Eine Schule des Sehens,des Lebens,de Menschlichkei .In:Saa heima 29.1985S.239—
242
und Wilhelm Webe ,E inne ungen an F ans Mase eel,ebenda S.243 .
E ns Ludwig Leyse 221
ihm auch so begegne ,kann e ich doch aus meine Schulzei seine We ke,die be ühm¬
en Blockbüche
,die Bildgeschich en in Holzschni en
.
Mase eel begann nach dem K ieg eine A zwei e küns le ische Exis enz.Dazu gehö ¬
en seine Leinwandgemälde
,die e schon sei den d eißige Jah en begonnen ha e,abe
auch Thea e auss a ungen
,Bühnenbilde und na ü lich neue Illus a ionsau äge
.Ich
sp eche so aus üh lich on ihm,weil es auch „Legendenbildungen
"gib ,wie ich in¬
zwischen hie e ah en muß e.Und weil e als S a de Saa b ücke Kuns schule die
Rolle hä e spielen können,die e wa Klee ode Kandinsky ode Feininge ode Schlem¬
me ode Moholy-Nagy—ich nenne nu diese gewich igen Namen de Haup meis e
am „Bauhaus"de 20e Jah e—spiel en.Es gab auch einige Ansä ze dazu,einige we¬
nige Ak i i ä en
,die Mase eel mi seine Klasse un e nahm.Abe e wa nie länge e
Zei in Saa b ücken
,nie oll in eg ie und zunehmend emp and man ihn auch nu als
Gas .Im Gesp äch mi ihm hö e ich he aus,welche Ve p lich ungen e bei Ve lege n
und Sch i s elle n in Pa is,in seine belgischen Heima ha e und in seine Emig a¬
ionslandscha Süd ank eich(A ignon,Nizza),wo e üb igens D .Emil S aus und
Hen y Gowa kennengele n ha e und wo e ja auch 1972(in A ignon
)s a b.Abe e
p leg e auch den Umgang mi seinen F eunden und Bewunde e n in alle Wel ,in Wes
und Os ,in B üssel,in Be lin,Leipzig und München.Übe all e eich en ihn Au äge,
die ü ihn wich ig wa en.
Man wuß e bei seine Be u ung nach Saa b ücken in de Saa egie ung
,daß man mi
diesem g oßen,äl e en Mann gebüh end e handeln und ihm en gegenkommen müsse,
wenn man ihn als Dozen gewinnen woll e.E wu de ähnlich wie de bedeu ende Pianis
Wal e Gieseking,den man gleichzei ig an die Musikhochschule nach Saa b ücken be¬
ie ,mi einem Sonde e ag bedach .Man e laub e ihm,p o Mona nu ach bis zehn
Tage anwesend sein zu müssen.Da konn e kein anhal ende kuns pädagogische Impuls
en s ehen
.Es gab eigen lich nu ein paa S oh eue und de bald e blassende Glanz
seine pe sönlichen Repu a ion
,die auch au das Ins i u und das Saa land zu ücks ahl¬
en.Ihm,dem auswä s so iel Beschä ig en
,wu de das Saa b ücke Nebenam o en¬
sich lich läs ig,besonde s,als nun auch inne halb de Schule und ih e Leh e scha
K i ik lau wu de.Denn schließlich iel die Be euung de in seine Klasse jeweils neuen
Ein i s willigen zunehmend den ande en Male eidozen en zu Las .Und ein Thema
des inne en Kon lik s wa denn auch die küns le ische G undleh e,die Mase eel na ü ¬
lich ga nich gab und ü die e sich eigen lich auch nich in e essie e
.
Diese küns le ische Elemen a un e ich
,de nach dem Vo bild und den E ah ungen
des Weima e und Dessaue Bauhauses ü alle An änge des Kuns s udiums obliga o¬
isch wa ,wu de in de Saa b ücke Kuns schule ab 1946 zue s und allein on Bo is
Klein und dann ab 1947
/48 auch on Ka l Kunz,also on den beiden Male n,die als
Lei e on Malklassen die ak i s en wa en,gegeben.
Klein ha e noch einige de Bauhausmeis e pe sönlich gekann ,so Kandinsky
,beson¬
de s abe Johannes I en (1888
—1967
).In de P i a schule I ens in Be lin,die diese
nach dem Ausscheiden aus dem Weima e Bauhaus nach 1924 geg ünde ha e,s u-
222 J.A.Schmoll gen.Eisenwe h
die e Klein ,de zunächs an de F ank u e Uni e si ä Psychologie bis zu P omo¬
ion e olg eich absol ie ha e und (ich da sagen:wie eins Kandinsky) o dem An¬
gebo ,die wissenscha liche Dozen enlau bahn mi eine Habili a ion zu besch ei en ,
zu ückwich ,um sich ganz de Male ei zu widmen.Klein nahm bei I en dessen P inzi¬
pien de küns le ischen G undleh e au ,die schon eine länge e T adi ion und En wick¬
lung du chlau en ha en,also du chaus solide und heo e isch undie wa en ,denn I en
ha e be ei s o dem E s en Wel k ieg,das e giß man o ,mi seine Kuns pädagogik
in Wien begonnen,ehe e on Wal e G opius 1919 an das Weima e Bauhaus be u en
wu de.Klein wu de bei I en Assis en ,schließlich s ell e e ende Lei e de Be line
P i a schule I ens,bis die Mach e g ei ung Hi le s 1933 I en,den Schweize ,zum
Rückzug in seine Heima zwang.E übe nahm 1938 in Zü ich die Lei ung de Kuns ge¬
we beschule und des mi ih zusammenhängenden Kuns gewe bemuseums .
Klein ,selbs nach Luxembu g ausgewichen ,5wu de 1946 nach Saa b ücken be u en ,
auch weil man eben in ihm einen Ga an en de Bauhaus-und I en adi ion de küns le i¬
schen G undleh e sah.E wa dami eine de Säulen des neuen Ins i u s und es is be¬
deu sam,daß sein ehemalige Schüle und Assis en ,Oska Holweck,de un e ihm
schon s ell e e end die küns le ische G undleh e un e ich e e und ab 1955 ganz übe ¬
nahm,als T äge diese T adi ion —abe dann auch als selbs ändige E neue e de
G undleh e —an de Kuns schule blieb und,wie Sie wissen,bis heu e das Fach e olg¬
eich und mi in e na ionale Ane kennung e i .
Neben Klein leh e de Augsbu ge Ka l Kunz,sei 1947 Lei e eine Malklasse .Kunz,
eine de wenigen damaligen deu schen Su ealis en ,wa nach 1933 als Assis en an de
mi dem Bauhaus eins in Ve bindung s ehenden Kuns schule au de Bu g Giebichen-
s ein bei Halle an de Saale mi den Nazis in Kon lik ge a en .Sie beleg en ihn mi Mal¬
e bo .E zog sich nach Augsbu g als Hel e im ä e lichen Edelholz-und Fu nie han¬
del zu ück .Nach 1945 a e sogleich mi eine au sehene egenden Auss ellung zu
be ei en , on den Nazis als „en a e "bezeichne en Kuns im Augsbu ge Museum
„Schä zle Palais"he o .Gowa le n e ihn dadu ch kennen und ließ ihn nach Saa ¬
b ücken be u en.Die Male ei on Klein ,de sich damals sch i weise ganz de ab¬
s ak en,wie man auch mi dem Beg i on Max Bill sag ,de „konk e en ",d.h.un¬
gegens ändlichen und schließlich geome isie enden Da s ellung zuwand e,mi de e
auch im Um eld des Pa ise Zi kels „Reali e Nou elle" e e en wa und bekann
wu de,und die Male ei on Ka l Kunz,de als bedeu ende Zeichne einen su eal-kal¬
lig aphischen S il und als Ges al e g oße Ta el-und Wandbilde An egungen on
Fe nand Lege ,Picasso und Dali in eine eigenen e schlungenen ,gelegen lich auch
plaka i en Weise e a —diese beiden pola en Exponen en de zei genössischen Ma¬
le ei s anden im s ä ks en Kon as zu im äl e en Exp essionismus wu zelnden Kuns
F ans Mase eels .
5Seine Biog aphie wu de im Biog aphicalDic iona y (wie Anm.3)nich au genommen.
D eizehn Jah e Kuns schul
-Exe pe imen Saa b ücken 1946
—
1959 223
Gowas eigene male ische Bemühungen zähl en hie nich .Und e zeihen Sie mi ,wenn
ich das aus de Schule plaude e,es ging damals ein böses Zi a in de Kuns schule um,
das aus dem mi le en 19.Jah hunde s ammende Wo ,das man,glaube ich,Daumie
zugesch ieben ha ,ein Pa ise Dialog um 1860:„Was soll ein Male machen,de e ¬
kenn ,daß e zu wenig Talen ha ?"—,,E g ünde eine Kuns schule
".Das is na ü ¬
lich ha ,abe es wu de damals kolpo ie .De Gegensa z zwischen den d ei Male¬
eip o esso en Mase eel,Klein und Kunz hä e,wie am Bauhaus,seh uch ba sein
können und wa es auch s eckenweise
, üh e abe bald zu Kon o e sen
,zu Las en
on Mase eel.E wa zwa eine quasi his o ische Be ühm hei —ich habe e such ,
dies zu skizzie en—abe als Ve e e eine äl e en Gene a ion ü die bildne ischen
Au gaben de damaligen Jugend be ei s zu wenig ak uell,moch en auch seine Themen
des sozialen Engagemen s noch imme und imme wiede du chaus au ho chen lassen.
Abe im Fo malen de Lösung on Bildp oblemen wi k e e in diesem K eise be ei s
me kwü dig an iquie ,e wa so —und je z komm ein kuns his o ische Ve gleich—
als habe man e wa Theophil S einlen,den seh e dien en,sozialk i ischen Zeichne in
de Nach olge Daumie s—und auch Male —,dessen s ä ks e A bei en zwischen 1890
und 1905
—1910 en s anden wa en,1925 an das „Bauhaus"be u en.Bei allem Re¬
spek ,den man Mase eel zeug e, anden es die ak i s en K ä e im Leh kö pe de Saa -
b ücke Kuns schule doch alsch,ihn gleichsam als „Luxus"mi zuschleppen
;wiede
ein ha es Wo .Es kam zu einigen he igen Auseinande se zungen
,in denen besonde s
Ka l Kunz in seine augsbu gisch
-ge aden,poli esse e ach enden A höchs undiplo¬
ma isch und zo nig Mase eel k i isie e.Die Folge wa ,daß Ka l Kunz au D ängen on
Gowa und Mase eel und de on ihnen in o mie en poli ischen Ve e e du ch die Re¬
gie ung 1950 en lassen wu de.
Es wa dies ein allgemein als unge ech und soga agisch emp undene Ak ,denn
gleichzei ig
,was man in Saa b ücken nich wissen konn e,wu de die F au on Ka l
Kunz,eine Neuhis o ike in
,D .phil.Ilse Kunz,aus dem Augsbu ge Schuldiens 1950
en lassen,wo sie nämlich als Ve olg e des Nazi-Regimes nu zu Ve e ung poli isch
belas e e S udien ä e eingese z wa ,die nun abe nach de allgemeinen Amnes ie wie¬
de in den Diens zu ückkeh en
, alls sie nich besonde s belas e wa en.So s anden sie
beide au de S aße;mi einem Schlag wa die Familie Kunz mi ellos.Spä e ha P o .
S einen in eine A Wiede gu machung Ka l Kunz semes e weise als Leh beau ag en
wiede in diesem Hause beschä ig
,abe die allgemeine Spa poli ik e laub e ab 1956
keine Neueins ellung
.Üb igens gelang es mi in jenen Jah en schließlich
,bei de Hessi¬
schen Regie ung eine Ans ellung on F au D .Kunz im Schuldiens
,in Weilbu g un¬
wei F ank u ,zu e wi ken.
Kunz und Klein ha en mi ih en pa allel lau enden Ku sen zu Küns le ischen G und¬
leh e in den Jah en 1947
—1950 auch In e esse auße halb des Saa landes ge unden,was
einige Spezialauss ellungen mi Schüle a bei en und zu Leh me hode e wa in Mün¬
chen,Da ms ad ,Augsbu g usw.dokumen ie en
.Nach dem Ausscheiden on Kunz
blieb die Linie Klein s und schließlich
,wie e wähn ,die seines Schüle s Oska Hol weck
224 J.A.Schmoll gen.Eisenwe h
ü die wei e e En wicklung de „Saa b ücke Küns le ischen G undleh e "bes im¬
mend.De Kon lik um Kunz und die K i ik an Mase eel ,de seinen Sonde e ag
auch nach Meinung des Saa ländischen Kul usminis e iums übe zog ,indem e o mo¬
na elang nich zu Leh e ange eis kam,e schü e en auch die S ellung on Hen y
Gowa.E besaß schließlich nich meh das Ve auen des Leh kö pe s und wu de im
F ühjah 1951 en lassen.6E olg e 1955 eine Be u ung als Di ek o an die We kkuns ¬
schule in O enbach (Hessen).Auch Mase eel gab damals sein Leh am in Saa b ücken
au .Ich beme k e eingangs,es müsse hie auch e was gegen Legendenbildungen gesag
we den ,denn in de Dokumen a ions-Auss ellung zu Geschich e de Saa b ücke
Kuns schule e kenn man Ansä ze zu eine solchen Legendenbildung .Zum Beispiel
s eh in einem de ausges ell en Zei ungsa ikel ,man habe Mase eel ,Gowa und Kunz
„ e ieben ".Wenn jedoch eine de Leh e e ieben wu de ,so wa es allein Ka l
Kunz.
6Zu En lassung on Gowa als Di ek o de Saa b ücke Kuns schule is zu beme ken,daß diese —ge¬
meinsam mi dem Di ek o de MusikhochschuleE ic Paul S ekel —du ch Beschluß de Regie ung des
Saa landes om 25.Mai 1951 gekündig wu de.Beide He en s anden im Anges ell en e häl nismi ie ¬
eljäh ige Kündigungs is .Ob die p o okollie eWeige ung beide He en,die in e na ionalums i ene
„Saa ländischeS aa sbü ge scha "anzunehmen bzw.sie nich zu bean agen, ü die Kündigungwi k¬
lich maßgeblich wa ode nu als o geschobene G und gal ,bleib auch nach Du chsich de einschlägi¬
gen Ak en im Landesa chi Saa b ücken unkla .Als wei e e G und wi d angegeben:das Ve sagen Di ek¬
o Gowas,mi de Handwe kskamme und dem saa ländischenHandwe ke s andzu eine Einigung übe
Ausbildungsmöglichkei enzu gelangen,die de en In e essen en sp ächen.Diese jah elangen Que elen be¬
uh en haup sächlich au de Annahme de Handwe kskamme ,daß eine Schule mi dem Ti el „ ü Kuns
und Handwe k''eben auch eine A Fo bildungsans al ü Handwe ke mi küns le ischenIn e essen sein
müß e.Dabei ha die En wicklung sei dem 19.Jah hunde gezeig ,daß das eine Handwe k und die bil¬
denden Küns e auseinande d i en.Man kann dies bedaue n,es läß sich abe nich zu ücksch auben.
Auch das „Bauhaus" üh e o z gewisse handwe kliche G undlagen in de Ausbildung konsequen
zum Indus iedesign.Vgl.zu diesem Punk auch das Kapi el „Die Schule ü Kuns und Handwe k zwi¬
schen den F on en"bei Hein ich Küppe s Bildungspoli ikim Saa land 1945—1955".Ve ö Saa lLdG
14.1984S.183 .
Die gleichen Schwie igkei en,die wäh end de Di ek ion on Gowa mi de Handwe kskamme au a en,
kamen auch danach bei de Be u ung on D .O.S einen zum neuen Di ek o ab 1952 zum Ausd uck.Je z
wu den sie alle dings sei ens de Regie ung beisei e geschoben.Was die F age de S aa sbü ge scha be¬
i ,so ha man Gowa,de s aa enlos wa ,so behandel ,als sei e Beam e ,nich Anges ell e .Denn nu
ü Beam e gal en eigen lich die Bes immungen des Minis e a s om 3.Mai 1949,wonach Einweisungen
in Plans ellen nu zulässig seien,wenn die be o enen Pe sonen die saa ländische S aa sangehö igkei
nachweisen könn en.Alle dings ha man lei ende Anges ell e wiede hol nach dem gleichen P inzip wie
Beam e behandel .
In einem Sch eiben des damaligen Di ek o s im Minis e ium ü Kul us,Un e ich und Volksbildung,
Uni .-P o .D .Eugen Meye ,Inhabe des Leh s uhls ü Geschich e des Mi elal e s an de Uni e si ä
des Saa landes,de im zwei en Kabine Ho mann das Kul usminis e iump ak isch selbs ändig lei e e—
Kul usminis e wa E win Mülle ,de auch das Jus iz esso inneha e— om 22.Mai 1951 wi d die Ab¬
sich ,Gowa zu kündigen,nich nu mi den beiden genann en Beg ündungen(„S aa sangehö igkei "und
ges ö es Ve häl nis zu Handwe kskamme )e läu e ,sonde n auch noch mi einem wei e en Fak um,das
olgende maßen o mulie wi d:Die No wendigkei de Kündigung e gib sich aus de Ta sache,daß de
Di ek o de S aa lichen Schule ü Kuns und Handwe k nich in de Lage is ,den E o de nissen,die sich
aus dem besonde en Cha ak e diese Schule e geben,zu en sp echen und zu seinem Leh kö pe das ü
eine gedeihliche Zusammena bei e o de liche Ve häl nis zu inden, o zdem in diese Hinsich sei Jah¬
en alles e such wu de.Von diesem Punk aus wi d dann zwa de Handwe kskamme -Kon lik in dem
D eizehn Jah e Kuns schul
-Exe pe imen Saa b ücken 1946
—
1959 231
wenden gehab .Ich weiß nich ,ob es do imme so seh iel mo alische zuging,abe
die Kuns schule be ach e e de Bü ge nun einmal imme mi Miß auen.Bei Musik—
de Bildhaue Theo Siegle sag e das imme —da legen alle den Kop schie und ühlen
sich ha monisie ,auch,wenn sie nich s da on e s ehen!Bei Musik kann man schlie߬
lich weghö en ode man e s eh zu wenig on de Ma e ie und gib es auch zu.Bei Ma¬
le ei,bei bildende Kuns ,da glaub jede ein U eil abgeben zu können,solange e
nich o al blind is !
Jeden als wa das poli ische Klima de Saa b ücke Kuns schule nach 1955 äuße s un¬
güns ig.Ein Feuille onbei ag
,den ich in de F ank u e Allgemeinen Zei ung un e
dem absich lich e was eupho ischen Ti el „Die Ge ah p o inzielle Enge wi d e ¬
kann "am 6.Dezembe 1955 e ö en lich e
,wu de nich behe zig .Und ein o ene
B ie an die Abgeo dne en des Saa ländischen Land ages,de im Feb ua 1958 in de
Saa b ücke Zei ung e schien,woll e au die nega i en Folgen eine alschen,.Spa po¬
li ik im kul u ellen Be eich''au me ksam machen.Abe wie so o hal en diese Appelle
kaum.Vielleich haben sie abe doch ein wenig mi e hü e ,die Kuns schule—wie
manche es be ü wo e en—ganz zu schließen.
Eine Auseinande se zung mi dem damaligen Kul usminis e D .Röde ,dem spä e en
Minis e p äsiden en
,in de ich ihm pe sönlich o wa ,sich nich genügend ü die Be¬
lange seine u eigens en Resso s—und dami ü die Kuns schule insbesonde e—ge¬
genübe dem Land ag einzuse zen
, e lie d ama isch.Ich bekam zu spü en,daß D .
Röde on bildende Kuns nich seh iel e s and und nich seh iel on ih hiel und
daß ihm damals wich ige wa , o den Abgeo dne en de eigenen F ak ion und o de
eigenen Regie ung als gu willige Spa poli ike ohne „ex a agan e
"Wünsche in
einem so „abgelegenen
"Gebie wie de ums i enen We kkuns schule dazus ehen
.
Das is na ü lich un e dem Aspek seine zukün igen Ka ie e e s ändlich gewesen.
In de Folge wu de die Tak ik beibehal en
,die man schon 1956
/57 einschlug:jede ei¬
we dende Dozen ens elle nich meh neu zu bese zen und die en sp echende Klasse aus¬
lau en zu lassen.So geschah es nach Pe e Raackes Weggang mi de Me allklasse
.So
e lie es nach S eine s Be u ung 1959 nach Essen mi de Fo oklasse
.S einen wu de
zwa gebe en,noch diejenigen Fo oschüle seine be ühm en,in e na ional epu ie en
Klasse(in de auch seh iele Auslände s udie en
),die nich mi ihm nach Essen übe ¬
siedeln konn en—und das wa en na ü lich in de Meh zahl Saa lände —noch wei e
zu un e ich en.Das geschah in Ku sen,die e on Essen aus hie gab,bis diese le z en
Schüle ih Abschlußexamen machen konn en.Dann wu de auch seine ehemalige Fo o-
Ab eilung geschlossen
.Das wa de Abgesang eines Kuns schulexpe imen s in Saa ¬
b ücken,das sich an sich bewäh ha e,das iel Ane kennung and und eine Au gabe
di ek o (?)D .Bo in eine Fens e ansp ache e künden ließ,wie seh e die Gemäldesammlungbewun¬
de e und daß man dem Museumsdi ek o Dank schulde( gl.J.A.Schmoll gen.Eisenwe h,Bundesp ä¬
siden Heuss im Saa land-Museum.Ane kennung ü eine g oßa ige Leis ung (26.Janua 1957).In:Spe-
culum,Saa b ücke S uden enzei ung,Jg.2,N .4,Feb ua 1957).
232 /.A.Schmoll gen.Eisenwe h
e üll e,die au dem Gebie de handwe klich
-bildne isch
-küns le ischen Fo bildung
en sp echende Ziele e olg e,wie die Musikhochschule au dem de musikalischen
Fo bildung.
Was blieb,Sie wissen es alle,wa ein F agmen des al en Ins i u s,das mi seinen ie
ode ün Disziplinen dann de Fachhochschule des Saa landes eingegliede wu de.
Das wa eine logische En wicklung
.Da ü gib es auch Beispiele in ande en Lände n.
Seh glücklich,so inde ich,sind diese Beispiele abe nich zu nennen.Es ehl meis de
eie A em eine expe imen ell agie enden,die eie,küns le ische Tä igkei ö de n¬
den Gesam eins ellung
.Wenn man imme nu nach de ma e iellen Nu zanwendung
ag ,kann keine K ea i i ä en s ehen.Die Basis de küns le ischen G undleh e im Un¬
e ich on Holweck münde e sei he ja nu noch in angewand es Design.
Zu bedenken is o allem,daß in de Be ölke ung des Saa landes ein e s aunliches Po¬
en ial an Begabungen zu Bildenden Kuns s eck ,wie o allem das Expe imen de
Saa b ücke Kuns schule 1946
—1959 e wies.Denn wenn man einmal e olg ,welche
Schüle aus ih he o gegangen sind und wie iele als bildende Küns le e olg eich wa¬
en,so e kenn man das beach liche Begabungs ese oi
.F eilich muß man das auch
ü den beg enz e en E olg de äl e en Saa b ücke Kuns gewe beschule de Zei on
1924
—1935 zugeben.Beide Expe imen e zeig en,daß hie ein ech es küns le isches
Po en ial in de Be ölke ung o handen is ,wie üb igens auch au dem Gebie de Mu¬
sik.Abe ohne ganzhei liche
,küns le ische Ausbildungsmöglichkei en
,d.h.ohne das
Angebo zu Fö de ung de eien bildne ischen K ä e in sogenann e eie Male ei,
eie Plas ik, eie G a ik, eiem Zeichnen usw.wi d imme ge ade de Begabungs¬
an eil un e den S udie willigen e kümme n
,bei denen keine Möglichkei bes eh ,das
El e nhaus zu e lassen und in ande en Lände n und an auswä igen Kuns schulins i u¬
en zu s udie en.Es is also,ku z gesag ,ein Anliegen de sozialen Ge ech igkei
,de ¬
a ige Ausbildungsangebo e o zusehen und o enzuhal en
.
Das Kuns schulexpe imen in Saa b ücken wa du chaus eh geizig;abe es wa nich
u opisch,wie diese d eizehn Jah e zeig en.Daß es nu d eizehn Jah e ollgül ig
,d.h.
im Sinne de G ündungskonzep ion daue e,lag,wie Sie hö en,an meh e en Fak o en.
Gewisse Unzulänglichkei en im pe sonellen
,im menschlichen Be eich,sei es bei den
Di ek o en,sei es bei einzelnen Leh e n,müssen ebenso in Rechnung ges ell we den
wie die Schwie igkei en de damaligen poli ischen Lage.Auch das „Bauhaus"de
Weima e Republik exis ie e nu d eizehn Jah e,auch eines seine Vo gänge ins i u e
,
die wenige bekann e(abe wi bemühen uns ge ade um eine Rekons uk ion
)Münch¬
ne p i a e Kuns schule
,die on He mann Ob is und Wilhelm on Debschi z 1901
/02
bewuß als Expe imen ie schule mi dem Namen„Ve such
-und Leh a elie s ü ange¬
wand e und eie Kuns ''au gezogen wu de,daue e im Ke n ih e Exis enz nu bis
1914,me kwü dige weise also auch nu d eizehn Jah e.Dieses Ins i u ,die sogenann e
Debschi z
-Schule,wu de on Wal e G opius o 1914 meh ach besuch und s udie ,
als e sich damals schon inhal lich mi dem Gedanken
,eine eigene Kuns schule zu g ün¬
den,be aß e,eine We ks ä enschule
,das spä e e „Bauhaus
".
D eizehn Jah e Kuns schul
-Exe pe imen Saa b ücken 1946
—
1959 233
In diesen d ei Fällen,die ich be üh habe—Debschi z
-Schule
/München,S aa l.Bau¬
haus/Weima und die Saa b ücke S aa l.Schule ü Kuns und Handwe k—,konn en
sich die Kuns schulen nu d eizehn Jah e behaup en,weil auch äuße e,in allen d ei Fäl¬
len poli ische E eignisse den Fo bes and bed oh en:do de Ausb uch des 1.Wel k ie¬
ges 1914,hie die Mach e g ei ung Hi le s,die ja s ückweise schon in Thü ingen und
Anhal das damalige do ige„Bauhaus"jeweils e ieb,nich e s 1933—und hie in
Saa b ücken schließlich in e ne Folgen de Volksabs immung on 1955.
Auch d ei wei e e Nach olgeins i u e des Bauhauses
,de Ve such on Moholy-Nagy in
New Yo k,dann Chicago,mi seinem bekann en New-Bauhaus,das Expe imen on
Ma hias Goe i z,wenige bekann ,in No dspanien bei Al ami a,1946 un e nommen
,
und Max Bills „Schule ü Ges al ung
"in Ulm 13 e eich en jeweils nu eine ela i
ku ze Lebensdaue
.In allen diesen Fällen spiel e auch de Weggang de Ini ia o en und
Di ek o en eine wesen liche Rolle.In allen au ge üh en Kuns schulexpe imen en wa
das Ve liegen des Pionie geis es
,eines dynamischen Geis es de G ündungsjah e
,ein
Fak o ,de mi zum E lahmen und zu Ge äh dung de Ins i u e bei ug.Das da man
auch nich übe sehen.
Nich zule z is es abe die Hal ung de jeweiligen Kul u behö de
,de diese emp ind¬
lichen P lanzungen an e au sind,die mi Ve s ändnis lebense hal end und mi
bü ok a ischem
,de Kuns gegenübe o miß auischem Un e s ändnis ab ö end
wi ken können.Eine Kuns schule kann nich wie i gend eine Schule eglemen ie we ¬
den.Sie geho ch ,wie siche auch die Musikhochschule
,wie die Kuns akademien
,ei¬
genen Gese zen in no wendigen F ei äumen.Fehl ihnen das Klima,in dem sie gedei¬
hen können,so gehen sie eben ein—wie sag man so schön:wie ein P imel op im Kel¬
le .
Ich möch e zum Schluß noch einige Zi a e aus einem Vo ag bekann geben
,de o 85
Jah en gehal en wu de,nämlich on dem bedeu enden Museumsdi ek o Al ed Lich -
wa k,damals Lei e de Kuns halle Hambu g,ein üb igens aus dem Schuldiens zum
Kul u -und Kuns e ziehe im höhe en Sinne au ges iegene
,wei sich ige Mann.E
sp ach die Schlußwo e beim e s en Kuns e ziehe ag Deu schlands im Jah e 1901.
Nachdem e schon 1887 o dem,,Schul wissenscha lichen Bildungs e ein Hambu g''
(eine Ein ich ung
,die damals in Hambu g pa allel zu Volkshochschule bes and
)nach
einem Ube blick übe die Ausbildung es ges ell ha e:Am ie s en s eh unse Bil¬
dungsni eau jedoch in den Bildenden Küns en
, o mulie e e 1901:Alle Schul e o men
s ehen und allen mi den Leh e n,die bes en S undenpläne können ihn nich be lügeln
,
die schlech es en ihn nich hemmen
,de Ke n seine Wi kungs ähigkei lieg in de le¬
benden K a ,die e en al e ,und in de K a ,die e in seinen Schüle n en wickel
.
Daß dazu auch die küns le ischen K ä e gehö en,die das Leben ges al en sollen,ohne
13 Ube die „Hochschule ü Ges al ung"in Ulm 1953—1968 o ien ie e eine Auss ellung,die im Somme
1987 im Bauhaus-A chi /Museum ü Ges al ung in Be lin und im F ühjah 1988 im Cen e Pompidou in
Pa is gezeig wu de.
234 J.A.Schmoll gen.Eisenwe h
de en Ausbildung
,ohne de en Einwi kung au Sp ache,äuße e E scheinung,Lebens¬
ein ich ung und Lebens üh ung
,au Scha en und Genuß in jede Ges al das Dasein,
auch in de Fülle ma e iellen Wohls andes
,nu ein Vege ie en bleib ,ha die Theo ie
niemals bezwei el
,soll abe ü das Leben unse es Volkes als ein neues Ziel de En ¬
wicklung e s e obe we den
.
Ich glaube,diese Wo e sind noch imme ziemlich ak uell.Die Saa b ücke Kuns ¬
schule ha auch als Schule des Sehens in diesem Sinne e olg eich gewi k und könn e
bei en sp echende Fö de ung auch aus dem heu igen, eduzie en S and abe mals
uch ba we den.Ho en wi es ü die Zukun zum Nu zen,nich nu de Küns e,son¬
de n auch dieses Landes.
***
Nach ag(im F ühsomme 1988:)
Die o s ehende Rede and o „ oll bese z em Hause"s a und wu de mi g oßem
Bei all au genommen
.Viele ehemalige Schüle de Kuns schule
,einige ehemalige Leh¬
e (P o .D .Bo isH.Klein ,P o .Robe Sessle
)wa en anwesend.Die Ansp ache
lös e sogleich anhal ende Diskussionen übe die his o ischen Vo gänge und übe die aus
ihnen zu ziehenden Leh en und Konsequenzen aus,die in ielen ino iziellen G uppen¬
gesp ächen ge üh wu den,nachdem Kul usminis e P o .D .B ei enbach dem Red¬
ne pe sönlich gedank ha e und ihm e siche e,daß die Regie ung des Saa landes an
einem Wiede au bau de Kuns schule als selbs ändiges Ins i u e ns ha in e essie sei.
Anschließend and ein Rundgang du ch die dokumen a ische Auss ellung zu Ge¬
schich e de Kuns schule in de du ch P o .Enzweile kons i uie en„Hochschulgale¬
ie"im Foye des S engelbaus s a .Da an schloß sich ein Rundgang du ch die Räume
de ehemaligen Kuns schule und ih e We ks ä en an.In einem Zimme des Al baus
konn e de om Saa ländischen Fe nsehen 1985
/86 du ch Bense konzipie e Film mi
In e iews on Gowa,Sessle ,Schmoll usw.zum 40.Jah es ag de G ündung de
Kuns schule zu e gänzenden In o ma ion be ach e we den.
Die Regie ung des Saa landes handel e nach de Rückschau und dem in de o s ehen¬
den Rede en hal enen Au u zu Re ung und zum Ausbau des Res bes andes de al en
Kuns schule e s aunlich schnell.Schon im F ühjah 1987 and eine Klä ung im Saa län¬
dischen Minis e a s a .Es wu de de Beschluß ge aß ,den Fachbe eich Design de
Fachhochschule des Saa landes aus diese he auszulösen und in eine eigens ändige
„Hochschule ü Kuns und Ges al ung
"(A bei s i el
)umzuwandeln
.Am4.Mai e ¬
gingen be ei s die Be u ungen zum „G ündungs
-und Be u ungsbei a de Hochschule
ü Kuns und Ges al ung
"du ch Sch eiben des Kul usminis e s P o .D .B ei enbach
.
Auch de Ve asse wu de in diesen Bei a be u en.—Be ei s am 5.Juni kons i uie e
sich de Bei a in eine e s en Si zung un e Lei ung on S aa ssek e ä D .Boh im Kul¬
usminis e ium Saa b ücken
.Und am 8.Juli wu de o geladenen Gäs en und de
D eizehn Jah e Kuns schul
-Exe pe imen Saa b ücken 1946
—
1959 235
P esse du ch Minis e p äsiden Oska La on aine de Beschluß zu E ich ung eine
,,H° cnsc i ule ü Kuns und Ges al ung
"ö en lich bekann gegeben.Neben Regie¬
ungsmi gliede n wa en auch die Mi gliede des G ündungs
-und Be u ungsbei a s ü
die neue Kuns hochschule anwesend.
In de en Namen sp ach nach S aa ssek e ä Boh auch de Ve asse ku z zum G ün¬
dungsp ojek
.E hob abschließend he o ,daß—wie eins bei de G ündung de Uni¬
e si ä Be lin du ch Wilhelm on Humbold in de No zei nach de Niede lage P eu¬
ßens 1809—eine Hochschule ge ade in wi scha lich schwie ige Si ua ion„als E sa z
ü e lo ene ma e ielle Gü e ''kul u elle,geis ige und mo alische Au gaben zu leis en
habe.E nahm dami Bezug au die K i ik an de Hochschulg ündung
,die sich „das
a me Saa land ge ade je z nich leis en könne",wie manche mein en.
Bis zum Ap il 1988 anden sechs Si zungen des G ündungsbei a s s a ,de dami in die
en scheidende Phase de Realisie ung des neuen Kuns hochschulp ojek s ge e en is
und die e s en Be u ungen o be ei e .Fü He bs 1989 sind die Beendigung geplan e
bauliche Maßnahmen und die Au nahme de Leh ä igkei des neuen Ins i u s im adi¬
ionellen Be eich am Saa b ücke Ludwigspla z(Si z de al en Kuns schule sei 1951
)
o gesehen
.