Keletas taisytinų terminų
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Gina KAVALIŪNAITĖ
EINIGE ZU KORRIGIERENDE BEGRIFFE
1. Was bedeutet das Wort Präsentation?
Der Gebrauch von Internationalismen und Fremdwörtern macht unsere Sprache oft unklar und unpräzise. Der unnötige Gebrauch von Präsentation ist ein Beispiel dafür. In die im Heft 66 der Zeitschrift „Kalbos kultūra“ veröffentlichte Liste der von der Kommission für die litauische Sprache erörterten Fremdwörter wurde dieses Wort nicht aufgenommen. Wenn wir gute eigene Entsprechungen haben, gibt es keinen Grund, ein internationales Wort zu entlehnen. Das Wort lateinischen Ursprungs Präsentation (lat. praesento, -are „1. vorstellen; 2. übergeben, aushändigen“) gibt es in vielen Sprachen: engl. presentatio „1. Vorstellung, Bekanntmachung; 2. (eines Geschenks) Übergabe; 3. Theateraufführung“; dt. Präsentierung „1. Angebot; 2. Vorlage“; frz. présentation „1. Vorlage, Vorführung; 2. Aushändigung, Übergabe; 3. Gestaltung; 4. Vorstellung (z. B. zur Verleihung eines Preises)“.
Für jede Bedeutung dieses vieldeutigen Wortes haben wir gute litauische Entsprechungen. Daher sollte man die Präsentation nicht überall und ohne Not verwenden, sondern sich lieber auf Litauisch ausdrücken – präziser und klarer:
bei einer Ausstellung, einem Salon, einem Geschäft oder einer Firma – nicht Präsentation, sondern Eröffnung, Vorstellung; hier könnte man auch Feier zur Ausstellungseröffnung sagen;
eines Konzerts – nicht Präsentation, sondern erstes Konzert;
Lied – Vorstellung;
Buch – Vorstellung, Bekanntmachung des Buches.
Nicht zu vergessen: Statt Präsent haben wir das gute litauische Wort Geschenk.
Manchmal wird offenbar Präsentation mit Repräsentation verwechselt (frz. représentation „Vertretung“), sodass man auch Präsentationsbesuch (=Besuch von Vertretern, Repräsentationsbesuch), Präsentationsteam (=Vertretungsteam) sagt.
Wo sich ein Gedanke auf Litauisch präziser ausdrücken lässt, braucht man nicht zu Internationalismen zu greifen.
2. Kann man ein medizinisches Zentrum, in dem die gestörten Körperfunktionen eines Patienten nicht wiederhergestellt, sondern ihr Zustand bewahrt und unverändert erhalten wird, als Abilitationszentrum bezeichnen?
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Das Wort abilitacija ist mit dem gebräuchlichen Terminus reabilitacija verwandt (lat. rehabilitatio „Wiedererlangung“). Die Bildung des Letzteren ist recht offensichtlich: das Präfix re-, das die Wiederaufnahme und Wiederholung einer Handlung ausdrückt, und lat. habilitas, -atis „Tauglichkeit, Fähigkeit“. Da in diesem Zentrum die Funktionen des Patienten nicht wiederhergestellt, sondern lediglich aufrechterhalten und vor einer Verschlechterung bewahrt werden, ist die Bezeichnung abilitacinis centras hier logisch angemessen. Besser wäre es jedoch, ein solches Zentrum auf Litauisch zu bezeichnen: sveikatos palaikymo centras.
3. Wie sollte man ein rundes, reliefartig geformtes Spielzeug für Kinder mit durchbrechenden Zähnen nennen, an dem sie herumkauen können?
Nennen wir dieses Spielzeug kramštuku.
4. Kann man beprocentinė paskola, bevizinis įvažiavimas? sagen?
Pagal “Lietuvių kalbos gramatiką” (V., 1994, 215 p.) priesagos -inis būdvardžius galima daryti iš prielinksninių konstrukcijų: išankstinis pranešimas, povestuvinė kelionė, tarptautiniai santykiai. Priesaginiai-priešdėliniai būdvardžiai turi nuo abiejų sudedamųjų dalių priklausomą reikšmę ir išskiria pažymėtus daiktus bei žymi jų rūšį: pvz.: tarpžvaigždiniai ūkai. Priesagos -inis vedinių nepatartina terminologiškai vartoti su priešdėliu be-: pvz., besimptominė (= besimptomė) ligos forma (žr.: “Terminologijos taisymai” V., 1992). Tai taisoma ir “Kalbos praktikos patarimuose”. Taigi šiuo atveju geriausiai tiktų priešdėlių vediniai beprocentė paskola, bevizis įvažiavimas. Galime sakyti ir paskolą be procentų, įvažiavimas be vizų. Vietoje beprocentinė paskola “Terminologijos taisymuose” siūloma vartoti terminą nepalūkaninė paskola.
5. Kriminogene, kriminologische oder kriminelle Lage, Situation?
In Kriminalitätsberichten werden diese Wortverbindungen verwendet, doch sie sind nicht ganz passend, obwohl die einzelnen Wörter durchaus gut sind. Analysieren wir die Bedeutungen der einzelnen Wörter. Kriminogeninis und kriminologinis leiten sich aus dem Lateinischen crimen, criminis „Verbrechen“, dem Griechischen genos „Geschlecht, Ursprung“ und dem Griechischen logos „Wort, Begriff, Wissenschaft“ ab. Somit bedeutet kriminogeninis „kriminell, durch Verletzung zulässiger Normen entstanden, krimineller Natur“, vgl. autogeninis, kancerogeninis. Obwohl das Wort kriminogeninis weder im „Wörterbuch der modernen litauischen Sprache“ (V., 1993) noch im „Wörterbuch der Internationalismen“ (V., 1985) aufgeführt ist, ist es durchaus korrekt und verwendbar, nur nicht in dieser Wortverbindung. Kriminologinis ist eine wenig gelungene Ableitung mit dem Suffix-
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suffix -inis vom Wort kriminologija „Wissenschaft, die Kriminalität und ihre Ursachen untersucht und Maßnahmen zur Verhütung von Kriminalität entwickelt“. Um die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Bereich – hier der Kriminologie – auszudrücken, eignet sich statt des Suffixes -inis besser der beschreibende Genitiv: kriminologijos metodai, kriminologijos situacija und Ähnliches. Wenn wir nusikaltimo būklė, situacija hören, verstehen wir, dass von der Situation oder den Umständen des konkreten Ereignisses die Rede ist.
Im genannten Fall, bei der Veröffentlichung einer Kriminalchronik, trifft also keines der aufgeführten Merkmale dieser Wortverbindung zu. Hier verwendet man besser nusikalstamumo būklė, padėtis, kriminalinė situacija. Das Abstraktum nusikalstamumas „gesetzlich verboten, strafbar, unzulässig“, das eine losgelöste, abstrakte Eigenschaft bezeichnet, passt hier. In diesem Fall kann auch das Wort kriminalinis verwendet werden, eine Ableitung mit dem verallgemeinerten internationalen zusammengesetzten Suffix -alinis.
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