Baltų kalbų naminių gyvulių pavadinimai (jų kilmė ir santykis su atitinkamais slavų kalbų pavadinimais)
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BA LAT CUAL YR 8 L APC VS O Kota UDE BE US RE UV US ESA TI FLEET UV O5£8-TS R MO KS L Gr AKADEMIJA ALGIRDAS SABALIAUSKAS BALTISCHE HAUSTIERNAMEN (Ihre Herkunft und Beziehung zu den entsprechenden Namen in den slawischen Sprachen) Bei der Aufklärung der sprachlichen Beziehungen der baltischen Slawen ist neben der Untersuchung der ir phonetischen, morphologischen und syntaktischen Phänomene eine detaillierte Untersuchung des Lexikons dieser Sprachen von erheblicher ir Bedeutung. Eine umfassendere Arbeit über das Lexikon der baltisch-slawischen Sprachen und seine Beziehungen ir zueinander kann nur dann geschrieben werden, wenn das Lexikon der einzelnen semantischen Gruppen genauer untersucht wird. Dass die Untersuchung solcher Gruppen auch interessante, manchmal sogar völlig unerwartete Ergebnisse liefert, zeigt anschaulich iš O. Bücher von Trubatschow "Handwerkliche Terminologie der slawischen Sprachen"! : Die Analyse der Terminologie der Textil-, Holzbearbeitungs-, Keramikund Schmiedehandwerke hat gezeigt, dass das Lexikon der slawischen Sprachen in diesem Bereich viel mehr Gemeinsamkeiten mit den germanischen und lateinischen Sprachen als mit den su baltischen Sprachen aufweist. su Natürlich kann man auf der Grundlage der Analyse einer solchen lexikalischen Gruppe keine breiteren Schlussfolgerungen ziehen, aber ir die Daten dieser Analyse sind ein wertvoller Beitrag zum į gesamten Komplex der ir Erforschung der baltisch-slawischen sprachlichen Beziehungen. In dieser Arbeit wurde auch versucht, eine solche lexikalische Gruppe + Namen von Haustieren zu analysieren. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Material der į baltischen Sprachen, die Fakten o der slawischen Sprachen werden so weit berührt, wie sie einen direkten Zusammenhang mit den su entsprechenden baltischen Fakten haben. Diese Art der Arbeit wurde teilweise durch iš die Tatsache bestimmt, dass die Tierhaltungsterminologie der slawischen Sprachen detaillierter untersucht wird: dieser Frage ist die eigene to O. Trubatschow-Studio „Der Ursprung der Namen der Haustiere in den slawischen Sprachen*“2, In Bezug auf die Namen der einzelnen Haustiere wird in der Arbeit kurz die Geschichte dieser Tiere angesprochen Domestizierung, ir Erscheinen auf dem Gebiet der heutigen — jų baltischen Völker andere Fragen, die manchmal eine gewisse Verbindung haben können ir ir su das Auftreten von einzelnen Namen. Be Da es in litauischer Sprache keine umfangreicheren Arbeiten dieser Art gibt, können solche Kenntnisse auch eine Art Fragmente der Geschichte der Viehzucht in den baltischen Ländern sein. Derzeit scheint es keinerlei Zweifel zu geben, dass der Hund das erste vom Menschen domestizierte Tier war. Eine unendlich lange Zeitspanne trennt uns von den Anfängen der Mensch-Hund-Freundschaft, so dass es heute schon schwierig ist, diese Freundschaft konkreter zu beleuchten. 10. Auflage. H. TpyGaues, PemecieHHasi ZWISCHENZEIT B CJIABSHCKHX f3bikaX, Mocksa, 1966. * O. H. Tpy6aues, IlponcxoxjeHne Ha3BaHHil JIOMAINHHX XXHBOTHbIX B CJABSHCKHX S13blKax, Mocksa, 1960. 101
Geschichte, die Gründe zu erklären, die den Menschen dazu veranlasst haben, sich dem Hund zu nähern, bevor er sich anderen Tieren näherte. In archäologischen Fossilien aus der Jungsteinzeit sind Knochen von Haushunden fast überall in Europa zu finden, manchmal sogar dort, wo es keine Spuren von anderen Haustieren gibt! ; Verschiedene Zeichnungen zeigen, dass der Hund seit der Antike bekannt war Sumerer- ?. Hunde werden als Begleiter der babylonischen Götter dargestellt. Alle Hundefiguren hatten in ihrer Heimat magische Kräfte®. Hundebilder sind in den ältesten ägyptischen Vasen zu finden. Über die Bedeutung des Hundes im Leben der alten Ägypter spricht auch die Tatsache, dass Hundereste in alten Gräbern neben dem Besitzer gefunden wurden. Und die Pharaonen der I. und II. Dynastie Ägyptens liebten ihre Hunde so sehr, dass sie sie in ihren Gräbern begruben und ihnen Grabsteine errichteten, auf denen sie neben ihren Namen auch die Namen der Suni eingravierten, die, nachdem sie vielleicht fünftausend Jahre lang die Last getragen hatten, bis heute erhalten geblieben sind. Verschiedene Hunderassen wurden von den alten Assyrern, Griechen und Römern gezüchtet. Über die alten Iraner schrieb Herodot, dass ihre „Weisen alles mit ihren eigenen Händen töten, außer Hunden und Menschen“. Die Vielzahl der verschiedenen Hunderassen, die sich manchmal sehr voneinander unterschieden, ließ die Zoologen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts zu dem Schluss kommen, dass der Haushund nicht überall vom gleichen Vorfahren stammt- .“ Eine viel kompliziertere Frage, um das Problem der Domestizierung von Hunden zu klären. In der Regel wird der Mensch aus utilitaristischen Gründen dazu gezwungen, Tiere zu züchten. Man hat früher versucht, die Domestizierung des Hundes mit diesen Zwecken zu erklären, indem man den Hund als Helfer des Menschen – als Jäger und Hirte – betrachtete. Diese Ansicht, wie wir später sehen werden, spiegelte sich auch in der Erklärung des Ursprungs des indoeuropäischen Hundenamens wider. Eine Reihe von wichtigen Faktoren führt jedoch dazu, dass diese Ansicht aufgegeben werden muss. Erstens widerspricht ihr die Tatsache, dass der Hund, wie beobachtet wurde, früher domestiziert wurde, als der Mensch mit der Viehzucht begann. Die Ureinwohner Südund Mittelamerikas beschäftigten sich nicht mit der Viehzucht, aber sie hatten den Hund als einziges Haustier gezähmt. Im Allgemeinen hilft die Rolle des Hundes im Leben der amerikanischen Aborigines, das Problem seiner Domestikation auf dem europäischen Kontinent zu beleuchten. Für die amerikanischen Aborigines ist der Hund eng mit Religion und Mythologie verbunden. Hundefleisch wurde in Amerika bei verschiedenen religiösen Zeremonien gegessen.“ Es wurde auch im alten Europa gegessen, wo das Essen wahrscheinlich auch ursprünglich einen rituellen Charakter hatte?. Spuren der Verehrung des Hundes als eines Tieres mit göttlicher Macht blieben bis zum Erscheinen der indoeuropäischen Schrift erhalten, und einige 1 M. Hilzheimer, Haustier, —M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, Berlin, 1926, p. 219; O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, I, Berlin—Leipzig, 1917—1923, p. 516. * M. Hilzheimer, ibid., S. 219. * Ebeling, Hund, —M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, p. 410. * M. Hilzheimer, ibid., S. 220; Ranke, Hund, —M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, p. 409; C. Keller, Die Abstammung der éltesten Haustiere, Ziirich, 1902, p. 41 —42. * C. Keller, ibid., S. 42-45. ® O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, I, p. 516. ? C. Keller, ibid., S. 46—80; E. Hahn, Hund, —M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, p. 403. ® F. Termer, Zeitschrift fir Ethnologie, 82, Braunschweig, 1957, p. 1. ® O, Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, I, p. 516. 102
Die Spuren der religiösen Rolle des Hundes sind in der Tat bis heute erhalten geblieben." Wenn also die alten römischen Schriftsteller Recht hatten, die Hunde nach ihrem utilitaristischen Zweck in Jagdhunde, Hirtenhunde und Hofhunde unterteilt haben, dann kann dieses Schema keinesfalls auf frühere Zeiten, auf den Beginn der Domestizierung des Hundes zurückgeführt werden, denn sowohl die Jagdals auch die Weideund vor allem die Haushüterfunktion erschienen viel später nach der Domestikation des Hundes. Wahrscheinlich muss man jenen Forschern zustimmen, die, nachdem sie den utilitaristischen Charakter der Annäherung von Mensch und Hund abgelehnt haben, behaupten, dass der Hund dem Menschen zuerst als Parasit nahe gekommen ist. Der Hund wurde von verschiedenen Lebensmittelresten zu menschlichen Lagern angezogen, in denen Feuer angezündet wurde. Auf diese Weise gewöhnte sich der Hund daran, sich in der Nähe menschlicher Siedlungen zu halten und allmählich ganz nah an ihn heranzukommen. Es ist möglich, dass sich die Welpen besonders leicht an den Menschen gewöhnt haben. Schon zu Beginn der Domestizierung konnte der Mensch den Hund manchmal auch für bestimmte eigene Zwecke nutzen. Zum Beispiel wird angenommen, dass Frauen ihren Welpen überschüssige Milch gaben, um sie zu ernähren. Es gibt Darstellungen von babylonischen und karthaginischen Todesgöttinnen, die an jeder Brust ein säugendes Tier halten, wahrscheinlich einen Welpen und ein Ferkel. Bei einigen Völkern findet sich dieser Brauch auch in unserer Zeit!?. Es besteht also kein Zweifel, dass die Indoeuropäer den Hund schon während der engsten Kontakte untereinander gut kannten. Die baltischen und slawischen Vorfahren bildeten in dieser Hinsicht keine Ausnahme. In den heutigen baltischen Gebieten war der Hund das erste domestizierte Tier. Der Hund hat auch in der litauischen und lettischen Volksliteratur starke Spuren in der Weltanschauung hinterlassen**. ir Indoeuropäische Sprachen haben den alten Namen des Hundes sehr gut erhalten, z.B. skr. §vd, vns. Alif Lam Mim. In: Sunah, av. Spa, vns. Alif Lam Mim. Sinn, gr. xbwv, vns. Alif Lam Mim. 1. Aufl., Bd. Canis „Hund, Hündin“, arm. Sonne, Luft. cu, vns. Alif Lam Mim. con, het. Suwana, doch. ku, lit. Hund, Stück Alif Lam Mim. Hunde. Unter den gegebenen Beispielen sticht der lateinische Name des Hundes aufgrund seines Wurzelvokalismus hervor. Die Veränderung der lateinischen Wortwurzel scheint jedoch durch lateinische Daten zu erklären. Sowohl die Bedeutung als ir auch der Ursprung von het ir sind umstritten. Suwana'®. Die ursprüngliche Idee. Die Bedeutung des Namens des Hundes ist nicht ganz klar, obwohl es mehrere ar Interpretationen gab. H. Ostfriesland. Der Name des Hundes versuchte, id zu su verknüpfen. Rinder (ursprünglich, vielleicht, Schaf) Name *Peku (Bd. skr. Pasuh, viel. 10 O, H. Tpy6aues, Ilponcxoxjenne Ha3BaHHi AOMAIIHUX JKHBOTHHIX B GCJIABSHCKHX sisbikax, Mocksa, 1960, S. 5 (im Folgenden: Ilponcxox ensue...). 1 C. Keller, Die Abstammung der ältesten Haustier, p. 44. '* E. Hahn, Hund, — M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, p. 403; O. H. Tpy6Gauee, ibid., S. 35. 3 P. 1999: Die R. Archäologie A. der Stadt Wien. 1961, p. 79; Lettland PSR-Vester, I, K. Strazdina, J. Zuša, J. Krastina, A. Drizula red., Riga, Lettland 1953, p. 9; K. IlaaBep, ®opmupoBanue TepHodayHbhi H H3MEHUKHBOCTb - Ja. Taiomux [lpuGantuku B roJioteke, Tapry, 1965, p. 361 —362, 364 —365, 367—372. '4 P, Smiths, Die Glaubensvorstellungen des lettischen Volkes, IV, Riga, 1941, p. 1745—1776. '5 A. Walde, Vergleichendes Worterbuch der indogermanischen Sprachen Sprachen, I, Berlin und Umgebung Leipzig, 1930, p. 465—466 (im Folgenden: Wurf. Wb. ); A. Walde, Lateinisches etymologisches Worterbuch, I, Heidelberg, 1930, p. 152-153 (im Folgenden: - Eins. Wb. ); E. Fraenkel, Litauisches etymologisches Worterbuch, II, Heidelberg — Göttingen, 1966, p. 1033-1035 (im Folgenden: - Eins. Wb. ): F. Kluge, Etymologisches Worterbuch der deutschen Sprache, Berlin, 1957, p. 320 (im Folgenden: - Eins. Wb. ); J. Pokorny, Indogermanisches etymologisches Worterbuch, Bern, 1949, p. 632— 633 (im Folgenden: - Eins. Wb. ); H. Kronasser, Vergleichende Lautund Formenlehre des Hethitischen, Heidelberg, 1956, p. 229: B. B. HBanos, Xerrckuii s3bik, Mocksa, pecus), bei der 1963, p. 90—92. 103
Wiederherstellung der Proliferation *(p)kyon, dessen ursprüngliche Bedeutung "Schäferhund im ar Allgemeinen Hirtenhund". Dieser Interpretation widerspricht jedoch, ganz zu schweigen jo von der phonetischen Unbegründetheit, die Geschichte des Objekts selbst. Es gibt auch keinen Grund zu behaupten, dass dieser Name des Hundes eine Art Sekundärname ist, der die früher verwendete Ide verdrängt hat. Namen des Hundes. V. Georgiev erklärt, dass ide. Der Name des Hundes stammt von iš ide. Prolythea *keyu-* „schreien, heulen, knabbern, bellen“, Das heißt, der Hund hätte seinen Namen wegen seines charakteristischen Bellens, Heulens ir erhalten, die ursprüngliche Bedeutung des Hundenamens war „ein bellendes, heulendes Tier“. Die ursprüngliche Form des Singularnenners, laut V. Georgijevo, ehemals *keuon, die unter Einwirkung der Form *ku-n-0s, sehr frühe Extrusionsform *kuon (Gr. wow) oder *kuon (Schr. $vd, av. spd). Das ursprüngliche Paradigma für den Namen dieses Hundes war ungefähr so: vns. Warden. *keuon > *Kunde(n) ir *kuo(n), vns. Gal. - Bitte. Alif Lam Mim. *kun-és, vns. 100 mg 2-mal täglich. *kuén-(i), dgs. Einmal täglich. *kun-bhis ir t.t. V. Georgiev, die be bereits von uns erwähnten Hundenamen, diese iš Hündinnen stammen auch von skr. ir $vakah „Wolf“, mid. (Herodotus) Onexa In: „Lat. Kuna „Hündin“, skr. k0-ka-h ,,vilkas®, bulg. Kyue „Hund“, russ. Zyka „hündin“, poln. Du Scheißkerl. Aus semantischer Sicht V. Die Interpretation von Herrn Georgiev wäre vollkommen akzeptabel. Viele Zweifel weckt jedoch der Schemaismus jo der phonetischen Behandlung, die o Verbindung einiger jo Beispiele von Anweisungen mit dem alten su Ide. Der Name des Hundes scheint uns völlig unmöglich. Bemerkenswert ist F. der Versuch von Specht, šį den Namen des Hundes zu erklären, indem er jį su Das ist die Idee. Wurzeln *keu-, um eine Farbe zu bezeichnen, z.B. skr. $onah „rot“ <ide. *keu-no“. Semantisch wäre eine solche Interpretation auch möglich, weil ide. In den Sprachen finden sich zahlreiche Namen dieses Tieres unterschiedlichen iš Alters, die vom entsprechenden Farbnamen abgeleitet sind. - Nur noch kurz. In: lat. caūna, pr. caune, als velarische Variante der Wurzel an, könnte mit su dieser Idee in Verbindung gebracht werden. Der Name des Hundes? ?. Aber die anderen ide. *keu-no Wurzel Wörter (Bd. Aus. Savahi „Der Name des Landes im Osten“, av. Käse „früh am Morgen“, arm. Such „Glanz, Strahlen“, arm. Sol „Strahl““) stimmt nicht sehr mit der F. Etymologie von Specht überein, da die Hauptbedeutung dieser Wurzel immer noch „Schimmern, leuchten“. - Ja, das ist es. schlaff „anständig, ehrenhaft; Spaß, agil““, den Špecht, indem er F. į *šu-an-k-us, verwandt su mit Wörtern dieser ir Gruppe, wegen der Bedeutung, ir wegen der älteren jo Form šankūs mit su Wörtern der genannten Gruppe nicht verwandt. Es gab Versuche, den Namen des su Hundes mit der gleichen Idee zu verbinden. Wurzeln *keu-, aber für eine Farbe, ne aber „dünn, anschwellen, wachsen, wachsen“, mit der Erklärung, dass die ursprüngliche Bedeutung des ar Hundenamens mehr oder weniger nahe an den Begriffen war: „stark“ (Bd. skr. Schavirah ,,mächtig*) ar ,,befruchtet, Kind des Tieres" (Bd. skr. $i-Su „,vaikas‘“, sen. Isl. hūnn, gr. xvoc). Aber sind diese Interpretationen in jeder Hinsicht fragwürdig? ?. Be Diese Idee haben wir bereits diskutiert. Hund Name, Großbuchstaben Europäische ir Im asiatischen Teil ist ein anderer Name weit ir verbreitet, jo der nicht nur in indoeuropäischen, sondern ne auch in finno-ugrischen, ir türkisch-tatarischen Sprachen vorkommt. In all diesen Sprachen ist es sehr ähnlich, wird meistens für einen jungen Hund, seltener für eine Hündin im Allgemeinen ar verwendet. Besonders viele jo Varianten finden wir in den slawischen Sprachen: rus. KYTEHOK „Der Hund“, KYTSI, KYTIOK, 16 B. M. Teoprues, Heesejiopanna mo CPpaBHHTeJIbHO-HCTOpHUECKOMY — S13bIKO3HAHHIO, Mocxsa, 1958, p. 46—47, 117, 139, 151. |“ F. Specht, Der Ursprung der indogermanischen Sprachen Deklination, München, 1947, p. 32, 121—122. * A. Walde, Vgl. Wb., I, p. 368; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 594. * A. Walde, Vgl. Wb., I, p. 446; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 592—594, 104
KyTHXa „Hündin“, KyuKo ‚Hund‘, ukr. Koriora, Sprach. kot’uha, bulg. kKyue „Hündin“, serbisch. Kyu, Worte. Kuchen, Kuchen. Kucziuk ‚Name des Hundes‘“. O Hier sind Beispiele aus anderen Sprachen: alb. kutsh „Hund“, lat. Hündin Hündin, Welpe ,Sunytis*, oset. Kya|kuj "Hund" < im östlichen Iran. *kuti, plg. Kürdisch küçik, ungarisch. Hund, Komi-Kitsch, Kitsch "Der Hund"*?. Trotz der äußeren Ähnlichkeit ir der übereinstimmenden Bedeutung ergibt sich dieser Name nicht aus einer genauen phonetischen Analyse. Es ist jo schwierig, die ir Ausbreitung durch Kredite zu erklären. Daher scheint es berechtigt, dass viele Forscher diesen Namen des Hundes vom Rufwort des Hundes iš hergeleitet haben, z.B. Russisch. Bd.I, Linke. Kutsch-Kutsch. Es ist möglich, dass diese Laute mit Rus su in Verbindung gebracht werden sollten. Wym, Liet. chiu-chiu, o chiu-chiu, auch ir iš jų Ursprünglich, vor allem in der Sprache der Kinder verwendet, Hundenamen. Seltsamerweise sind in den slawischen Sprachen keine zuverlässigeren Spuren des alten pan-indoeuropäischen Hundenamens erhalten geblieben (Lied. 100 mg/m2 ir ). Allerdings gibt es in ihnen andere Hundenamen, die in den anderen indoeuropäischen Sprachen nicht bekannt sind. Einige dieser Namen sind ziemlich alt, noch von slawischen Ursprungs. Einer der ältesten ir und am häufigsten verwendeten ist: sen. sl. Poss In: Sen. Russisch. Bd., Bd., Bd. NN, Kgl. Nec, baltr. Nec, bulg. Mee, nec, serb.-chorv. mic, slov. Pöß, slovk. Hund, links. - Was ist los? 1000 Stück, hoch. Pfütze. 100 mg 2-mal täglich. Pfütze. pes, pjas, polab. Pässe (< *Pfund) Bei den Etymologen ist dieser slawische Hundename so beliebt, dass fast alle be möglichen semantischir en Varianten der Herkunft des ne Hundenamens angewandt wurden. Die meisten Anhänger fanden die V. Schulz-Etymologie: slawische Pisse sind mit skr su verbunden. Bananen „rot, braun“ (auch der Name des ir Hundes), pišdh „danilius“, gr. Mowxihog „margas“, russisch. riecTpkih, liet. Paišas u. ir a. *?. Der Ursprung eines weiteren ir Hundenamens, der vor allem in ostslawischen Sprachen verbreitet ist, ist bis heute nicht geklärt, vgl. Sie. Russisch. CoGaka, Russisch. co6aka, baltr. 6. Aufl., Bd. coGaka, links. Wählen. Sobaka, Brei. Dog „Hündin, Hund, verrückter Mann“, slov. Sobaka, slovk. Wählen. Dog ,,eine schauspielerische Frau''". Į Westslawische Sprachen, insbesondere dort, wo dieses Wort in seiner indirekten Bedeutung verwendet wird, könnte es in russische, weißrussische ir iš ukrainische Sprachen ar gekommen sein. Einige šį betrachten den Namen des Hundes als iš eine Leihgabe iš der Iraner, andere der Türken, die dritten versuchen, ein Wort slawischen Ursprungs zu betrachten? *?. Einige slawische Sprachen haben einen allgemeinen Namen für die Hündin: sen. Russisch. Zyka, russisch. Zyka, baltr. Zyklus, Bd. In: Cyka, lenk. Suche, Suche, Suche. Sieka, polab. Sauko ,.iStvirkélé, die Hure’“. Bei der Erklärung des Ursprungs dieses Wortes besteht seit H. Osthofs Zeiten die Tendenz, irgendwie den Ursprung des alten id zu finden. Name des Hundes (Lied. 2000, S. ir 109ff.) Spuren in slawischen Sprachen. Net '*0 O. H. Tpy6aués, Ilponcexoxjnenne..., p. 25—26; M. In: Vasmer, Et. Wb., I, p. 705—706; B. H. A6aesB, Heropuko-aTH MoJiornueckui CJIOBapb OceTHHCKOTO-Sisbika, I, Mocksa —JleHnurpaa, 1958, p. 605. * O. H. Tpy6aues, Ilponkcxoxwjenke..., p. 19; M. In: Vasmer, Et. Wb., II, p. 346— 347. ** M. In: Vasmer, Et. Wb., II, p. 346-7; O. H. TpyGaues, Ilpoucxoxjenue..., p. 19; M. Ma yrhofer, Kurzgefasstes etymologisches Worterbuch des Deutschen Altindischen, II, Heidelberg, 1963, p. 288—289 (im Folgenden: - Eins. Wb. ). * O. H. TpyGaues, K stuvonorun cjosa co6aka,,,Kpatkue — coobuennss Mucrityra cnassivoseiennst AH CCCP“, 15, Mocksa, 1955, p. 48—55, J. Taub, F. Kopečny, etymologisches Wörterbuch der Sprache Ceského, Prag, Tschechische Republik 1952, p. 344 (im Folgenden: - Eins. sl); V. Machek, Etymologisches Wörterbuch der Sprache Tschechischa -slawische Sprache, Prag, 1957, p. 462 (im Folgenden: - Eins. sl. ); O. H. Tpy6aues, Ilponcxoxjienne..., p. 32. 105
Und in den letzten Jahren haben viele Forscher diesen Weg eingeschlagen**. Aber auch die Slawität des Namens dieser Hündin und umso mehr ihre Verbindung mit dem alten Ide. Der Name des Hundes ist nicht ausreichend belegt**. Der alte indoeuropäische Name des Hundes ist in allen drei baltischen Sprachen erhalten geblieben. 100.000 €) und der „S.O.S.“ (ca. 1 Mio. €). Ein ähnlicher fakultativer Fall von v vor d ist in den baltischen Sprachen auch in einigen anderen Fällen bezeugt, z.B. litauisch di < *dvuo, litauisch guolis, lateinisch guéja < *guol, žem. tora < tvora, liet. kélyti šalia kvolyti <baltr. XBaillb, links. Chwaličir kt.2*. Neben der Form §ué, die bereits in den ersten Denkmälern der litauischen Sprache, in Dialekten und in verschiedenen Schriften zu finden ist, treten auch andere Formen dieses Namens auf, deren Entstehung durch phonetische oder morphologische Veränderungen erklärt wird, z.B. šuva (in Dialekten am häufigsten verbreite Form: Dusetos, Joniškėlis, Joniškis, Kapsukas, Pandėlys, Obeliai, Rokiškis, Ukmergė, Utena, Varėna, Vilkaviškis, Zarasai und andere)?- “, šunė (Gataučiai, Karsakiškis, Kuldūnai, Pabiržė, Nemunėlio Radviliškis, Saločiai, Smilgiai, Šleideriškės, Užušiliai und andere), šudj (Leipalingis, Liškiava), suén (Varniai, Vaiguva)®, šunis (Kučiūnai, ehemaliger Kreis Seinų)®. In der linguistischen Literatur wird auch sehr oft die Form §#°° erwähnt. Allerdings ist diese Form wahrscheinlich aufgrund der ungenauen Transposition der Laute des Dialekts der Semgallen entstanden?®!. Die literarische Spracheform šud wird hauptsächlich in der Region Samogitien, in einem Teil der westlichen Hochlanddialekte (Bitėnai, Kriūkai, Jurbarkas, Smalininkai, Šakiai, Veliuona) verwendet, und manchmal stimmig auch in anderen Dialekten gefunden. Mit seiner Formenvielfalt unterscheidet sich dieser Hundename nicht von anderen Substantiven des alten Konsonantenstamms der litauischen Sprache, z.B. ir sesuo neben sesuva, sėsva, sėsė, sesu0j usw. Die lettische Form suns, die der lettischen Hunde entsprechen, weist in einigen alten schriftlichen Denkmälern Spuren von Konsonantenkonjugation auf, aber die Formen, die der lettischen suo entsprechen, sind im Lettisch nicht bezeugt**. Der Name des Hundes ist zweimal in den Denkmälern der preußischen Sprache aufgezeichnet. Im Elbinger Wörterbuch finden wir: Hund Jagd (703 Wort). Diese Form entspricht lat. suns, lit. šunis. Das können wir jedoch nicht kategorisch behaupten, da im Elbinger Wörterbuch die Endung -is 24 H. M. Illancxnit, B. B. Usanas, T. B. lllanckas, Kparkuli STHMOJIOTHYUECKHH CJIOBapb pycckoro s335iKa, Mockea, 1961, S. 324; B. H. T'eoprnes, HcejejnjoBaxns no cpaBHHTeJbHO-HCTOPHYECKOMY S533bIKO3HAHHIO, S. 47; M. Vasmer, Et. Wb., III, S. 42. *5 O, H. Tpy6aues, [lpoucxoxzenue..., S. 21—22. ** J. Endzelynas, Baltų kalbų garsai ir formos, Vilnius, 1957, S. 46, 141; J. Endzelins, Latviešu valodas gramatika, Riga, 1951, S. 484; J. Otrębski, Gramatyka języka litewskiego, I, Warszawa, 1958, S. 385—386; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 81, 176, 1033,?7 Dialektologische Daten werden in der Regel aus der Kartei des Atlas der litauischen Sprache des Instituts für litauische Sprache und Literatur entnommen. : *8 K. Būga, Rinktiniai raštai, I, Vilnius, 1958, S. 588; II, Vilnius, 1959, S. 354; V. Vitkauskas, Baltistica, II(2), S. 203-207. * Pr. Skardžius, Die Entstehung der litauischen Wörter, Vilnius, 1941, S. 50. 20 J. Endzelynas, Laute und Formen der baltischen Sprachen, S. 127; J. Otrębski, Gramatyka języka litewskiego, III, Warschau, 1956, S. 58, 62; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 1033. NV, Vitkauskas, Baltistica, II(2), S. 203—207. 32 J. Endzelins, Latviešu valodas gramatika, S. 440–441; K. Miilenbacha Latviešu valodas vardnica, III, Riga, 1927–1929, S. 1122–1123 (im Folgenden: EM). EH: J. Endzelins und E. Hauzenberga, Papildinajumi un labojumi K. Miilenbacha Latviešu valodas vardnicai, I—II, Riga, 1934— wird auch anstelle der Endung -as > -s verwendet. Hier finden wir auch deywis „Gott“*, und dagis, „Sommer“ (vgl. lit. dagas), und stogis „Dach“, und snaygis „Schnee“, und taukis, „Tauch®“, usw. Ein weiterer Name des Hundes, der in den preußischen Sprachdenkmälern zu finden ist, ist nicht eindeutig: Das Wort songos hundt aus dem Wörterbuch von Simon Grunau (42). R. Trautman hält dieses 1946. 106
Wort für eine verzerrte Schreibweise der Form sunis (songos...aus sunis verderbt)- **. J. Endzelynas neigt auch dazu, die Songa als *surius®® zu lesen. E. Benvenisto stellt aus der Songhais-- Schrift die Form *sunko® her. Diese Form rechtfertigt E. Benvenistas damit, dass im Wörterbuch von S. Grunau noch weitere Wörter enthalten sind, die sich durch ihren Formanten -ks von den Formen derselben Wörter (in anderen preußischen Sprachdenkmälern unterscheiden. Zum Beispiel neben dem Elbinger Wörterbuch Geytye (man sollte wahrscheinlich Geytys lesen)*" „Brot“, ist im Katechismuswörterbuch von S. Grunau geits die Form geytko. Neben dem Elbinger Wörterbuch Aschenputtel „Vogel“, Katechismus dgs. Gal. pippalins Im Wörterbuch von S. Grunau finden wir die Form pipelko. Aber wie auch immer, die Form von songas ist wahrscheinlich der gleiche Name für den Hund, der dem pr. sunis, lit., entspricht. Sud, eine Variante, und nicht irgendeine neue, nur für die preußische Sprache charakteristische Hundebezeichnung. Der soeben erwähnte preußische Name des Hundes hat auch in der preußischen Ortsnamen eine ziemlich deutliche Spur hinterlassen. Einige Wasserund Ortsnamen, die in verschiedenen historischen Dokumenten zu finden sind, können mit ihm in Verbindung gebracht werden: Sonne, Sonnaw, Sonnekaym, Suna, Sunegowe, Sunecolowach, Sunike, Zunloszkeim*“. F. Lorentz glaubt, dass sogar der Name des Dorfes Schėnau in der Nähe von Danzig mit pr. sunis (Schonau < Sunowo „Hundedorf“)* verbunden ist, die baltischen Sprachen haben keinen gemeinsamen Namen für die Hündin des Hundes. In der litauischen Sprache wird dieser Begriff mit dem Wort kalė (parallel wird auch die Form kalė verwendet) ausgedrückt. Dieser Name der Hündin des Hundes findet sich in allen Dialekten der litauischen Sprache, er ist bereits in alten Schriften aufgezeichnet (Daukša, Širvydas). Trotz der Bemühungen ist die Herkunft des litauischen Wortes kalė bis heute nicht ausreichend geklärt. Sie versucht, sich mit der alten Frau zu treffen. hvelpr „Junghund“, alb. keliis „Jungtier, besonders Hund“, gr. cydAaZ „Hund, Junghund, Jungtier“, gr. ydhAAa, mit. air. cuilén „Junghund“, kimr. Colwyn, Corn. Colin, Bret. kolen®TM. Alle diese Wörter würden von ide stammen. Wurzel *kel-„schreien, schreien, klingen“. Uns scheint, dass lit. kalė wahrscheinlich ein neues, nur für die litauische Sprache charakteristisches Wort ist und mit den erwähnten Namen des Hundes, meist des Jungen, keinen direkten Zusammenhang hat. Eine andere Sache ist, dass lit. kalė tatsächlich von Wörtern stammen könnte, die genetisch mit ide verwandt sind. *Sprachwurzel, vergl. lat. kaludt „schnappen“, kalit. Es ist jedoch eine andere Interpretation des Ursprungs des Wortes kalė möglich, basierend auf dem Material der litauischen Sprache selbst. Wir haben bereits bemerkt, dass semantisch einige *4 preußische Katechismen deiws, deiwas geschrieben werden. Bei der Angabe von Beispielen für preußische Wörterbücher wird in dieser Arbeit in der Regel zuerst die preußische Form genannt. ** R, Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, Gottingen, 1910, p. 433. 3 J. Endzelins, Altpreußische Sprache, Riga, 1943, S. 259. 3% E. Benveniste, StB, 2, S. 78. * R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 87. *8 G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, Berlin —Leipzig, 1922, p. 168, 176. ¥ F. Lorentz, ZfSI, XI, 2, S. 245. 4, S. 14. E. Fraenkel, Et. Wb., S. 208; M. Vasmer, Et. S. 642, 643, 644, 645, 646, 647, 648, 649, 650, 651, 652, 653, 654, 655, 656, 657, 658, 659, 660, 661, 662, 663, 664, 665, 666, 667, 668, 669, 670, 671, 672, 673, 674, 675, 676, 677, 678, 679, 680. p. 550. 107
Wb., Indoeuropäische Hundenamen werden durch die Verknüpfung mit den entsprechenden Farbnamen erklärt. Ähnlich könnte man, so scheint es uns, auch den Ursprung von lit. kalė erklären. Dieses Wort sollte mit den litauischen Adjektiven kalybas, „weiß (um den Hals des Hundes)“, kalybkaklis „weißer Hals“, kalyvas „weiß“, kalynas verbunden werden. Ein solches Adjektiv findet sich in einigen semitischen Dialekten (Mosėdis, Plateliai, Salantai, Alsėdžiai) sowie in den Wörterbüchern von J. Brodovskis, G. H. F. Neselman, J. Juška*!. Die Adjektive kolyvas, kalybas sind Sekundärderivate mit den Suffixen -ybas, -yvas. So wie neben senyvas, senybas oder ankstyvas, ankstybas die Primäradjektive sėnas, ankstūs sind, so musste neben kolyvas, kalybas die Form *kalas sein. Aus dieser Form könnten die Hundenamen *kalis, kulé und kulé entstanden sein, vgl. margas-- >mafgis, margé. Das Adjektiv *kalas musste ursprünglich nicht unbedingt „weiß“ bedeuten, vgl. gr. xehouwvée „schwarz“, xwA6g „grau“, air. caile „Fleck“. Die letztere lit. kalė Etymologie scheint uns auch durch die Tatsache unterstützt zu werden, dass aus ide. Die Wurzel *kel-, *kal stammt von Tiernamen in verschiedenen Ideologien. In vielen Sprachen finden wir ziemlich viel, vgl. skr. karkdh „weißes Pferd“, griech. xtAAoc „Esel“, schwed. Wählen. "Der Pferd und der Stier" (engl. Schweizer Helm "Nice Cow" und andere. ** Die ursprüngliche Bedeutung des Adjektivs *kalas könnte „weiß gesprenkelt, bunt“ gewesen sein. Die von uns vorgeschlagene Etymologie wird insbesondere durch die Tatsache unterstützt, dass die Adjektive kolyvas, kalybas nur in Bezug auf den Hund verwendet werden. Eine gewisse Analogie, wenn der Name eines Tieres, der von einer bestimmten Eigenschaft herrührt, zum Gattungsnamen des weiblichen Tieres wird, kann man in lit. kėvė „schlechtes mageres Tier; „Kuins“ in der Geschichte, das in die lettische Sprache übergegangen ist und die Bedeutung „Huhn“ angenommen hat. Über die Möglichkeit, das litauische kalė mit dem litauischen kalyvas zu verbinden, hatte bereits F. Spechtas®s, Wie wir erwähnt haben, ist kalė ein spezifischer litauischer Name für einen weiblichen Hund. Zwar versuchte K. Būga, die Spuren dieses Wortes in einigen preußischen Personennamen und Ortsnamen zu erkennen: mit dem litauischen kalė verband er den Dorfnamen Kalis und den Personennamen Kalioth*- *. Aber Mr. Kalis, Calyen, Kalcz (der Name des Sees), wir denken, es wäre korrekter, es mit dem Wort kalis „Wels (Fisch)“ zu verbinden“**. In Lettland gibt es zwei weibliche Namen für Hunde: kuce und kuna. Über den Ursprung des ersten und ähnlich in anderen Sprachen entstandenen Hundenamen haben wir bereits bei den slawischen Namen dieser Art gesprochen (russisch KYTĖHOK „Hund“ usw.). Die phonetische Herkunft von lat. kuce, kuca „Hündin“ wird durch eine ganze Reihe anderer Hundenamen in der lettischen Sprache bestätigt, die mit dem Rufwort kuč verbunden sind, z.B. kuča „Hündin“, kuča „kleiner Welpe (in der Kindersprache)“, kučate „Hündin“, kucka „Hündin“, kucens „Welpe“, kucēns, kucans, kucenis, kucentinš, kucelėns, kuclėns, kucis „Hund“, kucinš, kučinš, kucans „Welpe“, kucęlėns, kucins „verächtlicher Name für Hunde“, kuculgns „Welpe“ (EM, II, 298; EH, I, 666). „1 Lietuvių kalbos žodynas, V, S. 135–137, 141 (im Folgenden: LKŽd.). 12 E, Fraenkel, Et. Wb., S. 209; M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 506; J. Pokorny, Et. Wb., S. 547—548; M. Mayrhofer, Et. Wb., I, S. 171. # F. Specht, Der Ursprung der indogermanischen Deklination, p. 122; A. Sabaliauskas, Baltistica, III(1), p. 109—110. „4 K. Būga, Rinktiniai raštai, I, S. 524–525. # G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 54; R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmaūler, p. 351. 108
Über die Herkunft der lettischen Kuna gibt es unterschiedliche Meinungen. Viele Wissenschaftler unterscheiden dieses Wort nicht von anderen Ide. Verwandter des alten Hundenamens®. So schrieb K. Būga zur Frage des Ursprungs des lateinischen kuna: „Und ich, K. Jaunius folgend, dachte zuerst, dass la. Kuria Die Hündin (III 33) ist ursprünglich mit dem Hund verwandt, aber ich habe diese Meinung öffentlich in der hektografierten Kritik der Aesthetischen Studien vom November 1909 (S. 10) verleugnet. Kuna zusammen mit la. kuce „Hündin“- ... kucens,,- Sunénas- ®... gehört zu den Wörtern unbekannter Herkunft. Plg. Kaschub. Kuna „Hündin“ ir bulg. Mitglied ,,5uo*, weiß. Kutsch, Ottoman. Kiičiik „Hund““*", J. Engel?® lat. Der Ursprung von kuna wurde auf zweierlei Weise interpretiert: ją entweder als Kontamination von *suna und kuca oder als fremder Ursprung, wie kaš. kiind, die E. Berneker* mit dem russischen kyHa „Schwein“ in Verbindung brachte. Der erste Fall scheint uns wahrscheinlicher. Das Lautwort Kutsch könnte hier eine Rolle ir gespielt haben. (Hund) *Sun > Kuch Kuna). In allen baltischen Sprachen finden wir eine Reihe ir anderer, enger verwendeter Hundenamen. Sie bezeichnen meist einzelne Hundearten oder werden mit einer emotionalen, sonst unterscheidenden Bedeutungsnuance ar neben dem allgemeinen verwendet Name des Hundes (Art). Der Begriff „Sehr schneller Jagdhund“ ist slawischen Ursprungs. Wie K. Būga bewiesen hat, musste dieses Wort spätestens im 12. Jahrhundert in die litauische Sprache gekommen sein. - Ja, das ist es. Der Name stammt aus iš einer unbezeugten Zeit. Russisch. Form *X5pT*, iš aus dem die heutige russische ir Form xopr* entstanden sein soll. In slawischen Sprachen ist dieser Name des Hundes sehr weit verbreitet. Be 100 mg 2-mal täglich 2. Auflage, Bd. UKR. Oh, oh, oh, oh, oh, oh. XpbT, XpbTKa, serb.-chorv. xp, Worte. Ait, check. Chrt, slovk. chrt, links. Chart, Höhe. Pfütze. Khort, Sammlung. Pfütze. Diagramm. Wie aus den gegebenen Beispielen hervorgeht, gibt es genügend Gründe, den Namen des Hundes als ein konslawisches Wort zu betrachten. šį Aber wie es in den slawischen Sprachen entstand, ist bis heute nicht geklärt, die Anzahl o der ir Interpretationen der Interpreten ist einfach rekordverdächtig. Einige Forscher (Hrsg. Der Name E. des Hundes šį stammt aus dem Germanischen. iš Vok. Riide „Hund, Jagdhund“, alt. Vok. Höhe. Rudium „großer Hund“. Die jį Russen su zogen sich zurück. CKOpbIii „schnell“, 3. Abs. su Kharah „grob, grob, scharf“; xdpyoooc „scharf, spitz“. V. Machek, iš der zunächst versuchte, zu binden ji su Lied. Entwicklung „schnell laufen“, später šį wurde der Name des Hundes su zusammen mit dem Wörterbuch. Riide hielt „praindoeuropäisch“, t. y. indoeuropäisch geerbt von einer unbekannten iš Sprache. J. Hier versuchte Mikola, die Wolga ir zu überqueren. Schnell „schnell, dringend, agil“. K. Moshinsky hat den slawischen Namen des Hundes von iš xpto abgeleitet <ide. *sp-to-< *ser-* "schnell laufen". O. Trubatschow hat vor kurzem einen neuen Slaw veröffentlicht. Die Interpretation des Ursprungs von xrto durch die Verknüpfung jį su Lied. saFtas®.. Es ist ką schwer, etwas über die Zuverlässigkeit der aufgeführten Etymologien zu sagen: Fast alle ir von ihnen haben ihr eigenes ir rationales Korn, schwache Seiten. Semantisch gesehen, scheint es uns ziemlich überzeugend ist O. Die Interpretation von Trubatschow. Richtig, hier treffen wir su 14 B. HU. Teoprues, HccnejnoBanust no CpaBHHTENLHO-HCTOPHYECKOMY SI3bIKO3HAHHIO, p. 47; B. B. Hsanos, Xerrckuiit s3uiK, p. 92; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 633. #7 K. Būga, Rinktiniai raštai, II, p. 220. 18 EM, II, p. 316. * E. Berneker, Slavisches etymologisches Worterbuch, Heidelberg, 1908— 1913, p. 644. % K. Ausgewählte Widgets, I, p. 430; III, p. 497, 763, 769; E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 318; M. In: Vasmer, Et. Wb., III, p. 265. 54 M. In: Vasmer, Et. Wb., III, p. 265; O. H. Tpy6aues, Ilponcxoxjenne..., p. 23; Bo... HpOCbI CJIaBSHCKOTO s3bIKO3HAHHS, Bbiri. 2, Mocksa, 1957, p. 38—41; V. Machek, et. sl., p. 163; J. Koch, F. Koch, Koch. sl., p. 143; F. Stawski, Slownik etymologiczny języka polskiego, I, Kraków, 1952—1956, p. 60—61 (im Folgenden: St. und. ). 109
šį Slawische Sprachen, der Name des Widder ist von östlichen iš Sprachen abgeleitet. O. Trubadur. Es stellt die türkische Form wieder her *baran „gehend“*!. Obwohl semantisch eine solche Interpretation, basierend auf einigen Namen von Tieren, die mit Verben verbunden sind, die Bewegung su bedeuten, möglich ist, aber in rus. ir 1. Aufl. ir Es ist weit davon entfernt, die Probleme der Herkunft zu lösen. Slawische Schafruflaute, die an Russisch erinnern. Die Kt. ir Die Namen dieser Wurzel Widder, O. Trubatschow betrachtet sekundären Ursprungs. Allerdings scheint es uns kaum ar ši Umstand könnte gegen russisch widersprechen. Gapa kt. ir Audioverbalen Ursprungs. Ein, solche Laute wie 6upb, Gapb, kann kaum als ar sekundär betrachtet werden. Jų Das Alter kann durch Fakten aus anderen Sprachen bestätigt werden. Im Litauischen gibt es viele ähnliche Laute für Schafruf: barė, būre, burė, buria, buriū, būri, buri. Ähnliche ir Aussprachen von Schaf treiben gefunden: bar (schüss, bar, nam, weiße Schafe!), buriūkš, būrum (Burum burum buqt, so rufen Hirten die Schafe zum Hungern auf). Iš Verben, die von solchen Lauten abstammen barintioti „Schweine rufen“, burėnti „mekenti (über Schafe)““. Iš Aus den Lautwörteir rn sind viele Schafnamen entstanden, die in verschiedenen litauischen Dialekten verwendet werden: bariūkas „Schönheitswidder, Schafjungfernname“, Widder „„Schönheitsname des Schafes““, Biret „Weide (Rätselwort)“, būrė „avis (Kindersprache)“, burėlė Segelboot „Lamm, Lammchen“, Lamm ,,Burute, Schaf“, Schafstall „Schafe ar (S. 10) Kindersprache)“, buriniūkas „Lamm“, Eimer „avytė, buriutė“, burytis „Lamm“, „Lammfleisch“ „Lamm, Schaf“, Burett Segelboot ,,Jériukas®, die Mühle Schafe (S. 10) in der Kindersprache)“, burūtė „Schwein, Schaf“ (Hrsg.) I, 535, 536, 691, 966, 968, 969, 970, 971, 984). Derselben Herkunft sind wahrscheinlich auch die ir in lettischen Volksliedern gelegentlich vorkommenden Namen von Schafen und ar Lämmern: birite, berulite, beritis, biritina, birina, birenins (EH, I, 220), Diejenigen, die A. Gater**, unserer Meinung nach?®, unverhältnismäßig ja su asmenvardZiu Birgitta (Heiliger Stuhl) Brigitte könnte als Tierschützerin betrachtet werden). Der Vokalismusuntir iš jų erschied der Schafnamen, die von einzelnen Lauten stammen, ist nur durch die für Laute charakteristische Veränderung des Wurzelvokalismus zu erklären, z.B. Slawische Varianten dieser Aussprache: 6ep, 6up, Gap, Gop, 6p**. In einigen Dialekten der litauischen Sprache wird der slawische ir Name iš bardnas verwendet. J. In den Bretkūn-Schriften ir wird die Form barankas verwendet. (Hrsg.) I, 530), Abgeleitet iš von einer kleinen slawischen Form. Es gibt jedoch su keinen Grund, die im litauischen Sprachgebrauch verwendeten Laute des ar Schafrufs mit ihm in Verbindung zu bringen. Vielmehr konnte das Wort Baron nur den Wurzelvokalismus einiger Lautwörter beeinflussen. Auf der anderen Seite ist zu beachten, dass ein ir tą ähnlicher Schafruf auch in ir ne In den indoeuropäischen Sprachen, plg. Arabisch. Schafund Ziegenruf bir bir? ?. So scheint uns, der slawische Name des Widders (Russisch). (K.-u.-t.) ir Am besten als ein Wort fonetischen Ursprungs interpretiert. Hier wäre ein völlig analoges Phänomen in rus. su KYTĖHOK Der Hund, lat. Der Kuchen ist fertig. Iš Russisch. Gapau stammt von ir dem in lettischen Volksliedern gelegentlich vorkommenden Schafnamen baranina, barenite, barankite (EH, I, 205). 2 O, H. Tpy6aues, Ilpoucxoxjienne..., p. 75—76. 22 A Gamaschen, Zellen, 12, Lunda, 1965, p. 32—36. 28 A, Sabaliauskas, Baltistica, II(1), p. 89. 24 A. H. lepmanos ny, MexjoMeTHss H 3BYyKONnojipaxkaTeJIibHbIe: CJOBa pyCCKOTO S3bIKA. AsTopedepar jfokTopckoit muccepranmn, Cumbpeponoss, 1961, p. 89. 25 M, Niedermann, Volk des ir Wortes, 2, p. 443. 116
Ein großer Teil ist verschwunden. Viele Sprachen, darunter auch die Slawischen, haben den gemeinsamen Namen für das Schafkind – das Lamm. In den slawischen Sprachen ist dieser Name sehr gut erhalten, z.B. sen. sl, agnę, agnbcb, TUS. In: Chess. Schafe und andere26 In den baltischen Sprachen gibt es keine Spuren dieses Namens. Um dieses Konzept auszudrücken, ist hier der am häufigsten verwendete andere Name, dessen Beziehung zu den entsprechenden Namen ähnlicher Arten in den slawischen Sprachen ziemlich ernsthafte Zweifel aufwirft. In der litauischen Sprache gibt es verschiedene phonetische und morphologische Varianten dieses baltischen Namens: ėras, ėrėlis, ėrditis, ėris, ėrys, ėriščias, ėrištis, ėrytis, ėriūk as, erūkas gėrditis, gėralis, géras, gėrėlis, gėriokas, gėriūkas, jéras, jérditis, jėrėlis, jėris, jėrytis, jėriūkas (LKŽd., II, 824, 826, 828, 832; III, 241, 246, 251, 257, 258; IV, 340, 341), vėras, vėraitis- *". Die älteste Form scheint Lämmer zu halten. Sowohl das Hinzufügen als auch das Entfernen des j ist in baltischen Sprachen üblich, vgl. lit. jéknos: ėknos, jėmiaū: ėmiaū, jëbé: éibé, jėrubė: érubé usw. Die Anfangs-- Jir-Gkatalyse findet sich auch manchmal in litauischen Dialekten, z.B. jėrubė: gerubė, jdaura: giduré, judrė: gudrė, jiėdras: giédras usw. Der Vokal v wird normalerweise vor den hinteren Vokalen gesetzt, aber es gibt Ausnahmen?*?. Uns scheint, daß der Versuch von E. Frenkel, das lit. véras, indem er es von ėras trennt, mit dem sk. Die „Schweine“ (Arm. garn ‚Lamm‘“ usw. ist nicht gerechtfertigt*- ?. Man kann die litauischen Wörter kaum als eine so alte Sprachtatsächlichkeit betrachten. Der Einfluss des Wortes wola auf das Wort väras ist ebenfalls sehr fragwürdig. Die Form jēras im Lettisch entspricht genau der Form jērs. Die Kleinformen dieses Wortes sind jėrulis, jėrėns, jėrelis, jėrinš, jeruks. Die Formen Jjėrulis, jérelis werden mit einem herabsetzenden Unterton verwendet (EM, II, 114; EH, I, 565). Aus diesen Namen für Schafe sind im Lettisch neue Wörter entstanden, die nicht für „Lamm“, sondern für ein bestimmtes Schaf verwendet werden: jére „ein Jahr altes Schaf, ein halbjūhriges Schaf; Mutterlamm; ein altes Schaf““, jėrene, jériniece, „aita ar jeru“, jérene „wenn die Schafe auch erstmalig gehen, so geht auch das.“ (EM, II, 114; EH, I, 564—5). Im Elbinger Wörterbuch finden wir auch einen preußischen Lammnamen: Eristian Lam (681 Zodis)®. Der preußische Name des Lammes enthält die Kleinzahl -ist und die Endung -an** für den Nomen des Singulars der nominativlosen Gattung, und die Wurzel eratitikts lit. jér-as, lat. jer-s. J. Gerulis neigt dazu, den preußischen Namen des Lammes auch in einigen preußischen Ortsnamen zu erkennen: Eren, Iragarbis (Iregarbis, Iregaps, Ergarbin) < pr. er-istian+ pr. garbis „Berg“ (in einigen preußischen Dialekten ė> 7). Auf der Suche nach Verwandten dieses baltischen Lammnamens in anderen Ide. In Sprachen spielt die Fragestellung eine wichtige Rolle. Wenn es in den baltischen Sprachen in diesem Wort tatsächlich schon seit langem jgab, dann wäre es am sinnvollsten, es mit altrussisch sipę „Lamm“, spbKa „junges Schaf“, russ. sipka „jahresaltes, noch keine Lämmer gehabtes Schaf“, ukr. sipora „Schaf bis zum Jahr“, 26 M. Vasmer, Et. Wb., III, S. 481; O. H. TpyGaues, I[Ipoucxoxaeure..., S. 71—72;5 F. Stawski, Sh et., I, S. 488. 27 K. Būga, Rinktiniai raštai, II, S. 172. *8 J, Endzelynas, Baltų kalbų garsai ir formos, S. 46, 50; J. Endzelins, Latviešu valodas gramatika, S. 211—212, 236—237; K. Būga, Rinktiniai raštai, II, S. 172; J. Otrębski, Gramatyka języka litewskiego, I, S. 379. 2* E. Fraenkel, Et. Wb., S. 121; M. Mayrhofer, Et. Wb., I, S. 108. 3 R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 92. 31 J, Endzelins, Seneprüßu valoda, S. 53, 60. 32 G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, S. 33, 50. 117
spua „Lamm“, spKa Schaf des Jahres Wählen. Jartschuk, jarlak „Schaf des Jahres“, tschechisch. Wählen. Graben „Schaf, das im Frühjahr gefüttert hat“, slovk. Bock „Jungschaf“. Weiterhin würden alle diese Namen von Lamm und Schaf mit Rus verbunden sein. su Spa „,Frühling‘“, tschechisch. Jaro, sen. Links. Jarz, av. Yar- „Jahr“, Gr. Opa „Jahreszeit, Zeit“, got. jėr „Jahr“, dt. Jahrgang. Aber andere iš Seiten, insbesondere die Hauptform halten lit. Ära, baltische Namen für Lamm können mit gr. su Ėpwpog ,,0Zys*, umbr. Erietu „avinas“, lat. Widder, Arm. Erinyen „Kalb“, air. Earb „danilius, ožka““. E. Franken, die sich trennen. Formen jéras ir éras, die letzte (Kartu su pr. eristian) sieja su ką Nur die aufgeführten Wörter, o jéras (Kartu su Jahre. Jėrs) bezieht sich su auf die slawischen Namen dieses Tieres (Russisch). 100 ml) ir jų Verwandten9*. Auf diese Weise E. Franz Liszt. éras, jėras, ir véras sind drei Wörter unterschiedlichen Ursprungs. Dennoch wäre es sehr schwer, eine solche Trennung dieser Formen zu glauben, so dass trotz der sehr ,,anormalaus“ v-, j- > alle diese Formen, wie die oben erwähnte Form gėras, sollten als ir phonetische Varianten eines Wortes betrachtet werden, die in der litauischen Sprache entstanden sind. Der Name des baltischen Lammes kam ir į Die baltischen finnischen Sprachen, Bd. Suom. jddrd „Avinas“, est. Jahr kt. ir Scheint richtig zu sein ir O. Trubatschow**, indem er die Etymologen tadelte, die, teilweise ähnlich iš wie E. Frankel, trennt Rus. Sipka „Junge Schafe“, in šį Verbindung mit dem Wort surus. Sipa „Frühling“ ir usw., aus dem Russischen. spuHa „Schafswolle“, da sie hier schon ein altes Relikt des Namens Schaf erkannten, das ihrer Meinung nach mit su lit. verwandt ist. Erz, gr. Pupos, viel. aries®. — Ši einmal sie, vielleicht, könnte-vorgeschlagen werden durch die Tatsache, dass die alten. Russisch. s3bHO "Haut" ist auch ein Relikt des Ziegennamens, der sonst in slawischen Sprachen nicht zu finden ist (Lied. Ziege 100 mg/m2 ir ). Semantisch Russisch. Sipka, o wahrscheiir nlich baltische Lammnamen, su Verknüpfung mit rus. spa kt. ir ist sehr gerechtfertigt. Ähnliche Parallelen gibt es in verschiedenen Ideen. Sprachen, plg. Sie. Links. latos, latosek „Kalb, Lamm“ :link. Sommer „Sommer- “, dt. Jūhrling „einjähriges Tier, insbesondere ein Lamm“ : Jahr „Jahr“, Tag. Wählen. Gimmerlamm „Lamm des Jahres“, sen. Isl. gymbr „Lamm“, nor. Gimber : liet. Winter, Lot. Hymen und andere. *" Sowohl in den slawischen als auch in den baltischen Sprachen gibt es eine Reihe von eng gefassten Namen für Schafe. Viele dieser Bezeichnungen sind neueren Ursprungs ir und werden meistens neben dem Gattungsnamen eines Schafes verwendet, um eine andere Eigenschaar ft der Schafrasse oder des Alters hervorzuheben. Ohne uns auf die vielen slawischen Namen dieser Art zu beschränken, werden wir die in den baltischen Sprachen verwendeten Namen dieses Tieres näher betrachten. Die alte Idee. Bezeichnung des Schafes entsprechend lit. Avis, lat. avs, finden wir nicht in den preußischen Denkmälern. Dort neben dieser Wurzel des Wortes awins Für „Schaf“ finden wir den in anderen baltischen Sprachen unbekannten Schafnamen camstian (Camstian Schoff 678 Elbing Wörterbuch Wort). Fr. Der Ursprung von camstian ist bisher nicht geklärt. A. Becquerel šį verband das Wort 33 J. Endelin, Altpreußisch, p. 170; O. H. TpyGaues, Ilponcxoxjenne...., p. 77—78. *4 E, Fraenkel, Et. Wb., S. 121. % O, H. Tpy6aues, [Ipoucxox folgen. .., p. 77—78. % M. Vasmer, Et. Wb., III, S. 493. 37 F. Stawski, St et., I, 502; E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 1306; M. In: Vasmer, Et. Wb., p. 455— 456; C. D. Buck, A Wörterbuch of Ausgewählt Synonyme in von the Principal Indoeuropäische Sprachen Sprachen; Chicago, USA 1949, p. 155, 163 (im Folgenden: Dict. ). # O), Tpy6Gaues, H. Ilponcxoxjenne.., mit gr. xepds p. 78—83. 118
„Stirna“, R. Trautman mit rus. In: Bertelsmann.de. Bertelsmann. komoly,,bukas“®, Wenn R. Trautmans Etymologie wäre richtig, das ist pr. camstian könnte ein Beispiel dafür sein, wie ein neu entstandener Name für eine eigenständige Eigenschaft den alten Gattungsnamen des Tieres verdrängt, denn sowohl der andere baltische als auch der preußische Name awins ir lassen auf prūsus pažinus ide schließen. ir Schafname, entsprechend lit. Avis, lat. avs. Su 100 mg/m2 Camstian siejamas ir pr. Ortsname Komstegallen (Hrsg.): Pr. Camstian + Pr. Galwo ,,Kopf*)%, der Be fonetische Ursprung der Schafnamen, die in Bezug auf rus angegeben werden. In: Gapax ir kt. In der litauischen Sprache finden wir noch einige andere fonetische ir Namen von Schafen anderer Herkunft: - Ja, das ist es. Bükanis,,- widder (Gnadenwort)“ (Hrsg.) I, 470), Was wahrscheinlich mit liet su verbunden werden sollte. Buchinit „„zu schlagen, zu schlagen, zu schlagen, zu schlagen“, vgl. Bakijasi (kämpfen) Widder; Die Widder werden nach dem Laufen geschlachtet, d. h. Fliege (Jugoslawien). LKZd., I, 471). - Ja, das ist es. Basis „ėriukas“, basiūkas, basiūlis, būsė „Weide“ (Hrsg.) I, 551, 552), plg. Litauische Rufwörter für Schafe: bas, būs, basia, bas, basi. - Ja, das ist es. Baziuk „Lamm (in der Kindersprache)“, baziūlis, baziūtė „schaf, Schaf, Schaf“ (Hrsg.) I, 568), plg. Schafruf Laute: Base, Basi. - Ja, das ist es. Biche Bicyté (Hrsg.): Pfl. Schaf Ruf Laut Bice In: lat. Würfel „avis“. Į Die litauische Sprache dieses Schaf-Nair me-Wort wahrscheinlich ins iš Lettische übernommen. - Ja, das ist es. Häufig „avis“ (Hrsg.) I, 931) Wahrscheinlich sollte es su mit liet verbunden werden. „Schlagen, schlagen, schlagen“, plg. Die Kinder lehrten den Widder zu tanzen (schlagen), das ist es, was ir passiert (Hrsg.) I, 931 —2). Es ist auch möglich, dass es sich um eine „Bruderschaft“ handelte. - Ja, das ist es. busiūkas,,buriukas®, busiūtė „,buriukė“, Präsens „widder (Großwort- )“ (Hrsg.) I, 988), plg. Lautwörter busia, būšė. - Ja, das ist es. Kütze „avis (in der Sprache der Kinder)“, Pony „Lamm“, Welpe (Hrsg.): VI. 755, 757, 758), plg. Aussprache von kucė, kuciū. - Ja, das ist es. Weißkopf-Spitzmaulwurf „Schaf, Schaf (in Kindersprache)“ (Hrsg.), Vgl. 952), Der Ruf des Schafes kuriū-kuriū (Adutiškis, Tverečius, Vidiškės). Der letzte Laut könnte als eine Art Reim neben dem Laut buriū-buriū entstanden sein, vgl. Käfig in — der — Küche „von Hirten verwendete Laute, um Schafe zu ar treiben“ (Schachtel). Der in lettischen Dialekten weit verbreitete Schafname vuška (EM, IV, EH, II, 677; 799). J. Angelus war geneigt, diese Form zu erheben iš *avuž-ka (Über die Arbeit vgl. Lied. Apfelbaum, lat. In: ir Annuscha Rus. oBeuka). In der Nähe von Vuška ir findet man die Form Oška (EM, IV, EH, II, 310; 716), o auch Widdernamen vucens, vucins, vucans, vucuns (vucens Verwendet ir (im Sinne von „Lamm“) (EM, IV, EH, II, 675; ucens, ucenis, 798), ucins, ucitis „Lamm“ (EM, IV, EH, II, Die 293; Verbindung dieser 711). Namen mit dem Wort avs scheint su uns sehr fragwürdig: Form *Avužka ist jedoch sehr ungewöhnlich für das Lettische. Vielleicht ist es besser, diese Namen mit dem Auftreten von Lautwörtern zu iš erklären, ohne sie mit dem alten Schafnamen su zu verbinden. Lautwörter, su die mit den genannten Schafnamen in Verbindung gebracht werden können, gibt es im Lettisch, vgl. 100 mg/ m2 J. Angelus, ja * R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 92, 352. * G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 69, 233; J. Endzelins, Altpreußisch, p. 189, 119
sogar, scheint be es, die Sache war geneigt, zu erheben iš *a'vuc(e)**, das Schweinetriebswort uš, plg. Auch der litauische Schaftrieb-Laut uš-uš (Grabsteine, Kopfsteinpflaster). Priesaga -k(a) wird im Lettisch für Tiernamen verwendet, z.B. Kuhnamen raicka neben raibaja, piecka neben piektaja, sęška neben sestaja usw. *2 ir In der lettischen Sprache ir finden wir mehrere solche Schafnamen, deren phonetische Herkunft keinen Zweifel zu erwecken scheint.“ Lat. Würfel ,,Kosename fiir ein Schaf“, biča, buš, badze, bicainite, bicis „ein kleines Lamm; ein Hammel (in der Kindersprache)“ (EM, I, 293; EH, I, 217, 218), plg. Lied. Würfel ,,bur; ciba“ (Hrsg.): LKZd. I, 657). Lat. Bulle (demin. Bikini Bullen „der Schafbock® (EH, I, 218, 219), plg. Jahre. Bulle „Ein iiblicher Rufen Sie an den Schafsund Ziegenbock“. Lat. Buce „das Schaf“ (EH, I, 248) J. Der Engel hält sich zurück. su Bauform „stumpf“, lat. Bucht „stumpf werden“, lief. Häufig „avis“. Es scheint uns jedoch zweckmäßiger zu sein, es mit einem jį Lautwort zu verbinden, su z.B. Jahre. Stück „Interj. butz, zur Bezeichnung des Arzneimittels Tones, der beim Stoßen mit den Hornern der Ziegenbdcke und Widder entsteht®, bud? eine an Schafe gerichtete Interjektion, Kürbis „Interj. bei Vertreiben® (bud, aitin, EM, I, 344). GarsaZodinés Ursprung ist auch: Lat. Beja „das Schaf (in der Kindersprache)“ (EH, I, 216), plg. 100 mg/ 250 mg/ 500 mg/ 100 mg Lat. Mai „das Schaf (in der Kindersprache)“ (EH, I, 805), plg. m, méjindt „(ein Schaf) blėken machen“. In der lettischen Sprache gibt es eine Reihe von Schafnamen, die meistens auf eine andere ar Eigenschaft dieses Tieres zurückzuführen sind: Lat. Amule „ein weichwolliges Schaf“ (EH, I, 69), plg. Jahre. Amuol Mistel (Viscum album); der Klee“. Lat. Atpilis ,,der Herbstling, Spétling, spit geborenes Junge, besonders von Limmern, die im Herbste Schafe gebiren, welche schon in demselben Jahre ein Lamm geboren haben®, Lamm geboren haben, Lamm geboren haben ,,das kleinste Lamm, atpiles "Schafe (oder Ziegen), die spit im Herbste Limmer bekommen* (EM, I, 181—2; EH, I 158), plg. Lied. In: lat. Bild ,,tropfeln®, zur Semantik vgl. Russisch. OT6POCHII ,,10 cpoka MepTBOpox/įeKHbIĖ“ (B.) Jaap, III, BLIKH/bINI 711), „,H3pOHBINN, HEJOHOCOK, MJIaZIeHell H BOOČINe ĮTEHBINI, POXKĖEHbIK HACTOJIbKO IIDEXKJIEBDEMEHHO, UTO XKHTb He Moxer“ (B.) Hanf I, 292—3), Vok. Wurf „Auswurf; (Jungtiere) zu bringen“*?. Lat. Atzidit ,,ein abgewodhntes Lamm, Kalb“ (EM, I, 213), Atziditis (EH, I, 182) plg. Jahre. Azidite ,,abgewShnen (von Tieren). Lat. Backris „ein grosser Schafbock“ (EM, I, 252) Quelle J. Der Engel hält die Hand. Bock (>lyv. Boka), dessen Suffix sich aufgrund von lat. Vepris „Der Einfluss von Eber. Aber in letzter Zeit, scheint es, treu lat. Bakris Etymologie veröffentlicht P. Ariste. Er ist alt. Bakris Zeit schuldet iš Zigeuner Bakré „Schafbock““*4. Lat. Belis „ein Schaf mit kurzen Ohren“ (EH, I, 212), plg. Jahre. Belis ,.ein Hundenamen“. 1 EM, IV, p. 675. ** J. Grammatik der deutschen Sprache p. 356. 2 EM, I, p. 182. “4 P. Ariste, Acta Baltico-Slavica, 3, p. 23. 120
Lat. gut „ein Schaf mit kleinen Ohren, kurzen Beinen“ (EM, I, 279), Ohrenloser „ein Lamm mit kleinen, kurzen Ohren“ (EH, I, 212), plg. Jahre. gut „eine Knabenmiitze, das Barett, die In: PLoS ONE. vid. Vok. Jam. Benin ,,geschmiickter Hut“. Lat. billene „ein betaubtes Schaf“ (EH, I, 219), plg. Jahre. billene "Dumme Frau". Lat. Buchsbaum „ein Schafbock mit großen Augen Hėrnern“ (EH, I, 250), plg. Jahre. Buchsbaum „der Bock“ <vid. Vok. Jam. Buck. Lat. Zichorie „ein kleines Lamm“ (EH, I, 269), plg. Jahre. Zigeuner „das Fūllen“, Zigeuner, Zigeunerin, Zigeunerin (EM, I, 379), Cigina „das Schwein (in der Kindersprache)“ (EH, I, 269), Zigarre „Lockruf fiir Fiillen, fiir Pferde“. Lat. ca. „ein Schaf mit lockiger Wolle“ (EH, I, 273), plg. Jahre. Zifkas „,Locken“, geschnitzt. Lat. Kegel „auns““, plg. Jahre. Sonis < Lyv. Sonn (EM, I, 397). Lat. daplis „ein vorjahriges Lamm“ (EH, I, 307), Dapelis „ein im Herbst geborenes Schaf“ (EM, I, 438) Wahrscheinlich sollten Sie iš die Formen abstammen *dapilis, vgl. Jahre. Abfließen, Abfließen, Abfließen. Lat. Geida „ein unbūndiges Schaf“ (EH, I, 426), plg. Jahre. G'eida „,ein ausgelassenes, mutwilliges Mūdchen“ (EM, I, 695). Lat. Kuppe „ein Schaf mit einer kurzen Schnauze und mit kleinen, kurzen Ohren; ein hornloses Schaf“ (EM, II, EH, 392; I, 708), plg. Jahre. Kopfmesser „ein Messer mit abgebrochener Spitze“, kups ,,stumpf* (2. Aufl., Bd. 319). Lamma „ein grosses melkbares Schaf“, laminica „ein Schaf mit langem Schwanz Schwanz und lang Wolle“, plg. ist. Schafe Schaf (EH, I, 718). Lat. Mikulis ,,der Schafbock“ (2. Auflage, 626), Bd. Jahre. Mikut „mit Fäuste schlagen; Prūgeln (Nicht sehr ernst), grūstit“, lat. Mikus „Hengst“. Lat. Piuka „scherzweise fiir Schafsbock“ (III, Bd. 229), Jahre. Pika „ein kleiner, bunter Fisch, ein kleines Fischlein ūberhaupt“. Lat. Pupalina ,,K osename fiir Schafe“ (2. Auflage, 342), Bd. Jahre. Pupéls ,,das Weidenkützen; auch fem., als Kosewort gebraucht“. Lat. Hexe „ein Schaf mit Hornern“ (III, Bd. 464), Jahre. Lumpen ..das Horn“. Lat. Rumulit „eine Bezeichnung fiir Schafe“ (III, Bd. 496), Jahre. Widder „zahm, still“, Lat. Ruogulit ,,Beiname des Schafes“ (III, Bd. 578), Jahre. Lumpen „das Horn“. Lat. Schrubben „ein Schaf mit kurzen, gestreckten Ohren“ (III, Bd. 898), Jahre. Peeling „das krumme Messer zur Hohlschneiden“, skrubulis „ein krummes Messer zum Schneiden Anfertigen von Holzloffeln“. Lat. Schraube „ein Schimpfname fiir Schafe“ (2. Auflage, 513), Bd. Jahre. Schraube ,.ein Schimpfname fiir Menschen; ein Hundenamen; ein sich herumtreibendes Frauenzimmer“, lat. Ich will skrulét , herumlaufen®. Lat. Sofikis <sorinis (EM, III, Lat. 980). sofinis „ein Schafbock® (EM, III, 980) <lyv. Sonn. Lat. Schele „der Schafsbock* (I, II, III, IV, V, VI, VII, 32; VIII). 633) Vok. Jam. Schele ,,Beschéler*4s, Lat. $pidilka ,.ein storriges, umher schweifendes Schaf* (2. Auflage, 655), Bd. Jahre. Spidilka „ein leichtsinniges Frauenzimmer®, spideligs ,.froh, frohlich, heiter. 4 J. Sehwers, Sprachlich-kulturhistorische Untersuchungen, Leipzig, 1936, p. 131. 121
2. Auflage, 1. Auflage, 2. Auflage, 3. Auflage, 4. Auflage, 5. Auflage, 6. Auflage, 7. Auflage, 8. Auflage, 9. Auflage, 10. Auflage, 11. Auflage, 12. Auflage, 13. Auflage, 14. Auflage, 15. Auflage, 16. Auflage, 17. Auflage, 18. Auflage, 19. Auflage, 20. Auflage, 21. Auflage, 22. Auflage, 23. Auflage, 24. Auflage, 25. Auflage, 26. Auflage, 27. Auflage, 28. Auflage, 29. Auflage, 30. Auflage. Spulunig'- is „ein lebhafter, unbündiger Knabe, auch ein junger Ochse“. 365) „ein vorjahriges Lamm“ (EM, IV, 365), plg. 1. Aufl., Bd. Lat. vemelis (?) „ein unkastrierter Schafsbock““ (EM, IV, 536) könnte mit lat. vembele „ein dickes, nicht grosses Weib“ in Verbindung gebracht werden. ein Schimpfwort iiberhaupt (z.B. auf Kiihe bezogen)“, plg. ist. Vemmel (kilm. vemble) „Kniittel““ (EM, IV, 536). Lat. viénmitis,,das einzige Lamm eines Schafes* (EM, IV, 661), plg. lat. mist,,sich erndhren, leben, sich aufhalten®. Lat. viénzidis,,ein Lamm, das allein bei der Mutter gesogen* (EM, IV, 668), plg. Jahre. Zist ,,saugen®. Lat. vizbulipa,- ,Beiname des Schafes‘ (EM, IV, 630), vgl. lat. vizbulis,,- das Windroschen (anemone), lat. vizbulis,,- die Locke (?)“ (augat, mani gari mati, vizbujuos, EM, IV, 630). In diesen Sprachen ist das alte Ide 630). gut erhalten. Name des Schafes; Von diesem Namen abgeleitet und nur in baltischen und slawischen Sprachen der Name des Widders. In den slawischen Sprachen finden wir alte Namen des Lammes von doppelter Herkunft, von denen einer wahrscheinlich mit dem baltischen Namen des Lammes übereinstimmt. Sowohl in baltischen als auch in slawischen Sprachen gibt es eine Vielzahl von Namen für Schafe, Widder und Lämmer neueren Ursprungs. In anderen Sprachen hat der preußische Schafname, der ebenfalls neueren Ursprungs ist, keine Verwandten. OŽKA Sehr alt, nur vielleicht nicht so beliebt wie andere Haustiere, der Begleiter des Menschen ist eine Ziege. Die Hausziege (Capra hircus) stammt von einer Art Wildziegen ab, die heute noch in einigen Bergregionen Asiens, Europas und Afrikas leben. Als Haustier war die Ziege bereits vielen alten Völkern Asiens, Europas und Afrikas bekannt. Ziegenbilder finden sich in sumerischen Zeichnungen*?. Verschiedene Völker benutzten Ziegen für Kultzwecke. Zum Beispiel ist der Ausdruck „Sündenbock“ in vielen Sprachen der Welt noch heute im Gebrauch, und stammt aus dem alten jüdischen Ritual, das im Alten Testament (3. Mose 16) erwähnt wird, wo der Hohepriester die Sünden seines Volkes auf einen Bock „legte“ und ihn in die Wüste für den Dämon Asasel austrieb. In der Odyssee wird erwähnt, dass Odysseus neben anderen Tieren auch zwölf Ziegenherden besaß. Plinius der Ältere (23/24 – 79 n. Chr.) schreibt in seiner „Naturgeschichte“, dass die Enden aus Ziegenfett eine hervorragende Seife machen: „Nützlich ist auch Seife; Es wurde schließlich erfunden, um die Haare rot zu färben. Hergestellt aus Fett und Asche, vorzugsweise aus Ziegenfett und Buchenasche. Es gibt zwei Arten: fest und flüssig. Beides wird in den germanischen Ländern mehr von Männern als von Frauen verwendet.“ 1 Zw. Keller, Die Abstammung der ūltesten Haustiere, S. 203—209; O. Keller, Thiere des classischen Altertums in culturgeschichtlicher Beziehung, Innsbruck, 1887, S. 37—52. * M. Hilzheimer, Haustier, —M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, p. 220; V. 1. Avdijevas, Die Geschichte des alten Ostens, Vilnius, 1954, S. 39, 40, 43. * „Prodest et sapo, Gallorum hoc inventum rutilandis capillis. Er wurde aus Talg und Asche, aus bestem Buchenund Ziegenfell, zweifacher Art, dick und gebunden, gefertigt, wie es bei den älteren Deutschen im Gebrauch der Männer und Frauen üblich war“, Hist. nat., XXVIII, 191, plg. O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, II, Leder, Tschechisch. S. 10. Leder, gebogen. Haut, hoch. Pfütze. Haut, Knochen. Pfütze. koža), dessen ursprüngliche Bedeutung ‚Ziegenfell‘ war“; koža „Haut“ < *kozia: koza „Ziege“*, ähnlich wie gr. ėda „Schaf“: 8g „Schaf“, skr. ajinam ‚oda‘“: ajdh,,0Zys*. Auf dem Gebiet des heutigen Litauens und Lettlands wurden Ziegenknochen bereits in neolithischen Siedlungen gefunden." Ziegenknochen bilden einen ziemlich großen Prozentsatz unter den Knochen von Haustieren, die in den Fossilien der Burghügel von Nemenčinė, Migoniai und Bačkininkėliai gefunden wurden. Diese Funde werden dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. zugeordnet. Die baltischen Stämme benutzten Ziegen auch für Kultzwecke. In einem Brief vom 24. Januar 1409 an den Ordensmeister beschwert sich der Großfürst Vytautas, dass der Vaitas der Semgallen den Hochländern in der Region Semgallen verboten habe, „Honig, Pferde, Ziegen und Rinder zu kaufen“. Aber im Allgemeinen wird die Ziege im Vergleich zu anderen Haustieren in den alten historischen Dokumenten Litauens selten erwähnt." Sowohl in der litauischen als auch in der lettischen Folklore wird die Ziege meist negativ betrachtet." Diese Sichtweise auf die Ziege gab es wahrscheinlich auch bei den alten Indoeuropäern. A. Maye scheint zu Recht zu behaupten, daß daher im indoeuropäischen Wortschatz die Namen von Ziege und Ziegen nicht die Einheit besitzen, die mehr oder weniger für die Namen anderer Haustiere charakteristisch ist'?. Darüber hinaus könnten die verschiedenen Ziegennamen auch durch die Kultfunktionen des Tieres beeinflusst worden sein – mit diesen Funktionen verbunden sind die p. 693. 122
Spuren von Ziegen sind in vielen europäischen Ländern in neolithischen Fossilien gefunden worden. In den Überresten der Schweizer Siedlungen der Siebenbürger wurden sogar mehr Spuren von Ziegen als von Schafen* gefunden. In baltischen und slawischen Ländern ist die Ziege auch ein seit langem bekanntes Tier. Das zeigen sowohl historische als auch sprachliche Daten®. Über eine größere landwirtschaftliche Bedeutung dieses Tieres fehlen jedoch historische Daten. Eine sprachliche Tatsache zeigt allerdings, dass die Ziege in den slawischen Ländern in gewisser Hinsicht, nämlich wegen ihres Fells, ein geschätztes Tier war. Denn in vielen slawischen Sprachen wird der Name der Haut verwendet (vgl. alt. sl. Leder, russisch. Koch, Kgl. Koxa, Baltr. Koxa, bulg. Koxa, serb.-chorv. S. 66, S. 68. verschiedenen Verbote, den Namen des Tieres zu nennen*?. Er kommt. In Sprachen können einige charakteristischere Ziegennamen unterschieden werden arealy. Darüber hinaus wird in einigen Sprachen der Name des gleichen Ursprungs für beide Geschlechter verwendet, während er in anderen Sprachen, in der Regel aufgrund relativ neuer Entwicklungen, 4 O. Schrader, ibid., S. 692. 5 Jg. Haunepae, Caassinckue jnpeBHocru, p. 320; W. Hensel, Die Slawen im frithen Mittelalter, Berlin, 1965, p. 77—79. ¢ W. Hensel, ibid., S. 380; A. Briickner, St. et., S. 263; M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 589. 7 P. Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, Lietuvos archeologijos bruožai, S. 79; Latvijas PSR vėsture, I, S. 11. 8 P, Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, ibid., S. 252—253; A. Kaminski, Jačwiez, Lež, 1953, S. 126—127; K. IlaaBep, Popmuposanne TepuodayHbi H H3MeHWKHBOCTb M/JIeKONHTAIOMKX IlpuGajJiTHKH B TrOJIONLeKe, S. 368. * Litauen Quellen der GeschichI, te der Tschechoslowakei, Vilnius, 1955, p. 64. 10 Ebd., S. 575. 1 EM, II, S. 182–183; K. Straubergs, Latviešu buramie vardi, II, Riga, 1941, S. 799 (Register); Sprüche ir und Sprichwörter 1958, p. 468 (Aufzeichnungen); Die Geschichte der litauischen Volksliteratur. Rot. K. Korsakas, Vilnius, Litauen 1963, p. 373; Die deutschen un Volkslieder, sast. E. Kokare, Rigu, S. 324, 330 (Register). 12 A Einführung in die indoeuropäische do Sprachwissenschaft. 1958, p. 327. 18 H. Kronasser, Handbuch der Semasiologie, Heidelberg, 1952, p. 172. 123
Veränderungen, weibliche ir und männliche Namen werden unterschieden: für sie werden Wörter völlig unterschiedlicher Herkunft verwendet. In slawischen Sprachen ist der Name der Ziege weit verbreitet, dessen ir Ursprung in su Beziehungen zu anderen Ideoen liegt. Sprachen mit Ziegennamen sind bisher sehr unklar. In der Tat gibt es mehrere, scheint es; ziemlich gut begründete Erklärungen, aber sie widersprechen sich meist. Eines ist klar, dass dieser Name noch vorslavisch ist. Praslaviški ist ir iš jo Ziegenund Ziegenbezeichnungen, z. B. Sie. sl. Ziege ‚ožka‘, russisch. Ko3a ‚gožka‘- “, KO3ėĖJI „Goat“, KO3JIEHOK 14 Dieser ir Name der slawischen Ziege ist in die lettische Sprache eingegangen, ir į vgl. Jahre. kaza, wo er den alten baltischen lettischen Ziegennamen verdrängte, der dem liet entspricht. Ožka, pr. Wosee. Die Tatsache, dass die weiblichen Namen anderer Haustiere meistens Wörter mit unterschiedlichen Wurzeln sind, ir könnte dazu beigetragen haben, dass es sich in der lettischen Sprache verbreitet hat. Auf diese Weise erschien neben dem baltischen Ziegennamen dzis in der lettischen Sprache der Name der Ziege slawischen Ursprungs kaza, der den baltischen vollständig verdrängte *auf ar - Das ist es. Neben der Form kaza finden wir im Lettisch ir kazlėns ,,0Ziukas; „kleine Ziege“, kazlėninš, kazęlėns, kazulis Ziege, Ziegenbock „ožka“, Kazla (EM, II, 183 —4; EH, I, 597). Formen wie kazuls, kazla stammen wahrscheinlich aus iš dem Russischen. KO3 „Ziege“, o andere Formen, die bereits in der lettischen Sprache iš entstanden sind, kaza. Im Litauischen kommt die Form kaza kaum vor. Es ist wahr, dass diese Form gefunden wird M. Das Wörterbuch der Gerste. Allerdings M. Gerste ją wird wahrscheinlich die iš lettische Sprache genommen haben (Hrsg.) V, 458). Manchmal wird dieser Name der Ziege halb scherzhaft in einigen litauischen Dialekten ir verwendet. Wie bereits erwähnt, slv. Kaza hat verschiedene Interpretationen. H. Peterson, basierend auf einer sehr unzuverlässigen semantischen Parallelität. *Gute Nacht- ‚ožka‘: skr. Jichit „Jlekia, straktelia“, slawische Ziege, als,,Sokinéjanti Tier“, verbunden mit lit. kėžoti „gehen, die Füße zur Seite werfen; In: „Lit. Ziege „Fuß, Peitschen, Péda‘!5, Aber H. Petersons Verbindung ist völlig unbegründet, da die erwähnten litauischen Wörter zweifellos neueren Ursprungs sind und ihre ursprüngliche Bedeutung nicht mit dem Gehen und su Springen ar verbunden ist. Die Slawen versuchten, die su Ziege mit anderen Ideen zu verbinden. Namen von Ziegen. Einige Linguisten (K. Ulenbekas, E. Cupica (Zupitza) haben den slawischen Namen der Ziege mit skr. chdgah „Ziege“. Aber str. Chdgah, plg. auch skr. Chdga „Ziege“, chagaldh „Ziege“, oset. say,,0zka*, ist ein Wort unklarer Herkunft, und seine Verbindung mit dem slawischen Ziegennamen führt zu phonetischen Schwierigkeiten®. ir Sehr fragwürdig, obwohl es viele Anhänger hat, ist Slav. Ziegenbindung, Wiederherstellung der Idee. 2. Auflage, Bd. 1. Aufl., 1. Aufl., 2. Aufl., 3. Aufl., 4. Aufl., 5. Aufl., 6. Aufl., 7. Aufl., 8. Aufl., 9. Aufl., 10. Aufl., 11. Aufl., 12. Aufl., 13. Aufl., 14. Aufl., 15. Aufl., 16. Aufl., 17. Aufl., 18. Aufl., 19. Aufl., 19. Aufl., 20. Aufl. hohen"". Noch weiter geht es V. Georgijew. Es stellt die ID wieder her. Prolyten *(s)kag'-, *(s)kog’, *(s)kég'-, nicht nur slawisch miteinander verbunden. Ziege, weiß. Kedh, aber auch die oben erwähnte skr. chagah, sowie echte thrakische Namen Kolac, Koleihog und andere. Der letztere Versuch ist ebenfalls sehr hypothetisch. * O, H. Tpy6aues, Ilponcxoxjienne..., S. 86; M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 589—590. 13 H. Petersson, IF, Schweden 35, p. 272. 18. Mayrhofer, Et. Wb., I, S. 406; M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 589; O. H. TpyGaues, Ilponcxoxjiemne..., p. 86. 17, Bd. Wb., I, p. 589; H. Pedersen, KZ, 36, p. 335; O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, III, p. 692. '* B. Teoprues, HeccJiejioBaHHs no CpaBHHTeJIbHO-HCTOpHUeCKOMY S53bIKO3HAHHIO, S. 121. 124
Es scheint uns, dass erfolgreichere Versuche sl. Ziegennetze sind su eine andere Sache. Ziegenname, nämlich skr. ajdh „Ziege“, ajd „ožka“, lit. Ziege, Ziege ir usw. E. Bruckner? Im slawischen Ziegennamen neigt er zur Metathese (Ziege < *schmal). Allerdings E. Bruckners Vermutung wird durch die Tatsache erschwersu t, dass der Formant -Ziegenname finden wir nur in der litauischen Sprache — andere baltische ir allgemeine Ide. Sprachen mit Ziegennamen dieses Ursprungs haben keinen Formanten -k. Daher ist der Formant - im klaipėdischen Wort wahrscheinlich ein Geschöpf der neueren Zeit. A. Mejé®, basierend auf slaw. Kosten „Knoche- : n“ skr. dsthi „Knochen, Bein“, Gr. Šortov, glaubte, dass der Name der slawischen Ziege ein kAdjektiv ist. Diese Ansicht wurde von ir V. In: Machekas!. A. Meies Interpretation wäre ansonsten sehr plausibel, aber es fehlen weitere ähnliche Konsonantenzusätze, um sie zu bestätigen (Schr. Deru, liet. Tränenverhältnis su gr. daxpv, Luft. der ist sehr unklar)? ?, außer natürlich, die oft in slawischen į, u, und baltischen Sprachen hinzugefügt werden. ir Die ar slawischen Sprachen haben übrigens ja die Tendenz, Wörter mit einem Konsonanten zu beginnen. Be Tabus könnten hier eine Rolle gespielt haben. ir Dass es in slawischen Sprachen früher einen Ziegennamen gab, der direkt auf skr. Oh, zeigen Sie sen. Russisch. 3640 „Leder“, 35xaps6 „Gerber, Pelzarbeiter“, A135KEeHB,,0den“* (Beispiel:. Aus. Isaen „aus Leder“ : Gr. „wenn „ožka“, schr. Ajinam „Leder“ einschließlich ajūh „Ziege“, s.l. Haut „oda“: sl. Ziege „gožka“), o, vielleicht, rus. ir 3b „ein solcher Fisch, Idus melanotus, Cyprinus rutilus“, der, wie wir später sehen werden, versucht wird, mit skr. su gjd kt. ir Su Mit dem Namen dieser Wurzelziege ist der ir linke Nebenfluss des Dnjepr AKOBKa verbunden. Diese Verbindung wird insbesondere durch den Umstand bestätigt, dass in der Nähe dieses Flusses ein anderer Fluss verläuft Kosmetik Ka. Der Rus. AxoBka ist wahrscheinlich ein Baltismus, o ne ein Relikt des alten slawischen Ziegennamens*? *. Es gibt Meinungen, dass Slav. Koza ist eine Ausleihe iš aus östlichen Sprachen. In letzter Zeit versuchen neue Argumente, diese Ansicht zu stützen O. Trubatschow*?“. Er, indem er noch akzeptiert F. Die Szene zeigt, dass Sgt. Die Ziege könnte hierher iš gekommen sein. Schaf (Bd. Türkisch. Ketsch, Kazan tot. kdjd, baskisch. kdzd), geht davon aus, dass ir lit. Schöne, Schöne, Schöne. ATC-Codir e: Diese Verwandten können türkischen Ursprungs sein, da es in den türkischen Sprachen neben den ką nur erwähnten Ziegennamen auch su kNamen gibt ir be Wortanfang k-, der wunderbar an indoeuropäische Ziegennamen erinnert, besonders an den litauischen, z.B. Uig. ačkii, ėčkū, usbekisch. dcki, kasachisch. Chishki, kirgisisch. Das ist Karaim. - Oh, meine Güte. Es scheint uns, dass die schwache O. Die Seite der Trubatschow-Hypothese ist, dass er den litauischen Ziegennamen Das ist eine sehr alte Sache. O. Der Trubadur. Ožka gretina su skr. Ajika, Vid. Pers. Azak. Allerdings -kFormanten in diesen Wörtern sind zweifellos be unabhängig entstanden. 19 A. Briickner, Sl et., p. 262. 20 A, Meillet, Studien über I’étymologie et le vocabulaire du ancien slave, Paris, 1902-1905 p. 246; A. Meiie, OGmecnassiHckuit s3sik, Mocksa, 1951, p. 396. V, Machek, et. sl., p. 229-230. #2 J. Zubaty, BB, 18, p. 159-160; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 23, 179; M. Mayrhofer, Et. Wb., I, p. 61. ® H. H. CpesneBckuil, Matepuaast ans cJioBaps npeBHepycekKoro s3bikKa, III, IlerepGypr, 1912, S. 1650; M. Vasmer, Et. Wb., III, S. 485; J. Zubaty, AfsIPh, 16, S. 396. * B. H. Tonopos nu O. H. Tpy6aues, JIuursucTHYeCKHii aHaJH3 THAPOHHMOB BepxHero IlojtuenpoBss, Mocksa, 1962, S. 175. 25 O, H. Tpy6aues, Ilponcxoxjtenne..., S. 87–89. , 125
Das sind Ideen. *g¥ou-, aber mit gr. Bēoxo, „ganz, Scheriu“ und seine anderen Verwandten**, die, wie wir gesehen haben, ihrerseits auch mit dem alten Ide verbunden sind. den Namen des Rindes. Im Litauischen gibt es jedoch Wörter, die im Sinne von Kuh verwendet werden und deren Phonetik zeigt, dass sie nicht von der betreffenden Ide unterschieden werden können. den Namen des Rindes; Das ist lit. guoté „Kuh“, gudtena „junge Kuh“ (LKZd., III, 740—1), gūtė, „der liebliche Name einer Kuh“ (LKZd., III, 764). Aber diese litauischen Wörter werden sehr eng verwendet, und außerdem ist es nicht klar, ob sie keine Lehnwörter sind. Erstens könnte das lit. guétena, wie seine Geographie (Šatės) zeigt, von lat. guotina oder einer anderen ähnlichen Form abgeleitet sein. Die litauische Hütte ist in einem Lied festgehalten, das ebenfalls an der lettischen Grenze aufgezeichnet wurde („Siu namo, guote, šiu namo, raguote!- “). Lat. guota ist wahrscheinlich neu gemacht aus der Kleinform von guotene (EM, I, 692). Aber in der litauischbe en Sprache, die hier erwähnten Wörter verwendet Lettische Grenze, Form Hütte „eine vermisste Frau; Das Wort „apsiedele“, dessen ursprüngliche Bedeutung „Kuh“ sein könnte, wird in der Umgebung von Liskiava und Veisieji gefunden, wo es einfach nicht aus der lettischen Sprache kommen konnte. Unklare Zukunft. ir Liege Beziehung von ‚essbarer Pilz (Hygrophorus) aus der Familie der Lactobacilli‘ zu den vorstehend genannten Wörtern. K. Būga verband diesen Pilznamen einfach mit lit. guotas „Herde, Trupp“, denn laut K. Būga wurde der Pilz so genannt, weil er in Haufen wächst, d.h. in Trupps (,,Guotais „Haufen, Brücken, Trupps“ wachsende Buden nennen wir gudtémis®, Sint; Gudtės auga tiltais, kriivomisTM Jnš, Kp, Siauliai)®. Der Ursprung von lit. guotė kann aber auch als „Kuhpilz“ interpretiert werden, vgl. Auch lat. Geißel-Peka oder Geißel-Peka „Kuhpilz (agaricus cinnamonus)“ (S. 692). K. Böge In seinen „Aistiškuose studijose“ hat er den litauischen Ortsnamen Guovainiai genannt, den er mit dem lateinischen giovs?" in Verbindung gebracht hat. Diesen Gedanken von K. Boehm wiederholte auch E. Frenkel*?. In anderen litauischen Ortsnamenquellen findet sich die Form Guovainiai jedoch nicht. K. Wahrscheinlich hatte Būga das Dorf Gūvainiai im Bezirk Šilalė im Sinn, von dem die Form Guovainiai möglicherweise stammt. Mit dem alten Namen der Kuh ist wahrscheinlich der Name des Baches Gūragys < guovs +ragas (Kuršēnai) verbunden, aus dem der Name des Dorfes Gūragiai* entstanden ir iš jo ist." In Lettland gibt es eine große Anzahl von Ortsnamen, die mit dem Wort guovs verbunden sind®. Das heißt, einige der alten Ideen. *g“o-Spuren sind auch in der litauischen Sprache zu finden. In der Sprache der Denkmäler des Preußen. keine Spur des Namens des Rindes. Im Allgemeinen ist dieser Name von allen baltischen und slawischen Sprachen am besten im Lettisch erhalten. Später, wahrscheinlich als die weibliche Kuh die wichtigste Rolle auf dem Hof spielte, wurde der allgemeine Name des Viehs in der lettischen Sprache auf die weibliche Kuh übertragen. In der Zwischenzeit hat sich in den slawischen Sprachen und in der litauischen Sprache ein neuer Name für die Kuh durchgesetzt; Das ist rus. Koch, Hrsg. In: Baltr. KapoBa, bulg. In: serb.-chorv. Bd., Sprachgebrauch. Kuh, check. Blut, Wort. Kuh, link. Kuh, Brei. Ladung, Höhe Pfütze. Kruwa, Jam. Licht. krowa®, lit. Kuh, pl. kurwis „ochs“. Dieser Name scheint 25 R. Fraenkel, Et. Wb., S. 177. 246 K. Būga, Rinktiniai raštai, II, S. 353. #7 K. Būga, Aistiški studijai, Sankt Petersburg, 1908, S. 25. 28. E. Fraenkel, Et. Wb., S. 177. 2 Verzeichnis der Flüsse und Seen der Litauischen SSR, S. 55. 30 J. Endzelins, Latvijas PSR vietvardi, 1, 1, S. 343–344. 31, Bd. Wb., I, S. 629—630; O. H. Tpy6aues, [Ilponcxoxjienne,.., S. 40. 132
Zuverlässige Etymologie: viele jį Forscher su verbinden das lat. Horn „Horn“, Gr. xepa0g „gehörnt“. Der gleiche Ursprung ist Lot. ir Hirsche „Elch“, kimr. Carw, Bret. Karo, fr. Dienstleistungen „stirna“ ir kt. Es ist möglich, dass der Name der ir weißen slawischen Kuh den Namen eines anderen ar wilden Gehörnten, vor allem vielleicht einer Rasse von Breithornkühen, übernommen hat. Interessanterweise fand ein ähnlicher ir Prozess in anderen Sprachen statt, z.B. Auch bekannt als: lot. Horn, gr. 6. Auflage, su Bd. Rind „Rind“, alb. ka (<*k’ru) „Rind“*?, in Su solchem lit. In: rus. KopokBa ir kt. Ursprungsinterpretation nicht akzeptiert V. Machekas. Er šį benannte die Kuh nach Kr. su Cdrvati „zerquetscht, zerkaut“, erklärt, dass die jo ursprüngliche Bedeutung war Die Etymologie hat jedoch keine ši breite Akzeptanz gefunden. Ji Unzuverlässig vor allem, weil derselbe skr. cdrvati ist von sehr unklarem Ursprung 4. Auflage. In der lettischsprachigen Literatur ist er eher unbekannt. Das Wort kdrvė ist nicht verwandt: lat. Kafva „eine alte, magere Kuh; die sich lustig machen Bezeichnung eines Frauenzimmers; Schimpfname fiir Kūhe“ (EM, II, EH, 165; I, 590) Wahrscheinlich ist eine iš Entlehnung aus der litauischen Sprache. In der preußischen Sprache, wie bereits erwähnt, wird das Wort dieser Wurzel verwendet Die Bedeutung von „Ox“. Be Elbing-Wortscha- (672 tzwort — Curwis Ochze), im III. Katechismus ist vns. Gal. Die Form der Kurwan. Einige Forscher® pr. Curwis Zeit leiht sich aus iš der polnischen Sprache (in den neueren polnischen Schriften karw bedeutet in der Regel "einen alten, faulen Stier"). Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass der Herr. curwis ist ein Eigenwortš*, die Wurzel ist in der Ši preußischen Ortsbezeichnung recht häufig: ir In: Corwedompne. Ich bin 18 Jahre : alt. Dubens „der Boden, Grund, Tiefe“, Korwelaucken<pr. curwis+pr. Laucks „Feld“, Kurwingen< pr. Curwis-+-ing-, Curwin3". Die ir baltisch-slawischen Sprachen haben einen einzigartigen Namen für Jungvieh, nämlich sen. sl. Telicb, russisch. In: TenhoK, ukr. In: Baltr. ness, bulg. In: serb.-chorv. In: slov. Daddy, check. tele, slovk. Tel'a, links. Kalb, was. celą, aukšt. Licht. - Ja, ja, ja, ja. Licht. Segel, lit. tėlias, teliūkas, lat. telš, telgns®. Sowohl in baltischen als auch in slawischen Sprachen finden wir viele Wörter, die von dieser Wurzel abgeleitet sind, z.B. litauisch telinga, teliūotis, lat. telidze „eine trichtige Kuh“, telučtiės „,kalben- “, rus. cresbHasi „telinga- “, rus. TeJuThCS „Teleuti“ und andere. Wahrscheinlich wäre es schwierig, einen anderen Namen für ein Tier in baltischen und slawischen Sprachen zu finden, der so viele Interpretationen seines Ursprungs hätte wie dieser. Leider ist bis jetzt keine dieser Interpretationen akzeptabler. ** J. Pokorny, et al. Wb., S. 574—577; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 225; F. Kluge, Et. Wb., p. 600; H. Hirt, Indogermanische Grammatik, II, Heidelberg, 1921, p. 117, 130; A. Bezzenberger, BB, 17, p. 216; B. [Topuunr, Upnenenne nHjoeBporekckoh s35IKOBOH oOnactH, Mocksa, 1964, p. 259—260; R. Trautmann, B-sl. Wb., S. 119; A. Briickner, St. et., S. 271. 32 V, Machek, Et. sl., S. 233; V. Machek, KZ, 64, S. 262–263. 44 M. Mayrhofer, Et. Wb., I, S. 379. 35 A, Briickner, St. et., S. 271; J. Pokorny, Et. Wb., S. 577. % R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmūaler, S. 366; K. Būga, Rinktiniai raštai, II, S. 129; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 225. 87 G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, S. 30, 70–71, 77; J. Endzelins, Seņprūsu valoda, S. 199. 38, Bd. Wb., III, S. 90; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 1077—1078; O. H. Tpy6aues, Ilponcxoxjienne..., S. 44. 133
H. Peterson verband diesen Namen mit arm. f'alun „storas“, skr. tilvilah „reich, fruchtbar“- ?, aber die letztere Etymologie hat unter anderen Forschern keine größere Unterstützung gefunden. J. Mikola verband lit. télias und andere mit lit. taldkas „erwachsene Tochter; Junges Mädchen“, lit. bārs, fr. clokies*?. G. Ilinskis verband ihn mit dem lateinischen Stolidus „dumm, sinnlos; Ich habe keine Macht, ich habe keine Macht. Höhe. stilli „still, ruhig“, lat. still/ūs*?. Ein lustiges Slav. Die Telle wurde mit dem lateinischen tollo, -ere „aufheben“, altdeutsch verbunden. Höhe. dolėn „,ertragen, erheben‘“*- ?, Diese Interpretation wird teilweise auch von anderen Forschern unterstützt. Die ursprüngliche Bedeutung des Namens dieses Tieres könnte „gezeugt“ sein, plg. got. barn „Kind“: *bher- „tragen“43, A. Becenberger versuchte, lit. ttėlas mit gr. wréhag „Hund“** in Verbindung zu bringen. Der Ursprung des Wortes tele wurde von V. Machek sehr originell erklärt. Seiner Meinung nach, Slav. Die Formen telę, lit. tėlias usw. sind von der längeren Form (ähnlich wie tschech. Rina< Katerina) abgeleitet, die dem lateinischen vitulus, „Stier“, gr. žvaAov entspricht, die mit der Ideologie verbunden waren. *wer-(gr. voc) „Jahr“. Der ursprüngliche Relaiswert wäre also „jährlich“*- *. In: Slav. Die Herkunft des Wortes telė versuchte auch K. Būga zu erklären: er neigte dazu, diese Wörter mit sl. 7élo „Leib“*?, Es gibt also viele Auslegungen, aber alle sind ernsthaft in Frage zu stellen*. Uns scheint, dass die Etymologie von V. Machek am meisten Aufmerksamkeit verdient. Es wird von einer großen Ide unterstützt. Tiernamen, die mit dem Wort id in Verbindung gebracht werden. *yet-„Jahr“ Wurzel, vgl. skr. vatsdh „Einjährige Tiere; Kalbfleisch; Rind“, vatsakdh „Kalb“, alb. Vētē „Kalb“, got. wyry "jährliches Lamm" usw. *8, Die schwache Seite der Etymologie von Machek ist die Phonetik. Aber auch hier scheint es uns nicht kategorisch zu leugnen, dass aus *wetelone die Form *telentstanden sein könnte. Der Begriff „Junge Kuh ohne Kalb“ stammt aus dem Russischen, wie das Suffix zeigt. Tesmua oder weißrussische Formen dieses Wortes*- ?. Der gleiche Ursprung ist lat. ir telicaTM. In den baltischen Sprachen wird auch ein anderer Name für das Rind verwendet, der in der litauischen Sprache in seiner Bedeutung ziemlich nah an dem eben diskutierten ist. 1. Aufl., 2. Aufl., 3. Aufl., 4. Aufl., 5. Aufl., 6. Aufl., 7. Aufl., 8. Aufl., 9. Aufl., 10. Aufl., 11. Aufl., 12. Aufl., 13. Aufl., 14. Aufl., 15. Aufl., 16. Aufl., 17. Aufl., 18. Aufl., 19. Aufl., 19. Aufl., 20. Aufl. In den slawischen Sprachen gibt es keine Spuren dieses Namens. Der litauische Websch wird heute in der Literatursprache und in einem großen Teil der Dialekte in der Bedeutung eines jungen Rindes verwendet, vgl. z. B. veršinga, kalšiūuotis, die sich in ihrer Verwendung nicht von den vorgenannten unterscheiden. Wb., I, p. 505. 4 J. Mikkola, BB, 22, S. 245. 1 T. Unbuuckuii, POB, 60, S. 421-424. #2 Smieszek, Materialy i Prace Komisji Językowej Akademii Umiejetnosci, IV, S. 397— 401, plg. Hrsg. von M. Vasmer, Et. Wb., III, S. 90. 4 J. Pokorny, et. Wb., S. 1061; C.D. Buck, Dict., S. 155. 44 A. Bezzenberger, BB, 27, p. 176. 45 v. Chr., dt. Sl, S. 524. % K. Būga, Ausgewählte Schriften, II, S. 318, 625. 47, Bd. Wb., III, S. 90; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 1077; F. Stawski, Si et., I, S. 99; O. H. Tpy6aues, Ilponcxoxjenne..., S. 44—45. 48 J. Pokorny, et. Wb., S. 1175. 4, S. 14. E. Fraenkel, Et. Wb., S. 1078. „EM, IV, S. 160. 134
tų Ohr, Teleotis. Aber ein Teil der Dialekte (meist Dschuken) das Wort vefšis verwendet Das bedeutet „Stier, Ochse“. In dieser Bedeutung findet sich das Wort im K. Wörterbuch von Širvydas (,,Stadnik/- taurus. I Wieršis“, 174; leid., ,,Byk. Taurus/WerBis“, V leid., Lat. 22). Die Verwendung von Wurzeln ist ausschließlich erlaubt, wenn Die Bedeutung von „Stier, Stier“. Fr. Werstian (Elberfelder Worte. 674 Wort), die wahrscheinlich aus der Form iš stammt *wersistian, kur -ist ein Kleinzahl-Suffix*!. Es ist festgehalten „Veršio (Sprache- )“. Das ist die ursprüngliche Bedeutung. Die Bedeutung von wepsi ist „Bull, Stier“. S. D. Der Tank hat sich geirrt, engl. Bulle Änderung der Bedeutung von „Bull“ į „fühlen“ die Parallele, indem man lat. Schildkröte „Rind“ < ‚Kalb‘“*2. - Ja, das ist es. In: lat. 1. Auflage, Bd. Werstian siejami su lot. Verres „,Hund, Mädchen“ vfsah „Bulli, Stier“, vfsnih „männlich; tekis“, vfšanah „Paute“. Weiterhin sind diese Wörter su mit ide verbunden. *awer- „befeuchten, nassen, fließen“, vgl. skr. vdr ‚vanduo‘“, doch. A Wir kt. ir Das ist die ursprüngliche Bedeutung. Kalb usw. ir Der Wert wäre „Samenzellen ausstoßend, urinierend““. Diese Etymologie kann eine Reihe von semantischen Parallelen aufweisen, z.B. Russisch. Benpb „kuilys“: skr. vdpati „Ausscheidungen (Samen)“, got. Auhsa „Rind“, skr. uksd „bulius“ : skr. uksdti „,apšlaksto“, lat. Zittern ‚stumbras‘, schwedisch. Wählen. wre „bulius“ : sen. Isl. ūr ‚kleiner Regen‘“. Wahr, einige dieser Parallelen sind fragwürdig, aber su ką Nur erwähnt liet. Die meisten Wissenschaftler stimmen dieser Herkunft zu?®. In der litauischen Sprache wird nur der für ir diese Sprache typische Name der Kuh jdutis verwendet. In den Dialekten wird das Wort allgemein ne für eine männliche Kuh verwendet, o für ein kastriertes Rind, das für landwirtschaftliche Arbeiten verwendet wird. Das war wahrscheinlich die ir ursprüngliche Bedeutung des Wortes. So wie das Pferd neben dem Pferd das Tier zum Pflügen ist, so ist ir das Kalb, das das Joch schlägt, „į neben dem Weidemann erschienen. Das Wort jdutis iš konnte ursprünglich sogar nur in der Verbindung vefšis verwendet su werden. - Ja, das ist es. Bull Etymologie lässt keinen Zweifel: es ist su verbunden mit skr. yduti „riša, kinko“, lit. jongas, jdugtas „Gurt, mit dem ein Arbeitsochse an die Hörner eines Joches gebunden ir wird“ usw., vgl. aber su ta Die gleiche Idee. Wurzel-Sen. Isl. Feld „Arbeitstier, Pferd*, skr. ydgyah „Arbeitstier- “54, preußisches Wassernamen Jautin würde zeigen, dass die alten Preußen auch ein Wort hatten, das exakt mit liet übereinstimmt. jdutis*5. Ähnlich wie in der litauischen Sprache hat der ir Zuchtarbeitsstier in den slawischen Sprachen auch eigene Namen, z.B. Russisch. GbIK „bulius“, russ. Boa „Rindfleisch (Arbeitsname)“. Diese Namen haben jedoch nichts mit den entsprechenden su baltischen Namen des Bullenbullen zu tun. ar Be Dies, sie sind wahrscheinlich von relativ neuem ir Ursprung nur für slawische Sprachen typisch ZodZiai®. In: Rus. 6bix, das von vielen Forschern mit dem Verb für su „schrecken“ in Verbindung gebracht wird (Bd. Check. bykati), hat eine genaue Entsprecir hung in der litauischen Sprache, plg. Lied. Bauform ,,Botaurus stellaris““*": Lied. 100 mg "Schimpfen, schnurren", schimpfen. - Ja, das ist es. Die Synonyme für die Gattung sind sehr jo unterschi- — edlich. : Der Schreibe- : r, dt. Schreien. — 1 J. Endelin, Altpreußisch, p. 53. 52 S. D. Buck, Dict., p. 153. ** J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 80—81; E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 1228—9; K. Būga, Rinktiniai raštai, II, p. 652; EM, IV, p. 565; F. Kluge, Et. Wb., p. 518; R. Trautmann, B-Sl. Wb., p. 333; F. Specht, Der Ursprung der indogermanischen Sprachen Deklination, p. 234. 8 E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 191; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 508-510; R. Trautmann, B-Sl. Wb., p. 110. *5 G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 51, 233. ** M. In: Vasmer, Et. Wb., I, 158, 216; O. H. TpyGaues, Ilponcxoxjnenne..., p. 41—44 F. St Stawski, et., I, p. 52. 57 Stück. Duu3e/iun, Lingua Posnaniensis, 1, S. 3. 135
In der litauischen Literaturspro ache und auch in einigen Dialekten wird der Name des Zuchtochsen būlius verwendet. Dieses Wort, wie in lat. ir Bulle, aus dem Deutschen iš entliehen, vgl. East Preußische Wehrmacht. Kugel, Bulle, Vid. Vok. Jam. bulle®®. Der deutsche Name des Zuchtstiefels ist mit su ide verbunden. *b/el- „ausgeblasen, ausgelassen, eingefärbt“, vgl. Engl. Ballock „,testic- : ulus®, Gr. adrds „penis“, alt. Wasser. Ball kt.5. ir Der Zuchtstier hätte also einen solchen dą von seinen Geschlechtsorganen erhalten. Die baltischen Sprachen. *guou Die Bedeutung von „Rind“ hat sich nicht bewährt. Allerdings finden wir in ihnen einige Namen von Rindern anderer Herkunft. In den ir litauischen alten preußischen Sprachen ist die Ide gut erhalten. *peku-, dessen ursprüngliche Bedeutung nach Ansicht vieler Forscher „Pescham, Wolldier, Schaf“, dann entwickelte o sich die Bedeutung des Rinds im Allgemeinen. Er kommt. *backfähige su Größe Tėxo ,,schneiden, schneiden®, lot. pecto, -ere „zu kämmen“, lit. Fuß, gr. Méxoc „Wolle“ ir a.n.g. Iš Der aus dieser Wurzel abgeleitete Rindername hat eine beträchtliche Bedeutung. Sprachen, plg. skr. Pasuh „Rind, Vieh“, av. Passo- ,,Rinder, Kleinvieh*- ‘, lat. Pecii ‚Rinder‘, sen. Vok. Höhe. fihu „Rinder“ (Gott. Faihu ‚Vermögenswerte‘)$?. - Ja, das ist es. pėkus kommt häufig in alten Schriften vor. Wie die Kartei des akademischen Wörterbuchs der litauischen Sprache zeigt, war dieses Wort noch vor relativ kurzer Zeit in der Umgebung von Švenčionys lebendig. Derzeit ist sie ledig. Füßig lebend nur Weißrussisch Litauische Inseln in der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik (Wissenschaft). In der Umgebung von ir Švenčionys wurde die Form pėkas aufgezeicne hnet, die nur verwendet wurde „Rind“, aber ir beweglich "Dummkopf" bedeutet. Dieser Rindername ist in den preußischen Sprachdenkir mälern gut erhalten: in den Katechismus ist fünfmal vnsk verzeichnet. Gal. Kernform ir du Mal die to gleiche Link-Form peckan*!. Früher ein Teil der Linguistejų n, darunter ir K. Die Bezeichnung „Baltischer Rindfleisch“ wurde als Germanismus angesehen. K. Nach Ansicht von Bogus, haben die Preußen iš ihr Wort o von den Goten erhalten, durch die ir į Preußen kam es in die litauische Sprache*?. Der Hauptgrund für diese Meinung war, dass in den baltischen Formen dieses Wortes anstelle des erwarteten (s) sind k. Aber in baltischen Sprachen wird anstelle des erwarteten Sibilanten Veliarnis in ir anderen Wörtern gefunden, die niemand zu entleihen versucht? ?. E. Herman, der sich behauptet. pėvus nicht-lithologischen Ursprung, insbesondere auf der Besonderheit der Bedeutung dieses Wortes beruhte (,,Rind, kleines Rind, Schaf“)64, in lettisch ide. *Peku-* „Sgalvijas“ ist nicht erhalten, es gibt keine Spuren dieses Wortes in ir den slawischen Sprachen. In der litauischen Sprache wird ein ziemlich weit verbreiteter, nur für diese Sprache typischer Rindername verwendet, der mit dem Verb kėlti** su verbunden ist: kelta, kėltai (Pluralform), kéltava, kéltuva, keltuva, kéltos „karvių pulkas“, Kéltuvé „karvė“, Keltuvé, Kälterei „Rinder, Herde“. Manchmal wird das Wort kéltuva ir verwendet, um ein Tier im Allgemeinen, sogar ein Haustier ** E. In: Fraenkel, Et. Wb., Bd. 64; EM,I,P. 348; K. Alminau Skier, Die Germanismen des Deutschen Litauischen, Kaunas, 1934, p. 37; J. Sehwers, Sprachlich-kulturhistorische Untersuchungen, p. 20. ** F. Kluge, Et. Wb., p. 110; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 120-121; C. D. Buck, Dict., p. 154. ** E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 564; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 797; F. Kluge, Et. Wb., p. 822. “ R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiiler, p. 392. ** K. Būga, Rinktiniai raštai, II, p. 85, 86; III, p. 496, 897. ** E. Fraenkel, Die baltischen Staaten Sprachen, Heidelberg, Deutschland 1950, p. 13—18. ** E. Hermann, AfslPh, 40, p. 161; Chr. S. Stang, Vergleichende Grammatik der baltischen Sprachen Sprachen, Oslo— Bergen Tromsø 1966, p. 93; J. Otrębski, Die Sprache, 12, p. 50—51. % E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 238. 136
Vogel in der Bedeutung (Bd. Kéltuvos „Kühe, Pferde, Schafe, Schweine, Gänse“ K. Böge (Ad.), Ziege nicht schädlich ir Klätscher usw.) (Hrsg.) V, 530—1, 551—2). Form Lifter wird auch verwendet ir „Herde, Herde von Rindern“. Die erwähnten Namen der Rinder werden in den östlichen Dialekten o der litauischen Sprache verwendet, auch in einigen alten Schriften, z.B. die Form keltuva verwendet Širvydas ziemlich oft, K. es kommt vor M. Die J. kleinen Briefe. : Das Wort galvijas ist nur für die ir litauische Sprache spezifisch „Tier (S. 10) Hausgemachte, geile); Das Tier“. V. Machekas lassen. Rinder, wie wir gesehen haben, versuchsu ten, Slawen zu binden. Gov- (Russisch). roesiflo ir kt.) ir Vok. Kalb „Kalb“. Diese Verbindung ist jedoch schwer zu begründen: lit. Kopf Bedeutung "einzelnar er Mensch Tier" (Bd. Bei den Färsen su der Kühe müssen über den Winter acht Köpfe ausgelöbt werden, LKŽd., III, zeigt, dass das Rind nicht 79) vom Kopf getrennt werden kann, vgl. Wolframbütellium Auch der Kopf des Pferdes o ist sichtbar. so und soviel Haupt Rindfleisch. Lat. ludps ,,Rind, Vieh“, das sowohl in baltischen als auch in slawischen Sprachen vollkommir en singulär ist, hat im Albanischen sein Gegenstü- — ck alb. Rind „Kuh“. Es ist eine der iš wenigen lexikalischen ir Isoglossen der baltischen albanischen Sprachen. Su šiais žodžiais mėginama sieti ir šveicarų vok. Loobe, lioba „Kuh“*. Letztere können jedoch eine Art neuer, ir eng verwendeter Kuhnamen sein. ; J. Mikola lat. /'uops versucht zu erwecken iš *Lampe, o die letzte zu su verknüpfen got. Lamm ,.ériukas- “**. Allerdings ist die su Bindung alb. Ope "Kuh", scheint uns, ist möglicher. — Iš Jahre. Luops stammt wahrschir einlich aus liet. Hiopas "ein ungeschickter Mann, ein Verrückter, ein Verrückter" (Hrsg.), 7. Aufl. 692). Lopas für „Rind“ nachweisbar S. In den Schriften von Daukantos (LKŽd., VII, wo er 648), kam, zweifellos, be lettische iš Sprache. Die Bezeichnung für die weiße Kuh ir ist in der Tierhaltung eine sehr häufige Bezeichnung für eine Kuh. (Elbing Wörterb673 uch Wort), clynth (Wörterbuch-Wo4 rt von Grunavo). In beiden preußischen Sprachdenkmälern ist er in der Bedeutung „Kuh“** aufgeführt, Be daher scheint dieser Kuhname Spuren in der preußischen Ortsbezeicir hnung hinterlassen zu haben, vgl. Ortsname In: Clynteyne. clynth+ suf. -ein-"". Die Authentizität des preußischen Kuhnamens steht also außer Zweifel. Fr. Der Ursprung des Namens wird unterschiedlich interpretiert. A. Betzenberger Str. Klente (seiner Meinung iš nach, *brettė) su siejo gr. rv$*ac „Schwein“, lit. téliasTM. ; L. Geitler verband den preußischen Namen su der Kuh mit dem Russischen. Fall (< *Fluch) ,.Kuin, armes Stute“*?, der tschechische Linguist stimmte zu ir J. Mikola. A. Bruckner-- Preis. Die Klinge ist iš langgestreckt. Kniegelenk „alte Kuh“**, vgl. t.p. Worte. Kleka „magere Kuh, Kuine“. ' Das unwahrscheinlichste scheint zu sein, ist A. Die Etymologie des Bechers. % E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 132. 67 EM, II, p. 528; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 654. 4 J. Mikkola, BB, 21, S. 219–220. * R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 360. ** G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 66, 233. I A. Bezzenberger, BB, 27, p. 176.. "2 L. Geitler, Litauische Studien, Prag, 1875, p. 65. "4 Ą, Mikkola, AfslPh, 39, S. 12. "* A. Briickner, AfslPh, 20, S. 504.
Andere Forscher, die Pr. klente Ursprung, mögliches Objekt, geht auf dem richtigen Weg. Uns scheint, dass dieser preußische Kuhname aus dem entsprechenden, aber in den preußischen Sprachdenkmälern nicht aufgezeichneten Verb in der preußischen Sprache iš entstanden sein könnte, vgl. Lied. Klinken „schwer, mühsam gehen“, lat. Clenbuterol. In slawischen Sprachen der iš gleichen Wurzel Verb, z.B. Russisch. Kasikath „Klupti“, s. s.l. Knien, Worte. klėkati ,zu stolpern, zu schwanken, sich unsicher ir zu halten“ usw. " * Die entsprechenden Namen des Tieres erschienen auch unabhängig. Die Kuh ist iš von allen Haustieren durch ihren langsamen, ir schweren Gang am charakteristischsten. So haben alle drei baltischen Sprachen unterschiedliche Kuhnamen. Der älteste Name behielt die lettische Sprache. In der ir Litauischen Sprache ist der letzte Namen entsprechend lat. gūovs, verdrängt durch neuer (Lied. Kuh, pr. Curwis). Der Name der Kuh bedeutet in der preußischen Sprache „Kuh“. kdrvé, hat sich nicht durchgesetzt, wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass das Wort dieser Wurzel wurde verwendet, Die Bedeutung von „Ox“. In den baltischen Sprachen gibt es viele verschiedene Namen für Rinder, meistens für Kühe, die sich auf eine su Eigenschaft dieses Tieres beziehen, besonders viele solcher Namen finden wir in den lettischen Dialekten. Die häufigste jų Gruppe ist mit der su entsprechenden Tierfarbe verbunden. Lat. Aube „eine Kuh mit Weiß Kopf“ (EH, I, 183), plg. Jahre. Aube ,,Haube* <vok. Haube. Lat. Ballen ,,Name einer weissen Kuh“ (EH, I, 200), plg. Jahre. Stimmen ,,blass, bleich“. Lat. Weißschwanz ,,Name einer Kuh mit Weiß Schwanz“ (EH, I, 201) <weißer + Schwanz „Schwanz“. Lat. Baltkaja ,,Name einer Kuh mit weißem Beinen®, weißes Leder (EH, I, 202) <weiß+Knüppel „Kopf“. Lat. Weißschwanz „ein Kuhname“, baltsanite (EH, I, 202) <weiß+schwarz „Schon“. Lat. bėnga ,,Name einer geūpfelten Kuh“ (EH, I, 212), plg. Jahre. Befigulis „(wenn Kosename) ein Kind“ ? Lat. Preiselbeeren ,,Name einer rotbraunen Kuh“ (EH, I, 246), plg. Jahre. Heidelbeere „die Strickbeere, Preiselbeere (Vaccinium vitis Idee); Wegen ihrer roten Farbe vielfach mit rotwangigen Madchen verglichen“. Lat. Brunala „eine braune Kuh“, brinaja, brūnale, brūnuja, brūnava, briine, bruiice (EM, 1, 341; EH, I, 245, 246), Hexen - Das ist richtig. Bezeichnung fiir eine braune Kuh“ (EH, I, 245), plg. Jahre. Briins ,,braun® < vid. Vok. Jam. braun". Lat. Ciélava ,,Kuhname; eine Kuh mit Weiß Kopf“ (EH, I, 277), plg. Kalb „die Bachstücke“. : Lat. Pflaumen ,,eine weisskopfige Kuh“ (EM, I, 392), plg. Jahre. Zirule „die Lerche®, chirurgischer Kopf ,,grosse Schneeflocken® (EM, I, 392). Lat. Drissel „ein Kuhname (die Streifenkäfer ?)“ (EH, I, 335), plg. Jahre. Drizen „ein Strahl, driksnains ,,strahlig, geschrammt®“. Wenn der Name dieser Kuh bedeutet, ne "gestreift", es könnte in jį Verbindung gebracht werden ir su Jahre. Drizs „schnell“, vgl. Jahre. Drizuli „frühreife Früchte“. "5 M. In: Vasmer, Et. Wb., I, p. 576. “e J. Sehwers, Sprachlich-kulturelle Beziehungen Untersuchungen, p. 4. 7 J, Sehwers, das gleiche, p. 19. 138
Lat. Dukala ,,Name einer schwarzbraunen Kuh“, dükalę, dikaja, dükana, dükana, düce „eine dunkelbraune Kuh mit schwarzem Kopf; Name einer grauen Kuh“ (EM, I, 523; EH, I, 345, 346), plg. Jahre. Dukan „graubraun“. Lat. Rauch „eine dunkel-, schwarzbraune Kuh, eine rote Kuh mit braunem Kopf“, dumala „eine dunkelbraune Kuh, Räucherkuh (EM, I, 514, 527, 528; EH, I, 347, 348), plg. Jahre. „rauchfarbig, dunkelgrau®. Kat. Gulben „Name einer weissen Kuh® (EH, I, 416), Schwan (EM, I, 676), plg. Jahre. Schildkröte Schwan. Lat. Irbe ,,Name einer fein gesprenkelten Kuh“ (EH, I, 431), plg. Jahre. 100 mg/mL ,,Feldhuhn®, Lat. Streifen „eine weisse Kuh, deren Vorderund Hinterteil dunkel ist“ (EH, I, 571), plg. Jahre. Juéslains,,gestreift“, judslene „ein Schwein mit einem giirtelartigen Streifen um die Mitte“ (EM, II, 127). ; Lat. Korneal ,,Name einer (dunkel)rot Kuh; Name einer Kuh, krüonale, krüonaja (EM, 11, 295: EH, I, 664), plg. Jahre. Krebs ,,die Krone; der Kranz“ <vid. Vok. Jam. krone“. Lat. Kristall ,,Name einer Kuh“, krustala (EM, II, EH, 288; I, 660), plg. Jahre. Kreuz „das Kreuz. Lat. Watala ,.eine Kuh mit Weiß Riickenstreifen, Gitarre (EM, II, EH, 393; I, 709), plg. Jahre. Kitain ,,streifig (vomVieh)“ < ist. Kiiiit ,,streif ig; Vieh mit weißem Riickenstreifen® (2. Aufl., Bd. 393). Lauce „eine Kuh mit einer Blisse®, luca, lauka, laukala, laukala, laukaZa, laiicika (EM, II, 425, 426; EH, I, 722), plg. Jahre. Feld „„blassig“. Lat. Mantalen ,,Name einer schwarzen Kuh“ (EH, I, 782), plg. Jahre. Maiidala ,,Name einer Kuh, die am Montage gefallen ist“ (?). Lat. Maralina „Name einer Kuh“ (...was bei raiba raibalina, — was rot maralina...), marala — (EM, II, EH, 583; I, 792), plg. Jahre. Marani Rot Kraut, damit man rot farbet“ (EH, I, 792). Lat. Brust ,eine schwarze Kuh“, melne, mellika, melluza, mellene (EM, II, EH, 596: I, 798), plg. Jahre. Schwarz „schwarz“. Lat. Mäuse ,,Name einer weisskopfigen Kuh“, micka EH, I, 811), plg. Jahre. Mäuse „eine Weibermiitze, Haube; eine In: Mickiewicz. „Mickiewicz. Jam. Mittse. Lat. Mugrina ,,Name einer Kuh mit unterschiedlichfarbigem Rūcken“ (2. Auflage, 661), Bd. Rücken „der Riicken®. Lat. Schwarzkopf-Schwalbe „eine. Kuh mit schwarzen Augen Lippen; Dunkelköar pfige Gänse, Mustala, Blaugänse ar „eine schwarze Kuh“ (EM, II, 672; EH, I, 835), plg. lat. mustis „ein schwarzer Hund“ <est. „Schwarz“, lyv. Schwarz. Die Form der Blaubeere stammt aus Estland. Blaubeere (EH, I, 835). Lat. nakča, „Name einer schwarzen Kuh“, naktala (EH, II, 3), plg. Lat. Nacht „die Nacht. Lat. palne,,Name fir aschgraue Kiihe* (EH, II, 152), plg. lat. pëlni „die Asche®, palss „fahl“ (7). Lat. palse,,Name einer falben Kuh* (EH, II, 152), plg. In: palss „fahl“. Lat. planke,.eine weisse Kuh mit schwarzen od. mit roten Vorderund Hinterteilen; Eine schwarzbunte Kuh od. eine schwarze Kuh mit weisser Leistengegend; eine "8 J. Sehwers, ten pat, S. 59. 139
Die Kuh ist verrückt. eine weisskopfige Kuh“ (EH, II, 283), plg. Lateinisch plaiiks „bunt“ (EM, III, 319), plankene „ein buntes Tuch“ (EH, II, 283). Lat. punika,,Name einer braunen Kuh“ <est. punik,,rote Kuh“ (EM, III, 413). Lat. raibe „eine bunte Kuh", raibala, raibaja, raibaja, raibaja, raibala, raibuja, raibuja, raibule, raibulite, raibelite, raibalite, raibele, raibene, raibale, raibuolina, reibulite (EM, 1H, 467, 468, 505; EH, II, 350), plg. lat. raibs,,bunt, fleckig, scheckig*®. Auch das lateinische raicka,,eine bunte Kuh*, rai¢a (EM, III, 469; EH, II, 351) ist wahrscheinlich mit den gerade erwähnten Namen in Verbindung zu bringen. Lat. raine „ein Kuhname* (EH, II, 351), plg. lat. reins,,bunt, gestreift®. Lat. salnika,.eine eisschimmelfarbige Kuh“ (EM, III, 675), plg. lat. salns,,schimmelfarbig®. Lat. saritala,,Name einer schwarzen Kuh", santene,,Name einer Kuh* (EH, II, 433-4), plg. Hrsg.: Die Samtgemeinde. Lat. sake, „der Name für eine (rote, braune) Kuh“, safke, safkene,,Name einer roten Kuh®, sarkane, sarkala, sarce „eine braune Kuh* (EM, III, 722; EH, II, 441, 443), plg. Lat. sarks,,etwas rotlich®. Lat. sartala „ein Kuhname*, sdrtala, sartite,Name einer roten Kuh* (EM, III, 807; EH, II, 473), plg. In: rot.de. Lat. safmule, „eine graue Kuh“ (EH, II, 444), plg. S. 10. „Der Reif“. Lat. sémaje,.eine hellgraue Kuh* (EH, II, 481), plg. lat. *séms,.hellgrau mit schwarzen Flecken®. 1999, S. 486, 487, 488, 489, 490, 491, 492, 493, 494, 495, 496, 497, 498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505, 506, 507, 508, 509, 510, 511, 512, 513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522, 523, 524, 525, 526, 527, 528, 529, 530, 531, 532, 533, 533, 534, 535, 536, 537, 538, 539, 540, 541, 542, 543, 544, 545, 546, 547, 548, 549, 550. S. 100. „Grau“. Lat. sifsnina,,- Name einer Kuh mit einem herzférmigen Fleck auf der Stirn“ (2. Auflage, 1989, Bd. S. 10. „Das Herz“. Schwarze Kuh, Schwarze Kuh, Schwarze Kuh. lat. skudre „die Ameise“TM, Lat. slauna,,Name einer schwarzen Kuh; gescheckte Kuh; eine schmutzige Kuh; Eine Kuh mit rotweißen od. schwarzweissen Seiten“, slgune,,eine Kuh mit weissem Bauch; eine schwarze Kuh mit weissem Bauch; eine Kuh mit weißen Seiten; Slatina, „gescheckte Kuh“, slaiinene „ein Kuhname“, slaunike, slaunuza, slaiinis „eine Kuh mit buntem Bauch und bunten Seiten“, slaure, „eine gefleckte Kuh“, šlaune, „eine an Hiiften od. Schenkeln bunte Kuh*, §/aune (EM, III, 919, 220; 1V, 67; EH, II, 521, 522), plg. lat. slauns,,an Hiiften od. Schenkeln bunt, scheckicht®, §jauns. Lat. sniédze,,Name einer weissen Kuh“ (EM, III, 977), plg. In: Schnee. Lat. spidaja, „Name einer Kuh mit glinzendem Fell“, spidala „ein Kuhname* (EM, III, 1000; EH, II, 552), plg. In: Spidét,,glinzen®. Lat. stripaja,,- Name einer gestreiften Kuh* (EM, III, 1092), plg. lat. stripa „der Streifen®. " Die Ameise wird auch in verschiedenen lettischen Aberglauben mit der Kuh in Verbindung gebracht, vgl. : „Eine selbst ist mir gefallen, Das ist skudriti namu liku, Lai telites vairojas Ka skudrites pūlitė“ (LD, 28960). „Die Kühe werden dreimal um den Ameisenhaufen gezogen, bevor er zum Verkauf auf den Markt gebracht wird, in der Hoffnung, dass dann viele Käufer wie Ameisen da sein werden“ (J. Aliindns, Mijas Viesis; 1857, 270) ist u.a., vgl. P. Smiths, Glaubensvorstellungen des lettischen Volkes, S. 551. 140
Lat. Schachtelhalm ,,Name fiir eine Kuh, deren Riicken sich der in Farbe vom iibrigen Korper unterscheidet” (2. Auflage, 641), Bd. Jahre. Scheiße ,,rasieren® (?). Lat. Dreier ,,Name einer Kuh, die eine Blisse (trese) hat“ (I, II, III, IV, V, VI, VII). 231), Jahre. Dreier „die Blut“. Lat. Tümšsafke „die Dunkelrote (von einer Kuh gesagt)“ (1. Aufl., Bd. 263), Jahre. Dunkelschwarz ,,dunkelrot®. Lat. Ubele ,.eine graue Kuh“ (I, II, III, IV, V, VI, VII). 403), Jahre. Ubels ,,dunkelgrau*. Lat. Udgra , Name einer schwarzen Kuh“ (2. Auflage, 743), Bd. Jahre. Kohle „die Kohle“ (2. Auflage). Lat. Vabule ,,Name einer schwarzen Kuh; Name einer braunen Kuh, Käfer, Köder , Name einer schwarzen Kuh“ (I, II, III, IV, V, VI, VII, 428; VIII, IX). 746), Jahre. Vabule „der In: lat. : weiß „ein weisser 8“ zu < finden. Walgu (1. Aufl., Bd. 455). Zale ,.eine rotbraune Kuh“ (I, II, III, IV, V, VI, VII, 684: VIII, IX). 800), Jahre. Salz ,,rotlich gelb“. Lat. Zeltere „?“ (Gosninas — ein Zauber, ein anderer Zauber) (I, II, III, IV, V, VI, VII). 705), Jahre. Grüner ,, Dackel Gold“ „ein Strauch mit gelber Blitze“. Lat. Ziédala ,,Name einer bunten Kuh“, ziédala, ziedala, ziédele, ziéca, ziédaine, ziéduone (EM, IV, 737, 738; EH, II, 810, 811), plg. Jahre. Ziéds „die Bliite, Blume“. Lat. Tage ,, Kuhname®, Zilene „eine blaue Kuh®, ziluZa eine Grabstätte (?) Kuh* (EM, IV, 719, 721; II, Bd. 806), Jahre. Blau „blau“. Lat. Zimala ,,eine Kuh mit einem Zeichen (auf den Stirn)“, zimala, zimala, zimala, zimaja, zimaja, zimaja, zimala, zimele, zimule, zimula, zimalite, zimale, ziemala (EM, IV, 734, 735, 736, 742; II, Bd. 810), Jahre. Winter „das Zeichen““ Die Form ziemala kann einen ir anderen Ursprung haben, z.B. Jahre. Erde „der Winter“. Lat. Stern „eine Kuh mit einem weißen Stern Mal auf der Suche Stirn®, Stern, Sternchen (EM, 1V, EH, II, 761; 813, 814), plg. Jahre. Stern „der Stern“. In der lettischen Sprache sind weit verbreitete Kuhnamen, die aus der iš Kuh Geburtstag.- Tag im ar Allgemeinen Zeitraum Name®! stammen. Namen dieser Herkunft sind der litauischen Sprache fremd. In slawischjų en Sprachen kommt es vor, plg. Russisch. 1999: Die Brücke, Die Brücke, Die Brücke, Die Brücke, Die Brücke. Pfütze. pdrizela®, werden aber viel seltener verwendet als ähnliche lettische Kuhnamen. Lat. Cetal ,,Name einer Kuh, die am Donnerstag gefallen ist“, cetalina, cetala, cetuja, ceture, ceturtale, cetuža, cekula ,,Bezeichnung einer Kuh, die am Donnerstag gefallen ist, od. die ein Zeichen an der Zeit Stirnhut- “, cekuja, cekule, cekata, deka ,,eine Kuh, die am Donnerstag geboren ist“ (EM, I, 368, 376, 409: EH, I, 262, 267), plg. Jahre. Viertes „der vierte“, cetuftdiena „der Donnerstag. Lat. Dienaja ,,eine Kuh, die am Tage gefallen ist“ (EM, I, 483), plg. Jahre. Tag „der Tag“. Lat. launadzite eine Kuh, die die um Zeit des launags geboren ist“ (EH, L, 723), plg. Jahre. Teenags „die Mittagszeit“, laiinadzite „das Midchen, das die um Zeit des laiinags geboren ist“. Lat. Maridala ,,Name einer Kuh, die am Montage gefallen ist“, maridala, maficka, mandza, maficka, maiidža (EM, 11, 560; EH, I, 782, 783), plg. Vok. der Montag. *0 P. Der Glaube der Deutschen p. 550. “1 P. Smith, dasselbe. *2 0. H. Tpy6Gaues, Ilpoucxoxjeuue..., S. 46. 141
Nach dem Ochsen kommt ein weiteres Tier, das Pferd. Aus dieser Zeit stammt auch das Sprichwort „Der Streit zwischen Pferd und Ochse, in dem sie sich über die Überlegenheit ihrer Rasse streiten“ („Der Streit zwischen Pferd und Ochse, in dem sie sich über die Überlegenheit ihrer Rasse streiten“). Die alten Ägypter lernten die Pferde wahrscheinlich erst durch die Invasion der asiatischen Stämme der Hyksos kennen. Die Hyksos hatten bereits Kampfwagen im Einsatz. Die Hyksos drangen am Ende des Mittelreichs und zu Beginn des Neuen Reiches im 18. und 16. Jahrhundert v. Chr. in Ägypten ein. Die Chroniken der Feldzüge des Pharaos Thutmose III. (1525–1491 v. Chr.) nach Syrien erwähnen neben „lebenden Gefangenen“, Kriegswagen, Gold und Silber auch Pferde als weitere Kriegsbeute. Die Pferdezucht war für die Hethiter von besonderer Bedeutung. Die Pferde werden in einer der ältesten hethitischen Aufzeichnungen, der Aufzeichnung des Königs Anita, erwähnt. In den Gesetzen der Hetiten aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. heißt es, dass der Diebstahl eines Stachelhorns, eines Pferdes oder eines Widders mit einer Strafe bestraft wird, die fünfzehnmal höher ist als der Wert des gestohlenen Tieres. Auch im alten Indien spielte das Pferd eine wichtige Rolle. Dort wurde es vor allem für militärische Zwecke verwendet: Knick-Omas in Kriegswagen. Bei Volksfesten wurden Pferderennen vorbereitet." In Homers Gedichten beschäftigen sich einige Helden – Könige mit besonderem Vergnügen mit der Zucht von Pferden. Homer fügt diesen Königen oft das Epitheton "reiche Pferde", "Pferdezüchter" hinzu. Die Pferdezucht spiegelt sich auch in der griechischen bildenden Kunst wider? !4, Später, als das Pferd zum reitenden Kampfpferd wurde, entstand in verschiedenen Ländern der Brauch, den Reiter zusammen mit dem Pferd zu begraben. Auch Pferde werden den Göttern bei verschiedenen Festen geopfert. Ein solcher Brauch ist charakteristisch für die alten Inder, Iraner, " Griechen, Slawen, Germanen, Römer®. In der vergleichsweise jüngeren Vergangenheit, wie wir später sehen werden, wurden Pferde auch in baltischen Ländern geopfert. Sowohl archäologische als auch verschiedene schriftliche Quellen geben interessantes Wissen über die Zucht von Pferden in slawischen Ländern. Unter den Fossilien, die auf das 6. Jahrhundert n. Chr. datiert werden, werden auf polnischem Gebiet* Pentinen gefunden. Der arabische Reisende Ibrahim Ibn-Jakob schreibt, dass im 10. Jahrhundert in Prag hervorragende Reitkleidung hergestellt wurde. Über die Pferdezucht in Russland bis ins 10. Jahrhundert fehlen genauere Kenntnisse. Zum Beispiel geben einige arabische und byzantinische Quellen an, dass es in Russland wenig Pferde gibt, dass nur Fürsten dort Pferde haben. Aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts gibt es jedoch bereits zuverlässige Daten. In den slawischen Ländern wurden Pferde zu dieser Zeit sogar für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt- !*. 8 V. I. Avdiyev, ibid., S. 102. 9 H. Ranke, Haustier,—- M. Ebert, Reallexi kon der Vorgeschichte, V, p. 220; M. Hilzheimer, Haustier, —ten pat, V, p. 220; C. Keller, Die Abstammung der édltesten Haustiere, p. 89. 10 V. I. Avdiyev, Geschichte des alten Orients, S. 225. 11 V, I. Avdijevas, ibid., S. 310–311. 12 C, Keller, Die Abstammung der letzten Haustiere, S. 90. 12 V. I. Avdiyev, Geschichte des alten Orients, S. 544. 14 C. Keller, Die Abstammung der iltesten Haustiere, S. 89; V. S. Sergejevas, Senovės Graikijos istorija, Vilnius, 1955, S. 104–105. 15 O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, I, S. 172, 175; V. I. Avdijevs, Geschichte des alten Orients, S. 544. 16 W. Hensel, Die Slawen im frühen Mittelalter, S. 81—85; JI. Hujiepjie, Chiansitickne JpeBHOCTH, S. 319. 148
“ Auf dem Gebiet von Litauen wurden neben anderen Haustierknochen Pferdeknochen in einer bronzezeitlichen Siedlung bei Palanga! ". Geldstrafe (Großherzoglich Preußisch.) Die runden Messingplatten, die im Schatz gefunden wurden, sind nach Ansicht der Archäologen ein Schlittenschmuck. Diese Tatsache würde darauf hindeuten, dass zu dieser Zeit die Pferde In Litauen wurden nur für ne Fleisch, aber für das ir Reiten®s, I—1V gezüchtet m. e. In Fossilien aus dem 19. Jahrhundert werden Pferdeknochen häufig neben Knochen anderer Haustiere gefunden. Es ist wahr, dass sie im Vergleich su zu den Knochen anderer Haustiere einen relativ geringen Prozentsatz ausmachen: 2,594, Auf dem Burghügel von Migoniai (Kaiserslautern) 3%, Dovainoniy auf dem Hügel 18,8%. Bei den alten Balten war es ein weit verbreiteter Brauch, das Pferd mit dem verstorbenen Besitzer su zu begraben. jo Auf litauischem Gebiet gibt es viele Gräber, wo neben dem Reiter die Überreste eines verbrannten, ir unverbrannten Pferdes ar und Kleidungsstücke jo gefunden wurden? ?. P. Dusburg, der den preußischen Glauben beschreibt, weist darauf hin, dass die ir Litauer des jų anderen Stammes das erwähnte Opfer unvermittelt nach ihren Riten an irgendeinem heiligen Ort verbrannten, aber die Pferde vor der Verbrennung so von den Beinen trieben, dass sie kaum stehen konnten. 1249 m. Im Vertrag von Christburg ist festgelegt, dass Preußen verspricht, die Toten nicht zu ir verbrennen, um sie nicht zu begraben jų su Pferde. Hermanas Wartberg schreibt, dass Fürst von Litauen Algirdas wurde feierlich von su 18 Kriegspferden verbrannt. Vygandas Der Marburger spricht über Verbrennung von Kęstutis su mit Pferden, Kleidung, Waffen, Jagdhunden usw. ? 1 mit Begräbnissen ir verbundene Su Reiterkämpfe in der baltischen Landschaft über 887— 901 m. Beschreibt der Reisende Vulfstanas??. Hatten die vom Deutschen Orden unterworfenen Latgalen, Kurier regelmäßige Steuern „von jedem Pflug“ oder „von jedem Pferd, das die Egge zieht“ zu zahlen?*. Indoeuropäer hatten einen gemeinsamen Namen für Pferde. In einigen Sprachen ist dieser Name erhalten geblieben, in anderen nur noch Spuren davon, in wieder anderen gar keine Spuren mehr. Im Allgemeinen in verschiedenen Ideen. Es gibt eine große Anzahl neuer, oft sprachspezifischer Namen für dieses Tier. Das gilt auch für Sprachen, die das alte Ide behalten haben. Namen. Diese Änderung der Namen der Pferde hängt meist mit der Änderung der Funktionen des Pferdes als menschlicher Helfer zusammen. Das sind die alten Iden. Namen von Pferden, die in *ekuo-s umgewandelt werden können: skr. Aschwah, av. aspa-, sen. pers. asa-, oset. ydfs (mit dem Suffix y-), griech. immo, lat. eguus; Sen. Isl. Ior, sen. angl. eoh, sen. air. Ach, Mädchen. 17 P. Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, Lietuvos archeologijos bruožai, S. 109—110; P. Kulikauskas, Lietuvos TSR MA Darbai, S. A, 2(7), S. 33—4l. 18 P Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, Merkmale der litauischen Archäologie,. S. 110. 19 Ebd., S. 252-253; K. Paaver und P. Kulikauskas, Acta Baltico-Slavica, 2, S. 271 — 272. 20 P. Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, ibid., S. 394 bis 400; J. Jaskanis, Acta Baltico-Slavica, 4, S. 29 bis 65. ** P Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, Merkmale der litauischen Archäologie, p. 400. ** Litauen Quellen der Geschichte der UdSSR, I, p. 22—23. * Lettland PSR 1998, S. 10. I, p. 42. 149
„Ja. In: VNS. Alif Lam Mim. - Ja, bitte. B yakwe (wie osset. mit dem Zusatz y-), lit. aswa „Hündin“- ??. H. Pedersen versuchte mit den genannten Pferdenamen auch arm zu verbinden. 100 mg/ 12, 5 mg/ 25 mg/ 50 mg Alif Lam Mim. išoy ‚,asilas‘- “**,: Het. Aswa „Pferd“ ist wahrscheinlich eine Entlehnung aus dem indo-iranischen Ciy®®. Das geht. Der Name des Pferdes wurde sowohl für „Pferd“ als auch für „Stute“ verwendet. Skr. dsva „Rudel“, lat. egua, lit. asva neben dem allgemeinen Namen des Pferdes, wie es scheint, wie A. Mejė richtig bemerkt, in all diesen Sprachen unabhängig entstanden ist?". Wie wir aus den gegebenen Beispielen sehen, dieses Ide. Der Name des Pferdes existiert nicht in slawischen Sprachen. Bestimmte Ideen. *einige Spuren sind in der slawischen Hydronymie zu erkennen, z.B. OcBa, OcBen, OcBes, OcBuna, OcBuna, OceBka, OcoBa, OcoBka. Diese Ortsnamen sind jedoch wahrscheinlich Baltismen*?. Das geht. Der Grund für das Verschwinden des Pferdenamens in slawischen Sprachen kann zweifach interpretiert werden. Erstens könnte hier die Tatsache beeinflusst haben, dass die Slawen mit den Hauspferden etwas später bekannt wurden als ihre Nachbarn. Die Terminologie der Nachbarn, die eine intensivere Pferdezucht betrieben, könnte die slawische verdrängt haben. Zweitens, die alte Idee. Das Verschwinden des Pferdenamens in den slawischen Sprachen kann auch mit linguistischen Fakten erklärt werden. Er kommt. *ekuos, als allgemeiner Name für Pferde, passte nicht zu anderen slawischen Tierhaltungsbegriffen, die sich auf die Geschlechtsdifferenz® beziehen. Er kommt. *obwohl es in keiner baltischen Sprache in seiner ursprünglichen Bedeutung für ein Pferd im Allgemeinen aufgezeichnet ist. Die Form ašva für „Kumel“ findet sich im Wörterbuch von K. Širvydas, aber in allen seinen Ausgaben wird dieses Wort nach dem Wort kumelė gegeben: Klažd equa, kumetel||- aBwa (I. Aufl., 54; III. Aufl., 104, 109; V. Aufl., 91, 95)??. Das Wort asva wird auch von P. Ruigi und Chr. In: Wörterbuch der Milchwirtschaft. In den folgenden Wörterbüchern werden die Bedeutungen der Wörter Aschwa 1,12)3!. und Stute unterschieden: ABwa, wos, f. eine Stutte groBer Art (P. Ruhig, Lex., I, 8; Chr. G. Mielcke, Wb., Kummélé, 134). ės, f. eine. Stutte (P. Ruhig, Lex., I, 70; Chr. G. Mielcke, Wb., I, Gestiitt, ABwos weislinnés, Weislei (P. Ruhig, II, Lex., 174; Chr. G. 231). Mielcke, Whb., II, Stutte, gemeine, Kummélé, és, f. ? *4 J. Pokorny, et al. Wb., S. 301; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 20. *š H. Pedersen, KZ, 50, S. 311. 28 M. Mayrhofer, Et. Wb., I, p. 62; H. Kronasser, Vergleichende Lautund Formenlehre des Hethitischen, p. 229. #7 A. Meillet, Einführung in die indoeuropäische Sprachwissenschaft, S. 239-240; BSL, 29, LXIV. * K. Būga, Rinktiniai raštai, I, S. 500; III, S. 536; B. H. Tonopos, O. H. Tpy6aues, Litauische Sprachwissenschaftliche Fragen, 4, S. 197; vgl. u.a. J. Rozwadowski, Studia nad nazwami wod slavianskich, Krakau, 1948, S. 176–177; M. Rudnicki,! Lingua Posnaniensis, 1, S. 268 —269; J. Endzelin, ZfsiPh, 11, S. 119. 29 O. H. Tpy6aues, Ilponcxoxjenne..., S. 51. % Dictionarium trium lingvarum... Constantino Szyrwid.- .. Fünfte Ausgabe... Vilnae, 1713 (1629, 1632, 1634, 1636, 1639, 1642, 1644) Die 16. #1 Ph. Ruhig, Littauisch- -Deutsches und Deutsch-Litauisches Lexikon, Königsberg, 1747. G. Mielcke, Littauisch- -deutsches und Deutsch-littauisches Worter-Buch, Konigsberg, 1800. 150
Stutte, groBe, ABwa, wos f. (P.) Ruhig, Lex., II, Chr. 346; G. Mielcke, Wb., II, 463). F. Der Ursprung des iš Wortes ist nicht mehr bekannt. Er schreibt: "Stute, sterben, Stute, grosse S., nach Mielcke, aBwa (sonst unbekannt)“ (F.) Kurschat, Wb., II, [aszwa, Subst. 217)%, f. eine Stute grisserer Art, bei M. (=Mielcke A. S.) u. Bd. (=Brodowski A. S.) Jetzt gar nicht mehr gebr. Davon abzuleiten aButai, aButinis s. d.] (F.) Die Denkmäler 24)33, der litauischen Sprache zeigen also den Prozess des Verschwindens dieses Wortes: iš zunächst wird ašva neben dem Wort kumėlė mit einer gewissen be Bedeutungsdifferenz verwendet, dann erhält asva eine spezielle Bedeutung und verschwindet ir schließlich ganz. Wahr, das Wort Ashva Die Bedeutung „Kumele“ kommt ir manchmal in späteren Schriftdenkmälern vor, A. zum Beispiel in der Poesie von Jakštas**, aber hier ist es in alten iš Schriften, o ne iš Lebende Sprachen. Solche Fakten der Verwendung des Wortes asva haben einigen Linguisten den falschen Eindruck vermittelt, dass in der heutigen litauischen Sprache die Form ašva anstelle der alten Schriftform esva®s verwendet wird. Die Form der Kante wird nur erkannt J. In Bretkūns Schriften: "Wie Hengste alle Esche schlagen" (LKZd., II, Beurteilung 844). des Satzes, iš verwendet ji „Hündin“ im Sinne be eines Unterschieds in der Art. Andere Ideen. Die Namen der Pferde dieser Wurzel in den Sprachen zeigen, dass die ältere Form eine Esche ist. Aber man kann nicht kategorisch behaupten, dass J. Bretkūno ešva ist ein direktes ide, *ekua Erbe, da die Form sekundärši er Herkunft sein kann, ir die neben der Form ašva entstanden ist, wie esis ašis, ežeras ūžeras, : ešerys ašerys, : aštuoni aštuni® : usw. : ir In den Dialekten von Žemaitija (Alsėdžiai, Kvėdarna, Luokė, Rietavas) in der Bedeutung eines Arbeitspferdes wird das Wort ašvienis verwendet (kommt in ir Form von Schuppen, LKZd., I, 283). Es ist wahrscheinlich ein früheres Adjektiv, Suffix su -eina gemachte iš Formen von Asva oder *Aschvas, plg. Bulbiénis „Kartoffelstamm“, Raps „Rübenblatt“, Gerste „Gerste“ ir usw. " Ähnliche Herkunft wird wahrscheinlich sein, ir S. B. In der chinesischen Übersetzung des ma Buches — wird der Begriff „Zhang“ verwendet. Gal. Aschwin „klaczę“ 418453 3. Litauisch. In der Presse wurde versucht, das Wort asvienis zu verwenden Die Bedeutung von „Asil“, z.B. ;5++ Umging die magische Klinge (asilą)“ (Der 1902 Bauer, m., Nr. 10, p. 30). Der alte Name des Pferdes, ide, hat Spuren in der litauischen Ortsnamenkunde ir hinterlassen, z.B. Wassernamen Aschwa, Aschwija, Asviné®, Ortsnamen "Aufbruch, Aufbruch". : Su Lied. Mit asva sind ir einige andere litauische Wörter verbunden. F. Wie wir gesehen haben, ist su Kuršaitis mit asva verbunden. Asche „Bitterhaar aus ar Pferdeschwanz“. Solche Ab- *2 F,Kurschat, Deutsch-litauisches Wörterbuch Worterbuch, I—1II, Halle, 1870— 1874. * F. Kurschat, Littauisch-deutsches Worterbuch, Halle, 1883. ¥ LKZd., I, S. 283. 3% M. Mayrhofer, et al. Wb., I, S. 62. % Z. ZinkeviCius, Lietuvių dialektologija, Vilnius, 1966, S. 121-124; W. R. Schmalstieg, Institut Orientale di Napoli, Annali, sezione Linguistica, VII, S. 53-59. Pr. Skardžius, Lietuvių kalbos žodžių daryba, S. 13, 289; J. Otrgbski, Gramatyka jezyka litewskiego, II, S. 13, 289 p. 213. % Cz Kudzinowski, Litauer Bibel Chylinski, III, Poznan, 1964, S. 10. ** Verzeichnis der Flüsse und Seen der Litauischen SSR, S. 9. Die Verwaltungsgliederung der Litauischen SSR, S. 623. 151
Meinungen über liet. Ursprungsbestandteile ir F. In: Spetsnaz. Aber lieber. In der jüngeren Vergangenheit haben viele Sprachwissu senschaftler den Begriff mit dem alten Ägypten in Verbindung gebracht. sl. 05519 „dagys“, russisch. Ocor kt., ir ide. iš *ak-* „scharf“*2, Bis jetzt ist es ir schwierig, ir die eine oder andere Etymologie sowohl zu leugnen als ir auch zu bestätigen. Mögliche Sache, die alte su Idee. Der Name des Pferdes ir ist mit lit. Schneidwerkzeug „Ribes rubrum; „Rote Johannisbeere“, asvékle, ašvoklé, ašvokšlė, vosoklė, vasokslé. K. So erklärt er es. Der Ursprung von asvdklis stützte sich auf semantische Parallelen: avis : Himbeere, deutsch. Bockshornklee „Johannisbeeren (schwarz)“: Bock „Ziege“*?. Zu diesen Parallelen kann noch hinzugefügt werden: Rofbeere, Perdsbier, o auch get. Atemstunde „Stacheln“ (Glaube, jog got. Die erste Komponente von aihvatundi ist ide. *Equal- „Pferd“)?4, in der lettischen Sprache ist diese Ide. Der Name des Pferdes ist nicht erhalten. Aber es ir gibt einige Spuren davon, jo z.B. Ortsnamen Asva, Asvenieks, Aswing, der Name des Sees Asva**. Su Mit geringer Wahrscheinlichkeit kann man annehmen, su dass dieser Pferdename mit dem lateinischir en Namen verbunden ist. Asche „Schwanz“, Schwanz „Schwanz“. Ziemlich leuchtende alte Idee. Der Name des Pferdes stammt aus dem Preußischen. Ein Wort im Elbinger Wörterbuch Aswinan Kobilmilch (694 Wort)*? *. Fr. aswinan wahrschesu inlich Suffix -inpadaryiš tas pr. *asva „Hündin“. Fr. aswinan, offensichtlich als Adjektiv neben dem Wort dadan verwendet werden sollte „Milch“. Taigi aswinan dadan — „Stute Milch“, vgl. 100 mg/m2 Ructandadan Sauermilch (= Sauermilch („Saure Milch“) (690 Elbing Wörterbuch - Wort). Über die Bedeutung der Stutenmilch unter den Preußen sprechen verschiedene historische Dokumente. Su Mit diesem Pferdenamen sollten einige preußische Ortsnamen in ir Verbindung gebracht werden, z.B. Asswaylen, Asswene, Assuenus, Asswin, Eswiten“". Im Elbinger Wörterbuch finden wir ein weiteres Wort, das ebenfalls mit dem fraglichen Pferdenamen in Verbindung gebracht su wird. — Arwaykis Volle (434 Wort) (Volle „Ad. i. ein junges Pferd mūnnlichen Geschlechts). Šį Wort einige Forscher verbinden Rus. su opb „Pferd“ (arwaykis<ar- „Pferd“ +waykis „Kind“). Versuchte arwaykis eine iš Form zu machen ir *aswawaykis. Aber vielleicht die akzeptabelste ist A. Becenbergers Korrektur: er arwaykis korrigieį rt aswaytis. Ich neige dazu, diesen Änderungsantrag zu unterstützen. ir R. Trautman. In: Fr. arwaykis hätte stammen iš *asva+aitis, plg. Lied. POvilas : Povilaitis, brolis : brélaitis ,broliukas®, kiadlé : kiauldité ir usw. Sie wissen, ir A. Becenbergers Interpretation ist zweifelhaft, insbesondere das Hindernis to r Entstehung an s Ort und Stelle*S. Wie wir sehen, die alte Idee. Der Prozess des Verschwindens des Pferdenamens, der in den baltischen Sprachen schon vor langer Zeit begonnen hat, läuft in der litauischen ir Sprache, man könnte sagen, noch immer. Ein ähnlicher Prozess des Verfalls dieses Namens fand in vielen Iden statt. « Sprachen: alte Arch- * F. Specht, Der Ursprung der indogermanischen Sprachen Deklination, p. 36. * E. In: Fraenkel, Et. Wb., Bd. 18—19; M. In: Vasmer, Et. Wb., IT, p. 285; J. In: Pokorny, Et. Wb, p. 19. * K. Būga, Rinktiniai raštai, II, p. 20; Z. Litauische Dialektologie p. 189. ** E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 19; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 301. * J. Endzelins, Lettland Ortsnamen der PSR, I, 1, p. 45; J. Endzelin, ZfslPh, 11, p. 119. ** R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiiler, p. 92, 305; Denkmäler der preußischen Sprache, p. 73. ** G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 12, 34; K. Buch 1, Kapitel 3 p. 536; J. Endelin, Altpreußisch p. 145—146. ji ** R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 88, 302; J. Endzelins, die altpreußische p. 144, 152
Sprache, wurde von verschiedenen Neudarstellern ar verdrängt. In slawischen Sprachen hat dieser Name, wie wir erwähnt nė haben, keine Spuren hinterlassen. In der deutschen Sprache ist der Begriff nur in der Vergangenheit verwendet worden. Englisch, sen. Isländisch ir iš Teil der gotischen Sprache. Hier steigt : der Alte auf. Vok. Höhe. (h)ros, vok. In: Rof, engl. Pferd, sen. Isl. Pferde ir und andere, su siejami ide. *(s)ker- „tanzen“- **, dt. Pferd. Lot. Paraverédus „Postpferd zum Dienst auf Nebenlinien“*?, Vok. Gallier, iš ursprünglich bedeutete es meist ein schlechtes Pferd5!. In der griechischen Sprache erscheint der Papst, gaplov <arabisch faris „Ritter“52, im Lateinischen verdrängt caballus das Wort eguus, das ursprünglich ein Arbeitspfear rd bedeutete, ansonsten einen schlechten Kuin*?, in den indischen Sprachen erscheint von unklarer Herkunft: skr. Verwandte Wörter für ghotah, ghotakah, pali ghotaka — „schlechtes Pferd“, Hindi Ghora „Pferd“54, Neue Namen für Pferde sind offensichtlich meistens mit der Veränderung der su Funktionen dieses Tieres entstanden: jo Verwendung zum Reiten, für landwirtschaftliche ir Arbeiten usw. Die baltischen Sprachen neben dem alten Ide. *wenn ein neuer Pferdename entstand, der nur für baltische Sprachen typisch ist. — Pferd, Pferd. zifgs, pr. Sie war krank. Die Bedeutung dieser Wörter ist in allen Sprachen etwas unterschiedlich: im Litauischen bedeutet žygis ein schönes gutes Pferd, im — Lettisch zifgs ein o Pferd im Allgemein- — en, im Preußischen sirgis ein Hengst. In der lettischen Sprache ist die Bedeutung dieses Wortes die neueste. Es kommt häufig vor, dass ein in einer Sprache verwendetes Wort einen gewissen poetischen Unterton hat, in einer anderen ein einfacher Gattungsbegriff, z.B. Arm. ji „Pferd“ „<skr. hdya, die nur erkannt wird In den ir Veden hat es einen poetischen Ne Unterton- **, ganz ar offensichtlich ist es ein Wort aus der preußischen ar Sprache, das seine ältere Bedeutung jų behalten hat, im Litauischen, obwohl im Allgemeinen beide Bedeutungen ziemlich ähnlich sind. So wird zum Beispiel auch in ir der litauischen Sprache das Pferd in einigen Dialekten (Dieveniškės, Trakai) mit der Bedeutung „Rėžilas“ verwendet. Der letzte Name des Pferdes in den baltischen Sprachen wurde wahrscheinlich in der Zeit eingeführt, als die alten baltischen Stämme begannen, Pferde in großem Umfang für Kriegszwecke zu verwenden. Diese Annahme könnte durch die Etymologie ir dieses ti baltischen Pferdenamens bestätigt werden. A. Leskynas*", R. Trautmanas®®, H. Hirtas®, V. Tomsenas®, K. Būga“! Lied. Pferd im su Regen. Zifgri, Zergti, plg. t. p. Pferd "Kreuzfohlen auf dem Dach", Pferde, Pferde ,,Zwei Bäume zum Trocknen ir von Fellen; kartes klejams, Sienis trocknen“. Die Schwachstelle dieser Etymologie ist die Semantik. Die ursprüngliche Lit. Pferd ir usw. Der Wert hätte lauten sollen ,,schnell laufend", vgl. Lied. Pferd, um — eine breite Zengi zu beschreiben. Die semantischen Parallelen zu diesem baltischen Pferdenamen wären sen. Russisch. KJocs „kumelys“, alt. Links. Kluse „Pferd“, tschechisch. Stute „Hündin“: got. Gelatine „laufen“, dt. Laufen, sen. Russisch. CKOK® Das Schießpferd. - Ja, ja, ja, ja. Skocdika „eržilas“: russisch. cKaKaTb "springen"$- o *, ja * F. Kluge, Et. Wb., p. 608; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 934. 50 F. Kluge, Et. Wb., p. 542—543, F. Kluge, Et. Wb., p. 236. 32 C.D. Buck, Dict., p. 168. 52 A. Walde, Et. Wb., I, p. 125. 8 M. Mayrhofer, Et. Wb., I, p. 361-362. ** B, Ilopunr, Ynexenne wHJ0eBponeiicKoil s3bikKOBOH obaacth, p. 239. % A. Lyberis, Kultur der Sprache, 7, p. 60. % A. Leskien, Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen, Leipzig, 1884, p. 358. ** R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 427. H. Hirt, BB, 24, p. 259. % V. Thomsen, Berührungen zwischen den finnischen und baltischen (litauisch-lettisch) Sprachen, S. 249. „ K. Būga, Rinktiniai raštai, II, S. 260. 42 O. H. Tpy6aues, Ilpoucxoxjense..., S. 55—57; V. Machek, Et. sl., S. 205. 153
Auch der bereits erwähnte Name des germanischen Pferdes —vok. In: RWTH Aachen. In: RWTH Aachen. *(s)ker-„- zu tanzen“. J. Mikola verband lit. pferd mit lat. grex „Herde, Trupp, Bande“*- *. Es gab auch Versuche, diesen baltischen Namen des Pferdes mit dem litauischen žefti, dem armenischen armen zu verbinden. jar "Pferd" * bitter "**., Aber alle diese letzten drei Fälle scheinen sehr unzuverlässig. Die erste Etymologie (Pferd: žefgti) ist akzeptabler. Uns scheint, dass lit. pjėgas, pr. sirgis, lat. zirgs, wenn man bedenkt, dass ihre ursprüngliche Bedeutung auch „Hengst“ sein könnte, wie es pr. sirgis zeigt, außerdem könnte man versuchen, sie mit alt. isl. zu verbinden. gradr „nicht kastriert“, gradungr „Zuchtstier, Bulle“, griedjungr- “. Das Suffix -gab im Namen des Pferdes (bzw. Hengstes) könnte durch solche Adjektive wie *dveigas (: dveigs „zweijähriges Tier“), *treigas (: treigs „dreijährige Tier“) entstanden sein. Dann wäre pr. sirgis nur eine Neuerung des Elbinger Wörterbuchs anstelle des älteren *ziras, vgl. Im Elbinger Wörterbuch deywis, dumis, caymis, ragis, snaygis, wilkis usw. anstelle der erwarteten -as-Endung Substantivziy®®, Neben dem Elbinger Wörterbuch (Sirgis Hengest, Wort 430) kommt dieses Wort auch in der preußischen Ortsnamenkunde recht häufig vor, vgl. Sirgelauwk (<sirgis+ laucks „Schön, Erde“), Sirgite, Sirgun, Czirgelawken®'. Der Name des Pferdes ist auch häufig in der litauischen und lettischen Ortsnamen®® zu finden. Möglicherweise stammt der Name des baltischen Finnen-Stieres von diesem baltischen Wort ab, vgl. suom. hdrkd, est. hdrg u. a. Wie wir gesehen haben, wurde der allgemeine indoeuropäische Pferdename durch einen neuen, baltischen Namen verdrängt. Wir haben versucht, diesen Prozess mit der Veränderung der Nutzungsfunktionen des Pferdes in Verbindung zu bringen. In der litauischen Sprache ging dieser Prozess noch weiter, nämlich, hier erschien der schon nur für sie charakteristische Name „eželis“. Dieses Wort erschien, als das Land neben den Ochsen in der Nähe und Pferde begann. Ursprünglich bedeutete arkljs wahrscheinlich ein niedrigeres, auf ein Pferd gezogenes, gepflügtes Pferd und konnte in der Verbindung Pferd Pferd verwendet werden, vgl. brodriekis meilis. Aus dem Wort drti stammt auch ein anderer, in der litauischen Sprache gelegentlich vorkommender Pferdename — artūvas „Arbeiterpferd“ (LKZd., I, 261). In der lettischen Sprache kommt diese Wurzel des Namens des Pferdes nicht vor: die Wörter drkls, arklis, die Kleinform arklinš werden nur in der Bedeutung „Pflug“ verwendet. In den lettischen Texten von A. Becenberger finden wir jedoch die Form drkls, die auch für „Pferd“ verwendet wird. An eine Entlehnung von den Litauern kann man in diesem Fall nicht denken, da das erwähnte Beispiel in der Umgebung von Dunte (im Nordwesten Lettlands, östlich von Limbaži) aufgezeichnet wurde (EM, I, 141). Das ist wahrscheinlich der Fehler von Herrn Becenberger. Er kommt. Sprachen haben keinen allgemeinen Namen für ein nichtkastriertes männliches Pferd. In verschiedenen Sprachen wird dieser Name sehr unterschiedlich gemacht, vgl. isp. caballo padre (für „Pferd-Vater“), n. gr. ėixyo BappBūro (für „bärtiges Pferd“, ursprünglich wurde dieser Begriff (bärtig) für einen Menschen verwendet, der kein Eunuche war, d.h. kein 62 J. Mikkola, AfsiPh, 39, S. 14 EM, IV, p. 727. 5 J. Pokorny, Et. Wb., S. 441. % J. Endzelins, Altpreußische Sprache, S. 32. $7 G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 157—158, 189, 233. ® Litauen Liste der Seen in ir der Tschechoslowakei p. 206; Litauen Verwaltungsgliederung der Tschechoslowakei, S. 1021; J. Endzelin, ZfslPh, II, S. 119. 154
Kastriert, mit Bart)®, poln. Stamm „eržilas“ : Herde „Banda“, serbisch. MacTyx „Hengst- “, bulg. nacryx: macryx, „Beispiel- “?, Luft. (ech-) cullach „eržilas- “, Bret. Cavallo (in Worten) „mit Linien, nicht kastriert®)TM. Wie die ka erwähnten Namen der keltischen Sprachen erZilo, scheint es, dass semantisch auf die gleiche Weise auch baltiSkasis entstanden ist — der litauische und lettische Name erZilo, vgl. lit. eržilas, eržalas, erželas, eržilis, erfiokas (LKŽd., II, 835), ergis „junger Hengst“ (LKZd., II, 827), afžilas „Hengst“ (LKŽd., I, 262), lat. črzelis, die Kleinformen grzeléns, ėržuks, ėrzejuks (EM, 1, 577; EH, I, 374), efžuks (die Kürze und die Geographie des Wortes würden zeigen, dass die Form aus der litauischen Sprache entlehnt wurde)*?. Der Name des Baltischen Hengstes ist mit av verbunden. 2. Aufl., 2. Aufl., 2. Aufl., 2. Aufl., 2. ši Aufl., 2. Aufl., 2. iš Aufl., 2. Aufl., 2. Aufl. orji-k,,Hoden*, orji,,nekastruotas®, miorji,,uévopyic®, gr. Spieß,,Hode- ®, weiß. Herdhe,,Hode®, bei Wasser. uirgge,,Kopf, viriles Mitglied*, n. Luft. uirgheTM. SemantiSkai unterstützt diese lit. efZilas Herkunftsinterpretation und deutsch. Bulle „Stier, Zuchtstier- “, altnord. boli, angl. bull: gr. pulréc „penis“, sen. air. Ball. K. Būga"*, basierend auf einer semantischen Parallele, mitteldeutsch. Höhe. geil,,libidinosus®: geile,,Hode*, lat. Hengst, gr. dpyic,,Hode* verwandt mit lat. arskus „scharf, heiß, erbittert; unbewohnbar, wütend“ (vgl. heftiges drigaiitas, heftiges Stute) (LKZd., I, 254), aržūs „scharf, heiß; hartnäckig; „schleimig“ (vgl. arZus Hengst), schleimig, „ungehorsam, entgegengesetzt; aržus“ (LKŽd., I, 263). In einigen litauischen und lettischen Dialekten finden wir noch einen anderen, beiden Sprachen gemeinsamen Namen für Erzil: litauisch drigafitas, drigofitas, dragaiitas (LK Žd., II, 427, 488, 489), lateinisch drigants (EM, I, 498). Einige Forscher (J. Zubat, H. Peterson) hielten dieses Wort für ihr baltisches zZodziu. Aber in der Tat ist seine Quelle polnisch. drygant,.eržilas“ (ein Wort unklaren Ursprungs, das bereits in polnischen Denkmälern des 16. Jahrhunderts vorkommt)- “". Die Geographie des lettischsprachigen Wortes zeigt, dass die Letten dieses Wort über die Litauer erhalten haben könnten. Formen wie lit. dragaritas, lat. drigalts „unruhiges Kind, Pestukas“ sind in diesen Sprachen durch den Einfluss anderer Wörter entstandenTM. In der lettischen und litauischen Sprache finden wir noch einen anderen Namen für ein Pferd fremden Ursprungs, der in der lettischen Sprache auch als Hengst verwendet wird — lat. rumaks, rumaks „ein Beschūler (Hengst)- “, rumaks „ein Pferd“, rumdks „ein schwerfilliges Lastpferd“, rumūks „ein dunkelgelbes od. braunliches Pferd“ (EM, III, 557; EH, II, 383), plg. t. p. rumaks „ein breitschulteriger Bursche- “. Litauischer Rum „seitlicher Pferd (Handpferd)“ findet sich in ostpreußischen litauischen Wörterbüchern und mehr Kontakt mit polnischen C.D. Buck, Dict., p. 81, 169. 0 O. H. Tpy6aues, Ilpoucxoxienne..., S. 60. C.D. Buck, Dict., p. 162. Eh. I, S. 370. J. Pokorny, et. Wb., S. 782; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 123; R. Trautmann, B-sl. Wb., S. 71; K. Būga, Rinktiniai raštai, I, S. 153; J. Zubaty, BB, 18, S. 259; J. Scheftelowitz, BB, 28, S. 299-313. 74 F. Kluge, Et. Wb., p. 110. "5 K. Būga, Rinktiniai raštai, I, S. 355; III, S. 780. 76 J, Zubaty, BB, 17, p. 324; H. Petersson, Arische und armenische Studien, Lund, 1920, p. 79. 7 K. Biig, Sammlung von Schriften, IT, S. 151; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 105; A. Briickner, Si et., p. 99. "8 E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 105; EM, I, p. 498. t
Dialekte, die eine Sprache haben. Die Quelle dieses Wortes ist polnisch. rumak „Pferd, Kampfpferd, Argamasek“TM. Der polnische Rum ist wiederum Zodis® türkisch- -tatarischen Ursprungs. In die lettische Sprache könnte dieser Pferdename auch über die litauische Sprache gekommen sein. Slawischen Ursprungs ist auch der lateinische Oger, „der Hengst“ (EH, II, 117), vgl. poln. Ogiere. In den baltischen Sprachen, zumindest in Litauisch und Lettisch, finden wir einen allgemeinen Namen für Pferde, der mit verschiedenen Suffixen sowohl für das weibliche als auch für das männliche Pferd verwendet wird, vgl. lit. kumėlė „Pferdeweibchen“, kumelps „erwachsenes Pferd; eržilas“, kumeliukkas „Jungpferd“ (LKŽd., VI, 866, 867, 868, 870), lat. kumels „Hengst- “; schönes Pferd“, kumel, kumelice „kumeliges Fohlen“, kumelinš „Junge“ (EM, II, 311; EH, I, 673 —4). Sowohl in der litauischen als auch in der lettischen Sprache werden diese Wörter mit den verschiedensten Suffixen verwendet, die ihnen die eine oder andere Bedeutungsnuance verleihen. Der Ursprung dieser Wörter ist noch ziemlich unklar. Unter den Sprachwissenschaftlern ist die populärste Etymologie von J. Charpentier, wo lit. kumelys, lat. kumejs mit skr. kumarah „jaunikaitis“**. Diese Etymologie hat jedoch ihre Nachteile. Zunächst einmal stellt sich die Frage. kumardh Ableitung von *kum-ello-. Zweitens, die Bedeutung des Sanskrit- -Wortes ist nicht ausreichend, um einen solchen Vergleich zu rechtfertigen. Skr. Kumardh kann „Kind“, „Knabe“, „Sohn“, „Prinz“ bedeuten. kumarf „Mädchen, Tochter“. Die Hauptbedeutung des Sanskrit-Worts, wie von Mairhofer angegeben, war wahrscheinlich „unsicher, zart, schwach- *, vgl. ved. kumard-- desna „hinfallige Gaben vorleihend“*?. J. Pokornas®®, der vielleicht der erste war, der die genannte Etymologie von Ž. Šarpantjė widerlegte, versuchte, den Ursprung des litauischen Stuten und seiner Verwandten auf eine andere Weise zu erklären. Seiner Meinung nach könnte die primäre Bedeutung von lit. kumėlė „kastriertes Pferd“ gewesen sein, so dass dieses Wort eine sekundäre Ableitung von kumelys wäre, für die eine solche Semantik durchaus möglich ist. Weiterhin stellt J. Pokorna für diesen Namen des weißen Pferdes die Prolyse *komir wieder her und verbindet ihn mit slawischen Namen. komol „beragis- “. In beiden Fällen wäre die ursprüngliche Bedeutung „verdorben“. J. Pokorna neigt dazu, mit diesen Wörtern auch pr. camnet „Pferd“, lit. Stamm in Verbindung zu bringen. Uns scheint, dass die Interpretation von J. Pokorny ziemlich glaubwürdig wäre, wenn die ursprüngliche Form der baltischen Wörter *kumas wäre. Tatsächlich betrachtet J. Pokorna lit. kūmė „Hund“ als die Grundfo- — rm. Lit. ir kūmė ist jedoch eine retrograde Entstehung, die aus der Form humėlė entstanden ist, genauso wie aus dem Dachs (vgl. weißruss. Gopcyk < türk. barsuk) der Bars entstanden ist, aus der Gegute die Gege usw.84 Die Pflanzen werden auf verschiedene Weise mit dem Pflanzenöl behandelt. Komons (vgl. russisch KOMOHb „Pferd“, tschechisch komori arklys), kons (vgl. russisch KOHB, polnisch kon). In der Tat ähneln sich diese Wörter äußerlich sehr, und die Bedeutungen fallen völlig überein. Aber die Verwandtschaft zu beweisen ist noch nicht möglich*“*. Ein sehr unklares Wort ist auch pr. camnet „Pferd“. Dieses Wort findet sich im Wörterbuch von S. Grunau (41 Wörter), in dem die preußischen Wörter, wie bekannt, jų besonders verzerrt sind. El- “ A. Briickner, Die slavischen Fremdwörter im Litauischen, Weimar, 1877, S. 128; E. Fraenkel, Et. Wb., p. 748. 50 A. Briickner, SL et., p. 468. 81 J. Charpentier, KZ, 40, S. 435; IF, 25, S. 246. 82 M. Mayrhofer, Et. Wb., I, p. 232-233. 8 J. Pokorny, KZ, 56, p. 130—133. #4 P. Skardžius, Die Wortbildung der litauischen Sprache, S. 21 —22; A. Augstkalns, StB., 4, S. 63-65. A. Briickner, Sie. et., S. 253-254; V. Machek, Et. Sl., S. 216; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 309; M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 609, 618; E. Berneker, Et. Wb., S. 555; O. H. TpyGaues, Ilponcxoxjienne..., EM, II, Bingo-Wörterbuch, wo sieben verschiedene Arten von Pferdenamen aufgeführt sind, gibt es keinen solchen Namen. 50-52; p. 311. 156
iš Das Schreiben Camnet ist fehlgeschlagen, sehen Sie ir iš Fremdwörter in baltischen Sprachen. So in diesem Fall pr. Camnet kann vielfältig reparieir rt werden, su um sowohl Slav zu binden. Komm, komm, su Komm. Kumeljs, obwohl ansonsten pr. Camnet ähnelt dennoch am meisten Slav. Sehr schwierig ist die Frage nach einem anderen, vielleicht auch in allen drei baltischen Sprachen verwendeten Pferdenamen, das heißt Lit. — Katze „schlechtes mageres Vieh; „Kuin“ vė „schlechte Stute“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“, „schlechtes Pferd“ (Hrsg.) V, 496, 672, 677, 766)*, Jahre. Keve „kumelė“, kéve, kėva, Kleinformen: kėvele, kėvelite, kėvene, kėvene, kévens, kevėns, kėvęna, kėvenice, kėvine, kėvka, keéyelens (EM, II, EH, 377; I, 700-1), 100 mg/m2 Kaywe Hündin (Elbingo (Hrsg.): Das 433 Wort. Zunächst einmal ist klar, dass es sich nicht um ein gemeinsames Wort aller drei baltischen Sprachen handelt, da der Konsonantismus des lettischen Wortes zeigt, dass es sich bei Letten um ein Leihwort handelt. Zweitens ist es sehr unklar, ob der ar preußische Stutenname tatsächlich iš ein Wort der gleichen Wurzel ist wie lit. kėvė lat. ir Ein bisschen. Wenn man sich die litauischen Varianten dieses iš Namens į ansieht, fällt sofort der seltsame Vokalismus der Wurzel ins Auge: - Äh, äh, äh. Noch A. Becenberger, der den Ursprung von pr. kaywe erklärte, verband das preußische Wort mit der ausgesprochenen Form des litauischen Wortes *kieve®®. Die Idee von A. Becenberger wiederholt auch R. Trautmann??. In einem Brief vom 13. Mai 1910 an J. Endzelyn erwähnt K. Būga in Bezug auf das Werk von R. Trautman unter anderem,siidlit. *Die Kapelle XII, 142 ist ein Werk guter Phantasie- “*! Wie wir sehen können, ist die Form, wie sie sich A. Becenberger einst vorgestellt hat, jetzt schon im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ enthalten. Uns scheint jedoch, dass Herr Böge Recht hatte, als er sagte, dass diese Form ein Phantasiewerk ist. Die Formen mit -ie werden in den Orten Litauens geschrieben, wo é> ie (Ignalina, Vidiškės), oder in ihrer Nachbarschaft (Daugėliškis), wo das Wort kievė neben ondė oder tėvas als sporadisches Phänomen aus dem benachbarten Dialekt auftreten kann. Die Form keivis ist wahrscheinlich auch eine falsche Sache, weil sie nur einmal in der Umgebung von Klaipėda aufgezeichnet wurde, vielleicht wurde der kėvis vor Ort nicht richtig verstanden. Obwohl es hier noch eine sporadische Verdrehung von ė in ei geben könnte, wie sie manchmal im Gespräch der Fischer der Kurischen Nehrung und in den livischen lettischen Dialekten vorkommt. Somit ist die zuverlässigste litauische Form dieses Namens kėvė (mit dem Wurzelvokal ė). In letzter Zeit sind viele Linguisten, in der Tat meistens Forscher der Beziehungen zwischen Finnisch und baltischen Sprachen, der Meinung, dass die Letten dieses Wort von den Livländern entlehnt haben, vgl. lyv. kėv, kumelé®, und die Litauer wiederum haben es von den Letten übernommen und die Bedeutung modifiziert*?*. Dieser Ansicht neigt sich teilweise auch J. Endze- *6 J. Endzelins, Sempreussische Sprache, S. 189; R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 352. 8 A. Lyberis, Sprachkultur, 7, S. 60–61. 8 R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 88. 8 A. Bezzenberger, BB, 23, p. 318; 27, p. 168. *0 R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. XII, 142, 351. 41 K, Büga, Sammlung von Schriften, III, S. 820. $2 J. Gerullis und Chr. Stang'as, Lietuvių žvejų tarmė prūsiuose, Kaunas, 1933, S. 5—6; Z. Zinkevičius, Lietuvių dialektologija, S. 75; J. Endzelins, Latviešu valodas gramatika, S. 138—139; M. Rudzite, Latviešu dialektoloģija, Riga, 1964, S. 150—166. *8 V. Thomsen, Samlede Afhandlinger, IV, Kopenhagen, 1931, S. XI; I. H. Toivonen, Finnisch-- ugrische Forschungen, 20, S. 144; J. Mikkola, Ausbiltibas ministrijas Mēnešraksts, 1930, 2, p. 443, 157
Lat. Ziblis ..ein Pferd mit einem Auge“ J. Die Angeln nehmen an der Saison su teil. Leuchtstoffröhre „flimmern, geblendet werden“ (I, II, III, IV, V, VI, VII). 808). Schlanga „ein Pferd, das viel Wasser trinkt“ (I, II, III, IV, V, VI, VII). 815), Jahre. En „lange, langsam und viel trinken (von Menschen und Pferde gesagt)“. Lat. Zuklis ,.ein schnelles Pferd*, plg. Jahre. Sukls schnell, flink* (EM, IV, 829). Su Einige litauische Pferdenamen beziehen ir sich auf einzelne Merkmale des Pferdes: - Ja, das ist es. Béguin „leichtes Laufpferd“, Läufer (Hrsg.) I, 597), plg. Lied. Laufen. - Ja, das ist es. Bienen „Kleines Pferd“, Bischkin „Mittelgroßes, ruhiges Pferd“, Bischke "schlechte Stute" (Hrsg.) I, 700), plg. Lied. Bischken „in kleinen Schritten laufen“; Kann von phonologischem Ursprung sein, z.B. Bišku „Stierruf“. - Ja, das ist es. „Arbeitspferd“ (Hrsg.), III., Bd. 379), Lied. Leben. - Ja, das ist es. Kartoffel "das Pferd der guten Bittere" (Hrsg.) V, 270), plg. Lied. Kaffee. - Ja, das ist es. Riston „Leichtlaufpferd“, Ristinifikat, Ristok (A.) Lübeck, 60)'%, Bd. Lied. Richtlinien. - Ja, das ist es. Scharon ,,gut gefüttert, tolles Pferd“ (A.) Die Lippe 61) ist wahrscheinlich mit su der Nase verbunden. §drai „Schlittenhütten, die die Pferde daran hindern, nach außen zu schauen“. į - Ja, das ist es. „Ein starkes Pferd, geeignet zum Ziehen von Wagen“ (A.) Lübeck, 61), Bd. Lied. Beförderung. - Ja, das ist es. Glühbirne „ein gut gefüttertes Pferd, į um Gäste zu reiten“ (A.) Lübeck, 61), Bd. Lied. flimmern „ständig blinken“ (?). - Ja, das ist es. Kufiteris "ein kleines, aber starkes Pferd" (LKZd., VI, deutsch903) es iš Darlehen, plg. Vok. Kunterbunt. - Ja, das ist es. Risokas „Pferd des leichten Laufens“, Slawismus, vgl. Russisch. pbicaxk (A.) Libris, Bd. 60). Zinn „ein gut gefüttertes Pferd, į das dazu bestimmt ist, Gäste zu reiten“, Slawismus, vgl. Links. Stall (A.) Sowohl in 61). der litauischen als auch in ir der lettischen Sprache kann man eine Gruppe von Pferdenamen unterscheiden, die vor allem für die Kindersprache charakteristisch sind. Diese Namen sind meistens phonetischer Herkunft. - Ja, das ist es. ygagas „Pferd (in der Sprache der Kinder)“, Onkel „Kumpel“ (Hrsg.), IV. Aufl. 7, 20), plg. Lied. ygaga ,,interj. Pferd Zur Beschreibung des Geräusches des Schweigens“. - Ja, das ist es. Ziege „Rüde“, Stute „Hündin (in Kindersprache)“, koZis „arklis, kumeliukas (in der Kindersprache)“, kėžius, kūzė „arklis (in der Kindersprache)“, kuzia, kūzis kūzius, kūžis, kūžius (LKŽd., V, 464; VI, 392, 1017, 1018, 1021, 1022), vgl. lit. interj. (zum Rufen eines Pferdes) kus, kuzi, kuzia, kuziū, kūž, kužiū usw. - Ja, das ist es. Kirkilas „Hengst“ (Hrsg.) V, 836), plg. Lied. 100 mg/m2 Lat. Zigarre, Zigarre, Zigarette „das Fūllen, das Ross“, Cigulis „das Fūllen“, Chiga (EM, I, 379; EH, I, 269, 290), plg. Jahre. Zigarre, Zigarre ,,Lockruf fiir Fiillen, fiir Pferde“. Lat. Haare ,,Kosename fiir eine Stute“, Košinš „das Pferd, Pferdchen (Gew. in der Kindersprache)“, koša, košina košis, košelis, kuzina „ein junges Pferd, ein Pferd ūberhaupt in der Kindersprache“, kuze „ein Fūllen“, kuzlis, kuža „das Pferd, ein kleines Fūllen“, kužina,Liebkosungswort fiir ein Pferd“ (EM, II, 255, 331; EH, I, 639, 681), plg. Kuz, kuze, kužu „ein Lockruf fir die Pferde“. 108 A. Lyberis, Sprachenkultur, 7, S. 59–63. 164
Lat. Suguli „ein kleines Fillen“, Schwämmchen, Pinsel ,,das Dateien (in der Kindersprache)*, sikulis „ein kleines Fiillen*, sikulin$, sukuls, suksis „ein Pferd, das nicht mehr gut laufen kann, sukulis ein nicht sehr , starkes Pferd®, Bürste „ein junges hiibsches Das Pferd. Fiillen“ (EM, III, 1117, 1118; IV, EH, II, 105; 600, 601, 607, 657), plg. Jahre. Suck, suck, suck, Suck »Interjektion, Lockruf fiir ein Fühlen“. . Lat. Tječa „das Pferd (in der Kindersprache)®, tpriitina, tprite (I, II, III, IV, V, VI, VII). 217), Jahre. Tprū ,Interjektion, gebraucht um Pferde zum Verkauf Stehen zu bringen®. Lietuviy ir latviy In den Sprachen gibt es eine ganze Reihe von Pferdensu amen, die mit der Farbe dieses Tieres verbunden sind (sowohl in der litauischen ir als auch in der lettischen Sprache finden wir eine Reihe von Farbnamen, die nur für Pferde verwendet werden): | - Ja, das ist es. baltis, baltėkas, baltasis, baltėlis, balckis, balčius, balt(a)margis, balt(a)keršis, baltplėsnis, balt(a)galvis, balt(a)kaklis, balt(a)kūktis, balt(a)kartis, balt(a)kėjis, baltasmūrglis, balt(a)prūsnis, balt(a)snūkis, balt(a)uodėgis, baltaslépsnis (LKZd., I, 498—504; A. Lübeck, 62), Bd. Lied. bdltas. * - Ja, das ist es. „Schwarzes Pferd“ (LKZd., I, 604), Slawismus, plg. Russisch. Gens. - Ja, das ist es. béris, berris, bėrasis, bérokas, bėriokas, bérioté, bėrinas, bėrūkas, bėriūkas, bėrėlis, bėrūnėlis, bérudlis, berrvalė, berrširvis (LKZd., I, 625, 632; A. Lübeck, 62), Bd. Lied. Béras, bérvas. - Ja, das ist es. Blüte, Blüte, Blüte ,,Pferd su mit weißem Streifen über der Stirn; laukis“ <vok. Blisse (LKZd., I, 737, 752; A. Lyberis, 62). - Ja, das ist es. Briedplaik "Elchhaarfarben, braunhaar" <Liter. Hirschha- + ar (Hrsg.) I, 853; A. Libris, Bd. 63). Brixius, plg. Lied. Brie ,,Farbe; Dunkelrosa, Elchfarben“ (Hrsg.) I, 867; A. Libris, Bd. 62—3). braun, braun (LKZd., I, 894), plg. Lied. 1999: „Schwarz, weiß, rot“ („Schwarz, weiß, rot“). Jam. Braun? ?. - Ja, das ist es. Brühe „Ein Pferd mit hellgelben < Haaren; In: rus. 6ymianbiė,,sartas, raudas (pferd)“ (Hrsg.) I, 939; A. Libris, Bd. 63). Zinuk ,,ein su Pferd mit weißen, sternförmigen Augen“ (S. 22, 23, 24) 20) ,.zinn“ (<deutsch Zinn + Auge). Liet. čėkis (LKŽd., II, 41; A. Lyberis, 62), plg. liet. čėkas „margas“ < vok. Scheck®, Liet. darasis, darasius, derésis, derėšius, vgl. lit. darasas, derésas, „sartas (rot) mit weißen Haaren (um ein Pferd), timsras“ <poln. Deresz <ungarisch. ihre (LKZd., II, 183, 277; A. Lyberis, 62; K. Bartkus, 38211), ; Litauisch gelsvis, gelsvėkas, gelsvasis, geltis, geltėlis, geltasis (LK Žd., III, 220, 221, 223; A. Lyberis, 63), vgl. litauisch gelsvas, geltas. ; Liet. gniedis „bėras arklys“ (LKŽd., III, 458), plg. liet. gniedas „,bėras“ rus. < THEJIOH, Liet. juodis, juéckis, juodėkas, juodasis, juodūkas, jūodberis, juodbriunis, juodmargis, jūodširmis, jūodširvis, jūodžerkštis, jūodplėsnis, juod(a)galvis, juod(a)kūklis, juod(a)kaitis, juod(a)kėjis, juod(a)prūsnis, juod(a)snūkis, juod(a)uodėgis (LKŽd., IV, 398, 400—10; A. Lyberis, 62), plg. liet. jiiodas. 100 und Fr. Wb., S. 60. 110, 111 und 112. Wb., S. 72. "1 K. Bartkus, Literatur und Sprache, VI, S. 371-393. 165
Litauisch kaštūnas, kaštūnis, kaštonas, kaštėnis (LK Žd., V, 401, 403; A. Lyberis, 62), vgl. litauisch kaštūnas „Rothaariger“, kaštonas, kaštonas „ein solcher Baum und seine Frucht“, kaštunas <poln. Kastanien. Liet. kėršis (LKZd., V, 624), vergleiche lit. kėršas, „mit schwarzen und weißen Blättern- “. Lit. ldiikis, laukėkas, laukaūsis, lauk(a)kūktis (LK Žd., VII, 176, 178, 183, 184; A. Lyberis, 62), vgl. lit. ldiikas „mit weißer Schnauze oder weißer Stirn“. Die Farbe ist dunkelgrün, die Frucht ist ein weißes, zähfruchtiges Körnchen. Litauisch: obuolainis, obuolmušys (A. Lyberis, 63), vgl. lit. dbuolmusas „gefleckt, mit kleinen dunklen oder hellen Kreisen“, obuoljs. Nach Meinung von M. Nyderman ist lit. 6buolmuias ein falsches poln. jabikobity vertinys- "?, Liet. palšis, palšėkas, palšasis, palšiūkas, palšbėris, palsmargis (A. Lyberis, 62, 63; K. Bartkus, 382), vgl. lit. pdlsas „hellgrau“. Litauisch palvis, palvys (A. Lyberis, 63), vgl. litauisch palvas „hellgelb, gelblich“. Litauisch molėkis (A. Lyberis, 63), vgl. litauisch pelėkas „Mausfarbe“. 63 (1963) A-Dur, op. Litauisch plėsnis (A. Lyberis, 62), vgl. litauisch plésnas „rosa oder brauner Schnurrbart“, slawisches Wort, vgl. russisch nJjecHs. - Ja, das ist es. pilkis, pilkėlis (A.) Lübeck, 63), Bd. Lied. Grau. Litauisch raudasis, raudūkas, raūdžerkštis, raūdžilis, rūdširvis, raūdširmis, raūdširvis, raudonsifmis, raudonbéris (A. Lyberis, 62), vgl. litauisch raūdas „rosa, sartas“, ridas, raudonas. Litauisch saftis, sartokas, sartasis, sartūkas, sartėlis (A. Lyberis, 62), vgl. lit. saftas „hellgrün, gelblich“. Liet. šalnis (A. Lyberis, 62), vgl. lit. šalnas „gleich eis, mit Schreckseln bedeckt“. Litau. šėkis „,keršas arklys“ (Žagarė, Šakyna), vergl. lat. sekos „ein buntes Pferd“ (3. Auflage, 815). Bd. Schattenfisch (A.) Lübeck, 62), Bd. Lied. Schnabel. - Ja, das ist es. Sifmis, sirmokas, širmasis, širmūkas, širmėlis, šermbėris (A. Lyberis, 62), vgl. Lied. Schildkröte „weiß mit su dunklem Mischhaar“. Liet. šervis, širvasis, Sirvokas, širvainis, širvūkas, širvabėris (A. Lyberis, 62), vgl. Lied. Sivas "weiß mit su dunklen Haaren gemischt, Schirm". Litauisch šyvis, šyvasis, Syvokas, šyvūkas, vergleiche mit litauisch šyvas „hellgrau- “. 62 (1962) A-Dur, op. Die Farben der Liebe. Lateinisch abuolainis „wer geūpfelt ist (Beiname des Pferdes)- “, vgl. lat. ūbuols „der Apfel“, aūbuėlains „geūpfelt“, abuoltains, abuéluéts (EM, 1, 234—5; EH, I, 192). Lat. baltenis „weißes Pferd, ein Schimmel- “, baltinš, baltenica „eine weiße Stute“, baltenisa, vgl. lat. balts „weiß“ (EM, I, 257; EH, I, 202). Lat. béris,,ein braunes Pferd“, bėritis, bėruks, bėrinš, plg. lat. bėrs „,„braun“ (EM, I, 290, 291, 292; EH, Lat. 216). blesis, „ein Pferd mit einer Bluse“ < vid. Vok. Jam. (EM, I, 314; EH, I, 228). Lat. briédis „ein elenhaariges Pferd“ (EM, I, 337; EH, I, 243), plg. Lat. briédis „das Elen“. Lat. brūnis „ein braunes Pferd“, bruficis, plg. 1999: „Braun“ (dt. Vok. Jam. braun (EM, I, 340, 341; EH, I, 246). 112 M, Niedermann, ZfslPh, 4, p. 42—44; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 515. 166
Lat. Darcy „ein scheckiges Pferd, Pferd, Pferd, Pferd. Jahre. ddrks ,,scheckig, bunt“ (EM, I, 447, 443). Lat. Dukan „ein braunes Pferd“, dikanis, dicis, ducis, dicis, dikainis ,,gelbes Pferd mit schwarzer Mihne*, dikanberis „ein dunkelbraunes Pferd“, plg. Jahre. Ditkans ,,graubraun“ (EM, I, 523, 525; EH, 1, 346). Lat. Dulis „ein hellbraunes Pferd“, dulimberis „ein dunkelbraunes Pferd, plg. Jahre. duls ,,dunkelfarbig” (EH, I, 340). Lat. Gelb „ein gelbes Pferd“, gelb, gelblich, gelblich, gelblich, gelblich, vgl. Jahre. gelb „gelb“ (EM, I, 542; EH, 1, 353). Lat. Gaikis, in der Verbindung gaika zirgs „ein buntes (braun und grau geflecktes) Pferd“ (EH, I, 376), plg. Jahre. Gaik „der Fliichtige, Unbandige“ (das Pferd ka läuft auf dem Boden), lat. Gaik „kalter, leichtfertiger, verrückter Mensch“ (EM, I, 584). Lat. Kuksis „ein fuchsiges, gelbes Pferd, der Fuchs ist wahrscheinlich durch Assimilation entstanden iš *Knacken <vok. Fuchs (EM, II, EH, 301; I, 668). Lat. Feld „ein Pferd mit einer Blésse®, auf dem Feld, auf dem Feld „eine Stute mit einer In: plg. (?), Jahre. Feld „blassig“ (EM, II, 426, 428; EH, I, 722, 723). Lat. Ludsitis „ein Pferd, das luoss ist“, lueschlis „ein gelbbraunes Pferd“, plg. Jahre. ludss „falb, gelbgrau“ (2. Aufl., Bd. 528). Mudris „ein braunblaues, graues Pferd“ (EM, II, EH, 683; I, 841), plg. Jahre. Mudris ,,der Mohr“ (?). Lat. Missainis „ein geflecktes Pferd, ein Schimmelpferd®, plg. Jahre. Miisains „„gefleckt, bunt“ (EM, II, 679). ; Lat. Palseris „ein hellgraues Pferd“, plg. Jahre. palsains,,schimmelfarbig®, palsans (EM, III, EH, II, Lat. 62—3; 152). Pelz ,.cine graue Stute“, pelékis „ein graues Pferd“, plg. Jahre. Pelzen „grau“ (EM, III, EH, II, Lat. 196; 221). Raute „ein rotes Pferd“, plg. Jahre. Raud „rot, rotlich, braun“ (3. Auflage, 483). Bd. Rippchen „ein Apfelschimmel, ein Pferd mit Runden Flecken; ein rundes, wohlgenéhrtes Pferd“, ripainis „ein scheckiges Pferd“, plg. Jahre. Rippe „ein runder Fleck“ (EM, III, 530, 539; 2, Bd. 373). Schneefall „ein Eisschimmel®, Salnikis, plg. Jahre. Salns „schimmelfarbig“ (3. Auflage, 675). Bd. Rot „ein hellbraunes Pferd“, plg. Jahre. Sammlung „rot“ (EM, III, EH, II, Lat. 720; 443). Sequis „ein buntes Pferd“ stammt wahrschiš einlich von lyv. Sekunde ,,Schecke® (EM, III, EH, II, Lat. 815; 476). Sorghum „ein Rotschimmel®, plg. Jahre. Sifks ,,grauhaarig, graulich“ (3. Auflage, 846). Bd. Sifmis ,,der Grauschimmel®, sirmins, sifmsaritis, plg. Jahre. sifms „grau“ (EM, III, 846, 847; EH, II, 489). | Lat. Svekainitis „ein gelbes Pferd“, plg. Jahre. Svekain „harzig“ (2. Aufl., Bd. 613). Ubel „ein scheckiges Pferd; ein altes, héssliches Pferd“, plg. Jahre. Ubele „die Turteltaube“ (EM, IV, 403; EH, II, 740). In den Denkmälern der preußischen Sprache finden wir einige Pferdenamen, die nur für diese Sprache charakteristisch sind. 167
Im Elbinger Wörterbuch ist das Wort Rapeno Jungekobel (435 Wörter) für „junge Stute“ aufgeführt. Eine zuverlässigere Etymologie des Wortes gibt es bisher nicht. Der Begriff „Rappen“ ist eine deutsche Auslegung des englischen Rappen. Rappe, was ursprünglich o "Krähe" bedeutete, später ir "das schwarze Pferd" ?293 Zwei weitere Pferdenamen aus dem Elbinger Wörterbuch sind ebenfalls unklarer Herkunft: Sweriapis Keynhengest (431. Wort) und Sweykis Pflugpfert (432. Wort). Der erste bedeutet wahrscheinlich „Turnierpferd“ und wird aus dem Polnischen abgeleitet. *$wierzop „Hengst- “, plg. poln. $wierzepa „Hündin“, und das zweite (in den Dokumenten finden sich auch Varianten sweyke, sweike, sweke) wird mit altdeutsch in Verbindung gebracht. Höhe. sweiga,,- Rinderherde “114, Wenn wir uns die baltischen Pferdenamen ansehen, sehen wir, dass sie viele Namen unterschiedlicher Herkunft enthalten. Erstens haben die baltischen Sprachen die alte Ide beibehalten. In den slawischen Sprachen finden wir keine deutlicheren Spuren dieses Namens. Der einzige baltische Name für das Pferd ist liet. Zirgas, lat. zifgs, pr. sirgis. Später erschien in der litauischen Sprache der nur für diese Sprache typische Name für das Pferd, arklys. Diese Veränderungen der Pferdenamen stehen wahrscheinlich mit der Veränderung der Funktionen des Pferdes als Haustier in Zusammenhang. Die baltischen Sprachen haben eine einzigartige Ide. den Namen des Herkunftshengstes. Mit dem slawischen Namen des Pferdes wurde vielfach versucht, lit. kumeljs, lat. kumejs zu verbinden. Allerdings sind diese Verbindungen bisher nicht erfolgreich. Im Allgemeinen unterscheiden sich die Namen der baltischen und slawischen Pferde stark. Abgesehen von einigen Leihwörtern gibt es keine einzigartigen Merkmale dieser Sprachgruppen. Schweinefleisch In Europa wurde das Schwein, verglichen mit dem Hund, Schaf und großen Gehörnten, vielleicht etwas später vom Menschen domestiziert. Im Leben des Urmenschen scheint sie nicht so große Rolle gespielt zu haben wie die anderen eben erwähnten Tiere. Sowohl in Europa als auch in Asien gab es einzelne Zentren der Domestizierung von Schweinen. Das Hausschwein (Sus scrofa ferus) ist eine Hausschweineart aus der Familie der Schweine (Suidae). Die Vielzahl der Schweinedomestizierungszentren kann auch mit der Tatsache zusammenhängen, dass das Schwein aufgrund seiner physischen Eigenschaften ein schlechter transportierbares Tier ist als beispielsweise Großund Kleinhörner und Pferde. Spuren von Schweinen in archäologischen Fossilien aus der Jungsteinzeit finden sich im Dnjepr-- Becken, in Bessarabien sowie in fast allen neolithischen Lagern Nordund Mitteleuropas. Sie sind in den mykenischen Gräbern in der Po-Ebene gefunden worden. Viele interessante Fakten über die Schweinezucht finden wir in den historischen Quellen der alten östlichen Länder. Hier scheinen die Schweine viel früher domestiziert worden zu sein als in Europa. In frühneolithischen Siedlungen im alten China wurden beispielsweise Spuren von Schweinen neben Hunden gefunden, während Spuren von anderen Tieren erst am Ende des Neolithikums auftauchten. In Chenanes Sammlung von Aufzeichnungen heißt es, dass im alten China bei feierlichen religiösen Zeremonien manchmal bis zu 100 Schweine geopfert wurden. 3 Eg Kluge, Et. Wb., p. 582. 114 J. Endzelins, Die altpreussische Sprache, S. 260; R. Tranmans, Die altpreussischen Sprachdenkmaler, S. 443, | 1 O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertuniskundė, 1, p.. 360; C. Keller, Die Abstammung der ältesten Haustiere, p. 100—115; M. Hilzheimer, Schwein, M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, XI, p. 380-383, * V. I. Geschichte des Alten Orients p, 576, 582. 168
Dass Schweine im alten Babylon gezüchtet wurden; be Außerdem spricht die Tatsache, ir dass dieses Tier bereits im berühmten Codex Hammurabi erwähnt wird. Die Israeliten hielten das Schwein für ein unreines Tier und aßen kein ir Schweinefleisch. Im Allgemeinen wurde das Schwein in Asien zwar ir gezüchtet, aber nicht geliebt. Fast halbwüchji sig wandertpo en sie ir durch die su Städte mit Hunden und Pferden, um die Straßen sauber zu halten*, über das Essen von Schweinefleisch wird nichts erwähnt, weder in den alten In den historischen Quellen Ägyptens, obwohl als Haustiere Schweine dort aus prähistorischen Zeiten iš bekannt sind. Eine Zeichnung aus einem prähistorischen Grab zeigt beispielsweise eine Schweineherde. In den ältesten archäologischen Schichten des Tempels von Hierakonpolis wurde eine Fayence-Skulptur eines Schafes gefunden. Das laufende Schwein wurde als hieroglyphische Zeichen bereits in einem Schriftdenkmal der ersten Dynastie verwendet. Aber im Allgemeinen werden Bilder von Schweinen viel seltener gefunden als andere Haustiere. Diese Tatsachen zeigen, dass das Schwein ir von den alten Ägyptern nicht sehr beliebt war. Iš Teilweise wird dies durch die ir Tatsache bestätigt, dass das Schwein in späteren Zeiten als ein böser Gott betrachtet wurde Seth, dein Bruder Der Osiris-Mörder, das Tier. Es ist sehr ir unklar, warum Schweine in der Antike In Ägypten wurden gehalten. Herodot erzählt, dass er während seiner Reisen gesehen, wie Im Nildelta werden Schweine verwendet, um den į Boden für das gesäte Getreide zu kultivieren?, im antiken Griechenland ir In Rom wurde dieses Tier in größerer Ehre gehalten als In den östlichen Ländern. Homer erzählt uns, dass Odysseus besaß zwölf Herden von Rinder, ebenso viele Herden von Schafen, Ziegen ir und Schweinen. Die Römer liebten Schweinefleisch und zeigten das Schwein auch in ihren Kunstdenkmälern.“ Das Schwein war in den slawischen Ländern ein sehr beliebtes Vieh. Im Allgemeinen scheinen die Slawen von allen Haustieren hauptsächlich Schweine und Schafe gezüchtet zu haben. Über ihren Anbau in diesen Gegenden berichten auch arabische Reisende des 10. Jahrhunderts. Besonders günstige Bedingungen für die Schweinehaltung gab es zwischen der Weichsel und der Desna, wo man in den riesigen Eichenwäldern riesige Mengen von Geißeln sammeln konnte und so ohne großen Aufwand Futter für die Ziemai® bereitstellen konnte. Auf dem Gebiet der heutigen baltischen Republiken finden sich die Spuren des Schweins zusammen mit den Spuren des Hundes und der großen und kleinen Gehörnten bereits in den Fossilien der neolithischen Zeit.“ In den auf dem Gebiet der Litauischen SSR erforschten Burghügeln (Nemenčinė, Migoniai, Dovainoniai, Bačkininkėliai), die auf das 1. bis 4. Jahrhundert datiert werden, wurde zusammen mit anderen Haustierknochen auch ein beträchtlicher Prozentsatz von Schweineknochen® gefunden. Eine alte Idee. Der Schweinename *sūs/*suų ist in vielen indoeuropäischen Sprachen recht gut erhalten: skr. Sükardh, av. 1. Aufl., Bd. Ok, gut, viel. Schwester, ich hab's. Schwein, Vogel. 8 P, Thomsen, Schwein, —M. Ebert, | Reallexikon der Vorgeschichte, XI, p. 383—384; B. Meissner, Haustier, —ten pat, V, p. 221; O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, II, p. 361. 4 Ranke, Schwein, —M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, XI, p. 383; C. Keller, Die Abstammung der éltesten Haustiere, p. 102. c C. Keller, ibid., S. 103; V. S. Sergeev, Geschichte des antiken Griechenlands, Vilnius, 1955, S. 109. 6 - Sie. Hu Pep ae, CaaBsickue apesHocTH, p. 319—320.- 7 P. Kulikauskas, R. Kulikauskiené, "A. Tautavičius, Lietuvos archeologijos bruoZai, S. 79; Lettische PSR Geschichte, I, S. 11; Hcropns Deronckoti CCP, nox. Kopf. Ich. H. Haaua, Tanaau, 1958, S. 10. * P, Kulikauskas, R. Kulikauskienė, A. Tautavičius, dort. pat, p. 252—253; K. Paaveri P. Kulikauskas, Vortrag Baltico-Slavica, 2, p. 270—2172. 169
Schwein, sen. vok. Höhe. 100 mg/ 100 ml Oder, weiß. Thi, doch. In: B. Suwo, Rus. Hrsg., Bd. Ferkel „Ferkel“ usw. Wie viele andere alte Ideen. Die ursprüngliche Bedeutung von *sūs|*suų ist sehr unklar. Es gibt mehrere Interpretationen, einige von ihnen mehr oder weniger überzeugend, aber keine von ihnen kann als wirklich richtig bezeichnet werden. Ein Versuch. *sūs ist mit dem indoeuropäischen Sohnennamen (liet. sūnūs, rus. cui usw.) verbunden, wobei diese Namen vom gleichen Verb abgeleitet werden, das „produzieren, beginnen, gebären“ bedeutet, vgl. sk. sire, sauti, sūyatē „produzieren, gebären“. Phonetisch ist eine solche Verbindung möglich, aber semantisch ist sie sehr schwer zu rechtfertigen, besonders wenn man bedenkt, dass das Schwein sogar etwas später als andere Haustiere domestiziert wurde. Herr Specht? Das ist die Idee. *sūs verbunden mit got. Bi-sauljan „tepti, terlioti“, get. swarts „schwarz“, lat. sordes „Schmutz- “. Es gab mehrere Versuche. *suchen Sie die Quelle nicht in den indoeuropäischen Sprachen selbst, sondern in ihren Nachbarsprachen. A. Nėringas" hielt die finnisch-ugrische Prolyte *puve (vgl. finnisch sika, mard. tuwo) für eine solche Quelle. E. Polivanov, die Wiederherstellung der Prole für indoeuropäische Schweinenamen *(t)sūs, stammt aus dem alten chinesischen chu „Schwein, Mädchen- “*, aber vielleicht hat die Etymologie, wo ide, die meisten Anhänger. *sūs wird als Wort fonetischen Ursprungs interpretiert. Semantisch wird es durch die phonologischen Namen vieler Tiere, einschließlich des Schweins selbst, in verschiedenen Sprachen bestätigt. Auch diese Etymologie wird von skr begünstigt. Die Interpretation von sūkardh: „Sii-Macher“, d.h. „Tier, das mit dem Klang „Machen“ macht“. In diesem Fall und ide. *sū und das alte chinesische chū könnten Wörter sein, die auf die gleiche Weise entstanden sind! *?. In den slawischen Sprachen ist dies ide. Name des Schweins, zwar in leicht modifizierter Form, gut erhalten: sen. sl. Schwein, russisch. Bd., Bd., Bd. cBuHS, baltr. Hrsg., Bd. Hrsg.: CBHHS, Serb.-chorv. Bd., Ausg. Schwein, check. Sprüche, Sprüche, Sprüche. Schwenken, lenken. Schwein. Blei, hoch. Pfütze. Schweinefleisch. Pfütze. Schwein. Dieser slawische Name setzt sich wahrscheinlich aus der weiblichen Form des Adjektivs svin® *svini zusammen, diese Formen sind von lat. suinus „Schweine, Schweinehaltung- “, got abgeleitet. Die Sprache ist eine baltische Sprache, die von den Balten gesprochen wird. Der Name „kuolés“ ist nur im Lettisch erhalten geblieben: suvęns „das Ferkel“, suvens, suvėnelis, sivėns, sivenis, sivėntinš, sivénica,eine Sau (die Ferkel hat U.)“, sivėnice, sivėne „ein 6—7 Monate altes Schwein- “, sivėnėns „ein kleines Ferkel“, sivėnidza=sivėnica, sivėniete „eine junge (nicht mehr als ein Jahr alte) Sau; eine trdchtige Sau“, sivėnuks „das Ferkel“, siveėnuks (EM, III, 850, 1129; EH, II, 491, 606). Die Formen mit dem Wurzel -i sind im Lettisch neu entstanden: hier wird das u vor v und b ziemlich häufig in i geändert, z.B. divi „zwei“: duvejūds, „zwei“, zivs „Fisch“: zuvs, tivi „arbeiten“: tuvu, driva „Boden“: druva, dibens „Boden“: dubęns usw. ** In lettischen Dialekten gibt es noch weitere Varianten dieses Namens: suikis „ein Ferkel, ein Halbschwein“, suikėns, zuikis „ein kleines Ferkel“, sukis „ein Halbschwein, ein Ferkel“, sukelis (verdchtlich), sukėns, sukentinš, sukeléns, ® F. Specht, Der Ursprung der indogermanischen Deklination, S. 123. 10 A. Nehring, Studien zur indogermanischen Kultur und Urheimat, Salzburg- —Leipzig, 1936, p. 112. 1 E, A. Polivanov, Archiv Orientalni, 9, S. 405—406. 2 O), H. Tpy6auegs,I]lponcxoxjenne..., S. 62; M. Vasmer, Et. Wb., II, S. 593; F. Kluge, Et. Wb, S. 626. 12 V, Machek, Et. sl., S. 489; M. Vasmer, Et. Wb., II, S. 593. 14 J. Endzelynas, Baltų kalbų garsai ir formos, S. 15; J. Endzelins, Latviešu valodas gramatika, S. 50–52; K. Būga, Rinktiniai raštai, II, S. 615. 170
sukans, sukans, sunkis „ein mittelgroßes Schwein- “, siūka,,das Ferkel, Jungschweni,“ siūkis, svikis „ein sehr mageres Schwein- “, svikelis „ein kleines, mageres Ferkel“, svikalts „das Ferkel, Jungschwein“, sukantinš „ein Ferkelchen“, sukniši, kleine Ferkel“ (EM, III, 850, 1115, 1117, 1119, 1124, 1163; IV, 749; EH, II, 601, 602, 619“ 620). Diese Namen sind, wie wir sehen, weit entfernt von den Namen des Schweins derselben Wurzel, die wir zuvor erwähnt haben. Einige von ihnen sind sehr schwer zu erklären. Die Formen mit iusollten vielleicht so interpretiert werden, dass sie von *suvikis abstammen, vgl. zuitina < zuvitina- “*. Einige Formen könnten manchmal von den Lauten beeinflusst worden sein, wie „Lockruf fiir ein Fiillen; eine Interjektion“, suk,,Interjektion als Zuruf an einen Hund, dem man etwas zum Fressen hinwirft; als Lockruf fir ein Fiillen“ (EM, III, 1116, 1118), plg. sikulis „ein kleines Fūllen“. In der preußischen Sprache finden wir auch den Namen dieses Wurzelschweins: Elbing Zodynélis 682 Wort Swintian Swin. Diese Form der preußischen Sprache lässt sich vielfältig interpretieren. Man kann es vor allem als Disassimilation betrachten, oder vielleicht einfach als einen einfachen Schreibfehler, der aus *swinstian< *swinistian entstanden ist (vgl. parstian „Ferkel“, werstian „Kalb“, die wiederum von *parsistian, *wersistian, vgl. gertistian, „Hühnchen“ neben gertis „Hahn“ abgeleitet wären). Ähnlich wie das camstianische „avis“ und das slawische ovsca „avis“ wäre die Kleinform des swintianischen zum Artnamen des Tieres geworden. Aber das Suffix -tian konnte einfach an den Stamm swin angehängt worden sein, ohne irgendeine Kleinheitsbedeutung, wie es bei anderen Tiernamen mit diesem Suffix der Fall ist'*. Es ist auch nicht ganz klar, ob die Preußen dieses Wort überarbeitet haben, indem sie es von den Slawen entlehnt haben (J. Mikola hielt das kasch. svinč für seine Quelle, ihm neigt auch R. Trautman zuzustimmen!?), oder ob es ein altes Wort der eigenen preußischen Sprache ist. Wenn man bedenkt, dass sich der Wortschatz des Preußischen oft von dem der anderen baltischen Sprachen unterscheidet und sich mit dem der Slawischen überschneidet, sollte man pr. swintian vielleicht als eigenes Wort betrachten. Diese Annahme stützt sich auch auf die Tatsache, dass die mit der Viehzucht verbundenen Begriffe in der preußischen Sprache häufig eigene Wörter sind. Diese Wurzel des Schweinenamens ist auch im preußischen Sammelwort seweynis (229. Elbwörterbuchwort: Seweynis Sewstal- )* erhalten geblieben. Es ist schwer zu sagen, wie sehr diese Schreibweise die tatsächliche preußische Wortform widerspiegelt. K. Būga seweynis erklärte die Entstehung durch Disassimilation von *suveina- -s „suinus“. J. Endzelynas neigt zu der Annahme, dass ew anstelle von uw durch einfaches Schreiben entstanden sein könnte, aufgrund des Einflusses des benachbarten deutschen sewstal- ??. Der Name des Schweins, der aus dem Namen des genannten Stalls rekonstruiert wird, entspricht somit dem lateinischen suvēns. Auf der anderen Seite, wenn man bedenkt, dass pr. e ein breites i ausdrückt, kann man pr. seweynis auch mit lat. sivens in Verbindung bringen, wie es V. Burda getan hat. Aber in diesem Fall ist es auf dem Boden der preußischen Sprache etwas schwieriger, uv > iv zu erklären, das ohnehin nur für die lettische Sprache charakteristisch ist, obwohl die in der Umgebung von Zietela bezeugten Formen živē, Zivis, lieZivis** wahrscheinlich die Nichtfremdheit von uv > iv auch für die preußische Sprache, zumindest für einen bestimmten Teil ihrer Dialekte, zeigen würden. 15 J Grammatik der deutschen Sprache p. 155, 214 16 J Endelin, Altpreußisch, p. 53, 260—261. 17 R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiiler, p. 443; J. Mikkola, Baltisches und Slavisches, Helsinki, Finnland 1902—3, p. 8. 18 Denkmäler der preußischen Sprache, p. 63. 19 K. Būga, Rinktiniai raštai, II, p. 615; III, p. 852. 20 J. Endelin, Altpreußisch, p. 246. 3 R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 85, 425—426. 22 7 Litauische Dialektologie p. 68; 2. A. Boasrtep, Hssecrus orneneWHS pyccKoro S. 135f. H zeitgenössisMun. Ach. Hayk, 1. 16, Siehe auch: 4, p. 151-160. 171
Uns scheint es jedoch am besten zu sein, eine Form von pr. seweynis zu rekonstruieren, die einfach mit pr. swintian in Verbindung gebracht werden kann. ; Mit dem preußischen Schweinenamen swintian scheint der preußische Flussname Swene und der Dorfname Swene** in Verbindung zu stehen. Ein Großteil der indoeuropäischen Sprachen behielt den alten Namen des Schweinekindes bei: lat. porcus, air. In: orc. sen. vok. Höhe. Farah, Chotansak. Passa (< *parsa-) „Schwein“, kurd. Rein. Besonders gut ist dieser Name des Ferkels in den slawischen und baltischen Sprachen erhalten geblieben: alt. slav; Schwein, altrussisch. R0p0ca, Russisch. 1, Bd. Riopocs; Baltr. Affen, bulg. In: serb.chorv. npace, Worte. Bitte, check. Schwein. Bitte, lenk. Bitte, Haferbrei. parsą, aukšt. che.de. Hirse, Marmelade. Pfütze. Prosa, polab. porsą, lit. paFsas, fr. parstian**. Die ursprüngliche Idee dieser. Die Bedeutung des Wortes wird unterschiedlich interpretiert. E. Liden? * und F. Specht? Lit. pafsas und andere verbanden es mit dem lateinischen porca „Schacht“, peršėti, praparšas „Graben“, erklärend, dass die ursprüngliche Idee dieses Wortes war. Der Name des Ferkels bedeutete „Knischer“. Es gibt semantische Parallelen zu dieser Interpretation, aber das Problem ist, dass das Wort nicht das Schwein überhaupt bedeutet, sondern nur das Kind des Schweins – das Ferkel. Es gab Versuche. *porkos, als „Feuer, d.h. Opfertier“, verbunden mit gr. wip „Feuer“, arm. Wie, wann, wo. Höhe. Juir und andere Verwandte dieser Wörter?". Einen ähnlichen Versuch haben wir bereits gesehen, als id. *agnos „Lamm“ wurde mit einem anderen indoeuropäischen Namen für das Feuer (lat. ignis) in Verbindung gebracht. Aber über diese Versuche kann man mit den Worten von O. Trubatschow sagen: „OočrpoyMHo, HO MAaJIOBEposiTHO“. Sollten solche Etymologien semantisch gerechtfertigt sein, so sind sie phonetisch unendlich „gespannt“. Die Etymologie von E. Benvenisto®, die id. *Porko ist mit dem Farbnamen verbunden, vgl. Prsni-„gefleckt“, gr. mépxoc. Semantisch basiert die Etymologie von E. Benvenisto auf der Tatsache, dass die Haut von Wildschweinferkeln bis zu sechs Monaten mit schwarzen und gelblichen Längsstreifen bemalt ist. In litauischen Dialekten wird pafšas manchmal auch für ein Schwein oder sogar ein großes Schwein, ein Mädchen im Allgemeinen verwendet. Diese Werte sind jedoch neuer. Zu ihrer Entstehung hat vor allem die Tatsache beigetragen, dass in den litauischen Dialekten, wenn man über das Kind des Schweins spricht, am häufigsten die Kleinformen des Wortes pafšas verwendet werden: paršiūkas, paršūkas, paršėlis, parsiscias. Die alte Bedeutung des Ferkels ist auch in den Wörtern poršiūotis, „das Ferkel führen“, parsuotis, paršinga, „das Schwein führen“ erhalten geblieben. | Liet. parš(i)ūkas gelangte auch in benachbarte slawische Sprachen: baltr. 1999: Die Nacht, die Nacht, die Nacht, die Nacht, die Nacht. parsiuk, rus. napcyk, mnapumiyk, napciok. Die slawischen Wörter werden in verschiedenen Bedeutungen verwendet:,,- parSas®,,,meitélis®, „mager, schlechter Sertas Parsch“. Einige Formen der russischen Sprache neigt O. Trubatschow dazu, als Entstehung nicht durch Anleihen, sondern durch Reduktion aus anderen slawischen Formen zu erklären. Dazu hat ihn vielleicht die Tatsache veranlasst, dass die russischen Namen mapcyk, napciok® weit und isoliert vom litauischen Territorium (in der Nähe von Rjasan) gefunden werden. Sie können jedoch als Überreste des baltischen Substrats interpretiert werden. * G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 178. *“ O, H. TpyGaues, Ilponcxoxjenne..., S. 61; M. Vasmer, Et. Wb., II, S. 409. *5 E. Lidén, KZ, 56, S. 218. * F. Specht, Der Ursprung der indogermanischen Deklination, p. 34-35. 27 J. P. Rona, Der indoeuropäische Feuerkult, Montevideo, 1957, S. 14; plg. O. H. Tpy6ayes, [lpoucxoxjenne..., S. 63. i * E. Benveniste, Bulletin de la Société de linguistigue de Paris, 45, S. 77, 85. 2 B. Ilaab, ToakoBwlii CJioBapb KHBOTO BeJHKOpYcckoro s3biKa, III, S. 19. 172
Wörter baltischen Ursprungs finden wir auch in weit entfernten slawischen Gebieten weit weg vom heutigen Litauen und Lettland*?. Der indoeuropäische Name des Ferkels findet sich in ir preußischen Denkmälern. Das Elbinger Wörterbuch enthält folgende Wörter: Prastian Ferkel (686 Wort)?!. Die meisten Forscher (A.) Betzenberger, R. Trautmanas, J. Endzelynas, K. Būga) pr. Prastian taiso į parstian< *parsistian®®. Das preußische Wort hat das gleiche ta Kleinbuchstaben-Suffix, das wir bei su pr getroffen haben. eristian, camstian, swintian. Der preußische Name des Ferkels findet sich in preußischen ir Ortsnamen, was übrigens auch die Richtigkeit der parthischen Rekonstruktion bestätigt, vgl. In: Parstian Pr. + Laucks „Schön“, Porsekaymen < *parsas+pr Caymis „Dorf“**. Das geht. Der Name des Ferkels findet sich ir in finnisch-ugrischen Sprachen: suom. porsas, est. pėrzas, veps. Porzas, vad. Porzas, lyv. Puéras, mard. Purhts, pursez. Die Indoeuropäizität dieser Wörter wird von den meisten Forschern nicht in Frage gestellt, aber in irgendeiner Weise ir iš Das ist die Idee, die hinter dem Projekt steckt. Die finno-ugrischen Sprachen haben diesen Namen für das Ferkel geliehen, die Meinungen der Sprachwissenschaftler gehen auseinander. V. Tomsen neigte dazu zu glauben, dass die finno-ugrisį chen Sprachen die erwähnten Wörter in iš die baltischen Sprachen** einführten. Diese Stellungnahme wurde nachdrücklich unterstützt von K. Bogen. Er schrieb: „suom. porsas, md. pur'hts, pyr'hts(ez) (mokša), pur'ts, pur'sez, purtsos (Grommeln) „Ferkel, Ferkel“, Ferkel. Porsch, porysch, vot). Parz, Paris, Vog. Pörys, pres, pores, ostj. Pferd "Schwein" muss auch ein deutsch-- schwedischer Ursprung sein... Durch den Handelsiš weg konnte der asiatische Landpars durch die Marwi leicht auch zu den Perm ir Ural-Finnland. Das Zentrum der Schweinezucht, wie die Geographie des Wortes Ferkel zeigt, war im Osten, ne aber im Westen. Denn die to Finno-Ugrischen konnten die Ferkel der Skythen iš nicht bekommen..., die, offensichtlich Nach Herodot hielten sie überhaupt keine Schweine. Parso ir *nur (Suom. Salz...) „Salz“ auf der langen Reise ist nicht ko überrascht, weil dieser Gegenstand im menschlichen Leben sehr wichtig ist. Andere Wörter aestischer Herkunft Im Osten sind die Marder-Cheremissir en angekommen. Schweine Salz ir Alif-Lam-Ra. Sals) das iš Land der Eisländer in das Land der Marder-Cheremis ir gelangt war, war es nicht mehr schwer, sich iš hier mit su Waren bei ihren weiter ir entfernten Nachbarn zu finden.“**. Andere Forscher, die sich hauptsächlich auf geographische Gründe stützen, schreiben den finno-ugrischen Namen des Schweins der indoeuropäischen Schuldschicht der finno-ugrischen Ursprache®® zu. Freunde der Schweiz. su Schweine ir und andere į šį In der Schicht ir befinden sich Wörter, die von anderen Forschern als Baltismen angesehen werden, suom. jyvd „Getreide“ (Bd. Lied. (Hrsg.): Suom. Sisar „Schwester“ (Bd. Lied. 100 mg/ Tag). In letzter Zeit gewinnt eine solche Meinung immer mehr Anhänger. ir Dennoch wäre es noch zu früh, die šį Angelegenheit als endgültig gelöst zu betrachten. Ost. Wenn du , es nicht willst, dann... % O.H. Tpy6aues, Ilponcxoxjtenne..., p. 63—64; M. In: Vasmer, Et. Wb., II, p. 317-318; T. Zdancewicz, Lingua Posnaniensis, 8, p. 346; Cz. Kudzinowski, Acta Baltico-Slavica, 1; p. 224. ** R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiiler, p. 92; Denkmäler der preußischen Sprache, p. 73. ** R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 408; J. Endelin, Altpreußisch, p. 219; K. Ausgewählte Widgets, I, p. 305. ** K. Ausgewählte Widgets, I, p. 424; II, p. 384; III, p. 677; G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 115, 131. *4 V. Thomsen, Berėrings zwischen de finnischen og de Baltische (litauisch-lettisch) Sprache, p. 206. *5 K. Buch 1, Kapitel 3 p. 592, ** JI. Xaxynnnen, Passurke H cTpyKTypa Onhuckoro ssmka, II, p. 38; E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 542; J. Kalima, Festschrift fiir Hermann Hirt, Heidelberg, 1936, p. 199-214; E. In: A.J. Itkonen. Joki, Suomen kielen etymologinen sanakirja, III, Helsinki, nur von Schweinen®. 1962 p. 606. 173
Jahre. Dagls ,,weissund schwarzbunt, brandfarben mit schwarzen Flecken, gew. - Ja, das ist es. Witz (M.) In: 67), Katkus, plg. Lied. Schwarz. Lat. Judzis ,.ein Ferkel mit einem Querstreifen liber dem Riicken* (2. Auflage, 128), Bd. Jahre. Streifen „der Giirtel®, gebürstet „gúrten“. - Ja, das ist es. Pfeiffer-Krankheit (M.) In: 67), Katkus, plg. Lied. Kehrschaufel. - Ja, das ist es. Gelb (M.) In: 67), Katkus, plg. Lied. Grün. Es gibt ir Namen des Schweins, die einen anderen Ursprung su haben und mit anderen Merkmalen dieses Tieres in Verbindung stehen: Lat. Kofferraum „ein großes, mageres Schwein“ (2. Auflage, 255), Bd. Jahre. Kophrat „langsam gehen, sich schleppen“. Lat. Schnarchen „ein (Mager) Schwein, das nicht recht fressen will“, Znergle, Znérba, *nefga „ein nicht recht (fr)essen wollendes Ferkel weg. Kind“ (EM, IV, 823, 825; II, Bd. 821), Jahre. Zpefgat ,,wihlerisch sein beim Essen, ohne rechten Appetit essen”. Be vom oben genannten Schwein (Lied. Der Name „Schwein“, der von vielen Sprachwissenschaftleiš rn als Leihgabe aus den slawischen und baltischen Sprachen ir angesehen wird, findet sich in den baltischen Sprachen in einem anderen, seltener verwendeten Namen des Schweins fremden Ursprungs: - Ja, das ist es. Kabénas „Mädchen, Speck“, männlich. Kaboniokas (Hrsg.) V, 25) Wahrscheinlich iš stammt aus Belarus, plg. Baltr. KaGan, russisch. Kagan, links. Die Tasche. Die Quelle der slawischen Wörter sind die türkischen Sprachen, plg. Leidenschaft. Kappe kt. ir - Ja, das ist es. Kniur „Mädchen“, „schüchter- , nes Schwein“, „Schwein“ (LKZd., VI, 266, 279) Auch wahrscheinlich eine iš Schuld an den Slawen, vgl. Baltr. Kuyp ,.kuilys, šernas“, ukr. KHyp „„Mädchen“ poln. knur. Dieses Wort in den slawischen Sprachen hat wiederum einen sehr unklaren jo Ursprung, eine vollständigere Form ist sen. Russisch. KHOpo3, dessen erste Komponente mit rus verbunden su ist. KOpHbIH (Bd. KOpHOYXHH „beschnitten“), o der zweite versucht, gr. su Spion „pautas“, su mit dem das litauische Wort erzilas® ir vermutlich verwandt ist. - Ja, das ist es. Afitrius ,tekis, kuilys®, afitris, iferius (Hrsg.) I, 139; IV, 126), Slawismus, Bd. Links. wnet(e)r ,,männlich z mit versteckten Kernen®. Lat. Maske ..eine Sau mit Ferkel* (EM, II, EH, 546—7; I, 784) Wahrscheinlich, wie gedacht J. Endzelynas, stammt aus Macka, iš dieser Rus. o iš Mauka „Miitterchen“. Lat. §vifika „ein Schwein““ (EH, II, offensic661), htlich stammt iš aus Russland. CBHHKA Das Schwein, šfür plg. Jahre. švakstėt: svakstėt, švampdties: svampūtiės, švepstis: svepstis, Švipstėt svipstėt kt. : ir - Ja, das ist es. Blei „Schwein“ Čagatė, Šakyna, Gruzdžiai) kann auch ein Wort slawischen Ursprungs sein, vgl. Links. Schwein. Wie wir sehen, variieren die Namen der Schweine in den baltischen Sprachen enorm. Sie haben keinen allgemeinen Artnamen für dieses Tier. Die einzelnen baltischen Sprachen haben einige der alten Iden gut erhalten. Namen der Schweine. In diesen Sprachen gibt es viele phonetische Schweinenamen. Die Herkunft einiger Namen ist bis heute nicht ausreichend geklärt. In den ir baltisch-slawischen Sprachen unterscheiden sich die Namen des Schweins erheblich, ir obwohl es einige Gemeinsamkeiten gibt. 68 M, In: Vasmer, Et. Wb., I, p. 495; O. H. Tpy6aueB, Ilponcxoxjtenwe..., p. 69. 69 M. In: Vasmer, Et. Wb., I, 580; O. H. Tpy6aueps, Ilponcxoxjiemne..., p. 65—66. 70 A. Senn, Journal of Central Europäisch 19. Juli, 1956, 2018 p. 190, plg. E. In: Frae nkel, Et. Wb., p. 1045. 180
KATZE Wenn es einen guten Grund gibt, den Hund als den ersten vierbeinigen Freund des Menschen zu betrachten, dann ist die Katze zweifellos das allerletzte Haustier, das der Mensch domestizierte. Die ersten Katzen wurden von den alten Ägyptern domestiziert. In den Zeichnungen des alten Ägypten erscheint es erstmals während der Herrschaft der 12. Dynastie, also zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr.! Die alten Ägypter hielten Katzen in großer Zahl, hielten sie für heilige Tiere und balsamierten sie nach dem Tod sogar ein. Die Bedeutung der Katze im alten Ägypten wird vom griechischen Historiker Herodot ausführlich beschrieben, und Diodor von Syrakus (zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. – Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr.) beschreibt ein Ereignis, das er mit eigenen Augen erlebte, als ein Römer, der versehentlich eine Katze getötet hatte, selbst von einer wütenden ägyptischen Menge getötet wurde. In Europa erscheinen Hauskatzen viel später. In schriftlichen Quellen wird die Hauskatze erstmals in der Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. erwähnt. Während man in einigen lateinischen Quellen aus dieser Zeit darüber streiten kann, ob das Wort cattus (catta) dort im Sinne von Wildoder Hauskatze verwendet wird, heißt es in der Biographie von Papst Gregor dem Großen aus dem Jahr 600 n. Chr., dass er „nichts auf der Welt besaß, außer einer Katze, die er oft streichelte, als wärme er seine Lebensgefährtin in seinen Armen“. Hennes vermutet, dass sich die Hauskatze im Römischen Reich wahrscheinlich im 4. oder 5. Jahrhundert n. Chr. im Zusammenhang mit dem Zustrom asiatischer Ratten oder spanischer Kaninchen verbreitet hat. Zu dieser Zeit erhielt auch das lateinische cattus, catta, das früher verschiedene wilde Tiere bedeutete (Schwalbe, Ziege), eine neue Bedeutung: Hauskatze. Aus Rom verbreitete sich die Hauskatze und mit ihr der Name dieses Tieres in andere europäische Länder. Wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends beginnt sich die Katze allmählich auch in den slawischen und baltischen Ländern auszubreiten. In archäologischen Funden aus dem 8. bis 12. Jahrhundert auf polnischem Gebiet sind bereits einige Überreste einer solchen Hauskatze gefunden worden. In Fossilien aus dieser Zeit sind ähnliche Überreste auch auf dem Gebiet der Litauischen und Lettischen SSR® gefunden worden (in England war die Hauskatze im 10. Jahrhundert ebenfalls noch ein seltenes Tier*). Der Ursprung des Namens Catta ist sehr unklar. Einige Sprachwissenschaftler neigten zu der Annahme, dass die Römer diesen Namen für dieses noch wilde Tier von den Germanen übernommen haben könnten. Denn in den germanischen Ländern waren Wildkatzen sehr beliebte Tiere. Die Form *kat(t) „Krümmung, Krümmung“ kommt in der germanischen Ortsnamensprache sehr häufig vor, so dass die ursprüngliche Bedeutung der Katze „Tier mit gekrümmtem Rücken“ sein könnte. Allerdings war der gleiche Name dieses Tieres auch in den keltischen Ländern verbreitet, vgl. kimr. Cath, Korn. Cath, Bret. Caz, Luft. Katze. Dies gab den Grund, diesen Katzennamen als gemeinsamen germanisch-keltischen oder keltisch-- germanischen ZodZiu® zu betrachten. Der germanische Ursprung des lateinischen cattus, catta wird teilweise unterstützt durch 1 V. Hehn, Kulturpflanzen und Hausthiere in ihrem Ubergang aus Asien nach Griechenland und Italien sowie in das übrige Europa, Berlin, 1902, S. 456—457; C. Keller, Die Abstammung der dltesten Haustiere, S. 81—83; M. Hilzheimer, Haustier- ,—M. Ebert, Reallexikon der Vorgeschichte, V, S. 220; H. Ranke, ten pat, S. 220; E. A. Boraauos, Ilponcxox jeune JOMAaUHHX XXHBOTHLIX, S. 294—301. 2 V, Hehn, ten pat, p. 462; O. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, I, p. 565. 3 W. Hensel, Die Slaven im friihen Mittelalter, S. 79, 94; K. IlaaBep, ®opwmupopanne TeEpHoĖdayHbi H H3MEeHUKHBOCTb M/JIeKOnHTAIOIMmHX IlpnGajiruKH B rosouene, S. 370—371. 4 E, A. Bornauos, ibid., S. 295. 5 O. Schrader, ibid., I, S. 566; F. Kluge, Et. Wb., S. 357. 181
Die Tatsache, dass es im Lateinischen tatsächlich viele Namen für wilde Tiere gibt, die aus dem Germanischen entlehnt wurden, z.B. lat. alcés „Hirsch“ < ger. 1. Aufl., Bd. II, S. 109. *ur, lat. bison „Stumbras“ < dt. Wisund et al. So konnten auch die römischen Soldaten den Namen der wilden Katze in germanischen Ländern kennenlernen. Dieser Annahme widerspricht jedoch vor allem die Tatsache, dass die Herkunft des Namens dieses Tieres nicht glaubwürdiger durch germanische Tatsachen erklärt werden kann. Darüber hinaus würde die Geschichte des Tieres selbst einer solchen Aussage widersprechen. Auch die Hypothese, dass der Name der Katze aus dem lateinischen cattus und anderen europäischen Sprachen dieser Wurzel stammt, ist nicht sehr verbreitet. Die letztere Hypothese basiert hauptsächlich auf der Annahme, dass Ägypten das Zentrum der Domestikation der Katze war, aber es gibt bisher nur wenige Daten, die dies bestätigen. Daher betrachten viele Forscher, die beide Hypothesen, die wir gerade erwähnt haben, skeptisch betrachten, das lateinische cattus als ein wandelndes Wort unklaren Ursprungs.“ Es gibt keine einstimmige Meinung darüber, auf welchem Weg dieser Katzenname in die slawischen Sprachen gelangte. Die Quelle des slawischen Stammes wurde an mindestens mehreren Orten gesucht. Stender-- Petersen hielt die Got als solche Quelle. *katts, K. Knutsonas® —deutsch: Katze Jam. Katze. Hrsg.: M. Fasmeris sl. kot hatte versucht, aus dem mittelgriechischen xarra abzuleiten (später selbst diese Interpretation zurückgezogen)?. Die meisten Befürworter der Hypothese sind jedoch der Meinung, dass es sich um eine falsche Behauptung handelt. Kort Quelle ist die lat. cattus?- ?. Diese Hypothese wird wahrscheinlich am besten durch die Geschichte des Tieres selbst unterstützt. In den slawischen Sprachen wurde das Wort koto offenbar zunächst als Artname für ein Tier verwendet, sowohl für das Männchen als auch für das Weibchen, und erst später, in den slawischen Sprachen selbst, erschienen neue Varianten des Namens nach Geschlecht und Alter des Tieres. Verschiedene Varianten dieses Katzennamens sind in den slawischen Sprachen ziemlich weit verbreitet, vgl. Altrussisch. In: Rus. KOT, KONIKA, KOTĖKOK, ukr. KiT, Killlka, baltr. Kor, Kouika, Bulg. Kotka, Kotak, Kotapak, KOT, Kore, serb.-chorw. 16. Aufl., Bd. kocka, kocour, kote, kot (tarmėse), slovk. kot (tarmėse), kocur, koca, kociatko, lenk. Kot, kotka, kas. Koet, koetka, luz. Höhe. Würfel, Kugel, Kugel, Licht. Jam. kot, koca, kocka, kocor'!. Wie wir sehen, ist dieser Katzenname am häufigsten in der nordslawischen Sprachgruppe verbreitet — in den serbisch- -kroatischen, slowenischen Sprachen wird er kaum verwendet (vgl. serb.kroat. Mauka, mauar, slov. macka, mačak, maček). Auf diese Weise umfasst es in gewisser Weise das Gebiet der nordslawischen und, wie wir sehen werden, der baltischen Sprachen. Dieser Katzenname findet sich in drei baltischen Sprachen, vgl. lit. katė, lat. ka-' kis, pr. catto. Die Herkunft des Namens ist ebenfalls unklar. J. Endzelynas neigte dazu, den baltischen Katzennamen als eine Anleihe aus dem Deutschen oder den slawischen Sprachen zu betrachten (...zunūchst entweder aus mnd. katte oder aus slav. kot®)'2. R. Trautman betrachtete sowohl den slawischen als auch den baltischen Namen dieses Tieres als gemeinsame Schuld®®. ® M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 643—644; F. Stawski, St. et., II, S. 559; O. H. Tpy6aues, IMponcxoxnenne.- .., S. 96; E. Fraenkel, Et. Wb., S. 228. 7 A. Stender-- Petersen, Slavisch-- germanische Lehnwortkunde, Goteborg, 1927, p. 354 —356. 8 K. Knutsson, Die germanischen Lehnworter im Slavischen von Typus buky, Lund, 1929, p. 63—64. * M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 643. 100, H Tpyb6aues, [poucxox iene..., S. 96; F. Slawski, Si. et., HH, S. 559; M. Vasmer, Et. Wb., I, p; 643. gH O. H. Tpy6aues, Ilponcxoxjenne..., S. 95; F. Stawski, St et., II, S. 559; M. Vasmer, Et. Wb., I, S. 643. 2. gM, II, p. 171. 13 R. Trautmann, B-Sl. Wb., S. 120. 182
Wahrscheinlich kann nė keine dieser Behauptungen kategorisch abgelehnt oder bestätigt werden. Dennoch scheint es richtiger zu sein, die Frage des Namens der ir weißslawischen Katze gemeinsam zu lösen, nur natürlich sollte man nicht verstehen, dass dieser Name eine gemeinsame Schuld der weißslawischen Epoche ist. Eine solche Aussage würde durch die Chronologie widerlegt, denn sowohl in baltischen als auch in į slawischen Sprachen į kam dieses Wort bereits in der Bedeutung einer Hauskatze, das Konzept, wie wir gesehen o ši haben, erschien erst I-mojo Mitte des Jahrtausends. Aus diesem Grund wird dieser Name der Katze nicht einmal als konslawische Entlehnung angesehen. Man sollte vermuten, dass die Slawen in Weiß mit ihm ungefähr vertraut ir su Ende des I-mojo Jahrtausend irgendwo in der Nähe der nördlichen slavų ir Grenzen der südlichen Weißen, ir iš Hier wanderte der Name von Süden nach Norden, ohne im į Süden die ir südslawischen Sprachen zu erreichen, im Norden das Lettische über die Kurischen. In der o litauischen į Sprache gibt es mehrere Varianten dieses Namens, z.B. katė, katis, katinas „katės patinas“, kūtas, katiniokas, kačiūkas „katės vaikas“, kačiūkė, kačiūkštis, kačiūtė, kačiūtė, kačiūtis, kačiokas, kačiūtis, katénas, katélis, katynas, katinūkas, katytis, katūkas, katūitis, katūtis (Hrsg.) V, 32—3, 406, 407, 410, 411, 415). In der litauischen ir Sprache, wie in einigen slawischen Sprachen, plg. Russisch. Komödie, op. Kika u.a., der ir Artname dieses Tieres wurde durch den weiblichen Namen verallgemeinert, der Name dieser Wurzelkatze kommt in der litauischen Hydronymie ziemlich häufig vor, vgl. ir Katupis, Katino upelis, Katinėlis (ež.), Katinravis, Katišius (ež.)*4, Es gibt einige Varianten dieses Katzennamens in der lettischen Sprache, ir vgl. Jahre. Kaki, Kaki, Kaken, Kaken „das Weibchen der Katze“, kakičte, kakine, kakiene, katene, — katana, katins „ein Kater“, katans, katens, kakėns ,.eine junge Katze, ein Kitzchen®, Kakuléns, Kakulitis, Kakelgns, Kakenitis (EM, 11, 139—40, 171: Eh. T. J 576, 592). | J. Der Engel erklärt, dass lat. Khaki su k Anstelle des f erwartetiš en erschienen Kurische Sprache, wo die Form des Nomens war *katis, o vom Adelsnamen jau kata, der in der lettischen Sprache o zu kaka wurde, nach šį ir Der letzte Konsonant su k wurde im gesamten Paradigma verallgemeinert?*. Verschiedene lettische Varianten des Namens der Katze sind in der lettischen ir Ortsnamensprache zu finden, z.B. Kakupe, Kakupite, Kakęnęzęrs, Kakites-strauts, Katėni, Katinkalns usw. **. ir Lat. Kaki, t. y. Die männliche Form des Namens ist ir der Gattungsname des Tieres. Ein ähnlicher Prozess ir erfolgte in der polnischen Sprache, wo die Form kot die Funktionen des Artnamens des Tieres übernimmt. In den preußischen Denkmälern ist das Wort catto einmal in dieser Verbindung aufgezeichir net Paustocatto Die Katze im Sack (Paustocatto Wildekatze, ein Wort aus dem Elbinger 665 Wörterbuch)! ", aber die jo Authentizität lässt keinen Zweifel aufkommen, da der Name der Katze sehr oft in der preußischen Toponymie vorkommt, vgl. ir Kath, Katelauke (< In: Kath+ pr. Laucks „Schöner Boden“, Kathemedien (< In: Kath+ pr. Median „Wald“), Katpanye (< Kath.-pr. + Pannean „Sumpf, Moor“), Kattenplick, Cattiten®. Netto-Eiir nkommen. Paustocatto kann ein Wert sein 4 Litauen Liste der Seen in ir der Tschechoslowakei p. 70-71. 1s EM, TL, S. 140. 16 J. Endzelins, Lettland Ortsnamen der PSR, I, 2, p. 8—11, 58. 7 R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiiler, p. 91; Denkmäler der preußischen Sprache, p. 72. '* G. Gerullis, Die altpreussischen Ortsnamen, p. 57-58, 233; J. Endelin, Altpreußische Sprache, S. 190. 183
Aus dem Deutschen. wilde Katze, vgl. pr. pausto,- wild*: altslawisch pusto, vgl. u. a. paustocaican „wildes Pferd“ (Wort 654 des Elbinger Wörterbuchs). In der litauischen und lettischen Sprache gibt es eine ganze Reihe von Katzennamen, die einen fonetischen Ursprung haben und normalerweise in der Kindersprache verwendet werden oder einen gewissen angenehmen Ton haben. Litauisch kūcas, kūcė, kūcius, kaciūkas, kūckis (LK Žd., V, 29—30), vergleiche lit. kdc,,interj. „Katze schreiend“, kacénti „Katze schreien“. Litauisch kica, kicaras, kicė, kicius, kicka, kickis, kickė, kicūkas, kicūlis, kicūtė (LK Žd., V, 740—1), vgl. litauisch kic,,interj. katę šaukiant- “, kicénti, kat¢ šaukti““. Lat. kicitis, „die Katze (in der Kindersprache)“ (EH, I, 607), plg. lat. kic, kic, kic, kič „Interj., mit welcher Katzen, Schafe, Ziegen gescheucht werden, kicinat „eine Katze aus einem Raum verjagen““. Es ist zu beachten, dass Katzennamen, die von einem ähnlichen Wort stammen, auch in slawischen Sprachen vorkommen, z.B. in russisch. Kucka, Licht. Höhe. Treffer, Check. Opa, Opa, Opa, Opa. Katze, Katze. O. Trubatschow** scheint zu Recht anzunehmen, dass solche Lautwörter älter sein können als der Name der Katze selbst (es wird auf den Spitz und so weiter gedacht), da sie in vielen Sprachen weit verbreitet sind, um nicht nur die Katze, sondern auch andere Tiere zu rufen??. In der lettischen Sprache sind die Namen der Katze mit dem Laut kic, kac nicht weit verbreitet, weil dort diese Laute keine spezifische Bedeutung für den Ruf der Katze erlangt haben, wie zum Beispiel in der litauischen Sprache. In der lettischen Sprache werden für den Ruf der Katze am häufigsten die Lautwörter: ific, ifici, mific, mifici, pific und andere phonetische Varianten dieser Wörter verwendet?!. Neben diesen Lauten finden wir im Lettisch auch Namen für Katzen: izics, ince (EM, I, 707: EH, I, 430), miicis (EM, II, 629), piūicis, pifice (EM, III, 218; EH, II, 234). In einigen Fällen können diese Katzennamen Wörter von phonologischem Ursprung sein, die aus den von uns gerade erwähnten Lautwörtern ifici, mifici, pific entstanden sind, aber Ci ist bereits ein späterer Prozess. Tatsächlich stammen die Lautwörter ifici, miūici von Katzennamen ab, deren Quelle wiederum die deutsche Sprache war. Lat. iicis, ince kilo iš vok. Hinz, Hinze,,Name des Katers in der Tierfabel““2, o vok. Hinz ist eine angenehme Form des Vornamens Heinrich, vgl. Fritz —Friedrich, Gotz —Gottfried ir kt. ** Lat. myricus stammt aus dem Deutschen. Jam. minze, mintse,, Katze “24, lat. Lautwort pific und Katzenname piricis, pifice könnte als Reimwort neben lat. ifici, mifici und den daraus abgeleiteten Katzennamen entstanden sein. Wahrscheinlich hat auch ein anderer, im Lettisch sehr häufig verwendeter Name der Katze —ruficis, runčinš, runčelis, runčuks, runčukėns, rimcens, rūncins, rūnciene, ruiika, runkis, rūkis (EM, III, 561, 570; EH, II, 384, 385) — einen fonetischen Ursprung. Diesen Katzennamen sollte man wohl mit dem Verb „brausen, sausen, briillen, tosen, kolern, brummen, knurren“ in Verbindung bringen, vgl. lacis, lauvas, vilks, cūka, dundurs, rubenis, kakis rūc (EM, III, 569; EH, II, 388), vgl. u. a. lit. riikti „„brūllen“, rus. pbikaTb, sen. Isl. rymja „brüllen, brummen“ ir kt,? ** 19 O, H. Tpy6aues, Ilpoucxoxaensue..., p. 99. * O. H. Tpy6aues, ibid. F. Kluge, Et. Wb., p. 371. # K. Dravinš, V. Rilke, Interjektionen und Onomatopdie in der Mundart von Stenden Lund 1962, p. 58. # J. Sehwers, Sprachlich-kulturhistorische Untersuchungen, p. 41. # F. Kluge, Et. Wb., p. 309. *4 J. Sehwers, das gleiche, p. 80; EH, I, p. 815. * EM, III, p. 561; J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 867—868. 184
Iš Der letzte Name der Katze in der lettischen Sprache ist in einigen ir į litauischen Dialekten eingegangen, vgl. Rufšicis „Katze“ (S. 100, links). In den ir litauischen und lettischen Sprachen gibt es noch einen anderen ir Katzennamen unterschiedlichen Ursprungs, der meistens eng verwendet wird und einen bestimmten Bedeutungsnachdruck hat: - Ja, das ist es. Schnabelschwanz „Katze (im Rätsel)“ (2. Aufl., Bd. 122), Lied. chuF „in verschiedenen Bedeutungen verwendet. garsaZodis®, Rassel „Gänslein“, Rassel „kalė“, čiurinėti „Krutėti, vaikštinėti“, čiurd "wer im Bett pinkelt". - Ja, das ist es. Niere „Katze (Folklorwort)“ (Hrsg.): V, VI, VII, VIII, 219), IX. Lied. Knefpti, knifrpti. - Ja, das ist es. Kniauka „Katze (im Rätsel)“ (Hrsg.): V, VI, VII, VIII, 224), IX. Lied. Knistern. - Ja, das ist es. rdinis, -ė, rainis, „Katze“, -ė vgl. Lied. rdinas, rainas. Lat. Swipur „eine grosse, graue, schwarzgesteifte Katze““ (III, Bd. 1163), Jahre. Pfeifmaus „eine braune Feldmaus-mit einem schwarzen Streifen iiber dem Ricken“. Lat. Tisele ,.eine weibliche Katze®, Tiszitis (EM, IV, Wort unklarer 204), Herkunft, vielleicht sollte es mit dem Lautwort tisu in su Verbindung gebracht werden ,,Interj. bei Necken gebraucht* (EM, IV, Beim Abschluss 198). der Übersicht über den Namen der Katze sollte noch darauf hingewiesen werden, dass in der litauischen Sprache der alte Name der Wildkatze vilpisjs erhalten geblieben ist. Dieses Wort wird erkannt East In: Lexikon der deutschen Sprache, Bd. Katze,WilpiBys, Bio, Holz m. Katze (Ph. Ruhig, Lex., II, WilpiBys, 402). Bio, eine wilde m. Katze (Chr. G. Mielcke,Wb., I, 330). Wild Katze, WilpiBys, io, Holz m. Katze (Chr. G. Mielcke,Wb., II, 541). Iš In diesen Quellen ein solcher Name der wilden Katze kam ir į Andere East In Preußen ir In Litauen veröffentlichte Wörterbücher und verschiedene Schriften. So ist die erste Quelle dieses Wortes P. Wörterbuch der Rumänischen Sprache. G. H. F. Nesselmann in seinem Wörterbuch bemerkt, dass ein solches Wort von Die Hornhaut ist nicht bekannt. Kein solches Wort gehört ir F. Kurfürst. Die Authentizität kann jedoch jo nicht in Frage gestellt werden, da sie in der litauischen Ortsund Anthroponymie vorkommt. Tiek F. Kuršaitis, sowohl ir G. H. F. Nesselmann bezieht sich auf den Ortsnamen Vilpišiai (...Wilpischen ist der Name eines Unternehmens Dorfes im Kirchspiel Gerwischkehmen in einer ehemals waldigen Gegend bei Gummi-Innenseite... G. H. F. Nesselmann, Wb., Dieser 80). Ortsname wird in der Nähe ir gefunden Taujėnų Der Name des Dorfes o wird in der Ortsnamensliste erwähnt. Lügner. Bekannte Nachnamen sind Vilpišauskas, Vilpiševskis, Wilpiszy (gebogene Form). - Ja, das ist es. Vilpisps ist ein altes indoeuropäisches Wort. Andere baltische o und slawische Sprachen sind nicht bekannt. jo Er ist liet. Lapé, Lot. Fuchs ir usw. Das ist die Idee. *ulp, *wurzelwörter, die verschiedene Raubtiere bezeichnen (Fuchs, Schakal, Wolf), Verwandter. - Ja, das ist es. Die nächste Bedeutung von vilpišys ist vid. Pers. Gurpak „Hauskatze“, pers. Ibarah, kur Iran. *Yrpa entspricht Ide. Ulpos*?. Iš Der Name der slawischen wilden Katze behielt den alten. Slawiscir he polnische Sprache, plg. Sie. sl. st5bls, Fuß, Schlaf. Links. zdeb, Schritt, links. Knall, Knall, Knall. Die Etymologie dieses Wortes ist ziemlich unklar. Alleine die Entdecker (Gr. (Hrsg.): A. Bruckner. jį su stark, andere (O.) Trubadur su (russ. CreGejib, lit. Stamm, somit die primäre sl. *stsbjs-- Wert wäre „starke Katze“ oder „die in Schilf lebt“, letztere Etymologie wird von einem der heutigen russischen Namen der Wildkatze unterstützt KaMbINOBbIH KOTA", * J. In: Pokorny, Et. Wb., p. 1179; E. In: Fraenkel, Et. Wb., p. 340, 1254. ** O. H. Tpy6auesB, TIlponucxoxjenxne.., p. 92—94; A. Briickner, St. Pölten und. ; "p. 649 — 650. 185
Wie wir also sehen, wird in baltischen und vielen slawischen Sprachen ein gemeinsamer Name für die Katze verwendet, der wahrscheinlich zur gleichen Zeit aus einer und derselben Quelle entlehnt wurde. In baltischen und slawischen Sprachen gibt es eine Reihe von späteren, meist phonologischen Namen. Darüber hinaus wurde im Litauischen und in den slawischen Sprachen der Name einer Wildkatze unterschiedlichen Ursprungs verwendet. Nachdem wir uns die Namen der Haustiere in der baltischen Sprache angesehen haben, können wir einige allgemeinere Schlussfolgerungen ziehen. Die baltischen Sprachen haben die alten Iden vergleichsweise gut erhalten. Namen von Haustieren. Süd, lat. huns, pr. sunis; lit. avis, avinas, lat. avs, auns, pr. awins; lit. ėras, jėras, vėras, lat. jėrs, pr. eristian; lit. ozs, ožka, lat. ūzis, pr. wosee, wosux; lat. gauven; lit. kalvis, lat. wersis, pr. werstian; liet. pėkus, pr. vnsk. Gal. Kern; lit. ašva, ešva, ašvienis, pl. aswinan ‚Stutenmilch‘“ lat. sivėns, suvėns, pr. swintian; Lied. paFsas, fr. Parstian ir kt. ). | Von den baltischen Sprachen kann aufgrund der Archaikität des Wortschatzes in diesem Bereich keine einzige ausgeschlossen werden. Die Letten zum Beispiel haben das alte Ide nicht überlebt. Der Name des Pferdes (ide. *ekuo-s), während in der litauischen Sprache das alte ide verschwunden ist. Rindername (ide. *guou), der im Lettisch erhalten geblieben ist, im Litauischen fehlt die alte Ide. Spuren des Schweinenamens (ide. *sus/*suy), der im Lettisch gut erhalten ist, aber in der lettischen Sprache hat der sų Slawismus kaza das alte ide verdrängt. Ziegenname, der in Litauisch und Prūsisch erhalten geblieben ist (Lied. Ožka, pr. wosee) t. ir t. In diesem Wortschatz sticht der lettische Rindername J/udps hervor, der nur in der albanischen Sprache eine genaue Entsprechung hat —alb. - Opa. Vergleich der Namen von Haustieren in baltischen Sprachen mit anderen Ide. Wenn man die Namen dieser Tiere in den verschiedenen Sprachzweigen untersucht, sieht man deutlich, dass die meisten Gemeinsamkeiten mit den slawischen Sprachen bestehen (liet. kdrvė, pr. curwis „Rind“: rus. In: Link. Krowa und andere, lit. tėlias, teliūkas, lat. telš, telęns: poln. Kalb, russisch. TeneHok ir kt., lat. vepris (liet. Vėpriai, Vepriškiai, Veprinis): rus. Bd., Bd. Schweine usw.). Von den baltischen Sprachen kann man durch die Nähe eines alten Wortschatzes aus diesem Bereich nicht den entsprechenden Wortschatz der slawischen Sprachen ausschließen. |; In allen baltischen Sprachen finden wir eine ganze Reihe von slawischen Namen für Haustiere, meistens sind es neuere Entlehnungen. Die größte Gruppe von Leihwörtern in diesem Bereich bilden die Slawismus. Einige Slawismus sind in alle drei baltischen Sprachen eingedrungen, andere sind für zwei (meist Litauisch und Lettisch) oder für eine Sprache charakteristisch (liet. kūrtas, lat. kufts, pr. curtis; lit. kuilys, lat. kuilis, pr. cuylis (die Slawität der letztgenannten Wörter kann bezweifelt werden); lit. Färse, lat. telica; lit. baronas, lat. baranina; lit. drigafitas, lat. drigants; lit. rum, lat. rum; lit. sūbalas, „der Name eines Hundes“, lat. sabulis; lat. kaza, pr. slidenikis, pr. wuysis, lit. gofi¢as, lit. škapė, lit. bulūnas, lit. kabénas, lit. kniūras und andere). Quellen der Entlehnung sind in der Regel benachbarte belarussische, russische, polnische Sprachen. Einige Slavismen könnten auch aus dem Litauischen ins Lettische gekommen sein. Die Slawismus im Preußischen sind meist polnischen Ursprungs. Die baltischen Wörter dieses Bereichs sind in die slawischen Sprachen nur sehr wenig eingedrungen (poln. Parsiuk, baltr. In: Rus. napuyk). 186
Man kann auch eine gemeinsame baltische Schicht von Namen von Haustieren unterscheiden (liet. pjērgas, lat. zifgs, pr. sirgis; lit. eržilas, lat. érzelis; lit. kumelys, kumėlė, lat. kumejs). Es gibt eine Reihe von Namen, manchmal sehr alten Ursprungs, die nur für eine baltische Sprache charakteristisch sind (liet. kalė (: liet. schmied, kalybas), lit. kéltava, kéltuva (: liet. (Hrsg.): Lit. Rindfleis- (: ch Kopf (lat. Pferd (: liegen. (Hrsg.): Lit. Das ist (: alles. (Hrsg.): Lieder. Willkomm- (: en bei. Lapé), liet. Taurus, (: lat. juūngas, Wassername Jautin zeigt, dass ein solcher Name auch in der preußischen Sprache existieren könnte), lit. meitėlis (: lit. misti, vgl. t. p. pr. nomaytis), lit. penimis (: lit. penéti), lit. kiauūlė, vgl. skewre, lat. baruoksnis lat. (: (Hrsg.): Pr. klente, clynth, pr. Camstian ir Kt. ). Einen gewissen Einfluss auf den Wortschatz der baltischen Sprachen in diesem Gebiet hatte die deutsche Sprache, etwas deutlicher ist dieser Einfluss auf das Lettische (liet. būlius, lat. bullis; 1. Auflage, Krakau, 1999. mificis, ificis, lat. pakans, liet. ciekė, čėkė ir usw. ). Durch die lettische Sprache ein anderer dieser Art von Germanismus gelangt ir į Litauische Sprache. In der lettischen Sprache finden wir noch ein anderes, eng verwendetes Wort finno-ugrischen Ursprungs: (Lat. Kegel, sofinis, lat. Heidelbeere, lat. In: lat. Sequis ir usw. ). Der Einfluss der baltischen Sprachen auf die baltischen finnischen Sprachen in diesem Gebiet ist dagegen ziemlich groß (finn. Oinas, est. Widder; Suom. Ziegen, Osten. voho; Suom. hdrkd, est. Hirsche; Suom. jddrd, est. Juli 2008 ). ir Unter den vielen (meist neueren) weit verbreiteten Namen von Haustieren in baltischen Sprachen können mehrere semantische Gruppen unterschieden werden. Sehr zahlreich ist die Gruppe der Lautwörter (lit. ciūcė, čiūčė, buriūte, burytė, basis, baziukas, kūcė, kuriūtė, cibė, cibūtė, ygagas, kūzė, kūžius, čiuga, čiūka, čiuūotė, jūkšė; kriuka, kuciūtė, kūkas, kukūtis, kūcas, kicaras, kica; Kuča, kucéns, birite, biritina, bice, buce, bėja, mėja, mūja, nūža, tprucina, ciginš, čiga, taiškina, košinš, kuzina, kuža, kvinka, kveksis, rekšis, rukšis, kicitis usw. ). ir Meistens sind es Worte, die in der ar Sprache der Kinder einen ansonsten angenehmen Ton haben. Auch eine große Gruppe besteht aus Namen von Tieren, die von den Namen der entsprechenden Farben abgeleitet sind; Einige dieser Farben werden nur im Zusammenhang mit Tieren verwendet (lat. brūnaja, dūkala, dūmaja, lauce, melle, palse, sartala, sirmala, bėris, dūrcis, dūkanis, laucis, sarkanis, sirmis usw.). Für die lettische Sprache sind die Namen der Kühe sehr charakteristisch, die von ihrem Geburtstag oder dem Namen der Zeit im Allgemeinen abgeleitet sind (lat. cetala: ceturdiena, dienaja: der Tag, laūnadzite: laūnags, pirmaja: der Montag, piektala: der Freitag, ritala: der Ritt, sestala: der Samstag, svētala: der Sonntag, trešala: der dritte Tag, uotrala: der dritte Tag, vakare: der Abend usw.). Diese Art von Kuhnamen kommt auch in slawischen Sprachen vor. In der litauischen Sprache werden Kühe ziemlich oft mit Namen von Pflanzen, Vögeln usw. bezeichnet. In baltischen Sprachen gibt es unglaublich viele Namen für schlechte Pferde. Einige Namen von Haustieren in baltischen Sprachen werden sehr eng verwendet, manchmal sind sie nur für eine einzelne Familie charakteristisch. Ein großer Teil dieser Namen wurde natürlich nicht in diese Arbeit aufgenommen. 187
HA3BAHMSI IOMALIHHX- )KHBOTHbIX B BAJITHCKHX SI3bIKAX (HX NPOHCXOXJEHHE MH OTHOLIEHHe K COOTBETCTBYIOUIHM Ha3BAHHSM B CJIABSAHCKHX A3BIKAX) A. CABAJIIYCKAC Pestome B pa6ore paccmarpuBaloTcsi Ha3BaHHA COGakKH, OBLbI, KO3bl, KPYMHOTO poraToro CKOTa, JollajAH, CBHHbH H KOUIKH. Ich bin ein Mann, der weiß, was er will. Xapakrepa. B GantniicKHX 53bIKAX JpeBHHE HHJIOEBPOMEHCKHe Ha3BAHHS JOMAIIHHX JKHBOTHBIX COXpaHHJIRCh CpaBHHTeJIbHO XOpOWO (aut. Süd, „cobaka“, JIATbIOICK. Hund, Ap.-NPYCCK. Hunde; JUT. Avis ‚OBHAa‘“, JIATbINICK. @Vs, JIUT. Dwin, "Oapan", NaTHIICK. auns, Ap.-NpyCcCK. Markisen; Jh. éras, arHEHOKTM, jéras, véras, NaTHIICK. In: NPYCCK. eristian; Jiat. 0ZPs,,KO3ĖJI“, NaTHILCK. dzis, Ap.-TNIPYCCK. 2. Aufl., Jg. 3, S. 103f., Bd. Wosee, JaThIICK. ‚KopoBa‘; Jh. Kalb,, TeIEHOKTM, Jip.-IpyccK. Werstian, JaTHILCK. V@rsis,,BOJ, Obik“; AMT. Pékus,,CKOTHHA, oBua“, ap.-npycck. „ckoTHHa- “-Stückchen; JHMT. asva,,KOGkIJIa“, ešva, asvienis,,paGouas JioniaJb“, Ap.-OpYCCK. aswinan,,KOOblJbe MOJIOKO®; JaThilck. Sivéns,,CBHHbA“, suvens, JIp.-NpycceK. In: swintian, JT. parsas,,NIOPOCEHOKTM, Ap.-NPYCCK. Parthian X J1p.). Apxanueckas JIeKCHKa 3TOr0 pojia BO BceX GaJTHICKHX Si3biKAX COXpaHeHa NMPHMEpPHO B 0JHHaKOBOH cremend. Hanpumep, B JaTHIICKOM si3blKe He COXPAHEHO JpeBHee HHJOEBpOMNeiicKoe HasBaHue Jomajan (H.-e. *ekuo-s), a B JIHATOBCKOM Si3bIKe HCUE3JIO JipeBHee Ha3BaHHE KpyrMHOTO poratoro ckora (H.-e. *guou), KOTOpOe COXPAHEHO B JIATbILICKOM Si3blKe, B JIATOBCKOM f3biKe OTCYTCTBYeT JpeBHee HasBaHHe CBHHbH (H.-e. *sis/*suy), KoTopoe XOpollo COXpaHeHo B JaTHIICKOM Si3bIKe, HO B JIATbIKe fi3bIKe CJaBfHH3M kaza (Cp. PyCCK. K03a) BHITECHHJ JipeBHee Ha3BaHHe KO3bI (JIHT. ožka) H T. Jį. B JiekcHukKe sToro poja cBoeoGpasHO BblJIENSETCS JAThiliCKOE Ha3BaHHE KPYMHOTO poraTOTO ckoTta lugps, HMeIOMmEee TOYHOe COOTBETCTBHE TOJILKO B anGaHCKOM si3bike —lopé „,KopoBa“. 6aATHACKHX Ha3BAHHH JOMAIUHHX XHBOTHbIX C COOTBETCTBYIONIHMH Ha3BaHHSIMH JIpYTHX HHJ0EBPONEeiiCKHX A3LIKOB, SICHO IIO3BOJISET BbISBHTb TOT (aKT, uTo GajaTiiickHe Ha3BaHH$ valle BCEro COBNAJAIOT C CJIaBSHCKHMH (JiHT. Kuh „KopoBa“, Ap.-NIpYCCK. Curwis „„BOJi“: pyccK. Kopf, NOJIbCK. Kuh H Jip. ; aut. Télias,,tenéHok", teliikas, natbiick. Tefs, T¢lens: noJisbcxk. Ziele, PyccK. Hi Jip. ; JiaTbinICK. Vepris,,6oposTM (aut. Vépriai, Vepriskiai, Veprinis): Pycck. Genps, NoJibek. (Hrsg.): Schweinefleisch. Ilo crenexH GAH30CTH JAHHOH JIEKCHKH K CJIABSIHCKON JIEKCHKE HEJIb351 BbULEJIHTb OTJIEJIbHO HH OJHOTO A3blKa H3 BCel BeTBH GAJITHHCKHX A3BIKOB. Bo Bcex GanTHIiCKHX fI3bIKAX HAXOJIHM JIOBOJIbHO MHOTO Ha3BaHHH JIOMALIHHX JKHBOTHBLIX CJIABAHCKOTO MNpoHcxoxjenus. Cpejli HHOSI35IUHbIX 3aHMCTBOBAHHH JIEKCHKH 3TOTO poja cJjassiHH3MbI COCTaBJSIIOT camylo Goabmyio rpynny. ŪUacTb H3 HEX OOHApyXHBAaeTCHA BO BCeX Tpėx 6anTHiiCKHX S3bIKAX, JPYTHe XapakTepHsl JIJIS ABYX (uae BCEro Js JHTOBCKOTO H JIATbILICKOTO) HJM JIS OIHOTO OTJEJAbHOTO fi3blKa (JiHT. kartas,,6op3as (co6aka)“, aaTeilcK. Kufts, 1p.npyccK. Curtis, aut. Kuhl, Xpak®, narbmick. Kuilis, Ap.-npycck. cuylis (chaBsiHCKoe NpoHcXO JIeHHe 3THX CJIOB JIOBOJILHO COMHHTEJIBLHO); Jh. telydia,,TėJiKa“, narwuuck. Kälber; Nuss. Baron,,6apan®, nateiick. Schafsfleisch „,oBeukKa“; NUT. Drigaitas „epečen“, JiaTbiiek, drigants, nuT. rum,,IpUCTSIKHAS JIOLIAJib“, JIaTbILICK. rumaks,,xepeben”; aut. Ich habe es versucht. Sabulis; Natbiuck. Kasten ‚KO3a‘; ap.-npycck. Schieber,,Leithund®, 1p.-npycck. wuysis,,Wachthund“; nur. Goiicas,,ronuasn*, aut. Erzeugen Sie,,KJisua- “, Gold. buldnas,,6ynanas Ánns®, aut. kabonas,,6opos*, JinT. Kniūras um 1p.). 3aHMCTBOBAHHS OOBIYHO BJIAeTCHS COoCe/HHe A3BIKH —GeJOpYCCKHil, pYCCKHil H MOJbLCKHI. B JIATLILICKHĖ S53bIK HEKOTOpHE CNaBAHH3MBI MOTJIH MPOHHKHYTh [H TPH TNOCpeJHHYECTBE JIHTOBCKOTO S53bIKA. 1999 wurde die Firma in die Gruppe 3000 AG umgewandelt. B cJiaBAKCKHX A3bIKax Ha3BaHHi 6aJTHICKOTO NPOHCXO0XK IEHHS HAXO/HM 0YeHb Mao (INOJIbCK. parsiuk, Genopycck. napeIoK, pyccK. napiyk). 188
Caenyer BbijIe/InTh TaKxe H OOmeGaJITHiCKHA Col aTOH JIeKCHKH (UT. Das Pferd,,KOHb“, JIaTHICK. zifgs „,,JOnIajib“, Ap.-npycck. sirgis,,>xxepečen“; JiaT. Eržilas,>- xepe6en“, JiaTbiLuICK. Schnecke; nur. Stute,,wepeG6en, xepečėnokx“, JIaTbInICK. Kamille§, Nuss. Stute „KoGbina- “). 2. Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten geführt hat. OJIHOTO OT/(eJibHOTO GaJIiTHHCKOTO sidblka (aut. kalė,,cyka® (: JT. kalyvas,,- Genblit —uMeeTcs B BUHAY Lies coOdku“, kalybas), aut. kéltava,,ckoTHHA, KpynHB poraTeiii cKOT“, kéltuva (: nut. kélti,,nmonunumMaTs“), aut. galvijas,,- ckotuna® (:aut. Kopf „TOJI0Ba- “), Autor: Pferd „Jomas“ (: AMT. drti,,naxaTb“), JAHT. §érnas,,- AMKui Kaba“ (: JIHT. 2. Auflage, 1999, S. 100–101. (englisch) Serys,,mernHa“), aut. vilpisys,,- Jmkasi KomiKa“ (: aut. lapé,,nuca*), AAT. jdutis,,Boa* (: JHT. Jung, uro*; 2013 wurde die erste Ausgabe des Buches "Jautin JaeT BO3MOXHOCTb npejanojiarath, YTO TaKOe Ha3BaHHe BOJIA CYLIECTBOBAJIO H B JIPEBHENPYCCKOM SA13bIKe), JHT veröffentlicht. meitélis,,60poB* (: JUT. misti,,KOpMHTbCS“, Cp. TakXKE Jip.-IpycceK. nomaytis,,- 60poB“), TUT. Penimis,,OTKOpMOK“ (: TUT. penéti,,KOpMHTb“), AUT. Schwein „cBumbs“, Jp.-npyccK. Das ist ein Fehler, JiaTbunek. barudksnis „oTKOpMOK“ (:/1aTBILICK. baruot,,kxopmMuTb- “), 1p.-npycex. klinté,,KopoBa“, clynth, jp.-npycek. Camstian „,oBua“ H Jp. Ich bin ein Mensch, der sich für die Menschen einsetzt. Bojiee 3HauUHteJIbHOC BJHSHHE HEMELKOTO S5i3bIKA OLLYLIAeTCH B JiaTbILICKOM f3blKe (JIHT. In: nateuck.de. Bulle; Natenuck. buks,,Ko3éa; CaMel“; JiaTbIICK. Kragis,,kasua“, krakis, NaTeIICK mifcis,,KOWKa", ificis, JNaTwllicK. Pakan „HMS COGAKH“, JiHT. 100 mg/ Tag) [lpn nocpejiuHuecTBe JATHILICKOTO A3BIKA OTJIEJibHbIie TED MAHH3MbI IIDOHHKJIH B JIHTOBCKHH 53BIK. B hnaTbiuiCcKOM Si3bIKE HAXOJIHM TaKiKe OTJIEJIbHbIe Ha3BAHHA NpHOAJITHHCKO-OHHCKOTO IpOHCXOX AeHus (JIATbILICK. cone,,Gapan“, sofinis, NaTbilICK. mustika „,uėpuas KOpoBa“, JIATbINICK, punika,,6ypas KopoBa“, JiaTbinIcK. sekis, pačas Jiomajp“ H Jp.). 1999: 1. Platz in der Kategorie „Beste Schauspielerin in einer Komödie oder einem Musical“ bei den Golden Globes. Schaf,,Knajiekbili Gapan“, scr. Widder; Ein. Ziegen,,K03éxa; In: sct. voho; Dun. hdrkd,,Bom, GhikK“, acT. hdrg; Gut. jadrd,,6apan®, ser. 2008 ). Boxee y3ko ynorpebasiemsie (dame BCero HelaBHEro MPOMCXOXKJIEHHS) HA3BaHUS H HMEKHA JIoMAIUHHAX JKHBOTHBIX MOXKHO pacrpejile/IHTh IO CeMAHTHYECKHM TpyrinaM. Ouelb MHOTOYMCJEHHYIO TPYMIY COCTABJSIIOT Ha3BAHHS 3BYKOMNOJAPAXKATEJIbLHOTO MNpPOHCXOX fienus (nut. cincé,,cobaka- *, čiūčė, mt. burinté,,oBua- “, buryté, kuriūtė, kūcė, nat. Basis,,arHEHOK", Basis, Nuss. cibé,,Ko3a“, gezielt, nur. ygagas,,,- Koub“, kuzé, kuzius, nur. éiuga „CBHHbS- “, čiūkė, čiūuotė, juksé, kriuka, kuciuté, kūkas, kukutis, nut. kdcas „,xomwxa“, kicaras, kica; Nateiick. Kuča,,cobaka®, kucens, nareiuck. birite „,oBuA“, biritina, bice, buce, b¢ja, mėja, JaTHIICK. Mai,,KOpoBa®“, Messer, Tprucina, NaThIICK. Ziginš,,)KepeGéHOK", čiga, tprita,,KOHBL", kosins, kuzina, kuza, kviika,,cBunbs*, kveksis, reksis, narbmucx. „Komka“ x Jp. ). UiaBusiM 06pa3oM 3TO JIETCKHE HJIH JacKaTeJbHbIe C/IOBA. Ich bin ein Mann, der weiß, was er will. UacTb jiaHHbIX Ha3BAHHH IIBeTOB H ynoTpebasieTcss TOJIbKO JĮJIA OG03HKHAUeHHS MaCTH JKMBOTHOTO (HT. balnė,,KOpoBa c Geol cnnunoli“, diimé,,KopoBa jJibiMOBOTO uLBeTa“, dvylé,,Gypas kopoBa“, kėršė,,psa6as kKopoBa- “, laitké,,KopoBa c 6ejioli JbicHHOH Ha Gy“, palšė »»CBETJI0-cepasi KopoBa“, molėkė,,- MbnuacTas KOpoBa“, §émdji,,neneJibuas KOpoBa“, Zaldji,,6ypas KopoBa“, nut. béris,,THejKo“, brišis,,cBerJIiO-xėJiTas, KpacHoBaTas Jioura js“, palvis,,ceerJio-xĖJITaS JIOLIAJIL- “, saftis,,caBpacas Jioniajib- “, Sifmis,,cHBKa“, Sifvis, šyvis,,cTBeJIO-cepasi Jiomajnb- “; JiaTbunck. brūnaja „,Gypenuxa“, dūkala,,6ypasi KopoBa“, dūmaja,,- TėMH0o-- Gypas KopoBa“, lauce,,KopoBa c Gesioil Jisicuuoli Ha nGYy“, melle,,uépuasi KopoBa“, palse,,cBeTJi0-cepas KopoBa“, sdrtala,,- TémHo-Gypasi KopoBa“, sifmala,,- cuBas KopoBa“, JaThillicK. béris,THenKO“, ddrcis,,neras nomajns- “, dikanis,,6ypas nomajns- “, laucis, noma ¢ GeJioli AbICHHON HA AGY®, sarkanis,- ,cBerJio-- Gypas1 Jiomajib- “, siFmis,,cuBas Jowamb* H Jp.). 2. Das gesamte Vermögen des Unternehmens wird von der Gesellschafterversammlung gewählt. cetala: Donnerstag „,uerBepr“, dienala: Tag,,nens“, laiinadzite: laiinags,,- noA UK", pirmala: Montag,,- noHeleNbHAKY, penktala: Freitag,- narumnuna“, ritala: rits „,yrpo“, sestala: Samstag- ,,cybora“, svėtala: svétdien „Bockpecenbe“, fredala: Dienstag „,cepena- “, uotraja: Dottertag,,BTOPHHK®, abends: abends 1. Bd., S. 1f. ). 189