Kai kurie baltų ir slavų kalbų seniausiųjų santykių klausimai
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BPA LMT UT RY LAY UK A EUR VY Š TA I Deutsche Akademie der Wissenschaften SIMAS KÖNIG KAI Kurie BALTISCHE STAATEN IR SLAVOV SPRACHEN Die Ältesten BEZIEHUNGEN FRAGEN Das Problem ir der ältesten Beziehungen der baltischen Sprachfamilien ist in der Sprachwissenschaft schon seit langem aufgeworfen. Viele Jahre lang haben die Forscher ją untersucht und ir diskutiert, aber eine einstimmige Meinung kam nicht, die ir Lösung dieses Problems, kann man sagen, wurde noch komplizierter. Die Debatte über dieses Thema wird heute mit derselben ir Leidenschaft geführt wie vor vielen Jahren. su ir Die ir Relevanz des Problems der ältesten Beziehungen der ne baltisch-slawischen Sprachen zeigt nur die Tatsache, dass es als eines der wichtigsten Probleme der slawischen Sprachwissenschaft weit diskutiert wurde IV Internationaler Kongress der Slawisten in Moskau (das Thema wurde in vier Berichten gelesen), aber die Tatsache, ir dass Auf Beschluss des Internation1962 m. alen Slawistenkomitees wurde die Internationale Kommission į zur Erforschung der baltisch-slawischen Beziehungen ir gegründet, der mehrere iš berühmte baltische Slawisten aus elf europäischen Ländern angehörten. Baltų ir Das Problem der ältesten Beziehungen der slawischen ir Sprachen ist gerade eine der Schwierigkeiten der Arbeit dieser Kommission. Ši Das Problem ist relevant, ir weil es auch einen größeren ji Bereich der indoeuropäischen Fragen į umfasst. Von der Lösung des Problems der ältesten Beziehungen ir der baltisch-slawischen Sprachen hängt teilweise die iš Lösung vieler Fragen der ir Geschichte der baltisch-slawischen Sprachen ab. Natürlich ist das Problem der ältesten Beziehungen der baltischen ir slawischen Sprachen verbunden ir su Einige Fragen der Geschichte der litauischen Sprache. Die Tatsache, dass über das Problem der ältesten ir Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen „heute in der Wissenschaft scharfe Diskussionen stattfinden, die in Einzelfällen sogar aktuelle ideologisch-politische Bedeutungen annehmen“*, stellt die litauischen Linguisten vor ir die Aufgabe, unverzüglich ihre Meinung zu dieser Frage zu äußern. ; Die ir baltisch-slawischen Sprachen gehören zu den indogermanischen Sprachen. Die Sprachen, die zur indogermanischen iš Sprachfamilie gehören, stammen von einer vor einigen Jahrtausenden existierenden Sprachgruppe — ab, die unterschiedlich als Ide bezeichnet wurde. Pro- * V Auf dem Internationalen Slawistenkongress in Sofia wurde die folgende Zusammensetzung der Kommission bestätigt: K. Korsak (Vorsitzender des Ausschusses, J. UdSSR), Safarewicz (Stellvertretender S. Vorsitzender, Polen), Bernstein (TSRS), I. Duridanovas (Bulgarien), V. Falkenhans (VDR), K. O. Falkas (Schweden), Georgijevas V. (Bulgarien), V. Holtum (England), Č. Kudzinovsky (Polen), V. Zypern (Finnland), B. Larin (TSRS), Chr. Stangas (Norwegen), R. Schmitlein (Frankreich), V. Toporovs (TSRS), P. Trostas (TschechoslowA. akei), Vratislavice nad Nisou (Rumänien). * K. Korsakas, Vergleichende ir Sprachwissenschaft und Aufgaben der 6, 1963, p. 13.
sowjetischen litauischen Philologie, LKK, Sprache, Sprache, sprachliche Einheit, sprachliche Gemeinschaft oder gemeinsame Epoche®. Denn die baltischen und slawischen Sprachen stammen von ide ab. Sie haben viele gemeinsame Merkmale, die aus der Antike stammen und auch in anderen indogermanischen Sprachen zu finden sind. Sprachen. Die baltischen und slawischen Sprachen haben aber auch Gemeinsamkeiten, die ihren Ursprung in der indogermanischen Sprache haben. Die sprachliche Verwandtschaft kann nicht erklärt werden. Das Problem der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen und die Frage, wie baltische und slawische Innovationen entstanden sind, d.h. solche phonetischen, morphologischen und lexikalischen Gemeinsamkeiten, ir die für baltische und slawische Sprachen charakteristisch sind, die už jų Sprachgebiet ist nicht vorhanden. Auf die Frage, wie die baltischen und slawischen Innovationen entstanden sind und wie die baltischen und slawischen Sprachen in den ersten Jahrhunderten nach ihrer Trennung von der id. Über die sprachliche Verwandtschaft wurden verschiedene Theorien entwickelt. Der Geschichte der Erforschung des Problems der baltisch-slawischen ältesten Beziehungen und der Darstellung der entwickelten Theorien ist das erste Kapitel dieser Arbeit gewidmet. Das zweite Kapitel beschränkt sich aus Platzgründen auf die Analyse der phonetischen Phänomene, gibt die Geschichte ihrer Erforschung an und legt Konzepte ihres Ursprungs und ihrer Entwicklung dar. Das dritte Kapitel versucht, einige Fragen der Chronologie der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen (auch anderen indogermanischen) Sprachen zu lösen. Der Autor der Arbeit, um den Ursprung der baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften und ihre Entstehungszeit so weit wie möglich zu verdeutlichen, stützt sich auf baltische, slawische und andere Ideologien. Sprachenmaterial. Von den baltischen Sprachen werden hauptsächlich Daten aus dem Litauischen verwendet, die oft archaisch sind und bei der Lösung dieses Problems nicht immer ausreichend berücksichtigt wurden. Der Unterricht, insbesondere im ersten Teil der Arbeit, folgt dem chronologischen Prinzip: die Arbeiten der Forscher werden nacheinander in der Reihenfolge behandelt, in der sie erschienen sind. Die Tätigkeit des Forschers wird einer bestimmten Periode zugeordnet — und hauptsächlich der Zeit, als das wichtigste Werk des Forschers über die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen erschien, obwohl einzelne Artikel über dieses Thema auch in anderen Perioden veröffentlicht wurden. Antai Chr. Die Ansichten von Stango werden im Kapitel über die Arbeiten der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts überprüft, obwohl ein Artikel von ihm auch 1963 erschienen ist. Die Ansichten von J. Kurilowitsch — im Kapitel über die Arbeiten der Nachkriegsjahre, obwohl sein erster Artikel zu diesem Thema bereits 1934 erschienen ist. Die Arbeit beabsichtigt vor allem, den gegenwärtigen Stand der Erforschung des Problems der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen zu beleuchten, die Stärken und Schwächen der bestehenden Theorien in dieser Frage aufzuzeigen und Argumente für die Theorie anzuführen, die dem Autor am zuverlässigsten erscheint. * In der Arbeit werden die Begriffe „Ursprache“, „Spracheinheit“ und „Sprachgemeinschaft“ abwechselnd verwendet, aber jedem von ihnen wird eine andere Bedeutung zugewiesen. Für eine sprachliche Einheit mit vager dialektischer Spaltung, die in prähistorischen Zeiten existierte, ist der Begriff „Prosprache“ geeignet. Für eine prähistorische sprachliche Einheit mit größerer dialektischer Differenzierung wird der Begriff „sprachliche Bendlichkeit“ verwendet. In Bezug auf das Konzept der Forscher, die die baltisch-slawische Sprache anerkennen, die nach der Ide existierte. Der Zerfall der sprachlichen Gemeinschaft wird mit ihrem eigenen Begriff, der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit, bezeichnet. ti 8
BALTISCHE STAATEN IR SLAVOV SPRACHEN Die Geschichte der Erforschung der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen ist bereits ziemlich umfassend beleuchtet. Der Entwicklung allgemeiner theoretischer Aussagen über die ältesten Beziehungen dieser Sprachen ist ein umfangreicher Artikel von N. Bogoliubova und T. Jakubaitė gewidmet. Die Geschichte der Erforschung dieser Beziehungen beschreibt V. Toporow in drei großen Artikeln?. Hier wird vor allem auf die wichtigeren, vor allem theoretischen Momente der Untersuchung dieser Beziehungen eingegangen. Aber in dieser und in der oben erwähnten Arbeit ist eine Wiederholung nicht zu vermeiden. Die wissenschaftliche Untersuchung der Verwandtschaftsbeziehungen einzelner Sprachen begann Anfang des 19. Jahrhunderts, als die baltischen und slawischen Sprachen in der F. Bopo R. ir J. Make-up? Das hat mir geholfen. Grundlagen der vergleichenden historischen Sprachwissenschaft. Die ersten komparativen Sprachwissenschaftler haben die Verwandtschaft von Sprachen auf der Grundlage vergleichender Studien neu betrachtet. Rasmus Rask (1787–1832) widmete in seinen Werken viel Platz der Analyse der baltischen und slawischen Sprachen. Er war der erste, der die Bedeutung der baltischen Sprachen für die Wissenschaft hervorhob, und seitdem haben diese Sprachen einen wichtigen Platz in der vergleichenden Sprachwissenschaft eingenommen. R. Raskas hat darauf hingewiesen, dass die baltischen Sprachen eine eigenständige Ide bilden. Sprachzweig und dass sie mit den slawischen germanischen Sprachen verwandt sind. Franz Bopp (1791–1867) war ebenfalls dieser Meinung. Seine Meinung? *, eine Gruppe eng verwandter Sprachen, die mit den slawischen Sprachen verwandt sind, die aus Preußisch, Litauisch und Lettisch besteht. Bop stellte fest, dass die su baltischen ir Sprachen nicht als Teil der slawischen Sprachen betrachtet werden sollten. Er versuchte, eine relative Chronologie der Entstehung von Sprachen zu ermitteln, deren Prinzip lautet: Die nähere oder entferntere Verwandtschaft von Sprachen hängt von ihrer späteren oder früheren Trennung ab. Aufgrund der Tatsache, dass die baltischen Sprachen mehr mit den slawischen Sprachen verwandt sind als mit anderen Sprachen, glaubte Bopp, dass diese Sprachen sich viel später voneinander getrennt haben. Die baltisch-slawische Sprache hat sich von ihrer asiatischen Schwester, die man als Sanskrit bezeichnen könnte, oder von nichts anderem, später getrennt als die klassische, germanische usw. H. J. BoronwGora, T.A.fdky6Gaiituc, Hcropus paspaGoTkn Bompoca o Galtro-cAaBSIHCKHX $I3LIKOBHIX OTHOlWEHHAX,,,Die Welt der Schriften (Eine Widmung an den akademischen Professor Dr. Janis Endzelis zum Gedenken an seine 85 Lebensund 65 Arbeitsjahre)®, Riga, 1959, S. 331-375. * B. H. Tonopos, Hogeiitune paGoTsl B 06acTH H3yueHHS GaJTO-CJAABSHCKHX S3bIKOBHIX otHotuennii, BCI, 3, 1958, S. 134 —161; Ouepxk HCTOPHH H3yuYeHHS JApeBHEHIIHX GAaJITO-CJIaBAHCKHX #3bIKOBBIX oTHolennii, Y 3UCh, 17, 1959, S. 248-274; U3 uctopuu H3yueHus ApeBHEHUIHX OaJITO-CJIABSAHCKHX si3bIKOBBIX oTHowenuii, Y3UCa, 23, 1962, S. 3—43; dar plg. O. Szemerényi, Das Problem der balto-slawischen Einheit — Eine kritische Untersuchung,,,Kratylos*, 2, 1957, S. 97—123; A. Vraciu, Slava si baltica. Problema vechilor raporturi dintre ele in lumina noilor cercetari,,,Romanoslavica®, 12, 1965, S. 283 —297, wo die neuesten Forschungen auf diesem Gebiet betrachtet werden. 1 F. Bopp, Uber das Conjugationssystem der Sanskritsprache in Vergleichung mit jenem der griechischen, lateinischen, persischen und germanischen Sprache, Frankfurt am Main, 1816; R. Rask, Undersogelse om det galme Nordiske eller Islandske Sprogs Oprindelse, Kjdbenhavn, 1818; J. Grimm, Deutsche Grammatik, Gottingen, 1819 (II leid. 1822). * F. Bopp, Uber die Sprache der alten Preussen, Berlin, 1853, p. 80.
Die indogermanischen Sprachen gehören zur į Gruppe ir der indogermanischen Sprachen. Bopp war der erste, F. der die baltisch-slawische Ursprache der baltisch-slawischen ir Sprachen mit den ir indo-iranischen Sprachen in su Verbindung brachte. Die baltischen Sprachen haben einen gleichberechtigten Status mit den anderen indoeuropäischen Sprachen. Unter den Sprachen anerkannt ir Jakob Grimas (1785—1863). Jo Nach Meinung* zeigen häufige lexikalische Übereinstimmungen ir eine alte slawisch-germanische Verwandtschaft. Die ir baltisch-slawischen Sprachen sind untereinander viel näher verwandt jų als jede einzelne der germanischen Sprachen. Die baltischen Sprachen sind bis zu einem gewissen Grad Vermittler zwischen ir den slawisch-germanischen Sprachen. Das bedeutet aber nicht, dass die baltischen Sprachen eine Mischung der letzteren sind. Ebenso wenig kann man nach J. Grimm davon ausgehen, dass die slawischen germaniscir hen Sprachen die ältesten Elemente ihres Systems von den baltischen iš Sprachen entlehnt haben. Pagal J. Die Ähnlichkeiten zwischen den germanischen, ir slawischen und baltischen Sprachen ir beruhen auf einer seit langem bestehenden Gemeinschaft?. jų Die Ansichten der ersten komparativen Linguisten ir wurden von August Schleicher weiterentwick- (1821 —1868), elt, der in seinen Forschungen viel Raum für die Frage der baltischen Sprachverwandtschaft einnahm. A. Das Verständnis der Verwandtschaftsbeziehungen der Schleicher-Sprachen ist verbunden su jo Allgemeine Idee Das Konzept des sprachlichen Ursprungs. A. Schleicher entwickelte eine harmonische Hypothese der genealogischen Klassifizierung von Sprachen, genannt Die Theorie des „genealogischen Sprachbaums“ (Stammbaumtheorie). In dieser Theorie ist die einheitliche Idee. Prokalbe (indogermanische Ursprache) zuerst in zwei Zweige gespalten: į baltische, slawische, į germanische Zweig (Slawodeutsch) ir į Zweig der indo-iranischen, griechischen, italienischen, keltischen Sprachen. Großer Zweig der baltischen, slawischen, germanischen į Sprachen, später in — zwei kleinere germanische (Deutsch) ir baltisch-slawisch (Slawisch). Gleichzeitig zerbrach die ir zweite Idee. Zweig der Ursprache vor — allem der į indo-iranischen ir į griechisch-italienisch-keltischen. Später trennten sich die Griechen und die italo-keltischen Ursprachen blieben übrig. Die ir baltisch-slawischen Sprachen A. gehören zu den indogermanischen Sprachen. (Slawolitauische Ursprache), die sich später in die slawisch-baltischen į Grundsprachen ir spaltete, die sich wiederum in einzelne Sprachen spalteten.“ į Die von F. Bopp vorgetragene Idee einer baltisch-slawischen A. Ursprache entwickelte ir Schleicher į also in eine harmonische Idee um. Vorsprach die Zerfallstheorie. Er zeigte eindeutig den Ursprung der baltisch-slawischen Sprache auf ide. Unter den Sprachen ir erkannte man ihre genetische su Verwandtschaft mit dem germanischen Ursprung. A. Schleichers Autorität war so groß, dass die Theorie der baltisch-slawischen Ursprache von den meisten Linguisten angenommen wurde. In der a. zweiten Hälfte des ir neunzehnten Jahrhunderts sogar XX a. Anfang. In der Zeit der Entstehung der vergleichend-historischen Indoeuropäistik wurde darüber diskutiert, ob es keine baltisch-slawische ne Ursprache gab, die alle mit Ausnahme anerkannten, sondern ar über ihren Platz unter den anderen indogermanischen — ją Sprachen. be — Unter den Sprachen. R. Rass betrachteir te die baltisch-slawischen Sprachen als enger verwandt mit den indo-iranischen Sprachen. (arische) Gruppe Sprachen, o F. Bopas, J. Grimas ir A. Schleicher behauptete, dass die ir baltischen slawischen Sprachen genetisch su mit den germanischen Sprachen verwandt seien. Ši Das ir Problem der baltisch-slawischen Sprachen blieb in der zweiten ir XX a. Hälfte des 19. Jahrhunderts unbeantwortet. * J. Grimm, Geschichte der deutschen Literatur. Sprache, Aufl. III, Leipzig, 1868, I, p. 9—10, 119; II, p. 711—712, 715. * J. Grimm, op. cit., I, p. 119. * A. Schleicher, Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen Sprachen, Aufl. III, Weimar, 1871, p. 6—7. 10
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts starb Schleicher in der Überzeugung, dass er ein vollkommenes und vollständiges Gebäude der indoeuropäischen Sprachwissenschaft errichtet hatte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude jedoch abgerissen. Und es wurde von Schleichers Schülern selbst zerstört. Johann Schmidt (1843–1901) kritisierte zum Beispiel die Theorie des „genealogischen Sprachbaums“. Seine Meinung? *, die Fakten zeigen, dass die baltisch-- slawischen (Lituslawischen) Sprachen eng mit den germanischen und den indo-iranischen Sprachen verwandt sind. Daher kann, wie J. Šmitas feststellt, sowohl die baltisch-- slawisch- -germanische Ursprache als auch die baltisch-- slawisch- -arische Ursprache auf gleicher Grundlage anerkannt werden. Die Stellung der baltischen und slawischen Sprachen bleibt also unklar. Sie werde sich erst dann ergeben, wenn man nicht nur anerkennt, dass sich die baltischen und slawischen Sprachen weder von den germanischen noch von den indo-iranischen Sprachen getrennt haben, sondern dass sie auch organisch mit den beiden letztgenannten Sprachgruppen verbunden sind. So wie es keine geographischen Grenzen zwischen Europa und Asien gibt, sollte es auch keine strengen Trennlinien zwischen europäischen und asiatischen Sprachen geben. Schmidt fügt hinzu, dass überall ein kontinuierlicher Ubergang von einer Sprache zur anderen zu sehen ist, und dass es keine festen Grenzen gibt. im Sprachraum niemals existiert haben: zwei voneinander entfernte Dialekte, z.B. A und X, waren ununterbrochen mit den zwischen ihnen liegenden Dialekten B, C, D usw. verbunden. In Anbetracht all dessen schlägt Schmidt anstelle der Theorie des „genealogischen Sprachbaums“ die Wellentheorie vor: „Anstelle dessen möchte ich das Bild einer Welle darstellen, die sich von ihrem Zentrum aus in konzentrischen, immer schwächer werdenden Kreisen ausbreitet.“2 Sprachveränderungen verbreiteten sich also wie Wellen von einer Sprache zur anderen. Die neuen Ideen von Herrn Schmidt waren ein relativ großer Schritt nach vorn. Einige von ihnen sind: (Idee der Dialekte, Idee der geographischen Kontinuität usw.) wurden im 20. Jahrhundert weiterentwickelt. Seine Forschungsschwerpunkte waren die baltischen und slawischen Sprachen und ihre Stellung in der indoeuropäischen Sprachfamilie. in der Sprachfamilie. Ein weiterer Schüler Schleichers, August Leskin (1840–1916- ), versuchte, die Theorien des „genealogischen Sprachbaums“ und der „Wellen“ miteinander in Einklang zu bringen. Er glaubte*, dass die baltischen, slawischen und germanischen Sprachen unabhängig von den anderen indoeuropäischen Sprachen eine gemeinsame historische Phase erleben konnten. Die Zersplitterung der Sprachen, wie sie in der Schleicherschen Theorie verstanden wird. Außerdem ist es durchaus wahrscheinlich, dass die baltischen und slawischen Sprachen das Bindeglied zwischen den germanischen und den indoirischen Sprachen waren. Nach Ansicht von A. Leskyns ist es nicht notwendig, die baltisch-slawisch-germanische Ursprache anzuerkennen, da die Konjugationssysteme dieser Sprachen, abgesehen von einigen Silben mit dem gemeinsamen Formanten -m-, nicht mehr so ähnlich sind*. Taijiquan „Die sogenannte Theorie des „genealogischen Sprachbaums“ widerspricht überhaupt nicht der Theorie des „Übergangs“, wenn wir die Hypothese von J. Schmidt so kurz nennen.“* 1 J. Schmidt, Die Verwandschaftsverhaltnisse der indogermanischen Sprachen, Weimar, 1872, p. 16—27. * J. Schmidt, op. cit., S. 27. 3 A. Leskien, Die Declination im Slawisch- -litauischen und Germanischen, Leipzig, p. 1876, XII. * A. Leskien, op. cit.,, S. 157-158. * A. Leskien, op. cit., S. XII. 11
Weder J. Schmidt, noch A. Leskin interessierte sich ir nicht für die Beziehungen zwischen den baltischen Sprachgruppen. Į Sie haben auf sie aufmerksam gemacht J. Hanus. Jano Der im (1858—1887) Jahre 1900 erschienene 1886 Artikel von Hanuš* war der erste, der sich speziell mit dem ir Problem der ältesten Beziehungen der baltischen Sprachfamilien befasste. J. Hanuš stellte du Fragen: 1) Was erlaubt die Anerkennung einer gemeinsamen baltisch-slawischen Sprachperiode? 2) so genau wie möglich die Zeit zu definieren, in der ir die weißen Slawen kal- "war es eine Sprache? In der į Antwort auf die erste J. Frage führte Hanuš mehrere Gemeinsamkir eiten der morphologischen Phonetik ir der baltisch-slawischen Sprachen an: ide. Das Schicksal der Sonaten, die Konjugation der ir nominativen Adjektive usw. Das zweite jo Argument, das auf eine gemeinsame baltisch-slawische Sprachperiode hinweist, war baltischer Herkunft Entlehnungen aus den balto-ugrisch-- finnischen Sprachen, die er als weißrussisch betrachtete (zu dieser Zeit war der rein baltische Ursprung den Wissenschaftlern noch jų nicht klar). Bei der į Beantwortung der J. zweiten Frage vermutete Hanus, dass der baltisch-slawische Stamm į die weißen ir Slawen ungefähr zwischen V a. 100 mg/m2 m. e. ir II m. e. Alter, weil Herodot glaubt, jo dass die Neuros Weißrusse waren. Spätere Forscher haben diese Datierung nicht bestätigt. J. Hanus’ Artikel war insofern bedeutsam, als er die Frage nach den Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen stellte und zum ersten Mal alle damals bekannten baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften an einem Ort zusammenfasste. « Bald nicht nur die Balten und Slawen, sondern auch alle Ide. Sprachenverwandtschaftsfragen sind auf den zweiten Platz gerückt. Ganz neue Fragen (Lautgesetze, Analogie, Lehnwörter) traten auf, die seit vielen Jahren im Fokus der Forschung standen." Karl Brugmann (1849—1919), einer der bedeutendsten Vertreter der Junggrammatikerschule, stellte in einem Artikel® die Ursprachentheorie skeptisch: Gemeinsame Neubildungen einzelner Sprachen können kein Argument für eine enge Verwandtschaft sein, da diese Neubildungen in jeder Sprache unabhängig voneinander entstanden sein können. Als einziges Beweismittel für die Verwandtschaft der Sprachen betrachtete Brugmann die Gesamtheit der Neuerungen in Phonetik, Flexion, Syntax und Lexik®. Obwohl Brugmann die Verwandtschaftstheorien der Sprachen skeptisch betrachtete, glaubte er dennoch, dass die baltischen und slawischen Sprachen die Zeit der baltisch-slawischen Urgemeinschaft längst überlebt hätten. In seinem „Überblick über die vergleichende Grammatik der indoeuropäischen Sprachen“ stellte Brugmann sieben Gemeinsamkeiten zwischen den baltischen und slawischen Sprachen dar, die seiner Meinung nach die enge Verwandtschaft zwischen diesen Sprachen zeigen: 1. Auflage. die Umwandlung der Sonaten xm, r in, i (vgl. lat. at-mintis und s. sl. mong, pa-mets); Vereinfachung von intervokalen Geminaten; 3) die Bildung von Adjektivformen mit dem Pronomen *jo-(vgl. Gut 2) ir s. sl. besser); 8 J. Hanusz, Über die litauisch- -stoische Zeit im Verhältnis zur indoeuropäischen Ursprache,,,Abhandlungen und Berichte der Sitzungen der philologischen Abteilung der Akademie der Fähigkeiten“, 11, Krakau, 1886, p. 249-272. 7 Weitere Einzelheiten siehe. F. Specht, Die „indogermanische“ Sprachwissenschaft von den Junggrammatikern bis zum ersten Weltkriege- ,,,Lexis*, 1, 1948, p. 229—263. ® K. Brugmann, Zur Frage nach den Verwandtschaftsverhiltnissen der indogermanischen Sprachen,,,Internationale Zeitschrift fiir allgemeine Sprachwissenschaft“, 1, 1884, p. 226—256. * K. Brugmann, op. cit., p. 253. 1» K. Brugmann, Grundriss der vergleichenden Grammatik der indogermanischen I, Sprachen, Strassburg, 1897, p. 146. 1 K. Brugmann, op. cit., p. 20-21. 12
4) nt Übergang von Substantiven ir des Konsonantenstamms der Stammteilnehmer in bestimmten Silben in den i-Stamm (vgl. lit. vėžančio, s. sl. 2. von *vežontio und lit. vežąs, sl. s. Bindemittel iš *befördert; Lied. Steine, sl. s. Steinige ir Lieder. Akmud, s. s.l. Steine iš *akmon)'? 5) ; Das ist die Idee. Pronomen *so, *sa Ersetzung durch Pronomen lit. Ta-Sid. s. Ts. Ta. Pronomen 6) des Einzahl-Nutzers liet, manie, pr. Mennei, s. sl. mené Bildung nach dem Singularpronomen; Ersetzen des Singularpron7) o omens von Stammsubstantiven durch den Ablativum (Bd. Lied. Wolf s. Viska ir s. Eingang. vfkat). Diese K. Die Gemeinsamkeiten ir der baltischen slawischen Sprachen von Brugman präsentiert genug, dass die Mehrheit der Sprachwia. ssenschair XX a. ftler des späten 19. Jahrhunderts waren davon überzeugt, dass es eine weißrussische Ursprache gab. In der a. zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderir ts war eine der wichtigsten Fragen der ir baltischen Slawensprache nach wie vor die Frage nach ihrem Ort. Frage der Sprachenfamilie. Aber gerade jetzt wird die Aufmerksamkeit auf die Beziehungen zwischen den baltischen und slawischen į Sprachen ir gelenkt: der erste spezielle Artikel, wie wir gesehen haben, von J. Hanuš, der diesem Problem gewidmet ist, erscheint, und K. Brugman stellt Gemeinsamkeiten vor, die die Beziehungen zwischen den baltischen und slawischen Sprachen charakterisieren. Obwohl die Mehrheit der Wissenschaftler dieser Zeit die baltisch-slawische Ursprache nicht in Frage stellte, sind gerade jetzt, Ende des 19. Jahrhunderts, skeptische Stimmen zu hören. Diese Stimmen werden besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts stärker. 1908—1912 m. Diskussion über die ältesten ir Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen : Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die baltisch-slawische Ursprachentheorie stark in Frage gestellt. Alle baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften, die üblicherweise als Argumente für die baltisch-slawische Ursprachentheorie angesehen wurden, wurden kritisch untersucht. Seit der Zeit der Neogrammatiker wurden alle Vorsprachen mit Skepsis betrachtet. Alle Ideen. Delbrück hielt die Gruppierung der Sprachen in Dialekte für fragwürdig, mit Ausnahme der indo-iranischen Ursprache!. Über die baltisch-slawische Ursprache sprach P. von Bradke mit Zweifeln?. Jan Baudoin de Courtenay (1845—1929) schrieb 1903, dass es für die „litauisch-slawische Epoche“ nicht mehr und wahrscheinlich auch nicht weniger Argumente gebe als dagegen, und dass wir sie daher als Science-Fiction® betrachten könnten. Kazimieras Jaunius (1848—1908) behauptete, dass „es nicht wahr ist, dass die slawische und die aischische Sprache Zwillingsschwestern sind: die aischische Sprache ist die Schwester der slawischen Sprache, genauso wie die anderen indoeuropäischen Sprachen“*. Die genannten Forscher beschränkten sich, ohne Argumente anzugeben, auf allgemeine Überlegungen gegen die baltisch-slawische Ursprachentheorie. 12 In K. Brugmans „Kurze vergleichende Grammatik der indogermanischen Sprachen“ (Berlin—Leipzig, 1922, S. 18) werden die Teilnehmer und der Konsonantenstamm unterschieden, weshalb acht Merkmale genannt werden. 1 B. Delbriick, Einleitung in das Sprachstudium, 3. Aufl., Leipzig 1893 (1. Auflage 1880). 2 P, von Bradke, Beitrūge zur Kenntnis der vorhistorischen Entwicklung unseres Sprachstamms, Gießen, 1880. 3 H. Boaysu-ne-Kyprens, Jlunrsuctuueckne 3aMeTkKH H adopu3Mbi, ŽKMHTII, 346, 1903, p. 330. 4 K. fIsunc, T paMMarHka JinTOBCKOTO si3biKa, [lerporpan, 1908—1916, S. 27. 13
Der erste, der sich argumentiert gegen die baltisch-slawische Ursprachentheorie aussprach, war Antoine Meie (1866—1936). Dar 1905 m. A. Maye schrieb, dass die baltisch-slair wischen Sprachen nicht so innovativ seien, wie ihnen zugeschrieben wird, und dass ir man nicht von einer Epoche der baltisch-slawischen Einheit sprechen könne. (d'une ėpogue d'unitė balto-slave)®. 1908 m. Ein großes Kapitel im Buch "Indoeuropäische Dialekte"® A. Meie widmete sich der Charakterisieruir ng der ältesten Beziehungen der baltischen Sprachfamilien. Vor der Untersuchung K. Nachdem Brugman die ir Gemeinsamkeiten der baltisch-slA. awischen Sprachen aufgezeigt hatte, ir stellte May fest, dass die Ähnlichkeit der baltisch-slawischen Sprachen offensichtlich ist. Baltų ir Der ähnliche Charakter der slawischen jo Sprachsysteme, der Meinung, wurde 1) durch die folgenden Faktoren bestimmt: baltų ir Die slawischen iš Sprachen stammen von ide ab. Sprachgemeinschaft (l'unité indo-europčenne) identischer Dialekte (de parlers indo-europčens sensiblement identiques), die nicht von einer einzigen bedeutenden nė Isoglosse unterschieden wurden; Die 2) baltisch-slawisir chen Sprachen haben in ihrer Entwicklung keine radikalen Systembrüche erlebt (aucune fracture brusgue du systėme), sie sind also konservativ und archaisch und haben daher viele alte Merkmale bewahrt. 3) Die Balten und die Slawen lebten immer in benachbarten geographischen Gebieten unter ähnlichen Zivilisationsbedingungen. Darüber hinaus stellte May fest, dass die Ähnlichkeiten zwischen baltischen und slawischen Sprachen durch Lehnwörter verstärkt wurden – insbesondere baltische Sprachen von den Slawen". Als nächstes befasste sich A. Meje ausführlich mit den von K. Brugman erwähnten Gemeinsamkeiten der baltischen und slawischen Sprachen. 1. Auflage. Die ähnliche Entwicklung der Sonaten /, m, nm, r gab es neben den baltischen und slawischen Sprachen auch in den germanischen und keltischen Sprachen. In bestimmten Positionen erschien u neben der Sonate in griechischen, lateinischen und armenischen Sprachen. Daher ist das Auftreten des Vokals i, u neben den Sonaten eine Ide. Dialektisches Phänomen der sprachlichen Gemeinschaft, aber keine Innovation der baltischen und slawischen Sprachen. 2. Die Vereinfachung der Geminate ist ide. Es ist das Ergebnis einer allgemeinen Tendenz der Sprachen, und es begann schon in der Idylle. In einer sprachlichen Gemeinschaft. In baltischen und slawischen Sprachen, wie im Armenischen, wurden die Geminaten vereinfacht, in anderen Sprachen geschah dies nicht. Zweifelhaft ist die Existenz von Zwillingen in der Ide selbst. in der sprachlichen Gemeinschaft, wo sie vor allem im hippokratischen und kindersprachlichen Wortschatz auftraten. 3. Die Arten von Adjektiven unterscheiden sich in den beiden Sprachgruppen im Detail und in der Bedeutung. Das Substantiv *iolabai wird in ähnlicher Weise neben Substantiven und Adjektiven in der Avesta-Sprache verwendet (A. Mejė betont besonders, dass sowohl in der Avesta als auch in den baltischen und slawischen Sprachen das Substantiv *jo mit den Wörtern kombiniert wird, mit denen es verwendet wird). 4. Die männlichen Teilnehmer der Gegenwart sind in seinen Stamm über die weiblichen Teilnehmer (i@ Stamm) übergegangen, existia vusius jau ide. In einer sprachlichen Gemeinschaft. A. Maye wies darauf hin, dass Adjektive dazu neigen, viel schneller in den Vokalstamm zu gelangen als Substantive (Litauisch) o ir u Stamm-Adjektive, slawische Sprachen —nur o Stamm). Dieser Übergang ist eine allgemeine Idee. Ausdruck der sprachlichen Innovation, da die baltischen und slawischen Sprachen in den westgermanischen Sprachen (Altenglisch, Altsächsisch, Althochdeutsch) genaue Entsprechuir ngen finden. 5. Einfügen - solche į Formen wie lit. akmen-i-mis, s. sl. kamen-6-mi, typisch für ne die baltischen ir slawischen Sprachen, da das gleiche Phänomen im Lateinischen bekannt ist (Bd. Ped-i- * A. Meillet, Studien über 1’étymologie et le vocabulaire du ancien slave, II, Paris, 1905, p. 201. $ A. Meillet, Les dialectes indo-européens, Paris, 1969, S. 103–104. 1908. 7 A. Meillet, Les dialectes indo-européens, Neuauflage, Paris, bus), Armenisch 1922, p. 40—41. 14
(Bd. 1) (dt. ir Sprache. Be Außerdem wurde die Annäherung dieser beiden Typen dadurch erleichtert, dass die phonetisch identischen Enden des i Singulars des Konsonantenstamms und ir jų Mehrzahl der Endungen. 6. Der alte Nenner des Demonstrativpronomens *so-, *sū- (Bd. skr. sd, sa, gr. 6, 1, Ich hab's. sa, so) ersetzt durch Stamm *r0-, *rū-, baltische be Slawischir e, noch westgermanische Sprachen (Bd. s. Sächsisch the, thia, s. deutsch. Höhe. Der, der, der. A. Mejé betonte, dass dies eine große Neuerung sei, da alle ta Formen des Paradigmas, mit Ausnahme des Singulars, mit einem Konsonanten begannen, der durch Analogie ;-, sehr leicht auf einen einzelnen Silbenbeginn mit dem Konsonanten sübertragen į werden könne. su 7. Der Verkäufer tritt ein. Manie, Mann, Pr. mennei entsprics. ht nicht sl. moné weder an der Wurzel noch am Ende des Wortes. A. Meier fügte hinzu, dass diese Formen der baltisch-slawischen Sprachen ein ir hervorragendes Beispiel für parallele, aber unabhängige Innovationen seien, die beide Sprachgruppen charakterisieren. 8. Einzigartige genetische Untersuchung. Wolf s. Der Begriff entspricht dem Sanskrit-Ablativum vfkat. Der ir genetische Ablitiv verschmolz, weil in allen Stämmen, außer dem Typ, der singuläre o genetische Ablitiv einen ir ir tą Die gleiche Form. Im Griechischen wurde die Genetivform für den Ablativen o verwendet, ir in den baltisch-slawischen Sprachen umgekehrt hat der Ablativ die Funktion des Genetivs übernommen. Sieht nicht aus, betont A. Dieses Phänomen soll in der Zeit der baltisch-slawischen Einheit (une période (a communauté) de entstanden sein, da die preußische Sprache den Vornamen deiwas hat. „Gott“. Damit, fügte er hinzu, sei die Verallgemeinerung des Ablativs leicht durch die unabhängige Entwicklung der Sprachen zu erklären. Nach der Untersuchung dieser ir baltisch-slawischen SprachgemeA. inschaften kam May zu dem Schluss, dass "Baltų ir Die slawischen Sprachen entwickelten sich parallel. Diese Parallelität führte natürlich zu einigen identischen Formen, aber diese Innovationen verhindern die Anerkennung einer tų gemeinsamen Entwicklungsperiode der Sprachen.“* Als ein herausragendes Beispiel für parallele Innovation A. May sagte, de Sosiūro-Fortunatovos Gesetz, indem er zu Recht behauptete, dass dieses Gesetz unabhängig in den litauischen slawischen Sprachen wirkte. ir Es gibt ähnliche Ideen. Indem er mehr ähnliche Phänomene aufzeigte, ir zeigte Maye, dass die genannten baltisch-slawischen SprachgemeinschaftA. en entweder Archäismen sind, die aus der frühen indoeuropäischen Zeit stammen, oder ir Neubildungen. iš Wenn das Phänomen oder die Tatsache archaisch ist, dann ist es baltisch und slawisch, wie andere Ide. ir Sprache. ji Sie haben die Prüfung bestanden. Ebenso können die ir Neubildungen kein strenges Argument für die gemeinsame Epoche der ar baltisch-slawischen Ursprache sein, da sie entweder unabhängig von den baltisch-slawischen Sprachen oder in anderen slawischen ir Sprachen entstanden sein können. Sprachen oder in tų der Epoche der sprachlichen Kontakte. Be dass die A. weißrussischen Innovationen nach Meinung von Meje nur ähnlich, aber identisch sind ne (vgl. z.B. den Nutznießer eines Personenpronomens). Neue mutige A. Die Ideen der Maya setzten die Grundlagen der baltisch-slawischen Ursprachetheorie. Jo Kritik zeigte, dass die vorhandenen Argumente nicht ausreichen, um die baltisch-slawische Ursprache zu beweisen. Daher waren die Anhänger der Ursprachetheorie gezwungen, nach neuen Fakten zu suchen, um ihre Behauptungen zu verteidigen. Als erster antworten Viktor Poržezinskis (1870-1929). Jo Die ir Arbeit über die baltischen Slawen führte zu folgenden Schlussfolgerungen: „Die ir baltisch-slawischen Sprachen durchliefen eine gemeinsame Periode, in der eine beträchtliche Neubildung stattfand“*. 8 A. Meillet, op. cit., p. 45. * W. Porzezinski, Die baltisch-slavische Sprachgemeinschaft, RSI, baltische 4, 1911, p. 2-3. 15
Das K. bedeutet, dass der ir gemeinsame Wortschatz der baltisch-- slawischen Sprachen, nach Ansicht von Boge, dadurch entstanden ist, dass: : a) slawische Sprachen ir stammen von ide. iš Sprachgemeinschaften, in denen die ir baltisch-slawischen Dialekte bereits eigene Wörter hatten; b) Die baltischen und slawischen Sprachen waren im Laufe der Geschichte unmittelbar angrenzend und benachbart: Diese Interpretation des Ursprungs des gemeinsamen Lexikons der baltischen und slawischen Sprachen hat ihren Wert auch heute nicht verloren. Der langfristige Kontakt verwandter Sprachen kann nicht nur zu analogen phonetischen und morphologischen Phänomenen führen, sondern auch zu einem gemeinsamen Wortschatz. Er fand keine Beweise für die Einheit der baltischen und slawischen Sprachen (in seinem Wortlaut Ursprache) und war daher strikt dagegen, während die russischen Linguisten A. Schachmatow und A. Sobolewski, die zur gleichen Zeit arbeiteten, die Einheit der baltisch-slawischen Sprachen nicht in Frage stellten. Alexej Schachmatow (1864–1920) stellte fest, dass die besondere Nähe der baltischen und slawischen Sprachen kaum in Zweifel gezogen werden kann, und schrieb: „Diese Nähe kann nicht zufällig sein und nur von ihrem gemeinsamen Ursprung aus der indoeuropäischen Ursprache abhängen; Sowohl die baltischen als auch die slawischen Sprachen haben viele gemeinsame Abweichungen von den alten Beziehungen, und diese gemeinsamen Abweichungen zeugen von ihrem gemeinsamen Leben zu der Zeit, als sie sich von den anderen indoeuropäischen Sprachen trennten. Das heißt, man muss die Balten und die Slawen als Abkömmlinge eines gemeinsamen Vorfahren (oder OnHoro OGiner pojoKauajibHHKAa) anerkennen, der sich bereits von der indoeuropäischen Ursprache getrennt hatte. Der Urvater der baltischen und slawischen Sprachen, der als baltisch-slawische Ursprache bezeichnet werden kann, war die Sprache jener indoeuropäischen Familie, die sich von der indoeuropäischen Familie abgespalten und sich erst später in zwei Zweige – baltische und slawische – aufgespalten hat.“ Das Zitat zeigt A. Schachmatows Ansicht über die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen: er behauptet zweifellos, dass es eine baltisch-slawische Einheit gab, sowohl sprachlich als auch ethnisch, die nach der Ide existierte. Zerfall der sprachlichen Gemeinschaft. Eine originelle und interessante Hypothese über die Entstehung der slawischen Völker und Sprachen wurde von Alexei Sobolewski (1856–1929) entwickelt. Bei der Lösung des Problems der Entstehung der slawischen Ursprache legte er besonderen Wert auf die Ide. s für Reflexe in slawischen Sprachen. Nach i, u, r und k in slawischen Sprachen ide. s wurde zu ch, in allen anderen Positionen blieb es unverändert. Sobolewski absolutisierte dieses phonetische Gesetz und kam zu dem Schluss, dass die slawische Ursprache eine Verbindung von zwei Sprachen ist: s-Sprachen und ch-Sprachen**?. Die Ch-Sprache gehört zu den iranischen Sprachen und das r ist wahrscheinlich ein Dialekt der skythischen Sprache. Die aus dieser Sprache stammenden Wörter mit ch anstelle von s. O s-Sprache sei nach Ansicht von A. Sobolewski „den baltischen Sprachen nahe, da sie früher mit ihnen eine einheitliche, slawisch-baltische oder slawisch-litauische Sprache gebildet habe“**. Zu ihr gehören Wörter und Formen mit s anstelle des alten §; Dieser Wechsel zu ch hat es in der balty-slavy Sprache nie gegeben. Sobolewski war davon überzeugt, dass die baltischen und slawischen Völker einst eine gemeinsame Sprache gesprochen haben. Das einheitliche baltisch-slawische. Die Sprache existierte seiner Meinung nach bis zum Beginn unserer Zeitrechnung, d.h. bis zu der Zeit, als die Skythen an der Ostsee mit den Weiß-Slawen zusammentrafen. Über die hypothetischen baltisch-slawischen Völker und ihre Sprache konnte A. Sobolewski nichts weiter sagen: „Woher kamen die Vorfahren der s-sprachigen Völker, die baltisch-slawischen Völker, an die Ostseeküste? OnJioJiorun“, Bern. II, [Nerporpan, 1915, p. IX. 12 A. H. Co6oaneBckuil, Pyccko-ckudckue stioas, HMOPSAC, 27, 1924, p. 334. 13 A. H. 12, Coda, op. cit., p. 334. 22
Nation, wissen wir nicht; Kaum aus dem Westen, Südwesten oder Osten. Wir haben keinen Grund, sie auch nicht unter den Völkern zu suchen, die Herodot erwähnt- ." Und das Volk mit der ch-Sprache ist seiner Meinung nach ein alter Bewohner der Ostseeküste, der auch dem Fluss Nemunas seinen Namen gegeben hat4. Die Hypothese von A. Sobolewski wurde scharf kritisiert und abgelehnt!*. Sowohl Sachmatows als auch Sobolewskis Hypothesen fehlte es an einer Argumentation, die auf der Analyse des tatsächlichen Materials der baltischen und slawischen Sprachen beruhte. Das Beispiel von A. Schachmatow und A. Sobolewski bestätigte die Worte von K. Buga, dass bei der Lösung von Fragen, die mit der Entstehung von Sprachen verbunden sind, zunächst die Sprachen selbst gut erforscht werden müssen. Das Problem der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen in den 1920er und 1930er Jahren In den 1920er und 1930er Jahren untersuchten Wissenschaftler hauptsächlich die baltischen und slawischen Sprachen selbst. Durch die Untersuchung einzelner Fragen der Phonetik, Akzentologie, Morphologie und Lexikologie konnten die Forscher auch allgemeinere Schlussfolgerungen über die frühesten Beziehungen zwischen diesen Sprachen ziehen. Diese induktive Lösung der Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen, die auf der Analyse eines reichen faktischen Materials beruht, war methodologisch von außerordentlicher Bedeutung. Von großer Bedeutung für die Erforschung der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen waren die Studie von N. van Weik über den Ursprung der Dialektund Intonationssysteme dieser Sprachen und das Wörterbuch der baltischen und slawischen Sprachen von R. Trautmann*. In der Einleitung zu seinem Buch stellte Nikolaus van Wijk (1880–1941) fest, dass zwischen Die Theorien von A. Schleicher und J. Rozwadowski haben keinen grundsätzlichen Unterschied: beide Forscher haben die „weißrussische Periode“ anerkannt“. Van Wijk fügte dann absichtlich hinzu, dass sich auch die Theorie von A. Meye nicht sehr von der von A. Schleicher unterscheidet, obwohl der Unterschied auf den ersten Blick sehr groß erscheinen mag. Denn die baltisch-- slawischen Dialekte (man kann auch sagen, dass sie „gesprochen“ haben), laut A. Mejés, existierten schon in der Idylle. In der sprachlichen Gemeinschaft bis zu ihrer Spaltung, und A. Sleicher, wie das Schema seines „genealogischen Sprachbaums“ zeigt, erkannte ihre Existenz noch nach der id. Die Zersplitterung der sprachlichen Gemeinschaft (in Sleichers Worten, der Ursprache). Herr van Wijk selbst war der Meinung, dass diese Ideen falsch waren. Dialekte der Sprachgemeinschaft, aus denen sich später die baltischen und slawischen Sprachen entwickelten, bildeten eine relativ enge (zusammenhūngendes), wenn auch dialektisch differenzierte Einheit (Ganzes), auch wenn die anderen Sprachen sich unterschieden. Sprachgruppen wie die indo-iranischen Sprachen waren bereits getrennt. Diese Kontinuität hat offenbar nicht lange Bestand gehabt, da sie in den bekannten Sprachen keine deutlicheren Spuren hinterlassen hat. Die theoretisch mögliche baltisch-slawische sprachliche Einheit, sagt N. van Wijk, können wir daher praktisch ignorieren. Für die urbaltischen und urslawischen Dialekte hat er zwei Intonationen rekonstruiert: den Zirkumflex und den Akut. van Wijk bemerkte, dass „dies in keiner Weise zeigt, 14 A. H. 6. Aufl., Bd. p. 332. 15 Eine kritische Bewertung der Hypothese von Herrn Sobolewski wurde von A. Pogodin vorgenommen, vgl. A. Ji. Beide, Theopus wird. A. H. CoGosieBCKOTO 0 JIBOAKOM NPOHCXOMK/IEHHH CJIABAHCKOTO IJIEMEHH, „Slavia“, 9, 1930-1931. ! N. van Wijk, Die baltischen und slavischen Akzentund Intonationssysteme (Ein Beitrag zur Erforschung der baltisch-slavischen Verwandschaftsverhiltnisse), Amsterdam, 1923. * R. Trautmann, Baltisch-slavisches Worterbuch, Göttingen, 1999, S. 100 1923. * N. von Wijk, Die baltischen und slavischen Akzentund Intonationssysteme, 2. Aufl., *'s — Gravenhage, 1958, S. 13. : eine engere Verwandt23
schaft der beiden Sprachgruppen, weil: 1) die Qualität der urbaltischen und urslawischen Intonationen nur mit großer Unsicherheit bestimmt werden kann; 2) ähnliche Intonationsverhältnisse hat auch die griechische Sprache.“ Reinhold Trautmann (1883—1951) Das ir „Wörterbuch der baltischen slawischen Sprachen“ ir ist die größte und ir umfassendste Sammlung von Wortschatz der baltischen slawischen Sprachen. Jį Es besteht hauptsächlich aus allgemeinir en Wörtern der baltischen Slawischen Sprachen, ir obwohl es Wörter gibt, die nur in einer Sprachgruppe oder sogar nur in einer Sprache existieren. Dies geschah offensichtlich, weil R. Trautman war überzeugt von der Existenz einer baltisch-slawischen Sprachgemeinschaft- ®: baltische Wörter, die heute keine Entsprechungen in den slawischen Sprachen haben, könnten seiner Meinung nach früher in den slawischen Sprachen vorhanden gewesen sein. jo ir R. Ein Großteil des von Trautman vorgestellten Wortschatzes kann nicht als weißrussisch angesehen werden: Ein Teil der allgemeinen Wörter beider Sprachgruppen hat Entsprechungen in anderen Sprachen. In Sprachen ir wird daher wahrscheinlich die Ide vererbt. iš Ein Teil der Sprachgemeinschaft ist nur in einer Sprachgruppe, sogar in der Sprache. ar R. Trautmanns Wörterbuch war ein wichtiger ir Bestandteil des Lexikons o der baltischen slawischen Sprachen, sowie ir tų Um die ältesten Beziehungen zwischen Sprachen zu untersuchen. Allerdings be hatte dies bei der Lösung der ir Frage der vų ältesten Beziehungen der weißen Sprachen einen gewissen ir negativen Einfluss. Die Forscher wurden durch die Tatsache, dass ein solches Wörterbuch erstellt wurde, inspiriert: iš wenn man ein ir so großes Wörterbuch bų über die baltisch-slawische Kalkulation schreiben kann, dann kann an der Einheit der tų Sprachen kein Zweifel bestehen! Ein offensichtliches Beispiel hierfür sind die folgenden Worte von Specht: F. „Daß die baltisch-sir lawischen Sprachen früher eine gemeinsame Entwicklung durchlaufen haben, die nur ir durch die Theorie der baltisch-slawischen Ursprache erklärt werden kann, po R. Trautmano Die ir Erscheinung des „Wörterbuchs der baltisch-slawischen Sprachen“ sollte keinen Zweifel mehr aufkommen lassen.“ Es stellt sich die Frage, welche iš Bedeutung der eigentliche Wortschatz bei der Untersuchung der Verwandtschaftsbeziehungen von Sprachen hat. In diesem su Zusammenhang erinnere ich mich A. Die Entwicklung der weißrusir sischen Sprachwbų issenschaft. Die Bedeutung des ir Wortschatzes der ältesten Beziehungen der ir baltisch-slawischen Sprachen ir ne R. Trautman Wörterbuch, Artikel „Ursprung des Wörterbuchs der slawischen Sprachen: I. — Das Problem der baltisch-slawischen Einheit“ stellte er fest: 1. Die verlorenen Elemente charakterisieren das Vokabular genauso wie die erhaltenen. ir Die ir baltisch-- slawischen Sprachen haben viele alte Ideen verloren. Wörter, indem sie sie durch neue Wörter ersetzen. Die baltisch-- ir slawischen Sprachen zum Beispiel haben ihren alten Name des „Vaters“ (S. 10). Eingang. Pitd, gr. Naro, Lot. Vater). Stattdessjo en wurde ein neuer Name gewählt: „Bremen“. Vater, lat. tęvs pr. ir taws, o slawischen — expressiven Ursprungs s.sl. 0f-5c6 (Über das Suffix vgl. Das s. Adjektiv sl. otf- -bnjb „Vater“). Ta Die Tatsache, dass die ir weißrussisch-slawischen Sprachen ihre alten ir Wörter verloren jų haben und stattdessen verschiedene Ersatzwörir ter entstanden sind, zeigt, dass die weißrussisch-slawischir jų en Sprachen ähnliche Lebensbedingungen hatten, während die Sprachen parallel wechselten. 2. Die ir lexikalischen Entsprechungen der baltisch-slawischen Sprachen ir weisen nicht darauf hin, dass die baltisch-slawischen Sprachen po eine gemeinsame Lebensperiode hatten, die id war. Der gemeinsata me Wortschir atz der baltisch-- slawischen Sprachen iš ist von der Ide geerbt. Dialekte der Sprachgemeinschaft, vgl. z.B. liet. Nebel s. Nebel gr. ir o-piyin®. * N. von Auf, auf. cit., p. 46. * R. Trautmann, op a.a.O., p. V. ¢ F. Specht, Zur baltisch-slavischen Sprache Spracheinheit, KZ, 62, 1934, p. 248. i A. Meillet, Die Ursprünge des du slawischen Wortschatzes: I. — Le Problem de l'unitė weiß-slawisch, RESI, 5, 1925, p. 5—13, 8 A. In: Meillet, loc. cit. 24
3. Die parallele Entwicklung der baltischen und slawischen Sprachen wird durch die lexikalischen Formanten gezeigt. So haben beispielsweise die nomina instrumenti in den vedischen Sprachen das baltische Suffix *-tlo-(lit. -kla-), während die slawischen Sprachen das Suffix *-dhlo haben, vgl. lit. drklas usw. Ralo, tschechische rddlo. Diese Suffixe sind ähnlich, aber nicht identisch, und beide sind alt: das erste entspricht dem lateinischen -culum (vgl. lat. poculum „Becher- “), das zweite dem lateinischen -culum (vgl. lat. poculum „Becher“). -bulum (vgl. lat. pabulum „Nahrung“) und gr. - Oh, mein Gott. (Bd. Gr. 9. Auflage). 4. Ein deutlicher Unterschied zwischen baltischen und slawischen Sprachen ist, dass ide. Die baltischen Sprachen haben ihren Wortschatz besser erhalten als die slawischen. Die baltischen Sprachen zum Beispiel behielten die Namen von Menschen und Männern gut bei (vgl. s. lit. Zmuo, pr. smoy und lat. hemé oder homė, got. guma; lit. vyras, lat. virs, pr. wijrs und s. ind. virdh, lat. vir, s. air. fer, got. wair), während die slawischen Sprachen verloren gingen. Zum Abschluss seines Artikels schreibt A. Meje: „Der indoeuropäische Teil des baltischen und slawischen Wörterbuchs stammt von jų derselben Ide ab. Dialektgruppen. Es genügt jedoch, Trautmanns Baltisch-slavisches Worterbuch zu durchstöbern, um sich davon zu überzeugen, dass zwischen ide. Während der historischen ir Epoche der baltischen und slawischen Sprachgemeinschaft gab es keine Periode, in der sich ein gemeinsamer Wortschatz für beide Sprachgruppen gebildet hätte. Es gibt Parallelismus, es gibt keine Einheit“. Es ist interessant, dass A. Mayes Ansicht über das Lexikon ir der baltischen slawischen Sprachen ist sehr nahma K. Nach Ansicht von — Boge wird das gemeinsame Vokabular dieser Sprachen 1) von beiden Forschern iš als „hervorgegangen aus ide“ angesehen. Dialekte der Sprachgemeinschaft, die ir 2) unabhängig, parallel entstanden sind, da beide Sprachgruppen seit langem in Nachbarschaft leben. Iš Tatsächlich ist es für den ir gemeinsamen Wortschatz der weißrussisch-slawischen Sprachen überhaupt nicht notwendig, die weißrussisch-slawische sprachliche Einheit anzuerkennen: für die Entstehung dieses Wortschatzes ir genügten die verschiedenen Kontakte, die die weißrussisch-slawischen Sprachen in ihrer Geschichte hatten. Be Daher kann die Bedeutung ir des Lexikons bei der Lösung der Frage der ältesten Beziehungen der baltischen slawischen Sprachen nicht überbewertet werden, da das Wörterbuch bekanntermaßen der am meisten veränderliche Teil des Sprachsystems ist. Um die Theorie der Einheit der ir baltisch-slawischen Sprachen zu begründen, be verwendete Franz Specht als Argument (1888—1949) für die Lexikologie jo einige beobachtete grammatische Gemeinsamkeiten der baltisch-slawischen Sprachen, wie: su (Lied. tamė=s. sl. leer“ iš *tamen), strenge Männer ir n Stammtrenų nnung, männlicher Nominativ-- Agent mit dem su Formanten *-verlust (Bd. Das ist die Idee. *patēr ir liet. Vater, sl. s. 6 (dt. ir N. von Werkes, R. Trautman ir F. Špecht die Frage der ir ältesten Beziehungen der baltischen slawischen Sprachen auf der Grundlage der Ergebnisse ihrer spezifischen Forschungen behandelt. Italienische Neolinguisten gingen einen ganz anderen Weg. In su Übereinstimmung mit den theoretischen Grundsätzen ihrer allgemeinen Linguistik versuchtir en sie vor allem, den Charakter der baltisch-slawischen Sprachen zu bestimmen. Iš Anfangsdosis Vitoria-Gasteiz Pisano erkannte die baltischen ir slawischen po Sprachen an. Nach der Zersplitterung der Sprachgemeinschaft erlebten sie eine gemeinsame Entwicklungsphase. Die über ir das Sprachgebiet hinweg verlaufendtų en Isoglossen V. der baltisch-slawischen Sprachen lassen Pisani zu ir der Annahme veranlassen, dass die baltisch-slawischen Gebiete über einen po längeren Zeitraum hinweg zusammengehalten wurden. Zerfall der sprachlichen Gemeinschaft. Die allgemeine Entwicklungsperiode dieser Sprachen V. Pisano nannte die Gemeinschaft * A. Meillet, op. cit., p. 13. 10 F. Specht, op. cit., p. 248—259, '' V. Pisani, Balto e slavo, StB, 2, 1932, p. 1—22 (=Linguistica generale e indoeuropea, Milano, 1979) Die 1947, p. 65—82). 25
indogermanischen Sprachen sind eine Epoche (aber keine Ursprache), die er auf etwa das 5. Jahrhundert v. Chr. und das 4. Jahrhundert n. Chr. datiert. Später änderte Pisani seine Ansichten: Er war der Meinung, dass man auf der Grundlage des Isoglossensystems kaum von einer baltisch-slawischen Gemeinschaft sprechen könne, ebenso wenig wie von einer baltisch-slawischen Ursprache, da diese anscheinend nie existiert habe. Ein anderer italienischer Neolinguist, Matteo Bartoli (1874–1946), analysierte einige baltische und slawische Entsprechungen und kam zu dem Schluss, dass die chronologische Hilfe der baltischen Sprachen dadurch bestimmt wird, dass sie mehr antiethnische Neubildungen als die germanischen Sprachen und deutlich weniger als die alte indische Sprache enthalten*“. Julian Bonfanti, der mit der Schlussfolgerung von Bartholdi nicht einverstanden war, äußerte eine Meinung? ** dass die baltischen Sprachen, insbesondere das Litauische, sowohl archaisch als auch konservativ sind, während die slawischen Sprachen konservativ, aber nicht archaisch sind. Jg. Bonfanti wies auf einige Archäismen hin und fügte hinzu, dass auch die baltischen Sprachen den Innovationswellen aus dem Zentrum (Griechisch, Armenisch usw.) nicht widerstanden hätten**. Der norwegische Linguist Christian Stange analysierte nicht nur die frühesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen, sondern schrieb auch umfangreiche Werke, in denen er die Geschichte der baltischen und slawischen Verbund Akzentologie beleuchtet. In einem meiner Artikel!“ Chr. Stange stellte die Frage: Was bedeutet der Begriff „sprachliche Einheit“ eigentlich? Seiner Meinung nach kann die sprachliche Einheit auf zwei Arten verstanden werden: 1) Einheit, die durch individuelle (nicht dialektische und nicht soziale) Abweichungen gekennzeichnet ist; 2) Einheit, wenn die Sprecher ihre Sprache als eine einzige fühlen, obwohl sie in Dialekte gespalten ist (nach dieser Definition ist z.B. Deutsch eine Sprache, Schwedisch und Norwegisch zwei, obwohl die Unterschiede zwischen letzteren kleiner sind als zwischen den nordund süddeutschen Dialekten); Eine solche sprachliche Einheit, Chr. Stango glaubt, dass es auf politischen und kulturellen Beziehungen beruht). Die erste Art der Einheit zwischen baltischen und slawischen Sprachen nach ide. Der Zerfall der sprachlichen Gemeinschaft konnte nicht sein, weil zum Beispiel ide. Das s nach K, r, i, u bringt die slawischen Sprachen näher an die indo-iranischen Sprachen heran. Die zweite Art der Einheit zwischen diesen Sprachen nach dem Zerfall kann nicht durch die Sprachwissenschaft bewiesen werden. Die baltischen und slawischen Sprachen. Die baltischen und slawischen Sprachen stammen sozusagen aus derselben Sprache. Dialekt. Es gibt aber sehr alte Unterschiede zwischen ihnen: unterschiedliche Ideen. Das Schicksal der s nach k, r, i, u (siehe S.81tt. dieser Arbeit), verschiedene Details des satam-Phänomens (vgl. lit. klausytiir sl. slyšati, siehe S.186tt. dieser Arbeit) usw. Später, als die Sprachgemeinschaft zerfiel, erlebten die baltischen und slawischen Sprachen eine Periode, in der ihre Gebiete von mehreren neuen Isoglossen umgeben waren. Einige umfassen das gesamte Sprachgebiet, andere nur einen Teil davon. Die Verwandlung solcher Isoglossen in r, /, m, n i, il, im, in, und ur, ul, um, un (siehe S. 76 dieser Arbeit), Verbart mit -auju: -uju, nomina agentis lit. artojas, pr. artoys, s. sl. ratajo usw. Kol, Chr. Stango ist der Meinung, dass die Möglichkeit besteht, neue zu bilden * V. Pisani, Glottologie indoeuropea, Turin, Italien, 1999. 1949, p. 26. * M. Bartoli, II konservativer Charakter der baltischen Sprachen, StB, 3, 1933, p. 1—26. '4 G. Bonfante- ,,,Arcaico e ,,konservativ‘ in der baltischen Gruppe, StB, 5, 1935 — 1936, p. ak plg. ,,Indogermanisches Jahrbuch“. 21, 1937, p. 326. * Weitere Informationen finden Sie unter B. H. Tonopos, H3 ucropun wusyuenus apesmeiiuiux 6Gajito-cJaBAHCKHX S3bIKOBbIX OTHOINHIeHHH, p. 22—25. * Chr. S. Stang, Einige Bemerkungen iiber das Solange es keine Verhültnis zwischen den slawischen und baltischen Sprachen, NTS, gibt, kann man von einem 11, 1939, p. 85-98. 26
lebendigen Isoglossengebiet sprechen. 1963, S. 300. Stangas detailliert und konkretisiert seine Ansichten über die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen?, er drückt die Meinung aus, dass die unterschiedlichen Ide. Das Schicksal von s nach k, r, i, u und einige verschiedene Reflexe des satom-Phänomens (hören: hören) in baltischen und slawischen Sprachen erreichen in ihrem Alter keine Ide. Zeiten der sprachlichen Gemeinschaft. Nachdem er einige Innovationen der baltischen und slawischen Sprachen diskutiert hat, befasst sich Chr. Stange kommt zu dem Schluss, dass diese Sprache nach ide. Durch die Zersplitterung der Sprachgemeinschaft entstand ein einheitliches Dialektgebiet, in dem Neubildungen dieser Sprachen entstanden sind und aufgrund dessen der Ausdruck „Baltisch-Slawisch“ verwendet werden kann. Auf der anderen Seite ist es seiner Meinung nach auch anerkannt, dass sich in diesem Dialektgebiet gewisse alte Isoglossen kreuzten, die die baltischen Dialekte von den slawischen unterschieden. Die Entwicklung des baltisch-slawischen Dialektgebietes erfolgte in Etappen, da es Isoglossen gibt, von denen die einen das slawisch-ostbaltische, die anderen das slawisch-preußische Areal umfassen. In seinen Werken Chr. Stange verwendet häufig den Ausdruck „baltisch-slawische Sprachen“. In seinem Buch „Die Akzentuierung der slawischen Sprachen“* stellt er fest, dass er den Begriff „baltyslawische Sprachen“ nicht im Sinne einer absolut homogenen Sprache verwendet. Mit diesem Begriff versteht er „einen dialektischen Raum, der so homogen ist, dass die darin auftretenden sprachlichen Veränderungen den gesamten Raum oder einen Teil davon umfassen können“*. Dieser Chr. Stangos Meinung über die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen wurde durch die Hauptergebnisse seines Buches „Slaw und baltisches Verb“ bestätigt. Früher hätten die baltischen und slawischen Verbsysteme viel größere Gemeinsamkeiten haben müssen, und ihre Gegenwartssysteme nach ide. Der Zerfall der sprachlichen Gemeinschaft sollte sehr ähnlich sein?!. Später haben sich die Verbsysteme dieser Sprachen aufgrund unterschiedlicher Entwicklungstendenzen voneinander entfernt. Chr. Stangas hebt auch die großen strukturellen Unterschiede des baltischen und slawischen Verbs hervor. Die baltischen Sprachen haben wie die germanischen Sprachen keinen sigmatischen Aorist und haben ihn wahrscheinlich auch nie gehabt. Die slawische sigmatische Aoristik überschneidet sich stark mit der indo-iranischen: Beide haben einen verlängerten Grad an Wurzelvokalismus. In diesem Zusammenhang Chr. Stange stellt fest, dass die baltischen und slawischen Sprachen in Bezug auf den Aorist möglicherweise zu unterschiedlichen geografischen Sphären gehörten. Die slawischen Sprachen haben keine lange Wurzelpräteritum, die die baltischen, germanischen, keltischen, italienischen und albanischen Sprachen haben. Die baltischen Sprachen haben den sigmatischen Futur, der in den slawischen Sprachen nicht vorkommt. Hier wurde die Funktion der Zukunft durch die Präsens perfekt übernommen, so dass die sigmatische Zukunft nicht mehr benötigt wurde. Chr. Die Analyse von Stango zeigt, dass einige strukturelle Typen und Kategorien (z.B. nasale und i-stammige Verben, Optativ) eher das Ergebnis einer konvergenten oder sogar parallelen Entwicklung sind. Ein Überblick über die Erforschung der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zeigt, dass die Forscher dieser Periode, mit Ausnahme von R. Trautman und F. Špecht, keine Daten finden, die es erlauben, die Zweifelsfreiheit17 Chr. Stang, Uber das Verhiltnis zwischen slavischen und baltischen Sprachen,,,Prace jezykoznawcze*, 5, 1963, p. 393-394. 8 Chr. S. Stang, Slawische Akzentuierung, Oslo, 1957. Chr. S. Stang, op. cit.,, S. 174. * Chr. S. Stang, Das slavische und baltische Verbum, Oslo, 1942. Chr. S. Stang, loc. cit., S. 268, 271. 27
Die baltisch-slawische sprachliche Einheit. Im Gegenteil, die Untersuchung ir spezifischer akzentologischer morphologischer Phänomene führte zu Schlussfolgerungen, die darauf hindeuten, ir dass die vų frühesten Beziehungen der baltischen Sprachen kontaktorientiert waren. Untersuchir ung der ältesten Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen in der Nachkriegszeit Die ir Erforschung des Problems der ältesten Beziehungen der po baltisch-slawischen Sprachen wurde durch den Zweiten Weltkrieg intensiviert. Es wurden mehrere Artikel veröffentlicht, die sich speziell mit diesem Problem beschäftigen. Die ältesten Beziehungen dieser Sprachen werden auch in einem großen Werk über die Geschichte der baltisch-slawischen ne Sprachen beschrieben. ar 1950 m. Abgegangen E. Das Buch von Frenkel "Baltische Sprachen"! Es war ein Anreiz zu erscheinen J. Der Angelus-Arį tikel, der seinerseits reagierte J. Otrembskis, A. Zenas kt. ir (siehe Abschnitt 4.4) (siehe Abschnitt 4.4). Es gab eine gewisse Diskussion. Besonders aktiv wurden die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen in der Vorbereitung auf den IV. Internationalen Kongress der Slawisten in Moskau diskutiert. Die Forschungen über die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen in der Nachkriegszeit sind dadurch gekennzeichnet, dass sie die bekannten und neu festgestellten Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Sprachen detailliert analysieren und die Frage nach ihrer Chronologie aufwerfen. Darüber hinaus vermeidet man gegenwärtig, Hypothesen zu entwickeln, die die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen neu interpretieren, und befriedigt sich mit der Modifikation, detaillierteren Argumentation oder Kritik der in den Jahren 1908—1912 vorgebrachten Theorien. 1946 erschienen die Arbeiten zweier polnischer Linguisten, die sich dem Problem der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen widmeten? *, —J. Der Artikel von Safarewitsch, „Die Frage der baltisch-- slawischen Gemeinschaft“? und das Buch von T. Ler-Splavinskis,,Über den Ursprung und die Heimat der Slawen“*. Janas Safarevičius stellte in seinem Artikel fest, dass einerseits solche baltischen und slawischen Neuerungen, wie die Bildung der Gegenwartsform aus aoristischen Wurzeln (vgl. litauisch Zuomi, s. sl. dame und s. ind. ddam, griech. €dopevy), wie die oben erwähnte Ableitung aus der Perfektwurzel *men-, sehr alt sind und daher nicht bei der zweiten Annäherung der baltischen und slawischen Sprachen entstehen konnten. Damit meinte J. Safarevičius zweifellos die Konvergenztheorie von J. Endzelynas. Solche und ähnliche Innovationen zeigen seiner Meinung nach, dass die Epoche der Gemeinschaft wahrscheinlich vorhanden war und dass sie unmittelbar nach der Idee existierte. Sprachgemeinschaft, indem sie sie erweitert*. Andererseits zeigen solche alten Unterschiede zwischen baltischen und slawischen Sprachen, wie die Verwendung des Präsenssuffixes *-do (vgl. s. sl. idą und litau. eimi, litau. vėrda, das in den slawischen Sprachen nicht vorkommt), nach Ansicht von J. Safarevičius, dass die Epoche der Gemeinschaft dieser Sprachen (okres wspoėlnoty) nicht von Dauer war. Er glaubt, dass die baltisch-slawische Gemeinschaft nicht durch geographische Kontakte zerbrochen ist, sondern durch den Zustrom iranischer Stämme. Später werden die Bemerkungen von J. Safarevičius über die baltische und slawische sprachliche Einheit noch kritischerSkesnés®. 1961 schrieb er, dass „die Existenz der Epoche der baltisch-slawischen Gemeinschaft nicht ganz sicher ist“. Weiter J. Safarevičius zeigt, dass die baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften * E. Fraenkel, Die baltischen Staaten * Während des 1950. Krieges erschien ein Artikel von H. Pedersen, „Et baltoslaviskt problem“ (In memoriam Kr. Sandfeld, Kopenhagen, 1943), den der Autor dieser Arbeit leider nicht kennen gelernt hat. * J. Safarewicz, Ursachen für die Frage der baito-stowianskiej Gemeinschaft,,,Bericht über die Tätigkeit z der i Sitzungen Polskiej Akademie Die Fähigkeiten®, 46, 1946, p. 199—202. * T. Lehr-Sptawinski, O Ursprung der i Ur-Vaterland Stowian, Poznan, 1946. * J. Safarewicz, op. cit., p. 200. * J. Safarewicz, Balto-stowianiskie stosunki jezykowie,,,Stownik starozytnosci slavianskich*, I, 1 (A—B), Breslau — Warschau — Krakau 1961, p. 79-80. 7 J. Safarewicz, op. cit., p. 79. 28
Sie ähneln eher parallelen, unabhängig entstandenen Neuerungen (vgl. o-kamieniy-Endungen von Substantiven im Singular — litauisch -o, s. sl. -a und pr. -as). Sogar die auffälligste Gemeinsamkeit der baltischen und slawischen Sprachen, die nominativen Adjektive, betrachtet er als unabhängig voneinander in der einen und der anderen Sprachgruppe entstanden. Die Epoche der weißrussisch-slawischen Gemeinschaft, nach der Meinung von J. Safarevičius, sind nur die Anzeichen dieses Phänomens. Er geht davon aus, dass die baltischen und slawischen Sprachen von einer einzigen Ide stammen. Der Dialekt der Sprachgemeinschaft und dass die Epoche der baltisch-- slawischen Gemeinschaft, wenn sie überhaupt existiert hat, in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. existiert haben könnte.“ Einen etwas anderen Aspekt der Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen behandelte ein anderer polnischer Linguist Tadeusz Ler-Splawiński (1891 — 1965). In seinem Buch „Über den Ursprung und die Heimat der Slawen“ stellte er seine Konzeption kurz dar: „Die Vorfahren der Slawen und der Balten erlebten einst eine Epoche gemeinsamer sprachlicher Entwicklung, die sich auch nach der Beendigung der Kontakte mit anderen Völkern fortsetzte. Dialektgruppen waren bereits zerbrochen““. Ler-Splavinskis methodologisches Prinzip besteht darin, dass Innovationen die gemeinsame Entwicklung der Sprachen viel wahrscheinlicher anzeigen als die früheuropäischen Archäismen, die seiner Meinung nach auch in der unabhängigen Entwicklung dieser Sprachen leicht überlebt haben könnten. Zur Unterstützung seiner Behauptung fasst LerSplavinskis einige gemeinsame innovative Änderungen der baltischen und slawischen Sprachen in der Phonetik, Morphologie und Lexik zusammen. Als wichtigstes Argument hält er jedoch die Wortschatzgemeinsamkeiten, die seiner Meinung nach so zahlreich seien, dass sie ein großes (bis zu 1600 Positionen) etymologisches Wörterbuch der baltischen und slawischen Sprachen bilden (man denke an das Wörterbuch von R. Trautmann). Ler-Splavinskis ist der Meinung, dass die alten Unterschiede in der Morphologie und insbesondere im Wortschatz die These über die ursprüngliche Einheit der baltischen und slawischen Sprachen nicht bestätigen. Erstens, diese Unterschiede zeigen, dass die Ide. Dialekte, die von baltischen und slawischen Vorfahren gesprochen wurden. Sie waren in der Zeit der sprachlichen Verbindung eng miteinander verwandt, unterschieden sich aber deutlich in der Grammatik und im Wortschatz. Das hat die allgemeinen Tendenzen ihrer Entwicklung, die auch nach der Ide funktioniert haben, keineswegs verhindert. Die beiden Dialektgruppen wurden bereits in ihrer gemeinsamen Epoche durch die Zersplitterung der Sprachgemeinschaft und später durch die Annäherung zusammengeführt. Zweitens zeigen die alten Unterschiede zwischen baltischen und slawischen Sprachen, dass die gemeinsame baltisch-slawische Epoche (doba wspolnosci językowej baltostowianskiej) in einer sehr fernen Vergangenheit existierte. Dieser Epoche folgte eine ziemlich lange Phase der eigenständigen und unabhängigen Entwicklung der urbaltischen und proslawischen Dialekte, in der unterschiedliche Tendenzen der grammatischen Strukturbildung und erhöhte Unterschiede des Wortschatzes auftraten, die teilweise noch von der idischen Sprache geerbt wurden. Sprachgemeinschaft. Die Kontakte zwischen den beiden Dialektgruppen waren zu dieser Zeit zwar stark geschwächt, aber nicht endgültig unterbrochen. Nach einiger Zeit wurden diese Kontakte wieder belebt, und ihre Reflexion waren die baltischen Sprachen, die von den Slawen und die Slawen von den Balten entlehnt wurden. Diese Konzeption von T. Ler-Splavinskis®, die 1946 in seinem Buch „Über den Ursprung und die Heimat der Slawen“ dargelegt wurde, wurde in den folgenden Jahren in zahlreichen Artikeln weiterentwickelt! ?, aber die Substanz ist die gleiche geblieben. 8 J. Safarewicz, a. a. O., S. 80. * T. Lehr-Sptawinski, op. cit., p. 23. 10 Seine Quintessenz siehe. BSI, I, 1958, S. 37—41 und,,C60pHHK OTBETOB Ha BOMPOCH [0 SI3bIKO3HaHHIO (K IV MexjiynapojiuoMy cse3jly caasucros)®, M., 1958, S. 152—157. " T, Ler-Splavinskis Werke, veröffentlicht 1946—1955, siehe V. Falkenhahn, ZfSI, 2, 1956, p. 49—88; jo Arbeit (u.a. über die ältesten ir Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen), veröffentlicht in den Jahren 1951 —1961, siehe die Bibliographie in,,Studia linguistica in honorem Thaddaei LehrSplawinski“, Warszawa, 1961, S. 113. 1963, p. 7—8. 29
Erwähnenswert T. Ler-Splavinsky Artikel, in dem er versucht, diese Ide zu charakterisieren. iš ir T. In: Lerner-Splavinski, Ide. Dialekte, aus iš denen später die baltischen Sprachgrupir pen entstanden sind, ohne Ide. Während der Sprachgemeinschaft kompakte Einheit, aber zusammengesetzt aus iš mehreren eng verwandten Dialekten, die ziemlich reich an Unterschieden waren. Die ir weißrussische Sprache. Zur Charakterisierung der dialektischen Basis T. Ler-Splavinsky gibt folgende Eigenschaften to an, die die Inhomogenität des Fundaments zeigen: I. Phänomene, die für die baltischen ir Sprachen unbekannt sind: Die a) baltischen Sprachen, wie alle id. ir Westliche Sprachen (außer Germanen), unterscheidet ide. é ir a, o Slawische Sprachen wie Indo-Iranische und Germanische, id. Die langen Vokale stimmten überein (siehe Abschnitt 4.4) Diese Arbeit p. 61 Ta-Tä. ); b) Das ist die Idee. Verbindung srliko sveikas auf Litauisch (Bd. Lied. Srawja ir s. Eingang. Srdvati), Lettisch, o Preußisch, Slawisch ir in allen Iden. In westlichen Sprachen verwandelte sich in str- (Bd. s. sl. Strom)*; c) Unterschiedliche Konstruktion des Numerals „erster“, z.B. Lied. 1. Auflage, Bd. Der s. erste, engl. Form, s. Satz. Form (Vorwort) *-mo-) ir s. sl. Beweis (Vorwort) *-uo-, wie bei den Indo-Iranern, Tocharen und wahrscheinlich den Illyrern); d) Unterschiedliche Ziffern für „elf“ ir ,.dvylika“ daryba, plg. Zweiter Sand *_leeg- (Lied. Elf, zwölf, habe ich. 'Ain-Lif-Tuwaif-Ws. aq. Höhe. einlif, zwalif) ir Syntaxverbindung der altslawischen Sprache (ein na Zehntel, zwei na Zehntel); e) Die preußische Sprache behielt die Ide. medial I-Person Endungen - Nie. (Pr. Asma „esu“, plg. Gr. -siehe Abschnitt 4.4). II. Phänomene, die den slawischen ir Sprachen unbekannt sind: a) slawisch, wie auch indo-iranisch, id. s nach K, r, i, u wurde (§>) ch, und im Litauischen nur nach r, k (vgl. s. sl. mach, ucho und lit. mūsų, ausis; mehr dazu siehe S. 81 usw.); nomina agentis Suffix b) su - Sehr. (Bd. Das ist es. -größe-); c) das Suffix *-es-, wie bei den Hethitern, in Namen von Körperteilen (vgl. s. sl. ucho usese, oko ocese); Adjektiv-Suffix abstrakty d) -ost6 (Bd. Das ist es. - Acht? *; e) deverbaliniy Konstruktion von Adjektiven mit partizipatisu ver Funktion *-/0- (Bd. s. sl. Es war ir heiß. dalugnula iš dalugnu- „verlängern“)**; f) die Verwendung der Suffixe *-no-||*-io zur Bildung von intranzitiven und transitiven Verben aus derselben Wurzel, gemeinsam mit den germanischen Sprachen (vgl. S. Erstaunen: zaasiti got. ir usgeisnan : usgaisjan); g) Beibehaltung der perfektiven 1.-Person-- Beugung -č (s. sl. vedė=lat. vidi) und der medialen 3.-Person-- Endung -19 < *-tor. Diese alten Unterschiede zwischen den baltischen und slawischen Sprachen zeigen, dass es sich um die idische Sprache handelte. Während der Spaltung der Sprachgemeinschaft unterschieden sich die baltischen und slawischen Dialekte in vielen grammatischen Merkmalen. Da die Gebiete der baltischen und slawischen Sprachen jahrhundertelang unmittelbar aneinander grenzen blieben, was zweifellos den Prozess der Ausgleichung der Unterschiede und der Entstehung von Gemeinsamkeiten beschleunigte, Die Unterschiede in der Zeit der Zersplitterung der sprachlichen Gemeinschaft hätten nach Ansicht von T. Ler-Splavinskis viel reichhaltiger und größer sein können. 12 T, Lehr-Sptawinski, Die indoeuropäischen Grundlagen der batto-stowianischen Sprachgemeinschaft,,» Z polskich studiéw slawistycznych“, Warszawa, 1958, p. 125—136. 13 In der litauischen Sprache gibt es Beispiele auch mit str-, vgl. lit. straiijas,.- greitas (über Wasser), strébti, stragus. 14 Diese beiden Suffixe scheinen (: auch die baltischen Sprachen zu besitzen, vgl. litauisch biaiir-astis (: biauris) und dég-las degti). 30
Aus der Theorie von T. Ler-Splavinskis geht hervor, dass 1) er die baltischen und slawischen Sprachen von solchen Ide ableitet. 1) dass die baltischen und slawischen Dialekte sich erst später angenähert haben. Obwohl die Theorie von T. Ler-Splavinskis von der Oberfläche her an das Konvergenzkonzept von J. Endzelyns erinnert, unterscheiden sie sich im Wesentlichen deutlich: Der polnische Linguist erkannte nicht nur die sprachliche, sondern auch die ethnische Verwandtschaft der Balten und Slawen an. In ähnlicher Weise befasst sich André Vayan mit der Frage der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen, indem er ohne zu zögern die Periode der baltisch-- slawischen Einheit (une pēriode d'unitė balto-slave) anerkennt. Seiner Meinung nach zeigt die Fülle der gemeinsamen Merkmale der baltischen und slawischen Sprachen, "besonders solcher überraschenden Merkmale wie die nominativen Adjektive, deutlich, dass hinter der Ide. Die Zeit der baltisch-- slawischen Spracheinheit, die über einen längeren Zeitraum bestand. Einerseits räumt der französische Slawist ein, daß sich die baltischen Sprachen von den Slawen nicht mehr unterscheiden als das Schwedische von den Deutschen, andererseits ist er gezwungen festzustellen, daß die Slawen die Verwandtschaft ihrer Sprachen mühelos spüren, während ihnen die litauische Sprache völlig fremd ist. Die baltischen Veneten (Vēnēdes de la Baltigue) werden von A. Vajan eher als Weißslawen angesehen, die sich zu Beginn unserer Zeitrechnung in ihrer Sprache noch wenig unterschieden haben. Er stellte die gemeinsame baltisch-- slawische Sprache als eine Dialektverbindung (un faisceau de parlers) dar, deren Zentralund Randdialekte sich mehr oder weniger voneinander unterschieden. Der baltisch-slawische Stamm, so der französische Slawist weiter, der von den um den Beginn unserer Zeitrechnung einfallenden germanischen Stämmen, vor allem von den Goten aus Skandinavien, in zwei Gruppen geteilt und damit die baltisch-slawische Spracheinheit endgültig zerstört worden sei, sei bereits in Dialekte gespalten worden. | A. Vajan stellt die Aufgabe, die balty-slavy Sprache zu rekonstruieren. In diesem Fall müssten die baltischen und slawischen Sprachforscher mit drei rekonstruierten Sprachmodellen arbeiten: dem indoeuropäischen, dem weißrussischen und dem baltischen bzw. slawischen. In seinem Artikel „Balty-slavy jazyková jednotybé“1® hat A. Vajan die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der baltischen und slawischen Sprachen ziemlich ausführlich analysiert, wobei er besonders die Identität derjenigen Fakten betont hat, in denen A. Meje die Unterschiede zwischen diesen Sprachen erkannt hat (zum Beispiel im Verb). Am Ende des Artikels stellt A. Vajan die Herausforderung, für die verschiedenen Phänomene und Fakten der baltischen und slawischen Sprachen eine einheitliche Grundlage zu finden." Aus dem Artikel geht hervor, dass A. Vajan für nicht wenige baltische und slawische Sprachphänomene genau diese gemeinsame Urgrundlage zu finden versucht. Einige der später entstandenen slawischen Phänomene scheinen tatsächlich auf die baltischen Daten zurückzuführen zu sein. Antai A. Vajan weist zu Recht darauf hin, dass man in der Imperfektflexion der slawischen Sprachen die erweiterten Suffixe *-ejju und *-ujuk (vgl. s. sl. vidčair iskaa-) erkennen kann, die nur in baltischen Sprachen vorkommen (Bd. Lied. geliebt ir gesucht). Allerdings A. Die gemeinsame ursprüngliche Grundlage anderer Phänomene, auf die Wajan verweist, ist sehr fragwürdig. Zum Beispiel A. glaubt Vajan, dass liet. néSa ist Singular Die dritte Person *zu tragen ir Plural Die dritte Person *Ergebnis der Verschmelzung von Formen. Die baltischen ar Sprachen hatten kaum jemals Einzahl-Mehrzahl-Formen von thematischen Verben ir 15 A. Vaillant, Vergleichende Grammatik der slawischen I, Sprachen, Lyon — Paris, 1950, p. 13—15; Le Problem de Die balto-slawische Einheit, BSL, 51, 1955, p. XIII — XV. '* A. Vaillant, Die balto-slawische Spracheinheit, I, „Filologija“, Zagreb, 1957, p. 23—35. 17 „II muss wiederfinden Anfangseinheit la ol Sie hört auf, a sichtbar zu sein“, — A. 10, Vaillant, op. cit., p. 34. 31
Während der Schwangerschaft. Die Beugung des Singulars der o-kamieniy-Substantive in -@ zeigt, dass es nur zwischen den östlichen baltischen und slawischen Sprachen enge Beziehungen gab, da das Preußische hier offenbar die alte Endung -as behalten hat (vgl. hol. antuhšaš „Mensch- “). Die Meinung von A. Vajano®, die von O. Semerenji unterstützt wird, dass die preußische Endung -as aus dem alten *-g (lit. -o, lat. -a) hervorgegangen ist, dem nach dem Nomen -s hinzugefügt wurde, ist zu hypothetisch und kann daher kaum als Grundlage herangezogen werden. Die Argumentation von O. Semerenko ist, wie die anderer Vertreter der Theorie der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit, durch die Tendenz charakterisiert, in jeder, auch unterschiedlichen Tatsache oder Erscheinung dieser Sprachen nach Identität zu suchen. Zum Beispiel leitet O. Semerenjis das slawische Suffix *-dlo-, das nomina instrumenti hat, von *-tlo ab (aber nicht von id. *-dhlo-, wie es alle Forscher tun), wahrscheinlich weil es auch in baltischen Sprachen vorkommt (lit. -kla-s). In den slawischen Sprachen wurde der Vokal 7 aber nicht zum d. Ein bulgarischer Linguist ist ein Anhänger der Theorie der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit Wladimir Georgijew. V. Georgiev® stellte die Frage nach einem Kriterium zur Bestimmung des Grads der Verwandtschaft zwischen Sprachgruppen. Ein solches Kriterium könnte die indo-iranische sprachliche Einheit sein, deren Existenz nicht in Frage gestellt wird und auf die die Daten der ältesten Schriftdenkmäler dieser Sprachen schließen lassen. Ohne die alten Denkmäler der indo-iranischen Sprachen (die ältesten Stellen der Rigveda stammen aus dem Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. und die Avesta aus dem spätestens 8. Jahrhundert v. Chr.) wäre es nach Ansicht von V. Georgiev kaum möglich, eine enge Verwandtschaft zwischen diesen beiden Sprachgruppen festzustellen und auf diese Weise zu einer Schlussfolgerung über die einst existierende indo-iranische sprachliche Einheit zu gelangen, da sich die heutigen indischen und iranischen Sprachen stark verändert haben. Die Schriftdenkmäler der slawischen Sprachen, so behauptet er weiter, sind erst seit dem 9.-10. Jh. erschienen, und die des Litauischen erst seit der Mitte des 16. Jh., also sind die Daten der slawischen Sprachen fast 2000 Jahre und die des Litauischen 2500 Jahre später als die der indo-iranischen Sprachen aufgezeichnet. Die baltischen und slawischen Sprachen seien jedoch offensichtlich verwandt, während es zwischen den indischen und iranischen Sprachen des 10. und 15. Jahrhunderts viel schwieriger sei, eine solche Verwandtschaft festzustellen. Daher ist V. Georgiev überzeugt, dass,,die baltischen und slawischen Sprachen einst eine Einheit bildeten, die über einen langen Zeitraum bestand und wahrscheinlich später auseinanderbrach als die indo-iranische Einheit“*4, In der Annahme, dass die Morphologie der baltischen und slawischen Sprachen so ähnlich ist, dass die vorslawische Morphologie fast identisch mit der litauischen Morphologie ist, betrachtet V. Georgiev diese Morphologienähe als das wichtigste Argument für die baltisch-slawische sprachliche Einheit: Morpheme der gleichen Wortwechsel (Beugung von Substantiv und Verb) können nicht entlehnt werden (nämlich: entlehnt werden!) oder entstehen, wenn sich die Sprachen annähern – sie hätten von der einst existierenden sprachlichen Einheit geerbt werden müssen**. Georgijew gibt folgende Etappen der Entwicklung der baltisch-- slawischen Beziehungen an: Die Periode der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit — 3. Jahrtausend v. Chr. ; Übergangszeit — Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. und 2. Jahrtausend v. Chr. m. e. Beginn; 52 A. Vaillant, BSL, 44, 1948, S. 129. % B. l'eopruen, Kum Bonpoca 3a 6aato-claBsHCKHTa €3HKOBAa OGINnHOCT,,,D b/ITApCKH e3nk”, 8, 1958, S. 106-110; Baarto-caaBsiHcKuil, repMaHCKuil H UH jto-HpaHckuii, CO, 1, 1958, S. 7—26; HccnenoBanus no cpaBHUTEJILHO-HCTOpHUYECKOMY f3biKo3Hauuio, M., 1958, S. 218— 238. : 8 B. l'eoprues, Banto-cnassinckuil, repmaHckuil u HH7AO-HpaHCKnĖ, S. 10. 5 B. I'eoprues, op. cit. p. 11. 38
Vorslawische Periode – 2. und 1. Jahrtausend v. Chr.** Wie man sehen kann, führt W. Georgiev die baltisch-- slawische sprachliche Einheit in sehr ferne Zeiten zurück, in das 3. Jahrtausend v. Chr. (d.h. die sprachliche Gemeinschaft existierte seiner Meinung nach bis zum 4. Jahrtausend v. Chr.). An dieser Stelle sei daran erinnert, wie die baltisch-- slawische sprachliche Einheit von anderen Anhängern der Einheitstheorie datiert wird. A. Vajan glaubt*), dass die baltisch-- slawische sprachliche Einheit zu Beginn unserer Zeitrechnung zerbrach, als die germanischen Stämme einfielen und die Balten von den Slawen trennten. Eine ähnliche Meinung vertritt auch J. Otrembski*?. P. Aruma vermutet*?, dass die baltoslawische Einheit im 4. Jh. v. Chr. bereits zerbrochen war. T. Ler-Splavinskis® datiert den Zerfall der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit, die er baltisch-- slawische Sprachgemeinschaft nennt, auf 1500—1300 v. Chr. Die Theorie der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit hat in der Nachkriegszeit auch zahlreiche kritische Bemerkungen erhalten. Der englische Slawist William Matthews (? —1958), in seinem Artikel „Die Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen- ““! Nach einer kurzen Übersicht und kritischen Bewertung der Geschichte der Erforschung der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen stellte er fest, dass die Erstellung eines vollständigen Inventars der Gemeinsamkeiten dieser Sprachen noch nicht zur Lösung des Problems ihrer ältesten Beziehungen beiträgt: Gemeinsamkeiten sind als sprachliche Fakten isoliert und können daher nicht als Argumente angesehen werden, da die Sprache kein Inventar isolierter Daten ist, sondern ein System — in dem diese Daten zusammenhängen und voneinander abhängen. Mathews ist der Meinung, dass die Frage der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen in eine andere Richtung untersucht werden sollte: Beide Sprachgruppen sollten als Systeme untersucht werden. Detaillierte Beschreibungen der synchronen Strukturen, z.B. des Litauischen und des Russischen, seien für die richtige Untersuchung und möglicherweise für die Lösung des Problems der ältesten Beziehungen notwendig. Sie würden es dem Forscher ermöglichen, alle Details der beiden Systeme zu vergleichen und auf diese Weise fundiertere Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Forscher des Problems der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen stützen sich bei der Entwicklung ihrer Theorien gewöhnlich auf rekonstruierte Fakten, aber jeder weiß, dass diese Rekonstruktionen in allen Fällen auf dem Vergleich von mehr als gleichzeitig aufgezeichneten Sprachdaten beruhen. Zum Beispiel sind die Schriftdenkmäler der alten indischen Sprache um viele Jahrhunderte älter als die der slawischen Sprachen, und die letzteren um etwa ein halbes Jahrtausend älter als die der litauischen Sprache. Darüber hinaus werden im Vergleich zu den alten Sprachen in der Regel nicht die alten Schriften, sondern die heutigen Formen der litauischen Sprache zitiert. Vergleicht man Altindisch mit Hindi, sieht man, wie stark sich die indischen Sprachen verändert haben. Auch die baltischen und slawischen Sprachen könnten sich ähnlich verändert haben, aber wir wissen nichts über diese Veränderungen. Die rekonstruierten prähistorischen Formen sind unwirklich, da es keine Beweise dafür gibt, dass sie jemals existiert haben. Mathews stellt fest, dass der Subjektivismus in der Theorie der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit einen wichtigen Platz einnimmt. Diese Theorie lehnt er strikt als antihistorisch: da die Weißen 3% B. 10, TeoprHeb, op. cit., p. 14. *" A. Vaillant, Vergleichende Grammatik der slawischen Sprachen, I, S. 13—14. % J. Otrebski, Untersuchung der gegenseitigen Beziehungen zwischen der battischen und der stowianischen Sprachgruppe, »»Z polskich studiéw slawistycznych®, Warschau, 1958, S. 146. P. Arumaa, Urslavische Grammatik, I, S. 19. * T. Lehr-Sptawinski, Die batto-stowianische Sprachgemeinschaft und das Problem der Ethnogenese der Slawen, „Slawia Antigua“, 4, 1954, p. 21. 1 W. K. Matthews, The Interrelations of Baltic and Slavonic,- ,,The Slavonic and East European Review“, 35, 1957, p. 409-427; B. K. Moarbioc, O B3aHMOOTHONLIEHHH CJaBAHCKHX H Das Problem der ältesten Beziehungen I, 1958, p. 27—44, 39
zwischen der slawischen Sprache und der sissischen Sprache ist ein diachronisches Problem, deshalb können wir es als ein Problem der historischen Dialektologie formulieren, indem wir gleichzeitig ihre Synchronität neutralisieren. Auch der tschechische Linguist Adolf Erhart lehnt die Theorie der baltisch-slawischen Spracheinheit ab. j Er glaubt®, dass die Ähnlichkeit der morphologischen Systeme der baltischen und slawischen Sprachen auf den konservativen Charakter beider Sprachgruppen zurückzuführen ist. A. Erhart stellte fest, dass die Übereinstimmungen dieser Sprachen nur durch Ide belegt werden können. Die Nachbarschaft der Dialekte, aus denen später die baltischen und slawischen Sprachen entstanden sind. Ja, das ist eine gute Idee. Die baltischen und slawischen Sprachen konnten sich seiner Meinung nach unabhängig voneinander entwickeln. Allerdings, wie A. Erhart feststellt, haben wir keine einzige Tatsache, mit der wir die Theorie der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit endgültig widerlegen könnten. Anschließend beschrieb Erhardt kurz die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der baltischen und slawischen Sprachen. Er gab vierzehn Unterschiede und fünfundzwanzig Gemeinsamkeiten an. Erhardt nennt folgende baltische und slawische Sprachgemeinschaften: id. K, g' Umwandlung in š, ž (slawisches s, z), wie in indo-iranischen, armenischen und anderen Sprachen. in Dialekten; Verlust von lauten aspirierten Konsonanten, wie z.B. in Dialekten; Das ist die Idee. Überschneidung von a und o, wie in und usw. ide. Sprachen; Das ist die Idee. eu Umwandlung bereits; Das ist die Idee. s wird in bestimmten Positionen zu š, wie in den indo-iranischen Sprachen; Das ist die Idee. R Umwandlung von iR und uR (diese Gemeinschaft hat keine Beweiskraft, da es sich nicht um ein typisches phonetisches Phänomen handelt); o-kamieniy - die Endung des Singulars von Substantiven (A. Erhart neigt hier dazu, den slawischen Einfluss auf die baltischen Sprachen anzuerkennen); a-kamieniy die Endung des Substantivs im Singular (lit. -a< *-an, s. sl. -ą, -oją; s. ind. -a, -aya ohne m); Übergang von Konsonantenstämmen zum i-Stamm, wie im Lateinischen; Substantiv-Adjektive (substantiv-ide. Wurzel; vgl. iranische und germanische Daten); Das Suffix *-iofür die Teilnehmer der Gegenwart, wie in den westgermanischen Sprachen; Substantiv *mun-(vgl. dt. ammug); die Bildung des Nutzens der ersten Person der Pronomen auf der Grundlage der Form des Singularpronomens (A. Erhart merkt an, dass dies ein paralleles Phänomen ist); Plural der Pronomen *nassom, *véssom; Die Pronomenwurzel *i/*io funktioniert als persönliches Pronomen, wie im Lateinischen und Germanischen; Substantive der Demonstrativpronomen *ros, *ta (anstelle von ide. *sos, *sa); Nutzwörter (und Lokalisationen) von Pronomen mit der Endung m (vgl. litauisch tūmui, tamé), wie in den westgermanischen Sprachen; das Numeral „neun“ (ostbaltisches, möglicherweise durch den Einfluss slawischer Sprachen entstanden); Nummern lit. amas, s. sl. osm®; Bildung von Verteilungszahlen (vgl. lit. penkeri, s. sl. petors); Wortbildung, vgl. weißrussisches Suffix -ėjas: -ejb; -ei:-ei; -lis, -lys:-lo; -Stein: weiß; -Inhaber: -6oniko; -ytis: -dieses; -tukas:-toke; -toj:-tajo; -oder: -vba; Präteritumbildung mit den Präfixen *-e, *-a, wie im Lateinischen; Das Infinitivsuffix *-ti (A. Erhart vergleicht es mit dem vedischen -tdye) und das Suffix *-mofür passive Teilnehmer der Gegenwartsform, wie in den armenischen, luwischen (und, hinzufügen muss man, hethitischen) Sprachen. ; Wie man sieht, hat A. Erhart den baltischen und slawischen Sprachen nicht nur die Innovationen der baltischen und slawischen Sprachen zugeordnet (ide. eu Umwandlung bereits; Das ist die Idee. Übergang von R zu iR und uR; o-stammige Substantive mit der Endung des Singularpronomens; A. Erhart, Zum Problem der baltisch-slavischen Spracheinheit,,,Sbornik praci filosofickė fakulty Brnėnskė University- “, Ročnik VII, Rady jazykovėdne (A), Č. 6, 1958, S. 123–130. 40
das Singularsubstantivende; ivardi *mun-; Morpheme usw.), sondern auch allgemeine Phänomene, die auch in anderen Ide-Sprachen vorkommen. Sprachen. A. Erhart wies auf folgende Unterschiede zwischen baltischen und slawischen Sprachen hin: 1. Die erste Palatalisierung der slawischen Sprachen ist ziemlich alt, und es ist durchaus möglich, dass sie mit der indo-iranischen Palatalisierung in Verbindung steht. Dies wäre ein wichtiges Argument gegen die Theorie der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit. 2. Verschiedene Ide. d und 4 (siehe dazu S. 61 ff. dieser Arbeit). 3. Die Konjugation der baltischen Adjektive unterscheidet sich, wie bei den germanischen Sprachen, von der der Substantive (Pronomen-Einzahl-Nutzerende usw.). 4. Das Adjektivsuffix -esnis erinnert an das entsprechende germanische Suffix (vgl. got. -izan). 5. Wortbildung. Die slawischen Nomina agentis werden mit dem Suffix -fels gebildet, das im Litauischen nicht vorkommt. Die Entsprechungen der litauischen Adjektive -ėjas, -tojas sind in den slawischen Sprachen eher selten. In den deminutiven Suffixen der litauischen Sprache überwiegt das den slawischen Sprachen fremde Element -I-, und das sehr häufige deminutive Element der slawischen Sprachen - wird im Litauischen selten verwendet. Die baltische Nomina-Instrument-Suffixe waren *-t/ound die slawische *.dhlo. Das Litauische hat eine sehr produktive Adjektiv- -Suffix -ingas, die in den slawischen Sprachen nicht vorkommt. 6. Ersetzung der ursprünglichen unveränderlichen Zahlenwörter „fünf“ — „neun“: in den baltischen Sprachen wurde ihnen das adjektivisierende Element jo hinzugefügt, und in den slawischen Sprachen — die Abstraktionen der Zahlenwörter werden mit dem Suffix *-tigebildet. S 7. Die litauische Art, die Zahlen „vienuolika“ — „neunzehn“ zu bilden, hat nur in den germanischen Sprachen Parallelen. 8. Einige Arten der Präsensform (Nasal-Insertion, sta Stamm) haben in den slawischen Sprachen überhaupt keine Analogien. Die in den slawischen Sprachen weit verbreiteten *ne/no-Verben sind in den baltischen Sprachen fast nicht zu finden. Intranzitive Verben in baltischen Sprachen haben das Suffix -i-, in slawischen Sprachen —-i-(<ei?). 9. In den baltischen Sprachen gibt es keine Spuren des sigmatischen Aorist. 10. Die erste Person des Singulars der baltischen Sprachen hat die Ide. Flexion *-6. Der Ursprung der slawischen Enden -ą ist unklar. 11. Die dritte Person des Plurals der baltischen Sprachen hat keine Endung. 12. Die baltischen Sprachen haben keine Teilnehmer mit den Suffixen -/ und -n-. 13. Die Kategorie der Verb-Aspekte ist in den baltischen Sprachen schlechter erhalten. 14. Glossar. | Vienos A. Die Unterschiede, die Erhart ir zwischen den baltisch-slawischen Sprachen anführt, können sehr alt sein, wie z. B. die Diskrepanz der Numerale, der sigmatische Aorismus, die dritte Person des Plurals. Diese Unterschiede betreffen die ir wichtigsten Teile des weißrussisch-slawischen Sprachsystems und zeigen, dass die ir weißrussisch-slawischen Sprachen in der Vergangenheit nicht identisch waren. Kitos jų (Erste Palatalisierung der slawischen Sprachen, unterschiedliche Ide. Stimmen 6 ir a Schicksal, sta-stammige Verben, Flexion der ersten Person des Singulars usw.) ir Wahrscheinlich sind sie später entstanden. Das bedeutet, dass ir sie die Beziehungen der po baltischen Sprachfamilien darstellt. spiegelt nicht die Zersplitterung der sprachlichen Gemeinschaft wider. Auf diese Weise A. Erhardt wies auf die großen ir Unterschiede der ir alten baltischen Sprachgruppen hin. 41
Einer der konsequentesten Verteidiger der Konvergenztheorie, Samuel Bernstein, stellte auch die Frage, warum die Theorie der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit nicht anerkannt werden kann.“* Nach seiner Meinung: 1. Viele der ältesten Prozesse in den baltischen und slawischen Sprachen waren unterschiedlich (z.B. sind die Ideogramme o und a in den baltischen Sprachen zu a geworden, in den slawischen zu 0; die Ideogramme d und a haben ihren Unterschied in den baltischen Sprachen beibehalten, in den slawischen Sprachen verloren; siehe dazu ausführlicher diese Arbeit, S. 52 usw.). 2. Viele der wichtigsten Prozesse der slawischen Ursprache, die in ihrer frühen Periode stattfanden, waren den baltischen Sprachen ganz oder teilweise unbekannt (z.B. das in den slawischen Sprachen zu ch gewordene s nach K, r, i, u, und in der litauischen Sprache —§ nach K, r; näher dazu siehe diese Arbeit, S. 81 usw.). 3; Die Theorie der baltisch-- slawischen Einheit widerlegt die alte Dichotomie der baltischen Ursprache. 4. Die Anhänger der Theorie der baltisch-- slawischen Einheit können die baltisch-- slawische Ursprache nicht rekonstruieren; Dies sei "ein eindeutiger Beweis für die Unbegründetheit dieser Theorie. 5. Die Theorie der baltisch-- slawischen Einheit wird nicht von archäologischen Daten unterstützt. Archäologen wie J. Kostschewski finden keine Kultur, die als Äquivalent der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit angesehen werden könnte. Auf dieser Grundlage, S. Bernstein glaubt, dass weder baltisch-- slawische sprachliche Einheit (Prosprache), noch baltisch-- slawische Vorfahren gab es nie. Bernstein stellte weiter fest, dass es eine allgemein anerkannte Tatsache sei, dass die baltischen und slawischen Sprachen nahe verwandt seien, dass sie viele Gemeinsamkeiten hätten. Und darüber streiten sich die Forscher nicht. Über die Natur und den Ursprung der baltischen und slawischen Sprachen wird häufig diskutiert. S. Bernstein glaubt, dass die baltischen und slawischen Sprachen nicht wegen ihres Ursprungs aus dem Id so eng verwandt sind. Es handelt sich nicht um eine sprachliche Gemeinschaft, sondern um langfristige Kontakte, die nicht unmittelbar nach der Ide begannen. Zerfall der sprachlichen Gemeinschaft und endete weit vor unserer Zeitrechnung. Mit anderen Worten, die Nähe der baltischen und slawischen Sprachen, ihre Gemeinschaften entstanden durch die baltische und slawische Verkehrsgemeinschaft®- ®. Die Annahme langfristiger Kontakte reicht aus, um den Ursprung der baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften zu erklären. Nicht anerkannt baltisch-- slawische sprachliche Einheit und ihre dichotome Spaltung und Boris Gornung. Seiner Meinung nach, durch die Spaltung der Idee. Die Integration verschiedener dialektischer Typen (Verstärkung der Kontakte, Wechselwirkung und Verschmelzung der Dialekte) hat nicht nur die Differenzierungsprozesse (Zerfall der sprachlichen Einheit) ständig begleitet, sondern auch oft 'herrscht, so dass die Differenzierung selbst manchmal eine Folge der Integrationsprozesse ist*?. B. Gornungs Meinung nach, ide. Der „Nordwest“-Bereich der Sprachgemeinschaft spaltete sich Ende des 3. und Anfang des 2. Jahrtausends v. Chr. in den „West“-Bereich (Urkeltisch-Illyrisch-Italisch-Germanisch) und den „Nordosten“-Bereich (Urbaltisch-Slawisch- -Tocharisch) auf. Als die Prototocharas über die Wolga zogen, blieb die Ide. Die Urbaltischen und Urslawischen Sprachgemeinschaften entwickelten sich aus der gemeinsamen Ursprache der Urbalten und der Urslawischen Sprachgemeinschaften. ** C. B. Bepnmreiin, Ouepk cpaBHHTEJLHOH TpaMMATHKH CJIABSHCKHX SI3bIKOB (MpOCHEKT), KCHCa, 18, 1956, S. 3-26; Bazro-cnaBsttekasi ssuikoBasi CO0OIHOCTb, CO, I, 1958, S. 45-68; Ouepr cpaBHHTeJibHOH rpaMMATHKH CJaBSIHCKHX si3biKOB, M., 1961, S. 27-87; siehe auch BS, I, 1958, S. 48—49;,,CGopuHKr oTrBeTOB Ha Bompochl Mo si3bIKO3HaHHIO (K IV MexjynapojiuoMy cse3jly cJiaBucToB)“, M., 1958, S. 167—169. % C. B. bepuwreiin, BamJiro-cJiaBsHcekast s3bIKOBas COOOIKHOCTb, S. 45. % B, B. Topuyur, K auckyccuu o 6a/1T0-CJ1aBAHCKOM SI3bIKOBOM H 3THHYECKOM €JIHHCTBE, Bf, 4, 1958, p. 55-62; M3 npenbicropHH 06pa30BaHHs1 OONIECJIABSIHCKOTO S36IKOBOTO €/HHCTBA, M., 1963. 42
Der zweifelhafteste Punkt der Gornung-- Theorie ist, dass die urpreußischen Dialekte schon seit langem nicht in die urbaltische, sondern in die urslawische Sprachgemeinschaft eingegangen sind. Die baltische Zugehörigkeit der preußischen Sprache ist unbestritten. Es scheint nicht, dass diese baltische Identität vor einigen Jahrtausenden geringer gewesen wäre als heute. Die preußisch-slawischen Isoglossen" reichen eindeutig nicht aus, um eine solche Schlussfolgerung zu ziehen. Etwa im zweiten Viertel des 2. Jahrtausends v. Chr. begannen sich die urslawischen Dialekte, unter denen, wie bereits erwähnt, die urpreußischen Dialekte waren, und die urbaltischen Dialekte anzunähern – die beginnende,,balty- -slavy epocha“- ®® (B. Gornung verwendet den Begriff von J. Endzelyn- ). Nach B. Gornungs Ansicht war sie jedoch nicht von Dauer, da sich um die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. die urpreußischen Dialekte mit den urbaltischen (d.h. nach B. Gornung protolietuviy-latviy) verbunden haben und sich auf diese Weise die baltische Sprachgemeinschaft gebildet hat. B. Gornung glaubt, dass die baltischen und slawischen Kontakte damals für lange Zeit unterbrochen wurden. B. Gornungs prinzipielle Einstellung zu den ältesten baltischen und slawischen Sprachen erinnert an die von J. Endzelyno, Chr. Stange, E. Frenkel und S. Bernstein. Besonders bemerkenswert ist die Idee von B. Gornung, dass die genetischen Verbindungen (bzw. Gemeinschaften) der baltischen und slawischen Sprachen chronologisch auf unterschiedliche Epochen zurückgehen können. B. Gornung leitet sie aus fünf Epochen® ab: 1) aus der Epoche der Kugel-Amphoren-Kultur; 2) aus der Epoche der Expansion von Kampfäxten und Schnurkeramikkulturen; 3) aus der Epoche der Kontakte zwischen den protobaltischen und protoslawischen Gruppen und den Trägern der Schiffskriegsäxte-Kultur; 4) aus der Epoche der Kontakte mit den Proto-Indo-Iranern, während der sich die satamische Isoglosse entwickelte und 5) erst schließlich aus der „baltisch-slawischen Epoche“. Die Projektion der baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften auf unterschiedliche chronologische Ebenen ist methodologisch äußerst wichtig, da die Verfechter der baltisch-- slawischen Einheitstheorie in der Regel den Moment der Chronologie außer Acht lassen: Sie neigen dazu, alle baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften auf eine einzige chronologische Ebene zu projizieren. Dann entsteht der Eindruck, dass die baltischen und slawischen Sprachen tatsächlich sehr viele Gemeinsamkeiten haben und dass sie – was am wichtigsten ist – aus einer Epoche stammen. In diesem Fall kommt der Gedanke der baltisch-- slawischen Einheit auf. Die Analyse der Gemeinsamkeiten der baltischen und slawischen Sprachen zeigt, dass sie dennoch wahrscheinlich Geschöpfe unterschiedlicher chronologischer Epochen sind. Aus der vorliegenden Übersicht geht hervor, dass die Linguisten verschiedener Länder, die in der Nachkriegszeit an den Beratungen über die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen teilgenommen haben, wie zuvor nicht zu einer einheitlichen Meinung gelangt sind. Einige Forscher —T. Ler-Splavinskis, A. Vajan, J. Otrembskis, M. Loimanas, J. Kurilovičius, P. Aruma, O. Semerenjis, V. Georgijevas — halten sich an die Theorie der baltisch-- slawischen sprachlichen Einheit. Ein weiterer Teil der Forscher —J. Safarevičius, E. Frenkelis, A. Zenas, A. Salys, V. Porzigas, V. Matthews, A. Erhart, S. Bernstein, B. Gornung — diese Theorie leugnen auch die Nähe der baltischen und slawischen Sprachen, ihre Gemeinsamkeiten neigen dazu, diese Sprachen durch Gemeinsamkeit (J. Safarevičius), langjährige Nachbarschaft (E. Frenkelis), enge Verbindungen (V. Porzigas), langfristige Kontakte (S. Bernstein) oder id. in der Nähe der Dialekte, aus denen sie stammen (A. Erhart). *7 J. Endzelins, Par prūšu valodas radniecibas sakariem, FBR, 11, 1931, S. 189—193; S. Stang, Einige Bemerkungen ūber das Verhūltnis zwischen den slavischen und baltischen Sprachen, NTS, 11, 1939, S. 85—103. 6 B. B. Topuynr, M3 npejibicropuu 06pa30BaHHS OČINECJIABSAHCKOTO S3LIKOBOTO €IHHCTBa, S. 96. 66 B. B. TopHyHr, op. cit., p. 106, Fußnote 9. „ B, B. Topuyur, a. a. O., S. 97. 43
Die Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen und der IV. und V. Internationale Slawistenkongress Die ir Erforschung der ältesten Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen wurde durch IV ir V Internationaler Slawistischer Kongress. Besondere Aufmerksamkeit ir widmete der Frage der genetischen Beziehungen der baltisch-- slawischen Sprachen der IV. Slawistenkongress, der im September 1958 in Moskau stattfand. 1—10 d. In Vorbereitung auf den Kongress veröffentlichte das Sowjetische Slawistenkomitee dreißig Fragen für die Kongressdiskussion, die die Hauptprobleme der slawischen Linguistik abdeckten. Die zwanzigste Frage war: „Gibt es eine baltisch-slawische sprachliche ir ethnische Einheit im ir richtigen Sinne?“* ją Antworten į auf diese Fragen wurden in einer separaten Publikation veröffentlicht?. Auf dem ir Kongress wurden vier Vorträge über die ältesten Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen verlesen. Diese Berichte im ir Allgemeinen und das Problem ir der ältesten Beziehungen der baltischen slawischen Sprachen im Besonderen wurden auf dem Kongress heftig diskutiert." Į Frage „Gibt es eine baltisch-slawische ir sprachliche ir ethnische Einheit, wie ją es zu verstehen ist?“ antwortete K. Janatschek, V. Kiparski, V. Ernitsa, E. Dikenman, L Bulachowsky, Lekov I. usw. ir K. Janáček stellte fest*, dass zwei Haupthindernisse eine į šį positive Antwort auf die Frage verhindern: die Denkmäler 1) der ir baltisch-slawischen Sprachen sind sehr spät erschienen; Wir wissen 2) nicht, ką iš Einzeldosis Sprachen können als id betrachtet werden. Es gibt ir keine Unterscheidung zwischen der weißrussischen und der baltisch-slawischen Periode. Zeitraum vor dem Gespräch. V. Kiparskis drückte die Überzeugung aus, dass die baltisch-slawische sprachliche Einheit existiert habe. Jo Anderenfalls wären die zahlreichen lexikalischen Neuerungen des sogenannten Kernwortschatzes nicht zu erklären. Der baltisch-slawische ethnische Komplex V. Zypriot neigt dazu, zu binden su Die Nerven von Herodot. V. Ernitsa, wie ir V. Zypriot, erkennt die baltisch-slawische Einheit an. Er wies darauf hin, dass die Balten-Slawen, die sich von den anderen Vertretern der satemischen Gruppe getrennt hatten, ihre Einheit für eine gewisse Zeit noch behielten. Später, mit der Vermehrung der Bevölkerung, ir mit der Erweiterung des Territoriums, das dialektische Merkmale ir fand, begannen die ir sprachlichen territorialen Baltslawischen 1 BY, 1, 1958, p. 36. 2 on OTBETOB Ha BONpoCkI mo s3biko3naunio (K IV Ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann, ich bin ein Mann. Bd., 3. Aufl. 1958. Trost, „Der gegenwärtige Stand ir der Frage der baltisch-slawischen sprachlichV. en ethnischen Beziehungen“, Iwanow und W. Toporow, „Wie man die Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen aufwirft“, J. Otrembski Entwicklir ung der Beziehungen zwischen den baltischen slawischen Sprachgruppen ir V. Mažiulio ,,Über die Beziehungen der ir ältesten baltisch-slawischen Sprachen“, siehe IV MexjiykapojiHbiė cte3jį caasucroB (Marepnajiki jmckycenit), II, M., 1962, p. 422—426. * Über die ältesten ir Beziehungen der baltischen slawischen Sprachen, die be Sprecher, sprach T. Ler-Splawinski (Polen), M. Altbauer (Israel), K. O. Falk (Schweden), V. Georgiev (Bulgarien), J. Cekanovski (Polen), V. Ilytsch-Swittsch (UdSSR), M. Guchman (UdSSR), M. Fasmer (Bundesrepublik Deutschland) Republik), V. Machekas (TschechoslowE. akei), Seidel (Deutsche Demokratische Republik), A. Vraciu (Rumänien), B. Gornung (UdSSR), B. Larin (UdSSR), P. Aristé (UdSSR); Siehe Abschnitt IV. Cbe3jį cJIraBHeToB (Marepnajisi auckyceuu), II, p. 429—450. * C60pHHK OTBeTOB Ha BOMPOCH TO s3biKosHanuio (K IV Mex iyHapoHoMy Cbe3jty cJiaBnheToB), p. 162—166. 8 Auf. cit., p. 170—171. 7 Auf. cit., p. 173—174. 44
unterschiede. Aber die Kontakte blieben bestehen. Daher konnten sprachliche Veränderungen, die in einer Gruppe auftraten, leicht auf die andere übertragen werden. All dies muss nach Ernitsas Ansicht vor den baltischen und baltischen ugrofinnischen Kontakten (ca. 2000 v. Chr.) geschehen sein. e.), weil sich diese Kontakte in den slawischen Sprachen nicht mehr widerspiegeln. E. Dikenman stellte fest*?, dass die Frage, ob es eine ethnische Einheit der Balten und Slawen gab, positiv zu beantworten sei, es fehle an Daten, und ihre sprachliche Einheit lasse keinen Zweifel aufkommen. L. Bulachowsky (1888—1961- ), einer der bedeutendsten Spezialisten der slawischen Akzentologie, stellte fest, dass die baltischen Dialekte ihre alte morphologische Funktion (im Paradigma des Sprungs) bis heute nicht verloren haben. Das gilt aber nicht für die slawischen Sprachen. Der wichtigste Beweis für die besondere Verwandtschaft der baltischen und slawischen Sprachen — das Gesetz von Soszyro-- Fortunatow — könnte die Folge der parallelen Entwicklung beider Sprachgruppen sein. . Die Wirkung des Hirtschen Gesetzes in baltischen und slawischen ir Sprachen ist im Allgemeinen fragwürdig. Nicht überzeugender sind auch andere akzentologische Phänomene, die diesen Sprachen gemeinsam sind (z.B. Metatonie in Sprungformen usw.). | Der Unterschied zwischen baltischen und slawischen Sprachen sei so offensichtlich, dass er keinen Nachweis erfordere. Das sind „geschlossene“ Sprachgruppen, die keine Übergangsglieder haben. Es scheint nicht, dass das Bild der baltischen und slawischen Sprachen vor tausend Jahren grundlegend anders gewesen wäre. Man kann davon ausgehen, dass die Verbindungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen, die in der Antike existiert haben, einmal endgültig abgebrochen wurden. Das hat die baltischen und slawischen Sprachen jedoch nicht daran gehindert, nicht nur einige Zeichen früherer Verwandtschaft zu bewahren, sondern auch eigenständig neue Gemeinsamkeiten zu schaffen. L. Bulachovskis geht davon aus, dass die meisten baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften zu einer Zeit entstanden sind, als diese Sprachen noch zu den indogermanischen Sprachen gehörten. ir Der satemische Dialekt der Sprachgemeinschaft, in dessen Rahmen die baltisch-slawische sprachliche Einheit existieren konnte. Die Theorie der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit wurde abgelehnt ir J. Lekov? ?. Die Gemeinsamkeiten dieser Sprachen bestehen seiner Meinung nach in: 1) ide. das Erbe der sprachlichen Gemeinschaft; 2) spätere Erscheinungen, die durch parallele Entwicklungen entstanden sind; 3) Entlehnungen aus verschiedenen chronologischen Epochen. I. Lekov wies darauf hin, dass die Lösung der Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen durch terminologische Verwirrung behindert — wird, da die Forscher sehr unterschiar edliche Begriffe wie Gemeinschir aft, Einheit, gemeinsame Epoche, Periode, Ursprache, parallele Entwicklung usw. verwenden. ; Wie in den oben genannten Antworten ir wurde auch in den Kongressberichten über die ir ältesten Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen keine Einstimmigkeit erzielt. P. Trost* betonte in seinem Vortrag, dass das Hauptargument für die baltisch-slawische sprachliche Einheit spezifische — morphologische Entsprechungen seien, „d.h. kleine morphologische Merkmale, die in beiden Sprachgruppen ähnlich seien. Massenhafte Überschneidungen zwischen jo zwei Sprachen können auf zweierlei Weise erklärt werden: durch genetische Verbindungen oder durch sprachliche Vereinigung. Die Ähnlichkeit der kleinen morphologischen Merkmale der baltischen und slawischen Sprachen deutet jedoch eher auf genetische Verbindungen als auf eine sprachliche Union hin. Es wurde bereits von einigen Forschern erwähnt, (z.B. V. Matthews) Forderung nach der Lösung des Problems der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen, neue 8 Auf. cit., p. 175. 9 Auf. cit., p. 157-162. 10 Auf. cit., p. 172—1173. " P. Trost, otazce K baltoslovanskych jazykovych vztahū,,,Československé pfednasky pro IV. Mezinarodni sjezd slavistū vMoskvě“, Prag, 1998, S. 1958, p. 221—227. 45
113. ir ar tą Methodologisch wertvoll war V. Iwanowo ir V. Der Toporow-Bericht? *?, der die ir Frage der ältesten Beziehungen der baltischen Sprachfamilien auf ein völlig neues Niveau gebracht hat. Die Autoren wiesen darauf hin, dass die — Frage, ob ar es keine baltisch-slawische — Ursprache gab, nicht gestellt werden kann. Denn die Forschungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass das ir früheste Vorhandensir ein der o baltischen Slawischen, der ir indoiranischen sowie der italischen keltischen Sprachgruppen nicht als traditionelle ne Ursprache, sondern als zeitliche Kontinuität des Dialektraums zu verstehen ir ist. Aus diesem Grund die Frage der ältesten Beziehungir en der baltischen slawischen Sprachen V. Iwanow ir V. Toporov stellt sich folgende Frage: Was ist die Beziehung zwischen den ältesten Strukturen der baltischen und slawischen Sprachen? Modelle? | Nachdem sie die ältesten phonologischen und morphologischen Muster der ir baltischen und slawischen Sprachen durch interne Rekonstruktion getrennt voneinander ermittelt und verglichen hatten, kamen Iwanow und Toporow zu dem Schluss, dass die ältesten strukturellen Muster der baltisch-slawischen Sprachen übereinstimmen und sich grundlegend vom indoeuropäischen ir Modell unterscheiden. ir iš Be Deshalb können die ir Modelle der baltisch-slawischen Sprachen nicht in eine einzige į chronologische Ebene eingeordnet werden: das slawische Sprachmodell ist später entstanden und das Ergebnis einer Veränderung des strukturellen Musters der baltischen Sprachen'®. Das Wesen der ir Lösung dieses Problems der genetischen Beziehungen der balto-slawischen Sprachen V. Toporow beschrieb es folgendermaßen: Die slawische Ursprache iš entwickelte sich aus peripher gelegenen baltischen Dialekten!*. Die Hypothese von V. Ivanov und V. Toporov stimmt gut mit der räumlich-zeitlichen Gesetzmäßigkeit der sprachlichen Tatsachen überein, die im realen Leben der Sprachen beobachtet wird: Sprachen mit geringer dialektaler Differenzierung und großem Gebiet sind später entstanden ir po tą Verbreitungsgebiet. Genau das sind die slawischen Sprachen. Die baltischen Sprachen dagegen sind aufgrund ihres kleinen Gebiets stark in Dialekte unterteilt. Eine gute Analogie für die Beziehung zwischen slawischen und baltischen Sprachen ist das Englisch, das sich über verschiedene Kontinente verbreitet hat, und die stark dialektisch differenzierten westgermanischen Sprachen in Europa. ; J. Otrembskis betonte in seinem Vortrag auf der SiSime!®, dass die Balten und die Slawen einst eine Sprache sprachen. Aus dem Id. Die baltisch-slawische Spracheinheit (tacznośę baltycko-stowianska), die von der Sprachgemeinschaft übernommen wurde, zerfiel nach Ansicht von J. Otrembski sehr spät, um den Beginn unserer Zeitrechnung. Die Ursache für den Zerfall war, dass ein Teil der Balten, oder Baltslawischen, begann, ugrofinnische Sprachen zu sprechen und sich zu Ugrofinnen entwickelte. V. Mažiulis!“ setzte sich hauptsächlich an den Präsensstämmen lit. duomi, demi, s. sl. fest. Ursprung: Der Autor, basierend auf Daten der hethitischen Sprache, leitet diese athematischen Geschlechter von den nicht-reduzierten Ursprüngen ab. 100 mg/ 12, 5 mg/ 25 mg/ 50 mg Tabletten. Element -ddaugiskaitos trečieji2 B. B. HsBanos nu B. H. Toriopos, K nocrasoske Boripoca 0 JApeBHEHIINX OTHOUIEHHSAX GanTHŪCKHX H CJaBAHCKUX 53bIKOB, M., 13 B, B. 1958. Usanos und B. H. Tonopos, a. a. O., S. 39. 14 B. H. Tonopos, K npo6aeme Ganro-caapsHcKuX S1I3bIKOBbIX OTHONIeHHĖ, KCUCa, 33—34, 1961, p. 213. 15 J. Otrębski, Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen zwischen der baltischen und der slawischen Sprachgruppe, S. 146—148. 16 B. MaxioJinc, 3aMeTrkH K BONPOCY O JĮipeBHehlHX OTHOLIEHHSAX OaJITHĖŪCKHX H CJIaBAHCKHX Si35!1KOB, Buzsisnioc, 1958. Die litauische Version des Berichts Zr. Anmerkungen zur Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und 2, 1959, p. 5—16. ; 46
slawischen Sprachen, LKK, die in ihm entstehen konnten, V. Mažiulis Meinung nach, schon aufgrund der gebildeten baltischen und slawischen Konjugationssysteme. Während sich Sprachen verändern, sind die Zahlen oft die beständigsten. Daher sind sie für die Untersuchung der Verwandtschaft von Sprachen von großer Bedeutung. In diesem Sinne interessante Schlussfolgerungen, zu denen V. Mažiulis gekommen ist, als er das baltische Ziffernsystem untersuchte! ":,,Im Allgemeinen ähnelt das konstruktive und morphologische System der baltischen Numeri in vielen Fällen dem slawischen. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die ältesten, d.h. gemeinsamindoeuropäischen, Numerale der Balten unmittelbare Relikte der indoeuropäischen Ursprache sind, und die späteren, d.h. nicht gemeinsamindoeuropäischen, Numerale entsprechend ähnlich den Numeralen der Slawen, aber auch der Germanen und einiger anderer indoeuropäischer Sprachen sind. Sprachgemeinschaft. In den Vorträgen des IV. Internationalen Slawistenkongresses, die dem Problem der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen gewidmet waren, und in der Diskussion über diese Frage wurden zwei Theorien vertreten – die Theorie der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit und die Theorie der konvergenten Entwicklung der baltischen und slawischen Sprachen. Wie zuvor betonten die Anhänger der Theorie der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit die Innovationen der baltischen und slawischen Sprachen, während die Vertreter der Theorie der konvergenten Entwicklung der baltischen und slawischen Sprachen, ohne die Innovationen dieser Sprachen zu leugnen, auch die nicht weniger zahlreichen archaischen Unterschiede zwischen ihnen betonten. Es versteht sich von selbst, dass auf der Grundlage von Gemeinsamkeiten (Innovationen) und Unterschieden, deren Chronologie unbekannt ist, das Problem der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen kaum gelöst werden kann. Die Diskussion auf dem Kongress hat gezeigt, dass bei der Lösung dieses Problems ein Komplex verschiedener linguistischer Methoden angewandt werden muss, in dem die Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen zu anderen Sprachen und Sprachgruppen, baltische und slawische Lehnwörter aus anderen Sprachen und in andere Sprachen, Ethnonymie und Toponymie, Landschaftsbegriffe (biologisch und geographisch) usw. einen wichtigen Platz einnehmen sollten. Die ar Lösung dieser extralinguistischen Probleme zusammen mit einer vertieften strukturellen Analyse der baltischen und slawischen Sprachenphänomene wird zu gewissen geographischen und chronologischen Schlussfolgerungen führen und sagen, ob die baltischen und slawischen Dialekte getrennt voneinander existiert haben? ?. Natürlich kommt es in der wissenschaftlichen Entwicklung nach fieberhaften und anstrengenden Forschungen zu einer Zeit der Abkühlung. Dieser Rückgang begann in der Tat nach dem IV. Internationalen Slawistenkongress. Zum Beispiel, abgesehen von T. Ler-Splavinskis Konzept der Ethnogenez der Slawen, wo auch die genetischen Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen berührt wurden, wurde auf dem V. Internationalen Slawistenkongress, der vom 17. bis 23. September 1963 in Sofia stattfand, dem Problem der ältesten Beziehungen dieser Sprachen kein einziger Vortrag gewidmet. Maxiosinc, JluroBckne YHCJIHTEJIbHbIE H COOTHOLMIEHHe GaJTHHCKHX UHCJIHTEJILHbIX C UHCJIHTEJIbHLIMH JIPYTHX HH/IOCBpONeKCKHX f3biKOB (pyKonHcsL), M., 1955; HujoesBponetickas JietitH MaJIibHasi CHCTEMA UKHCJIHTEJIbHLIX, BS, 4, 1956, S. 53—59. 18 V, Mažiulis, Anmerkungen zur Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen, S. 14. YB. M. Haanu-Ceuthiu, Banarto-- cnassinckas npoGiematuka Ha. IV MexjtykapojiutoM cpe3jie caasucros, BS, 1, 1959, S. 139-141. 20 Chnassincka ¢uaosorus, VI (Oruthn matepuann), Cogus, 1965. 47
» 0, war nicht gut begründet. V. Tomsen' und H. Jakobzonas?®® stützten ihre Behauptungen, dass es in den baltischen Sprachen früher einen Vokal o gegeben habe, mit baltisch-- ugrisch-- finnischen Lehnwörtern, wo anstelle des heutigen baltischen a der kurze Vokal o vorkommt. Die ältesten Überlieferungen der baltisch-- finnischen Sprache stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Behauptung, dass es in der baltischen Sprachgemeinschaft einen kurzen Vokal o gegeben habe, wird in letzter Zeit mit neuen Fakten begründet. J. Kazlauskas?? Er geht davon aus, dass die östlichen Hochdeutschen Dialekte in, un und die Semgaller Dialekte en, on aus en, on entstanden sein könnten. J. Kazlauskas behauptet weiter, dass die Umwandlung der lettischen Wortverbindungen en, on €, d und danach (nach der Entstehung der Korrelation ė: 0) in ie, uo einfacher und verständlicher sei. Die Verbindungen en, an hätten nicht notwendigerweise €, 6 ergeben müssen, da auch nasale ¢, gq möglich seien. V. Maziulis- ** glaubt, dass der preußische Sprachtyp doalgis „dalgis“ in den Wörtern das Graphem oa bedeutet, das den langen Vokal 6 bezeichnet, der durch die zirkumflektive Verlängerung aus dem kurzen o entstanden ist, das seiner Meinung nach als gemeinsambaltisch zu betrachten ist. Die Behauptung, dass die baltische Sprachgemeinschaft den kurzen Vokal o besaß, wird vielleicht noch durch andere Daten unterstützt. 1. Bei der Untersuchung der Entwicklung des Vokalismus der baltischen Sprachen wurde in der wissenschaftlichen Literatur bereits das Prinzip der Polarisierung der Entwicklung der Vokalsysteme genannt- ?*?. Dies ist deutlich an der Entwicklung der Vokalsysteme der zemgalenischen Dialekte zu erkennen. Hier sind nicht nur die Vokale a, e, sondern auch die Vokale o, e breit und offen. Dass die Vokale 9, e von den schmalen Vokalen w, i abstammen, zeigen die Verbindungen um, un, im, in, in denen die Vokale u, i weitgehend unverändert geblieben sind. Die Tatsache, dass die Vokale u, i in allen anderen Dialekten der litauischen Sprache ihre Enge beibehalten haben, während sie sich im seimischen Dialekt erweitert haben, ist wahrscheinlich mit der starken Labialisierung der langen Vokale und ihrer starken Verengung zu erklären, vgl. 1k. uo, ie—>žem. Du, ich, oh, nein, ich. 0, ė->zem. Ja, ja. Das bedeutet, dass sich das System der langen Vokale in den semitischen Dialekten in Richtung Verengung und Labialisierung verändert hat, während das System der kurzen Vokale umgekehrt in Richtung Ausdehnung und Delabialisierung verändert wurde. In diesem Fall bleibt zu schließen, dass nicht nur die Vokale o, e, sondern auch die Vokale a, e aus den schmalen und labialisierten kurzen Vokalen (x, i bzw. o, ¢) entstanden sind. Angesichts dieser Tendenz zur Verbreiterung der kurzen Vokale kann man ihre Verengung in einigen Positionen als alt bezeichnen. So sind beispielsweise die Vokale um, un, im, in in den Zusammensetzungen des samogitischen Dialekts, wie bereits erwähnt, immer schmal, d.h. sie haben hier aufgrund des Einflusses der Nasalvokale ihren ursprünglichen Charakter beibehalten. Ebenso sind die Vokale 9, ę der semitischen Verbindungen om, on, em, en als älter zu betrachten als die der offenen Silbe a, e. Wurde darüber in der wissenschaftlichen Literatur schon geschrieben- ?*. Die nordischen Doun-Dialekte haben in der alten Dialektstellung schmale, teilweise wegen der starken Verengung diphthongierte Vokale e/ie, wenn in der folgenden Silbe ein schmaler Vokal vorkommt. 1890, p. 89. * H. Jacobsohn, op. cit., S. 75. * K. Büga, RR, I, p. 457. ** U. Kasnayckac, K passutuio ofmeGanruiickoit cuctembl syzhthsusix, Bf, 4, 1962, p. 20-24. #2 B. Maxiojiuc, 3aMeTKH no NMPYCCKOMY BOKaJH3My,,,Bompochi TEOpHH H MCTOPHH S13biKa (C6opuuk B uectb npodeccopa B. A. Jlapuna)- ®, Jlenuurpan, 1963, S. 192—193; V. Mažiulis, Anmerkungen zum Vokalismus des Altpreußischen,,,- Acta baltico-slavica®, 2, 1965, S. 55. 4. Aufl. Kasnayckac, op. cit., S. 21-22. 5 Yu. 10 Kasanayckac, op. cit., p. 23. 54
Riemende Vokale u, i (kurz oder lang). An jeder Stelle ist der ältere Charakter des Vokals e erhalten, wie das Verhalten der Vokale u, i zeigt. Die schmalen Vokale u, i sind im größten Teil des Gebietes der Dounischer Dialekte unverändert gegenüber den schmalen Dialektvokalen w, @, uo, i, i, ie. Gegenüber anderen Dialektvokalen sind sie ausgedehnt, zu o, ę** geworden. Wenn die Vokale u, i vor den schmalen Vokalen ihren ursprünglichen Charakter behalten haben, dann könnte auch der Vokal e an dieser Stelle seinen ursprünglichen Charakter (Schmalheit) behalten haben. Die hier beschriebenen Fakten zeigen also, dass die ursprünglichen kurzen Vokale der selbständigen Dialekte wahrscheinlich schmal waren 0, e. In den östlichen Hochdeutschen Dialekten (den sogenannten Rotinern) wird anstelle des ausgesprochenen unvokalen Vokals a der literarischen Sprache das o ausgesprochen (in der dialektologischen Transkription wird es als 2 und d bezeichnet), vgl. anykštėnų, kupiškėnų rotai, grožū (acc. sing.), vokaras, darbas. In der nicht ausgesprochenen Position und am ausgesprochenen Ende des Wortes, das phonologisch der nicht ausgesprochenen Position entspricht, ist hier ein a, z.B. vakarai, gražūs, giria*". Es stellt sich die Frage, ob die Rotation ein neues Phänomen ist oder ob sie aus alten Zeiten stammt (mit anderen Worten, welche Position – die mit oder die ohne Akzent – älter ist). Die Rottweilerhaltung ist in einem relativ kleinen Gebiet zwischen Papilis und Ukmergė verbreitet?*?. Da die Vokalassimilation im südlichen Teil des Rottweilergebietes nicht funktioniert und daher die Lautverhältnisse klarer sind, wird sich die Untersuchung zunächst auf die Vokalsysteme der Dialekte dieses Teils beschränken. Nach Z. Zinkevičius® sind beispielsweise die Vokalsysteme im Anykščių Dialekt wie folgt: kurze Vokale lange Vokale in akzentuierter Position u i ū i uo ie 2 e 2 é in der nicht ausgesprochenen Position u in u. in. a e a. @. Vor dem Auftreten der Diphthonge uo und ie (die aus synchronistischer Sicht vielleicht als gestreckte Phoneme zu betrachten sind) konnte das System der langen Vokale in der akzentuierten Position wie folgt aussehen: 2 o RI ma 0 ‘0 Die Position der einzelnen Phoneme im System konnte durch folgende Unterscheidungsmerkmale charakterisiert werden: die Phoneme [i] und [i] — diffus (vor den Phonemen /6/ und /e/) und nicht kompakt (vor den Phonemen /a@/ und /é[); 26 Z. Zinkevičius, Lietuvių dialektologija,' Vilnius, 1966, S. 61—62. * Weitere Informationen siehe. Zinkevičius, a. a. O., S. 50. Z. Zinkevičius, a. a. O., S. 50 und 51 und Abb. Nr. 6. Zinkevičius, a. a. O., S. 50 ff. 55
Phoneme [4] und |e/—nicht diffus (vor den Phonemen [ii und Jil]) und nicht kompakt (vor den Phonemen /a/ und [é/); Die Phoneme [af und [é/ sind kompakt (vor den Phonemen /6/ und /ė|) und nicht diffus (vor den Phonemen /ū/ und /i/). Darüber hinaus scheinen die Phoneme [i/, Jo|, Ja] und Jil, Jel, |ēl die Unterscheidungsmerkmale „bemolicismus deicismus“ zu haben. Die Phoneme /it/, [6], |a] sind deshalb als bemolline zu bezeichnen, weil auf phonetischer Ebene nicht nur die Vokale # und 6 stark labialisiert waren, sondern auch 4 einen gewissen Grad an Labialisierung zu haben scheint (eine angemessenere Bezeichnung wäre 4 oder sogar 5). Dass der Vokal @ labialisiert wurde, zeigt — seine Labialisierung bis zum Diphthong u in den Dialekten der Semiten und einiger Hochlatiner (über Zietela, Lazūnus, Ramaškonis und über Adutiškis und Gerdašius bei Druskininkai*?- ). Diese Diphthongierung setzt an sich einen gewissen primären Grad der Labialisierung des Vokals a voraus. Die Tatsache, dass der Vokal ein 4 Manifest der kompakten, nicht diffusen und außerdem bemolaren Phoneme war, scheint auch die Übertragung des Vokals der slawischen Sprachen in den a litauischen Langvokal zu bestätigen. o (Bd. Lied. Streifen ir s. Russisch. Strach®, links. Angst). Für die östliche baltische Sprachgemeinschaft ist wahrscheinlich derselbe Vokal zu rekonstruieren, den heute die östlichen Hochlauter (um Dusetos, Svėdasus, Alytus, Utena) und die westlichen Semiten (um Karklė, Žardė) haben. Die Archaizität dieses Vokals (d.h. d) zeigt auch der geographische Moment: nach den Prinzipien der arealen Linguistik ist ein sprachliches Phänomen oder eine Tatsache, die in Randgebieten oder in voneinander entfernten Gebieten existiert, älter als das sprachliche Phänomen oder die Tatsache, die im zentralen oder zusammenhängenden Gebiet verbreitet ist*!. Mit anderen Worten, es gibt Grund zu der Annahme, dass in den erwähnten Dialekten der östlichen Hochlauten und der Küstenseemänner das alte a der östlichen baltischen Sprachgemeinschaft erhalten geblieben ist. su Das System der langen Vokale des Dialekts von Anykščiai, wir sehen, dass: 1) auf der phonematischen Ebene die gegenseitige Position seiner Elemente, die Abhängigkeit ist die gleiche geblieben: die Phoneme sind durch die gleichen differenziellen ir Merkmale wie zuvor charakterisiert; 2) ta auf der phonetischen Ebene sind seine Elemente in Richtung der Verengung der nächsten kleinen Labialisierung: ir 6, €—>u0, ie ir a, é —3, é. Es stellt sich die Frage, in welche — Richtung ar der — Verengung der Erweiterung des anderen Das System der kurzen Vokale im ir Dialekt von Anykščiai, wie es sich im su Verhältnis zur Entwicklung des Systems der langen Vokale entwickelt hat. Bei der į šį Beantwortung der Frage ist ta es wichtig, dass in den östlichen Hochlanddialekten (zumindest in denen, die in das Rotationsgeį biet fallen) gibt es eine Korrelation zwischen kurzen Vokalen, die hier zu halblangen, langen Vokalen verlängert werden. ir Das Vorhandensein dieser Korrelation wird durch viele Fakten bestätigt. About Ukmergė neutralisiert ne nur die Längen-Kurzhe- — it, aber die lokalen ir (Klangfarben-) Oppositionen, vgl. Ra’tas „Rat“ : wird verwendet „Geist“. Im nördlichen Teil des Rottweilergebietes, wo die Assimilation der Vokale funktioniert, traf das gleiche Schicksal sowohl den kurzen als auch den langen e, ir ė. Gegen bemolle Vokale am absoluten ir Ende des Wortes anstelle der literarischen Sprache e ir ė Im Kupiškis-- Dialekt a gibt es resp. 4, o vor dem dezimalen Vokal ir etymologischen j — e bzw. €. In der po k, g, š, ž, č, j Position unabhängig von der Qualität der weiteren Silbe haben die meisten e Kupischke resp. &, o über Der Papilion vor den unmollvollen Vokalen am ir absoluten Wortende ist in der genannten Position resp. @ @*2. Ww Z. 10, Sinfonie, op. cit., p. 71. * B. Iln3aann, O6mee xn HH I0eBpOTIeli CKOe s3bIKO3HaHHe- ,,,0O6mee H HHIOeBpoEjKoe s3biKo3HaHHe (O630p sutepatypsi)“, Mocksa, 1956, p. 112-114. 3# Z. 10, Sinfonie, op. cit., p. 54, 74. 56
Nach der Entstehung (hauptsächlich aufgrund der Verlängerung der kurzen Vokale) für die ir Korrelation zwischen kurzen und langen Vokalen, mussten sich beide Vokalsysteme gegenseitig ändern ir ta in die gleiche Richtung. Da, wie wir gesehen haben, das System der langen Vokale labialisiert ir und verengt wurde, musste sich das System ir der kurzen Vokale in Richtung der ir Verengung der Labialisierung ändern. Also, die schmalen Vokale der östlichen Hochländer 0, e Wahrscheinlich sind neu entstandeiš ne ältere breite Vokale a, e. In der unbetonten Stellung wurde das System der langen Vokale in den Dialekten der Rotiner in die entgegenges- — ji etzte ir Richtung verkürzt und verbreitert. Antai Der Dialekt von Anykščiai 6, € wurde delabialisiert und ir verbreitete sich auf diese Weise. su 4, č, o Letztere wurden durch ir Delabialisierung und Ausdehnung zu a., @. . In der unbetonten Position haben die rotinky Dialekte überall breite kurze Vokale. Somit unterstützt die gleiche Entwicklung der Vokalsysteme der Rotischer Dialekte in der nicht akzentuierten Position auch die Aussage über die gleiche Entwicklung in der jų akzentuiertir en Position. Das Vorhandensein von Korrelationen ir zwischen kurzen und langen Vokalen in östlichen Hochdeutschen Dialekten (bzw. Verlängerung der kurzen Vokale, ir Verengung der Labialisierung in der akzentuierir ten Position) zeigt auch die Tatsache, dass in einem größeren Bereich der Rotatoren neben den langen Vokalen 5, 6 Wir finden den kurzen Weg. (hier verlänge2, o rt) im to östlichen Bereich neben d — Kurzvokal d. In den Paribischen Dialekten können diese Beziehungen — nebenein5 ander verwechselt werden können d (Trakinių Dorf zwischen Kavarsko ir Alantos), o griechisch 4 — 29 (In schwedischer Sprache)*?. Aber die Existenz der Korrelation ist hier unbestritten. ir Abwechslung der Vokale im Kupiškis-Dialekt je nach Position (Assimilation) wird verstanden, wenn wir annehmen, dass es hier früher breite offene Vokale bzw. e ė, die sich vor den unmolligen Vokalen am absoluten ir Wortende noch weiter verbreitete, wurden verändert bzw. ir a 4, o Vor zehnstimmigen ir Vokalen j wird der etymologiir sche ¢ Verschluss verändert bzw. €, t. y. ; 14 Bände. A "Ta E sa e bzw. „eg resp. € Die Verengung a des breiten Vokals in rotinky ir Dialekten zeigt, dass der akute Diphthong einen Vokal au enthält a (aber o). ne Es ist nicht verengt, offensichtlich aufgrund der Art der Betonung, ir aufgrund u, derer, scheint es, kann keine enge Vokal sein (e ar o). Labialisierter Vokal a kommt manchmal in zemgalischen ir Dialekten vor (ca. Laukuvą, Sedą und ir andere. )**. Allerdings ist er hier ir wahrscheinlich neu, da die kurzen Vokale der stark labialisierten und eingeengten langen Vokale in den zemgalischen ir Dialekten offen und breit werden mussten. Die erwähnten Veränderungen des Vokalismus der litauischen Dialekte (die Polarisierung der Entwicklung der kurzen langen Vokale im Semitischen Dialekt, die . Entstehung ir der Korrelation der Assimilationsphänomene in den östlichen Hochdeutschir en Dialekten) zeigen möglicherweise, dass die kurzen Vokale o, e wurden vor a, e relativ langer Zeit offen. 2. Im lettischen Sprachgebrauch haben die östlichen o Dialekte der Oberzemen den kurzen a Vokal anstelle der Literatursprache. Der Vokal o kann hier sowohl in einer akzentuierten als auch in einer ir unakzentuierten Position sein (Bd. Jahre. vosara ir vosora „Sommer®- “), sowohl vor dem hinteren als auch vor ir dem vorderen 38 Z. 10, Sinfonie, op. cit., p. 50. 394 Z. 10, Sinfonie, op. cit., p. 51. 57
Vorderreihenvokale (vgl. lateinisch /obs „Hallo“ und obi „abi“)3*, Da die Vokalsysteme der lettischen Dialekte sich noch nicht entwickelt haben, ist es schwierig, etwas über die Altersbestimmung dieses Vokals zu sagen. Der kurze Vokal o kommt auch im Preußischen vor. Im preußischen Elbinger Wörterbuch findet sich anstelle von g ziemlich häufig 0%, vgl. preußisch wobse „Waben“, sompisch,,rohes Brot, Grobbrot“ (preußisch somatitinka lit. sam-). Dieses o könnte ein Überbleibsel des früher verbreiteten kurzen Vokals o sein*". 3. Dass in der baltischen Sprachgemeinschaft der kurze Vokal o existieren konnte, zeigt ein mögliches Objekt und baltischer Herkunft baltisch-- finnische Lehnwörter, in denen in bestimmten Fällen ein o vorkommt, vgl. suom. Die Braut und der Bräutigam, dt. Oinas und lit. avinas, finn. Lohi und lit. Luchs usw. ?® In letzter Zeit hat V. Steinitz die glaubwürdige Meinung vertreten, dass die Wörter mit o der ältesten baltischen Ursprungsschicht der ugrofinnischen Sprachen angehören®, Einige Forscher, angefangen von K. Brugman- ?’, neigen zu der Annahme, dass auch in der slawischen Ursprache der kurze Vokal o vorhanden war. Die Tatsache, dass der slawische Vokal o in slawischen griechischen Leihwörtern und Ortsnamen durch den Vokal a abgelöst wird, erklärte z.B. M. Fasmer- ** folgendermaßen: Der griechische geschlossene Vokal o. konnte nicht an den slawischen Vokal o übertragen werden, weil dieser offen war. In der slawischen Ursprache gab es nach Meinung von A. Mejés*- *? keinen großen Klangunterschied zwischen dem kurzen und dem langen a. Der Unterschied sei hauptsächlich quantitativ gewesen. S. Bernstein glaubt, dass der Vokal o in slawischen Sprachen früher einen geringen Grad an Labialisierung aufwies. So behaupten einige Forscher, dass es in der Urslawischen Sprache einen stumpfen Vokal a oder d gab, während andere dazu neigen zu glauben, dass es in der Urslawischen Sprache einen Vokal o gab. Denn diejenigen, die behaupten, dass es in der slawischen Ursprache einen Vokal a gegeben habe, glauben auch, dass dieser kurze Vokal etwas labialisiert und geschlossener gewesen sei als der Vokal a. Und diejenigen,?5 J. Endzelins, Latviešu valodas gramatika, Riga, 1951, S. 110—123; M. Rudzite, LatvieSu dialektoloģija, Riga, 1964, S. 267—271. % E. Berneker, Die preussische Sprache, I. Lautlehre, Strassburg, 1895, S. 27; J. Endzelin, Zum o fiir aim Elbinger Vokabular, StB, 5, 1935—1936, S. 94—98; Senprūšu valoda, Riga, 1943, S. 24. 37 Schwein, MH. Kasanayckac, a.a.O., S. 21. % Aus der Literatur der letzten Jahre siehe E. Nieminen, Uber einige Eigenschaften der baltischen Sprache, die sich in den ältesten baltischen Lehnwėortern der ostseefinnischen Sprachen abspiegelt, »»Sonderabdruck aus den Sitzungsberichten der Finnischen Akademie der Wissenschaften 1956«, Helsinki, 1957, S. 199-200; A. Sabaliauskas, Baltų ir Pabaltijo suomiy kalbų santykiai, LKK, Helsinki, 1957, S. 199-200 6, 1963, p. 109—136. * W. Steinitz, Zur Periodisierung der alten baltischen Lehnworter im Ostsee-- Finnischen, „„Symbolae linguisticae in honorem Georgii Kurylowicz“, Wroclaw —Warszawa —Krakėw, 1965, S. 100-101 p. 297-303. “ K. Brugmann, op. cit.,, p. 146. 1 M. Vasmer, Zwei kleine Abhandlungen. II. Zur slavischen Vertretung von arioeurop. o, KZ, 41, 1907, p. 157-164. „2 A. Meiie, OGuecnassinckuit siabik, Mocksa, 1951, S. 42-44. 48 S. Bd. Bepnmreiin, Ouepk cpaBHHTENbHON 'PAMMATHKH CJIABAHCKHX SI3bIKOB, S. 144 —146. „4 O. II. Puann, O6pazosanne s3blKa BOCTOMHLIX CJIaBsiH, S. 101. 45 M. Vasmer, a. a. O., S. 157-164. 4% A. Meiie, op zit., p. 44. | 47 C. B. 10, Bepuwreiin, op. cit., p. 143. 58
Die im Urslawischen vorhandenen kurzen Vokale unterstreichen o, gleichzeitig den ir jo schwachen Grad der Labialisierung und die Offenheit. Die Qualität des kurzen Vokals der slawischen Ursprache genauer zu definieren, erlauben, wie es scheint, folgende Tatsachen: 1. Die Stimme der Schwäne, übers. iš o ir a, phonetisch dem Vokal näher stehen könnte, g, als es die o, slawischen Ursprungs ugrofinnischen, ir baltischen, bu germanischen griechischen Kalkolinien und a Ortsnamen zeigen, die überall anstelle des o, heutigen slawischen Vokals plg haben. Suom. Pap „pupa“ iš auf Russisch. 606, 100 mg/m2 Handlauf ,,malda, Bitte, Gebet“ iš links. modla, s. bayerisch Die iš Rasse. produziert, gr. Bebo „senė“ sl. iš *Vater ir kt. In anderen slawischen a Sprachen wird der Vokal plg überall verwendet. o, s. sl. Koto/9 „katilas“ iš hat es geschafft. Kessel (Bd. katile gen. pl. ). Dies zeigt, dass slawische Sprachen während der Entlehnung eine Stimme hatten a. 2. Weißrusslair nd einige südliche Russische Dialekte, sowie einige sehr archaische bulgarische Dialekte“ haben einen Vokal in der unbetonten Position a (der sogenannte „Ackerbau“), vgl. Baltar. Kast, Russ. Kasd (geschrieben ir x03a) bulg. Kazy-te (nom. pl. ). In der unbetonten Position haben diese Dialekte den proslawischen kurzen Vokal a“. „In der jüngsten Diskussion®® über den Ursprung der Blindheit* herrschte die Ansicht vor, dass die ši ir Die Besonderheit der russischen Dialekte erschien ziemlich spät (ca. XIII — 14. (a. a.) spontan oder unter Einwirkung von Substrat. Zuverlässiger scheint immer noch die erste Die Interpretation des — „verblendenden“ Ursprungs der nicht ausgesprochend en Position dieser Dialekte a ist als ein Relikt des Slawischen a) zu betrachten, weil: — (Bd. Analoges Phänomen der archaischen bulgarischb) en Dialekte); Die Existenz des Kurzen a in der slawischen Ursprache wird durch phonetische Untersuchungen bestätigt. 3. Alle bisherigen Forscher der slawischen Ursprache haben die Korrelation rekonstruiert a : a (bzw. d: 4)*?. Er kommt. Kurze Vokalvero wandlung a ir Übereinstsu immung ide. a Der Reflex war mit der Delabialisierusu ng anderer slawischer Urvokale verbunden. In der slawischen Ursprache su ging die Palatalisierung der Konsonanten mit der Labialisierung der Konsonanten einher. (bzw. Delabialisierung von Vokalen) ** Cr. Croiikos, B Akane roBopa xa c. Tpurpan (Ilesnncko),- ,,Benrapekn eskr“, 13, 1963, p. 8-21. ** A. Vergleichende Grammatik der slawischen Sprachen. I, p. 107; G. Y. Shevelov, A Urgeschichte und Kultur of Slavic, p. 386—387; B. H. Die Arbeit, die wir leisten, ist H unglaublich. K Nnpac/JIiaBaHCKOTO ssbika, BS, 2, 1963, p. 20—29; O6mecaaBsiHcKoe 3HaueHHe NnpoGJieMbi akaubs, BSI, 4, 1964, p. 151 —152. „B. Er. Pyneaes, K doHosornueckoii HHTEpNpeTaunn pycckoro akambsi, BSI, 2, 1963, p. 30-38; II. C. Cyanid, K Bonpocy o npoucxoxjennn akaubsi, BSI, I, 1964, p. 30—41; B. B. Kouaecos, O HeKOTOpEIX 0COGEHHOCTAX (DOHOJIOTHUECKONH MOJIEJIH, pasBHBaIOLIEH aKaHbe, BSl, 4, 1964, p. 66-79; 51. Puraep, K npo6aeve aransa, BSI, 5, 1964, p. 36-45; B. H. JlutrKHH, Emma K Bonpocy o NpoHCX0oX/eHHH pyccKoro aKaHbs, BSI, 4, 1965, p. 44-52; T. A. XaGypraes, O ¢oHOJOrHUECKHX YCJOBHSX pa3BHTHS PyccKoro akaubsi, BSI, 6, 1965, S. 55—63. In: plg.m. Halle, Akan’e (The Behandlung of Unstressed Nondiffuse Vokale in Southern Great Russisch Dialekte),,,- Symbolae linguisticae in honorem Georgii Kurylowicz®, p. 103-109. t Plg. B. H. Bopkosckuii, II. Auflage. C. 1999: Die 100 besten Filme aller Zeiten. 1963, p. 142. ** R. Jakobson, Anmerkungen zur phonologischen du Entwicklung des a Russischen im Vergleich zu anderen slawischen Sprachen, TCLP, 2, 1929, p. 20—23; F. V. Mareš, Entstehung des slawischen phonologischen Systems und seine Entwicklung bis zum Ende der Periode der slawischen Spracheinheit,,,Slavia®, 25, 1956, S. 445; G. Y. Shevelov, Prehistory A of Slavic, p. 150-162; H. san Beifik, K Ucropun ¢orosornueckoit CHCTEMbI B OZINECJIABAHCKOM f3bIKe MO3jHero rapt,,,Slavia“, 19, 1950, p. 293. 59
Prozess. Phonologische Studien der letzten Jahre haben gezeigt*- *, dass die kurzen Vokale o und a (wie auch 6 und @) vor allem in der Position nach den labialen Konsonanten übereinstimmen. Das Unterscheidungsmerkmal des o (wie auch des d) „,,Bemolligkeit“ wurde irrelevant, da dieses Merkmal ein konstitutives Element der labialen Konsonanten war (siehe weiter unten). Arbeit p. 67 Ta-Tä. ). Der Behauptung, dass es im Urslawischen einen kurzen Vokal a (aber nicht 0) gab, widersprechen die männlichen o-kamie. Nominativund Infinitiv-Endung von Substantiven im Einzahl -» —phonetisch konnte sie: „,nur aus *-os und *-om durch Zwischenverben *-u(s) ir *-u(m). Das Auftreten der Endung -8 des Singulars anstelle von *-as (vgl. s. sl. vlokt) neigt G. Scheweliow zu Recht dazu, mit morphologischen Gründen zu erklären- **. Die Endung *-am hätte sehr leicht zu -9 werden können, da die Verengung der Vokale vor den Nasalvokalen ein häufiges Phänomen ist, das in vielen Sprachen zu finden ist. Nach slawischen Ursprache Wort Ende phonetische Veränderungen aufgrund o ir # Stamm Analogie gebildet in folgendem Verhältnis: *-u (acc. Sing., u kam. ): * (nom. Sing., u kam.) = *-u (acc. sing., o kam.): x (nom. sing., o kam.), wobei x gleich *-u sein musste. Es gibt also keinen Grund zu der Annahme, dass es in der slawischen Ursprache ein mögliches Objekt des Kurzen gab, das ein wenig labialisiert a, war, da in den slawischen Lehnwörtern der Hofsprache statt des slawischen Ursprungs oa steht, vgl. a Rum. Grodzdi „Schreciš k“ S. - Danke. Der slawische Kurzvokal a wurde nach Ansicht der Forscher relativ spät (um das 8.-9. Jh.), kurz vor dem Erscheinen der ersten slawischen Schriftstücke®, zum o. Nach dem 9. Jh. haben die slawischen Schuldwörter in anderen Sprachen schon ziemlich häufig ein o, z.B. gr. S. 109. von der S. 109. * auf Slowenisch. Fast alle Forscher sind sich einig, dass sowohl in baltischen als auch in slawischen ir Sprachen das ursprüngliche System der kurzen Vokale dreieckig war: e 0 a Die zweite Alternative ist jedoch ebenso möglich, dass das ursprüngliche System der kurzen Vokale dieser Sprachen ein Quadratsystem war: u e 0, a : o. Neben baltischen und slawischen Sprachen, id. Die kurzen Vokale o und g sind bereits in den germanischen, albanischen und altindiscir hen hethitischen Sprachen übereinstimmend. In diesen Sprachen antworten sie a. ** B. K. XKypasjeB, OopuupoBanne rpynioBoro CHHTApMOHH3MA B IPACJIaBSHCKOM S13blxe, BA, 4, 1961, p. 35—36. 54 G.Y. Schewelow, op. cit., p. 156—157. s5. G. Y. Shevelow, op. cit., p. 162. ** E. Schwarz, op.cit.,S. 100. 136; H. Ban Beijk, op. cit., p. 293; F. V. Marsch, op. cit., p. 445; G. Y. Shevelov, a.a.O., S. 151; B. K. )Xypasaes, Ha ucropuu Boka/m3Ma B npacjtaBAHCKOM fi3plKe IIO3/įHero repuoja, BSI, 2, 1963, p. 13, 19; B. H. T'eoprues, BS, 2, 1963, p-29; Hou Teopun H TpajauunoHaJHH 3a6ay KH,,,Bearapcku esuk®, 15, 1965, p. 297-307. 60
L Die Kurzfassung ist hier zu finden. In der sprachlichen Gemeinschaft, offensichtlich, war selten. Er kam am häufigsten im ausdrucksstarken, technischen und alltäglichen Wortschatz vor, während er im Vokalwechsel fast nicht vorkam*". Das Vokabular der europäischen Sprachen, die das Phonem 0 und das Phonem a unterscheiden und den kurzen Vokal a aufweisen, beschränkt sich hauptsächlich auf den Bereich der Landwirtschaft, weshalb dieses Vokabular und damit auch das Phonem a späteren Ursprungs sein könnten**. Einige Forscher neigen dazu zu glauben, dass die südlichen Id. Die Opposition von o: a in Sprachen (armenisch, griechisch, italisch und keltisch) kann später durch den Fall des Kehlkopfes® entstanden sein. Daher ist es durchaus möglich, dass diese Ide. Sprachen, die die Opposition 0:a nicht haben, haben sie nie gehabt. Der baltische Kurzvokal o und das slawische a können den südlichen Ide entsprechen. Sprachen o und a. Bei der Frage nach den ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen ist es wichtig zu klären, welche unbespannten kompaktiniy/phonemy Manifestanten bzw. niedrig erhobenen hinteren kurzen Vokale die baltischen und slawischen Sprachen in den ersten Jahrhunderten nach der Abspaltung von der ide hatten. Sprachgemeinschaft. Dies kann aus einer Reihe von Gründen nicht gesagt werden, von denen die wichtigsten sind: a) wir haben keine Daten, auf deren Grundlage wir die Vokalverhältnisse in so fernen Epochen rekonstruieren könnten, d.h. wir wissen nicht, ob die baltischen Dialekte zu dieser Zeit wirklich den kurzen Vokal o und die slawischen Dialekte den kurzen Vokal a hatten; b) es ist unklar, welches System der kurzen Vokale (dreioder vierkantig) in den baltischen und slawischen Sprachen ursprünglich war; c) Wir kennen keine genaue absolute Chronologie, wann es ging. Die Reflexe der kurzen Vokale o und a (mit der Annahme, dass das dreieckige System der kurzen Vokale ursprünglich ist) stimmen in baltischen und slawischen Sprachen überein. Egal, welches Kurzvokalsystem wir als ursprünglich betrachten, eines ist klar: Genauso wie die baltischen und slawischen Sprachen hatten auch die anderen indogermanischen Sprachen ein ursprüngliches Kurzvokalsystem. Dialekte (z. B. Germanisch). Die Rekonstruktion des gleichen ursprünglichen Systems der kurzen Vokale der baltischen und slawischen Sprachen zeigt also keinesfalls eine gemeinsame, von den anderen Sprachen unterschiedliche Ide. Dialekte der baltisch-slawischen Entwicklungsstufe bzw. der baltisch-slawischen sprachlichen Einheit. Er kommt. Lange Vokale o und a Er kommt. Die langen Vokale O und a stimmen in den slawischen Sprachen überein. Die baltischen Sprachen haben ihre Unterschiede beibehalten. Die baltischen und slawischen Sprachen unterscheiden sich also deutlich. Entwicklung der langen Vokale. Bei der Lösung des Problems der ältesten Beziehungen zwischen baltischen und slawischen Sprachen ist es wichtig, herauszufinden, wann die slawischen Sprachen begonnen haben, keine Ide zu unterscheiden. Die langen Vokale. Er kommt. Im Lettisch ist das ganze (a) erhalten, im Litauischen ist es zu o geworden, und die slawischen Sprachen haben hier ein a, z.B.: litau. brolis, broter-élis, lat. bralis, brater-itis, s. sl. bratr®s:- s. ind. bhrdta, gr. gparno „brolijos narys“, lot. frater, got. A. (Hrsg.): A-Z. Einen Spaß zu haben; 57 A. Meillet, Introduction a I’étude comparative des langues indo-eur opéennes, 7 ėd., Paris, 1934, S. 99, 166—168. Plg.,,Der Vokal a findet sich insbesondere in Wörtern mit volkstümlichem, technischem oder affektivem Charakter“ (S. 99). 58 H. Kuhn, Ablaut, «a und Altertumskunde, KZ, 71, 1954, p. 129-161. 59 J, Kurylowicz, L’apophonie en indo-européen, Breslau, 1956, S. 167-168. 61
r Die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter. 100 mg/ Tag 2. Auflage, 2. Aufl., Bd. Mami, komm schon. A Macer. Er kommt. In den östlichen baltischen Sprachen war sein Reflex zweiseitig. Ich habe eine Idee. od virto uo, plg. : | ' S. 100. (deutsch) S. 101. (deutsch) S. 102. (deutsch) S. 103. (deutsch) S. 104. (deutsch) S. 105. (deutsch) S. 106. (deutsch) S. 107. (deutsch) S. 108. (deutsch) S. 109. (deutsch) S. 109. po-jas® „Gürtel“: Gr. 2000: „Steckbrief“ („Stickbrief“), dt. - Ja. „Gürtel“ (a iš Das ist die Idee. oO); ) liet. puo-ta: gr. no-vo „geriu“, lot. po-tus „gertas- “, s. ind. pa-ti „er trinkt“ (a iš Das ist die Idee. 6); 1. Aufl., Bd. Jag-oda; lit. uolektis (und uolektis), lat. uolekts: gr. &orévy „Ellbogen“; *6ist die verlängerte Form der Wurzel *el-/*ollaipsnis (vgl. lit. elkiiné, elkūnė und lat. eglkuons- ); liet. wosis, lat. udsis: rus. sc-eHs, serb.-chorv. jds-ein; liet. dūo-ti, duo-snus, duo-slūs, dio-klé, lat. dub-t, s. sl. da-ti, da-nv „Hingabe“ (= lat. duo-nis, „Geschenk“?), da-rv „Geschenk“: gr. 3i-8w-p.. „Ich gebe“, 3@-pov, „Geschenk“, lat. dé6-num „Geschenk“, s. ind. dandm „Geschenk“ (a i$ ide. 6); do-snus (lat. da-sns), do-slus, do-vana (lat. da-vana), do-vans „Geschenk“, dé-vis „Geschenk“, dé-sai, „Geschenk“, do-tas „Geschenk, Gabe“, dd-talas (lat. da-tali, „Geschenk®“), „Geschenk, Tribut“, do-tilas, „Geschenk“, usw. *; 2, S. 22. „Das ist die Wahrheit. Er kommt. 6, wechselte mit der Idee. ė, auch in bestimmten Fällen ist, umgewandelt in uo, vgl. brėžti: bruožas; plüstern, lat. plést: Faser, lat. pluésit „zerreißen“, pluosa „„Weben- “; Schnitt, S. 1 rēz-ati „schlagen“: Strecke, S. l. raze „Schlag; kartas“: sėsti: sūodžiai, lat. suéd-réji „suodžiai“, s. sl. Ruß; essen: Mücke, lat. ùds. Ich habe eine Idee. 6 im Litauischen ist das o umgewandelt, im Lettisch —a, z.B.: lit. nor-éti: griech. vop-etv „tätigen, tun“, vop-cpuvoc „groß, breit“; Litauisch krok-ti (und kriok-ti), kriog-uoti, „Sprechen oder schreien mit erhobener Stimme“, lateinisch krakt, krakt, russisch krak-ati „schlagen“: lat. Croc-are, croc-ire,- krankti (über Krähen)“, gr..xpoCo „krank“ (-Liš *-gj-), s. dt. Höhe. hruoh „Krähe“ (uo aus dem Deutschen O); | liet. Menschen, Frau: lot. acc. Singen. homonem (nom. sing. homo) und hemonem; die Wurzel *g"hm-|*- g"hem-|*- g'hom-; In den Wörtern Menschen, Frau haben wir die Wurzel des Nullgrades, und die Wurzel des Normalgrades ist lit. žēm-ė; aber s. lit. žmuo (von *g’hm-on); lit. pro, pro-(plg. pré-plaisa): lot. pro, pro(d)-, gr. mpw-; aber lat. prué-jam, prué-m „weit weg, draußen“; y o-kamieniy Einzahl-Ursprung der Substantive lit. vilk-o, lat. vilk-a, s. sl. S. 106. (deutsch). Wolf-Dietrich-Stiftung. Wolf-Dietrich-Stiftung. vfk-at, vik-ad (-at -ad iš *-od), gr. mw (aus *pod) „woher“. ; Anstelle des désischen Vokalwechsels (lit. ė: uo, lat. é: uo aus ide. é: 6) kommt im Litauischen der Wechsel ė: 0 vor, und im Lettisch —é: a, z.B.: lit. bėgti, lat. bėgt: lit. bog-inti, „schnell oder schwer etwas tragen, tragen, tragen“, aber lat. budk-stit „verstecken“, buok-stitiės „schleichen, schleichen“; lit. glébti, lat. glébt: lit. globti „,umschließen, umschließen, umhüllen- “, lat. gldbt „schützen, schützen“, lit. globa (nach Sing. glóbu) und gléba; Der normale Grad der Vokalveränderung ist lit. glab-oti „umfassen, nehmen, greifen“, lat. glab-dt „schützen, pflegen; begraben“ (aus dem weißrussischen *glob-); ! - Ja, das ist es. Donis wird als Slawismus angesehen. 62
lit. korjs (nach Sing. kėrį), lat. karis: griech. wnpbc „Wachs“, lat. céra; plg. kor-yti, kor-ytas; liet. molis, molė „Žemė prie molio“, mol-ifigas „molio spalvos, molinas®, lat. mals (paprastai dgs. mali): s. sl. méls „Kalk“; E. Frenkel zählt hier auch mélas, blau*; 100 mg einmal täglich eingenommen werden. In: Nocti, lat. Nacht „ateiti“ : hat es bekommen. Nerv(en) „arti“, nelv-jan „annähers. n“, deutsch. Höhe. nah „Art“ (a aus e <ide. é); Lied. Erweitern : pldtas, neben dem jų normalen Grad der Wurzeln * plet- (Bd. Erweitern, erweitern) ir *plot- (Bd. Breite) Lied. Drücken (und drücken), lat. slégt : Lied. Slog-inti ‚schlucken, drücken‘, schlucken „eine bestimmte Krankheit; Schwierigkeit, Not“, s/6gas „Schwierigkeit, sich an Flachs oder Hanf zu hängen“, lat. sliga, slags „Last, Schwierigkeit, Leid, Krankheit“; aber lit. sluogas (und sludgas) „Schwierigkeit, jemanden zu drücken“, lat. Sludga, sluégs „t.p.“, sluodz-it, sluédz-ét ‚einatmen, zusammendrücken‘; liet. sėsti, sėd-ėti: sod-inti, sodas (ir sodnas), s. sl. sad®, lit. soda (nach Sing. sėdą), sodžius (lat. sūdža, sūdžius sind vermutlich Litauismen); Jam. svad-inti "pflanzt" kann sein iš *suod-inti; Lied. In: lat. Tier „ich habe gegriffen, gegriffen“: lit. fvord; Der normale Grad ist tvėr-ia, z.B. s. Russisch. zor-iti „zu tun, zu schaffen“; Lied. Umschlag (Klingelt) „Abdeckung, Abdeckung; Blinkende Augenbinde“, lat. Wolf „überdecs. ken“: sl. 100 mg/m2 „(Augen-- )Lid, Deckel“; Lied. Spinnen ,,Spinne®, lat. Es kann : regnen. Die Schildkröte, lat. Werru ,,vériau®; Der normale Grad ist wer-ia, war-tai; lit. žolė, lat. zale: lit. Gras; Die normale Wurzel *g’hel-/*g’- hol kommt in den Wörtern gėl-ia, žal-ias vor. Er kommt. Die Reflexe 6 und a sind im Preußischen sehr vage. In: Elbinger Wörterbuch (Pamedas Dialekt-Denkmal). 4 wird mit den Buchstaben o und oa bezeichnet (vgl. fr. mothe und lit. motė, lat. mate; fr. moazo „Tante“ und lit. mésa, lat. mdsa „Schwester“). Genauso ist hier die Markierung ide. 6 (vgl. pr. podalis und lit. žem. puodalis; pr. woasis und lit. dosis, lat. udsis). Einheitliche grafische Ide. Die Bezeichnung der Reflexe d und a deutet darauf hin, dass die preußische Sprache im Elbinger Zodynéli-Dialekt ide. 6 und @ sutampa®. J. Kazlauskas ist jedoch der Meinung*, dass die gleiche grafische Kennzeichnung nicht ide. Neutralisierung der Opposition der Reflexe d und a. Denn in den alten Schriften der litauischen Sprache wird der Buchstabe o sowohl für o als auch für uo verwendet. Nach Ansicht von J. Kazlauskas könnte die Vorsilbe o (aus Ide. 0) schmaler und labialisierter sein als o (aus Ide. 4). Letzteres könnte ein niedrigerer Anstieg und ein schwach labialisierter Ton sein. Die Sprache der Sembo-Dialekte (Sembo Dialect). Der Reflex a wird mit a oder a bezeichnet (vgl. fr. brati und lit. brolis, lat. bralis). Er kommt. Der 6. Reflex wird hier hauptsächlich mit d oder o bezeichnet (vgl. fr. per-on-i, „Gemeinschaft“ und lit., lat. -uon in Wörtern wie gel-uon-is und dzel-uén-s). In einigen Fällen ide. o der Reflex wird hier mit 4 oder a bezeichnet (vgl. z.B. dat, datwei sowie daton und lit. duoti, lat. duét); 100 mg/m2 salin und lit. Gras, lat. zale). Es handelt sich um einen Dialekt des Katholischen. Der Unterschied zwischen a und 6 Reflexen bleibt erhalten, außer in bestimmten Fällen, in denen ide. a und d überlappen sich, wie in den ostbaltischen Sprachen. ? E. Fraenkel, LEW, S. 430. 8 Bände. K. Būga, RR, III, S. 104. * 1. Kasnayckac, K paseatuio obmebGantuiickoli CHCTEMbI raacHeiX, S. 21. 63
Skis®, E. Cupica’, J. Endzelynas®, H. Pedersen® und andere) glaubten, dass id. Eu wurde in baltischen Sprachen regelmäßig zu jau und in slawischen Sprachen zu ju. H. Pedersen fügte hinzu, dass allein die Wortdrüse (vgl. A2dyxm) genüge, um zu beweisen, dass ide. eu ins Litauische übersetzt wurde schon??. Denn es ist eine Idee. Die Umwandlung von eu in lit. wurde von den bereits erwähnten Forschern als regelmäßig angesehen, das sind alle die Fälle, in denen das litauische (und andere baltische) au den anderen ide entspricht. Sprachen eu, hätte es Ausnahmen geben sollen. Deshalb mussten Wege gefunden werden, um sie zu erklären. Nachdem er diese Frage untersucht hatte, kam V. Poržezinskis zu iSvada! !, dass in der baltischen Sprachgemeinschaft die weichen Konsonanten vor ew unter dem Einfluss der Konsonanten vor u (hier waren sie hart) in einigen Wörtern durch harte ersetzt wurden. Auf diese Weise wurde die Gruppe „weicher Konsonant + Diphthong eu“ in Litauisch und Lettisch zur Gruppe „,,weicher Konsonant + Diphthong au“ und in Preußisch zur Gruppe „,weicher Konsonant + Diphthong eu“. Die Gruppe „harter Vokal + Diphthong eu“ wurde zur Gruppe „harter Vokal + Diphthong au“. Diese Meinung von W. Porzezinski wurde von E. Bernecker unterstützt! ?, was darauf hindeutet, dass damit viele Ausnahmen erklärt werden können, bei denen au anstelle des erwarteten ja steht. Ganz anders versuchte H. Pedersen'® den Ursprung von au zu erklären. Im Wort natie hätte sich f...t seiner Meinung nach durch die zweite assimilative Wirkung von f in 7... verändern können. Das Wort laitkas konnte den Vokal o von einem anderen Wort derselben Wurzel erhalten. Und naiijas anstelle von *niaujas könnte durch Disassimilation oder auf andere Weise entstanden sein. Genauso erklärte E. Cupica?* schon 1907 das Entstehen des Diphthongs au des Wortes tauta. Diese Interpretationen des au anstelle des erwarteten schon sind nicht ganz erfolgreich. Z.B. hat W. Porjezinski nicht bewiesen, warum die weichen Konsonanten an der einen Stelle durch harte ersetzt wurden, an der anderen nicht. Seine Konzeption erklärt nicht, warum z.B. pr. peuse nicht *pause wurde, obwohl in der baltischen Sprachgemeinschaft ein Wort neben ihm existierte, in dem pp vor u fest war (vgl. lit. pišis). Nach dem Konzept von W. Porzezinski sollte man auf eine solche Änderung genauso warten. Dass im Wort Nation eine Assimilation stattgefunden hat, wie E. Cupica und H. Pedersen behaupten, kann man natürlich annehmen, aber mit Fakten zu begründen ist schwierig., O. Videmanas'®, K. Johansonas'®, J. Mikola'’, A. Mejė!? und andere glaubten, dass es bereits in baltischen Sprachen nur von ide stammt. Der zweistimmige au spiegelt den ide wider. ex. In den slawischen Sprachen könnte ju ihrer Meinung nach sowohl aus ide als auch aus ide entstanden sein. Sowohl von innen als auch von außen. Ich. Der Meinung dieser Forscher widersprechen viele Beispiele aus der litauischen Sprache, wo es bereits von ide stammt. Das kurze Diphthong eu. : Kriterien, die es Ihnen ermöglichen, zu verfolgen, wo Sie gehen. eu wurde schon und wo —au, versuchte J. Zubatas- '® festzustellen. Seiner Meinung nach, die Idee. ex wurde in baltischen und slawischen Sprachen vor den Vokalen der vorderen Reihe zu ja bzw. ju, vor den Vokalen der hinteren Reihe zu au bzw. wu. 5 B. INopxesunckuii, K ncropun dopm CNnps2xkeHH B OGanTHiickux s3bikax, Mocksa, 1901, S. 79—80. S. 7. E. Zupitza, Lit. naiijas, KZ, 40, 1907, S. 250-251. 8. Aufl. Onasenun, CaassHo- -6anTHiiCKHe 3TIOAB, S. 79. ® H. Pedersen, Lit. I4U, StB, 4, 1934–1935, S. 150–154. 1 H. Pedersen, a. a. O., S. 152. 1 B, I]lop»xe3HHCKHi, a. a. O., S. 80. 12 E. Berneker, AfslPh, 25, 1903, S. 489. 12 H. Pedersen, op. cit., S. 150-154, 14 E. Zupitza, op. cit.,, S. 254-255. 15 O, Wiedemann, Das litauische Préteritum, p. 17—18, 32, 184. 16 K. Johansson, Indische Etymologien, IF, 8, 1897, S. 172. 17 J, Mikkola, Urslavische Grammatik, I, S. 57-61. 18 A. Meillet, Die Behandlung von *-euen letto-litauisch, BSL, 25, 1924, S. 174-175. 19 J. Zubaty, AfslPh, 20, 1898, S. 396—397. 70
J. Endzelynas stimmte der Interpretation von J. Zubat zu, nachdem er sie leicht modifiziert hatte. Er glaubt, dass die baltischen Sprachen aus dem indogermanischen Ursprung stammen. eu wahrscheinlich nicht vor allen hinteren Vokalen, sondern nur vor den akzentuierten, ir z.B. Die ursprüngliche Bezeichnung des Ortes lautet: Falkenstein. Piuda (-diš -es scheint, dass diese Wörter früher am Ende iš ausgesprochen wurden), lit. laukas und gr. Asuxbe. J. Zubato ir J. Das Konzept der Engel?! erklärt solche Fakten der litauischen Sprache nicht, wo es bereits vor den hinteren Vokalen steht, z.B. liauka, siaiiras, kiduras, kidutas usw. Darüber hinaus kommt der Diphthong schon häufig in Wörtern vor, die einen festen Wurzelakzent haben, z.B. Schwein, Ei, Fliege, Norden usw. ir E. Bernekeris*?, E. Cupica? *, Herr Böge? *, G. Seveliovas?’ und andere neigten zu der Annahme, dass der baltische Diphthong au von ide stammt. Diphthong mit einem anderen Grad der Vokalveränderung als eu. Die Möglichkeiten des Wechsels der Vokale hat auch J. Endzelynas nicht ausgeschlossen?- ®, Auf diese Weise sollte z.B. lit. tauta nicht aus ide. stammen. *feuta, aber aus ide. *touta oder *touta. Muss die Meinung von J. Otrembski* gesondert erwähnt werden? ", nach dem der normale ide. Der Kontinuum des Diphthongs eu in den (östlichen) baltischen Sprachen ist au mit einem vorangehenden harten Konsonanten. In slawischen Sprachen kommt es aufgrund der frühen Palatalisierung von Konsonanten vor den Vordervokalen zu einer Ide. eu wurde zu *jau (von dem später ju entstand). Denn es ist eine Idee. Der Diphthong eu, der sich in baltischen Sprachen vor der Palatalisierung der Konsonanten verändert hat (d.h. die Konsonanten vor den Vokalen der vorderen Reihe und vor dem Jota mussten noch hart sein), ist der Diphthong, in den sich eu verwandelt hat, der au mit dem vorhergehenden harten Konsonanten sein musste. J. Otrembski begründet hier eine hypothetische Sache (die Umwandlung von eu in au) auf einer anderen, ebenfalls hypothetischen Sache (die Härte der Fette und ihre Palatalisierung). Seinem Konzept widersprechen viele litauische und lettische Wörter, deren Diphthong bereits eindeutig von ide abstammt. Ich. In baltischen und slawischen Sprachen gibt es häufig Fälle, wo dieselbe Wurzel zwei Varianten hat — eine mit jau, die andere mit au (slawische ju und u). In Litauisch kiduné und Latein caune (ciš *kj-) hat die Wurzel ja, in Russisch caune. In:.au. Einige slawische Sprachen haben ju (vgl. russisch pljuča „Lunge“ und tschechisch pluče), andere — u (vgl. slowenisch plušta und polnisch ptuca). Beispiele aus baltischen Sprachen zeigen, dass hier ein Vokalismus der o-Stufe vorliegt, z.B. litauisch plaiiciai, lateinisch plausas und so weiter. Wenn wir zugeben, dass in baltischen und slawischen Sprachen ide. Eu wurde in einigen Fällen regelmäßig zu au bzw. u, was darauf hindeutet, dass diese Umwandlung sehr spät, in den einzelnen Sprachen, stattfand. Natürlich konnte das nicht sein. Die finnische Entlehnung laukki deutet darauf hin, dass die baltischen Sprachen während der baltischen und finno-ugrischen Kontakte bereits au anstelle der anderen ide hatten. Sprachen eu. 20 Jg. Ouaseannn, CrasgaHo-6antuiickue ston, S. 83; J. Endzelin, Lettische Grammatik, S. 40-41. 2 Dieses Konzept wurde von W. Vondrak und A. Vaillant, W. Vondra k, Vergleichende slavische Grammatik, I, S. 41; A. Vaillant, Grammaire comparée des langues slaves, I, S. 122 bis 124, anerkannt. #2 „Die wenigen Fille, wo au, t zu entsprechen scheinen, lassen sich durch die Annahme anderen Ablauts bei Seite schaffen“, —E. Berneker, IF, 10, 1899, S. 167. 3 E. Zupitza, a.a.O., S. 250-251. 24 K. Būga, RR, II, S. 348. 25 G. J. Schewelow, Vorgeschichte der Slawischen Sprache, S. 272—275. 26 K. Dupz3ejnnhnH, ChasBsho-GaJirniickue 3Tionbl, p. 82; J. Endzelin, Lettische Grammatik, p. 41. 27 J, Otrębski, LP, 4, 1953, S. 308–312; SI. C. OrpemGcekuii, Chnassno-6aaTHiicKkoe S3bIKOBOe ejmHcecTBO, BA, 5, 1954, S. 31—32. 71
Wenn wir denken, dass es ging. Die Veränderung von eu in baltischen und slawischen Sprachen war ein natürlicher Prozess und fand in baltischen und slawischen Sprachgemeinschaften statt, es konnte keinesfalls in den einen Sprachen bereits resp. Sie, in o anderer — Ehre. Diese Variation zeigt, dass der Vokalismus oder o von ide geerbt wurde. Es ist entweder aus einer sprachlichen Gemeinschaft hervorgegangen, oder es ist in einzelnen Sprachen durch strukturelle Analogie entstanden. Da es beispielsweise neben pr. caune keine Form mit einem anderen Vokalwechselgrad gab und daher keine strukturelle Analogie möglich war, konnte das preußische Wort nur aus der Wurzel - Ja. In baltischen (und slawischen) Sprachen ide. Eu virt jau, entstand der Vokalwechsel jau: au: u (ide. eu: ou:u). In den meisten Fällen der weiche Konsonantdrückte den harten, vor dem Ulap stehenden. So entstand z. B. das lat. griūti anstelle des wartenden *grūti durch griduti < *gréu-. Der weiche Konsonant wurde auch in Formen verallgemeinert, in denen durch Vokalwechsel ein o entstanden war, z.B. gridvė anstelle des erwarteten *grovė < *grou-*. Man kann sich auch den umgekehrten Prozess vorstellen: Der harte Konsonant, der vor dem u stand, konnte den weichen Konsonanten verdrängen. Man kann beispielsweise annehmen, dass das lateinische Feld (mit hartem!-) anstelle von *liaukas nach einem solchen baltischen Wort entstanden ist (vgl. z.B. luckis „Späne“), wo das harte /regelmäßig war. Dies wird jedoch durch Wörter wie pr. peuse und lit. pišis, pr. caune und lit. kidunė verneint. Obwohl es in der baltischen Sprachgemeinschaft neben peuse auch eine Kiefer gab, wurde peuse dadurch nicht zu *pause. Analog dazu konnte auch pr. caune nicht aus *kiaune entstanden sein, da es kein Wort gibt, wo der Konsonant vor dem Grad u stand. , All dies zeigt, dass es bereits einen Wechsel mit au in solchen Wörtern gibt, wie lit. kidunė: pr. caune, muss aus phonomorphologischen Gründen erklärt werden. Diese Schlussfolgerung wird vielleicht auch von baltischen finnischen Entlehnungen unterstützt. Man kann davon ausgehen, dass die Wörter leuka und laukki gleichzeitig von den Finnen entlehnt wurden, da sie beide mit Namen von Eigenschaften eines lebenden Objekts verbunden sind. Diese Entlehnungen zeigen, dass es zum Zeitpunkt der Entlehnung 1) in den baltischen Sprachen bereits au anstelle der anderen ide gab. Sprachen eu und 2) Diphthong eu war noch nicht bereits umgewandelt. Der Diphthong eu wurde schon viel später zu eu, als eu zu au wurde. Die Prozesse eu> au und eu> waren also wahrscheinlich weder chronologisch noch strukturell miteinander verbunden. Die oben genannten Fakten scheinen einen Teil der baltischen und slawischen Wörter zu erlauben, die au bzw. u anstelle anderer ide haben. Sprachen ew, kildinti iš o Gradwurzel, plg. : *kėu-g-: lit. kidugė und *kou-g-: lit. kaugė, lat. kaudze, s. isl. haugr „Berg“; - Oh, nein. : In: lat. Caūne ir *Kou-npr. : Caune, Russisch. Kyud; *leu-kg. : Aevxéc, ich habe es. Schleife „Licht“ ir * : Lou-Kliet. In: lat. Feld, Lot. Luc-idus „Hell“, Gr. Xoūocov (-oc -Ich. *-kj-) „weißer Tannenkern“; *Leu-Klit- : sch. Drüse, Drüse, lat. Schöne, gr. he5vwrn ir - Oh, : Gott. Feld; *leu-|*leu- : liet. Lidutis, liav-Onas, lat. Jaūt "Jeisti", check. Leviten „vergeben“, got. Leu „dem Schicksal überlassen“ ir *lou-/*lou- : liet. Leiche, fr. Au-laūt „zu sterben“; *pleu-: s. Russisch. Lunge „Lungen“, s. tschechisch. Schwimmer, Gr. TAsūpov ir *plouliet. : Die Lunge, lat. Lunge, pr. Waschen, s. s.l. Floß, lenk. Pluca; *reu-d-* :s. Engl. Frost „Rosa“, Gr. Pei „raustu“ ir *Rou-dlie- : t. Rot, rot-ein, lat. rot, sl. s. braun „Erz“, rus. Pymsineui (Raumtemperatur) iš *rot-m-); *Sreulie- : t. Schrauben, Gr. $seūpa. Strom ($- iš *sr-) ir *Sroliet. : srav-ėti, sraumud, lat. Strome, s. russisch. Strumeno Fluss (Strukiš *srau-); * Vielleicht aus ähnlichen ir anderen nicht sehr klaren Gründen eines Dialektes der litauischen Sprache (in einigen Formen) haben r eine weiche, o andere — eine harte, siehe. Z. Die Litauische Dialektologie, Übersetzung von p. 153—156. 72
*teut-: got. piuda „Volk“, illyrisch (Personenname) Teuta und *tou-t-: lit. tauta, lat. tauta, pr. tauto, osk. touto „Staat“, walisisch tid „Land“ (tüisch *tou-), s. air. tuath „Volk“ (tuiš *tou-). Es muss hinzugefügt werden, dass nur ein Teil der baltischen und slawischen Wörter mit dem Vokalismus der Wurzel o ide erreichen kann. Zeiten der sprachlichen Gemeinschaft. Das gilt zum Beispiel für das litauische Wort tauta und seine Verwandten: vieni ide. Dialekte konnten einen *feound andere einen *foul-Schriftzug haben. Die meisten Wörtervarianten mit eund o-Veränderungsgraden könnten sich jedoch bereits in baltischen und slawischen Sprachen gebildet haben, da die Vokalveränderung in baltischen Sprachen (z.B. im Litauischen) auch heute noch lebendig ist. Zum Beispiel hatten einige baltische Dialekte das Wort kidunė mit dem Grad der Vokalveränderung e, und andere mit dem Grad der Vokalveränderung o (vgl. z.B. caune). In einigen litauischen Wörtern kann der Diphthong au tatsächlich anstelle von ide stehen. Ich. Solche Präsensformen wie keičia, sėka (pasaką) usw., deren Wurzel einen Vokalismus des Grades e hat, zeigen, dass auch in den Formen baūdžia, plaiikia, smaūkia ein Vokalismus des Grades e sein muss, da den Vokalismus des Grades o normalerweise die iterativen kausativen Verben haben, z.B. kaityti, sakyti ir baūdinti, plaukti, smaukyti. Dass der alte Wurzeldiphthong in diesen Präsensformen eu war, zeigen auch die entsprechenden anderen Ide. Sprachliche Wörter, z. B. lit. baūdžia und s. sl. Bljusti, lit. plaūkia und s. vok. Höhe. fliogen „fliegen“ (io aus eu), lit. smaūkia und s. skand. S-Kupplung (EU) In den alten Formen *baudja, *pleukja und *smeukja wurde der Wurzeldiphthong eu durch au ersetzt, nicht weil ide. ex wäre in baltischen Sprachen normalerweise zu au geworden, aber wahrscheinlich, weil der Vokalismus dieser Präsensformen sich an andere Formen derselben Wurzel mit o-Vokalismus angepasst hat. Man kann also annehmen, dass, abgesehen von einigen Verben, in denen ou anstelle des älteren eu wahrscheinlich analog entstanden ist, ide. Der Diphthong eu wurde in baltischen (und slawischen) Sprachen nicht in au umgewandelt. Alle baltischen und slawischen Wörter, deren Wurzel au bzw. u anstelle anderer ide enthält. Sprachen wie ew, sind wahrscheinlich von Formen mit o-Grad-Vokalismus abgeleitet. Er kommt. Der Diphthong eu wurde in baltischen und slawischen Sprachen regelmäßig zu ja bzw. ju. Dieses phonetische Phänomen wird als eine Innovation der baltischen und slawischen Sprachen angesehen, die eine enge Verwandtschaft zwischen diesen Sprachen aufzeigt und die Theorie der baltisch-- slawischen Spracheinheit unterstützt. Er kommt. Die Umwandlung von eu in ja bzw. ju kann nur dann als Argument für die baltisch-- slawische sprachliche Einheit angesehen werden, wenn ide. eu hätte sich bereits bzw. ju während der baltisch-- slawischen Einheit entwickelt. Es scheint jedoch keine Grundlage zu geben, dieses phonetische Phänomen als so alt zu betrachten. Kann nicht wirklich sagen, dass es ging. eu Zinkevičius, wäre schon baltisch. Iš Die Sprache der Preußen ist schwer zu bestimmen, was ide. Der Diphthong eu-Reflex war in der preußischen Sprache. Die Aufzeichnungen des Elbing-Wörterbuchs vom Typ bleusky sind mehrdeutig. Einige Wissenschaftler glauben*, dass die Schreibweise eu den Diphthong au nach einem abgeschwächten Konsonanten bezeichnet. So auch in der preußischen Sprache ide. Ich bin schon verwandelt. R. Trautmanas weist auch auf ähnliche Schreibweisen in alten Denkmälern der litauischen Sprache hin, z.B. gereus statt geriaus in den Schriften von M. Daukša*- ?. Andere sind der Meinungés®, dass das preußische ew tatsächlich auch den Diphthong eu bezeichnet, aber nicht schon. Sie sprechen die Sprache der Preußen. eu bleibt unverändert. * R. Trautmann, Die altpreussischen Sprachdenkmiler, p. 148—149; J. Endelin, Preußische Textgrafik, FBR, 15, 1935, p. 97—98; Altpreußische Sprache p. 30; V. Mažiulis, Denkmäler der preußischen Sprache, Vilnius, 1966, p. 54—55. * R. Trautmann, op. cit., p. 148. J. Otrębski, LP, 4, 1953, S. 308–312. 73
Als Argument wird von allen Forschern pr. iaukint (= vermischen) angeführt, das angeblich zeigt, dass in der preußischen Sprache ide. Ich habe mich auch schon verwandelt. Dieses Argument ist jedoch unzuverlässig, da das Wort auch die Wurzel *ouk-(nicht *euk-) haben könnte. Der Vokalismus der Wurzel o eignet sich genau für die kausale Bedeutung des Verbes pr. iaukint und lit. jaukti. Dass jhier protetisch sein kann, zeigt s. sl. učiti (aus *au-) ir s. ind. 6. Auflage. Wörter, die im Elbinger Wörterbuch mit dem Digraph eu (ew) geschrieben werden, sind: bleusky 286, geauris 757 (vgl. litauisch giaurys LKZ, III, 282), gleuptene 247, keutaris 762, keuto 156, 497 (vgl. litauisch kidutas), peuse 597, skewre 685 (vgl. litauisch kiafilė). Es fällt auf, dass hier vor diesem Digraphen nie die Graphen i, y oder g stehen, die als Zeichen der Weichheit der Konsonanten interpretiert werden könnten. Solch eine graphische Kennzeichnung würde man erwarten, wenn das Preußische in diesen Wörtern die Verbindung iau gehabt hätte. Allerdings finden sich die genannten Graphen im Elbinger Wörterbuch manchmal auch vor den Vokalen der vorderen Reihe, vgl. plöynis 38 neben plöynis 75. Man beachte daher die Schreibweise des Wortes keuto: Es wird beide Male gleich geschrieben, d.h. mit dem Digraph eu. All dies deutet darauf hin, dass in den genannten Wörtern aus dem Elbinger Wörterbuch der Diphthong eu vorhanden war. Aufgrund der Tatsache, dass im Preußischen die Verbindung *sj zu š wurde (vgl. schuwikis 496, schumeno 507, schutuan 471), neigt man allgemein zu der Annahme, dass das j im Preußischen auch nach anderen Konsonanten (dantinių, gomuriniy) verschwunden ist und diese Konsonanten weich gemacht hat*?. Einige Schreibweisen, insbesondere die Verwendung des Graphems g, deuten jedoch darauf hin, dass hier dennoch der Laut j bezeichnet wird, z.B. angurgis 565, ansalgis 506, kargis 410, dhasar 468, wargien 525 (vgl. cugis 518 lit. Hammer, wo das Graphem g den Laut j bezeichnet). Es ist höchst zweifelhaft, dass das Graphem g hier die Weichheit der Konsonanten bezeichnet*?. Wie das Litauische und das Lettische zeigen, musste j nicht unbedingt an allen Stellen gleichzeitig ausfallen: an einer Stelle (z.B. nach £, d) fiel es früher aus, an einer anderen (z.B. nach labialen Konsonanten) — später, an einer Stelle dieses Ausfallens. Das Ergebnis war das eine, anderswo das andere. Die Veränderung der Verbindung *sj zeigt daher noch gar nicht, dass sich auch die Verbindungen anderer Konsonanten mit j geändert haben. Es ist wahr, dass auch die Vertreter der „jotischen“ Konsonantenpalatalisierungskonzeption selbst nicht gänzlich leugnen, dass nach den labialen Konsonanten j in der preußischen Sprache noch immer existierte**. In diesem Fall sieht die Grafik des Elbing-Wörterbuchs wie folgt aus: piuclan 547 (am Wortanfang), kalabian 424, tarbio 325, knapios 268, wupyan 9, wormyan 465, samyen 235, claywio 375, perwios 281. Ob es in der preußischen Sprache noch den Diphthong eu gab, oder ob die preußischen Dialekte stattdessen bereits iau hatten, ist nicht so wichtig wie die Schreibweisen bia, bio, piu, pio, pya, mya, mye und wio: die Verbindung des labialen Konsonanten mit j oder der palatalisierte labiale Konsonanten vor den hinteren Vokalen. Wichtig ist, dass sich die grafische Darstellung dieser Position von der grafischen Darstellung der analogen Position des Wortes peuse unterscheidet: Wenn der Diphthong eu im Preußischen zu iau geworden wäre, dann würde man auch hier (d.h. im Wort peuse) dieselbe grafische Darstellung des labialen Konsonanten (mit j oder palatalisiert) vor dem hinteren Vokal erwarten (*piau, *pyau oder *pyeu). Repräsentiert die unterschiedliche grafische Darstellung nicht lediglich einen unterschiedlichen phonetischen Komplex (in den obigen Beispielen pja oder p'a..., und im Wort peuse—pe- )? Was die phonetische Interpretation der Grafik der preußischen Sprachdenkmäler betrifft, so ist es auch erwähnenswert, wie J. Endzelynas die Schreibweise pyienkts im II. Katechismus erklärt. Er vermutet, dass ** J. Endzelins, Prūšu tekstu grafika, S. 96—98; T. Milewski, Przyczynki do gramatyki pruskiej- ,,,Slavia Occidentalis“, 15, 1936, S. 102—108; V. Mažiulis, op. cit., S. 54—55. *3 Z.B. die zweifelhafte Interpretation von J. Endzelynas Wort wargien:- ,,i te vėl iesprausts aiz g varbūt tapéc, lai g-burtu te kas nelasitu ka vėlaro balsigo slėdzeni- “, —J. Endzelynas. Endzelins, a.a.O., S. 97. *4 J. Endzelins, a. a. O., S. 98; V. Mažiulis, a. a. O., S. 55. 74
Hier, nach dem labialen Konsonanten, könnte j** entstanden sein. So konnte das j auch vor den Vokalen der vorderen Reihe gesetzt werden. Ganz analog werden im Elbinger Wörterbuch auch andere Konsonanten (mit j oder palatalisiert) vor den Vokalen der hinteren Reihe gekennzeichnet, vgl. maldian 438, median 586, medione 699, brunyos 419, dragos 386 usw. Ähnlich sollten sie in den Wörtern keutaris, keuto, skewre, geauris gekennzeichnet werden, wenn sie hier vor den hinteren Vokalen stehen. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass im Elbinger Zodynél die Graphen i, y nach Konsonanten vor den Vokalen der vorderen Reihe normalerweise nicht geschrieben werden (vgl. deywis 1, deynayno 5, metis 166 usw.), außer natürlich in einem anderen Fall (wie z.B. plieynis 38 neben pleynis 75, geytye 339 usw.). Auch die erwähnten Wörter mit dem Digraph eu (ew) hatten also wahrscheinlich einen Vordervokal, also auch ein Diphthong eu. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass es auch keine echten Daten gibt, die auf die Ide zeigen. eu zu einem zweistimmigen, bereits kobaltischen Phänomen zu machen. Er kommt. Bei der Veränderung des Diphthongs eu gab es in den baltischen (ostbaltischen) und slawischen Sprachen völlig unterschiedliche phonetische Situationen: in den baltischen Sprachen war die Veränderung mit bestimmten phonologischen Prozessen verbunden, in den slawischen Sprachen mit ganz anderen. Die phonetische Umwandlung von eu setzt bereits die Ausdehnung und Vertiefung des Vokals e in der Position vor u voraus (scheinbar zuerst dort, wo dieser Vokal einen akuten Vorsprung hatte), d.h. e—>d. Dass ein solches phonetisches Phänomen möglich ist, zeigt die litauische Sprache, in der Fälle beobachtet werden, in denen der Vokal e vor w oder v breiter und rückwärtiger wird, s. kliūvas und klėvas in vielen Dialekten. Vor v (u) sprechen die Semiten an vielen Stellen «a mit einem durchgehenden weichen Konsonanten aus. Hier wird sogar anstelle des č, das aus ei entstanden ist, ein a ausgesprochen, z.B. kr'ūus „,Krümmung’’**, $’ava „Schleife“. Das aus e vor u entstandene a könnte phonetisch dem Vokal a sehr ähnlich gewesen sein, der ebenfalls vor w stand (aus den alten Diphthongs au und du), und nach j könnte der Vokal a sogar mit 4 übereinstimmen. Als der Vokal o zu a wurde, wurden die Vokale a und “i zu Varianten des Phonems /a/. Auf diese Weise konnte die Variante d phonemisiert werden, d.h. anstelle des Phonems /e/ im Segment des Manifestanten CiiuC (C bedeutet Konsonant) ist das Phonem /a/ im Manifestanten entstanden, d.h. CiuC — C'auC. Die Konsonanten, die vor den zehnstimmigen Vokalen standen, mussten sich schon damals von den Konsonanten unterscheiden, die „vor den unstimmigen Vokalen standen. Die ersten waren palatal, die zweiten velar. Die Position gegen j war wahrscheinlich neutral. Diese Situation konnte nicht lange bestehen, weil sie dem ganzen System widersprach, in dem die palatalen Vokale nur vor den Dezimalvokalen und die bemolaren Vokale nur nach den Velarvokalen standen. Diese Anomalie konnte auf zwei Arten beseitigt werden: 1) C'auC musste in CauC umgewandelt werden (vor dem bemolaren Vokal ist nur ein velarischer Konsonant möglich); 2) C'auC musste zu CjauC werden (vor einem unmollierten Vokal ist ein palataler Konsonant nur vor j möglich). Die Umsetzung der ersten Möglichkeit war mit größeren Schwierigkeiten verbunden als die zweite: Die Konsonanten in dieser Position mussten aus der Klasse der palatalen in die Klasse der velarischen Konsonanten übergehen. Obwohl es ein Verhältnis der zusätzlichen Verteilung zwischen den Klassen der palatalen und velarischen Konsonanten gab, musste die Realisierung der ersten Möglichkeit dennoch eine kardinale Verschiebung im System sein. Somit scheint die zweite ir Option verwirklicht worden zu sein, da ihre Verwirklichung im Übrigen eine Kompromisslösung darstellte: Die Position gegen j war neutral, also % J. Endzelins, a. a. O., S. 96. % Z. Litauische Dialektologie p. 51.
Hier waren die Konsonanten weder palatal noch velar (bzw. sowohl palatal als auch velar). Die Einfügung des Iots löste einen Widerspruch im System aus. Übrigens, in einigen Fällen, insbesondere in Fällen, in denen eine Wurzelvariante mit dem Diphthong au (und ou) nebeneinander existierte, konnte die Wurzel des Typs C'auC leicht durch die Wurzel des Typs CauC ersetzt werden. Das ist wohl auch bei Verben passiert, z.B. daūžia anstelle von désning *djaužia nach daužyti. In der slawischen Ursprache war die Monophthongierung des Diphthongs ex mit dem vorhergehenden palatalen Konsonanten mit der Bildung von zusammengesetzten Gruppenphonemen verbunden. Bei der Bildung von zusammengesetzten Gruppenphonemen schlossen sich die Sonaten (einschließlich w) mit den vorhergehenden solchen Phonemen zusammen und wurden silbisch, da der Silbenbildner gewöhnlich das letzte Element des Gruppenphonems war. Später, als die Unterscheidungsmerkmale „Offenheit: Geschlossenheit“ in die Unterscheidungsmerkmale „Länge: Kürze“ transphonologisiert wurden, wurden die Vokale, die nicht mehr silbenhaft waren, zu funktionierenden Zeichen der Dezimalheit und verschwanden daher leicht. Durch die Umwandlung des Gruppenphonems C'eu in C'+w entstand ein einzigartiger Fall im phonologischen System der slawischen Ursprache: der zweistimmige Konsonant stand vor dem bemolaren Vokal. Der Widerspruch zwischen dem zehnten Konsonanten und dem nachfolgenden unmollierten Vokal konnte durch die Entstehung neutraler Gruppenphoneme aufgehoben werden. Neutrale Konsonanten (weder dezimal noch bemollig) wie z.B. b mussten mit den bereits vorhandenen Konsonanten übereinstimmen. Neutrale Konsonanten (z.B. b aus bjV) und geben die gleichen Reflexe. Offensichtlich sind deshalb die Reflexe der Konsonanten, die sowohl vor j als auch vor dem Diphthong eu standen, in allen slawischen Sprachen gleich*". Das heißt, eine phonologische Idee. Die Interpretation der eu-Umwandlung in baltischen und 'u-Umwandlung in slawischen Sprachen bestätigt endgültig die intuitive Vermutung, dass diese Umwandlung ein völlig eigenständiges baltisches und slawisches Phänomen war. Er kommt. Der Diphthong eu veränderte sich in den baltischen und slawischen Sprachen nicht nur unter unterschiedlichen systemischen Bedingungen und unter dem Einfluss unterschiedlicher systemischer Faktoren, sondern auch die phonetische Substanz dieser Veränderung war unterschiedlich: in den (ost-)baltischen Sprachen wurde eu zu ja, in den slawischen Sprachen — direkt zu 'u. Er kommt. Das Schicksal des Diphthongs eu ist ein klares Beispiel für die parallele Entwicklung der baltischen und slawischen Sprachen. Dieses Beispiel zeigt, dass die gemeinsamen Entwicklungstendenzen der baltischen und slawischen Sprachen, unterstützt durch den geographischen Kontakt, auch in späteren Phasen der Geschichte dieser Sprachen fortbestanden. Er kommt. Das Schicksal der Silbensonaten in Ide. Silbensonanten /, r, m, n (im Folgenden R genannt) wurden in baltischen und slawischen Sprachen il, i, im, in oder seltener ul, ur, um, un (im Folgenden iR und uR genannt). Ihr gemeinsames Schicksal bringt vor allem baltische und slawische Sprachen zusammen. Er kommt. Die kurzen Sonaten R wurden zu iR oder uR (mit Zirkumflex), vgl. : a) lit. wolkas, lat. vilks, pr. wilkis, s. sl. 1, S. 108. (russisch) S. 109. (russisch) S. 110. (Hrsg.): Wölfe. Vikah, ich hab's. Wölfe, gr. hdxoc, lot. lupus; pr. kirsnan „schwarz“ (vgl. litauisch Kirsna, Nebenfluss der Šešupė), s. sl. rons, rus. 4ėprblii (iš sl. *čbrno): s. ind. krsnah „schwarz- “; liet. šimtas, lat. simts, s. sl. Soto (wahrscheinlich eine Anleihe aus den iranischen Sprachen): s. ind. 1999: „Ich bin ein Mensch“ („Ich bin ein Mensch“) – 1999: „Ich bin ein Mensch“ („Ich bin ein Mensch“) – 1999: „Ich bin ein Mensch“ („Ich bin ein Mensch“) – 1999: „Ich bin ein Mensch“ („Ich bin ein Mensch“) – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“ – 1999: „Ich bin ein Mensch“. kdnt(e), Lot. Centum, erhalten. Hund; % B. K. )KypaBaes, PasBurue rpynnoBoro CHHTapMOHH3Ma B TMpacJIaBAHCKOM SI3biKe, Munck, 1963, S. 29—41. 76
lit. mintis (nach Sing. mifitį), at-mintis, lat. mit, „denken, erraten- “, pr. po-minisnan „Erinnerung“, s. sl. pa-mets (¢ von on): s. ind. matih (-aus n),,Begehren, Verlangen; „Gebet“, lat. mens mentis, „Geist, Verstand“, got. muns „Geist“; b) lat. kulnas (und kulnis, acc. sing. kulnį), lat. kulna „Hals“, pr. kulnis, kulksnis, s. sl. kloka „Vertiefung des Knies“, bulg. Kolka „Oberschenkel“, serbisch- -chorw. kiik (iš sl. *kelk-): lot. calx „kulnas“, toch. Ein Kolye "Oberschenkel"; Pr. curwis „Rind“: lit. kdrvé, s. sl. Kuh, russisch. Koposa, griech. xtpac ‚Horn‘“ lietuviy, slawische und griechische Wörter haben die Wurzel des normalen Grades *kerH-|*- korH-; Lot. Cornu „Ragas“, get. haurn „Horn“ von *krH-; Lied. ungurys (gen. sing. ufigurio): pr. angurgis, rus. 1997: „Ich bin ein Mensch“ („Ich bin ein Mensch“) – 1. Aufl. Er kommt. Die langen Sonaten R (von *RH) wurden iR oder üR (mit Akut), vgl. : a) lit. vilna, lat. vilna, pr. wilnis und wilna „Rock“; Jacke“, s. l. In: serb.hr. (serb.) viina (iš sl. *velna): s. ind. Ab. Varana, gr. fįvoc, lat. lana, get. Wulla (Aus dem Deutschen von *wulna); liet. žirnis, lat. zifnis, pr. syrne „grūdas- “, s. sl. 3, S. 103. (russisch) (englisch) (deutsch) (französisch) (italienisch) (polnisch) (spanisch) (polnisch) (französisch) (italienisch) (deutsch) (englisch) (französisch) kaūrn „Getreide“, Lit. pinti, lat. pit, s. sl. peti (g aus on, kann aber auch aus en sein, vgl. s. sl. mrėti, praes. merą), praes. Herrn: arm. henum „Knoten- “, lat. pendere „wiegen, bewerten“; Siehe auch lit. pdntis; b) lit. gurklps (gen. sing. gūrklio), pr. gurcle „Kehle“ (von weißruss. *gur-tl-), s. rus. gorlo (russ. e0pao), poln. gardio (iš sl. *gor-dl-):- s. ind. gurtah „erwartet, angenehm“, lat. gurges „wirbeln- “, gurgli „atmender Hals“; pgl. auch lit. Schnauze, Kehle, Gurgeln; 2. Auflage, S. 100. mirkhdh „dumm“. Er kommt. Die Sonaten R wurden in baltischen und slawischen Sprachen nicht nur in der antekonsonanten:-Position, sondern auch in der antevokalen iR und uR, z.B.: lit. pilis, lat. pils, pr. (Pronomen) Pill-aw, Pille-kaym: s. ind. piih (acc. sing. pur-am) „Verteidigungsmauer“, griech. mois „Stadt“; liet. giria, lat. dzira (ir dzire) „miškas- “:s. ind. girih,kalnas®; pr. garian, garrin „Baum“ usw. gora „Berg“ hat den Vokalgrad kita (*gor-); lit. gun-idti, gun-yti, „verfolgen, verfolgen“, pr. gun-twei, s. sl. gon-ati „vyti“, liet. ginti, lat. dzit (i iš in), s. sl. 1, S. 100. (deutsch- ). S. 100. Zong,,Baun (Mais)“ : Lied. gan-yti, lat. gan-it, s. sl. Gon-iti. IS vorgelegten Materialien zeigen, dass ide. Silbensonanten R in baltischen und slawischen Sprachen wurden in einigen Fällen zu iR, in anderen zu uR. Es stellt sich die Frage, wovon es abhängt. Verteilung der Vokale i und u. Es gibt keine einheitliche Antwort auf diese Frage. J. Endzelynas?, J. Mikola*, K. Būga*, R. Trautmanas* und andere neigten dazu, das Auftreten des i oder u mit der Veränderung der Vokale zu erklären. Nach diesem Konzept iR entstand aus eR, 1 WU. Dupnsesnn, CJiaBsKo-GajrnuūckHe STIOJIbi, S. 3—24. 2 J. J. Mikkola, Urslavische Grammatik, I, S. 68—71; plg. Woher lit. iau und slav. ju?, IF, 16, 1904, p. 99. ? * K. Būga, RR, II, S. 128–129, 260–264. * R. Trautmann, Ein Merkmal der baltisch-slawischen Grammatik, „Švietimo darbas“, 1922 3—6, Kaunas, S. 271-272; Ein Kapitel aus der Lautlehre der baltisch-slawischen Sprachen, „Slavia“, Diphthong, uR-—aus oR, Diphthong. 2, 1923. 77
eR o oR In den baltisch-slawir ischen Sprachen wurden die e ir o Reduzierungen zu normalen Vokalen. i ir w. In baltischen Sprachen wechselt iR eR in den su meisten Fällen, o uR — su In: plg. betrunk- : en zu trinken (Bd. 2. tief schnapp- : en, aufsteig- : en, aufsteig- : en; Schmied- : eeisen, Winkel, Fr. Curwis : liet. Kuh. Aber es gibt Fälle, in denen es neben iR aR sein kann, o uR — 1999: Die Welt ist zu klein, Die Welt ist zu groß, Die Welt ist zu klein. „Viele“, lit. giria: pr. garian, s. sl. gora, fr. gulsennin „Schmerz“: lit. gëlti. Einwurzelformen können auftreten iR ir uR Greta, plg. Raum für : die : Unterbri- : ngung von Tuben. Diejenigen Fälle, in denen iR es neben aR, o uR — neben eR, widerspricht der Konzeption der genannten Autoren nicht, da z.B. neben *mnir *mon-(vgl. lit. minia und got. manags) früher auch *menexistieren konnte, dessen Verfallgrad lit. minid sein konnte. Die to Theorie des Stimmwir echsels ist sowohl widerlegbar als auch ar faktenbasiert kaum möglich. Man sollte sich fragen, warum in den baltisch-slair wischen Sprachen vor den silbischen Sonaten gerade die Vokale i und w entstanden sind, aber nicht, sagen wir, die Vokale e oder a, wie in anderen Sprachen. Sprachen. In der baltischen Sprachgemeinschaft gab es die Diphthonge eR und oR, die von ide geerbt wurden. Zeiten. Deshalb konnten e und o (Buchstabe a) vor den Silbensonanten nicht entstehen. Im quadratischen weißen kurzen Vokalsystem ist e 0, verglichen mit i u ją su Diphthong-Erstansatzsystem e(R) 0(R), freie Mitglieder waren stimmberechtigt i ir u, Denn die ersten Silben der Diphthonge waren nur Vokale. e ir o. Daher konnten die ersten Silben iš der Diphthongs, aus denen die Silbensonant- * en entstanden, nur freie Vokale sein i ir Wu. Iš Aus dem, was gesagt wurde, sehen wir, dass iR ir uR Die Verteilung könnte von den Formen der normalen Vokalveränderung abhängen, mit anderen Worten, von Diphthongs eR ir oR :iR (aus R) konnte in jenen Formen auftreten, neben denen die gleiche Wurzelform Diphthong existiersu te eR (Bd. kil-ti : kél-ti), o uR (aus R) — In den Formen, neben denen Formen Diphthosu ng waren oR (Bd. 100 mg/ : Tag) Wenn die Wurzel eine Variation eR/oR hatte, dann konnten sowohl iR als auch oR in ihren Formen auftreten. uR (Bd. Lied. t-tem-ti : Jahr. Tim hat : mich verlassen. 10 Jahre. : 1000 mg/ Tag). K. Brugman, A. Vayan, J. Kurilowitz, G. Scheweliow ir usw. Glaubte, dass der Vokal oder das Erscheinen i von der u phonetischen Umgebung abhängig war. K. Brugmans? Er stellte fest, dass die u Stimme po aus den ir labialen Gaumen-Konsonanten stammt. Diese Aussage ist in den baltischen ir slawischen Sprachen Material notwendig. Es wurde keine Begründung vorgelegt. Toks K. Die Interpretation von Brugman basierte auf den ir Daten der alten indischen griechischen po Sprachen, ir da hier labiale gomuriniy Konsonanten vorkommen u/ ir Ur. A. Vajan® geht davon aus, dass ir der Vokal in baltisch-- slawischw en iš Sprachen von ide abstammt. Vokalelement der labiovelaren Konsonanten k“, g“, g“h. Zum Beispiel ir baltische slawische Sprachen *gen- : *Ich- (Bd. Lied. Gena : gunidti, gunyti ir s. sl. Die Frau, : die auftauciš hte. *g% hen-:*g* hn- (vadinasi, *g“hn-> *g%n-> *oyn-). Also, laut A. Wajan, baltische Sprache ir 5 K. Brugmann, Kurze vergleichende Grammatik der indogermanischen Sprachen Sprachen, Berlin und Umgebung Leipzig, 1922, p. 123. 6 A. Vaillant, Grammaire comparée des langues slaves, in slawischen I, p. 171. 78
Sprachen der Zusatzvokal » nach labiovelaren Konsonanten und der Vokal i nach allen anderen. Das ist auch die Meinung von Herrn Kurilowicz." Laut ihm sind die Silbensonanten R in baltischen und slawischen Sprachen nicht nur nach labioveliariniy, sondern auch nach reinen Gaumenvokalen (z.B. k, g, gh) zu #R geworden, und nach allen anderen Konsonanten zu iR. Diese Konzeption basiert auf der Annahme, dass die Palatalisierung der Konsonanten der baltisch-slawischen Sprachen ein wesentlicheres Phänomen ist als die Vokalisation der Silbensonaten. ta ir ti J. Kurilowicz vermutet, dass der Übergang von R zu iR in den Gruppen kRi und gR k und g durch i k" und g' ersetzt hätte. Da jedoch die vor R liegenden Gaumenvokalen nicht palatalisieren konnten und daher hart waren, konnte der Vokalton der Silbensonante nur der hinteren Reihe (d. h. u) sein. Die Statistiken von Herrn Kurilovič? Das entspricht nicht ganz seinen Aussagen, da uR nach anderen Konsonanten nicht weniger Beispiele hat als nach den gutartigen Konsonanten. Zum Beispiel hat uR nach k und g 35,6%, nach m — 34,89, nach n — 33,39, Beispiele. Der gleiche Prozentsatz von Beispielen wie nach m ist auch nach j. Die meisten Beispiele von Diphthongs haben einen Konsonanten (44,49%;) uR po s. In anderen Beispielen ist iR überall vorhanden. Die ursprünglichen iRund uR-Verteilungsverhältnisse in der Sprachentwicklung könnten verwechselt worden sein. Zum Beispiel wurde der Vokalwechsel eR: R nach harten Gaumen-- Konsonanten regelmäßig in eR: uR umgewandelt (Bd. Lied. Kehle : Throat iš Weiß *ger-tl-* : *gur-tl-). Da es bei po allen anderen Konsonanten eine Veränderung eR:iR gab und diese, da sie häufiger war, verallgemeinert werden konnte, su uR po Die harten gutartigen Konsonanten könnten leicht in Form su iR (Bd. Lied. Alkohol). Nach der iR ir uR Untersuchung der Frage G. der Verteilung kam Seveliov zu solchen Schlussfolgerungen? : a) po Palatal-Gaumen-KonsonantR en wurden iR; tarp b) veliarinių gomurinių (einschließlich labiovelar) ir Konsonanten verwandelt R uR; c) po Der phonetische Reflex der velar-gaumenlosen KonsonantR en gegenüber den nicht-velar-losen war uR; d) po Phonetischer Reflex der labialen Konsonanten gegen R die velarischvo en Gaumenstimme buuR; ; e) po Lippen-Konsonanten gegen nicht-lippenförmige ir po Gaumen-Konsonanten Dentale Konsonanten (inkl. ir s) Vor jedem Konsonanten R wurde iR. Ein wichtiges Argument für die Theorie der phonetischen Umgebung ist die Tatsache, ir dass in baltischen uR po slawischen Sprachen Konsonanten § ir ž - Er geht. k' ir g') fast nicht vorhanden. Ein weiteres Beispiel wird gefunden (Bd. Lied. Sprüche, Sprüche) sind wahrscheinlich späten Ursprungs. Diese Tatsache lässt vermuten, dass die baltisch-slawischen R Sprachen į iR ir uR während des ir Übergangs der Silbensonanten noch k' ir g’ oder sie wurden bereits übersetzt į Šš ir ž (mögliches $ ir 2). Ir Objekt, k', g', ir š, ž Sie mussten sehr weich sein. Nach der Theorie der "phonetischen Umgebung" muss man also zugeben, ir dass es in den baltisch-slawischen Sprachen ide gibt. Die regelmäßige Entwicklung der Silbensonaten war In: R.I.R.. O Zeile R>uR abhängig von der phonetischen Umgebung (nach k ir g) gab es eine Anomalie. * J. Kurytowicz, L'apophonie en indo-européen, Wrocław, Einheit 1956, p. 227— 243; O der balto-stowianischen Sprache, BPTJ, 16, 1957, p. 81—94; O 6amT0-CJIaBSHCKOM S13bIKOBOM SJKKCTBE, BCH, 3, 1958, p. 23—24, 8 J. Kurytowicz, Die en indoeuropäische Apophonie, p. 229 (entspricht) * G.Y. A Shevelov, of Slavic, p. 90. 79
Die slawische Umwandlung in ch war früher als die Monophthongierung des Diphthongs ai und die Metathese von er und or in den südslawischen Sprachen oder die Pleophonie in den ostslawischen Sprachen, da nach dem Diphthong ai und er und or ide folgte. s hat sich geändert. Die Tatsache, dass in baltischen Leihwörtern baltisch-ugrisch-finnischen Ursprungs das baltische š (und 2) den Laut h widerspiegelt, der aus § entstanden sein könnte, zeigt baltische und baltisch-ugrisch-finnische Kontakte, die zu der Zeit begannen, als ide. s nach K, r, i, u und ide. In den baltischen Sprachen wurde k' bereits zu š. Ide. Die Umwandlung von s nach K, r, i, u in š in baltischen Sprachen war strukturell mit ide verbunden. k"-Assibilierung. Bereits 1908 bemerkte A. Maye, dass palatale Gaumen-Konsonanten in diesen Iden assimiliert waren. Dialekte, in denen ide. S nach K, r, i, u virto š*". Wenn es geht. s nach k, r, i, u und ide. Die Assoziation von k" waren synchrone strukturell verwandte Prozesse, was deutlich durch das gleiche Ergebnis dieser Prozesse gezeigt wird: s nach K, r, i, u und ide. K wurde im Litauischen zu š. Daraus ergibt sich auch die phonetische Ide. s nach K, r, i, u Umwandlungsprozess. Nach dem explosiven Konsonanten k, dem auf der Zungenspitze ausgesprochenen r und nach den schmalen Vokalen i und u wurde das s wahrscheinlich höher artikuliert und der Laut selbst wahrscheinlich leiser und weniger stark ausgesprochen. Akustisch könnte diese Variante des Konsonanten s ein Zwischenklang zwischen dem heutigen litauischen s und š gewesen sein, d.h. es könnte § gewesen sein. Die Umwandlung der „hohen Variante“ des Priebalsio s in ein eigenständiges Phonem hing davon ab, dass in der Aussprache der Sprache die Verbindungen *-r$8mit *-rk'-, *-ismit *-ik'u.a. zusammenfielen. Das Ergebnis ihrer Übereinstimmung war -r und -iz-. Aber auch die Verbindung *-ok' wurde zu -aš-. Da aber die Verbindung *-ostur gerade das Phonem /s/ (und nicht seine „höhere Variante“ §) beinhaltete, waren § und s phonologisch i verschiedene Laute. Auf diese Weise spaltete sich das Phonem /s/ in zwei verschiedene Einheiten auf. Schlussfolgerungen bezüglich der Beziehungen zwischen den Dialekten der Sprachgemeinschaft: 1) ide. 5 nach der K, r, i, u-Umwandlung § waren die baltischen, slawischen und indo-iranischen Dialekte bereits eigenständige sprachliche Einheiten (siehe oben die verschiedenen Details dieser Umwandlung); — į s ir $98 2) Während dieses Übergangs unterhielten die baltischen, slawischen und indisch-iranischen Dialekte gewisse Kontakte: in allen drei Sprachgruppen ide. s in der gleichen Position, und das Ergebnis dieser Änderung war auch das gleiche. Er kommt. Die Entwicklung der palatalen Gaumen-- Konsonanten in Ide. Sprachgemeinschaften (dialektische) k’, g’, g’h in baltischen und slawischen Sprachen haben sich assimiliert. In der litauischen Sprache wurden sie zu §, Z, in der lettischen, preußischen und slawischen —s, z, plg.: liet. šimtas, lat. simts, s. sl. S. 10. S. 11. Satdm, av. S. 100. (deutsch) S. 101. (deutsch) S. 102. (deutsch) S. 103. (deutsch) S. 104. (deutsch) S. 105. (deutsch) S. 106. (deutsch) S. 107. (deutsch) Höhe. Ein Hund, doch. Kanten; 1. Auflage, 1999, S. 100. (englisch) S. 101. (englisch) S. 102. (englisch) S. 103. (englisch) S. 104. (englisch) S. 105. (englisch) S. 106. (englisch) S. 107. (englisch) S. 108. (englisch) S. 109. (englisch) S. 110. srod-5ce, s. rus. sbrd-bce: gr. xupdia, lot. Vorgeschichte cor cordis, het. Karten; Lied. Paišas, pr. parstian (ausgesprochen prastian Voc. 686), s. rus. In: serb.-chorv. Schwein: s..vok. Höhe. Farah, viel. Schweinefleisch, Schweineschmalz, Methilin*, gr. rēpxoc; Lied. Ziema, lat. ziema, pr. semo (sskaitytinas z-), s. sl. In: Winter, H. (Hrsg.): Die Welt im Winter. Yelp, viel. Ha-mim-sidh. geburtsbedingt; 37 „Die Linie der Behandlung §/s stimmt also grob mit der der Behandlung der Gutturalen® überein, A. Meillet, Les dialectes indo-européens, S. 86. 38 A. Martinet, Über einige slawische und atyanische Reflexe des IE s,,,Wort“, 7, 1951, S. 103. 91-95. 86
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57. 58. 59. 60. 61. 62. 63. 64. 65. 66. 67. 68. 69. 70. 71. 72. 73. 74. 75. 76. 77. 78. 79. Reh: gr. 9p, lat. ferus (fiš gh); 1. Aufl., Bd. Birke, serb.-chorv. Birke, s. ind. S. Vok. Höhe. (Hrsg.): Hrsg. v. H. G. H. (Hrsg.): Hrsg. Aus den gegebenen Beispielen geht hervor, dass eine Ide. Einige Sprachen haben Spirante, andere Sprengstoffe in denselben Wörtern. Früher dieser phonetischen Idee. Der Besonderheit der Sprachen wurde große Bedeutung ją beigemessen: nach ide. Die Sprachen wurden in die Dialekte į du Centum und — Satem unterteilt (von den lateinischen und avestischen Namen Centum und Satam). Das erste Mal. Die dialektische Einteilung des Sprachgebietes wurde 1888 von P. von Bradke vorgeschlagen). Dank der Unterstützung von K. Brugman?® ide. Die Unterteilung der Sprachen in kentumische und satemische Dialekte wurde allgemein anerkannt. Nach dieser Einteilung wurden neben den baltischen und slawischen Sprachen auch die indoirischen, armenischen und albanischen Sprachen zu den satemischen Sprachen gezählt, während die griechischen, italienischen, keltischen, germanischen und illyrischen Sprachen zu den kentumischen Sprachen gezählt wurden. — ir Die sprachliche Klassifikation entsprach ide. Geographische Lage der Sprachen: Alle satemischen Sprachen waren ide. Sprachgebio et im — Osten, krankhaft im Westen. Doch langsam wurde es zweifelhaft, ide. ar Auf der Grundlage der dialektischen Unterteilung der Sprachen kann eine Isoglosse der Asibilisierung von palatalen Konsonantir en genommen werden. Die Untersuchung der neu entdeckten ir tocharischen Sprachen der Hethiter hat ergeben, dass sie, obwohl sie geographisch zu den satemischen Sprachen gehören, dennoch verwandt sind. Die Centum-Sair tom-Theorie verlor somit ihr geographisches Argument. Be Elemente der kentumischen Sprachen ir sind in den satemischen Sprachen vorhanden, besonders į in den westlichen (z.B. baltische ir Slawen), o Elemente der Asibilisierung von palatalen Gaumen-Konsonanten sind in den Kantum-Sprachen vorhanden (Bd. Einige Phänomene der Assibilierung in der hethitischen Sprache). In den ir baltisch-slawischen Sprachen wechselt ir der Gaumenkonsonant spirant oft in derselben Wurzel, so dass ein Wechsel liet entsteht. $:k, Z:g slawisch ir s : k, z : g, plg. Lied. Schreien, lat. Ein Ding : zu nennen. Kauen; Lied. Familie : Hof, kdimas; Lied. Ahornsc- : hleif, lat. Kleber; Lied. Schnabel- : schwanzschwanz, lat. Club; Lied. krabbeln, : fluchen; Lied. Schneide, s. ind. Dschma „Stein, Felsen, Himmel“ : lit. In: lat. Stein, gr. ėxpow „Vorhang“; Lied. scharfe : rasiert; Lied. krėšti, krešėti : krėkti, krekėti,lat. Krebs; Lied. Schinken; : Lied. Süd, lat. Hund, pr. sunis lat. : Kuna „Hündin“; Lied. stinkend- : es Blut; Lied. Glühen, s. Bl. Die : heiligen lat. kvitėt; Lied. Kerdžius, pr. kärrdan (acc. singen.) ,, Zeit, Zeit, s. Zeit. Schnecke „Bande; Rinder“ : s. Eingang. Schardhah „Bande“; s. Eingang. 1. Auflage, Bd. Felder; Lied. Geschmackskrankheit (und Kinn), weiß. mjekėr „schlau; Bart“ (aus *smekra-) : s. Eingang. Shmdshru „Bart“ ($- iš s-); Lied. pėkus „,Rinder- ‘“, pr. Gut, gut, gut. Pecu : s. Eingang. Pasih, av. pasu-; Lied. Herz „überdachte Tierhaltung“, S. 11. : s. Grad „Stadt“; Lied. gelb „gelblich“ : gelb: lit. S. 10. S. s. 11. - Das ist : nicht gut. Gattung „Verwandte- “; Lied. kneifen, Zndibyti : kneifen, kneifen; Lied. Arjoti „schreien, schreien; bartis, : muštis“ argdti „schlagen“; 100 mg/m2 Gunsix "Buule, Knolle" : lied. Geißblatt „Knochen- “; Lied. eine : diagonale s. Falle; sl. Brüg6 „krantas“ : av. Barajah- „Berg“ (Bd. s. Vok. Höhe. Berg); sl. s. Kotora „Ginkgo“ :s. Eingang. sdtruh „Gegner“; sl. s. Klonit : s. Russisch. Auf den Rücken s. fallen, ind. Srdyate „(er) schüttelt sich“ ; s. Russisch. svėto: kvėto. * P. von Bradke, Beitrige zur Kenntnis der vorhistorischen Entwicklung unsres Sprachstamms, Giessen, 1888, * K. Brugmann, Grundriss der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen Sprachen, I, 1, p. 542—544, 87
Es gibt Fälle, in denen es in baltischen Sprachen einen Spiranten und in slawischen Sprachen einen Gomurischen gibt, oder in baltischen Sprachen einen Gomurischen und in slawischen Sprachen einen Spiranten, vgl. lit. klausyti, lat. klausit, pr. klausiton „[erhoren, aushören“: s. sl. slušati (aber auch die baltischen Sprachen haben einen Spiranten, vgl. lit. šlovė, šlavinti, lat. slava, slavėt); liet. šėšuras, s. ind. In: ss.ch. Schwiegervater; S. 10. S. 11. Höhe; liet. žąsis, lat. zūose, pr. sansy: sl. *schreckt (russ. 2yc6, lenk.'ges); S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) S. 10. (englisch) 1. Auflage (Hrsg.), Bd. Stern; pr. massi, „kann, kann ich“: s. sl. Kann ir kt. sein. Für diese baltischen und slawischen Sprachen gibt es unterschiedliche Ideogramme. Den Reflexen der palatalen Konsonanten sollte nicht viel Bedeutung beigemessen werden, da diese unterschiedlichen Reflexe auch in den baltischen Sprachen selbst vorkommen. Die Beispiele zeigen, dass es in baltischen und slawischen Sprachen kentumische Elemente gibt. Sie sind also keine reinen Satem-Sprachen. Die baltischen und slawischen Sprachen sind nicht die einzigen satemischen Sprachen, die kentumische Elemente enthalten. In den albanischen, thrakischen und phrygischen Sprachen ist auch ein Wechsel von spiranten und gomischen Konsonanten zu beobachten, in den hethitischen und einigen anderen anatolischen Sprachen ide. k' vor u wird zu s (vgl. ašuwa, „Pferd*- “), obwohl in allen anderen Positionen die velarialen und palatalen Konsonanten übereinstimmen.“ Alle Sprachen, in denen sich Spiranten und Gaumenvokale in derselben Wurzel abwechseln, bilden eine Gruppe von Übergangsdialekten zwischen den östlichen und westlichen Ide-Sprachen. Sprachen. Daher hat Porzig zu Recht zwei Gebiete innerhalb der Zone der Assibilisierung von palatalen Konsonanten unterschieden: das erste, das die indo-iranischen und armenischen Sprachen umfasst, wo die palatalen Konsonanten mit einigen kleinen Ausnahmen vollständig zu Spiranten geworden sind, und das zweite, das die bereits erwähnten Übergangsdialekte* umfasst. Die Besonderheit der sogenannten satemischen Sprachen, dass Spiranten mit gomischen Konsonanten abwechseln, wurde bereits 1904 von E. Cupica bemerkt, der feststellte, dass im westlichen Satemgebiet ein höherer Prozentsatz von Formen mit gomischen Konsonanten existiert als im östlichen®. Denn die slawischen Sprachen sind weiter in die Ide. Die Formen mit gutartigen Konsonanten anstelle von Spiranten sind daher weniger verbreitet.“ Aus diesem Grund baltische und slawische, und auch in anderen id. Über die Entstehung von Kk, g anstelle der erwarteten §, Z bzw. s, z besteht keine Einigkeit. Die meisten Arten der Gattung, z. B. *ggse-Beispiele wurden als "germanische Lehnwörter" betrachtet oder als solche, die ihre phonetische Form durch den Einfluss von kentumischen Sprachen verändert haben*. Da die Formen mit K, g anstelle der erwarteten š, ž (sl. s, z) ziemlich zahlreich sind, scheint es unangebracht, sie als Leihwörter zu betrachten. Wenn man die Füße als Schuldner betrachtet, wären aus Gründen der Konsistenz 8 Bau notwendig. B. UBanos, IlpodjneMa s3bik0B centum H satom, BSI, 4, 1958, S. 19; Xerrcknii a3bik, Mocksa, 1963, S. 90. Einige Forscher (z.B. H. Kronaser, siehe seine Vergleichende Lautund Formenlehre des Hethitischen, Heidelberg, 1956, S. 229) haben jedoch die spiranten Wörter als het bezeichnet. ašuwa „Pferd“, šuwana (acc. sing.) „Hund“ usw. werden eher als Lehnwörter aus indo-iranischen Sprachen angesehen. * W. Porzig, Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebiets, p. 74. * E. Zupitza, Zur Gutturalfrage, KZ, 37, 1904, S. 400. ¢ Anders meint G. Sheveliov, siehe. G. Y. Schewelow, Vorgeschichte der Slawischen Sprache, S. 141—145. 7. Aufl., Bd. K. Būga, RR, II, S. 85–86; zu S. 100. *Horror, siehe Abschnitt 4.4. K. Brugmann, Kurze vergleichende Grammatik der indogermanischen Sprachen, Berlin und Leipzig, 1922, p. 158. * Zum Beispiel, M. Fasmer (REW, I, S. 324) glaubt, dass S. *ząso (vgl. litauisch Gans) wurde durch den Einfluss der germanischen Sprachen verändert, vgl. s. deutsch Höhe. E. Frenkelis (Die baltischen Sprachen, S. 15) behauptet, dass der lit. pėkus, pr. pecku Konsonant k entstanden ist, als der alte baltische Rindername mit š (vgl. lit. pėsti) mit got gekreuzt wurde. faihu „Geld“ (von *peku). 88
Halten Sie Schulden und Ahorn. Es wäre unwahrscheinlich, dass die Weißen, die ihr eigenes Wort schleivas hatten, in genau derselben Bedeutung auch ahorn geliehen hätten. Das Auftreten der Gomuriniy-Konsonanten k und g anstelle der erwarteten § und # (lat., pr. und sl. s und z) haben andere Forscher mit dem disassimilierenden Effekt der benachbarten Konsonanten erklärt. A. Meje behauptete, dass k’ und g’ in den slawischen Sprachen durch s-Einflüsse zu k und g geworden seien?. Hat sich Herr Frenkel der Meinung von Frau May angeschlossen? ?, Ähnlich dachte auch A. Vajanas'- !, indem er sagte, dass -K',g', g'h in baltischen und slawischen Sprachen k, g geworden sind, wenn sie nach s oder š standen. Die Interpretation von A. Meje und A. Vajan'?® lässt die ziemlich häufigen Wechsel von k, g und sh, ž unerklärt. Meinung von Herrn Agralis und Herrn Böge? - Das ist es. k" und g', vor r, in baltischen und slawischen Sprachen unverändert § und Z resp: s und z, vgl. lit. kinkas und s. ind. Schmdrschru. O-Typ schleivas: akvas Wörter, in denen die gutartigen Konsonanten nicht neben r stehen, hielt K. Būga nicht für möglich, aus einer Wurzel zu stammen. Man kann jedoch Formen der litauischen Sprache finden, in denen die Konsonanten k und g, obwohl sie nicht vor r stehen, statt der erwarteten § und ž stehen, vgl. lit. akmué ir s. Eingang. - Das ist nicht gut. + Machek neigt dazu zu glauben? * dass palatale Gaumenvokale vor den glatten Sonaten r, /und vor den hinteren Vokalen (vor dunklen Vokalen) depalatalisiert werden konnten. Die ir Entwicklung der baltischen slawischen Sprachen K, g : š, ž bzw. s, z Noch andere Forscher (A.) Bruckner!®, G. Scheweliow! ", V. Leman®® und andere) versuchten, die Ide zu erklären. Wechsel der velarischen und palatalen Konsonanten (k, g, gh: k’, g', g'h). Bei der Lösung der Frage des Entstehens dieser Konsonantenveränderung stellte V. Leman folgende Tatsachen fest: 1) ide. Die Artikulation der palatalund velarial-gaumenlosen Konsonanten hängt von der Artikulation der nachfolgenden Vokale ab: vor dem gaumenlosen Konsonanten ist die Zunge vorne, vor e o — Zunge hintere Artikulation, vor a ji ist neutral, also nicht-palataliné; Das 2) satam-Phänomen manifestierte sich in diesen Ide. in Dialekten, die das Vokalsystem verfeinert3) en; vor a ir r Niemals K, g', gh. Basierend auf diesen Tatsachen, V. Leman kommt zu dem Schluss, dass die ursprüngliche Ide. Die Opposition der gumoralen Konsonanten der Sprachen früher k : k“ (bzw. g : g“ ir gh :g“h), der o palatale Konsonant, K, der in satemischen Sprachen e, vorher eine Positionsvariante des k Phonems war. Weiter V. Leman glaubt, dass aufgrund der grundlegenden Änderungen in der Stimmsystem (Bd. s. Eingang. a iš Das ist die Idee. e, 0, a; Lied. - Komm schon. o ir a; s. sl. o Er geht. o ira) ein phonematischer ir Kontrast zwischen den velarischen palatal-gaumenähnlichen Allophonen, d.h. * „Der Slawische verwendla et Velar, wenn das le Wort eine Pfeife enthält: gosto hostis, : gasb žąsis“, : — A. In: Indo-Iranian Studies. II. — Drei Anmerkungen zur la Phonetik der Gutturalen, MSL, 9, 1896, p. 347. Siehe auch: A. Meillet, Varia, 2. Auflage. — A Über uns de v. sl. ggss, MSL, 13, 1905 — 1906, p. 243 —245, 19 E. Fraenkel, Die baltischen Staaten. Sprachen, p. 15. ' A. Vaillant, Vergleichende Grammatik der slawischen Sprachen, I, p. 37-38. '* Kritische Anmerkungen zu A. Die Konzepte von Mejés siehe. M. Vasmer, Beitriige zur slavischen Sprache Grammatik, Meillet's I. urslavisches Sibilantendissimilationsgesetz, ZfsIPh, 2, 1925, p. 54—58. '* S. Agrell, baltoslavische Lautstudien, Lund, Schweden 1919, p. 27; K. Biiga, RR, II, p. 217, 223. 14 Solche Wortpaare sind nicht für eine Frau iš bestimmt. Also, ir Ahorn, ir Ahorn wird von separatiš en Wurzeln stammen S$(e)l-eikir (e)l-ei-“, — K. Bögen, RR, II, p. 221. 15 V. Machek, Zur Vertretung der indogermanischen Sprachen Palatal, IF, 53, 1935, p. 89. * A. Brūckner, Die lituslavische Spracheinheit, K Z, 46, 1914, p. 233. 17 G. Y. Shevelov, A Urgeschichte und Kultur of Slavic, p. 141—142. '*« W. P. Lehmann, proto-Indo-European Phonology, Austin, Vereinigte Staaten von Amerika 1964, p. 100—101. 2 W. Lehmann, op. cit., p. 101. oo
kir k' sind Phoneme geworden. Auf diese Weise versucht Leman die Kardinalfrage zu beantworten: Aus welchen Gründen haben die Allophone k und k' einen phonematischen Status erhalten- ??. Lemans Antwort auf diese Frage ist jedoch nicht völlig fehlerfrei: Die vorgetragene Interpretation trifft eher auf die indo-iranischen, nicht aber auf die baltischen und slawischen Sprachen zu, in denen der Gegensatz zwischen den Vokalen der vorderen und hinteren Reihe (zwischen e und a bzw. 0) strikt beibehalten wurde. Wegen der Abwechslung von e und o in den Formen derselben Wurzel (vgl. die Abwechslung von e/o in den Stammwörtern des Verbs) ist nach Lemans Ansicht auch die Abwechslung von palatalen und veliaren Gaumenvokalen in demselben Morphem entstanden. Denn es ist eine Idee. In der Sprachgemeinschaft war der Wechsel der Konsonanten nicht möglich, also musste, nachdem kK’ und k Phoneme geworden waren, entweder der palatale oder der velariale Konsonant verallgemeinert werden. Es kann aber auch sein, dass für einige Formen der palatale und für andere der velariale Konsonant verallgemeinert wurde. Diese Erklärung von W. Lemans für die Entstehung der Veränderung der palatalen und veliaren Konsonanten scheint nur für die Veränderung der Konsonanten am Ende der Wurzel zu gelten (Typ kre-š-ėti: kre-k-ėti). Die Veränderung der Konsonanten am Wortanfang (z.B. sleivas: akmuo) sollte anders interpretiert werden. Die Beispiele, in denen sich die gutartigen und die spiranten Konsonanten abwechseln, können in drei Gruppen unterteilt werden: 1. Die abwechselnden Gaumenund Spiranten der ersten Gruppe können als Formanten betrachtet werden: s. ind. ruūšant-: lit. Zeit, lit. krešėti: krėsti, aržoti: argoti, av. barazah-- :s. sl. Brego; Diagonale: Diagonale, pr. massi: s. sl. können, šliaūžti: sliaūgti. 2. Die zweite Gruppe besteht aus Wörtern, deren gutartige Konsonanten vor den Sonaten stehen, aber von ihnen durch andere Laute getrennt sind: kaūkti: schreien, kiémas: Familie, kermušė: Schlag, lit. herdžius: s. ind. šardhah, lit. kataryti, s. sl. Tierart: s. ind. šdtruh, liet. gardas: žardis, liet. žąsis: sl. *schreckt, lit. geltas: gelb, Gattung: zėntas. 3. Zur dritten Gruppe gehören Wörter, bei denen die gutartigen Konsonanten unmittelbar vor den Sonaten stehen: kl, gl: klausyti: šlovė, kleivas: šleivas, kliūkti: šliaukti, kliūrti: šliūrti, s. sl. kloniti: s. rus. sloniti, klūbas: šlūbas, liet. gūnglė: pr. gunsix; kr:liet. Geschmacksrichtung: s. ind. S. 100, S. 101. svekro: lit. Schnurrbart; km: Stein: Klinge; kn, gn: kneifen: kneifen; agnūs: Ahorn; kj (ki) kv —; (ku), gv: kvaūikšti: verschwenden, s. rus. kvėteo:syčteo, lat. kvitėt: litau. švytėti, poln. Stern: lit. Stern, Schinken: Sumpis, lit. Hund:lat. In: S.I.N.D.. Pdshuh. Aufgrund der Wörter, die der letztgenannten Gruppe zugeordnet werden, könnte man annehmen, dass in den baltischen (und vielleicht slawischen) Sprachen die palatalen Konsonanten k', g' vor den Sonaten depalatalisiert wurden, d.h. K’l(g’l), kr, km, k’nir k’v(k’u) wurde kl(gl), kr, km, kn und kv(ku)® Vor r wird sie sicherlich depalatalisiert sein, denn die litauische Sprache hat keine Verbindungen *š7-, *žr-(ne20 J. Kurytowicz, On the Methods of Internal Reconstruction,,,- Proceedings of the Ninth International Congress of Linguists“, London, 1964, p. 9-36. * Plg, C. Kapanwnac, Įlpesnehmne oTHOWeHNs ČaJITHHCKHX H CJIABSHCKHX SI3bIKOB, S. 8. 90
Lesen, natürlich, geliehen). Es wäre logisch anzunehmen, dass palatale Gaumenvokalen auch gegenüber anderen Sonaten verhärtet wurden — gegenüber /, m, n, aber auch gegenüber j, v. Eine strukturelle Analogie für eine solche Schlussfolgerung wäre das Schicksal von s nach K, r, i, u: der Konsonant s wurde nicht zu š, anscheinend auch in der Position gegenüber Sonaten (siehe S. 84 dieser Arbeit). Die Annahme, dass palatale Gaumenvokale vor den Sonaten depalatalisiert wurden, wird jedoch von vielen litauischen Wörtern widerlegt, die am Wortanfang §l-, žI-, šm-, žm-, šn-, žn-, šv-, žyhaben. Es ist aber auch wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, dass die meisten dieser Wörter vermutlich von onomatopoetischer Herkunft sind, z.B. jene, die mit den Verbindungen šŠšn-, žnbeginnen: šnaržti|šnždėti, šnairas, šnarėti|šnerėti, šnarkšti|šnerkšti, šnarpšti|šnerpšti, šnekėti, Snérvés, šniaūkšti, šniaūkti, šnookšti, šnidti, šnipšti, šnirkštilšnūrkti, šniukštinėti, šnurti, Snopsti; žnaibyti, žnairūs, Znekséti, žnidugti, žniaūkti, žnybti, žniūgti. Somit könnte auch die Veränderung selbst (§/-: kl-, šm-: kmir usw.) durch den onomatopoetischen Ursprung vieler Wörter, die sie enthalten, entstanden sein. Darüber hinaus kann auch die Ansicht von K. Böge richtig sein, dass nicht alle diese Varianten mit einem gutartigen und einem spiranten Konsonanten aus einer Wurzel stammen können: eine Variante mit einem gutartigen Konsonanten kann aus einer Wurzel stammen, und eine Variante mit einem pfeifenden Konsonanten aus einer anderen. iš Aus der Annahme, dass die palatalen Konsonanten vor den Sonaten depalatalisiert wurden (falls sich dies in Zukunft als richtig erweisen sollte), könnten einige Schlussfolgerungen gezogen werden. In der baltischen Sprachgemeinschaft noch vor der Asibilisierung der palatalen Konsonanten neben Formen des normalen Vokalveränderungsgrades (z.B. *k'eu-|*k'ouir *g'er-|g'or-), wobei die unmittelbar vor e und o stehenden palatalen Konsonanten eine regelmäßige Entwicklung haben mussten (d.h. sie mussten sich in šir plg. ž, Shooting-- ir Spiel), es gab Formen mit null Graden der Vokaländerung (z. B. *k'uir *g'r-). In letzteren Formen konnten palatale Konsonanten, die unmittelbar vor u und r standen, depalatalisiert werden, d.h. *Ku-ir *gr-—kuir *gr-(vgl. kū-kti, kii-kti; mit *gr gibt es keine Beispiele). So konnte in den Formen einer Wurzel der Wechsel von palataliniy (> stbiliantik) und veliarischen Konsonanten auftreten. Später konnten sich k und g vor e und 0 und šir ž vor i und u befinden. So konnten Doppelbuchstaben mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung entstehen (vgl. šaūkti: kaūkti, šūkti: kūkti), manchmal auch mit einer gewissen semantischen Differenzierung (vgl. žardis: gardas). Daher könnten die gutartigen Konsonanten der Wörter akmué und agnūs durch die Depalatalisierung der palatalen Konsonanten vor m, n, o Die Wörter ashmud aZnas ir werden die pfeifenden Konsonanten in Positionen gegenüber der iš Vokalposition gebracht haben, wo die palatalen Konsonanten normalerweise assibilisiert werden könnten. Da der Ursprung der Variationen der Konsonanten § und k (bzw. ž und g) sehr unklar ist, können keine Schlussfolgerungen gezogen werden, die die ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen beschreiben. Die gleiche Assibilierung von palatal-gomorischen Konsonanten trat in baltischen, slawischen und indo-iranischen Sprachen auf. Dieser Umstand neutralisiert die Relevanz dieses Phänomens für die Frage der ältesten Beziehungen der baltischen und slawischen Sprachen. Aber die Assoziation von palatalen, konsonanten, die strukturell mit der Veränderung der Konsonanten verbunden waren su s po K, r, i, u (siehe Abschnitt 4.4) 86) legen nahe, dass die baltischen, slawischen und indo-iranischen Dialekte während dieser Veränderungen sprachliche und territoriale Kontakte unterhielten. Andererseits zeigen verschiedene Details dieser Veränderungen, dass die genannten Dialektgruppen zu dieser Zeit bereits autonome sprachliche Einheiten waren. Die Assibilierung der palatalen Konsonanten in den baltischen Sprachen erfolgte vor dem ir Kontakt der baltischen ugrufinischen Sprachen (ihre baltischen UrsprunA gs Schuldner erschienen iš § ir 2). 91
Einige baltische und slawische Sprachgemeinschaften sind Archäismen, andere — Neuerungen der baltischen und slawischen Sprachen, wieder andere — ebenso wie die anderen Sprachen — Neuerungen der baltischen und slawischen Sprachen. Neuerungen, die den Sprachen bekannt sind. Solche allgemeinen Phänomene der baltischen und slawischen Morphologie wie die Flexion des Substantivs, die Flexion der Suffixe *-esti-|*-osti- -, *-lo-, *-er-|*-or-, atematiniy und der thematischen Verben (*-mi, *-si, *-ti, *-0, *-ėi,-) usw. sind von ide geerbt. Sprachgemeinschaft und werden daher als Archäismen betrachtet. Archaismus könnten zum Teil auch nominative Adjektive sein. Er kommt. Veränderung des Konsonanten s nach K, r, i, u (baltisches š, slawisches ch) und ide. Die Umwandlung der palatalen Konsonanten k', g', g'h in baltische š, ž, slawische s, z sind Neubildungen, die auch anderen Ide bekannt sind. Sprachgruppen (Indo-Iranische). Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass diese Phänomene in jeder Sprachgruppe einzeln auftraten. Zu den Phänomenen, die in anderen id. In den Sprachen, die von der Barytonisierung betroffen sind, gehören auch die Barytonisierung von Substantiven mit langer Wurzel (Hirts Gesetz) und die Endung *-4 für den Singular des Substantivs mit o-Stammbaum: Schließlich sind die baltischen und slawischen Sprachen nicht gleich innovativ. Er kommt. Die Veränderung des Diphthongs eu und das Gesetz von de Sosiūras-- Fortunatov sind zweifellos Innovationen der baltischen und slawischen Sprachen. Sie entstanden jedoch parallel in den baltischen und slawischen Sprachen, und zwar ziemlich spät und unter unterschiedlichen Umständen. Die Innovationen der baltischen und slawischen Sprachen, deren Entstehungsbedingungen und Endergebnis absolut identisch waren, sind wie folgt: 1) ide. Umwandlung der Silbensonanten R in iR und uR; 2) die Entstehung der Opposition der Intonationen „akut: zirkumflex“; 3) das Auftreten einiger Adverbialformen (z.B. *-ging-, *-ging-). Diese Neuerungen der baltischen und slawischen Sprachen lassen eine gewisse Epoche der aktiven Kontakte, der Kommunikation zwischen den baltischen und slawischen Sprachen erkennen, mit anderen Worten, eine Epoche der Gemeinschaft. Es stellt sich die Frage, wann diese baltische und slawische Sprachgemeinschaft (bzw. Kontaktepoche) existieren konnte. Unter den Archäologen herrscht die Meinung vor, dass die Vertreter der Kulturen der Kampfäxte und der Schnurkeramik baltische, slawische und germanische Stämme sein könnten." Dies scheint auch durch linguistische Daten unterstützt zu werden. Neuerungen der baltischen, slawischen und germanischen Sprachen, wie die gemeinsame Endung -m einiger Pluralsilben (vgl. lit. rafikoms, s. sl. rąkam*, got. gibom), der Name des Zahlenwortes „tausend“ (vgl. lit. tūkstantis, pr. tūsimtons (acc. pl.), s. sl. Schweigen, Schweigen, got. status), allgemeiner Name für Gold (vgl. lat. zēlts, s. sl. zloto, got. gulp), allgemeines Verb zur Bezeichnung von Herrschaft (vgl. liet. valdyti, s. sl. Regierung, get. Waldan) und zahlreiche andere gemeinsame lexikalische Parallelen lassen vermuten, dass die baltischen, slawischen und germanischen Sprachen in der Vergangenheit sehr eng miteinander verwandt waren, dass diese Sprachen eine Epoche der Gemeinschaft (bzw. des Kontakts) überlebt haben. Kontakte zwischen baltischen, slawischen und germanischen Sprachen müssen in der Zeit existiert haben, in der sich das System der Disjunktion dieser Sprachen entwickelte, der Begriff des Tausends entstand, die ersten Zeichen der Macht waren 1 M. Gimbutas, The Balts, London, 1963, S. 43; A. fl. Bpiocos, O6 skcnaHcHH,,KVJIbTyp c¢ 60eBbiMH TOrnopaMH“ B Kouue III Teicsuenetnst jo H. 5., CA, 3, 1961, p. 14-33, BocTouxas Epona B III Thicauenetun jo H. 3. (dTHoreHeruuecknii ouepk), CA, 2, 1965, S. 47-56; IT. H. Tperbakos, ®unHo-yrpel, 6antel u caassive Ha uenpe un Boare, M.—JI., 1966, S. 103. 69-73. * W. Porzig, Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebiets, p. 140—143. 92
: ia ta mit Metallen (vgl. noch aus der gemeinsamen Quelle, aber von jeder Sprachgruppe getrennt entlehnten Namen des Silbers: lit. sidūbras, rus. cepe6po, got. silubr). All dies zeigt die Archaizität der baltischen, slawischen und germanischen Sprachkontakte und widerspricht nicht ihrer Datierung auf das 3. Jahrtausend v. Chr. Das ist die Art und Weise. Die Dialekte des nördlichen Areals, aus denen später die baltischen, slawischen, germanischen und andere Sprachen hervorgingen, könnten ein Vokalsystem aus fünf kurzen (i, u, e, o, a) und langen (i, i, é, 0, a) Vokalen, vollständige Silbensonanten R, ein dreireihiges Konsonantensystem (bh —b —p, dh —d —t usw.), Oppositionen der Gaumen-- Konsonanten k“ —k, g* —g und an bestimmten Positionen noch nicht ausgestorbene Larynx-Konsonanten gehabt haben. Man muss feststellen, dass es noch unklar ist, ob es eine Opposition zwischen den kurzen Vokalen o und a gab, da die baltischen, slawischen und germanischen Sprachen diese beiden Vokale nie unterschieden haben. Die dialektische Gemeinschaft der Balten, Slawen und Germanen wird auch .freie phonetische Betonung. Aber ich bin da. Die Dialekte des nördlichen Areals zeichneten sich durch ein einheitliches phonologisches Muster aus, zwischen den baltischen, slawischen und germanischen Dialekten bestanden bereits alte und bildeten sich neue (besonders in der Morphologie) strukturelle Unterschiede. Diese Behauptung wird vielleicht auch dadurch unterstützt, dass die baltischen und slawischen Sprachen unterschiedlich eng mit den germanischen Sprachen verwandt sind: Die baltischen und germanischen Sprachen sind durch mehr Isoglossen miteinander verbunden als die slawischen und germanischen Sprachen. Neuerungen der baltischen und germanischen Sprachen sind die Zahlwörter „erster“ (vgl. lit. pirmas, got. fruma, s. englische Form mit dem Suffix *-mo-; slawische Sprachen haben hier das Suffix *wo-, plg. s. sl. prove, s. ind. piirvah), „elf“, „,zwölf“ (vgl. lit. vienuo-lika, dvy-lika, got. Ain-lif, twa-lif, s. vok. Höhe. ein-lif, zwei-lif, wobei die zweite Komponente mit dem Ide verbunden ist. Die Konstruktion aus der Wurzel */eig“ -,,(zu)lassen‘‘), die gleiche erste und zweite Person des Plurals der Pronomen (vgl. lit. žem. vėdu, got. wit< *ue-dyuo; lit. jüdu, got. jut < *iu-duo), gemeinsame Konstruktionen zur Bezeichnung von Naturphänomenen (vgl. lit. sniėgas drimba, lat. sniėgs drébj, s. isl. drifr snaer) und reichhaltige Wortschatzgemeinschaften (vgl. z.B. das Bewegungsverb lit. žefigia und s. englische gengan)*, zeigen, dass die baltischen und germanischen Dialekte unmittelbar aneinander grenzten und dass ihre Kontakte aktiv und langlebig waren. Diese markanten Neuerungen der baltischen und germanischen Sprachen lassen vermuten, dass es sogar eine baltische und germanische Sprachgemeinschaft gab. im Rahmen der Dialekte des nördlichen Verbreitungsgebietes. In den baltischen und germanischen Sprachen haben sich die Zahlwörter „erster“, „elf“ und „zwölf“ gebildet, das gemeinsame baltische und germanische Lexikon bezeichnet primitive Lebensbedingungen, in diesen Sprachen gibt es keine soziale Terminologie?, — all dies zeigt, dass die baltischen und germanischen Sprachgemeinschaften sehr archaisch sind und dass ihre Kontakte, möglicherweise Objekte, älter sind als die baltischen, slawischen und germanischen Kontakte. Diese Annahme wird durch die Tatsache verstärkt, dass die baltischen und germanischen Neuerungen vor der Palatalisierung und Assibilierung der gutartigen Konsonanten entstanden sind (vgl. auch die bereits erwähnten litauischen žefigia und englischen gengan). Das Verhältnis zwischen slawischen und germanischen Sprachen ist nicht so innovativ: Diese Sprachen haben vor allem lexikalische Neuerungen® gemeinsam. * Für aktuelle Arbeiten siehe. W. Porzig, Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebietes, S. 145—147; H. C. Yemonanos, K Bonpocy o repMaKHo-GaJiTHACKHX S3bIKOBBIX CBSA3SX, „Bonpocti repmanckoro si3biKO3HaHHS“, 1961, S. 68—87; CpanBuureJibuas: rpamMmaTHKa repMaHCKHX S3bIKOB, I, p. 70-79. 4 CpaBHuTeNbHAS TpaMMaTHKA TEepMAHCKHX S35IKOB, I, S. 78—79. * W. Porzig, Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebiets, p. 143—145; CpaBHnTeJ/ibHasi TpaMMaTHKA TepMaHCKHX AI35IKOB, I, p. 79—81; O. H. Tpy6aues, Pemecaennas TepMHHOJIOTHS B CJIABSHCKHX si3bIKAX, M., 1966. 93
Die Analyse der baltisch-germanischir en, slawisch-germanischen und baltisch-slawisch-germanischen Isoglossen scheint zu dem Schluss zu führen, dass die baltisch-slawischen ir Sprachen wahrscheinlich aus unterschiedlichen Ideen entstanden iš sind. Dialekte des nördlichen Gebietes der Sprachgemeinschaft. Iš Anfangsdosis "Baltische" Dialekte konnten engere Kontakte pflegen su „germanische“ Dialekte. Für den Fall, dass die baltischir en slawischen Sprachen iš aus einer einzigen Ide hervorgegangen wären. Die baltisch-germanischen Isoglossen hätten sich wahrscheinlich nicht entwickelt: Sie hätten das Gebiet der slawischen Sprachen umfasst. ir | Baltic ir Die Annäherung der "slawischen" Dialekte könnte mit der baltisch-slawisch-germanischen Gemeinschaft begonnen haben (bzw. Kontakte- ). Be Durch die gegenseitige Begrenzung und Kontakte konnten sich separate baltisch-slawische Isoglossen entwickeln. ir Eine durchaus mögliche Sache, dass die baltisch-slawisch-germanischen Gemeinschaften (bzw. Während der Kontakte) begannen die baltisch-slawischen Dialekte, ir neben den Adjektiven häufiger das anaphorisch-demonstrative Pronomen zu verwenden, begann die Transformation einiger Elemente des indoeuropäischen morphologischen Systems (,,Baltisierung* ir „Slawisierung“), entstanden die ersten baltisch-slawischen Wortgemeinschaften. In dieser Zeit könnten sich einige unterschiedliche Phänomene in den baltisch-slair wischen Sprachen entwickelt haben, zum Beispiel die baltische sigmatische Zukunftsform und der slawische o sigmatische — Aorist. Im su Zusammenhang mit ir der Migration von Vertretern der Kampf-Axe-Schnur-Keramik-Kulturen 3. Jahrtausend v. Chr. m. e. Ende ir II Jahrtausend v. Chr. m. e. Anfang der Weißen, slavų ir Eine germanische Sprachgemeinschaft, die im 1. Jh. v. Chr. existierte. Sprachgemeinschaft im nördlichen Verbreitungsgebiet zerfiel. Es beginnt eine neue Epoche der ir ältesten Beziehungen der baltisch-slawischen Sprachen. II Jahrtausend v. Chr. m. e. In der ersten Hälfte ir scheinen die baltisch-slawischen Dialekte eine Zeit besonders enger Kontakte überlebt zu haben. Obwohl nach archäologischen Daten die Weißen Slawen zu dieser Zeit ir besetzten große Teile des ir Nordostens In den europäischen Gebieten, muss man zugeben, dass zu dieser Zeit die ir weißrussischen slawischen Dialekte stark angenähert wurden. Das II Jahrtausend p. m. e. Auf der westlichen Seite ir konnten die Kontakte der baltisch-slawischen Dialekte besonders eng sein, was nur die ne erwähnten baltisch-slawischen ir Neuerungen zeigen, die wahrscheinlich zu dieser Zeit entstanden sind, aber die ir baltischen und slawischen ir Beziehungen in den indo-iranischen Sprachen. su Solche Isoglossen der ir baltischen, slawischen indo-iranischen Sprachen als Ursprung des Singulars von persönlichen Pronomen (Bd. Lied. Darm. Mann, s. Mann. Ich, ich, ich. mana), Pronomen *Seine Verwendung in su Substantiven, id. Konsonant s po k, r, i, u Die Veränderung, die Assibilisierung der ir palatalen Konsonanten der reichhaltigen Wörterbuchgemeinschaft* lässt vermuten, ir dass in der Vergangenheit die Gebiete der ir baltischen, slawischen indo-iranischen Dialekte angrenzen und diese Dialekte gewisse Kontakte unterhielten. Diese Kontakte gehen auf das Jahrtausend v. Chr. zurück. II m. e. Die erste Hälfte". Zweifellos sind die Kontakte der ir baltischen, slawischen indo-iranischen Sprachen einige Jahrhunderte später als die der baltischen, ir slawischen germanischen. Bei der Frage nach ir den ältesten Beziehungen der baltischen Slawischen Sprachen ist die Tatsache von Bedeutung, dass die ir baltischen Indo-Iranischen Sprachen fast genauso nahe verwandt sind wie die ir slawischen Indo-Iranischen Sprachen, mit anderen Worten, die ir baltischen Slawischen Sprachen sind gleich weit von den indo-iranischen Sprachen entfernt. Diese Tatsache scheint zu zeigen, dass das II Jahrtausend v. Chr. m. e. In der ersten Hälfte (d.h. ungefähr zwischen 2000—1500 m. 100 mg/m2 m. e.) Bal6 H. Arntz, Sprachliche Beziehungen zwischen Arisch und Balto-Slawisch; W. Porzig, Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebiets, p. 164—169. 7 W. Porzig, op. cit., p. 169. 8 W. Porzig, op. cit., p. 169. 94 ,
Diese Dialekte näherten sich den slawischen Dialekten an. In den Systemen der baltischen und slawischen Dialekte dieser Zeit konnten folgende Veränderungen auftreten: Die Opposition zwischen den lauten und lauten aspirierten Konsonanten wird beseitigt (b: bh>b usw.); Silbensonanten werden umgewandR elt iR ir uR; Entstehung von Intonationsgegensätzen („Akit-Cirkumfle- : ks®“); Einige neue Suffixe erscheinen (z.B. *-éjoir *-tajo-); Die abbildenden palatalen Konsonanten k', (lit. g’ §, Z; sl. s, 2); Die Idee hat sich geändert. s po K, r, i, u (Lied. š, sl. ch). Einige dieser Phänomene (gomuriniy Konsonanten Asibiliation, id. s Die ir morphologischen Merkmale der baltischen, slawischen und indo-iranischen Sprachen (z.B. die Veränderung des Kehlkopfes, der Ausfall der Kehlköpfe) mussten also in der Zeit entstanden sein, als die drei genannten Dialektgruppen Kontakte unterhielten, d.h. im 2. Jahrtausend v. Chr. m. e. In der ersten Hälfte. Er kommt. s po Kk, r, i, u ir Die Veränderung der palatalen Konsonanten, die wahrscheinlich in den ir baltischen, slawischen indo-iranischen Dialekten einzeln stattfand, bestätigt die hier implizite Annahme, dass es zu dieser Zeit bereits eine gewisse Autonomie der Ide gab. Dialekte. Be Allgemeine baltische, slawische ir Indo-Iranischen Isoglossen, natürlich, zu der Zeit (2. Jahrtausend v. Chr.) m. e. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts musste es zu einer ir getrennten Isoglosse der baltisch-slair wischen Sprachen kommen, die ir in der baltisch-slawischen Sprachgemeinschaft erwähnt wurde — eine Veränderung der Silbensonanten, das Auftreten neuer artikulatorischer Morpheme und Lexika und eine Opposition der Intonationen, die anscheinend durch das Verschwinden der Kehlköpfe entstanden ist. Die Entstehuir ngszeit dieser balto-slawischen Innovationen ist unbekannt. Wir haben keine Daten, die uns helfen könnten, genau festzustellen, wann z.B. solche baltisch-slawischen Suffixe ir wie - Ja, das ist es. Auf die to Frage, warum diese Baltų ir Die Entstehungszeit der slawischen Sprachinnovationen geht jedoch auf das JahrtauseII nd v. Chr. zurück. m. e. Die erste Hälfte. Wenn man beispielsweise ir behauptet, dass die Opposition der harten harten aspirierten ir Konsonanten durch das Auftreten von Intonationen, die durch den Fall der Kehlköpfe beseitigt worden waren, ir beseitigt wurde, wird die Gleichzeitigkeit des Auftretens der Intonationen mit dem Untergang der Kehlköpfe besonders offensichtlich. Iš Die SilbensonanR ten, die iR ir uR während der Intonationsbildung entstanden waren, wurden bereits als Diphthonge behandelt, so dass man vermuten muss, dass sich die Silbensonanten vor dem Entstehen der Intonationen verändert haben. Das bedeutet, dass alle diese Phänomene ungefähr zur gleichen Zeit oder unmittelbar nacheinandpo er aufgetreten sind. Da die ir Veränderung der Silbensonanten, ir der Ursprung der ir Intonationen, die Entstehung der Funktionsmorpheme *-ėjo-, *-tūjos die Neubildungen der baltischen ir slawischen Sprachen waren, kann man davon ausgehen, dass sie ungefähr zur gleichen Zeit entstanden sind. Da die Gründe für die ir Entstehung der genannten baltoslawischen Neuerungen und die ir Bedingungen für die endgültigen Ergebnisse ir in den baltoslawischen Sprachen identisch waren, ist davon auszugehen, dass diese Neuerungen zu einer Zeit entstanden ir sind, als die baltoslawischen ir Kontakte am aktivsten waren. Die Tatsache, wenn es geht. s po Kk, r, i, u Während ir der Assibilisierung der palatalen Konsonanten des ir Wechsels behielten die baltischen, slawischen indo-iranischen Dialekte o einige Kontakte sowie fast identische tų ir Der Grad der Verwandtschaft der slawischen Sprachen zu den indo-iranischen Sprachen zeigt ir die aktivsten engen Beziehungen ir der baltischen slawischen Dialekte im Jahrtausend v. II Chr. m. e. In der ersten Hälfte. Das Erscheinen ir von Innovationen in baltisch-slawischen Sprachen kann daher 95