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Dėl kai kurių baltų kalbų žemės ūkio augalų pavadinimų kilmės

A. Sabaliauskas

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S FRAGEN III vio 2001: Die ursprüngliche Bezeichnung für den Rettich (Raphanus sativus L.) ist „Raphanus sativus L.“ A. de Candol (38,553) glaubt, dass die Heimat des Rettichs in Westasien liegt. Der Talmud bezeugt, dass Rettich im alten Babylon hervorragend gewachsen ist (vgl. O. Schrader, Reall., 2, 251). Aus Asien sollte diese Pflanze sehr früh nach Ägypten gekommen sein. Herodot (2,125) berichtet, dass die Erbauer der Cheops-Pyramide neben Zwiebeln und Knoblauch auch reichlich Rettich (ovgappain) gegessen haben (vgl. G.Buschan, 243), wie aus den Zeichnungen auf der Cheops-Pyramide hervorgeht. Als Volksnahrung wird Rettich in antiken griechischen Komödien erwähnt (vgl. O. Schrader, Reall., 2, 251). Auch die alten Römer kannten Rettich. Sie fügten dem Namen des Rettichs gewöhnlich noch das Epitheton Syriaca hinzu oder schrieben quae Assyrio semine vemit. Auch das zeigt die orientalische Herkunft der Pflanze (vgl. O.Schrader, Reall., 2,251). 2. Die Balten und Slawen lernten diese DarZove wahrscheinlich etwas später kennen. Bis jetzt gibt es keine archäologischen Daten, die ihr Alter in baltischen und slawischen Ländern bezeugen. Zum Beispiel können wir anhand der sprachlichen Daten behaupten, dass die Litauer bereits im 12. Jh. den Radieschen kannten. Natürlich mussten die Slawen sie früher kennen, denn die Weißen, wie wir sehen werden, lernten diese Pflanze durch die Slawen kennen. 3. Auflage. In den meisten Sprachen sind Rettichnamen mit doppeltem Ursprung zu finden. Der griechische Name des Rettichs, inagpavię, payd4yn, inegpavos, stammt von der gleichen Wurzel wie der Name der Rübe, jgmug, inszeniert. In der griechischen Sprache von dieser Pflanze genannt Rettich und erhielt seinen Namen. Aus der griechischen Sprache kam der Name des Rettichs ins Lateinische —raphanus. Später verblieb dieser Name in den romanischen Sprachen: italienisch rafano, spanisch. Rebano, Hafen. Rettich. Neben dem aus dem Griechischen entlehnten Wort gab es im Lateinischen einen weiteren eigenen Namen für den Rettich, rudix, dessen ursprüngliche Bedeutung „Wurzel“ ist. Dieses lateinische Wort kam in die germanischen Sprachen: Altdeutsch. Höhe. Rari(c)h, Rettich, sen. angl. redic, vid. vok. Höhe. Rettich, rdtich, vok. Reittich, Schweden. Ratrika. In: Vogue. Höhe. merraatich zeigt, dass dieses Wort ursprünglich in den germanischen Sprachen die Wurzel a hatte (vgl. F. Weigand, 577—8; F. Kluge, Et. Wb., 597). Von den Germanen kam der letztere Name des Rettichs ins Finnische —raatikka (vgl. T. E. Karsten, IF, 26, 250—1; Germ., 207). Es ist auch im ungarischen rerek, 17 zu finden. 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268, 269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, — 277, 278, 279, 280, 281, 282, 283, 284, 285, 286, 287, 288, 4. Wir finden einen solchen Namen für Rettich auch in slawischen Sprachen: ssl. 289, 290, 291, 292, 293, 294, 295, 296, 297, 298, 299, 300, 299, 300. Russisch. Pemoka (Hrsg. H. Cpesnesckuii, 3, 216), Russisch. pedoka, baltr. Psdsoxa, dt. Pedoxa, serb.-chrv. podaxsa, pomxsa, pOxea, slowenisch. rēdkew, check. Fisch, Fisch, Fisch. Red'kev (V. Machek, 60), Rost., links. Rettich, hoch. Licht. - Ich bin ein bisschen verrückt. Licht. Fadkej (Bd. F. Miklosich, et al. Wb., 284—5; A. IlpeoIn: Gpaxenckuil, DT. Hrsg.: M. 2,194; Vasmer. Wb., J. 2,504; Holub, F. Kopečny, et al. In: V. 321; Machek, et al. sl, Schon auf 432). den ersten iš Blick ist zu erkennen, dass diese slawischen Rettichnamen keine einheitliche Wurzel haben. Iš Mindestens vier der folgenden Beispiele können rekonstruiert werden:*- * redaky, rodeky, *rodoky, *rodoky (Bd. V. Machek, Rost., Eine solche 60). Unstimmigkeit zeigt, dass dieser Name des Rettichs kein slawisches Wort ist; Die meisten slawischen Sprachen, die Į er in die germanischen iš (Bd. A. Meillet, Ētud., 184; C. C. Uhlenbeck, AfsIPh, 15, 490; V. Kiparsky, Lw., Die 276—7). russische Form des Namens stammt vermutlich aus iš dem Deutschen. Jam. Sprachen (Bd. V. Kiparsky, Lw., 276—7). Deutsch schmal in e der russischen Sprache könnte als Wort » übertragir en werden Bopre < Vok. Bern (Bd. K. Büga, ZfslPh, 1, 42). In slawischen Sprachen könnte sich die Phonetik dieses Rettichnamens aufgrund der Volksetymolir ogie geändert haben. Einige dieser Namen in den į slawischen Sprachen könnten in die ir iš romanischen Sprachen gekommen sein (Bd. M. Vasmer, Et.Wb., 2,504; V. Machek, Rost., 60). Später in iš der russischen Sprache ein solcher Name des Rettichs ir į kam in einige andere Sowjetunion Die Sprachen der Nationen der Union: evenk. Pedophile, genauso. pedoka, ir bur.-mong. pedox kt. 5. Der Name dieses Radieschenwurzels findet sich ir in baltischen, nämlich ir litauischen, lettischen Sprachen. Wir finden jį es schon in ir den alten Denkmälern unserer Sprache: im Wörterbuch von K.Širvydas (331), J. Morkūno In Postilae (270). Į In die deutsche Sprache ist das Wort iš seit dem 19. Jahrhundert eingewandert. Russische Sprache. Gekommen ist er noch vor 5> e, Das ne heißt, später als XII a. (Bd. K. Büga, ZfslPh, 1, 42; B. H. In den östlichen 397). Dialekten der Litauischen Hochland wird die Form rudikus gefunden. K. Böge (ZfslPh, 1, 42) glaubt, dass sie, wie der Name des lettischen ir Rettichs, von sen stammt. iš Russisch (K.) Bogen im weißrussischen Ausdruck — Weissrussen) die Form *psdbk8, wobei die + Wurzel durch Konsonantenverhärtr ung entstanden ist. Eine ähnliche Veränderung des Vokalismus K. Der Buchstair be „V“ im lettischen Wort krusrs (nach dem Sturz) (K.) Bug, RRS, Aber diese 2,538). Form, wie wir sehen werden, kannanders interpretma ieren. ir 6. In Lettland wird der Rettich hauptsächlich rutks genannt. J. Endzelynas (EM, 3,565) glaubt, dass die Form ši wahrscheinlich von der Form iš stammt *ridiks, nur der Wurzelvokalismus wurde durch das Wort ruds geändert ,,pink, braun“. Dies könnte teilweise iš auf solche Formen ir des Namens wie ruduks zeigen (EM, 3, 554; J. In: Endzelins, La. Rotkehlc72), hen (T. Šmite, FBR, EH, 12,51; 2, 381), in der Nähe der Form rutaks (F.) Adamovičs, FBR, 3, 107). Auf diese Weise könnte man die litauiscir he Form rudikis interpretieren, weil die Form *psdoxv, von iš dem nach der K. Meinung von Boge die lettisch-litauischen Rettichnamen stammen ir könnten, ist in den russischen Sprachdenkmälern nicht zu finden. In lettischen Dialekten wurde einmal die Form ridiks gefunden ir (EH, 2, 375). Aufgrund seiner Isolation ist es schwierig, Schlussfolgerungen zu ziehen, 258 Der lettische Name des Rettichs findet sich im heutigen Lettisch auch in einem anderen zusammengeme setzten Namen des Gemüses — mdrrutks „,Kräutertee‘“, der aus dem deutschen Wort „Kräutertee“ entstanden ist. Meerrettich, indem man den zweiten Teil des Wortes übersetzt. Iš Nach dem Namen des Rettichs sind einige andere Pflanzen ir benannt: See-Rettich, Teufels-Rettich, Schwarz-Rettich, „Cicuta virosa“, Wald-Rettich, „Geum rivale“, Feld-Rettich „Raphanus raphanistrum“ (In der 3,565). englischsprachigen Literatur wird die Art als Reticulites reticulatus bezeichnet.) (Jg. Pflug, 77). Dieser Name stammt aus dem iš Deutschen. 7. Wir sehen, dass die weißen ir Slawen den gleichen tą Namen wie der Rettich haben. Beide Gruppen bų sind, wie die meisten ir anderen Ide. Sprachen, wird dieser Name geliehen. Die meisten Slawen erhielten Germanen, jį Weiß-Slaweiš n. o iš Über den Namen des Rettichs in der alten preußischen Sprache gibt es keine Kenntnis. Möhre (Daucus carota) Die 1. Heimat dieser Pflanze ist Europa oder Vorderseite Asien (Bd. A. de Candolle, 554; O. Schrader, Reall., 2,69; H. Burchardéwna, 170). Spuren von Karotten sind in den Überresten der Siedlung Robenhaus in der Schweiz gefunden (Bd. G. Buschan, 148; O. Schrader, Reall., 2,69). Aber dieser Befund wird von einigen in Frage gestellt (vgl. J. Hoops, Reall., 1, 234). 2. Auf polnischem Gebiet finden wir Karottensamen in Fossilien, die auf S. 164–165 (Hrsg.): H. Burchardéwna. Über den Anbau von Karotten in Litauen und Lettland fehlen derzeit Kenntnisse. XVI a. In den Inventaren der litauischen Gutshöfe wird diese Pflanze erwähnt, allerdings vergleichswene ise häufig (Bd. K. Jablonskis, 419, 451, 455, 678). 1624 m. ir 1630 m. In den lettischen Gutsregistern fanden wir, dass die lettischen Bauern den Gutsbesitzern Karotten als Tribut geliefert haben (Bd. A. Svabe, IMM, 1922, 169; J. 3. Auflage, 301). 3. Aufl. Er kommt. In verschiedenen Sprachen finden wir mehrere Namen dieser Pflanze mit unterschiedlichem Ursprung. Aus dem lateinischen Wort carota ist der Name der Karotte auf verschiedenen Wegen in einige andere Sprachen übergegangen. Sprachen: it. carota, alb. Karotte, franz. carotte, engl. carrot, dt. Löffel und andere. In den germanischen und slawischen Sprachen ist der andere Name für die Karotte am häufigsten: Altdeutsch. Höhe. Mor(a)ha, vid. vok. Höhe. Morhe, morhe, vok. 1. Aufl., 2. Aufl., 3. Aufl., 4. Aufl., 5. Aufl., 6. Aufl., 7. Aufl., 8. Aufl., 9. Aufl., 10. Aufl., 11. Aufl., 12. Aufl., 13. Aufl., 14. Aufl., 15. Aufl., 16. Aufl., 17. Aufl., 18. Aufl., 19. Aufl., 20. Aufl. In: svt.se. mora u. a. (vgl. J. Hoops, Reall., 1, 234; F. Weigand, 2, 206—7; F. Kluge, Et. Wb., 484), rus. mopkoes, MOpK8a (B. Hans, 2, 347), baltr. Mops, dt. Mopxsa, bulg. Mopxos, serb.-chrv. In: slovenia. Karotte, check. Karotte, Wort. Karotte, links. Marchew, hoch. Licht. Morcheeba. Pfütze. marchwej (vgl. M. Vasmer, Et. Wb., 2, 158-9; A. Ilpeo6paxenckun#i, Dr. ca, 557; F. Miklosich, Et. Wb., 192). Aus den Slawen kam dieser Name der Karotte in andere Sprachen: Rum. Morcov (plg. A. Rosetti, 44), mold. - Ich weiß nicht. Aus der russischen Sprache erhielten später auch andere Sprachen der Völker der Sowjetunion dieses Wort: tuv. Mopkoss, bur.-mong. S. 106, 107. M0pK086, genauso. Mopkoes und andere. Von den Slawen, wie wir sehen werden, haben auch die Litauer dieses Wort erhalten. - Über den Ursprung dieses Wortes gibt es verschiedene Meinungen. Er wird vor allem mit gr. Hesiod Bpaxava =k šypix Adyave, wobei die griechische Form durch die Wiederherstellung der Prolyse *mykwiederhergestellt wird (vgl. A. Walde, Vrgl. Wb., 2, 313; Ė. Boisacą, D. ėt., 131; J. Hoops, Reall., 1, 234; M. Vasmer, Et. Wb., 2, 158; F. Kluge, Et. Wb., 484). Aus semantischer Sicht ist eine solche Verbindung durchaus möglich, da oft eine Kulturpflanze ihren Namen von einer Wildpflanze erhält 259 iš (Gr. Schipis Adgyazvya, „wildes Gemüse“). Es ist jedoch schwierig, eine einheitliche Grammatik für ir griechische, germanische und slawische Wörter zu rekonstruieren. Viele Forscher hielten den slawischen Namen der Karotte für iš germanisch (Bd. F. Miklosich, Et. Wb., 192; A. Walde, Vgl. Wb., 2, 313; C. C. Uhlenbeck, AfsIPh, 15, 489; O. Schrader, Reall., 2, 69). Diese Stellungnahme wurde unterstützt von ir Boduenas de Kurtenė (10), Eine solche Aussage iš ist teilweise gerechtfertigt, da iš die Namen der Karotten, die in den slawischen Sprachen dieser Wurzel gefunden werden, nicht in einheitliche Pronomen rekonstruiert werden können. Auf der anderen Seite ist es ir jedoch unmöglich, den Namen šį der Karotte in allen slawischen Sprachen phonetisch su mit dem germanischen Namen der Karotte in Verbindung zu bringen. Daher sind iš wahrscheinlich nur die polnischen, lausitzer Namen der Karotte von den Germanen entlehnt (Bd. V. Kiparsky, Lw., 75—6; M. In: Vasmer, Et. Wb., 2, 158—9; V. Machek, Rost., 167). V. Machekas (LP, 2, 158; Rost., glaubt, 167) dass sowohl die Slawen als auch die Germanen den Namen der Karotte von unbekannten nicht-indoeuropäischen Sprachen iš erhalten haben. Er schreibt: „In k Anbetracht dessen, že ta Pflanze je v Europė domaci pradavna viude, 1ze od tvrditi, da jak slovanskė * mrarky, tsk i germanskė * murxo byly —nezaležele na sobė— piejaty feči pfedindoevropskych pūvodnich obyvatelū Evropy“ z (Rost., 167). 4. Wie bereits erwähnt, ist der Name dieser Wurzelkartoffel in die iš Slawen eingedrungen ir į Litauische Sprache. In unseren Dialekten und Schriften finden wir verschiedene phonetische ZedZio Varianten: Karotte, Karotte, Karotte, Karotte, Karotte (Bd. J. Dagys, 116; F. Kurschat, Wb., 1, 67, 135). Die litauische Form morkvė entspricht vollständig der russischen. Wählen. Woprea, baltr. Mopxaa; iš Wo es in die litauische ir Sprache kam (Bd. A. Brūckner, Fw., 110; J. Otrebski, Tw., 3, 33; B. H. Kocreasnuukuii, 259; K. Büga, ZfslPh, 1, 48). Die Form morkva findet sich bereits im Wörterbuch von K. Širvydas (142). Die Form der Karotte entstand bereits im litauischen Boden. Ein solcher Ausfall des » ist in den Entlehnungen ziemlich häufig zu beobachten, vgl. liėkarsta < liėkarstva, kélyti < kvėlyti (Pr. Skardžius, Lw., 135). Dieser Konsonant fällt manchmal auch in eigenen Wörtern aus (vgl. J. Endzelins, La, Gr., 212—20; BVSuF, 49-50). Verschiedene Stammveränderungen erfolgten in Analogie zu anderen Wörtern, z.B. könnte die Form Karotte unter dem Einfluss der Wörter bulvé, rdpé, Karotte unter dem Einfluss anderer Gemüse-Namen mit -okam entstanden sein. 5. Die Letten haben keinen Namen für diese Wurzelkartoffel. Dort ist das häufigste Wort burkans, das wir auch in anderen Nachbarsprachen finden: rus. Gopkaw, 6yprkan (B. Ilanb, 1, 115, 143), Ostpreußisch. 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139, 140, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153. Karotte, Est. Karotten, Moschus. Nypoxka, Lyb. borkons, litau. burkonas, burkūnas (L. k. žd., 1, 972, 973). Wie wir sehen, umfaßt dieser Name der Karotte einen gewissen Teil Nordosteuropas. Von den Slawen hat nur die russische Sprache jj, von den Germanen nur die Ostpreußischen Deutschen. In die baltischen finnischen Sprachen kam dieses Wort aus der russischen Sprache (vgl. J. Mikkola, Ber., 91), Aber es ist unklar, woher es in die russische Sprache kam. V. Kiparski (Baltend., 201, vergl. M. Vasmer, Et. Wb., 1, 108) glaubt, dass die Russen diesen Namen der Karotte von den baltischen Deutschen erhalten haben, und hier kam dieses Wort durch das Klosterlatein aus dem Griechischen (Bpžxava). Das heißt, es wäre ein Wort der gleichen Herkunft wie der oben erwähnte slawische, germanische Name der Karotte, nur auf einem ganz anderen Weg entstanden, aber M. Fasmer (Et. Wb., 1, 108) scheint mit dieser Interpretation zu Recht nicht einverstanden zu sein, da gr. fpgnava ein sehr selten verwendetes und in der wissenschaftlichen Literatur nicht zu findendes Wort ist. K. Būga (ZfslPh, 1, 48) hat dazu geschrieben- :,mopker kann von gleicher Herkunft sein wie Geprxans. Nur kennen wir heute noch keine solche Sprache, in welcher m zu b werden kann oder umgekehrt. Dass im Altertum an der Ostsee eine solche Sprache vorhanden war, in welcher 4 mit m wechseln kann, zeigen nicht nur MSpKbL und 260 6vpkans, sondern auch lett. buca und muca ,, Tonne“. Es gibt also keine eindeutigen Interpretationen. 6. Dieser Name der Karotte findet sich bereits in lettischen Sprachdenkmälern des 17. Jahrhunderts, z.B. schreibt G. Mancels (Phras. lett., XVI),,gelbe Rūben, Burrkani- “, J. Langijs,,- Burkans, plur. Burkani, gelbe Mėhre oder Rūbe“ (vgl. t. p. J. Sehwers, 301). Es ist schwer zu sagen, auf welchem Weg dieses Wort in die lettische Sprache gelangte. Es ist möglich, dass die Letten ihn aus der russischen Sprache übernommen haben, wie A. Brūkners (Fw., 75) behauptet, nach K. Bugas Meinung (ZfsIPh, 1, 48) haben die baltischen Deutschen diesen Namen der Karotte von den Letten übernommen, aber es könnte auch umgekehrt sein. In lettischen Dialekten finden wir neben der Form burkans auch die Formen burkanis, burkants (EH, 1, 254). Die letztere Form könnte denselben Ursprung haben wie lit. burkantas. Aber das Suffix mit dem Formanten -z konnte manchmal in diesem Wort im lettischen Boden unter der Kleinform bŽurkanrinš entstanden sein (zu diesem Suffix vgl. J. Endzelins, La. Gr., 316—7). 7. Dieser Name der Karotte findet sich manchmal auch in den litauischen Dialekten: buškonas, burkūnas (Lk. žd., 1, 972, 973). Diese Wörter sind wahrscheinlich auf zwei Wegen in die litauische Sprache gelangt: aus dem Ostpreußischen und dem Lettisch. Das zeigt auch die Geographie. Im Wörterbuch von K. Širvydas (243) finden wir das jų Wort burkuntai < burkantai. Dort wird es als Synonym für Pasternokka verwendet. In die litauische Sprache gelangte es aus der russischen Sprache (vgl. K. Būga, ZfslPh, 1, 48; Pr. Skardžius, Lw., 48). Das Suffix dieses Wortes ist jedoch sehr unklar. Die genannten Linguisten glauben, dass es sich hier um das gleiche Suffix wie est handelt. Karotten. Aber diese Behauptung ist zweifelhaft, da wir in den russischen Quellen kein ähnliches Suffix für dieses Wort finden, und von den baltischen finnischen Sprachen hat nur Estnisch ein solches Suffix in diesem Wort. Dieses Suffix könnte also auch auf dem Boden der litauischen Sprache entstanden sein. In der litauischen Sprache ist das Wort dieser Wurzel barkfinas „„Melilotus“ (L.k. žd., 1, 537; K. Būga, ZfslPh, 1, 48) ziemlich weit verbreitet. In dieser Bedeutung findet sich dieses Wort auch in der russischen Sprache (B. las, 1, 143), von wo es in die litauische Sprache gelangt ist. Der Unterschied im Wurzelvokalismus dieser Wörter sollte durch ihre phonetische Vielfalt in der russischen Sprache erklärt werden. 8. In den westlichen Dialekten der litauischen Sprache gibt es noch einen anderen Namen für die Karotte. Dieser Name kommt in verschiedenen phonetischen Varianten vor: germėlė, geFmolé, germiilė, germuolė, gitmolé, girmolis, girmuolė (L.k. žd., 3, 260, 261, 344; J. Dagys, 116; J. Gerullis, Chr. Stang’as, 82). Dieser Name wurde aus dem Deutschen entliehen. In den ostpreußischen Dialekten findet sich die Form Gëlmėhre (H. Frischbier, 1, 224, 225), von der der Name der Karotte stammt (vgl. K. Alminauskis, 53, 54). Die Litauer tauschten bei der Leihgabe nur die Konsonanten aus. Ähnliche Metathese-Phänomene treten, vor allem in Lehnwörtern, ziemlich häufig auf, vgl. lat. redele, est. Redel < Vok. Jam. Leiter, 261 , Auch ein Leihwort, das auf verschiedenen Wegen in diese Sprachen gelangt ist. Der Name dieser Wurzelgurke ist in vielen slawischen Sprachen verbreitet: o02ypeų, oeypox (B. Jlamib, 2, 649), baltr. 142) A. Pacropryes, II. Pacropryes, 142 (Hrsg. Oeipox, serb.-chrv. Yzopax, check. Gurke, Gurke, Wort. 1999, S. 227–228. (deutsch) Gurke, Gurke, Gurke, Gurke, Gurke (V. Machek, Rost., 227—8), lenk. ogdrek, hoch. Pfütze. Kork, Samen. Pfütze. Gurke. Aus den erwähnten Namen von Gurken in slawischen Sprachen dieser Wurzel kann ein einziger Prolyt nicht rekonstruiert werden. Aus den slowakischen und serbisch- -kroatischen Namen lässt sich die Vorsilbe *angurrekonstruieren, während die ostslawischen, tschechischen und polnischen Namen der Gurke die Vorsilbe *ogurzeigen. Die ältere Form ist *angur-. Dies würde die Quelle der genannten slawischen Gurkennamen gr. byzantinisch zeigen. gyyougov (moderne griechische Ayyovpt). Die Slawen haben sowohl die Pflanze selbst als auch ihren Namen wahrscheinlich von den Griechen übernommen (vgl. M. Vasmer, Et. Wb., 2, 253—4; ZfsIPh, 19, 449). Machek (Rost., 228) erklärt die Entstehung von Prolytés *ogura mit dem Weg der Disassimilation, wobei das Nasal nm vor dem glatten r verschwindet (,,...asi pfes spodobu: n-r > r-r > O-r“). Der Ursprung des Namens dieser Gurke ist nicht ganz klar. Einige griechische ¥yyovgov erklären, basierend auf griechischen Material. Ihrer Meinung nach bedeutet dieses Wort „nein$nokes, grün“ (šyovpos = shopog). Semantisch ist diese Interpretation durchaus zuverlässig, denn die Gurken wurden ja gerade roh verzehrt, ohne auf ihre volle Reife zu warten (vgl. O. Schrader, Reall., 1, 653; V. Hehn, 320). Gr. šyyovpov wird auch mit pers. angūr „Traubenstrauß“ in Verbindung gebracht (vgl. F. Miklosich, Et. Wb., 2, 371; V. Machek, Rost., 228). Denn es gibt eine kleine Gurkensorte, deren Früchte etwas an Traubenkuchen erinnern. Schließlich ist es sogar möglich, gr. šyyovpov mit Kontamination pers. angūr und gr. ¥yovpos zu erklären (vgl. J. Holub, F. Kopečny, Et. s., 254). Neben dem griechischen žyyovpov findet sich auch der zusammengesetzte Name der Gurke tetpžyyovpov (V. Hehn, 316), von dem der albanische Name 653). der Gurke rrangull (vgl. O. Schrader, Reali.,1, Zuerst mussten die Südslawen mit Gurken vertraut sein. Dies wurde durch die geographische Lage bestimmt. Die Behauptung, dass das Wort oeypey aus dem Polnischen in die russische Sprache gelangt ist, ist unbegründet (vgl. V. Jagič, AfslPh, 7,495). Mit dem griechischen Ursprung des Namens der slawischen Gurke stimmt nicht jeder zu. P. Chernych (Her. rp., 301; Ou. Jiekc., 113) meint zum Beispiel, dass die Griechen diesen Namen wahrscheinlich von den Slawen erhalten haben. Die Slawen haben seiner Meinung nach (Ou. sexc., 61) einen solchen Namen für Gurken höchstwahrscheinlich irgendwo aus dem Osten erhalten. Die Auslegung von P. Chernych ist jedoch schwer zu begründen (vgl. u.a. JI. A. ByJiaxoBernit, BS, 1953, 1,137). 4. Von den Slawen kam der Name der Gurke zusammen mit dem Gegenstand selbst in andere Länder. Der Name kommt aus der germanischen Sprache. Schweden, Schweden. Gurke, Dan. Gurke, nor. agurk, angl. gherkin, carniSonas, marinierte Gurke“. In die germanischen Sprachen ist der Name der Gurke erst vor relativ kurzer Zeit gelangt. Zuerst lernten die Deutschen ihn kennen. Im Allgemeinen haben die Deutschen diese Pflanze auf zwei Arten kennengelernt: von den Römern und von den Slawen. Dies zeigt die Geographie des Gurkennamens in deutschen Dialekten anschaulich. In Südund Westdeutschland ist der Name der Gurke vom lateinischen Wort cwcumis, -er abgeleitet, in anderen Teilen ist er von den Slawen entlehnt. Die Deutschen von den Slawen erhielten diesen Namen auf dem Handelsweg. Es kommt bereits in Sprachdenkmälern des 16. Jahrhunderts vor (vgl. Trübners Wb., 259). In deutschen Sprachdenkmälern und Dialekten finden sich verschiedene phonetische Formen des Namens dieser Gurke: Omorke, Umurke, Agurke, Augurke, Augurk, Gorken, Gurcken, Gorken, Gurchen, Ajurke (F. Weigand, 780-1; 263 , Triibners Wb., 259; O. Schrader, Reall., 1, 653; O. Schrader, IF, 17, 30). Eine ähnliche phonetische Vielfalt ist für viele Fremdwörter charakteristisch. Durch die Deutschen kam dieser Name der Gurke ir į Andere germanische Sprachen. Iš Der slawische Name dieser Wurzelgurke wurde ir von den — Ungarn wborka, ugorka ausgeliehen. Es ist auch gefunden ir Die baltischen finnischen Sprachen. Į Dort hat er zwei Wege eingeschlagen: germany est. iš — Kurk, Suom. Gurken (Bd. JI. XakyJinnen, 2.63) ir einfach iš slawische — finnisch. Wugguriten (Bd. J. Mikkola,Ber., 23). In späteren Zeiten kam iš der Name der Gurke in die russische Sprache ir į Einige andere Sowjetunion Sprachen der Union: Evenkik. Oeypey, bur.-mong. 2. Auflage, Bd. Ozypey, Avar. Oxpey kt. ir 5. Der Name dieser Wurzelgurke findet sich in ir baltischen Sprachen. Į Hier kam er auch wahrscheinlich auf zwei Wegen. Die Litauer haben den Namen der Gurke von iš den Slawen übernommen. Į In die litauische Sprache könnte dieses Wort aus iš der polnischen oder weißrussischen Sprache gekommen sein. K. Böge (Hrsg.) 19), A. Brückner (Fw., 66) glauben, dass die Litauer šį den Namen von den iš Polen erhalten haben. Andere akzeptieren beide Optionen (Bd. Fr. Skardžius, Lw., 26; E. In: Fraenkel, Et. Wb., 2; J. 2. Aufl., überarbei3,5). tete Auflage. Agufka könnte sowohl aus dem iš polnischen Ogurek stammen (von XVI a. ogdrek), wird iš weiß. oeypok®. Ši Form in verschiedir enen gefunden XVI a. Geschichte des Fürstentums Litauen (Bd. K. Jablonskis, 451; K. Bouga, D.h., Ein solcher 19). Name der Gurke wird oft in myphisy alten Schriften gefunden. Jį Sie haben bereits J. Bretkūnas, K. Širvydas, S. Chilinskis (Bd. K. In der Litauischen Sprache wird die 19). Form agufklas neben der Form agufkas gefunden. ir (Vkš, Uzv, Kl, Kv, Škn, Grz, Krp, Ping, Skd; K. 1, Bd. I, S. l. 19; d., 1, 26), Vagufklass (Sint, Pln, Nv, Mžk, Sd, Krtn, YI), guiklas (Stk; A. Bezzenberger, Lit. F., 116). Formante -das Auftreten hier K. Junge erklärte den Einfluss des Wortes Gurgel (Bd. K. Eine solche 19). Interpretation ist durchaus möglich. Der Vokalfall am Anfang ades Wortes könnte auch teilweise die iš Verbindung zwischen diesen Wörtern bestätigen. E. Frenkel (Ein. Wb., 178) anders šį erklärt die Frage. Jo Das Wort guiklas ist aus dem Deutschen iš entlehnt, das Wort o cviklas ist -/- von ihm beeinflusst. Man kann kaum zustimmsu en, wie E. Frankel's Interpretation. Das einzige Argument dafür, dass dieses Wort aus dem Deutschen entlehnt iš wurde, ist die a-Abwesenheit. Aber diese Stimme könnte unter ir be dem Einfluss einer fremden Sprache fallen (Bd. Baltr. 2. Aufl., 2. Aufl., Bd. Gurken: Gurke kt. ir ). In der litauischen Sprache ir finden wir einige andere Pflanzennamen, die vom Namen iš der Gurke stammen, nämlich: (L.K.) d., 1, 25), Apfelbaum „Gartengras mit großen haarigen Blättern, Gurkengeschmack“ (L.) k. d., 1, 25), Aguikés „Borrago officinalis“ (L.) k.d., 1, 25), Gurkensaft „Borrago officinalis“ (L.) k. d., 1, 26), Zolé,,in algenreichen Seen in recht tiefen Pfützen ar wächst ein Gras, dessen Blätter im Wasser klein sind ir (nicht Lilien), o Stiele dünn, ir lang, bis zum Boden“ (L.) k. d., 1, 25, 26). In Worten, Gurkenblatt, Gurkenkraut erste -Ist wahrscheinlich eingeklemmt, entstanden aus der zweiten -Betroffen, weil die Wörter aguikla, aguiklé in diesem Dialekt nicht verwendet werden. Der Name der Wiese auf dem Territorium ir Lettlands Agurkle, die auch mit liet verwandt ist. su Adler (Bd. J. Endzelins, LV, Lettland I, 1,6). 6. In der lettischen Sprache wird auch der Name dieser Wurzelgurke verwendet. Die Geschichte seines Eintritts in die lettische Sprache unterscheidet sich etwas von der litauischen. Bereits in der Bibelübersetzung von E. 1705) Gluck (1652— finden wir die Form „to Augsburg“. Es ist eine iš Schuld vid. Vok. 264