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Stefan Weinmann
Dr. med.
Untersuchungen zur intrazellulären Signaltransduktion von L-Selectin und CD40-
Ligand in T-Lymphozyten
Geboren am 14.06.1971 in Schweinfurt
Reifeprüfung am 11.05.1990 in Emmendingen
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom SS 1991 bis SS 1997
Physikum am 01.04.1993 an der Universität Freiburg
Klinisches Studium in Heidelberg
Praktisches Jahr in Monterrey, Mexiko und Heidelberg
Staatsexamen am 05.11.1997 an der Universität Heidelberg
Promotionsfach: Kinderheilkunde
Doktorvater: Prof. Dr. med. O. Linderkamp
Das Adhäsionsmolekül L-Selectin spielt eine wichtige Rolle im Prozess des rolling von
Leukozyten entlang Endothelzellen, was einen entscheidenden Schritt zu Beginn der
Immunantwort gegen Pathogene darstellt. Das initiale Anheften ist spezifisch L-Selectin-
vermittelt. Die frühere Beobachtung verschiedener Aktivierungen in der L-Selectin-tragenden
Zelle durch L-Selectin-Antikörper-Bindung, wie die Aktivierung der p56lck-Kinase mit
nachfolgender Stimulation von p21Ras und von Rac-Proteinen, führten zur Untersuchung der
Jun-N-terminalen Kinase und p38-Kinase.
In dieser Arbeit konnte mittels Kinase-Assays nach Stimulation von Jurkat-T-Lymphozyten
mit L-Selectin eine Aktivierung der Jun-Kinase, jedoch keine Aktivierung der p38-Kinase
demonstriert werden. Die L-Selectin-vermittelte Aktivierung der Jun-Kinase ist an die
Aktivierung der p56lck-Kinase gebunden, da sie bei p56lck-defizienten Zellen nicht
beobachtet werden konnte.
Es ist möglich, daß diese Stimulation der Jun-Kinase in eine Aktivierung des AP-1-
Transkriptionsfaktorkomplexes mündet, was zusammen mit einer Kreuzvernetzung des
TCR/CD3-Rezeptorkomplexes zur Änderung der Gentranskription führen könnte. Dies macht
L-Selectin zum Kandidaten für die TCR/CD3-Kostimulation.
Das CD40/CD40L-Paar wurde anhand der EL-4-Maus-Thymomzell-Linie untersucht. Seine
Bedeutung in der Aktivierung von B- als auch von T-Zellen führte in der vorliegenden Arbeit
zur Untersuchung des Phosphorylierungsgrades von p38 und Jun-Kinase mittels spezifischer
Antikörper nach Stimulation des CD40-Liganden.
Es konnten keine Phosphorylierungen dieser beiden Kinasen nach CD40L-Stimulation
nachgewiesen werden. Überwiegend zeigte sich ein hoher basaler Phosphorylierungsgrad und
keine Zunahme des Phosphorylierungsgrades der beiden Proteinkinasen mit zunehmender
Stimulationszeit des CD40-Liganden. Dies könnte durch einen Nettoeffekt verschiedener
Phosphorylierungen der p38-Kinase oder Messung von nicht mit Aktivierung einhergehenden
Phosphorylierungen zu erklären sein.