scieee AI-readable full text Open interactive document viewer

Latvių terminologijos tvarkymo principai

Stasys Keinys

Full text

TERMINOLOGIE IR PUBLIKATIONEN Grundsätze der lettischen Terminologie Unter diesem Titel erschien letztes Jahr in Riga die Monographie der bekannten Linguistin und Terminologin Valentina Skujina, die am Institut für Lettische Sprache der Lettischen Akademie der Wissenschaften geschrieben wurde. Nachdem sie 1969 ihre Dissertation über die Zusammenstellung der lettischen technischen Terminologie als Kandidatin der Philologie verteidigt hatte, wandte sie sich nicht mehr weit von der Erforschung der lettischen Terminologie und der allgemeinen Terminologie ab, sondern widmete sich auch sehr viel Zeit der praktischen Arbeit an der Zusammenstellung der lettischen Terminologie und der Sprachkultur im Allgemeinen. Ihre gesamte drei Jahrzehnte dauernde Tätigkeit widmet sich der lettischen Terminologie und der lettischen Sprachkultur. Seit vielen Jahren leitet V. Skujinia die Gruppe für Terminologie und Sprachkultur des Instituts und ist wissenschaftliche Sekretärin der Terminologiekommission der Lettische Akademie der Wissenschaften, die von außen eher aktiv erscheint. Die gründliche Erläuterung vieler theoretischer und praktischer Fragen der Terminologie in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Autorin (Artikeln, Artikeln, wissenschaftlichen Berichten usw.) und die große praktische Arbeitserfahrung sind in dem Buch „Prinzipien der lettischen Terminologieverwaltung“ zusammengefasst. In der Einleitung der Monographie wird erklärt, was ein Terminus ist, welche wichtigsten Anforderungen an ihn gestellt werden, ein Blick auf die Geschichte der lettischen Terminologie und die Prinzipien ihrer Verwaltung geworfen und erzählt, wie dieses Werk geschrieben wurde. Ihre Erfahrungen habe sie durch die Teilnahme an etwa 900 Terminologiekommissionen und die Analyse von etwa 200.000 Termini aus den unterschiedlichsten Bereichen gesammelt, die in diesen Sitzungen diskutiert oder in Terminologiewörterbüchern veröffentlicht worden seien. Insgesamt wurden 31 Terminologiewörterbücher, 58 Terminologie-Bulletins und 27 andere Veröffentlichungen als Arbeitsquellen verwendet. Darauf basieren die Schlussfolgerungen der Arbeit. Zusätzlich zu den, man könnte sagen, allgemein üblichen und anerkannten Dingen, hat die Autorin hier schon etwas Neues gesagt. So unterscheidet sie beispielsweise bei der Beschreibung der Anforderungen an Begriffe die Anforderung der Mononymie als Gegensatz zur Synonymie (S. 13). Es ist wahr, dass die Forderung, Begriffe zu bezeichnen, 'Skujina V. Latviešu terminologijas izstrades principi. --Riga: Zinatne, 1993. —225 Ipp. 87 Ein Begriff (Grundsatz „ein Konzept, ein Begriff“) ist — alt, aber prägnant in einem Wortgeschafft, auszudrücken jį V. Die erste ist wahrscheinlich die erste. Der Hauptinhalt der Arbeit ist in drei Abschnitten dargelegt: — interne Sprachprinzipien, Prinzipien der Sprachkommir unikation, nicht-verbale Prinzipien. Im Allgemeinen zeichnet sich die ir Monographie durch eine strenge konsequente Planung aus, die Unterabschnitte werden alle mündlich benannt. Interne Sprachen (intralinguistische) Prinzipien (Sie sind die Hauptpersonen im Buch, p. 29—127) Lexik, Semantik, Phonologie, Morphologie, Syntax der Wortbildung, Sprachverbindungen ir (interlinguistischp. 128—184) e, Prinzipien der — interlinguistischen Kommunikation) (Leihwörter), Sprachen der nächsten ir Verbindung in regionaler Hinsicht, nur nicht-verbal (extralinguistische, p. 185—197) Die Prinzipien werden nach bestimmten, von der Autorin ursprünglich festgelegten Prinzipien der Wissenschaftlichkeit, der — wissenschaftlichen Ordnung, der Zusammenarbeit von Fachlinguisten, ir der Thermiderierung, des öffentlichen nų Lebens und der historischen Information überprüft. Das Buch behandelt im ir Allgemeinen fast alle wichtigen Fragen der Terminologietheorie und -praxis, die einen breiter, die anderen enger. Bei ihren Überlegungen und Schlussfolgerungen stützt sich ir Skujinia hauptsächlich auf Untersuchungen jų der lettisch-russischen Terminologie. V. ir Das ist nicht schwer zu verstehen, wenn man bedenkt, dass das Thema der Monographie die in Lettland in den letzten vier Jahrzehnten durchgeführten Terminologiearbeiten umfasst. (aus dem 1946 Jahr), aber vor allem, wie sie selbst schreibt V. Kurz, in der 1961--1990 m. Zeit, in der die Autorin selbst ein direkter Teilnehmer ist. jų In der Literaturliste sind ir 12 Arbeiten und Veröffentlichungen litauischer Linguisten erwähnt (4,5% aller in der Liste erwähnten Arbeiten), das sind Artikel von K. Gaivenis, J. Klimavičius und anderen, Autorenbeiträge von Dissertationen von A. Kaulakienė, A. Sabaliauskas, A. Vanagas und anderen. Übrigens wurde der in litauischer Sprache veröffentlichte Artikel von A. Kaulakienė „Zusammengesetzte Werte in der Terminologie der litauischen Polytechnischen Hochschule“ offenbar versehentlich in die Literaturliste auf Russisch aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich, zu sagen, dass die Herstellung und der Gebrauch von Begriffen eine der wenigen Fragen ist, von denen sich V. Skujinia in seinem Buch distanziert hat (S. 130—131), natürlich außer denen, die nicht Gegenstand dieser Monografie waren (Fragen der Begriffsnutzung, der Erstellung von Begriffswörterbüchern). Irgendwo anders im Buch leuchtet ein litauischer Begriff oder eine andere Tatsache auf. Leider sind nicht alle von ihnen typisch. So wird beispielsweise auf S. 130 im Zusammenhang mit der Möglichkeit, Begriffe und Teile von Begriffen aus verschiedenen Sprachen miteinander zu vergleichen, das lettische Präfix oder die Übereinstimmung mit dem russischen Präfix o6e3 und dem litauischen nu-(atmatošana —o6e3znonamnBanne —nuplaukinimas usw.) erwähnt, aber diese Verwendung wird in der litauischen Terminologie seit langem nicht mehr als vorbildlich angesehen, 166 es wird 88 behauptet, p. dass die Litauer anstelle des englischen designer, des lettischen dizainers, des russischen inmsannep den ir russischen Zeitbegriff seprexmmx verwenden. (auf der Grundlage von A. Der Name des Ortes leitet sich von der Bezeichnung eines unbekannten Gesteins ab. Im Allgemeinen sind Parallelen in anderen Sprachen im Buch, wo erforderlich, nicht ausgeschlosssu en, obwohl ir ne to Die Autorin beabsichtigte. Ihr Ziel war es, ein synchrones Bild der internen Entwicklung des Status der lettischen Terminologie selbst zu geben, was gut ir gemacht wurde. ir V. Das Buch von Skujinis ist wirklich inhaltsreich, es bietet dem Leser ir Gelegenheiten, selbst nachzudenken, zu diskutieren, zusammen mit der Autorin su unklare, bislang unzureichend erforschte ar Terminologiefragen zu lösen, manchmal zu streiten. ir Die Autorin ist überall sehr sachlich, ohne leere Worte, in der Lage, Gedanken prägnant zu erklären, alles zu erklären. ir Die ir Anforderungen an die wissenschaftliche Sprache der Terminologie werden in der Monographie genau eingehalten. Um es klarer und verständlicher zu machen, sind einige Dinge in Diagrammen dargestellt ir (Verteilung des speziellen Lexikons, Verhältnis der Terminologie des allgemeinen Sprachwörteir rbuchs usw.). ir Beim Lesen des Buches entstand der Eindruck, dass sich die lettische Terminologie ko hinsichtlich der sprachlichen Struktur deutlich von der litauischen Terminologie unterscheidet. Einige lettische Begriffe scheinen viel komplizierter zu sein, in ihrer Sprache werden Wortverbindungen (zusammengesetzte Begriffe) leicht durch Satzzeichen ersetzt. In vielen Fällen wären solche Stichwörter in der litauischen Sprache einfach unmöglich, zum Beispiel bei den Terminologiebegriffen defiskoprermins „mit Bindestrich geschriebener Begriff“, hibridtermins „hybridischer Begriff“, inicialsaliktenis,santrumpa, saliktentermins „zusammengesetzter Begriff“, strupinajumsaliktenis,- zusammengesetztes Wort, Abkürzung“, termina kontekstneatkariba „Unabhängigkeit des Begriffs vom Kontext“, rermindarinajums „Begriffsbildung“, termindarinašana „Begriffsbildung“, terminelements „Bestandteil des Begriffs“, vardkoptermins „Zusammengesetzter Begriff“ usw. Mit solchen Neigungen wird die lettische Terminologie der deutschen ähnlicher sein als der litauischen Terminologie ihrer nächsten Verwandten. Und einige Fragen der Theorie werden in der lettischen Terminologie anders verstanden. Zu den Methoden der Begriffsbildung, neben den uns gewohnten Methoden der morphologischen Wortbildung (Adjektive, Endungen, Präpositionen und Stichwörter), zählt V. Skujinia Zeit und Konversion (Wörter oder Formen übergehen in einen anderen Teil der Sprache, in der Terminologie üblicherweise Konjugation und Subjugation), Separation (die Autorin nennt so die in der litauischen Begriffsbildung überhaupt nicht angewandte rückwärtige oder retrograde Begriffsbildung) und Appellation (die Umwandlung des Eigennamens in einen Gattungsnamen, zum Beispiel Oms —oms „oms“ und sogar Oms —oms „oms“). 89 Rainis — rainistika, Vatmana papirs— vatman papirs „Wassermann“, p. 100). In der litauischen Sprachwissenschaft ist es ungewöhnlich, ernsthaft darüber zu sprechen, dass die Namen von Verben direkt iš aus Substantiven gemacht werden (indem man das Verb umgeht), während man ir trotzdem das Verbsuffix hinzufügt, wie z.B. koks ciematavimas "Siedlung" ist ein Dorf, das sich selbst gemacht iš hat "Siedlung" - iš das su Verb-Suffix des Zeit-Adjektivs ir -Sana. (S. 10) 84), oder nur als Gegenstand der Grammatik (Anpassung), o ne Konvertierung von Fremdwörtern in der litauischen Sprachwissenschaft würde die Übereinstimmung des männlichen Geschlechts des Adjektivs und des Substantivs betrachtet, wie im lettischen fakultativs (S. 10) 98; In Litauischdie Wörter sind unterschiedlich verlegt fakultativ -- undfakultativ, aber dies wird nicht als Gegenstand der Endungsbildung angesehen). Zweifellos erhielten das wertvolle Buch nur Linguisten, Verwalter der ne lettischen Terminologie in verschiedenen Bereichen, Verbraucher, Sprachkulturarbeiter, denen die Autorin ją ir (S. 10) 4, 25), sondern die ir Wissenschaft der lettischen Sprache und die allgemeine Terminologie. Je mehr solche gründlichen Untersuchungen der Terminologie einer einzelnen Sprache stattfinden, desto solider, wissenschaftlicher wird die allgemeine Theorie der Terminologie sein, die, be tų Eine Sammlung von Aussagen über Regeln, die als künstliche, den Sprachen von außen iš auferlegte Gebrauchsanforderungen einzelner Sprachstudien su erscheinen, die meist nicht mit dem realen jų Sprachleben übereinstimmen. Bei der ir Untersuchung der Terminologie einzelner Sprachen, der Systeme, der jų sprachlichen Beziehungen und schließlich des Einflusses ir nicht-sprachlicher Faktoren stellt sich in der Regel heraus, dass die tų Anforderungen, die Regeln in keiner Weise absolut sein können. Die Terminologie ist, wie die Sprache ir selbst, ein lebendiges, sich veränderndes Phänomen, dessen Veränderung noch sichtbarer ist als die Veränderung vieler anderer Teile des Sprachsystems und die mehr von der freiwilligen Tätigkeit der Menschen abhängt. All dies ist auch aus dem Buch von V. Skujienė gut zu sehen. Das Lesevergnügen nach der Lektüre der „Grundsätze für die Verwaltung der lettischen Terminologie“ verwandelte sich in Freude über den Erfolg der lieben Kollegin der Nachbarterminologie. St. KEINYS Zusammenfassung der „Litauischen Physiksammlung“ Die „Litauische Physiksammlung“, deren 30-jähriges ir Bestehen vor zwei Jahren gefeiert wurde, wird von Physikern und Spezialisten anderer Wissenschaftsbereiche nicht nur in Litauen, sondern auch im Ausland gelesen. Die Artikel werden in russischer oder englischer Sprache gedruckt. Ušpalis K. „Lietuvos fizikos rinkinio“ ištakos//Fizikų žinios. 1991. Nr. 1. S. 18–19. 90