Lietuvių kalbos galininko su dalyviu poziciniai modeliai
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BALTŲ KALBŲ VEIKSMAŽODŽIO TYRINĖJIMAI LIETUVOS TSR MOKSLŲ AKADEMIJA
V. AMBRAZAS
STELLUNGSMODELLE DES LITHAUISCHEN AKKUSATIVS MIT PARTIZIP
0.1. Obwohl die Wortstellung im Litauischen vergleichsweise frei ist und gewöhnlich nicht als eindeutiger Indikator syntaktischer Funktion gilt, kann sie in bestimmten Fällen, etwa bei der Unterscheidung attributiver und prädikativer Wortbeziehungen, eine differenzierende Bedeutung erhalten. Der Umstand, dass attributive Adjektive und Partizipien im Litauischen gewöhnlich vor dem Bezugswort stehen, ermöglicht es in vielen Fällen, ihre Funktion zu bestimmen und ihre Beziehungen zu anderen Wörtern festzustellen. So unterscheiden wir in der Schriftsprache allein anhand der Wortstellung die attributive Verbindung schöner Abend von der prädikativen Konstruktion der Abend ist schön. Diese Wortstellung beruht offenbar auf der allgemeinen Neigung, Wörter, die prädikative Beziehungen ausdrücken, postpositionell zu verwenden; andererseits zeigt sie einen weit fortgeschrittenen Prozess der Bedeutungsdifferenzierung nominaler Konstruktionen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Litauische deutlich von vielen Sprachen, in denen attributive Adjektive und Partizipien ebenso wie prädikative gewöhnlich nach den Bezugswörtern stehen1.
Auch in halbprädikativen Konstruktionen, d. h. solchen, in denen die durch eine wechselseitige Beziehung verbundenen Wörter nicht das Satzgerüst bilden, spielt die Wortstellung eine wichtige Rolle. Die vorherrschende Ausdrucksform halbprädikativer Beziehungen im Litauischen sind Partizipien sowie ihnen nahe stehende Halbpartizipien und Gerundien.
Ziel dieses Artikels ist es, den Zusammenhang zwischen Wortstellung und syntaktischer Funktion in halbprädikativen Akkusativ-mit-Partizip- und Akkusativ-mit-Gerundium-Konstruktionen (sog. accusativus cum participio) zu untersuchen. Diese Konstruktionen, die in den älteren Schriften seit dem 16. Jahrhundert reichlich belegt sind, sind nicht nennenswert vom Einfluss anderer Sprachen geprägt2; ihre Entwicklung lässt sich vielmehr über den gesamten Zeitraum der Schrifttradition hinweg verfolgen. Dies ermöglicht es, die Rolle der Wortstellung beim Ausdruck halbprädikativer Beziehungen auch diachronisch zu untersuchen und zu betrachten, wie die Veränderung der syntaktischen Beziehungen zwischen den Konstruktionselementen mit ihrer Position zusammenhängt.
0.2. In der Akkusativ-mit-Partizip-Konstruktion unterscheiden wir drei Hauptglieder: ein verbales (V), ein nominales (N) und ein partizipiales Glied (P). Alle drei Glieder sind Bestandteil der Verbalphrase. Das nominale und das partizipiale Glied, die durch eine halbprädikative Beziehung miteinander verbunden sind, sind gemeinsam dem verbalen Glied untergeordnet. Beispielsweise ist in der Konstruktion ich sehe den Vater heimkommen dem Verb sehe nicht nur das Substantiv den Vater untergeordnet, sondern auch das Partizip heimkommend, denn die Funktion keines der beiden entspricht der Funktion der gesamten Verbindung aus Nomen und Partizip3.
1 Plg. J. Greenberg, Universals of Language, Cambridge (Mass.), 1966, p. 85, 100 tt. 2 Žr. aut., „Lietuvių kalbotyros klausimai“, XI, p. 56—57. 3 Šiuo atžvilgiu vardažodžio ir dalyvio galininko formų santykiai atitinka egzocentrinius santykius, plg. L. Bloomfield, Language, New York, 1933, p. 194; B. Bloch and G. L. Trager, Outline of Linguistic Analysis, Baltimore, 1942, p. 76; Л. С. Бархударов, Структура простого предложения современного английского языка, М., 1966, p. 39—40.
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Die Stellung der Konstruktionselemente ist in vielen Fällen relevant. Besonders wichtig ist die Position von P in Bezug auf N. So neigen wir dazu, die Konstruktion ich sehe heimkommend den Vater vor allem wegen der unterschiedlichen Position dieser Glieder anders zu interpretieren: Steht das Partizip vor dem Nomen, wird es mit ihm als Attribut verbunden und hat keine direkte Beziehung zum Verb (es sei denn, dieser Zusammenhang wird durch den Kontext oder die Intonation angezeigt). Ein postpositives Partizip dagegen ist dem Nomen gewöhnlich nicht untergeordnet, sondern verhält sich zu ihm ähnlich wie ein Prädikat (vgl. ich sehe: Der Vater kommt heim). Somit ist die halbprädikative Funktion des Partizips in dieser Konstruktion in vielen Fällen durch seine postpositive Stellung bedingt. Eine entsprechende Rolle der Position lässt sich auch in den betreffenden Konstruktionen anderer verwandter Sprachen beobachten4.
1.1.0. In der heutigen Literatursprache ist der Gebrauch des Akkusativs mit Partizip bereits recht eingeschränkt; außerdem wird hier anstelle des Partizipialakkusativs meist ein Gerundium verwendet. Am breitesten ist diese Konstruktion in den Schriften des 16.–17. Jahrhunderts belegt, wo sie sich durch eine sehr vielfältige Struktur und einen großen Anwendungsbereich auszeichnet. Daher empfiehlt es sich, bei der Untersuchung der Position ihrer Glieder zunächst die Belege aus den älteren Schriften zu überblicken.
In den Schriften des 16.–17. Jahrhunderts sind alle sechs möglichen Stellungsmodelle einer dreigliedrigen Konstruktion vertreten. Außerdem finden wir dort auch beide möglichen Modelle einer zweigliedrigen Konstruktion (ohne ausgedrücktes N). Die quantitative Verteilung dieser Modelle in verschiedenen Texten zeigt Tabelle 4.
Aus den Tabellendaten geht hervor, dass Konstruktionen mit postpositivem P gegenüber N in den älteren Schriften nicht nur überwiegen, sondern etwa 95% aller Fälle (einschließlich der zweigliedrigen) ausmachen. Die postpositive Stellung des Partizips ist somit ein sehr deutlicher Indikator seiner halbprädikativen Funktion.
1.1.1. Am häufigsten steht in der Akkusativ-mit-Partizip-Konstruktion das Verb an erster Stelle, darauf folgt der Akkusativ des Nomens (Pronomens), und den dritten Platz nimmt das Partizip ein. VNP ist das Hauptstellungsmodell dieser Konstruktion; in den älteren Schriften ist es mit 84,9% aller Beispiele vertreten. Stilistisch ist es neutral und nicht durch besondere Merkmale des Satzbaus oder des weiteren Kontexts bedingt.
Wenn du siehst, dass die Syrer mich überwältigen, dann komm mir zu Hilfe BrB I Kron 20, 12 (Wenn mir die Syrer zu starck werden LB)⁵. Ich hörte, dass Philipp das Schreiben gut gelernt hatte BrP I 316. Der menschliche Verstand stellt sich vor, dass diese Welt für immer bestehen bleibt MT 235 – 235a. (Der Lehrer) zeigt, dass seine Lehre leicht erfüllt und ausgeführt werden kann (pokazuia / że náuka ich tacno może byddź wypetniona) SP II 136. Seine Söhne erheben sich und preisen sie selig VEE 1693 (IRe Soene… preisen sie selig LB).
Die herausragende Stellung dieses Modells lässt sich durch allgemeinere Regelmäßigkeiten der litauischen Wortstellung erklären. Die Stellung von N nach V wird durch die für das Litauische typische Postposition des objektiven Akkusativs gegenüber dem Verb bedingt, die Stellung von P nach N durch die bereits erwähnte Postposition des prädikativen Glieds.
Die übrigen Stellungsmodelle sind im Unterschied zum Hauptmodell mit bestimmten strukturellen und semantischen Besonderheiten verbunden; daher empfiehlt es sich, sie gesondert zu erörtern.
4 Plg. D. Müller, Studies in Modern Syntax, Winterthur, 1957, p. 33, 44; B. E. Коваленко, Именные средства выражения предикации, Львов, 1969, p. 173.
5Der Artikel verwendet dieselben Quellenabkürzungen wie die vom Institut für Litauische Sprache und Literatur herausgegebene „Grammatik der litauischen Sprache“ (I—1965, II—1971); lediglich J. Bretkūnas’ Bibel (1579—1590) wird mit BrB, die Postille (1591) mit BrP und das Gesangbuch (Giesmes Duchaunas, 1589) mit BrGD bezeichnet. Die Abkürzung LB bezeichnet die Ausgabe von 1549 von M. Luthers Bibel (Wittemberg, Hans Lufft), W die sechste Ausgabe von J. Vujekos Kleiner Postille (1617).
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1.1.2. Modell NVP, dessen Beispiele 5,8% ausmachen und das nach Häufigkeit den zweiten Platz einnimmt. In vielen Beispielen ist die Voranstellung von N vor V durch den Satzbau klar motiviert. Das nominale Satzglied besteht hier häufig aus dem Akkusativ des Pronomens welcher, das als verbindendes Wort eines Nebensatzes fungiert und diesen daher einleitet. Diese Funktion des Pronomens welcher lässt seine Verwendung nach dem Verb überhaupt nicht zu, z. B.:
Ist das euer Sohn, den ihr für blind geboren erklärt? BrB Jon 9, 19. Die Juden, die Ambrosius S. als solche erwähnt DP 4567. Wir lesen über Saul, den König, von dem die Schrift sagt, dass er zwei Jahre über Israel geherrscht habe SP I 13612. Und die erste Stimme, die ich mit mir reden hörte, sprach wie eine Posaune ChB Apr 4, 1.
Aus demselben Grund wird auch die als verbindendes Wort fungierende Form des Pronomens kas präpositionell verwendet, z. B.: nieko notguldinedami iżg to ką riagimę santi duszios' sawoms' naugingo (sic!) DP 51215.
In den übrigen Beispielen, die das Modell NVP repräsentieren, bilden ebenfalls meist Akkusative verschiedener Pronomen (insbesondere des Pronomens der 3. Person jis) das nominale Glied. Sie verweisen auf Begriffe, die im vorangehenden Satzteil oder im vorhergehenden Satz erwähnt wurden, und verknüpfen so die Konstruktion mit dem Kontext. Diese für Pronomen typische Beziehung zum vorangehenden Kontext motiviert auch ihre häufigere präpositionelle Stellung in Akkusativ-Partizip-Konstruktionen.
Der Geist hat nicht Fleisch und Blut, wie ihr mich seht, dass ich es habe DP 19414 (iāko widžičie že ia mam W 330), ebenso MP 16836. Dann siehst du sie, die arm gewesen ist, als hätte sie nicht einmal ein eigenes Köpfchen gehabt SE 7523. Der Geist gehört keinem anderen, sondern allein den Aposteln Christi; denn so nennt der Evangelist die Versammelten in unserem Haus BrP II 141. Eine andere wirst du wieder aus einer einfachen und armen Familie geboren finden BrP II 2767.
Aufgrund des Bezugs zum vorhergehenden Kontext werden auch Wortgruppen aus Demonstrativpronomen und Substantiven präpositionell verwendet, z. B.:
Der Herr … war betrunken. Diese Frau wird schwanger sein … Und diese Frau Maria, sagt Lukas, sei aus dem Hause Davids … BrP I 334. Groß war die Schande der Frau wegen ihrer Sünden … nicht fruchtbar zu sein … Eine solche Frau, sagten die Juden, sei wie von Gott verflucht BrP II 263. Wir nennen jenen Menschen körperlich vom Teufel besessen, der … schwer zu quälen ist BrP LI 280.
N wird auch aus stilistischen Gründen präpositionell verwendet. In ungewohnter Stellung wird es stärker betont und hervorgehoben. In Versen wird seine präpositionelle Stellung mitunter auch durch Erfordernisse von Rhythmus und Reim bestimmt.
Denn vier Männer sieht er losgebunden im Feuer umhergehen BrB Dan 3,25 (im Original anders: Sehe ich doch vier Männer loß im Few er gehen LB). Und als Saul David hinausgehen sah, sprach er BrB I Sam 17,55 (Da aber Saul David sahe ausgehen LB). Die Knechte fanden das Kind gewickelt und in der Krippe liegend, nicht … BrP I 96. Der Knecht sagte, dass er es dort in der Krippe liegen ließ RG 184. …Der, der uns in solchen Umständen niedergelegt hat, weiß, dass wir nicht vermögen, es zu ertragen Mž 563 (GCh II).
In Übersetzungstexten könnte N stellenweise auch unter dem Einfluss der Sprache der Originale an den Anfang der Konstruktion vorangestellt worden sein. So ist beispielsweise in den Postillen von M. Daukša und der anonymen Postille von 1600 die Wortstellung in fast allen Beispielen, die das Modell NVP repräsentieren, dieselbe wie an den entsprechenden Stellen in den Postillen von J. Vujek und M. Rėjus.
Ähnlich auch DP 32, 34, 374.6483131
Ähnlich auch BrP II 97, 248, I 161, 302–303 u. a.7
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Das NVP-Modell ist also in den alten Schriften inversiv. Meist wird es durch die Satzstruktur und Besonderheiten des weiteren Kontextes bedingt oder ist stilistisch markiert. 1.1.3. Das Modell NPV ist das dritthäufigste (4,2%). Es wird gewöhnlich verwendet, wenn die Verbindung aus N und P stärker betont oder mit dem vorangehenden Satz, einem Satzglied oder einem Teil davon verknüpft werden soll. Den inversiven Charakter dieses Modells bedingt die bereits erwähnte Neigung des Litauischen, Objektkasus oder Objektkonstruktionen hinter das Verb zu stellen.
…Es ist geboten, Christus zu kennen … auferstanden. Und unseren Herrn … der auf Erden weder Verwesung noch Verderben sehen wird, sondern … von den Toten auferstanden ist; dies wissen wir gewiss aus diesen sechs Dingen BrP II 7. Und diejenigen, die ihn dabei ertappt hatten, als er Holz sammelte, brachten ihn her BrB IV Moz 15 (Und die in drob funden hatten | da er holtz las LB). Er befahl, dass Hetmona … auf die Erde kommen solle, um ihnen Bericht zu erstatten KN 13913. S. Powilas … die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig in ihm wohnend MT 2718. Die Irrlehre des Aristoteles und anderer Philosophen wird verworfen, die behaupteten, die Welt sei von Ewigkeit her gewesen und werde ewig fortbestehen MT 4617.
Manchmal wird das Modell NPV auch durch die Verbindung des Verbs mit nachfolgenden Konstruktionen bedingt, z. B.: Die Menschen wissen von Anfang an, dass die Welt krank ist und auch jetzt krank ist, jeder weiß es nicht nur aus der geschriebenen Schrift, sondern auch aus der Erfahrung eines jeden Einzelnen BrP II 459; auf diese Weise wird ein großer Abstand zwischen der Verbindung aus P und N und V vermieden.
Auf den Bezug des an den Satzanfang gerückten N zum vorausgehenden Kontext weisen auch die vor dem Substantiv stehenden Demonstrativpronomen hin, z. B.:
Doch er kam in schlichter und bettelhafter Gestalt … Denn diese erste Ankunft hatten die heiligen Propheten als eine von Armut gezeichnete vorausgesagt BrP I 8–9. Jene glauben nur an dieses Leben DP 58431 (tylko ten žywot byc wierzą W 995). Doch den Litauern ist eine solche Sache nicht gesagt worden | ich weiß es nicht BrP II 517.
Die Voranstellung eines nominalen Satzglieds an den Anfang der Konstruktion kann durch die Satzstruktur bedingt sein, beispielsweise in Fragesätzen oder Sätzen mit der Form einer indirekten Frage.
Wen sagen die Leute, dass ich sei? BrB Luk 9, 18 (im Original anders: Quem me dicunt esse turbae?). Und wen meint ihr, dass ich sei (465) , sagt ihr? DP 465–466 (kim mě byč powiádácie W 776). Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend vorfindet SE 28822.
Dennoch wird bei der Voranstellung eines nominalen Satzglieds häufiger das Modell NVP gewählt. Manchmal ist die NPV-Stellung durch das Bedürfnis nach einer symmetrischen Anordnung der Satzglieder bedingt, z. B.: Du, Maria, hast zuerst den Engel weder gesehen noch ihn sprechen hören; vor mir und meiner Rede erschrakst du immer wieder. BrP I 336. Und der Wächter, als er erwacht war und die geöffneten Gefängnistüren gesehen hatte, zog sein Schwert ChB Apd 17, 27.
In den alten Schriften ist das Modell NPV sehr ungleichmäßig verteilt (vgl.: 1% BrB, 4% BrP und 11% DP, 20% SE, 22% MT). An manchen Stellen lässt sich die größere Häufigkeit dieses Modells teilweise durch den Einfluss der Originale erklären. So ist es beispielsweise am weitesten in S. Vaišnoras’ Übersetzung der „Žemčiūga“ aus dem Lateinischen verbreitet, in der die Verbpostposition nach accusativus cum infinitivo (wie generell nach Objektkonstruktionen) sehr üblich ist. In M. Daukšas Postille entsprechen die Beispiele des NPV-Modells hinsichtlich der Wortstellung meist den Konstruktionen des polnischen Originals. Das bedeutet natürlich keineswegs, dass dieses Modell entlehnten Ursprungs ist.
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In allen drei bislang besprochenen Modellen steht P nach N. Fälle mit präponiertem Partizip machen nur 3,2% aller Beispiele aus. Sie verdienen vor allem deshalb Beachtung, weil das Partizip, das eine halbprädikative Funktion hat, hier eine für ein attributives Wort typische Stellung einnimmt.
1.1.4. Das Modell VPN ist in vielen Schriften des 16. und 17. Jahrhunderts belegt. Obwohl es selten ist, ist es doch durch Konstruktionen mit Partizipialformen beider Arten und verschiedener Tempora vertreten.
a) Gleich… eilends nach Hoitmanump, damit sie zu ihm kämen; dann wolle er sich eine große Belohnung und Geschenke geben BrB Mak 16, 19. Denn wann immer sie daran dächten, so viele Übeltaten begangen zu haben Vln 6—7. Ebenso müssen wir … annehmen … Leib und Blut | wie wir alle wahren Christen dabei sehen BrP II 414.
b) Wir taten es ebenso | wie wir hier diese Zöllner und großen Sünder tun sehen BrP II 225. Denn manche meinten | dass Jesus zu dem Sünder sprach, der sich elend fühlte SE 248₁₈.
c) Wen führst du durch deine Verlockungen dazu, dem ewigen Leben nachzufolgen? MT 253₁₄. Wissend, dass nach neun Tagen das Fest sein wird BrP Ip 356. Es wird gesagt und vor den Engeln verkündet … stets auf Erden … die kommenden (90) und bleibenden Menschen. BrP I 90—91.
d) Lasst uns fest glauben | dass uns wahrhaftig alle Sünden vergeben werden BrP I 263. Wer sich damals nicht selbst die Vergebung der Sünden zuteilwerden ließ MT 138₁₈. Höre | ohne Werke, aus unverdienter Barmherzigkeit Gottes, werden die Sünden vergeben MT 72₁₁.
e) Als Salna das abgeschlagene Haupt des Holofernes hörte, erschrak sie BrB Judit 15, 1. Mahieius… schreibt | Über Christus hergebracht einen Mann, der an Knochenschwund leidet. Es sind Stricke… über die der hl. Petrus schreibt und sagt, dass mit ihnen die bösen Engel oder Teufel gebunden seien (powiada… związane byc zte anioty) SP I 373₁₅.
An manchen Stellen wird die halbprädikative Funktion des Partizips durch seine Beziehung zu N deutlich. So steht das Partizip in den meisten Beispielen unter (a) und (b) vor Pronomen oder Verbindungen aus Pronomen und Substantiven, mit denen ein attributives Attribut gewöhnlich nicht verwendet wird. Die halbprädikative Funktion zeigt sich hier auch im Verhältnis von V zu N: Das Nomen kann nicht als direktes Objekt des Verbs aufgefasst werden (Konstruktionen wie *rašė save, *tikėtų save, *regim muitininkus, *pranešė žmones usw. sind in den zitierten Sätzen semantisch unmöglich). V ist hier folglich sowohl mit N als auch mit P verbunden; eine solche Beziehung wäre bei einem attributiven Verhältnis zwischen N und P unmöglich. Ganz offensichtlich ist die halbprädikative Funktion von P in den Beispielen, in denen es sich um ein Partizip des Verbs būti ‚sein‘ handelt, z. B.:
Ferner lehrte Lanus, dass es in der einen Gottheit drei Personen gebe. BrP II 238 Rasz tas… sagt, dass er Dinge nicht senden könne | adunt kas… iszmonitu SP I 210₃. Aber ich weiß, dass du nicht wenige Güter bist KN 265₁₄. Dumok, nicht weit entfernt dieses Heer BrB Sir 7, 17—18.
In den genannten Fällen bleibt die syntaktische Funktion des präponierten P also hinreichend klar umrissen. Die Stellung von P unmittelbar nach V ermöglicht dagegen, ihre semantische Beziehung stärker hervorzuheben und die von ihnen bezeichneten Handlungen enger miteinander zu verbinden. So wird die von P bezeichnete Handlung in den Vordergrund gerückt, nicht ihr Ausführender. Manchmal wird auch der Einfluss des Satzbaus insgesamt deutlich, etwa wenn mit N ein Nebensatz verbunden ist und das postponierte Partizip hinter diesen, ans Satzende, verschoben werden müsste (z. B.: Kaip tatai tankei girdim kalbanczes tas szmones | kurios delei pikto kakio darbo | gadinamas ira BrP II 437), oder wenn das Partizip durch bereits vor N genannte und mit diesem Partizip verbundene
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adverbiale oder objektive Konstruktionen (z. B.: Kristus… išchroda | ikki swieto galo busenczius bei gerus bei piktus krikschczonistie BrP I 24).
Wenn P vor N steht, das direktes Objekt von V sein kann, ist die halbprädikative Funktion des Partizips nicht eindeutig differenziert und wird gewöhnlich erst aus dem Satzsinn ersichtlich (a). Wie in den oben erwähnten Konstruktionen kann sie dadurch hervorgehoben werden, dass P nicht unmittelbar vor N, sondern vor dessen pronominalen Attributen verwendet wird (b). Zwischen V und P wird mitunter das Objekt der von P bezeichneten Handlung genannt (c).
a) Und sie werden den Menschensohn am Himmel in den Wolken kommen sehen BrB Mat 24, 30 (et videbunt Filium hominis venientem). Und Ionas S. schreibt an anderer Stelle: Die Hölle geht nach dem Tod (widzial piekło idące za śmiercią) SP II 4215.
b) Iszwido Ponas átaianczius tutus btudus MP 179a17 (der Herr sah die kommenden vielfältigen Irrtümer RP 121). Am folgenden Tag kehrten sie nach Jerusalem zurück und fanden die Versammelten bei den Elf SE8418. Die Auswahl …gleicht einer Kriegsschrift | in der man allerlei erwähnte Kriegswaffen findet (w ktorym naydzieś wzmiankę wszelakiego oręża) SP I 134.
c) Wir müssen … seinen Leib und das Blut empfangen | wie wir sehen, dass dies alle wahren Christen tun BrP II 414.
Die beiden übrigen dreigliedrigen Modelle mit präponiertem Partizip sind völlig unproduktiv. Ihr Verhältnis zum Modell VPN entspricht ungefähr dem Verhältnis inverser Modelle mit postponiertem Partizip zum typischen Modell (VNP). Hier zeigt sich sogar eine doppelte Inversion: Invers sind sowohl die Stellung des Partizips (präponiert) als auch die des Verbs (final oder eingeschoben).
1.1.5. Das Modell PNV wird in den altlitauischen Schriften nur durch vereinzelte Konstruktionen repräsentiert.
Ein Mensch mit Knochenschwund | von dem wir sagen, dessen Knochen | dessen Beine oder Arme stark geschwollen sind BrP I 188. Wen ermahnen wir? Der Herr ist nahe? Wenn er gestorben wäre, würdest du es nicht sagen. Damit er nicht wartend kommt und euch Schlafende vorfindet ChB Mork 13, 36. Die Bösen wird er alle sehen KN 227₂. Von nun an werden mich alle Geschlechter seligpreisen DP 47114 (sie werden mich seligpreisen W 106)8.
1.1.6. Vom Modell PVN finden sich in allen untersuchten Texten nur folgende Beispiele:
Über diese … Güte … sollte … nachdenken und sie niemals aus dem eigenen Herzen lassen | wie wir das getan sehen | nicht nur jene heilige Königin Davids BrP I 236. Und unter den Christen sehen wir eine unzählige Menge Armer (eine unzählige Menge sehen wir, die arm sind | und nichts haben) SP II 2103. Ich werde sie als die Gepriesenen zählen, alle Geschlechter WP 141.
1.1.7. Abgesehen von den besprochenen dreigliedrigen Konstruktionen kommen in den alten Schriften bisweilen auch zweigliedrige Konstruktionen vor, die nur aus V und P bestehen. In solchen Fällen ist N gewöhnlich aus einem früheren Satzteil, einem vorangehenden Satz oder dem Kontext zu erschließen. Daher bilden die zweigliedrigen Konstruktionen keinen eigenständigen Typ des Akkusativs mit Partizip, sondern sind als elliptische Varianten der genannten dreigliedrigen Modelle zu betrachten. In ihnen steht das Verb ebenfalls meist vor dem partizipialen Akkusativ (VP), z. B.:
Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er bereits gestorben war! (aus den Toten auferstanden) Da brachen sie ihm die Beine nicht BrB Jon 19, 33. Ich sage euch, wer … seinen Nächsten nicht sieht, wie er Böses tut | wie er unschuldige beschuldigt | ungerecht anklagt | verspottet | und sich auf andere Weise schwer versündigt SP II 536. Ihr Diener, erkennt ihn … wie ihr jetzt seht
8Ähnlich DP 47340, VEE 6622; die Wortstellung ist wahrscheinlich durch die lateinische Konstruktion beatam te dicunt.
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die schreitende | Teyp wel is zwisit atánti KN 166₁₉–₂₀. Ich höre jemanden sprechen. Nicht die Sprache, die dieser hier spricht, sondern diejenige, die glaubt, wird nicht zugrunde gehen SE 129₂₀. Denn als (der Schriftkundige) zum zweiten Mal nach dem König Saul gefragt wurde | dachte er gut und heilig über die Herrschaft gemäß Gottes Willen SP I 136₂₃. (Der Mensch) 6. Er weiß nichts von … wegen des Verwerfens, der Verleumdung und der Sünden | in denen er sieht, dass Gott ihn ohne Gnade sterben lassen wird (widži Bog že vmrže bez pokuty) SP I 116₁₈.
Nur an einer einzigen Stelle in J. Bretkūnas’ Postille, die bereits von E. Tangl⁹ besprochen wurde, bezeichnet der partizipiale Akkusativ eine Handlung ohne klar bestimmten Handelnden: Raupsais reta karta girdim Prusu szemie apsirgusi BrP I 188. Aus dem Kontext lässt sich hier nur das Substantiv človek ‚Mensch‘ mit allgemeiner Bedeutung ergänzen. Ein solcher Gebrauch des partizipialen Akkusativs ist jedoch weder für Bretkūnas noch für andere Autoren des 16.–17. Jahrhunderts kennzeichnend. Fehlt ein bestimmter Handelnder, sind Konstruktionen mit Gerundien üblicher (siehe 2.1.).
In den alten Schriften finden sich nur diese fünf Beispiele für zweigliedrige Konstruktionen mit präponiertem Partizip (PV):
Deshalb, wenn wir einen sterbenden | oder einen Verstorbenen sehen und hören, sollen wir nicht glauben, dass Gott BrP II 411. Solche widersinnigen Dinge dürfen jene nicht sündigen, | die …an den sitzenden Christus glauben… und sich bekennen, dass er mit seinem Leib und Blut wirklich im Sakrament des Abendmahls gegenwärtig ist. MT (PM) 32₁₃. Die Seelen sehen wir nicht im Körper | sondern wir ahnen, dass sie dort durch ihre Taten gegenwärtig sind (Leez tam bėdačey dochodžim) SP I 97₅. „Du würdest ihn nicht tot nennen, sondern schlafend, o Gott“, gleichsam RG 539₁₄. „Bei der Öffnung meines Mundes, du siehst mich schon keuchen“ RG 568—569.
In allen Beispielen lässt sich das ausgelassene N leicht aus demselben Satz ergänzen, in dem die von ihm bezeichnete Vorstellung im Akkusativ oder in einem anderen Kasus ausgedrückt ist; die Ellipse von N erklärt sich aus stilistischen Gründen (die Wiederholung desselben Wortes wird vermieden).
1.1.8. Die Stellung der Glieder des Akkusativs mit Partizip variiert stärker in den Quellen, in denen diese Konstruktion insgesamt seltener und weniger gebräuchlich ist. So überwiegen beispielsweise im „Knyga Nobažnystės“, wo sie relativ selten ist (weniger als 3 Belege pro Autorenbogen), die Fälle der üblichen Wortstellung nur in der Minderheit (4: 12, d. h. 25%); ähnlich verhält es sich im Vilento Enchiridion (3: 4). In „Knyga Nobažnystės“ gibt es sogar mehr Beispiele für das Modell VPN mit präponiertem Partizip als für das typische VNP. In den Gesangbüchern von J. Richter und S. M. Slavočinskis gibt es ebenso viele Beispiele mit Inversion wie typische Beispiele. Auch in den Schriften von M. Daukša, M. Mažvydas und M. Petkevičius ist der Anteil invertierter Konstruktionen deutlich höher als der Gesamtanteil. Dagegen ist die Stellung der Glieder in den Quellen, in denen der Akkusativ mit Partizip weit verbreitet ist, wesentlich stabiler. In J. Bretkūnas’ Postille macht das Modell VNP 87% aller Fälle aus, in der Bibelübersetzung sogar 93,8% (in der Übersetzung des Alten Testaments ist der Prozentsatz noch höher). In dieser Hinsicht unterscheidet sich etwas S. Vaišnoras’ „Žemčiūga“, in der der Anteil der Beispiele mit der üblichen Stellung (VNP) unter dem Durchschnitt liegt (71%); dies erklärt sich jedoch teilweise durch die Aktivität des Modells NPV, die mit dem Einfluss der lateinischen Vorlage zusammenhängt. All dies lässt auf einen gewissen Zusammenhang zwischen der Verbreitung der Konstruktion und der Stabilität ihres Stellungsmodells schließen. Je weiter verbreitet die Konstruktion ist, desto stabiler ist die Stellung ihrer Glieder – und umgekehrt. Möglicherweise wurde die stabile Stellung der Glieder des Akkusativs mit Partizip auch durch die Standardisierung dieser Konstruktion auf dem Boden der Literatursprache begünstigt.
9 E. Tangl, Der Accusativus und Nominativus cum Participio im Altlitauischen, Weimar, 1928, p. 47.
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1.1.9. Aus der Übersicht über die erörterten Positionsmodelle geht hervor, dass die Variation der Reihenfolge der Glieder im Akkusativ mit Partizip vor allem durch die Beziehungen der Konstruktion zum Gesamtsatz oder zu einem größeren Kontext sowie durch stilistische Motive bedingt ist. Mit den lexikalischen und morphologischen Eigenschaften der Glieder hängt ihre Reihenfolge nicht unmittelbar zusammen. Daher werden die Konstruktionen in den Tabellen bei der Zusammenfassung der Verteilung der Positionsmodelle nicht näher nach der lexikalischen Bedeutung des Verbs oder den morphologischen Gruppen der Partizipien untergliedert. Bei genauerem Hinsehen lässt sich dennoch feststellen, dass bei bestimmten Verben, zum Beispiel finden, wollen, Fälle mit invertierter Wortstellung (insbesondere NVP) häufiger sind. So sind in S. Vaišnoras „Žemčiūga“ die Konstruktionen mit dem Verb wollen überwiegend invertiert (7 Beispiele mit NVP und nur 3 mit VNP). Von 20 Konstruktionen mit dem Verb finden, die in J. Bretkūnas Postille verwendet werden, weisen 10 eine invertierte Gliedstellung auf. In J. Bretkūnas’ Übersetzung des Neuen Testaments der Bibel ist der Anteil entsprechender invertierter Konstruktionen geringer (28%), liegt jedoch deutlich über dem allgemeinen Wert (15%); ähnlich ist er in B. Vilentas Evangelien und Episteln (21%). Andererseits ist er in der Übersetzung des Alten Testaments desselben J. Bretkūnas sehr niedrig (etwa 3%). In M. Daukšas Postillen und der anonymen Postille von 1600 sind Fälle der Inversion mit dem Verb finden häufiger als mit anderen Verben (DP — 44%, MP — 66%); allerdings entspricht die Wortstellung in fast allen Beispielen derjenigen an den jeweiligen Stellen der Originale, sodass sich die Häufigkeit durch deren Einfluss erklären lässt. Obwohl die Daten variieren, zeigen sie deutlich die geringere Positionsstabilität der Konstruktionen mit den genannten Verben.
Konstruktionen, in denen N als direktes Objekt von V betrachtet werden kann (meist mit Verben wie sehen, erblicken, wahrnehmen, finden usw.), machen in den alten Schriften etwa 21,4% aller Beispiele für den Akkusativ mit Partizip aus (587 von 2748). Unter ihnen treten Fälle mit Interposition des Verbs (NVP) deutlich häufiger auf als anderswo (etwa 11%). Offenbar schwächte das nicht verblasste Rektionverhältnis zwischen V und N die prädikative Beziehung zwischen N und P, wodurch günstigere Bedingungen für die Interposition von V entstanden. Die Häufigkeitswerte der übrigen Positionsmodelle unterscheiden sich nur wenig von den allgemeinen Werten (VNP — 81%, NPV — 4%, VPN — 1,5%, PNV — 0,8%, PVN — 0,19% und VP — 1,1%); auch der Anteil aller invertierten Konstruktionen (9%) liegt nur geringfügig über dem allgemeinen Wert. Hinsichtlich der Stellung ihrer Glieder waren die beiden Typen des Akkusativs mit Partizip im 16.–17. Jahrhundert also nicht klar voneinander differenziert.
Vergleichen wir die hier erörterten Belege aus den alten Schriften mit den heutigen, so sehen wir, dass sich der Gebrauch des Akkusativs mit Partizip deutlich verändert hat.
1.2.0. Gegenwärtig wird der Akkusativ mit Partizip in der Literatursprache nur noch verwendet, wenn N als direktes Objekt von V betrachtet werden kann. Andere Konstruktionen sind zu Archaismen geworden und kommen nur noch in Fällen mit besonderer stilistischer Funktion vor. Auch der Anwendungsbereich des Akkusativs mit Partizip selbst hat sich stark verengt (gewöhnlich auf die schöne Literatur und die Folklore).
Die Positionsmodelle des Akkusativs mit Partizip im heutigen Litauischen wurden anhand von 1000 Beispielen ermittelt, die hauptsächlich aus der schönen Literatur und der Folklore stammen. Ihr Verhältnis zueinander zeigt Tabelle 1.
1.2.1. Bei der Betrachtung der heutigen Daten fällt zunächst die stark gestiegene Produktivität von Konstruktionen mit vorangestelltem Partizip auf. Das Modell VPN macht hier sogar 16% aller Beispiele aus, verglichen mit 2,7% in den alten Schriften; es ist also mehr als fünfmal so häufig. Hier einige seiner typischeren Beispiele:
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a) Es war schon später Nachmittag, als Papievis Alenas Vater auf dem Weg von Jakūbava kommen sah VnA 18. In einem sehr schönen Garten sah sie einen jungen Mann spazieren gehen Lt III 290. Als er hinaus aufs Feld gegangen war, hörte er noch die Vögel schön singen Sd (MLLG II 418). Am Morgen findet man das Haus voller Schmutz LKŽ I 655. Jetzt, Jonai, geh in den Laden. Dort wirst du eine Hexe liegen sehen Lt III 389.
b) Der Sohn, der seinen Vater sehr bekümmert sah..., fragte Lt III 211. Der Vater erschrak, als er solche Herren hereinkommen sah Lt III 345.
c) Als Mama sah, dass ich früher als gewöhnlich aufgestanden war, fragte sie VenciPU 47. Als sie die über das Dorf fahrende Frau (die Pestgöttin) sahen, liefen sie auf die Straße hinaus MLLG II 62.
Tabelle 1
Stellung der Glieder in Partizipialkonstruktionen im heutigen Sprachgebrauch
Positionsmodell
Anzahl der Konstruktionen
%
VNP
795
79,5
VPN
140
14
NPV
10
1
NVP
50
5
VP
5
0,5
Die höhere Produktivität des Modells VPN hängt wahrscheinlich mit der veränderten Stellung der Konstruktion selbst im System der syntaktischen Mittel zusammen. Mit der Verengung des Gebrauchsbereichs des Akkusativs mit Partizip wird die Wortstellungstendenz seiner Glieder offenbar zunehmend von attributiven Verbindungen beeinflusst. Da die obliquen Kasus der Partizipien nun gewöhnlich vor den Substantiven stehen, werden sie auch in den Fällen häufiger präponiert verwendet, in denen das Partizip zugleich mit einem Substantiv und einem Verb verbunden ist. Bei Pronomen hingegen, mit denen Partizipien ebenso wie Adjektive nicht attributiv verbunden werden, behält P gewöhnlich die postpositionale Stellung bei. Beispiele mit P vor Pronomen (c) kommen sehr selten vor.
Die halbprädikative Funktion des Partizips ist in Konstruktionen des Modells VPN mit Substantiven insgesamt weniger deutlich ausgeprägt. Die Möglichkeit, das Partizip als Attribut zu verstehen, verschwindet oder nimmt nur dann ab, wenn Pronomen oder Zahlwörter vor dem Substantiv stehen (b).
1.2.2. Die übrigen inversen Konstruktionsmodelle sind gegenwärtig etwas seltener belegt als im 16. und 17. Jahrhundert; einige wurden überhaupt nicht festgestellt. Daher hat sich das Verhältnis des Hauptmodells VNP zu den anderen, das als Indikator für die positionsbezogene Stabilität der Konstruktion gelten kann, vergleichsweise wenig verringert (nur um etwa 7%).
2.1.0. Außer dem Partizipialakkusativ wird in den hier untersuchten Konstruktionen auch eine unflektierbare Partizipialform verwendet – das Gerundium. Es lohnt sich zu betrachten, wie sich die Einbeziehung des Gerundiums in diese Konstruktion auf die Position ihrer Glieder auswirkt.
In den meisten Schriften des 16. und 17. Jahrhunderts ist die Gerundialform noch nicht sehr verbreitet: Sie findet sich in nur 13,5% aller Konstruktionen, in den Schriften mancher Autoren (zum Beispiel J. Bretkūnas) sogar nur in 3,1%. Das Verhältnis der Stellungsmodelle von Konstruktionen mit Gerundien ist in Tabelle 2 dargestellt.
12. 902
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Tabelle 2
Die Wortstellung der Glieder in Gerundialkonstruktionen im 16. und 17. Jahrhundert
Stellungsmodell | Anzahl der Konstruktionen |% VNP | 257 | 60,5 NVP | 20 | 4,7 NPV | 47 | 11,1 VPN | 40 | 9,4 PVN | 1 | 0,2 VP | 55 | 12,9 PV | 5 | 1,2
2.1.1. Die Stellung der Glieder in Gerundialkonstruktionen ist weniger stabil: Das Modell VNP ist hier nur durch etwas mehr als die Hälfte aller Beispiele vertreten. Das zweigliedrige Modell VP macht dagegen 12,9% aus und ist damit im Vergleich zu den entsprechenden Partizipialkonstruktionen mehr als zehnmal so häufig. Dieser Unterschied hängt mit der grammatischen Natur des Gerundiums als unflektierbarer Form sowie mit den Besonderheiten seiner Entwicklung zusammen: Zweigliedrige Konstruktionen waren einer der frühen Ausgangspunkte für die Verbreitung des Gerundiums; in sie drang es früher ein als in Konstruktionen mit Akkusativformen maskuliner und femininer Substantive (in den Schriften von J. Bretkūnas und M. Daukša sind Letztere noch äußerst selten)10. Hier einige Beispiele für dieses Modell.
Wer mit Dieben Gemeinschaft hat, hört Flüche, aber zeigt sie nicht an BrB Pat 29,24 (hoeret fluchen LB). Denn du weißt nicht, dass es immer so gewesen ist BrB Hiob 20,4 (das alle zeit so gegangen ist LB). Lasst uns bedenken... die Mannhaftigkeit BrP II 500. Nachdem er Galiläa erwähnt hatte, | sagte er das Gleiche VEE 209. Und dass er dies sagen konnte, ist eine Hilfe MT 26411. Der Sohn... als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Gesang und Tanz ChB Luk 15,25.
2.1.2. In dreigliedrigen Konstruktionen der älteren Schriften ist die Präposition des Gerundiums häufiger als die des Partizips. Da die attributive Funktion dem Gerundium nicht eigen ist, hatte seine Stellung in Bezug auf N keine differenzierende Bedeutung; aufgrund der noch jungen Verbreitung dieser Form war sie zudem nicht sehr gefestigt. Wenn es galt, den Zusammenhang der Handlungen hervorzuheben, wurde das Gerundium im 16. und 17. Jahrhundert häufiger als das Partizip unmittelbar nach dem Verb ausgedrückt. In K. Sirvydas’ „Punktai sakymų“ machen solche VPN-Konstruktionen etwa ein Drittel aller Beispiele aus.
Die Ketzer sagen, Gott säe Unkraut der Sünden (powiadaią że śieie Bog kąkol grzechow) SP I 288. 17Der heilige Chrysostomus antwortet: Deshalb tat Christus dies | weil die Apostel fromm waren (że dla tego vczynił Chrystus) SP II 40—41. Wenn jemand sieht, dass sein Bruder sündigt... ChB I Jon 5,16. Und der, der sich auf den Geist herabkommen sah und auf ihm bleiben sah, der ist es... ChB Jon 1,33. Der heilige Engel verkündet den Hirten... die Geburt des Königs RG 2015–18. Dann vertraue auf die Hölle PK LVII.
10Vgl. Verf., Baltistica, IV(2), 1968, S. 197 ff., 201–202.
178
Wie wir sehen, werden die auffälligsten hier behandelten positionsbedingten Unterschiede der Konstruktionen, die sich in den statistischen Daten widerspiegeln, durch unterschiedliche syntaktische Eigenschaften der Partizipien und Gerundien bedingt.
2.1.3. Die Verbreitung des inversen Modells NPV unter den Gerundialkonstruktionen (z. B.: während die Rosen blühen, sehen wir RG 5463) kann zumindest teilweise von stilistischen und rhythmischen Faktoren abhängen (z. B. in der gebundenen Sprache, wo es viel häufiger vorkommt), und in manchen Fällen auch von der durch lateinische Originale geförderten Neigung, das Verb ans Satzende zu stellen (z. B. in S. Vaišnoras’ „Žemčiūga“, wo NPV 26 von 103 Konstruktionen, d. h. 23,3%, ausmacht).
2.2.0. Derzeit werden Akkusativkonstruktionen mit Gerundien wesentlich häufiger verwendet als Partizipialkonstruktionen. Auch die Beziehungen zwischen ihren Positionsmodellen haben sich teilweise verändert.
Die Positionsmodelle der Gerundialkonstruktionen der Gegenwartssprache wurden anhand von 1600 Konstruktionen ermittelt, die überwiegend der Belletristik, der Folklore und der gesprochenen Sprache des 20. Jahrhunderts entnommen sind. Die Verteilung der Beispiele nach Positionsmodellen zeigt Tabelle 3.
Die Reihenfolge der Glieder von Gerundialkonstruktionen in der heutigen Sprache
Tabelle 3
Positionsmodell | Anzahl der Konstruktionen |% | VNP | 1260 | 79 | VPN | 114 | 7 | NPV | 39 | 2,5 | NVP | 63 | 4 | VP | 120 | 7,5 | PV | 4 | 0,2
2.2.1. Aus der Tabelle ist die erhöhte Positionsstabilität der Gerundialkonstruktionen deutlich ersichtlich. Das Hauptmodell VNP dominiert derzeit klar und nimmt eine ähnliche Stellung ein wie unter den Partizipialkonstruktionen. Die Gerundialform, die in den alten Schriften relativ selten war, ist inzwischen zum Standard geworden und kann die Partizipien in allen Fällen ihres Gebrauchs in dieser Konstruktion ersetzen. Das relative Gewicht des zweigliedrigen Modells VP ist nun geringer, nicht weil dieses Modell insgesamt seltener verwendet würde, sondern vor allem, weil das Gerundium auch in jenen Konstruktionen üblich geworden ist (zum Beispiel mit Akkusativformen maskuliner und femininer Substantive), in die es im 16. Jahrhundert erst erste Schritte unternahm.
2.2.2. Die Standardisierung der Gerundialkonstruktion hat offenbar den Anteil der Fälle mit Präposition P nicht erhöht, sondern sogar leicht verringert (9,4: 7,01). Obwohl die Postposition des Gerundiums (anders als die des Partizips) für seine syntaktische Funktion irrelevant ist, wird sie doch durch die allgemeine Neigung des Litauischen bedingt, das prädikative Glied hinter das subjektische zu stellen. Daher sind Konstruktionen mit präponiertem Gerundium aus der Sicht der Gegenwartssprache ebenso invers wie Äußerungen, in denen das Verb auf den Nominativ des Subjekts folgt (vgl.: ich sehe den Bruder gehen und ich sehe: der Bruder geht). Der Zusammenhang zwischen der Stabilität des Positionsmodells und dem Umfang des Gebrauchs der Konstruktion wurde auch bei der Erörterung der Beispiele mit Partizipien aus den alten Schriften festgestellt (vgl. 1.1.8.); teilweise lässt sich damit
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Die Wortstellung in Akkusativ-Partizipialkonstruktionen im 16.–17. Jahrhundert
Positionsmodell | MŽ | Vln | VĖE | BrB ST | BrB NT | BrP | BrGD | DP | PK | WP (ausg.) | MT | MP | PsD | SP | SIG | KN | SE | MKr | CbB | Ev | RG | KM | Gesamtzahl |% | VNP | 12 | 3 | 54 | 873 | 243 | 637 | 8 | 92 | 7 | 2 | 162 | 30 | 8 | 49 | 15 | 4 | 44 | 1 | 55 | 21 | 11 | 1 | 2332 | 84,9 | NVP | 3 | – | 5 | 15 | 22 | 30 | – | 33 | – | 1 | 18 | 12 | 1 | 4 | 5 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | 4 | 1 | 160 | 5,8 | NPV | 3 | 1 | – | 11 | 2 | 27 | – | 11 | 1 | 1 | 36 | 2 | 1 | 1 | 5 | 3 | 9 | 1 | 1 | 1 | 3 | – | 116 | 4,2 | VPN | – | 3 | 1 | 6 | 5 | 16 | – | 6 | 2 | – | 11 | 6 | 1 | 10 | 1 | 6 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | 75 | 2,7 | PNV | – | – | 1 | – | 1 | 1 | – | 1 | – | – | – | – | – | – | 3 | 1 | 1 | – | 1 | – | 2 | 1 | 12 | 0,4 | PVN | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | 1 | – | – | 1 | 1 | – | – | – | – | – | – | 1 | – | 3 | 0,1 | VP | – | – | 3 | 3 | 10 | 6 | 2 | 9 | 1 | 1 | 1 | – | 1 | 5 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | 45 | 0,6 | PV | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | – | 1 | – | – | 1 | – | – | 1 | – | – | – | 2 | 1 | 5 | 0,2
Verhältnis der Wortstellung der Glieder in Partizipial- und Gerundivkonstruktionen
Tabelle 5 (Zusammenfassung)
Positionsmodell | in Texten des 16.–17. Jahrhunderts | In der Gegenwartssprache | Partizipialkonstruktionen | Gerundivkonstruktionen | Partizipialkonstruktionen | Gerundivkonstruktionen | Anzahl |% | Anzahl |% | Anzahl |% | Anzahl |% | VNP | 2332 | 84,9 | 257 | 60,5 | 795 | 79,5 | 1260 | 79 | NVP | 160 | 5,8 | 20 | 4,7 | 50 | 5 | 63 | 4 | NPV | 116 | 4,2 | 47 | 11,1 | 10 | 1 | 39 | 2,5 | VPN | 75 | 2,7 | 40 | 9,4 | 140 | 14 | 114 | 7 | PNV | 12 | 0,4 | — | — | — | — | — | — | PVN | 3 | 0,1 | 1 | 0,2 | — | — | — | — | VP | 45 | 1,6 | 55 | 12,9 | 5 | 0,5 | 120 | 7,5 | PV | 5 | 0,2 | 5 | 1,2 | — | — | 4 | 0,2
Dies erklärt den auf den ersten Blick etwas merkwürdigen Umstand, dass der Anteil präpositioneller VPN-Fälle unter den Beispielen mit Gerundivformen geringer ausfiel als unter den Beispielen mit Partizipien.
Schlussfolgerungen
1. Das vorherrschende Positionsmodell VNP für Akkusativ-Partizipialkonstruktionen wird durch allgemeine Tendenzen der litauischen Wortstellung bedingt (die Stellung des Akkusativobjekts und des prädikativen Glieds im Satz). Die Postposition des Partizips, die in 95% der in Texten des 16.–17. Jahrhunderts gefundenen Konstruktionen festgestellt wurde, spiegelt die halbprädikative Beziehung zwischen den Akkusativformen des Nomens und des Partizips wider.
Andere Positionsmodelle hängen von der Struktur des Satzes oder des weiteren Kontexts sowie von der lexikalischen Zusammensetzung ab oder sind stilistisch markiert und sind daher als invertiert anzusehen.
2. Die wichtigsten Positionsunterschiede der Gerundivkonstruktionen in den älteren Texten (freierer Wortstellung, deutlich häufigeres zweiteiliges Modell VP) lassen sich durch die syntaktischen Eigenschaften des Gerundivs und seine noch vergleichsweise geringe Verbreitung in Verbindungen mit dem Akkusativ erklären.
3. Die im Zeitraum der schriftlichen Tradition erkennbare Zunahme der Positionsstabilität von Gerundivkonstruktionen hängt mit der Ausweitung ihres Gebrauchsfeldes zusammen.
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4. Die Wortstellung der Glieder der Akkusativ-mit-Partizip-(Absolutiv-)Konstruktion ist syntaktisch motiviert. Die Verteilung der Positionsmodelle in zwei synchronen Sprachzuständen (im 16.–17. Jahrhundert und in der Sprache des 20. Jahrhunderts) spiegelt die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der Konstruktion wider.
В. АМБРАЗАС
POSITIONSMODELLE DES AKKUSATIVS MIT PARTIZIP (ACCUSATIVUS CUM PARTICIPIO) IM LITAUISCHEN
Zusammenfassung
Auf der Grundlage einer statistischen Untersuchung und eines Vergleichs der Daten der altlitauischen Schriftdenkmäler mit denen der modernen Sprache werden die Beziehungen zwischen den Positionsmodellen der Konstruktion Akkusativ mit Partizip oder Gerundium (accusativus cum participio) untersucht. In dieser Konstruktion regiert das Verb (V) den Akkusativ des Nomens (N) und das Partizip (P), die durch eine wechselseitige halbprädikative Beziehung miteinander verbunden sind.
Die Position der drei Hauptglieder der Konstruktion ist syntaktisch motiviert. Die halbprädikative Funktion des Partizips wird weitgehend durch seine Nachstellung zum Nomen bestimmt; diese ist bei 95% der Belege in Sprachdenkmälern des 16. und 17. Jahrhunderts und bei 86% in der modernen Sprache festzustellen. In den seltenen Fällen, in denen das Partizip vorangestellt ist, wird seine halbprädikative Funktion durch andere strukturelle Merkmale signalisiert (die Verbindung mit einem Pronomen oder mit einer Pronomen-Nomen-Verbindung), durch die Art seiner Beziehung zum Verb (die Unmöglichkeit, das Nomen als direktes Objekt der Verbalhandlung aufzufassen) oder sie bleibt syntaktisch unbestimmt.
Das grundlegende Positionsmodell der Konstruktion VNP beruht auf allgemeinen Gesetzmäßigkeiten des litauischen Satzes: der vorherrschenden Nachstellung des Akkusativobjekts zum Verb und der Nachstellung des Prädikativglieds zum Subjektglied. Andere Modelle sind durch bestimmte strukturelle und semantische Besonderheiten des Umfelds (Kontexts) bedingt oder stilistisch markiert.
Konstruktionen mit einer unflektierbaren Partizipialform auf -nt oder -us (Gerundium), die in den Schriftzeugnissen des 16.–17. Jahrhunderts nur 13% aller Akkusativkonstruktionen ausmachen, weisen eine freiere Wortstellung und eine höhere Produktivität des zweigliedrigen Modells VP auf. Diese Unterschiede sind durch grammatische Merkmale der Gerundialform bedingt (Fehlen von Kongruenz und attributiver Funktion) sowie durch ihre frühe Verbreitung gerade in zweigliedrigen Konstruktionen.
Beim Vergleich der Konstruktionen der altlitauischen und der modernen Sprache zeigt sich eine Zunahme der Positionsstabilität von Konstruktionen mit Gerundium, das nun in den meisten Fällen hier den Platz flektierter Partizipialformen einnimmt. Andererseits nimmt unter den Konstruktionen mit flektierten Partizipialformen die Zahl der Belege mit vorangestelltem Partizip (VPN) zu. Diese Daten weisen auf einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Positionsstabilität und der Verbreitung der untersuchten Konstruktion hin. Da der Verwendungsbereich von Konstruktionen mit flektierten Partizipialformen heute auf Fälle beschränkt ist, in denen das Nomen direktes Objekt des Verbs ist, lässt sich die Zunahme von Konstruktionen mit vorangestelltem Partizip durch den Einfluss der entsprechenden attributiven Konstruktion erklären. Somit spiegeln die Veränderungen in den Beziehungen zwischen den Positionsmodellen die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der Struktur des Akkusativs mit Partizip während der schriftsprachlichen Tradition des Litauischen wider.
Statistische Daten zu den Positionsmodellen des Akkusativs mit Partizip und ihren Beziehungen sind in den Tabellen Nr. 1–5 dargestellt.