Veränderung des Blutvolumens in normalem Gehirngewebe und niedrigem Astrozytom nach der Strahlentherapie
Martin Fuß
Dr. med. Veränderung des Blutvolumens in normalen Hirngeweben und niedriggradigen Astrozytomen nach Strahlentherapie geboren am 03.10.1963 in Mannheim Reifeprüfung am 19.05.1983 in Heidelberg Studium des Fachbereichs Medizin von SS 1986 bis SS 1994 Physik am 05.04.1989 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxisjahr in Heidelberg Staatsexamen am 26.04.1994 an der Universität Heidelberg Doktorat in Radiologie: Prof. Dr. Dr. M. Wannenmacher
Die Untersuchungen wurden an einem Standard-1.5 T-MRT-Gerät mit einer
Dies ist der Fall, wenn man sich mit einer zweifachen FLASH-Sequenz nach Bolus-Ausgabe von Gadolinium-DTPA beschäftigt.
Die Software, die unsere Arbeitsgruppe entwickelt hat, ist das rCBV und die arterielle Inputfunktion.
Die Normalisierung der rCBV mit dem AIF ermöglicht interpersonelle Vergleiche.
Im Rahmen des Follow-up- und Vergleichen verschiedener Patientengruppen wurden 71 Patienten untersucht, bei denen Normalwerte erreicht wurden, 25 Patienten mit einer inoperablen Astrocytoma von WHO Grad II vor und während der Konformitätsstrahlentherapie, 13 Patienten mit einer Vollbrainstrahlung sowie zwei Patienten mit einer primären Astrocytoma von WHO Grad III und 4 Patienten mit einem wiederkehrenden Astrocytoma.
Die Normalwerte für rCBV in grauer (GHS) und weißer (WHS) Gehirnsubstanz (8,4 2,4 und 4,2 1,7 ml/100 g Gewebe, Quotient 2,1 0,6) stimmen gut mit Literaturdaten überein. Auch die beobachtete alterbezogene Abnahme von rCBV (etwa 6% pro Jahrzehnt) wurde von anderen Autoren mit anderen Messmethoden beschrieben.
Die mittlere rCBV der hier untersuchten histologisch gesicherten Astrozyten WHO Grad II
war bei 6,5
3.7 ml/100 g. Intrapersonell war dieser Wert nie niedriger als der WHS rCBV. Die Korrelation des Krankheitsverlaufes zu prätherapeutischem rCBV zeigt eine statistisch signifikante Verbindung (p=0.001) zwischen hohem rCBV und einer schlechteren Prognose. So wurde in vier Patienten mit Rückfall im Nachbeobachtungszeitraum eine mittlere prätherapeutische rCBV von 11.6 5.7 ml/100 g (Quotient Astrozytom/WHS 3.0 2.1) gemessen. Vergleichlich hohe rCBV bzw. Quotienten wurden auch in zwei histologisch bestätigten astrozytomen WHO III, die keine Kontrastreichung zeigten, gemessen.
Die Studie konzentrierte sich insbesondere auf Veränderungen der regionalen
Blutvolumina nach therapeutischer Strahlung.
Es ist jedoch nicht möglich, dass der Gehirn weiße Substanz und in niedriggradigen Astrozyten von WHO Grad II
Drei-Dimension-Bestrahlungspläne ermöglichten die Zuordnung einzelner
Die Messungen ergeben einen typischen zeitlichen Verlauf der RCBV-Reduktion definierter Hirnräume mit der Erreichung eines Plateaus. Die zeitliche Verlauf und das Niveau der Plateaus hängen von der angewandten Gesamtdosis ab und sind tendenziell auch von der Einzelfraktionierung ab. Die zeitlich schnellste Reduktion wurde nach Vollbrainstrahlung (innerhalb von 6 Monaten) beobachtet, der erlangte Plateau ist um bis zu 30% unter die Ausgangswerte gesenkt (rCBV: 6.3 ml 1.2 (GHS) und 1.0 ml/100 g (WHS).
Die niedrig dosierten Bereiche zeigten die wesentliche Reduktion innerhalb von 6 bis 12 Monaten,
Das Niveau des Plateau ist nicht signifikant um etwa 24% unter den Ausgangswerten gesunken.
Diese Reduktion beginnt bereits in den ersten 6 Monaten nach
Strahlentherapie, Endpunkt (Reduzierung um etwa 30%, p=0.01 (GHS), p=0.003 (WHS))
Das Plateau ist etwa sechs Monate nach der Therapie erreicht; in den therapeutisch kontrollierten Tumoren bleibt der Wert von etwa 4.7 ml/100g bis über 24 Monate stabil.
Da die Therapie bei niedriggradigen Astrozytomen häufig nur bei
Fortschritt und eine Stabilisierung oder Verbesserung des klinischen Bildes können bewertet werden,
Eine neue Methode zur Therapieüberwachung ist mit der DSC-MRT verfügbar.
Die Messung der post-therapeutischen Reduktion des Blutvolumens dient als
Tumoransprüche bzw. die chronische Reaktion des normalen Gewebes auf ionisierende Stoffe
Radiation: Die gewonnenen Erkenntnisse quantifizieren die Normalwerte des Blutvolumens vor und nach der Strahlentherapie. Sie dokumentieren, dass der Einsatz moderner konformisierter Strahlentherapie-Techniken einen günstigen Einfluss auf funktionelle Gehirnparameter hat. Sie können Auswirkungen auf Behandlungskonzepte haben, insbesondere Zielvolumendefinition in der Strahlentherapie, Dosisbeschreibung und Berechnung eines Behandlungsrisikos.